Solar News Archiv November 2002

 
 

Solarenergie-Gruppenspiel im Internet

Forscher des Psychologischen Instituts der Universität Zürich laden ein zu einem Online-Spiel zum Thema Sonnenenergie. Dabei handelt es sich um ein sozialwissenschaftliches Experiment, mit dem die soziale Dynamik gemeinsam genutzter Solarenergie untersucht werden soll.  Es wird im Rahmen eines EU-Projekts zur Elektrifizierung ländlicher Gegenden durchgeführt (NNE5-1999-00483), das von einem Konsortium internationaler Partner aus Spanien, Frankreich und der Schweiz betreut wird. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) leitet dieses Multi User Solar Hybrid Grids-Projekt (MSG), das zum Ziel hat, netzferne Dörfer in Europa und Lateinamerika mit regenerativer Energie zu versorgen. Dieser Aufgabe nähern sich die Forscher sowohl von der technischen Seite, indem sie ein neues System zu Verteilung des Stroms entwickeln, als auch unter soziologischen Gesichtspunkten: die sozialwissenschaftliche Begleitforschung der Universität Zürich, Fraunhofer ISE und Trama Tecno Ambiental (Spanien) soll Lösungen für die gemeinsame Nutzung der lokalen Stromnetze liefern, welche die Zufriedenheit der Verbraucher und letztlich die Akzeptanz der MSGs sicherstellen sollen.

Zu diesem Zweck wollen die Züricher Wissenschaftler mehr darüber erfahren, wie Entscheidungen getroffen werden: Die Mitspieler versetzen sich in die Rolle eines Dorfbewohners und managen zusammen mit anderen eine gemeinsame Solarstromanlage. Für die Teilnahme sollten die Spieler eine halbe Stunde einplanen. Da gemeinsam gespielt und in der Gruppe beschlossen wird, soll das Spiel nicht unterbrochen oder gar vorzeitig beendet werden. Die Entscheidungen der Spieler werden gespeichert und wissenschaftlich ausgewertet. Daher können Interessierte nur einmal teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos; die Spieldaten werden anonymisiert und dienen nur wissenschaftlichen Zwecken. Mit etwas Glück können die Mitspieler bis zu 24 Euro gewinnen, versprechen die Züricher Psychologen.

Das Solarenergie-Gruppenspiel im Internet unter http://www.psych.unizh.ch/sozpsy/personal/brucks.html

29.11.2002   Quelle: Universität Zürich; Psychologisches Institut; Abteilung Sozialpsychologie

 

Kostenlose CD-ROM über energetisch optimierte Produktionshalle

Die Ergebnisse der begleitenden Untersuchungen zum Bau einer Produktionshalle mit besonders niedrigem Energiebedarf liegen jetzt als multimediale CD-ROM vor.  Der Neubau der Hübner GmbH, einem Unternehmen der gummi- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Kassel, wurde 1998 errichtet. Das Energiekonzept beruht auf einer sehr guten Wärmedämmung, einem neuartigen Quelllüftungssystem mit Erdreichwärmetauschern und Thermosyphon-Antrieb. Über die Ergebnisse hat der BINE Informationsdienst bereits im Projekt-Info 6/01 berichtet.

Die interaktive CD informiert auf 58 Hauptseiten über die Planungs- und Bauphase sowie die Bewertung (Validierung) der Maßnahmen. Innerhalb der CD kann wie in einem Buch geblättert werden. Zusätzliche Informationen sind über Links zu erreichen, welche ein so genanntes Pop-Up-Fenster mit Texten oder Fotos und Grafiken öffnen. Eine so genannte Quick-Tour erleichtert die Übersicht über das gesamte Bauvorhaben.

Die CD (Windows 95, 98, NT, 2002) ist kostenlos bei BINE erhältlich. Weitere Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie unter
http://194.175.173.199/news_archiv.php/bine_news/75/link=clicked/

29.11.2002   Quelle: BINE Informationsdienst

 

EU beschließt Kennzeichnung der Stromherkunft

Den Beschluss des EU-Energieministerrates, die Herkunft von Strom in der Europäischen Union künftig auf den Rechnungen der Konsumenten zu kennzeichnen, begrüßte der österreichische EU-Parlamentarier und Energieexperte Hans Kronberger.  „Damit hat der EU-Rat meine Forderungen übernommen und es ist endlich sichergestellt, dass der Konsument erfährt, aus welcher Quelle sein Strom stammt“, so Kronberger. Der Verbraucher habe ein Recht auf klare Informationen über den Strom-Mix. Mit der Kennzeichnung des Stroms müsse der Verbraucher über die Stromherkunft informiert werden und die Lieferung schmutzigen Atomstroms könne nicht länger vertuscht werden, wie dies bisher oft der Fall gewesen sei, erklärte der EU-Parlamentarier. „Zusätzlich zur Stromkennzeichnung sei aber unbedingt ein diskriminierungsfreier Netzzugang für Strom aus erneuerbaren Energiequellen notwendig“, fordert Kronberger.

29.11.2002   Quelle: MEP Dr. Hans Kronberger
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

VERBRAUCHER INITIATIVE: EU-Beschluss zur Öffnung der Energiemärkte enttäuscht

Mit dem Beschluss zur Öffnung der Energiemärkte im Jahr 2007 schiebt die Europäische Union nach Ansicht der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. dringende Verbesserungen auf die lange Bank.  Die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher blieben weitgehend unberücksichtigt, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbands kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher.

Das Recht der Kunden auf freie Wahl des Energieversorgers sei im Strombereich bereits seit 1998 verankert, nur stehe es bislang lediglich auf dem Papier. In Wahrheit sei die Marktentwicklung fast völlig an den Interessen der Kunden vorbei gegangen und bedürfe schnellstmöglich durchgreifender Reformen. Für die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist die Entscheidung des EU-Ministerrates deshalb auf ganzer Linie enttäuschend.

"In Brüssel haben sich die Bremser und Besitzstandwahrer durchgesetzt," resümiert Ralf Schmidt, Fachbereichsleiter Umwelt der VERBRAUCHER INITIATIVE, die Entscheidung. Völlig in den Sternen stehe, ob der Beschluss zumindest ab dem Jahr 2007 zu mehr Preistransparenz und einem fairen Wettbewerb führen wird. Für den Verbraucherverband bleiben zu viele Fragezeichen, etwa bei der Trennung von Energieverkauf und -transport. Die EU-Kommission setze hier am richtigen Punkt an, doch hätten die zuständigen Minister die ursprüngliche Regelung völlig verwässert. Schmidt: "Wir glauben nicht, dass ein fairer Wettbewerb entsteht, wenn die Energieversorger ihre Netze einfach ihren neu gegründeten Tochtergesellschaften übertragen können."

Dass diese Regelung 2006 noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden soll, zeige zudem, wie unentschlossen die EU-Ministerriege zu Werke gegangen sei, so die VERBRAUCHER INITIATIVE. Die Bundesregierung habe hier dem deutschen Weg einer Verbändevereinbarung die Tür offen gehalten, obwohl sich die freiwillige Vereinbarung als größtes Hindernis für den Markt erwiesen habe. Schmidt: "Der deutsche Weg ist ein Irrweg. Denn wer mehr Markt haben will, der muss den gesetzlichen Rahmen dafür schaffen und darf sich nicht auf die freiwilligen Zusagen der Wirtschaft verlassen."

29.11.2002   Quelle: VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMU: Qualitätssicherung für AKW-Komponenten bundesweit auf dem Prüfstand

Die im Atomkraftwerk Unterweser festgestellten Qualitätsmängel an den Schweißnähten der nuklearen Zwischenkühler werfen für das Bundesumweltministerium (BMU) grundsätzliche Fragen auf.  Das Ministerium habe deshalb die Atomaufsichtsbehörden der Bundesländer um Prüfung und Bericht gebeten, ob bei den übrigen Atomkraftwerken vergleichbare Hinweise auf Mängel der Qualitätssicherung bei der Herstellung sicherheitstechnisch wichtiger Anlagenteile bestehen, heißt es in einer BMU-Pressemitteilung.

Bei Überprüfungen während der derzeitigen Revision des Atomkraftwerks Unterweser seien Mängel an Schweißnähten der erst kürzlich eingebauten Zwischenkühler festgestellt worden. Diese Mängel seien bei der Herstellung der Kühler entstanden, versagt habe also zumindest die Qualitätssicherung auf Herstellerseite, an der Sachverständige beteiligt waren. Zusätzlich bestehe der Verdacht, dass die Prüfungen und deren Dokumentation manipuliert worden seien, um die Mängel zu vertuschen, so das Bundesumweltministerium.

Das BMU will ermitteln, ob diese Ereignisse als generelle Schwächen des Systems zur Qualitätsgewährleistung bei der Herstellung von Komponenten für Atomkraftwerke zu deuten sind. Im Anschluss an die Berichterstattung der Atomaufsichtsbehörden der Bundesländer werde das Bundesumweltministerium notwendige Abhilfemaßnahmen einleiten.

Das Bundesumweltministerium sei ebenso wie die niedersächsische Atomaufsicht der Auffassung, dass das Atomkraftwerk Unterweser erst ans Netz gehen kann, wenn alle vier Nachkühlketten wieder voll funktionsfähig sind, erklärte das BMU. Die Bundesaufsicht halte ein Anfahren der Anlage außerdem frühestens für möglich, wenn die Ursachen geklärt sind und ausgeschlossen ist, dass an anderen sicherheitstechnisch wichtigen Kraftwerkseinrichtungen ähnliche Mängel aufgrund unzureichender Qualitätssicherung bei der Herstellung bestehen.

28.11.2002   Quelle: BMU

 

Weltgrößte Photovoltaik-Aufdachanlage in München am Netz

Ein Vorzeigeobjekt der deutschen und europäischen Solarindustrie ging am 26.11.2002 in Betrieb.   An der Eröffnungsfeier beteiligten sich unter anderem Hans Spitzner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, und Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München.

Seit 14.00 Uhr speist das „SonnenDach Messe München“ Solarstrom in das Netz der Stadtwerke München ein, womit der Anteil der regenerativ erzeugten Energien in München weiter ausgebaut wird. Das von der Phönix SonnenStrom AG als Generalunternehmer in nur 40 Arbeitstagen errichtete Solarkraftwerk bildet zusammen mit der bereits 1997 auf den Dächern der Neuen Messe München installierten Schwesteranlage die größte Photovoltaik-Aufdachanlage der Welt. Auf einer Gesamt-Dachfläche von 63.000 Quadratmetern wurden 7.560 Solarmodule mit einer Spitzenleistung von 1,058 Megawatt (MW) montiert. Bereits 1997 ging eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,016 MW auf den Dächern der nördlichen Messehallen in Betrieb. Die Spitzenleistung beider Anlagen von rund 2,1 Megawatt (MW) reicht aus, um den jährlichen Stromverbrauch von rund 700 privaten Haushalten zu decken. Neben der Landeshauptstadt München haben sich auch die Stadtwerke München, die Messe München GmbH, die Shell Solar GmbH und der von E.ON Bayern betreute Solarenergieförderverein Bayern e.V. an dem SonnenDach Messe München beteiligt.

Im Rahmen der feierlichen Inbetriebnahme im Internationalen Congress Center München (ICM) stellte der Vorstandsvorsitzende der Phönix SonnenStrom AG, Dr. Andreas Hänel, das Projekt vor und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit der Projektpartner: „Ohne den entschlossenen Einsatz aller Beteiligten hätte sich diese Mammutaufgabe nicht bewältigen lassen.“ Hans-Josef Fell, MdB und Vorsitzender der deutschen Sektion der europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V., hob in seiner Ansprache die Rolle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hervor: „Das EEG schafft mit seiner auf 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom von zur Zeit 48,1 Cent je Kilowattstunde die Grundlage für den weiteren Ausbau der solaren Stromerzeugung. Gleichzeitig ist das EEG Vorbild für ähnliche gesetzliche Regelungen in weiteren europäischen Ländern. Eine solche Vorreiterrolle wird auch das SonnenDach Messe München für Europa einnehmen.“

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude zeigte sich in seiner Ansprache mit der schnellen Umsetzung des Projekts sehr zufrieden, das eindrucksvoll das aktuelle Potenzial der Solarenergie aufzeige. „Kyoto erreicht man am schnellsten über München“, freute er sich. „Mit dem Finanzierungskonzept der Bürgerbeteiligung bietet das SonnenDach Messe München ideale Voraussetzungen für hoffentlich zahlreiche Nachahmer-Projekte in Deutschland und Europa“, schloss er seinen Vortrag. Die Baukosten der Anlage belaufen sich laut Phönix SonnenStrom AG auf insgesamt rund 5,5 Millionen Euro und sollen über ein Bürger-Beteiligungskonzept finanziert werden. Über die Phönix Projekt&Service AG (Ansprechpartner Herr Florian Ferber, Tel. 08135-9324665), eine Tochter der Phönix SonnenStrom AG, können Interessierte sich an der Anlage beteiligen.

28.11.2002   Quelle: Phönix SonnenStrom AG

 

Carl Amery und Hermann Scheer erhalten Umwelt-Buchpreis

Für das Buch "Klimawechsel - von der fossilen zur solaren Kultur" werden der Schriftsteller Carl Amery und der EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer (MdB) mit dem Buchpreis "Lesen für die Umwelt" der Deutschen Umweltstiftung ausgezeichnet.   Der mit 2.500 € dotierte Preis wurde erstmals 1989 vergeben. Die öffentliche Verleihung des Buch- und Journalistenpreises findet mit einer hochkarätigen Besetzung von Preisträgern statt am 29.11. um 18.00 Uhr in der neuen Kantine des Westdeutschen Rundfunks, Elstergasse,WDR-Arkaden. Die Laudatio übernimmt Prof. Dr. Klaus Töpfer, Executive Director des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Nairobi.

Die große Leistung des Buches "Klimawechsel" von Amery und Scheer sei es, die Klimaveränderung und damit die Energiefrage in einen erweiterten gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang zu stellen und auch als Kulturfrage zu definieren. Es sei gerade unter dem Aspekt des Kulturellen Wandels und der Lebensstile interessant und lesenswert, heißt es in der Begründung der Jury. „Die Autoren beschreiben, wie durch eine Fragmentierung der Verantwortlichkeiten die Brisanz des Klimaproblems verdrängt oder an andere verwiesen wird, was schließlich eine ´Kultur der Verantwortungslosigkeit´ zur Folge hat. Als ein Ausweg aus der Misere wird ein umfassendes solares Energiesystem vorgeschlagen, das auch die gesellschaftlichen Deutungsmuster der bestehenden ´Heilslehre´
des Ökonomismus entscheidend verändern wird“, so die Preisrichter.

Amery und Scheer teilen sich den Buchpreis mit Prof. Dr. Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, der für sein 1999 erschienenes Buch "Wetterwende - Vision: Globaler Klimaschutz" geehrt wird. Hartmut Graßl beschreibe mit nachvollziehbaren Bildern, fundierten Fakten und in einer leichten, für jeden Laien verständlichen Art, wie Klimaveränderungen zu Stande kommen, lobt die Jury. Er zeige sehr einleuchtend auf, welche Chance die Menschheit hat, das Klima zu schützen, und welche gesellschaftlichen und individuellen Aktivitäten erforderlich sind, um negativen Entwicklungen erfolgreich entgegenzuwirken.

Den Journalistenpreis der Deutschen Umweltstiftung erhalten die freien Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks Meike Hemschemeier und Thomas Weidenbach für ihren Fernseh-Dreiteiler "Mitgift - aus Katastrophen lernen". „Meike Hemschemeier und Thomas Weidenbach greifen in dem Dreiteiler sehr einfühlsam und überzeugend Umweltkatastrophen der 70er und 80er Jahre auf und leisten einen wertvollen Beitrag, sowohl Ursachen wie katastrophale Wirkungen dieser Ereignisse erneut in Erinnerung zu rufen“, so die Jury.

Für die Veranstaltung sind noch wenige freie Plätze vorhanden; eine telefonische Anmeldung ist erforderlich (07274-4767).

Eine Rezension des Buches "Klimawechsel - von der fossilen zur solaren Kultur" finden Sie im Solarserver Bookstore unter:
http://www.solarserver.de/buecher/buchtipp_mai2001.html#tipp

28.11.2002   Quelle: Deutsche Umweltstiftung; ots

 

Plambeck AG : Standort-Akquisition sichert weiteres Wachstum

Der intensive Erwerb weiterer Standorte für den Bau von Windparks in Deutschland war Schwerpunkt der Geschäftsaktivität der Plambeck Neue Energien AG im 3. Quartal 2002. Das erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Dahinter stehe die Erkenntnis, dass die Sicherung weiterer Standorte in Deutschland und die Fortschritte bei den Windpark-Projekten in Frankreich eine sichere Basis weiteren Wachstums in den kommenden Jahren seien. Dank des hohen Bestandes an Windparkstandorten könne die Projektumsetzung künftig kontinuierlicher erfolgen. Obwohl weitere Windpark-Projekte in die Umsetzung gingen, sei das gesicherte Projektvolumen allein in Deutschland auf mehr als 1,8 Milliarden Euro angewachsen.

Bereits jetzt sei abzusehen, dass zahlreiche Windpark-Projekte in den ersten Monaten des kommenden Jahres realisiert werden könnten, da dafür inzwischen Baugenehmigungen vorlägen. Andererseits verlaufe das Jahr 2002 erneut sehr saisonal, der überwiegende Teil der Umsätze werde im vierten Quartal generiert, erwartet die Plambeck AG. Dies spiegle sich zum Teil in den am 25. November 2002 veröffentlichten Unternehmenszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2002 wider: Die Gesamtleistung sei auf 118,6 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: 101,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern konnte laut Plambeck AG auf 8,4 Millionen Euro verbessert werden (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro). Der so genannte Cash Flow (Zuwachs an flüssigen Mitteln) aus dem operativen Geschäft sei mit rund 17 Millionen Euro deutlich positiv. Die Eigenkapitalquote sei mit 42 Prozent weiter sehr hoch.

Mit Blick auf den jahreszeitbedingten Geschäftsverlauf betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang von Geldern: "Wir werden in 2002 wie geplant eine erhebliche Steigerung bei Gesamtleistung und Gewinn erreichen." Die Plambeck Neue Energien AG stelle sich darüber hinaus auf die Veränderungen in den Segmenten der Deutschen Börse ein und werde so schnell wie möglich die Aufnahme in das künftige „Prime Segment“ beantragen. Das Unternehmen werde außerdem nicht nur die Anforderungen des „Corporate Governance Kodex“ der Deutschen Börse erfüllen, sondern darüber hinaus freiwillig weitere Verpflichtungen zur Transparenz gegenüber Aktionären und Kapitalmarkt eingehen.

28.11.2002   Quelle: Plambeck Neue Energien AG; ots

 

Erster Deutscher Energieberatertag in Böblingen

Am 15. Februar 2003 treffen sich Architekten und Ingenieure, die als Energieberater in der Praxis tätig sind, zum fachlichen Austausch.   Die Experten werden sich mit der Energieeinsparverordnung (EnEV), dem aktuellen Stand der Technik, neuen Informationsquellen und Werkzeugen sowie der Erschließung des Marktes für Energieberater befassen. Die Leitung der Tagung übernimmt Klaus Lambrecht von ECONSULT, der durch Fachbeiträge sowie seine Referententätigkeit für Architekten- und Ingenieurkammern bekannt ist und zu den führenden Energie-Experten zählt.

Auf dem Programm stehen auch Erfahrungsberichte über die Sanierung von Industriehallen, Innen- und Außendämmung, die energetische Schulsanierung, das Thema Mietwohnungsbau im Kosten-Nutzen-Dilemma sowie den Weg vom Altbau zum Niedrigenergiehaus. In diesem Zusammenhang sind die Teilnehmer zu einer Diskussion über die Machbarkeit ehrgeiziger Klimaschutzziele im Gebäudebestand eingeladen. Innovative Produkte für energieeffiziente Gebäude werden auf der parallel stattfindende Messe „erneuerbare energien“ zu sehen sein.

Den Abschluss des Kongresses bildet die Podiumsdiskussion „Marktchancen für Energieberater - Von der Energieberatung zum Planungsauftrag“. Hier werden Vertreter der Architekten- und Ingenieurkammern, von Landesbehörden und Fördermittelgebern mit Unterstützung des Marketingexperten Dr. Klaus Heidler (Solar-Consulting; Freiburg) die Marktchancen für Energieberater ausloten und Wege aufzeigen, wie dieser Markt besser durchdrungen werden kann. Die Expertenrunde soll die Frage beantworten, wie Energieberater zur energetischen Verbesserung der Gebäudesubstanz und damit wesentlich zum Klimaschutz beitragen können und auch die Arbeitsplatzsituation am Bau verbessert werden kann.

Der Energieberatertag findet statt am Samstag, den 15. Februar 2003 im Congress Centrum Böblingen. Weitere Informationen unter: Institut Fortbildung Bau IFBau, Danneckerstraße 54; D-70182 Stuttgart; Tel. 0711/2196-143; Fax –280; eMail: info@ifbau.de; Internet: www.ifbau.de oder unter www.energieberatertag.de (> Bildung > Workshops&Seminare)

28.11.2002   Quelle: ECONSULT Umwelt Energie Bildung GbR

 

BP Solar setzt nur noch auf Produkte auf kristalliner Basis

Um weiteres Wachstum zu unterstützen, plant BP Solar in den USA sein Portfolio neu auszurichten. Dies kündigte das Unternehmen am 21.11.2002 in einer Pressemitteilung an.   BP will sich in Zukunft auf die wachstumsstarken Märkte für Produkte auf der Grundlage von kristallinem Silizium konzentrieren und stoppt die Produktion von Dünnschichtmodulen.

„BP Solar positioniert sich neu, um das Umsatzwachstum von annähernd 30 % pro Jahr fortzusetzen“, sagte BP Solar-Präsident und Geschäftsführer Harry Shimp. Das bedeute, dass BP sich auf die erfolgversprechendsten Märkte und Technologien konzentriere, führte Shimp aus. Die Produktionskapazität für kristalline Solarzellen und Module stehe für über 85 % des weltweiten Engagements von BP Solar; die erfolgten technischen Verbesserungen sowie geringere Herstellungskosten versprächen viel, so Shimp weiter.

Die Dünnschichtzellenproduktion in Fairfield, Kalifornien, wird laut BP gestoppt und die Fabrik in ein Vertriebszentrum für Nordamerika umgewandelt. Das Unternehmen will auch die Dünnnschicht-Produktionsstätte in Toano, Virgina, schließen, wenn sich bis Ende 2002 kein Käufer findet. Insgesamt werden 260 Stellen gestrichen: 100 In Fairfield und 160 in Toano; ungefähr 145 davon könnten laut BP Solar bei einem neuen Betreiber erhalten werden.

„Wir haben mit dem National Renewable Energy Laboratory und anderen Partnern hart an der Forschung und Entwicklung der Dünnschicht-Technologie gearbeitet. Doch obwohl die Technik immer erfolgversprechender wurde, erlauben die ausbleibende Nachfrage und die gegenwärtige wirtschaftliche Situation keine weiteren Investitionen, kommentierte Shimp Rückzug aus der Dünnschicht-Produktion. In den kommenden Monaten will BP Solar eine Marketing-Initiative beginnen, mit der Hausbesitzern bezahlbare Solarstromanlagen angeboten werden sollen. Die Kampagne soll im Januar in Kalifornien anlaufen und weltweit wiederholt werden.

27.11.2002   Quelle: BP Solar
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Europäischer Solarpreis 2002 für Solvis-Neubau

Nullemissionsfabrik Solvis, Braunschweig
Nullemissionsfabrik Solvis, Braunschweig

Für ihre "nachhaltige Nullemissionsfabrik" wird die Braunschweiger SOLVIS GmbH&Co KG mit dem Europäischen Solarpreis 2002 ausgezeichnet.   Die Jury der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. (EUROSOLAR) würdigt mit der Auszeichnung die Vorreiterrolle des Unternehmens beim industriellen Umweltschutz. Mit der im Mai dieses Jahres bezogenen Betriebsstätte von mehr als 8.000 Quadratmetern Fläche verfügt Solvis über die größte Fabrik Europas, in der CO2-neutral produziert wird. Das Gebäude wurde von den Bochumer Architekten Banz & Riecks entworfen. Die offizielle Preisverleihung durch Bundespräsident Johannes Rau findet am 4. Dezember bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Berlin statt.

