Solar News Archiv Januar 2004

 
 

Bundesregierung regelt Qualitätsanforderungen für Biokraftstoffe

Die Bundesregierung hat am 28.01.2004 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin Anforderungen an die Qualität und Kennzeichnung von schwefelfreien Kraftstoffen und so genannten Biokraftstoffen beschlossen. Eine neue Verordnung sieht die verbindliche Einführung schwefelfreier Kraftstoffe ab 01.01.2009 vor und setze damit eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Qualität von Otto- und Dieselkraftstoffen um, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums.  Schwefelfreie Kraftstoffe seien eine wichtige Voraussetzung für den optimalen Betrieb von Vorrichtungen zur Abgasreinigung. Dazu zählten vor allem die jüngst in die Diskussion geratenen Dieselrußfilter und Stickoxidspeicher-Katalysatoren. Letztere ermöglichten es, auch bei Ottomotoren die verbrauchsarme Direkteinspritzertechnik mit niedrigen Emissionen zu realisieren. Aufgrund ihrer steuerlichen Förderung seien Otto- und Dieselkraftstoffe in Deutschland bereits seit 2003 flächendeckend schwefelfrei.

Außerdem werde in der Verordnung die Zumischung von Bioethanol zu Ottokraftstoff und die Beimischung von Biodiesel zu Dieselkraftstoff so geregelt, wie es der EU-Richtlinie zur Förderung von Biokraftstoffen und anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor entspreche, so Trittin. Künftig seien Zumischungen von Bioethanol beziehungsweise Biodiesel bis fünf Volumenprozent ohne Kennzeichnung zulässig, höhere Zumischungen müssten besonders gekennzeichnet werden. Darüber hinaus lege die neue Verordnung erstmals Qualitätsanforderungen für Erdgas und Biodiesel als Kraftstoff fest. Besonders Erdgas erzeuge deutlich weniger Emissionen als herkömmliche Kraftstoffe.

31.01.2004   Quelle: BMU
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Primärenergieverbrauch in Deutschland 2003 auf Vorjahresniveau

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) im Jahr 2003 mit rund 489 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mill. t SKE) gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Hierzu hätten die kühlere Witterung im ersten Quartal sowie die schwache konjunkturelle Entwicklung gegenläufig beigetragen. Während der Beitrag der Wasserkraftwerke aufgrund der geringen Niederschläge deutlich zurück ging, erhöhte sich laut AGEB derjenige der Windkraftanlagen. Insgesamt nahm der Beitrag der Wasser- und Windkraftwerke leicht ab (-2,1 %). Der Verbrauch von so genannten Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber 2002 um 2,4 % zu. Der Beitrag aller regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch belief sich 2003 nach den Berechnungen der AGEB auf rund 3 %.  Der Mineralölverbrauch sank insgesamt um 2,5 % auf 178 Mill. T SKE. Die Entwicklung sei durch Absatzrückgänge bei fast allen Produkten bestimmt worden, so die AGEB. Der Erdgasverbrauch stieg um 3,6 % auf 110 Mill. t SKE. Diese Entwicklung sei maßgeblich von den extremen Temperaturen im Jahresverlauf geprägt, so die AGEB. Überproportionale Verbrauchszuwächse verzeichneten sowohl der Haushaltssektor als auch die Kraftwerke; der industrielle Erdgas-Einsatz nahm geringfügig zu.

Der Steinkohlenverbrauch war mit 67 Mill. t SKE um 4,2 % höher als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung ist laut AGEB der Anstieg beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Der Verbrauch in der Stahlindustrie erreichte das Vorjahresergebnis. Der Braunkohlenverbrauch lag im Jahr 2003 mit 56 Mill. t SKE um 1,2 % unter Ergebnis des Vorjahres. Dies sei auf die Rückgänge bei den Lieferungen an die Kraftwerke und beim Einsatz zur Veredlung zurückzuführen. Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig.

31.01.2004   Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
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Solarwirtschaft fordert: Baugesetzbuch für Solartechnik öffnen

Bisher bietet das Bundesbaugesetzbuch (BauGB) Kommunen keine klare rechtliche Legitimation zur Förderung des Einsatzes von Solartechnik. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) setzt sich daher aktuell im Bundestag für Rechtssicherheit der Kommunen bei der Förderung der Solartechnik im Rahmen der Bauleitplanung ein. Die derzeitige Kabinettsvorlage zur Novelle des BauGB biete Kommunen hierzu keine ausreichenden Möglichkeiten, kritisiert die UVS.   Kommunen verfügen mit der Bauleitplanung und städtebaulichen Verträgen theoretisch über Werkzeuge, die Nutzung von Solartechnik, zumindest aber die Schaffung geeigneter baulicher Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie im Neubau vorzuschreiben (Gebäudeausrichtung etc.), heißt es in einer Pressemitteilung der UVS.

Viele Kommunen seien willens, diesen Schritt besonders zur Förderung der Solarwärme zu gehen, wenn das Bundesbaugesetzbuch ihnen dafür eine klare rechtliche Legitimation verleihen würde, erwartet die Unternehmensvereinigung. Die UVS setze sich daher im Bundestag mit Nachdruck dafür ein, dass kommunale Initiativen zur Einbindung von Solartechnik innerhalb der Bauleitplanung künftig befördert und rechtlich legitimiert werden.

Um in der bisherigen Kabinettsvorlage vorhandene Markthemmnisse für den praktischen Einsatz von Solartechnik zu beseitigen, fordert die UVS insbesondere folgende Änderungen:

· "An §1a BauGB sollte angefügt werden, dass bei der Nutzung der Grundstücke von Energie sparsam und effizient Gebrauch gemacht wird und Erneuerbare Energien genutzt werden können."
· "Bei § 9 sollte ergänzt werden, dass im Bebauungsplan aus städtebaulichen und klimapolitischen Gründen Gebiete festgesetzt werden können, in denen insbesondere der Einsatz von Erneuerbaren Energie oder der Anschluss an ein aus Erneuerbaren Energien bzw. Kraft-Wärme-Kopplung gespeistes Wärmenetz vorgeschrieben wird."
· "Erweiterungen des § 11 sollen Kommunen ermöglichen, dass in städtebaulichen Verträgen auch Vereinbarungen über die Nutzung von Solarenergie für die Wärme-, Kälte- und Elektrizitätsversorgung getroffen werden können."

