Solar News Archiv Mai 2004

 
 

Solarbranche präsentiert "Café Solar" in Bonn

Die Kraft der Sonne reicht vollkommen, um unseren Energiehunger zu stillen: Den Nachweis erbringt das Café Solar, das zu 100% mit Solarenergie versorgt wird. Es steht unmittelbar vor dem Tagungsort der ersten Weltkonferenz zu erneuerbaren Energien, die unter dem Namen renewables 2004 vom 1. bis 4. Juni im ehemaligen Bundestag in Bonn stattfindet. Über 2.000 Regierungsvertreter und Experten aus der ganzen Welt haben sich angemeldet, um über eine verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien zu verhandeln.  Nach Ansicht der deutschen Solarbranche ist es vor dem Hintergrund der zunehmenden Klimaänderungen und der historisch hohen Ölpreise unerlässlich, die umweltfreundliche und kostenlose Energiequelle Sonne weltweit viel schneller in den Markt einzuführen als bisher, so der Bundesverband Solarindustrie (BSi) in einer Pressemitteilung. Dass Solartechnik sogar in unseren Breiten zuverlässig funktioniert und dabei architektonisch sehr attraktiv sein kann, beweise das Café Solar. Es symbolisiere die großen Chancen, welche die Solarenergie für die globale Energieversorgung bietet: Weltweit leben zwei Milliarden Menschen ohne Stromanschluss. Solarenergie schafft auch in ländlichen Gebieten ohne Stromnetz Zugang zu Licht und Kommunikation und damit zu Bildung und wirtschaftlicher Entwicklung.

Die Schirmherrschaft des Café Solar hat Dr. Franz Alt übernommen. „Die Energiefrage ist die Schlüsselfrage der Zukunftsfähigkeit moderner Industriestaaten. Während die fossilen Energieressourcen zur Neige gehen, stehen Erneuerbare Energien unbegrenzt zur Verfügung. Das Solarzeitalter wird kommen. Je früher, desto besser", so der bekannte Fernsehjournalist.

Das Café Solar ist ein Stahlskelettbau, dessen Dach und Fassade vollständig aus Solarstrommodulen, Solarwärmekollektoren und farbigen Gläsern besteht. Es sind Solarzellen von allen sechs deutschen Herstellern eingebaut. Auf dem 160 qm großen Holzdeck, aus dem an mehreren Stellen Bambus und Iris herauswächst, können sich die Gäste bei solar gebrautem Kaffee unterhalten und entspannen. „Das Café Solar ist ein leichter Bau, der die Nutzung von Solartechnik mit einer heiteren Kaffeehausatmosphäre verbindet“, so der Freiburger Architekt Matthias Hotz, der den Pavillon entworfen hat,

Initiiert wurde das Projekt von den Solarbranchenverbänden BSi und UVS. Sie fordern die Delegierten der Weltkonferenz auf, ernsthafte Beschlüsse für eine Energiewende zu fassen. Mit dem Café Solar wollen Sie auf ihre Forderung aufmerksam machen und gleichzeitig zeigen, wie hoch entwickelt die Solartechnik in Deutschland ist. „Das Café Solar zeigt, dass 100% Solarenergie möglich sind“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi. „Wir plädieren für eine entschiedene Solarpolitik weltweit. Auf der renewables 2004 müssen hierfür die Weichen gestellt werden.“

Informationen zum Café sind erhältlich unter http://www.cafe-solar.org.


31.05.2004   Quelle: BSi; UVS
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70 Greenpeace-Jugendliche aus elf Ländern auf der "renewables 2004"

Auf der internationalen Konferenz "renewables 2004" vom 1. bis 4.Juni in Bonn ist Greenpeace mit einer internationalen Jugend-Delegation präsent: 70 junge Menschen aus Argentinien, Mexiko, China, Russland, den USA, Philippinen, Frankreich, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Deutschland.  Die Jugendlichen wollen sich nicht nur für einen Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen, sondern auch für den Ausstieg aus der Atomenergie und den fossilen Energieträgern Kohle und Öl. Die Greenpeace-Jugendorganisation "SolarGeneration" will die Delegierten aus aller Welt jeden Morgen ab 8 Uhr mit einer neuen Aktivität zum jeweiligen "Tagesthema" begrüßen. Im Foyer informieren sie über die Aktivität in ihren Ländern.

Die SolarGeneration der Schweiz wird ab 28. Mai mit dem Greenpeace-Schiff "Argus" von Basel aus den Rhein hinab fahren und am 31. Mai abends direkt vor dem Konferenzgebäude anlegen. Eine "SolarBar" am Schiff bietet täglich von 8 -18 Uhr solar gekühlte Getränke und Snacks sowie ein "Solarquiz" für Delegierte. Während der Konferenz wohnen die Jugendlichen auf dem Jugendzeltplatz in Bonn-Bad Godesberg. Hier werden Pläne geschmiedet, Banner gemalt - und es wird auch gefeiert

Ein Porträt der SolarGeneration finden Sie unter akteure.html

31.05.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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WWF-Jugendaktion: Basteln an der Energie von morgen

Am Pfingstmontag errichtet der WWF mit 80 Kindern seiner Jugendorganisation Young Panda vor dem ehemaligen Bundestag in der Bonner Görresstraße eine bunte Erneuerbare-Energien-Landschaft aus Tausenden von LEGO-Steinen. Einen Tag vor dem Beginn der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien, die dort vom 1. bis 4. Juni stattfinden wird, wollen die kleinen Landschaftsbauer ihren Traum von einer Zukunft mit sauberem Strom aus erneuerbaren Energiequellen zum Ausdruck bringen.  "Klimaschutz ist kinderleicht" lautet ihre Botschaft an die Delegierten der "renewables 2004".

Die Installation wird bestehen aus einer lustigen Solarblume, einem über drei Meter hohen Biomassebaum und einer stattlichen Windradpflanze, die alle aus dem Baustoff LEGO zusammengesetzt werden. Im Stamm des großen Baumes soll sich nach der Fertigstellung ein mächtiger Elektroschalter befinden. Legt man diesen Schalter um, kann sauberer Strom aus Sonne, Wind und Biomasse "geerntet" werden. Um ihn sichtbar und hörbar zu machen, wird der WWF die Installation mit elektrischen Haushaltsgeräten bestücken. Während der Konferenz soll es ein großes Surren, Blinken, Piepen und Leuchten geben.

31.05.2004   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature
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EnergieSchulen in Aktion als NRW-Vorprogramm zur "renewables 2004"

Internationale Delegationen der besonderen Art tagten am 14.05.2004 in Sankt Augustin: Über 400 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Experten trafen sich beim internationalen Schülerkongress der Energieagentur NRW. Ohne Staatskarossen, dafür mit viel Know-how zu Energieeffizienz und Klimaschutz reisten die Delegierten aus Deutschland, Rumänien und Ungarn in die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dort präsentierten sie gemeinsam mit NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann erfolgreiche Schulprojekte, die den sparsamen Einsatz von Energie fördern.  Der Kongress von Schülern für Schüler lief unter dem Motto "EnergieSchulen - weltweit in Aktion!" und war Teil des NRW-Vorprogramms zur Internationalen Regierungskonferenz "renewables 2004", die Anfang Juni in Bonn stattfinden wird.

"Ich bin beeindruckt, wie intensiv und ideenreich die Schülerinnen und Schüler über alle Ländergrenzen hinweg zusammengearbeitet haben. Die vorgestellten Projekte zum Energiesparen und zum Einsatz regenerativer Energien sind wegweisend und sollten Schule machen", erklärte Minister Dr. Horstmann. Ein Beispiel: die Emilie-Heyermann-Realschule aus Bonn und die Gádor-Schule aus Budapest. Die "Emilie-Heyermänner", selbst erfahrene Akteure in Sachen Energieeffizienz, gaben ihrer ungarischen Partnerschule Starthilfe. Die Bonner Schüler zogen viele energetische Register: Mit Thermographien spürten sie Wärmelöcher im Schulgebäude auf, eine Kampagne für die Schulöffentlichkeit, ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage - mitfinanziert aus eingesparten Energiekosten - taten ein Übriges.

"Das ist Export von Energie-Know-how aus NRW im besten Sinne", kommentierte Prof. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, ein weiteres Projekt des Schillergymnasiums Münster. "Daran arbeiten manche Unternehmen jahrelang." Die Münsteraner hatten die von ihnen gespendete Solarstromanlage gleich selbst zur Partnerschule nach Namibia gebracht. Dort hat Sonnenenergie neben dem ökologischen Aspekt einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie ermöglicht so genannte Insellösungen bei der Energieversorgung. Das heißt, dass unabhängig von der Anbindung an ein ausgebautes Energienetz Strom direkt vor Ort produziert werden kann. Innovativ zeigte sich auch die Gemeinschaftshauptschule Werthstraße aus Duisburg, die mit ihrem Partner aus Kronstadt/Brasov (Rumänien) Solartankstellen für Handys baute und auf dem Schülerkongress über ihre Arbeit berichtete.

Die Energieagentur NRW fördert im Auftrag des NRW-Infrastrukturministeriums den ökonomischen Umgang mit natürlichen Ressourcen bei Schülern und Lehrern. Rund 50.000 Tonnen CO2 haben die heute 1.100 beteiligten Schulen im Rahmen des Projektes EnergieSchule NRW in den vergangenen fünf Jahren eingespart. Das entspricht der Menge an Kohlendioxid, die 500.000 Bäume über denselben Zeitraum binden würden. Daneben schaffen es viele Schulen über die Kosteneinsparungen, Finanzmittel für ihre Klassenkassen einzuspielen und gleichzeitig die kommunalen Haushalte zu entlasten.

30.05.2004   Quelle: Energieagentur NRW
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"The day after tomorrow": Erwischt es uns eiskalt?

Nicht mehr Außerirdische, kosmische Flugkörper oder furchterregende Überbleibsel aus der Evolution lösen die Apokalypse aus - diesmal sind wir es selbst. In Roland Emmerichs Film "The day after tomorrow" führen Klimawandel und das Abreißen des Golfstroms zu ungeahnten Tornados, einer gigantischen Flutwelle, die Schiffe durch die Avenues New Yorks treibt und einem plötzlichen Tiefkühleinbruch, der Städte unter Eis erstarren lässt. Obwohl die Annahmen im Film künstlerisch überspitzt sind verändere sich das Klima schon heute weltweit, warnt das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung anlässlich des Filmstarts.  Wie schlimm es wirklich kommt und zu erwarten ist, beantworten zwei neue, kostenlose Broschüren des UBA. Das Umweltbundesamt fasst darin den heutigen Wissensstand zusammen und setzt sich mit den Argumenten der Zweifler am vom Menschen gemachten Klimawandel auseinander.

"Der Klimawandel wird einige Regionen härter treffen, andere werden die Folgen für Umwelt und Mensch weniger spüren. Einstellen müssen wir uns zum Beispiel auf mehr Dürren, Hochwässer und veränderte Bedingungen für die Landwirtschaft, so der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge. "Doch wir können noch etwas dagegen tun, um diesen Klimawandel zu begrenzen: Runter mit dem Ausstoß klimaschädlicher Gase aus Verkehr, Industrie und den Haushalten. Nur entschlossenes Handeln heute, hilft Katastrophen morgen zu verhindern", fordert Troge.

Die Broschüren "Klimaänderung - festhalten an der vorgefassten Meinung? Wie stichhaltig sind die Argumente der Skeptiker" und "Globaler Klimawandel - Klimaschutz 2004" können kostenlos angefordert werden beim Umweltbundesamt, Zentraler Antwortdienst, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin oder über die E-Mail-Adresse bk@umweltbundesamt.de. Beide Publikationen sind in Kürze auch im Internet www.umweltbundesamt.de zu finden.

30.05.2004   Quelle: UBA
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Bundeskabinett beschließt neues Umweltinformationsgesetz

Das Bundeskabinett hat am 26.05.2004 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Entwurf zur Neufassung des Umweltinformationsgesetzes beschlossen. "Informationen und Zugang zu Informationen sind Schlüssel zur Buergergesellschaft", sagte Trittin.  "Nur wer informiert ist, kann sich als Buerger an öffentlichen Entscheidungen beteiligen und die Verwaltungen damit wirksam kontrollieren. Öffentlichkeit zwingt zu anspruchsvollem Verwaltungshandeln", so der Bundesumweltminister.

Durch das neue Umweltinformationsgesetz soll der Zugang zu Umweltinformationen für die Bürgerinnen und Buerger deutlich verbessert werden. So werden alle Stellen der öffentlichen Verwaltung des Bundes zur Herausgabe von Umweltinformationen verpflichtet, unabhängig davon, ob sie spezielle Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes wahrzunehmen haben. Die Fristen für die Beantwortung von Anfragen zu Umweltinformationen werden halbiert und dürfen in der Regel einen Monat nicht überschreiten. Außerdem wird die Bundesverwaltung verpflichtet, umfassender als bisher aktiv Umweltinformationen zu verbreiten. "Dabei soll zunehmend das Internet als modernes schnelles und zudem demokratisches Medium genutzt werden", sagte Trittin.

Mit dem Gesetz werden für die Bundesverwaltung die Anforderungen der neugefassten Umwelt-informationsrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt. Die Auskunftspflichten von Landesbehörden und bestimmter privater Stellen werden künftig in landesrechtlichen Vorschriften zur Umsetzung der neuen Umweltinformationsrichtlinie geregelt. Mit dem neuen Umweltinformationsgesetz werden zugleich die Verpflichtungen über den Zugang zu Umweltinformationen aus der Aarhus Konvention der UN ECE erfüllt. Die darüber hinaus in der Aarhus-Konvention vorgesehenen Verbesserungen bei der Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und beim Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten sollen in Kürze in einem weiteren Gesetzgebungsvorschlag aufgegriffen werden.

Der Gesetzentwurf für das neue Umweltinformationsgesetz werde zunächst dem Bundesrat zugeleitet und könne rechtzeitig vor Ablauf der Umsetzungsfrist der EU-Richtlinie am 14.02.2005 in Kraft treten, so das Bundesumweltministerium.

30.05.2004   Quelle: BMU

 

Umweltfonds mobilisiert Millionen-Investitionen in erneuerbare Energien

Bereits vor Beginn der "renewables"-Konferenz in Bonn (1.-4. Juni) nimmt das internationale Aktionsprogramm, das auf der Konferenz verabschiedet werden soll, klare Formen an.  Mehr als 60 Beiträge mit konkreten Maßnahmen sowie selbst gesteckten Zielen und Verpflichtungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind bisher von Regierungen, internationalen Organisationen, Verbänden und der Privatwirtschaft aus aller Welt in Bonn eingereicht worden, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Die Beteiligten, darunter China, die EU, UN-Kommissionen und der Umweltfinanzierungsfonds GEF, folgten damit einem Aufruf der Bundesregierung. Etliche Vorschläge seien noch in Arbeit.

Fragen der Finanzierung gehören zu den zentralen Themen der Konferenz. Der Finanzierungsfond für weltweite Umwelt-Vorhaben (Global Environment Facility, GEF) schlägt vor, jährlich 100 Millionen US-Dollar einzusetzen, um anspruchsvolle Erneuerbare-Energien-Projekte in Entwicklungsländern zu unterstützen. Dadurch sollen Gesamtinvestitionen von zirka 500 Millionen US-Dollar pro Jahr ausgelöst werden. GEF wird von den Industrieländern gespeist und ist eingerichtet worden, um Vorgaben aus großen Umweltschutzkonventionen in Entwicklungs- und Schwellenländern umsetzen und finanzieren zu können.

China habe eine nationale Strategie für erneuerbare Energien angekündigt, die auf einen erheblichen Ausbau bis 2020 abzielt, so das BMU. Damit schaffe China politische Rahmenbedingungen, um das Marktpotenzial der erneuerbaren Energien entwickeln zu können.

Zu den Bereichen des Aktionsprogramms gehört auch die Stärkung der institutionellen Kapazitäten. Dabei geht es um den Ausbau von Fortbildungsinitiativen, Kampagnen zur Bewusstseinsbildung oder die Unterstützung wissenschaftlicher Forschungsprogramme.

29.05.2004   Quelle: BMU
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Emissionshandel: Bundestag verabschiedet Nationalen CO2-Allokationsplan

"Die Verabschiedung des Nationalen Allokationsplans für CO2-Zertifikate schafft die notwendige Klarheit, damit sich die Stadtwerke auf den Start des Emissionshandels am 1. Januar 2005 vorbereiten können", unterstrich VKU-Präsident OB Gerhard Widder anlässlich der Verabschiedung des Zuteilungsgesetzes durch den Bundestag am 28.05.2008.  Für die 160 Stadtwerke, die mit knapp 400 Anlagen vom Emissionshandel erfasst werden, sind vom Gesetzgeber akzeptable Rahmenbedingungen erlassen worden", so Widder in einer Pressemitteilung.

Aus der Sicht der Stadtwerke werde insbesondere anerkannt, dass die frühzeitigen Emissionsminderungen (early-action) der west- und ostdeutschen Stadtwerke seit 1994 berücksichtigt werden. Zu begrüßen sei besonders, dass die Koalitionsfraktionen den VKU-Vorschlag aufgegriffen hätten, die Unternehmen für frühzeitige und besonders umfangreiche CO2-Minderungen von mehr als 40 % bis zum Jahr 2012 mit dem Erfüllungsfaktor 1 auszustatten.

Für die CO2-schonende Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sei ein angemessener Nachteilsausgleich eingeführt worden . Damit werde der besondere Stellenwert der umweltverträglichen KWK berücksichtigt. Die Aufhebung des früher geplanten Kumulationsverbotes von 'early-action' und KWK, das für Stadtwerke mit frühzeitigen Emissionsminderungen sehr nachteilig gewesen wäre, werde ebenfalls positiv gewertet.

Präsident Widder hob hervor, "es sei nun vordringlich, allen Handelsteilnehmern umgehend die gesetzlichen Spielregeln mitzuteilen." Dies betreffe vor allem die Bekanntgabe einer ausreichenden Anzahl von Gutachtern für die Emissionsberichte und der Regeln für die notwendigen Anträge an das Umweltbundesamt.

28.05.2004   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.
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Deutsche Solarindustrie verzeichnet rasantes Marktwachstum

Gute Aussichten: Prognose der Modulproduktion in Deutschland

Die Solarstromindustrie in Deutschland konnte ihre Produktion im Jahr 2003 verdoppeln. Auch in diesem Jahr rechne die Branche aufgrund massiv gestiegener Nachfrage mit einem Zuwachs in etwa derselben Größenordnung. Dies geht aus dem aktuell erschienenen Photovoltaik-Branchenreport der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) hervor.  Der kräftige Aufwind der Sonnenstromtechnologie (Photovoltaik) spiegelt sich in der Zahl der in Deutschland verkauften Photovoltaikanlagen wieder. Allein in diesem Jahr werden rund 20.000 Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von über 200 Megawatt (MW) neu installiert. Dies entspricht laut UVS einem Umsatz von erstmals über einer Milliarde Euro, wovon hauptsächlich deutsches Handwerk und der Mittelstand profitieren. Um der deutlich höheren Nachfrage gerecht zu werden, investiere die Industrie gegenwärtig rund 200 Millionen Euro jährlich in Modernisierung und Ausbau von Solarfabriken am Standort Deutschland. Gekoppelt mit verstärkten Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung führe dies zu einer stetigen Senkung der Produktionskosten. Die Exportquote der deutschen Solarindustrie liegt gegenwärtig bei rund 20 Prozent.


Deutschland ist Nummer 2 auf dem Weltmarkt

Deutschland konnte seine Führungsposition auf dem weltweiten Photovoltaikmarkt weiter ausbauen und wird nur noch von Japan übertroffen. Inzwischen sind vier deutsche Produzenten in die weltweite "Top-Ten"-Liste der Solarzellenhersteller aufgerückt. Das rasante Marktwachstum lässt sich auch anhand der Modulherstellung exemplarisch darlegen. So konnte die heimische Produktion von 38 MW im Jahr 2002 auf 83 MW im Jahr 2003 mehr als verdoppelt werden. Für 2004 wird ein Anstieg auf 180 Megawatt aus deutscher Herstellung prognostiziert. Damit hat sich die Modulproduktion in nur vier Jahren verzehnfacht (2000: 17,6 MW). Dies geht aus dem im Auftrag der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW erstellten und am Freitag veröffentlichten Photovoltaik-Branchenreport hervor.

Derzeit zählt die Solarstromindustrie in Deutschland 43 Hersteller. 24 Unternehmen fertigen Solarmodule, sechs produzieren Solarzellen und fünf das Ausgangsmaterial Solarwafer. Zudem gibt es 12 Fabrikanten von Wechselrichtern, welche solaren Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Bislang arbeiten in diesem jungen Technologiezweig 15.000 Beschäftigte. Zusammen mit der Solarwärme konnten laut UVS in den letzten sechs Jahren rund 27.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Laut Prognosen der UVS werden 2010 in der deutschen Solarbranche insgesamt rund 100.000 Menschen arbeiten.

„Die heimische Solarindustrie liegt bei der Erschließung eines der wichtigsten Schlüsseltechnologien der Zukunft gut im Rennen. Der Standort Deutschland zeichnet sich durch enorme Wachstumsdynamik, beträchtliches Beschäftigungspotenzial und ausgezeichnetes Forschungs-Knowhow aus“, so UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig

28.05.2004   Quelle: UVS
Bildquelle: UVS

 

SOLON AG: Kapitalerhöhung zur Erweiterung der Produktionskapazität

Die Berliner SOLON AG wird mit Beschluss des Vorstandes und des Aufsichtsrates vom 27. Mai 2004 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital um bis zu 3.333.060 Aktien durchführen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Ausgabepreis der neuen Aktien sei auf Basis des durchschnittlichen Börsenschlusskurses der 5 Vortage an der Frankfurter Wertpapierbörse vom 20. - 26. Mai 2004 auf EUR 9,00 pro neuer Aktie festgelegt worden, was einem Abschlag zum durchschnittlichen Kurs der letzten Tage von 11 % entspreche.  Das Bezugsverhältnis liegt bei einer neuen Aktie für eine Bestandsaktie; ein Bezugsrechtshandel findet nicht statt. Aktionäre, die mehr Aktien zeichnen möchten, als ihr Bezugsrecht es erlaubt, erhalten diese, sofern andere Altaktionäre Ihr Bezugsrecht nicht ausüben. Die Aktien sind vom 1. Januar 2004 an gewinnberechtigt. Die Zeichnungsfrist läuft vom 4. Juni bis zum 18. Juni 2004.

Das neue Kapital soll zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, vor allem aber zur Finanzierung einer neuen Produktionsstätte verwendet werden. Die Gesellschaft beabsichtigt, zum IV. Quartal 2004 einen neuen Produktionsstandort in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) in Betrieb zu nehmen. Die Investitionssumme beläuft sich laut SOLON AG auf rund 10 Millionen Euro. Über 100 Arbeitsplätze würden neu geschaffen. Der Standort soll seinen Betrieb im IV. Quartal 2004 aufnehmen und im laufenden Jahr noch eine Produktionsleistung von 10 Megawatt (MWp) erreichen. Damit sei SOLON in der Lage, die für das Jahr 2004 geplante Produktionsmenge von 30 MWp auf 40 MWp anzuheben (die Leistung von ca. 230.000 Solarmodulen). Das Umsatzziel für 2004 erhöht sich auf über 110 Millionen Euro (Vorjahr: 37 Millionen Euro). Im Jahr 2005 will SOLON damit in der Lage sein, 90 MWp zu produzieren, dies entspreche einem möglichen Umsatz von 240 Millionen Euro. Für 70% dieses Produktionsvolumens lägen bereits Bestellungen vor. Die Kapitalerhöhung erlaube es dem Unternehmen, das organische Wachstum auch im kommenden Jahr zu finanzieren.

Für das III. Quartal 2004 plant SOLON einen Segmentwechsel für die Notierung der Aktie vom Freiverkehr in den Geregelten Markt, um die Transparenz für Investoren weiter zu erhöhen.

Die in- und ausländische Nachfrage nach Solarmodulen der SOLON habe nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das Solaranlagen für den Zeitraum von 20 Jahren fördert, merklich angezogen. In anderen EU-Ländern seien ähnliche Gesetze verabschiedet worden oder in Vorbereitung. Die SOLON AG hat nach eigenen Angaben im I. Quartal ein Ergebnis vor Steuern, Zins und Abschreibung (EBITDA) von 810.000 Euro und ein positives Bilanzergebnis in Höhe von 423.000 erzielt, nachdem bereits im IV. Quartal 2003 ein operativ positives Ergebnis ausgewiesen worden war. Die Gesellschaft habe damit den letzten Schritt des Turn-around nach 18 Monaten der Restrukturierung und Rationalisierung vollzogen. Die Gesellschaft sei hervorragend für die weitere Expansion im Photovoltaikmarkt positioniert; nach einer Studie würden die Module der SOLON AG im Photovoltaikmarkt als Benchmark für Qualität angesehen.

28.05.2004   Quelle: SOLON AG

 

Worldwatch-Report: Erneuerbare Energien nutzen- weltweit!

Worldwatch Bericht: erneuerbare Energien

Am 19.05.2004 präsentierte Janet Sawin, Leiterin des Worldwatch Energie- und Klimaschutzprogramms, den neuesten Bericht zum Thema erneuerbare Energien. Er beschreibt, mit welcher Politik die Erneuerbaren in der Weltwirtschaft etabliert werden können.  Der gestiegene Ölpreis und die zunehmende politische Instabilität im Mittleren Osten würden daran erinnern, wie sehr die Welt von fossilen Brennstoffen abhängig ist, die zudem verborgene Kosten enthielten wie zum Beispiel den Aufwand für eine sichere Energieversorgung und die Umweltschäden, betont Worldwatch in der Ankündigung des Berichts.

Es sei erfreulich, dass immer mehr Länder erkennen, dass diese Probleme mit Investitionen in erneuerbare Energien gelöst werden können. Solar- und Windenergie seien die weltweit am schnellsten wachsenden Energiequellen und die Investoren würden Millionen Dollar in diesen Industriezweig fließen lassen. Weltweit erkenne eine wachsende Zahl von Staaten die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Vorteile erneuerbarer Energien und beginne mit Förderprogrammen und weiteren Maßnahmen zu Gunsten der Erneuerbaren.

Deutschland, Japan, Spanien und einige weitere Länder würden eindeutig auf die Erneuerbaren setzen und hätten wirksame politische Maßnahmen ergriffen, um Märkte für Technologien zur Nutzung regenerativer Energien zu schaffen, welche rasch wachsen und zu Kostensenkungen führen werden, so Worldwatch. Wenn diese Staaten den Kurs beibehalten und weitere dazukommen, führe dies nicht nur zu einer saubereren und effizienteren Energieversorgung, sondern auch zu wirtschaftlichen Erfolgen in Form neuer Industriezweige und zusätzlicher Arbeitsplätze.

Weitere Informationen zum Bericht "Mainstreaming Renewable Energy in the 21st Century" sowie zur Bestellung unter http://www.worldwatch.org/pubs/paper/169/

28.05.2004   Quelle: Worldwatch Institute
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renewables 2004: dena und GTZ begrüßen internationale Wirtschaft zum "Business Forum Renewables"

Auf Einladung von Bundeskanzler Gerhard Schröder beginnt am 1. Juni 2004 die "Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien". Mit dabei: Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH mit dem "Business Forum Renewables". Dieses Forum bietet vom 1. bis zum 4. Juni 2004 interessante Präsentationsmöglichkeiten sowie einen intensiven persönlichen Austausch mit Partnern und Konferenzteilnehmern, so die dena in einer Pressemitteilung.  Nur 200 Meter vom Konferenzzentrum der renewables 2004 entfernt, wird sich das "Business Forum Renewables" in einer 2000-Quadratmeter-Zeltstadt präsentieren mit attraktiven Ausstellungsflächen im Innen- und Außenbereich. Rund 30 deutsche und internationale Unternehmen, Industrieverbände, das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellen auf rund 500 Quadratmetern ihre Produkte, Dienstleistungen und Konzepte zum Thema "Erneuerbare Energien" vor. Dabei reicht die Palette von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie bis zu Energiedienstleistungen und Mobilität. Ein Veranstaltungsforum bietet zudem Platz für rund 100 Gäste und Raum für intensive Dialoge zwischen Wirtschaft und Politik. Für den Branchentalk stehen darüber hinaus ein Infotainmentbereich sowie ein Bistro zur Verfügung.

