Solar News Archiv Juni 2005

 


 

EUROSOLAR zum Fusionsreaktor: Projekt unrealistischer atomarer Blütenträume

"Statt den 'Fusionsreaktor Sonne' auf der Erde nachzubauen, sollte die Energie der existierenden Sonne auf der Erde genutzt werden - als Licht- und Wärmestrahlung, in Form von Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Geothermie." Das erklärte EUROSOLAR- Geschäftsführerin Irm Pontenagel anlässlich der Ankündigung der sechs Partner des ITER-Projektes (EU, Japan, Russland, die USA, China und Südkorea), die Sonne auf der Erde nachzubauen, um der Menschheit eine unerschöpfliche Energiequelle zu sichern.  In 150 Millionen Kilometern Entfernung befinde sich bereits ein "wunderbarer Fusionsreaktor", der schon lange in Betrieb sei - störungsfrei, für alle konzipiert, ohne radioaktive Abfälle, als dezentrale Energieversorgung, erinnert Eurosolar.


10 Milliarden Euro für ein "Prestigeprojekt"

Beim ITER-Projekt habe trotz jahrelanger milliardenschwerer Förderung weder die Materialfrage geklärt werden können, um Temperaturen von 100 Millionen Grad standzuhalten, noch sei nachgewiesen worden, dass jemals mehr Energie gewonnen werden kann als für den Betrieb eines Fusionsreaktors gebraucht wird, kritisiert die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien. EUROSOLAR halte die Ausgaben von 10 Milliarden Euro für das Prestigeprojekt für eine unverantwortliche Politik in Zeiten, in denen Energiepreise für den Bürger rasant steigen. "Der Fusionsreaktor ist ein Projekt unrealistischer atomarer Blütenträume", heißt es in der Pressemitteilung. Die ehrliche Auskunft der Befürworter des Projektes, die erste nutzbare Kilowattstunde Strom könne - wenn überhaupt - frühestens in einem halben Jahrhundert angeboten werden, sei zu begrüßen. "Allerdings", so Irm Pontenagel, "wird die Menschheit nicht warten wollen und können und die Erneuerbaren Energien von der Sonne direkt nutzen."

30.06.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SolarWorld AG will mehr als 300 zusätzliche Arbeitsplätze in Freiberg schaffen

Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk und Staatssekretär Christoph Habermann haben die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) am Standort ihrer Solarfabriken in Freiberg/Sachsen besucht. Auf positive Resonanz sei die Absicht des Unternehmens gestoßen, den Beschäftigungsaufbau auch in Zukunft konsequent fortzusetzen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  "Wir wollen im Zuge unserer derzeitigen Ausbaupläne in Freiberg unsere Mitarbeiterzahl auf 1.000 Frauen und Männer ausbauen und damit mehr als 300 zusätzliche Arbeitsplätze in Freiberg schaffen", kündigte Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck an, Vorstandssprecher der SolarWorld AG.


Fertigungskapazitäten sollen deutlich wachsen

Die beiden Spitzenpolitiker hätten sich vom hohen technologischen Niveau der integrierten Solarproduktion des SolarWorld-Konzerns überzeugen können. Informiert wurden der Minister und sein Staatssekretär auch über den Stand der Ausbauarbeiten für die Expansion der Solarwafer-, Solarzellen- und Solarmodulproduktion. Der Konzern plant bis Ende 2006, seine Kapazitäten zur Herstellung von Solarsiliziumwafern von 120 MW (Ende 2004) auf 220 MW, von Solarzellen von 30 MW auf 120 MW und von Solarmodulen von 30 MW auf 80 MW zu erhöhen.

30.06.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarenergiefonds Bavaria: 10 MW-Solarkraftwerke eingeweiht

Solarkraftwerk in Bayern.
Solarkraftwerk in Bayern.

Am 30.06.2005 wurde das mit einer Gesamtleistung von 10 Megawatt (MWp) aktuell größte Solarstromprojekt der Welt eingeweiht. Die Solarstromanlage besteht aus drei Solarparks in Mühlhausen (Oberpfalz), in Günching (Gemeinde Velburg) und Minihof (Gemeinde Dietersburg), berichtet die Deutsche Structured Finance GmbH (DSF) in einer Pressemitteilung. Die installierte Leistung in Mühlhausen beträgt 6,3 MWp und je 1,9 MWp in Günching und Minihof.
 
Insgesamt wurden 57.600 Solarstrommodule mit der Nachführtechnik "PowerTracker" des amerikanischen Generalunternehmers und Betriebsführers PowerLight Corporation installiert. Die Module werden dem Sonnenstand einachsig nachgeführt und erwirtschaften dadurch einen höheren Stromertrag als herkömmliche, starr installierte Solaranlagen. Die Finanzierung des 49,5 Millionen Euro-Projektes arrangierte die (DSF) aus Frankfurt, ein Spezialinstitut für strukturierte Finanzierungen. Die Solarmodule wurden vom Weltmarktführer Sharp hergestellt. Siemens lieferte die Wechselrichter. Die Solaranlagen befinden sich auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Boden unter den Solarmodulen werde jedoch nicht versiegelt, so die Betreiber: Heidschnucken sorgten dafür, dass in den Solarparks das Gras kurz gehalten wird.


Finanzierung über geschlossenen Fonds

Der Solarpark wurde über einen geschlossenen Fonds finanziert, den "Solarenergiefonds Bavaria". Aktuell können sich private Anleger noch an dem Projekt beteiligen, so die DSF. Für den produzierten Strom komme dem Fonds eine feste Mindestvergütung im Rahmen des Erneuerbaren- Energien-Gesetzes (EEG) zugute. "Solarenergie ist eine wichtige und sehr zuverlässige Stromquelle", so Janine Schellhorn, Sprecherin der Geschäftsführung der Deutsche Structured Finance. "Kompetent arrangierte Solarenergieinvestments ermöglichen Investoren eine solide Geldanlage mit interessanten Nach-Steuer-Renditen, und gleichzeitig bieten sie den Vorteil, dass sie zur nachhaltigen Energieversorgung und zum Umweltschutz beitragen“, so Schellhorn weiter. Neben PowerLight und Siemens unterstützen die Firmen K&S Consulting, Max Bögl Gruppe und Klebl GmbH den zügigen Bau der Anlagen. Alle drei Solaranlagen konnten im Laufe des Jahres 2004 mit der Stromproduktion beginnen. Über die Energieversorger E.ON Bayern und E.ON Netz wird der Solarstrom in das vorhandene Energienetz eingespeist. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert in Deutschland die Abnahme und Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen für 20 Jahre.


217.000 Megawattstunden emissionsfreier Strom in 20 Jahren

Zur Einweihungsfeier am Solarpark Mühlhausen haben die PowerLight Corporation und die Deutsche Structured Finance zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Gemeinden eingeladen. Ehrengast Dr. Hermann Scheer bekräftigte in seiner Ansprache, dass "die Photovoltaik die intelligenteste Energietechnologie aller Zeiten ist. Sie begründet ein neues Zeitalter umweltfreundlicher, dauerhafter, unabhängiger und kostengünstiger Energie für alle." Die weltweit größte Photovoltaikanlage bestätige Deutschlands zukunftsweisende Energiepolitik, betonen die Betreiber der Anlage. Der Solarenergiefonds Bavaria - und ähnliche Projekte wie dieses - bekräftigten Deutschlands führende Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien. "Während der geplanten Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren werden die Solaranlagen der drei Solarparks 217 Millionen Kilowattstunden emissionsfreien Strom produzieren", erläutert Thomas Dinwoodie, CEO der PowerLight Corporation. "PowerLight ist stolz, zur langfristigen Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen in Bayern beitragen zu können“, sagt Dinwoodie.

30.06.2005   Quelle: Deutsche Structured Finance; PowerLight Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Structured Finance GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin begrüßt Klimaschutz-Initiativen amerikanischer Bundesstaaten und Gemeinden

Bundesumweltminister Jürgen Trittin zeigt sich erfreut über die in zahlreichen Bundesstaaten und Städten der USA beschlossenen Klimaschutzprogramme. "In etlichen Bundesstaaten, in vielen Städten und Gemeinden und auch in zahlreichen weltweit operierenden Grossunternehmen sind Klimaschutz und Ausbau der erneuerbaren Energien zu Top-Themen geworden", sagte Trittin am 29.06.2005 nach einem Treffen mit dem Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, und dem Buergermeister von Albuquerque, Martin J. Chavez.  Dies seien "ermutigende Signale", die darauf hoffen ließen, dass Klimaschutz in den USA insgesamt an Bedeutung gewinne, so der Minister.


New Mexico unterstützt Globale Marktinitiative für Solarkraftwerke

Bei dem Meinungsaustausch ging es um Klimaschutz, Energieeffizienz und Energieeinsparung, besonders um weltweite Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Hintergrund ist die Initiative Bill Richardsons, New Mexico zum "clean energy state" zu machen. Gemeinsam mit seinem kalifornischen Kollegen Arnold Schwarzenegger gehört er der "Western Governors’ Association" an, einem Zusammenschluss von 18 westlichen Bundesstaaten, die sich den Ausbau sauberer Energien und eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20 Prozent bis 2020 zum Ziel gesetzt haben. Trittin begrüßte die Unterstützung New Mexicos für die Globale Marktinitiative für Solarkraftwerke ("Global Market Initiative Concentration Solar Power"). Martin Chavez, Bürgermeister von Albuquerque, der größten Stadt New Mexicos, repräsentiert ein landesweites Klimabündnis, dem derzeit 166 US-amerikanische Bürgermeister angehören. Die Mitglieder des Bündnisses haben sich verpflichtet, die von der Bush-Regierung abgelehnten Kyoto-Verpflichtungen der USA selbstständig in ihren Städten und Gemeinden umzusetzen. Ziel der Selbstverpflichtung ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2012 um 7 Prozent unter die Werte von 1990 zu senken.


USA verursachen zirka 22 Prozent der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen

Die besondere Verantwortung der USA beruht laut Bundesumweltministerium (BMU) auf dem außerordentlich hohen Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen, bedingt durch den weiterhin rasant steigenden Energieverbrauch. So verursachten die USA mit 5,7 Milliarden Tonnen zirka 22 Prozent der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen, die seit 1990 um 17,4 Prozent gestiegen seien. Die Energieproduktivität sei in den USA nur etwa halb so hoch wie in Deutschland. Demgegenüber sei der Primärenergieverbrauch pro Kopf doppelt so hoch - bei einem vergleichbaren Konsumniveau, betont das BMU. Zudem komme den USA weltweit traditionell eine Führungsrolle bei der Entwicklung neuer Techniken sowie neuer Konsum- und Lebensstile zu. Beides sei für die künftige Entwicklung des Klimaschutzes und der Energiewende von herausragender Bedeutung.


Maßnahmenkataloge im Internet

Die Maßnahmen der Gouverneure Bill Richardson (New Mexico) und Arnold Schwarzenegger (Kalifornien) für Klimaschutz und Energiewende im Kontext der "Western Governors’ Association" sind im Internet dokumentiert unter http://www.westgov.org/wga_energy.htm. Informationen zur Koalition der 166 Buergermeistern finden sich unter http://www.ci.seattle.wa.us/mayor/climate/.

30.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Weltgrößtes zusammenhängendes Solarkraftwerk entsteht in Bayern

Die Shell Solar GmbH (München), Martin Bucher Projektentwicklungen, (Stuttgart) und die CommerzLeasing und Immobilien AG (Düsseldorf) wollen das weltweit größte zusammenhängende netzgekoppelte Solarkraftwerk errichten. Die Anlage mit einer Leistung von 10 Megawatt (MW) auf einem ehemaligen Militärgelände nahe der Stadt Pocking in Bayern werde aus etwa 62.500 Modulen bestehen und Strom für fast 3.300 Haushalte in das Stromnetz einspeisen, berichtet Shell Solar in einer Pressemitteilung.  Die Projektentwicklung wurde von Martin Bucher Projektentwicklungen initiiert und koordiniert, die das Projekt gemeinsam mit den zuständigen Behörden der Stadt und dem Landkreis Passau bis zur Genehmigungsreife gebracht hat. Shell Solar ist Generalunternehmer und verantwortlich für die schlüsselfertige Installation der gesamten Anlage. Die Umsetzung des rund 40 Millionen Euro-Projektes erfolgt über dafür eingerichtete Objektgesellschaften der CommerzLeasing und Immobilien AG.


Weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Photovoltaik

Das Solarkraftwerk besteht aus sechs Einheiten mit jeweils 1,667 MW, die parallel an ein 20.000Volt-Netz des Energieunternehmens E.on Bayern angeschlossen werden. Die Solarmodule werden auf Aluminiumgestelle montiert, die eine Gesamtlänge von rund 16,5 km haben. Das System sei auf höchstmögliche Energieausbeute ausgelegt und basiere auf dem erfolgreichen Master-Slave-Konzept, das Shell Solar entwickelt hat. Baubeginn soll im August 2005 sein. Je nach Witterungsbedingungen wird mit der Fertigstellung der Anlage im März 2006 gerechnet. "Damit ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Photovoltaik und besonders bei der Errichtung von Solarkraftwerken erreicht", sagt Wolfgang Lange, Geschäftsführer der Shell Solar GmbH. "Nachdem wir beim bislang größten Solarkraftwerk in der Nähe von Leipzig eine Leistung von 5 MW realisieren konnten, werden wir jetzt mit dem 10 MW Kraftwerk erneut unsere Kompetenz- und Technologieführerschaft im Großanlagenbau unter Beweis stellen. Dies ist auch ein wichtiger Schritt, um zukünftig durch entsprechende Skaleneffekte die Kosten von Photovoltaik-Anlagen zu senken", so Lange. Die Photovoltaik wird nach Auffassung von Shell eine wichtige Rolle innerhalb des Energiemixes der Zukunft spielen.


