Solar News Archiv September 2002

 
 

Europäische Biomassetage der Regionen 2002

Vom 29. September bis 6. Oktober 2002 stellen Institutionen und Unternehmen, die Biomasse nutzen, erzeugen oder als Energiequelle beziehungsweise Rohstoff erforschen, der Öffentlichkeit ihre Einrichtungen und Projekte vor.   Ab diesem Jahr steht Veranstaltern und Publikum eine komplette Woche für die Aktionen zur Verfügung; die Schirmherrschaft hat die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Loyola de Palacio del Valle-Lersundi übernommen. Europaweit beteiligen sich Akteure aus 10 Ländern; inzwischen haben sich mehr als 400 Teilnehmer angemeldet. Die Gesamtkoordination übernimmt C.A.R.M.E.N. (Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk) in Straubing. In Deutschland kümmern sich 12 Institutionen um die regionale Organisation.

Ziel der Biomassetage ist, eine möglichst breite Öffentlichkeit über die Bedeutung und die Möglichkeiten der Nutzung Nachwachsender Rohstoffe heute und für die Zukunft zu informieren. Der hohe technische Stand und die Richtung der Entwicklung soll aufgezeigt, und die auf dem Markt erhältlichen Produkte dargestellt werden. Die Unternehmen Firmen nutzen die Europäischen Biomassetage der Regionen, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen; Planungsbüros stellen realisierte Projekte vor. Moderne Holzheizungen in einem Wohnhaus können ebenso besichtigt werden wie mit Pflanzenöl betriebene Ackerschlepper. Die Liste der Teilnehmer aus Europa kann als PDF-Datei (90 Seiten; 380 KB) heruntergeladen werden unter http://www.biomasse-tage.org/Teilnehmerliste_02.pdf. Eine Übersicht der deutschen Veranstaltungen, geordnet nach Bundesländern, finden Sie unter http://www.tag-der-regionen.de/karte.htm

Lesen Sie hierzu auch unseren Report "Sonne plus Holz": index.html

30.09.2002   Quelle: Biomasse-tage.org; C.A.R.M.E.N.

 

Elektrobetrieb erhält Solardach mit 17 Meter-PV-Elementen

Solardach mit 17 Meter-PV-Elementen

Das Dach der Betriebshalle der Worthmann & Partner GmbH in Hastedt bei Bremen decken die mit 17 Metern längsten Photovoltaik-Sandwichelemente der Welt.   Mit 768 Watt Spitzenleistung sind Die Thyssen-thermodach®-Elemente (6x 128 Watt-Module, parallel angeordnet) nach Auskunft des Herstellers auch die leistungsstärksten Solarstrom-Dachelemente weltweit. Die Bauelemente konnten mit Hilfe einer Traverse innerhalb kürzester Zeit montiert und angeschlossen werden. Der Elektrofachbetrieb will mit dem Solardach die eigene Halle als Referenzobjekt für die Vermarktung der Dachelemente nutzen.

Der Vorteil dieses Systems liegt in der Integration der wichtigsten bauphysikalischen Anforderungen wie Raumabschluss, Lastabtragung, Wärmedämmung, Schallschutz und Stromerzeugung in nur einem Bauelement. Die 1 Meter breiten, 11,5 cm dicken Module wiegen 14,9 Kilogramm pro Quadratmeter und weisen einen U-Wert (Wärmedämmungskoeffizient) von 0,56 Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m2 K) auf. Das Schalldämm-Maß (RW) beträgt 26 Dezibel (dB).

30.09.2002   Quelle: ThyssenKrupp Bausysteme GmbH
Bildquelle: ThyssenKrupp Bausysteme GmbH

 

EUROSOLAR: Tagung und Ausstellung zum Europäischen Biomassetag

Zum Europäischen Biomassetag am 6. Oktober 2002 veranstaltet EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., am 5. Oktober eine Tagung mit begleitender Ausstellung. Um die Biomasse als Energie- und Grundstoff noch stärker auszubauen, widmet sich die Veranstaltung im Schloß Wotersen (Schleswig-Holstein) schwerpunktmäßig der Förderung und Finanzierung von Biomasseprojekten.   Eine Ausstellung auf dem Gelände zeigt die praktische Anwendung der energetischen Biomassenutzung. Auf dem Programm stehen am 5. Oktober unter anderem ein Vortrag von Dr. Hermann Scheer, MdB, Träger des Alternativen Nobelpreises und Präsident von EUROSOLAR unter dem Titel „Biomasse für Energie und Grundstoffe und die Rolle der Landwirtschaft in der Volkswirtschaft von morgen“, Referate zur Finanzierung erneuerbarer Energien und zur ökologischen Kreislaufwirtschaft sowie ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung. Der Familientag am 6. Oktober beginnt mit einem Erntedank-Gottesdienst mit dem „Energie-Pastor“ Thorsten Reimer aus Behklendorf. Der Sonntag verspricht von 10.00 bis 18.00 Uhr Spiel und Spaß für die ganze Familie.
Am Europäischen Biomassetag, dem 7. Oktober 2002, öffnen zahlreiche Einrichtungen und Projekte in der Europäischen Union ihre Pforten, um über die Chancen nachwachsender Rohstoffe für Ökonomie und Ökologie zu informieren. Der Europäische Biomassetag der Regionen wurde 2001 ausgerufen und fand dezentral an vielen Stellen in Europa statt - überall dort wo Biomasse erforscht, verarbeitet oder eingesetzt wird. Klimafolgen, Endlichkeit und Abhängigkeit machen es notwendig, die fossile Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Die Öl- und Gasversorgung ist nach wissenschaftlichen Schätzungen nur noch 40-80 Jahre sichergestellt, und die Abhängigkeit von fossilen Einfuhrenergien ist von 6% im Jahre 1950 auf über 70% heute geklettert, heißt es in der Einladung von EUROSOLAR. Bei dem nötigen Strukturwandel spiele die Bioenergienutzung eine entscheidende Rolle. Der Landwirt als Energie- und Rohstoffwirt sei dabei nicht nur Rohstofflieferant, sondern auch an den Weiterverarbeitungsschritten und der Umsetzung der Biomasse in Energie direkt beteiligt. Denn nur so könne die Wertschöpfung aus landwirtschaftlichen Nutzflächen gesteigert neue Einkommensquellen für den Landwirt erschlossen werden.

30.09.2002   Quelle: EUROSOLAR
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Freiburger Hotel als Vorbild für EU-Energieprojekt

Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon bei der Arbeit: Brennstoffanlieferung für die neue Holzpellets-Heizung

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon nahm am 18.09.2002 die neue Holzheizung im Hotel Victoria in Betrieb. Gleichzeitig gab er den Startschuss für eine von der Energieagentur Regio Freiburg initiierte Hotel-Kampagne, das von der EU geförderte REST-Projekt. Mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien sollen dabei Hotels in zwölf Regionen Europas motiviert werden, den Weg zum nachhaltigen Tourismus einzuschlagen.   REST steht für "Renewable Energy and Sustainable Tourism". Die Initiatoren wollen Hotelbetreiber gewinnen, die es dem Hotel Victoria nachmachen und ihre Energieversorgung weitgehend auf regenerative Energien umstellen. "Wir suchen engagierte Hoteliers, denen wir detaillierte Energiechecks anbieten und die energetischen Schwachstellen der Hotels aufzeigen" erläutert der Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg Rainer Schüle. "Gemeinsam mit den Hotelbetreiben erarbeiten wir individuelle Aktionspläne für Effizienzmaßnahmen und die Nutzung neuer Energien. In Baden-Württemberg werden diese Untersuchungen und außerdem auch die Umsetzungsmaßnahmen vom Umwelt- und Verkehrsministerium finanziell gefördert" so Schüle weiter.

Das Umwelthotel Victoria betreibt eine vollautomatische Holzpellets-Heizung: Naturbelassenes, gepresstes Sägemehl, so genannte Holzpellets, ersetzen künftig jährlich 45.000 Liter Heizöl. In einem unterirdischen Silo werden die streichholzlangen Presslinge gelagert und über eine Förderschnecke vollautomatisch in den Brennraum transportiert. Holz verbrennt CO2-neutral, da die Pflanzen während des Wachstums genauso viel Kohlendioxid (CO2) binden, wie bei der Verbrennung frei wird. Das Hotel Victoria machte sich nicht nur unabhängig von krisengeschüttelten Ölförderländern, sondern leistee auch einen entscheidenden Beitrag für den Klimaschutz, betont die Energieagentur in ihrer Pressemitteilung. "Mit der Umstellung unserer Ölheizung auf Holz haben wir nun auch in der Wärmeversorgung unseres Hotels das 100%-Ziel erreicht" freuen sich die Hotelbetreiber Astrid und Bertram Späth. "Unseren Strombedarf decken wir mit Ökostrom und betreiben eine Solarstromanlage sowie thermische Solarkollektoren. Außerdem sind wir an einer regionalen Windkraftanlage beteiligt, so dass wir nun unseren Gästen neben bestem Service und Komfort, eine rundum CO2-freie Energieversorgung ohne Komforteinbußen bieten können" resümiert Bertram Späth.

Oberbürgermeister Dieter Salomon nahm den neuen Holzpelletskessel mit einer Leistung von 300 Kilowatt offiziell in Betrieb. "Wir brauchen mehr Unternehmer wie die Späths, die Schritt für Schritt und konsequent ihre Chancen nutzen für eine imageträchtige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und damit auch bei Ihren Kunden ankommen" gratuliert er zu deren Engagement und betonte dabei, dass die Nutzung von Holz als Energieträger ein wichtiger Baustein der städtischen Klimaschutzpolitik sei. Das Hotel Victoria soll zum Vorbild für viele weitere Hotels in der Region werden, wünscht sich die Energieagentur. Es wurde deshalb offiziell zum ersten REST-Hotel im Rahmen der europaweiten Kampagne ernannt.

27.09.2002   Quelle: Energieagentur Regio Freiburg
Bildquelle: Energieagentur Regio Freiburg

 

Wissenschaftliche Studie: Gute Marktchancen für Solar-Geräte

Die Chancen, dass mit Sonnenenergie betriebene Geräte wie beispielsweise Uhren, Radios, Lampen oder Ladegeräte von breiten Käuferschichten angenommen werden, sind hoch.   Dies ist das Ergebnis der Solargeräte-Umfrage 2001 des Psychologischen Instituts der Universität Zürich. Die Sozialforscher befragten eine Zufallsauswahl von 2000 Studentinnen und Studenten der Universität Zürich per Internet und konnten 354 komplett aufgezeichnete Datensätze auswerten. Die Ergebnisse können nach Aussage des Psychologischen Instituts zwar nur auf eine bestimmte studentische Gruppe verallgemeinert werden, diese wiederum könne aber als stellvertretend für eine relativ große Gruppe potenzieller Nutzer photovoltaisch betriebener Geräte betrachtet werden.

Die Studie ergab unter anderem, dass eine hohe Bereitschaft besteht, für solche Geräte einen Aufpreis zu bezahlen (durchschnittlich 20%) und es für die Käufer wichtig ist, mit deren Betrieb Kosten für Batterien zu sparen. Ferner wird es als sehr wichtig bewertet, durch die Nutzung photovoltaisch betriebener Geräte die Batterieabfallmenge zu verringern. Interessant ist die Aussage, dass es nicht als umständlich empfunden wird, ein Gerät zum Aufladen in einer Lichtquelle positionieren zu müssen.

50 % der Befragten gaben an, bereits einmal ein Solar-Gerät gekauft zu haben; 65 % kennen Personen, die ein solches Gerät benutzen. Das Image der mit Strom aus Solarzellen betriebenen Geräte ist generell sehr gut, sie genießen bei der Stichprobe hohe Sympathie. Die Breite des Angebots hingegen wird als eher schlecht eingestuft; der größte Teil der Befragten erwartet, dass die Leistung der Geräte noch erhöht wird.

Ein Kurzbericht zur Studie (10 Seiten) kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden von der Seite www.solarprojekt.ch.

27.09.2002   Quelle: Universität Zürich

 

SFV gegen Stromsteuerbefreiung für erneuerbare Energien

Der Solarenergie-Förderverein e.V. (Aachen) spricht sich in seinem aktuellen Rundbrief gegen eine Befreiung erneuerbarer Energien von der Stromsteuer aus. Die Vorstellung, man könne die Energiewende durch eine Stromsteuerbefreiung für erneuerbare Energien beschleunigen, sei falsch, heißt es in der SFV-Rundmail.  Laut SFV nützt eine Steuerbefreiung den Betreibern von Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energienquellen nichts: Ein Windanlagenbetreiber müsse auch jetzt schon keine Stromsteuer für die von ihm erzeugte Elektrizität bezahlen. Und er bekomme die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unabhängig davon, ob Strom aus Windenergie von der Stromsteuer befreit sei oder nicht. Eine Steuerbefreiung würde seine Einnahmen nicht erhöhen, argumentiert der SFV. Entsprechendes gelte für die Betreiber von Solaranlagen.

Zudem würde eine Stromsteuerbefreiung einen neuen Ausnahmetatbestand bei der Ökosteuer schaffen, so der SFV. Darüber hinaus mache eine Stromsteuerbefreiung für erneuerbare Energien den Strom-Mix insgesamt billiger und verringere die Energiekosten weiter. Je billiger die Energie werde, desto billiger sei auch die Herstellung von Grundstoffen und Halbzeugen wie Aluminium, Kunststoffen, Zement, Kupferdraht oder Eisenblech. Je billiger diese Grundstoffe seien, desto höher sei auch der Anreiz zur Verschwendung. Es lohne sich dann eher, neue Geräte am Fließband zu produzieren, statt mit einem höheren Personalaufwand defekte Geräte zu reparieren, heißt es im SFV-Rundbrief. Eine Stromsteuerbefreiung mache Energie billiger und erhöhe die Ressourcenverschwendung sowie die Arbeitslosigkeit, fasst der SFV seine Position zusammen.

27.09.2002   Quelle: SFV
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BUND: Energiepolitische Zuständigkeiten ins Umweltministerium verlagern

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) schlägt vor, die Zuständigkeit für erneuerbare Energien und Energie-Effizienz dem Bundesumweltministerium zu übertragen.   Klimaerwärmung, Wetterextreme und Flutkatastrophen seien deutliche Hinweise für die Notwendigkeit einer stärker ökologisch ausgerichteten Energiepolitik. Das bisher für Energiefragen allein zuständige Wirtschaftsministerium habe traditionell eine zu große Nähe zur Stromwirtschaft gezeigt und sich oft als Bremser beim ökologischen Umbau der Energieversorgung und damit beim Klimaschutz betätigt. Auf Länderebene und international seien mit einer Verlagerung energiepolitischer Kompetenzen in die Umweltministerien gute Erfahrungen gemacht worden.

Prof. Klaus Traube, energiepolitischer Sprecher des BUND: „Energiepolitik ist das Kernstück der Umwelt- und Klimaschutzpolitik. Sie muss der Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien Vorrang vor Brancheninteressen der Energiewirtschaft einräumen. Diese konsequente Linie ist nach aller bisherigen Erfahrung vom Bundeswirtschaftsministerium nicht zu erwarten. Soeben erst hat die Ministererlaubnis für die Fusion von E.ON und Ruhrgas wieder einmal den traditionell starken Einfluss der großen Stromunternehmen auf dieses Ministerium deutlich gemacht. Nicht von ungefähr sind die Ressorts Umwelt- und Energiepolitik auch in vielen Bundesländern und in anderen europäischen Staaten zusammengelegt worden. Mindestens die energiepolitischen Handlungsfelder Energieeffizienz, Energie-Forschung und Entwicklung sowie erneuerbare Energien sollten im Umweltministerium angesiedelt werden.“

Der BUND fordert SPD und Grüne auf, in den jetzigen Koalitionsverhandlungen Umwelt- und Naturschutzthemen stärker als im letzten Koalitionsvertrag zu berücksichtigen. Die nationalen Kohlendioxidemissionen müssten bis 2020 um 40 Prozent gesenkt, Ökosteuer und Agrarwende konsequent fortgeführt und der Naturschutz ausgebaut werden. Rot-Grün steht nach Meinung des BUND bei den Wählerinnen und Wählern in der Pflicht, ihren ökologischen Wahlaussagen entsprechende Taten folgen zu lassen. Das müsse sich auch in der Koalitionsvereinbarung konkret niederschlagen. Dabei gehe es um mehr als eine Million Arbeitsplätze, die in Umweltbranchen bereits entstanden seien. Mehrere Hunderttausend Stellen könnten durch Energiesparmaßnahmen und die stärkere Förderung regenerativer Energien neu geschaffen werden.

26.09.2002   Quelle: BUND

 

BP Solar-Energie für Volkswagen-Händler

Die Volkswagen AG und die zum BP-Konzern gehörende BP Solar wollen ab sofort Solarstromanlagen auf den Dächern der Volkswagen-Händlerbetriebe fördern.   Neue Betriebe sowie Umbauten sollen mit Photovoltaikanlagen in der Größenordung von 150 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) ausgerüstet werden. Der Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit 0,48 €/ kWh vergütet. Bis Ende des Jahres 2003 sollen die ersten 50 Projekte realisiert sein. Mit der Leonhardt Gruppe, vertreten in Sachsen, Bayern und Thüringen, wird das erste Referenzprojekt für 2002/ 2003 im bayerischen Kulmbach umgesetzt. Das Gesamtvolumen der Vorhaben beziffert BP Solar mit 40 Millionen Euro.

Volkswagen wertet sein Engagement in diesem Bereich als konsequente Fortführung der schon immer stark im Konzern verankerten Umweltaktivitäten, heißt es in einer BP-Pressemitteilung Die Marke baue damit die führende Umweltkompetenz weiter aus, die im Markenleitbild - Verantwortung für Mensch und Umwelt - fest verankert sei. Im ökonomischen Umgang mit Ressourcen sei Volkswagen damit Vorbild für viele andere. Das Engagement im Bereich der Solarenergie in der Handelsorganisation ergänze die umweltrelevanten Aktivitäten an den Produktions-Standorten und in den Produkten.

BP Solar, weltweit führender Hersteller von Photovoltaik-Komponenten, verspricht sich von diesem Projekt die Popularisierung der Photovoltaik-Technologie. "Photovoltaik Komponenten als integriertes Bauelement und deren ökonomischer und ökologischer Nutzen stehen im Vordergrund", so Projektleiterin Mechthild Winking von BP Solar. Gemeinsam mit der Volkswagen Händlerbauberatung übernimmt BP Solar die Beratung und Projektierung der Anlagen. Damit unterstütze Volkswagen schon in der Planungsphase die umweltfreundliche Stromerzeugung und forciere die Anwendung von Photovoltaik als modernes und innovatives Bauelement. Diese sei in die Volkswagen-Architektur problemlos integrierbar und lasse sich auch bei vorhandenen Betrieben leicht nachrüsten. "Für die Händlerbauberatung stehen die wirtschaftlichen Gesichtspunkte beim Einsatz der Solartechnologie im Vordergrund. Unser Schwerpunkt liegt in der Beratung für das individuelle Projekt", erläutert Ulrich Heiny, Leiter der Volkswagen Händlerbauberatung.