Hintergrund für das "Business Forum Renewables" sei das ausgeprägte Interesse der deutschen Industrie, sich anlässlich der renewables 2004 zu präsentieren und Kontakte mit internationalen Entscheidungsträgern zu knüpfen, berichtet die dena. So werde mit dem Forum ein Treffpunkt geschaffen, um Wirtschaft und Verbänden einen direkten Austausch mit den Delegierten und Beobachtern der renewables 2004 zu ermöglichen.

Zusätzliches Highlight sind zahlreiche Veranstaltungen, darunter die Wirtschaftskongresse "Renewables mean Business" über die zukünftige Marktentwicklung der Erneuerbaren Energien, "Sustainable Mobility meets Future Energy" über nachhaltige Mobilitätsstrategien sowie "Renewable Energies for a Sustainable Development in Mexico: Opportunities and Markets" des mexikanischen Energieministeriums. Sowohl das internationale Interesse an deutschen Zukunftsideen als auch das Interesse Deutschlands an der internationalen Entwicklung des Themas stehen bei den Fachforen im Mittelpunkt.

28.05.2004   Quelle: Deutsche Energie Agentur GmbH
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Greenpeace-Protest: Braunkohle zerstört das Klima

Für den Ausstieg aus der Braunkohle und den Ausbau erneuerbarer Energien demonstrieren seit heute früh 50 Greenpeace-Aktivisten in der Tagebaugrube Hambach bei Morschenich (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen). 25 Umweltschützer sind auf einen 96 Meter hohen Schaufelradbagger geklettert und haben dort ein Transparent befestigt mit der Aufschrift: "Coal kills the climate!" (Kohle zerstört das Klima), berichtet Greenpeace in einer Pressemitteilung.  Der Tagebau Hambach fördert laut Greenpeace durchschnittlich pro Tag rund 100.000 Tonnen Braunkohle, die in nahe gelegenen RWE-Kraftwerken verfeuert werden - mit einem Ausstoß von mindestens 85.000 Tonnen klimaschädlichem Kohlendioxid. RWE wolle noch zwei weitere Braunkohlekraftwerke bauen und damit diese Klimazerstörung für weitere Jahrzehnte festschreiben, kritisieren die Umweltschützer. Greenpeace fordert den Konzern anlässlich der internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in der kommenden Woche in Bonn auf, den Kurs zu ändern und in klimafreundliche Energieformen zu investieren.

"Deutschland kann die Welt nicht zur Debatte über saubere Energien einladen und mit Braunkohle weiter auf die klimaschädlichste Energieform setzen. Mit jeder Tonne zerstört RWE die Lebensgrundlagen künftiger Generationen. Mit Braunkohle gibt es keinen Klimaschutz", sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace. Selbst in neuen Braunkohlekraftwerken fallen laut Teske pro Kilowattstunde Strom noch 750 Gramm Kohlendioxid an. Bei modernen Gaskraftwerken seien es nur 370 Gramm, bei Strom aus Windkraft nur elf Gramm.

"Der Klimawandel hat bereits begonnen, seine Folgen werden spürbar: Gletscher schmelzen, Böden trocknen aus, der landwirtschaftliche Ertrag geht zurück", heißt es in der Greenpeace-Presseerklärung. Dennoch würden Industrie und Politik zögerlich oder gar nicht auf die Bedrohung reagieren. Die Braunkohle habe in Deutschland im Jahr 2002 sogar Zuwächse verzeichnet. Der Braunkohletagebau zerstöre die Umwelt auch direkt: Über 30.000 Menschen hätten in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren ihren Wohnort verlassen müssen, weil er abgebaggert wurde. Befürworter dieser Energieform würden dies mit den entstehenden Arbeitsplätzen rechtfertigen, so Greenpeace. In der Braunkohlebranche würden derzeit 25.000 Menschen arbeiten. Die Erneuerbaren Energien böten hingegen mehr als fünfmal so viele Jobs (130.000), mit steigender Tendenz. Allein in der Windkraftbranche arbeiten heute schon 45.000 Menschen, betont Greenpeace.

Bis 2100 könnte Deutschland seinen gesamten Bedarf aus Erneuerbaren Energien decken, belege ein aktuelles wissenschaftliches Szenario des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart (DLR) im Auftrag von Greenpeace. "Dafür müssen aber jetzt die Weichen gestellt werden - und das heißt: keine neuen Braunkohlekraftwerke", so Teske.

27.05.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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EU-Kommission: Mehr erneuerbare Energie für Europa!

Intensivieren die EU-15-Länder ihre Anstrengungen nicht, werden sie bis 2010 voraussichtlich nur einen Anteil der erneuerbaren Energien von 18-19 % am Gesamtstromverbrauch erreichen statt wie geplant 22 %. Das ist das Fazit der jetzt von der EU-Kommission angenommenen Mitteilung „Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU“.  Die Kommission hat den Fortschritt der EU-15 bei der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bewertet. Zugrundegelegt wurde dabei das für 2010 gesetzte Ziel, den Verbrauch von Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen auf 22 % und den Anteil erneuerbarer Energiequellen insgesamt auf 12 % zu erhöhen.


Gute Noten für Dänemark, Spanien, Finnland und Deutschland

Lob erhielten nur vier Mitgliedstaaten: Dänemark, Spanien, Finnland und Deutschland befänden sich auf dem richtigen Kurs, urteilt die Kommission. Diese Länder hätten einen attraktiven Rahmen für erneuerbare Energiequellen geschaffen. Immerhin hätten jedoch auch mehrere andere Mitgliedstaaten in letzter Zeit neue Rechtsvorschriften verabschiedet, die es ihnen ermöglichen werden, ihre nationalen Ziele zu erreichen. “Diese Mitteilung kommt im richtigen Moment, da Europa mit einem neuerlichen Ölpreisanstieg konfrontiert ist und Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen trifft", erklärte Kommissions-Vizepräsidentin Loyola de Palaci. Noch hätten die Mitgliedstaaten die Zeit, ihre Politik zu ändern, so dass sich die erneuerbaren Energien etablieren könnten."


Windkraft im Plan; Biomasse braucht Unterstützung

Intensivieren die EU-15 ihre Anstrengungen nicht, werden sie bis 2010 voraussichtlich nur einen Anteil der erneuerbaren Energien von 18-19 % am Gesamtstromverbrauch erreichen statt wie geplant 22 %. An der Entwicklung auf dem Windkraftsektor liegt es dabei nicht: Bis 2010 wird voraussichtlich doppelt soviel Windkraftkapazität installiert sein, wie ursprünglich prognostiziert. Die europäische Windkraftindustrie ist bei der Windkrafttechnik weltweit führend und hat einen Weltmarktanteil von 90 %. In Dänemark lag der Anteil der Windenergie 2003 bereits bei 16 %. EU-weit deckt die Windenergie bis dato jedoch nur rund 2,4 % des Stromverbrauchs.

Langsam, nach Auffassung der Kommission zu langsam, ist dagegen die Entwicklung neuer Biomassekapazitäten. Darüber hinaus bedürfe es allgemein weiterer Fortschritte bei der Verbesserung des Netzzugangs für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Außerdem müssten verstärkt verwaltungstechnische Hindernisse abgebaut werden, um ein stabiles Wachstum zu ermöglichen. Nach Ansicht der Europäischen Kommission sollten auch verbesserte Förderregelungen im Rahmen der Bestimmungen des EG-Vertrags entwickelt werden. Um das Ziel von 12 % in der EU-15 zu erreichen, sind Investitionen in Höhe von schätzungsweise 10 bis 15 Milliarden Euro jährlich erforderlich. Diese Investitionen könnten von der öffentlichen Hand getätigt werden, so die Kommission, sie bedürften jedoch auch der Unterstützung aus dem privaten Sektor. Daher müsse der Erfolg der Windkraft in drei Mitgliedstaaten auf die übrigen EU-Staaten übertragen werden, was Einspeisetarife, Umweltzertifikate, marktbasierte Mechanismen, Steuerbefreiungen usw. einschließe.

27.05.2004   Quelle: EU-Kommission
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Deutsche wollen weniger Abhängigkeit vom Öl

58 Prozent der Deutschen sehen derzeit eine direkte Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Ölpreis - 69 Prozent wollen, dass diese Abhängigkeit verringert wird. Einen möglichen Lösungsansatz sehen 72 Prozent in einer verstärkten Förderung erneuerbarer Energien. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung des Europressedienstes im Vorfeld der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien, die vom 29. Mai bis 4. Juni in Bonn stattfindet.  Das wachsende Interesse der Öffentlichkeit für Erneuerbare Energien spiegle sich auch in den weiteren Ergebnissen der Studie wider, bei der zwischen dem 20. und 24. Mai 1.009 Personen bundesweit befragt wurden: Als wichtige Argumente für die Förderung Erneuerbarer Energien seien der steigende Ölpreis und die drohende Klimakatastrophe genannt worden, so der Europressedienst in einer Pressemitteilung. Die weitere Subventionierung der Steinkohle werde von deutschen Bundesbürgern hingegen kritisch gesehen. Hier zeige die Befragung, dass 39 Prozent gegen die Subventionierung sind, 45 Prozent sind dafür und 15 Prozent antworteten mit „weiß nicht“.

Dr. Hermann Scheer, MdB, Eurosolar-Präsident und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien (WCRE), sieht in den Ergebnissen Schritte in die richtige Richtung: „Trotz aller Desinformation über Erneuerbare Energien sind diese die populärsten aller Energieträger. Die Bevölkerung ist hier weiter als die Politik. Die steigenden Ölpreise zeigen in aller Deutlichkeit, dass es unverzüglich notwendig ist, die Biokraftstoffe massiv in den Markt zu bringen.“

Bei dem am Wochenende stattfindenden Zweiten Weltforum Erneuerbare Energien, das den Auftakt zur Internationalen Konferenz bildet, formulieren der Weltrat für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy, WCRE), und EUROSOLAR Handlungskonzepte. Erstrangig wird die Einrichtung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien postuliert, bei der Deutschland eine führende Rolle einnehmen soll. Der deutsche Markt für erneuerbare Energien ist neben Japan einer der stärksten Märkte weltweit. Aufgrund der bundesweiten Förderung und zahlreichen regionalen Initiativen konnte ein Markt entstehen, an dem sich die anderen europäischen Länder orientieren können. Doch sowohl auf deutscher wie auch auf internationaler Ebene gebe es nach wie vor viel Handlungsbedarf. Eine weitere Forderung des WCRE und Eurosolars geht dahin, dass die Weltbank und ebenso auch die anderen internationalen Entwicklungsbanken ihr Portfolio für Energiekredite deutlich ausweiten und dieses ausschließlich auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienzinvestitionen konzentrieren.

27.05.2004   Quelle: EUROPRESSEDIENST BONN
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Konferenz "Der Ressourcenfluch": Rohstoffexporte als Krisenfaktor

Auf einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung analysieren internationale Experten die Zusammenhänge zwischen Erdölexporten, Korruption, Unterentwicklung und politischer Instabilität. Schwerpunkte der Tagung in Berlin vom 27. - 28. Mai sind Länder in Afrika und im Kaukasus.  Fallstudien aus Nigeria, Tschad und dem Kaukasus stellen Probleme und Lösungsansätze exemplarisch vor. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutieren das Potenzial von Erdölexporten zur wirtschaftlichen Entwicklung und Armutsbekämpfung in Verbindung mit effizienter Regierungs- und Verwaltungsführung.

Damit bietet diese Konferenz einen Überblick über Forschung und Diskussion zum Paradoxon des "Ressourcenfluchs": der Begriff umschreibt, wie der Abbau von natürlichen Ressourcen häufig den erhofften Aufstieg in die erste Liga der weltweiten Ökonomien verhindert - in vielen Ländern führen Einnahmen aus Rohstoffexporten vielmehr zu Bestechung und politischen Krisen bis hin zu bewaffneten Konflikten. Nicht zuletzt geht es auf der Konferenz "Der Ressourcenfluch" um die Frage, mit welchen Maßnahmen und Instrumenten die deutsche Politik wirtschaftliche Entwicklung in erdölexportierenden Ländern des Südens unterstützen kann.

Termin: Donnerstag, 27. und Freitag, 28. Mai 2004; Veranstaltungsort: Bank für Sozialwirtschaft, Oranienburgerstr. 13/14, 10178 Berlin. Programm und weitere Informationen http://www.boell.de/oelkonferenz

27.05.2004   Quelle: Heinrich Böll Stiftung
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Solarmobil-Rennen Phaeton 2004: FH Bochum am Start mit HansGo!

Solar-Renner

Studenten der Fachhochschule Bochum nehmen vom 23. bis 28. Mai an der "Phaeton 2004" teil, dem griechischen Solarcar-Rennen rund um Athen. Ihr Solarrennwagen "HansGo!" erreichte beim Rundenrennen der "Solar-Formel 1" am 23.05. auf dem alten Athener Flughafen den siebten Platz.  Sowohl für HansGo! als auch für die beiden Gewinner aus Japan hätte es kaum. knapper laufen können: Nach einer Stunde Fahrzeit trennten "Tiga" von der Ashiya University und "Mercury Model S" der Universität von Osaka lediglich 4 Sekunden. In dieser Zeit fuhren sie 32 Runden; Hans Go! brachte es auf 21 Runden und liegt damit im Mittelfeld.

HansGo! startete am 25.05.2004 um 10:27 Uhr zur Bergetappe von Patras nach Olympia. Mit der Wertung der Zeitprüfungen vom Montag liegt Hans nun auf Platz 9. Der Himmel war wolkenverhangen, aber der solargetriebene Rennwagen der FH Bochum hat dank des Hochleistungsgenerators aus dem Hause Gochermann Solar Technology genügend Energie, um die Berge zu erklimmen. Stefan Balzer steuerte gelassen durch die Kurven auf fast 800 Meter über Meereshöhe. Vor der ersten Zeitprüfung wechselt Angela Lohberg an den Steuerknüppel. Sie braucht für die 6,5 km etwas mehr als 6 Minuten, nur halb so schnell wie der Gewinner auf diesem Teilstück, dafür aber mit maximaler Sicherheit.

Weiter führte die Strecke durch das griechische Bergland nach Olympia. Nach der zweiten Wertungsprüfung des Tages bringt Stefan Balzer HansGo! über zahlreiche Serpentinen an den historischen Ort. Auf 37 Kilometern sind fast 800 Höhenmeter zu überwinden. Auf diesem Abschnitt kann die regenerative Bremse des HighTech-Mobils zeigen, was sie kann. Der Motor arbeitet als Generator, bremst das Fahrzeug und gewinnt zusätzlich zum Solarstrom elektrische Energie, die in die Batterie eingespeist werden kann. Der nächste Berg kommt bestimmt!

27.05.2004   Quelle: Fachhochschule Bochum
Bildquelle: Fh Bochum

 

Grüne: Nur nachwachsende Rohstoffe können Abhängigkeit vom Öl verringern

"Eine Erhöhung der Fördermengen für Erdöl ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und keine Lösung, um den weiter wachsenden Ölhunger der Weltwirtschaft zu stillen. Eine tatsächliche Alternative zum Rohöl existiert in Form Nachwachsender Rohstoffe."  Das erklärte Dr. Antje-Vogel-Sperl, Mitglied im Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und chemiepolitische Expertin von Bündnis 90 / Die Grünen zu den Vorschlägen von Saudi-Arabien, die tägliche Rohölfördermenge um bis zu 2,5 Millionen Barrel zu erhöhen.
Nachwachsende Rohstoffe könnten Erdöl in allen Wirtschaftsbereichen ersetzen, denn sie eigneten sich als Ausgangsmaterial für die chemische Industrie genau so gut wie für die Verarbeitung zu hochwertigem Treibstoff oder zur Erzeugung von Strom und Wärme, so Vogel-Sperl.

Aus Nachwachsenden Rohstoffen ließen sich bereits heute Schlüsselsubstanzen der chemischen Industrie herstellen, die für die Produktion von Kunststoffen und Treibstoffen genutzt werden könnten. Nur eine grundlegende Veränderung der Rohstoffbasis hin zu Nachwachsenden Rohstoffen werde die Wirtschaft langfristig aus ihrer fatalen Abhängigkeit vom Erdöl befreien und wird zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung führen. Auch Erdgas ist keine wirkliche Alternative zum Erdöl, so Vogel-Sperl, da auch diese Ressource endlich ist und zur Freisetzung von CO2 führt. Dies trage zu einer weiteren Verschärfung des Treibhauseffektes bei.

27.05.2004   Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand
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Erneuerbare Energien: EU plant ehrgeizige Ausbauziele bis 2020

Sechs Tage vor Beginn der "renewables"-Konferenz in Bonn hat die EU-Kommission ein klares Bekenntnis zum langfristigen Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt. Die Kommission bekräftigte nicht nur ihr bestehendes Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch bis 2010 auf 12 Prozent zu steigern. Sie kündigte auch an, dass die EU innerhalb der kommenden zwei Jahre über neue, weiter reichende Ausbauziele für die erweiterte EU entscheiden werde.  Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte die Mitteilung der Kommission als "erfreuliches und starkes Signal" für die Weltkonferenz in Bonn.

Das Europa-Parlament hatte als langfristiges Ausbauziel für die erweiterte EU der 25 vorgeschlagen, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 auf mindestens 20 Prozent zu steigern. Die Kommission sagte nun eine sorgfältige Prüfung dieses ehrgeizigen Zieles zu, die spätestens bis Oktober 2005 abgeschlossen sein soll. Eine Entscheidung soll voraussichtlich im Jahr 2007 fallen.

In ihrer Mitteilung fordert die Kommission die Mitgliedsstaaten auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, damit das für 2010 gesteckte Ausbauziel der 15er EU erreicht wird. Die Kommission bescheinigte Deutschland, Spanien, Dänemark und Finnland, einen "attraktiven Rahmen" geschaffen zu haben, mit dem sie in der Lage seien, ihre nationalen Ausbauziele zu erreichen.

Mehr Infos zur "Renewables" unter www.renewables2004

26.05.2004   Quelle: BMU
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Emissionshandel: Umweltausschuss beschließt Ausgestaltung des Nationalen Allokationsplanes

Der Umweltausschuss des deutschen Bundestages hat sich am 26.04.2004 über die Einzelheiten der Ausgestaltung des Emissionshandels in Deutschland verständigt. Das berichten Michael Müller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, und Reinhard Loske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Buendnis90/Die Grünen.  In intensiven Beratungen hätten sich die Koalitionsfraktionen zusammen mit dem BMU und BMWA auf die Ausgestaltung des Nationalen Allokationsplanes geeinigt. Für die SPD haben Michael Mueller, Ulrike Mehl, Rolf Hempelmann und Ulrich Kelber, für die Bündnisgrünen Reinhard Loske, Michaele Hustedt und Winfried Herrmann die Abstimmung vorgenommen. Mit dem Beschluss im Umweltausschuss könne die Verabschiedung des Gesetzes über den Nationalen Zuteilungsplan am Freitag im Bundestag ohne Verzögerung erfolgen.

"Insgesamt sorgen wir damit für eine gerechtere Verteilung der Emissionsrechte. Die ökologische Ausrichtung wird erhöht und die Anreize für Modernisierung werden verstärkt. Nun kann der Emissionshandel in Deutschland pünktlich beginnen", heißt es in einer Pressemitteilung des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden. Der Emissionshandel sei eine Chance für besseren und effizienteren Klimaschutz in Europa. Die SPD erwarte, dass auch die anderen EU-Länder ihrer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht werden. Dies müsse zu einem Markenzeichen europäischer Modernisierung werden.

Es sei gelungen, den Nationalen Zuteilungsplan in wichtigen Details zu verbessern, betont Müller:

- Die Ziele für die Sektoren Energie und Industrie würden nun rechtsverbindlich festgelegt.

- Neben den Obergrenzen für die Emissionshandels-Sektoren Energie und Industrie würden zwei weitere Sektorziele gesetzlich verankert: Eines für den Bereich Gewerbe/Handel/Dienstleistungen sowie eines für den Bereich Verkehr und Haushalte. Auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen verfolge ein eindeutiges Klimaschutzziel.

- Der Modernisierungsanreiz, die sogenannte Malus-Regel, werde verstärkt. Ab dem 01.01.2008 sollen nicht nur Anlagen, die einen Wirkungsgrad von unter 31 Prozent haben und älter als 30 Jahre sind, mit einem Abschlag von 15 Prozent belegt werden. Ab dem 01.01.2010 sollen auch Anlagen mit einem Wirkungsgrad von unter 32 Prozent so behandelt werden. Damit würden zusätzliche Anreize für frühzeitige Modernisierungsinvestitionen geschaffen.

- Bei der Anerkennung von frühzeitigen Klimaschutzanstrengungen (Early Action) sollen besonders ambitionierte Vorreiter stärker belohnt werden. Sie sollen über einen längeren Zeitraum von weiteren Reduktionsverpflichtungen befreit werden und zugleich den Bonus für die klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung in Anspruch nehmen können. Dies betreffe besonders moderne und innovative Unternehmen sowie Stadtwerke in den neuen Bundesländern.

- Die Härtefallregelung werde nachjustiert, um sie verfassungsrechtlich wasserdicht zu machen und um besondere Problemfälle zu berücksichtigen. Die Eintrittsschwelle werde gesenkt, und zugleich das Gesamtbudget für die Inanspruchnahme der Härtefallregelung gedeckelt. Damit würden die Auswirkungen auf das Gesamtsystem begrenzt und kalkulierbar bleiben.

- Um eine ausreichende Ausstattung von neuen Investoren in Deutschland mit Emissionsrechten zu gewährleisten, soll ein Modus im Gesetz verankert werden, der es ermöglicht, im Fall der Erschöpfung der Reserve eine geeignete Stelle zu beauftragen, zusätzliche Zertifikate zu kaufen und bereitzustellen. Diese Aufgabe werde voraussichtlich die KfW übernehmen. Damit sei gewährleistet, dass Neuinvestitionen ausreichende Emissionsrechte zur Verfügung haben.

26.05.2004   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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WWF: Putin signalisiert Zustimmung zum Kyoto-Protokoll

Der WWF begrüßt die Ankündigung von Russlands Präsident Putin, das Kyoto-Protokoll zügig zu ratifizieren. "Es ist ein sehr positives Signal, dass sich Russland nicht nur stärker in die internationale Völkergemeinschaft eingliedert, sondern sich jetzt auch seiner Verantwortung beim globalen Klimaschutz stellen will. Den Worten müssen Taten folgen", fordert Regine Günther, Leiterin des Energie und Klimareferats beim WWF Deutschland.  Die Ratifizierung müsse jetzt schleunigst vom russischen Parlament beschlossen werden.

Beim europäisch-russischen Gipfeltreffen in Moskau hatte Putin Zustimmung zum Kyoto-Protokoll signalisiert, nachdem ihm die EU Unterstützung beim WTO-Beitritt des Landes zugesichert hatte. Inzwischen haben 118 Staaten das Klimaschutz-Abkommen ratifiziert. Das Protokoll wird aber nur dann zu einem völkerrechtlich verbindlichen Vertrag, wenn die Unterzeichner für mindestens 55 Prozent der 1990 in den Industrieländern ausgestoßenen Kohlendioxidemissionen verantwortlich waren. Nach der Absage der USA kommt diese Quote nur zustande, wenn Russland mitmacht. Der russische Anteil betrug 1990 knapp 18 Prozent.

"Die Ratifizierung liegt im Interesse von Russlands Bürgern und nützt Ökonomie und Ökologie gleichermaßen", betont Alexey Kokorin vom WWF Russland. Der Klimavertrag sei eine Riesenchance für die russische Wirtschaft. Die heimische Industrie könne in großem Maß von der so genannten "Joint Implementation" profitieren. Dabei geht es darum, dass Industrieländer in Russland in Projekte zur Emissionsreduktion investieren könnten. Russland würde seine Energie sauberer erzeugen, während die ausländischen Unternehmer die eingesparten Emissionen auf ihre eigenen Klimaschutzziele anrechnen könnten.

26.05.2004   Quelle: WWF Deutschland
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BMU: Erneuerbare Energien können 400.000 Arbeitsplätze bis 2020 schaffen

Aufgrund des veranschlagten Investitionsvolumens und eines prognostizierten Gesamtumsatzes von 40 Milliarden Euro im Bereich der erneuerbaren Energien rechnet das Bundesumweltministerium (BMU) bis zum Jahr 2020 mit einem Beschäftigungseffekt von rund 400.000 Arbeitsplätzen. Derzeit gebe es in Deutschland etwa 120.000 Stellen in diesem Bereich, so das BMU in einer Pressemitteilung.  Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien werde Deutschland zudem unabhängiger von den möglicherweise weiter steigenden Weltölpreisen.

Der Umweltschutz bleibe auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein beschäftigungspolitisch dynamischer Bereich, betont das BMU. Bundesumweltminister Jürgen Trittin erwartet besonders im Bereich der erneuerbaren Energien einen starken Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen: "Dank der Rahmenbedingungen, die die Bundesregierung geschaffen hat, sind die erneuerbaren Energien zu einer boomenden Branche ohnegleichen geworden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das durch die Ökosteuer finanzierte Marktanreizprogramm und die Mineralölsteuerbefreiung für Biokraftstoffe schaffen Investitionssicherheit und somit Anreize für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern stärkt auch den Standort Deutschland", so der Minister.


"Deutschland hat unendlich viel Energie"

Trittin präsentierte auf der Veranstaltung "Deutschland hat unendlich viel Energie" gemeinsam mit Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) aktuelle Zahlen zur Arbeitsplatzentwicklung in der Branche. Führende Unternehmensvertreter aus den Bereichen Windkraft, Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie berichteten über ihre Perspektiven beim Ausbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Begleitend stellten Jugendliche ihre Projekte der Aktion "Jugend mit unendlicher "Energie" vor.


Windbranche setzt bereits rund 5 Milliarden Euro um

Die Nutzung erneuerbarer Energien ist in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen. Bereits heute erwirtschaften die Branchen der erneuerbaren Energien laut BMU einen Gesamtumsatz von rund 10 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes (Umsatz aus Errichtung und Betrieb von Anlagen) entfalle auf die Windbranche mit rund 4,8 Milliarden Euro. Nach der Biomasse mit rund 2,8 Mrd. Euro sei besonders in der Solarenergie ein Zuwachs auf 1,4 Mrd. Euro zu verzeichnen. Zum Vergleich: Noch 2000 betrug der Gesamtumsatz weniger als 7 Mrd. Euro. Das bedeute in 3 Jahren eine Steigerung um 40%.


50 Milliarden Investitionsvolumen bis 2010

Das Umsatzwachstum spiegelt sich laut BMU auch positiv in den Beschäftigungszahlen wieder. Nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) sowie anderer Institute (ifeu Heidelberg, Wuppertal Institut) wird davon ausgegangen, dass sich das Investitionsvolumen für Anlagen zur Strom- und Wärmebereitstellung bis 2020 bei 12 bis 14 Mrd. Euro pro Jahr in Deutschland einpendelt. Allein im Zeitraum von 2001 bis 2010 sollen sich die kumulierten Investitionen auf knapp 50 Mrd. Euro belaufen.

Angesichts rasch wachsender internationaler Märkte, speziell in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik, rechnet das BMU allein in diesen beiden Bereichen in 20 Jahren mit einem globalen Jahresumsatz von über 200 Milliarden Euro. Wenn Deutschland dabei seine internationale Spitzenstellung weiter ausbaue und auch die Exportchancen weiter erhöhen werde, könne ein Weltmarktanteil deutscher Hersteller von 20% unterstellt werden. Bei einem noch höheren Exportanteil Deutschlands im Jahr 2020 rechnet der Branchenverband BEE sogar mit 500.000 Arbeitsplätzen. Das Thema Arbeitsplätze soll den Auftakt einer Kampagne für die erneuerbaren Energien bilden, die das Bundesumweltministerium und die Verbände dieser Branche gemeinsam im Sommer starten wollen.

26.05.2004   Quelle: BMU
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Photovoltaik: Weltgrößtes Dünnschichtmodul-Testfeld in München

PV-Enlargement-Testfeld für Dünnschichtmodule

Demnächst startet in München ein EU-weit einzigartiger Solartechnologie-Leistungstest: Auf dem Flachdach des Messe-Parkdecks entsteht im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes „PV-Enlargement“ eine Solarstromanlage mit 640 Kilowatt Leistung. Dünnschichtmodule aus amorphem Silizium, Cadmium-Tellurid und Kupfer-Indium-Diselenid werden sich mit hocheffizienten kristallinen Silizium-Modulen messen.  Zusätzlich werden in drei Kilometer Entfernung am Bauhof Haar ein- und zweiachsig dem Sonnenstand nachgeführte Solarsegel Aufschluss über erzielbare Mehrerträge geben. Parallel dazu liefert ein Wechselrichter-Testfeld Aussagen zu Effizienz und Zuverlässigkeit Die Münchner Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH hat das Vorhaben projektiert und installiert derzeit die Solarsysteme.

