Siedlung in Hügelshart macht „Effizienzhaus Plus“-Niveau wirtschaftlich attraktiv

Das Einfamilienhaus wird mit 44 Solarmodulen mit einer Gesamtleistung von 11,88 kWp ausgerüstet
Das Einfamilienhaus wird mit 44 Solarmodulen mit einer Gesamtleistung von 11,88 kWp ausgerüstet

Was bei der Einweihung des ersten Effizienzhauses Plus in Berlin 2011 noch nach Forschungsversuch klang, erreicht jetzt Serienreife: In Augsburg-Friedberg findet das Effizienzhaus-Plus-Niveau nun Eingang in den Siedlungsbau.

Hier sind neun Einfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften geplant, die mehr Energie produzieren, als ihre Bewohner im Jahresdurchschnitt verbrauchen. Das Projekt in Hügelshart verbinde hohe Energieautarkie und Wirtschaftlichkeit, ergänzt um den Aspekt der Wohngesundheit, berichtet die BayWa r.e. renewable energy GmbH (München).

 

Konzept „Effizienzhaus Plus“ hat sich bewährt

Geplant und umgesetzt wird diese energieeffiziente Siedlung von der asset Grundbesitz- und Vermögensverwaltung GmbH (Augsburg) in Kooperation mit der BayWa. Das Konzept „Effizienzhaus Plus“, das im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesbauministeriums in über 35 Gebäuden erprobt und wissenschaftlich ausgewertet wurde, habe sich bewährt, sagt Bernhard Jakob, Geschäftsführer der asset GmbH.

 

Photovoltaik-Anlagen auf Dächern mit südlicher Ausrichtung

Die Energiegewinnung erfolgt über Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern mit südlicher Ausrichtung. Das Konzept hierzu stammt von BayWa r.e. Das Einfamilienhaus wird mit 44 Solarmodulen mit einer Gesamtleistung von 11,88 kWp ausgerüstet, auf der Doppelhaushälfte werden 28 PV-Module mit 7,56 kWp platziert.

Bei den Einfamilienhäusern wird mit einem jährlichen Solarstromertrag von etwa 13.170 kWh, bei den Doppelhaushälften mit rund 8.340 kWh gerechnet. Gespeichert wird die Energie in einer Lithium-Ionen-Batterie bzw. umgewandelt in Wärme im thermischen Wasserspeicher. Ein hauseigenes Energie-Monitoring steuert alle Anlagenkomponenten automatisch und sorgt so für eine optimale Solarstrom-Nutzung. Überschüssiger PV-Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist.

Herzstück der Wärmeerzeugung ist die Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Inverter-Technologie und thermischem Wasserspeicher.

„Neu im Vergleich zu anderen Projekten dieser Art ist die Zusammenstellung der Produkte“, erläutert Günter Haug, der für Solar-Systeme zuständige Geschäftsführer bei der BayWa r.e. „Unsere Anlagenkonzeption setzt ganz bewusst auf die Verwendung von vielfach am Markt erprobten Standardkomponenten und deren optimal aufeinander abgestimmte Kombination.“

 

Pilotprojekt Burghauser Effizienzhaus Plus Schlagmann/BayWa

Die BayWa hat bereits an der Entwicklung des Burghauser Effizienzhauses Plus Schlagmann/BayWa im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ mitgearbeitet. „Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt haben wir genutzt, um alltagstaugliche Systeme daraus abzuleiten, mit dem Ziel, auch im normalen Hausbau bei vertretbaren Kosten möglichst nah an eine solare Deckung heranzukommen“, erklärt Marcus Pöllinger, Spartenleiter Baustoffe bei der BayWa.

 

05.12.2015 | Quelle: BayWa r.e. renewable energy GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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