26.09.2002   Quelle: BP Solar

 

Umweltbundesamt will Vorurteile gegen Ökosteuer ausräumen

Die Ökologische Steuerreform ist besser als ihr Ruf. Das Image und die Akzeptanz der Ökosteuer sind in Teilen der Öffentlichkeit aber noch immer gering - trotz nachweislich positiver Effekte für Umwelt und Beschäftigung. Das sind die zentralen Aussagen einer neuen Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA).   Unter dem Titel „Ökosteuer - sparen oder zahlen?“ informiert das UBA über die Gestaltung und Ziele der Ökologischen Steuerreform. Zahlreiche Tipps zeigen, wie jeder Einzelne zum Gewinner der Ökologischen Steuerreform werden kann. Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes: „Viele Bürgerinnen und Bürger haben erkannt, dass sich ein sparsamer Umgang mit Energie lohnt - für die Umwelt und für ihre Geldbörse. Aber wir brauchen eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung, um noch mehr Menschen zu einem energiesparenden Verhalten zu motivieren. Die neue Broschüre soll hierzu einen Beitrag leisten.“

Im ersten Teil der Broschüre wird das Konzept der Ökologischen Steuerreform erläutert. Unter Überschriften wie „Was ist „Öko“ an der Ökosteuer“ „Tanken für die Rente: Ist das öko-logisch?“ oder „Ökologische Steuerreform: Jobkiller oder Jobknüller“ greift sie bekannte Vorurteile gegen die Ökosteuer auf. Im zweiten Teil zeigt die Broschüre, dass Verbraucherinnen und Verbraucher der Ökosteuer nicht hilflos ausgeliefert sind: Gegliedert in die Bereiche „Mobilität“, „Strom sparen im Haushalt“ und „Heizen und Wärmedämmen“ werden zahlreiche, anschauliche Tipps aufgeführt, wie schon mit kleinen Verhaltensänderungen zusätzliche Belastungen durch die Ökosteuer ausgeglichen werden können. Ebenso werden Kriterien genannt, die bei Anschaffungen beachtet werden sollten, beispielsweise eines neuen Kühlschranks oder Autos. Hilfreiche Adressen für weitere Informationen - auch zu einer möglichen finanziellen Unterstützung von Energie sparenden Investitionen - runden die Broschüre ab.

Die 106 Seiten starke Broschüre „Ökosteuer - sparen oder zahlen?“ steht als Download (PDF 3,5 MB) im Internet zur Verfügung unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de. Sie wird in Kürze auch als Druckfassung beim Umweltbundesamt, Zentraler Antwortdienst, Bismarckplatz 1, 14193 Berlin, Fax: 030 / 8903-2912, kostenlos erhältlich sein.

26.09.2002   Quelle: UBA

 

DBU weiht Zentrum für Umweltkommunikation ein

Nach 16monatiger Bauzeit wurde das neue Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK)der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück fertig gestellt. Der Neubau sei nicht irgendein Konferenz- und Ausstellungsgebäude, sondern ein Gebäude, mit dem die DBU wie schon beim Bau ihres Verwaltungsgebäudes vor sieben Jahren in bauökologischer Hinsicht neue Maßstäbe setze, berichtet die Stiftung.   An dem Festakt zur Einweihung nehmen unter anderem teil: Dr. Theo Waigel, Stiftungsgründer und Bundesfinanzminister a. D., Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Vorsitzender des DBU-Kuratoriums, Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip sowie der Architekt Prof. Thomas Herzog.

Ein transparentes Membrandach als maßgebliche Innovation, Tragwerk und Fassade, die in ihren wesentlichen Teilen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen, Energie sparende Bauweise, innovative Grundwasserkühlung, naturnahe Regenwasserversickerung, Tages- und Solarenergienutzung sind nur einige Aspekte, des Niedrigenergiehauses. Mit ihm will die DBU ihre Arbeit noch transparenter und begreifbarer machen und andere zum Nachahmen "anstiften" - im Interesse des Schutzes der Umwelt. Das Gebäude mit 3.000 Quadratenmetern Grundfläche, einem teilbaren Konferenzraum von mehr als 300 m2 für bis zu 199 Personen sowie einem 400 m2 große Foyer (Nutzung als Ausstellungsfläche), hat 6,75 Millionen Euro gekostet. Der Energie sparende, innovative und lichtdurchlässige Dachaufbau spart elektrische Beleuchtungsenergie ein, die Direkteinstrahlung über Fassade und Dach leistet im Winter einen beträchtlichen Beitrag zur Heizung des Gebäudes. Ein neues Blockheizkraftwerk im bestehenden DBU-Verwaltungsgebäude versorgt beide Gebäude mit Wärme und Strom. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des ZUK deckt Teile des elektrischen Energiebedarfs. Der Heizenergiebedarf des Niedrig-Energie-Gebäudes beträgt nach Berechnungen 28 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²), der Stromverbrauch liegt bei 18 kWh/m² pro Jahr

26.09.2002   Quelle: DBU

 

Solarenergie-Förderverein: Wähler wollen Energiewende

Der Solarenergie-Förderverein e. V., Aachen, (SFV) gratuliert den Grünen zu ihrem Wahlerfolg. Bündnis 90 / Die Grünen seien die Partei, die unter den im Bundestag vertretenen Parteien am konsequentesten auf eine Energiewende dränge und die einzige Partei, die am Wahlsonntag alle ihre Wahlziele erreicht habe, heißt es in der aktuellen Rundmail des Vereins.  Der SFV sieht einen Zusammenhang zwischen dem Eintreten der Grünen für die Energiewende und ihrem Wahlerfolg: Eine fast gleichzeitig durchgeführte Repräsentativ-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid vom 2. und 3. Sept. 02 bestätige, dass die große Mehrheit der Bevölkerung genau das fordere, was die Grünen (und fortschrittliche Abgeordnete der SPD) mit ihrem Eintreten für die Energiewende in die Tat umsetzen wollen, so der SFV. Die Bevölkerung sehe nicht nur die Förderung der Erneuerbaren Energien als sehr wichtig an, sondern sie fordere sogar ausdrücklich, Deutschland müsse darin eine Vorreiterrolle einnehmen. Laut Emnid halten 67,1% der Befragten die Förderung von Strom aus Wind, Sonne und Wasserkraft für „sehr wichtig“; 80,3% sprachen sich dafür aus, dass Deutschland angesichts der Gefahren durch Klimaänderung und globale Erwärmung beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle spielen sollte.

Das „kleinmütig, ängstliche Herangehen vieler Politiker an den Klimaschutz“
finde hingegen nicht das Verständnis der Bevölkerung, merkt der SFV an. Die Bevölkerung erteile der Überlegung, man müsse vordringlich darauf achten, dass die "Lasten" international gleichmäßig verteilt würden, die gebührende Ablehnung. Unsere Politiker sollten stolz auf eine Bevölkerung sein, die nicht mehr länger warten, sondern die den Kampf gegen Klimagefahren, Erdölabhängigkeit (und die damit verbundene Kriegsgefahr) mit friedlichen Mitteln aufnehmen wolle, erklärte der SFV.

Den vollständigen Umfragetext will der SFV in den nächsten Tagen ins Internet stellen unter http://www.sfv.de

25.09.2002   Quelle: SFV

 

Großes Interesse am Zukunftsmarkt Pelletsheizungen

Rund 250 Teilnehmer beschäftigten sich auf dem 2. Industrieforum Holzenergie am 23. und 24. September in Stuttgart mit den Chancen und Problemen des Öko-Brennstoffs Holzpellets. In seinem Grußwort betonte der Präsident des Landesgewerbeamtes Baden-Württemberg, Dr. Friedrich Bullinger, die Bedeutung der nachwachsenden Biomasse für die regionale Wertschöpfung.   Die vermehrte Holzenergienutzung verbessere die wirtschaftlichen Ergebnisse von Land- und Forstwirtschaft sowie der Sägewerksbetriebe. Auch der Tourismus in den Urlaubsgebieten des Landes profitiere von gepflegten Waldbeständen. Für Heizungsbauer, Planer und Energieberater eröffneten sich neue Tätigkeitsfelder, so Bullinger. Heizen mit Holzpellets bringe neue Herausforderungen, besonders für den Mittelstand, wenn Installateure, Bernstoffhandel und Endverbraucher Sonnenenergie in Form von Biomasse ernten. Die Entwicklung moderner Festbrennstoffheizungen habe die Grundlage dafür geschaffen, dass umweltfreundliche Energie aus fester Biomasse zu immer geringeren Kosten bereitgestellt werden könne, stellte Dr. Bullinger fest.

Zwei Tage diskutierten Handwerker, Verbände und Planer unter anderem über die Verbesserung der Pelletsqualität im Produktionsprozess sowie die Qualitätssicherung entlang der Logistikkette (Transport; Lagerung und Einblastechnik). Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Käufer der hochwertigen Pelletsheizungen zu Recht auch ein Qualitätssiegel für den Brennstoff erwarten und die Akteure am Markt, auf den bestehenden DIN und Ö-Normen aufbauend, den hohen ökologischen Qualitätsstandard der Pellets aus Deutschland und Österreich vermitteln sollten. Neben zahlreichen technischen Aspekten, beispielweise der Kombination von Pellets- und Solaranlagen oder der Verbrennungstechnik würdigten die Referenten die ökonomische Dimension der Pellets: Der Markt für Pellets-Heizsysteme ist in den vergangenen Jahren mit Zuwachsraten von über 100% deutlich größer geworden, unterstrich Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solarpromotion GmbH, die das Industrieforum veranstaltet. Einen Einblick in die Potenziale der Pelletsproduktion in Deutschland gab Dr. Ing. Ulrich Kaier von der Heidelberger STEAG Energie-Contracting GbmH. Sein Unternehmen will im kommenden Jahr an den Standorten Buchenbach bei Freiburg, Kehl und Koblenz Produktionskapazitäten für insgesamt 120.000 Tonnen Holzpellets realisieren, das entspricht etwa 60.000 Tonnen Erdöl.

25.09.2002   Quelle: Eigener Bericht

 

PV-Anlage mit innovativer Verschaltungstechnik eingeweiht

PV-Anlage mit innovativer Verschaltungstechnik

Am 16.09.2002 wurde eine Photovoltaikanlage mit neuartigem Wechselrichterkonzept in Schweinfurt dem ersten Kunden übergeben. Die Verschaltungstechnik optimiere die Leistung der Solarstromanlage und steigere deren Ertrag um einige Prozent, erklärte Bernhard Beck, der das Konzept entwickelt hat.   Die nach Auskunft des Erfinders weltweit fortschrittlichste Verschaltungstechnik, wird von der SMA Regelsysteme GmbH im niedersächsischen Niestetal produziert und unter dem Namen „Sunny-Boy-Team“ (SBT) vertrieben. Sunny Boy Team erkenne beispielsweise die Wetterbedingungen und schalte die acht Wechselrichter der auf 200 Quadratmetern Dachfläche montierten Anlage bei bedecktem Himmel zum Großteil ab; bei strahlender Sonne werden sie wieder zugeschaltet und die Solarstromanlage arbeitet in Voll-Lastbetrieb. Das Konzept sei mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar, sagte Schweinfurts Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser, denn am 52. Breitengrad müsse man eine Ausbeute erzielen, die sich rechne.

Erfinder Beck erklärte sein Verschaltungskonzept etwas komplizierter, doch nicht weniger anschaulich: Nur bei Bedarf arbeite die Anlage mit "Vollgas". Einer der acht Wechselrichter der so genannte "Teamchef", steuere die Anlage und lasse das „Team“ nur bei Sonnenschein komplett arbeiten. So könne bei geringer Einstrahlung mehr Strom produziert werden als wenn jeder Wechselrichter allein arbeite. Beck freut sich über Wirkungsgrade, „die wir bislang im Teillastbetrieb für unmöglich gehalten haben". Die in Schweinfurt und Haßfurt ansässige Firma S & F Umwelttechnik errichtete die Solarstromanlage, die jährlich rund 20.000 Kilowattstunden Strom produzieren soll. Bei einem sparsamen Umgang mit dem Strom könne das für die neun Parteien im Haus ausreichen, rechnet Bernhard Beck.

„S & F“ habe in den letzten zwölf Monaten zehn feste Arbeitsplätze geschaffen, unterstrich Geschäftsführer Daniel Ziegler anlässlich der Einweihung. Über 100 Photovoltaikanlagen habe das Unternehmen seit der Firmengründung errichtet und damit in der Umwelttechnik einiges bewegt, so Ziegler. Das neue Team-Konzept steigere die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlagen und könne der Photovoltaik eventuell zum endgültigen Durchbruch verhelfen, da es Wirkungsgrade und Anlagenverfügbarkeit wesentlich verbessere. Das fand den Beifall des Bundestagsabgeordneten und forschungspolitischen Sprechers von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell. (Im Bild zweiter von rechts. Links: Bernhard Beck, Erfinder des Verschaltungskonzeptes und Hausherr Martin Kritzner: rechts: Dr. Erich Ruppert, Stadtrat der Grünen.) Er sieht die erneuerbaren Energien als "größte Wachstumsbranche": Allein in Deutschland arbeiten heute 130.000 Menschen in diesem Bereich, 1998 seien es nur 30.000 gewesen.

25.09.2002   Quelle: Bernhard Beck

 

Produktionsfortschritt bei Dünnschicht-Solartechnik

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben einen ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer kompletten Prozesstechnologie für Solarmodule auf der Basis von Silizium-Dünnschichtsolarzellen erreicht.   Am 17. September 2002 nahmen sie im Institut für Photovoltaik (IPV) eine Anlagenserie in Betrieb, mit der sie industrienah großflächige Solarmodule (30 x 30 cm) entwickeln - angefangen bei der "nackten" Glasscheibe bis zum fertigen Modul.

Die Jülicher Forscher konzentrieren sich auf Silizium-Dünnschichtsolarzellen, da diese vergleichsweise geringere Kosten versprechen als herkömmliche Solarzellen. Den Wirkungsgrad einer ein Quadratzentimeter großen Zelle haben sie bereits auf 11,2 Prozent hochgeschraubt. Nun gelte es, dieses Ergebnis auf Solarmodule bestehend aus vielen Einzelzellen zu übertragen und so die industrielle Umsetzbarkeit zu demonstrieren. Zu diesem Zweck hat das IPV eine komplette Prozesstechnologie für großflächige Solarmodule aufgebaut - im Rahmen eines Projektes des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit dem Titel "Technologie für eine neue Generation von Silizium-Dünnschichtsolarmodulen auf Glas".

Silizium-Dünnschichtsolarzellen bestehen aus mehreren Schichten: Durch eine erste Schicht aus transparentem und leitfähigem Metalloxid (TCO = transparent conductive oxide) fällt das Sonnenlicht auf die Silizium-Schicht. Hier wird es „geschluckt“, und die dabei erzeugten Ladungsträger werden nach außen abtransportiert - fertig ist der Solarstrom. Bewährt haben sich Stapelzellen mit mehreren übereinander liegenden Silizium-Schichten. Zudem steigt der Wirkungsgrad, wenn eine Schicht aus dem für Dünnschichtsolarzellen üblichen amorphen Silizium besteht und eine zweite aus einer weiteren Variante, dem mikrokristallinen Silizium - bei Solarmodulen ein Neuling. Auch bei der TCO-Entwicklung beschreiten die Jülicher Forscher neue Wege: Sie verwenden Zinkoxid, einen billigen und hoch transparenten Werkstoff: Aufgeraut mit Salzsäure ist Zinkoxid zudem ein exzellenter Lichtfänger.

Die einzelnen Schichten werden mit verschiedenen Verfahren im Vakuum auf einen Glasträger (Substrat) abgeschieden. Nach jedem Schritt wird die jeweilige Schicht mit einem Laser in Streifen geschnitten: Im fertigen Solarmodul entstehen so viele in Serie geschaltete Solarzellen. Bisher konnten die Wissenschaftler nur einzelne, kleinflächige Solarzellen herstellen, ab jetzt können sie 30 mal 30 Zentimeter große Solarmodule fertigen. Die Anlage zur Silizium-Beschichtung ist im Betrieb, die neuen Anlagen zur Metalloxid-Beschichtung durch „Sputtern“ und zum Schneiden der einzelnen Schichten mittels Laserstrahl haben sich im Testbetrieb bewährt. Sie komplettieren nun die Prozesstechnologie - zusammen mit einem nasschemischen Labor zum Aufrauen (Ätzen) der TCO-Schicht. "In Jülich integrieren wir neue Materialien in die üblichen Dünnschichtsolarzellen aus amorphem Silizium und entwickeln parallel dazu industrienahe Herstellungsverfahren", erklärt Dr. Bernd Rech, für die Solarmodultechnologie verantwortlicher Wissenschaftler. "Diese Kombination ist weltweit einzigartig."

24.09.2002   Quelle: Forschungszentrum Jülich

 

Frankreich:10 Milliarden Euro für den Ausbau der Windkraft geplant

Der Anteil des regenerativ erzeugten Stroms soll in Frankreich von heute 15 Prozent bis 2010 auf 20 Prozent steigen. Das berichtet die Hamburger smart dolphin GmbH, Betreiber der Website Windmesse.de.   In den kommenden 8 Jahren sei vorgesehen, im Land insgesamt 10 000 Megawatt (MW) zusätzlich zu installieren. 40 Prozent der Windräder sollen an der Atlantikküste stehen. Das Unternehmen sieht im französischen Markt eine Chance für deutsche Windkraft-Unternehmen und veranstaltet mit der Invest in France Agency am 18.11.2002 ein Praxis-Seminar in Hamburg.

Die smart dolphin GmbH, Hamburg, und die Invest in France Agency, Frankfurt, bieten Führungskräften aus der Windkraftbranche ein Seminar an mit dem Ziel, den Markteintritt in Frankreich zu erleichtern. Viele deutsche Unternehmen (Hersteller und Zulieferer) würden mit französischen Partnern und Mitarbeitern den Aufbau des französischen Windkraftmarktes unterstützen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem eine kurze Einführung in das Thema Windkraft in Frankreich; französische Gesellschaftsformen und steuerliche Rahmenbedingungen. Referenten sind Vertreter der Invest in France Agency, Frankfurt, und der Sogex S.A., Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Colmar. Die Invest in France Agency ist eine Außenstelle der französischen Regierung, mit dem Auftrag deutsche bzw. internationale Unternehmen bei deren Investitionsvorhaben (Niederlassung, Produktionsstandort, Partnerschaft, etc.) in Frankreich honorarfrei, unverbindlich und vertraulich zu beraten und zu begleiten. IFA Germany arbeitet direkt mit den 22 Regionen in Frankreich zusammen, um den Investoren schnellstmöglich und unbürokratisch Angebote und Lösungen anbieten zu können.

Das Praxis-Seminar findet statt am Montag, den 18.11.2002, in der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg. Weitere Informationen unter http://www.Windmesse.de.

24.09.2002   Quelle: Windmesse.de
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Mittelstand: Kostenreduzierung durch Energierationalisierung

Das Bild eines energieoptimierten Betriebes zeichneten die Energieagentur NRW und die UnternehmerHaus AG auf der Tagung "Mittelstand stärken. Der energieoptimierte Betrieb" am 19. September 2002 vor über 100 Vertretern mittelständischer Unternehmen in Duisburg.   "Wer Energie im Betrieb effizient einsetzen will, trifft auf immense Einsparpotentiale und Handlungsmöglichkeiten," erklärte NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold. Bis zu fünf Prozent des Umsatzes eines mittelständischen Unternehmens entfallen, je nach Branche, auf Energiekosten. Besonders energie- und somit kostenintensiv seien metallverarbeitende Betriebe oder Gießereien mit einem Energiekostenanteil von zehn Prozent. Das Land Nordrhein-Westfalen erarbeite daher so genannte Branchenenergiekonzepte und stelle die Beratungs- und Weiterbildungsangebote der Energieagentur NRW zur Verfügung.