Diese Anlage liefert eine herausragende Datenbasis. Von den Messergebnissen erwarten wir uns aufschlussreiche Informationen über die Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Solarzellen-Typen und Wechselrichter. Wir werden erstmals wissenschaftlich belastbare und seriöse Vergleichsdaten von herstellerunabhängiger Seite im großen Maßstab zur Verfügung stellen können“, kündigt Geschäftsführer Klaus Gehrlicher an. Alle Teilsystem sollen nicht nur mit handelsüblichen Überwachungssystemen kontrolliert werden, sondern zusätzlich mit hochgenauer Messtechnik überwacht und über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg ausgewertet werden. Ferner werden die Module von einem Forschungsinstitut ausführlich vermessen und auf ihr Alterungsverhalten hin untersucht. Die Messergebnisse werden der Öffentlichkeit unter anderem via Internet zur Verfügung gestellt.


Produkte der wichtigsten Hersteller im Test

Auf dem Parkdeck kommen Produkte aller namhaften, überwiegend europäischen Solarmodul- und Wechselrichter-Hersteller zum Einsatz. Dabei wurden im Gegensatz zu existierenden, meist nur aus wenigen Modulen bestehenden Testanlagen große Einheiten von jeweils zirka 50 kWp eingekauft, um zu gewährleisten, dass innerhalb jedes Testfeldes ein repräsentativer Querschnitt des jeweiligen Herstellers vertreten ist. Als Modulhersteller wurden First Solar, Sanyo, Shell, Solon, RWE Schott und Würth aufgenommen, bei den Wechselrichterherstellern sind Fronius, Siemens, SMA, Sunpower und Sunways vertreten. Auch innerhalb der Produkte einzelner Hersteller werden unterschiedliche Techniken miteinander verglichen, zum Beispiel mono- und polykristalline Module, Module mit oder ohne Antireflexglas oder trafolose Wechselrichter und Wechselrichter mit Trafo. Auch ein- und zweiachsig nachgeführte Systeme mit fest installierten Modulen werden untersucht.


PV-Enlargement: Solarstromanlagen in elf EU-Ländern

Mit der Solarstromanlage auf dem Messe-Parkdeck in München wollen Klaus Gehrlicher und Matthias Grottke von der Münchner Projektfirma WIP dafür wissenschaftliches Datenmaterial eines realen Anlagenbetriebs liefern.
Grottke leitet das EU-Projekt „PV-Enlargement“: Insgesamt 27 Partner errichten in dem europaweiten Netzwerk an 32 Standorten in elf Ländern Solarstromanlagen mit besonders innovativen oder kosteneffizienten Technologien. „In Ländern wie Polen, der tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien oder Bulgarien werden mit PV-Enlargement erstmals überhaupt größere Photovoltaikanlagen gebaut, die ihren Strom in das öffentliche Netz einspeisen“, beschreibt Grottke die Besonderheit des Projekts. Mit dem Projekt will die WIP gemeinsam mit Gehrlicher und weiteren Partnern in Europa herstellerunabhängig fundierte und vergleichbare Solarstrom-Daten ermitteln. Die Solarstromanlage auf dem Parkdeck der Messe Riem ist dabei das mit Abstand größte innerhalb von PV-Enlargement projektierte System.

Das freut den Münchner Umweltreferenten Joachim Lorenz. „Wir haben ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen Solarhauptstadt werden“, erklärt Lorenz. Schon jetzt sind in München Solarstromanlagen mit einer Leistung von fünf Megawatt installiert. „Unser Ziel sind zehn Megawatt bis zum Jahr 2010 – also jedes Jahr ein Megawatt mehr.“ Die neue Anlage auf dem Parkdeck der Messe München bringe die Stadt auf ihrem Weg zu diesem Ziel ein gutes Stück weiter.

Weitere Infos in englischer Sprache unter http://www.pvenlargement.com

26.05.2004   Quelle: Gehrlicher umweltschonende Energiesysteme GmbH
Bildquelle: Gehrlicher umweltschonende Energiesysteme GmbH

 

REpower Systems AG: Quartalsergebnis im Plan

Die REpower Systems AG, führender Anbieter von Windenergieanlagen in der Multi-Megawatt-Klasse, weist im ersten Quartal 2004 eine Gesamtleistung von 41,2 Millionen Euro gegenüber 36,4 Millionen EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum aus. Im saisonal bedingt schwächsten Quartal entspreche dies einer Steigerung um 13,2 Prozent, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich im Berichtszeitraum erwartungsgemäß von minus 1,2 Millionen EUR auf minus 3,3 Millionen EUR. REpower habe im ersten Quartal eine Reihe internationaler Aufträge gewinnen können, mit deren Umsetzung nach Abschluss des Quartals bereits begonnen worden sei. Für das Gesamtjahr wird unverändert eine moderate Verbesserung bei Umsatz und Ertrag erwartet. International sollen mehr als 50 Anlagen installiert werden.

Im ersten Quartal 2004 habe das Unternehmen 19 Windenergieanlagen in Deutschland installiert. Dies entspreche einer Nennleistung von 30,0 Megawatt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 18 errichteten Anlagen und einer Nennleistung von 25,0 Megawatt. Im Berichtszeitraum seien neun Anlagen umsatzwirksam geworden. Zehn weitere Anlagen seien Teil eines Portfolios, welches dem Erwerber eines Großprojektes aus dem Vorjahr vertragsgemäß angeboten werde (41 Windenergieanlagen, die im Dezember 2003 verkauft wurden).

Der Auftragsbestand weist laut REpower Systems AG Ende März 2004 Kaufverträge über 263 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 454,5 Megawatt aus. Diese Kundenaufträge stünden noch unter aufschiebenden Bedingungen wie Baugenehmigung und Finanzierung. In der Planung geht das Unternehmen davon aus, dass 96 der 263 Windenergieanlagen im Jahr 2004 realisiert werden.

26.05.2004   Quelle: REpower Systems AG

 

Bundesregierung: Chat zum Thema erneuerbare Energien am 25.05.

Parlamentarische Staatssekretärin Margareta Wolf
Parlamentarische Staatssekretärin Margareta Wolf

Am Dienstag, den 25. Mai, findet der erste Chat einer neuen Reihe statt, mit der die Bundesregierung den Dialog-Nachhaltigkeit fortsetzt. Von 18 bis19 Uhr können Bürgerinnen und Bürger mit Margareta Wolf diskutieren, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium. Das Thema des Online-Dialogs lautet "Die Rolle der erneuerbaren Energien für die zukünftige Energieversorgung".  Der Link zu dem Chat wird am 25. Mai freigeschaltet:
http://chat.init.ag/. Beiträge können auch schon im Vorfeld abgeschickt werden.

Images/margareta_wolf,jpg. Text: Parlamentarische Staatssekretärin Margareta Wolf. Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Die Bundesregierung wird im Herbst 2004 den ersten Fortschrittsbericht über die im April 2002 beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" vorlegen. Mit dem "Dialog Nachhaltigkeit" sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich mit Vorschlägen und Erfahrungen an der Erarbeitung des Fortschrittsberichts zu beteiligen. Der Entwurf wird demnächst im Internet einzusehen sein.

Margareta Wolf vertritt seit 1994 Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und ist seit Oktober 2002 Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Das Umweltministerium fördert viele Projekte, die unmittelbar auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind. Besonders wichtig ist dabei der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland.

Das Thema regenerative Energieversorgung ist von großer internationaler Bedeutung. Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg forderte in seinem Durchführungsplan ("Johannesburg Plan of Implementation") die signifikante Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen weltweit.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bereits in Johannesburg die Konferenz "renewables 2004" angekündigt und die Welt nach Deutschland eingeladen, sie findet statt vom 1. bis 4. Juni diesen Jahres in Bonn.

Hintergrund der Konferenz ist der bereits in Johannesburg demonstrierte politische Wille zum Aufbau einer weltweiten umwelt- und sozialverträglichen Energieversorgung. Die Konferenz soll diesem Prozess neue Impulse geben und eine politische Deklaration und ein internationales Aktionsprogramm verabschieden.

Die Chatreihe wird in den folgenden Wochen fortgesetzt. Jeweils Dienstags von 18 bis 19 Uhr können Sie mit Vertretern der Bundesregierung im Internetforum "Dialog Nachhaltigkeit" diskutieren.

25.05.2004   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Bildquelle: Bundespresseamt
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Jürgen Trittin: Konsequente Klimaschutzpolitik kann Klimakatastrophen verhindern

Zur Deutschlandpremiere des Klimakatastrophenfilms "The Day After Tomorrow" von Roland Emmerich erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin am 21.05.2004: "Der Film basiert auf einer wissenschaftlich fundierten Annahme, dass der Mensch die globale Erwärmung verursacht. Die globale Erwärmung kann dazu führen, dass Gletscher im großen Stil abschmelzen und mit dem Umkippen der Balance zwischen Süßwasser und Salzwasser in den Meeren der Golfstrom zum Erliegen kommt".  Wenn der Klimawandel nicht durch aktive Klimapolitik gebremst werde, seien katastrophale Entwicklungen nicht auszuschließen. Dieser Prozess würde sich jedoch über Jahrzehnte vollziehen, nicht innerhalb einiger Tage, wie im Film, korrigiert der Minister.

Der Klimawandel sei bereits heute spürbar, auch bei uns, betont der Bundesumweltminister. Extreme Wetterereignisse wie die Elbeflut 2002 oder die Hitzewelle im vergangenen Jahr nehmen laut Trittin zu. Allein aufgrund der Hitzewelle seien in Mittel- und Südeuropa über 20.000 Menschen ums Leben gekommen, die volkswirtschaftlichen Schäden in Europa beliefen sich auf rund 13 Milliarden US-Dollar. Entwicklungsländer seien weit stärker von der globalen Erwärmung betroffen - auch weil sie weniger in der Lage seien, sich anzupassen. Wie auch im Film warnen Wissenschaftler seit Jahrzehnten vor dem weiteren ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen, mit denen wir das Klima immer weiter aufheizen, betont Trittin.

"Diesen Prozess können wir mit einer konsequenten Klimaschutzpolitik bremsen", heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Deutschland habe beim internationalen Klimaschutz eine Vorreiterrolle übernommen. Die Bundesregierung setze dabei zentral auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und Energiesparen. Die erneuerbaren Energien hätten schon über 50 Millionen Tonnen CO2 eingespart, bis 2010 könnten es 80 bis 85 Millionen Tonnen sein, so Trittin. Um die globale Erwärmung zu mindern und Klimakatastrophen zu verhindern, sei eine weltweite Energiewende nötig. Für den Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit werde die Internationale Konferenz "renewables2004" vom 1.-4. Juni in Bonn Impulse geben.

Hintergrundinformationen zum Film und zum Klimaschutz

Ein Informationsblatt "Science oder Fiction? Was ist dran am Klimakatastrophenfilm "The Day After Tomorrow"? sowie eine Einschätzung zum Film sind im Internet abrufbar unter http://www.bmu.de/tomorrow. Das BMU hat umfangreiche Informationen zum Thema Klimaschutz und zur Politik der Bundesregierung eingestellt unter www.bmu.de/klimaschutz, darunter auch die neu aufgelegte Broschüre "Klimaschutz - global und lokal"

25.05.2004   Quelle: BMU
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renewables 2004: Hochkarätige Teilnehmer aus aller Welt

Klaus Töpfer, Direktor des UN-Umweltprogramms (UNEP), Peter Woicke, Geschäftsführer der Weltbank und der Präsident der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IADB), Enrique V. Iglesias, nehmen - ebenso wie knapp 80 Ministerinnen und Minister aus aller Welt - an der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn teil.  Auch bei den Medien finde renewables 2004 mit rund 600 angemeldeten Journalisten ein unerwartet hohes Echo, berichten die Veranstalter in einer Pressenmitteilung.


Programm jetzt im Internet verfügbar

Einen aktuellen Überblick über die Sitzungen und Redner auf der Kernkonferenz, die rund 60 Rahmenveranstaltungen (Side Events), die zahlreichen Aussteller und das umfangreiche Begleitprogramm verschiedenster Organisatoren bietet das Konferenzprogramm. Es ist jetzt als pdf-Datei im Internet abzurufen unter "futureins-Strategien für einen nachhaltigen Konsum- und Wirtschaftsstil (www.futureins.de);
das "Virtuelle Umweltbildungszentrum"(www.vuz.de); die "Naturschutzgruppe Witten im Web" (www.navit.de);

Programm und Anmeldung (bis spätestens 28.05) können heruntergeladen werden unter
http://www.dbu.de/presse/img/14105300internetstudie.pdf.


17.05.2004   Quelle: DBU

 

renewables2004: SCIENCE FORUM des ForschungsVerbundes Sonnenenergie (FVS)

Im Rahmen der "renewables2004- Konferenz veranstaltet der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) am 1. Juni 2004 die Tagung: "Research, Development and Education – The Basis for Wide-spread Employment of Renewable Energies". Veranstaltungsort ist das Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstr. 45. "In den Industrieländern sind die erneuerbaren Energien bereits im Kommen. Aber ohne die Schwellen- und Entwicklungsländer werden wir die globalen Energie- und Klimaprobleme nicht lösen. Nur gemeinsam können wir die Energietechniken der Zukunft entwickeln", so der FVS in der Ankündigung der Tagung.  Angeregt durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) und das Bundesumweltministerium (BMU) veranstaltet der FVS zusammen mit der UNESCO die Tagung zu Forschung und Ausbildung im Bereich der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien aus globaler Sicht. Vortragende aus vielen Erdteilen werden bestehende Netzwerke vorstellen, unter anderem die Global Research Alliance (GRA) und das Global Network on Energy for Sustainable Development (GNESD). Sie zeigen den Forschungsbedarf besonders für Entwicklungsländer auf. Einen Schwerpunkt bilden UNESCO-Programme für Bildung und Ausbildung zur Anwendung der Techniken zur Nutzung der "Erneuerbaren". Die Vorträge werden simultan übersetzt.

Die abschließende PANEL DISCUSSION wird sich besonders mit den Anforderungen an internationale Bildungs- und Ausbildungsprogramme sowie an künftige Forschungsprogramme beschäftigen. Verschiedene "Side-Events sollen den Zusammenhang von Forschung und Bildung verdeutlichen und auch sozioökonomische und politische Fragen diskutieren. Die Teilnahme ist offen und kostenfrei.

ANMELDUNG und weitere Informationen im Internet unter
http://www.fv-sonnenenergie.de/Termine/index.html


17.05.2004   Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS)

 

Hans-Josef Fell: Bundesrat verunsichert Erneuerbare-Energien-Branche

"Der unionsgeführte Bundesrat hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz in den Vermittlungsausschuss geschickt und damit die Erneuerbare-Energien-Branche und zehntausende Arbeitnehmer verunsichert." Das erklärte Hans-Josef Fell MdB, Sprecher für Technologie und Forschung der grünen Bundestagsfraktion, zur Entscheidung des Bundesrates vom 14.05.2004.  "Einige mit Unionsmehrheit verabschiedete Änderungsanträge zeigen das wahre Gesicht von CDU und CSU", so Fell.

So sei mit der Unionsmehrheit unter anderem beantragt worden, das Ausbauziel für das Jahr 2020 mit einem Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energien an der Stromversorgung zu streichen. Damit werde offensichtlich, dass die Bundesratsmehrheit der von der Union regierten Länder den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nach 2010 zurückdrängen oder gar beenden wolle, kritisiert Fell. Wie dies mit dem auch von der Union mitgetragenen Ziel des Ausbaus der Bioenergien vereinbar sein soll, bleibe ihr Geheimnis.


Keine Mehrheit für Beendigung des EEG zum Jahresende 2007

Immerhin habe der Bundesrat die von den Unionsfraktionen und der FDP im Bundestag geäußerte Forderung zurückgewiesen, das EEG bereits im Jahre 2007 zu beenden. Ein entsprechender Antrag habe im Bundesrat keine Mehrheit gefunden, so Fell. Auch der Ausbau der Windenergie im Binnenland solle nach dem Willen der Mehrheit des Bundesrates massiv behindert werden, da die vom Bundestag bereits abgelehnte 65 %- Regelung wieder vorgeschlagen werde, kommentiert Fell.


Vorrang der Erneuerbaren soll verhindert werden

Leider stelle sich die Union auch eindeutig auf die Seite der Netzbetreiber, die den Anschluss von Solar- und Windkraftanlagen verhindern wollen. So seien auch jene Anträge unterstützt worden, die den Vorrang der erneuerbaren Energien im Netz behindern sollen. Dies zeige erneut, dass die Union auch weiterhin Seite an Seite mit den Energiekonzernen für Atomenergie und klimaschädliche fossile Energien kämpfe.


Bundestagsmehrheit kann Einsprüche des Bundesrates zurückweisen

"Wir werden dafür sorgen, dass es keine Kompromisse zu Lasten des Ausbaus der Windenergie im Binnenland oder zu Lasten der Ausbaudynamik der gesamten erneuerbare Energien in den kommenden 20 Jahren geben wird", kündigt Fell an. Der Bundestag werde die Einsprüche des Bundesrates mit seiner rot-grünen Mehrheit zurückweisen und damit das bereits im Bundestag verabschiedete Gesetz in Kraft treten lassen. "Wir werden alles daransetzen, dies noch vor der Sommerpause zu leisten, damit weder die Bioenergie-Branche durch weitere Zeitverzögerungen einen Schaden bekommt, noch die energieintensive Industrie durch den ansonsten drohenden Wegfall der Härtefallregelung", so Fell.

17.05.2004   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)
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BWE zur EEG-Novelle: Verhinderungspolitik der Länder schadet der stromintensiven Industrie

Nach dem Beschluss des Bundesrates vom 14.05.2004, den Vermittlungsausschuss zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) anzurufen, kann das neue EEG nicht wie geplant am 1. Juni 2004 in Kraft treten. "Die Verhinderungspolitik der Opposition schadet besonders der stromintensiven Industrie, da die Härtefallregelung nun zum 1.Juli ersatzlos entfällt“, kommentiert Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie e.V. (BWE).  In der Novelle war vorgesehen, dass Unternehmen mit hohem Stromverbrauch auch weiterhin einen verminderten Strompreis beantragen können.

Auch für die Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien sieht Ahmels durch die Verzögerung schwerwiegende Nachteile. „Die Bereitschaft, in erneuerbare Energien zu investieren, wird massiv gebremst“, so der BWE-Präsident. Ahmels fordert alle Beteiligten auf, das Gesetze so schnell wie möglich zu verabschieden, um endlich Investitionssicherheit für die Branche zu schaffen.

Der Termin für den Vermittlungsausschuss ist der 26. Mai 2004. Somit könne das Gesetz frühestens am 15. Juli 2004 in Kraft treten können, jedoch nur im Falle einer zügigen Entscheidung seitens der Politik, heißt es in der BWE-Pressemitteilung.

16.05.2004   Quelle: BWE
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Biodiesel aus umgerüsteter Brennerei

Viele landwirtschaftliche Brennereien suchen nach der Änderung des Bundesbranntweinmonopols händeringend nach neuen Betriebskonzepten. Dass eine Umrüstung vorhandener Brennereitechnik auf die Biodieselproduktion technisch machbar ist, belegt ein von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördertes Projekt.   Stefan Reitberger von INNOVAS kennt das Rezept. Mit finanzieller Unterstützung des Verbraucherschutzministeriums stellte er eine 2.000-Jahrestonnen-Anlage im bayerischen Schwindegg auf die Biodiesel-Produktion um. Mit Hilfe dieser Versuchsanlage wurde das Umrüstungskonzept entwickelt und die verfahrenstechnische Auslegung einer dezentralen Biodiesel-Anlage als Alternative definiert, berichtet die FNR in einer Pressemitteilung.

"Der Aufwand für den Umbau einer Anlage hält sich in Grenzen, da viele Komponenten einer Brennerei auch für die Biodiesel-Produktion nutzbar sind", ist sich Reitberger sicher. So können beispielsweise der Maischbehälter für die Umesterung des Pflanzenöls, der Dämpfer für die nachfolgende Phasentrennung des Produkts und der Destillierapparat für die Trocknung des Biodiesels verwendet werden. Die Qualitätsparameter für Biodiesel, die nach DIN EN 14214 vorgegeben und Voraussetzung für die Vermarktung des Produkts sind, stelle das INNOVAS-Verfahren sicher. Anfängliche Probleme - der Wassergehalt lag beispielsweise über dem im Biodiesel zugelassenen Wert - konnten gelöst werden, die Anforderungen der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.v. (AGQM) seien sicher erreicht worden.

Dass derart umgerüstete kleine Biodiesel-Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können, steht für Reitberger außer Frage: "Die Investitionen können dank vorhandener Anlagentechnik niedrig gehalten werden. Den eigentlichen Schlüssel zum Erfolg bietet allerdings die Kombination mit einer Biogas-Anlage, in der das anfallende Roh-Glycerin verstromt werden kann. Damit entfällt die aufwändige Suche nach anderweitigen Vermarktungswegen." Zwischenzeitlich wurde das Konzept zur Umrüstung von Brennereien in Biodiesel-Anlagen bereits in Schleswig und Bokel erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Die Anlage in Schwindegg wird zukünftig für Versuchs- und Schulungszwecke genutzt.

16.05.2004   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

 

Heizung: Modernisierungsmuffel müssen sich sputen

Grafik: Solare Heizungssanierung rechnet sich.
Grafik: Solare Heizungssanierung rechnet sich.

Verbraucher mit alten Heizölanlagen sollten sich beeilen. Am 1. November 2004 läuft die letzte Übergangsfrist der Bundes-Immissionsschutzverordnung aus. Die darin festgelegten, verschärften Grenzwerte von neun bis elf Prozent Abgasverlust je nach Größe des Heizkessels dürfen dann nicht mehr überschritten werden. Wer bis dahin nicht umgerüstet oder gründlich saniert hat, muss mit einem kräftigen Bußgeld, schlimmstenfalls gar einer Heizungsstilllegung rechnen. Belohnt werden hingegen Gebäudeeigentümer, welche die anstehende Heizungsmodernisierung zum Anlass nehmen, eine Solarwärmeanlage zu installieren.   Darauf weist die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) in einer Pressemitteilung hin. Ihnen winken staatliche Zuschüsse und zusätzliche zinsgünstige Darlehen zur Finanzierung.

Die Kombination beider Maßnahmen ist für Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen gut, so die UVS. Die Heizkosten eines Eigenheimes lassen sich dadurch halbieren. Ziel der Bundes-Immissionsschutzverordnung ist, den Schadstoffausstoß und Energieverbrauch von Heizungen zu reduzieren und damit Gesundheit und Klima zu schützen. Nach Schätzungen der Heizungsindustrie müssen bis zum Stichtag 1. November mehr als 500.000 überalterte Ölheizungen ausgetauscht werden. „Die solare Heizungssanierung ist nicht nur eine lohnende Investition für die Zukunft und besonders umweltschonend, mit ihr können Hauseigentümer durchaus auch Kosten sparen“, so UVS- Geschäftsführer Carsten Körnig.

Durch absehbar steigende Öl- und Gaspreise sei die Kombination moderner Heiztechnik mit innovativer Solartechnik besonders interessant, betont die UVS. Der Heizölpreis habe Anfang Mai rund 20 Prozent über den beiden Vorjahreswerten gelegen. Allein im letzten Jahr hätten sich über 80.000 deutsche Haushalte für den Kauf einer Solarwärmeanlage entschieden - ein Zuwachs um rund 25 Prozent gegenüber 2002.

Das Bundesamt für Wirtschaft bietet Hauseigentümern einen Zuschuss in Höhe von 110 Euro pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche. Die KfW bietet beim gleichzeitigen Einbau einer Solarwärmeanlage zudem zinsgünstige Darlehen aus dem Maßnahmenpaket fünf des Gebäudesanierungsprogramms an, die über die Hausbanken beantragt werden können. Bei einer Zinsbindung von 10 Jahren beträgt der Effektivzinssatz 3,14 Prozent. Die ersten drei Jahre sind tilgungsfrei.


16.05.2004   Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS)
Bildquelle: Solarwirtschaft.de

 

KfW unterstützt globale Energiewende

Für eine Fortsetzung der Anstrengungen hin zu einer globalen Energiewende hat sich Wolfgang Kroh ausgesprochen, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. Sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungsländern sollten die Menschen noch sparsamer mit knapper Energie umgehen und den Anteil erneuerbarer Energieträger am Energieverbrauch erhöhen, sagte Kroh in einer Diskussion mit Energieexperten auf dem Energietag des ZDF unter dem Motto "Ölprinz, Kohlefürst, Sonnenkönig" am Donnerstag (13.5.) in Mainz.   Als weltweit agierendes Förderinstitut unterstütze die KfW Bankengruppe dieses Ziel im In- und Ausland, gerade auch in den Entwicklungsländern. Der Förderbeitrag der KfW Bankengruppe für Umwelt und Klimaschutz habe mit Unterstützung öffentlicher Gelder im vergangenen Jahr rund 9,5 Milliarden Euro erreicht. Davon entfielen 7,7 Milliarden Euro auf Projekte in Deutschland.

Die Industriestaaten mit ihrem um ein Vielfaches höheren Pro-Kopf-Verbrauch an Energie müssten bei diesem Prozess mit gutem Beispiel im eigenen Land vorangehen und ebenso die Entwicklungsländer weiterhin mit modernen Umwelttechniken sowie effektiven Förderinstrumenten und Förderstrategien unterstützen. Nach Ansicht von Kroh müssen die Entwicklungsländer ihre Energiemärkte noch entschlossener als bislang reformieren und liberalisieren, um so für private Investoren attraktiver zu sein. Ein stärkeres privates Engagement erfordere ebenso Rechtssicherheit für private Investoren wie auch kostendeckende Tarife. Allerdings sei ein deutlicher Zuwachs an den so genannten "neuen" erneuerbaren Energien nur dann zu erwarten, wenn deren Kosten weiterhin gesenkt werden könnten.

Die KfW Entwicklungsbank ist heute der größte bilaterale Financier von erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern. Für eine umweltverträgliche und nachhaltige Energieverwendung hat die KfW Entwicklungsbank diesen Ländern zwischen 1998 und 2002 rund 1,1 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit; 60 Prozent dieser Mittel wurden verwendet für erneuerbare Energien wie die Wasserkraft (330 Mio. Euro) und die Solarenergie (150 Mio. Euro). Durch maßgeschneiderte Finanzierungen und strategische Partnerschaften mit anderen Finanzinstitutionen habe man die Breitenwirkung der Förderung zudem wesentlich verbessert.

15.05.2004   Quelle: KfW

 

Größtes Solarkraftwerk für Solarstrompark Oberrhein II

Solarstromanlage auf dem Dach der Mörburghalle in Schutterwald.
Solarstromanlage auf dem Dach der Mörburghalle in Schutterwald.

Die Ortenau-Gemeinde Schutterwald ist ein weiterer Standort für den Solarstrompark Oberrhein II. Das neue, 64 kWp starke Solarkraftwerk auf dem Dach der beiden Mörburghallen sei die größte Anlage des Solarstromparks Oberrhein II, berichtet die S.A.G. Solarstrom AG in einer Pressemitteilung. Die Gemeinde Schutterwald stellt das Dach der Halle 20 Jahre kostenlos zur Verfügung.  "Schon im Rahmen der Agenda 21 sind Umweltschutz und Ressourcenschonung in Schutterwald Thema. Die Bereitstellung des Daches ist einer unserer Beiträge zur Förderung regenerativer Energieerzeugung in der Region", erläutert Bürgermeister Jürgen Oswald.

Die Solarstromanlage auf dem Dach der Mörburghalle auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern wird künftig jährlich 57.600 Kilowattstunden klimafreundlichen Sonnenstrom produzieren. Diese Strommenge reicht rechnerisch aus, um rund 17 Haushalte mit Solarstrom zu versorgen. Das Solarkraftwerk erspart der Umwelt zirka 35 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid (CO2) und ist damit ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz in der Region.