Insgesamt sollte dem globalen Klimaschutz eine bedeutendere Rolle im Rahmen des Gesetzes eingeräumt werden, so die UVS. Bislang umfasse der Klimabegriff im Baugesetzbuch lediglich das Stadt- beziehungsweise Mikroklima. Hierzu sind nach Vorschlag des UVS kleine Ergänzungen im § 1 BauGB erforderlich. Damit die praktische Umsetzung des Gesetzes erleichtert wird, sollten die Verwaltungsvorschriften auf Länderebene entsprechend ergänzt werden: Vertreter von Klimaschutzinteressen sollten als Träger öffentlicher Belange bei Bauplanungsprozessen hinzugezogen werden.

Die Änderungsvorschläge sind laut UVS Ergebnis intensiver juristischer Konsultationen und sollen in den nächsten Wochen Schwerpunkt der UVS-Lobbyarbeit sein. Insbesondere der Ausbau solarthermischer Anlagen dürfte nach UVS-Einschätzung von einem Erfolg dieser Anstrengungen profitieren. UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig erhofft sich, mit der jüngsten Initiative eine "kommunale Solaroffensive von unten" stimulieren zu können. Bereits heute wetteifern 578 deutsche Kommunen in der "Solarbundesliga" um eine Spitzenstellung beim Ausbau der Solarenergie.

30.01.2004   Quelle: UVS
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EU-Aktionsplan: Wachstum durch Umwelttechnologien

Die Europäische Kommission hat am 28.01.2004 einen ehrgeizigen Aktionsplan verabschiedet, mit dem Umwelttechnologien mit Potenzialen für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung gefördert werden sollen. Viele neue Umwelttechnologien böten große Chancen zur Verbesserung der Umwelt und gleichzeitig der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.   Das Spektrum der Umwelttechnologien reicht von Recyclingsystemen für Abwasser in industriellen Prozessen über energiesparende Fahrzeugmotoren, die weniger Kraftstoff verbrauchen, bis hin zu Bodensanierungsverfahren.

In dem Aktionsplan stellt die Europäische Kommission konkrete Maßnahmen vor, mit denen die Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien verbessert werden sollen. Unter anderem sieht der Plan die Schaffung von drei Technologieplattformen vor, die einen Dialog ermöglichen sollen zwischen Wissenschaftlern, der Industrie, Finanzinstitutionen, Entscheidungsträgern und anderen relevanten Beteiligten. Schon Anfang 2004 sollen zwei Plattformen für die Bereiche Wasserstoff/ Brennstoffzellen und Photovoltaik eingerichtet werden. Ein ähnliches Forum für Wasserversorgung und Sanitärtechnologien ist für Anfang 2005 geplant. So werde gewährleistet, dass die EU ihr Ziel einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung kostenwirksam erreichen und ihre globale Führungsposition bei Umwelttechnologien ausbauen kann, heißt es in einer Pressemitteilung der EU-Kommission.

„Viele Menschen haben brillante Ideen für neue Umweltschutztechnologien,“ sagte Margot Wallström, die für Umwelt zuständige EU-Kommissarin. „Zu oft fehlen ihnen die Mittel zu Umsetzung ihrer Ideen, oder – selbst wenn dies nicht das Problem ist – die Technologien können sich auf Grund konservativer Einstellungen und wenig rezeptiver Marktsysteme nicht etablieren.“ Der neue Aktionsplan soll diese Hindernisse durch eine konzentrierte EU-weite Anstrengung überwinden, um so das Potenzial der umweltfreundlichen Technologien voll auszuschöpfen.

Forschungskommissar Philippe Busquin fügte hinzu: "Europa gehört weltweit zu den Führern bei der Entwicklung von Umwelttechnologien in Bereichen wie Photovoltaik Windenergie und Wasserkraftwerke sowie Minderung der Umweltverschmutzung durch besseres Abfallmanagement. Aber wir müssen auch die Entwicklung anderer wichtiger Umwelttechnologien unterstützen. Sie haben ein großes Potenzial für Wachstum und Beschäftigung. Natürlich müssen wir dazu unsere F&E-Anstrengungen verstärken, indem wir die Wirkung der europäischen Forschung durch bessere Koordinierung und die Schaffung von Synergien sowie durch Aufstockung der F&E-Ausgaben auf bis zu 3% des BIP der EU bis zum Jahre 2010 maximal steigern. Die Schaffung europäischer Technologieplattformen in einigen ausgewählten Bereichen der Umwelttechnologie sind für die Erreichung dieses ehrgeizigen Zieles von zentraler Bedeutung."
Weitere Informationen und die vollständige Liste der vorgeschlagenen Maßnahmen sind abrufbar unter: http://europa.eu.int/comm/environment/etap/

30.01.2004   Quelle: Europäische Kommission
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SPD-Politiker Berg: Atomkraftbetreiber spielen mit unserem Leben

Die aktuellen Berichte über eine vertrauliche Studie zur Sicherheit von Atomanlagen vor terroristischen Angriffen decken laut Dr. Axel Berg "unglaubliche" Versäumnisse der Betreiber und ihrer Kontrolleure auf. "Der alte Atommeiler Isar 1 vor den Toren Münchens ist eine Lebensgefahr für ganz Oberbayern", warnt der stellvertretende energiepolitische Spreche der SPD-Fraktion im Bundestag in einer Pressemitteilung. Berg fordert den Betreiber E.ON auf, die Restlaufzeit von Isar 1 auf Isar 2 zu übertragen.  Bis heute hätten E.ON und die Bayerische Staatsregierung trotz besseren Wissens nichts unternommen, rügt Berg. Die Gefahr eines Terroranschlages auf deutsche Atomkraftwerke sei seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wissenschaftlich aufgearbeitet worden, so Berg. Die Bundesregierung habe die Ergebnisse an die zuständigen Länderaufsichtsbehörden weitergegeben, damit diese mit den Betreibern Maßnahmen ergreifen. "Passiert ist bis heute nichts", stellt Berg fest.