Heinz Lison, Präsident der Unternehmerverbandsgruppe Duisburg,interpretierte die Energieeffizienz als Chance im internationalen Wettbewerb: "Gerade wir Mittelständler stehen unter starkem Kostendruck. International wettbewerbsfähig zu bleiben bedeutet heute, alle Chancen zur Kostensenkung zu nutzen. Ein wichtiger Teil dieses Kostenbewusstseins gilt der Energierationalisierung," erklärte Lison. "Eine Unterstützung der Wirtschaft durch die individuelle neutrale Energieberatung stärkt uns, denn nachhaltiges Wirtschaften ist für den hiesigen Mittelstand ein klarer Standortvorteil." Die Referenten zeigten eine Fülle von Möglichkeiten, die betrieblichen Energiebilanzen zu verbessern. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der Energieagentur NRW, stellte das Instrument der Branchenenergiekonzepte vor. "Kleine und mittlere Unternehmen einer Branche haben in der Regel identische energetische Schwachstellen. Die Branchenenergiekonzepte sind geeignete Orientierungshilfen und Navigationsinstrumente bei der Erkennung und Beseitigung dieser Schwachstellen. Gleichzeitig sind diese Konzepte so flexibel, dass sie auf die individuellen Bedürfnisse von Betrieben zurechtgeschnitten werden können", führte Hüttenhölscher aus.

Die UnternehmerHaus AG und die Energieagentur NRW bieten ab sofort Weiterbildungsseminare aus dem Impuls-Programm RAVEL NRW zu verschiedensten Energiethemen für mittelständische Betriebe an. Die Termine finden sich im Internet unter http://www.ea-nrw.de.

24.09.2002   Quelle: Energieagentur NRW

 

Bürgersolarkraftwerke als „Denkmal für Stoiber“

Am 19.09.2002 wurden die „Bürgersolarkraftwerke Wolfratshausen“ eingeweiht. Das solare Kraftwerk, Projekt der lokalen Agenda 21, mit einer Spitzenleistung von 36,96 Kilowatt (kWp) wird jährlich rund 35.000 Kilowattstunden Solarstrom liefern.   Es besteht aus 19 einzelnen Solarstromanlagen, die jeweils einem Investor aus der bayerischen Gemeinde oder der unmittelbaren Umgebung gehören. Insgesamt wurden zirka 200.000 Euro investiert.

„Mit diesen Solarkraftwerken haben die Bürger aus seiner Heimatgemeinde für den Bayerischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Stoiber ein Denkmal errichtet“ sagte bei der Einweihung Anlass Horst Prem, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Solarkraftwerke München Land GmbH. Damit würde Stoiber täglich aufgefordert, darüber nachzudenken, ob er weiter eine nachhaltige Zukunftstechnologie behindern wolle.

Ähnlich äußerte sich Rolf Fahle, Chef der Solar GmbH aus dem niederbayerischen Furth, die das Konzept und die Anlage geliefert hat: „Die Bürgersolarkraftwerke Wolfratshausen sind nicht nur ein Denkmal für Stoiber, sondern auch ein Mahnmal“. Stoiber würde gemahnt, die bisher gegen seinen erklärten Willen geschaffenen Arbeitsplätze nicht wieder zu vernichten und zu seinen früheren Positionen zurückzufinden. Fahle spielte damit auf einen Bericht aus der Kabinettssitzung vom 23. Mai 1995 an, in dem, so Fahle, unter anderem zu lesen war: „Der Anteil der Solarenergie an der Energieversorgung Bayerns soll von heute noch unterhalb der Promillegrenze innerhalb von fünf Jahren auf bis zu zwei Prozent des Gesamtenergieverbrauchs gesteigert werden.“ Insgesamt hätte der Anteil regenerativer Energien von 5% auf 13% bis zum Jahr 2000 steigen sollen, verweist Fahle auf die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Stoiber. Die fünf Jahre seien um und das Jahr 2000 auch schon Geschichte, hält Fahle fest. Offen hingegen bliebe die Frage nach den Ergebnissen bayerischer Energiepolitik der letzten 7 Jahre.

23.09.2002   Quelle: Solarkraftwerke München Land GmbH; Solar GmbH.

 

Kalifornien verabschiedet Gesetz über erneuerbare Energien

Am 12. September 2002 unterzeichnete der Gouverneur des US-Staates Kalifornien, Gray Davis, ein Gesetz, dem zu Folge bis spätestens 2017 ein Fünftel der Elektrizität aus regenerativen Quellen kommen soll.   Der 20-Prozent-Standard ist die verbindlichste Vorgabe in den Vereinigten Staaten. Das neue Gesetz verpflichtet Stromhändler, den Anteil erneuerbarer Energien jährlich um 1 % zu steigern. Da Kalifornien bereits rund 10 Prozent seines Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien deckt, wird das neue Gesetz den Anteil von Windkraft, Erdwärme, Biomasse und der Solarenergie fast verdoppeln.

Die „Energy Resources Conservation and Development Commission“, bedeutendste staatliche Institution im Bereich der Energieplanung und -politik, soll erneuerbare Energiequellen zertifizieren und ein Abrechnungssystem einführen, das die Einhaltung des Renewable Energy Portfolio Standard durch die Stromversorger gewährleistet. Außerdem sollen die zusätzlichen Kosten zur Markteinführung ermittelt und Vergütungen gewährt werden, um die Mehrkosten der erneuerbaren Energien zu decken.

23.09.2002   Quelle: California Energy Commission; www.newrules.org
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Kennzeichnung von Strom als Chance für den Markt

Eine Kennzeichnungspflicht ist nach Einschätzung des Öko-Instituts, des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und der Umweltstiftung WWF unerlässlich, um den Dschungel auf dem für die Verbraucher oft undurchsichtigen Strommarkt zu lichten.   Deshalb werde derzeit, ähnlich wie bei Lebensmitteln, ein Herkunftsnachweis für Strom diskutiert. Er war auch das Thema einer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin: Vertreter aus Energiewirtschaft, Interessensverbänden, Forschung und Politik debattierten am vergangenen Donnerstag über Möglichkeiten, die Information der Verbraucher im Strommarkt
zu verbessern.

Die Experten fordern, Stromversorger sollten ihre Kunden künftig darüber informieren, aus welchen Quellen der Strom stammt und welche Umweltbelastungen mit der Erzeugung verbunden sind. Neben diesen objektiven Produktinformationen soll ein einheitlich gestaltetes „Stromlabel" Angaben zu den Preisen der Stromangebote und den Vertragslaufzeiten enthalten. „Die Kennzeichnung von Strom ist ein wichtiges Mittel, durch das die Stromkunden neben dem Preis weitere Entscheidungskriterien an die Hand bekommen. Die Stromkunden werden damit in die Lage versetzt, auf dem Strommarkt sachgerechte Kaufentscheidungen zu treffen", sagte Dr. Thorsten Kasper, Referent für Energie beim vzbv. Die Einführung einer verpflichtenden Kennzeichnung könne einen Wettbewerbsschub im Strommarkt verursachen. „Die Kennzeichnung stellt eine große Chance für die Energiewirtschaft dar. Sie kann ihre Stromprodukte gezielt auf die Bedürfnisse verschiedener Kundengruppen ausrichten und so deren Marktwert steigern", erläuterte Christof Timpe vom Freiburger Öko-Institut.

Regine Günther, Leiterin des Referats Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, forderte die Bundesregierung auf, die auf europäischer Ebene bereits diskutierte Einführung der Kennzeichnung von Strom zu unterstützen. „Deutschland muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen", forderte sie. „Natürlich lässt sich die Physik der Stromflüsse nicht verändern. Für die Kennzeichnung können wir aber zum Beispiel die bestehenden Lieferverträge heranziehen, um die Kraftwerke den verschiedenen Kunden zuzuordnen. Die Erfahrungen aus den USA zeigen, dass dies funktioniert", erklärte Christof Timpe. Nach seinen Worten kann das Kennzeichnungssystem auch Strombörsen integrieren sowie Importe und Exporte abbilden. Zum Abschluss der Veranstaltung betonte Staatssekretär Alexander Müller vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, dass die Kennzeichnung ein wichtiges Instrument zur Stärkung des Wettbewerbs und der Verbraucherinteressen sei. Er forderte die Energiewirtschaft auf, die Umsetzung des Konzepts zu unterstützen.

Informationen zur Kennzeichnung von Strom sind auch im Internet erhältlich:
http://www.oeko.de/service/stromlabel

23.09.2002   Quelle: Öko-Institut, vzbv, Umweltstiftung WWF
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Umweltkontor wird Komplett-Anbieter für erneuerbare Energien

Die Umweltkontor Renewable Energy AG übernimmt die New Mine Energy GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft aus dem Bereich erneuerbarer Energien. Damit werde das Unternehmen europaweit erster Komplett-Anbieter für regenerative Energien, kündigte die Umweltkontor AG an.   Zu den Beteiligungen der New Mine Energy GmbH zählen die ErSol Energy AG (Produktion von Solarzellen), die Gugler Hydro Energy GmbH (Hersteller von Wasserkraftturbinen), die Nevest New Energy AG, (Produzent und Projektentwickler im Bereich Biodiesel) und die OxyTec Energy GmbH (Anlagenbauer im Bereich der biogenen Reststoffe). Mit dieser Übernahme will sich sich Umweltkontor die Entwicklungschancen aller Bereiche der Erneuerbaren Energien erschließen. Organisatorisch soll die neue Umweltkontor-Gruppe unterhalb der Unternehmensführung mit vier Business-Units agieren: Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie. Da die vier Gesellschaften - anders als die „alte“ Umweltkontor AG - auch Technologieunternehmen und Produzenten sind, erweitere Umweltkontor damit gleichzeitig seine bisherige Aufstellung als Ingenieur- und Finanzdienstleister in Richtung Technologie und Produktion. Die operativ tätigen Unternehmen der Business-Units werden von Spezialisten in ihrem Gebiet geleitet und agieren in ihren Märkten selbstständig.

Die Gesellschaften der New Mine Energy GmbH seien von den Umweltkontor-Vorständen finanziert und gefördert worden, hätten sich seit der Beteiligung in den vergangenen Jahren gut entwickelt und arbeiteten heute bereits profitabel beziehungsweise stünden kurz vor dem Break-even, heißt es in einer Pressemitteilung der Umweltkontor AG. Die New Mine Energy GmbH ist mehrheitlich im Eigentum der Familien der Umweltkontor-Vorstände. Daher erfolge der Zusammenschluss rechtlich 'under common control' ohne zusätzliche Goodwill-Abschreibung. Die neuen Aktien unterliegen einer lock-up-Frist (Haltefrist für Altaktionäre) von zwei Jahren. Die Transaktion soll mittels geplanter Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, das bedeute ohne Belastung der Liquidität für den Umweltkontor-Konzern, durchgeführt werden. Das Umtauschverhältnis betrage nach dem vorliegenden Bewertungsgutachten 1,93:1. Die Zahl der Umweltkontor-Aktien steige dann um 51,8 Prozent oder 9.098.445 Stückaktien auf 26.658.445 Stückaktien. Insgesamt ergebe sich für die derzeitigen Umweltkontor-Aktionäre ein besonders günstiges Umtauschverhältnis: So würden die Gesellschaften der New Mine mit einem Abschlag von 50 Prozent auf das Wertgutachten des Wirtschaftprüfers Ernst & Young mit in die Umweltkontor-Gruppe eingebracht.

Umweltkontor plant für das laufende Geschäftsjahr („als-ob-Planung“) Umsatzerlöse in Höhe von 240 Millionen Euro und eine Steigerung für das Jahr 2003 um rund 42% auf 341 Millionen Euro. Das EBIT (Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern) soll in 2002 rund 15,33 Millionen Euro betragen und im kommenden Jahr mit 26,6 Millionen Euro um rund 74% steigen. Hierzu sollen die Business-Units Sonne und Bioenergie dann rund 9 Millionen Euro beitragen. Die Transaktion wird den Aktionären in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25.10.2002 zur Abstimmung vorgelegt.

20.09.2002   Quelle: Umweltkontor Renewable Energy AG
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SFV: Umstieg auf „Erneuerbare“ kein „Diktat der Ökologie“

Der Solarenergie-Förderverein e.V. (Aachen) kritisiert eine Äußerung von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende der FDP. Sie habe in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber einer bayerischen Solar-Initiative zwar eingeräumt, dass eine vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien möglich sei, diese Option aber abgelehnt.   Der SFV zitiert in seiner Rundmail aus dem Brief der FDP-Politikerin: „"Eine Energieversorgung, die alleine auf Erneuerbaren Energien fußt und den Einsatz aller zur Verfügung stehender Energieträger nicht nutzt, folgt dem Diktat der Ökologie. Dies lehnt die FDP ab."

Der SFV widerspricht dem: Es sei geradezu zynisch, ausgerechnet die erneuerbaren Energien, welche die Befreiung aus dem Diktat des Erdöls mit all seinen Gefahren für den Weltfrieden ermöglichten, mit Formulierungen wie "Diktat der Ökologie" zu diskreditieren. Ein Wirtschafts-Liberalismus, der nach Lage der Dinge den erneuerbaren Energien gegen die übermächtige Konkurrenz der konventionellen Energien keine Chance lasse, vergrößere die Kriegsgefahr. Die Stärkung der erneuerbaren Energien hingegen sei ein Friedensdienst.

20.09.2002   Quelle: SFV

 

Trittin besucht weltweit größte Photovoltaik-Aufdachanlage

Bundesumweltminister Jürgen Trittin besichtigte am 18.09.2002 die Baufortschritte der Photovoltaik-Aufdachanlage auf den Dächern der Messe München.   Nach einer Montagezeit von nur 40 Tagen – die Montage kann nur während der messefreien Zeit erfolgen - wird die Anlage voraussichtlich im November ans Netz gehen. Auf einer Fläche von 63.000 Quadratmetern, verteilt auf den südlichen sechs Messehallen, werden gegenwärtig 7.560 Solarmodule (Shell Solar) mit einer Spitzenleistung von 1,058 Megawatt (MW) montiert. Die Baukosten der neuen Anlage belaufen sich auf insgesamt rund 5 Millionen Euro, die über ein Bürger-Beteiligungskonzept finanziert werden.

„Das SonnenDach Messe München ist ein Technologieträger der Megawatt-Klasse und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Photovoltaik. Intelligente Finanzierungskonzepte, wie etwa das für die Anlage geplante Bürger-Beteiligungsmodell, ermöglichen es dabei vielen Menschen, sich für den Einsatz dieser Technologie zu engagieren.“ So der Bundesumweltminister zu den Perspektiven der Solarstromerzeugung.

Unter der Federführung der Phönix SonnenStrom AG beteiligen sich die Landeshauptstadt München und die Stadtwerke München, die Shell Solar GmbH, der von E.ON Bayern betreute Solarenergieförderverein Bayern e.V. und die Messe München GmbH an diesem Projekt. Bereits 1997 ging eine 1 MW-Photovoltaikanlage auf den Dächern der nördlichen Messehallen in Betrieb. Die Spitzenleistung der beiden Anlagen von 2,1 MW reicht aus, um den jährlichen Stromverbrauch von rund 700 privaten Haushalten zu decken. Zudem wird der Ausstoß von jährlich 2.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden, der bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen entstehen würde.

20.09.2002   Quelle: Phönix SonnenStrom AG
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SolarWorld eröffnet integrierte Solarzellenfabrik

Die Deutsche Cell GmbH, eine Tochter der SolarWorld AG, eröffnete am 16. September 2002 in Freiberg (Sachsen) die größte integrierte Solarzellenfabrik Europas.   Damit setze der SolarWorld-Konzern einen weiteren bedeutenden Schritt zur Expansion seines internationalen Solargeschäftes um, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die jährliche Kapazität der nach nur neun Monaten Bauzeit errichteten hochmodernen Zellenfabrik betrage zunächst 30 Megawatt (MW). Ab dem 4. Quartal 2002 sollen die ersten Solarzellen aus Freiberg mit dem SolarWorld-Gütesiegel den Weg in den Weltmarkt finden.

Die Fabrik der Deutschen Cell GmbH ist eine der modernsten Produktionsanlagen für Solarzellen weltweit. Mit ihrer technischen Ausstattung und der Fertigung unter Reinraumbedingungen setzt sie Maßstäbe in der Solarzellentechnologie. Kennzeichen der Fertigung ist der Einsatz neuester Prozessanlagen mit hohem Automatisierungsgrad sowie eine lückenlose Prozess- und Materialflussüberwachung. So will die Deutsche Cell GmbH mit dem Einsatz einer lückenlosen Chargenverfolgung für einen in der globalen Zellenindustrie einzigartigen Qualitätsstandard sorgen. Permanente Qualitäts- und Fehlerkontrolle in allen Prozessschritten seien ein Garant für die Produktion von hoch qualitativen kristallinen Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von über 14 %. Gleichzeitig werde die Ausschussquote im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren deutlich reduziert. Durch das neue voll integrierte Produktionskonzept sei es außerdem möglich, den Einsatz aller für die Fertigung notwendigen Hilfsstoffe flexibel zu steuern und den Materialeinsatz während des Betriebes kontinuierlich zu optimieren. Das senke nicht nur die Produktionskosten, sondern verschaffe dem SolarWorld-Konzern auch zusätzliches Know-how für die Fertigung von Solarzellen.

Die Deutsche Cell GmbH wird nach Aussage der SolarWorld AG in der ersten Stufe der Zellenfertigung zunächst zirka 85 neue Mitarbeiter beschäftigen. Der Ausbau der Kapazität auf 60 Megawatt bis 2004/2005 ist geplant. Dafür seien die entsprechenden Flächen in dem neu errichteten Gebäude sowie die notwendige Infrastruktur bereits geschaffen worden. Den Ausbau der Produktion will der Vorstand der SolarWorld AG in Abhängigkeit von der Markt- und Ertragslage einleiten.

19.09.2002   Quelle: SolarWorld AG

 

SPD: Atomlobby will AKW-Kapazität bis 2020 verdoppeln

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Mueller kritisiert die Unionsparteien und die FDP: Deren „Planspiele“, den Atomausstieg rückgängig zu machen, hätten zu erheblicher Beunruhigung in der Öffentlichkeit geführt. Die Interessenverbände der Atomindustrie planten vor diesem Hintergrund bereits, die Kapazitäten der Atomkraftwerke auszubauen, moniert Müller.  
Auch „Trittbrettfahrer“ würden in dieser Richtung bereits aktiv: Müller nennt hier die „Deutsche Gesellschaft zur Information über Kernenergie“ (DGK). Diese habe alle Gemeinden in Deutschland auf die Pläne der CDU/CSU und FDP hingewiesen und gebeten, mitzuteilen, ob Möglichkeiten zum Ausweisen eines Bauplatzes für ein neues Kernkraftwerk bestünden. Ein solches Kernkraftwerk könne dann bereits in den kommenden fünf bis zehn Jahren realisiert werden. Allerdings sei unklar, wer hinter dieser Gesellschaft steckt und was sie mit dieser Umfrage bezweckt, heißt es in der SPD-Pressemitteilung. Die DGK sei im Juli gegründet worden und bisher nicht bekannt. Trotz einer durchaus professionellen Vorgehensweise spreche vieles dafür, dass es sich dabei um ein „makabres Störmanöver für die Bundestagswahl“ handle. Die Perspektive, welche die DGK in ihrer Umfrage aufzeichne, stimme jedoch der Richtung nach mit den Vorstellungen der Interessenvertreter der Atomwirtschaft überein.