10.000 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr

Christian Leib von der CommerzLeasing und Immobilien AG, begrüßt das bahnbrechende Solarprojekt: "Die Photovoltaik ist zukunftsweisend, nicht nur aus Sicht der umweltfreundlichen Energieversorgung, sondern auch durch die damit verbundenen neuen Arbeitsplätze." Martin Bucher ergänzt: "'Der Solarpark erspart der Umwelt rund 10.000 Tonnen CO2 jährlich. Das entspricht einer CO2 Leistung von über 1.000ha Waldfläche!'

30.06.2005   Quelle: Shell Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Q-Cells AG gewinnt Deutschen Gründerpreis 2005

Klaus-Peter Siegloch (stellvertretender ZDF-Chefredakteur), Anton Milner und Reiner Lemoine (Q-Cells).
Klaus-Peter Siegloch, stellvertretender ZDF-Chefredakteur, Anton Milner und Reiner Lemoine

Der Solarzellenhersteller "Q-Cells" (Thalheim, Sachsen-Anhalt) hat den Deutschen Gründerpreis 2005 als bestes Unternehmen in der Kategorie Aufsteiger gewonnen. Das berichtet die Q-Cells AG in einer Pressemitteilung. In dieser Kategorie wird ein bis zu fünf Jahre altes Unternehmen ausgezeichnet, das stark wächst und sichere Arbeitsplätze geschaffen hat.  In Anwesenheit des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, nahmen die vier Gründer von Q-Cells am 21.06.2005 in Berlin den Preis entgegen: Vorstandsvorsitzender Anton Milner, Technologievorstand Reiner Lemoine, Holger Feist, Leiter Technologie, und Paul Grunow, Leiter Produktmanagement. Der bereits zum vierten Male vom stern, den Sparkassen, McKinsey und dem ZDF verliehene Preis ist die renommierteste Auszeichnung von Gründern, die mit ihren Ideen überzeugende Unternehmen und viele Arbeitsplätze geschaffen haben.


700 neue Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt

In seiner Rede lobte Sparkassen-Präsident Dietrich Hoppenstedt die einzigartige Erfolgsgeschichte der Q-Cells AG und bescheinigte ihr in jeder Hinsicht "sonnige Aussichten": Das Unternehmen habe das nach der Wende zunächst brachliegende technologische Know-how in der Region Bitterfeld in bewundernswerter Manier genutzt und sei binnen kurzer Zeit zu einem der drei Weltmarktführer in der Solarzellenherstellung aufgestiegen. Dank ihrer Innovationskraft in dieser Zukunftstechnologie sei die Q-Cells AG ihren Mitbewerbern teilweise "um Jahre voraus": Die von Q-Cells entwickelten mono- und multikristallinen Solarzellen setzten heute den Weltstandard. "Besonders bemerkenswert ist die Schaffung von bereits 700 Arbeitsplätzen in einem Teil des Landes, in dem dies sehr notwendig ist", betonte Hoppenstedt. Q-Cells gehe sogar noch weiter und entwickele mit der Ansiedlung von internationalen Technologie-Joint-Ventures in Thalheim eine ganze Region zu einem europäischen "Solar Valley".


Erlös soll sich 2005 noch einmal verdoppeln

Anton Milner, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Q-Cells AG, dankte der Jury im Namen aller Mitarbeiter für die Auszeichnung: "Der Preis ist für uns ein weiterer Ansporn auf unserem Weg, die Solartechnologie zu einer der Hauptenergiequellen der Zukunft zu machen." In den vergangenen zwei Jahren habe die Q-Cells AG jeweils ihren Umsatz verdreifacht. Der Erlös von 145 Millionen Euro 2004 soll sich in diesem Jahr noch einmal verdoppeln. Ein Ende des Wachstums sei nicht in Sicht, sagte Milner: "In zwanzig Jahren kann diese Branche so groß sein wie die Ölindustrie heute." Für den Erfolg der Q-Cells AG sei neben dem Know-how und dem Engagement der Gründer und Mitarbeiter vor allem die Unterstützung der Behörden entscheidend gewesen. "Thalheim hat sich für uns als ein idealer Standort erwiesen", sagte Mitgründer Reiner Lemoine.




Der Deutsche Gründerpreis ist ein Projekt der StartUp-Initiative des stern, der Sparkassen, der McKinsey&Company und des ZDF. Sie ist die bundesweit größte Initiative zur Stärkung des Gründer- und Unternehmertums in Deutschland (www.startup-initiative.de). StartUp wird unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Arbeit.

30.06.2005   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG

 

Marburg investiert 1,9 Millionen Euro in Solarkraftwerke

Präsentation der ersten Anlage aus dem 1,9-Mio-Euro-Programm.
Präsentation der ersten Anlage aus dem 1,9-Mio-Euro-Programm.

Die Universitätsstadt Marburg wird in diesem Jahr kräftig in Solarstromanlagen investieren. Das von einer Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Magistrat im Jahr 2003 eingeführte Bürgerbeteiligungsmodell will die Stadt nun selbst für solare Großinvestitionen im sozialen Wohnungsbau nutzen. Die rot-grüne Mehrheit in der Marburger Stadtverordnetenversammlung hatte bereits im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Euro für Solarstromanlagen in den städtischen Haushalt eingestellt, für die 80.000-Einwohner-Stadt eine große Summe.
  Ein Team um Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) hat nun dafür gesorgt, dass die Elektro-Rühl GmbH auf Dächern der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GeWoBau die ersten Solarstromanlagen aus Mitteln der Stadt installieren konnte, nachdem die nutzbare Dachfläche auf den Schulgebäuden ausgeschöpft worden war. "Wir werden die 1,9 Millionen Euro noch in diesem Jahr vollständig mit Photovoltaik-Anlagen verbauen", erklärt Bürgermeister Dr. Kahle. "Und für das nächste Jahr werde ich mich bei den Stadtverordneten erneut für eine stattliche Summe einsetzen", kündigt Kahle an.


Klimaschutz und Wertschöpfung vor Ort

Die Chancen für eine Fortführung des Programms seien ausgezeichnet, weil die Koalitionsfraktionen voll hinter dem Projekt stünden, das in diesem Jahr eine solare Spitzenleistung von 430 kWp erzielen soll. "Mit unserer Energiepolitik wollen wir Marburg als Hochburg der erneuerbaren Energien weiter stärken", sagt Dr. Ralf Musket, Stadtverordneter und Vorsitzender des SPD-Arbeitskreises Umwelt und Energie. Die Stadt habe erkannt, dass die Solarinvestition gleich mehrere Vorteile biete. Neben dem Klimaschutz werde die Stadt mittelfristig Geld erwirtschaften und die Wertschöpfung in der Region steigern. Die Installationsfirma Elektro-Rühl und auch deren Großhandelspartner Wagner & Co Solartechnik GmbH haben ihren Sitz im Marburger Umland. "Unser Motto ist: Aus der Region, für die Region", so Bürgermeister Dr. Kahle.


Bürgerbeteiligung mit städtischer Bürgschaft

Vor dem 1,9-Million-Euro-Programm konnten Stadt und GeWoBau seit dem Jahr 2003 rund 500.000 Euro aus Mitteln der Bürger für Solarstromanlagen einwerben. Das in Marburg besonders erfolgreich laufende so genannte "Butzbacher Modell" sichert den Bürgern einen jährlichen Zinsgewinn von 4 Prozent zu. Die Einlagen der Bürger, mindestens 500 Euro, werden als Darlehen behandelt, für das die Stadt eine Bürgschaft übernimmt. Über die Marburger Bürger hinaus können sich alle Interessierten an diesem Programm beteiligen. Ansprechpartner bei der GeWoBau ist Herr Spratte. Er ist telefonisch erreichbar unter 06421 / 91 11 13.

30.06.2005   Quelle: Fabio Longo   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fabio Longo

 

"Bundeshauptstadt im Energiesparen": Klima-Bündnis gratuliert den Gewinnern

Unter den 77 Städten und Gemeinden, die sich an dem von der Deutschen Umwelthilfe ausgeschriebenen Wettbewerb "Energiesparkommune" beteiligt haben, sind 42 Kommunen Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte. Zehn Kommunen in drei Größenklassen ist die Auszeichnung "Bundeshauptstadt im Energiesparen" verliehen worden.  Dazu gehören die Klima-Bündnis-Städte München, Münster, Hamburg, Nürnberg, Rastatt und Norderstedt. Das Klima-Bündnis beglückwünscht die Sieger zu den Auszeichnungen und den erfolgreichen Bemühungen zum Energiesparen.


Systematisch Energie sparen und das Klima schützen

"Die an dem Wettbewerb beteiligten Klima-Bündnis-Kommunen haben gezeigt, dass sie Energiesparen und Klimaschutz ernst nehmen und in der Umsetzung systematisch vorgehen", so die Klima-Bündnis-Geschäftsführerin Gotelind Alber zum Ergebnis des Wettbewerbs. Unter den besten zehn Städten und Gemeinden befinden sich acht Klima-Bündnis-Kommunen und unter den besten zwanzig 16 Klima-
Bündnis-Kommunen.

Mit dem Bundeswettbewerb "Energiesparkommune" erfasste die Deutsche Umwelthilfe die vielfältigen Ansätze zum Energiesparen, die einen zentralen Baustein für Klimaschutzpolitik darstellen. Bewertet wurden Spar- und Effizienzmaßnahmen in kommunalen Liegenschaften sowie die kommunale Energieberatung. Zudem wurden Konzepte für die Stadtentwicklung und Förderprogramme zum Energiesparen für Betriebe und Privatpersonen bei der Auswahl der Siegerkommunen berücksichtigt.

Weitere Informationen unter http://www.energiesparkommune.de

29.06.2005   Quelle: Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Umweltminister Trittin kürt München zur "Bundeshauptstadt im Energiesparen"

Aus 77 teilnehmenden Städten und Gemeinden ging die Stadt München beim Wettbewerb „Energiesparkommune“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH) als Siegerin hervor. Die Bayernmetropole habe besonders mit innovativen Energiesparkonzepten und -maßnahmen in ihren Liegenschaften und in der Siedlungsentwicklung überzeugt, so die DUH in einer Pressemitteilung.   Anlässlich einer Feierstunde in Berlin würdigte Bundesumweltminister Jürgen Trittin als Wettbewerbs-Schirmherr das herausragende Engagement Münchens und neun weiterer Preisträger beim Energiesparen. Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt unterstützen das Projekt.


Bewusstes und effizientes Wirtschaften mit Energie

Mit dem Wettbewerb „Energiesparkommune“ erfasste die DUH die vielfältigen Spar- und Effizienzansätze von 77 teilnehmenden Städten und Gemeinden aus dem ganzen Bundesgebiet. Sie bewertete Energiesparmaßnahmen in kommunalen Liegenschaften, Energieberatungskonzepte, die energiebezogene Öffentlichkeitsarbeit, energiesparende Stadtentwicklungskonzepte und Energiesparförderprogramme für Bürger sowie Unternehmen. Ausgezeichnet wurden zehn Kommunen in drei Teilnehmerklassen bis 20.000, bis 100.000 und über 100.000 Einwohner. "Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen, dass die 77 Kommunen bewusst und effizient mit Energie wirtschaften und so einen wichtigen sowie sehr konkreten Beitrag zur Realisierung der nationalen Klimaschutzziele leisten", so der DUH-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Harald Kächele.


"Bundeshauptstadt im Energiesparen"

Die Landeshauptstadt München habe in dem Wettbewerb mit einer Vielzahl an innovativen Konzepten und Projekten in den kommunalen Liegenschaften und in der Siedlungsentwicklung herausgeragt Im Ergebnis sei der Energieverbrauch der stadteigenen Liegenschaften zwischen 1998 und 2003 um 12 Prozent gesunken. Neben verhaltensbedingten Anreizmodellen an Schulen und Kindergärten habe die Stadt München auch ein erfolgreiches Projekt mit dem Namen "Pro Klima – contra CO2" für die Verwaltungsmitarbeiter eingeführt. Zudem realisiere sie in Neubaugebieten eine energieeffiziente Siedlungsentwicklung. Der Referent für Gesundheit und Umwelt, Joachim Lorenz, freute sich über die Verleihung des Titels „Bundeshauptstadt im Energiesparen" durch die DUH: "Für mich ist die Auszeichnung eine eindrucksvolle Bestätigung für eine Kommunalpolitik, die sich mit Konsequenz in den zurückliegenden Jahren an den Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes orientiert hat. Diese Politik der Schonung begrenzter Energieressourcen hat nicht nur zu einer Entlastung von Umwelt und Klima, sondern gleichzeitig zu einer spürbaren Entlastung des städtischen Haushalts beigetragen und wird in Zukunft weiterhin dazu beitragen", so Lorenz.


Weitere Auszeichnungen für Rastatt und Wettenberg

Die badische Stadt Rastatt (50.000 Einwohner) gewann in der Teilnehmerklasse zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern. In der nahe Karlsruhe gelegenen Stadt konnte der Energieverbrauch der kommunalen Liegenschaften zwischen 1998 und 2003 um 21,4 Prozent reduziert werden. Energetische Sanierungsprogramme in einem Gymnasium und weiteren städtischen Gebäuden führen zu jährlichen Einsparungen von über einer Million Kilowattstunden. 1999 eingeführte verhaltensbedingte Anreizprojekte in Schulen und Kindergärten führten bereits im dritten Projektjahr zu Einsparungen des Stromverbrauchs von 16,4 Prozent und des Heizenergieverbrauchs von sogar 31 Prozent.

Die hessische Großgemeinde Wettenberg (12.500 Einwohner) führte bereits 1990 ein kommunales Energiemanagement ein – mit beachtlichem Erfolg. Zwischen 1998 und 2003 sank der kommunale Energieverbrauch der Kleinstadt bei Gießen um 12,5 Prozent. Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung nahm in diesem Zeitraum um 12,8 Prozent ab. Dies sei ein Spitzenergebnis bei der Straßenbeleuchtung unter den Wettbewerbsteilnehmern, so die DUH. Sehr bewährt habe sich ein kommunaler Energiebeirat aus fachkundigen Bürgern. Er gebe der Gemeindeverwaltung wichtige Impulse beim kommunalen Energiemanagement, bei der Siedlungsentwicklung oder Öffentlichkeitsarbeit.

