Fördermittel für Photovoltaik-Speicher fließen wieder; Anträge können ab sofort gestellt werden

Die jetzt neu aufgenommene Förderung rückt die Solarstrom-Speicher einen weiteren Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit
Die jetzt neu aufgenommene Förderung rückt die Solarstrom-Speicher einen weiteren Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit

Batterien für Photovoltaik-Strom werden seit dem 1. Januar 2017 wieder finanziell unterstützt. Die staatseigene KfW-Bank fördert die Solarstrom-Speicher erneut mit einem zinsverbilligten Darlehen und einem beachtlichen Tilgungszuschuss.

Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Mit dem Kredit können Hauseigentümer die Anschaffung von Solarstrom-Speichern vollständig finanzieren. Wer sich eine typische Photovoltaik-Anlage mit einer installierten Leistung von fünf Kilowatt (kWp) neu zulegt, erhält einen maximalen Kreditbetrag von 10.000 Euro und einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 1.900 Euro für die Batterien.

 

Hohe Speicher-Nachfrage erwartet – Tilgungszuschuss sinkt auf 19 Prozent

Hauseigentümer, die sich für ein Solar-Batteriesystem interessieren und eine Förderung erhalten möchten, sollten sich mit der Antragstellung beeilen, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau.

„Wie im letzten Jahr wird es einen Run auf die attraktive Förderung geben.“

Der Fördertopf für 2017 könnte daher schon im Laufe des Jahres und nicht erst zum 31. Dezember 2017 leer sein. Im letzten Jahr ist das recht früh passiert: Nach dem Start des Förderprogramms am 1. März 2016 waren die Fördermittel für 2016 bereits Anfang Oktober 2016 ausgeschöpft.

 

Höhere Förderung bei Speicher-Nachrüstung

Der Kreditbetrag liegt bei maximal 2.000 Euro pro Kilowatt installierter Solaranlagen-Leistung (kWp). Wer seine bereits bestehende Solarstromanlage mit einem Batteriespeicher nachrüstet, hat sogar Anspruch auf 2.200 Euro je kWp – die Kosten bei einer Nachrüstung sind etwas höher.

Der nicht rückzahlbare Tilgungszuschuss ist zum Jahreswechsel von 22 auf 19 Prozent gesunken; maximal 380 Euro je kWp Anlagenleistung beziehungsweise 418 Euro bei einer Nachrüstung. Im zweiten Halbjahr 2017 wird der Zuschuss nur noch 16 Prozent betragen. In dem Förderprogramm stehen jährlich 10 Millionen Euro zur Verfügung, es endet Ende 2018.  

 

Mehr Photovoltaikstrom-Eigenverbrauch durch Speicher

Bei gut geplanten Photovoltaikanlagen sind Renditen von fünf bis sechs Prozent pro Jahr möglich. Eigentümer refinanzieren die Investition in ihre Anlage, indem sie den Solarstrom teilweise selbst verbrauchen und teilweise in das öffentliche Stromnetz einspeisen.

Da Solarstrom mittlerweile nur noch halb so viel kostet wie der Strom vom Energieversorger, lohnt es sich, möglichst viel des erzeugten Photovoltaikstroms vor Ort selbst zu verbrauchen. Das reduziert den teuren Strombezug aus dem Netz.

Da der Solarstrom vor allem mittags erzeugt wird, der Verbrauch im Haus aber auch morgens und abends erfolgt, lassen sich ohne technische Hilfsmittel nur rund 30 Prozent des selbst erzeugten Solarstroms selbst nutzen. Der Rest muss eingespeist werden. Mit Speichern erhöhen Eigentümer den lukrativen Eigenverbrauch auf 60 bis 70 Prozent.

Die jetzt neu aufgenommene Förderung rückt die Solarstrom-Speicher einen weiteren Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit. Sinken die Preise der Speicher weiter wie in den vergangenen Jahren, werden sie in ein bis zwei Jahren wirtschaftlich sein und sich künftig als ein integraler Teil von Solaranlagen etablieren.

Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

 

02.01.2017 | Quelle: Zukunft Altbau; Bild: BSW-Solar | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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