"Ohne das große Engagement der Kommunen hätte der Solarstrompark Oberrhein in der jetzt realisierten Größenordnung nicht umgesetzt werden können", bedankt sich Uwe Ilgemann, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG. Der Solarstrompark Oberrhein II war zum Ende des Jahres 2003 überzeichnet und abgeschlossen. Der gesamte Solarstrompark hat eine Leistung von 377 kWp und besteht aus insgesamt 11 Solarkraftwerken entlang des Oberrheins. Rund 200 Anleger haben mit Ihrer Investition dazu beigetragen, dass die Bürgerbeteiligungsanlage gebaut werden konnte.

"Augrund der enormen Nachfrage nach solaren Fondsprojekten haben wir im April 2004 den Solarstrompark Tauber-Franken aufgelegt", kündigt Ilgemann an. Durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes biete dieser Park noch bessere Konditionen: Mehr als 6 % Rendite und über 240 % Ausschüttung auf das eingesetzte Kapital.

15.05.2004   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
Bildquelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

EEG-Novelle: Bundesrat ruft Vermittlungsausschuss an

Der Bundesrat hat am 14.05.2004 die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit der Oppositionsmehrheit von CDU/CSU und FDP abgelehnt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Das Inkrafttreten des neu gefassten Gesetzes wird dadurch nur verzögert, denn es ist nicht zustimmungspflichtig. Vermutlich kann das Gesetz im Sommer in Kraft treten, nachdem der Bundestag den Einspruch des Bundesrates zurückgewiesen hat.  Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff (SPD) plädierte für ein schnelles Inkrafttreten der EEG-Novelle, um der Branche der Erneuerbaren Energien Planungssicherheit zu geben. Der bayerische Bundesratsminister Erwin Huber (CSU) kritisierte "Mitnahmeeffekte" bei der Windkraft-Förderung, forderte umfangreiche Verbesserungen des Gesetzentwurfs und wiederholte die bereits im Bundestag geäußerte Forderung der Unionsfraktionen nach einer Befristung des EEG bis Ende 2007.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin unterstrich, dass die "boomende" Branche der erneuerbaren Energien dringend Planungssicherheit benötige und das Gesetz im Juli in Kraft treten müsse. Trittin warf den unionsregierten Ländern vor, parteipolitische Interessen an Stelle von umwelt- und industriepolitischen Zielen zu verfolgen.

Die Änderungen gegenüber dem bisherigen EEG betreffen unter anderem die Nutzung der Windkraft an Land, für die gekürzte Einspeisevergütungen vorgesehen sind. Die Vergütung für Solarstrom und für Strom aus Biomasse hingegen sollen teilweise deutlich verbessert werden. Damit könnte das Gesetz den Herstellern und Installateuren von Biomasseanlagen eine deutlich wachsende Nachfrage bescheren. Die Solarstrombranche verzeichnete auf Grund des seit 1. Januar geltenden Photovoltaik-Vorschaltgesetzes in den ersten vier Monaten bereits ein Rekordnachfrage.

Der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen ist zugänglich als PDF-Datei (52 S.) unter http://dip.bundestag.de/btd/15/023/1502327.pdf

Eine Übersicht der geplanten Neuerungen des Gesetzentwurfs finden Sie unter newsa2004m03.html#news2251

14.05.2004   Quelle:

 

Trittin: Ministerpräsident Wulff soll dem EEG im Bundesrat zustimmen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) aufgefordert, seinem Bekenntnis zu den erneuerbaren Energien auch im Bundesrat Taten folgen zu lassen. "Wer zu Hause Biomasse und Windkraft lobt, der darf im Bundesrat nicht dagegen stimmen", sagte der Bundesumweltminister.  Der niedersächsische Ministerpräsident hatte am 12. Mai 2004 im niedersächsischen Landesbergen ein Biomasse-Heizkraftwerk eingeweiht, dessen erzeugter Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet wird.

Bei dieser Gelegenheit habe sich Wulff laut Presseberichten auch erneut zur Windkraft bekannt, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. In seiner Sitzung am 14.05.2004 entscheidet der Bundesrat unter anderem darüber, ob er der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zustimmt, oder den Vermittlungsausschuss anruft. Dies ist möglich, obwohl das Gesetz nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf. "Das von einigen CDU/CSU-geführten Bundesländern angestrebte Vermittlungsverfahren ist reine Parteitaktik, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz allenfalls verzögern, aber nicht verhindern kann", sagte Trittin.

Gleichwohl hätte die Anrufung des Vermittlungsausschusses "fatale Folgen", so Trittin: Etlichen Unternehmen der neuen Energiebranchen würde der Boden unter den Füßen weggezogen, Arbeitsplätze gerieten in Gefahr. Betroffen von einer möglichen Verzögerung wären aber auch die so genannten stromintensiven Unternehmen. Die Härtefallregelung zur Befreiung dieser Betriebe von dem Anteil der Stromkosten, der durch die Förderung der erneuerbaren Energien anfällt, laufe am 1. Juli ersatzlos aus. "Wenn das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz erst im Herbst in Kraft treten würde, wäre die dort vorgesehene Frist zur Beantragung der Stromkostenverminderung für das gesamte nächste Jahr bereits verstrichen", betonte der Bundesumweltminister.

14.05.2004   Quelle: BMU
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Barcelona: SonnenSegel für Weltforum der Kulturen eingeweiht

SonnenSegel in Barcelona.
SonnenSegel in Barcelona.

Der spanische König Juan Carlos hat am 9. Mai in Barcelona das Weltforum der Kulturen eröffnet, zu dem fünf Millionen Besucher erwartet werden. Fünf Tage zuvor, am 4. Mai 2004, wurde ein neues Wahrzeichen der Stadt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen: das SonnenSegel mit einer Spitzenleistung von 444 Kilowatt auf dem Gelände des Forums der Kulturen.  Oberbürgermeister Dr. Joan Clos und die Vize-Oberbürgermeisterin für Umwelt, Inma Mayol, freuten sich über die erste SonnenStrom Anlage als innovatives Signal in dem eigens für das Weltforum der Kulturen neu entwickelten Stadtgebiet. Zu den Gästen der Einweihung zählte auch Dr. Murray Cameron, Vorstand International Business der Phönix SonnenStrom AG und Vizepräsident des Europäischen Photovoltaik Industrie Verbandes (EPIA).

Das SonnenSegel ist entstanden im Rahmen des EU-Projektes EUPRES aus einer Kooperation von sieben europäischen Partnern. Die Phönix SonnenStrom AG als einziges nicht-spanisches Unternehmen unterstütze das Vorhaben bei Planung und Design, bei der Beratung und Ausschreibung und übernahm die technische Evaluierung sowie die Definition des Monitoringkonzepts. Mit diesem Vorzeigeprojekt beweise die Phönix SonnenStrom AG weiter ihre Fachkompetenz im Bereich Photovoltaik, so das Unternehme, das damit ein weiteres Plus für den Vertrieb von Phönix-Produkten im wachsenden spanischen Solarmarkt erwartet.

Das SonnenSegel besteht aus 2.668 monokristallinen Solarmodulen. Die Maße von 112 mal 50 Metern entsprechen ungefähr denen eines Fußballfeldes. Mit einer Höhe von bis zu 50 Metern dient die Pergola - neben der umweltfreundlichen Stromerzeugung - den Besuchern des Forums als Schattenspender. "Die Ansicht von unten und der Blick von oben sind gleichermaßen beeindruckend", so Manfred Bächler, Vorstand Technik der Phönix SonnenStrom AG, bei seinem Besuch des SonnenSegels eine Woche vor der Eröffnung. "Das SonnenSegel wird die Attraktion des Forum der Kulturen werden und somit Photovoltaik international einem breiten Publikum nahe bringen", so Bächler. Und wir sind stolz darauf, unseren Beitrag dazu geleistet zu haben", ergänzt der Technik-Vorstand der Phönix SonnenStrom AG.

Insgesamt sind auf dem Gelände Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,3 Megawatt vorgesehen, was rechnerisch den jährlichen Energieverbrauch von rund 1.000 Bewohnern Barcelonas deckt. Nach dem Forum der Kulturen werden sich im neu entwickelten Stadtgebiet Unternehmen ansiedeln. Ein neues Kongresszentrum und Hotels sind bereits gebaut.

Das Forum ist vom 9. Mai bis zum 26. September 2004 geöffnet. Ziel der Großveranstaltung ist ein Dialog der Kulturen mit Debatten und Konferenzen über Wege zum Frieden und zur nachhaltiger Entwicklung. Konzerte, Theater-, Musik- und Tanzveranstaltungen sowie Ausstellungen und Straßenfeste sollen die katalanische Metropole während des Forums zu einem kulturellen Mittelpunkt der Welt machen.



14.05.2004   Quelle: Phönix SonnenStrom AG
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG

 

Zwei Drittel für Ausbau und Förderung der Windenergie

In der Bevölkerung finden Ausbau und Förderung der Windenergie weiterhin breite Unterstützung. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Bundesumweltministeriums begrüßen 66 Prozent der Bundesbürger die Absicht der Bundesregierung, den Anteil der Windenergie an der Stromversorgung weiter auszubauen.  Besonders junge Menschen stehen der umweltfreundlichen Technik positiv gegenüber. 81 Prozent der unter 30-Jährigen befürworten den weiteren Ausbau, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung.

Ähnlich hoch ist die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zur Förderpolitik der Bundesregierung. Ebenfalls zwei Drittel sprechen sich dafür aus, die Windenergie im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)weiter zu fördern. Die unter 30-Jährigen haben auch hier eine positivere Einschätzung. Aber selbst die Mehrheit der Anhänger von CDU und FDP stimmt laut Umfrage der weiteren Förderung der Windenergie zu.

Auch dem Ausbau der Windenergie in der eigenen Region stehe die Mehrheit positiv gegenüber, so das BMU. 60 Prozent wären damit einverstanden, wenn in der eigenen Umgebung oder Region (weitere) Windanlagen gebaut werden. "Aller interessegeleiteter Polemik zum Trotz unterstützt die deutliche Mehrheit der Bundesbürger die rot-grüne Energiepolitik. Die Menschen wollen mehr, nicht weniger Windkraft", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin.

Für die Umfrage wählte Forsa einen repräsentativen Querschnitt von 1001 Befragten aus. Erhebungszeitraum war der 3. und 4. Mai 2004. Die vollständige Umfrage ist unter http://www.bmu.de zu finden.

14.05.2004   Quelle: BMU
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S.A.G. Solarstrom AG: Erfolgreicher Start in das neue Geschäftsjahr

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes habe in den ersten vier Monaten dieses Jahres zu einer enormen Nachfrage bei der S.A.G. Solarstrom AG geführt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die solaren Finanzprodukte und Solarstromanlagen der S.A.G. Solarstrom AG seien gefragt wie noch nie. "Bereits heute sind Aufträge über 4 Megawatt Anlagenleistung unterzeichnet" so Uwe Ilgemann Vorstandssprecher der S.A.G. Solarstrom AG.   Für das gesamte Geschäftsjahr seien 3 Megawatt geplant gewesen, im Vorjahr habe das Unternehmen 1,9 Megawatt abgesetzt. "Der Nachfragestau, der vor der Novellierung des EEG entstanden ist, hat sich in den ersten Wochen des neuen Jahres schlagartig entladen", erklärt Ilgemann.

Der Boom in der Photovoltaik-Branche führe zu einer sehr engen Liefersituation für Solarmodule. Die S.A.G. Solarstrom AG habe sich durch frühzeitige Disposition ein Volumen von 5 Megawatt für das Jahr 2004 gesichert. "Wenn sich die Beschaffungssituation entspannt, können wir sogar noch mehr umsetzen", so Ilgemann. Daher sei man derzeit buchstäblich weltweit auf der Suche nach weiteren geeigneten Lieferanten. Dabei bleibe das Unternehmen seiner strikten Qualitätsstrategie verpflichtet.

"Die momentan feststehenden Aufträge sichern der S.A.G. Solarstrom AG bereits heute den geplanten Jahresumsatz von 16 Mio. Euro" stellt Dr. Benedikt Ortmann, Finanzvorstand der S.A.G. Solarstrom AG, fest. Dieses Umsatzvolumen generiere der Konzern über drei Vertriebswege: Solarprivat - private Solarstromanlagen für Hausbesitzer, Solarprofessional - schlüsselfertige Solarstromanlagen für private und institutionelle Investoren und die Solarstromparks der S.A.G. Solarstrom AG.

Für das Jahresergebnis bleibt die S.A.G. Solarstrom AG bei der Planung, welche die neuen Vorstände im Sommer letzten Jahres aufgestellt hatten. Ortmann: "Für 2004 erwarten wir ein leichtes Minus und schwarze Zahlen ab 2005".

14.05.2004   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
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Trittin sieht positive Zeichen für Offshore-Windkraft

Bundesumweltminister Jürgen Trittin zeigt sich erfreut, dass der niedersächsische Windenergieanlagen-Hersteller Enercon sich an dem geplanten Windpark "Borkum Riffgrund" beteiligen will. "Die Zukunft der Windenergienutzung liegt auf dem Meer. Deshalb ist es nur allzu richtig, wenn sich deutsche Windanlagenbauer frühzeitig engagieren und Erfahrungen sammeln können", sagte der Bundesumweltminister.  Die Ankündigung von sieben ostfriesischen Inselgemeinden am 12.04.2004, nicht mehr gerichtlich gegen das Projekt vorgehen zu wollen, sei ein Schritt der Vernunft und nutze der ganzen Region, beton Trittin: "Ich bin überzeugt davon, dass Windparks auf hoher See keinerlei negative Auswirkung auf den Tourismus haben werden. Ganz im Gegenteil sogar", sagte Trittin.

Der Bundesumweltminister erwartet, dass der Ausbau der Windenergie durch die neuen Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in den nächsten Jahren Investitionen von mehr als 40 Milliarden Euro an Nord- und Ostsee auslösen werden. "Wir rechnen alleine in den norddeutschen Küstenländern mit rund 11.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen", so der Bundesumweltminister.

13.05.2004   Quelle: BMU
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EEG-Novelle am 14.05.2004 im Bundesrat

Das Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich wird am Freitag, 14.05.2004 im Bundesrat beraten.
Mit dem Gesetz soll eine EU-Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energiequellen umgesetzt und der Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieversorgung gesteigert werden.
  So soll sich der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent erhöhen. Ferner soll durch die Novelle das Einspeisungs- und Vergütungsmodell des geltenden EEG fortentwickelt werden, so der Bundesrat in einer Pressemitteilung. Jedoch gelte die Anschluss-, Abnahme- und Verteilungspflicht für sämtliche Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien im Sinne der EU-Richtlinie, während die Pflicht zur Vergütung lediglich im Geltungsbereich des derzeitigen EEG bestehe. Damit bestünde insbesondere keine Vergütungspflicht für Strom aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie sowie aus der Mischgewinnung.

Der Bundesrat hatte bereits in seiner Sitzung am 13. Februar 2004 zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben. Der Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages berücksichtige die Forderungen des Bundesrates nur teilweise, so die Länderkammer.

Der federführende Bundesratsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Wirtschaftsausschuss empfehlen dem Bundesrat, zu dem Gesetz den Vermittlungsausschuss anzurufen. Die Anrufungsgründe beziehen sich besonders auf die Förderung von Windenergie und Wasserkraftwerken, Ausgleichsregelungen für Übertragungsnetzbetreiber und für das produzierende Gewerbe sowie eine Befristung des EEG bis Ende 2007 mit dem Ziel einer kosten- und wettbewerbsorientierten Anschlussregelung.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin fordert die CDU/CSU-geführten Länder auf, die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (14. Mai) im Bundesrat nicht zu verzögern. "Eine Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte nur aufschiebende Wirkung und wäre deshalb völlig überflüssig. Die entstehende Verzögerung ginge allerdings zu Lasten der Betriebe und Menschen, die in den Branchen der erneuerbaren Energien tätig sind", warnt Trittin.

13.05.2004   Quelle: Deutscher Bundesrat; BMU
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BMU-Studie: 50 % Erneuerbare bis zur Jahrhundertmitte möglich

Deutschland kann bis zur Mitte des Jahrhunderts rund die Hälfte seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen decken und zugleich rund drei Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen einsparen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums in dreijähriger Arbeit erstellt wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, dem ifeu-Institut (Heidelberg) und dem Wuppertal-Institut.  "Selbst wenn wir einige Sparten der erneuerbaren Energien mit Rücksicht auf Natur und Landschaft nicht überall nutzen: Das Potenzial der erneuerbaren Energien in Deutschland ist insgesamt so groß, dass dieser Verzicht ehrgeizige Ausbauziele nicht gefährdet", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin am 12.04.2004 bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Bereits auf mittlere Sicht, so die Wissenschaftler, lohne es sich aus volkswirtschaftlicher Sicht, auf Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen. Denn die meisten erneuerbaren Energien würden in rund 20 Jahren kostengünstiger sein als konventionelle Energien. Voraussetzung seien allerdings ehrlichere Preise im Energiebereich. Heute müssen die neuen Anlagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien mit alten, betriebswirtschaftlich praktisch abgeschriebenen Altanlagen der fossilen und atomaren Energieerzeugung konkurrieren. Klimaschäden und Umweltrisiken, die gesellschaftlichen Folgekosten dieser Altanlagen, finden hingegen keinen Eingang in die Preisbildung auf dem Strommarkt. "Dieses Marktversagen ist die Hauptursache für die jetzt erforderlichen Vorleistungen zum Aufbau selbsttragender Märkte erneuerbarer Energien. Deshalb bestätigt diese Studie zugleich, dass wir mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und unseren Initiativen zu Forschung, Entwicklung und Markteinführung erneuerbarer Energien auf dem richtigen Weg sind", betonte Trittin.

Trittin appelliert an Bundesrat, der EEG-Novelle zuzustimmen

Der Bundesumweltminister fordert die CDU/CSU-geführten Länder auf, die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes am Freitag dieser Woche (14. Mai) im Bundesrat nicht zu verzögern. "Eine Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte nur aufschiebende Wirkung und wäre deshalb völlig überflüssig. Die entstehende Verzögerung ginge allerdings zu Lasten der Betriebe und Menschen, die in den Branchen der erneuerbaren Energien tätig sind", warnt Trittin. Besonders betroffen wären Unternehmen im Bereich Biomasse, speziell in den östlichen Bundesländern. Eine Verzögerung ging aber auch zu Lasten der so genannten stromintensiven Unternehmen. Die Härtefallregelung zur Befreiung dieser Betriebe von dem durch die Förderung der erneuerbaren Energien anfallenden Kostenanteil der Stromkosten laufe am 1. Juli ersatzlos aus. Wenn das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz erst im Herbst in Kraft treten würde, wäre die dort vorgesehene Frist zur Beantragung der Stromkostenverminderung für das gesamte nächste Jahr bereits verstrichen, heißt es in der BMU-Presseerklärung.

Die 300seitige Langfassung sowie eine 45seitige Kurzfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie "Ökologisch optimierter Ausbau der Erneuerbaren Energien" kann heruntergeladen werden von den Internet-Seiten http://www.bmu.de und http://www.erneuerbare-energien.de.

Eine englische Kurzfassung wird anlässlich der Renewables2004-Konferenz am 1. Juni 2004 in Bonn international vorgestellt und ist dann ebenfalls im Internet erhältlich.

13.05.2004   Quelle: BMU
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Windkraft: Greenpeace und EWEA prognostizieren "Windwirtschaftswunder"

Der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde Strom aus Windkraft wird kontinuierlich sinken, wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schafft. Zu diesem Ergebnis kommt die Zukunfts-Studie "Windstärke 12", die Greenpeace und die Europäische Windenergie-Vereinigung EWEA am 11.04.2004 auf der Fachmesse "WindEnergy 2004" in Hamburg vorgestellt haben. Sie prognostiziert der Branche für die nächsten zehn Jahre ein jährliches Wachstum von 25 Prozent.   Dabei sollen weltweit über zwei Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Damit dieses "Windwirtschaftswunder" eintritt, fordern Greenpeace und die EWEA, die Benachteiligung der Windkraft gegenüber herkömmlichen Kraftwerken zu beseitigen.

"Hindernisse für die Windkraft sind vor allem ein erschwerter Netzzugang und bürokratische Hürden", sagt Corin Millais, Geschaeftsführer der EWEA. "Wenn diese Hindernisse beseitigt werden, kann die Windindustrie bis zum Jahr 2020 ihren Umsatz verzehnfachen, von jetzt acht auf 80 Milliarden Euro." "Klotzen statt Kleckern", fordert der Greenpeace-Energieexperte Sven Teske. "In Deutschland können wir mit Anlagen auf See den Anteil der Windenergie verdreifachen, von fünf auf 15 Prozent. Diese Chance dürfen wir nicht vertun", so Teske.

"Windstärke 12" zeichnet die weltweite Entwicklung der Windkraft unter optimalen Bedingungen bis 2020 auf. Der Anteil an der Stromversorgung wird demnach auf zwölf Prozent steigen. Wenn mehr produziert werde, sinke der "Gestehungspreis", also der Preis für die reine Produktion des Stroms: an den günstigsten Standorten von heute 3,79 auf 2,45 Euro-Cent pro Kilowattstunde. Wegen wachsender Turbinengrößen werden künftig weniger Anlagen erforderlich sein. Insgesamt werden laut der Studie rund elf Milliarden Tonnen Kohlendioxid eingespart, wenn Windkraftanlagen klimaschädliche Kohle- und Ölkraftwerke ersetzen.

Die Studie geht davon aus, dass die OECD-Staaten führend beim Neubau von Windrädern sein werden, besonders die USA (176 Milliarden Euro Investitionen) und Europa (131 Milliarden). Aber auch China werde mit 105 Milliarden einen bedeutenden Beitrag leisten.

Als wichtige politische Voraussetzung für diesen Boom nennt die Studie unter anderem ein Gesetz, das die Einspeisung und Vergütung von sauberem Strom regelt, wie etwa das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland. Auch Dänemark, Spanien und Frankreich hätten mit entsprechenden Gesetzen gute Erfahrungen gemacht. Die Subventionierung von Atom- und Kohlekraftwerken müsse beendet werden, weil sie den Wettbewerb verzerre, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung. Zudem sollten die Regierungen Ziele festlegen, wie hoch der Anteil sauberer Energie in Zukunft sein soll.

13.05.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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REpower liefert acht Windenergieanlagen nach Japan

Im Laufe der 20. Kalenderwoche werden ab Hamburg sechs Anlagen des Typs MD77 (1,5-Megawatt; Rotordurchmesser: 77 Meter) für ein Windparkprojekt in dem an der Westküste gelegenen Mushigamine verschifft. Zusätzlich hat der japanische REpower Vertriebspartner Meidensha Corporation (MEIDEN) zwei weitere Anlagen des gleichen Typs bestellt, die in den nächsten Monaten nach Japan geliefert werden. Das berichtet die REpower Systems AG in einer Pressemitteilung.  Dr. Takaaki Kai, Geschäftsführer der Business Division Wind Power des japanischen Maschinenbauunternehmens MEIDEN, unterstreicht die Bedeutung der herausragenden Technologie und der damit verbundenen hohen Zuverlässigkeit als Wettbewerbsvorteil REpowers in diesem Projekt: „Wir haben hier in Japan bislang sehr positive Erfahrungen mit den REpower-Anlagen gemacht. Sie sind sehr solide und zuverlässig. Durch die wiederholt guten Erfahrungen haben REpower-Anlagen in Japan eine hohe Marktakzeptanz erlangt, denn hier verlangen die Kunden erstklassige Qualität.“

Die Erfolge auf dem stark wachsenden japanischen Markt führt REpower Vertriebsvorstand Thomas Franck vor allem auf die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner MEIDEN zurück: „Neben der Professionalität unseres renommierten japanischen Partners, kommt uns vor allem der uns gemeinsame hohe Qualitätsanspruch bei der Zusammenarbeit und Positionierung auf dem japanischen Markt zu Gute.“

Als Vertriebspartner verkauft MEIDEN exklusiv die REpower-Produkte in Japan. Parallel zur kontinuierlichen Marktentwicklung bietet das japanische Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit REpower Wartung und Service für die Anlagen in Japan an.

MEIDEN, ein so genannter Blue Chip des japanischen Elektromaschinenbaus, wurde im Jahr 1897 von Hosui Shigemune als Produzent von Elektromotoren gegründet. Das börsennotierte Unternehmen erzielte mit seinen mehr als 7.400 Mitarbeitern zuletzt einen Jahresumsatz von rund 1,54 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen ist in den vier Hauptgeschäftsfeldern Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikations- sowie Industriesysteme aktiv und vertreibt die REpower Multi-Megawatt-Technologie in Japan.

13.05.2004   Quelle: REpower Systems AG

 

Klartext: Sonderausgabe des ECOreporter.de-Magazins zur "Windenergie"

Die Spiegel-Titelgeschichte "Der Windmühlenwahn" hat vor wenigen Wochen viel Staub aufgewirbelt. Die Redaktion von ECOreporter.de möchte nun einen klaren Blick darauf eröffnen, was es mit dem Ausbau der Windkraft auf sich hat. In einer aktuellen, kostenlosen Sonderausgabe ihres Online-Magazins beleuchtet sie verschiedenste Aspekte des Themas "Windenergie" sowie der Berichterstattung darüber.  Das ECOreporter.de-Magazin enthält unter anderem den im Spiegel nicht veröffentlichten Artikel "Machtkampf um den Energiemix" des Redakteurs Harald Schumann. Außerdem nehmen Hans Leyendecker, ein ehemaliger Spiegel-Star-Reporter, und Siegfried Weischenberg, Journalismus-Professor aus Hamburg, Stellung zur Entstehung von Top-Stories wie dem "Windmühlenwahn"-Beitrag. Weitere Beiträge beleuchten unter anderem das "Jobwunder Erneuerbare Energien" und "Das Potenzial der Erneuerbaren Energien".

Aufgrund der Vielzahl der Artikel und der damit verbundenen Datenmenge erscheint die Sonderausgabe in zwei Teilen. Bereits eingetragene Abonnenten erhalten beide Ausgaben automatisch zugesandt. Die übrigen Interessenten können das kostenlose ECOreporter.de-Magazin bestellen, indem Sie eine Mail schicken an info@ecoreporter.de (bitte mit Adressangaben).

Die beiden Sonderausgaben des ECOreporter-Magazins können auch vom Solarserver heruntergeladen werden:

Teil 1 (PDF; 324 KB; 14 S.) http://www.solarserver.de/eco_mag1.pdf

Teil 2 (PDF; 344KB, 9 S.) http://www.solarserver.de/eco_mag2.pdf

12.05.2004   Quelle: Ecoreporter.de
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Renewables 2004: Sonnenpavillon als Botschafter der Energiewende

Sonnenpavillon
Sonnenpavillon

Pünktlich zur ersten weltweiten Konferenz für Erneuerbare Energien am 1. bis 4. Juni in Bonn setzt die deutsche Solarindustrie ein deutliches Symbol für die Machbarkeit der Energiewende. Direkt vor dem Konferenzgebäude der Renewables 2004 präsentieren der Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) einen Sonnenpavillon, der komplett aus Solarmodulen und Kollektoren besteht und sich zu hundert Prozent selbst mit Energie versorgt.   Politiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Journalisten können unter der außergewöhnlichen Architektur von Siliziumzellen und Solarkollektoren Sonne pur genießen und sich von einem niveauvollen Barbetrieb im Café Solar verwöhnen lassen. Ein heißer Kaffee "made bei sun" soll zeigen, was Solartechnik bereits heute leisten kann. UVS- Geschäftsführer Carsten Körnig: "Der Sonnenpavillon wird mit Sicherheit die Aufmerksamkeit aller Konferenzteilnehmer auf sich ziehen und den Medien als beliebtes Bildmotiv und Aufhänger in der Berichterstattung dienen. Als praktischer Beweis des Machbaren ist er ein ausgezeichneter Botschafter für die Energiewende."

Das Projekt "Cafe Solar" wird allein aus Spendenmitteln finanziert, so UVS und BSi in einer Pressemitteilung. Große Solarunternehmen hätten den Grundstock für das Projekt bereits gelegt. Allerdings würden noch weitere Sponsoren gesucht, die das exponierte Objekt und seine Botschaft unterstützen sowie Flagge für die Sonne zeigen wollen. Unter dem Motto: "Volle Kanne Sonne!" werden Unternehmer, Handwerker, Solarinitiativen und Privatpersonen angesprochen, um sich am Bau des Sonnenpavillons beteiligen. Ziel der beiden Verbände ist es, die Solarbotschaft auf der ersten weltweiten Konferenz für Erneuerbare Energien glaubhaft zu transportieren. "Auf der Renewables 2004 werden die Weichen für die künftige Solarenergienutzung weltweit gestellt", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer BSI. "Das Café Solar zeigt den Regierungsvertretern, dass 100 Prozent Solarenergie möglich ist und fordert sie auf, ernsthafte Beschlüsse für die Energiewende zu fassen".