Der Braunschweiger Hersteller von Solaranlagen setzte mit dem Neubau seine Firmenphilosophie des nachhaltigen Umweltschutzes um. Nicht nur die Produkte tragen zum Umweltschutz bei, die Produktion selbst ist umweltfreundlich. Der Energiebedarf der Fabrik Europas ist so niedrig, dass er vollständig über erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Die Energieversorgung erfolgt ohne CO2-Emissionen über ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk (Wärmeleistung: 180 Megawattstunden/Jahr; elektrische Leistung: 150 MWh/a), Solarkollektoren (20 MWh/a) und eine Photovoltaikanlage (45 MWh/a).

27.11.2002   Quelle: Solvis GmbH & Co KG
Bildquelle: Solvis
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

dena: Kostenloser Energiespar-Ratgeber für Bauherren erschienen

Mit dem neuen Ratgeber „Bauen für die Zukunft“ informiert die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Bauherren und Kaufinteressenten umfassend über alles, was beim energieeffizienten Bauen zu beachten ist.   In der Broschüre berichten Familien, wie sie bei ihrem Traumhaus Energie und Kosten gespart und Wohnkomfort gewonnen haben. „Ein sehr guter Energiestandard ist heute längst nicht mehr mit hohen Mehrkosten verbunden. Ganz im Gegenteil: Durch niedrige Heizkosten zahlen sich die höheren Anfangsinvestitionen mittelfristig aus. Außerdem sind hochwertige und sparsame Häuser nicht nur behaglicher, sondern auch wertbeständiger“ erklärt Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena.

Der Ratgeber enthält eine Fülle praktischer Tipps für Bauherren und Käufer neuer Einfamilienhäuser. Eine Checkliste hilft, sich frühzeitig über die eigenen Wünsche und Prioritäten klar zu werden. Sie bietet eine gute Grundlage für Gespräche mit Architekten oder Bauträgern. In leicht verständlicher Weise erklärt die Broschüre, wie die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) mit modernen Baustandards und Techniken umgesetzt werden kann. Bauherren, die einen höheren Energiestandard erreichen wollen, als der Gesetzgeber vorschreibt, finden Informationen zum Beispiel überPassivhäuser. Auch die wichtigsten Förderprogramme des Bundes für Energie sparendes Bauen werden vorgestellt und kompetente Ansprechpartner für
individuelle Beratung genannt.

Die Broschüre ist kostenlos bei Bausparkassen, Verbraucherzentralen, vielen Handwerkskammern oder den Energieagenturen der Bundesländer erhältlich. Sie kann außerdem beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen online bestellt werden unter. http://www.bmvbw.de

Verbände, Verbraucher-Beratungsstellen, Baufinanzierer und ähnliche Einrichtungen können höhere Stückzahlen zur Weiterverteilung an Endverbraucher auch direkt bei der Deutschen Energie-Agentur unter wolff@deutsche-energie-agentur.de bestellen.

27.11.2002   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Jahresbericht 2001 des Umweltbundesamtes erschienen

Auf rund 200 Seiten bietet der Jahresbericht des Umweltbundesamtes einen Querschnitt durch die wichtigsten Handlungsfelder.   Themenschwerpunkte sind der Weg zur Nachhaltigkeit (Seite 14); Warenströme und Grüne Gentechnik (Seite 28); Klimaschutz (Seite 37); Gesundheit (Seite 45) und Bodenschutz (Seite 54). Weitere Kapitel widmen sich dem Gewässerschutz (Seite 61), dem produktbezogenen Umweltschutz (Seite 67), der Störfallvorsorge (Seite 80) und der Chemikaliensicherheit (Seite 85). Neben den Schwerpunktkapiteln informiert der Jahresbericht in einem zweiten Teil ausführlich über die Forschungsaktivitäten des Amtes und präsentiert wichtige Arbeitsergebnisse.

Die im Bericht genannten Beispiele zeigen, so das UBA, dass Umweltschutz eine Querschnittsaufgabe sei, bei der auch fiskalische Instrumente ﷓ wie die Eigenheimzulage oder die Kilometerpauschale ﷓ auf den Prüfstand gehörten (Seite 58, 102). Einen Akzent legt das UBA auf die Gesundheit der Kinder: Sie reagieren auf viele Belastungen aus der Umwelt besonders sensibel und können sich Belastungssituationen schwieriger entziehen als Erwachsene (Seite 45). Daneben arbeitet das UBA daran, allgemein die Belastungen im Wohnumfeld zu reduzieren, denn: In Mitteleuropa halten sich Menschen zum überwiegenden Teil des Tages in Innenräumen auf und sind dabei chemischen und biologischen Luftverunreinigungen ausgesetzt (Seite 48).

Der Jahresbericht 2001 ist als Druckfassung oder CD-ROM kostenlos erhältlich beim Umweltbundesamt, Zentraler Antwortdienst, Bismarckplatz 1, 14193 Berlin, Fax: 030/89 03-2912, e-Mail: petra.berner@uba.de. Eine Bestellung ist auch über Internet möglich unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de.


27.11.2002   Quelle: UBA

 

Solar-Meisterschaft des Hamburger Handwerks ist entschieden

Nach einem knappen Zieleinlauf um die Meisterschaft im Hamburger Solar-Handwerk stehen nun die Sieger fest.   Die "sonnigsten" Handwerksfirmen wurden mit dem Hamburger Solarpreis 2002 ausgezeichnet, berichtet die Umweltbehörde der Hansestadt. Der "Hamburger Solarpreis" wird jedes Jahr an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in besonderer Weise für die Solarenergie engagiert haben. Die Jury bewertete vorrangig die Anzahl und Fläche der in den letzten 3 Jahren in Hamburg installierten thermischen Solaranlagen, innovative Konzepte dieser Anlagen, besondere Marketingaktivitäten und das Engagement der Firmen in der solaren Aus- und Weiterbildung.

Mit dem 1. Preis wurde die Firma Karl-Heinz von Elling ausgezeichnet. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von den kreativen und erfolgreichen Marketingaktivitäten des Handwerksbetriebs. Der 2. Preis ging an die ad fontes GmbH. Dieses Unternehmen sei als Pionier der Solartechnik weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt und habe zahlreiche Anlagen auch im Wohnungsbau und im öffentlichen Bereich installiert. Mit einer besonderen Anerkennung würdigten die Preisrichter das große Engagement der Siol Heizungstechnik GmbH. Ihr sei es gelungen, die Solartechnik in das Firmenprofil eines traditionellen Familienbetriebs zu integrieren.

Wilfried Sander, Obermeister der Innung Sanitär Heizung Klempner und Vizepräsident der Handwerkskammer, und Dr. Matthias Sandrock von der Behörde für Umwelt und Gesundheit haben die Preise am 22. November 2002 im Rahmen der 13. Nordeuropäischen Fachmesse Sanitär-Heizung- Klempner-Klima verliehen. Sander betonte in seiner Preisrede, das unternehmerische Engagement der vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, welche das Rückgrat der deutschen Solarwirtschaft bildeten. Die verstärkte Nutzung der Solarenergie könnte für Investitionen in Milliardenhöhe und die Schaffung Tausender neuer Arbeitsplätze sorgen. Erneuerbare Energien könnten zum Jobmotor kommender Jahrzehnte werden, so der Innungs-Obermeister. Dr. Sandrock wies auf die sehr gute Kooperation zwischen Politik und dem Hamburger Handwerk im Bereich Solarenergie hin. Gemeinsam sei man im Rahmen der Initiative „Arbeit und Klimaschutz“ aktiv, um die Solarenergie weiter im Markt zu etablieren. Ein Ansatz hierzu sei das Förderprogramm "Heizung und Solar", das finanzielle Anreize zur Investition biete. Hamburg unterstützt damit die Installation thermischer Solaranlagen und deren Kombination mit Energie sparenden Heizkesseln. Diese Förderung richtet sich direkt an die installierenden Fachbetriebe. Das Programm wird von der Innung Sanitär Heizung Klempner im Auftrag der Behörde für Umwelt und Gesundheit betreut. Diese Förderung ist auch Grundlage des so genannten Hamburger Solarprojekts, an dem sich über 70 Fachfirmen beteiligen und Standard -Anlagen zu einem günstigen Komplettpreis anbieten.

Weitere Informationen über www.arbeitundklimaschutz.de

26.11.2002   Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg; Behörde für Umwelt und Gesundheit

 

N-ERGIE AG plant 700.000 Euro-Photovoltaik-Initiative

Die Nürnberger N-ERGIE Aktiengesellschaft will in den Städten und Gemeinden ihres Netzgebiets auf den vermehrten Einsatz von Sonnenenergie hinwirken.   Auf noch auszuwählenden kommunalen Dächern (zum Beispiel von Schulen, Rathäusern) sollen von der N-ERGIE AG Solarstromanlagen geplant, errichtet und 20 Jahre lang betrieben und gewartet werden. Insgesamt beabsichtigt die N-ERGIE AG, in dieses Projekt in über 20 Jahren mehr als 700.000 Euro zu investieren. Den Kommunen sollen dabei keine Kosten entstehen.

„Der Einsatz von Solarenergie in den Kommunen erfüllt für Privathaushalte eine wichtige Vorbildfunktion. So trägt die N-ERGIE gemeinsam mit den Kommunen zur Reduzierung des Co2-Ausstoßes bei“, erläuterte Ewald Woste, Vorstandsmitglied der N-ERGIE Aktiengesellschaft. Im Oktober gingen Bewerbungsunterlagen an alle Kommunen im N-ERGIE-Netzgebiet ohne eigene Stadt- bzw. Gemeindewerke. Bis 16. Dezember bleibt ihnen Zeit, sich für die Teilnahme an diesem Projekt zu bewerben. Fachleute der N-ERGIE werden prüfen, ob die technischen Voraussetzungen für den Bau einer Photovoltaikanlage vor Ort gegeben sind. Auswahlkriterien der N-ERGIE AG sind neben einer optimalen Sonnenausbeute, die Beschaffenheit des Daches und anderen Kosten-Nutzen-Überlegungen.

Auf den ausgewählten kommunalen Dächern solle je eine Solarstromanlage mit 5 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) installiert werden, die pro Jahr etwa 4.150 Kilowattstunden (kWh) Strom liefern kann. Dies entspreche der Verbrauchsmenge einer vier- bis fünfköpfigen Familie und erspare der Umwelt 2,32 Tonnen Kohlendioxid. Der Solarstrom wird in das Stromnetz der N-ERGIE eingespeist. Bis März 2003 will die N-ERGIE AG die Gemeinden, informieren, ob ihr kommunales Dach für das Projekt ausgewählt wurde.

26.11.2002   Quelle: N-ERGIE AG

 

Brennstoffzellen-Symposium prognostiziert bemerkenswerte Marktvolumina

Zuversicht pur bestimmte nach Angaben der Veranstalter das 4. Symposium zum Thema Brennstoffzelle mit dem Titel „Potentiale und Marktchancen von Brennstoffzellensystemen“ am 20. November 2002 in der Wuppertaler Stadthalle.   Die Tagung war wieder ein Kooperationsprodukt der Energieagentur NRW, der Technischen Akademie Wuppertal sowie des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle NRW. „Begründete Zuversicht“, erklärten unisono Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, Prof. Bernd Höhlein vom Forschungszentrum Jülich und Erich Giese, Vorstandssprecher der Technischen Akademie Wuppertal.

Rund 60 Fachleute informierten sich über den Stand der Markteinführung der umweltfreundlichen Technologie. Um über ihre Erfahrungen mit einem Brennstoffzellen-Heizgerät sowie den Einsatz von Brennstoffzellen im Klein-BHKW zu berichten, waren diesmal auch Experten aus der Schweiz und Australien nach Wuppertal angereist. Der Brennstoffzelle wird weltweit eine wachsende Bedeutung als Teil einer effizienten und Ressourcen schonenden Energieversorgung zugeschrieben. Der japanische Computer-Hersteller Toshiba hat für 2004 ein erstes Notebook mit Energieversorgung per Brennstoffzelle angekündigt. In Japan wird der Brennstoffzelle bis 2010 ein Marktvolumen von 3,3 Milliarden Dollar prognostiziert, war auf der Tagung zu hören.

Dank hoher Nutzungsgrade bieten Brennstoffzellen bereits bei kleinen Leistungsklassen besten Voraussetzungen für den Einsatz in Blockheizkraftwerken. „Derzeit werden weltweit hoch effiziente Energieumwandlungssysteme mit Brennstoffzellen für Fahrzeuge und stationäre Anwendungen entwickelt“, sagte Professor Höhlein. Die Konzepte würden bereits umgesetzt, erste Pilotanlagen seien in Betrieb. Die Wirtschaftlichkeit und somit die Zukunft der Brennstoffzelle hingen von öffentlichen Fördergeldern ab. „Brennstoffzellen stehen unter Kostendruck und benötigen Technologieförderung. Schnelle Erwartungen schaden der Entwicklung. Notwendig sind langfristige Planungs- und Förderhorizonte“, so Höhlein. Der Innovationsprozess habe mittlerweile eine erhebliche Dynamik gewonnen, durch technische Innovationen müssten aber noch weitere Kostensenkungsansätze sichtbar gemacht werden.

Die Experten warten jedoch vor zu großer Euphorie. „In der Hausenergieversorgung stehen wir mit der Brennstoffzelle erst bei der Felderprobung“, erklärte Kai Klinder von der Remscheider Vaillant GmbH. Weltweit gebe es noch keine Brennstoffzelle in der Hausenergieversorgung, die bereits Serienreife besitze. Die Technik sei noch nicht völlig ausgereift, das Produkt funktioniere noch nicht ausreichend zuverlässig. Klinder: „Vorher wird kein Hersteller seine Produkte flächendeckend anbieten. Das wird wahrscheinlich nicht vor 2006/2007 der Fall sein.“ Das Remscheider Unternehmen erprobt seit August 2002 den Einsatz einer Brennstoffzelle in einer Düsseldorfer Brauerei. Die unbestrittenen Vorzüge der Brennstoffzellen-Technologie sorgen weltweit für große Forschungsanstrengungen. Peter Berger, MTU Friedrichhafen: „Brennstoffzellen sind in kleinen Einheiten hocheffizient. Bei der Karbonat-Brennstoffzelle kommt der Vorteil hinzu, dass Wirkung und Leistung bei der Verstromung regenerativer Gase nicht absinken.“„Die Geduld, bis eine neue Technologie zur Energiegewinnung sich durchsetzt, hat sich bislang immer gelohnt“, erklärte Dr. Norbert Hüttenhölscher. Hüttenhölscher weiter: „Die Brennstoffzelle ist ein wichtiger Hoffnungsträger, die Markteinführung aber eine echte Herausforderung.“

26.11.2002   Quelle: Energieagentur NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kachelmann-Wetterprognosen sollen Offshore-Windparks steuern

Das Augsburger Unternehmen Meteocontrol GmbH entwickelt auf Wetterdaten gestützte Windleistungsprognosen für Windparks auf dem Meer.   Am 19.11.2002 erhielt das Unternehmen eine Förderzusage der Wirtschaftsförderung Bremerhaven (BIS), berichtet Meteocontrol in einer Pressemitteilung. Den Auftrag nahmen Jörg Kachelmann, Chef-Meteorologe der Meteomedia AG, und Gerd Heilscher, Geschäftsführer des Tochterunternehmens meteocontrol GmbH entgegen. Innerhalb von 17 Monaten sollen ein Berechnungsmodell für Windertragsprognosen und kurzfristige Unwetterwarnungen sowie ein Steuerungsinstrument für die längere Lebensdauer der Bauteile von Windkraftanlagen entwickelt werden. Wissenschaftlicher Entwicklungspartner ist das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung (IFAM) in Bremerhaven. Das bestehende Prognosemodell "Previento" der Universität Oldenburg dient als Grundlage der Entwicklung. Die Wetterdaten der Meteomedia AG, die über das dichteste Messnetz Europas verfügt, sollen in Zusammenarbeit mit den Oldenburger Forschern in "Previento" integriert werden. Die entwickelten Serviceleistungen werden der Energiebranche im Wetterportal der Meteocontrol GmbH zur Verfügung gestellt (www.meteocontrol.de).

Für den wirtschaftlichen Betrieb der Stromnetze benötige die Energiewirtschaft genaue Prognosen des Energieertrages aus regenerativen Energieanlagen innerhalb eines 24-Stunden-Zyklus, erläutert Meteocontrol. Werde zeitgleich viel Windenergie produziert und wenig Strom verbraucht, bedeute dies automatisch, dass die Netzbetreiber andere Stromquellen (Kohle, Kernkraft, Gas) herunterfahren müssen. Sei die Windenergieleistung gleichzeitiger starker Stromnachfrage hingegen schwach, dann müssten die Netzbetreiber zur Sicherstellung der Versorgung Strom hinzukaufen. Je früher der Netzbetreiber diese Daten zur Verfügung habe, desto günstiger könne er Strom hinzukaufen. Für die präzise Vorausschau will Meteocontrol zusätzlich die Online-Verfügbarkeit der Windleistungsprognosen verbessern. So werde künftig die jeweils bestehende Windleistungsprognose mit den stündlich gemessenen Wetterwerten verglichen und aktualisiert.

Offshore-Windparks sind extremen Wetterbedingungen häufiger ausgesetzt als Windkraftanlagen an Land. Zum Schutz vor Beschädigungen sollen deshalb Kurzzeitprognosen in Intervallen von maximal zwei Stunden eingeführt werden. Diese Daten dienen der Steuerung der Windenergieanlagen, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Je exakter die Windenergieanlagen entlang der Wetterbedingungen betrieben werden können, desto größer sei deren Energieertrag und desto geringer die Ausfallzeiten auf Grund von Überbeanspruchung. Offshore-Windparks der Gigawattklasse könnten in Zukunft eine wichtige Rolle in der Stromversorgung spielen. Für die Steuerung der Windparks und Sicherstellung der Stromversorgung benötige die Energiewirtschaft neben der Vorhersage der Stromnachfrage (Lastprofil) eine genaue Prognose der Stromabgabe der Windkraftanlagen für mindestens zwei Tage im voraus, beschreiben die an der Entwicklung beteiligten Partner die Anforderungen. Die heutigen Wettvorhersagemodelle lieferten hierzu keine ausreichend genaue Prognose. Bei einer geplanten Gesamtinstallationsleistung von 25.000 Megawatt Windenergie stünden die Netzbetreiber bei Kurzzeitschwankungen vor großen Problemen.

25.11.2002   Quelle: PR-Agentur York; Meteocontrol GmbH

 

Pilotprojekt "Emissionshandel Nord" gestartet

Die Energiestiftung Schleswig-Holstein, die Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V. haben im Rahmen des Projektes "Emissionshandel Nord" die Grundlagen für künftige Emissionshandelsaktivitäten geschaffen.   Das berichtet die Energiestiftung Schleswig Holstein in einer Pressemitteilung.
Zehn norddeutsche Unternehmen bereiten sich auf die Anforderungen des Klimaschutzinstruments "Emissionshandel" vor. Das Projekt soll ihnen die Möglichkeit geben, frühzeitig Chancen und Risiken zu erkennen und Wettbewerbsvorteile bei der Einführung durch die EU zu erzielen.

In der Sitzung des Projektbeirates, der mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besetzt ist, sei eine intensive fachliche Diskussion der Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Emissionshandel im Pilotprojekt und auf europäischer Ebene geführt worden, erklärte die Energiestiftung. Der Workshop am 19.11, der gleichzeitig die Auftaktveranstaltung für die Unternehmen war, diente dazu, alle beteiligten Akteure in den genauen Ablauf des Projektes einzuführen und die methodischen Grundlagen zu erörtern. Auf den Veranstaltungen habe sich abgezeichnet, dass die Art der Einbeziehung von Kraft-Wärme-Kopplung, regenerativen Energien und dezentraler Energieerzeugung ein wichtiger Aspekt des Projektes sein wird.

An dem Pilotvorhaben, das von ERM Lahmeyer International durchgeführt wird, beteiligen sich Stadtwerke, ein Regionalversorger, Papierhersteller, ein Zementunternehmen, ein Unternehmen der Nichteisenindustrie sowie Hersteller beziehungsweise Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger. Dr. Holger Krawinkel, Vorstand der Energiestiftung Schleswig-Holstein, freute sich über das große Engagement der Unternehmen und fügte hinzu: „Durch die aktive Mitwirkung beim Kompetenzaufbau in Schleswig-Holstein und bei der Gestaltung der zukünftigen Rahmenbedingungen können sich diese Unternehmen schon jetzt auf die kommenden Herausforderungen einstellen und werden dadurch nach der Einführung eines europaweiten Emissionshandelssystems Wettbewerbsvorteile genießen.“

Ausdrückliche Unterstützung finde das Projekt auch in der Europäischen Union. „Die Europäische Kommission begrüßt das Pilotvorhaben sehr, besonders da es sich am Richtlinienentwurf der Kommission zum Emissionshandel orientiert,“ erklärte Beiratsmitglied Lars Müller von der Europäischen Kommission. Dadurch könnten die Projektveranstalter ihre Resultate später wirksam in die Diskussion auf europäischer Ebene einspeisen. Ministerialrat Franzjosef Schafhausen vom Bundesumweltministerium, ebenfalls Mitglied des Projektbeirats, befürwortete eine Vernetzung der verschiedenen Emissionshandelsaktivitäten auf der Ebene der Bundesländer, insbesondere im Hinblick auf eine länderübergreifende Handelssimulation der an den jeweiligen Pilotprojekten teilnehmenden Unternehmen.

Ausführliche und laufend aktualisierte Informationen über das Pilotprojekt gibt es ab Montag, 24. Juni, auf der projekteigenen Internetseite www.emissionshandel-nord.de.

25.11.2002   Quelle: Energiestiftung Schleswig-Holstein

 

EUROFORUM-Fachtagung zum "CO2 – Emissionshandel“

Anfang Dezember tagt der Umweltministerrat über die Zukunft des Emissionshandels in Europa. Dessen Entscheidungen stellt Ministerialrat Franzjosef Schafhausen (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) auf der EUROFORUM-Fachtagung "CO2-Emissionshandel – Warum jetzt schon handeln?" am 11. und 12. Dezember 2002 in Düsseldorf vor.   Nach Schätzungen der Deutsche Bank Research gehe es beim Handel mit den Treibhausemissionsberechtigungen um ein Geschäftsvolumen von 60 Milliarden Dollar, die Accenture GmbH rechne sogar mit bis zu 250 Milliarden Dollar, berichtet die EUROFORUM Deutschland GmbH in einer Pressemitteilung. Die EUROFORUM-Fachtagung will die Gewinnchancen und Kosten des Emissionshandels ebenso aufgreifen wie die Frage nach der Verteilung der Emissionsrechte. Weitere Themen der Fachtagung sind der nationale Allokationsplan, die Preisbildungsmechanismen und die Bilanzierung und Zertifizierung des Emissionshandels.

Eine kritische Betrachtung des EU-Richtlinienentwurfes unternimmt Dr. Klaus-Robert Kabelitz (Ruhrgas). Über die Anforderungen an den Emissionshandel als ökologisch sinnvolles Instrument und die Rolle der NGOs spricht Regine Günther (WWF Deutschland). Die Sicht eines mittleren Energieversorgungsunternehmens zeigt Hartmut Lang (MVV Energie) auf. Die Zertifizierung von Klimaschutzprojekten erörtert Michael Rumberg (Gerling Cert Umweltgutachter). Den Emissionshandel als chancenträchtiges Geschäftsfeld stellt Dr. Winfried Damm (Stadtwerke Leipzig) vor.

Das vollständige Programm ist im Internet unter: http://www.euroforum.de/p14945

25.11.2002   Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH

 

US-Forscher: Solarzellen können das gesamte Lichtspektrum nutzen

Wissenschaftler des Lawrence Berkeley National Laboratory haben entdeckt, dass der Halbleiter Indiumgalliumnitrid (InGaN) das gesamte Spektrum der Sonnenstrahlung von Ultraviolett bis Infrarot aufnehmen kann. Damit könnten sich Wirkungsgrade von Photovoltaikzellen über 50 % ergeben.   Bislang ging die Forschung davon aus, dass Solarzellen nur sichtbares Licht (zwischen 380 und 780 Nanometern) absorbieren und der maximale Wirkungsgrad bei etwa 30 % liegt.

Die unerwartete, für die Photovoltaik eventuell bahnbrechende Entdeckung, gelang den Forschern bei der Forschung an Leuchtdioden (LEDs), die Strom in Licht umwandeln. Bei der Analyse des verwendeten Halbleitermaterials fanden sie heraus, dass sich die so genannten Bandlücken (Bereiche in denen Photonen Elektronen aus dem Halbleiter freisetzen) von InGaN-Legierungen über einen wesentlich größeren Bereich erstrecken, als in der Fachliteratur zu finden war. Dieses Ergebnis der Grundlagenforschung weise den Weg zu einer praktischen Anwendung von enormer Bedeutung, den leistungsfähigsten Solarzellen die es je gab, erklärte das Labor.