Neben dem Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt unterstützen zehn Organisationen diesen Wettbewerb: Agenda-Transfer, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutsche Energie Agentur (dena), ECOLOG-Institut, GRÜNE LIGA, Local Governments for Sustainability (ICLEI), das Klima-Bündnis und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt.

Sieger und Platzierungen des Wettbewerbs "Energiesparkommune"

In der Gesamtwertung und gleichzeitig in der Teilnehmerklasse über 100.000 Einwohner:

1. München (BY)
2. Münster (NRW)
3. Hamburg (HH) und Nürnberg (BY)


In der Teilnehmerklasse von 20.001 bis 100.000 Einwohnern
1. Rastatt (BW)
2. Viernheim (HE)
3. Norderstedt (SH)


In der Teilnehmerklasse bis 20.000 Einwohner
1. Wettenberg (HE)
2. Ottobrunn (BY)
3. Königsfeld im Schwarzwald (BW)

Weitere Informationen zu den Siegerkommunen auf der Internetseite www.energiesparkommune.de.

29.06.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Hans-Josef Fell zum ITER-Standort: Frankreich erhält Geldvernichtungsanlage

"Frankreich erhält die Geldvernichtungsmaschine und Kernfusionsforschungsanlage ITER. Es handelt sich hier um ein Projekt mit der absehbar schlechtesten Mitteleffizienz." So kommentiert Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher von Bündnis90/Die Grünen, die Entscheidung, den Experimentalreaktor im französischen Cadarache zu bauen.  Nirgendwo werde für so viele Forschungsmittel so wenig zur Zukunft beigetragen. Neue Unternehmen würden nicht entstehen und auch keine Arbeitsplätze außerhalb der Anlage geschaffen. Falls der Fusionsreaktor überhaupt zur Lösung der Energieprobleme beitrage, könne dies frühestens 2050 der Fall sein.


"Eine der größten Fehlinvestitionen unserer Zeit"

Mit 10 Milliarden Forschungsmitteln könnten bei der Solar-, oder Windenergie, der Bioenergie oder der Erdwärme schon in wenigen Jahren große technologische Sprünge herbeigeführt werde, so Fell. In Europa könnten so Millionen von Arbeitsplätzen geschaffen und die Energieprobleme schon jetzt gelöst werden. Stattdessen werde das Geld "in den südfranzösischen Sand und in das Prinzip Hoffnung gesetzt", kritisiert der Grünen-Sprecher. "Hätten doch wenigstens die Japaner den Standort erhalten, dann wären es zum großen Teil Yen gewesen, die durch das Fusionsfeuer gehen. Jetzt müssen vor allem die europäischen Steuerzahler für eine der größten Fehlinvestitionen unserer Zeit ihre Geldbeutel hinhalten", betont Fell in seinem Newsletter.


"Knappe Forschungsgelder werden in Prestigeobjekten versenkt"

Es scheine schon fast ironisch, dass der Kernfusionsreaktor gerade in dem Land gebaut werden soll, dessen Präsident sich auf EU-Ebene am stärksten für "Subventionen in die Vergangenheit" einsetzt und lieber bei der Forschung als der Landwirtschaft kürze, merkt Fell an. Nun solle auch noch ein großer Teil der verbleibenden Mittel für die Zukunft fehlinvestiert werden. Die Entscheidung für ITER und für den Standort in Frankreich sei auch ein Rückschlag für die Lissabonstrategie, die Europa zu dem wettbewerbsfähigsten Raum der Erde machen möchte. "Wenn knappe Forschungsgelder in Prestigeobjekten versenkt werden anstatt sie in den Dienst der Lissabonstrategie zu setzen, kostet dies Jobs, Jobs und nochmals Jobs", so Fell.

29.06.2005   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kernfusion: Experimentalreaktor ITER wird in Frankreich gebaut

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist im Rahmen des europäischen Fusionsprogramms seit vielen Jahren federführend an der Entwicklung von Technologien für den Fusionsreaktor ITER beteiligt. Mit dem Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor (ITER) soll der Durchbruch in der Fusionsforschung gelingen, heißt es in einer Pressemitteilung des Forschungszentrums Karlsruhe.  Sechs internationale Partner, die Europäische Union, die USA, Russland, Japan, Südkorea und China, sind an seiner Entwicklung beteiligt und wollen die für den Bau notwendigen Mittel von fünf Milliarden Euro bereitstellen. Die Vertreter der am ITER-Projekt beteiligten Länder (für die EU: Forschungskommissar Janez Potocnik) haben sich nach mehrjährigen Verhandlungen am 28.06.2005 in Moskau auf einen Standort für dieses internationale Großprojekt geeinigt: ITER soll in Südfrankreich, in Cadarache, gebaut werden.


Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne

Die weltweite Fusionsforschung hat sich zum Ziel gesetzt, kommerzielle Fusionskraftwerke zu entwickeln, die nach dem Vorbild der Sonne aus der Verschmelzung leichter Atomkerne Energie gewinnen. Der Brennstoff sei ein sehr dünnes ionisiertes Gas - auch Plasma genannt - aus den Wasserstoffarten Deuterium und Tritium, die zu Helium verschmelzen, so das Forschungszentrum Karlsruhe. Mit dem Experimentalreaktor ITER soll der Durchbruch gelingen: Erstmals könne um ein Vielfaches mehr Energie gewonnen werden als zur Zündung des Fusionsfeuers bei 100 Millionen Grad Celsius aufgewendet werden muss. Die projektierte Leistung des ITER liege mit 500 Megawatt bereits im Bereich großer Kraftwerke. Auch Indien und Brasilien hätten Interesse an einer Partnerschaft gezeigt.


Arbeit an den physikalischen und technischen Grundlagen der Fusion

"Mit ITER werden die physikalischen und technischen Grundlagen geschaffen, um die Fusion als eine nachhaltige, umweltverträgliche Energiequelle zu erschließen, die sich zudem durch günstige Sicherheitseigenschaften und Brennstoffvorräte für viele Jahrtausende auszeichnet", erläutert Dr. Günter Janeschitz, Leiter des Programms Kernfusion im Forschungszentrum Karlsruhe. Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

29.06.2005   Quelle: Forschungszentrum Karlsruhe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Saarland: 3,5 Megawatt-Solardach auf Michelin-Werk in Homburg

In Homburg ist am 27.06.2005 das größte saarländische Solarkraftwerk auf einem Dach in Betrieb genommen worden, berichtet das Umweltministerium des Landes in einer Pressemitteilung. Umweltminister Stefan Mörsdorf startete die Solarstromproduktion mit einem symbolischen Knopfdruck. Mit 3,5 Megawatt-Spitzenleistung (MWp) ist die Michelin-Anlage die saarlandweit größte und leistungsstärkste Solar-Dachanlage.
 
Die Michelin-Reifenwerke Deutschland realisieren auf ihren Werkshallen-Dächern an vier Standorten das derzeit größte Aufdach-Solarstrom-Projekt der Welt mit einer Spitzenleistung von rund zehn MW.

Das Solarkraftwerk am Standort Homburg ist mit einer Gesamtfläche von zehn Hektar Dachfläche und rund 20.100 Solarmodulen das größte und leistungsstärkste dieser vier Solarkraftwerke. "Seit dem Jahr 2000 erlebt die Entwicklung der Photovoltaik im Saarland einen enormen Aufschwung. Aktuell sind saarlandweit - die neue Anlage von Michelin in Homburg mit rund 3,5 Megawatt installierter Leistung bereits eingerechnet - mehr als elf Megawatt (11,3 MW) Spitzenleistung am Netz", so Umweltminister Stefan Mörsdorf. Dabei würden mehr als 10,67 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugt.


Solarstrom für mehr als 2.850 Haushalte

Am 31. Dezember 1999 seien im Saarland nur rund 1.000 Kilowatt Solarstrom-Spitzenleistung installiert gewesen, betont der Minister. Damit habe sich die installierte Photovoltaikleistung in den vergangenen Jahren so gut wie verelffacht, betont Mörsdorf. Lege man einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 3.750 Kilowattstunden pro Haushalt zugrunde, könnten inzwischen mehr als 2.850 Haushalte rund um die Uhr mit saarländischem Photovoltaikstrom versorgt werden. "Ich gratuliere der Firma Michelin zur Fertigstellung dieses zukunftsweisenden Solarkraftwerkes und ich hoffe, dass sich möglichst viele andere Besitzer großer Dachflächen von diesem Solarkraftwerk begeistern lassen. Denn schließlich profitiert von dieser Art der Nutzung der Solarenergie nicht nur die Natur und die Umwelt, sondern auch der eigene Geldbeutel. Schließlich liegt bei den Dachanlagen die Einspeisevergütung für Solarstrom deutlich höher", so Mörsdorf.


Reichlich große Dachflächen für Solarkraftwerke im Saarland vorhanden

Bei den Dachanlagen, die vom Gesetzgeber in besonderer Weise gewollt und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) auch entsprechend höher gefördert werden, liegt die Einspeisevergütung im Vergleich zu einer gleich großen Freiflächenanlage mit 54,05 Cent um 8,35 Cent je erzeugter Kilowattstunde deutlich höher (45,7 Cent). Landesweit gibt es laut Mörsdorf etwa 180 Gebäude, deren Dachfläche jeweils mehr als 10.000 Quadratmeter groß ist. "Gerade diese enorm großen Dachflächen bieten sich für den Bau solcher Dachanlagen an, wie sie hier von Michelin errichtet wurden. Ich hoffe dass sich noch andere Besitzer großer Dachflächen für die immensen Möglichkeiten der fotovoltaischen Dachnutzung begeistern lassen, denn schließlich ist auch der finanzielle Aspekt gerade bei den Dachanlagen äußerst attraktiv", so Mörsdorf.


Investitionsvolumen 50 Millionen Euro

Insgesamt sollen an den vier Michelin-Standorten 60.000 Solarmodule auf einer Dachfläche von über 200.000 Quadratmetern installiert werden. Das entspricht der Fläche von rund 40 Fußballfeldern. In das Solarprojekt investiert Michelin laut saarländischem Umweltministerium insgesamt 50 Millionen Euro. Allein für das Sonnenkraftwerk in Homburg beliefen sich die Kosten auf rund 16 Millionen Euro.

29.06.2005   Quelle: Ministerium für Umwelt des Saarlandes   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Intersolar: Ertex Solar präsentierte größtes Solarmodul der Welt

12,5 Quadratmeter-Modul auf der Intersolar 2005.
12,5 Quadratmeter-Modul auf der Intersolar 2005.

Mit einem Photovoltaik-Großmodul hat die österreichische Ertex Solar GmbH eine "Schallmauer" durchbrochen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das auf der diesjährigen Intersolar präsentierte, 12,5 Quadratmeter große Modul stelle alle bisherigen "Großmodule" im wahrsten Sinn des Wortes in den Schatten, so Ertex Solar.
 
Das semitransparente Modul liefere mit seinen 420 polykristallinen Silizium-Solarzellen eine Gesamt-Spitzenleistung von bis zu 1.550 Watt, so das Unternehmen. Das Modul zeichne sich jedoch nicht nur durch seine Größe aus, sondern auch durch ein besonders innovatives Herstellungsverfahren.

Das Glas-Glas-Modul im Format 2,44 x 5,1 Meter sei im Unterschied zu herkömmlichen Produktionsverfahren mittels PVB-Verbundtechnologie hergestellt worden. Durch dieses Produktionsverfahren würden die von Ertex Solar erzeugten Großflächen-Solarmodule die gleichen bau- und sicherheitstechnischen Eigenschaften aufweisen wie Verbundsicherheitsglas, das seit Jahrzehnten in bewährter Weise im konstruktiven Glasbau eingesetzt wird. Durch Technologie seien die Module von Ertex solar ideal für Solarglasfassaden und Überkopfverglasungen geeignet.

Das österreichische Unternehmen Ertex Solar GmbH ist auf die Maßanfertigung von Modulen für die Architektur sowie die Fassaden- und Gebäudeintegration spezialisiert. Die Module werden nach Kundenanforderung angefertigt, auch als Isolierglas-Verbund, als Schallschutzmodul oder auf Wunsch auch mit Siebdruck angeboten. Die Ertex Solar GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ertl Glas AG, eines Glasindustrieunternehmens, das mit etwa 500 Mitarbeitern in Österreich zu den Marktführern im Bereich Sicherheitsglas und Verbundsicherheitsglas zähle.

29.06.2005   Quelle: Ertex solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ertex solar GmbH

 

ETH Zürich: Weltrekord mit Brennstoffzellenauto

Brennstoffzellen-Fahrzeug "PAC-Car".

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) hat einen neuen Weltrekord im sparsamen Treibstoffverbrauch aufgestellt. Dieser liege nun bei 5.134 Kilometern pro Liter Benzin, berichtet die ETH in einer Pressemitteilung. Gefahren hat den Weltrekord "PAC-Car", ein Fahrzeug, das von einer Wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle angetrieben wird.
 
Die ETH Zürich habe sich zum Ziel gesetzt, ein Fahrzeug zu konstruieren, das so wenig Treibstoff wie möglich verbraucht und somit höchste Energieeffizienz aufweise. Dazu enthalte der so genannte PAC-Car als Herzstück eine Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff elektrische Energie gewinnt und damit zwei Elektromotoren antreibt.

