Merck und Belectric bringen graue organische Photovoltaik-Module mit mehr als 50 W/m² auf den Markt

Die OPV-Technologie eignet sich besonders für die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV).
Die OPV-Technologie eignet sich besonders für die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV).

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck (Darmstadt) meldete am 26.11.2015 die Markteinführung von halbtransparenten, grauen organischen Photovoltaik-Modulen (OPV). Diese wurden in Zusammenarbeit mit der BELECTRIC OPV GmbH (Nürnberg) entwickelt und kürzlich auf der Konferenz „Adaptive Architectures and Smart Materials“ in Chicago der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die neue lisicon-Formulierung von Merck in den grauen OPV-Modulen ermögliche eine Nennleistung von mehr als 50 Watt pro m², berichtet Belectric OPV in einer Pressemitteilung.

 

OPV-Module bringen viele Möglichkeiten zur architektonischen Gestaltung

Das Schaustück, bei dem graue Freiformmodule verwendet wurden, besteht aus mehreren laminierten Glasscheiben, die an Stahlseilen befestigt eine Art leichtgewichtige Vorhangfassade erzeugen. Daraus ergäben sich –unter Beibehaltung von Transparenz und Funktion – unzählige Möglichkeiten zur Gestaltung moderner architektonischer Akzente, betont Belectric OPV.

Die Solarmodule wurden für hohen Durchsatz optimiert, werden in Serie gefertigt und seien bereit für die kommerzielle Nutzung. Merck und Belectric OPV hatten vor Kurzem blaue OPV-Komponenten vorgestellt, die bereits beim deutschen Pavillon auf der EXPO 2015 in Mailand und im Gebäude des Hauptsitzes des Sicherheitsrats der Afrikanischen Union in Addis Abeba eingesetzt wurden.

 

Grau als Schlüssel für die breitere Akzeptanz von OPV

Brian Daniels, Leiter der Geschäftseinheit Advanced Technologies bei Merck, sagte: "Viele Architekten haben uns erklärt, dass graue Farbe den Einsatz von Organischer Photovoltaik im Gebäudedesign erheblich steigern wird. Nach den guten Erfahrungen mit den Installationen auf der Expo in Mailand haben wir die Entwicklung einer solchen Lösung für den Markt mit aller Entschlossenheit vorangetrieben.“

Ralph Pätzold, Geschäftsführer von Belectric OPV, fügte hinzu: "Das neue Grau ist der Schlüssel für die breitere Akzeptanz von OPV. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir – in gemeinsamer Anstrengung mit Merck – dieses neue Material innerhalb kürzester Zeit zur Produktionsreife bringen konnten. Nun können all unsere Partner in den verschiedenen Baustoffsegmenten unmittelbar von dem neuen Farbton profitieren".

 

OPV-Technologie in der gebäudeintegrierte Photovoltaik

Die OPV-Technologie eignet sich besonders für die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV). So zeigen OPV-Module unter diffusen Lichtbedingungen und bei hohen Temperaturen, wie sie insbesondere an Fassaden vorherrschen, nicht den üblichen Leistungsabfall von traditioneller anorganischer Photovoltaik. Darüber hinaus sind Eigenschaften wie Halbtransparenz und anpassbare Farben sowie die Gestaltungsfreiheit sehr attraktiv und stellen oft die entscheidenden Merkmale im Zusammenhang mit BIPV-Anwendungen dar.

 

26.11.2015 | Quelle: BELECTRIC OPV GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html