Indischer Premierminister unterzeichnet Photovoltaik-Vertrag über 2 Mia. GBP mit Lightsource Renewable Energy

Photovoltaik-Kraftwerk von Lightsource in Großbritannien
Photovoltaik-Kraftwerk von Lightsource in Großbritannien

Der indische Premierminister Narendra Modi wird am 13.11.2015 Handelsverträge im Gesamtumfang von 10 Milliarden britischen Pfund unterzeichnen, berichtet der britische Solarhandels-Verband STA.

Zu den Deals zählt unter anderem eine Investition des STA-Mitglieds Lightsource Renewable Energy in Höhe von 2 Mia. GBP. Lightsource will in den kommenden fünf Jahren Photovoltaik-Anlagen mit rund 3 GW planen, installieren und betreiben.

Die Investition zeige, wie viele internationale Geschäftsmöglichkeiten bestehen, wenn die britische Regierung an einer starken heimischen Solar-Industrie festhalte, betont der Verband.

 

Photovoltaik-Auftrag schafft 300 Arbeitsplätze und 42 Mio. GBP Umsatz in Großbritannien

Modi besucht Großbritannien zu einem Zeitpunkt, wo die britische Solar-Industrie gerade mit Plänen der Regierung zu kämpfen hat, die Förderung drastisch zu senken. Der Photovoltaik-Auftrag an Lightsource schafft voraussichtlich 300 Arbeitsplätze und sorgt für 42 Mio. GBP Umsatz in Großbritannien, zudem nützt er Hunderten Familien in Indien.

„Indien wird für uns in Zukunft ein Schlüsselmarkt sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Srei, unserem ersten Partner, der uns beim Erreichen unserer Solar-Ausbauziele in Indien unterstützt“, sagte Nick Boyle, Geschäftsführer von Lightsource Renewable Energy.

 

Modis Initiative wird bis 2020 voraussichtlich 100 Milliarden USD Solar-Investitionen anlocken

Auf der UN-Klimakonferenz in Paris will Modi die „International Agency for Solar Policy and Application” starten. Er hat 110 Länder eingeladen, der Initiative beizutreten, die bis 2020 voraussichtlich 100 Milliarden USD Solar-Investitionen anlocken wird. Indien will bis 2020 Photovoltaik-Kraftwerke mit 100 Gigawatt installieren.

Leider sei von den großen britischen Solar-Unternehmen nur eine Handvoll in der Position, von den massiven internationalen Geschäftsmöglichkeiten zu profitieren, betont der STA. Das Land werde teuer dafür bezahlen, sich solche Chancen entgehen zu lassen, von denen es nach der Klimakonferenz wahrscheinlich noch viel mehr geben werde.

„Wir freuen uns für die Unternehmen, die groß genug sind, um Geschäftsmöglichkeiten im Ausland wahrzunehmen. Der Besuch des indischen Premiers, der vielleicht der weltweit größte Fürsprecher der Solarenergie ist, sollte britische Politiker zum Nachdenken bringen, was wirtschaftlich und technologisch auf dem Spiel steht“, sagte Leonie Greene vom STA.

„Während Modi weltweit mit einem 100-Milliarden-GBP-Solarmarkt rechnet, drängt das UK den Großteil seiner Solar-Industrie zurück und bringt uns international Nachteile ein. Es ist noch nicht zu spät für unsere Regierung, sich hinter die britische Solar-Industrie zu stellen und sicherzustellen, dass wir von den internationalen Märkten profitieren können.“

 

13.11.2015 | Quelle: STA | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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