So fordere die Kerntechnische Gesellschaft e.V. (KTG), berufsständische Organisation der Atomexperten, in ihrer jüngsten Stellungnahme zum Energiebericht des Bundeswirtschaftministers den Ausbau der AKW-Kapazitäten an allen Standorten, den Ersatz von Reaktoren, die älter als 40 Jahre sind, und den Bau eines weiteren Reaktors an Standorten, an denen bisher nur ein Reaktor betrieben wird. Dies entspräche mehr als einer Verdoppelung der heutigen Kapazität an Atomkraftwerken in den kommenden 18 Jahren, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende - dagegen werde der von der Regierung eingeleitete Atomausstieg innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen sein.

19.09.2002   Quelle: SPD Bundestagsfraktion

 

EnBW AG nimmt 250-kW-Brennstoffzelle in Mingolsheim in Betrieb

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG erprobt Brennstoffzellenanlagen unterschiedlicher Technologie bei Kunden. Darauf verwies Pierre Lederer, Mitglied des Vorstands der EnBW, bei einem EnBW Informationstag zum Thema Stationäre Brennstoffzelle anlässlich der Inbetriebnahme einer 250-kW-Brennstoffzelle in Mingolsheim am Dienstag in Karlsruhe.   Nach der Planungsphase über Einsatzmöglichkeiten von Brennstoffzellen (BZ) gehe es nun darum, die innovative Brennstoffzellentechnik bei Kunden vor Ort zu testen, um relevante und verlässliche Aussagen über die Marktreife von BZ zu gewinnen. Ziel der EnBW sei es, mit den BZ-Projekten technologische Kompetenz aufzubauen, um das hohe Kundeninteresse an dieser zukunftsweisenden Technologie zu befriedigen.

Wie der Leiter des Bereichs Forschung, Entwicklung und Demonstration der EnBW, Dr. Wolfram Münch, mitteilte, seien die heute zur Verfügung stehenden Brennstoffzellenanlagen noch ausnahmslos Vorserienprodukte. Durch enge Kooperationen mit potenziellen Herstellern wolle die EnBW ihren Kunden dort, wo der Einsatz von BZ wirtschaftlich und technisch sinnvoll sei, attraktive Angebote für die Energiebereitstellung unterbreiten. „Wir reden nicht nur über den wünschenswerten Einsatz von Brennstoffzellen, sondern wir betreiben auch solche Anlagen, um die BZ-Technologie weiter voranzubringen“, erklärte Münch. Er erläuterte, dass für die unterschiedlichen Brennstoffzellen-Anwendungen unterschiedliche Technologien notwendig seien. Entscheidend für die Auswahl der EnBW Projekte seien zukunftsorientierte BZ-Technologien und erkennbare Marktreife. Derzeit sei noch nicht erkennbar, welche Brennstoffzellentechnik sich durchsetzen werde. Daher sei es wichtig, mehrere aussichtsreiche Techniken zu untersuchen und im Rahmen eigener Erprobungsanlagen Betriebserfahrungen zu sammeln.

Laut Münch erprobt EnBW die Brennstoffzellentechnologie derzeit in den Marktsegmenten Dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung in größeren Gebäuden, kommunalen Einrichtungen und Produktionsanlagen sowie Hausenergieversorgung. Er nannte als Beispiel die Inbetriebnahme der 250-kW-Brennstoffzellenanlage des Anlagenherstellers ALSTOM BALLARD GmbH in einem Schwimmbad in Mingolsheim (Kreis Karlsruhe). Die im Thermarium Mingolsheim zum Einsatz kommende BZ-Anlage eigne sich besonders für die Bereitstellung von Wärme und Strom in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern und Krankenhäusern. Die 250 Kilowatt leistende PEM-Brennstoffzelle (PEM: Proton Exchange Membran) wird in die Versorgungseinrichtungen des Thermalbads eingebunden und dort gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Der Strom aus der Brennstoffzelle soll in das Stromnetz der EnBW eingespeist und die Wärme der Heizzentrale des Thermalbades zugeführt werden.
Für Privatkunden stehe seit der Installation eines Sulzer Hexis-Festoxid-Brennstoffzellenheizgeräts im Dezember 2001 ein weiteres innovatives Produktpaket für die Hausenergieversorgung zur Verfügung: Im Rahmen des EnBW Produkts „Cell-Plus“ erhalten Privatkunden Wärme und Strom aus einer vor Ort installierten Brennstoffzelle des Schweizer Herstellers Sulzer Hexis. Bis Ende 2004 will die EnBW mindestens 55 Brennstoffzellenanlagen dieses Typs bei ihren Kunden installieren und betreiben.

19.09.2002   Quelle: EnBW Energie Baden-Württemberg AG

 

Umweltverbände für Fortsetzung ökologischer Reformen

Die großen deutschen Umweltverbände BUND, NABU und DNR haben wenige Tage vor der Wahl eine Fortsetzung der Politik der ökologischen Erneuerung gefordert.   Trotz wichtiger Reformen durch Rot-Grün stehe Deutschland und die Welt weiter vor großen Herausforderungen bei der Lösung der Umweltprobleme. Eine neue Regierung müsse deshalb noch mehr Entschlossenheit in der Umweltpolitik zeigen. Eine der zentralen Aufgaben in der nächsten Legislaturperiode sei die ökologische Finanzreform. Mit der Ökosteuer habe die rot-grüne Bundesregierung einen wichtigen Schritt bei der Reform des Steuer- und Finanzsystems getan. Dies müsse konsequent weiter verfolgt und weiterentwickelt werden. Dazu gehöre auch ein Abbau umweltschädlicher Subventionen und die stärkere Einbeziehung von Umweltkosten in die Preise für Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen.

Die Analysen der umweltpolitischen Vorstellungen in den Wahlprogrammen der Parteien durch die Umweltverbände hätten gravierende Unterschiede gezeigt. Zwar würden die Verbände keine Wahlempfehlungen aussprechen, jedoch seien die Wählerinnen und Wähler aufgerufen, bei ihrer Wahlentscheidung zu prüfen, ob die Parteien zukunftsfähige Konzepte für den Natur- und Umweltschutz in ihren Programmen anbieten und ob sich die jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten für den Schutz von Natur und Umwelt engagieren.

NABU-Präsident Jochen Flasbarth: „Ohne Verteuerung der knappen Energieressourcen kann es keine erfolgreiche Umweltpolitik geben. Zu den gravierendsten Fehlleistungen der Opposition gehören die Polemiken gegen die Ökosteuer. Wenn der Kanzlerkandidat der Union ankündigt, im Falle seines Wahlsieges die nächste Stufe der Ökosteuer auszusetzen, beweist das nur sein rückwärtsgewandtes Denken. Eine maßvolle kontinuierliche Verteuerung der Energiekosten muss jedoch konsequenterweise bei den Primärenergieträgern ansetzen, um die unterschiedliche Klimaschädlichkeit zu bewerten. Zur Berücksichtigung der Gesundheitsgefahren und der Risiken der Atomenergie muss auch eine Besteuerung von Kernbrennstäben erfolgen.“

Von zentraler Bedeutung für die neue Legislaturperiode sei nach Auffassung der Verbände auch eine ökologische Flusspolitik bei Bundeswasserstraßen. Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: „Naturbelassene Flüsse leisten einen enormen Beitrag zum Naturschutz und zur effektiven Hochwasservorsorge. Wenn CDU/CSU und FDP am Ausbau der Elbe und am Bau von Staustufen an der Donau festhalten wollen, haben sie nichts aus der Jahrhundertflut gelernt. In der Flusspolitik muss künftig der Grundsatz gelten: Schiffe müssen den Flüssen angepasst werden und nicht die Flüsse den Schiffen. Eine nachhaltige Verkehrspolitik vernetzt moderne umweltfreundliche Verkehrsträger statt auf immer mehr Beton zu setzen. Deshalb muss der neue Bundesverkehrswegeplan nach ökologischen Kriterien gestaltet werden.“

Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR): „Das Hochwasser und der Johannesburger Weltumweltgipfel haben auch den deutschen Wählerinnen und Wählern die Bedeutung von Umweltthemen erneut dramatisch vor Augen geführt. Ökologische Katastrophenvorsorge, Klimaschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien gehören untrennbar zusammen. Welche Parteien auch immer die Bundesregierung stellen, nichts darf sie davon abbringen, gemeinsam mit den anderen Vorreiter-Staaten die erneuerbaren Energien energisch auszubauen.“

18.09.2002   Quelle: BUND

 

Erneuerbare Energien haben 2001 rund 44 Millionen Tonnen CO2 eingespart

Nach aktuellen Berechnungen des Bundesumweltministeriums (BMU) wurden durch die Nutzung regenerativer Energiequellen in Deutschland im vergangenen Jahr etwa 44 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden.   Bei der Eröffnung des 13. Internationalen Sonnenforums in Berlin betonte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, dass Deutschland zu seinem in Johannesburg vertretenen Ziel stehe, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 um mindestens 2 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Bundesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Primärenergie von 2,1 Prozent im Jahr 2000 auf 4,2 Prozent in 2010 zu verdoppeln. Bei der Stromproduktion soll der Anteil von 6,25 Prozent (2000) auf 12,5 Prozent (2010) gesteigert werden.

Die Investitionen zur Nutzung der erneuerbaren Energien dienen nicht nur dem Klimaschutz, sie kurbeln auch die Wirtschaft an, stellt das Umweltministerium fest: Um 20 Prozent sei der Gesamtumsatz dieser Branche allein von 2000 auf 2001 gewachsen, und zwar auf rund 8,2 Milliarden Euro. Die einzelnen Sparten hätten dabei folgende Anteile (gerundet): Windenergie: 3,3 Mrd. Euro (40%); Biomasse 2,4 Mrd. Euro (29 %); Wasserkraft und Solarenergie je 1,2 Mrd. Euro (jeweils 14,5 %) und Geothermie 0,15 Mrd. Euro (2 %). Auch die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien sei deutlich gestiegen. Derzeit seien etwa 130.000 Menschen in diesem zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig beschäftigt. Diese Zahl umfasse direkte und indirekte Arbeitsplätze, also auch vorgelagerte Produktionsketten wie beispielsweise Planung und Wartung. Allein im Bereich der Windkraft gibt es laut BMU rund 40.000 Arbeitsplätze, im Bereich der Biomasse zirka 50.000 und bei der Solarenergie (Strom und Wärme) rund 18.000. Staatssekretaer Rainer Baake: "Neben der energetischen Nutzung von Windkraft, Wasserkraft und Biomasse muss es gelingen, auch die direkte Nutzung der Sonnenenergie kräftig voranzubringen -- weiterhin mit zweistelligen jährlichen Zuwachsraten".

18.09.2002   Quelle: BMU
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Umfrage: Aufholbedarf in Sachen alltäglicher Klimaschutz

Die Mehrheit der Bundesbürger weiß, dass jeder zum Klimaschutz beitragen kann. Nur wenigen allerdings ist bewusst, dass auch Energie sparen dem Klimaschutz dient.   Das ist das Ergebnis einer von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebenen Umfrage von Anfang Juli 2002. Befragt was sie mit 'Klimaschutz' verbinden, nennen nur 9 Prozent der Befragten die Möglichkeit, Energie einzusparen. Lediglich das Vermeiden von Autoabgasen ist als Maßnahme für den Klimaschutz in der Breite bekannt. Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung Industrieunternehmen und Politiker als maßgebliche Akteure in Sachen Klimaschutz sieht. Der Einfluss auf den Klimaschutz durch private Haushalte wird dagegen wesentlich geringer eingestuft.

Doch bereits durch wenige Energiesparmaßnahmen kann eine vierköpfige Familie ihre CO2-Emissionen durchschnittlich um ein Drittel senken. Auf diese Potenziale macht die Aktion Klimaschutz aufmerksam. Diese Kampagne der Deutschen Energie-Agentur, unterstützt vom Bundesumweltministerium und der Deutschen Bahn AG, ist eine bundesweite Informationsoffensive zu den Möglichkeiten des individuellen Handelns für Klimaschutz. Sie richtet sich an die privaten Haushalte sowie an Energieverbraucher aus den Bereichen Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Aktion Klimaschutz zeigt, wo Einsparpotenziale für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) im Alltag bestehen und wie sie erschlossen werden können.

"Klimaschutz ist seit der Hochwasserkatastrophe ein vieldiskutiertes Thema in Deutschland", erklärt dena-Geschäftsführerin Kristina Steenbock, " und trotzdem wird nur selten angesprochen, was der Einzelne für den Klimaschutz leisten kann. Hier setzt die Aktion Klimaschutz an. Die Entscheidung einen A-Klasse-Kühlschrank zu kaufen oder zusätzliche Wärmedämmmaßnahmen bei der ohnehin anstehenden Haussanierung vorzunehmen - das alles sind Entscheidungen für den Klimaschutz. Und genau das wollen wir vermitteln. Für gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher kann Klimaschutz ganz einfach sein."

Mehr Informationen zur Kampagne und den Themen Klimawandel und Klimaschutz gibt es im Internet unter www.aktion-klimaschutz.de, dem Internet-Portal der Kampagne. Hier steht auch eine Klimaschutz-Broschüre zum herunterladen bereit.

18.09.2002   Quelle: dena
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Wuppertal-Paper zum Emissionshandel jetzt auch auf Englisch

Die von Hermann E. Ott und Tilman Santarius durchgeführte Studie "Meinungen in der deutschen Industrie zur Einführung eines Emissionshandelssystems" liegt mittlerweile in englischer Sprache vor.   Der Beitrag des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie gibt einen Überblick über den Wissensstand und die Ansichten zum Emissionshandel in den relevanten Industriesektoren und soll einen Beitrag zur Diskussion über die Einführung eines EU-weiten Emissionshandelssystems für Unternehmen bieten.

Die Studie ist nach Aussage der Autoren nicht repräsentativ, könne aber Aussagen treffen über die besonders vom Emissionshandel betroffenen Wirtschaftbereiche. Die Untersuchung zeige in erster Linie eine große Meinungsvielfalt bei den befragten Unternehmen. Die Wuppertaler Forscher stellen fest, dass der Wissenstand vieler Unternehmen sehr begrenzt sei und ein Meinungsbildungsprozess noch nicht stattgefunden habe. Ferner zeigten die Firmen keine klare Präferenz für bestimmte umweltpolitische Instrumente; es dränge sich aber der Einruck auf, dass Unternehmen eine verpflichtende Teilnahme an einem Emissionshandel gegenüber einer freiwilligen Teilnahme bevorzugen würden. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen erwarte, dass der Emissionshandel entweder kostenneutral werde oder eine potenzielle Einnahmequelle darstellen wird. Dies stelle die häufig genannte Annahme in Frage, der Handel mit Emissionszertifikaten sei für die deutsche Wirtschaft mit der Angst vor Mehrkosten verbunden.


Die englischsprachige Version unter:
http://www.wupperinst.org/Publikationen/WP/WP122e.pdf

Die deutschsprachige Studie ist erreichbar unter:
http://www.wupperinst.org/Publikationen/WP/WP122.pdf

18.09.2002   Quelle: Wuppertal Institut

 

Erstes Solar-Verbundnetz am Oberrhein

In der Region zwischen Ettenheim und Lörrach entsteht der erste „Solarstrompark Oberrhein“. Vier Unternehmen und eine Stadt stellen Ihre Dächer für den Bau von Solarkraftwerken in einem Verbundnetz zur Verfügung.   Auf einer Gesamtfläche von rund 1.600 Quadratmetern sollen künftig jährlich zirka 144 Megawattstunden Solarstrom produziert werden. Das entlaste die Umwelt Jahr für Jahr um rund 115 Tonnen des Klimagases CO2. Die Idee der solaren Vernetzung der Region mit Photovoltaikanlagen an vielen verschiedenen Orten, soll die Sonnenenergie erlebbar in die direkte Nachbarschaft bringen, so die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG auf deren Initiative der Solarstrompark zurückgeht. "Der Solarstrompark schafft spürbare Vorteile für die Region: So werden bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Mit jedem weiteren Solarkraftwerk wächst zudem die Unabhängigkeit der regionalen Energieversorgung", sagte Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG.

Möglich geworden sei der Solarstrompark Oberrhein durch die kostenlose Bereitstellung von Dachflächen durch die Stadt Ettenheim und vier Unternehmen aus der Region. Zusätzlich erhalte der Solarstrompark Oberrhein prominente und fachliche Unterstützung durch das Jörg Kachelmann-Unternehmen „Meteomedia“, den EUROPA PARK in Rust und die Energieagentur Regio Freiburg. "Solarenergie ist ein zentraler Bestandteil unserer künftigen Energieversorgung. Wenn jeder seine Möglichkeiten nutzt, steht einer nachhaltigen Energieversorgung nichts mehr im Wege", begrüßt Rainer Schüle von der Energieagentur die Idee des Solarstrompark Oberrheins als Bürgerbeteiligungsprojekt.

Eine Beteiligung am Solarstrompark Oberrhein ist ab 1.000 Euro möglich. Bereits mit einem Beteiligungsbetrag in Höhe von 2.000 Euro werde so viel Solarleistung installiert, wie man für die Strom-Vollversorgung einer Person benötigt, betont die S.A.G. Solarstrom AG. Ein Beteiligungsbetrag in Höhe von 5.000 Euro entspreche der benötigten Solarstrommenge für eine dreiköpfige Familie. "Das Finanzierungskonzept des Solarstromparks ermöglicht den Anlegern im Vergleich zum Kauf einer Solaranlage für einen wesentlich geringeren Beitrag die eigene Stromverbrauchsmenge solar zu erzeugen", hebt Dr. Schützeichel hervor. Insgesamt werden 250 Anteile angeboten. Weitere Informationen unter http://www.solarstrompark.de.

17.09.2002   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

Neue Studie: Klimaschutz ohne Atomkraft möglich

Die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid können in Deutschland bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 vermindert werden. Das ist das Ergebnis der Studie "Langfristszenarien für eine nachhaltige Energienutzung in Deutschland", die Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt (UBA) am 16.09.2002 vorgestellt haben.   "Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die erneuerbaren Energien konsequent weiter ausgebaut und insgesamt die Energie zukünftig effizienter genutzt werden. Vor allem aber: Dieses Ziel ist ohne Atomkraft erreichbar", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin.

Im Auftrag von BMU und UBA hat das Wuppertal Institut gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stuttgart, Langfristszenarien für eine nachhaltige Energienutzung in Deutschland untersucht. Das entwickelte Nachhaltigkeits-Szenario bis 2050 stelle eine umfassende Grundlage für die Energiezukunft Deutschlands dar, die sowohl ökologischen als auch ökonomischen Kriterien gleichermaßen gerecht wird, heißt es in einer Pressemitteilung des BMU. Die Studie untermauere die anspruchsvollen Ziele der Energiewende für Deutschland, wie sie bereits in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung formuliert seien. Danach soll zunächst der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2010 auf 12,5 Prozent verdoppelt und ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 mindestens die Hälfte betragen.

"Die Quintessenz der Studie ist: Wir können in Deutschland Energie dauerhaft umweltgerecht nutzen und damit auch das Klima schützen. Es ist richtig und wichtig, den Anteil erneuerbarer Energien weiter zu steigern. Wir müssen aber auch beim Energiesparen und der effizienten Energienutzung mehr tun", betonte der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge. Die Studie fordert, dass der bevorstehende Ersatz veralteter Kraftwerke gezielt sowohl für die Erneuerbaren Energien als auch für eine deutliche Steigerung der Effizienz in der Energieumwandlung genutzt werden muss. "Die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung muss verstärkt zum Einsatz kommen, künftig auch in hoch effizienten Brennstoffzellen. Genau so wichtig ist es, mit der Energieeinsparung, insbesondere mit der Stromeinsparung, einen zusätzlichen und gleichrangigen Schwerpunkt in der Energiepolitik dauerhaft zu etablieren", sagte Trittin.

