Photovoltaik-Zubau in den USA im dritten Quartal 2013 mit 930 MW so hoch wie noch nie

Mehr als die Hälfte des Photovoltaik-Zubaus in den USA entfiel im dritten Quartal auf Kraftwerke. Das Bild zeigt Abschnitt zwei von AVSE mit 124 MW von LS Power. Bild: LS Power
Mehr als die Hälfte des Photovoltaik-Zubaus in den USA entfiel im dritten Quartal auf Kraftwerke. Das Bild zeigt Abschnitt zwei von AVSE mit 124 MW von LS Power. Bild: LS Power

Der US-amerikanische Photovoltaik-Markt erreichte im dritten Quartal 2013 mit einem Zubau von 930 Megawatt (MW) einen neuen Rekordwert. Das geht hervor aus einem Bericht von GTM Research (Boston, Massachusetts, USA) und dem US-Solarbranchenverband SEIA (Washington D.C.).

Von Augst bis September 2013 sind 35 % mehr Photovoltaik-Anlagen installiert worden als im Vorjahresquartal und 20 % mehr als im zweiten Quartal 2013. Laut “U.S. Solar Market Insight: 3rd. Quarter 2013” wuchs der Markt der privaten Solarstrom-Anlagen in den USA seit dem Vorjahr um 49 %. Das liege an immer attraktiveren wirtschaftlichen Aspekten und Net-Metering-Gesetzen.

“Zweifellos wird 2013 ein Rekordjahr für die US-Solarindustrie”, kommentiert SEIA-Präsident Rhone Resch. „Wir haben zu Deutschland, China und Japan aufgeschlossen, die beim Photovoltaik-Zubau weltweit führend sind.“

„Dieses Wachstum schafft Tausende amerikanische Arbeitsplätze, spart den Verbrauchern Geld und mindert die Umweltverschmutzung.“

 

US-Photovoltaik-Markt könnte 2013 größer sein als der deutsche

GTM und SEIA gehen davon aus, dass in den Vereinigten Staaten dieses Jahr Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 4,3 Gigawatt (GW) installiert werden, also 27 % mehr als 2012. Sie rechnen hingegen nur mit einem Zubau von 4,2 GW in Deutschland, dem ehemaligen globalen Marktführer. Damit würden die USA Deutschland erstmals seit 15 Jahren überholen.

Der Bericht rechnet außerdem damit, dass im vierten Quartal 2013 sehr viele solarthermische Kraftwerke (CSP) ans Netz gehen. Eines davon ist Solana mit 280 MW Nennleistung.

 

Markt der privaten Solarstromanlagen wächst, gewerblicher Photovoltaik-Markt unverändert

Den stärksten Zuwachs im dritten Quartal verzeichnete der private Sektor. Photovoltaik-Kraftwerke machten zwar den größten Teil des Zubaus aus, aber es wurden 49 % mehr Privatanlagen (186 MW) installiert als noch vor einem Jahr.

In Bundesstaaten wie Kalifornien, Hawaii und Arizona lohnen sich PV-Anlagen nach Aussagen von GTM Research und SEIA besonders, aber neue Vorgaben zur Verrechnung von Stromerzeugung und -bezug (Net Metering) könnten diesen Markt gefährden.

Auch die übrigen Sektoren (gewerbliche Anlagen, Photovoltaik-Kraftwerke und Solarstrom-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden) hätten mehr Schwierigkeiten gehabt, der Zubau werde im Lauf des Jahres 2013 wohl unverändert bleiben.

 

Markt der Photovoltaik-Großkraftwerke blüht

Im Berichtsquartal wurden wieder viele Photovoltaik-Großkraftwerke gebaut. Zu den bemerkenswertesten zählen Abschnitt zwei von Arlington Valley Solar Energy mit 124 MW von LS Power in Arizona, Abschnitt zwei von Catalina Solar mit 82 MW von EDF in Kalifornien und Abschnitt zwei des Imperial Solar Energy Center mit 81 MW von Tenaska, ebenfalls in Kalifornien.

Der Bericht geht davon aus, dass im vierten Quartal PV-Kraftwerke mit mehr als einem Gigawatt Nennleistung installiert werden. Das wäre ein neuer Rekord.

 

North Carolina wird drittgrößter Photovoltaik-Markt der USA

Der US-amerikanische Photovoltaik-Markt hat sich 2013 geographisch leicht verschoben. Alle Sektoren außer den Privatanlagen schrumpften in New Jersey und Hawaii, dafür wuchsen sie in Massachusetts, Arizona und Tennessee. Kalifornien ist nach wie vor der Größte Markt mit einem Zubau von 455 MW im dritten Quartal, North Carolina wurde mit 69 MW Neuinstallationen zum drittgrößten Photovoltaik-Markt der USA.

Auf Platz zwei ist immer noch Arizona mit einem Quartalszubau von 169 MW. Dort gab es einen heftigen Streit über das Net Metering.

 

Anlagenpreise sinken weiter

Im Berichtsquartal konnten die Kosten weiter gesenkt werden. Die Preise für Privatanlagen gingen um 10 % auf 4,72 US-Dollar (3,4 Euro) pro Watt zurück. Bei Nichtwohngebäuden sanken sie um 6 % auf 3,96 USD (2,89 Euro) je Watt, und bei Großkraftwerken sogar auf 2,04 USD (1,49 Euro) pro Watt. Die Anlagenpreise schwanken jedoch von Bundesstaat zu Bundesstaat und von Projekt zu Projekt sehr, betonen SEIA und GTM.

 

10.12.2013 | Quelle: SEIA/GTM; Bild: LS Power | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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