Als einzige "Emission" erzeugt PAC-Car reines Wasser. Das Fahrzeug ist ein Leichtgewicht und bringt nur knapp 30 Kilogramm auf die Wage. Beim Shell Eco-Marathon auf der Michelin-Versuchsstrecke in Ladoux, Frankreich, absolvierte PAC-Car nun den Rundkurs mit 1,07 Gramm Wasserstoff. Dies entspreche 5.134 Kilometern pro Liter Benzin, so die ETH Zürich über den neuen Weltrekord im sparsamen Treibstoffverbrauch. Der PAC-Car würde nur etwa acht Liter benötigen, um einmal um den Erdball zu fahren, unterstreichen die Züricher Forscher.


Projekt von Studierenden

PAC-Car ist ein Projekt der ETH Zürich, das sie realisiert hat mit dem Bundesamt für Energie (finanzielle Unterstützung), dem Paul Scherrer Institut, der Universität von Valenciennes, Frankreich, sowie den Industriepartnern ESORO, RUAG und Tribecraft. Am Projekt arbeiteten rund 20 ETH-Studierende mit, die meisten davon aus den Fachbereichen Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Die beiden Fahrerinnen des PAC-Cars sind ebenfalls Studierende der ETH Zürich.


Modell für sparsame Personenwagen

Die ETH-Ingenieurinnen und -Ingenieure konnten in den PAC-Car aktuellste Entwicklungen in ein einziges System integrieren aus der Brennstoffzellen- und Antriebstechnik, der Aerodynamik, dem Leichtbau, der Steuerungstechnik sowie aus weiteren Gebieten. Sie testeten das System mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Somit bestehe auch eine große Chance, dass einige Ideen und Ansätze aus dem Projekt künftig in Straßenfahrzeugen realisiert werden könnten, betont die ETH. Diese sollen dazu beitragen, den Treibstoffverbrauch und den Ausstoß von Schadstoffen bei Personenwagen zu senken.

29.06.2005   Quelle: ETH Zürich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ETH Zürich

 

Conergy steigt durch Übernahme in die Bioenergie ein

Die Hamburger Conergy AG übernimmt über ihre Tochtergesellschaft SunTechnics Solartechnik GmbH mit der MAT-tec Engineering GmbH aus Willich bei Düsseldorf einen der renommiertesten Systemintegratoren im Bereich Bioenergie. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit insgesamt 12 Mitarbeitern sei die gewinnbringende MAT-tec seit 1999 auf die schlüsselfertige Planung und Entwicklung maßgeschneiderter Systemlösungen zur Nutzung von Bioenergie spezialisiert.  Sie werde jetzt zum Bioenergie-Kompetenzkern von Conergy weiterentwickelt, um die internationalen Systemvertriebe der Conergy Gruppe hochprofessionell zu begleiten. MAT-tec-Mitgründer und Geschäftsführer Jörg Calefice wird diesen Bereich federführend und unternehmerisch verantworten.



Solar- und Biogasanlagen für Landwirte

"Landwirte sowie andere Großkunden fragen verstärkt nach Solar- und Biogasanlagen. Über unseren marktführenden Solarvertrieb der SunTechnics können wir diese Bedürfnisse jetzt ganzheitlich und kompetent befriedigen sowie zusätzliche Umsatz- und Profitpotenziale erschließen," berichtet Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG. "Allein in Deutschland vertrauen mehr als 1.300 Kunden aus der Landwirtschaft auf Solarsysteme von SunTechnics. Ihnen werden wir künftig auch bedarfsgerechte Biogasanlagen schlüsselfertig anbieten," so Rüter weiter.


Künftig auch Bioenergiefonds der voltwerk AG

Darüber hinaus nutze die Conergy-Gruppe das Know-how der neuen Mitarbeiter bei der Standortanalyse, der Gründung von Projektgesellschaften, bei Genehmigungsverfahren und der Gesamtfinanzierung, um über das Tochterunternehmen voltwerk AG künftig neben Solar- und Windfonds auch lukrative Bioenergiefonds am Kapitalmarkt zu platzieren. Der erste Fonds mit vier Anlagen und einem Volumen von über 10 Millionen Euro soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. In Biokraftwerken wird aus Gülle und feuchten organischen Roh- und Reststoffen durch Vergärung Biogas erzeugt, das zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie genutzt wird. "Die weltweit aktiven Vertriebskanäle der Conergy Gruppe bieten beste Wachstumsaussichten, um ähnlich wie im Solarbereich, jetzt auch in der Bioenergie die marktführende Position zu erreichen. Eine Zukunftstechnologie für einen intelligenten Energiemix, die insbesondere auch in unionsgeführten Ländern ein nachhaltiges Wachstumspotenzial besitzt," so Dipl.-Ing. Jörg Calefice, Geschäftsführer der MAT-tec Engineering GmbH.

28.06.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Besucherrekord auf der Intersolar 2005

365 Aussteller aus aller Welt präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen in Freiburg.
365 Aussteller aus aller Welt präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen in Freiburg.

"Das Besucherplus von rund 26 % zeigt, dass der Boom im Solarmarkt ungebrochen ist", erklärten die Veranstalter der Intersolar 2005, Klaus W. Seilnacht (Geschäftsführer FWTM Messe Freiburg) und Markus Elsässer (Geschäftsführer Solar Promotion).
 
"Die Intersolar hat sich als Europas bedeutendste Fachmesse etabliert. Das zeigt die positive Resonanz der Aussteller, die mit dem immer qualifizierteren Fachpublikum sehr zufrieden sind“, so Seilnacht und Elsässer. Europas größte Solarfachmesse präsentierte vom 23. bis 25. Juni in Freiburg die wichtigsten Neuheiten und Trends in den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen. Alle relevanten Branchenvertreter nutzten die Intersolar als Plattform und gaben den Besuchern vor Ort einen kompakten Überblick.

"Die Intersolar ist das Stimmungsbarometer der Branche", weiß Wolfgang Lange, Geschäftsführer der Shell Solar GmbH Deutschland. Die Nachfrage der Besucher sei hervorragend gewesen, so der einhellige Tenor der Aussteller. "Wir sind sehr zufrieden mit der Messe, da wir viele Kontakte hatten und konkrete Verträge abschließen konnten", resümiert Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Conergy AG. "Alle wichtigen Geschäftspartner sind ausnahmslos hier", bestätigt auch Frank Henn, Vertriebsvorstand der Solarworld AG.

Mit einem Ausstellerplus von 25 % und einem Besucherzuwachs von 26 % im Vergleich zum Vorjahr konnte sich die Intersolar in diesem Jahr noch wesentlich weiterentwickeln. "Die Intersolar hat einen Quantensprung in ihrer Entwicklung hingelegt", unterstreicht Matthias Reitzenstein, Geschäftsführer Marketing / Vertrieb der Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG. "Für RWE Schott ist die Intersolar die wichtigste Messe", versichert Lars Waldmann von der RWE Schott Solar GmbH. Und Michael Clemm von Schüco International KG ergänzt: "Die Intersolar ist der Branchentreffpunkt." Franco Casadio, Technischer Direktor der italienischen Elettronica Santerno S.p.A. fasst zusammen: "Wir hatten großes Feedback und haben interessante Kontakte für die Zukunft geknüpft."

Insgesamt kamen laut Veranstalter in diesem Jahr Besucher aus über 60 Ländern zur Intersolar. Auch das Kongress- und Rahmenprogramm der Intersolar zog Solarexperten aus aller Welt an. Rund 300 Fachleute aus 40 Nationen nahmen an der im Vorfeld der Intersolar durchgeführten Solarthermiekonferenz estec2005 teil. "Im nächsten Jahr können wir mit der Hallenerweiterung der Messe Freiburg den Ausstellern noch mehr Raum bieten", betont Messechef Seilnacht. Die Intersolar 2006 findet vom 22. bis 24. Juni 2006 in Freiburg statt.

28.06.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Infografiken zu Energieeffizienz und Energiepreisen im Internet

Über 50 Grafiken zu Energieeffizienz, Energiepreisen, Verbrauchs- und Emissionsdaten bietet die Energieagentur Nordrhein-Westfalen ab sofort im Internet an. Die Schaubilder zeigen die Entwicklung wichtiger energetischer Einflussgrößen über einen längeren Zeitraum - für Nordrhein-Westfalen und Deutschland.   Die Grafiken informieren unter anderem anschaulich über die installierte Leistung und Stromproduktion aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse sowie über die Solarwärme. Die verwendeten Daten werden regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht, so die Energieagentur. "Wir richten uns mit diesem Angebot vor allem an Medien und Multiplikatoren. Aber auch für Lehrer und Referenten ist das Angebot sicherlich interessant", erläutert Projektleiter Markus Feldmann. Die Grafiken können als druckfähige JPEG-Dateien (300 dpi bei 10×15 cm) aus dem Internet geladen werden unter: http://www.ea-nrw.de.


Steigende Strompreise seit Mitte 2002

Der Strompreisindex des Verbands der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) habe mit 135,71 ein neues Hoch erreicht, berichtet die Energieagentur NRW in einer Pressemitteilung. "Je höher die Energiepreise steigen, desto größer wird der ökonomische Druck, der auf uns lastet. Inzwischen sind wir regelrecht gezwungen, Energie effizient zu nutzen," erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Das gelte nicht nur für einen privaten Haushalt mit sinkendem Realeinkommen, sondern ebenso für Unternehmen, die sich um Konkurrenzfähigkeit mühen. Dass begehrte Produkte aus knappen Gütern - wie die fossilen Energiequellen - sich verteuerten, sei eine einfache ökonomische Gesetzmäßigkeit, so Hüttenhölscher. Derzeit koste eine Kilowattstunde Strom rund 18 Cent für den Endverbraucher, und zwischen 4 und 10 Cent für gewerbliche Nutzer. Mit dem Anstieg der Strompreise von März auf April 2005 setze sich der - nur von kurzfristigen Abweichungen unterbrochene - Trend steil steigender Strompreise seit Mitte 2002 fort. "Die betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Erfordernis, elektrische Energie effizienter zu nutzen, wird immer dringlicher. Inzwischen ist Energieeffizienz technologisch keine große Herausforderung mehr, es ist nur die Frage, ob wir die vorhandenen technologischen Möglichkeiten auch nutzen."

28.06.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hessische Stadt Griesheim veranstaltet Energietage 2005

Die "2. Griesheimer Energietage, die zum bis 7. August mit Dauerausstellungen zum Thema "Energie und Klima" stattfinden. Mit dem Vortrag "Das Öltanker-Syndrom - Wie uns das Fernsehen die Welt erklärt" eröffnet Volker Angres, Moderator und Leiter der ZDF-Sendung "Umwelt – naturnahes Fernsehen" beginnt am 30. Juni um 19 Uhr die Veranstaltungsreihe. Es geht dabei um die "Schieflage" der Nachrichtenberichterstattung in Energie und Umwelt.   Nach dem Motto "Only bad news are good news" würden in den Nachrichten viele wichtige Themen nicht auftauchen, kritisiert die Stadt Griesheim in einer Pressemitteilung. Das führe zu einer verzerrten Wahrnehmung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Gerade auch Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen seien davon betroffen.


Ausstellungen und Publikumstag - Solaranlage zu gewinnen

Zusätzlich zu den Dauerausstellungen zum Thema "Energie und Klima" (z.B. "Energie@home"), findet am 10. Juli (Sonntag) ein großer Publikumstag in Griesheim statt mit kostenlosen Beratungen durch die Verbraucherzentrale Hessen und den Beratungspool der "Griesheimer Energieexperten", Sparkasse und Volksbank. Die Stadt Griesheim ist Kooperationspartner der bundesweiten Kampagne "Klima sucht Schutz" des Bundesumweltministeriums. Hierzu gibt es 500 kostenlose Heizkosten-Checks für Bürgerinnen und Bürger. Im Rahmen der bundesweiten Infotour der Aktion "Wärme von der Sonne" des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) sind die Fachleute am 10. Juli zu Gast in Griesheim. Kostenfrei gibt es Informationen zur Nutzung von Solarwärme. Im Rahmen der Veranstaltung wird eine komplette Solaranlage im Wert von 4000 Euro verlost. Teilnahmekarten gibt es vor Ort.

Weitere Informationen gibt es beim Umweltamt der Stadt Griesheim, Telefon 06155 / 701-241 oder online unter http://www.griesheim.de.

28.06.2005   Quelle: Stadt Griesheim   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Knapp 26 % mehr Biokraftstoffe in der EU

2004 wurden in der Europäischen Union 2.424.440 Tonnen Biokraftstoff produziert gegenüber 1.928.750 Tonnen im Vorjahr. Die Produktion sei um 25,7 % gewachsen berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung.  Die Entwicklung der Biokraftstoffmärkte sei eine Antwort auf die Notwendigkeit der Verringerung von Treibhausgasen wie CO2 und wirtschaftlich bedingt durch steigende Ölpreise. EurObserv’ER legt die Entwicklung dieser Branche in seinem Barometer in dem französischen Magazin Systèmes Solaires, Nummer 167, dar.


Biodiesel legt um 28,6 % zu; Bioethanol um 15,6 %.

Biodiesel sei weltweit vor allem in der Europäischen Union produziert worden, so EurObserv’ER. 2004 zählt diese durch drei neue Mitgliedsländer (Tschechische Republik, Slowakische Republik und Litauen) fortan 11 Produktionsländer. Die Produktion habe bei fast 2 Millionen Tonnen gelegen, gegenüber 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 2003. Dies entspreche einem Wachstum von 28,6 % in nur einem Jahr.

Bioethanol, der zweitgrößte Biokraftstoffmarkt der EU, wuchs laut EurObserv’ER um 15,6 %. Während des Jahres 2004 wurden 491.040 Tonnen Ethanol für Kraftfahrzeuge produziert, 2003 waren es 424.750Tonnen. Spanien, Frankreich und Deutschland seien keine direkten Verbraucher von Bioethanol, sondern wandelten Bioethanol in ETBE um (Ethylbuthylether besteht jeweils zur Hälfte aus Ethanol und Isobuten, einem Ölderivat).


EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).

Weitere Informationen im Internet
Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das Europäische Biogasproduktion wächst um 9 % (02.07.2005)

 

Neuerscheinung: "Weltmacht Energie" - Herausforderung für Demokratie und Wohlstand

Warnung vor einem entfesselten Energiemarkt.
Warnung vor einem entfesselten Energiemarkt.

"Wer die Energie hat, hat die Macht", ist eine der zentralen Aussagen des neuen Buchs von Peter Hennicke und Michael Müller. Die Autoren analysieren die zentrale Rolle, die die Energie spielt, national und für die Ordnung der Welt.
 
Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts, und Michael Müller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zeigen, wie die Energieversorgung in Zukunft aussehen kann. Eine Energiepolitik nach dem Motto "Business as usual" werde in der immer schneller zusammenwachsenden Welt unfriedlich enden, warnen die Autoren.


Energie muss dauerhaft und gerecht verteilt werden

Der Appetit der größten Verbraucher wachse ungezügelt weiter, neue, in ihrem Verbrauch schnell wachsende Länder wie China oder Indien kämen dazu, so Hennicke und Müller. Alle wollten billige Energie im angeblich freien, tatsächlich aber hoch monopolisierten Wettbewerb. Doch ohne ein Umsteuern sei ein hoher Preis fällig: Gigantische Energie-Multis, die Gefahr großer Umweltkatastrophen, riskante Stromausfälle, neue atomare Bedrohungen und explosive Kriege um knapper werdendes Öl und Erdgas. Die Zeit dränge und auch ein entfesselter Energiemarkt helfe nicht weiter. Die Energieversorgung sei ein öffentliches Gut, das dauerhaft allen und gerecht verteilt zur Verfügung stehen müsse. Deshalb brauche die Lösung der Energiefrage den gestaltenden Staat, eine engagierte Zivilgesellschaft, kreative Ingenieure, qualifizierte Arbeitnehmer und verantwortungsbewusste Energiemanager, um die drei Zukunftssäulen Energiesparen, Effizienzsteigern und Erneuerbare Energien aufzubauen.


Wege aus der Misere

Deutschland könne dabei eine Vorreiterrolle übernehmen. "Wir stehen vor der Herausforderung, wie wir die Weltmacht Energie einsetzen wollen: für Frieden und Wohlstand im Zeichen der Demokratie, oder für eine zunehmende Zerstörung der Welt. Dieses Buch zeigt, dass es Wege aus der Misere gibt. Entscheidend ist, die Weltmacht Energie zu demokratisieren. Dann können alle von ihr profitieren", heißt es in der Ankündigung der Neuerscheinung.

Bibliographische Angaben: Peter Hennicke und Michael Müller: Weltmacht Energie: Herausforderung für Demokratie und Wohlstand. Mit einem Vorwort von Klaus Töpfer. Stuttgart: S. Hirzel Verlag 2005. Kartoniert, 260 S.; 29,00 Euro (D); ISBN 3-7776-1319-3.

27.06.2005   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wuppertal Institut

 

EU-Kommission startet Umfrage zum Emissionshandel

Die Europäische Kommission hat eine Internet-Umfrage zum EU-Emissionshandelssystem gestartet. Diese Umfrage sei der erste Schritt zur Überprüfung der Funktion des Systems, das seit Januar 2005 existiert, heißt es in der Pressemitteilung der Kommission.   Auf der Grundlage der Umfrage will die Kommission Mitte 2006 einen Bericht vorlegen. Die Überprüfung könne schließlich zur Überarbeitung der Emissionshandelsrichtlinie und zu einer Ausdehnung des Systems auf neue Sektoren und Gasemissionen führen, kündigt die Kommission an. "Diese Umfrage ist ein wesentlicher Teil der Überprüfung des Systems und unserer Vorbereitungen auf die nächsten Schritte“, sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Weiter hob Dimas hervor, wie wichtig die Beiträge der Beteiligten mit Praxiserfahrung seien und ermunterte alle Interessenten zur aktiven Mitarbeit an der Umfrage.


500 Beteiligte sollen antworten

Etwa 500 Akteure werden direkt angesprochen und zur Mitarbeit an der Umfrage aufgefordert, darunter Unternehmen aus dem Emissionshandelssektor und deren Verbände, Nichtregierungsorganisationen und Mitgliedstaaten. Die Umfrage soll sich auf ein breites Themenspektrum erstrecken, darunter die Funktion des Marktes für Zertifikate, die Harmonisierung der Zuteilungsmethoden, die Behandlung von Markteintritten und -austritten, die mögliche Einbeziehung weiterer Sektoren und Gasemissionsarten in das EU-Emissionshandelssystem, Verrechnungs- und Steuerprobleme sowie nicht zuletzt auch auf Fragen der Wettbewerbsfähigkeit.


Bericht für Parlament und Rat

Die Ergebnisse der Umfrage sollen in den Bericht über die Anwendung des EU-Emissionshandelssystems einfließen, den die Kommission 2006 dem Europäischen Parlament und dem Rat vorlegen muss. Zusammen mit diesem Bericht kann die Kommission auch Vorschläge zur Änderung des Systems unterbreiten wie beispielsweise die Einbeziehung zusätzlicher Sektoren oder Treibhausgase. Jegliche Änderungen am Emissionshandelssystem, welche die Kommission 2006 vorschlägt, könnten jedoch erst ab 2013 in Kraft treten. Im Anschluss an die Umfrage, die bis zum 16. August 2005 läuft, sollen 2005 bis 2006 Gespräche mit den Interessengruppen stattfinden.

27.06.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarmobiltour in Oberfranken am 3. Juli 2005

Startbereite Solarmobile
Startbereite Solarmobile

Mindestens ein Dutzend Solarmobile werden am Sonntag, dem 3. Juli im oberfränkischen Stammbach/Fichtelgebirge zu einer Rundfahrt starten, kündigt die Internetplattform "Baubiologie Regional" in einer Pressemitteilung an. Mit der Solarmobiltour wollen die Initiatoren für die Nutzung der regenerativen Energien werben und Alternativen im Straßenverkehr aufzeigen. Im Fichtelgebirge soll die Leistungsfähigkeit der batteriebetriebenen Solarmobile gezeigt werden.
 
Die Idee zu der Rundfahrt stammt von dem Geschäftsführer des Solarfachbetriebs Lenkeit GmbH, Joachim Lenkeit, der 2002 die erste Solarmobiltour "just for sun" in der Region organisierte.

Den batteriebetriebenen Einsitzern werde durch die Höhen des Fichtelgebirges auch diesmal wieder einiges abverlangt, so der Veranstalter. Nach dem Start um 10 Uhr führt der Kurs über mehrere Stationen zur Bürgersolaranlage nach Bad Berneck. Dort wird der Korso um 14 Uhr zur Gesprächsrunde mit Kommunalpolitikern, Pressevertretern und weiteren Gästen erwartet. Die Fahrer wollen dort Fragen zum Tourverlauf aber auch zur Solarenergie beantworten. Neben den Solarmobilen befassen sich die Teilnehmer mit alternativen Fahrzeugen, mit der Pflanzenöl-Technologie, mit Hybridmotoren und mit Erdgasautos.
Wie im Vorjahr soll die Tour an verschiedenen Stellen unterbrochen werden, um in Kontakt mit der Bevölkerung zu treten und Informationen auszutauschen. Alle, die sich mit Ihrem Solarfahrzeug der Tour anschließen wollen, können sich bei Joachim Lenkeit anmelden unter der Telefon-Nr. 09273-247 oder per Email unter info@lenkeit-dach.de.

27.06.2005   Quelle: Baubiologie Regional; openPR.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: H.G. Lenkeit GmbH

 

Fachhochschule Kiel: Botschafter für Windkraft in Japan

Vom 3. bis 16. Oktober veranstaltet die Fachhochschule Kiel die „Engelbert-Kaempfer-Summer-School 2005“ zum Thema Windenergie in Ashikaga City, Hauptstadt der japanischen Präfektur Tochigi. Veranstaltungspartner sind die Japan Wind Energy Association (JWEA), das Kompetenzzentrum Windenergie Schleswig-Holstein und das Ashikaga Institute of Technology.   Die FH Kiel präsentiert sich während des Deutschlandjahres 2005/2006 in Japan und wird im Rahmen der Akademischen Sommerschule vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.

89 Hochschulen hatten sich im Dezember 2004 beim DAAD für das Programm „Summer Schools im Ausland 2005“ beworben. Die Fachhochschule Kiel gehört zu den 17 Hochschulen , die in diese Förderung aufgenommen wurden. Sie ist als größte Fachhochschule des Landes Schleswig-Holstein eine der international aktivsten Hochschulen in Deutschland.


Praxisnahe Förderung und Entwicklung

Unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Constantin Kinias, Rektor der Fachhochschule Kiel, wird eine Delegation aus Professoren und Studierenden mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen Japans praxisnahe Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte zu Windenergienutzung erörtern. Dabei wird eine interdisziplinäre Verknüpfung der Ingenieurs-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften angestrebt. Workshops runden das Programm ab. Im Anschluss an die Summer School wird die Kieler Delegation japanische Produzenten von Windkraftanlagen wie Mitsubishi und die Fuji Schwerindustrie sowie mehrere Windparks besuchen und Gespräche über wissenschaftliche und wirtschaftliche Kooperationen führen. Izumi Ushiyama, Professor am Ashikaga Institute of Technology und Vorsitzender der JWEA koordiniert vor Ort die Veranstaltung.


Schleswig-Holstein: Technologievorsprung bei großen Windanlagen

Das Projekt „Deutschland in Japan“ war im Frühjahr dieses Jahres von Bundespräsident Horst Köhler eröffnet worden. Deutschland präsentiert sich ein Jahr lang in seiner ganzen Vielfalt als aktiver Wirtschaftspartner, traditionsreiche Kulturnation sowie moderner Bildungs-, Forschungs- und Investitionsstandort. Das Land Schleswig-Holstein konnte in den vergangenen Jahren einen erheblichen Forschungs- und Technologievorsprung bei großen Windanlagen erlangen. Von weltweit etwa zehn Entwicklungsprojekten für Multi-Megawatt-Windkonverter werden allein fünf in Schleswig-Holstein bearbeitet. An dem im Sommer 2004 gegründeten „Kompetenzzentrum Windenergie Schleswig-Holstein“ sind 18 Professoren aus sechs Hochschulen beteiligt.

26.06.2005   Quelle: Fachhochschule Kiel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

EU-Kommission untersucht Gas- und Strommärkte

Die Europäische Kommission hat mit einer Untersuchung des Wettbewerbs auf den Gas- und Strommärkten begonnen. Die europäische Wettbewerbsbehörde habe ihre Initiative begründet mit dem Hinweis auf die große Bedeutung funktionierender Energiemärkte für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und die Verwirklichung der Verbrauchervorteile, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommission.   Die Verbraucher erwarteten nach der Liberalisierung von der Branche unter anderem eine freie Wahl des Anbieters und niedrigere Preise. Anlass der Untersuchung seien Beschwerden von Verbrauchervertretern und Neuanbietern über die Entwicklung auf den Großhandelsmärkten und die geringen Auswahlmöglichkeiten für die Verbraucher. Die Untersuchung, die sich auch mit den Gründen für die jüngsten Energiepreisanhebungen befassen soll, ergänze die fortlaufende Beobachtung der Umsetzung der EU-Energiegesetzgebung. Ende 2005 muss die Europäische Kommission einen ausführlichen Bericht vorlegen.

Wie die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes betonte, "ist Energie ein entscheidender Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltige Beschäftigung und Wohlstand aller Bürger der EU. Angesichts der jüngsten Preiserhöhungen müssen wir uns vergewissern, dass die Gas- und Strommärkte ordnungsgemäß funktionieren. Sollten wir Anhaltspunkte für Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht aufdecken, werden wir angemessene Maßnahmen ergreifen, um die europäischen Verbraucher zu schützen, betonte Kroes.


Mitgliedstaaten sind verpflichtet, wettbewerbsfähige Energiemärkte zu schaffen

Das für die Energiepolitik zuständige Kommissionsmitglied Andris Piebalgs erläuterte die Untersuchung mit den Worten: "Die Kommission wird sich entschlossen dafür einsetzen, dass die Mitgliedstaaten den von ihnen eingegangenen Verpflichtungen, wettbewerbsfähige Energiemärkte zu schaffen, auch nachkommen. Das bedeutet nicht nur die vollständige Umsetzung der Liberalisierungsrichtlinien und den Bau neuer Verbindungsleitungen, sondern auch die aktive und vorausgreifende Anwendung des Wettbewerbsrechts", so Piebalgs. Die jetzt anlaufende wettbewerbsrechtliche Untersuchung bilde einen wichtigen Bestandteil der Strategie, mit der die Kommission gewährleisten wolle, dass Verbraucher und Unternehmen von einem wirklich wettbewerbsfähigen europäischen Energiemarkt profitieren“.


Mögliche Wettbewerbsverzerrungen identifizieren

In der Untersuchung sollen mögliche Wettbewerbsverzerrungen identifiziert werden, die mit den Mitteln des Wettbewerbsrechts beseitigt werden könnten. Die entsprechenden Maßnahmen würden anschließend entweder von der Kommission oder den nationalen Wettbewerbsbehörden ergriffen. Darüber hinaus sollen auch sonstige Marktbedingungen beleuchtet werden, die wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen förderlich sind.

Gas und Strompreise gestiegen

Beobachter rechnen laut EU-Kommission mit einer Fortsetzung der Preiserhöhungen für Strom und besonders für Gas. zum Nachteil der Verbraucher und vor allem der energieintensiven Industriezweige Europas. Der bisherige grenzüberschreitende Energiehandel scheine nicht auszureichen, um das Preisgefälle zwischen den meisten Mitgliedstaaten auszugleichen, und die Integration der nationalen Märkte vollziehe sich in vielen Regionen nur langsam. Darüber hinaus sei es nur zu wenigen Marktzutritten gekommen. Der Konzentrationsgrad in der Branche sei weiterhin hoch.


