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innogy weitet Kooperation mit Primus auf Solar-Projekte aus

Foto: Belectric

Die innogy SE weitet ihre Kooperation mit der Primus Gruppe aus: Das Unternehmen teilte mit, neben Onshore-Windprojekten nun auch Solarprojekte gemeinsam mit der Primus Solar GmbH angehen zu wollen.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben beide Unternehmen Ende Dezember unterzeichnet. Teil der Vereinbarung ist die Übernahme von Solarprojekten in Thüringen und Bayern mit einer Gesamtkapazität von über 50 Megawatt durch innogy. Der Regensburger Entwickler Primus wird die Projekte dienstleistend für innogy weiterentwickeln. Die Projektrechte gehen vollständig an innogy über. Beide Seiten hätten vereinbart, Stillschweigen über den Kaufpreis und die weiteren Vertragsdetails zu wahren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Thorsten Blanke, Leiter Solar der innogy SE, erklärt: „Gezielte Kooperationen mit anderen Projektentwicklern einzugehen, ist Teil unserer Wachstumsstrategie. Wir arbeiten bereits mit Primus bei der Entwicklung von Onshore-Windkraftanlagen zusammen. Diese Kooperation weiten wir nun auf den Bereich Photovoltaik aus. Primus ist ein kompetenter und regional stark aufgestellter Entwicklungspartner. Gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft Belectric bringen wir das solartechnische Know-how mit, das notwendig ist, um auf einem wettbewerbsintensiven Markt wie Deutschland zu bestehen.“

Jürgen Meyer-Menz, Geschäftsführer der Primus Energie GmbH, ergänzt: „Seit nunmehr über einem Jahr leben wir im Bereich Windkraft eine überaus zukunftsträchtige Kooperation. Wir ergänzen die herausragende Marktstellung von innogy um die Vorzüge eines flexiblen und hochspezialisierten mittelständischen Entwicklers. Was läge näher, als dieses Erfolgsrezept nun auch im Bereich Photovoltaik anzuwenden. Insbesondere freuen wir uns auch auf die Zusammenarbeit mit den höchst erfahrenen und erfolgreichen Kollegen der innogy und Belectric.“

Die Pipeline besteht laut innogy aus insgesamt sechs Solarparks, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden. Ein erstes Projekt mit rund 10 MWp installierter Leistung sei bereits weit entwickelt und könne in diesem Jahr in die EEG-Auktion gehen. Bau und Betrieb der Projekte soll die innogy-Tochter Belectric übernehmen.

Neben diesen großen Freiflächenanlagen aus der Primus-Pipeline geht innogy in Deutschland auch kleinere Solarprojekte an. Diese Anlagen verfügen über eine installierte Leistung von 750 Kilowatt Peak (kWp). Der entscheidende Vorteil: Solarprojekte bis zu dieser Größenordnung müssen sich nicht in einer Auktion behaupten, sondern können nach Erteilung der entsprechenden Baugenehmigung direkt errichtet werden.

Im Frühjahr 2018 hat innogy bereits eine 750-kWp-Anlage im niedersächsischen Lembruch in Betrieb genommen. Bei dieser Anlage wurde eine von Belectric entwickelte Unterkonstruktion genutzt, die auf Erdnägeln basiert. Das sogenannte PEG-System zeichnet sich durch einen sehr geringen Materialeinsatz und eine vereinfachte Installationsweise aus. Zudem ist das System sehr flächeneffizient.

Im Kreis Osnabrück entsteht derzeit die zweite 750-kW-Anlage von innogy in Niedersachsen.In Nordrhein-Westfalen in der Nähe der Stadt Stolberg befindet sich eine weitere Anlage in der Genehmigung. Beide Solaranlagen sollen noch im ersten Quartal dieses Jahres ihren Betrieb aufnehmen. In der zweiten Jahreshälfte sollen zudem zwei Anlagen in Rheinland-Pfalz fertiggestellt sein. Eine davon wird ebenfalls das innovative PEG-System nutzen. Darüber hinaus seien für dieses Jahr drei weitere 750-kW-Projekte in Planung, für die aber die Pachtverträge noch gesichert seien.

14.1.2019 | Quelle: innogy SE| solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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