Der Befund ist für Berg eindeutig. Das bayerische Atomkraftwerk Isar 1 verfüge über keine explizite Auslegung gegen einen Flugzeugabsturz. Die Altanlage mit einer 80-100 Zentimeter dicken Stahlbetonhülle könne nicht einmal dem Absturz einer 20 Tonnen schweren Militärmaschine standhalten, wie es die aktuellen Sicherheitsvorschriften erforderten. Nach diesen Vorschriften seien die zehn neuesten deutschen Atomkraftwerke ausgelegt, darunter auch Isar 2. Einem vollgetankten Passagier-Jumbo mit 400 Tonnen wären auch deren 200 Zentimeter dicke Wände nicht gewachsen. Nach den meisten Szenarien, die nach Aufprallort und Geschwindigkeit unterscheiden, würde eine menschlich und technisch nicht mehr kontrollierbare Kernschmelze folgen – der Super-GAU, noch schlimmer als Tschernobyl, mahnt Berg.

Die Anschläge des 11. September seien nun zweieinhalb Jahre her. "Zeit genug, möchte man meinen, gegen eine solchen Horrorvorstellung etwas zu unternehmen. Der Isar 1-Betreiber E.ON rührt keinen Finger", so Berg. Der einzige bisher bekannt gewordene Vorschlag der Großkraftwerksbetreiber bei einem Angriff sei die Verhüllung des Gebäudekomplexes durch Nebelkerzen. Diese Technik sei heimlich in der Lüneburger Heide erprobt worden, ihre Wirksamkeit werde von Experten ernsthaft bezweifelt. Axel Berg: „Peinliche Idee. Vielleicht wollen E.ON und Co. als nächstes Halbmonde auf die Atommeiler installieren, damit sie ein muslimischer Terrorist im Flugzeug mit einer Moschee verwechselt und deshalb nicht angreift?“

Berg sieht nur zwei Möglichkeiten, wie sich die Passivität der Betreiber erklären lässt: entweder seien die Unternehmen völlig ratlos und fänden kein Schutzmittel, oder sie hätten gar kein Interesse daran, weil das Geld kosten würde. Doch dafür gebe es eigentlich die steuerfreien Rückstellungen in Milliardenhöhe. Diese hätten die Konzerne aber längst in andere Geschäfte investiert. Der dem Schutz der Bürger verpflichtete Staat könne diese Verantwortungslosigkeit nicht mehr länger durchgehen lassen: „Ich fordere E.ON auf, die Restlaufzeit von Isar 1 auf Isar 2 zu übertragen. Und Umweltminister Schnappauf soll endlich seine Pflicht erfüllen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung erarbeiten, sonst muss er gehen!“, heißt es in der Presseerklärung des SPD Politikers.

Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Reduzierung des Risikos liegt laut Berg längst auf dem Tisch: in einem Entschließungsantrag zum Atomausstiegsgesetz vom 12.12.01 habe Rot-Grün im Bundestag die Maxime „Sicherheit zuerst“ bekräftigt und einen Übertrag der Restlaufzeiten von alten auf neuere Atommeiler gefordert, wie sie der Atomkonsens vorsieht. Die damit verbundene Verlängerung der Laufzeiten über das Jahr 2030 hinaus bereite zwar Atomkraftgegnern Bauchschmerzen. Doch vor dem Hintergrund der Terrorgefahr sie dies politisch als zweitrangig zu bewerten. Die rot-grüne Bundesregierung stehe nach wie vor hinter dem Ausstiegskonsens. "Unsäglicher ist die Geldgier der Atomlobby, alte abgeschriebene Zeitbomben als Gelddruckmaschinen weiterlaufen zu lassen", greift Berg die Kraftwerksbetreiber an.

30.01.2004   Quelle: Dr. Axel Berg (MdB)
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Phönix SonnenStrom AG bringt neues Hochleistungsmodul auf den Markt

SonnenStrom-Modul
SonnenStrom-Modul "ASE-200".

Zum Jahresbeginn bringt die Phönix SonnenStrom AG (Sulzemoos) ein SonnenStrom Modul auf den Markt, das mit bis zu 15 % Modulwirkungsgrad zur Weltspitze gehört und optisch höchsten Anforderungen genügt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das "ASE-200-GT-FT/TE" Modul wird exklusiv von der RWE SCHOTT Solar GmbH für die Phönix SonnenStrom AG hergestellt. Gleichzeitig mit dem Rahmenvertrag für das ASE-200 wurde die Phönix SonnenStrom AG Vertragshändler von RWE SCHOTT Solar. Damit hätten beide Unternehmen ihre bisherige langjährige Zusammenarbeit intensiviert. Das ASE-200-GT-FT/TE besteht aus hoch effizienten monokristallinen Solarzellen aus deutscher Produktion. Der Wirkungsgrad des Moduls ist laut Hersteller anderen monokristallinen Modulen überlegen. Durch die besonders hohe Flächenleistung würden hohe Stromerträge auf kleinster Fläche bei gleichzeitig niedrigen Installationskosten erzielt. Die homogen schwarzen Solarzellen machen das ASE-200 zu einem "Schmuckstück auf dem Dach", heißt es in der Presseerklärung.

Das Hochleistungsmodul wird ausschließlich für die Phönix SonnenStrom AG hergestellt. Ab sofort kommt es in den Ausführungen mit 180 und 190 Watt Nennleistung auf den Markt. „Das ASE-200 ist hervorragend verarbeitet und genügt höchsten ästhetischen Ansprüchen. Im Segment der qualitativ hochwertigen Module wird es zahlreichen Wettbewerbern den Rang streitig machen. Durch unsere bundesweit starke Positionierung können wir es bestens am Markt platzieren, kündigt Vertriebsleiter Karl-Heinz Tönges von der Phönix SonnenStrom an.

Seit Dezember 2003 ist die Phönix SonnenStrom AG Vertragshändler der RWE SCHOTT Solar GmbH. „Für diesen Schritt war die Zeit einfach reif. Unsere Unternehmen haben in Bezug auf Qualität und Service den gleichen Anspruch und passen daher hervorragend zusammen," so Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phönix SonnenStrom AG. „Wir führen seit unserer Unternehmensgründung im Jahr 1999 ASE Module in unserem Produktangebot," so Hänel weiter. Beide Unternehmen wollen künftig in der gemeinsamen Produktentwicklung und Vermarktung noch enger zusammenarbeiten.