Großhandelsmärkte und Preisbildung sollen untersucht werden

Schwerpunkte der Untersuchung sind laut EU-Kommission die Großhandelsmärkte und die Preisbildung. Hierzu sei auch zu analysieren, wie die nationalen Märkte zusammenwachsen und die grenzüberschreitenden Verbindungsleitungen genutzt werden. Weitere Gegenstände der Untersuchung sind Marktzutrittsschranken wie langfristige Verträge und der Zugang zum Gasmarkt sowie die Beziehungen zwischen den Netzbetreibern und den mit ihnen verbundenen Unternehmen im Gas- und Stromsektor.

Zur Durchführung dieser Untersuchung kann die Kommission Informationen, Unterlagen und Erklärungen bei Unternehmen und Verbänden einholen. Dabei strebe sie einen offenen Dialog mit allen Beteiligten an und werde sie über die Fortschritte der Untersuchung auf dem Laufenden halten. Ein Zwischenbericht über Aspekte im Zusammenhang mit der Binnenmarktuntersuchung soll bis Ende 2005 fertig gestellt werden, die wichtigsten Ergebnisse sollen 2006 veröffentlicht werden.

26.06.2005   Quelle: EU-Kommisssion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Größtes Bürger-Solarkraftwerk von Köln am Netz

Auf dem Dach der städtischen Gesamtschule (Europaschule) in Köln-Raderthal arbeitet seit Mitte Juni eine neue Solarstromanlage. Aus den Solarmodulen mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern können jährlich rund 15.000 Kilowattstunden Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist werden, berichtet die Stadt Köln in einer Pressemitteilung.   Ermöglicht worden sei die Anlage durch das finanzielle Engagement von über 150 privaten Kapitalanlegern, die sich im Rahmen eines so genannten Bürgercontracting als stille Gesellschafter an diesem Solar- und Sparprojekt beteiligt haben. "Ich freue mich über die Realisierung dieses zukunftsweisenden Projektes. Gerade die Kommunen müssen eine Vorreiterrolle und Vorbildfunktion in punkto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung übernehmen", sagte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma.


Land Nordrhein-Westfalen fördert, RheinEnergie AG gibt Zuschuss

Die Stadt Köln ist mit ihrer städtischen Gebäudewirtschaft Kooperations- und Vertragspartner für das vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie konzipierte Vorhaben. Die Gebäudewirtschaft hat das Dach bereitgestellt und das Projekt mit ihrem Know-how als städtische Immobilienbewirtschafterin begleitet. Die Anlage wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert im Rahmen der "100.000 Watt-Solar-Initiative für Schulen in NRW – EnergieSchule 2000+", außerdem unterstützt die Kölner RheinEnergie AG das Solarkraftwerk mit einem Investitionszuschuss.


1,5 Millionen Kilogramm weniger CO2-Emissionen

Der Vertrag mit der Trägergesellschaft des Projektes, der "Solar&Spar Contract GmbH & Co. KG Europaschule Köln", hat eine Laufzeit von 14 Jahren. Anschließend soll die Anlage komplett in das Eigentum der Stadt Köln übergehen. In Kürze sind an der Europaschule zusätzlich wirksame Strom- und Wärmeeinsparverbesserungen geplant und im Keller des Gebäudes soll ein hochmodernes Blockheizkraftwerk eingebaut werden. Durch alle Vorhaben zusammen könnten die für das Klima mitverantwortlichen CO2-Emissionen allein an der Europaschule um jährlich rund 1,5 Millionen Kilogramm gesenkt werden, heißt es in der Pressemitteilung.

25.06.2005   Quelle: Stadt Köln   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Forschungsprojekt untersucht Integration von Solarzellen in Bekleidung

Mustang-Jeansjacke mit Solarzellen.
Mustang-Jeansjacke mit Solarzellen.

Neun Partner aus Forschung und Industrie untersuchen noch bis 2006 die Integrationsmöglichkeiten von Solarzellen in Kleidungsstücke. Das Verbundprojekt "Solartex" zur Energieersorgung mobiler Kleingeräte wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert.

 
Bisher seien zwei Demonstrationsmodelle vorgestellt worden, die Energie erzeugen und speichern können: eine Bogner-Jeansjacke der Firma Mustang und eine Warnschutzjacke der Firma Tempex. Auf der Messe Avantex vom 7. – 9. Juni in Frankfurt wurden nun zwei weitere Funktionsmuster gezeigt, so das Bekleidungsphysiologische Institut Hohenstein e. V.: eine Kinderjacke mit aktiven Leuchtelementen der Firma Kanz und eine optimierte Jeansjacke der Firma Mustang. Für den weiteren Projektverlauf seien Demonstrationsmuster aus den Bereichen Sportswear und Schutzbekleidung in Planung. In dem Projekt soll unter anderem auch beurteilt werden, welche Marktchancen Bekleidung mit eingebauter Photovoltaik hat.

25.06.2005   Quelle: Bekleidungsphysiologisches Institut Hohenstein e. V.; idw   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bekleidungsphysiologisches Institut Hohenstein e. V.

 

ADEV Solarstrom investiert auf Sindelfinger Schulen

Photovoltaikanlage auf Schuldach in Sindelfingen
Photovoltaikanlage auf Schuldach in Sindelfingen

Die ADEV Solarstrom GmbH, deutsches Tochterunternehmen der Schweizer ADEV-Gruppe, hat in zwei Solarstromanlagen auf Schuldächern im baden-württembergischen Sindelfingen investiert. Beide Vorhaben wurden von der eneral* GmbH mit Sitz in Waldenbuch projektiert und innerhalb von nur 3 Wochen gebaut, berichtet eneral* in einer Pressemitteilung.
 
Das gesamte Investitionsvolumen betrage rund 600.000 Euro.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule Königsknoll besteht aus 512 Modulen vom Typ "Kyocera KC 120-2" und hat eine Spitzenleistung von 61 kWp. Auf dem Dach der Realschule Eschenried wurden 448 Module mit 54 kWp installiert. Beide Anlagen bringen zusammen 115 kWp. Die Unterkonstruktion für die Solarstromanlagen lieferte die ZinCo GmbH. Die Solar-Basis "SB 200" habe die einfache und schnelle Montage ohne Dachdurchdringungen ermöglicht, betont eneral*. Zudem würden hohe Punktlasten auf dem Dach vermieden.

25.06.2005   Quelle: eneral* GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: eneral* GmbH

 

Freiburger Steuerberater empfiehlt Solarstrom als Geldanlage

Lohnende Investition: 11,5 kWp-Solarstromanlage bei Freiburg.
Lohnende Investition: 11,5 kWp-Solarstromanlage bei Freiburg.

"Mit einer Photovoltaik-Anlage kann man Renditen von 6% und mehr erreichen", sagt Diplom-Volkswirt Gerhard Zwick von der Freiburger Steuerberatungsgesellschaft Zwick. Solarstrom sei eine sichere Geldanlage, weil die Einspeisevergütung 20 Jahre lang gesetzlich garantiert ist. Wer nicht über die ganze Investitionssumme verfüge, könne zinsgünstige Förderkredite in Anspruch nehmen, heißt es in der Pressemitteilung der Steuerberatungsgesellschaft.
  "PV-Anlagen sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", betont der Firmengründer. Er und sein Mitgesellschafter, Diplom-Finanzwirt Andreas Strub, hätten beide selbst eine Solarstromanlage. Familie Rolle aus Reute bei Freiburg gehört zu den ersten Mandanten, die dem Rat ihrer Steuerberater gefolgt sind. Wegen der hohen Investitionskosten sei Silke Rolle erst skeptisch gewesen. Doch: "Wenn der Steuerberater sein Geld in eine PV-Anlage steckt, dann muss was dran sein", so Frau Rolle. Mittlerweile sei sie mit der Anlage (11,5 Kilowatt Spitzenleistung) auf dem eigenen Hausdach sehr zufrieden. "Wer eine sichere Geldanlage mit einer überdurchschnittlichen Rendite will, für den ist Solarstrom das Richtige", empfiehlt Strub seinen Mandanten. Für das Geschäft mit der Sonne brauche man nicht unbedingt ein eigenes Haus. Solarfonds böten gute Renditen für alle, die zur Miete wohnen oder deren Hausdach nicht geeignet ist.


"Jetzt unbedingt den Niedrigzins nutzen"

Falls das Geld für eine PV-Anlage nicht ausreicht, helfen die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit derzeit 3,61% effektivem Jahreszins. Unbürokratisch auf einem einseitigen Formular, mit einer Bearbeitungszeit von drei Wochen, sei der Antrag über die eigene Hausbank schnell gestellt, betont der Steuerberater. "Jetzt unbedingt den Niedrigzins nutzen", rät Gerhard Zwick und nennt zudem den entscheidenden Vorteil der staatlichen KfW-Förderbank: Bei Vermögensumschichtungen seien Sondertilgungen ohne zusätzliche Kosten jederzeit möglich.


Amortisation an guten Standorten nach zehn Jahren möglich

"Die Risiken sind deshalb so gering, weil die Technik ausgereift und hunderttausendfach erprobt ist", weiß Helmut Godard von Energossa, einer der ältesten Solar-Installationsfirmen in Freiburg. Modulhersteller geben eine Leistungsgarantie von bis zu 25 Jahren. In der Renditeberechnung sei der Austausch des Wechselrichters berücksichtigt, der den Strom für das Netz umwandelt. Darüber würden fast keine Wartungskosten anfallen. Eine 5 kWp Anlage brauche etwa 40 Quadratmeter Fläche und koste derzeit rund 27.000 Euro. Bei einer Einspeisevergütung von 54,53 Cent pro kWh erwirtschafte eine solche Anlage an einem guten Standort in Süddeutschland rund 2.450 Euro pro Jahr. Bei 60% Fremdkapital habe sich die Anlage nach 10 Jahren amortisiert.

Informationen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz: eeg.html
Informationen zu den KfW-Krediten: http://www.kfw-foerderbank.de

24.06.2005   Quelle: Andreas Strub, Steuerberatungsgesellschaft mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Consulting
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Aufruf 2005 zum Programm "Intelligente Energie - Europa (EIE)" Ende September erwartet

Die EU-Generaldirektion Energie und Verkehr (DG TREN) wird den 3. Aufruf für das EIE-Programm wahrscheinlich Ende September veröffentlichen, mit Abgabedatum Anfang 2006. Das berichtet die Nationale Kontaktstelle Energie in einer Pressemitteilung. Das neue Arbeitsprogramm soll Anfang September mit einem Budget bis zu 50 Millionen Euro publiziert werden.  Fast alle Themen des EIE-Programms werden laut Nationaler Kontaktstelle ausgeschrieben. Im Rahmen des neuen Aufrufs sind auch Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Norwegen, Island und Liechtenstein teilnahmeberechtigt.


EU-Förderung für Energieeffizienz und Erneuerbare

Intelligent Energy - Europe (EIE) ist das EU-Förderprogramm für nicht technische Projekte im Bereich Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien. Es läuft von 2003-2006. Das Programm wurde vom Europäischen Parlament am 26.06.2003 beschlossen und trat am 4. August 2003 in Kraft. Es soll die EU-Politik unterstützen, die beschrieben ist im Grünbuch zur sicheren Energieversorgung, im Weißbuch zum Transport sowie weiteren EU-Vorgaben einschließlich der Richtlinien zu erneuerbaren Energien u.a. Das Programm umfasst vier Arbeitsfelder: SAVE (Verbesserung der Energieeffizienz) ALTENER (Förderung erneuerbarer Energien), STEER

Weitere Informationen (englisch) unter http://europa.eu.int/comm/energy/intelligent/index_en.html

24.06.2005   Quelle: Nationale Kontaktstelle Energie; Projektträger Jülich im Forschungszentrum Jülich GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Braas Solarstrom: Neues System "PV Quick"

Erste Verlegung des Braas Solarstrom-Systems PV Quick auf dem Dach des Herstellers.
Erste Verlegung des Braas Solarstrom-Systems PV Quick auf dem Dach des Herstellers.

Die Lafarge Dachsysteme GmbH hat die Serie ihrer Braas Photovoltaik-Produkte um das Solarstrom-System PV Quick erweitert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bedeutendstes Kennzeichen des neuen Systems: PV Quick lasse sich perfekt in jedes Dach integrieren, unabhängig von der jeweiligen Dachdeckung.

 
Damit passe es zu allen Braas-Dachsteinen und Tondachziegeln und übernehme gleichzeitig die Funktion der Dachdeckung. Je nach Dachpfannengröße und Deckungsart ersetze beispielsweise das System "PV Quick 8" beim Typ "Braas Smaragd" 9,7 Tondachziegel, bei der Frankfurter Pfanne seien es 14 Dachsteine, beim Opal Berliner Biber 27 Biberschwanzziegel. Das System wird laut Hersteller als komplette Einheit geliefert, die einzelnen Photovoltaikmodule sind bereits in einem stabilen universell passenden Eindeckrahmen aus farblich beschichtetem Aluminium vereint und anschlussfertig verschaltet. Das Braas Solarstrom-System PV Quick bestehe aus ausgereiften und bewährten Komponenten und stelle eine handwerklich, technisch und optisch perfekte, passgenaue Solardachlösung dar, so Lafarge Dachsysteme.


