Kalifornien: Energiebehörde empfiehlt Genehmigung des Photovoltaik-Großkraftwerks Blythe und rät ab vom solarthermischen Kraftwerksprojekt Palen

Die CEC hat Bedenken angesichts des Vogelsterbens am Solarturm-Kraftwerk Ivanpah. Bild: BrightSource
Die CEC hat Bedenken angesichts des Vogelsterbens am Solarturm-Kraftwerk Ivanpah. Bild: BrightSource

Die kalifornische Energiebehörde (CEC) hat Vorschläge zur Entscheidung über das Photovoltaik-Vorhaben Blythe mit einer Gesamtleistung von 485 Megawatt (MW) und das solarthermische Kraftwerksprojekt (CSP) Palen mit 500 MW veröffentlicht.

Sie empfiehlt die Genehmigung von Blythe in der jüngsten Projektversion, spricht sich jedoch gegen die Umwandlung von Palen in ein Solarturm-Kraftwerk aus, da dies sich zu sehr auf das visuelle, kulturelle und biologische Umfeld auswirken würde.

Beide Empfehlungen können 30 Tage lang von der Öffentlichkeit kommentiert werden. Die endgültige Entscheidung soll Anfang 2014 fallen.

 

Vermehrtes Vogelsterben als Argument gegen Solarturm-Kraftwerk

Palen war 2010 als Parabolrinnen-Kraftwerk genehmigt worden. BrightSource Energy Inc. (Oakland, Kalifornien, USA) kaufte das Projekt 2012 und beschloss, es als Solarturm-Kraftwerk zu bauen, was eine erneute Genehmigung durch die CEC notwendig machte.

Der neue Entwurf sieht zwei 230 Meter hohe Solartürme und 170.000 Spiegel (Heliostaten) vor. Einer der Hauptgründe für die Ablehnung der Energiebehörde ist, dass sich ein solches Kraftwerk erheblich auf das biologische Umfeld auswirken würde.

Die CEC hatte schon mehrfach derartige Bedenken geäußert. Auch beim nahe gelegenen CSP-Kraftwerk Ivanpah, das fast fertig ist, würde das konzentrierte Sonnenlicht zu vermehrtem Vogelsterben führen.

 

Vorteile überwiegen beim Photovoltaik-Projekt Blythe

Auch das Blythe-Projekt wurde bereits 2010 genehmigt, allerdings auch als solarthermisches Parabolrinnen-Kraftwerk. Der vorherige Eigentümer Solar Millennium AG plante es zu einem PV-Kraftwerk um, und NextEra Energy Resources LLC (Juno Beach, Florida, USA) verkleinerte das Vorhaben von 1.000 MW auf 485 MW. Auch diese Änderung muss genehmigt werden.

Die CEC stellte zwar auch bei den letzten Plänen einige Umweltauswirkungen fest. Die Vorteile würden jedoch überwiegen.

 

18.12.2013 | Quelle: CEC; Bild: BrightSource | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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