China erwägt 2016 Kürzung der Einspeisevergütung für Solar- und Windstrom

Deutsche Bank Equity Research: Wenn jetzt über rückwirkende Kürzungen geredet wird, könnte sich das auf die Verfügbarkeit und Kosten von Projektfinanzierungen auswirken
Deutsche Bank Equity Research: Wenn jetzt über rückwirkende Kürzungen geredet wird, könnte sich das auf die Verfügbarkeit und Kosten von Projektfinanzierungen auswirken

Die Deutsche Bank Equity Research meldet unter Berufung auf Medienberichte, dass die nationale chinesische Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) intern darüber beraten habe, die Einspeisevergütung für Solar- und Windstrom im kommenden Jahr um 5,5–6 Prozent und bis 2020 um weitere 15–20 % zu kürzen.

Die Kommission erwarte nun Kommentare aus der Solar- und Windindustrie. Sobald die Entscheidung steht, könnten die Kürzungen ab Januar 2016 für neu eingereichte Projekte gelten, und ab April sogar für Projekte, die vor Ende 2015 eingereicht wurden.

 

Rückwirkende Kürzungen für Bestandsanlagen ebenfalls denkbar

Die NDRC schlägt laut Deutsche Bank Equity Research außerdem eine künftige Kürzung der Einspeisevergütung für bestehende Photovoltaik- oder Windkraftwerke vor, die deutliche Kostenvorteile haben, zum Beispiel aufgrund verbesserter Solar-Technologien.

Die Deutsche Bank Equity Research ist überrascht über den Zeitpunkt der Kürzungen, die erst im zweiten Halbjahr 2016 erwartet wurden. „Wenn jetzt über mögliche rückwirkende Kürzungen geredet wird, könnte sich das auf die Verfügbarkeit und Kosten von Projektfinanzierungen auswirken“, sagte Vishal Shah, Direktor bei der Deutschen Bank.

 

02.11.2015 | Quelle: Deutsche Bank Equity Research; Bild: NESI | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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