Schneller und kostensparender Einbau

PV Quick wird als vorkonfektionierte, leicht zu montierende Einheit, zu 4, 6, 8 oder 10 Quadratmetern geliefert. Ideal sei die Montage mittels Hochkran, dadurch würden kürzeste Montagezeiten erzielt. Wie üblich bei Braas Produkten gehöre das gesamte, zum fachgerechten Einbau notwendige Zubehör zum Lieferumfang, um dem Dachhandwerker den schnellen, sicheren und damit kostensparenden Einbau zu ermöglichen. Eine Beschädigung des Solarstrom-Systems und des Daches durch Windsog und Schneesackbildung sei praktisch ausgeschlossen, betont der Hersteller. Die Abdeckung aus hochwertigem Sicherheitsglas garantiere höchste Regen-, Sturm- und Hagelsicherheit. Die vollständige Integration in die Dachdeckung füge dieses hoch-technische Bauteil ästhetisch in die Gesamtarchitektur ein.

Braas zählt zu den bekanntesten Marken bei Dachbaustoffen in Deutschland. Die Produkte werden zurzeit an 17 Standorten bundesweit von der Lafarge Dachsysteme GmbH produziert und vertrieben. Die Lafarge Dachsysteme GmbH ist ein Unternehmen von Lafarge Roofing, dem Geschäftsbereich Dachbaustoffe der Lafarge Gruppe. Mit über 200 Produktionsstandorten in 45 Ländern ist Lafarge Roofing nach eigenen Angaben der führende weltweite Anbieter von Dachlösungen mit Produkten für das geneigte Dach, Dachsystemteilen und Schornsteinsystemen.

24.06.2005   Quelle: Lafarge Dachsysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Lafarge Dachsysteme GmbH

 

Frankreich: Größte Solarstromanlage in Chambéry eingeweiht

Das größte photovoltaische Solarkraftwerk Frankreichs, das die Sonnenenergie zur Herstellung von Elektrizität nutzt, ist am 1. Juni in Chambéry (Savoyen) eröffnet worden. Das berichten die Französischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Bulletin "Wissenschaft Frankreich". Das Kraftwerk bestehe aus zwei Blöcken, wobei der erste über eine Solarmodulfläche von 860m² verfüge und auf Trinkwasserbehältern stehe, und der zweite mit 150m² Modulfläche ausgestattet sei und sich auf einem nahen Gebäude befinde.  Die Anlage habe eine maximale Leistung von mehr als 100 kWp (Kilowatt Spitzenleistung).


Solarstrom zum Eigenverbrauch und zur Netzeinspeisung

Die jährliche Energieerzeugung soll rund 120.000 Kilowattstunden betragen. 20 % des produzierten Stroms werden für die Versorgung der Wasserbehälterpumpen genutzt. Die anderen 80% werden an EDF verkauft. Die Gesamtkosten des Kraftwerkes belaufen sich auf 530.000 Euro, davon 450.000 Euro für den photovoltaischen Teil. Louis Besson, der Bürgermeister der Stadt Chambéry, betonte: "Die finanzielle Beteiligung ist außergewöhnlich, mit Anteilen aus Europa (35%), der Region Rhônes-Alpes (18%), der französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) (14%), dem Gemeinderat Savoyens (13%) und der Stadt Chambéry (20%)".


Chambéry wird Standort des ersten französischen Instituts für Solarenergie

Die Einnahmen des Kraftwerks (12.000 Euro pro Jahr) sollen neuen Entwicklungsprojekten zugewiesen werden. Die Anlage sei so eingerichtet, dass auch pädagogische Besichtigungen möglich sind. Die Stadt Chambéry habe sich seit 2001 verpflichtet, mit einem Programm zur Entwicklung erneuerbarer Energien die europäische Zielsetzung von acht Watt Spitzenleistung (Wp) pro Einwohner bis 2010 erreichen. In den kommenden Jahren wird sie Standort des ersten nationalen Instituts für Solarenergie (Ines – Institut national de l’énergie solaire) Frankreichs sein.

23.06.2005   Quelle: Wissenschaft-Frankreich (Nr. 79; 15. Juni 2005), Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz; CNRS, Le Figaro   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarthermie: Solarpraxis veröffentlicht mehrsprachige CDs für Installateure

Mit neuen Kursen zu Solarwärmeanlagen erweitert die Berliner Solarpraxis AG ihr Verlagsangebot für Installateure, Planer, Dozenten und Verkäufer. Die neuen, mehrsprachigen CD-ROMs sollen deutschen Solarunternehmen den Weg in ausländische Märkte öffnen, denn deutsches Technologie-Know-how sei international gefragt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
In Frankreich seien innerhalb weniger Wochen über 6.500 Exemplare der CD-ROM verkauft worden.


Russische und türkische Versionen ab Sommer 2005

Derzeit bietet die Solarpraxis vier länderspezifische Versionen der CD-ROM an: Spanisch, Französisch, Englisch und Italienisch. Ab Sommer 2005 sollen auch russische und türkische Versionen verfügbar sein. Die CD-ROMs enthalten rund 150 Vortragsfolien mit technischen Informationen, Grafiken und Abbildungen. Sie eignen sich laut Solarpraxis für das Selbststudium sowie für Vorträge und Schulungen. Das Projekt wurde mit Unterstützung des Europäischen Kupferinstituts verwirklicht. Zu beziehen sind die CD-ROMS bei der Solarpraxis unter http://www.solarpraxis.de oder bei den Kupferinstituten der jeweiligen Länder. (Frankreich www.cuivre.org; Italien www.iir.it; England www.cda.org.uk; Spanien cedic@pasanet.es).

23.06.2005   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG

 

Bundesweiter Architekturwettbewerb "Photovoltaik und Design"

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat im Juni 2005 gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer (BAK) und dem Bunde Deutscher Architekten (BDA) zu dem bundesweiten Architekturwettbewerb "Photovoltaik und Design" aufgerufen. Der Wettbewerb soll Architekten, Planer und Bauherren dazu anregen, die gestalterischen Möglichkeiten der Photovoltaik auszuschöpfen.  Den fünf Gewinnern winken jeweils 20.000 Euro, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. "Photovoltaik-Module sind viel zu schade, um sie einfallslos als reine Stromlieferanten aufs Dach zu schrauben. Sie können auch als Witterungs-, Sonnen-, Schall- und Sichtschutz sowie Wärmedämmung dienen. Dies macht sie zum idealen Gestaltungselement für Architektur“, so Trittin.


Potenziale effizienter Energienutzung ausschöpfen

Der Wettbewerb wird vom BDA und der BAK unterstützt. Beide Verbände kooperieren mit dem Bundesumweltministerium. BAK-Vizepräsident Joachim Brenncke betonte: "Die Architekten haben dabei die Aufgabe, in der Planung die Potenziale effizienter Energienutzung auszuschöpfen und in zeitgemäße Architektur umzusetzen. Der vom Bundesumweltminister ausgelobte Architekturwettbewerb Photovoltaik ist ein notwendiger, wichtiger Schritt zu mehr Vielfalt und Qualität.“ Die Vorsitzende des BDA Berlin, Christine Edmaier, ergänzte: "Als ein zentrales Ziel des BDA ist die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt definiert. Daher ist es für Architekten ein zentrales Anliegen, die gestalterischen und funktionalen Ansprüche an die Architektur mit den ökologischen Erfordernissen in Übereinstimmung zu bringen. Ob Nachhaltigkeit allerdings zum Aushängeschild für eine ästhetische Gestaltung werden kann, sollte nur in Verbindung mit der Gesamtqualität des Gebäudes diskutiert und beurteilt werden."


Preisgelder und Förderung als Demonstrationsvorhaben

Der Architekturwettbewerb wird laut BMU in Kürze mit einem Interessenbekundungsverfahren starten. Ziel ist, Architektur und Photovoltaiknutzung innovativ miteinander zu verbinden. Neben Preisgeldern für die Gewinner sollen ausgewählte Projekte eine Förderung als Demonstrationsvorhaben aus dem "Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen" des Bundesumweltministeriums erhalten. Die Wettbewerbsbeiträge sollen sich auf Planungen, auf "Projekte im Werden" und nicht auf bereits fertiggestellte Gebäude beziehen. Neubauten sollen ebenso berücksichtigt werden wie Umbaumaßnahmen im Gebäudebestand. Die Konzentration auf in der Planung befindliche Projekte soll die Investitionsbereitschaft fördern und Anreize zur Nachahmung schaffen.

Hinweis: Zum Wettbewerb gibt es Hintergrundinformationen im PDF-Format unter http://www.bmu.de/files/erneuerbare_energien/downloads/application/pdf/infopapier_photovoltaik_050616.pdf

23.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Intersolar 2005: Sharp macht sich für die Sonne stark

Sonnenlicht gebündelt: Sharp-Konzentrator auf der PV-Konferenz in Barcelona.
Sonnenlicht gebündelt: Sharp-Konzentrator auf der PV-Konferenz in Barcelona.

Auf der diesjährigen Solarmesse Intersolar 2005 in Freiburg zeigt Sharp neue Photovoltaik-Technologien und -Entwicklungen. Neben der Präsentation aktueller Produkte, will der Weltmarktführer bei der Herstellung von Solarmodulen auch für einen starken Anteil des Sonnenstroms am Energiemix der Zukunft werben.

 
Vom 23. bis zum 25. Juni 2005 findet in Freiburg mit der Intersolar 2005 Europas größte Fachmesse für Photovoltaik, Solarthermie und solares Bauen statt. In Halle 2, Stand 388 zeigt Sharp auf 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche seine neuesten Photovoltaikprodukte, wie zum Beispiel den Prototypen eines Licht-Konzentrators, die Lumiwall, das Solar-Street-Light und semitransparente Dünnschicht-Solarzellen. In diesem Jahr stehe die Intersolar 2005 auch im Zeichen der bevorstehenden Bundestagswahlen, heißt es in der Pressemitteilung der Sharp Electronics (Europe) GmbH. Daher nutze Sharp seinen Messeauftritt, um für einen starken Einsatz der Sonnenenergie im zukünftigen Energiemix zu werben sowie Fachbesucher und die interessierte Öffentlichkeit über das hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Potential der Sonnenenergie zu informieren.


Neuer Licht-Konzentrator

Mit dem Licht-Konzentrator präsentiert Sharp auf der Intersolar 2005 eine nicht auf Silizium basierende Lösung, um mit der Sonne Strom zu erzeugen. Über eine Fresnellinse wird das Sonnenlicht mit einer bis zu 500-fachen Konzentration auf eine sieben mal sieben Millimeter große Gallium-Arsenid-Zelle gelenkt. Dabei werde ein Zellwirkungsgrad von bis zu 40 Prozent erreicht. Die aus insgesamt 90 Zellen bestehende Konzentrator-Anlage verfügt über ein zweiachsiges Nachführsystem, das für einen optimalen Winkel zur Sonne sorgt. Gerade für sehr sonnenreiche Gegenden sei der Licht-Konzentrator eine interessante Alternative zu kristallinen Solarmodulen bei der Sonnenstromerzeugung, beton Sharp.


Siliziumsparende Technologien

Angesichts des weltweiten Siliziummangels habe Sharp zudem weitere Technologien entwickelt, die Silizium sparen oder auf neue Materialen zur Erzeugung von solarem Strom setzen. Neben der Weiterentwicklung der Dünnschicht-Technologie sei ein neues Ätzverfahren zur Herstellung der Solarzellen entwickelt worden, um eine gleichmäßigere Oberflächenstruktur der Zellen zu gewährleisten. Die dadurch verringerte Reflexion des einfallenden Lichtes erhöhe die Lichtausbeute der Zelle. Als ein Ergebnis dieses neuen Verfahrens zeigt Sharp das polykristalline Modul ND-Q2E3E mit einer Leistung von 162 Watt und einem Wirkungsgrad von 12,4 Prozent.

Ein weiterer siliziumsparender Ansatz ist laut Sharp die so genannte "Non-Slice-Wafer Technologie", um den Siliziumverlust durch das Schneiden bei der Zellherstellung (technisch "läppen") zu vermeiden. Dabei werde die Zelle ohne rohstoffintensive Schneideverfahren direkt aus verflüssigtem Silizium gewonnen. Ziel ist die Reduzierung der Zellstärken, die dabei noch zwischen 300 und 400 Mikrometern liegen. Anfang Juni hat Sharp dieses Verfahren auf der europäischen Photovoltaik-Konferenz in Barcelona erstmals vorgestellt.


Transparente Hochleistung

Neben der Lumiwall und dem Solar-Street-Light präsentiert Sharp in Freiburg auch neuartige, auf einer Tandem-Struktur aus amorphem und kristallinem Silizium basierende, Dünnschichtmodule. Diese Module seien mit einer Lichtdurchlässigkeit von 10 bis 15 Prozent optimal für den Einsatz in Fassaden und Wintergärten geeignet. Der Grad der Lichtdurchlässigkeit sei variabel, bis zu 30 Prozent seien technisch möglich. Das nicht durchsichtige schwarze Standardmodul hat eine maximale Ausgangsleistung von 45 Watt, die semitransparente Ausführung verfügt über eine Maximalleistung von 33 Watt.


Starke Argumente für die Sonne

Deutschland ist laut Sharp der größte Nutzer und Förderer von Solarstrom in Europa. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sei das kostengünstigste Instrument zur Unterstützung der Photovoltaik und beschleunige die Markteinführung und Kostensenkung von Solarstromanlagen. Die Photovoltaik als Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien und genieße in Deutschland eine hohe Akzeptanz. Laut aktuellen Umfragen von Emnid und Allensbach sprächen sich 98 Prozent der Deutschen für eine stärkere Nutzung der Solarenergie aus. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sei zudem davon überzeugt, dass sich die Sonnenenergie in Zukunft zu einem der wichtigsten Energieträger entwickeln wird. Zudem schaffe die Nutzung der Solarenergie Arbeitsplätze. Allein in Deutschland seien 2004 etwa 10.000 neue Arbeitsplätze im Handwerk geschaffen werden worden, zitiert Sharp die Studie "Der Solarmarkt in Deutschland" des Europressedienstes Bonn.

