Neue Studie: Netzgekoppelte Energiespeicher zum Teil schon jetzt wettbewerbsfähig; Kosten werden rasch sinken

Lazard geht davon aus, dass die Energiespeicher-Kosten rasch einbrechen. Foto: Energiespeicher „UltraBattery” in einem Smart-Grid-Demonstrationsprogramm des US-Energieministeriums
Lazard geht davon aus, dass die Energiespeicher-Kosten rasch einbrechen. Foto: Energiespeicher „UltraBattery” in einem Smart-Grid-Demonstrationsprogramm des US-Energieministeriums

Lazard Ltd. (New York, USA) hat am 17.11.2015 die erste LCOS 1.0-Studie (Levelized Cost of Storage Analysis) veröffentlicht. Sie vergleicht im Detail die Kosten verschiedener Energiespeicher-Technologien für bestimmte Nutzungen.

Selbst ohne Förderung sind einige Speichertechnologien (z. B. Lithium-Ionen-Batterien zur Netzunterstützung), bereits jetzt wettbewerbsfähig mit manchen herkömmlichen Alternativen, so ein zentrales Ergebnis der Studie.

Andere Speichertechnologien und -anwendungen stehen kurz davor, konkurrenzfähig zu sein – ihre Preise werden in den kommenden Jahren sinken.

Private Speichersysteme in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage, welche die Nutzer netzunabhängig machen sollen, sind jedoch ohne Förderung noch immer recht kostspielig.

Wenn sich die Erwartungen der Industrie in den nächsten 5 Jahren erfüllen, werden kostengünstige Energiespeicher-Technologien immer breitere Anwendung entlang des Stromnetzes finden, zum Beispiel als Alternative zu herkömmlichen Gaskraftwerken zur Abdeckung von Spitzenlasten.

 

Energiespeicher-Industrie am Wendepunkt

„Obwohl sich die Energiespeicher-Industrie noch in der Entstehungsphase befindet, scheint sie doch an einem Wendepunkt zu stehen, ähnlich wie die Erneuerbare-Energien-Industrie vor acht Jahren, als wir die erste LCOE-Studie über Stromgestehungskosten veröffentlicht haben“, sagte George Bilicic von Lazards Power, Energy & Infrastructure Group.

 

Lazard rechnet mit raschem Einbruch der Energiespeicher-Kosten

„Auf Basis unserer Analyse der Speichertechnologien und unserer Erfahrungen mit LCOE gehen wir davon aus, dass die Energiespeicher-Kosten rasch einbrechen.“

„Hersteller und Käufer von Energiespeicher-Systemen haben uns gesagt, dass sie in den kommenden 5–7 Jahren mit erheblichen Preissenkungen rechnen“, sagte Jonathan Mir von der North American Power Group von Lazard.

„Wenn die Preise sinken, sollte das wiederum den Ausbau der Speicherkapazitäten ankurbeln und zu weiteren Innovationen führen, die den Einsatz von Speichersystemen stark verbreiten könnten, sowohl netzgekoppelt als auch netzunabhängig, und damit eine breitere Nutzung erneuerbarer Energien ermöglichen.“

Die umfangreichen und detaillierten Studien LCOS 1.0 und LCOE 9.0 können kostenfrei eingesehen werden unter: www.lazard.com/insights

 

19.11.2015 | Quelle: Lazard; Bildquelle: Ecoult | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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