Die Studie "Langfristszenarien für eine nachhaltige Energienutzung in Deutschland" ist in der UBA-Reihe "Climate Change" in einer Langfassung (Nr. 01/02) und einer Kurzfassung (Nr. 02/02) erschienen. Eine Zusammenfassung ist auf den Internetseiten des Umweltbundesamtes (http://www.umweltbundesamt.de) sowie des Bundesumweltministeriums (http://www.bmu.de) zu finden.

17.09.2002   Quelle: BMU
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„RIO 02“-Tagungsband erschienen

Der von der Bundesuniversität Rio de Janeiro (UFRJ-COPPE) im Januar durchgeführte „RIO 02 - World Climate & Energy Event“ brachte Experten aus Wissenschaft, Politik und Industrie zusammen, um über den Stand der internationalen Klima- und Energieforschung zu informieren und herauszuarbeiten, wie der Klimaschutz durch die Nutzung regenerativer Energietechnologien vorangetrieben werden kann.   Der soeben erschienene Tagungsband enthält alle Beiträge der Konferenz, auf einer CD finden sich neben den Präsentationen auch Mitschnitte der Berichterstattung.

Der Leiter der brasilianischen Delegation für Klimaänderungen, Fabio Feldmann, hatte auf dem Weltgipfel in Johannesburg den „RIO 02“ - Tagungsband vorgestellt und die „Declaration of RIO 02“ verlesen, die einen Handlungskatalog zur Umsetzung des Klimaschutzes enthält. Der Tagungsband kostet für Nicht-Teilnehmer 40 EUR, die CD 25 EUR. Beides zusammen gibt es bis einen Monat nach Abschluss des UN-Gipfels in Johannesburg für 50 EUR.

Weitere Informationen unter http://www.rio02.org oder über Prof. Stefan Krauter: info@rio02.org.

17.09.2002   Quelle: Prof. Stefan Krauter

 

Verbände: Lob für rot-grüne Solarpolitik

Die Solartechnik hat in den letzten vier Jahren einen massiven Wachstumsschub erfahren, dank der deutlich verstärkten Förderpolitik der Bundesregierung. Das ist das Fazit der deutschen Solarverbände nach vier Jahren rot-grüner Energiepolitik.  Das Konzept, über die Nachfragestimulation die Markteinführung anzustoßen, dadurch die Produktion ins Land zu holen und einen technologischen Vorsprung aufzubauen, sei in vollem Umfang aufgegangen, urteilen der Bundesverband Solarenergie e.V. (BSE), der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS). Vorausgesetzt, dass an dieser Politik festgehalten werde, könne sich das Marktwachstum der Solartechnik in den kommenden Jahren fortsetzen und Deutschland seine wieder neu erarbeitete internationale Spitzenposition beibehalten und für steigende Exportanteile nutzen.

Für Solarwärmeanlagen seien seit 1999 erstmalig bundesweit ausreichend Finanzmittel bereitgestellt worden, heißt es in der Solar-Bilanz der Verbände. Das durchschnittliche Wachstum in diesem Bereich sei von 23 % in den Jahren 1995-1998 auf 38% in den Jahren 1998-2002 gestiegen. Durch zinsgünstige Kredite im 100.000 Dächer Solarstrom-Programm und die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) refinanziere sich eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage weitestgehend selbst. Deshalb seien die Bürger bereit, in die moderne, risikofreie und nachhaltige Solarstromerzeugung zu investieren. Durch die Umlage der Vergütung würden sich alle Stromkunden an den Kosten der Photovoltaik- Markteinführung beteiligen, die Belastung für den einzelnen sei dabei sehr gering. Dieses Konzept ist nach Auffassung der Solar-Verbände richtig, denn langfristig profitierten alle, wenn Solarstrom preisgünstig zur Verfügung stehe. Das durchschnittliche jährliche Wachstum im Bereich der Photovoltaik sei von 36% (1995-1998) auf 99% (1998-2001) gestiegen.

Die steigende Nachfrage habe zu einem Innovationsschub in der Solartechnik und bei der Produktion geführt sowie den Importanteil bei Sonnenkollektoren von 60 % Mitte der 90er Jahre auf zirka 40 % gesenkt. Der Eigenproduktionsanteil bei Solarstrommodulen sei von unter 10 % auf rund 30 % gestiegen und wachse weiter, halten die Verbände fest. Zahlreiche Unternehmen hätten in neue Produktionsanlagen investiert, so dass bereits 2004 mehr Solarmodule produziert werden könnten als hier zu Lande installiert werden. Von 1999 bis 2001 sind Solarwärmeanlagen etwa 10% und Solarstromanlagen rund 15 % billiger geworden, ermittelten die Verbände: Solartechnik werde kontinuierlich günstiger, konventionelle Energie teurer – bis die Wettbewerbsfähigkeit voll erreicht sei. Die staatlichen Förderprogramme hätten zu einer deutlichen Nachfragesteigerung geführt und das Sanitär- und Heizungshandwerk (Solarwärmeanlagen) sowie das Elektrohandwerk (Solarstromanlagen) motiviert, sich in der Solartechnik zu engagieren.

16.09.2002   Quelle: BSE; DFS; UVS

 

EnBW rüstet „Life-Style-Haus“ mit Brennstoffzelle aus

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wird ein von der Landesbausparkasse Baden-Württemberg geplantes so genanntes Life-Style-Musterhaus mit einer Brennstoffzelle für die Hausenergieversorgung ausstatten und mit „EnPowerline Home“ multimedial vernetzen, bereichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Das Konzept des Life-Style-Hauses kombiniert flexible Raumaufteilung mit dem Einsatz innovativer Techniken und soll insbesondere die jüngere Generation ansprechen. Der Spatenstich für das Musterhaus erfolgte am 10. September 2002 in Leinfelden-Echterdingen. Dort kann das Musterhaus nach Fertigstellung künftig auch besichtigt werden.

Im Life-Style-Haus der LBS wird eine Brennstoffzelle vom Typ „Sulzer Hexis HXS 1000 Premiere“ für Strom und Wärme sorgen. Diese Anlage ist eine von insgesamt 55 Anlagen, welche die EnBW bis Ende des Jahres 2004 in Baden-Württemberg installieren will. Mit einer elektrischen Leistung von maximal einem Kilowatt und einer Wärmeleistung von bis zu 24,5 Kilowatt (inklusive Zusatzheizgerät) sei dieses Brennstoffzellenheizgerät für die Wärmeversorgung eines Ein- bzw. Zweifamilienhauses bestens geeignet. Die Größe der Anlage - sie ist etwa 1 Meter breit, 1,80 m hoch und 0,7 m tief - entspricht einer konventionellen Heizungsanlage. Der Platzbedarf für die Installation betrage rund 4 Quadratmeter, die Mindestraumhöhe liegt bei rund zwei Metern. Die von der EnBW eingesetzte Anlage wird an vorhandene Erdgasinstallationen angeschlossen.

Im LBS Life-Style-Haus soll jedoch nicht nur ein Brennstoffzellenheizgerät, sondern auch die „EnPowerline Home“ installiert werden. Das innovative Kommunikationssystem der EnBW vernetzt sämtliche Computer im privaten Haushalt über das interne Stromnetz. Damit bietet EnPowerline die Möglichkeit, ohne Verkabelungsaufwand einen Internetzugang mit mehreren Rechnern in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus zu nutzen, verschiedene Rechner und Geräte zu vernetzen oder einen DSL-Anschluss an jede beliebige Steckdose zu verlängern. Die Kommunikation von zwei PCs über das Stromnetz wird im „LBS-Life-Style-Haus“ an Hand eines Videospots demonstriert werden.

16.09.2002   Quelle: EnBW Energie Baden-Württemberg AG

 

Energy Globe Award 2003: Projekte bis 9. Oktober einreichen

Der „Energy Globe Award 2003“ prämiert die weltbesten Projekte im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger. Unternehmen, private und öffentliche Organisationen sowie Einzelpersonen aus der ganzen Welt sind herzlich eingeladen, ihre Projekte bis zum 9. Oktober 2002 vorzuschlagen.   Das Vorhaben sollte entweder erneuerbare Energieträger, Energieeffizienz oder eine Kombination davon zum Inhalt haben.

Der internationale Wettbewerb - vom O.Ö. Energiesparverband zum nunmehr vierten Mal veranstaltet - zählte im Jahr 2002 rund 1300 Einreichungen aus 98 Ländern. Eine Fernsehgala zur Veranstaltung im März 2002 konnte mit internationaler Polit-Prominenz aufwarten, darunter Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher. Die Preisverleihung vor 1.600 Gästen wurde in über 130 Ländern ausgestrahlt - unter anderem erschien ein Bericht in den weltweit ausgestrahlten "CNN Prime Time News". Die Sieger werden auch im Rahmen des „WELT ENERGIESPAR TAG“ präsentiert, einer der größten europäischen Konferenzen im Bereich nachhaltige Energienutzung, bei der sich jährlich rund 500 Experten und Entscheidungsträger aus der ganzen Welt treffen. Im Jahr 2003 wird die Veranstaltung vom 5.-7. März stattfinden.

Die Projekteinreichung sollte folgende Angaben umfassen: aussagekräftige Projekttitel, kurze Projekt-Zusammenfassung, Projekt-Beschreibung, Kontaktperson, Fotos und anderes Dokumentationsmaterial. Einsendung per Post oder E-Mail an: O.Ö. Energiesparverband, Landstraße 45, A-4020 Linz, Österreich oder energy.globe@esv.or.at

Weitere Informationen zur Einreichung und rund um den Energy Globe finden Sie auf der Energy Globe Website.

16.09.2002   Quelle: O.Ö. Energiesparverband

 

Deutsche und internationale Umweltpreise im Internet

Das Umweltbundesamt (UBA) und die Clemens Hölter GmbH haben eine aktuelle Übersicht der wichtigsten deutschen und internationalen Umweltpreise des Jahres 2002 zusammengestellt.   Unter der Internet-Adresse http://www.umweltpreise.de gibt es Daten und Fakten über nahezu 200 Umweltpreise der Bundes- und Länderbehörden, der Städte sowie über Journalisten- und Jugendpreise. Interessierte finden auf den Seiten Antworten auf die Fragen: Welche Bedingungen gibt es für die Teilnahme an den Wettbewerben? Wie ist die Dotierung? Wer sind die Ansprechpartner für die Umweltpreise? Wer ist in der Jury? Die Liste soll jährlich aktualisiert werden und weiter wachsen.

Die Recherche nach bestimmten Preisen ist einfach - eine übersichtliche Gliederung sowie eine Volltext- und Indexsuche sorgen dafür. Wer die Liste ergänzen möchte oder Änderungen hat, kann sich direkt mit der Clemens Hölter GmbH in Verbindung setzen: Clemens Hölter GmbH, Am Kuckesberg 9, 42781 Haan, Telefon: 02129/51 011, Fax: 02129/51 013 oder
e-Mail: oekobase@t-online.de

16.09.2002   Quelle: UBA / Clemens Hölter GmbH

 

Solar Millennium und Flabeg gründen Parabolrinnen-Unternehmen

Die Solar Millennium AG, Erlangen, und die Kölner Flabeg Solar International GmbH werden ein neues Unternehmen gründen, das weltweit die Spitzenstellung bei Planung, Projektierung und Realisierung von Solarfeldern für Sonnengroßkraftwerke einnehmen soll. Das berichten die beiden Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Die neue FLAGSOL GmbH soll das gesamte Know-how der Flabeg Solar International (FSI) mit Sitz in Köln übernehmen. FSI sei bisher das einzige Unternehmen weltweit, das die gesamte Wertschöpfungskette für die erfolgreiche Entwicklung großer Solarfelder in der Parabolrinnentechnik beherrsche. Das umfasse die Planung, Dimensionierung und Spezifikation des Solar-Feldes, die Kostenermittlung und Beschaffung der entsprechenden Komponenten, Leistungs- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie Kenntnisse zur Prozesstechnik und zum Komponentenverhalten.

Die Solar Millennium AG hält künftig 60 Prozent an FLAGSOL, Flabeg Solar International wird einen Anteil von 40 Prozent behalten. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Geschäftsführung werden Dr. Klaus Grethe und Paul Nava übernehmen. Dr. Klaus Grethe, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG: „Die FLAGSOL GmbH sichert uns die Führungsrolle bei der Gesamtkoordination und dem Engineering von neuen Parabolrinnen-Kraftwerken und macht die Erstellung der ersten Sonnen-Großkraftwerkes des dritten Jahrtausends aus deutscher Hand immer wahrscheinlicher.“ Das Unternehmen mit Sitz in Erlangen werde die Projekte des Globalen Umweltfonds (GEF) in Mexiko, Indien, Marokko und Ägypten betreuen. Die bedeutendsten Projekte der Solar Millennium AG seien der geplante Bau eines Parabolrinnen-Kraftwerks in Jordanien mit 130 Megawatt Leistung sowie die Realisierung von zwei 50 MW Parabolrinnen-Kraftwerken in Spanien. Parabolrinnenkraftwerke der ersten Generation existieren bereits in Kalifornien (USA); wo bereits 12% des Stromverbrauchs aus regenerativen Energiequellen stammen.

13.09.2002   Quelle: Solar Millennium AG

 

Deutsches Klimarechenzentrum weiht Höchstleistungsrechner ein

NEC-SX-6

Diese Woche wurde in Hamburg ein NEC-Supercomputer eingeweiht, der die Spitzenstellung der Klimaforschung in Deutschland sichern soll: Das Höchstleistungsrechnersystem für die Erdsystemforschung (HLRE) soll den Forschern des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ) ermöglichen, die Realitätsnähe und Genauigkeit ihrer Modelle entscheidend zu verbessern.   Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dem DKRZ 35 Millionen Euro bewilligt um seine Rechenkapazitäten bis Mitte 2003 auf etwa das hundertfache gegenüber dem bis Ende 2001 genutzten CRAY-Computersystems zu erweitern. Im Endausbau sollen den Forschern ein Datenarchiv von bis zu 5 PetaByte (1 Petabye sind 106 Gigabyte oder das zehntausendfache einer „großen“ PC-Festplatte nach heutigem Standard) sowie eine nominale Rechenleistung von 1,5 TeraFlops (1.500 Milliarden Gleitkomma-Operationen pro Sekunde) zur Verfügung stehen. Damit ist der Hamburger Supercomputer etwa 200 Mal schneller als ein handelüblicher PC. Links im Bild ein Blick auf den Rechner (Ausschnitt; insgesamt besteht der Supercomputer aus 29 Einheiten in Telefonzellengröße).

Die gewaltige Rechenleistung erlaubt es, mehr physikalische Prozesse gleichzeitig zu berücksichtigen; die räumliche und zeitliche Auflösung der Modellsimulationen kann verbessert werden; Aussagen über die Wahrscheinlichkeit von Klimaänderungen und damit verbundenes Auftreten extreme Wetterereignisse können präzisiert werden. Mit dem HLRE erhält das Labor der deutschen Klimaforscher das zentrale Werkzeug, um die natürlichen Prozesse besser zu verstehen und die Folgen von menschlichen Eingriffen abschätzen zu können. Der Umweltgipfel in Johannesburg und die Ereignisse um die Hochwasserkatastrophe hätten gezeigt, wie wichtig das Thema Klimaforschung ist, heißt es in einer Pressemitteilung des DKRZ. Die Wissenschaftler in Deutschland hätten Klimavorhersagen und die Folgenabschätzung schon seit langem in den Mittelpunkt ihrer Forschungen gestellt. Der neue NEC-Supercomputer sei ein Beleg dafür.

13.09.2002   Quelle: DKRZ

 

NRW: Wettbewerb "Klimaschutz und Klassenkasse 2003"

Nordrhein-westfälische Schulen sparen derzeit pro Jahr fast 18.000 Tonnen CO2 und über 100 Millionen Liter Wasser ein. Darauf weist die Energieagentur NRW zum Start des 3. Wettbewerbs "Klimaschutz und Klassenkasse" hin.  Die Energieagentur führt das Projekt „EnergieSchule NRW“ und den Wettbewerb im Auftrag des Wirtschaftsministers durch.

Prämiert werden Schulen, die sich in besonders vorbildlicher Weise um das Thema "Energieeinsparung und Energienutzung" bemüht haben. Diese Schulen werden von einer Fachjury mit dem Label "EnergieSchule 2003" in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet. Wie beim letzten Wettbewerb, gibt es auch in diesem Wettbewerb wieder einen Geldpreis zu gewinnen. 2002 beteiligten sich 126 Schulen; Gewinner war die Bonner Emilie-Heyermann-Realschule, die den Sonderpreis der Jury – ein Mini-Blockheizkraftwerk- erhielt.

Schulen, die sich am Wettbewerb "Klimaschutz und Klassenkasse 2003" beteiligen möchten, können bei der Energieagentur NRW in Wuppertal, Morianstraße 32, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202-245 52-0, Fax: 0202-245 52-30, oder im Internet unter http.//www.ea-nrw.de einen entsprechenden Fragenkatalog anfordern. Einsendeschluss ist der 31. März 2003.

13.09.2002   Quelle: Energieagentur NRW

 

Deutschlands größter Solarpark in Sonnen am Netz

Die Stuttgarter voltwerk AG hat am 10. September 2002 den mit 1,75 Megawatt größten Solarpark Deutschlands in Betrieb genommen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Die 18 Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen wurden vor zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft in der Gemeinde Sonnen bei Passau offiziell eingeweiht. Die Energie würde ausreichen, um nahezu alle 1.500 Einwohner von Sonnen mit Strom zu versorgen. Der prognostizierte Stromertrag werde zu 90 Prozent von einer großen deutschen Versicherung garantiert und die Stromvergütung sei durch einen Einspeisevertrag mit der E.ON Bayern - basierend auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - für die nächsten 20 Jahre gesichert.

Hanns Dorfner, Landrat des Landkreises Passau, betonte in seiner Rede die Bedeutung der Photovoltaik als eine der Schlüsseltechnologien für die Region. "In Bayern stehen bereits heute mehr als 40 Prozent der bundesweit installierten Solarstrom-Anlagen. Die Region Passau will mit dem neuen Solarpark in Sonnen ein Zeichen für ihr Umweltengagement setzen, um den Klimawandel zu bekämpfen - und damit auch künftigen Klimakatastrophen bestmöglich entgegen zu wirken," berichtet Dorfner. Der neue Solarpark konnte nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde zügig realisiert werden. "Naturschutz fängt vor der eigenen Haustür an. Deshalb sind mehr lokale Initiativen notwendig, um unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Umwelt zu erhalten," so Matthias Anetzberger, 1. Bürgermeister der Gemeinde Sonnen

Hans-Josef-Fell (MdB), Vorstand der Eurosolar-Sektion Deutschland sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf Erfolgskurs. "Großprojekte wie der Solarpark in Sonnen spielen eine wichtige Rolle, um den Ausbau der Modulproduktion voranzutreiben. Selbstverständlich müssten sie landschaftsschonend und umweltverträglich angelegt sein, wie im vorliegenden Fall. So werde die Photovoltaik zum Massenmarkt und zunehmend wettbewerbsfähig. Angesichts der weltweit zunehmenden Belastung der Umwelt durch die Verbrennung immer knapper werdender fossiler Brennstoffe sei es Zeit für eine konsequente Energiewende", fordert Fell.

