Stuttgarter Aktivhaus B10 wird Teil eines virtuellen Kraftwerks; bedarfsgerechte Einspeisung von Photovoltaik-Strom

Das Forschungsprojekt Aktivhaus B10 ist Teil des von der Bundesregierung geförderten Verbundvorhabens „Schaufenster Elektromobilität”
Das Forschungsprojekt Aktivhaus B10 ist Teil des von der Bundesregierung geförderten Verbundvorhabens „Schaufenster Elektromobilität”

Das Stuttgarter Aktivhaus B10 ist ab sofort Teil des virtuellen Kraftwerks “Next Pool” der Next Kraftwerke GmbH (Köln). Das Unternehmen und die alphaEOS AG (Stuttgart) haben einen Vertrag zur Direktvermarktung des Solarstroms von B10 unterzeichnet, berichtet alphaEOS in einer Pressmitteilung.

Das Energiemanagement-System alphaEOS kommuniziert mit dem virtuellen Kraftwerk und entscheidet vorausschauend, wann das Gebäude Strom marktkonform einspeist, zwischenspeichert oder aus dem Netz bezieht.

 

Solarstrom wird dann eingespeist, wenn der Bedarf im Netz am größten ist

Die 70 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage des Aktivhauses B10 produziert rund 8.300 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr – etwa doppelt so viel, wie für den Gebäudebetrieb und die Elektromobilität benötigt wird.

„Der überschüssige PV-Strom muss nicht mehr notwendigerweise dann eingespeist werden, wenn die Sonne scheint. Eingespeist wird vielmehr dann, wenn der Bedarf im Netz am größten ist“, erläutert Jonathan Busse, Vorstand der alphaEOS AG. Steuerbare Haushaltsgeräte wie Wasch- oder Spülmaschinen werden bevorzugt dann betrieben, wenn günstige Energie aus dem Netz, aus der eigenen Dachanlage oder aus dem Stromspeicher verfügbar ist. Auf diese Weise soll das System zur lokalen Netzstabilisierung beitragen. Zwei von der Daimler AG zur Verfügung gestellte Elektro-Smarts werden ebenfalls netzverträglich mit Solarstrom aufgeladen.

 

Flexible Einspeisung von erneuerbaren Energien als wichtiger Baustein der Energiewende

„Durch die Aufnahme der Erzeugungsanlage des Aktivhauses in den Pool unseres virtuellen Kraftwerks erwarten wir neue Erkenntnisse über die wirtschaftliche Vernetzung von Erzeugern und Lastnehmern mit geringer Leistung“, sagt Jochen Schwill, Co-Geschäftsführer und Mitgründer der Next Kraftwerke GmbH. „Gerade im Hinblick auf die umfassende Verwirklichung der Energiewende ist die flexible Einspeisung von erneuerbaren Energien ein wichtiger Baustein.“

Das Forschungsprojekt Aktivhaus B10 ist Teil des von der Bundesregierung geförderten Verbundvorhabens „Schaufenster Elektromobilität“.

 

09.11.2014 | Quelle: alphaEOS AG | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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