Das Café Solar soll zum Treffpunkt werden für die Konferenzteilnehmer und die Teilnehmer aller anderen Veranstaltungen, die parallel zur Renewables2004 in Bonn stattfinden. Nach der Konferenz solle es weiterhin als Botschafter der Energiewende fungieren und zum Einsatz kommen auf nationalen und internationalen Messen oder bei Events. Hintergrundinformationen zum Projekt "Café Solar" sowie Beteiligungsmöglichkeiten gibt es unter
www.volle-kanne-sonne.de.

12.05.2004   Quelle: UVS
Bildquelle: UVS
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Simone Probst: Windenergie schafft 11.000 Arbeitsplätze an der Küste

Einen deutlichen Investitionsschub für die Offshore-Windenergie erwartet Simone Probst, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU). "Die neuen Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes werden in den nächsten Jahren Investitionen von mehr als 40 Milliarden Euro an Nord- und Ostsee auslösen. Wir rechnen alleine in den norddeutschen Küstenländern mit rund 11.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen", sagte Probst bei der Eröffnung der internationalen Branchenmesse "WindEnergy 2004" in Hamburg.  "Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes schafft für die Windenergiebranche die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit", so Probst. Damit werde die Fortsetzung einer erfolgreichen Entwicklung ermöglicht, die bereits zu rund 50.000 Arbeitsplätzen und zu einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 4,8 Milliarden Euro geführt hat. Durch die neuen Regelungen erwartet die Bundesregierung eine besonders dynamische Entwicklung der Windenergienutzung in der Nord- und Ostsee. Denn hier liegen die höchsten Ausbaupotenziale, die mittelfristig erschlossen werden können.

"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich als eine überaus innovative gesetzliche Regel erwiesen und ist mittlerweile selbst zum internationalen Exportschlager geworden", sagte Simone Prost. Auch andere Länder wie Frankreich, Spanien, Brasilien, Österreich oder Südkorea hätten inzwischen das erfolgreiche Foerdermodell übernommen und mit vergleichbaren Regelungen bereits beachtliche Erfolge erzielen können. Weitere Länder bereiten laut BMU entsprechende Regelungen vor. "Die konsequente Förderung der neuen, innovativen Techniken zur Energieerzeugung hierzulande verschafft unserer Wirtschaft in diesem Zukunftsbereich eine hervorragende Ausgangsposition auf dem Weltmarkt", sagte Simone Probst.

12.05.2004   Quelle: BMU
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Solare Inselsysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern immer gefragter

Die Intersolar, Europas größte Fachmesse für Solartechnik, bietet vom 24. bis 26. Juni 2004 internationalen Unternehmen und Vertretern aus Forschung und Wissenschaft eine kompetente Plattform. Im Rahmen des diesjährigen Kongressprogramms veranstaltet der Club zur ländlichen Elektrifizierung e. V. (C.L.E.) das englischsprachige Industrieforum "Photovoltaics for Rural Electrification". "Neben den netzgekoppelten Anlagen werden Inselsysteme für eine nachhaltige Energieentwicklung immer wichtiger", erklärt Rafael Wiese, Geschäftsführer des C.L.E.  Die Veranstaltung richtet sich an internationale Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik sowie Finanzdienstleister und Nichtregierungsorganisationen (NGOs).

Die Elektrifizierung netzferner Gebiete in Entwicklungs- und Schwellenländern ist eine wesentliche Infrastrukturmaßnahme zur Entwicklung des ländlichen Raums. Die Photovoltaiktechnik eignet sich hervorragend für eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Basis-Stromversorgung in den sonnenreichen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenländer. Im Jahr 2003 wurden mit Inselsystemen etwa 100 Megawatt (MW) Leistung weltweit realisiert. Nach Expertenmeinung sind weltweit etwa 2 Millionen sogenannter "Solar Home Systems" im Einsatz und sorgen für eine Basis-Elektrifizierung mit Licht, Radio und TV. In Europa werden die Inselsysteme vor allem im Camping- und Freizeitbereich, unabhängig vom öffentlichen Stromnetz, eingesetzt.

Das Industrieforum "Photovoltaics for Rural Electrification" auf der Intersolar 2004 bietet Informationen zu Exportmärkten für eine dezentrale Stromversorgung. Der Veranstalter "C.L.E. Club zur ländlichen Elektrifizierung e.V." ist ein Zusammenschluss von Firmen und Instituten, der die Wettbewerbsbedingungen für die mittelständische deutsche PV-Industrie verbessern und den Marktzugang für Firmen erleichtern will. Die Mitgliedsfirmen präsentieren während der Intersolar ihre Konzepte und Produkte. Teilnehmer des Industrieforums können in direkten Gesprächen mit den Referenten Erfahrungen austauschen. Alle Vorträge finden in englischer Sprache statt.

Zur Intersolar werden in diesem Jahr Besucher aus über 20 Nationen erwartet. Die Messe und das umfassende Kongress- und Rahmenprogramm mit über 20 Veranstaltungen präsentieren das gesamte Spektrum der internationalen Solarbranche. Das Rahmenprogramm der Intersolar bietet mit der Neuheitenbörse einen Überblick über die aktuellen Produktentwicklungen der Solarbranche. Zusätzlich werden Exkursionen in die Solarregion Freiburg angeboten.

Aktuelle Informationen im Internet unter
http://www.intersolar.de

und
http://www.cle-export.de

12.05.2004   Quelle: Solar Promotion GmbH

 

KlimaStaffel 2004: 3600 Kilometer mit klimafreundlichen Fortbewegungsmitteln

KlimaStaffel 2004
KlimaStaffel 2004

Am 10.05.2004 startete in Kiel die erste KlimaStaffel Deutschlands - mit tatkräftiger Unterstützung durch den Landesumweltminister Klaus Müller und die Kieler Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz. Zur Auftaktveranstaltung legte die Geschäftsführerin des "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder", Gotelind Alber, in einer historischen Hansekogge in Kiel an der Reventloubrücke an und überreichte den Staffelstab an Umweltminister Klaus Müller. "Wir freuen uns, das die KlimaStaffel bei uns startet. Kiel ist am vergangenen Freitag dem Klima-Bündnis beigetreten und Schleswig-Holstein ist das erste deutsche Bundesland im Klima-Bündnis" kommentierte der Minister das Ereignis.  Er unterzeichnete als Landesminister die gemeinsame Erklärung der Bundesländer und bekräftigte, dass sich Schleswig-Holstein für den Schutz des Weltklimas und den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen werde. Anschließend überreichte Müller den Staffelstab einer Teilnehmerin des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ), die als eine von 30 FÖJlerinnen mit eigener Muskelkraft oder mit CO2-neutralen Fahrzeugen die KlimaStaffel in Schleswig-Holstein durchgehend begleiten wird. Die FÖJlerinnen schicken eine Botschaft und eine FÖJ-Fahne mit nach Bonn und erhalten von diversen Sponsoren für jeden klimafreundlich zurückgelegten Kilometer drei Euro. Mit ihrem Engagement wollen sie ein Solarprojekt in Tansania unterstützen, das ebenfalls Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr werden wird. Die Flagge wird in nahezu allen weiteren Bundesländern von den dortigen FÖJlerinnen übernommen und bis Bonn "weitergetragen".

Zum Start der KlimaStaffel stiegen 500 Tauben über der Kieler Förde auf und rund 150 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche machten sich laufend, radelnd, skatend, mit einer Rikscha oder einem Kanu auf den Weg nach Bonn - mitten unten ihnen Umweltminister Müller auf seinem Rad und im Anhänger seine Tochter. In Hörn schlossen sich mehrere Twikes der Staffel an und Minister Müller tauschte sein Rad gegen ein Twike.

In nur drei Wochen soll der Staffelstab auf seiner Reise durch Deutschland rund 3600 Kilometer zurücklegen. Erlaubt sind alle klimafreundlichen Fortbewegungsmittel. Neben den eigenen Füßen, Fahrrädern, Booten oder Pferden zählen hierzu auch öffentliche Verkehrsmittel wie die Bahn, die einen großen Teil ihres Fahrstroms aus erneuerbaren Energiequellen bezieht. Die Deutsche Bahn will diesen Anteil ausbauen und unter anderem damit den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) weiter vermindern. Die Bahn sieht in ihrem Klimavorsprung gegenüber den anderen Verkehrsträgern Straße und Luftfahrt einen Wettbewerbsvorteil, der angesichts der Klimaveränderungen immer bedeutsamer werden wird. Bereits heute fällt bei der Bahn nur ein Fünftel der CO2-Menge im Vergleich zum Luftverkehr oder zum Straßengüterverkehr an. Die Deutsche Bahn AG unterstützt die KlimaStaffel materiell und ideell.

Auch die Aktion Klimaschutz unterstützt die KlimaStaffel und will das "Handeln für Klimaschutz" in das Alltagsbewusstsein jedes Einzelnen rücken. Die bundesweite Kampagne der Deutschen Energie-Agentur beteiligt sich an der KlimaStaffel mit den Aktionen "Radeln für prima Klima", "Pinguin Surf & Seil" sowie einem Gewinnspiel in den Städten München, Karlsruhe und Bonn.

"Die Vorbereitungen für die KlimaStaffel 2004 liefen in den vergangenen Wochen und Monaten auf Hochtouren", sagt Gotelind Alber, Geschäftsführerin beim Klima-Bündnis. "Nun freuen wir uns, dass es endlich lost geht. Die große Resonanz in Städten, Gemeinden und Verbänden sowie die Unterstützung durch zahlreiche Partner bestärkt uns. Wir sind überzeugt, dass die KlimaStaffel ein großer Erfolg wird und dass sie ein eindrucksvolles Zeichen setzt. Es bewegt sich was im Klimaschutz, wenn alle auf ihre Weise dazu beitragen. Das soll die Aktion klar machen".

Weitere aktuelle Informationen zur KlimaStaffel 2004 gibt es im Internet unter www.klimastaffel.de.

11.05.2004   Quelle:
Bildquelle: klimabuendnis.org

 

voltwerk AG: Neuer Vorstand will Solarparkleistung mehr als verdoppeln

Für das laufende Geschäftsjahr plant der neue Vorstandsvorsitzende der Hamburger voltwerk AG, Nikolaus Krane, weitere Solarfonds mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von mehr als 70 Millionen Euro. Dies entspreche einer Steigerung von etwa 150 Prozent, im Vergleich zu den bisher realisierten Photovoltaik-Projekten seit der Unternehmensgründung 1999, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  „Dieser enorme Wachstumssprung wird durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) möglich. Solarfonds etablieren sich als wettbewerbsfähige Kapitalanlage, die die Nachfrage zur Massenproduktion mit Kostenreduktionspotenzial stärkt und einem zügigen Arbeitsplatzaufbau in dieser Zukunftstechnologie führt“, freut sich Krane auf die neue Aufgabe bei der voltwerk AG. Die Hamburger Spezialanbieter für geschlossene Solarfonds gelten dank aktuell zwölf in Betrieb befindlicher Solarparks und den weltweit meisten Megawattanlagen als Marktführer in diesem Segment. Die gewachsenen Partnerschaften mit renommierten Bankhäusern zur Finanzierung und Vertrieb von ökologischen Fondsanteilen werden für den konsequenten Ausbau der Aktivitäten genutzt.

Mit Nikolaus Krane tritt eine in der Solar- und Windbranche erfahrene Führungskraft an die Spitze der voltwerk AG. Der Diplomingenieur begann seine Karriere nach seinem Studium in Aachen und London in einer Management-Beratung auf internationaler Ebene. Seit 1999 ist er bei der Conergy AG im Vorstand aktiv. Gemeinsam mit den Aufsichtsratsmitgliedern Max J. Darpe, ein langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Bank Lübeck AG, sowie dem im Fondsgeschäft erfahrenen Dr. Christof Schmidt, Fachanwalt für Steuerrecht bei der Heussen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und Beirat im Verband Deutscher Medienfonds e.V., unterstützt der neu bestellte Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Martin Rüter das erweiterte Führungsteam.

11.05.2004   Quelle: voltwerk AG

 

Trittin: Deutsche Forschungsförderung für Solartechnik lohnt sich

Deutsche Forschungsinstitute und Unternehmen zählen weltweit zur Spitze bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. In solchen Anlagen wird die Sonnenstrahlung durch Spiegelsysteme gebündelt und die konzentrierte Hitze zur Stromerzeugung genutzt. "Forschung rechnet sich. Es ist auch ein Ergebnis unserer Forschungsförderung, dass deutsche Firmen mittlerweile die weltweit besten Solarkraftwerke anbieten", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin.  Solarthermische Kraftwerke sind in sonnenreichen Ländern die effizienteste Technik, um die Energie der Sonne direkt zu nutzen. Sie werden in der Energieversorgung der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, so der Minister.

Mehr als zehn Millionen Euro hat das Bundesumweltministerium nach eigenen Angaben im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung in den letzten drei Jahren für Forschung und Entwicklung der solarthermischen Stromerzeugung bereitgestellt. Fortschritte und Erfolge der geförderten Projekte wurden am 10.05.2004 zum Abschluss des Programms in Berlin vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit der KfW-Bankengruppe präsentiert. Vorgestellt wurde die sogenannte Parabolrinnentechnologie, bei der gekrümmte Spiegel in Rinnenform das Sonnenlicht zum Erzeugen von Dampf auf ein zentrales Absorberrohr fokussieren. Außerdem wurden Forschungsvorhaben zu Solarturmkonzepten und zur Stromerzeugung mit kleinen, dezentralen solarthermischen Anlagen gezeigt. "Wir wollen neue Technologien zur Marktreife führen, neue Finanzierungsinstrumente entwickeln und den Prozess internationaler Kooperation voranbringen", sagte Trittin. Ein erster Erfolg dieser Strategie sei der für dieses Jahr vorgesehene Baubeginn des ersten kommerziellen Parabolrinnenkraftwerks Europas in Spanien durch die deutsche "Solar Millenium AG".

Zur schnelleren Markteinführung der solarthermischen Stromerzeugung hat der Bundesumweltminister die sogenannte "Global Market Initiative" (GMI) initiiert. Ziel ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre 5.000 Megawatt Kapazität für solarthermische Stromerzeugung in Ländern des Südens zu installieren. Die enormen Potenziale solarthermischer Kraftwerke und erste Ergebnisse der Initiativen werden auf der im Juni stattfindenden internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien renewables 2004 in Bonn vorgestellt. Als Forum für strategische Entwicklungspartnerschaften im Bereich erneuerbarer Energien sei die Konferenz ein weiterer wichtiger Schritt für die Markteinführung der Technologie, so das BMU.


11.05.2004   Quelle: BMU

 

Windenergienutzung: Rückgang um etwa 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Die Windbranche in Deutschland konnte im letzten Jahr das extreme Wachstumstempo der Vorjahre nicht fortsetzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Övermöhle Consult & Marketing GmbH, die erstmals präsentiert wird am 12.05.2004 auf der WindEnergy 2004 auf dem Messestand der Firma „REpower Systems AG“, Halle 6, Stand EG.530 (10.30 Uhr).  Mit der Errichtung von 1.703 Windenergieanlagen und einer neu installierten Leistung von 2.644 Megawatt sei zwar ein gutes Ergebnis erzielt worden, aber es bedeute einen Rückgang um etwa 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3.246 MW), so Övermöhle C & M.

Die Windbranche befinde sich aktuell in einer kritischen Phase der Marktbereinigung, heißt es in der Pressemitteilung der Övermöhle Consult & Marketing GmbH. Wie stark diese ausfalle und wie es danach weitergeht soll die Studie beantworten, die auf einer Marktbefragung unter mehr als 80 Windkraftprojektierern basiert.

Kurzanalyse des Marktes für Windkraftprojektierer in Deutschland 2004

Die Studie informiert über die Marktpotenziale in Deutschland und weltweit. Außerdem wird der Stand der Offshore-Windkraftnutzung untersucht. Weitere Themen sind die Betriebsführung und der Service, das Repowering, die Entwicklungen in der Anlagentechnik, die aktuellen Planungen der Windkraftprojektierer und deren Expansion in das Ausland. Neben eigenen Ausarbeitungen kommen Experten aus den verschiedenen Bereichen mit Fachbeiträgen zu Wort, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse aus der Praxis heraus einfließen lassen.

„Wir werden im Jahr 2004 in Deutschland voraussichtlich weiter rückläufige Aufstellungszahlen sehen. Nach den konkreten Planungen der befragten Windkraftprojektierer werden etwa 2.100 MW (-20 Prozent) an neuer Leistung installiert werden“ erläutert Klaus Övermöhle, Geschäftsführer von Övermöhle C & M. Auch in den Jahren 2005 und 2006 werden die Zahlen laut Övermöhle vermutlich rückläufig sein. Die Realisierung von Windparks im Ausland durch deutsche Projektentwickler komme nur sehr langsam voran und führe aktuell noch zu keinen größeren Erträgen, sondern erfordere weiterhin hohe Investitionen.

Die Studie wird erstmals auf der WindEnergy 2004, am 12.05.2004 um 10.30 Uhr auf dem Messestand der Firma „REpower Systems AG“ (Halle 6, Stand EG.530) präsentiert im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower AG,. Darüber hinaus steht der Verfasser der Studie an den folgenden Tagen der Messe in Halle 5, Stand EG.538 für Diskussionen über die Windenergie zur Verfügung.

11.05.2004   Quelle: Övermöhle Consult & Marketing GmbH

 

SOLARC entwickelt mikroprozessorgesteuertes Solar- Universalladegerät

Solar- Universalladegerät e.GO!
Solar- Universalladegerät e.GO!

Die Berliner SOLARC GmbH hat in Zusammenarbeit mit der Matsushita Electronic Components (Europe) GmbH und der Constin Berlin GmbH das mikroprozessorgesteuertes Universalladegerät e.GO! entwickelt. Es dient zum Betrieb beziehungsweise zur Aufladung elektrischer Kleingeräte mit maximal 4,5 Watt Betriebs- oder Ladeleistung. e.GO! bezieht seine Leistung über integrierte Solarzellen oder über einen mitgelieferten Netzadapter. Optional kann ein Autoladekabel beziehungsweise ein USB-Ladekabel erworben werden.  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Das zum Patent angemeldete Gerät wird voraussichtlich im August im Handel sein. e.GO! besteht aus einem aufklappbaren, kompakten Gehäuse mit einem oder zwei frontseitigen Solar-Modulen und einem rückwärtigen, abgeschatteten Gehäuseunterteil mit Elektronik und Akkufach für 2-4 AA oder AAA Akkus oder 1-2 Li-Ionen Akkus. Die Module rasten in
60°-Stellung ein. Der Betrieb ist in einem Winkel von 60° sowie 30° zur Unterlage möglich.

An die Ausgangsbuchse werden die Endgeräte mittels eines Adapterkabels für das am Markt etablierte SOLARC-Ladegerät "scotty" angeschlossen, die Eingangsbuchse dient zum Anschluss an externe Gleichstromquellen. Je nach Solarmodul-Bestückung leistet e.GO! zwischen 1,1 und 4,4 Watt (peak) bei voller Sonneneinstrahlung. Die Ausgangsleistung kann für externe Verbraucher zwischen 1,3 und 4,5 Watt eingestellt werden. Die Spannung beträgt je nach Adapterkabel 4 bis 14 Volt. Alle Betriebs- und Ladezustände werden über LEDs angezeigt. Das Ladegerät wiegt Gewicht ohne Akku zirka 300 Gramm (Standardversion), die Abmessungen sind zirka 160x85x33mm.

Das e.GO! wird in 3 Varianten erhältlich sein. e.GO! Basic (Akkufach für 2 oder 4 Akkus AA NiMH/NiCd/RAM) mit einem Solarmodul wird 99 € kosten; Der Preis von e.GO! Master mit zwei Modulen liegt bei 119 €: die Professional-Version mit zwei Modulen und mit zirka 10% höherer Solarmodulleistung sowie Akkufach für 1-2 Panasonic Li-Ionen Akkus oder alternativ 2 oder 4 Akkus AA NiMH/NiCd/RAM) kostet laut Hersteller 179 €.

Die Zubehör-Liste umfasst ein Steckernetzteil und das scotty-Adapterkabel mit Adapterset
Weiteres Zubehör, beispielsweise zusätzliche Module, KFZ-Adapter, USB Adapter oder AAA -> AA Adapter zur Verwendung von AAA Zellen im Akkufach sind optional erhältlich.

10.05.2004   Quelle: SOLARC GmbH
Bildquelle: SOLARC GmbH

 

Sponsoren für Windkraft- und Solaranlage in Afghanistan gesucht

"Zukunft Afghanistan"- Logo

Der Verein " Zukunft Afghanistan e. V. " plant, mit Hilfe eines Industriesponsorings im 80 km nördlich von Kabul gelegenen Ort Jabal os Saraj eine kombinierte Pilotanlage zur Erzeugung von Energie aus Wind und Sonne in Betrieb zu bringen. Im Rahmen des Vorhabens sollen zunächst zwei afghanische Techniker in Deutschland an der Anlage ausgebildet werden, um diese künftig vor Ort warten und in Stand setzen zu können.   Weitere Anlagen zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien sollen folgen, so der Verein in einer Pressemitteilung.

"Zukunft Afghanistan" werde bei gegebener Finanzierung das erste Projekt, das die Nutzung erneuerbarer Energien nach Afghanistan bringe, wo ein völlig neu zu gestaltender Energiemarkt seine Erschließung erwarte, so die Projektträger. Das Vorhaben wird präsentiert auf der Messe WindEnergy 2004 im CCH Hamburg am 12.05.04 um 11 Uhr. Mit politischer Unterstützung durch Staatssekretär Wilfried Voigt (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein) wenden sich hier die beiden Initiatoren von "Zukunft Afghanistan", Annette Senger und Zia Taher, an die Medien, potentielle Sponsoren und das Messepublikum.

Ein weiteres Projekt-Event findet statt am Donnerstag, dem 13.05.04, um 14 Uhr am Stand des BWE Hamburg (Halle 07.520). Für einen Expertentalk zum Thema Technik stehen der Projektingenieur, Klaus-Peter Lehmann, und die Hersteller der für die Installation vorgesehenen Solarmodule und des Windrades, Karl-Heinz Korupp und Thomas Steinke zur Verfügung. Während der gesamten WindEnergy werden Ansprechpartner von "Zukunft Afghanistan" am BWE-Stand präsent sein.

Details zu Projekt und Verein finden Sie unter
www.zukunft-afghanistan.org.

10.05.2004   Quelle: e-lation partners
Bildquelle: e-lation partners

 

Berliner Energietage 2004 mit Schwerpunkten Politik und Effizienz

Die vom Berliner ImpulsE-Programm und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) veranstalteten Berliner Energietage werden sich vom 17 - bis 19. Mai mit der aktuellen Entwicklung der bundesdeutschen Energiepolitik beschäftigen, darunter der Emissionshandel, das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das KWK-Gesetz. Neben dem politischen Schwerpunkt thematisiert die Konferenz Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in Wohngebäuden, öffentlichen Einrichtungen, Industrie und Gewerbe, sowie innovative Technikansätze.  Die Energietage erfreuen sich einer ungebrochenen Resonanz bei Entscheidungsträgern der verschiedensten Branchen, berichten die Veranstalter. So hätten sich bereits zahlreiche Vertreter aus Wohnungs- angemeldet.

Auf über 30 Veranstaltungen werden rund 140 Fachreferenten die und Energiewirtschaft, Planungs- und Consultingunternehmen sowie zahlreiche politische Entscheidungsträger und Verbandsvertreter neuesten Konzepte und Strategien der rationellen Energieerzeugung und –verwendung vorstellen. Auf der parallel laufenden Fachmesse Energie-ImpulsE 2004 können sich Energie- und Wohnungswirtschaft, Politik und Verwaltung, Industrie und Gewerbe sowie Architekten und Planer zusätzlich über die aktuellen Entwicklungen im Energiebereich informieren.


Die Berliner Energietage werden im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit durchgeführt. Unterstützt werden die Berliner Energietage 2004, die bundesweit zu den größten Energie-Events gehören, von der Bewag Aktiengesellschaft, der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, der Envia Mitteldeutsche Energie AG, der Robert Bosch GmbH-GB Junkers und der IHK Berlin.

Programm und weitere Informationen im Internet unter
http://www.berliner-energietage.de


10.05.2004   Quelle: ImpulsE-Management; dena

 

Interaktive Ausstellung "Energie@home" auf der "Woche der Umwelt"

Energie@home-Logo
Energie@home-Logo

Nur wenige Wochen nach der erfolgreichen Eröffnung in Osnabrück steht der erste Umzug vor der Tür: "Energie@home - Die Ausstellung für zukunftsweisende Energietechnik" wird anlässlich der "renewables 2004" in Bonn Fragen rund um die Themen Dämmen, Lüften, Heizen, Strom sowie Energie & Haus beantworten. Vom 2. bis zum 5. Juni 2004 lädt die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) konzipierte Wanderausstellung zum Anfassen, Ausprobieren und Verstehen ein.
  "Zahlreiche Originale, Animationen, Experimente und Modelle informieren verbrauchernah und interaktiv über regenerative und effiziente Energietechniken rund um Haus und Gebäude", erläutert dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Präsentiert wird Energie@home im Garten der Villa Hammerschmidt des Bundespräsidenten im Rahmen der "Woche der Umwelt", die in diesem Jahr unter dem Motto "Energie für nachhaltige Entwicklung" steht. Neben der Ausstellung sind rund 50 interessante Projektpräsentationen Schwerpunkt der Veranstaltung: Innovative Firmen und Institutionen zeigen ihre neuesten Produkte und Ideen aus dem Bereich "Regenerative Energien". Dabei reicht das Spektrum von Biomasse- und Erdwärmenutzung über Solartechnologie und Passivhaustechnik bis zur Windenergie.

Darüber hinaus können die Besucher an vier Fachforen teilnehmen, in denen international anerkannte Experten die Zukunftsfragen der Erneuerbaren Energien diskutieren. Als Partner der "Woche der Umwelt" engagiert sich die dena bei den Fachforen "Kommunikationsstrategien als Beitrag zum Klimaschutz" sowie "Sichere Energieversorgung und regenerative Energien - ein Gegensatz?" Veranstalter der "Woche der Umwelt" sind der Bundespräsident, die DBU sowie die Stiftung Umwelt und Entwicklung. Das Anmeldeformular sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wochederumwelt.de.

Bei den renewables 2004 ist die dena ebenfalls vor Ort und lädt zum "Business Forum Renewables" ein. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bietet die dena der internationalen Wirtschaft mit diesem Forum weitergehende Präsentationsmöglichkeiten sowie einen intensiven persönlichen Austausch mit Partnern und Konferenzteilnehmern.

Deutsche Energie Agentur GmbH

09.05.2004   Quelle:
Bildquelle: DBU

 

Energieforum sun21 lanciert "rallye21"

Das Internationale Energieforum sun21 zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien findet vom 18. – 26. Juni 2004 zum siebten Mal statt. Höhepunkte sind die Veranstaltung "Frieden durch saubere Energie" mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und die neue Großveranstaltung "rallye21", bei der sich Prominenz und Publikum in einem Wettrennen der besonderen Art messen: Auf einer zehn Kilometer langen Rundstrecke gewinnt, wer am wenigsten Energie verbraucht.   Gefahren wird mit umweltfreundlichen Autos, Elektro-Fahrrädern und Elektro-Rollern. Die Rally zum Thema nachhaltige Mobilität schließt den thematischen Bogen zur Verleihung des "prix pegasus" – dem großen Förderpreis von EnergieSchweiz für nachhaltige Mobilität, welcher während der sun21 dieses Jahr zum zweiten Mal vergeben wird.