Die Materialforschungsgruppe von Wladek Walukiewicz fand heraus, dass die Bandlücke des bekannten, aus Indium Gallium und Stickstoff bestehenden, Halbleiters deutlich niedriger ist, als bisher angenommen. InGaN-Legierungen könnten somit das solare Energiespektrum (zwischen 400 und 2.500 nm) fast vollständig abdecken. „Es sieht so aus, als ob die Natur dieses Material hervorgebracht hat, damit es mit dem Sonnenspektrum übereinstimmt“, sagte Walukiewicz. Eine InGaN-Legierung eröffne die Möglichkeit, neue, höchst effiziente Mehrschichtzellen mit einem Wirkungsgrad von 50 bis 70 % relativ preiswert zu fertigen.

Damit ein großer Teil der Solarstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird, werden Hochleistungs-Solarzellen, zum Beispiel für die Raumfahrt, aus mehreren Schichten unterschiedlicher Halbleiter aufgebaut, in denen Licht mit einer bestimmten Wellenlänge den Transport elektrischer Ladungen auslöst – ein aufwändiges und entsprechend teures Verfahren. Eine Indiumgalliumnitrid-Legierung könnte dies vereinfachen: Bei hohem Gallium-Anteil nimmt sie viel UV-Strahlung (bis 400 Nanometer) auf; wird die Indium-Konzentration erhöht, absorbiert der Halbleiter sichtbares Licht sowie Infrarotstrahlung (langwellige Wärmestrahlung von 780 Nanometern bis zirka 10 Mikrometer). Eine Solarzelle aus zwei InGaN-Schichten könnte laut Lawrence Berkeley National Laboratory einen Wirkungsgrad von 50 % erreichen. Bei Zellen aus vielen dünnen Schichten sei sogar eine Effizienz von 70% möglich.

Weitere Informationen unter http://www.lbl.gov/msd/PIs/Walukiewicz/02/02_8_Full_Solar_Spectrum.html

22.11.2002   Quelle: Lawrence Berkeley National Laboratory, Material Sciences Division

 

Energiesparen: kostenloser BMU-Wegweiser zum Geld vom Staat

Eine Informationsbroschüre über Förderprogramme für Energiesparmassnahmen und erneuerbare Energien hat das Bundesumweltministerium (BMU) in Zusammenarbeit mit dem BINE Informationsdienst herausgegeben.   Rund 400 Förderprogramme der Europäischen Union, von Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern werden vorgestellt. "Unser Ziel ist, den Bürgerinnen und Bürgern einen schnellen Überblick zu bieten, welche Fördermittel es gibt und wo diese beantragt werden können", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin.
Klimaschutz sei nicht nur Sache der Regierung. Auch Wirtschaft, Verkehr und private Haushalte könnten einen entscheidenden Beitrag leisten. Und davon noch profitieren: Durch verbesserte Wärmedämmung und energiesparende Geräte lasse sich bares Geld sparen. Oft würden die Energieeinsparpotenziale nicht ausgenutzt, mit der Begründung, sie seien zu teuer, obwohl von verschiedensten Institutionen Milliarden Euro dafür bereitgestellt würden, so das BMU.
Die neue Broschüre "Geld vom Staat fürs Energiesparen" bringt Licht in den Förderdschungel. Sie basiert auf der Datenbank FISKUS des Informationsdienstes BINE. Fördermaßnahmen der Europäischen Union und des Bundes werden ausführlich erläutert. Bei den Programmen von Ländern, Kommunen und Energieversorgern werden die jeweils angebotenen Programme und die Förderinstitutionen aufgeführt. Eine Förder-Hotline des BINE Informationsdienst bietet Privatpersonen unter der Telefonnummer 0228-9237914 kostenfrei umfassende Informationen bei Fragen zu Fördermöglichkeiten.
Die 82 Seiten starke Broschüre kann kostenlos bestellt werden beim BMU unter http://www.bmu.de/infos/bestell.php#2108 oder heruntergeladen werden: http://www.bmu.de/download/dateien/geld_energiesparen.pdf

Die komplette Datenbank FISKUS des BINE Informationsdienstes auf CD-ROM kann für 60,23 Euro inkl. Versand bestellt werden beim BINE Informationsdienst, Mechenstraße 57, 53129 Bonn, Tel. 0228-923 79-0, Internet: www.bine.info.

22.11.2002   Quelle: BMU

 

VDEW Informationstage zu EEG und KWK-G

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) stehen im Mittelpunkt einer Tagung des Verbands der Elektrizitätswirtschaft am 9. und 10 Dezember 2002 in Mainz.   An beiden Tagen will der VDEW über die Gesetze, die Rechtsprechung und die Praxis informieren. Schwerpunkte sind die Rechte und Pflichten der Anlagen- beziehungsweise Netzbetreiber, Vertragsfragen und Kosten. Im Detail sollen die Mechanismen der Gesetze, Anwendungsbeispiele und Umsetzungsmöglichkeiten behandelt werden. Im Rahmen eines zusätzlichen Workshops will sich der VDEW mit den rechtlichen und praktischen Möglichkeiten der Weitergabe von durch das EEG- und KWK-G bedingten Mehrkosten an die Kunden beschäftigen.

Der Infotag wendet sich vor allem an Praktiker und Angestellte in den Energieversorgungsunternehmen. Beide Tage können getrennt gebucht werden. Die Teilnehmergebühr für einen Tag beträgt für VDEW Mitgliedsunternehmen 590 € (Nichtmitglieder 860 €); für beide Tage bezahlen Mitgliedsunternehmen 899 € und Nichtmitglieder 1400 €. Weitere Informationen unter http://www.vwew.de/

22.11.2002   Quelle: VDEW; VWEW Energieverlag GmbH

 

Strom aus Windenergie an bis zu 8.000 Stunden pro Jahr

Befragungen von Mitgliedsfirmen des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW) haben ergeben, dass Windkraftanlagen an bis zu 8.000 Stunden im Jahr Wind produzieren. Das berichtet der WVW in einer Pressemitteilung.   In dem Verband sind Unternehmen vertreten, die schon seit Jahren Windparks betreiben. Strom aus Windkraft stehe somit zu 85 und mehr Prozent des Jahres zur Verfügung. Gegner der Stromerzeugung aus Windkraft hätten in der öffentlichen Diskussion immer wieder versucht, den Eindruck zu erwecken, dass die Stromerzeugung aus Windenergie sehr diskontinuierlich erfolge, kritisiert der WVW. In diesem Zusammenhang werde immer wieder behauptet, Windenergieanlagen würden nur an rund 2.000 Stunden pro Jahr Strom produzieren.

An Windparkstandorten in der Nähe der deutschen Nordseeküste liegt laut WVW die Zahl der Betriebsstunden von Windenergieanlagen in durchschnittlichen Jahren bei etwa 7.500 Stunden, das entspreche 85% der 8.760 Stunden, die ein Jahr mit 365 Tagen hat. Einige Standorte würden sogar bis zu 8.000 Betriebsstunden in denen Strom produziert wird erreichen. An den Binnenlandstandorten liege die Betriebsstundenzahl der Windenergieanlagen etwas niedriger als an den windreicheren Küstenstandorten, erklärte der WVW. Dennoch würden aber auch hier Werte erreicht, die ein Vielfaches betrügen als die immer wieder behauptete Zahl von 2.000 Stunden.

Bei den 2.000 Stunden handle es sich um so genannte "Volllaststunden", die eine wesentliche Kalkulationsgrundlage für die Angebote von Windparkfonds sind, weil sich daraus die zu erwartenden Erlöse aus der Produktion von Strom aus Windenergie errechnen ließen, erläutert der WVW. Diese Volllaststunden seien jedoch ein rein rechnerischer Wert und hätten nichts mit der tatsächlichen Zahl der Betriebsstunden zu tun, in denen Windenergieanlagen Strom produzieren. Die Volllaststunden würden errechnet, in dem man die Jahresproduktion in Kilowattstunden (kWh) durch die Nennleistung einer Windkraftanlage in Kilowatt (kW) teilt.

Festzuhalten bleibe, dass Windenergieanlagen an 85 und mehr Prozent der Jahresstunden Strom erzeugen würden. Wie viel der in den Anlagen installierten Leistung tatsächlich genutzt werden könne, hänge von der jeweiligen Windstärke ab. Mit dem zunehmenden Ausbau der Windenergie zur Stromerzeugung in Deutschland könne jedoch auf Grund dieser Zahlen auch gesagt werden, dass diese Versorgung in einem sehr kontinuierlichen Maß gewährleistet ist. Dies werde sich mit dem geplanten Bau von Offshore-Windparks auf hoher See noch verbessern, so der WVW.

21.11.2002   Quelle: WVW

 

Solarförderung: FDP wirft Regierung Klientelpolitik vor

Zum Ergebnis der Steuerschätzung vom 13.11. 2002 erklärte der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Günter Rexrodt, die Politik der rot-grünen Regierung richte sich nicht an ökonomischen Fakten aus, sondern sei „kulturell milieuorientiert“.   In der Pressemitteilung des FDP-Politikers heißt es wörtlich, anders sei es nicht zu erklären, dass selbst in einer extrem schwierigen Finanzsituation die volkswirtschaftlich fragwürdige Steinkohlesubvention oder etwa die Förderung der Wind- und Solarenergie nicht angetastet würden. Rot-Grün betreibe eine Politik, die das Gegenteil vom dem sei, was wachstumspolitisch geboten wäre.

Die SPD hatte bereits vor der Bundestagswahl angekündigt, 205 Millionen Euro für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm zur Erneuerung von Heizungsanlagen und Wärmedämmung sowie 258 Millionen Euro für die Förderung erneuerbarer Energien und rationelle Energieverwendung bereit zu stellen. Für das 100.000 Dächer Solarstromprogramm waren 25 Millionen Euro vorgesehen. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Regierung orientiere sich an dem Ziel, Arbeit zu schaffen durch umwelt- und klimaverträgliches Wachstum, kündigte die SPD an.

21.11.2002   Quelle: FDP Bundestagsfraktion; SPD Pressestelle; qts

 

DeWind baut 7,5 Megawatt-Windpark in Belgien

Der Lübecker Windenergieanlagenhersteller DeWind, Tochter der FKI Energy Technology Group, liefert sechs Anlagen des Typs „DeWind D6“ nach Sainte-Ode, Wallonie. Im Dezember wird dort mit 7,5 Megawatt der größte Windpark im französischsprachigen Teil Belgiens entstehen.  "Mit diesem Projekt haben wir eine hervorragende Ausgangsposition in Belgien und Frankreich", erklärte DeWind Geschäftsführer Hugo L. Schippmann. Die sechs Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 1,25 Megawatt haben einen Rotordurchmesser von 64 Metern und eine Nabenhöhe von 91,5 Metern. Der Standort zeichnet sich laut DeWind durch sehr gute Bedingungen aus. Auf Nabenhöhe werde eine durchschnittliche jährliche Windgeschwindigkeit von etwa 6,9 Metern pro Sekunde erreicht. Der Windpark soll jährlich etwa 18.000 Megawattstunden (MWh) erzeugen, ausreichend um mehr als 5.000 Vierpersonenhaushalte mit Strom zu versorgen.

Betreiber des Windparks in Sainte-Ode ist die Renewable Power Company. Deren Geschäftsführer Claude Boever betreibt bereits im nahe gelegenen Luxemburg einen Windpark mit DeWind-Anlagen. "Für die Wallonie hat dieser Windpark Pilotcharakter", erläutert DeWind Geschäftsführer Hugo L. Schippmann die besondere Bedeutung des Projektes in Sainte-Ode: "Bislang werden in der Wallonie erst zwei einzelne Windenergieanlagen betrieben." Die neue Einspeiseregelung in Frankreich und die Emissionszertifikate, die in Belgien bereits greifen würden, hätten der Windenergie neue Marktchancen eröffnet. Schippmann: "Wir erwarten eine ähnliche Marktdynamik wie in Deutschland und Spanien." Umso wichtiger sei es, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens DeWind mit Referenz-Anlagen in den neuen Märkten zu demonstrieren. "Mit der Mutter FKI im Hintergrund haben sich unsere Möglichkeiten auf den internationalen Märkten deutlich verbessert, die Qualität und Ertragsstärke unserer Anlagen vorzustellen", so Schippmann.

21.11.2002   Quelle: DeWind GmbH

 

Energiepark in Morbach (Rheinland-Pfalz) am Netz

Energiepark Morbach

Ein so genannter Energiepark mit zehn Windrädern und einer Photovoltaik-Anlage ist am 18.09.2002 in Morbach (Kreis Bernkastel-Wittlich) im Hunsrück ans Netz gegangen.   Das berichtet der Trierische Volkfreund in seiner Internet-Ausgabe „Intrinet". Bis Ende nächsten Jahres soll dieser bundesweit einzigartige Park etwa 13.000 Haushalte in Rheinland-Pfalz mit Strom versorgen, sagte Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) bei der Inbetriebnahme. Die Gemeinde Morbach plant, auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsdepots Morbach-Wenigerath die Nutzung von Windenergie, Sonnenenergie und Biogas/Biomasse in einem Energiepark zu kombinieren. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 35 Millionen Euro umfast eine der leistungsstärksten Solarstromanlagen Deutschlands von der Größe eines Fußballfeldes sowie 14 Windkraftanlagen und ein Biomassekraftwerk.

Bild: Das Geländes des künftigen Energieparks Morbach. Quelle: Gemeinde Morbach

In einer ersten Stufe soll kurzfristig die Nutzung der Wind- und Sonnenenergie ausgebaut werden. Auf dem Gelände sind 12 - 14 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 2,0 Megawatt (MW) geplant. Diese Anlagen haben Nabenhöhen von 100 Metern und Rotoren von 40 Meter Länge. Zur Solarstromproduktion sind Modulflächen in einer Größe von insgesamt bis zu 5.000 Quadratmetern mit einer Spitzenleistung von rund 500 Kilowatt (KWp) vorgesehen.

Die zweite Stufe des Energiepark-Konzeptes zielt auf die energetische Nutzung von Biogas und Biomasse. Hierbei steht, nach Auskunft der Gemeinde zum einen die Verknüpfung des Projektes mit der Landwirtschaft im Vordergrund, um für die Landwirte neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen, zum anderen soll ein Beitrag zur Erhaltung der Landschaft geleistet werden, die maßgeblich durch die Landwirtschaft geprägt wird. Hervorzuheben seien hier die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung durch Holznutzung sowie die Biogasgewinnung durch Reststoffe aus der Tierhaltung (Gülle). Neben der Güllevergasung sei beispielsweise auch eine Grasraffinerie als sinnvolle Ergänzung des Energieparks für Morbach interessant.

Durch einen Infopavillion und ergänzende touristische Anziehungspunkte (wie beispielsweise eine Aussichtsplattform an einer Windkraftanlage, einem Energie- und Naturlehrpfad und geführten Besichtigungen) soll der Energiepark in Morbach eine touristische Ausrichtung erhalten. Das Energiepark-Konzept biete zudem die Möglichkeit, die vorhandenen schutzwürdigen Flächen durch Schaf- und Ziegenbeweidung zu erhalten und im Rahmen des so genannten Ökokontos weitere landespflegerische Maßnahmen auf dem Gelände zu konzentrieren, so dass das Projekt auch ökologische Effekte im Sinne des Arten- und Biotopschutzes bewirken könne.



20.11.2002   Quelle: www.intrinet.de; Gemeinde Morbach

 

Architekt Rolf Disch erhält Europäischen Solarpreis 2002

Der Freiburger Architekt Rolf Disch erhält für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz für die Solararchitektur und seine damit verbundenen Pionierleistungen den Sonderpreis des Europäischen Solarpreises 2002.   Die Vereinigung EUROSOLAR e.V. mit Ihrem Präsidenten Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises, lobt die Solarpreise jährlich europaweit aus. Die Preisverleihung durch Bundespräsident Johannes Rau findet am 4. Dezember 2002 in Berlin statt.

„Mit dem Preis werden auch die ungewöhnlichen Wege gewürdigt, die wir gegangen sind, um die Vision des Solarzeitalters zu verwirklichen“, freut sich Rolf Disch über die Auszeichnung. Schließlich wurden viele Ideen aus seiner Feder, wie das Heliotrop - ein solares Baumhaus, das sich mit der Sonne dreht - oder das Plusenergiehaus, das mehr Energie erzeugt als es benötigt, zuerst belächelt. Heute sind die visionären Konzepte des Freiburger Architekten längst Realität und sie funktionieren im Einsatz bestens.

Mit der nachhaltigen solaren Bauweise baut Rolf Disch seit 20 Jahren private Wohnhäuser. Nach zehnjähriger Planungs- und Entwicklungsarbeit bezog er das „Heliotrop“, ein zylinderförmiges Solarhaus, das auf einer drehbaren Säule ruht und eine Orientierung des Gebäudes nach dem Lauf der Sonne ermöglicht. Gemeinsam mit dem Fertighaushersteller WeberHaus entwickelte er das Fertighaus „Övolution“, ein Baukastensystem für individuell gestaltete Häuser, welche die Solarenergie aktiv nutzen. Diese Pilotprojekte mündeten 1997 in das Produkt „Plusenergiehaus“, eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergie- und Passivhauses. Die Kombination einer architektonisch ansprechenden, ökologischen Bauweise mit der Nutzung von Sonnenenergie führt dazu, dass Plusenergiehäuser mehr Energie gewinnen als ihre Bewohner verbrauchen - und das bei einer außergewöhnlich hohen Wohnqualität.

"Solararchitektur ist Überlebensstrategie und damit gesellschaftliche Notwendigkeit", sagt Rolf Disch. Denn die Nutzung von Sonnenenergie verringert die Umweltverschmutzung und die Gefahr von Umweltkatastrophen und Kriegen. "Jeder Hausbesitzer kann zum Selbstversorger in Sachen Energie werden und damit einen Beitrag zum Klimaschutz und für den Weltfrieden leisten", so das Credo des Freiburger Architekten. "Mit unseren Häusern und Siedlungen wollen wir aufzeigen, dass der bewusste Umgang mit den Ressourcen keinen Verzicht auf Lebens- oder Wohnqualität bedeutet."

20.11.2002   Quelle: Rolf Disch
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Minister Vesper: "NRW ist europäischer Spitzenreiter beim Bauen mit der Sonne"

Nordrhein-Westfalens Städtebauminister Dr. Michael Vesper hat am 14.11.2002 in Köln eine positive Zwischenbilanz des Projektes "50 Solarsiedlungen in NRW" gezogen.   "Solares Bauen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei europäischer Spitzenreiter", erklärte Vesper vor über 350 Teilnehmern eines Fachkongresses. Der Aufruf des Landes, 50 Solarsiedlungen in Nordrhein-Westfalen zu bauen, habe seit dem Start 1997 zu 27 konkreten Projekten geführt. Es sei gelungen, das solare Bauen nicht nur in Einzelbauten, sondern auch im Siedlungsbau zu etablieren. Das Projekt "50 Solarsiedlungen in NRW" koordiniert die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW (LZE) im Auftrag der Ministerien für Städtebau und Wohnen, des Wirtschafts- und des Wissenschaftsministeriums.

Fünf Solarsiedlungen sind fertig und bereits bezogen - in Gelsenkirchen, Lüdenscheid, Steinfurt sowie in Köln-Bocklemünd und Köln-Bilderstöckchen. Weitere elf Projekte sind im Bau, ebenso viele befinden sich in der konkreten Planung. Vesper: "Es ist großartig, dass diese Häuser zu bezahlbaren Preisen entstehen." In der ersten Siedlung des Ruhrgebiets in Gelsenkirchen-Bismarck kosteten die Häuser schlüsselfertig zwischen 167.000 und 235.000 Euro. Auch die solargerechte Renovierung von Bestandssiedlungen gehört zum Projekt. "In den beiden Kölner Stadtteilen Bilderstöckchen und Bocklemünd ist dies vorbildlich gelungen. In der Siedlung Bilderstöckchen konnten wir die CO2-Emissionen sogar um 90 Prozent reduzieren. Wir verwirklichen hier die Vision vom Solarkraftwerk im eigenen Haus," erklärte der Bauminister. Insgesamt könnten rund 65 Prozent des Strombedarfs privater Haushalte in Nordrhein-Westfalen gedeckt werden, wenn alle verfügbaren Gebäudeflächen für Fotovoltaikanlagen genutzt würden.

Wie vorbildlich die "50 Solarsiedlungen in NRW" die Nutzung der Sonnenenergie und das Energiesparen umsetzen, findet über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung. So erhielt die Solarsiedlung in Erftstadt im Sommer 2002 eine Auszeichnung vom Finanzmagazin Capital und der Dresdner Bauspar AG im Rahmen des Wettbewerbs "Bauen für die Zukunft". Im März 2002 wurde die Siedlung Köln-Bocklemünd vom Magazin Stern als "SOLAR-Sternstadt" ausgezeichnet. Die erste fertiggestellte Solarsiedlung, in Steinfurt-Borghorst, erhielt den Deutschen Solarpreis 2001. Der Wuppertaler Energie- und Umweltpreis 2000 ging an die Siedlung Köln-Bilderstöckchen und der Preis der Deutschen Gaswirtschaft 2000 an die Solarsiedlung in Gelsenkirchen-Bismarck.

20.11.2002   Quelle: Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS, NRW)

 

Neue CD-ROM mehrsprachiger Umwelt-Thesauri und Glossare

Das deutsche und das österreichische Umweltbundesamt haben eine CD-ROM mit umweltrelevanten Fachbegriffen entwickelt.   Nach dem gemeinsam entwickelten Umweltthesaurus für die Umweltdatenkataloge (UDK-Thesaurus) erscheint nun "THESshow", eine CD-ROM mit mehrsprachigen Fachbegriffen. Sie ermöglicht eine raschere Suche nach Dokumenten und Informationen und ist auch für den Aufbau und die Pflege von Bibliotheks- und anderen Informationssystemen geeignet.

Vergleichbar mit einem Wörterbuch, helfen Thesauri, Dokumentations-systeme nach festgelegten Stichwörtern inhaltlich zu ordnen. "THESshow" enthält unter anderem: UDK-Thesaurus Version 6, GEMET (General Multilingual Environment Thesaurus, Europaeische Umweltagentur) mit 19 Sprachen, ENVOC (Multilingual Thesaurus of Environmental Terms, UNEP/INFOTERRA) in vier UN-Sprachen, das Abfallwirtschaftsglossar des Österreichischen Normungsinstituts mit neun Sprachen, sowie das "Lexikon Waldschädigende Luftverunreinigungen" des Bundesamtes und Forschungszentrums für Wald (BFW). In Kooperation der Umweltbundesämter mit dem italienischen Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR) in Rom, entstand zudem das Produkt "SuperThes" zur Wartung und Pflege multilingualer Thesauri nach den Normen DIN 1462 / ISO 2788 und DIN / ISO 5964.

Sowohl "THESshow" als auch "SuperThes" koennen an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden. Die neue CD-ROM "THESshow" kann beim Umweltbundesamt Wien unter Fax 0043-1 / 313 04 5301 oder unter e-Mail groeger@ubavie.gv.at gegen Rechnung zum Preis von 20 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden. Für Journalisten gibt es kostenlose Rezensionsexemplare (Bitte Redaktion angeben). Bei Fragen zur CD-ROM und zu den anderen genannten Produkten können Sie sich wenden an:
Wolf-Dieter Batschi, Umweltbundesamt Berlin, Bismarckplatz 1, D 14193 Berlin, Tel.: 0049-30/8903-2423, Fax: 0049-30/8903-2102, e-Mail: wolf-dieter.batschi@uba.de.

