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Solarcluster: PV lohnt für Verbraucher 2019 mehr als Vorjahr

Foto: Oliver Ristau

Steigende Strompreise machen die Investition in die eigene Solaranlage im laufenden Jahr attraktiver als im Vorjahr. Laut der Branchenvereinigung Solarcluster sind mit der PV vom eigenen Dach Renditen von sechs bis acht Prozent drin.

Legen sich Hauseigentümer in Deutschland in diesem Jahr eine Solarstromanlage zu, können sie auf höhere Gewinne hoffen als im Vorjahr. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Photovoltaikanlagen seien in den vergangenen zwölf Monaten um rund fünf Prozent günstiger geworden und der Ertrag stabil geblieben: Zwar sei die Einspeisevergütung im Jahr 2018 analog zu den Anlagenkosten gesunken, mehr Gewinn beim Eigenverbrauch wiege dies jedoch wieder auf. Mindestens die Hälfte der Stromversorger haben zum Jahr 2019 ihre Preise um durchschnittlich 1,1 Cent pro Kilowattstunde erhöht – das mache den Eigenverbrauch von Solarstrom lukrativer. Renditen von sechs bis acht Prozent seien aktuell mit Photovoltaikanlagen möglich, so Solar-Cluster-Geschäftsführer Franz Pöter.

„Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für die Investition in eine Photovoltaik-Anlage, da weitere Preissenkungen derzeit nicht in Sicht sind und die Einspeisevergütung weiter sinken wird.“ Große Anlagen lohnten sich laut Pöter besonders: Die Rendite sei genauso hoch wie bei kleinen Anlagen, mit der Größe steige jedoch der jährliche Überschuss in Euro und die Absicherung gegen steigende Strompreise. Ob es weitere größere Preissenkungen in nächster Zeit geben werde, stellen die Branchenexperten in Frage.

Wie Solarcluster weiter vorrechnet, wird bei voller Einspeisung in das öffentliche Stromnetz derzeit eine Rendite von zwei bis vier Prozent pro Jahr erzielt. Bei kleinen Anlagen sei sie etwas geringer, bei größeren tendenziell höher. Individuelle Bedingungen wie die Dachausrichtung und Verschattung spielten dabei eine Rolle. Mit Eigenverbrauch könne der Ertrag jährlich auf sechs bis zu acht Prozent gesteigert werden. Der Grund: Bei derzeit rund neun bis elf Cent Stromgestehungskosten pro Kilowattstunde für Anlagen zwischen zwei und zehn Kilowatt installierter Leistung (kWp) lasse sich bereits mit der Einspeisung in das Netz ein Gewinn von rund ein bis drei Cent pro Kilowattstunde erzielen. Wer eigenen Strom selbst verbrauche und dafür keinen Netzstrom kaufen muss, steigere den Gewinn für diesen Stromanteil sogar auf rund 15 Cent pro Kilowattstunde.

Von der Idee, die Anlage bewusst klein zu dimensionieren, um den Eigenverbrauch und so die Rendite zu steigern, hält Franz Pöter vom Solar Cluster nichts. „Mit kleineren Anlagen steigt zwar die Eigenverbrauchsquote am erzeugten Strom. Durch den höheren Systempreis pro installiertes Kilowatt Leistung ist die Rendite jedoch ungefähr gleich hoch wie bei größeren Anlagen. Die Gesamtrendite mit Eigenverbrauch ist im Hausdachsegment weitgehend unabhängig von der installierten Leistung.“

Von der Regelung, dass Hauseigentümer 40 Prozent der EEG-Umlage auf den eigenverbrauchten Strom für den Leistungsanteil ab zehn Kilowatt installierter Leistung zahlen müssen – derzeit 2,6 Cent pro Kilowattstunde – sollten sich Eigentümer nicht verunsichern lassen, rät Pöter. Bei den Anlagenkosten in dieser Größe bedeutet jede Kilowattstunde selbst verbrauchter Strom immer noch rund 15 Cent Ersparnis. Größer dimensionieren und nicht kleiner, sollte daher die Regel sein: „Ich empfehle: Nutzen Sie das Dach so gut wie möglich“, so Pöter weiter

22.1.2019 | Quelle: Solarcluster BW e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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