30.01.2004   Quelle: Phönix SonnenStrom AG
Bildquelle: Quelle: RWE SCHOTT Solar GmbH

 

SPD fordert Diskussion über Risiken durch Terrorangriffe auf Atomanlagen

Ein mögliches Ziel von Terrorangriffen könnten Atomkraftwerke sein. Deshalb sind wir uns mit der Bundesregierung einig, den neuen Risiken terroristischer Angriffe auf Kernanlagen nachzugehen und Schutzmassnahmen zu treffen." Das erklärte der stellvertretende umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Horst Kubatschka, anlässlich der Meldungen über Sicherheitsmängel des Atomkraftwerkes Isar I.  Immer mehr Teile der vom Bundesumweltministerium an die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) vergebenen Studie über deutsche Atomkraftwerke sollen über das Internet frei verfügbar sein, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion. Sie seien damit leider auch dem internationalen Terrorismus zugänglich. Dies beunruhige zunehmend nicht nur die lokale Bevölkerung, besonders da erst im Dezember deutsche und amerikanische Geheimdienste vor möglichen Attacken auf deutsche Atommeiler gewarnt hätten.

Deshalb sei jetzt eine neue Diskussion über die Risiken durch Terrorangriffe auf Atomanlagen und vor allem Aufklärung über die getroffenen Schutzmassnahmen nötig. Die SPD-Bundestagsfraktion habe deshalb Bundesminister Jürgen Trittin aufgefordert, die GRS-Studie vorzulegen und über getroffene Maßnahmen zu berichten, zumal viele Bruchstücke aus der Studie bereits bekannt seien. Da die Studie von Extremisten missbraucht werden könnte, hätte sich die SPD-Bundestagsfraktion damit einverstanden erklärt, die Studie als vertraulich einzustufen. Sie habe bislang dem Parlament nicht vorgelegen.

Am 14. Dezember 2001 habe der Deutsche Bundestag gegen die Stimmen von CDU/CSU und FDP das Gesetz zum Atomausstieg beschlossen. Am 14. November letzten Jahres sei mit dem AKW Stade das erste Atomkraftwerk vom Netz gegangen. Das AKW Stade gehöre wie das AKW Obrigheim, das AKW Isar I und andere zu den Kernkraftwerken älterer Bauart, die weniger gegen Flugzeugabstürze gesichert seien als neuere Anlagen mit einem zwei Meter dicken Stahlbetonmantel. Der von der rot-grünen Koalition eingeleitete Atomausstieg sei langfristig ein fundamentaler Beitrag zur Sicherheit gegen terroristische Angriffe, so Kubatschka. Die SPD-Bundestagsfraktion habe verschiedentlich bei den AKW-Betreibern darauf gedrungen, die Flexibilitätsklausel des Ausstiegsgesetzes zu nutzen, um ältere, weniger gegen Terrorangriffe geschützte Kernkraftwerke vorzeitig vom Netz zu nehmen. Die Betreiber sähen jedoch die Verantwortung zur Vorbeugung gegen Terrorgefahren beim Staat und würden deshalb keine weiter gehenden Beiträge leisten.

"Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass der Staat das menschenmögliche tut, um sie vor terroristischen Atomgefahren zu schützen. Das braucht Klarheit. Wir haben keinen Anlass, infrage zu stellen, dass zielführende und vertretbare Schutzmassnahmen getroffen wurden. Deshalb sehen wir in einer Strategie der Offenheit einen Beitrag, eine schädliche Verunsicherung über Terrorrisiken der Atomkraft einzudämmen", erklärte Kubatschka.

Bundesregierung und Energiewirtschaft hätten sich im Atomkonsens verpflichtet, den Atomausstieg verlässlich und gemeinsam umzusetzen. Dazu stehe die SPD-Bundestagsfraktion, denn die damit eingeleitete Energiewende sei ein zentraler und erfolgreicher Baustein der Reformagenda, um Deutschland fit für die Zukunft zu machen. "Wir tun alles, um sicherzustellen, dass extremistische Terroristen in deutschen Atomkraftwerken in keiner Weise ein ´lohnendes´ Ziel sehen. Das soll die Öffentlichkeit wissen", heißt es in der Pressemitteilung.

29.01.2004   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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Windenergie: 2003 mehr Leistung neu installiert als erwartet

Im Jahr 2003 wurde im Inland mehr neue Windenergieanlagen installiert, als von den Verbänden noch Mitte des Jahres erwartet. 1.703 Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von 2644,53 MW wurden neu gebaut, berichten der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und der Verband der Investitionsgüterindustrie (VDMA) in einer Pressemitteilung.  Gegenüber dem Jahr 2002 bedeute das zwar einen Rückgang um rund 18,4 Prozent. Dennoch sei der prognostizierte Wert von 2.500 MW für das Gesamtjahr 2003 deutlich überschritten worden

Ende 2003 waren laut BWE bundesweit 15.387 WEA mit einer Gesamtleistung von 14.609 MW installiert, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 21,8 Prozent entspreche. "Das Ergebnis liegt damit über unseren Erwartungen und zeigt, dass sich die Windenergiebranche im vergangenen Jahr auf dem hohen Niveau von 2001 stabilisiert hat", so Jens Peter Molly, Geschäftsführer des Deutschen Windenergie-Instituts.

"Die Windenergie ist zu einem substanziellen Bestandteil der deutschen Energieversorgung geworden. Bezogen auf ein durchschnittliches Windjahr deckt sie zum heutigen Zeitpunkt fast 6 Prozent des Strombedarfs in der Bundesrepublik und spart damit jährlich 22,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein", betont BEW-Präsident Dr. Peter Ahmels. "Darüber hinaus wird Strom aus Windenergie immer kostengünstiger. Unter den gegebenen Marktbedingungen mit einem zu 80 Prozent abgeschriebenen deutschen Kraftwerkspark ist Strom aus Wind heute noch nicht wettbewerbsfähig. Bis 2020 müssen allerdings rund 40 GW Kraftwerksleistung ersetzt werden. Aus diesem Grund wird der Strompreis in den kommenden Jahren deutlich steigen. Zusätzlich werden die Kosten fossiler Energien bei einem weltweit wachsenden Verbrauch anziehen. Windenergieanlagen liegen dann in einem ähnlichen Preisniveau wie andere Kraftwerke", so Ahmels weiter.