Die Datenbestände des UDK-Thesaurus sind als PDF-Dateien über die Homepage des österreichischen Umweltdatenkatalogs verfügbar unter http://udk.ubavie.gv.at. Informationen zu Datenbanken und Publikationen der Umweltbundesämter gibt es unter unter http://www.umweltbundesamt.de und http://www.ubavie.gv.at

20.11.2002   Quelle: UBA

 

Aus BSE und DFS wurde der Bundesverband Solarindustrie (BSi)

Die Fusion des Deutschen Fachverbandes Solarenergie (DFS) und des Bundesverbandes Solarenergie (BSE) ist am 13.11.2002 erfolgreich abgeschlossen worden. Das berichtet der aus der Vereinigung hervorgegangene Bundesverband Solarenergie (BSi) in einer Pressemitteilung.  Der neu entstandene BSi vereine annähernd alle wichtigen Hersteller und Großhändler von Solarwärme- und Photovoltaikanlagen. Durch die Fusion will die Solarindustrie ihre Interessen kraftvoller vertreten und sich für die engagierte Fortsetzung der erfolgreichen Solarpolitik der letzten Legislaturperiode einsetzen. Ziel des Verbandes sei, den Standort Deutschland für die Solarproduktion weiter auszubauen und die Solarenergie zum wichtigen Standbein der Energieversorgung in Deutschland und international zu machen. Im neuen Energieforum am Berliner Ostbahnhof sollen in Kürze passende Geschäftsräume bezogen werden.

102 Hersteller und Großhändler von Solaranlagen und Komponenten sind nach Auskunft des Verbandes im BSi vertreten. Damit sei die Solarindustrie, die 23 Jahre lang in zwei getrennten Verbänden organisiert war, wieder vereint. Der Zusammenschluss sei auch ein Zeichen für die zunehmende Professionalisierung der Branche, die vor allem eine zielorientierte Interessenvertretung wünsche.
Als Vorsitzender des Vorstands wurde bei der Gründungsversammlung in Berlin Olaf Fleck gewählt, der bereits beim DFS den Vorsitz innehatte. Damit hätten die Mitglieder die Kontinuität der bisherigen Arbeit von BSE und DFS im BSi gewährleistet. Stellvertretender Vorsitzender wurde Helmut Jäger. Sprecher der Fachgruppe „Solarthermie“ wird Matthias Reitzenstein; Sprecher der Fachgruppe „PV-Solarstrom“ ist Dr. Winfried Hoffmann. Weitere Vorstandsmitglieder sind Georg Salvamoser, Andreas Pawlik, Herbert Bechem und Gerhard Stamm.

„Die Branche hat sich in den letzten Jahren zur richtigen Industrie entwickelt mit einem Umsatz von über 1 Mrd. Euro“, so Olaf Fleck, „deshalb ist es nur konsequent, dass sich auch die Interessenvertretung der Solarindustrie anpasst. Mit dem Bundesverband Solarindustrie haben wir die Strukturen geschaffen, mit denen die Hersteller und Großhändler ab sofort angemessen in Berlin vertreten sind“. Der Sitz des Verbandes ist Berlin, Anfang 2003 wird die Geschäftsstelle Räume im Energieforum am Ostbahnhof beziehen.
Als Geschäftsführer für den BSi wurde Gerhard Stryi-Hipp gewonnen, der bereits die Geschäfte des DFS führte. Die Geschäftsstellen des DFS in Freiburg und des BSE in München werden geschlossen. Durch die kurzen Wege zu den Bundespolitikern in Berlin erhofft sich der BSi, die Positionen der Solarindustrie noch deutlicher vermitteln zu können. Um den BSi in der Politik und der Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist im kommenden Frühjahr eine große „Take-off“-Veranstaltung geplant.

Der BSi sieht die Solarpolitik vor allem unter industriepolitischen Aspekten. Seine Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau der Produktionsanlagen investiert. Jetzt sähen sie die Bundesregierung in der Pflicht, den Ausbau der Solarenergie in Deutschland wie angekündigt weiter voranzutreiben und die Hersteller bei der Erschließung von Exportmärkten zu unterstützen. Mit den Absichtserklärungen in der Koalitionsvereinbarung und der Gründung der Exportinitiative durch die Bundesregierung seien diesbezüglich die ersten Schritte unternommen worden.

19.11.2002   Quelle: BSi

 

Fortentwicklung der ökologischen Steuerreform beschlossen

Der Bundestag hat am 14.11.2002 das Gesetz zur Weiterentwicklung der Ökosteuer beschlossen. Die ermäßigten Steuersätze für die gewerbliche Wirtschaft sowie für Land- und Forstwirtschaft werden von 20 auf 60 Prozent heraufgesetzt. Erdgas, Flüssiggas und schweres Heizöl werden künftig höher besteuert; Vergünstigungen für elektrische Nachtspeicherheizungen werden gestrichen.   Das Gesetz ist Teil des rot-grünen Sparpakets und soll dem Bund 1,4 Milliarden Euro zur Entlastung des Haushalts bringen.

Mit den jetzt beschlossenen Änderungen bleibe das Prinzip der ökologischen Steuerreform erhalten, betont die SPD-Bundestagsfraktion: Der Umweltverbrauch werde teurer und der Faktor Arbeit entlastet. Die Mehreinnahmen sollen für die Konsolidierung des Bundeshaushaltes verwandt werden, wodurch finanzielle Spielräume entstünden, um die steigenden Lasten des Bundes für die Rentenversicherung aufzufangen. Entlastend für die Bürger wirke der Vorschlag der Koalition, jährlich 150 Millionen Euro für ein Programm zur Altbausanierung und zur Heizungsmodernisierung zur Verfügung zu stellen. Damit sollen Energieeinsparungen in privaten Haushalten gefördert und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Das Gesetz sieht folgende Einzelmaßnahmen vor:
1. Erhöhung der ermäßigten Ökosteuersätze für Strom, Heizöl und Erdgas für das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft von 20 % auf 60 % der Ökosteuerregelsätze.
2. Der ermäßigte Stromsteuersatz für Nachtspeicherheizungen wird von 50 % (10,20 Euro je Megawattstunde) auf 60 % des Stromsteuerregelsatzes angehoben (12,30 Euro je Megawattstunde). Die steuerliche Begünstigung endet am 31. Dezember 2006.
3. Anhebung des Regelsatzes der Mineralölsteuer für Erdgas, bei einer Verwendung als Heizstoff, von 3,476 Euro auf 5,50 Euro je Megawattstunde, für Flüssiggas von 38,34 Euro auf 60,60 Euro je 1 000 kg und für schweres Heizöl von 17,89 Euro auf 25 Euro je 1 000 kg. Effiziente Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Anlagen) sowie der Einsatz von Mineralöl zur Stromerzeugung, wie zum Beispiel in Gas- und Dampfturbinen-Anlagen (GuD-Anlagen), sind von dieser Regelung nicht betroffen.
4. Die zurzeit bis zum 31. Dezember 2002 befristete Steuerbegünstigung für Mineralöle, die zum Beheizen von Gewächshäusern oder geschlossenen Kulturräumen verwendet werden, wird bis zum 31. Dezember 2004 verlängert.
5.Die zurzeit bis zum 31. Dezember 2009 befristete Steuerermäßigung für Erdgas, das als Kraftstoff in Fahrzeugen verwendet wird, wird bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

19.11.2002   Quelle: SPD-Bundestagfraktion
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Berliner Parabel GmbH erhielt Deutschen Solarpreis

Für ihr innovatives Konzept zur solaren Sanierung im Geschosswohnungsbau ist die Parabel GmbH am 01.11.2002 mit dem Deutschen Solarpreis der EUROSOLAR ausgezeichnet worden. Das Unternehmen hat ein neuartiges, integriertes Konzept für die warmmieteneutrale solare Sanierung von Geschosswohnungen durch solarthermische Großanlagen entwickelt und umgesetzt.
  Ausgangspunkt war die bisher auf Grund verschiedener Hemmnisse bei großem Bedarf noch geringe Erschließung des Marktsegmentes "Geschosswohnungsbau/große Zweckbauten". Die bestehenden Hindernisse sollen durch den integrierten Ansatz aufgehoben werden, beispielsweise die mangelnde Wirtschaftlichkeit, Kompetenzdefizite bei Planern und Installateuren komplexer Großanlagen, nicht verfügbare standardisierte Technik sowie die mangelnde Funktionsfähigkeit und Qualitätssicherung konventioneller Anlagen. In der Region Berlin-Brandenburg wurden erste Anlagen zur Verwirklichung des Konzeptes in Pilotprojekten bereits erfolgreich installiert.

Nach einer frühzeitigen Bestandsanalyse und Objektfindung, die den Nachweis der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit, die Erfüllung der Energieeinsparverordnung, die Warmmietenneutralität für den Mieter und damit das Interesse des Investors erbringen müssen, wird zur Installation auf eine deutschland- und europaweite "Solarpartnerschaft" zurückgegriffen. Dieses Netz aus kompetenten Systemanbietern, Planern und Installateuren soll Berührungsängste abbauen und den Markt effizient erschließen. Die komplette Vormontage der "Solar Energie Zentrale" (SEZ) als technischem Schlüsselelement bildet dann den Kern der eigentlichen Anlage. Die Fernüberwachung und Steuerung des gesamten Anlagenbetriebs als Dienstleistung soll Solarerträge ermöglichen, die garantiert werden können und damit die Grundlage eines wirtschaftlichen Betriebs schaffen. Die Verknüpfung von technischen Entwicklungen und Dienstleistungen für große thermische Solaranlagen ermögliche so den Einsatz der Solaranlagen als wirtschaftliche Dienstleistung.

19.11.2002   Quelle: Parabel GmbH

 

Plambeck-Windparkfonds liegen gut im Plan

Anleger, die sich durch die Zeichnung von Plambeck-Fonds an Windparks beteiligt haben, haben eine gute Wahl getroffen.   Das berichtet die Plambeck Neue Energien AG anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse ihrer seit 1997 initiierten Windparkfonds, die jetzt zusammen mit dem neuen Windparkfonds-Angebot "Wilmersdorf / Mangelsdorf" publiziert wurde.

Nur bei einem Windparkfonds seien die prognostizierten Werte im ersten Betriebsjahr leicht unterschritten worden. Hierbei handelt es sich um den Windpark Rakow-Gardelegen, der im extrem windschwachen Jahr 2001 in Betrieb genommen wurde. In diesem Jahr wehte der Wind dort nur mit etwa 76 Prozent des durchschnittlichen Wertes. Bei einem weiteren Projekt, dem Windpark Westeregeln, seien die bei der Auflage des Fonds prognostizierten Werte erheblich überschritten worden. Alle anderen von der Plambeck Neue Energien AG initiierten Fonds lägen bisher voll im Plan. Mit den beiden genannten Ausnahmen hätten alle in den Prospekten prognostizierten Ausschüttungen an die Anleger ausgezahlt werden können.

"Hier zahlt sich die solide und zurückhaltende Kalkulation der Projekte für die Anleger aus", kommentiert Roland Stanze, Leiter Pojektfinanzierung der Plambeck Neue Energien AG, diese Bilanz. Bestätigung dieser Einschätzung habe das Unternehmen in der jüngsten Zeit auch durch Fondsbewertungen von Fachpublikationen erhalten, in denen Plambeck Fonds unter anderem als "solides Investment" bezeichnet worden seien. Positiv beurteilt würden immer wieder die 10 Qualitätskriterien für Windparkfonds sowie die an den Erfolg des jeweiligen Fondsprojektes gebundene Managementvergütung. Letztere dokumentiere einerseits das hohe Vertrauen des Initiators in die Plambeck Fonds, andererseits zeige es die Bereitschaft des Managements auch die Risiken von Windparkprojekten zu tragen.

Zu den Qualitätskriterien der Plambeck-Fonds zählen unter anderem die schlüsselfertige Errichtung durch einen erfahrenen Generalunternehmer zum Festpreis; der Einsatz hochwertiger Windenergieanlagen, von namhaften Herstellern; eine fundierte Stromproduktionsprognose auf der Grundlage von zwei unabhängigen Windgutachten sowie die Vergütungssicherheit auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Außerdem bildet Plambeck gesonderte Rücklagen für Reparaturen und Reinvestitionen in die technischen Anlagen und gewährleistet eine qualifizierte Vollwartung und Betriebsführung aller Windkraftanlagen durch die Plambeck Neue Energien AG. Der Beteiligungsprospekt wird konzipiert auf Basis der Richtlinien des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer (Standard IDW-S4); die Kontrolle der Verwendung des Anlegerkapitals erfolgt durch einen unabhängigen Treuhänder. Als weitere Qualitätskriterien nennt das Unternehmen seine Platzierungsgarantie für die Schließung des Fonds und die ausschüttungsabhängige Managementvergütung zur Absicherung der prognostizierten Ausschüttungen für den Anleger.

19.11.2002   Quelle: Plambeck Neue Energien AG

 

Solarindustrie investierte über eine Milliarde Euro

Das starke Marktwachstum der Solarstrombranche hat in der deutschen Industrie von 1999 bis 2002 Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Euro ausgelöst.   Der aktuell erschienene Photovoltaik-Branchenreport 2002 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) weist Deutschland damit eine führende Rolle auf dem Photovoltaik-Weltmarkt zu. Er belegt auf eindrucksvolle Weise den Ausbau deutscher Solarfabriken. Nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) zählt Deutschland mittlerweile 32 Photovoltaik-Produzenten. Die inländischen Produktionskapazitäten der Solarmodul-Industrie konnten nach UVS-Darstellung seit 1999 versechsfacht werden. Diese Daten wurden am Donnerstag anlässlich der Tagung "3. Forum Solarpraxis" in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach Verbandsangaben würden die Produktionskapazitäten an Solarzellen und Solarmodulen inzwischen ausreichen, um den Inlandsbedarf nach Solarstromanlagen vollständig zu decken. Der Verband rechnet in diesem Jahr mit dem Neubau von solaren Kraftwerkskapazitäten mit einer elektrischen Höchstleistung von rund 70 Megawatt. Laut UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig liegt die Initialzündung für diese Entwicklung im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG): "In der Solarbranche vollzieht sich derzeit ein Wandel von der
Importabhängigkeit zur Exportindustrie."

Zu den deutschen Solarfabrikanten gehören nach UVS-Angaben multinationale Konzerne ebenso wie zahlreiche Mittelständler. Nach der aktuellen Branchenerhebung des IÖW zählt Deutschland inzwischen 22 Modulproduzenten, neun Hersteller von Solarzellen, drei Produzenten von Siliziumwafern, den Grundbausteinen von Solarmodulen, und 14 Fertigungsstätten für Solarwechselrichter zur Einspeisung in das öffentliche Stromnetz.

Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) ist ein Zusammenschluss von 350 deutschen Solarunternehmen mit Sitz in Berlin. Sie ist Informant, Lobbyist und Vermittler für die Solarbranche. Der Marktdurchbruch von Solartechnologien ist oberstes UVS-Ziel. Der Ausbau der Solarenergie zu einer tragenden Säule der Energiewirtschaft ist Inhalt ihrer täglichen Arbeit im Dienste der Branche sowie im Dienste von Gesellschaft und Umwelt.

18.11.2002   Quelle: UVS; ots

 

Landesinitiative liefert Fakten und Zahlen zum Energieland NRW

Durch die Landesinitiative Zukunftsenergien will das Land Nordrhein-Westfalen Impulse für den Strukturwandel setzten, besonders für neue Arbeitsplätze. Die von der Initiative präsentierten Zahlen belegen die Aktivität des Bundeslandes in den vergangenen 14 Jahren.   Seit 1988 wurden für die Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Markteinführung neuer Energietechnologien knapp 560 Millionen Euro für zirka 44.000 Förderprojekte aufgewendet, berichtet die Landesinitiative. In NRW seien nach Schätzungen rund 10.000 Arbeitnehmer in etwa 2.000 Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. NRW zähle zur Spitzengruppe jener Länder, die sich für erneuerbare Energien stark machen.

In NRW nutzen 8.000 Solarstrom-Anlagen mit einer installierten Spitzenleistung von insgesamt 40 Megawatt (MWp) die Energie der Sonne. Dafür hat das Land im Rahmen des REN-Programmes bisher rund 85 Millionen Euro bereit gestellt; davon allein im letzten Jahr 17 Millionen Euro. Maßgeblich daran beteiligt ist die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, die unter anderem das Leitprojekt "50 Solarsiedlungen in NRW" entwickelte. Das Bauen mit der Sonne bildet auch einen Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft Solar NRW. Als Teil der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW fördert die AG Solar Forschungs- und Entwicklungsprojekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen - insbesondere auf dem Gebiet der Solarenergie. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft haben bislang über 240 Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt, die mit rund 73 Millionen Euro gefördert wurden.

Seit 1988 wurden im Rahmen des „REN-Programms“ in NRW mehr als 300 Biomasseprojekte mit fast 41 Millionen Euro gefördert. Für 25 Brennstoffzellenprojekte hat das Land rund 30 Millionen Euro bereit gestellt und knapp 6 Millionen Euro wurden für Wasserkraft-Projekte ausgegeben. Bei der Nutzung der Windenergie ist NRW das wichtigste Binnenland und steht nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein bundesweit auf dem dritten Platz. In NRW drehen sich rund 1.500 Windenergie-Anlagen mit mehr als 1.000 MW installierter Leistung.

18.11.2002   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kostenlose PV-Software erleichtert Steuerberatern Wirtschaftlichkeitsprüfung

Die Solarpartner GmbH (Feldkirchen-Westerham; Oberbayern) bietet Steuerberatern kostenfreie Unterstützung bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung von Photovoltaikanlagen für ihre Mandanten.   Mit Hilfe der neuen, kostenlos erhältlichen Software „SP Easy PV“ könne die Wirtschaftlichkeit schnell, individuell und exakt berechnet werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das benutzerfreundliche Programm berücksichtige alle Faktoren, die für die Kosten-/Nutzen-Rechnung ausschlaggebend sind: von technischen Details wie der Ausrichtung und Leistungstoleranz der Anlage über allgemeine Bedingungen wie Förderdarlehen, Abschreibungsformen und Gemeindesteuersatz bis hin zu individuellen Kriterien wie den einmaligen Anschaffungskosten, dem Eigenkapital und den Reisekosten für die Besichtigung von Solarstromanlagen. Auf Basis der exakten steuerlichen Berechnung könne dann eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob und wie sich die Solarstromanlage für den umwelt- und kostenbewussten Mandanten rechne.

Bei Veränderung der Parameter könne die Rechnung schnell und einfach angepasst werden. Steuerberater können die Software „SP Easy PV“ im Auftrag ihrer Mandaten anfordern unter der E-Mail-Adresse mail@solarpartner.org oder telefonisch unter der Rufnummer 0 80 63 / 20 03 3-0. Darüber hinaus bietet die Solarpartner GmbH allen an der Photovoltaik Interessierten eine Broschüre mit Informationen zu Technik, Recht, Versicherung und Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen sowie dem speziellen Angebot des Unternehmens. Die 20-seitige Broschüre richtet sich auch an Firmen und Elektro-Handwerker. Sie kann mit einem mit Euro 1,53 frankierten DIN-A-4-Rückumschlag angefordert werden bei der Solarpartner GmbH, Münchner Straße 20, 83620 Feldkirchen-Westerham. Im Internet steht die Broschüre zum kostenlosen Download zur Verfügung unter www.solarpartner.org.

18.11.2002   Quelle: Solarpartner GmbH

 

DEG finanziert Windpark der Nordex Energy GmbH in China mit

Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) finanziert ein Windparkprojekt in China mit einem Darlehen von 10.220.000 US-Dollar.   Diese erste kommerzielle Projektfinanzierung im Windenergiesektor in China habe Modellcharakter, heißt es in einer Pressemitteilung der DEG. Gemeinsam mit dem chinesischen Partnerunternehmen Qingdao Dongyi Industrial Corporation will die deutsche Nordex Energy GmbH in der Provinz Shandong Windkraftanlagen mit einer
Kapazität von 16,35 Megawatt (MW) erstellen. Das Projekt wurde von der deutschen InfraVest GmbH entwickelt.

Die deutsch-dänische Nordex AG zählt zu den zehn größten Windkraftherstellern der Welt und ist nach eigenen Angaben mit 40 Prozent Anteil derzeit Marktführer in der Volksrepublik China. Für das Unternehmen ist der weitere Ausbau des China-Engagements Teil seiner Internationalisierungsstrategie, die angesichts zunehmend gesättigter europäischer Onshore-Märkte an Bedeutung gewinnt. Mit dem Modellprojekt soll gezeigt werden, dass ein kommerziell finanziertes und betriebenes Projekt auch in China möglich ist. Dabei sollen zum ersten Mal die effizienten Megawattanlagen in einem größeren Projekt in China zum Einsatz kommen.

Die Volksrepublik China liegt nach den USA schon heute auf Platz zwei der weltweit größten Energieverbraucher. Schätzungen gehen davon aus, dass sich durch zunehmende Industrialisierung und wachsenden Lebensstandard der Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 versechsfachen wird. China braucht, so die DEG, dringend Alternativen bei der Stromerzeugung. Gegenwärtig werden 75 Prozent der Energie aus Kohle gewonnen. Schon heute liegen viele chinesische Städte unter einer dicken Smog-Schicht und große Teile der Bevölkerung leiden an Atemwegserkrankungen.

Die Förderung von Windenergie sei ein wichtiger Impuls für die Diversifizierung der Energieerzeugung in China, unterstreicht die DEG. Die Winenergie sei erstrebenswert, um einerseits die Abhängigkeit der chinesischen Stromversorgung von der begrenzten Ressource Kohle zu lösen und andererseits die Reduzierung der im Kyoto-Protokoll ausgewiesenen Treibhausgasemissionen voranzutreiben. Von den Wüstengebieten in der nordwestlichen Grenzprovinz Xinjiang über die Steppen der Mongolei bis hin zum südöstlichen Küstenstreifen blase eine stetige und kräftige Brise. Einer Untersuchung zufolge stehe die Volksrepublik mit 250.000 Megawatt an möglicher Windkraftleistung weltweit an erster Stelle.

Privatwirtschaftliches Engagement ist laut DEG bei der Erzeugung regenerativer Energie in China sehr willkommen. Windparks sollen in zunehmendem Maße kommerziell gebaut und betrieben werden. Die DEG, ein Unternehmen der KfW.-Gruppe, ist Spezialist für Projekt- und Unternehmensfinanzierungen in Entwicklungs- und Reformländern. Rund ein Drittel der von ihr mitfinanzierten privaten Kraftwerke nutzt erneuerbare Energien unter anderem Windparks in der Türkei und in Brasilien.

18.11.2002   Quelle: Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG)

 

KfW steigert Fördervolumen um 40 Prozent

Das Fördervolumen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entwickelt sich dieses Jahr dank der guten Akzeptanz neuer Förderinstrumente sehr dynamisch und hat nach neun Monaten bereits 39,9 Milliarden Euro erreicht.   Das berichtet die Förderbank des Bundes anlässlich der Veröffentlichung ihres dritten Quartalsberichts. Die neuen Zahlen bedeuteten eine Steigerung um 44,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den Hauptanteil an dieser Entwicklung haben laut KfW Verbriefungen, die mit einem Betrag von 13,9 Milliarden Euro zum Fördervolumen beitragen. Die Kreditzusagen an kleine und mittlere Unternehmen lägen bei 5,4 Milliarden Euro und hätten damit in den ersten neun Monaten dieses Jahres trotz der anhaltenden konjunkturellen Schwächephase gegenüber 2001 um rund 6,1 Prozent zugenommen.

Im 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm wurde im 3. Quartal dieses Jahres die Schwelle von 150 Megawatt (MW) geförderter Photovoltaikleistung übersprungen. Damit könne genug Strom produziert werden, um 40.000 Privathaushalte zu versorgen, was der Einwohnerzahl einer Mittelstadt entspricht. Im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien wurde die fünfundzwanzigtausendste Kreditzusage erteilt. Mit den geförderten Anlagen in den Bereichen Biogas, Biomasse und kleine Wasserkraft können rund 100.000 private Haushalte mit Strom versorgt werden. Hinter diesen Förderergebnissen stehen Kreditzusagen, die in den ersten drei Quartalen des Jahres 2002 beim 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ein Volumen von 264 Millionen Euro und im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien ein Volumen von 30 Millionen Euro erreicht haben.

Im Bereich der Wohnraumförderung belief sich das Fördervolumen in den ersten drei Quartalen 2002 auf insgesamt 16,5 Milliarden Euro, berichtet die KfW. Davon entfielen 14,7 Milliarden Euro auf den Neubau und den Erwerb sowie die Modernisierung von Wohneigentum. Im KfW-Wohneigentumsprogramm wurden zinsgünstige Kredite in Höhe von 4,7 Milliarden Euro zugesagt.

