CSEM entwickelt ziegelrote Solarmodule

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Eine Solaranlage mit ziegelroten Photovoltaikmodulen: das Pilotprojekt in Ecuvillens, FR (Schweiz). Foto: CSEM

Auf dem Dach eines Bauernhauses im Freiburger Dorf Ecuvillens wurde eine Solaranlage mit ziegelroten Photovoltaikmodulen eingebaut.

Diese Neuheit basiert auf einer Technologie, die vom Schweizer Forschungszentrum CSEM (Schweizerisches Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik) und ISSOL Schweiz entwickelt wurde und die es ermöglicht, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu erhalten.

In den vergangenen Jahren hat das CSEM verschiedene Ansätze entwickelt, um das Aussehen von Photovoltaikmodulen zu verändern und so die energetischen Ziele mit den Anforderungen an die Ästhetik und den Denkmalschutz vereinbar zu machen.

Die eingebauten Solarmodule, die mit „gewöhnlichen“ kristallinen Silizium-Solarzellen bestückt sind, weisen eine einheitliche Rottönung auf, die der Farbe von Ziegeln nachempfunden ist. Auf diese Weise kann das Gebäude unter Wahrung seines ursprünglichen Charakters ein Maximum an Strom produzieren.

Für die Produktion der Solarmodule konnte die Firma ISSOL Schweiz gewonnen werden, die sich dazu bereiterklärt hatte, diese kleine Menge mit einer Gesamtfläche von 230m2 zu produzieren. Die Anlage wurde von der Firma Solstis in Lausanne auf dem Dach montiert.

Die neue Pilotanlage in Ecuvillens wird voraussichtlich pro Jahr 28 MWh Strom produzieren. Sie weist einen nur etwa 20 Prozent tieferen Wirkungsgrad als eine herkömmliche Photovoltaikanlage auf. Die 230 m2 grosse Anlage produziert ausreichend Strom, um den durchschnittlichen Verbrauch von acht vierköpfigen Haushalten zu decken. Dies reicht bei Weitem aus, um den Strombedarf des Bauernhofs zu decken. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist.

 

4.10.2017 | Quelle: CSEM | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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