Für 2004 erwartet die Branche im Inland ein gleichbleibendes Niveau, da sich viele Projekte aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten und Planungsunsicherheiten durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verzögert und damit von 2003 auf 2004 verschoben hätten. "Der Auftragsbestand der Hersteller ist gut. Weiterhin wächst aufgrund des hohen Anlagenbestandes das Service- und Wartungsgeschäft kontinuierlich", betont Norbert Giese, Vorsitzender der Windbranche im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Da das Repowering, der Austausch alter Anlagen gegen neue, leistungsstärkere, und das Offshore-Geschäft erst ab Ende dieses Jahrzehnts stärker anziehen werden, setzt die Branche auf den Export. Die Exportquote habe im Jahr 2003 zwar erst bei durchschnittlich 23 Prozent gelegen, einzelne Hersteller hätten aber bereits die 50 Prozentmarke erreicht, so der VDMA. "Wir sind zuversichtlich, dass der Export deutlich anziehen wird und wir mittelfristig das Niveau des Maschinen- und Anlagenbaus mit einer Exportquote von 70 Prozent erreichen", unterstreicht Giese. "Die deutschen Hersteller haben durch ihr hohes Know-how gute Marktchancen im Export. Projektentwickler und Hersteller sind bereits dabei, durch Kooperationen oder Niederlassungen in lukrativen Auslandsmärkten Fuß zu fassen", so Giese weiter.

29.01.2004   Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V
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Trittin zur Atomsicherheit: Bayern stiehlt sich aus der Verantwortung

"Mit durchsichtigen Ablenkungsmanövern stiehlt sich Bayerns Umweltminister Schnappauf aus der Verantwortung. Statt auf den Bund zu verweisen, muss die zuständige bayerische Atomaufsichtsbehörde endlich handeln". Das erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu einem Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" vom 28.01.2004. Bayern müsse ermitteln, ob das Atomkraftwerk Isar 1 Schadenspotenziale aufweise und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gegenüber den Betreibern durchsetzen, so der Bundesumweltminister.  Die "Süddeutsche" hatte unter Berufung auf eine vertrauliche Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) berichtet, selbst der Absturz eines kleinen Passagier-Düsenflugzeugs hätte katastrophale Folgen, da die bayerischen Atomkraftwerke unzureichend gegen terroristische Angriffe gesichert seien.

Der Bund habe seine Hausaufgaben gemacht, betont Trittin. Als notwendige Konsequenz aus den Anschlägen in New York habe das Bundesumweltministerium unverzüglich die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) beauftragt, zu untersuchen, welche Konsequenzen ein vorsätzlich herbeigeführter Flugzeugabsturz für die deutschen Atomkraftwerke hätte, so der Bundesumweltminister. Das Ergebnis dieser vertraulichen Studie liege den Ländern seit einem Jahr vor. Die Bundesregierung habe eine Reihe wirksamer Maßnahmen im Bereich der Luftsicherheit und der Luftverteidigung umgesetzt, um die Sicherheit der Atomkraftwerke gegen terroristische Akte zu erhöhen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums.

Bayern sei jedoch untätig geblieben, kritisiert Trittin. Seit einem Jahr sei es Aufgabe des Bundeslandes, auf Grundlage der GRS-Berechnungen weitergehende anlagenspezifische Untersuchungen durchzuführen. Dazu habe das Bundesumweltministerium Bayern mehrfach aufgefordert. Der Freistaat habe trotzdem bis heute keinerlei Initiativen ergriffen, rügt Trittin. Statt dessen verstecke Bayern sich hinter der Forderung nach einem Gesamtkonzept des Bundes. Mit nicht haltbaren Kostengründen versuche es, sich aus der Verantwortung zu stehlen.

29.01.2004   Quelle: BMU
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Conergy erweitert Produktion an neuem Standort

Die Hamburger Conergy AG hat einen neuen Produktionsstandort für solare Befestigungssysteme in Groß Machnow bei Berlin bezogen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die letztjährige Steigerung der Produktionsleistung um 68 Prozent habe die Verlagerung der Fertigung von Dahlewitz in ein größeres und moderneres Gebäude notwendig gemacht.   Damit hat sich die Conergy AG zum zweiten Mal für eine Produktion in Deutschland entschieden, wenige Wochen nach Einweihung der solarthermischen Fertigung in Landshut. „Die parteiübergreifende Unterstützung zur effizienteren Förderung der Photovoltaik ist die Basis für weiteres Wachstum mit der Schaffung mehrerer Tausend Arbeitsplätze in diesem Jahr“, weiß Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Conergy, zu berichten. Die Conergy Gruppe plane, etwa 100 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Bereits seit Beginn der 90er Jahre entwickeln und produzieren Conergy-Mitarbeiter um Gido Genschorek innovative Montagesysteme auf Aluminium- und Edelstahlbasis. Mehr als 20 Ingenieure und Facharbeiter fertigen, zunehmend mit automatisierten Bearbeitungszentren, in Serie und passgenau auf Kundenwunsch, womit die Präzision und Produktivität nochmals deutlich gesteigert werden könne. Aber auch die Verbesserung der Logistik sei ein Kernauswahlkriterium gewesen. „Der neue Standort schafft zahlreiche Synergieeffekte, von denen unsere Kunden durch noch schnelleren Service profitieren“, freut sich Albert Helbling, Vertriebsleiter der Conergy. Ziel sei, die führende Marktposition bei einzelnen Produkten zu festigen und die Produktionskapazitäten in der Gestelltechnik für eine entsprechende Photovoltaik-Leistung von mehr als 40 Megawatt auszubauen.

Parallel verstärkt Conergy die Weiterentwicklung der innovativen Produktpalette. Mit "SunStick" bietet Conergy bereits ein vielseitiges Montagesystem für alle gängigen Modultypen auf Schrägdächern. „Das standardisierte System bietet enorme Vorteile durch seine Lagerfähigkeit sowie bei der Installation. Daher erfreut sich SunStick bei unseren Großhandelskunden und den Installateuren wachsender Beliebtheit“, so Albert Helbling. Längst hätten sich standardisierte Module am Markt durchgesetzt. Ein guter Grund, auch bei der Gestelltechnik auf passende Universallösungen zu setzen. „Das spart bei der Lagerhaltung und verkürzt die Montagezeit auf dem Dach durch die kompakte Vormontage“, erklärt Helbling.