Rally 21

Der Verkehr beansprucht über einen Drittel des aktuellen Energieverbrauchs. Die Mobilität wirtschaftlich, sozial und umweltschonend zu gestalten, gehört deshalb zu den größten Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz, so die Veranstalter der sun 21. Die Optimierung des öffentlichen Verkehrs leiste dabei einen wesentlichen Beitrag, stoßt aber an Grenzen. Ergänzend gelte es direkt bei den Konsumenten anzusetzen und ihnen die Vorzüge von umweltschonenden Autos und einer energiesparenden Fahrweise zu vermitteln. Hier setze die rallye21 an. Sie zeige, dass die Wahl von Fahrzeug und Fahrstil viel für die Umwelt tun kann, ohne gleichzeitig auf gutes Design, Funktionalität und Komfort zu verzichten. Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Medien sollen es vormachen: Mit Fahrzeugen in den Kategorien (Benzin, Erdgas, Hybrid, Elektro) messen sie sich im Sparfahren. Die rallye21 ist der erste Fahrwettbewerb mit energiesparsamen Serienfahrzeugen in der Schweiz.

prix pegasus

Um Mobilitätsprojekte im weitesten Sinne geht es bei der Preisverleihung des "prix pegasus – Mobilitätspreis Schweiz", welcher am 23. Juni 2004 im Hotel Engel in Liestal verliehen wird. Der große Förderpreis von EnergieSchweiz ist mit 100.000 Franken dotiert und fördert innovative Projekte, die deutlich zur Verbesserung der Energieeffizienz bei der Mobilität beitragen. Zeitgleich verleiht die IG Velo Schweiz den Preis "Velofreundlicher Betrieb 2004". Im Vorfeld der Preisverleihung findet eine Podiumsveranstaltung zum Thema Klimaschutz im Flugverkehr statt.

Frieden durch saubere Energie

Als weiteres Highlight lädt die schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey zur Veranstaltung "Frieden durch saubere Energie" ein (21. Juni, 18 Uhr, Elisabethenkirche): Die Tatsache, dass knapper werdende Energiequellen immer wieder Anlass zu Konflikten geben, zeige dass die Energieversorgung ein globales Thema ist und nicht nur auf lokaler Ebene angegangen werden kann. Die Schweiz sei stark abhängig von Erdöl, das in instabilen Regionen gefördert wird. Eine Energiewende – weg vom Erdöl hin zu erneuerbaren Energien - würde nicht nur wesentlich zum Weltfrieden beitragen und das Klima schützen, sondern eine unabhängige, sichere Energieversorgung gewährleisten, so die Veranstalter.

sun21 bietet mit weiteren rund 15 verschiedenen Anlässen neue Impulse zur Umsetzung einer nachhaltigen Energiezukunft in allen Lebensbereichen. Die Partner von sun21, Kanton Basel-Stadt, Kanton Basel-Landschaft, EnergieSchweiz, Industrielle Werke Basel und Bank Sarasin ermöglichen es, dass der Besuch aller Veranstaltungen für die Öffentlichkeit kostenlos ist. Das vollständige Programm kann bezogen werden über die neu gestalteten Website www.sun21.ch oder Tel. 061 227 50 55.

Mehr Informationen zur Rallye gibt es auf der Website
http://www.rallye21.ch
zum prix pegasus – Mobilitätspreis Schweiz unter
http://www.www.prixpegasus.ch


Die Non-profit Organisation sun21 setzt sich dafür ein, dass der effiziente Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit wird. sun21 will die breite Öffentlichkeit auf die problematischen Folgen der heutigen Energieversorgung (z.B. Klimaerwärmung) aufmerksam machen und die Chancen der Energiewende, d.h. die Umstellung von fossilen und nuklearen Energieträgern auf erneuerbare Energien
sun21

8. Internationales Energieforum sun21, 18. Juni – 25. Juni 2005 in Basel und Liestal.


09.05.2004   Quelle: Sun 21

 

Tore für den Umweltschutz: Trittin eröffnet "Don Cato-Europameisterschaft 2004"

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 06.05.2004 gemeinsam mit Fussballnationalspieler Arne Friedrich von Hertha BSC die dritte Runde der "Don Cato UmWeltmeisterschaft" gestartet. Den bundesweiten Wettbewerb zum Natur- und Umweltschutz veranstaltet das BMU gemeinsam mit dem Deutschen Fussball-Bund (DFB) und der BUNDjugend. Im Zeichen der Fussball-Europameisterschaft richtet sich der Wettbewerb in diesem Jahr an Kinder- und Jugendfussballmannschaften in über 30.000 Vereinen.   "Mit den UmWeltmeisterschaften erreichen wir junge Menschen jenseits von Müsli-Ästhetik oder ökologischem Zeigefinger", so Trittin. Als Hauptgewinn winkt den drei besten Mannschaften ein Trainingswochenende mit Hertha-Star Arne Friedrich. Maskottchen des Wettbewerbs ist der Luchs Don Cato.

Die Mädchenmannschaft des FC Internationale Berlin und die U11-Mannschaft von Hertha BSC sind die ersten Teams, die aus der Hand von Trittin die Unterlagen zum Wettbewerb erhielten. Wie beim richtigen Fussballspiel geht es darum, möglichst viele Tore zu schießen: Fragen zum Arten- und Naturschutz oder zum Wasser- und Energiesparen müssen richtig beantwortet werden. Gefragt ist aber auch ein aktiver Beitrag der Teams zum Umweltschutz, etwa eine Wassersparaktion im Vereinsheim oder eine Müllsammelaktion auf dem Vereinsgelände. "Es ist toll, wie viel kreatives Potential bei jungen Sportlerinnen und Sportlern für den Natur- und Umweltschutz vorhanden ist. Kinder und Jugendliche sind begeisterungsfähig und lernen schnell, dass auch ein kleiner Beitrag wertvoll für den Schutz von Umwelt und Natur ist", so Trittin

Die Idee der UmWeltmeisterschaft ist es, über die populärste Sportart Kinder und Jugendliche für den Umwelt- und Naturschutz zu begeistern. Als Preise erhalten 100 Gewinnerteams jeweils hochwertige Trikotsätze für ihren Verein. Die drei besten Teams gewinnen zudem ein Trainingswochenende mit Arne Friedrich. Einsendeschluss ist der 4. Juli 2004, an dem das Finale der Fussball-Europameisterschaft in Portugal stattfindet. Die Ausschreibung erfolgt über alle DFB-Vereine, Medienpartner sowie das Internet.

Alle Informationen über die Don Cato UmWeltmeisterschaft gibt es im Internet unter www.doncato.de oder über die Don Cato Hotline: 030/45 08 64 63.

09.05.2004   Quelle: BMU

 

Umfrage: 35 Prozent können sich vorstellen, in Windparks zu investieren

Etwa jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, in den nächsten Jahren in Windenergieprojekte zu investieren - etwa in Form eines Beteilungsfonds, einer Unternehmensanleihe oder in Form von Aktien. Das hat eine repräsentative Umfrage der internationalen Fachmesse WindEnergy ergeben, die beim Meinungsforschungsinstitut Forsa im Vorfeld des Branchenevents (11. bis 14. Mai in Hamburg) in Auftrag gegeben wurde.   Befragt wurden 1.004 Deutsche mit einem Nettohaushaltseinkommen von über 2.000 Euro. Die große Mehrheit der Investitionsbereiten (82 Prozent) nannte als Grund, erneuerbare Energien fördern zu wollen. 41 Prozent möchten mit einer Investition in Windprojekte Steuern sparen und jeweils ein Drittel der potenziellen Investoren bewertet sie als eine sichere Geldanlage (36 Prozent) mit einer guten Rendite (30 Prozent).

Eine ganze Reihe von Finanzdienstleistern, Projektentwicklern und Beteiligungsgesellschaften stellen auf der Leitmesse der Windenergiebranche in Hamburg sich und ihre Projekte vor. Bei einem speziellen Programm am Donnerstagabend, 13. Mai, können sich Windkraft-Interessierte und Privatinvestoren ausführlich informieren. Insgesamt präsentieren auf der WindEnergy 2004 mehr als 320 Aussteller aus 18 Nationen auf dem Hamburger Messegelände ihre Produkte und Dienstleistungen.

Von denjenigen, die sich laut Forsa-Umfrage derzeit nicht vorstellen können, in Windenergie-Projekte zu investieren, denken 47 Prozent, das Investment sei zu unsicher. Jeder Dritte (36 Prozent) gab an, nicht genug über Beteiligungsmöglichkeiten an solchen Projekten informiert zu sein. Diese Informationslücke will die WindEnergy 2004 mit einem speziellen Programm am Abend des dritten Messetages schließen, das sich potenziellen Privatinvestoren und Windkraft-Interessierten widmet. Die internationale Fachmesse ist deswegen an diesem Abend länger geöffnet, nämlich bis 20 Uhr (sonst 18 Uhr). Zu dem speziellen Programm gehört ein geführter Messerundgang um 18 Uhr, der das Thema Windenergie in seiner ganzen Bandbreite erklärt und über Investitionen in diesem Sektor informiert. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Info-Point im Foyer des Messeeingangs Süd.

Um 19 Uhr - präsentieren sich die Anbieter von Beteiligungsfonds Energiekontor AG (Halle 7), EECH AG (Halle 4) und MBBF Windparkplanung GmbH & Co. KG sowie Jade Concept GmbH (Halle 6) bei einer Podiumsdiskussion im Forum der WindEnergy in Halle 5. Dort stellen sie ihre aktuellen Projekte vor und beantworten Fragen der Zuschauer zu Rendite, Laufzeiten und Produkten.

Die WindEnergy 2004 findet statt von Dienstag, 11. Mai, bis Freitag, 14.
Mai. Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr, am Donnerstag bis 20 Uhr.

08.05.2004   Quelle:
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Hans-Josef Fell: Forschung nutzen, um Spritpreise zu senken

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat am 5. Mai 2004 den Bundesbericht Forschung 2004 vorgestellt. Er wird alle vier Jahre im Auftrag des Parlaments erstellt. Der Forschungsbericht ist die umfassendste Bestandsaufnahme zur Forschungsförderung in Deutschland. Zu dem Bericht erklärte Hans-Josef Fell, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher der Grünen, die Forschung müsse stärker als bisher gegen die Ressourcenverknappung ausgerichtet werden.  Der steigende Erdölpreis belaste die Wirtschaft, so Fell. Weltweit steige die Nachfrage nach Energierohstoffen und Metallen stark. Gleichzeitig stehe beim Erdöl das Erreichen des weltweiten Fördermaximums vermutlich unmittelbar bevor, warnt Fell. Der Forschungsbericht zeige, dass die deutsche Forschung ein gutes Fundament biete, um Energieprobleme zu lösen. Unter Rot-Grün sei der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 2,2 Prozent auf 2,5 Prozent angehoben worden. Um das immer wieder bekräftigte Ziel eines 3 Prozent-Anteils zu erreichen, müssten in den nächsten Jahren die Mittel des Bundes und der Länder für Forschung und Entwicklung jährlich um 1-1,3 Milliarden Euro bis 2010 ansteigen.

Allein im Bundeshaushalt 2005 müssen zusätzliche 530 Millionen Euro quer durch alle Ministerien für die Forschung eingestellt werden. Ein großer Teil davon soll nach den Vorstellungen Fells in die Entwicklung nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energien investiert werden, da diese entscheidend dazu beitragen, die Abhängigkeit vom Erdöl und metallischen Rohstoffen zu verringern. Jeder Euro, der hier investiert werde, werfe volkswirtschaftlich eine Vielfache Rendite ab.

Die Politik dürfe nicht länger die Augen davor verschließen, dass bei einigen Rohstoffen die Grenzen des Wachstums erreicht seien. Die Innovationspolitik sei aufgefordert, die Konsequenzen zu ziehen: Die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Erdöl und knappen metallischen
Rohstoffen müsse beendet werden, fordert Fell.

Als erschreckend bezeichnet Fell das Verhalten "einiger verantwortungsloser Oppositionspolitiker", welche die Mineralölsteuer senken wollten. Statt das Problem mit Innovationen und dem Abbau ökologisch schädlicher Subventionen anzupacken, wollten sie das Instrument zerstören, das Deutschland auf die sich abzeichnende Verknappung am besten vorbereitet habe. Dies zeige schon der Vergleich mit den USA, die gerade wegen der niedrigen Mineralölsteuer von den steigenden Benzinpreisen wirtschaftlich weit stärker getroffen würden als Deutschland.

08.05.2004   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)

 

UmweltBank verdoppelt Gewinn

Die UmweltBankmit Sitz in Nürnberg ist weiter im Aufwind und weist nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2003 das beste Bruttoergebnis seit dem Bankstart aus. Der voraussichtliche Gewinn habe sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (+ 117 %) und liege nach Risikovorsorge und Bewertung bei 3,1 Millionen Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Bilanzsumme der UmweltBank ist nach eigenen Angaben von 404 Millionen Euro auf 486 Millionen Euro gestiegen. Bundesweit würden über 36.000 Kunden betreut und rund 3.000 ökologische Kreditprojekte begleitet. Für das weitere Wachstum soll das Eigenkapital von derzeit 30 Millionen Euro durch eine zweite Genußschein-Emission im Frühjahr 2004 aufgestockt werden.

Die UmweltBank AG sei in ihrem siebten Geschäftsjahr erneut dynamisch gewachsen und betreue mittlerweile mehr als 36.000 Kunden bundesweit. Über 5.000 Neukunden seien im Jahr 2003 dazugekommen. Die Nürnberger Direktbank finanziert ausschließlich Umweltprojekte. Die Kreditzusagen sind von 248 Millionen Euro auf 344 Millionen Euro um 39 Prozent gestiegen. Von den insgesamt 3.000 Kreditprojekten kamen laut UmweltBank 700 im Jahr 2003 neu hinzu. Den größten Anteil haben ökologische Wohnimmobilien mit 33 %, gefolgt von Windkraftprojekten mit 27 Prozent. Die Solarenergie steht mit 15 Prozent an dritter Stelle.

08.05.2004   Quelle: UmweltBank AG
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Wissenschaftspreis 2004 für Stapelsolarzellen aus Silizium

Preisverleihung: Wissenschaftspreis 2004
Preisverleihung: Wissenschaftspreis 2004

Mit seiner Arbeit “Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium – Prozess- und Modulentwicklung” ist Dr. Tobias Repmann zweiter Sieger des Wissenschaftspreises 2004. Der Industrie-Club Düsseldorf und das Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen verleihen die mit insgesamt € 30.000 dotierten Wissenschaftspreise 2004 auf dem Gebiet der Energieforschung. Am 6. Mai 2004 werden Dr. Henry Bosch, Forschungszentrum Jülich und Ruhr-Universität Bochum, mit dem ersten Preis (€ 20.000) und Dr. Repmann, Forschungszentrum Jülich und RWTH Aachen, mit dem zweiten Preis (€ 10.000) ausgezeichnet.  Die prämierten Forschungsarbeiten tragen bei zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Energieversorgung. In zwei sehr unterschiedlichen Bereichen der Stromerzeugung – zum einen im Bereich der fossilen Brennstoffe, zum anderen im Bereich der Solarenergie – konnten die Preisträger die Effizienz der jeweiligen Energiesysteme deutlich steigern. Damit könnte Strom künftig günstiger und mit einer erheblich geringeren Umweltbelastung produziert werden.

Photovoltaik: Kostengünstige Solarzelle mit höherer Effizienz

Dr. Repmann hat mit seiner Arbeit “Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium – Prozess- und Modulentwicklung” eine vorhandene Technologie zur Solarzellenherstellung optimiert und die Prozesstechnik zur großflächigen Herstellung eines neuartigen Solarzellentyps entwickelt. Er besteht aus übereinander gelagerten amorphen und mikrokristallinen Siliziumschichten (zwei unterschiedliche, mikroskopische Strukturen des Siliziums). Damit entstehen “übereinander gestapelt” zwei Solarzellen, die für unterschiedliche Wellenlängenbereiche sensitiv sind. Die neuartigen Stapelsolarzellen haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad (um ca. 30 bis 50%) als gegenwärtig produzierte Dünnschichtzellen aus Silizium. Solarstrom könnte damit kostengünstiger hergestellt werden, was letztlich dazu beiträgt, Photovoltaik wettbewerbsfähig zu machen. Die kombinierten Solarzellen erfordern eine Optimierung der elektrischen und optischen Anpassung. Dazu entwickelte Repmann ein neues Computermodell.

Neben der Solarzellenoptimierung ist es Repmann gelungen, eine Technologie zu entwickeln, mit der Siliziumdünnschichtsolarzellen großflächig (Fertigungsgröße: 30x30 cm2) und mit industriell umsetzbaren Prozessen hergestellt werden können. Das Verfahren weist den Weg für die industrielle Verwertung für Modulflächen von einem Quadratmeter und mehr. Der neu entwickelten Prozesstechnik gingen grundlegende Untersuchungen zu den optischen und elektrischen Eigenschaften von Solarzellen aus beiden Siliziumstrukturen und dem kombinierten System voran.

Hitzeschutz für Turbinen: Neuer Werkstoff erfüllt höchste Ansprüche

Dr. Henry Bosch hat neue Beschichtungsmaterialien für die Brennkammer und die Schaufeln von Gasturbinen entwickelt, die höheren Verbrennungstemperaturen standhalten. Er erhält den Wissenschaftspreis 2004 für seine Arbeit “Entwicklung neuer Wärmedämmschichten für thermisch hochbelastete Komponenten in Gasturbinen”. Aufbauend auf atomistischen Modellen entstand ein systematisches Verfahren, mit dem er eine große Stoffklasse hinsichtlich ihrer Wärmeausdehnung und Leitfähigkeit mittels experimenteller Evaluierungsmethoden schnell klassifizieren konnte.

Darüber hinaus untersuchte Bosch die gesamte Prozesskette von den Grundmaterialien für die Wärmedämmschichten über die Schichtherstellung bis hin zum Test der fertigen Proben unter anwendungsnahen Bedingungen. Die so identifizierten und hergestellten Schichtmaterialien erlauben mehr als 100 °C höhere Temperaturen als bisher. Die Effizienzsteigerung, die mit den mehr als 100 °C höheren Turbineneintrittstemperaturen einhergeht, ist erheblich und kann sich ökonomisch wie ökologisch bemerkbar machen. Nach Schätzungen der Kraftwerksbetreiberbranche hat eine Erhöhung der Brenngastemperatur um nur 50 °C eine Wirkungsgradsteigerung von 2 bis 4% zur Folge; ein um lediglich 1% gesteigerter Wirkungsgrad in einer 100 Megawatt-Kraftwerksturbine führt zu einer Einsparung bei den Brennstoffkosten von etwa € 300.000 jährlich. Eine zweiprozentige Wirkungsgradsteigerung eines gasbefeuerten 240 Megawatt-Kraftwerkes hat eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 24.000 Tonnen pro Jahr zur Folge. Bei einem kohlebefeuerten Kraftwerk gleicher Leistung ist die CO2-Reduzierung sogar doppelt so groß.

07.05.2004   Quelle: Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen
Bildquelle: Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen

 

SolarWorld-Konzern: 35,4 Millionen Euro Rekordumsatz im 1. Quartal 2004

Die SolarWorld AG hat in den ersten drei Monaten 2004 den Konzernumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 85 % auf 35,388 Mio. Euro gesteigert (1. Quartal 2003: 19,094) und damit auf Quartalsbasis ein Rekordvolumen erzielt.  Der Konzernumsatz habe sogar das Niveau des 4. Quartals 2003 übertroffen (32,662 Mio. Euro), der traditionell stärksten Periode in der Solarbranche, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben im Berichtszeitraum zugleich ein Ergebnis in Millionenhöhe erwirtschaftet und damit den konzernweiten Turnaround nachhaltig vollzogen. So habe der Konzern das Nettoergebnis um über 2,5 Mio. Euro auf 1,473 (1. Quartal 2003: minus 1,067) Mio. Euro gesteigert. Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 1,819 (1. Quartal 2003: minus 1,884) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit 2,987 (Vorjahr: minus 0,713) Mio. Euro ebenfalls klar positiv. Das EBITDA (EBIT vor Abschreibungen) lag mit 6,939 (Vorjahr 1,927) Mio.Euro um ein Vielfaches über dem Vorjahreswert.

Das positive Quartalsergebnis illustriere den Erfolg der Wachstumsstrategie des solaren Technologiekonzerns, der in Erwartung steigender Marktnachfrage in der Vergangenheit seine Produktionskapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgebaut hat, und diese Politik weiter fortsetzen will. Für das Gesamtjahr 2004 rechnet der Vorstand mit einem zweistelligen Umsatzwachstum und einem Konzernergebnis im einstelligen Millionenbereich.

07.05.2004   Quelle: SolarWorld AG

 

Sunways verdoppelt Umsatz im ersten Quartal 2004

Die Sunways AG mit Sitz in Konstanz ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2004 gestartet: Der Umsatz verdoppelte sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres auf 10,5 Millionen Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dabei sei auch ein positives Ergebnis von Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) erzielt worden. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem deutlichen Umsatzwachstum um einen zweistelligen Prozentbetrag.  Im Zeitraum Januar bis März 2004 erwirtschaftete Sunways einen Umsatz von 10,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,4 Millionen Euro), das entspricht einem Anstieg von mehr als 94 Prozent. Das EBITDA lag bei +0,2 Millionen Euro ( 0,8 Millionen Euro).

Der Konzernfehlbetrag verbesserte sich auf minus 0,2 Millionen Euro (- 0,8 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich ebenfalls auf minus 0,02 Euro ( 0,08 Euro). Die Steigerung in Umsatz und Ergebnis übertreffe die Planungen deutlich, da das erste Quartal üblicherweise das schwächste sei. Grund für den deutlichen Zuwachs ist laut Sunways das Inkrafttreten der neuen Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zum 1. Januar 2004. Bis dahin hätten Interessenten in Deutschland ihre Entscheidung über den Kauf einer Solaranlage verschoben. Dieser Investitionsstau werde nun abgebaut.

Zum Wachstum hätten sowohl der Solarzellenbereich als auch das Segment Solarsysteme und –projekte beigetragen. Besonders die 2003 eingeführte neue Generation von Solar Invertern stoße weiterhin auf rege Nachfrage. Die geplanten Produktionsziffern seien bereits deutlich übertroffen, berichtet die Sunways AG.
Der Auslandsumsatz liege nach wie vor bei rund einem Prozent. Wichtige Auslandsmärkte seien Spanien und Italien. Besonders in Spanien will Sunways das Geschäft in diesem Jahr deutlich ausbauen. Außerhalb der Eurozone habe der Dollarkurs das Geschäft belastet. In Japan habe Sunways trotz höherer Preise mit seiner weltweit exklusiven transparenten Solarzelle ein erstes Referenzprojekt fertig gestellt. Die Mitarbeiterzahl blieb mit 103 Personen zum 31. März 2004 annähernd konstant(Vorjahresquartal: 101 Mitarbeiter)

Das starke Marktwachstum führe vor allem in Deutschland zu einer Verknappung von Solarzellen und Solarmodulen, so Sunways. Da gleichzeitig auch die beiden anderen großen Märkte, USA und Japan, deutliche Wachstumsraten verzeichnen, geht Sunways von einem stabilen Marktpreis aus. Vor diesem Hintergrund bestätigte Vorstand Roland Burkhardt das Ziel des Unternehmens, den Umsatz im Geschäftsjahr 2004 um einen zweistelligen Prozentbetrag zu steigern. „Alle Zeichen stehen auf Wachstum. An diesem Wachstum wollen wir teilhaben und dadurch 2004 auch die angestrebte Ertragswende schaffen“, so Burkhardt.

07.05.2004   Quelle: Sunways AG

 

Bundesweit älteste Solaranlagen stehen in Bayern und Niedersachsen

Herbert Rampfl (links) und Heinz Schrader
Herbert Rampfl (links) und Heinz Schrader

Gewinner des Wettbewerb "Wer hat die älteste Solaranlage" sind Herbert Rampfl (57) aus dem bayerischen Großkarolinenfeld und Heinz Schrader (76) aus Hessisch Oldendorf in Niedersachsen. Die Zeitschrift "Solarboulevard" hatte den Wettbewerb bundesweit ausgeschrieben.  Beide Sieger konstruierten ihre Anlagen, Marke Eigenbau, im Jahr 1973. Diese funktionieren bis heute einwandfrei. Ihre Ehrung erhielten die beiden Preisträger am Donnerstag, 06. Mai in der Solvis-Nullemissionsfabrik in Braunschweig von Solarboulevard-Herausgeber Guido Bröer und Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger.

"Ich habe damals überlegt, dass die Sonne ja eine schöne Wärme macht", erinnert sich Herbert Rampfl. Da es noch keine Solaranlagen zu kaufen gab, baute er sie selbst - ohne Bausatz und Anleitung. Im selben Jahr grübelte Heinz Schrader zwei Wochen lang über dem Konstruktionsplan seiner Solaranlage: "Ich rechnete nach, wie viel Warmwasser wir mit fünf Personen pro Tag verbrauchen. Dann machte ich mich an die Arbeit." Tagelang wurden Kupferrohre auf Platten gelötet, alles schwarz gestrichen, Solarboiler besorgt, Leitungen verlegt und Temperaturfühler entwickelt. Bereut haben beide Pioniere ihren Einsatz nicht und freuen sich heute noch über das "handgemachte" Warmwasser beim Duschen.

"Uns hat es gereizt, Sie an diesen Zukunftsort, Europas größte CO2-neutrale Fabrik für Solar- und Heiztechnik, einzuladen, wo man sehen kann, wie sich aus Pioniertaten wie Ihre, eine ganze Industriesparte entwickelt hat", sagte Solarboulevard-Herausgeber Guido Bröer an die Adresse der Preisträger. "Heute muss niemand mehr Bastler sein, der die Sonne anzapfen will, aber Pioniere wie Sie haben den Weg bereitet, damit Solartechnik eine breite Akzeptanz erhält", so Helmut Jäger in seiner Laudatio.

"Solarboulevard" ist das erste deutsche Special-Interest-Magazin für Solartechnik und sonniges Leben, das sich in erster Linie an Laien wendet. Es erscheint vier mal im Jahr im Verlag des Fachinformationsdienstes Solarthemen, der sich auch als Veranstalter der Solarbundesliga einen Namen gemacht hat. Die SOLVIS GmbH & Co KG ist einer der führenden Hersteller von Solar- und Heiztechnik. Seit Mai 2002 läuft der Betrieb in der Nullemissionsfabrik, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. u.a. mit dem Energy Globe Award 2003, dem Weltpreis für Nachhaltigkeit.

07.05.2004   Quelle: Redaktion Solarthemen/Solarboulevard
Bildquelle: Solarthemen

 

SOLON hat Kapitalerhöhung durchgeführt

Die Berliner SOLON AG für Solartechnik, Hersteller von Photovoltaikmodulen, hat mit Beschluss des Vorstandes und des Aufsichtsrates vom 20. Januar 2004 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital um 365.690 Aktien auf Basis des Börsenkurses durchgeführt.  Das Grundkapital der Gesellschaft sei von € 3.656.905 um € 365.690 auf € 4.022.595 durch die Ausgabe von 365.690 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien erhöht worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dem Unternehmen seien 914.225 Euro zugeflossen.

07.05.2004   Quelle: SOLON AG

 

Umweltrat: Kraftwerkserneuerung zur Abkehr vom Kohlepfad nutzen

Die Bundesregierung vergibt mit dem Kompromiss zum Emissionshandel die historische Chance einer klimaverträglichen Kraftwerkserneuerung, kritisiert der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU). In seinem Umweltgutachten 2004, das der SRU am 05.05.2004 in Berlin vorgelegt hat, empfehlen die Sachverständigen der Bundesregierung und der europäischen Kommission, möglichst bald verbindliche Langfristziele für die Verminderung der Treibhausgasemissionen in einer klimaschutzpolitisch erforderlichen Bandbreite von 60-80% bis 2050 gegenüber dem Jahr 1990 festzulegen.  Dies habe die britische Regierung bereits getan. Deutschland sollte sich dabei das anspruchsvollere Langfristziel setzen und das Zwischenziel einer Verminderung um 40 % bis 2020 bekräftigen.

Der von der Bundesregierung am 31. März 2004 vorgelegte Nationale Allokationsplan (NAP) statte dagegen Anlagen derart großzügig mit Emissionsrechten aus, dass die Lenkungswirkung des Emissionshandels in dramatischem Umfang abgeschwächt wird, stellt der SRU fest. Mit dem Emissionshandel stehe ein grundsätzlich gut geeignetes Instrument zur Verfügung, um die Energiewirtschaft langfristig zur Suche nach effizienten Techniken der CO2-Verminderung zu motivieren. Da Kraftwerke eine Lebensdauer von durchschnittlich 40 Jahren haben, müsse ein solcher Zeithorizont auch die Gestaltung der ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen bestimmen. In Bezug auf den Emissionshandel bedeute dies, dass die Gesamtmenge der handelbaren Emissionen langfristig fixiert werden müsse, so die Sachverständigen..