Der dritte Quartalsbericht der KfW für das Jahr 2002 kann abgerufen werden unter www.kfw.de

18.11.2002   Quelle: KfW

 

SES 21 AG eröffnet neues Vertriebszentrum

Am 29.11.2002 eröffnet die SES 21 AG mit Hauptsitz in Weilheim, Oberbayern, ihr Vertriebszentrum West in Euskirchen bei Bonn.   Neben Kunden und Partnern erwartet das Unternehmen auch Politiker aus Nordrhein-Westfalen zu der Eröffnungsfeier. Die SES 21 AG vollzieht damit die angekündigten Expansionsschritte durch Multiplikation ihres erfolgreichen Geschäftsmodells auf andere Bundesländer. „Wir haben Euskirchen als Standtort gewählt, weil wir von dort aus unsere bereits bestehenden Kunden und zukünftigen Neukunden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland- Pfalz und Hessen optimaler betreuen können,“ führt Vorstand Ingo Martin aus. „Wir bieten im Vertriebszentrum West ab sofort den gleichen Service wie in unserem Stammsitz in Weilheim. So beginnen wir mit unseren Handwerkerfachschulungen bereits am 06. Dezember 2002,“ ergänzt Martins Vorstandskollege Wolfgang Dollinger. Das Vertriebszentrum West wird zunächst mit zwei ausgewiesenen Solarfachleuten besetzt. Herr David Muggli und Herr Holger Grau werden ihr in vielen Jahren gewonnenes Solarfachwissen an Partner vor Ort weiter geben.

Die SES 21 AG ist ein unabhängiges Solarsystemhaus und bietet Handwerkspartnern Schulungen und Beratung sowie Planung, Projektierung von Solarstrom- (Photovoltaik) und Solarwärmeanlagen (Solarthermie) für die private und gewerbliche Nutzung an. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen Herstellern und Handwerk. Die SES 21 AG übernimmt in der solaren Wertschöpfungskette die Funktionen Einkauf, Vertrieb und Logistik. Das Unternehmen sei seit seiner Gründung im Vergleich zum Markt überproportional gewachsen, berichtet die SES 21 AG. Dieses Wachstum soll zukünftig fortgesetzt werden. Die Gründung des Vertriebszentrums West sei nach der Gründung der österreichischen Niederlassung in Bregenz die folgerichtige Konsequenz der Expansionsstrategie.


15.11.2002   Quelle: SES 21 AG

 

Verleihung der Europäischen Solarpreise 2002

Am 4. Dezember verleihen EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Europäischen Solarpreise.  Diese Auszeichnung für beispielhafte Initiativen zur Nutzung der Sonnenenergie wird seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen vergeben. Aus den Preisträgern der nationalen Solarpreise aller beteiligten europäischen Länder wurden die Preisträger der Europäischen Solarpreise ermittelt.

Preisträger der Europäischen Solarpreise 2002 sind im Bereich Städte und Gemeinden die Erneuerbare-Energien-Insel Samsø (Dänemark) und die Marktgemeinde Windhaag (Österreich) als atomstromfreie Gemeinde an der Grenze. Für den Bereich Unternehmen wird der Vorstandsvorsitzende der Solar World AG Frank Asbeck (Bonn; Deutschland) als innovative Unternehmerpersönlichkeit im Bereich der Photovoltaik ausgezeichnet; die SOLVIS Energiesysteme GmbH & Co KG (Braunschweig, Deutschland) erhält den Europäischen Solarpreis für ihre nachhaltige Nullemissionsfabrik. Für den Bereich Eigentümer oder Betreiber von Anlagen geht der Preis an das Institut für Marketing und Trendanalysen (Österreich) für dessen Plusenergie-Bürohaus. Die Energieagentur Nordrhein-Westfalen wird für ihre Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Erneuerbare Energie im Bereich lokale oder regionale Vereine geehrt. In der Kategorie Solares Bauen erhalten den Preis das Beddington Zero Energy Development-Projekt (Großbritannien) und das Büro für Architektur Beat Kämpfen (Schweiz) für das Sechsfamilienhaus „Sunny Woods“.

Sonderpreise für besonderes Engagement für Erneuerbare Energien gehen an Rolf Disch (Deutschland) für sein Gesamtengagement für solare Architektur im Wohnungsbau sowie an Prof. Bent Sørensen (Dänemark). Außerdem wird ein Weltpreis an Richard King (USA) verliehen.

Die Preisverleihung findet statt am 4. Dezember 2002 um 18.00 Uhr in der KfW-Niederlassung Berlin, Am Gendarmenmarkt, Eingang Behrenstraße 33. Bundespräsident Johannes Rau wird die Ansprache zur Preisverleihung halten, die Laudatio auf die Preisträger hält Dr. Hermann Scheer, MdB, Präsident von EUROSOLAR.

15.11.2002   Quelle: EUROSOLAR

 

Bauarbeiten für Solarpark Hemau schreiten voran

Modulfeld des Solarparks Hemau

Das erste Modulfeld des weltweit größten Solarparks in Hemau (Bayern) mit einer Leistung von rund einem Megawatt (MWp) ist mittlerweile installiert.   Das berichtet die Hamburger Conergy AG, zu der auch die mit der Installation betraute Suntechnics Solartechnik GmbH gehört. Bis zum Jahreswechsel soll SunTechnics im Auftrag der Stuttgarter voltwerk AG 40 Solarstrom-Gemeinschaftsanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4 Megawatt (MW) an das Netz bringen. Am 13. 11.2002 sind zwölf von insgesamt 40 Wechselrichtern auf der Baustelle eingetroffen. Die Wechselrichter werden nun in den ehemaligen Bunkern aufgestellt und an die Anlagen angeschlossen. Die Arbeiten an den anderen Modulfeldern laufen derweil auf Hochtouren, berichtet die Conergy AG.

15.11.2002   Quelle: Conergy AG
Bildquelle: Conergy AG

 

Für die Puhdys geht die Sonne auf

Die Puhdys, fester Bestandteil der gesamtdeutschen Rockszene, feiern am 19.11. ihr 33jähriges Bühnenjubiläum – auf dem Dach des Konzert- und Ballhauses Tivoli in Freiberg/Sachsen. Dort trat die ostdeutsche Rockband 1969 zum ersten Mal auf. Das Dach wurde nicht zufällig gewählt, denn gleichzeitig wird dort ein neu entstandenes Bürgerkraftwerk eröffnet, dessen Schirmherrschaft die Puhdys übernommen haben.   Die Photovoltaikanlage wurde initiiert von der Initiative für Regenerative Energien in Sachsen e.V. (IRES) und geliefert von der Solar World AG, dem Mutterkonzern der in Freiberg ansässigen Deutsche Solar AG. Die Solarstromanlage hat eine Spitzenleistung von 26,4 Kilowatt (kWp), vermeidet jährlich etwa 14 Tonnen schädliche Treibhausgas und bietet jedermann Gelegenheit, sich finanziell zu beteiligen. Das Projektvolumen beträgt 150.000 Euro. Gesellschafter können sich mit insgesamt 80.000 Euro am Bürgerkraftwerk beteiligen; die Mindestbeteiligung pro Anleger liegt bei 500 Euro. Durch den Verkauf des Solarstroms Stadtwerke Freiberg rechnet die SBG Solaranlagen Betreiber GmbH mit jährlichen, durch das Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) für 20 Jahre garantierten Einnahmen von 11.000 Euro.

Die sächsische Stadt Freiberg hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Solarenergie entwickelt. Frank H. Asbeck, Vorstandsprecher der Solar World AG und seit März Eigentümer des Tivoli, hat in den vergangenen Jahren einen Firmenverbund in Freiberg geschaffen, der den Prozess vom Rohstoff Sand bis zur fertigen Solarzelle an einem Standort vereint. Asbeck begrüßt die Schirmherrschaft der Puhdys über das Bürgerkraftwerk. Sie seien nicht nur fest mit dem Tivoli verwurzelt, sondern setzten sich seit langer Zeit kritisch mit der Umweltproblematik auseinander. wie in beispielsweise ihrem Erfolgstitel „Das Buch". Am Nachmittag des 19.11. 2002 wird um 15.30 Uhr auf dem Dach des Tivoli der Hebel umgelegt und das Bürgerkraftwerk symbolisch in Betrieb genommen. Mit dabei sind neben den Puhdys der Tivoli-Eigentümer Frank H. Asbeck, die Oberbürgermeisterin der Stadt Freiberg, Uta Rensch, und geladenen Gäste. Bevor es auf das Dach geht (14.30 Uhr), wird Frank Asbeck den Puhdys auf einem Kurzrundgang das Solarzentrum Freiberg präsentieren. Am Abend werden die Puhdys mit einem Konzert für die Fans bis in den frühen Morgen hinein ihren 33. Geburtstag feiern.

15.11.2002   Quelle: Konzert- und Ballhaus Tivoli, Freiberg/Sachsen

 

SOLON AG rationalisiert Produktion und reduziert Personal

Die Berliner SOLON AG will ihre Produktion bis zum Jahresende 2002 technisch optimieren und damit ihren Kunden im Jahr 2003 Photovoltaikmodule von höchster technischer und visueller Qualität anbieten können.   Zu den bereits im August in den Produktionsablauf eingeführten Laminatoren kommen laut Solon AG im Dezember neue Tabber (Schneidegeräte) und Stringer (Anlagen zur Strangfertigung von Solarzellen) hinzu. Mit dem Einsatz dieses gesamten Maschinenparks werde die mögliche Produktionskapazität von heute 8 MW auf bis zu 20 MW pro Jahr erhöht, berichtet die Solon AG in einer Pressemitteilung. Die Finanzierung des neuen Maschinenparks sei bereits Anfang 2002 abgeschlossen worden. Gleichzeitig sollen die Produktionsabläufe bei der Solon AG weiter vereinfacht werden. Eine Produktionsleistung von bis zu 12 MW könne nun im 2-Schicht-Betrieb erbracht werden, was zum Wegfall einer Schicht und einem Personalabbau von über 40 Mitarbeitern führe. Für die ausscheidenden Mitarbeiter sei mit dem Betriebsrat ein Sozialplan vereinbart worden, der nach Angaben des Unternehmens bereits umgesetzt wird. Die SOLON AG werde zukünftig rund 100 Mitarbeiter haben und rechnet im kommenden Geschäftsjahr 2003 mit einer Personalkostenreduktion von zirka 800.000 Euro.

Im ersten Halbjahr sei die Nachfrage im PV-Bereich deutlich hinter den Erwartungen und den Ergebnissen des Vorjahres zurückgeblieben, heißt es im Zwischenbericht der Solon AG für die Monate Juli bis September 2002. Der erhoffte Absatzsprung im dritten Quartal sei vor dem Hintergrund der Bundestagswahl Ende September nicht eingetreten. Statt dessen sei ein leichter, kontinuierlicher Anstieg der Anfragen zu verzeichnen, welcher durch die Zahlen des KfW 100.000-Dächer Programms bestätigt werde. Während im August die bewilligten Leistungen noch 13% unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen, betrug der Rückstand im September nur noch 6 %. Die Solon AG geht davon aus, dass am Jahresende das Vorjahresergebnis von nahezu 70 MW wieder erreicht wird. Im Vergleich zu 2001 seien jedoch wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die durchschnittliche Größe der Objekte habe sich erhöht, das bedeute, es würden mehr Module in Großanlagen verbaut. Zudem sei ein Preisverfall von 20 bis 25 % zu verzeichnen, der damit weit unter der 5% Reduzierung des EEG liege. Außerdem habe sich der Anteil von Billiganbietern und Billigprodukten am Gesamtmarkt deutlich erhöht. Der gegenwärtige Preisdruck und der sich damit für viele Hersteller drastisch reduzierende Rohgewinn hätte bereits zu ersten Insolvenzen geführt. Vor diesem Hintergrund seien Investitionen vorläufig zurückgestellt und ursprünglich geplante Modulfabriken nicht gebaut worden.

Die Stagnation im Wachstumsmarkt Photovoltaik ist nach Auffassung der Solon AG im wesentlichen auf die gegenwärtig schwierige konjunkturelle Lage der Gesamtwirtschaft zurückzuführen. Der Wettbewerbsdruck und der damit verbundene Preisdruck werden sich weiter erhöhen, erwartet das Unternehmen. Nur durch weitere drastische Kostenreduzierungen und Innovationen könne es gelingen, den Anteil am inländischen Markt gegen den zunehmenden Importdruck zu steigern.

14.11.2002   Quelle: SOLON AG für Solartechnik

 

Vattenfall beteiligt sich an Solara AG

Die Vattenfall Europe Venture GmbH hat sich am 29. Oktober 2002 mit 15% an der Hamburger Solara AG beteiligt und investiert damit in das Wachstum des Unternehmens.   80% der Aktien werden weiter zu gleichen Teilen von den Solara-Gründern Hans Jacobs (Vertriebsleitung; Non-Grid-Systems) und Thomas Rudolph (Vorstandsvorsitzender) gehalten. Die verbleibenden Anteile halten Thomas Leidreiter (Finanzvorstand) sowie Mitarbeiter der SOLARA AG.

Die Solara AG zählt zu den führenden Unternehmen im europäischen Photovoltaik Markt. Sie entwirft, fertigt, plant und vertreibt Photovoltaik-Produkte, -komponenten und -anlagen auf Silizium-Basis. In den letzten Jahren ist die Solara AG überdurchschnittlich gewachsen und hat das Marktwachstum übertroffen. Mit dem Ausbau der Sonnenstromfabrik Wismar, einer Fertigungsstätte für Solarmodule in Mecklenburg Vorpommern, will die Solara AG das 60%ige Umsatz-Wachstum gegenüber dem Vorjahr auch im nächsten Jahr weiter fortsetzen. Bis Ende 2004 sollen durch den Ausbau der Sonnenstromfabrik bis zu 150 Arbeitsplätze in Wismar geschaffen werden. Der Kapitalbedarf für den Ausbau der Produktionsanlage in Wismar und für weiteres Wachstum beträgt nach Angaben der Solara AG 15,1 Millionen Euro. Die Finanzierung des Kapitalbedarfs soll durch die Eigenkapitalerhöhung gesichert werden.

Die Vattenfall Europe Venture GmbH versteht sich als Corporate Venture Capital-Gesellschaft und will das weitere Wachstum der Solara AG mit Synergieeffekten aktiv begleiten. Das Know-how in der Energiebranche sowie das Netzwerk von Vattenfall Europe und seinen Töchtern, will die Vattenfall Europe Venture GmbH nutzen, um die Solara AG zu unterstützen. Von der guten Zusammenarbeit ist auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende der VEAG, Jürgen Stotz, überzeugt. Er ist im Rahmen der Beteiligung Aufsichtsratsmitglied der Solara AG geworden.

Thomas Rudolph, Vorstandsvorsitzender der Solara AG, gibt sich zuversichtlich: „Mit Vattenfall Europe Venture hat Solara einen Investor gefunden, der sich sowohl in dem Bereich der erneuerbaren Energien auskennt als auch das nötige Venture Capital Know-how mitbringt. Zusammen werden wir die Anwendungen der Solartechnik und das Bewusstsein dafür weiter ausbauen und damit die Zukunft mit erneuerbaren Energien lebenswert gestalten“. Mit Vattenfall Europe Venture habe man für dieses Vorhaben den richtigen Partner an der Seite. So sieht es auch Thomas Leidreiter, Finanzvorstand der Solara AG: „Zusammen mit Vattenfall Europe Venture baut die Solara ein starkes Netzwerk innerhalb der Energiebranche auf. Hierdurch lassen sich Synergien nutzen, die ein gemeinsames Handeln und Wachstum ermöglichen. Die daraus resultierende Dynamik der Individualität bietet Chancen, die es zu nutzen gilt.“

Der Geschäftsführer der Vattenfall Europe Venture GmbH, Boris Schucht, ist überzeugt, mit Solara ein in der Photovoltaikbranche strategisch gut aufgestelltes Unternehmen gefunden zu haben. „Die Kombination von starkem Vertriebsfokus und eigener Produktionskapazität verbunden mit einem hohen Marktanteil haben uns überzeugt. Dies sollte eine hervorragende Voraussetzung für weiteres Wachstum sein“, sagt Schucht. Die besondere Chance dieses Risikoinvestments bestehe darin, dass nicht nur produktive Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern auch ein innovatives Produkt in Mecklenburg-Vorpommern gefertigt wird.

14.11.2002   Quelle: Solara AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SPD und Naturschutzring für Fortschreibung der ökologischen Steuerreform

Mit dem am 12.11.2002 im Finanzausschuss des Bundestages diskutierten Gesetzentwurf zur Weiterführung der Ökosteuer sollen die Ermäßigungsregelungen für Unternehmen reduziert werden, um die ökologische Lenkungswirkung der Steuer zu stärken.   Das berichtet die AG Finanzen der SPD-Bundestagsfraktion in einer Pressemitteilung. Die Unternehmen hätten schließlich seit Einführung der ökologischen Steuerreform vier Jahre Zeit gehabt, Energie sparende Produktionsweisen einzuführen und mehr Energie-Effizienz zu erreichen. Die Reduzierung der Ermäßigungen sei von den Sachverständigen befürwortet worden, betont die SPD. So hätten DGB und Naturschutzverbände den Gesetzentwurf als weiteren Schritt in die richtige Richtung bewertet. Dies sei ein Element in der ökologischen Finanzreform, in deren Rahmen umweltpolitisch fragwürdige Steuerregelungen überprüft würden.

Bei der Reduzierung der Ermäßigungen werde darauf geachtet, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen nicht beeinträchtigt wird. Die SPD will sicherstellen, dass eine kumulierende Wirkung von Öko-Steuer, Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die energieintensiven Unternehmen im Zusammenhang gesehen und gegebenenfalls gedeckelt werde. Bei einer möglichen Einführung des CO2-Zertifikatshandels in der EU müsse die bisherige Steuerbelastung berücksichtigt werden. Die Einnahmen durch den Gesetzentwurf tragen laut SPD dazu bei, dass steigende Lasten bei den Bundesausgaben für die
Rentenversicherung aufgefangen werden können. Das Prinzip der ökologischen Steuerreform, Energie zu verteuern und den Faktor Arbeit zu entlasten, bestehe fort.

Die Fortführung der Ökosteuer fand auch die Zustimmung des Deutschen Naturschutzrings (DNR). DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen sagte in einer Pressemitteilung, die vorgesehene Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes für das produzierende Gewerbe von 20 % auf 60 % sei längst überfällig und finde die volle Unterstützung des DNR. Sehr sinnvoll sei die Anhebung des ermäßigten Steuersatzes für Nachtspeicherheizungen und die Beendigung der steuerlichen Begünstigungen hierfür Ende 2006, betonte Röscheisen.

Kritik äußerte der DNR allerdings an der Verwendung des zusätzlichen Aufkommens der Ökosteuer von etwa 1,5 Milliarden Euro. Während bisher das Aufkommen aus der Ökosteuer hauptsächlich zur Reduzierung der Beitragssätze bei der Rentenversicherung verwendet worden sei, fließe das Zusatzaufkommen jetzt zur Deckung von Haushaltslöchern, beanstandet der DNR. Wie verhängnisvoll diese Änderung sei, zeige der geplante Anstieg der Rentenversicherungsbeiträge auf 19,5 %.

14.11.2002   Quelle: SPD Bundestagsfraktion; DNR
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

UmweltBank präsentiert neuen Index für deutsche Umweltaktien

Die Nürnberger UmweltBank AG präsentierte im Rahmen der Internationalen Anlegermesse (IAM) den neuen Index für deutsche Umweltaktien (UBAI). Vier Wochen nach dem Start zeichne sich ein positiver Trend ab, berichtet die Bank in einer Pressemitteilung: Der Index sei bereits um 8,60 Prozent gestiegen.   Der Index zeigt laut UmweltBank die Kursentwicklung des gesamten deutschen Umwelt-Aktienmarktes auf. Er enthalte derzeit alle 18 börsennotierten deutschen Aktien, die sich auf das Thema Ökologie und nachhaltiges Wirtschaften spezialisiert haben. Anhand des UBAI könne die Kursperformance deutscher Umweltwerte mit der Entwicklung anderer Indices wie zum Beispiel dem DAX (Deutscher Aktien-Index) verglichen werden. Der UBAI sei am 30. September 2002 mit einem Indexstand von 1.000,00 Punkten gestartet, vier Wochen später habe er 1.086,02 Punkte erreicht.

"Dies spiegelt den leichten Aufwärtstrend an den Börsen wider. Der Vergleich zum DAX (+13,86 %), NEMAX All Share (+22,62 %) und dem NEMAX 50 (+27,71 %) zeigt, dass Umweltaktien (UBAI +8,60 %) das Potenzial haben, von Fondsmanagern und Privatanlegern wiederentdeckt zu werden. Der Markt der erneuerbaren Energien hat vor dem Hintergrund des Fortbestands des EEG und der günstigen Unternehmensbewertungen alle Chancen eines dynamischen Comebacks", kommentiert Horst P. Popp, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Nürnberger UmweltBank AG die Zukunftsperspektiven der Branche. Alle in den UmweltBank-AktienIndex (UBAI) Deutschland aufgenommenen Unternehmen müssen den ethisch-ökologischen Kriterien genügen, die für die gesamte Geschäftstätigkeit der UmweltBank als Maßstab gelten. Diesen Ansprüchen werden zum Beispiel Unternehmen gerecht, die ausschließlich auf dem Geschäftsfeld der regenerativen Energiegewinnung tätig sind. Branchenspezifisch dominieren im UBAI die Wind- und die Solarbranche. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die in Großkraftwerke investieren oder Waffen, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien produzieren oder handeln. Nicht aufgenommen werden ebenfalls Unternehmen, die Umweltauflagen nicht einhalten oder sozial unverträglich wirtschaften.

Die Gewichtung der Einzeltitel des UBAI richtet sich nach der Marktkapitalisierung beziehungsweise den Aktien im so genannten Freefloat (Streubesitz), wobei das Schwergewicht aktuell auf den Performancetiteln Nordex und Wedeco liegt. Der maximale Anteil eines Einzeltitels wurde auf zehn Prozent begrenzt. Die in den UmweltBank-AktienIndex (UBAI) Deutschland aufgenommenen Wertpapiere sind auch über die UmweltBank handelbar: B.A.U.M., Cargolifter, EnergieKontor, farmatic, Nordex, Plambeck, P&T Technology, REpower, S.A.G., Solar-Fabrik, SolarWorld, Solon, Sunways, UmweltBank, Umweltkontor, Unit energy, Wedeco, WindWelt. Im Unterschied zu dem 20 Werte umfassenden weltweiten Natur-Aktien-Index (NAI), der 1997 von der Redaktion des Münchner Monatsmagazins „Natur & Kosmos“ und dem Öko-Invest-Verlag in Wien aufgelegt wurde, richte sich die Anzahl der Werte im Marktindex UBAI nach der Zahl börsennotierter deutscher Umweltwerte, unabhängig vom Marktsegment, und sei derzeit nicht auf eine bestimmte Anzahl begrenzt (vgl. NEMAX All Share).
Im UBAI ist auch die im Freiverkehr notierte Aktie der UmweltBank vertreten. Die 1997 gegründete Bank ist seit 25. Juni 2001 börsennotiert. Die rund 4,7 Mio. Stückaktien befinden sich zu 100 Prozent im Streubesitz. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in den ersten fünf Jahren rasant gewachsen. Die Bilanzsumme sei Jahr für Jahr kontinuierlich erhöht worden, zuletzt um 50 Prozent. "Wir sind eine kleine Bank mit großer Zukunft", so Vorstand Horst P. Popp.

Die Entwicklung des UmweltBank-AktienIndex (UBAI) Deutschland wird zunächst monatlich im Internet veröffentlicht unter http://www.umweltbank.de und ist zudem Bestandteil des vierteljährlich erscheinenden Newsletters „Bank & Umwelt“, erhältlich bei der UmweltBank.


14.11.2002   Quelle: UmweltBank AG

 

Solar-Fabrik AG stellt neuen Wechselrichter vor

Mit dem String-Wechselrichter „convert“ aus dem Hause SMA (2.700 Watt Spitzenleistung) erweitert die Solar-Fabrik AG ihr Angebot vom Solar-Komponenten.   Der „convert 2700“ wird exklusiv von der Solar-Fabrik AG zu beziehen sein, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der trafolose Wechselrichter sei speziell auf die Solarstrommodule der Solar-Fabrik AG abgestimmt und biete attraktive Kommunikations- und Auswertungsmöglichkeiten. „Wir freuen uns über die neue Kooperation mit der Solar-Fabrik AG. Beide Unternehmen bürgen für beste Qualität ihrer Produkte. Hochwertige Solar-Fabrik-Module zusammen mit unserem leistungsstarken Wechselrichter garantieren höchste Energieerträge der Solaranlagen." sagte Günter Cramer, Geschäftsführer der SMA Regelsysteme GmbH. Burkhard Holder, Vorstand Vertrieb der Solar-Fabrik AG, ergänzt: "Auf Grund der aktuellen Konfektionierung unserer Solaranlagen ist der convert 2700 eine wichtige Ergänzung der bisherigen convert-Serie. In SMA haben wir einen Partner gefunden, der ebenfalls hervorragenden Kundenservice bietet."

