Energieverbrauch 2014 kräftig gesunken; Erneuerbare Energien reduzieren Verbrauch von Steinkohle

Da der Verbrauchsrückgang alle fossilen Energieträger betraf, die Erneuerbaren hingegen leicht zunahmen, rechnet die AG Energiebilanzen mit einem Rückgang des energiebedingten CO2-Ausstoßes
Da der Verbrauchsrückgang alle fossilen Energieträger betraf, die Erneuerbaren hingegen leicht zunahmen, rechnet die AG Energiebilanzen mit einem Rückgang des energiebedingten CO2-Ausstoßes

Der Energieverbrauch in Deutschland lag 2014 nach ersten Berechnungen der AG Energiebilanzen bei rund 13.100 Petajoule (PJ) beziehungsweise 446,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Das waren 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Verbrauch von Steinkohle ging um 7,9 Prozent auf 1.647 PJ beziehungsweise 56,2 Mio. t SKE zurück. Dies ist auch auf den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien zurückzuführen, denn rund 65 Prozent des gesamten inländischen Verbrauchs an Steinkohle wird derzeit zur Stromerzeugung verwendet.

Während sich der Steinkohleeinsatz in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung um 11,7 Prozent auf 36,9 Mio. t SKE verminderte, verzeichnete der Kohleneinsatz der Stahlindustrie infolge einer höheren Roheisenerzeugung einen leichten Zuwachs um gut ein Prozent auf 17,8 Mio. t.

 

Primärenergieverbrauch auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung

Die neuen Zahlen bestätigen die Herbstprognose der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, dass der Primärenergieverbrauch in diesem Jahr den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreichen wird.

Den stärksten Einfluss auf den deutlich zurückgegangenen Energieverbrauch hatte die milde Witterung. Wie die AG Energiebilanzen berechnete, hätte der Energieverbrauch ohne Berücksichtigung des Witterungseinflusses um etwa ein Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

 

Verbrauchsrückgang und Zuwachs der Erneuerbaren senken CO2-Emissionen um etwa 1 Prozent

Da der Verbrauchsrückgang alle fossilen Energieträger betraf, die Erneuerbaren hingegen leicht zunahmen, rechnet die AG Energiebilanzen zudem mit einem Rückgang des energiebedingten CO2-Ausstoßes in einer Größenordnung von gut 5 Prozent. Etwa die Hälfte davon entfällt auf die Stromerzeugung. Rechnerisch bereinigt um den Einfluss der milden Witterung dürften die CO2-Emissionen um etwa 1 Prozent gesunken sein.

 

18.12.2014 | Quelle: AG Energiebilanzen | solarserver.de © Heindl Server GmbH

Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html