In den nächsten 15 Jahren werden die Anlagen zur Stromerzeugung in Deutschland zu wesentlichen Teilen erneuert. Fast die Hälfte der Kraftwerkskapazitäten wird stillgelegt beziehungsweise durch neue Kraftwerke ersetzt werden. Diese Erneuerung des Kraftwerkparks biete für Deutschland eine historische Chance für den Einsatz CO2-armer Energieträger sowie für die Errichtung von Kraftwerken mit sehr hohem Wirkungsgrad und damit für einen ehrgeizigen Klimaschutz zu minimalen Zusatzkosten. Werde diese Chance nicht genutzt, werde Deutschland das nationale Klimaschutzziel für 2020 verfehlen und sich auf eine langfristig ökonomisch wie ökologisch riskante Energieversorgung stützen müssen, so der SRU.

Das vollständige Gutachten ist im Internet abrufbar unter
http://www.umweltrat.de
Kurzgutachten (157 S.) als PDF-Dateien [Link: http://www.umweltrat.de/02gutach/downlo02/umweltg/UG_2004_kf.pdf

06.05.2004   Quelle: Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU)
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Emissionshandel: Grüne streiten weiter

Bei den Grünen ist Streit über den Plan zum Emissionshandel ausgebrochen, auf den sich das Bundeskabinett nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Umweltminister Jürgen Trittin Ende März geeinigt hatte. Wie DIE ZEIT berichtet, hat der Fraktionsvorsitzende der Grünen im baden-württembergischen Landtag, Winfried Kretschmann, in einem Schreiben an Trittin den "völlig unakzeptablen Wettbewerbsnachteil" beklagt, den der Karlsruher Stromversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) durch die Zuteilungsregeln erleide.   Die Grünen fürchten um Arbeitsplätze und um den Energiestandort Baden-Württemberg. Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Utz Claassen hatte den Allokationsplan bereits unmittelbar nach dem Kompromiss zwischen Clement und Trittin als "grob wettbewerbsverzerrend" bezeichnet und eine verfassungs- und wettbewerbsrechtliche Prüfung angekündigt. Die baden-württembergischen Grünen fürchten, dass EnBW wegen der Allokationsregeln Deutschland als Stromproduzent den Rücken kehren könnte.

Der komplette Text erscheit unter der Überschrift "Macher & Märkte: Grüne beim Thema Energie gespalten" in der ZEIT Nr. 20 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 06. Mai 2004-05-05

06.05.2004   Quelle: DIE ZEIT
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Biomasse: Studie belegt gewaltiges Potenzial zur energetischen Nutzung

Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, hat am 04.05.2004 die Ergebnisse eines Projekts zur ökologischen Begleitforschung der Nutzung von Biomasse als erneuerbare Energiequelle vorgestellt. "Die Ergebnisse belegen einmal mehr, dass der eingeschlagene Weg zur Energiewende auch bei der Biomasse richtig und notwendig ist", sagte Frau Wolf.  Das Forschungsprojekt habe bestätigt, dass die Biomasse nach der Windenergie die nächste Sparte der erneuerbaren Energien sein wird, die in großem Umfang erschlossen werden könne.

Zweieinhalb Jahre untersuchte ein Forschungsteam, dem 25 Wissenschaftler von acht namhaften Instituten unter der Leitung des Öko-Instituts angehörten, die Entwicklungspotenziale der Biomasse-Nutzung. Sein Befund: Bis zum Jahr 2020 kann die Biomasse einen Anteil von jeweils rund 10 Prozent an der Strom- und Wärmeerzeugung sowie an Treibstoffen für PKW erreichen. Bis zum Jahr 2030 können diese Anteile bei Strom auf 16 Prozent und bei Treibstoffen für PKW auf 15 Prozent gesteigert werden. "Die Biomasse kann erheblich dazu beitragen, unsere Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen", sagte Wolf.

Der gesamte Ökostromanteil soll bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigen. Im Jahr 2050 soll mindestens die Hälfte unseres Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Die Nutzung der Biomasse als Energiequelle werde auch in großem Umfang Arbeitsplätze schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). Bis 2030 könnten rund 200.000 neue Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen, so die Studie. Diese Arbeitsplätze würden überwiegend im heute strukturschwachen ländlichen Raum sowie beim Maschinenbau geschaffen. Deutschland sei bereits auf dem richtigen Weg: Die Stromerzeugung aus Biomasse habe sich seit dem Jahr 2000 auf rund 6 Milliarden Kilowattstunden (6 TWh) verdoppelt.

Der Absatz an Biotreibstoffen stieg laut BMU im vergangenen Jahr um 100.000 Tonnen auf 650.000 Tonnen an. "Bei der Biomasse kann sich Deutschland wie zuvor schon bei der Windenergie an die Spitze des Weltmarkts für nachhaltige Energietechniken setzen. Gezielte Forschungsförderung, geeignete Markteinführungsprogramme und passende Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen den Weg ebnen. Von allein passiert dies nicht", so Margareta Wolf.

Der Bericht zum Forschungsprojekt "Stoffstromanalyse der nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse" kann in Kürze heruntergeladen werden von den Seiten www.bmu.de, www.erneuerbare-energien.de und www.oeko.de.
Die Technologiedaten sind zugänglich unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/baum/php/index.php. Eine Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen des Forschungsprojektes ist unter http://www.oeko.de/service/bio/ abrufbar und kann beim Bundesumweltministerium angefordert werden unter service@bmu.bund.de.

06.05.2004   Quelle: BMU

 

solarWochen in Hannover: „Hochsaison für Neue Energien“

Solarfest in Hannover.
Solarfest in Hannover.

„Klimaschutz live erleben“ ist das Motto des siebten Solarfestes am 9. Mai 2004 am Maschsee in Hannover, mit dem die solarWochen 2004 eröffnet werden. Das als Veranstaltung der Solarbranche gestartete Fest wird auch in diesem Jahr wieder unter dem Zeichen der Sonne stehen, aber auch verstärkt die Aufmerksamkeit auf die erneuerbaren Energieträger Wasser, Wind und Biomasse lenken, berichten die Veranstalter. Damit stelle sich das Solarfest erstmalig als Veranstaltung aller Klimaschutzakteure der Region Hannover dar.   Rund 40 Aussteller – Hersteller, Fachbetriebe, Vereine, Schulen und öffentliche Organisationen – nutzen die Gelegenheit, die Besucher anschaulich und praxisnah zu informieren. Energie-Effizienz, Wärmedämmung, Heizungsoptimierung und energiesparende Baukonzepte zählen ebenso zur Ausstellungs- und Themenpalette wie Naturstrom, Förderprogramme oder öffentlicher Personennahverkehr.

Premiere hat die frisch gekürte „Botschafterin des Klimaschutzes“. Die neue Sympathiefigur des enercity-Fonds proKlima und der Klimaschutzagentur Region Hannover wird auf dem Solarfest erstmalig in Erscheinung treten und während der gesamten solarWochen in der Region Hannover für den Klimaschutz werben. Eine Künstleraktion, ein Kunstevent, Mitmachaktionen für Kinder, Schauprogramme von Sportvereinen, Musik und Moderation mit Andreas Kuhnt und die spannenden Regattaläufe der Deutschen Solarboot-Meisterschaften bieten darüber hinaus alle Zutaten für einen unterhaltsamen Familiensonntag. Im vergangenen Jahr konnten 15.000 Menschen die gelungene Mischung aus Information und Unterhaltung bei strahlendem Sonnenschein ausgiebig genießen.

"Das Solarfest ist die Leistungsschau des Klimaschutzes in der Region Hannover. Die lebendige Mischung aus Event und Information zieht Tausende Besucher an den Maschsee, denn mit künstlerischen Elementen und Spaß lassen sich die klima- und ressourcenschonenden Ideen und Technologien viel eingängiger vermitteln. Und nicht selten werden aus den hier gewonnenen Anstößen Entscheidungen für eine intensivere Nutzung von regenerativen Energien oder Maßnahmen zum Klimaschutz", sagt Eberhard Röhrig-van der Meer, Geschäftsführer des Umweltzentrums Hannover und Veranstalter des Solarfestes und der solarWochen 2004, die gemeinsam mit proKlima und der Klimaschutzagentur Region Hannover durchgeführt werden.

Mit den solarWochen 2004 vom 9. Mai bis zum 5. Juni werde die Region Hannover eine „Hochsaison für Neue Energien“ erleben, so die Veranstalter. Zahlreiche Veranstaltungen stehen auf dem Programm: eine Lesung, Vorträge und Beratungstage, eine Fachveranstaltung, Führungen, Workshops und Ausstellungen. Ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen wird wieder zusammen mit Partnern bei Handwerk und Fachfirmen veranstaltet. Die Teilnahmekarten sind Teil des Programmheftes, das öffentlich ausliegt und unter pdf-Dokument heruntergeladen werden kann unter

http://www.klimaschutz-hannover.de/fileadmin/site/dokumente/Programm_solarWochen2004.pdf.


06.05.2004   Quelle: Solarfest & solarWochen 2004
Bildquelle: Solarfest & solarWochen 2004

 

IWR-Geschäftsklimaindex gestiegen; schlechte Noten für Clement

Die Stimmung in der Branche der regenerativen Energien hat sich im April 2004 verbessert. Der IWR-Geschäftsklimaindex für die stieg im Monat April auf 96,9 Punkte (März: 94,9), berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Getragen werde die Stimmung hauptsächlich von der positiven Geschäftserwartung in den Bereichen Solarenergie, Wasserkraft und Bioenergie.  Ein leichter Beschäftigungszuwachs könnte sich per saldo in der "Regenerativen Energiewirtschaft" für das nächste halbe Jahr abzeichnen, so das IWR. Über 20 Prozent der Unternehmen wollen laut IWR weiteres Personal einstellen, zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen derzeit von konstanten Mitarbeiterzahlen in den nächsten 6 Monaten aus.

Schlechte Noten für Clements Politik

Auf die Monats-Sonderfrage "Wie beurteilen Sie die industriepolitische Arbeit des Bundeswirtschaftsministeriums auf dem Gebiet der regenerativen Energietechniken" antworteten rund drei Prozent der Unternehmen mit "gut", 34 Prozent mit "befriedigend" und 63 Prozent mit "schlecht". "Die hohe Zahl der Unternehmen, die mit der regenerativen Industriepolitik des Bundeswirtschaftsministeriums unzufrieden ist, muss nachdenklich stimmen", sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster. "Es ist kein gutes Zeichen, wenn anscheinend jene Unternehmen, die Arbeitsplätze auf einem technologischen Zukunftsfeld schaffen wollen, so wenig Rückhalt beim Wirtschaftsministerium eines Landes verspüren, "so Allnoch.

06.05.2004   Quelle: IWR

 

NABU kritisiert Stoibers Energiekonzept als Risiko für den Wirtschaftsstandort

Der Naturschutzbund NABU hat das am 05.05.2004 von Ministerpräsident Edmund Stoiber vorgestellte energiepolitische Gesamtkonzept als "Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland" bezeichnet. "Kurzfristig kann die CSU vielleicht mit populären Aussagen zum Benzinpreis am Stammtisch punkten, langfristig aber ist ihre Strategie nicht nur umwelt- sondern auch wirtschaftspolitisch fatal", sagte der politische NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.   So hätten die derzeitigen Preissteigerungen beim Benzin nichts mit der Ökosteuer zu tun, sondern seien lediglich ein Vorgeschmack darauf, was unweigerlich passieren werde, wenn das Öl knapp wird und energiehungrige Nationen den Markt leer kaufen. "Das Lamentieren über hohe Energiepreise führt letztlich nur dazu, dass wir heute die Augen vor den Herausforderungen der Zukunft verschließen und unseren Nachkommen ein wirtschaftliches Desaster hinterlassen", so Miller. Völlig indiskutabel seien auch Stoibers Ausführungen zur Zukunft der Atomenergie. "Wer sich vehement der Suche nach einer nationalen Lösung der Endlagerfrage entzieht, hat sich längst bei Fragen zur Zukunft der Atomenergie disqualifiziert", erklärte Miller.

Die Zukunft gehöre weder der selbstgewählten Abhängigkeit von fossilen Energieträgern noch dem Rückgriff auf "energiepolitische Auslaufmodelle" wie der Atomkraft, heißt es in der NABU-Pressemitteilung. Um beim Klimaschutz voran zu kommen und sich zugleich von Importen unabhängig zu machen, müsse die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien deutlich gestärkt werden, so Miller: "Zum Glück werden wichtige energiepolitische Weichen bei der "renewables 2004" Anfang Juni in Bonn gestellt und nicht beim Energiekongress in München, stellt Miller fest.

05.05.2004   Quelle: NABU

 

stern: Greenpeace-Studie zweifelt Terrorschutz von Atomkraftwerken an

Ein Gutachten im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace ergibt, dass künstlicher Nebel Atomkraftwerke nur unzureichend vor Terrorangriffen schützen könnte. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Zum Schutz vor einer drohenden Attacke - etwa durch ein entführtes Flugzeug - erwägen Kraftwerksbetreiber, die Meiler in künstlichen Nebel zu hüllen und so einem Kamikaze-Piloten die Orientierung zu nehmen. Dieses Konzept wird bei Kriegsschiffen bereits eingesetzt.  Nach dem Greenpeace-Gutachten, das dem stern vorliege, wäre der künstliche Nebel bei Atomkraftwerken weitgehend nutzlos. Fraglich sei schon, ob die Alarmzeiten für eine Vernebelung ausreichten. Mehrere Meiler lägen nahe stark beflogener Luftstraßen, so dass nur wenige Sekunden blieben, um einen Angreifer zu erkennen und die Tarnwand aus Nebel aufzubauen. Auch könnten Terroristen an Simulatoren Angriffe im Blindflug trainieren und sich trotz Einnebelung an Straßen oder markanten Punkten in der Umgebung orientieren. Zudem könnte Wind die Nebelhülle schnell wegblasen, zitiert der stern das Gutachten in einer Pressemitteilung.

Die Verfasser des Gutachtens bezweifeln laut stern auch, dass Dutzende Betontürme um jedes AKW ein wirksames Bollwerk gegen Luftattacken wären. Würden sie getroffen, könnten gefährliche Betontrümmer auf die Anlagen fallen. Greenpeace fordert stattdessen die sofortige Abschaltung der fünf am stärksten gefährdeten Atomkraftwerke.

Eine Studie der Reaktorsicherheitskommission war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu dem Schluss gekommen, dass besonders ältere deutsche Meiler nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert sind: Der Aufprall eines Airbus etwa auf den Reaktor Brunsbüttel oder Biblis könnte zu einem GAU wie in Tschernobyl
führen, so der stern.

05.05.2004   Quelle: stern, G+J

 

Erster Wasserstoff-Bus im Einsatz auf Berlins Straßen

Wasserstoff-Bus der BVG.
Wasserstoff-Bus der BVG.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben den ersten mit Wasserstoff betriebenen Bus in Betrieb genommen. An dem Wasserstoff-Kompetenzzentrum, das die BVG gemeinsam mit TOTAL Deutschland GmbH auf dem Betriebshof Usedomer Straße unterhält, übergab die NEOMAN Bus GmbH das Fahrzeug am Donnerstag an den BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker. "Nachdem unsere Dieselbusse dank modernster Filtertechnik schon sehr sauber geworden sind, testen wir jetzt ein neues, innovatives Antriebssystem", sagte Necker bei der Übergabe am 29.04.2004.  Seine erste Fahrt führte den Omnibus an das Brandenburger Tor, wo Wirtschaftssenator Harald Wolf als prominenter Fahrgast zustieg.

Wolf sieht in der Wasserstofftechnologie vor allem einen Vorteil für den Wirtschaftsstandort Berlin: "Wasserstoff ist der saubere Energieträger der Zukunft. Dass er ausgerechnet in Berlin im Alltagsbetrieb getestet wird, ist kein Zufall. Denn Berlin ist Testlabor für Zukunftstechnologien – auch im Bereich der Verkehrstechnik. Die Wasserstofftankstelle der BVG auf dem Betriebshof Usedomer Straße ist bereits ein Anziehungspunkt für zahlreiche auswärtige Experten", so Wolf weiter.

Der neue BVG-Bus verfügt über einen Wasserstoffverbrennungsmotor, der bereits heute alle bekannten zukünftigen EU-Abgasgrenzwerte erheblich unterschreitet. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Dieselbussen befindet sich beim Wasserstoffbus der Tank auf dem Dach. Die dort untergebrachten Wasserstoffdruckgasflaschen entsprechen den höchsten Sicherheitsauflagen, so dass dieser Bus mit herkömmlichem Kraftstoff betriebenen Fahrzeugen gleichgesetzt ist. In der Praxis bedeutet dies, dass er nicht im Freien stehen muss, sondern wie herkömmliche Fahrzeuge in einer entsprechenden Halle abgestellt werden kann.

Eberhard Hipp, Leiter des Zentralbereiches Vorentwicklung der MAN Nutzfahrzeuge AG, sagte anlässlich der Übergabe: "Mit der BVG verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit, auch und speziell im Bereich alternative Antriebe. Mit den wasserstoffbetriebenen MAN-Bussen leisten wir einen Beitrag zum emissionsfreien öffentlichen Personennahverkehr und sind deshalb sehr stolz, der BVG heute einen solchen Bus zur Verfügung stellen zu können."

Thierry Pflimlin, Geschäftsführer der TOTAL Deutschland AG, ergänzte: "Für Berlin beginnt heute der Alltag des Wasserstoff-Zeitalters. Für TOTAL beginnt damit der Alltag als Energieversorger der Zukunft."

Der neueste Zugang der Berliner Busflotte soll von allen Berlinerinnen und Berlinern "erfahrbar" sein. Er wird in den kommenden Wochen auf wechselnden Linien eingesetzt und dabei als zusätzliches Fahrzeug im Takt "mitschwimmen". Um den besonderen Test-Charakter deutlich zu machen, können die Fahrgäste den Bus zum Null-Tarif benutzen, für die Mitfahrt wird kein Fahrgeld erhoben. Der Praxistest auf Berlins Straßen wird vorerst bis zum Juni begrenzt sein, danach geht das Fahrzeug zur Überprüfung und Umbau an den Hersteller zurück und wird im Herbst zu einem zweiten Testeinsatz nach Berlin zurück kommen.

In naher Zukunft will die BVG Wasserstoff-Busse verschiedener Hersteller im Linienbetrieb einsetzen, darunter auch Fahrzeuge mit Brennstoffzelle.


05.05.2004   Quelle: BVG; Neoman Bus GmbH; TOTAL Deutschland GmbH
Bildquelle: BVG

 

EU: Übergangsregelungen für neue Mitgliedstaaten bei Energiebesteuerung

Die neuen EU-Staaten dürfen statt der EU-weit vorgeschriebenen Mindeststeuersätze vorübergehend Verbrauchssteuerbefreiungen oder -ermäßigungen für Energieerzeugnisse (Mineralöle, Kohle, Erdgas) und elektrischen Strom anwenden.  Der EU-Ministerrat habe eine entsprechende Änderung der Richtlinie über die Energiebesteuerung beschlossen. Er sei damit einem Vorschlag der Kommission gefolgt, welche die Entscheidung begrüßt habe. Das berichtet die EU-Kommission in einer Pressemitteilung.

Laut dem am 16. April 2003 unterzeichneten Beitrittsvertrag sei es den Beitrittsländern nur in sehr wenigen Fällen gestattet, Energieerzeugnisse von der Verbrauchssteuer zu befreien. Bei vor dem 16. April 2003 erlassenen Rechtsakten jedoch – und hierzu gehöre die Richtlinie über die Energiebesteuerung – dürfen die Beitrittsländer Ausnahmeregelungen bei der Kommission beantragen. Dies hatten die zehn „Neuen“ getan mit der Begründung, dass sich der voraussichtliche Preisanstieg im Fall einer Erhöhung der Verbrauchssteuer ab dem 1. Mai 2004 nachteilig auf ihre Volkswirtschaften auswirken könnte. Ferner, argumentierten sie, würde eine Erhöhung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sowie für einkommensschwache Haushalte eine erhebliche Belastung darstellen. Der Ministerrat sei dieser Argumentation gefolgt. Die Übergangsregelungen traten am 1. Mai 2004 in Kraft und gelten höchstens bis zum Jahr 2012.

05.05.2004   Quelle: Europäische Kommission; Vertretung in Deutschland

 

Erster Windpark Kroatiens soll Ende November in Betrieb gehen

Das Unternehmen Adria Wind Power baut den ersten Windpark Kroatiens. Er soll Ende November 2004 in Betrieb gehen, berichtet die OSTWIND-Gruppe in einer Pressemitteilung.  Der Windpark soll auf der Adria-Insel Pag erreichtet werden und den Namen Ravne 1 tragen. Er wird mit sieben Anlagen des Typs Vestas V52 ausgestattet, die jeweils 850 kW und insgesamt 5,95 MW leisten. Pro Jahr sollen damit rund 14 Millionen Kilowattstunden kWh Strom erzeugt werden, den der staatliche Energieversorger HEP abnimmt.

Adria Wind Power wurde auf Initiative von kroatischen Windkraft-Pionieren zusammen mit der Regensburger OSTWIND-Gruppe, mit Aufwind aus Friedrichshafen und mit der EAB-Gruppe aus Freiberg gegründet. Der Direktor der Adria Wind Power, Tonci Panza, kündigte gleichzeitig die Planung und Entwicklung einer weiteren Windfarm im Süden Kroatiens bei Dubrovnik an. Ziel sei, in den nächsten Jahren über 100 Megawatt (MW) an elektrischer Gesamtleistung aus Windenergie in Kroatien zu installieren. Dabei diene der Standort Pag als Pilotprojekt.

05.05.2004   Quelle: OSTWIND Gruppe
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Greenpeace: Saubere Energie nach China exportieren, Herr Schröder!

Gegen den Export von Atomtechnik und für den Ausbau erneuerbarer Energien demonstrierten am 04.05.2004 rund 40 Greenpeace-Aktivisten beim Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Berlin. Die Umweltschützer liefern dafür ein erstes Bauteil: Vor dem Wirtschaftsministerium bauen sie einen 20 Meter langen und zwei Tonnen schweren Originalflügel eines Windrades auf. Auf einem Banner ist zu lesen: "Die Zukunft gestalten: Keine Atomgeschäfte - saubere Technologie für China!"  Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) besucht heute gemeinsam mit Wen Jiabao und Siemens-Chef Heinrich von Pierer das Hochtechnologie-Dialogforum im Wirtschaftsministerium. Greenpeace fordert den Bundeskanzler auf, sich nach dem geplatzten Geschäft mit der Hanauer Plutoniumfabrik nun dafür einzusetzen, dass Deutschland Hochtechnologie für Erneuerbare Energien nach China exportiert.

"Deutschland hat erstklassiges Know-how für Erneuerbare Energien - und China hat erstklassige geographische Voraussetzungen. Darüber sollte Kanzler Schröder mit dem chinesischen Ministerpräsidenten sprechen, anstatt China beim Ausbau der Atomenergie zu unterstützen", sagt Greenpeace-Energieexpertin Susanne Ochse. Bislang gewinne China seinen Strom hauptsächlich aus Kohle, der Einstieg in andere Energieformen stehe noch am Anfang. Dabei seien beispielsweise die Innere Mongolei und die Pazifikküste ideale Standorte für Windkraftanlagen. Nach einer gemeinsamen Studie der Europäischen Windenergie Vereinigung (EWEA) und Greenpeace könnte China bis zum Jahre 2020 rund 80.000 Windkraftanlagen installieren - das entspräche der Stromerzeugung von rund 50 chinesischen Atomkraftwerken.

Im Dezember 2003 war bekannt geworden, dass China die alte Siemens-Atomfabrik Hanau kaufen will. In Deutschland hatte dies umgehend einen breiten Protest ausgelöst. Daraufhin hatte China in der vergangenen Woche überraschend signalisiert, kein Interesse mehr an dem Geschäft zu haben.

04.05.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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BUND: Schröder muss Export der Hanauer Plutoniumfabrik endgültig absagen

Anlässlich des Deutschlandbesuchs des chinesischen Premierministers Wen Jiabao hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgefordert, den ursprünglich geplanten Export der Hanauer Plutoniumfabrik "endgültig und für alle Zeit" abzusagen. Da die Hanauer Brennelemente-Fabrik eine so genannte "Dual-Use"-Anlage sei - geeignet sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke - widerspreche ihr Export sowohl dem Kriegswaffenkontrollgesetz als auch dem Außenwirtschaftsgesetz, so der BUND in einer Pressemitteilung.  Darüber könne sich auch keine andere Bundesregierung hinwegsetzen, so der BUND. Schröder müsse seinem chinesischen Gast klar sagen, dass es in Deutschland keinerlei Akzeptanz für den Verkauf der Hanauer Atomanlage gebe - egal in welches Land. Da die chinesische Regierung zu erkennen gegeben habe, dass von ihrer Seite kein großes Interesse mehr an der Anlage bestehe, dürfe auch die Firma Siemens deren Export nicht weiter betreiben.

"Kanzler Schröder muss die Chance nutzen und Chinas Regierung und Industrie signalisieren, dass Atomkraftwerke Auslaufmodelle sind. China ist ein riesiger Markt für deutsche Umwelttechnologien: Energiespar-, Wind- und Solartechniken werden dort zunehmend nachgefragt. Der globale Klimaschutz erfordert in diesem Bereich eine stärkere Kooperation. Wir erwarten vom Bundeskanzler, dass er dies beim Besuch des chinesischen Premiers zum Thema macht", sagte die BUND-Bundesvorsitzende Angelika Zahrnt.

Die deutsche Industrie müsse ihre führende Position beim Export moderner Umwelttechnik ausbauen. Nur so würden hier Arbeitsplätze gesichert und in Exportländern wie China die ökologischen Standards verbessert. Die endgültige Absage des Exports der Hanauer Plutoniumfabrik wäre ein deutliches Zeichen, dass der Kanzler dies verstanden habe. Um so glaubhafter könne sich Rot-Grün der Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze im Umweltbereich widmen.

04.05.2004   Quelle: BUND
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BMU: Öffentlichkeitsbeteiligung am Nationalen Allokationsplan 2005-2007

Am Donnerstag, den 29.04.2004, hat die Bundesregierung die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Nationalen Allokationsplan (NAP) 2005-2007 eingeleitet. In diesem Rahmen wurden der NAP sowie die Liste der am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen veröffentlicht, berichtet das Bundesumweltministerium. Die Öffentlichkeitsbeteiligung werde bis zum 12. Mai 2004 durchgeführt.  Die Liste (Stand vom 11.02.2004) enthält neben den teilnehmenden Anlagen die vorläufigen Zuteilungs- und Ausgabemengen, die auf der Grundlage der Allokationsregeln für die erste Handelsperiode ermittelt wurden und im Nationalen Allokationsplan für die Bundesrepublik Deutschland 2005-2007 vom 31. März 2004 niedergelegt wurden. Die Zuteilungen gemäß den Sonderregelungen für frühzeitige Emissionsminderungen und für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen konnten auf der Grundlage der verfügbaren Datenbasis (freiwillige Datenerhebung bei den Anlagenbetreibern im Jahr 2003) noch nicht ausgewiesen werden, so das Bundesumweltministerium (BMU).

Maßgeblich für die rechtlich verbindliche Zuteilung der Emissionszertifikate an die am Emissionshandel teilnehmenden Anlagenbetreiber werde ausschließlich das Antragsverfahren nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) sowie dem Zuteilungsgesetz (NAPG) und den zugehörigen Rechtsverordnungen sein. Dieses Verfahren werde voraussichtlich ab dem 1. Juli 2004 durchgeführt von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt, Berlin.