12.09.2002   Quelle: voltwerk AG
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1. Welt-Pellets-Konferenz: Resolution zur Bioenergie

Die Bundesinitiative BioEnergie (BBE) hat mit den über 300 Delegierten der 1. Welt-Pellets-Konferenz vom 2. bis 4. September in Stockholm einen Beschluss zur verstärkten Nutzung von Bioenergie und Biomasse-Pellets verabschiedet.   Die BBE fordert, dass alle Länder der Erde verbindliche Vereinbarungen zur Reduzierung der Treibhausgase einhalten und das Kyoto-Protokoll ratifizieren sollen. Zur Umsetzung dieser Klimaschutzziele stünden Instrumente zur Verfügung, mit denen die derzeitigen Preise fossiler Energien ihren tatsächlichen Kosten angeglichen werden könnten und sich so ein erhebliches Marktwachstum für erneuerbare Energien, insbesondere für Biomasse und Biomasse-Pellets, erschließe. Um einen schnellen Einsatz und Gebrauch von Biobrennstoffen zu ermöglichen, sollten ausreichend öffentliche Mittel für die Forschung und Entwicklung sowie die Markteinführung biogener Brennstoffe und Biomasse-Pellets zur Verfügung gestellt werden und höchste politische Priorität erhalten.

Weltweit sei Biomasse die größte und bedeutendste erneuerbare Energiequelle, betont die BBE. Das Angebot und die Marktanteile von Bioenergie auf dem Strom-, Wärme- und Treibstoffmarkt könnten erheblich gesteigert werden und langfristig zur größten weltweiten Energieangebotsquelle werden. Der Markt der biogenen Brennstoffe eröffne die Möglichkeit, eine weltweite nachhaltige Entwicklung zu etablieren und eine zukunftsfähige Energieversorgung langfristig zu sichern. Die wachsende Bedeutung der Bioenergie zeigt sich insbesondere vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels, der weltweiten Abhängigkeit von den schwindenden Weltölreserven, der Anfälligkeit der bestehenden konventionellen Energiesysteme gegenüber Terroranschlägen sowie des Strukturwandels von einer zentralen zu einer dezentralen Energiewirtschaft.

Die Reduzierung der Subventionen für die herkömmlichen, nicht nachhaltigen, fossilen Energiequellen sei ein wichtiger und notwendiger Schritt, die Wettbewerbsfähigkeit der Bioenergiebranche zu stärken und faire Markteintrittschancen zu ermöglichen. Die Einbeziehung der durch fossile Energienutzung verursachten Umweltkosten in die Marktpreise werde zudem die Marktanteile der Bioenergie an der weltweiten Energieversorgung erheblich steigern, so der BBE.

12.09.2002   Quelle: Bundesinitiative BioEnergie BBE

 

KfW-Förderung: Vorteile für Umweltdienstleister

Zu den Umweltdienstleistern gehören neben Entsorgungs- und Recyclingunternehmen auch zahlreiche, meist kleinere Firmen und Ingenieurbüros, die im Vorfeld von Umweltschutzmaßnahmen beispielsweise Planungen und Analysen durchführen. Da ihre Dienstleistungen und Produkte direkt dem Umweltschutz dienen, fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Umweltdienstleister besonders.  Im KfW-Umweltprogramm finanziert die Bank Investitionen, die zu einer spürbaren und über bestehende Standards hinausgehenden Verbesserung der Umwelt beitragen. Die Konditionen der Kredite aus diesem Programm sind vorteilhafter als jene für allgemeine gewerbliche Investitionen. Umweltdienstleister genießen den Vorzug, alle Investitionen zur Erweiterung und Modernisierung ihres Geschäftsbetriebes mit den günstigen Umweltkrediten finanzieren zu können. Das schließt zum Beispiel auch den Kauf oder Bau einer Gewerbeimmobilie sowie die Anschaffung von Ausrüstungen und Geräten ein.

Der Finanzierungsanteil der KfW-Umweltkredite beträgt bis zu 75 % der Investitionskosten. Der Förderhöchstbetrag von 5 Millionen Euro pro Vorhaben kann bei Investitionen mit besonders hohem Umwelteffekt im Einzelfall überschritten werden. In der Regel beträgt die Kreditlaufzeit 10 Jahre, bei zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Für Anlagen mit längerer technischer und wirtschaftlicher Nutzungsdauer können 20-jährige Kreditlaufzeiten mit wahlweise 10- oder 20-jähriger Zinsbindung bzw. auch endfällige Darlehen beantragt werden.

Ausführliche Informationen: KfW-Informationszentrum 0 18 91/ 33 55 77

12.09.2002   Quelle: KfW

 

Bundesumweltminister Trittin besucht Paradigma

Umweltminister Trittin besucht Paradigma. Rechts Paradigma-Hauptgesellschafter Alfred T. Ritter

Umweltminister Jürgen Trittin hat sich am 10.09.2002 in Karlsbad über die Möglichkeiten des CO2-neutralen Heizens mit Sonne und Holz informiert.  Während seines Besuchs bei der Paradigma, Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG, konnte der Minister die Montage eines CPC-Vakuum-Röhrenkollektors verfolgen. Außerdem führten Paradigma-Mitarbeiter dem Minister ein Holzpellets-Heizsystem vor. Die Pellets-Heizung ist bequem wie eine Öl- oder Gasheizung, sicher und umweltgerecht, der Brennstoff aus heimischer Produktion und preisstabil. Paradigma Hauptgesellschafter Alfred T. Ritter betonte, dass Pelletsheizungen und Solarwärmeanlagen privaten Haushalten aktiven Klimaschutz in den eigenen vier Wänden ermöglichten: „Jahrhundertflut in Osteuropa oder Dürre in Russland – die Vorboten der Klimakatastrophe verdeutlichen, wie wichtig jeder Beitrag für den Klimaschutz ist“.

Ritter erläuterte dem Minister während der Besichtigung die Aktivität seines Unternehmens: „Wir betreiben seit über zehn Jahren erfolgreichen Klimaschutz; zugleich fördern wir mit rund 150 Mitarbeitern die regionale Wirtschaft“. Der Unternehmer, der 1997 die Auszeichnung „Öko-Manager des Jahres“ erhielt, lobte die staatliche Solar-Förderung: „Die Solartechnik hat in den letzten Jahren einen massiven Wachstumsschub erfahren – dank der Förderpolitik der Bundesregierung“, so Ritter. Gleichzeitig forderte er die Politik auf, auch nach der Bundestagswahl am Wachstumskurs der Solartechnik festzuhalten, um entstandene Arbeitsplätze nicht zu gefährden. In den letzten Jahren seien laut dem Deutschen Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) 18.000 neue Arbeitsplätze in der Solarbranche geschaffen und Investitionen in Höhe von über fünf Milliarden Euro ausgelöst worden.

Die Frage eines Journalisten, ob angesichts der aktuellen Wirtschaftslage und belasteter öffentlicher Haushalte Politik für den Umweltschutz schwieriger würde, verneinte Bundesumweltminister Trittin: „Die Solarbranche ist ein Musterbeispiel dafür, dass ökologische Modernisierung nicht nur der Umwelt dient, sondern auch Arbeitsplätze schafft“. Er rechnet auch in diesem Jahr mit einem Wachstum der Solarbranche um etwa 20 %, auch wenn die Solarthermie diese Zahl wohl nicht erreichen werde.

11.09.2002   Quelle: Paradigma; eigener Bericht
Bildquelle: Solarserver
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Frankreich: Neues Forschungsprogramm zu „Erneuerbaren“

Die größte Forschungseinrichtung Frankreichs, das Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), will noch in diesem Jahr ein neues interdisziplinäres Programm im Bereich Energie unterstützen.   Die Ingenieurwissenschaftsabteilung des CNRS beabsichtigt, den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Wärme- und Stromproduktion zu erhöhen und deren Beitrag zu den Verkehrsbrennstoffen zu steigern. Außerdem sollen die energetische Effizienz der Verfahren sowie die Abfallvermeidung verbessert, die neuen energetischen Trägermittel kontrolliert, und die Sozioökonomie des Energiebereichs entwickelt werden.

Wesentliche Bestandteile des neuen Energieprogramms sind nach Auskunft des CNRS Biomasse und Vergasung; enzymatische und mikrobiologische Verfahren; Photovoltaik; thermische Sonnenenergie, und Wasserstoffenergie (Wasserstoffproduktion mit erneuerbaren Energien, Speichermethoden, Sicherheit). Im sozio-ökonomischen Bereich soll eine Bewertung der technologischen Ketten sowie die Analyse des Bedarfs erfolgen. Laut CNRS hat Frankreich im Jahr 2002 27,6 Millionen Tonnen Erdöläquivalent aus erneuerbaren Energiequellen produziert, das seien 22,2% der nationalen Energieproduktion. 57,4% davon entfallen auf Strom aus Wasserkraft, 31,9%, stammen aus Holz und Holzabfällen, 7,1% aus festem Abfall und 1,2% aus Biobrennstoffen.

11.09.2002   Quelle: Wissenschaft-Frankreich (Nummer 14 / 28.08.2002); Französische Botschaften in Deutschland und in Österreich
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PV-Hersteller Antec entlässt Belegschaft

Die zahlungsunfähige Antec Solar GmbH aus Arnstadt (Thüringen) hat ihren 110 Mitarbeitern gekündigt. Das berichtet die Suhler Tagezeitung „Freies Wort“.   Der Hersteller von Photovoltaik-Zellen hatte Mitte August wegen Verbindlichkeiten in zweistelliger Millionenhöhe Insolvenz beantragt. Die in dieser Woche erfolgten Entlassungen seien nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein „formaler Schritt“, sagte Antec-Geschäftsführer Karl-Heinz Fischer gegenüber der Zeitung.

Dirk Hentrich vom Büro des Insolvenzverwalters Fritz Westhelle nannte als Hauptgründe für die Entlassungen mangelnde Finanzmasse und dass eine Beschäftigungsgesellschaft nicht zu Stande gekommen sei. Es gebe derzeit keine Aufträge, um darüber Kredite für laufende Kosten zu bekommen, so Hentrich in „Freies Wort“. Er rechne für die nächsten Tage mit der Reaktion eines potenziellen Investors aus dem Nahen Osten, der das Unternehmen zwei Wochen lang unter die Lupe genommen habe.

11.09.2002   Quelle: Freies Wort online

 

Bundeskanzler besuchte Präsentation der Solar-Fabrik AG in Johannesburg

Bundeskanzler Gerhard Schröder testet solar aufbereitetes Trinkwasser am Stand der Solar-Fabrik AG.“

Als eines von wenigen deutschen Unternehmen war die Solar-Fabrik AG auf dem Weltgipfel in Johannesburg mit einem konkreten Produkt vertreten.   Im Deutschen Pavillon in Umbuntu Village, der Koordinationszentrale des Gipfels, präsentierte die Solar-Fabrik AG während des gesamten Gipfels ein neues Gerät zur solaren Trinkwasseraufbereitung mit dem Namen WATERpps (Water Pumping and Purification System). Am 2. September besuchte Bundeskanzler Gerhard Schröder den Präsentationsstand der Solar-Fabrik AG und ließ sich die Anlage zur solaren Trinkwasserbereitung detailliert erläutern. „Das WATERpps haben wir zusammen mit den Menschen in den Entwicklungsländern und mit Einsatz von deutschem Know-how entwickelt“, betonte Solar-Fabrik-Vorstand Holder im Gespräch mit Gerhard Schröder. „Das WATERpps ist ein konkreter Beitrag der deutschen Industrie für die Wasserversorgung in ländlichen Regionen“ so Holder. Das solar versorgte und dezentral aufstellbare System mit einfachem Handling sei in Kürze einsetzbar, hiermit könne ein konkreter Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern geleistet werden.

Burkhard Holder dankte Bundeskanzler Gerhard Schröder für den Einsatz der Bundesregierung für erneuerbare Energien: „Wir freuen uns als deutsches Unternehmen über die aktive Klima- und Umweltpolitik der deutschen Regierung mit der breiten Förderung der erneuerbaren Energien im eigenen Land und auch in Entwicklungshilfeprojekten. Dafür darf ich mich auch im Namen unserer Partner in den Entwicklungsländern herzlich bedanken.“

11.09.2002   Quelle: Solar-Fabrik AG
Bildquelle: Solar-Fabrik AG
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CDU/CSU-Minister lehnen verlässliche Einspeisevergütung ab

Auf der Agrarminister-Konferenz von Bund und Ländern (AMK) vom 5. – 6. September 2002 in Bad Arolsen konnte keine Einigung darüber erzielt werden, das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) mit seinen geltenden Einspeisevergütungen beizubehalten.   „Mit dieser Weigerung stellen die unionsgeführten Länder diese zusätzliche Einkommensquelle der Landwirtschaft in Frage“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) Matthias Berninger (B90/Grüne). Bereits heute trage die Energieproduktion mit über 250 Millionen Euro zum Umsatz landwirtschaftlicher Betriebe bei. „Diese zweite Ernte wird die rot-grüne Bundesregierung auch nach der Wahl sichern“. Damit werden auch die rund 130.000 Arbeitsplätze in überwiegend mittelständischen Unternehmen in der deutschen Branche für Erneuerbare Energien gesichert.

Ausdrücklich begrüßte Berninger, dass die Länder sich in der Diskussion einig waren, die Förderung der Biomasse zu verbessern. Deshalb sei es bedauerlich, dass es zu keinem Konsens bei den Rahmenbedingungen des EEG gekommen sei. „Hier hat die CDU/CSU-Länderseite auf der AMK eine Chance vertan, denn ein EEG mit verstärkter Bio-Masse-Förderung gibt den Landwirten Planungssicherheit, ermöglicht zusätzliches Einkommen und ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Berninger abschließend.

10.09.2002   Quelle: BMVEL

 

Wissenschaftliche Studie: Strom wird deutlich teurer

Der Strompreis in Deutschland wird bis zum Jahr 2010 um mindestens zehn Prozent steigen. Gleichzeitig soll sich der Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid im Strombereich bis 2010 um mindestens zehn Prozent gegenüber den Werten von 2000 vermindern.   Zu diesen Feststellungen kommt eine aktuelle Studie der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (TA-Akademie), an der zehn namhafte Wissenschaftler aus dem Energiebereich mitgewirkt haben. In dieser werden die Auswirkungen der Liberalisierung des deutschen Strommarktes bis zum Jahr 2010 untersucht.

Einig waren sich die Experten in der Annahme, dass in den kommenden Jahren weitere Anstrengungen im Klimaschutz unternommen werden müssen. "Um die energiepolitischen Ziele hinsichtlich Klimaschutz und Umweltverträglichkeit durchzusetzen, sind im liberalisierten Markt weiterhin staatliche Regulierungen erforderlich", so Georg Förster wissenschaftlicher Mitarbeiter der TA-Akademie und Autor der Studie. "Die Preise werden sich dadurch in jedem Fall weiter erhöhen, unabhängig davon, ob der Klimaschutz im nationalen Alleingang oder durch Maßnahmen auf europäischer Ebene realisiert wird". Der Strommarkt sei derzeit bundesweit für rund ein Drittel des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid verantwortlich, die anderen zwei Drittel stammen nach Angaben der TA vor allem aus der Wärmeerzeugung und dem Verkehrsbereich.

Die Studie der TA-Akademie wurde mit Hilfe der Cross-Impact-Analyse, einem von der TA-Akademie fortentwickelten innovativen Szenarioverfahren aus der Strategieplanung durchgeführt, in dessen Rahmen die beteiligten Wissenschaftler insgesamt vier Zukunftsszenarien entworfen haben, wie sich der Strommarkt bis zum Jahr 2010 auf der Basis der derzeitigen Energiepolitik zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung entwickeln wird. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich hinsichtlich der staatlichen Eingriffstiefe, der Stromversorgung (Preise, Emissionen, Kraftwerkspark) und dem Verbraucherverhalten.

Bezugsquelle: TA-Akademie Stuttgart, Fax: 0711/9063-299; E-Mail: info@ta-akademie.de Preis: 7,70 € plus Porto und Verpackung.

10.09.2002   Quelle: TA-Akademie Stuttgart
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RITTER SPORT produziert mit Öko-Strom der EWS

Pünktlich zum 5-jährigen Jubiläum der Elektrizitätswerke Schönau freut sich der bürgereigene Stromversorger Elektrizitätswerke Schönau GmbH über seinen bisher größten Stromkunden, den er, wie alle seine Kunden, atom- und kohlestromfrei beliefert: Die RITTER SPORT-Schokoladenfabrik im schwäbischen Waldenbuch.   Für die RITTER SPORT-Schokolade ist der Bezug von sauberem Strom ein weiterer Schritt in eine ökologische Produktion, die mit der umweltfreundlichen Verpackung ohne Aluminium bereits begonnen und mit dem Bau eines eigenen Blockheizkraftwerkes fortgesetzt wurde.

„Uns zeigt es, dass wir mit unseren Preisen konkurrenzfähig sind und nicht nur attraktiv für Haushaltskunden, sondern zunehmend auch für Großkunden“. Ursula Sladek, Geschäftsführerin der EWS zeigt sich sehr zufrieden mit der Entwicklung: In fünf Jahren wurde die Kundenzahl der EWS auf nunmehr 15 000 Kunden verachtfacht. 25 Waldorfschulen, Dutzende von kirchlichen Einrichtungen, Alters- und Behindertenheime, ganze Dorfgemeinschaften, Biobauern und ökologische Betriebe aller Art beziehen mittlerweile den sauberen Strom der EWS und machen mit beim „Umleiten der Geldflüsse“.


Mit Hilfe des bundesweiten Stromverkaufs haben die EWS darüber hinaus bisher 400 neue ökologische Stromerzeugungsanlagen gefördert. „Der Stromverkauf ist für uns kein Selbstzweck“, so Ursula Sladek, sondern ein Instrument für Atomausstieg und Klimaschutz. Daher unterstützen wir bundesweit ökologisches Engagement von Bürgern vor Ort, denn Umweltschutz lebt vom Mitmachen der Bürger.“

Alfred Ritter setzt in allen seinen Firmen auf atomfreien Strom: „Seit Tschernobyl bin ich der Überzeugung, dass wir uns schnell, aber geordnet von der Atomenergie verabschieden müssen“. Daher beziehen auch seinen Unternehmen Paradigma, Ritter-Solar und RNO, die unter anderem Holzpellet- oder Sonnenkollektor-Heizsysteme entwickeln, Strom von den EWS.

09.09.2002   Quelle: EWS

 

KfW stellt Überlegungen zu einem Klimaschutzfonds vor

 

Der Fonds soll die Nutzung der projektbezogenen Mechanismen des Kyoto-Protokolls erleichtern. Diese böten die Möglichkeit, die Verpflichtung zur Minderung von Treibhausgasemissionen auch durch Investitionen in Transformations- und Entwicklungsländern zu erfüllen. "Damit wird gleichzeitig Kapital für die armen Länder
mobilisiert und moderne Technologien transferiert," sagte Wolfgang Kroh, Vorstandsmitglied der Kreditstelle für Wiederaufbau (KfW). Die Überlegungen zu dem Klimaschutzfonds präsentierte Kroh auf der Pressekonferenz der Bundesministerin für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wiezcorek-Zeul, zur Bewertung der Ergebnisse des Weltgipfels in Johannesburg am 04. September 2002.

Der Klima-Fonds soll sich auf den Erwerb von Emissionsgutschriften konzentrieren, die in diesem Zusammenhang generiert werden sollen. Noch bestehende Kostennachteile von regenerativen Energien sollen dadurch ausgeglichen werden, dass ihre Klimaschutzqualitäten finanziell bewertet werden. Gleichzeitig könnten sich damit die Marktchancen dieser Technologien verbessern.