Im Hinblick auf die derzeitige staatliche Fördersituation seien Anlagen mit einer Größe von zirka 5 Kilowatt Spitzenleistung ideal, unterstreicht die Solar-Fabrik AG. Das neue Gerät mit seiner Auslegung eigne sich dafür bestens. Der convert 2700 bietet Anschlussmöglichkeiten für 10 bis maximal 24 Solar-Fabrik-Module der 115 Watt-Klasse. Der Wechselrichter verfügt über ein pulverbeschichtetes Metallgehäuse (IP 21), das für die Montage und die Installation nicht mehr geöffnet werden muss. Ein zweizeiliges, hinterleuchtetes Display zeigt Stromertrag, Betriebsstunden, Betriebsspannung und mehr an. Über eine RS 232- oder eine RS 485-Schnittstelle sind optional diverse Kommunikationssysteme anzuschließen und Möglichkeiten zur Auswertung gegeben. Ein weiterer Pluspunkt ist die SMA-Hotline und ein 24-Stunden-Reparatur- beziehungsweise Austauschservice. Auch für den convert 2700 gewährt die Solar-Fabrik AG 5 Jahre Garantie. Der neue convert 2700 ist ab sofort verfügbar.

13.11.2002   Quelle: Solar-Fabrik AG

 

Energieverbraucher: Höhere Erdgassteuer nicht auf Privatverbraucher abwälzen

Die von der Bundesregierung beschlossene Anhebung der Erdgassteuer korrigiere die bisher ungleiche Besteuerung von Heizöl und Erdgas, stellt der Bund der Energieverbraucher e.V. fest.  Die Erdgasverkäufer hätten jedoch die bisherigen Steuervorteile nicht an die Verbraucher weitergegeben, sondern die Erdgaspreise auf einen mit den Ölpreisen wettbewerbsfähigen Preis erhöht und die Steuerermäßigung als Gewinn verbucht, kritisiert der Verbraucherverband. Der Bund der Energieverbraucher fordert nun, dass die Erhöhung der Erdgassteuer nicht auf den Erdgaspreis für Privathaushalte aufgeschlagen wird. Eine Weitergabe an die Verbraucher widerspräche dem Prinzip der Ölpreisbindung der Erdgaspreise – dieses würde bei einer anstehenden Ölpreiserhöhung von der Gaswirtschaft als Argument herangezogen - denn die Heizölpreise würden sich durch die Besteuerung nicht erhöhen.

Die Erhöhung der Erdgassteuer von 3,48 auf 5,50 Euro je Megawattstunde mache je Kilowattstunde Erdgas einen Betrag von 0,20 Cent aus, errechnet der Verbraucherverband. Der Importpreis für Erdgas sei zwischen Juli 2001 und August 2002 jedoch um 0,23 Cent/kWh gesunken. Damit seien die Erdgasimporte im letzten Jahr um etwa jenen Betrag billiger geworden, mit dem die Erdgassteuer sie belaste.

Unter Umweltgesichtspunkten habe Erdgas keine Vorteile gegenüber dem Heizöl und sei deshalb nicht besonders förderwürdig heißt es in einer Pressemitteilung des Bundes der Energieverbraucher. Der Schwefelgehalt des Heizöls sinke ständig und sei praktisch nicht mehr emissionsrelevant. Die höheren CO2-Emissionen des Heizöls gegenüber dem Erdgas würden durch die Leckageverluste beim Erdgastransport wettgemacht, so der Bund der Energieverbraucher. Der Erdgaspreis für Haushalte sei im Vergleich zu den Erdgaspreisen für Gewerbe und Industrie ohnehin weit überteuert. Für die gleiche Gasmenge – eine Kilowattstunde – bezahle ein Haushalt in Deutschland derzeit 4,21 Cent und ein Industrieverbraucher nur 2,11 Cent (jeweils incl. MWSt).

13.11.2002   Quelle:

 

4. Brennstoffzellen-Symposium in Wuppertal

"Potentiale und Marktchancen von Brennstoffzellen-Systemen" lautet das Thema des 4. Brennstoffzellen-Symposiums am Mittwoch, 20. November 2002 (9-17 Uhr), in der Historischen Stadthalle Wuppertal.   Veranstalter sind die Energieagentur NRW, das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW und die Technische Akademie Wuppertal. Die Informationsveranstaltung habe den Charakter eines Branchentreffens, kündigen die Veranstalter an. Sie richte sich an technische Leiter, Energie- und Umweltbeauftragte aus kleinen und mittleren Unternehmen, Entwickler, Anlagenbauer sowie an Mitarbeiter von Handwerks- und Versorgungsfachverbänden und aus Universitäten. Ziel des Symposiums, zu dem traditionell renommierte Vertreter aus Politik, Forschung und Wirtschaft in großer Zahl kommen, sei die Vorstellung von Grundlagen, Potenzialen und dem Entwicklungsstand der Brennstoffzellen-Anlagentechnik sowie ihrer System-Einbindung. Schwerpunkt der anschließenden Diskussion sollen Praxiserfahrungen, Wirtschaftlichkeit und künftige Anwendungschancen sein.

Die Technik der Brennstoffzelle ist seit über 150 Jahren bekannt. Seit einigen Jahren wird an der Serienreife von Brennstoffzellen gearbeitet. Die Brennstoffzelle könnte entscheidend dazu beitragen, den Primäraufwand von Energie und damit auch die Schadstoff-Emissionen zu reduzieren, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. Die hoch effizienten Energieumwandlungssysteme ließen sich ideal im Automobil- und Haustechnikbereich einsetzen. Voraussetzung sei allerdings, dass es der Forschung künftig gelinge, die Kosten für die Brennstoffzelle zu senken - die einzige Klippe, die es auf dem Weg bis zur Marktreife noch zu umschiffen gelte.

Anmeldungen unter Fax 0202 7495228 (TA Wuppertal, Herr Nordmann,
Hubertusallee 18, 42117 Wuppertal, TN-Gebühr: 400 Euro).

Weitere Informationen gibt es bei der Energieagentur NRW, Morianstr. 32,
42103 Wuppertal, Tel: 0202 / 24 552 - 27, Internet: www.ea-nrw.de

13.11.2002   Quelle: Energieagentur NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Seminar zur öffentlichen Ausschreibung von Stromlieferungen

Seit der Änderung des Energierechts sind öffentliche Auftraggeber verpflichtet, Stromlieferungen auszuschreiben. Allerdings besitzen die meisten öffentlichen Auftraggeber und die meisten Lieferanten von elektrischer Energie bislang keine Erfahrungen mit der öffentlichen Ausschreibung von Stromlieferungen, berichtet das Essener Haus der Technik e.V. in einer Pressemitteilung.   Erschwerend komme hinzu, dass die Stromlieferangebote, die in der Regel auf unterschiedlichen Verträgen beruhen, nur bedingt vergleichbar seien. Denn als Folge der besonderen Eigenschaften der Ware Elektrizität, insbesondere ihrer Leitungsgebundenheit, würden die Preise meist sehr unterschiedlich gestaltet. Nur wenn der öffentliche Auftraggeber bereits einen kompletten Stromliefervertrag verbindlich vorgebe, könnten vergleichbare Angebote eingeholt werden. Da die Vertragsinhalte das Ausschreibungsergebnis maßgeblich beeinflussen, sollten sich öffentliche Auftraggeber möglichst gründlich und umfassend über die Inhalte und den Umfang von Stromlieferverträgen informieren, rät das Haus der Technik.

Doch nicht nur bei den Auftraggebern, sondern auch bei den Lieferanten elektrischer Energie gebe es offensichtlich Informationsdefizite, stellt das Haus der Technik fest: Immer wieder würden Angebote abgegeben, welche die vergaberechtlichen Vorgaben nicht erfüllten und die deswegen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden könnten. Die notwendigen Kenntnisse, um ein öffentliches Ausschreibungsverfahren von Stromlieferungen vergaberechtlich einwandfrei erstellen zu können, soll ein eintägiges Seminar vermitteln, das am 26.11.2002 in Essen stattfindet. Da die Inhalte des Stromliefervertrages das Ausschreibungsergebnis maßgeblich beeinflussen können, werden darüber hinaus noch verschiedene Gestaltungsvarianten vorgestellt und ihre jeweiligen Auswirkungen diskutiert. Die Veranstaltung wendet sich an Leitende Mitarbeiter aus der Verwaltung und dem Gebäudemanagement öffentlicher Auftraggeber, Vertriebsmitarbeiter von Lieferanten elektrischer Energie.
Das ausführliche Veranstaltungsprogramm gibt es beim Haus der Technik e. V. unter Tel. 0201/1803-344 (Frau Strenk); Fax: 0201/1803-346 oder im Internet: http://www.hdt-essen.de

13.11.2002   Quelle: Haus der Technik e.V.

 

 

12.11.2002   Quelle:

 

100.000 Dächer-Programm: Kredite über 1 Milliarde Euro vergeben

Am 11.11.02 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW im Rahmen des 100.000 Dächer-Solarstromprogramms das Fördervolumen von einer Milliarde Euro erreicht. Damit wurden laut KfW Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 190 Megawatt (MW) gefördert.   Durch diese neu installierte Photovoltaik-Leistung kann der Kohlendioxidausstoß jährlich um 100.000 Tonnen verringert werden. Mit dem produzierten Strom können 50.000 Privathaushalte ihren Strombedarf decken. Deutschland habe mit der erfolgreichen Förderung der Photovoltaik eine „Lead-Markt-Funktion“ innerhalb der Europäischen Union eingenommen, kommentierte die KfW den Erfolg der Photovoltaik-Förderung.

"Für den Boom der Solarbranche in Deutschland bilden das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm und das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) ein ideales Gespann," sagte KfW-Vorstandsmitglied Detlef Leinberger. Die hohen Investitionskosten können durch günstige Kreditmittel finanziert werden. Zur Tilgung der Kredite kann die jährlichen Vergütung für den produzierten Solarstrom eingesetzt werden.

Das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ist das weltweit größte Kreditprogramm zur Förderung der photovoltaischen Stromerzeugung. Es startete 1999 und wird zunächst bis Ende 2003 weitergeführt. Mit Krediten zu einem besonders attraktiven Festzinssatz und mit langer Laufzeit unterstützt die KfW die Errichtung und Erweiterung von Anlagen zur Energiegewinnung durch Solarzellen, sogenannte Photovoltaik-Anlagen ab einer Mindestgröße von 1kWp Nennleistung. Der aktuelle Zinssatz (Stand: 11. November 2002) beträgt nominal 1,90 % pro Jahr (effektiv 1,91 % p. a.) und ist fest für die gesamte Laufzeit von 10 Jahren. Anträge können bei allen Banken und Sparkassen gestellt werden.

Für Interessenten steht das KfW-Informationszentrum zum Ortstarif zur Verfügung unter 0 18 01 / 33 55 77. Weitere Informationen sowie Kreditanträge und Programmmerkblätter zu allen Förderprogrammen der KfW gibt es unter http://www.kfw.de

12.11.2002   Quelle: KfW; ots

 

NABU fordert stärkere Anstrengungen beim Klimaschutz

Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, die Anstrengungen im Klimaschutz weiter deutlich zu steigern. "Wir fordern die Bundesregierung nachdrücklich auf, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das Klimaschutzziel für das Jahr 2005 zu erreichen," sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth auf der Bundesvertreterversammlung des Verbandes in Saarbrücken.   Ein Verfehlen des vom früheren Bundeskanzler Helmut Kohl zugesagten nationalen Klimaschutzziels mit einer 25-prozentigen Verminderung des CO2-Ausstoßes gegenüber 1990 wäre ein Blamage für die rotgrüne Energie- und Verkehrspolitik, warnt der NABU. Der Verband fordert einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien und bekräftigte gleichzeitige seine Kritik an der Planung von Offshore-Windparks.

Mit einer konsequenten Klimaschutzpolitik sei das Klimaschutzziel Ziel noch zu erreichen, unterstreicht der NABU. "Noch immer trägt der Verkehr nicht vollständig die Kosten, die er durch Umweltbelastung, Flächenversiegelung und Klimagefährdung verursacht. Deshalb muss die Bundesregierung ihre Haltung zur Ökosteuer revidieren und weitere Erhöhungsschritte bei der Mineralölsteuer vornehmen", betonte Flasbarth. Auch die LKW-Maut müsse zügig auf das gesamte Verkehrsnetz ausgedehnt und nach der Einführung schrittweise erhöht werden. Weitere Maßnahmen erwarte der NABU in der Energiepolitik: Die Potenziale für hoch effiziente Techniken wie Kraftwärmekopplung (KWK) seien längst noch nicht ausgeschöpft. Die jetzige Regelung zur KWK sei auf Druck der Energiewirtschaft viel zu weich ausgefallen.

Der NABU forderte einen zügigen Umbau der Energiewirtschaft, der fossile Energieträger und Atomenergie zunehmend durch den Einsatz regenerativer Energieträger ersetzen soll. "Im Bereich der Strom- und Heizwärmeversorgung wie auch bei der Warmwasserbereitung schlummert noch ein großes Ausbau-Potenzial für regenerative Energieträger. Dieses rasch zu erschließen, ist eine wichtige Aufgabe der Energiepolitik in dieser Legislaturperiode," erklärte Flasbarth. Ein zügiger Ausbau der regenerativen Energien werde jedoch unnötig erschwert, wenn ausgerechnet der erste Windpark in der Nordsee in einem Europäischen Vogelschutzgebiet entstehen soll. "Der Versuch Windparks in ökologisch sensiblen Gebieten durchzusetzen, bedeutet unnötige Konflikte in Kauf zu nehmen und letztlich den notwendigen Ausbau sauberer Energien zu behindern", betonte Flasbarth. Die Nordsee biete genügend Flächen, um die Windenergie naturverträglich zu nutzen. An der vereinbarten Abfolge müsse strikt festgehalten werden: Zunächst müssten Schutzgebiete in Nord- und Ostsee ausgewiesen werden. Danach könne zügig die Einzelstandortprüfung für Projekte außerhalb der Schutzgebiete vorgenommen werden.

12.11.2002   Quelle: NABU, ots
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Hans-Josef Fell erhält den "Deutschen Geothermiepreis"

Der forschungspolitische Sprecher von Bündnis90/Die Grünen, Hans-Josef Fell, wurde am 7.11.2002 in Waren/Müritz mit dem "Deutschen Geothermiepreis" ausgezeichnet.  Der Preis wurde 2002 zum ersten Mal von der Geothermischen Vereinigung e. V. vergeben. Der Bundestagsabgeordnete Fell erhielt den Preis für sein erfolgreiches politisches Engagement für die Energiegewinnung aus Erdwärme.

Noch vor wenigen Jahren sei die Geothermie-Branche aus Deutschland abgewandert, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt anlässlich der Preisverleihung an Fell. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) und das Marktanreizprogramm (MAP) habe nun auch die Erdwärmenutzung einen Aufschwung erfahren. Das erste Heizwerk sei bereits in Betrieb und schon nächstes Jahr werde das erste Erdwärme-Kraftwerk an das Netz gehen. Bis Ende des Jahrzehnts wolle die Branche ein ganzes Kernkraftwerk durch 1.000 Megawatt (MW) Geothermie-Kraftwerke ersetzen. Die Grünen seien zuversichtlich, dass dieses ambitionierte Ziel erreicht werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion. Auch bei der Geothermie werde Deutschland die Rolle des technologischen Vorreiters einnehmen, von welcher der Klimaschutz global profitiere.

12.11.2002   Quelle: Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Problem Atommüll weltweit ungelöst

"Nirgendwo gibt es ein sicheres Endlager für Atommüll!“ Das erklärten übereinstimmend Atomexperten, Umweltschützer und Politiker aus Frankreich, Schweden, Finnland, den USA, Australien, Russland und Deutschland auf einer Greenpeace-Veranstaltung in Dannenberg/Elbe.   Die Referenten berichteten am 09.11.2002 über die Atommüll-Situation in ihren Ländern und forderten die Regierungen auf, die Produktion von radioaktiven Abfällen sofort zu stoppen. Die Veranstaltung fand anlässlich des bisher größten Castortransports mit hoch radioaktiven Abfällen statt. Er wird diese Woche aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben starten.

Die US-Regierung behaupte, sie habe mit Yucca Mountain in Nevada ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll gefunden, kritisiert Judy Treichel, Geschäftsführerin der Nevada Nuclear Waste Task Force. Sie hält das für Propaganda: "Um Yucca Mountain als Lösung zu verkaufen, hat die Regierung alle Vorschriften so lange geändert, bis sie auf den Berg in der Wüste passten. Dabei wurden negative Erkundungsbefunde wie etwa die Gefahr von Erdbeben vom Tisch gewischt. Die ablehnende Haltung der Bevölkerung wurde ignoriert."

Auch die finnische Regierung glaube, die Endlagerfrage gelöst zu haben, kritisiert Matti Kojo von der Universität Tampere. 2001 habe die Gemeinde Eurajoki an der Südwestküste Finnlands nach Angaben der Regierung dem Bau eines Endlagers zugestimmt. Dort befinden sich bereits zwei von Finnlands vier Atomkraftwerken. Kojo widerspricht dieser Darstellung: "Bis 1994 wollte die Gemeinde noch kein Atommüll-Endlager haben. Erst nach Zahlung von sieben Millionen Euro und zum Beispiel dem Bau von Altersheimen änderte sich die Meinung in der Gemeinde. Die Leute wurden von den Atomfirmen praktisch gekauft. Kein einziges technisches Sicherheitsproblem ist bisher gelöst." Trotzdem soll 2010 die Baugenehmigung erteilt werden und das Endlager 2020 in Betrieb gehen.

In Russland werden laut Greenpeace jegliche Sicherheitsstandards im Umgang mit Atommüll ignoriert. So werde in Sibirien flüssiger Atommüll in Hohlräume im felsigen Untergrund verpresst. Wladimir Tschuprow, Greenpeace-Atomexperte in Moskau, befürchtet, dass Russland irgendwann als internationale Atommüllkippe herhalten muss: "Die russische Regierung will ausländischen Atommüll im großen Stil importieren. 2001 hat das russische Parlament ein entsprechendes Atom-Importgesetz verabschiedet. Eine Volksabstimmung über die Pläne wurde von der russischen Regierung verhindert." Reaktorbetreiber aus der Schweiz, Taiwan, Frankreich und Deutschland wollen ihren Atommüll nach Russland bringen. Tschuprow: "Die Menschen in Russland wollen keinen Atommüll aus dem Ausland. Russland kann nicht einmal seinen eigenen Atommüll sicher entsorgen."

Mathias Edler von Greenpeace Deutschland kritisierte, dass die rot-grüne Bundesregierung in punkto Endlager die Weichen auf Gorleben stelle, obwohl der Salzstock bereits seit 1981 als ungeeignet und unsicher gelte. Edler: "Jeder Castor-Behälter, der nach Gorleben gebracht wird, zementiert hier den Salzstock als künftiges Endlager."

12.11.2002   Quelle: Greenpeace e.V.

 

PV-Nachfrage zieht an

Im Oktober stieg die Zahl der Anträge im 100.000 Dächer Solarstrom-Programm im Vergleich zum Vormonat um 658 auf 2.275 deutlich an. Das berichtet der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V.   Die Nachfrage nach solarthermischen Anlagen in Deutschland liegt nach Informationen der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) jedoch weit unter dem Vorjahreswert.

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl der Anträge auf Förderung von Solarstromanlagen im Oktober 2002 um 246 höher. Die beantragte Leistung, die sich aus dem beantragten Kreditvolumen abschätzen lässt, stieg sogar um 54% auf ca. 13,5 Megawatt (MWp) sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahresmonat. Dies bedeutet laut DFS, dass die durchschnittliche Anlagengröße mit 5,9 kWp gegenüber 4,3 kWp pro Antrag im Vorjahresmonat deutlich angewachsen ist. Das Wachstum bei den Anträgen könne die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) derzeit offensichtlich nur verzögert abarbeiten, denn die bewilligte Leistung liege mit 10,6 MWp im Oktober nur wenig über den 9,1 MWp im September. Im Vergleich zum Vorjahr seien in den ersten 10 Monaten dieses Jahres mit 61,5 MWp nur 5% weniger bewilligt worden als im Vorjahr, kommentiert der DFS.

Die Anbieter berichteten zwar von einer anziehenden Nachfrage, doch liege diese in der Regel deutlich unter dem Vorjahr. Insgesamt geht der DFS deshalb von einem Rückgang des Marktvolumens in diesem Jahr von zirka 20% aus und rechnet damit, dass diejenigen, die einen Förderbescheid der KfW erhalten haben, dieses Jahr deutlich länger bis zur Ausführung warten als im Vorjahr. Dies werde auch durch Kundenaussagen belegt. Angesichts des nahenden Winters sei jetzt allerdings Eile geboten, damit die Anlage in diesem Jahr noch aufs Dach kommt. Der DFS empfiehlt deshalb den Kunden, bewilligte Anlagen möglichst bald in Auftrag zu geben.

Die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen hat das Vorjahresniveau bislang nicht erreicht. Aus diesem Grunde macht sich die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft für ein Sofortprogramm zur Belebung der Solarthermie-Nachfrage stark: Der Verband regt eine kurzfristige Reaktivierung der Ökozulage für Solarkollektoren sowie die Ausschöpfung der Mittel des Marktanreizprogramms zu Gunsten erneuerbarer Energien an. Mittelfristig verfolgt die UVS das Ziel, das Marktanreizprogramm durch haushaltsunabhängiges Zulagen- oder ein Steuerabschreibungsmodell zu ersetzen und für den regenerativen Wärmemarkt ein Gesetz nach dem Vorbild des erfolgreichen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu etablieren.

11.11.2002   Quelle: DFS; UVS

 

SOLARA AG wächst stärker als der Markt

Der Hamburger SOLARA AG ist es gelungen, ihre positive Firmen- und Umsatzentwicklung weiter fortzusetzen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   In den ersten zehn Monaten dieses Jahres sei eine Steigerung der Umsatzerlöse um fast 60% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreicht worden. Nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sei für 2002 innerhalb der Photovoltaik-Branche mit Umsätzen ungefähr auf Vorjahresniveau zu rechnen. Die SOLARA AG bewege sich somit entgegen dem landläufigen Trend. Sie zeichne sich seit ihrer Gründung im Jahr 1996 durch ein stetiges Wachstum bei positivem Geschäftsergebnis aus, betont das Unternehmen.

Der SOLARA-Gruppe habe auch in diesem Jahr zahlreiche Arbeitsplätze im norddeutschen Raum geschaffen, heißt es in der Pressemitteilung zum Betriebsergebnis. Einstellungen wurden in den Standorten Hamburg und Wismar vorgenommen. Heute arbeiten mehr als 90 Mitarbeiter für die SOLARA-Gruppe. Thomas Rudolph, Vorstandsvorsitzender der SOLARA AG: „Unser überdurchschnittlicher Erfolg bestätigt auch dieses Jahr, dass unsere gewählte Vertriebs- und Produktstrategie die richtige ist.“

Die SOLARA AG fertigt ihre Module in der SOLARA Sonnenstromfabrik Wismar GmbH. SOLARA produziert und vertreibt Solartechnik von Kleinstmodulen mit Leistungen ab 1,5 Watt peak bis hin zu Großmodulen mit 450 Watt Spitzenleistung. Die umfangreiche Produktpalette reicht von Standard-Netzverbundanlagen bis hin zu kundenspezifisch gefertigten Solarmodulen.

11.11.2002   Quelle: SOLARA AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Grüne: Steuersystem wird ökologischer

Die stärkere Besteuerung von Erdgas- und Nachtstromspeicherheizungen hat nach Auffassung des Sprechers für Forschung und Technologie der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Hans-Josef Fell zwei Vorteile. Zum einen werde der Anreiz zum Energiesparen größer, zum anderen steige die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien im Wärmesektor.  Konkret sind folgende Änderungen vorgesehen: Die Mineralölsteuer für Erdgas soll bei einer Verwendung als Heizstoff, von 3,476 Euro auf 5,50 Euro je Megawattstunde angehoben werden. Die Steuer auf Flüssiggas wird nach den vorliegenden Plänen von 38,34 Euro auf 60,60 Euro je 1.000 Kilogramm, und für schweres Heizöl von 17,89 Euro auf 25 Euro je 1 000 kg erhöht. Effiziente Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Anlagen) sind hiervon nicht betroffen. Der ermäßigte Stromsteuersatz für Nachtspeicherheizungen wird künftig von 50 % (10,20 Euro je Megawattstunde) auf 60 % des Stromsteuerregelsatzes angehoben (12,30 Euro je Megawattstunde). Die steuerliche Begünstigung endet am 31. Dezember 2006.