29.01.2004   Quelle: Conergy AG

 

SunTechnics bietet künftig neben Solarstrom auch Solarwärme

Wer den kostenlosen Sonnenschein auf dem eigenen Dach sinnvoll nutzen will, erhält bei SunTechnics künftig das passende Solarsystem. Der im Bereich Solarstrom führende Systemanbieter bietet ab Frühjahr auch solarthermische Anlagen für den eigenen Warmwasserbedarf, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Michael Ix, Geschäftsführer der SunTechnics, freut sich, mit Thorsten Schiffer (39) einen erfahrenen Zielgruppenmanager für den Aufbau des neuen Geschäftsfeldes gewonnen zu haben. Bereits seit 1998 sei Schiffer in der Solarthermie aktiv, als Leiter der Unternehmenskommunikation bei einem erfahrenen Hersteller und später als Leiter Marketing und Vertrieb eines bekannten Systemanbieters. Nun werde er den Einstieg der SunTechnics in die Solarthermie aktiv mitgestalten. "SunTechnics steht in der Photovoltaik für Qualität und Kundenzufriedenheit. Es ist eine besonders reizvolle Aufgabe, dieses gewachsene Image auf das neue Geschäftsfeld zu übertragen. Ziel ist, SunTechnics auch in diesem Bereich mittelfristig zum führenden Systemanbieter zu machen", umschreibt Schiffer sein neues Aufgabengebiet. Der gebürtige Düsseldorfer kann dabei auf die Vertriebsstrukturen und den Service des dichten Partnernetzwerks der SunTechnics vertrauen.

Wer Heizöl oder Gas sparen und umweltfreundlich produziertes Warmwasser nutzen will, kann weit mehr als die Hälfte des Bedarfs in Küche und Bad durch kostenloses Sonnenlicht abdecken, betont SunTechnics. Das Unternehmen bietet dafür maßgeschneiderte Komplettsysteme passend für jedes Hausdach. Die neuen Flachkollektoren verfügen laut SunTechnics über eine starke Isolierung und doppelte Hohlkammerprofile, was Wärmeverluste auch bei niedrigen Außentemperaturen minimiere. Entspiegelte Spezial-Klarglasscheiben mit hochwirksamer Antireflexschicht sorgen bei den Top-Systemen zudem für eine verstärkte Wärmedämmung und eine optimierte Durchströmung. Das garantiere den Hausbesitzern maximale Erträge auch bei niedrigen Sonnenständen im Winter sowie am Vor- und Nachmittag.

28.01.2004   Quelle:
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Solaranlagen-Pflicht auf Landesgebäuden in Andalusien und Niederösterreich

Die spanische Region Andalusien hat Ende 2003 eine Verordnung zur verpflichtenden Installation von thermischen Solaranlagen auf allen bestehenden Landesgebäuden erlassen, deren Warmwasserverbrauch über 30.000 Liter pro Jahr beträgt. Bei Neubauten ist in jedem Fall eine Solaranlage vorzusehen. Das berichtet der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung.  Damit folge die Region einer Reihe spanischer Städte und Gemeinden, die seit drei Jahren schrittweise solche Verordnungen – auch für Privatgebäude - erlassen haben. In den nächsten zehn Jahren wolle die Verwaltung von Andalusien mehr als 21 Millionen Euro in die prognostizierte Fläche von 42.000 Quadratmetern Kollektoren investieren. Die andalusische Regierung erhoffe sich dadurch eine Einsparung von 2.755 Tonnen Öl-Äquivalent und 7.500 Tonnen des Treibhausgases CO2 pro Jahr. Mit der Amortisation von Solarwärmeanlagen bis 50 Quadratmetern Kollektorfläche rechnet die andalusische Verwaltung innerhalb von sieben bis zehn Jahren, von Anlagen über 150 Quadratmeter in etwa fünf Jahren.

Ein vergleichbarer Beschluss wurde 2003 auch in Österreich gefasst. Die niederösterreichische Landesregierung beschloss im April 2003, dass bei Neuerrichtung, maßgeblicher Erweiterung und Generalsanierung von Pensionisten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern standardmäßig Solaranlagen zur Warmwasserbereitung zu installieren sind. Dieser Beschluss gilt auch für alle anderen Landesgebäude, sofern deren Warmwasserbedarf mindestens 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs ausmacht.

28.01.2004   Quelle: Verband Austria Solar

 

Energieagentur NRW vergibt wieder den "Solar-Oscar"

Zum dritten Mal vergibt die Energieagentur Nordrhein-Westfalen ihren "Solar-Oscar". Prämiert werden drei vorbildliche Projekte zur Nutzung der Sonnenenergie. Teilnahmeberechtigt sei praktisch jeder in Nordrhein-Westfalen, heißt es in einer Pressemitteilung der Energieagentur NRW.  Seit Bestehen des Solar-Oscars haben sich laut Energieagentur landesweit rund 420 Betreiber von Solarwärme- und Solarstromanlagen um den Sieg beworben. Auch diesmal rechnet die Energieagentur NRW wieder mit weit über 150 Anwärtern für die Auszeichnung. Die Sieger werden im Frühjahr mit einem innovativen Stück Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, einer Solarzelle in Form des Landes NRW.

Teilnehmen können wieder alle Betreiber von Solaranlagen. Der Besitzer des energieautarken Campingwagens ebenso wie der mittelständische Betrieb, der seine Fassaden mit gebäudeintegrierter Photovoltaik verkleidet hat, der Bauherr eines Einfamilienhauses oder der Besitzer eines Altbaues, der "nachgerüstet" hat, Kindergarten- oder Schülergruppen, Kirchen, Institutionen, Verbände oder Bürgerinitiativen. Die Teilnahmeunterlagen gibt es im Internet unter www.ea-nrw.de oder per Post bei der Energieagentur NRW. Einsendeschluss ist der 31. März 2004.

28.01.2004   Quelle: Energieagentur NRW
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Bundesregierung: Neue Härtefallregelung des EEG begünstigt mehr Unternehmen

Die im Gesetzentwurf der Regierung zur Novellierung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) vorgesehene Härtefallregelung begünstigt eine viel größere Zahl von Unternehmen als bisher. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU.   So würden den Planungen zu Folge die Grenzen für Unternehmer deutlich reduziert. Die Mindestabnahmemenge werde von 100 auf 10 Gigawattstunden reduziert und das Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung von 20 auf 15 Prozent verringert. Somit sei ein tragfähiger Kompromiss zwischen den Interessen der besonders stromintensiven Unternehmen einerseits und denen der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie der Haushalte andererseits gefunden worden, erklärt die Regierung weiter.

