Heizungsbranche kooperiert im Internet of Things dank EEBus

Die von der EEBus Initiative entwickelten Anwendungs-Szenarien decken eine große Bandbreite ab
Die von der EEBus Initiative entwickelten Anwendungs-Szenarien decken eine große Bandbreite ab

Der Heizungs-Hersteller Viessmann und das Wärme- und Kühltechnik-Unternehmen Danfoss sind kürzlich der EEBus Initiative beigetreten. Damit sei jetzt die nächste wichtige Wirtschaftsbranche mit den marktführenden Unternehmen vertreten, berichtet die Initiative. Bosch, Vaillant, Viessmann und Wolf sind bereits Mitglieder.

In der Vereinigung haben sich internationale Unternehmen und Verbände mit den Schwerpunkten Elektronik, Energie sowie Informations- und Kommunikations-Technologie zusammengeschlossen, um einen internationalen Vernetzungs-Standard für elektronische Geräte zu entwickeln.

„Die Heizungs- und Kühltechnik-Branche ist für die intelligente Steuerung des Smart Home extrem wichtig“, erläutert Dr. Thomas Finke, Vorstand EEBus Initiative. „Im Zusammenspiel mit der ebenfalls in unserer Initiative versammelten Branche der Weißen Ware und den Energieunternehmen können wir jetzt noch effektivere, komfortablere und energiesparende Anwendungen realisieren.“

„Durch den EEBus erhalten wir die Möglichkeit einer Kommunikation über Technologie- und Herstellergrenzen hinweg, dies steigert die Abstimmungsmöglichkeiten bei unseren hocheffizienten Steuerungen zur Beheizung von Gebäuden und für Kühltechniken um ein Vielfaches“, ergänzt Ole Møller-Jensen, Geschäftsführer der Danfoss GmbH. „Das ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur allgemeinen Interoperabilität, zunächst innerhalb eines Gebäudes und dann innerhalb des gesamten Energiesystems. Am Ende der Entwicklung steht das Gebäude als integrativer Teil des Gesamtsystems.“

 

Heizungen und Kühlgeräte als Energiespeicher

Groß sei das Steuerpotenzial in Sachen Energieeffizienz vor allem, wenn Unternehmen nicht nur in der Entwicklung von Wärmekonzepten in Gebäuden tätig sind, sondern auch bei Komponenten für Klimaanlagen oder dem Kühlen von Lebensmitteln. Heizungen und Kühlgeräte fungieren dabei als Energiespeicher. Die Anlagen werden dann mit Strom versorgt, wenn das Energieangebot groß ist und andere Geräte nur wenig Bedarf haben.

 

Vielfältige Use Cases zeigen Marktnähe

Die von der EEBus Initiative entwickelten Anwendungs-Szenarien decken eine große Bandbreite ab, demonstrieren aber vor allem Marktnähe. „Neben der Tatsache, dass der EEBus das interoperable IoT im Home Energy Management standardisiert, war für unser Unternehmen entscheidend, dass die Use Cases der Initiative sich wirklich am Markt und an unseren Kunden orientieren, so erhalten wir nicht nur eine technisch gute Lösung, sondern auch eine, von der unsere Kunden direkt durch unsere Produkte profitieren“, sagt Georg Fleischer von Vaillant.

 

EEBus-Mitglieder sind auch in Schnittstellenmärkten und bei Nachrüstlösungen aktiv

Ein wichtiger Akteur im Schnittstellenmarkt zwischen HVAC und dem Smart Home ist das neue EEBus-Mitglied eQ-3, Spezialist für Smart Home und einfach nachzurüstende Heizkörper-Thermostate. „Wir sehen den EEBus als die Initiative mit der stärksten Industrieunterstützung, welche die einzelnen Sektoren miteinander verbinden und das Smart Home ermöglicht. Wir haben bereits über 17 Millionen Smart Home Geräte im Feld, sind jedoch davon überzeugt, dass der EEBus unsere Produkte nochmals attraktiver macht und durch die sektorübergreifende Interoperabilität große Potenziale freisetzt“, so Bernd Grohmann, Vorstand bei eQ-3.

 

21.12.2015 | Quelle: EEBus Initiative e.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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