Ein Teil des höheren Mittelaufkommens soll in Energiesparmaßnahmen fließen. Es sei ein wichtiger grüner Erfolg, dass das Programm zur Gebäudesanierung um 150 Millionen aufgestockt werde, betont Fell. Damit werde die Energieeinsparung in den privaten Haushalten gefördert und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die genannten Maßnahmen sind, so Fell, eine sinnvolle Weiterentwicklung der ökologischen Steuerreform. Energiesparen und Erneuerbare Energien würden
gestärkt.

11.11.2002   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)

 

BDI: Ökosteuer ist neue Belastung für den Faktor Arbeit

"Die heute vom Kabinett beschlossenen Ökosteuererhöhungen erfolgen aus rein fiskalischen Gründen und haben keine klimapolitische Motivation", kritisierte Klaus Bräunig, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am 6.11.2002.   "Die in der Klimavorsorgevereinbarung mit der Bundesregierung festgelegten Ziele sind bisher von Seiten der Wirtschaft alle erfüllt worden. Aus Umweltgründen besteht also kein Bedarf, die Ökosteuern zu erhöhen", so Bräunig.

Mit der geplanten Anhebung der Ökosteuern würden besonders arbeitsintensive Unternehmen belastet, kritisiert der BDI. Dies liege vor allem daran, dass der ermäßigte Ökosteuersatz von 20 Prozent auf 60 Prozent steige, ohne dass die Rentenversicherungsbeiträge abgesenkt würden. Obwohl das Aufkommen der Ökosteuer im Jahre 2003 das Höchstniveau von 20 Mrd. erreichen werde, sei bereits jetzt eine gleichzeitige Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge um 0,4 Prozentpunkte fest eingeplant. Mit den gesamten Ökosteuereinnahmen, die sich laut BDI inzwischen auf 126 Milliarden Euro belaufen, sei es der Bundesregierung nicht gelungen, die Rentenversicherungsbeiträge auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Die Regierung habe sich mit der Renten-Subventionierung durch die Ökosteuer lediglich Zeit gekauft. Die Erhöhung der Rentenbeiträge zeige, dass diese jetzt abgelaufen sei, so der BDI. Die Rentenversicherung müsse schleunigst und nachhaltig reformiert werden", forderte Bräunig: "Insgesamt verteuern sich mit dem vorliegenden Gesetzentwurf in einer konjunkturell schwierigen Wirtschaftslage der Faktor Arbeit als auch der Faktor Energie für die Unternehmen im Vergleich zum vergangenen Jahr um mehr als das Dreifache. Das verbreitet keine Aufbruchstimmung!", kritisierte Bräunig. "Sollten die Unternehmen, wie zu befürchten ist, künftig auch noch einem obligatorischen Emissionshandel unterworfen werden, wird dies zu einer zusätzlichen spürbaren Belastung des Faktors Arbeit führen."

11.11.2002   Quelle: BDI

 

Harpen AG plant Biomasse-Heizkraftwerk in Bergkamen

Die Dortmunder Harpen AG verstärkt ihr Engagement im Bereich der regenerativen Energieerzeugung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Bergkamen (Nordrhein-Westfalen) plant die Harpen Energie Contracting GmbH (HEC), eine 100%ige Harpen-Tochter, die Errichtung eines modernen Biomasse-Heizkraftwerks.  Das Kraftwerk soll mit Holz betrieben werden. Die Nutzung dieses Energieträgers sei umweltschonend, da Holz während seines Wachstums genau so viel CO2 absorbiere, wie bei seiner Verbrennung freigesetzt wird. Neben der Einsparung von fossilen Brennstoffen würden mit dem Heizkraftwerk gleichzeitig die CO2-Emissionen verringert.

Die Anlage wird auf eine Leistung von 23 Megawatt (MW) thermisch und 20 MW elektrisch ausgelegt; die geplanten Produktionsmengen liegen bei maximal 49 Gigawattstunden Wärme pro Jahr (GWhth/a) und rund 145 GWhel/a Strom. Die erzeugte Wärme soll in das örtliche Fernwärmenetz eingespeist werden, Abnehmer der elektrischen Energie ist die RWE Net AG. Als Brennstoff kommt Holz der Kategorien A I - A IV gemäß der Altholzverordnung zum Einsatz. Zur Sicherung der erforderlichen Mengen hat HEC einen langfristigen Holzliefervertrag über 143.000 Tonnen pro Jahr mit der Interwood GmbH, einem Konzernunternehmen der Pfleiderer AG, geschlossen. Die Anlieferung aus der direkt benachbarten Holzaufbereitungsanlage erfolgt über ein ca. 300 Meter langes Förderband. Mit der Errichtung der Anlage ist die Schaffung von 15 gewerblichen Arbeitsplätzen verbunden.

Die 1856 gegründete börsennotierte Harpen AG ist im RWE-Konzern für regenerative Energien, Nahwärmeservice und Energiecontracting verantwortlich. Mit einer thermischen Anschlussleistung von rund 1.400 MW zählt die Harpen AG zur Spitzengruppe der Nahwärme-Anbieter in Deutschland. Im Bereich der erneuerbaren Energien hat Harpen die installierte Gesamtleistung mittlerweile auf etwa 325 MW erhöhen können. Insgesamt plant die Harpen Ag, langfristig ein Portfolio von Wasserkraftanlagen, Biomasse-Kraftwerken und Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von etwa 1.000 MW aufzubauen.

08.11.2002   Quelle: Harpen AG

 

SPD: Deutschland wird Klimaziele erreichen

Deutschland werde sein ehrgeiziges Klimaschutzziel erreichen, die Emission von Treibhausgasen bis 2012 um 21 Prozent gegenüber 1990 zu vermindern, erklärte der zuständige Berichterstatter im SPD-Umweltausschuss des Bundestages, Ulrich Kelber.  Schon heute sei die Bundesrepublik nur noch zwei Prozent von diesem Ziel entfernt.

Kelber kommentierte die Vorstellung der "Umweltoekonomischen Gesamtrechnung 2002" des Statistischen Bundesamtes und die "Prognose der CO2-Emissionen in Deutschland bis zum Jahr 2010" der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS): Die GWS-Prognose zu den CO2-Emissionen gehe von den heutigen Daten und einer guten weltwirtschaftlichen Entwicklung aus und berechne so ein mögliches knappes Verfehlen der 21-Prozent-Marke der Reduzierung der Treibhausgase. Sie sage aber im selben Abschnitt auch, dass bei diesen Berechnungen die anstehende LKW-Maut und der geplante CO2-Emmissionshandel auf europäischer Ebene nicht berücksichtigt seien, die zu einer weiteren CO2- Minderung beitragen würden. Darüber hinaus würde die Bundesregierung zum Beispiel mit weiteren Offshore-Windparks und der verstärkten energetischen Nutzung von Biomasse zusätzlich zur CO2-Minderung beitragen. Schon diese beschlossenen Maßnahmen würden dazu führen, dass Deutschland die Klimaschutzziele erreiche.

Beide Studien zeigten aber auch, so Kelber, dass ehrgeizige langfristige Ziele notwendig seien, Deutschland bei seinen Anstrengungen zum Abbau der Treibhausgase nicht nachlassen dürfe und die umweltschonende Energie- und Produkterzeugung forcieren müssen. Nur so könne Deutschland seiner Vorbildfunktion im Nach-Kioto-Prozess gerecht werden und die Schwellen- und Entwicklungsländer zu einer umweltschonenden wirtschaftlichen Entwicklung ermutigen.

08.11.2002   Quelle: SPD Bundestagsfraktion; AG Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Euröpäische Union stellt Atom-Maßnahmenpaket vor

Mit dem von der Europäischen Kommission am 06.11.2002 präsentierten Atom-Papier plane die Europäische Gemeinschaft unter anderem eine Richtlinie für nukleare Sicherheitsstandards und eine Richtlinie zur Behandlung von Atommüll, berichtet der österreichische EU-Abgeordnete und Energieexperte Hans Kronberger.  „Einheitliche nukleare Sicherheitsstandards machen nur dann Sinn, wenn sie einerseits auf einem hohen Niveau festgelegt werden und andererseits für alle gegenwärtigen sowie die zukünftigen Mitgliedstaaten gleichermaßen gültig und verbindlich sind. Freiwillige Vereinbarungen sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen“, betont Hans Kronberger. Außerdem müsse gewährleistet sein, dass bei der Sicherheitsüberwachung von Atomkraftanlagen transparente Prüfungsmodalitäten angewendet und die Ergebnisse veröffentlicht würden. Die Risiken einer atomaren Verseuchung seien zu groß, als dass hier brisante Informationen unter dem Deckmantel der „Vertraulichkeit“ zurückgehalten werden dürften, fordert Kronberger. Zur geplanten Richtlinie über die Behandlung von Atommüll sagte der EU-Parlamentarier: „Die EU schlägt vor, Atommüll unter der Erdoberfläche je nach Radioaktivität in unterschiedlicher Tiefe endzulagern. Nach wissenschaftlichem Ermessen ist dies jedoch keine endgültige Lösung für die Beseitigung von Atommüll, deshalb kann es sich hier nur um eine gefährliche und auch enorm kostenintensive Notlösung handeln. Spätestens hier müsste man erkennen, dass die Atomtechnologie keine nachhaltige Energieform darstellt und ein Ausstieg daher dringend geboten ist.“

„Gleichzeitig will die EU den Euratom-Kreditrahmen von derzeit vier auf sechs Milliarden Euro aufstocken“, kritisiert Kronberger. Ein weiterer Ausbau der Atomenergienutzung sei nicht akzeptabel. Es sei fraglich, wie sichergestellt werden soll, dass diese EU-Gelder nicht in den Neubau, die Weiterentwicklung der Atomtechnologie oder gar in die Kernfusion fließen, so Kronberger. Aus einem angeblichen Reaktorsicherheitspapier dürfe auf keinen Fall ein Atomkraftförderungspapier entstehen, warnt der EU-Abgeordnete: „Das Europäische Parlament ist jetzt gefordert, dem Atomspuk ein Ende zu bereiten und für die nötige Atomsicherheit zu sorgen. Nach Kohle und Stahl sowie Euratom sollte dringend ein Vertrag für Erneuerbare Energien geschaffen werden“, appelliert Hans Kronberger abschließend.

08.11.2002   Quelle: Hans Kronberger MdEP

 

CDU/CSU: Neu Delhi hat klimapolitisch keinen Fortschritt gebracht

Auf der Klimaschutzkonferenz in Neu Delhi ist nach Auffassung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die große Chance worden, zu globalen Lösungen zu kommen.  Es sei bedauerlich, dass es der Europäischen Union und Deutschland nicht gelungen sei, Gesamtlösungen zu erreichen die neben den USA auch die großen Entwicklungs- und Schwellenländer einbinden, heißt es in einer Pressemitteilung von Dr. Peter Paziorek (MdB), umweltpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Dr. Christian Ruck (MdB), entwicklungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Die USA seien ultimativ aufgefordert, endlich ihre Blockadehaltung aufzugeben.

Allen Verantwortlichen müsse heute klar sein, dass die Erderwärmung nur gestoppt werden könne, wenn das CO2-Reduktionspotential der aufstrebenden Schwellenländer Ostasiens und Lateinamerikas erschlossen wird. Die Reduktionserfolge Europas könnten leicht durch das enorme Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum dieser Länder aufgezehrt werden. Hier sehen die Unionsparteien die EU gefordert, flexibel zu reagieren und neue Modelle der klimapolitischen Zusammenarbeit vorzulegen. Dabei gebe es durchaus ermutigende Signale aus diesen Ländern, wie etwa das Beispiel China zeige. Es gelte nun auf diese positiven Signale zu reagieren und mit diesen Staaten einen Pakt zu schließen, der einerseits die entwicklungspolitischen Belange berücksichtigt, andererseits eine konsequente Klimaschutzpolitik festschreibt.

08.11.2002   Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion

 

Experten warnen: Kyoto-Klimaziel gefährdet

Im letzten Jahrzehnt sind Umweltbelastungen in Deutschland zwar zurückgegangen, das Erreichen des Klimaschutzziels nach dem Kyoto-Protokoll ist aber laut Professor Dr. Bernd Meyer von der Universität Osnabrück dennoch gefährdet.   Prof. Meyer, zugleich Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) mbH, vertrat diese Auffassung bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der GWS und des Statistischen Bundesamtes (StaBA) zu den so genannten umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR).

Die aktuellen UGR-Ergebnisse für wichtige Indikatoren zeigen, dass der Rohstoffverbrauch von 1991 bis 2001 um durchschnittlich 0,4 % pro Jahr zurückging, heißt es in einer Presseerklärung des Statistischen Bundesamtes. Auch der Energieverbrauch verminderte sich laut StaBA von 1990 bis 2001 um durchschnittlich 0,3 % pro Jahr. Noch deutlicher hätten sich die Luftemissionen zwischen 1990 und 2000 jährlich verringert, und zwar um 6,5 % bei den Luftschadstoffen und um jährlich 2,1 % bei den Treibhausgasen. Der Rückgang der Umweltbelastungen sei mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (zwischen 1991 und 2001 jährlich um durchschnittlich 1,5 %) einhergegangen; das bedeute. es sei für die genannten Indikatoren gelungen, Wirtschaftswachstum und Naturverbrauch zu entkoppeln.

Um die Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland zu erfüllen, reicht diese Entkopplung nach Einschätzung des StaBA und der GWS allerdings nicht aus. Bei den Indikatoren Energieproduktivität und Kohlendioxidausstoß sei das bisherige Entwicklungstempo zu gering, um die in der Nachhaltigkeitsstrategie angestrebten Ziele zu den vorgegebenen Zeitpunkten einzuhalten. Dagegen wäre, wenn die bisherige Dynamik des Wirtschaftswachstums und der Inanspruchnahme der Natur anhält, bei den Indikatoren Rohstoffproduktivität, Luftschadstoffausstoß und Treibhausgasausstoß mit einer Einhaltung der jeweiligen Zielvorgaben zu rechnen.

Die zu erwartende Emissionsentwicklung in Deutschland stellte Professor Dr. Meyer an Hand von Prognoserechnungen mit dem umweltökonomischen Modell PANTA RHEI dar, dem Daten der UGR und der volkswirtschaftlichen Input-Output-Tabellen zu Grunde liegen. Nach Prof. Meyer wird sich bei der zu erwartenden normalen Entwicklung der Weltwirtschaft und den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen der Kohlendioxidausstoß bis zum Jahr 2010 nicht weiter vermindern. Damit bestehe die Gefahr, dass das aus dem Kyoto-Protokoll für Deutschland folgende Klimaschutzziel (–21 % der Treibhausgasemissionen von 1990 bis zum Zeitraum 2008 – 2012) knapp verfehlt werde. Prof. Meyer wies unter anderem darauf hin, dass der Straßengüterverkehr und der Heizbedarf der privaten Haushalte weiterhin Quellen steigender Kohlendioxidemissionen sein werden. Eine Erreichung des Kyoto-Zieles ohne weitere umweltpolitische Maßnahmen sei nur bei einer dauerhaft schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung zu erwarten, die allerdings unwahrscheinlich sei.

Detailliertere Ergebnisse auch zu weiteren UGR-Themenfeldern enthält der Bericht des Statistischen Bundesamtes "Umweltökonomische Gesamtrechnungen 2002". Die Prognoseergebnisse der GWS sind in ihrem Bericht "Prognose der CO2-Emissionen in Deutschland bis zum Jahre 2010" ausführlicher dargestellt.

07.11.2002   Quelle: StaBA, GWS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bayern weltweit Spitzenreiter in der Nutzung der Photovoltaik

In Bayern stehen neben den größten Solarparks der Welt mehr als 17.000 der bundesweit rund 42.000 Photovoltaik-Anlagen, die rund 72 der insgesamt zirka 173 Megawatt (MW) Sonnenstrom in Deutschland produzieren.   Auf Platz 2 der deutschen Solarstrom-Produzenten steht Baden-Württemberg mit rund 10.000 Anlagen und einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt. Bayern liefert über 40 Prozent des bundesweit produzierten Solarstroms.

Ein neues Großprojekt wird in Untergriesbach nahe Passau verwirklicht: Dort haben die Bauarbeiten für eines der weltweit größten Photovoltaik-Projekte begonnen, berichtet die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen wurde von der WindWelt AG mit der schlüsselfertigen Errichtung eines Solarparks mit einer Spitzenleistung von rund 1,7 Megawatt beauftragt. Zum Einsatz kommen 11.178 Solarmodule vom Typ SW 150-M der SolarWorld AG sowie 17 Zentralwechselrichter von Siemens. Bis zum Jahreswechsel soll das 7,5-Millionen Euro Projekt bereits umweltfreundlichen Strom aus der Sonne ins öffentliche Netz einspeisen. Davon soll auch das Klima profitieren: der Umwelt werden durch den Einsatz der Photovoltaik in Untergriesbach etwa 25.500 Tonnen Kohlendioxid in den nächsten 20 Jahren erspart. Neben diesem Solarpark errichtet SunTechnics in Hemau bei Regensburg den mit rund vier Megawatt derzeit weltweit größten Solarpark, der ebenfalls noch bis zum Jahreswechsel ans öffentliche Netz gehen soll. Projektentwickler der Solarparks in Hemau und Untergriesbach ist die voltwerk AG, die Standortentwicklung wurde von der K&S Consulting aus Regensburg realisiert.

07.11.2002   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH

 

Norddeutschlands größte private Solarstromanlage eingeweiht

Solarkraftwerk

Im Alten Land bei Hamburg arbeitet die bislang größte privat betriebene Solarstromanlage Norddeutschlands eingeweiht.   Die Hamburger SOLARA AG lieferte hierfür mehr als 1.350 Solarmodule inklusive Wechselrichter, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von insgesamt 170 Kilowatt (kW) Installiert wurde die Anlage durch einen Fachbetrieb vor Ort. An der Eröffnung nahmen unter anderen die Bürgermeisterin Hilke Harms sowie die Staatssekretärin des Niedersächsischen Umweltministeriums, Friedericke Witte, teil.

Die Photovoltaikanlage erzeugt rund 134.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr. Dies entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von über 50 Haushalten. Mit diesem Projekt konnte gezeigt werden, dass die Photovoltaik in Norddeutschland eine bedeutende Rolle spielt, betont die SOLARA AG. Die Sonneneinstrahlung ermögliche es auch im Norden, kleinere Photovoltaikanlagen bis hin zu Großanlagen effizient und rentabel zu errichten und zu nutzen.

Die SOLARA AG ist einer der führenden Hersteller von Solarstromtechnik mit über 1.200 Partnern und Vertretungen weltweit. Die Module fertigt die SOLARA Sonnenstromfabrik Wismar GmbH. Die SOLARA AG liefert das volle Sortiment rund um die Solarstromtechnik. Die SOLARA-Gruppe beschäftigt aktuell mehr als 90 Mitarbeiter.

07.11.2002   Quelle: SOLARA AG
Bildquelle: SOLARA AG

 

Das Grüne Emissionshaus zweimal Spitzenreiter bei ÖKO-TEST

In einem Ranking von 24 Windenergiefonds schnitten die beiden aktuellen Angebote des Grünen Emissionshauses mit der Note „gut“ ab und gehören damit zu den vier Spitzenreitern, berichtet das Freiburger Finanzdienstleistungsunternehmen in einer Pressemitteilung.   Das Grüne Emissionshaus aus Freiburg gehe als bester Initiator aus dem aktuellen Windenergiefonds-Test der Zeitschrift ÖKO-TEST hervor. Sowohl den Windenergiefonds Wansleben am See als auch den Fonds Neudersum hat das Magazin in seiner Novemberausgabe mit der Note „gut“ bewertet. Nur zwei der anderen 22 untersuchten Fonds schnitten ebenso gut ab. Ihre Energieertragsprognosen stehen laut ÖKO-TEST auf sicheren Füßen und die Betriebskosten sind - insbesondere für Wartung und Instandhaltung - realistisch hoch angesetzt. Die meisten Projekte beurteilte ÖKO-TEST lediglich mit der Note "befriedigend". Sechs Angebote wurden als „mangelhaft“ oder gar „ungenügend“ bewertet. Das Prädikat "sehr gut" wurde für keinen der Parks vergeben. Die Gewinnaussichten bei Windparkfonds sind laut ÖKO-TEST nicht mehr so üppig wie noch vor wenigen Jahren. Die durchschnittlichen Renditen vor Steuern lägen zwischen 6,0 und 7,5 Prozent. In Deutschland seien die guten Küsten-Standorte längst vergeben.

Der Test umfasst einen umfangreichen Vergleich wesentlicher Parameter eines Windenergiefonds. So wurden steuerlichen Verluste im ersten Jahr und die Gesamtausschüttung verglichen, ebenso wie die prospektierten Windgeschwindigkeiten am Standort und die berücksichtigten Sicherheitsabschläge. Sehr große Unterschiede seien vor allem bei den Rücklagen für Wartung und Instandhaltung der Anlagen zu Tage getreten: Während im Schnitt weniger als 10% der jährlichen Erlöse für diese Kosten einkalkuliert worden seinen, sind im Windenergiefonds Wansleben am See rund 15% der Einnahmen für diese Aufwendungen vorgesehen, betont das Grüne Emissionshaus. Für den gemeinsam mit dem Frankfurter Initiator Deutsche Structured Finance emittierten Fonds Neudersum sei ein umfassendes Service-Paket mit dem Anlagenhersteller Enercon vereinbart worden, das die Übernahme aller Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten zu einem Festpreis vorsehe. Nicht umsonst sehe ÖKO-TEST bei diesen beiden Beteiligungsangeboten „keinen Grund, nicht zu investieren“.

Der Windenergiefonds-Test wurde veröffentlicht im November-Heft der Zeitschrift ÖKO-TEST. Weitere Informationen auf den Internetseiten von ÖKO-TEST Link: http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?suchtext=Windenergie&doc=28849&pos=0&splits=0:2105:3776:5602:7496:9079:11010

07.11.2002   Quelle: Das Grüne Emissionshaus; ÖKO-TEST

 

Umweltminister Trittin: Deutschland wird Klimaschutzziel übertreffen

Die umweltökonomischen Gesamtrechnungen bestätigen die bereits von vielen Sachverständigen geäußerte Haltung, dass Deutschland seine Klimaschutzverpflichtungen nach dem Kyoto-Protokoll einhalten und sogar weit vor dem Jahr 2008 übererfüllen wird. Dies erklärte das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung anlässlich der am 05.11.2002 vorgestellten Ergebnisse der so genannten umweltökonomischen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes (StaBA).   Die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes würden erneut belegen, dass die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung auf dem richtigen Weg voranschreite.

Kein Land der EU könne vergleichbar hohe Klimaschutzleistungen vorweisen wie Deutschland, betonte Bundesumweltminister Jürgen Trittin: Mit rund 200 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten habe Deutschland doppelt so viel Kohlendioxid eingespart wie die Europäische Union insgesamt. Allein in den vergangenen vier Jahren seien die CO2-Einsparungen von unter 16 auf über 19 Prozentpunkte im Vergleich zu 1990 gesteigert worden. Nur noch 2 Prozent trennen Deutschland von dem 21-Prozent-Klimaschutzziel, das im Rahmen der europäischen Lastenteilung bis 2012 erreichen werden muss. Wenn die Bundesregierung ihre Strategie zur CO2-Minderung konsequent fortsetze, werde dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern sogar noch übertroffen. Deshalb rechnet Minister Trittin damit, dass Deutschland im Rahmen des EU-weiten Emissionshandels, der zur Zeit in Brüssel vorbereitet wird, sogar als Nettoverkäufer auftreten kann.

Die StaBA-Ergebnisse zeigen laut Trittin gleichwohl, dass das Erreichen der anspruchsvollen umweltpolitischen Ziele kein Selbstläufer sei und ein "weiter so" nicht ausreiche. Die Bundesregierung habe im Koalitionsvertrag Schwerpunkte für die Umweltpolitik der nächsten vier Jahre festgelegt und bereits eine Reihe von konkreten Maßnahmen dargestellt, von der Fortentwicklung der ökologischen Steuerreform bis zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und Programmen zur Energieeinsparung. Diese gelte es jetzt zügig umzusetzen.