Im Rahmen der Gesamtnovelle des EEG werde darüber hinaus die zeitliche Befristung der Härtefallregelung für stromintensive Unternehmen aufgehoben. Zur geltenden Härtefallregelung heißt es, bisher seien 40 Anträge von stromintensiven Unternehmen positiv beschieden worden. Ein Antrag sei abgelehnt und drei Anträge zurückgenommen worden. Im Rahmen der positiven Entscheidungen über die Anträge zur Anwendung der Härtefallregelung würden die Unternehmen um rund 84 Millionen Euro entlastet. Die positiven Bescheide ergingen den Angaben zufolge an jeweils 13 Unternehmen der chemischen- und der Stahlindustrie, 8 der Metallindustrie und 2 der Papierbranche und der Zementindustrie.

Laut Bundesregierung prognostiziere der Verband der Netzbetreiber für das vergangene Jahr eine Gesamteinspeisung an EEG-Strom von etwas mehr als 29 Milliarden Kilowattstunden und eine durchschnittliche Vergütung von 8,91 Cent pro Kilowattstunde, was einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro entspreche. Die Regierung führte weiter aus, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) setze fünf Mitarbeiter für die Bearbeitung der Anträge ein. Nach der Erweiterung der Härtefallklausel sei künftig mit einem höheren Antragsvolumen zu rechnen. Die Verwaltungskosten der Behörde beziffert die Regierung nach einer vorläufigen Berechnung auf etwa 130.000 Euro.

27.01.2004   Quelle: Deutscher Bundestag
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CDU/CSU: Rot-Grün muss Kostenentwicklung der Erneuerbaren Energien begrenzen

Die von der Bundesregierung vorgesehene, notwendige Novellierung der Härtefallregelung zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) für besonders stromintensive Unternehmen reiche alleine nicht aus, erklärten die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dagmar G. Wöhrl MdB, und der Energieexperte, Kurt-Dieter Grill MdB.   Anlässlich der aktuellen Diskussion um die Strompreiserhöhungen und anlässlich der Beantwortung der Kleinen Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion "Umfang und Auswirkungen der aktuellen und künftigen EEG-Härtefallregelung für den Wirtschaftsstandort Deutschland" durch die Bundesregierung sagten die Unionspolitiker, der Wirtschaftsstandort Deutschland brauche insgesamt dringend eine Begrenzung der Kostenentwicklung bei der Förderung Erneuerbarer Energien.

Die Bundesregierung sehe in ihrem Gesetzesentwurf für die EEG-Novelle keine Gesamtbegrenzung der Kostenentwicklung vor, kritisieren Wöhrl und Grill. Dies gefährde Arbeitsplätze besonders in mittelständischen Unternehmen, welche die Bedingungen der EEG-Härtefallregelung knapp verfehlten und damit nicht entlastet würden. So könnten die jährlichen Stromkosten bei einzelnen Unternehmen infolge des EEG künftig um bis zu 4.000 € ansteigen. Die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen würde hierdurch erheblich eingeschränkt. In erheblichem Maße betroffen wären jedoch auch Einrichtungen der öffentlichen Hand, wie etwa Krankenhäuser oder Hallenbäder.

"Die Bundesregierung muss hier schnellstens eine tragfähige Lösung finden, die sowohl den Stromverbrauchern als auch den Erneuerbaren Energien in Deutschland Rechnung trägt", heißt es in einer Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Die vorgesehene EEG-Härtefallregelung entspreche dem kurzfristig notwendigen Behandeln von Symptomen, nicht jedoch einer langfristig nachhaltigen Ursachenbehebung im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland, erklärten Wöhrl und Grill.

27.01.2004   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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Trittin zur Emissionshandel-Diskussion: "Planwirtschaft lässt grüßen"

"Die Diskussion um die Ausgestaltung des Emissionsrechtehandels nimmt allmählich groteske Züge an. Während das Bundesumweltministerium eine Regelung vorschlägt, die es der Industrie erlaubt, beim Ersatz alter Kraftwerke durch neue Anlagen die weit bemessenen Emissionsrechte der Altanlage in vollem Umfang auf die Neuanlage zu übertragen, will die Kohle-Lobby, dass der Staat Emissionsrechte nach Brennstoff verteilt. Das ist Planwirtschaft", erklärte Bundesumweltminister Trittin.   Das Umweltministerium setze auf Marktwirtschaft. Äußerungen der letzten Tage ließen befürchten, dass sich Teile der Industrie von ihren zugesagten Verpflichtungen verabschieden wollen - zu Lasten der Steuerzahler, so Trittin.

Nach dem Vorschlag de Bundesumweltministeriums bleibe der durch eine Neuanlage oder Modernisierung erzielte Effizienzgewinn als Modernisierungsanreiz bei dem Unternehmen, so Trittin. Diese Übertragungsregelung solle unabhängig von der Art des Brennstoffs gelten, der in der neuen Anlage eingesetzt wird - also für Steinkohle, Braunkohle, Öl und Gas in gleicher Weise. Die Gesellschaft gebe ein solches Ziel vor. Es bleibe den Unternehmen überlassen, wie sie das Ziel erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung des BMU.

Nur für Investoren, die neu auf den deutschen Markt kommen, also keine Altanlagen ersetzen, soll nach Auffassung des BMU ein ambitionierter Standard gelten. Die kostenlose Zuteilung soll in dem Umfang erfolgen, der für ein hoch effizientes, dem Stand der Technik entsprechendes Gas- und Dampfkraftwerk gleicher Kapazität angemessen wäre. Egal welche Technik und welcher Brennstoff eingesetzt werde, müssten die Emissionen des neuen Kraftwerkes sich an dieser im Markt gängigen und relativ klimaschonenden Technik messen lassen.