Neben den regenerativen Energien sollen vor allem auch Maßnahmen zur Verbesserung der Energie-Effizienz profitieren, beispielsweise könnten konventionellen Kraftwerke modernisiert werden, die dann bei gleicher Leistung deutlich weniger CO2 emittieren.

Fondsanleger sollen vor allem private Unternehmen sein, die sich nicht selbst in Entwicklungs- und Transformationsländern engagieren wollen oder können. Die KfW denkt an ein Fondsvolumen von etwa 50 Millonen Euro.

09.09.2002   Quelle: KfW

 

Phönix SonnenStrom AG eröffnet Niederlassung in Norddeutschland

Seit dem 1. September 2002 ist die in Sulzemoos bei München ansässige Phönix SonnenStrom AG auch im Norden Deutschlands mit einer Niederlassung vertreten. Martin Heins, bis dato Projektleiter des Kirchenprogramms der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, baut das Büro in Bad Segeberg, ca. 40 km nördlich von Hamburg, auf.   Seine Aufgaben liegen in der Betreuung der Vertriebspartner der Phönix SonnenStrom AG in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen sowie im Ausbau des Vertriebsnetzes.

Der 39-jährige Diplom-Ingenieur beschäftigte sich bereits im Rahmen seiner Diplomarbeit mit Solarstrom. Bei seinen anschließenden Tätigkeiten als Projekt- und Planungsingenieur bei verschiedenen Solarfirmen in Hamburg sammelte er sowohl planerische als auch praktische Erfahrungen beim Bau von Solarstromanlagen. Eine Lehrtätigkeit am Zentrum für Energiemanagement in Neumünster unterstreicht seine Fachkompetenz. Bekannt ist Heins einer breiteren Öffentlichkeit durch seine bisherige Funktion als verantwortlicher Projektleiter für die Abwicklung der Förderinitiative „Kirchengemeinden für die Sonnenenergie“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück, die er bis Ende Juli 2002 inne hatte. Dabei war er für die Bearbeitung von rund 1.000 Förderanträgen kirchlicher Einrichtungen auf Bezuschussung solartechnischer Demonstrationsvorhaben verantwortlich. Während seiner Zeit als Projektleiter wurden rund 600 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1,5 Megawatt, auf kirchlichen Dächern installiert. Das Solarkirchen-Förderprojekt zählt zu den bekanntesten Solar-Förderprogrammen der letzten Jahre.

09.09.2002   Quelle: Phönix SonnenStrom AG

 

Haushaltssperre für Sonnenkollektoren aufgehoben

Seit heute verschickt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Bewilligungsbescheide für Zuschüsse zu Sonnenkollektoren, meldet der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) in einer Pressemitteilung.   Auf Grund der allgemeinen Haushaltssperre war die Förderung für Solarwärmeanlagen vor zwei Wochen gestoppt worden. Etwa 500 Euro Zuschuss gibt es für eine kleine und 1.500 Euro für eine große Solarwärmeanlage. Nicht betroffen war dagegen die Förderung von Solarstromanlagen im 100.000 Dächer-Programm und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Durch die Solarpolitik der Bundesregierung hat die Solarenergie, so der DFS, in den letzten vier Jahren einen starken Aufschwung genommen. 510.000 Solaranlagen seien in Deutschland bereits installiert.

Die Förderunterbrechung habe die Branche in einer schwierigen Phase getroffen, stellt der DFS fest. Wegen der allgemeinen Kaufzurückhaltung seien im ersten Halbjahr zirka 30% weniger Solarwärmeanlagen gebaut worden als im Vorjahr. „Angesichts der schwierigen Marktlage sind wir sehr erleichtert, dass jetzt wieder gefördert wird“, so DFS-Vorstandsmitglied Helmut Jäger. „So können die Kunden, die sich üblicherweise nach der Urlaubszeit wieder verstärkt für Solartechnik interessieren, schnell und problemlos bedient werden“.

„Solarenergie ist die Chance für den Hausbesitzer, selbst Vorsorge zu treffen – gegen Klimaveränderung und gegen steigende Öl- und Gaspreise,“ so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des DFS. „Die Hochwasserkatastrophe hat gezeigt, dass wir jetzt handeln müssen und die derzeit wieder stark schwankenden Ölpreise verheißen nichts Gutes für die Zukunft. Wer jetzt in Solartechnik investiert, ist auf der sicheren Seite“. Die Fördertöpfe seien noch gefüllt, die Firmen schnell lieferfähig und die Preise günstiger als im Vorjahr. Aus Sicht der Branche sei dies ein günstiger Zeitpunkt um zuzugreifen.

06.09.2002   Quelle: DFS

 

Solar-Verbände fordern: Standort Deutschland sichern und stärken

Die Energiepolitik der Bundesregierung hat in den letzten Jahren zur Schaffung eines neuen Industriezweigs in Deutschland mit hervorragenden Wachstumschancen geführt.   Das ist der Tenor einer Pressemitteilung der deutschen Solarverbände, Bundesverband Solarenergie e.V. (BSE), Deutscher Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS).

Die Spitzenverbände der Solarindustrie appellierten am 3. September 2002 an alle Parteien, die Markterschließung der Solartechnik nach den Wahlen weiter zu beschleunigen, den Produktionsstandort Deutschland zu stärken und eine Exportoffensive für Solaranlagen zu ermöglichen. Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hätten in den letzten Jahren zur Schaffung von 18.000 neuen Arbeitsplätzen in der Solarbranche geführt und Investitionen in Höhe von über fünf Milliarden Euro in Produktions- und Anlagentechnik ausgelöst. Vom Solarboom haben nach Auskunft der Solarverbände insbesondere der Mittelstand und Handwerksbetriebe profitiert, die bereits über 500.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern errichtet hätten. Die Kosten für Solarstrom und Solarwärme seien inzwischen deutlich gesunken.

Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft sagte: „Unseren Markt- und Technologievorsprung müssen wir jetzt weiter ausbauen, vorbehaltlos und ohne Boxenstopp. Deutschland hat die Chance, der weltweit führende Ausrüster für erneuerbare Energie-Anlagen zu werden. Zum Ausbau der Solartechnik zu einer tragenden Säule der Energieversorgung gibt es keine Alternative. Der Einstieg ins Solarzeitalter muss jetzt von allen Parteien getragen werden. Jüngster Wegweiser ist die Sommersintflut.“ Im Vertrauen auf die Stabilität geeigneter politischer Rahmenbedingungen hätten in diesen Tagen gleich mehrere neue Solarfabriken ihre Produktion in Deutschland aufgenommen.

Mit der Inbetriebnahme der „SmartSolarFab“ hat RWE Solar im bayerischen Alzenau eine komplette Wertschöpfungskette für Solarstrom-Module geschaffen. Das Braunschweiger Unternehmen SOLVIS hat im August eine „Nullemissionsfabrik“ zur Fertigung von Solarkollektoren eingeweiht. „Das Marktwachstum der vergangenen vier Jahre hat zu einem richtigen Innovationsschub in der Solartechnik geführt“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbandes Solarenergie. „Dabei sind nicht nur die Solaranlagen günstiger und effizienter geworden. Mit den neuen Solarfabriken ist auch die Produktivität gestiegen. Setzt sich dieser Aufschwung fort, werden bis zum Jahr 2010 weit über 100.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche entstehen.“

06.09.2002   Quelle: BSE; DFS; UVS

 

M+W Zander erhält 2,5 Millionen Auftrag aus PV-Industrie

Die Deutsche Cell GmbH beauftragte M+W Zander, ein Tochterunternehmen des Jenoptik-Konzerns, mit der Implementierung einer Inline Messkontrolle für die Produktionsstätte in Freiberg / Sachsen. Außerdem werden die Spezialisten von M+W Zander eine auf die Bedürfnisse des Solarzellen-Produzenten zugeschnittene CIM- und CAM-Lösung umsetzen.   Die Verfahren für das Computer Integrated Manufacturing (CIM) beziehungsweise Computer Aided Manufacturing (CAM) wurden von M + W Zander konzipiert.

Für die Deutsche Cell GmbH, Tochter der SolarWorld AG, Bonn, errichtet M+W Zander für 40 Millionen Euro bereits eine schlüsselfertige Produktionsstätte für Solarzellen in Freiberg / Sachsen. Die Kapazität soll in der ersten Ausbaustufe 25 Megawatt Spitzenleistung (MWp) betragen. Die Verantwortung der Jenoptik-Tochter erstreckt sich erstmals auch auf den Produktionsprozess selbst, bis hin zur Wirkungsgrad- und Ausbeutegarantie. Im Fertigungsumfeld werden hierbei innovative Wege beschritten, wobei der Deutsche Cell GmbH die Erfahrung von M+W Zander aus dem Fertigungsumfeld der Halbleiterindustrie entgegenkommt. Die „Inline“- oder „in-situ“-Messkontrolle soll es ermöglichen, die Herstellungsprozesse in sehr engen Grenzen zu fahren. Prozessentartungen können sofort entdeckt werden, Trends, die sich über längere Zeiträume entwickeln, sollen sowohl online als auch historisch mit Methoden der statistischen Prozesskontrolle (SPC) aufgedeckt werden.

Ein Softwarepaket zur Steuerung der Fertigung soll nicht nur das lückenlose Verfolgen der Lose ermöglichen, sondern auch Sorge tragen, dass das Material nur an der jeweils richtigen Station mit dem richtigen Rezept verarbeitet werden kann. Die softwaretechnische Anbindung der gelieferten Systeme an das konzerneigene ERP-System (Enterprise Resource Planning) ermöglicht nun die datentechnische Abbildung der Zellenproduktion in der gesamten Wertschöpfungskette der Solar World AG, von der Herstellung des Wafers über die Zellenfertigung bis hin zur Modulmontage. Die neuen Systeme werden nach Angaben von M + W Zander die Produktion transparent machen, den Verlust von Siliziumwafern gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich verringern und letztendlich den Durchsatz und die Ausbeute erhöhen können.

06.09.2002   Quelle: M+W Zander Facility Engineering GmbH

 

Vollautomatische Holzheizungen im Aufwind

Holzpellets Anlagenbestand

Der deutsche Markt für Holzpellets-Heizsysteme ist in den letzten drei Jahren mit Wachstumsraten von über 100 % kräftig gewachsen. Allein im Jahr 2001 wurden in Deutschland rund 4.800 Pelletsheizungen bis 35 Kilowatt Leistung in Betrieb genommen, das ist mehr als die Hälfte der insgesamt 9.000 bereits in Deutschland installierten Pellets-Anlagen.   Das berichtet die Solarpromotion GmbH, bekannt als Veranstalter der Messe Intersolar 2002, die vom 23.- 24. September das 2. Industrieforum Holzenergie in Stuttgart ausrichtet.

Holzpellets-Heizungen sind ein vollwertiger, umweltfreundlicher Ersatz für Öl- und Gasheizungen. Der einheimische Brennstoff Holzpellets schont darüber hinaus das Klima, da er CO2-neutral verbrennt. Im Vorfeld des bundesweiten Branchentreffs in Stuttgart gehen Experten für das Jahr 2002 von einem Branchenumsatz von rund 140 Millionen Euro aus. Prognosen gehen von einem deutlichen Marktwachstum in den nächsten Jahren aus.

Heizungen, die vollautomatisch mit den Pellets aus gepressten, trockenen und sauberen Hobelspänen betrieben werden, bieten sich an als preisstabile Alternative bei der Heizungsmodernisierung oder der Neuinstallation, besonders bei den gegenwärtig steigenden Ölpreisen. Auch die deutschen Handwerksbetriebe wollen die neuen Heizsysteme voranbringen. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass rund 40% der Unternehmen ihre Aktivität im Bereich Holzpellets künftig ausweiten wollen. Kombiniert mit Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung ermöglichen Pelletsheizungen eine hundertprozentige regenerative Energieversorgung von Eigenheimen und Wohnanlagen. Die im Holz gespeicherte Sonnenenergie und die Nutzung der Strahlungswärme der Sonne leisten dann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

weitere Informationen:
http://www.holzenergieforum.com

05.09.2002   Quelle: Solarpromotion GmbH

 

ARGE Solarwirtschaft legt Datenblatt zur Solarbranche vor

Die Arbeitsgemeinschaft Solarwirtschaft hat ein sechsseitiges Infoblatt mit allen wichtigen Kenndaten der Solarbranche erstellt. Das Papier enthält Daten zur Solarindustrie, zur Markt- und Kostenentwicklung sowie zu den Perspektiven der Branche.   Zum Abschluss formuliert die ARGE Solarwirtschaft ihre Forderungen für die nächste Legislaturperiode. Der ARGE Solarwirtschaft gehören der Bundesverband Solarenergie (BSE), der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), der Forschungsverbund Sonnenenergie (FVS) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) an. Das Infoblatt ist bewusst auf 6 Seiten begrenzt, damit die wichtigsten Daten schnell nachgeschlagen werden können. Es kann beim Deutschen Fachverband Solarenergie (DFS) kostenlos bezogen werden und steht zum download bereit unter http://www.dfs.solarfirmen.de/downloads/news/Argumente_Solar_ARGE_020829.pdf

05.09.2002   Quelle: DFS

 

WWF zu Johannesburg: Historische Chance vertan

In seiner ersten Vorab-Bilanz, übt der World Wind Fund for Nature (WWF) heftige Kritik am Johannesburg Gipfel für Nachhaltige Entwicklung. Statt visionärer Vereinbarungen habe ein Formulierungsbasar mit viel Rhetorik, Gerangel um Details und wenig konkreten Aktionen stattgefunden, heißt es in einer Pressemitteilung des WWF.  Am vorletzten Verhandlungstag des Johannesburg-Gipfels haben sich die Regierungen auf fast alle Punkte im Aktionsplan geeinigt. Doch die potenziellen Gipfelstürmer seien im Geröll unverbindlicher Formulierungen steckengeblieben. Trotz erfreulicher Reden einiger Staatschefs stelle der vereinbarte Aktionsplan keinen signifikanten Fortschritt dar. „Hier wurde die historische Chance vertan, kurzfristige nationale ökonomische Interessen hinten anzustellen und den Weg für eine gerechte Entwicklung auf einem lebenswerten Planeten zu bereiten“, fasst Dr. Bernhard Bauske, WWF-Vertreter in Johannesburg, die Ergebnisse des Gipfels zusammen. Die Nichtregierungsorganisationen seien vor allem damit beschäftigt gewesen, das Schlimmste zu verhindern. So hätten zumindest für einige Themen Zeitziele in die Abkommen festgeschrieben werden können, wie bei der Fischereifrage, dem Erhalt der Biodiversität und dem Zugang zu sauberem Trinkwasser.

An der Grenze zur Lächerlichkeit seien die Beratungen über die Förderung der erneuerbaren Energien geführt: Vor allem die USA, Saudi Arabien, Japan, Kanada und Australien blockierten konkrete Zielsetzungen. Am Ende blieben unverbindliche Formulierungen ohne Zeit- und Maßnahmenplan. „Hier wurde die große Chance vertan, den Menschen in den armen Ländern den Zugang zu umweltverträglicher Energie zu sichern“, stellt Bernhard Bauske resigniert fest. „Der Klimawandel ist schneller als die Politik. Das Thema dürfte spätestens nach der nächsten Unwetterkatastrophe wieder auf der Tagesordnung stehen.“

04.09.2002   Quelle: WWF
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Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul stellt Energie-Programm vor

Das neue Sonderprogramm "Nachhaltige Energie für Entwicklung" hat Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul am 3. September in Johannesburg vorgestellt.  "Mit dem Sonderprogramm bauen wir den strategischen Schwerpunkt 'Nachhaltige Energiesysteme' in unserer bilateralen Entwicklungszusammenarbeit aus, fördern innovative Ansätze, bauen die Kooperationsmöglichkeiten mit der Industrie aus und schärfen unser Profil in der multilateralen Zusammenarbeit", erklärte die Ministerin bei einer Veranstaltung am deutschen Stand auf dem Weltgipfel. Finanziert werde das Sonderprogramm "Nachhaltige Energie für Entwicklung" in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt 1 Milliarde Euro aus dem Haushalt des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ). Das Ministerium will damit Regierungen in Entwicklungsländern beim Aufbau nationaler nachhaltiger Energiesysteme unterstützen.

Die Ministerin bekräftigte ihre Überzeugung, dass den erneuerbaren Energien die Zukunft gehöre, und kritisierte scharf die Rolle der USA und der OPEC-Staaten in Johannesburg: "Sie bleiben im Energiebereich weiter erschreckend kurzsichtig und wollen weiter auf überholte Dinosauriertechniken setzen." Gegen das Netzwerk von Erdölproduzenten und -exporteuren, dessen Lobbyarbeit auf dem Gipfel deutlich spürbar gewesen sei, setzte Deutschland auf ein internationales Netzwerk zur weltweiten Entwicklung und Förderung erneuerbarer Energien und habe deshalb in Johannesburg gemeinsam mit den Vereinten Nationen und anderen das Globale Energienetzwerk gegründet.

04.09.2002   Quelle: BMZ
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EUROSOLAR: Johannesburg blockiert globale Energiewende

Dass die OPEC-Staaten gemeinsam mit den USA eine globale Initiative für Erneuerbare Energien verhinderten, ist für den EUROSOLAR-Präsidenten Dr. Hermann Scheer keine Überraschung. Zum gescheiterten Versuch, auf der Weltkonferenz in Johannesburg eine global verbindliche Initiative für Erneuerbare Energien durchzusetzen, erklärte Scheer, dasselbe sei schon in Rio de Janeiro 1992 geschehen, als erneuerbare Energien in der „Agenda 21“ ausgeklammert wurden.  Der Grund dieser Blockade sei, dass die globalen Energiekonzerne die Wende zu erneuerbaren Energien mit allen Mitteln verhinderten, und immer wieder Regierungen dafür die Handlangerrolle spielen würden. Diese Verweigerung sei angesichts der sich zuspitzenden ökologischen und Ressourcen-Weltkrise ein „Verbrechen gegen die Menschheit“, heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung der EUROSOLAR.

Die Antwort darauf müssten Eigeninitiativen nationaler Regierungen oder Staatengruppen sein, fordert Hermann Scheer. Die deutsche Regierung sei auf Grund ihrer Vorreiterrolle dafür prädestiniert, nun die Initiative für die Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien zu ergreifen. Es sei nun Sache der EU-Kommission, den in Johannesburg geforderten 15 % - Anteil für erneuerbare Energien (weltweit bis 2010) für sich selbst umzusetzen und die Priorität ihrer Entwicklungshilfe auf Erneuerbare Energien zu setzen.

04.09.2002   Quelle: EUROSOLAR
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Bundeswirtschaftsminister besucht Solardorf

Mit dem Solarmobil besichtigte Bundeswirtschaftsminister Müller die Photovoltaik- und Solarwärmeanlagen im „Solardorf Oberndorf“.
Mit dem Solarmobil besichtigte Bundeswirtschaftsminister Müller die Photovoltaik- und Solarwärmeanlagen im „Solardorf Oberndorf“.

Gemeinsam mit Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) besuchte der parteilose Bundeswirtschaftsminister Werner Müller den Ortsteil Oberndorf der baden-württembergischen Gemeinde Rottenburg. Der Teilort Oberndorf hat sich in den letzten Jahren durch vielseitige Aktivitäten zum „Solardorf“ entwickelt.   Mit rund 30 thermischen Solaranlagen (über 400 Quadratmeter Kollektorfläche; 0,291 m2 pro Einwohner) und sieben Solarstromanlagen (Gesamt-Spitzenleistung über 100 Kilowatt; 58,60 Watt/EW) gehört das Dorf bundesweit zur Spitzengruppe der „Solar-Bundesliga“ und steht in Baden-Württemberg an erster Stelle. Auf einer Rundfahrt mit dem „Twike“ hatten die Minister Gelegenheit, sich vom solaren Engagement der Bürger zu überzeugen.