06.11.2002   Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neuer Speicher für Kombination von Solar- und Nahwärme

Die Frankfurter Consolar GmbH bietet erstmals einen Solarspeicher an, der alle Forderungen der Betreiber von Wärmenetzen erfüllt.   Damit sei der Weg frei, um die beiden umweltfreundlichen Wärmelieferanten Sonne und Nahwärme zu kombinieren, berichtet Consolar in einer Pressemitteilung. „Hausbesitzern, die Solarwärme nutzen wollten, wurde dies von den Wärmenetzbetreibern oft verwehrt“, erklärt Dr. Ulrich Leibfried, Entwicklungsleiter bei Consolar. „Die bisherigen Solarsysteme führten nämlich unter bestimmten Bedingungen zu unerwünschter Anhebung der Rücklauftemperatur im Nahwärmenetz.“ Die patentierte Schichtenleittechnik des NFL schließt das zuverlässig aus. Das anschlussfertige System „SOLUS II 560 NFL“ ist das Ergebnis der Kooperation zweier Spezialisten: Consolar in Frankfurt für Solarsysteme und die Firma F+G mit Sitz im baden-württembergischen Backnang für Fernwärmeübergabestationen.

Die Partner entwickelten erstmals eine abgestimmte Nahwärme-Übergabestation speziell für den Solarspeicher SOLUS, die allen Ansprüche genüge. „Davon profitieren Betreiber genauso wie Handwerker. Die Anschlüsse an die Nahwärmenetze und an den SOLUS sind perfekt aufeinander abgestimmt“, erklärt Günter Golbeck, Geschäftsführer von F+G. Der Speicher sei ideal für die kombinierte Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Er fasse 550 Liter, seine verbesserte Zapfleistung liefere 18 Liter pro Minute und mehr. Er ist mit 175 cm Höhe besonders kompakt und passt damit auch in niedrige Kellerräume. Die Wärmedämmung besteht aus zwei Halbschalen und ist so leicht montierbar. Der Speicher arbeitet mit dem Consolar-Regler CONTROL 600, der neben dem Solarkreis auch den Nahwärmeanschluss und den Heizkreis steuert.

„Solarthermie passt sogar richtig gut zu Nahwärme“, fügt Leibfried hinzu. Denn der Solarspeicher entkopple die Wärme vom Strom. So könnten Wärmenetzbetreiber den Strom verkaufen, wenn die Preise dafür hoch sind. Die Solarthermie entlaste aber auch das Nahwärmenetz. Bei Erweiterungen des Netzes würden größere Leitungen überflüssig - und wenn alle Häuser Solarwärme produzieren würden, könnte das Netz im Sommer abgeschaltet werden.

06.11.2002   Quelle: Consolar GmbH

 

SolarWorld AG liefert 1,7 Megawatt Solarmodule nach Bayern

Die Bonner SolarWorld AG wird Solarkraftwerke in Niederbayern mit einer Gesamtleistung von 1,7 Megawatt (MW) ausrüsten, kündigte das Unternehmen am 30.10.2002 an.   Auftraggeber der Photovoltaikanlagen ist die WindWelt AG, die in der Nähe von Passau neue Solarkraftwerke zur Optimierung ihres regenerativen Kraftwerksportfolios realisiert.

Das Investitionsvolumen der Projekte beläuft sich laut Solarworld AG auf rund 7,5 Millionen Euro. Die Solarkraftwerke sollen noch im laufenden Jahr die Stromproduktion aufnehmen. Der Standort der neuen Kraftwerke in der Nähe von Passau verfüge über optimale solare Einstrahlungsverhältnisse, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt lägen und einen jährlichen Stromertrag von rund 1,7 Millionen Kilowattstunden (kWh) erwarten lassen. Die WindWelt AG speist den Solarstrom in das öffentliche Stromnetz ein und wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für einen Zeitraum von 20 Jahren eine gesetzlich garantierte Vergütung in Höhe von 48,1 Cent je Kilowattstunde erhalten.

06.11.2002   Quelle: SolarWorld AG

 

Hamburg: Info-Zentrum für Windenergie geplant

In Hamburg gibt es Pläne für die weitere Unterstützung der Windenergie. Sie stehen im Zusammenhang mit dem neu entstehenden „Nachhaltigkeitszentrum Hamburg - VIVO!“.   Dieses Modellprojekt wird von einer städtischen Tochtergesellschaft, der Hamburger Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und Projektplanung (HaGG), mit einem Investitionsvolumen von gut 45 Millionen EURO realisiert. Auf einer Fläche von ca. 20.000 Quadratmetern sollen in dem Zentrum ab Ende Februar 2003 nachhaltige Angebote wie Bio-Lebensmittel, Möbel, Textilien und Dienstleistungen rund um die Themen Umweltschutz und ganzheitliche Gesundheit zu finden sein. Das Thema regenerative Energien und damit auch die derzeit boomende Branche Windenergie wird laut dem Management des Zentrums (ecom.AG) im „VIVO!“ einen besonderen Stellenwert erhalten: Durch die Bündelung von Fachkompetenz, die Entwicklung firmenübergreifender Vermarktungsstrategien und die Möglichkeit einer engen Zusammenarbeit an einem Ort soll dieser Sektor in der Hansestadt gezielt weiter gefördert werden. Als deutlich sichtbares Zeichen dafür sind auf dem Dach des VIVO! Die beiden ersten innerstädtischen Windenergieanlagen und eine Solarstromanlage geplant.

06.11.2002   Quelle: ecom.AG

 

Wuppertaler Energie- und Umweltpreis 2002 vergeben

Markus Mann hat mit seiner Pionierarbeit über die energetische Nutzung von Biomasse den Wettbewerb um den Wuppertaler Energie- und Umweltpreis 2002 gewonnen. Aus mehr als 120 Bewerbungen hat die Jury unter der Leitung des amtierenden Präsidenten des Wuppertal Instituts, Prof. Peter Hennicke, die innovativsten Arbeiten bewertet und ausgezeichnet.   Den zweiten Preis erhalten Dietrich Heidt und Volker Kalender aus Siegen für die Entwicklung einer Handwerker-Blower-Door. Damit kann bereits auf der Baustelle von Gebäuden überprüft werden, ob das neue Haus den gestellten Wärmeschutz-Anforderungen entspricht.

Außerdem vergab die Jury zwei Sonderpreise. Ausgezeichnet wurden damit Ulrich Weise aus Butzbach für seinen „MircroClear“-Wasserfilter zur Erzeugung von Trink- und Brauchwasser sowie Dorothea Hess aus Bad Homburg für den Reparaturleitfaden „Reparieren statt Wegwerfen“. Darüber hinaus sprach die Wettbewerbsjury insgesamt elf Belobigungen aus. Die Preisrichter lobten ausdrücklich die Vielfalt und die durchweg hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. Das Wuppertal Institut und die Energieagentur NRW hatten gemeinsam die eingereichten Arbeiten gesichtet und für die Jurysitzung vorbewertet.

Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Wuppertaler Energie- und Umweltpreis 2002 wird am 5. November durch NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper in der Historischen Stadthalle Wuppertal überreicht.

05.11.2002   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt Energie

 

Klimagipfel in New Delhi nur informeller Erfolg

Das Gipfeltreffen der achten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP 8) in New Delhi endete nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch formal mit einer nichts sagenden Deklaration.   Auf informeller Ebene seien mit dem Beginn von Gesprächen zwischen den Schlüsselländern Brasilien, Indien und China jedoch Erfolge erzielt worden, erklärte Germanwatch in einer Pressemitteilung. "Das ist mehr als ein Hoffnungsfunken für die Zukunft", kommentierte Christoph Bals, Leiter der Klima-Abteilung bei Germanwatch. "Jetzt ist es an den Industrieländern unter den Kyoto-Staaten, sowohl ihre Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgas als auch ihre finanziellen Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll konsequent umzusetzen. Das schafft die notwendige Gesprächsatmosphäre, um in den kommenden Jahren zu ernsthaften Verhandlungen über das nächste Protokoll zu kommen."

Der Klimagipfel sei geprägt gewesen von taktischen Spielen, so Bals weiter. Die verschiedenen Länderblöcke hätten versucht, vorteilhafte Startpositionen für die Verhandlungen der zweiten Verpflichtungsperiode (ab 2012) zu erlangen, die auf das Kyoto-Protokoll folgen soll. Dabei seien die Entwicklungsländer noch nicht bereit gewesen, ihr Einverständnis zu solchen Verhandlungen offiziell zu erklären. Besorgniserregend sei besonders der gemeinsame Versuch der USA und der Erdöl exportierenden Länder gewesen, die Verhandlungen zu blockieren. Die USA hätten überwiegend Vorschläge eingebracht, welche den Prozess enorm komplizieren würden. Auch hätten sie ihre bilateralen Abkommen mit inzwischen 14 Staaten verstärkt als Alternative zum Kyoto-Protokoll präsentiert. Diese Abkommen enthalten laut Germanwatch jedoch keine Verpflichtungen. Gleichzeitig unterstützten die USA eine Konferenz in Moskau, auf der im September/Oktober 2003 "Alternativen zum Kyoto-Protokoll" diskutiert werden sollen. "Das ist ein Wortbruch der US-Regierung, die versprochen hatte, den Kyoto-Prozess nicht zu behindern", mahnte Bals.

Positiv zu bewerten sei, dass Brasilien in New Delhi einen Workshop angekündigt habe, auf dem es gemeinsam mit Indien und China Möglichkeiten einer fairen Übernahme von Verpflichtungen zum Klimaschutz diskutieren wolle, so Germanwatch. Gleichzeitig komme in Russland und Kanada der Ratifizierungsprozess für das Kyoto-Protokoll gut voran. Die kanadischen Provinzen hätten sich für eine Ratifizierung ausgesprochen und Kanada habe auf der Konferenz eine positive Rolle gespielt. Die russische Regierung habe angekündigt, Ende November/Anfang Dezember der Duma zu empfehlen, das Protokoll zu ratifizieren. Mit dieser Ratifizierung würde das Kyoto-Protokoll in Kraft treten. "Auch die Banken und Versicherungen haben auf dieser Konferenz ganz deutlich gemacht, dass sie ein Inkrafttreten des Kyotoprotokolls annehmen. Nun beginnen sie Druck auf die Industrie auszuüben, wenn diese die Risiken des Klimawandels negiert", erklärte Bals.

05.11.2002   Quelle: GERMANWATCH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bundesverband Erneuerbare Energie lehnt Strompreiserhöhungen ab

Die Energieversorgungsunternehmen (EVUs) wollen erneut mit fadenscheiniger Begründung in die Taschen der Stromkunden greifen.   So bewertet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) die Ankündigung des Verbands der deutschen Elektrizitätswirtschaft (VdEW), auf Grund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK-G) und der Ökosteuer sei für Haushaltskunden im nächsten Jahr ein Preisanstieg um etwa 5 % zu erwarten.

Die geplanten Strompreiserhöhungen stoßen beim BEE auf totale Ablehnung. BEE-Präsident Johannes Lackmann sagte: "Mit dieser Begründung sind bereits in den letzten zwei Jahren die Strompreise völlig überzogen angehoben worden. Wir fordern das zuständige Verbraucherschutzministerium und die Strompreisaufsicht auf, dem endlich Einhalt zu gebieten. Die für 2003 angekündigte Erhöhung liegt erneut doppelt so hoch wie die prognostizierte Steigerung der Steuern und Abgaben im Strombereich. Die Hälfte der von VdEW angekündigten 5 % planen die Versorgungsunternehmen offensichtlich wieder, in die eigene Tasche zu stecken." Nicht gelten lässt der Verbandspräsident die Argumentation der großen Stromversorger, auf Grund von Schwankungen im regenerativen Stromangebot müssten erhöhte Kosten für die so genannte Regelenergie aufgewandt werden. Lackmann: "Teure Regelenergie muss dann eingesetzt werden, wenn überraschend Ausfälle bei der Deckung des Strombedarfs auftreten. Die 24-Stunden-Prognosen für Windleistung beispielsweise im E.ON-Netz sind inzwischen so genau, dass lediglich Abweichungen von etwa 10%, bei 3-6-Stunden-Prognosen sogar nur rund 6% auftreten. Nur für diese Abweichungen kann sich die Notwendigkeit ergeben, Regelenergie einzusetzen. Das Bundeskartellamt prüft im Übrigen zurzeit den Verdacht, dass die Preise, die von den Konzernen für die Bereitstellung von Regelenergie angegeben werden, völlig überhöht sind."

Zur aktuellen Kritik des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) an der Förderung erneuerbarer Energien entgegnet Lackmann: "Der BDI und andere Wirtschaftsverbände beklagen, die Kosten der Energiewende seien zu hoch. Bevor eine solche Behauptung aufgestellt wird, müssen sich die Verbände allerdings fragen lassen, warum sie nicht im Interesse ihrer Mitgliedsunternehmen massiv gegen die unzulässigen Preissteigerungen in der Energiewirtschaft vorgehen. Zum anderen müssen bei einer volkswirtschaftlichen Betrachtung die realen Kosten der Energieversorgung zugrunde gelegt werden. Dann zeigt sich schnell, dass die sogenannten Mehrkosten der erneuerbaren Energien erheblich unter dem liegen, was sie auf der anderen Seite an Umweltkosten einsparen. Wir können uns entscheiden, ob wir heute den Aufbau einer alternativen Energieversorung finanzieren, oder ob wir zukünftig regelmäßig die wesentlich höheren Kosten für die Behebung von Schäden wie zuletzt bei der Flut in Ostdeutschland tragen wollen."

05.11.2002   Quelle: BEE

 

Deutlicher Rückgang des Primärenergieverbrauchs in Deutschland

Der gesamte Primärenergieverbrauch ist in Deutschland nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in den zurückliegenden neun Monaten dieses Jahres auf rund 353 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gesunken; das sind 2,8 % weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.   Zu diesem Ergebnis hätten sowohl die deutlich wärmere Witterung als auch die schwache Konjunktur beigetragen, so die AGEB.

Der Mineralölverbrauch lag mit rund 137 Mill. t SKE um 3,9 % unter dem Vergleichswert für 2001. Der Erdgasverbrauch sank um rund 1 Mill. t SKE oder 1,5 %. Der Steinkohlenverbrauch war mit 46,4 Mill. t SKE um 4,3 % niedriger als vor einem Jahr. Ursächlich dafür war vor allem der Rückgang beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Der Steinkohlenverbrauch der Stahlindustrie ging konjunkturbedingt leicht zurück. Der Braunkohlenverbrauch nahm um 2 % auf knapp 42 Mill. t SKE zu. Der Zuwachs ist auf höhere Lieferungen (+4,4 %) an die Kraftwerke der allgemeinen Stromversorgung zurückzuführen. Der Heizwert der Förderung war jedoch insgesamt niedriger als im Vorjahr, so dass die Stromerzeugung nicht im gleichen Maße gestiegen ist.

Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke erreichte mit rund 45 Mill. t SKE einen um 5,9 % niedrigeren Wert als im Vorjahr. Der Anstieg der Stromerzeugung bei Wasser- und Windkraftanlagen betrug 14,3 %. Der Verbrauch von so genannten „Sonstigen Energieträgern“ (in erster Linie Brennholz und andere Biomasse) stieg gegenüber dem Vorjahr ebenfalls.

05.11.2002   Quelle: AGEB
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Landesinitiative zieht Zwischenbilanz der NRW-Solarsiedlungen

Fortschritte und Erfahrungen sind Gegenstand der 2. Fachtagung „50 Solarsiedlungen in NRW“.   Am 14. November 2002 thematisiert die Landesinitiative Zukunftsenergien Nordrhein-Westfalen den Stand der vor fünf Jahren begonnenen Initiative: 5 Siedlungen sind fertiggestellt, neun befinden sich im Bau und weitere 12 haben den Status „Solarsiedlung in Planung“. Die Besucher der Tagung können sich in Vorträgen und einer begleitenden Ausstellung über die unterschiedlichen architektonischen und energetischen Konzepte informieren.

NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper wird die Veranstaltung eröffnen mit einer Rede unter dem Titel „Solarsiedlungen in NRW – ein Beitrag zum Klimaschutz“. Weitere Vorträge behandeln unter anderem die Ergebnisse der Energie-Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages und das solare Bauen in Europa. In drei Workshops werden Architektur und Städtebau, Strategien zur Umsetzung sowie technische Aspekte behandelt. Die Fachtagung soll dem Erfahrungsaustausch zwischen Architekten, Ingenieure, Wohnungsbaugesellschaften, Bauträgern und Kommunalplanern dienen.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldungen sind möglich bis zum 07.11.2002. Das Programm und ein Anmeldeformular können heruntergeladen werden unter http://www.en-consulting.com/Fachtagung-Solarsiedlungen-NRW.pdf

04.11.2002   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Fachtagung des TÜV Süddeutschland zu Klimaschutzprojekten

Mit den Ergebnissen der Weltklimakonferenz in New Delhi und erfolgreichen Klimaschutzprojekte beschäftigt sich am 18. und 19. November das „netinforum Succes Stories – Klimaschutz in der Spur“ des TÜV Süddeutschland.   Zwei Tage lang werden Erfolgsgeschichten des Klimaschutzes im Vordergrund stehen. Internationale Experten, unter anderem von der Europäischen Kommission, des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, nationaler und internationaler Projektentwicklungsgesellschaften berichten über die praktische Umsetzung von Klimaschutzprojekten. Anschließend können die Teilnehmer in vier Fachforen die Durchführung von Klimaschutzprojekten zu Windkraft, Wasserkraft, Erneuerbaren Gasen und Forstprojekten, Schritt für Schritt ausarbeiten.

Das netinforum des TÜV Süddeutschland ist eine klimaneutrale Veranstaltung. Ähnlich wie beim Umweltgipfel in Johannesburg werden die durch die Veranstaltung verursachten umweltschädlichen Emissionen, zum Beispiel durch die Anreise der Teilnehmer, anderweitig ausgeglichen. Eine Möglichkeit hierzu ist der Ankauf von Zertifikaten über Emissionsreduktionen aus Klimaschutzprojekten. Ein solches Projekt ist beispielsweise der Ersatz eines Kohlekraftwerkes durch ein Wasserkraftwerk. Anmeldungen zu der Tagung „Sucess Stories – Klimaschutz in der Spur“ sind noch möglich. Weitere Informationen finden Interessenten unter www.netinform.de.

netinforum nennen sich die Fachveranstaltungen von www.netinform.de, dem Industrieportal des TÜV Süddeutschland. In sechs Fachmodulen, darunter auch „Klima und Energie“, können Wissen und Erfahrungen ausgetauscht oder Kontakte geknüpft werden.

04.11.2002   Quelle: TÜV Süddeutschland

 

TOTAL-ENERGIE: PV-Seminar im NaturGut Ophoven (NRW)

Am 21.11.02 veranstaltet die TOTAL-ENERGIE Deutschland GmbH ihr erstes Seminar zum Thema Solarstrom im NaturGut Ophoven bei Leverkusen. Auf dem Programm stehen praxisnahe Einführungen in die Grundlagen der Photovoltaik und die Auslegung von Solarstromanlagen.   Auch die kaufmännische Seite kommt nicht zu kurz: Die Referenten aus dem Hause des seit 20 Jahren in der Branche tätigen Unternehmens informieren über die Kosten und Finanzierung einer PV-Anlage, die Angebotserstellung und steuerliche Aspekte beim Bau und Betrieb einer Solarstromanlage. Abschließend sollen Marktsituation und Perspektiven beleuchtet werden.

Der Veranstaltungsort, das NaturGut Ophoven informiert seit 1984 Erwachsene und Kinder über das Thema Umweltschutz. Dort werden jedoch keine herkömmlichen Theoriekurse abgehalten, sondern anschauliche Rundgänge durchgeführt, die dem Besucher die Vielfalt der Umwelt und die Vorteile der Solarenergie erläutern. Angeregt von dieser Vorgehensweise hat sich TOTAL ENERGIE Deutschland entschieden, das NaturGut zu unterstützen und drei Solarstromanlagen zur Verfügung gestellt. Bei diesen handelt es sich jedoch nicht um „normale“ Anlagen, sondern um PV-Anlagen, die in Werke des deutschen Künstlers Odo Rumpf integriert worden sind. Die in Solarstromanlagen umgewandelten Kunstwerke wurden am 07. Juni 2002 von Bundespräsident Dr. Johannes Rau eingeweiht. Insgesamt stellte TOTAL ENERGIE Deutschland dem ökologischen Bauernhof 43 Solarmodule zur Verfügung, deren Spitzenleistung 3,45 Kilowatt (kWp) beträgt, was einer zu erwartenden jährlichen Ertragsmenge von 2760 Kiowattstunden entspricht. Das ist so viel Strom, wie ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt im Jahr verbraucht und vermeidet den Ausstoß von 90 Tonnen Kohlendioxid (CO2).

In der Tagungsgebühr von € 29,— sind Pausengetränke, das Mittagessen und die Seminarunterlagen enthalten. Weitere Infornmationen per E-Mail unter info@total-energie.de

04.11.2002   Quelle: TOTAL-ENERGIE Deutschland GmbH

 

Stadtwerke Hannover AG: Mit Klimaschutz Arbeitsplätze schaffen

Mit dem Projektvorschlag „Energie- und Klimaschutzregion Hannover“ und dem ehrgeizigen Ziel, in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Reduktion der klimaschädlichen Emissionen insbesondere von Kohlendioxid (CO2) zu übernehmen und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen, wendet sich die Stadtwerke Hannover AG an die Öffentlichkeit.   Der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG, Dr. Erich Deppe und die beiden in Region und Landeshauptstadt für den Umweltschutz zuständigen Dezernenten, Prof. Dr. Axel Priebs und Hans Mönninghoff, sowie der Vorsitzende des Kuratoriums des enercity-Fonds proKlima, Ratsherr Manfred Müller regen an, die deutschen Szenarien zur Kombination systematischer Effizienzverbesserung mit einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien konkret für die Region Hannover umzusetzen. In einer ersten Projektphase sollen die Szenarien bezüglich Ihrer Beschäftigungseffekte quantifiziert und darauf aufbauend eine weitere Strategie entwickelt werden. Das ehrgeizige Ziel für die gesamte Region soll schrittweise durch Einzelprojekte (so gennannte „Leuchttürme der Nachhaltigkeit“) erreicht werden.

Die Projekte sollen an Hand einzelner Gebäude oder Techniken zukunftstaugliche Energielösungen demonstrieren. Durch weitere Bündelung der Umweltwirtschaft, gemeinsame Vermarktungsstrategien sowie vermehrte Hochschulausgründungen, einen Gründungswettbewerb und die Bereitstellung einer branchenspezifischer Infrastruktur soll gezeigt werden, dass Klimaschutz zu vertretbaren Kosten erreichbar ist und dabei eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen werden können. Dazu müsse nicht bei Null angefangen werden. In der Region – so Prof. Dr. Priebs - gebe es vor allem schon viele Einzelprojekte, die als „Leuchttürme“ wirken können, wie zum Beispiel Passiv- und Nullenergiehäuser, einen für eine Binnenlandregion außerordentlich hohen Beitrag der Windkraft zur Stromerzeugung, spektakuläre Solarprojekte, erste große Biomasseprojekte und den Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie.

Gerade auf dem Gebiet der effizienten Nutzung von Energie habe Hannover europaweit beachtete Spitzenleistungen zu bieten, unter anderem mit der „Least-Cost-Planning-Studie“ und dem europäischen Passivhaus-Projekt der Stadtwerke Hannover, sagte Dr. Deppe. Der ökologische Modellstadtteil Kronsberg sei bereits eine erste „Insel der Nachhaltigkeit“, die alle Ziele einer Nachhaltigkeitsstrategie in vorbildlicher Weise demonstriere, ergänzte Hans Mönninghoff -. Mit dem Projektvorschlag sollen weitere „Leuchttürme“ und „Inseln“ initiiert und die Beispiele breiter kommuniziert werden.

Mit dem von den Stadtwerken, den Kunden und den Kommunen gemeinsam finanzierten „proKlima-Fonds“ stünden jährlich mehr als 5 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Ziele des Projekts unterstützt werden können. Für die Anschubfinanzierung wollen die Initiatoren bei den nächsten Gremiensitzungen des Fonds noch vor Ende des Jahres den Vorschlag einbringen, die erforderlichen Mittel bereitzustellen. Der Projektvorschlag ist in einem 10-seitigen Papier ausführlich beschrieben. Er steht als Download bereit unter www.proklima-hannover.de/ne_innen4.html

04.11.2002   Quelle: Stadtwerke Hannover AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

2010 © Heindl Server GmbH