Das Bundesumweltministerium strebe eine Übertragungsregelung auf der Basis des Produkts an, nicht auf Grundlage des Brennstoffs, so Trittin. Die Umsetzung der Emissionshandelsrichtlinie in Deutschland werde insgesamt wirtschaftsfreundlich vorgenommen: Die Emissionszertifikate würden den Anlagen kostenlos zugeteilt. Als Basis dafür dienten die tatsächlichen Emissionen der Jahre 2000 - 2002. Um die deutsche Klimaschutzverpflichtung zu erreichen, werde die Gesamtmenge der Zertifikate bis 2010 schrittweise vermindert; der Umfang dieser Verminderung orientiere sich an der Selbstverpflichtung der Deutschen Wirtschaft zum Klimaschutz. Eigene Vorleistungen der Unternehmen für den Klimaschutz werden laut BMU berücksichtigt. Kraft-Wärme-Kopplung werde begünstigt.

Die Bundesregierung hält laut Trittin an ihrer Zusage fest, den Unternehmen keine zusätzlichen Lasten gegenüber ihrer Selbstverpflichtung aufzubürden. Die Deutsche Industrie habe sich 2001 verpflichtet, gegenüber dem Zeitraum von 1998 bis 2010 rund 45 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, davon allein 20 Millionen Tonnen durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. 1998 hatten Industrie und Energiewirtschaft 508 Millionen Tonnen CO2 emittiert.

27.01.2004   Quelle: BMU
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KfW bereitet Klimaschutzfonds für Emissionshandel vor

Das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) startet am 1. Januar 2005. Von diesem Zeitpunkt an müssen alleine in Deutschland zirka 5000 Anlagenbetreiber individuelle Emissionsverpflichtungen einhalten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitet derzeit in Abstimmung mit dem Bund einen Fonds vor, um den Handel mit projektbasierten Emissionsrechten zu fördern.  Damit werde dem Klima und auch betroffenen Unternehmen geholfen, so die KfW.

"Klimaschutz ist eine zentrale umweltpolitische Aufgabe. Die traditionellen umwelt- und förderpolitischen Instrumente alleine reichen nicht mehr aus, um der Größe dieser Aufgabe gerecht zu werden", so die KfW. Daher würden gegenwärtig die Bemühungen intensiviert, Systeme handelbarer Emissionsrechte, marktfähiger Emissionsgutschriften oder grüner Zertifikate zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien einzuführen. Das geschehe auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Hinzu kämen freiwillige Initiativen privater Unternehmen.

Auch die KfW will sich verstärkt mit handelbaren Zertifikaten im Klimaschutz befassen und in diesem Rahmen spezielle Dienstleistungen, Finanzierungsinstrumente und Finanzmarktprodukte entwickeln. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die KfW an der gegenwärtigen Diskussion über die Einführung und Ausgestaltung eines europäischen Emissionshandelssystems. Hierzu konzipiert die KfW derzeit den einen Klimaschutzfonds, der für die Fondsbeteiligten Emissionsgutschriften erwirbt aus Projekten im Rahmen der "Joint Implementation" und des "Clean Development Mechanism" (Joint Implementation, kurz JI, bezieht sich auf Projekte in den Industrie- und Transformationsländern; der "Clean Development Mechanism" CDM auf bei Vorhaben in Entwicklungsländern).

Zielgruppe des KfW-Fonds sind vor allem deutsche und europäische Unternehmen, die mit Reduktionsverpflichtungen rechnen und die projektbezogenen Kyoto-Mechanismen nutzen wollen. So könnten sie sich bereits frühzeitig werthaltige und kostengünstige Emissionsrechte für die 2. Phase des EU-Emissionshandelssystems sichern. Es stehe aber auch allen Unternehmen offen, die beispielsweise Emissionsgutschriften aus Image- oder PR-Gründen erwerben wollen. Die KfW engagiert sich darüber hinaus in Pilotprojekten, um erste Erfahrungen mit den neuen Instrumenten zu sammeln. Mit dem Hamburger Wettbewerb zur kosteneffizienten CO2-Reduktion sei im Juni 2002 ein erstes Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen worden

Im Internet informiert die KfW ausführlich Informationen über das Konzept des
KfW-Klimaschutzfonds sowie über den Hintergrund, vor dem er entwickelt wurde. Auf der Seite Service-Bereich des Solarservers zur Verfügung. Die Kalkulationsblätter gestatten, verschiedenste Parameter zu modifizieren, unter anderem die Anschaffungskosten, laufende Betriebskosten, den Stromertrag und den Zinssatz.   Beim Wirtschaftlichkeitsvergleich sollte berücksichtigt werden, dass die externen Kosten des Energieverbrauchs (Umwelt- und Gesundheitsschäden infolge des Schadstoffausstoßes) nicht im Energiepreis für konventionelle Energien enthalten sind, so das Umweltinstitut München. Würden diese einbezogen, sähe das Ergebnis für die regenerativen Energien günstiger aus.

Die Berechnungen ergaben, dass kleine Solarstromanlagen erst bei Erträgen von mehr als 875 Kilowattstunden pro Kilowatt Spitzenleistung die Kriterien des Umweltinstituts München für die Wirtschaftlichkeit erfüllen, also an Standorten mit guter Sonneneinstrahlung. Die Investition in einen größeren Solarpark kann laut Umweltinstitut an sehr guten Standorten im Süden Deutschlands eine attraktive Rendite von über 6,5 Prozent nach Steuern erwirtschaften, wenn ein Solarstromertrag von 950 kWh pro kWp erreicht wird. An den weniger sonnenbegünstigten Standorten im Norden Deutschlands lasse sich mit Solarstrom kein Geld verdienen. Dafür blase dort in der Regel der Wind kräftiger. Er leiste heute schon einen erheblichen Beitrag zur Stromerzeugung.

Das Umweltinstitut München e.V. wurde 1986 gegründet, kurz nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, als gemeinnütziger Verein zur Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung. Sein Ziel ist die Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung, durch unabhängige Untersuchungen und qualifizierte Bewertung von ökologischen Auswirkungen umweltrelevanter Technologien und Vorschriften. Als einer der größten überparteilichen Umweltschutzvereine in Bayern gewährleistet das Umweltinstitut München unabhängige Forschung, Beurteilung und Information. Mit seiner Arbeit stelle es eine Alternative zum staatlichen Mess- und Informationsmonopol dar. Sein Fachwissen und seine langjährige Erfahrung macht das Institut den Bürgerinnen und Bürgern durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Beratung zugänglich.


Die Excel-Tabellen, mit denen wir unsere Rechnungen durchgeführt haben, können beim Umweltinstitut München oder im