Der NAP enthält neben der Anlagenliste eine umfassende Darstellung der Zuteilungsregeln, des klimaschutzpolitischen Mengengerüsts und der erforderlichen Emissionsminderung. Die rechtsverbindliche Umsetzung der Zuteilungsregeln erfolgt durch das NAP-G, das am 21. April 2004 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Im Vergleich zum NAP haben sich durch diesen Beschluss eine Reihe von Änderungen ergeben, die auf den Internetseiten des BMU einzusehen sind unter:
http://www.bmu.de/de/1024/js/sachthemen/emissionshandel/nap_a/

Weitere Informationen:
zum Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) und zum Zuteilungsgesetz (NAPG)

04.05.2004   Quelle: BMU
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UmweltBank zahlt "grüne Dividende"

In der Unternehmensgeschichte der Nürnberger UmweltBank AG war 2003 das bisher erfolgreichste Jahr. Laut testierten Zahlen sei die Bilanzsumme der Nürnberger Direktbank auf 486,2 Millionen Euro gestiegen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Jahresergebnis von 3,082 Millionen Euro habe aufgrund der soliden Kreditpolitik und damit einer um 52,6 % gesunkenen Risikovorsorge mehr als verdoppelt werden können (+115,7 %). Aus dem Bilanzgewinn soll nach der Hauptversammlung Ende Juni eine Dividende von 0,19 Euro gezahlt werden.  Sieben Jahre nach Bankstart ist die UmweltBank mit nach eigener Einschätzung inzwischen die größte ethisch-ökologische Bank Deutschlands.

Das Geschäftsvolumen erhöhte sich im Jahr 2003 um 22,8 Prozent von 433,3 auf 531,9 Mio. EUR. Das Bruttoergebnis wurde von 1.429 auf 3.082 TEUR um 115,7 Prozent gesteigert. Nach Abzug des Gewinnanteils der stillen Gesellschafter, die eine Ausschüttung in Höhe von 10 Prozent auf ihre Anteile erhalten, weist die Direktbank einen Jahresüberschuss von 1,603 Millionen Euro und einen Bilanzgewinn von 894.000 Euro aus. In Folge dessen könne die UmweltBank AG ihren mehr als 4.000 Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende zahlen. Vorgesehen sind 19 Cent je Aktie.

Die insgesamt 36.394 Kundinnen und Kunden der Direktbank legten bis Ende 2003 309,3 Millionen Euro in Form von Tagesgeld und Spareinlagen an (+ 17,4%). Weitere 28,7 Millionen Euro investierten UmweltBank-Kunden direkt in ökologische Aktien-, Windkraft-, Immobilien- und Rentenfonds sowie umweltorientierte Versicherungen.

Die UmweltBank gibt allen Kunden eine UmweltGarantie, nach der sämtliche Kundeneinlagen ausschließlich zur Finanzierung von Umweltprojekten verwendet werden. Bisher wurden bundesweit rund 3.000 Energieprojekte (Wind- und Wasserkraft, Biogas- und Solaranlagen) und Ökohäuser gefördert. Bis zum Jahresende 2003 sagte die grüne Bank Kredite von 320,2 Millionen Euro zu
(+ 29,2 %). Die bereits ausgezahlten Kredite erhöhten sich um 27,9 % von 220,9 Millionen Euro auf 282,6 Millionen Euro.

"Solides Wachstum, attraktive Sparzinsen und eine sichere Kreditpolitik sind die Grundlage dafür, dass wir auch in Zukunft das Thema Umweltschutz gemeinsam mit vielen anderen erfolgreich voranbringen können" sagte der Vorstandsvorsitzende und Gründer Horst P. Popp. Durch die Finanzierung von Umweltprojekten konnte die UmweltBank AG nach eigenen Angaben bisher eine Einsparung von insgesamt 803.100 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid erzielen. Dies entspreche etwa der CO2-Belastung durch den Stromverbrauch aller privaten Haushalte Münchens.

Durch eine aktuelle Genussschein-Emission 2004 will die grüne Direktbank ihr dynamisches Wachstum mit weiterem haftendem Kapital unterlegen und ihr Eigenkapital auf 35 Millionen Euro aufstocken. "Wir gehen davon aus, dass auch diese Emission auf rege Nachfrage stoßen wird," so Horst P. Popp.


04.05.2004   Quelle: UmweltBank AG
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Bundesverband WindEnergie: Neues Baugesetz erweitert Planungshoheit der Gemeinden

Der Bundestag hat am 30.04.2004 die Novelle des Baugesetzbuches in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Danach können Kommunen künftig Bauanträge für Windenergieanlagen bei Neuerstellung oder Änderung eines Flächennutzungsplans zunächst für ein Jahr zurückstellen, berichtet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) in einer Pressemitteilung.  "Der Bundesverband Windenergie bedauert, dass mit der neuen Regelung die Erteilung einer Baugenehmigung für Windkraftprojekte abermals länger dauern wird. Wie viele Beispiele zeigen, war es auch mit dem geltenden Gesetz möglich, die örtliche Akzeptanz für Windenergie mit einer zügigen Genehmigungspraxis zu verbinden", so Dr. Peter Ahmels, Präsident des BWE. "Der Schlüssel für eine gute Planung liegt nicht in einer möglichst langen Genehmigungsphase", so Ahmels. Wichtig sei es, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen und eine möglichst breite Beteiligung aller Betroffenen sicherzustellen. Dies gelte für den Planungsprozess, aber auch für andere Aspekte, etwa Pachtzahlungen an die Landeigentümer.

Als positiv bewertet der BWE, dass eine Kommune jetzt verpflichtet sei, einem Bauherrn innerhalb von sechs Monaten zu antworten, ob sein Antrag zurückgestellt wird. Auch könne ein Windkraftprojekt nicht mehr mit einer pauschalen Begründung zurückgestellt werden, beispielsweise dass ein Flächennutzungsplan für ein Freizeitgelände erarbeitet werde. Dies hätte in der Planungspraxis oft zu langwierigen Verzögerungen geführt, so der BWE.

"Ich hoffe, dass die Chance von Planern und Kommunen genutzt wird, den weiteren Ausbau der Windenergie voranzubringen. Dabei hat die Akzeptanz Vorrang," so Ahmels. Mit der Rückstellungsmöglichkeit habe die Regierungskoalition einen Kompromiss mit der Opposition gefunden, um ein Vermittlungsverfahren im Bundesrat zu vermeiden. Das Gesetz ist zustimmungspflichtig.

03.05.2004   Quelle: BWE
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DGS begrüßt Novelle des Baugesetzes mit Solaroption

Der Bundestag hat am 30. April 2004 eine Neufassung des Baugesetzbuches in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Für die Solarenergie am wichtigsten sei der Passus, dass Kommunen zukünftig bei städtebaulichen Verträgen die Nutzung von Solaranlagen für die Wärme-, Kälte- und Elektrizitätsversorgung vorschreiben können (§ 11 BauGB Absatz 1 Satz 2 Nr. 4). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) in ihrem Newsletter.  Künftig könnten Kommunen bereits bei der Festlegung von Bebauungsplänen Vorgaben über die Art der Energieversorgung machen. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) tritt seit 1975 für die umfassende Etablierung der Solartechnik in der Gesellschaft und damit in Energieversorgung und Bauwesen ein. Sie sei sich deshalb der Bedeutung der Gesetzesnovelle besonders bewusst.

DGS Vize-Präsident Jan Kai Dobelmann bemerkt zu der Novelle des Baugesetzes: "Als Bauingenieur bin ich besonders erfreut über diesen Schritt. Endlich stellt sich eine Normalisierung ein und die Solartechnik erreicht auch auf regulativer Ebene die klassischen Bereiche des Ingenieurwesens. Ich hoffe, dass verantwortungsbewusste Gemeinderäte ihre neuen Möglichkeiten offensiv nutzen und so meinen Fachkollegen den letzten Anstoß geben die ausgereiften technischen Möglichkeiten der Solarenergie in alle ihre Projekte zu integrieren."

Mit der nachhaltigen Verankerung der Solartechnik in Gebäude- und Stadtplanung steigen laut DGS die Anforderungen des klassischen Ingenieurwesens an die Solarbranche, sich in vorhandene Regelwerke und Qualitätssicherungssysteme des Bauwesen zu integrieren. Hierzu gehöre die Entwicklung von anerkannten Regeln der Technik für Komponenten und Planung sowie die Definition der guten fachlichen Praxis für Installation und Wartung von Solarenergieanlagen.

03.05.2004   Quelle: DGS

 

Kongress- und Rahmenprogramm zur Intersolar: Kompetentes Fachwissen für die Branche

Die europäische Fachkonferenz estec2003, erstmals parallel zur Intersolar durchgeführt, war sehr gut besucht.
Die europäische Fachkonferenz estec2003, erstmals parallel zur Intersolar durchgeführt, war sehr gut besucht.

Vom 24. bis 26. Juni bietet die Intersolar 2004 in Freiburg wieder ein hochkarätiges Programm für ihre Fachbesucher. In über 20 Veranstaltungen zu Planung, Installation, Technik und Marketing könne sich Entscheider und Multiplikatoren der internationalen Solarbranche austauschen. Highlight des diesjährigen Kongressprogramms ist die Konferenz "EuroSun2004".   Die von der International Solar Energy Society (ISES Europe), der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und der PSE GmbH organisierte internationale Konferenz findet erstmals parallel zur Intersolar statt.

Veranstaltungen wie das Seminar „Richtig investieren im Solarstrommarkt“, ein Workshop zur kommunalen Förderung der Solarenergie und die um den Bereich Kühlung erweiterte Tagung „Solares Heizen und Kühlen“ ergänzen das umfangreiche Angebot. „Das Kongress- und Rahmenprogramm mit über 20 Veranstaltungen und die vielseitige Produktpräsentation der 280 Aussteller aus der ganzen Welt bieten einen umfassenden Überblick über die internationale Solarbranche“, so die Veranstalter der Intersolar, Europas größter Fachmesse für Solartechnik.

Welche Investitionsmöglichkeiten gibt es im Solarstrommarkt? Was ist bei einer Investition zu beachten? Welche Erfahrungen gibt es mit Beteiligungen im Bereich der Solarenergie? Antworten auf diese Fragen gibt das erstmals von der Solarpraxis AG und der Solar Promotion GmbH veranstaltete Seminar „Richtig investieren im Solarstrommarkt“. Das Seminar richtet sich an interessiertes Fachpublikum und Investoren.

Kommunen spielen eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung von klimapolitischen Zielen. Der Workshop „Solarenergie fördern und fordern – Ordnungsrechtliche Instrumente für den kommunalen Klimaschutz“ stellt verschiedene Modelle der kommunalen Förderung in Deutschland vor, wie sie beispielsweise in Hamburg und im nordhessischen Vellmar schon erfolgreich umgesetzt werden. Zielgruppe des Workshops, veranstaltet vom Internetportal "Der Solarserver", sind Vertreter von Städten und Gemeinden, Solarinitiativen und Verbänden.

Die neuesten Entwicklungen und Konzepte in der Solarzellentechnologie präsentiert das Fraunhofer ISE Institut in seinem Kompaktseminar „Photovoltaik-Technologie“. Es beschäftigt sich mit der Materialeinsparung und höheren Wirkungsgraden in der Solarzellenproduktion und informiert über Langzeiterfahrungen mit netzgekoppelten PV-Anlagen in Deutschland. Zielgruppe sind Hersteller und Anbieter von Solarstromanlagen, Vertreter von Forschungs- und Weiterbildungseinrichtungen, Energieberater, Ingenieurbüros, Planer, Architekten und Investoren.

Die 8. Fachtagung „Solares Heizen und Kühlen“ der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) wird erstmals um den Bereich der solaren Kühlung ergänzt. Die Referenten berichten über die aktuelle Technik der solaren Kombianlagen und deren Einsatzmöglichkeiten. Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Fachhandwerker, Energieberater, Bauherren und Investoren. Vom 20. bis 23. Juni findet zusätzlich in Freiburg die EuroSun 2004 statt, zu der 600 bis 700 internationale Teilnehmer erwartet werden.

Das Rahmenprogramm der Intersolar bietet mit der Neuheitenbörse einen Überblick über die aktuellen Produktentwicklungen der Solarbranche. Neben Exkursionen in die Solarregion Freiburg wird auch in diesem Jahr wieder ein abendfüllendes Unterhaltungsprogramm wie die Zweite Freiburger Solar-Nacht des Fraunhofer ISE-Institutes veranstaltet.



03.05.2004   Quelle: Solar Promotion GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

100.000-Keller-Programm für Brennstoffzellen in Baden-Württemberg

Parteiübergreifend haben Politiker verschiedener Fraktionen im Landtag von Baden-Württemberg der Brennstoffzellen-Technik eine große Bedeutung beigemessen und sich bereits im März einstimmig für eine breite Unterstützung der innovativen Zukunftstechnologie ausgesprochen. Das von der Opposition beantragte 1.000-Keller-Programm zur Installation von stationären Brennstoffzellen im Hausenergiesektor könnte sogar zu einem 100.000-Keller-Programm ausgeweitet werden, berichtet der Informationsdienst Hydrogeit.  Vertreter aller Parteien würden darin übereinstimmen, dass Baden-Württemberg im Bereich der Brennstoffzellen-Entwicklung europaweit, wenn nicht sogar "weltweit absolut Spitze" sei. Ein von Seiten der Opposition vorgelegter Antrag, in Anlehnung an das 100.000-Dächer-Solarprogramm auch für die Hausenergieversorgung ein entsprechendes 1.000-Keller-Programm mit Brennstoffzellen zu initiieren, sei auf allgemeines Wohlwollen gestoßen, so Hydrogeit. Im Gegenzug sei von Regierungsseite eine Ausweitung auf 100.000 Keller vorgeschlagen worden.

In der Vergangenheit war vom Wirtschaftsministerium bereits wiederholt deutlich gemacht worden, dass "die Brennstoffzellentechnologie einen besonderen Stellenwert" landesweit einnehme. In einem Papier der Landesregierung heiße es dazu: "Mit der Brennstoffzelle ist der Einstieg in einen langfristig angelegten Technologiewechsel in der Energieumwandlung verbunden. Damit werden Beiträge zur Ressourcenschonung und zur Verminderung von Schadstoffeinträgen in die Umwelt geleistet." Speziell auf das Bundesland gemünzt heiße es weiter: "Damit erweist sich die Technologie der Brennstoffzellen zunehmend als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts, die von besonderer Bedeutung für den Standort Baden-Württemberg ist."

Eine wichtige Stellung komme öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen und Preisverleihungen zu, um umfassend über die führende Rolle des Landes in der Brennstoffzellen-Entwicklung zu informieren. Als maßgebender Kongress könne dabei auf die "f-cell" verwiesen werden, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und der Peter Sauber Agentur durchgeführt wird. Das f-cell Forum 2004 findet vom 27. bis 29. September in Stuttgart statt und bietet eine einzigartige Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen und neuen Märkte in den portablen, mobilen und stationären Anwendungsfeldern der Brennstoffzelle zu informieren.

03.05.2004   Quelle: Hydrogeit-Media

 

SolarWorld AG setzt Wachstumsstrategie fort und verbreitert Kapitalbasis

Die SolarWorld AG will ihren Kurs des konzernweiten Wachstums weiter fortsetzen. Angesichts des national wie international stark expandierenden Solarmarktes plane der solare Technologiekonzern die Ausweitung der bestehenden Produktionskapazitäten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Um ihre Kapitalbasis zu verbreitern, legt die SolarWorld AG eine Unternehmensanleihe mit einem Gesamtvolumen von bis zu 25 Millionen Euro auf.  Angeboten werden Teilschuldverschreibungen, für die das Unternehmen eine jährliche Verzinsung von 7 % bietet. Die festverzinslichen Papiere haben eine Laufzeit bis 2011. Start der Emission ist der 2. Mai 2004. Partner ist die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank eG (WGZ-Bank).

"Wir bieten mit unserer Anleihe Anlegern die Möglichkeit, in einen attraktiven und nachhaltigen Markt und eines seiner dynamischsten Unternehmen zu investieren", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Der SolarWorld-Konzern ist ein solides, erfolg- und innovationsreiches Unternehmen, das in einem expandierenden Marktumfeld konsequent wächst. Das bedeutet für Investoren unseres Bonds eine sichere Rendite, die zugleich unabhängig von einem sich täglich ändernden Aktienkurs ist. Gleichzeitig ist die Anleihe für ein mittelständisches Unternehmen wie die SolarWorld AG eine ideale Möglichkeit der Finanzierung. Eine Kapitalerhöhung wird es 2004 nicht geben", so Asbeck. Finanzvorstand Dipl.-Kfm. Philipp Köcke ergänzt: "Wir wollen die Investoren mit einer attraktiven Verzinsung für ihr Engagement belohnen. Mit einem Kupon von 7 % bietet die Anleihe ein überdurchschnittliches Zinsniveau."

Wie der Finanzvorstand weiter erläuterte, sollen die Erlöse der Emission zu einer Verbreiterung der Kapitalbasis des Konzerns führen und die Gesellschaft damit bei Finanzierungen und in der Kreditpolitik unabhängiger machen. "Die Investitionen der nächsten Jahre können wir aus unserem Cash-Flow darstellen. In Ergänzung zum Eigenkapital des Konzerns schaffen die Zuflüsse aus der Anleihe uns aber noch zusätzliche Finanzierungsspielräume," so Koecke weiter.

Europas größter Waferhersteller

"Durch die Expansionspolitik der letzten Jahre ist es uns gelungen, auf allen Produktionsstufen zu einem bedeutenden Player des internationalen Solarmarktes zu werden. So ist unsere Tochter Deutsche Cell GmbH im letzten Jahr in die Top-Ten der weltweiten Solarzellenhersteller aufgestiegen. Die Deutsche Solar AG ist Europas größter Hersteller von Siliziumwafern, dem Ausgangsprodukt der Zellenfertigung", beschreibt Asbeck die Entwicklung des solaren Energiekonzerns. "Diese Positionen wollen wir angesichts eines kräftig wachsenden Marktes sichern und ausbauen. In der Vergangenheit haben wir stets betont, dass weitere Ausbauschritte unserer Produktion in Abhängigkeit einer guten Marktverfassung entschieden werden. Das ist jetzt der Fall, da uns der Markt den Verkauf einer deutlich höheren Produktion erlaubt", so Asbeck.

03.05.2004   Quelle: SolarWorld AG

 

Österreich/Schweiz: "Tag der Sonne" am 7. Mai 2004

Ein Aktionstag am 7. Mai bietet in ganz Österreich die Gelegenheit, sich über thermische Solaranlagen zu informieren“, berichtet der Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar, Roger Hackstock. Ein „Tag der offenen Tür“ bei Herstellern, Anlagenbesichtigungen und viele andere Aktionen machen Solaranlagen am 7. Mai hautnah erlebbar.  In Vorträgen, Diskussionen, Infoblättern und Beratungsgesprächen werden die häufigsten Fragen zur Solartechnik beantwortet. Der Aktionstag soll Gelegenheit bieten, sich im persönlichen Gespräch von der Zuverlässigkeit und vom Sinn der Solaranlagen zu überzeugen.

Der bundesweite Tag der Sonne findet in Österreich bereits zum dritten Mal statt. Jetzt hat diese Idee den Sprung über die Grenze geschafft. Erstmals findet auch in der Schweiz ein Tag der Sonne statt am 7./8. Mai 2004. Das Konzept des österreichischen Aktionstages wurde von SWISSOLAR übernommen und scheint auch im Nachbarland aufzugehen: Über 80 Gemeinden und Städte machen bereits mit. Iin Basel wird am 8. Mai das Wiener "Duell mit der Sonne" vom Vorjahr wiederholt (http://www.klimabuendnis.at/root/start.asp?ID=1535). "Das nächste Jahr wird auch Deutschland dabei sein, Gespräche dazu laufen bereits. Langfristig sollte ein "Europäischer Tag der Sonne" daraus werden", hofft der Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar, Roger Hackstock.

Gemeinschaftsaktion der Solarwirtschaft

Organisiert wird der Aktionstag von dem Verband Austria Solar. Darin sind fast alle österreichischen Anbieter von thermischen Solaranlagen versammelt. Unterstützt werden sie dabei von den Landesinnungen der Installateure. „Auch die Umweltberatung, das Klimabündnis Österreich, regionale Energieagenturen, das Jugendnetzwerk Agenda X, dutzende Städte und Gemeinden und die Solarinitiativen SOLTHERM EUROPE und SOLARNET machen mit“, freut sich Roger Hackstock. Am 7. Mai findet übrigens heuer auch in der Schweiz ein Tag der Sonne statt, nach österreichischem Vorbild (www.swissolar.ch).

Solaranlagen im Trend

Über 170.000 Haushalte setzen in Österreich bereits auf die Sonne, wenn es um Warmwasserbereitung geht. Sie liefert kostenloses Warmwasser ohne klimaverändernde Emissionen. Darum ist die Nutzung von Sonnenergie ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Jedes achte Einfamilienhaus in Österreich besitzt heute eine Solaranlage. Bereits die Hälfte aller neu installierten Anlagen in den letzten Jahren liefern neben der Warmwasserbereitung auch Energie für die Raumheizung. Darunter sind auch hunderte Großanlagen für Wohnsiedlungen, Heime, Hotels, Bäder, Sportstätten und Betriebsgebäude.


Den aktuellen Stand zum Schweizer TAG DER SONNE finden Sie unter
http://www.swissolar.ch/tagdersonne/tds-d_ueberblick.html


Den aktuellen Stand zum österreichischen TAG DER SONNE finden Sie unter
http://www.austriasolar.at/aktionstag



02.05.2004   Quelle: Verband Austria Solar

 

Grundsteinlegung für Öko-Institut: Neubau vollzieht Energiewende

Grundsteinlegung für den Neubau des Öko-Instituts
Grundsteinlegung für den Neubau des Öko-Instituts

Mitte März 2004 begannen offiziell die Arbeiten am Neubau des Öko-Instituts in Freiburg. Er wird Teil des so genannten Sonnenschiffs, eines hoch energieeffizienten Gewerbebaus mit insgesamt 6000 Quadratmetern Büro- und Ladenflächen. Das Sonnenschiff begrenzt die preisgekrönte Freiburger Solarsiedlung am Schlierberg mit insgesamt 50 Reihenhäusern, die aufgrund ihrer Bauweise und Solaranlagen mehr Energie produzieren als sie verbrauchen.  „Das Sonnenschiff verwirklicht die ökologischen Standards, für die sich das Öko-Institut viele Jahre eingesetzt hat“, erklärt Rainer Grießhammer, stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts und Vorstand der institutsnahen Stiftung Zukunftserbe. Für ihn ist der Institutsneubau am Rande der Freiburger Solarsiedlung ein „Symbol für die Energiewende“. In die Kassette für den Grundstein kam denn auch die Gründungserklärung des Öko-Instituts vom November 1977 und der Klassiker von 1980, „Die Energiewende“.

Der Energiestandard des Sonnenschiffs entspricht nach Angaben des Bauträgers, der Solarsiedlung GmbH unter der Regie des Solararchitekten Rolf Disch, mit rund zehn Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr den Werten der benachbarten „Plusenergiehäuser“. Solarfassaden mit Lüftungsanlagen und integrierter Wärmerückgewinnung reduzieren den Heizwärmebedarf auf ein Minimum. Für Heizung, Warmwasserbereitung und Stromversorgung werden ausschließlich Sonnenenergie und Holzhackschnitzel aus einem Nahwärmekraftwerk eingesetzt. Nach Fertigstellung des Sonnenschiffes, so Rolf Disch, werde auf den Dächern der Solarsiedlung mit insgesamt 460 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) das größte Solarkraftwerk in der Region Freiburg installiert sein.

Architekt Rolf Disch ist besonders „die fröhliche Grundhaltung“ und das Flair im Gebäude wichtig. Nachhaltiges Bauen habe eben „nichts mit Knausern und dem vermeintlichen ,Gürtel-enger-schnallen’ zu tun“, sondern sei Ausdruck einer optimistischen Zukunftsperspektive. Nach seiner Eröffnung im Frühsommer 2005 werde das Sonnenschiff neben dem Öko-Institut viele weitere Umweltdienstleister aus verschiedenen Bereichen beheimaten.

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) begrüßte, dass mit dem Öko-Institut und der Solarsiedlung „zwei wichtige, innovative Partner zusammengekommen sind“. Dazu noch das innovative Ambiente, „das passt zu Freiburg“.

Das Öko-Institut wird insgesamt 860 Quadratmeter über fünf Stockwerke nutzen. Den Kaufpreis von zwei Millionen Euro erbrachten Institut und Stiftung mit zinsgünstigen Darlehen ihrer Mitglieder und mit Spenden, darunter eine Großspende der Geschwister Marli und Alfred Ritter von 255.000 Euro. Hinzu kamen Zuschüsse: Aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz des regionalen Energieversorgers badenova kamen 250.000 Euro, die baden-württembergische Klima- und Energieagentur unterstützt den Institutsneubau mit 37.000 Euro.

02.05.2004   Quelle: Öko-Institut e.V.
Bildquelle: Öko-Institut

 

Internationales Interesse an Konferenz "renewables 2004" wächst

Die internationale Konferenz für erneuerbare Energien, die in 4 Wochen in Bonn stattfinden wird, stößt auf zunehmendes, internationales Interesse. Bundesumweltminister Jürgen Trittin nutzte die diesjährige Tagung der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung, um für die Konferenz zu werben.   "Das Ziel ist, weltweit die erneuerbaren Energien auszubauen, um eine elementare Energieversorgung bereit zu stellen, damit die Armut zu bekämpfen und zugleich wirksamen Klimaschutz zu betreiben.", sagte Trittin. Durch erneuerbare Energien könne die wirtschaftliche Entwicklung voran getrieben und Arbeitsplätze geschaffen werden. Vor diesem Hintergrund sei die deutsche Initiative auf der Tagung in New York einhellig begrüßt worden.

Deutsch-britische Zusammenarbeit in Sachen Klimaschutz

In einem gemeinsam verabschiedeten Papier vereinbarte Bundesumweltminister Jürgen Trittin in New York eine verstärkte Zusammenarbeit mit der britischen Umweltministerin Margret Beckett. Deutschland und Großbritannien seien bei den Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien Vorreiter in Europa. Das Papier unterstreiche das Engagement der beiden Länder: So habe sich Großbritannien das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2050 die Kohlendioxidemissionen um 60 Prozent zu senken, Deutschland will bis 2020 eine Reduktion um 40 Prozent verglichen mit 1990 erreichen, wenn die EU insgesamt 30 Prozent Reduktion erbringt. Großbritannien will die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2015 auf 15 Prozent steigern, Deutschland strebt 20 Prozent bis 2020 an. Beide Minister betonen die Synergien ihrer jeweiligen internationalen Initiativen.

Großbritannien ist laut Trittin die treibende Kraft einer internationalen Partnerschaftsinitiative aus Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Ausbau erneuerbarer Energien und Verbesserung der Energie-Effizienz ("Renewable Energy and Energy Efficiency Partnership" - REEEP). Diese Initiative soll Teil des bei der renewables 2004 zu beschließenden Aktionsprogramms werden und setzt auf die konkrete Umsetzung von Projekten. Beide Länder wollen ihre Vorreiterfunktion dafür nutzen, dass nach der Konferenz im Juni ein internationaler Prozess den globalen Durchbruch der erneuerbaren Energien einleitet. "Mein Ziel ist, in zwei Jahren, wenn das Thema Energie in New York auf der Tagesordnung der Kommission für nachhaltige Entwicklung steht, zu substanziellen Beschlüssen auf UN-Ebene zu kommen", sagte Trittin.

01.05.2004   Quelle: BMU
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Brennstoffzellenkongress: Auf der f-cell wird Zukunft gemacht

Der Brennstoffzellenkongress "f-cell", der in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Stuttgart stattfindet, hat sich als größtes Symposium Deutschlands zum Thema Brennstoffzelle etabliert. Über 500 Fachbesucher werden vom 27. bis 29. September in Stuttgart erwartet, so dass diese Veranstaltung mit ihrem hochkarätig besetzten Fachkongress und der angegliederten Messe ein Muss für alle Vertreter aus der Brennstoffzellen-Wirtschaft geworden ist, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.   Besondere Unterstützung erfährt die f-cell von politischer Seite. Als Förderer seien sowohl das Ministerium für Umwelt und Verkehr als auch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gewonnen worden.

Als Veranstalter tritt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) auf, die auch in diesem Jahr wieder die Peter Sauber Agentur mit der Durchführung dieser Großveranstaltung beauftragt hat. Darüber hinaus hätten bereits neben der DaimlerChrysler AG zahlreiche weitere Partner aus Industrie und Forschung ihre Unterstützung und Teilnahme zugesagt. Das Forum für Produzenten und Anwender verfüge mittlerweile über eine beachtliche internationale Bedeutung. Fast 20 Prozent der vertretenen Teilnehmer seien im vergangenen Jahr aus insgesamt 21 verschiedenen Ländern ins Haus der Wirtschaft nach Stuttgart gekommen, um sich über die aktuellen und zukünftigen Brennstoffzellen-Entwicklungen zu informieren.

01.05.2004   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

 

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