Minister Müller zog vor Bürgern und Solar-Handwerkern ein positive Bilanz von vier Jahren rot-grüner Energiepolitik und nannte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als wichtigen Impuls, besonders für die Windkraft, aber auch für den Bau großer Solarstromanlagen. Mit der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien sei Deutschland im Energiemarkt wettbewerbsfähig, zumal inzwischen viele Länder das EEG übernehmen würden. Die Mehrbelastung für die Verbraucher durch die Förderung erneuerbarer Energien betrage lediglich 0,26 Cent pro Kilowattstunde, unterstrich Müller. Neben der Einspeisevergütung verwies der Minister auf die hohe Zahl der Förderanträge im 100.000-Dächer Solarstrom-Programm. Dieses Förderprogramm will Müller künftig dahingehend ändern, dass auch Schulen in den Genuss der Kredite kommen sollen und auf ihren großen Dächern Solarstromanlagen mit hoher Leistung errichten können.

Auch im gewerblichen Bausektor sieht der Wirtschaftminister Handlungsbedarf. Nachdem bereits zahlreiche Bürger Solaranlagen installiert hätten, wie in Oberndorf vorbildlich geschehen, seien nun die Bauträger gefordert, die Energieversorgung auf erneuerbare Quellen umzustellen. Chancen für die Solarbranche macht Müller nicht nur im Inland aus: Die Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz, in die viel Geld investiert worden sei, müsse auch für den Export genutzt werden. Neben den erneuerbaren Energien setzt Müller besonders auf Energie-Effizienz, da noch immer zwei Drittel der Primärenergie ungenutzt verloren gingen.

04.09.2002   Quelle: Eigener Bericht
Bildquelle: Solarserver

 

DGS veranstaltet 13. Internationales Sonnenforum

Impulse für die technische und wissenschaftliche Entwicklung solarer Systeme sowie für die notwendige Weichenstellungen bei den politischen Rahmenbedingungen will die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) mit ihrem 13. Forum geben.   Veranstaltungsort des 13. Internationales Sonnenforums vom 12. – 14. September 2002 in Berlin ist der Henry-Ford-Bau der Freien Universität. Schirmherren sind der Berliner Umweltsenator Peter Strieder und Bundesumweltminister Jürgen Trittin, der in seiner Eröffnungsrede über die Ergebnisse des Klimagipfels in Johannesburg berichten wird.

An beiden Tagen finden Parallelveranstaltungen unter anderem zu folgenden Themen statt: Chancen der Markteinführung Erneuerbarer Energien in den EU-Kandidatenländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie den Teilnehmerstaaten des Balkan-Stabilitätspaktes; Dezentrale Energieerzeugung und Verbundnetze; Politische Strategien für die Markteinführung Erneuerbarer Energien aus deutscher und europäischer Sicht; Kostenreduktionspotenziale im Photovoltaik- und Solarthermiebereich; Konzepte zentraler und dezentraler Biomassenutzung. Den Abschluss bildet ein öffentlicher Vortrag zu den solaren Prachtbauten in Berlin.

Am 14. September können Mitglieder und Freunde der DGS einen solaren Stadtspaziergang durch Berlins neues Regierungsviertel machen, das fast fertige ISC besichtigen und die historische Altstadt Köpenicks besuchen. Zum Abschluss des Tages gibt es eine Fahrt mit Solarkatamaranen auf der Spree . Das genaue Programm ist zu finden unter www.sonnenforum.info oder bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesverband Berlin / Brandenburg,
Seestr. 64, 13347 Berlin, Telefon 030 / 75 70 23 10, eMail: dgs@dgs-berlin.de, www.dgs-berlin.de.

04.09.2002   Quelle: DGS Berlin-Brandenburg

 

Johannesburg: Bekenntnis zu "Erneuerbaren" ohne konkrete Ziele

Auf einen Ausbau erneuerbarer Energien haben sich die Delegierten beim Weltgipfel in Johannesburg geeinigt; allerdings ohne konkrete Ziele und Zeitpläne zu benennen.  "Der Klimawandel ist keine skeptische Prognose mehr - sondern bittere Realität“, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Rede vom 02. September auf dem Weltgipfel in Johannesburg. Schröder betonte, der Schlüssel für einen wirksamen Klimaschutz wie auch für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung liege in einer nachhaltigen Energieversorgung. Er forderte die Staaten auf, das Kyoto-Protokoll so schnell wie möglich zu ratifizieren, damit es noch dieses Jahr in Kraft treten könne. „An die Industrieländer, die dem Protokoll nicht beitreten, appelliere ich, zumindest einen gleichwertigen Beitrag zur Verminderung der Treibhausgase zu leisten“, so Schröder. In Deutschland habe die rot-grüne Regierung den CO2-Ausstoß bereits um 19% gesenkt. Mit einer effizienteren Nutzung der Energie und einem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien seien die Weichen für die Zukunft gestellt. Bei den erneuerbaren Energien wolle Deutschland in den nächsten fünf Jahren die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern mit 500 Mio. Euro fördern.

Schröder kündigte drei Initiativen an, die den internationalen Klimaschutzprozess vorantreiben sollen:
Die Bundesregierung werde zu einer internationalen Konferenz über erneuerbare Energien nach Deutschland einladen.
Deutschland werde sich an dem in Johannesburg beschlossenen weltweiten Netzwerk der Energieagenturen beteiligen.
Deutschland werde die im Energiebereich schon erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern zu einer strategischen Partnerschaft ausbauen.

"Bundeskanzler Gerhard Schröder hat zurecht die Bedeutung eines wirksamen
Klimaschutzes herausgestellt", kommentierte Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR). Er lobte Schröders Rede als "verantwortungsbewusstes Dokument" für eine
zukunftsfähige Politik. Allerdings hätte die Kritik an der Blockadehaltung der USA ruhig noch deutlicher ausfallen können. Positiv ist nach Ansicht des DNR das klare Bekenntnis zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Einberufung einer internationalen Konferenz über erneuerbare Energien nach Deutschland.

Greenpeace-Sprecher Andreas Bernstorff begrüßte ebenfalls die Rede des Bundeskanzlers. Es blieben jedoch Verbesserungswünsche. Bernstorff: "Es ist ja schön, dass Schröder den armen Ländern 500 Millionen Euro für die Entwicklung in Aussicht stellt. Wir fordern aber, dass nicht wie auf dem Basar jeder mit Geld wedelt, sondern dass ein klares Regelwerk dafür geschaffen wird. Wer verpflichtet sich wie viel zu zahlen? Wer bekommt wofür wie viel aus dem Topf? Und die entscheidende Frage - bis wann? Diese Fragen müssen verbindlich beantwortet und festgelegt werden."

03.09.2002   Quelle: Bundesregierung, DNR, Greenpeace
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Johannesburg: Durchbruch bei Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung

Beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Johannesburg ist ein weiterer Erfolg zu verzeichnen: Das Aktionsprogramm des Gipfels wird auch das Ziel enthalten, bis zum Jahre 2015 den Anteil der Menschen zu halbieren, die keinen Zugang zu Trinkwasser und grundlegenden Sanitär-Einrichtungen haben.  Einer Ministerrunde unter Vorsitz des südafrikanischen Umweltministers Valli Moosa gelang es, sich auf diese Formulierung zu verständigen, berichten das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Damit werde einer Forderung Deutschlands entsprochen, auf die die Bundesregierung insbesondere über die EU gedrängt hatte. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßten den Durchbruch: "Weltweit haben 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser sowie keine sanitären Einrichtungen und keine Abwasserversorgung. Dies ist eine der Ursachen für schwere Krankheiten und den Tod von hundertausenden von Menschen, vor allem Kindern. Der heutige Beschluss ist ein weiterer konkreter Schritt zur Bekämpfung der weltweiten Armut - und gleichzeitig ein entscheidender Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen."

03.09.2002   Quelle: BMU; BMZ
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Fraunhofer ISE präsentiert Wasserstoff aus erneuerbaren Energien

Modular aufgebauter Stack
Modular aufgebauter Stack des Fraunhofer ISE 2 kW Elektrolyseurs

Im Auftrag des Instituts für Energietechnik ife (Institutt for Energietekknik) in Kjeller, Norwegen, haben die Forscher des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE eine Elektrolyse-Einheit gebaut, die derzeit als Gesamtsystem im Labor des ife untersucht wird.   Die Dynamik des Systems (Photovoltaikmodule, Batterie, Wasserstoffspeicher und Brennstoffzelle) sowie der optimale Betrieb stehen dabei im Mittelpunkt. Das Freiburger ISE, wird seine Aktivität im Bereich Wasserstoff auf der H2-Expo in Hamburg vom 10.-12. Oktober (Stand 4150) präsentieren.

Der Elektrolyseur produziert bei einer maximalen Leistung von 2 Kilowatt 450 Normliter Wasserstoff pro Stunde. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der PEM (Polymer-Elektrolyt-Membran)-Elektrolyse und liefert Wasserstoff bei einem Druck von 15 bar. Die Beschichtung der Protonen leitenden Membran wurde im Labor des Fraunhofer ISE vorgenommen, eine zusätzlich aufgebrachte Diffusionssperre erhöht die Reinheit des erzeugten Wasserstoffs. Die das Gesamtsystem ergänzende Brennstoffzelle hat 500 Watt elektrische Leistung, der Wasserstoffspeicher auf Basis von Metallhydriden ein Volumen von 15 Norm-Kubikmetern (Nm³). Die Anlage ist automatisiert und auf Knopfdruck zu bedienen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Fraunhofer ISE im Rahmen eines EU-Projekts eine kleinere Elektrolyse-Anlage entwickelt. Diese ist in der Lage, als Teil eines Energieversorgungssystems einen Telekommunikationssender autark und wartungsfrei zu versorgen und wird momentan in Spanien im Feld getestet.

Da Wasserstoff in der Natur nicht in reiner Form vorkommt, muss er aus anderen Stoffen gewonnen werden. Eine Möglichkeit ist die Zerlegung von Wasser durch die Elektrolyse. Kommt der hierfür benötigte Strom aus regenerativen Quellen wie Photovoltaik, ist das Ziel einer nachhaltigen und dezentralen Energiewirtschaft erreicht. Wo eine vom Netz unabhängige Stromversorgung erforderlich ist, werden heute meist Diesel-Generatoren eingesetzt. Diese tragen jedoch zu einem erhöhten CO2-Ausstoß bei und sind obendrein wartungsintensiv. Photovoltaikanlagen in Kombination mit Wasserstofftechnologie bieten eine um weltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung fernab vom Netz.

Weil die Sonne nicht unentwegt scheint, muss die in der Solarstromanlage gewonnene Energie gespeichert werden. Im Falle der Kurzzeitspeicherung geschieht dies mit Hilfe von Batterien. Für die Langzeitspeicherung bedarf es jedoch anderer Lösungen. Soll das Überangebot an Solarstrahlung im Sommer für die Nutzung während der Winterperiode gespeichert werden, wird der überschüssige Strom zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit einem Elektrolyseur eingesetzt. Der Wasserstoff wird als Energieträger in speziellen Tanks gespeichert und im Bedarfsfall in einer Brennstoffzelle zur Stromgewinnung verwendet.

03.09.2002   Quelle: Fraunhofer ISE
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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SPD: Stoiber macht „Fallrückzieher“ bei der Solarförderung

Zur Ankündigung des CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Stoiber, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verbessern zu wollen, erklärte der Sprecher der SPD-Fraktion in der Energie-Enquête-Kommission, Dr. Axel Berg MdB, bei der Förderung der erneuerbaren Energien übten sich die Unionsparteien in „Fallrückziehern“.   Nachdem die Unionspolitiker Wissmann, Grill und Obermeier angekündigt hätten, die Förderung erneuerbarer Energien und insbesondere das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach der Wahl deutlich zurückzufahren, habe die Union nun angesichts der öffentlichen Debatte um die klimabedingten Ursachen der Flutkatastrophe einen Rückzieher gemacht. In der Bundestagsdebatte vom 29. August hätte Stoiber sogar angekündigt, das „EEG zu verbessern“.

Der SPD-Politiker Berg kritisiert, dass Stoiber nicht gesagt habe, wie er das EEG verbessern wolle. Das sei der springende Punkt; die Union habe kein Konzept. Berg wirft der Union vor, so viele Meinungen wie Mitglieder zu haben: Trotz verbaler Formulierungskünste bliebe alles unklar. Spätestens wenn es nach der Wahl „zum Schwur komme“, würden alle umfallen - im Zweifelsfall werde die FDP dafür sorgen, dass die Förderung der erneuerbaren Energien heftig gekürzt werde.

Dass die Union erst jetzt ein umweltpolitisches Programm vorlege und im Kompetenzteam niemand für die Umwelt zuständig sei, offenbare, dass die CDU/CSU der Umwelt-, Klimaschutz- und Energiepolitik von Rot-Grün nichts entgegenzusetzen habe außer der „Option Kernenergie“.

03.09.2002   Quelle: Dr. Axel Berg (MdB)
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voltwerk AG weiht Deutschlands größten Solarpark ein

Solarpark Sonnen
Solarpark Sonnen

Die Stuttgarter voltwerk AG wird am 10. September 2002 den mit 1,75 Megawatt Spitzenleistung größten Solarpark in Deutschland in Betrieb nehmen.   18 Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen in der bayerischen Gemeinde Sonnen bei Passau werden vor zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft offiziell eingeweiht. Die durch den Solarpark gewonnene Energie würde ausreichen, um nahezu alle 1.500 Einwohner von Sonnen mit Strom zu versorgen, errechnete die voltwerk AG in einer Pressemitteilung. Mit durchschnittlich 1.268 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter im Jahr macht die Gemeinde ihrem Namen alle Ehre: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gehört sie zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Auch das Klima wird von dem Betrieb der 10.500 Solarmodule profitieren. Der Umwelt werden in den nächsten 20 Jahren etwa 32.000 Tonnen Kohlendioxid erspart.

"Auch private Kapitalanleger können sich bei einer Beteiligung an den Betreibergesellschaften des Bürger-Solarparks auf die Solarstromerträge freuen", so Martin Bucher, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG. Der prognostizierte Stromertrag würde zu 90 Prozent von einer großen deutschen Versicherung garantiert und die Stromvergütung sei durch einen Einspeisevertrag mit der E.ON Bayern - basierend auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - für die nächsten 20 Jahre gesichert.

Sylvère Leu, Geschäftsführer der für den Bau des Solarparks verantwortlichen SunTechnics Solartechnik GmbH aus Hamburg zeigt sich zufrieden: Trotz des Hochwassers der vergangenen Tage in der Region um Passau sei der Solarpark bereits fast vollständig fertiggestellt. "Dank der optimierten Gestelltechnik wird nur etwa drei Prozent der fünf Hektar großen Fläche durch die Sockel der Solarmodule belegt. Regen kann so praktisch ungehindert in das Grundwasser einsickern. 50 Schafe beweiden schon heute das Land und freuen sich über den Wind- und Sonnenschutz durch die Module", weiß Leu zu berichten.

02.09.2002   Quelle: Conergy AG
Bildquelle: Conergy AG
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SOLON AG plant Kapitalerhöhung

Die 4. ordentliche Hauptversammlung der SOLON AG in Berlin hat am 28. August 2002 mit knapp hundertprozentiger Zustimmung eine Kapitalerhöhung beschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Umfangreiche Zeichnungserklärungen von Altaktionären für die Kapitalerhöhung lägen bereits vor. Das Grundkapital der SOLON AG soll nach Durchführung der Kapitalmaßnahme zirka 5,5 Millionen Euro betragen. Die Hauptversammlung wurde von ca. 100 Aktionären besucht, die das Grundkapital mit 29,53% der Gesellschaft vertraten.

Solon-Vorstand Alexander Voigt berichtete auf der Hauptversammlung über die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2001, über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2001 habe der Ausbau der Modulproduktion im Vordergrund gestanden. Die SOLON AG habe mehrere Maßnahmen realisiert, die zu einer erweiterten industriellen Modulfertigung und strafferen Unternehmensorganisation geführt hätten. Zum Jahresbeginn 2002 habe eine unerwartet zurückhaltende Auftragserteilung und schleppende Forderungseingänge Liquiditätsengpaß hervorgerufen. Das Management hätte jedoch durch Kosteneinsparungen bis zum Ende des ersten Halbjahres 2002 eine positive Tendenz im operativen Ergebnis erzielen können.

Das Unternehmen strebe bis Ende 2003 eine weitere Senkung der Produktionskosten um zirka 40% an; gemeinsam mit einer Neuausrichtung des Vertriebs soll auch der Rohertrag gesteigert werden. Der Vorstand berichtete über geplanten Kooperationsvereinbarungen mit der SAG Solarstrom AG und der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die Kapitalerhöhung soll den Wachstumskurs begleiten, insbesondere die Finanzierung des erhöhten Umlaufvermögens, erklärte Voigt. Die über den Mehrheitsgesellschafter Immosolar-Gruppe finanzierte SOLON Thermie GmbH soll die Philosophie der solaren Klimatisierung im Gebäude als reine Vertriebs- und Beratungsgesellschaft umsetzen.

02.09.2002   Quelle: SOLON AG für Solartechnik

 

KfW: 233 Millionen Euro für erneuerbare Energien

Am 26.08.2002 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die 1000. Zusage im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien vergeben. Das KfW-Programm dient der Markteinführung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Es fördert die Strom- und Wärmeerzeugung aus regenerativen Energieträgern. Seit Programmstart im September 1999 beträgt das Fördervolumen 233 Millionen Euro.   Davon entfielen 627 Zusagen über 171 Millionen Euro auf Biogasanlagen, 223 Zusagen über 37 Millionen Euro auf Anlagen zur Verfeuerung von fester Biomasse und 145 Zusagen über 25 Millionen Euro auf Wasserkraftanlagen. Auch zwei geothermische und drei solarthermische Anlagen wurden gefördert.

Insgesamt wurden durch die KfW-Förderung Kapazitäten zur regenerativen Stromproduktion mit einer Leistung von 100 Megawatt geschaffen. Damit können rund 100.000 private Haushalte mit Strom versorgt werden. Hinzu kommen Kapazitäten zur Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen in Höhe von 500 Megawatt. Genug um 40.000 Wohnungen zu beheizen. "Die KfW fördert die zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung durch erneuerbare Energien aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes. Die energetische Biomassenutzung leistet einen wichtigen Beitrag zur C02-neutralen Energieversorgung in Deutschland", sagte KfW-Vorstand Detlef Leinberger.

Im Rahmen des Förderprogramms werden Biomasse-, Biogas- sowie Geothermie-, und Wasserkraftanlagen über langfristige, zinsgünstige Darlehen aus Eigenmitteln der KfW gefördert. Das KfW-Programm richtet sich an Privatpersonen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Land- und Forstwirte, die in den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien investieren. Mit Krediten zu einem besonders attraktiven Festzinssatz und mit langer Laufzeit unterstützt die KfW die Errichtung und die Erweiterung von Anlagen. Zusätzlich können für bestimmte Vorhaben Teilschulderlasse des Bundes beantragt werden. Für Interessenten steht das KfW-Informationszentrum zur Verfügung unter der Telefonnummer 01801/33 55 77.

02.09.2002   Quelle: KfW
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