22.06.2005   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarserver
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Universal-Solarladegerät e.GO! jetzt im Handel

e.GO!: Handlich wie ein Brillenetui
e.GO!: Handlich wie ein Brillenetui

Mit passenden Adaptern versorgt das kleine, aber starke Solarladegerät e.GO! gängige Handy-Typen und andere mobile Geräte mit der benötigten (Solar-)Energie: mit einer Betriebs- beziehungsweise Ladeleistung von bis zu vier Watt Solarstrom, oder an der Steckdose.
  Ab August sei e.GO! über den Katalog eines großen Elektronik-Versandhändlers sowie im ausgewählten Outdoor-Fachhandel erhältlich, berichtet der Hersteller, die Berliner SOLARC GmbH. Das elegante und handliche Universal-Ladegerät wurde von SOLARC in Zusammenarbeit mit der Panasonic Electronic Devices Europe GmbH und der Constin Berlin GmbH entwickelt. Das mikroprozessorgesteuerte Solar-Universalgerät kann auch zum Aufladen von Akkus eingesetzt werden.


"Solarstrom aus der Jackentasche"

Ein bis vier aufklappbare Solarmodule, die einem Satelliten gleichen, fangen das Tageslicht ein und laden die eingebauten Akkus auf. Die Energie wird dabei in zwei bis vier gängigen (AA-) Akkus bzw. in ein bis zwei Lithium-Ionen Akkus gespeichert. Mit modernster Microcontroller-Technik steuert e.GO! laut Hersteller automatisch den Energiefluss zwischen dem Solarmodul, den Akkus und dem angeschlossenen Endgerät. Diese intelligente Steuerung sorge dafür, dass die Endgeräte immer ausreichend mit Strom versorgt und die überschüssige Energie zwischengespeichert werde. So beweise das Ladegerät seine wahre Stärke in Sachen Umwelt und erneuerbare Energien, schließlich zählt das Licht zu den umweltfreundlichsten Energiequellen überhaupt. Alternativ oder ergänzend kann e.GO! aber auch mit einem Netzadapter über das normale Stromnetz geladen werden und steht damit auch in "trüben" Zeiten immer zur Verfügung.


Design und Technik überzeugen

Attraktive, elegante Gestaltung und modernste Technik zu Nutzung erneuerbarer Energien seien durchaus kein Widerspruch, betont der Hersteller. Das belege e.GO! mit seinem funktionellen und zeitlosen Design. Das robuste, speziell auch für Outdoor-Aktivitäten geeignete Universal-Ladegerät wiegt je nach Ausstattung zwischen 190 und 300 Gramm (ohne Akku). Es verfügt über eine Kapazitäts-, Lade- und Entladeanzeige und hat im geschlossenen Zustand die Maße 160 x 90 x 35 mm (Länge/Breite/Tiefe) - ist also kaum größer als ein Brillenetui. Adapter seien zum Teil im Lieferumfang enthalten oder als Zubehör erhältlich. e.GO! ist in drei verschiedenen Ausführungen ab ca. 99,90 Euro verfügbar.


Solare Energie für Unterwegs auf der Intersolar 2005

Auf der diesjährigen Intersolar vom 23. bis 25. Juni in Freiburg präsentiert SOLARC neben dem e.GO! auch eine multifunktionale Tasche mit "Solarklappe", die in Zusammenarbeit mit der Firma tausche in Berlin entwickelt wurde.

22.06.2005   Quelle: SOLARC GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLARC GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Windenergie: MVV Energie-Tochter liefert Know-how für China

Die netzgebundene Windkraftleistung der Volksrepublik China wird bis zum Jahr 2010 auf mehr als 3.000 Megawatt (MW) ansteigen, berichtet die MVV Energie AG in einer Pressemitteilung. 2001 seien es lediglich 400 Megawatt gewesen. Doch China fehlten die Fachkräfte, dieses Wachstum zu bewältigen. Um das zu ändern, habe die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) das "Forschungs- und Ausbildungszentrum für Windenergie" initiiert.  Die GTZ finanziere das in China einmalige Projekt mit 1,9 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Die Deutsche Energie-Consult Ingenieurgesellschaft mbH (DECON), Bad Homburg, stellt dafür bis 2009 einen ihrer Spezialisten für Windenergie und Erneuerbare Energien ab. Die DECON ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim.


Anlauf- und Informationsstelle zur Windenergie

Das Windenergiezentrum in Peking veranstaltet Fortbildungskurse, berät zu technischen und wirtschaftlichen Fragen und hilft bei der Zertifizierung von Windkraftanlagen und bei Tests zum Netzanschluss. "So entsteht eine landesweite Anlauf- und Informationsstelle rund um Windenergiefragen und ein Impulsgeber für den Aufbau der chinesischen Windbranche", betont Andreas Dubois, der DECON-Experte im Zentrum. Neben umfassendem Know-how stellt das Zentrum auch Messgeräte zur Verfügung, sodass chinesische Labors in Zukunft selbst Leistungen messen und Netze prüfen können.

22.06.2005   Quelle: MVV Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Nanosolar erhält Beteiligungskapital in Höhe von 20 Mio. USD

Nanosolar-Entwicklung: "Halbleiter-Farbe" für den Druck von Solarzellen.

Der US-Photovoltaik-Hersteller Nanosolar Inc. mit Sitz in Palo Alto (Kalifornien) hat Mitte Juni bekannt gegeben, dass das Unternehmen im Monat Mai eine Zweitrundenfinanzierung im Umfang von 20 Millionen US-Doller abgeschlossen habe. Hierdurch erhöhe sich die gesicherte Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf 37 Millionen US-Dollar (ohne zusätzliche Darlehen).
 
Die von Mohr Davidow Ventures (MDV) geführte zweite Finanzierungsrunde umfasse über die Investoren der ersten Runde hinaus, zu denen unter anderem Benchmark Capital zähle, auch Mitsui, Japans größtes Handelsunternehmen und OnPoint, den Risikofond der US-amerikanischen Armee.


Erster Schritt zur kommerziellen Produktion

Mit dieser Finanzierung will das Unternehmen den Schritt zur kommerziellen Produktion von Dünnschichtsolarzellen machen können. Teil der Finanzierung sei, dass Erik Straser von MDV Mitglied des Verwaltungsrates des Unternehmens werde. "Wir sind hoch erfreut, von MDV, Mitsui und OnPoint diese Finanzierung zu erhalten", sagte Martin Roscheisen, Geschäftsführer von Nanosolar Inc. "Erik Straser und MDV waren unsere aller erste Wahl unter den zahlreichen interessierten Risikokapitalinvestoren. Ihr Verständnis für den Markt und diese technologische Gelegenheit ist einmalig. Wir freuen uns auch sehr mit Mitsui und OnPoint zusammenzuarbeiten. Ihre Fachkompetenz und Reichweite auf für uns sehr wichtigen Märkten ist ohne Gleichen". "Von allen an Solartechnologien der nächsten Generation arbeitenden Unternehmen, ist Nanosolar dasjenige, das die beste Kosteneffizienz bietet und zwar ohne Kompromisse beim Energieumwandlungswirkungsgrad oder der Lebensdauer eingehen zu müssen", sagte Erik Straser von MDV.


Verfahrenstechnologische Innovationen zur Herstellung von Solarzellen

Nanosolar hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine ganze Reihe weit reichender verfahrenstechnologischer Innovationen zur Herstellung von Solarzellen entwickelt, die herkömmlichen Siliziummodulen sowohl bei der Energieausbeute als auch der langfristigen Beständigkeit in nichts nachstünden und dennoch entscheidend geringere Gesamtproduktionskosten erforderten. Ein entscheidender Aspekt sei dabei der beispiellose Durchsatz, den Nanosolars Verfahrenstechnologie erreiche. Mit einem spezifischen Prozessdurchsatz der mehr als eine Größenordnung über dem der besten konventionellen Silizium- bzw. Vakuum-Technologien liege, sei Nanosolar in der Lage, Solarzellen auf höchst kostengünstige und kapitalschonende Art und Weise zu produzieren. "Dank dieses einzigartigen technologischen Ansatzes, wird Nanosolar Produkte auf den Markt bringen, die die Welt tiefgreifend verändern werden. Es handelt sich hier um ein unglaublich aufregendes Unternehmen und eine ebenso einmalige Gelegenheit", fügte Bill Gurley von Benchmark Capital hinzu.


Kosten- und Skalierbarkeitsvorteile für die Massenproduktion

Nanosolar, Inc. hat sich zum Ziel gesetzt, mithilfe der weltweit kostengünstigsten Solarzellen und einem Herstellungsverfahren, das sich hervorragend zur Produktion großer Mengen eignet, Solarstrom flächendeckend einzuführen. Nanosolar habe es möglich gemacht, Solarzellen, die genauso viel Energie liefern und die gleiche Lebensdauer aufweisen wie herkömmliche Silizium-Solarzellen, schlicht zu drucken. Dadurch sei es Nanosolar gelungen, den potenziellen Durchsatz des Herstellungsprozesses von Solarzellen drastisch zu erhöhen und so einen bisher unerreichten Kosten- und Skalierbarkeits-Vorteil für die Massenproduktion zu erzielen. Nanosolar ist in Palo Alto, Kalifornien (USA), ansässig, besitze über 42 Patente und werde von führenden Privatinvestoren unterstützt.

21.06.2005   Quelle: Nanosolar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nanosolar Inc.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

IWR: Südkorea will 5 Prozent Erneuerbare bis 2011

Für Südkorea werde ein Wirtschaftswachstum von jährlich 5 bis 6 Prozent prognostiziert, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR). Das Land sei jedoch im hohen Maße auf Energieimporte angewiesen und habe vor zwei Jahren ein Stromeinspeisungsgesetz für erneuerbare Energien eingeführt. Ziel der südkoreanischen Regierung sei, den Anteil regenerativer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2011 von 3 auf 5 Prozent zu erhöhen.   Allein im Stromsektor soll der Anteil aus Wind & Co. laut koreanischer Planung im Jahr 2006 bei 2,4 Prozent liegen und 2011 auf 7 Prozent steigen.


0,58 Euro pro Kilowattstunde Solarstrom

Die Einspeisungssätze für regenerativ erzeugten Strom liegen laut IWR teilweise über dem aktuellen deutschen Niveau: Für eine Kilowattstunde Strom aus Windenergie würden 107,66 südkoreanische Won (KRW) bezahlt, das entspreche 0,09 Euro/kWh. Strom aus Photovoltaikanlagen wird laut IWR mit 0,58 Euro/kWh vergütet, eine Kilowattstunde aus der "kleinen Wasserkraft" mit 0,06 Euro/kWh."Was in Korea auf dem Gebiet der regenerativen Energien passiert, wird hier unterschätzt und derzeit kaum wahrgenommen,“ sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR anlässlich des Besuchs einer koreanischen Delegation in Düsseldorf. Korea habe nicht nur ehrgeizige Pläne, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, sondern auch bezüglich Forschung & Entwicklung auf den Technologiefeldern Photovoltaik, Brennstoffzellen und Windkraft. "Wir freuen uns deshalb um so mehr, dass die gebündelten Firmeninfos über die rund 70 der am IWR-Firmennetzwerk teilnehmenden Unternehmen aus dem gesamten Spektrum der Regenerativen Energiewirtschaft bei den Koreanern auf so großes Interesse gestoßen sind," so Allnoch.


Windkraft und Erdwärme in der Provinz Gangwon

Die Provinz Gangwon im Norden Koreas will den Anteil erneuerbarer Energien laut IWR von 2,86 Prozent in 10 Jahren auf 10,19 Prozent des Gesamtverbrauchs erhöhen. Dabei setze die Region auf zwei Schwerpunkte: Windkraft und Geothermie. Für die Nutzung der Erdwärme würden Wärmepumpen benötigt, die importiert werden müssten. Die koreanische Entwicklungsstrategie in der Provinz Gangwon sehe "New and Renewable Energy Valleys" in fünf Bezirken mit einem Investitionsvolumen bis 2015 von rd. 700 Mio Dollar vor.

21.06.2005   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SMA Technologie AG: Marokkos Botschafter will Geschäftsbeziehungen ausbauen

Marokkos Botschafter Bouhlal zu Besuch bei SMA.
Marokkos Botschafter Bouhlal zu Besuch bei SMA.

Für einen verstärkten Einsatz dezentraler Energieversorgungssysteme auf Basis erneuerbarer Energien hat sich der Botschafter des Königreiches Marokko, Rachad Bouhlal, anlässlich eines Besuches bei der SMA Technologie AG in Niesetal ausgesprochen. "Die klimatischen Bedingungen für den Einsatz der Solarenergie zur Stromerzeugung sind in unserem Land hervorragend," betonte der Botschafter.
 
"Auch die finanziellen Ressourcen sind vorhanden. Was wir brauchen ist mehr Information, damit auch in der Bevölkerung diese neue Technologie angenommen wird und verstärkt eingesetzt werden kann", so Bouhlal weiter. Ziel sei, die vielen weit verstreut liegenden Siedlungen in dem nordafrikanischen Land, die zur Zeit noch ohne Strom und Wasser auskommen müssen, mit einem System zu versorgen, das flexibel und beliebig erweiterbar ist und jederzeit einem steigenden Energiebedarf angepasst werden kann.


Mit der so genannten AC-Kopplung habe SMA eine technische Lösung für die Energieversorgung entlegener netzferner Gebiete entwickelt, die eine vergleichbare Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien gewährleistet wie das öffentliche Stromnetz. Durch die einfache Integration zusätzlicher Stromerzeuger sei dieses Inselnetz beliebig erweiterbar und in punkto Wirtschaftlichkeit allen bisher verwendeten Systemen bereits nach kürzester Anwendungszeit überlegen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

21.06.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.

 

Solarthermische Kraftwerke: Trittin lobt Marktführerschaft deutscher Hersteller

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat bei einem Besuch der Schott-Rohrglas GmbH im bayerischen Mitterteich die herausragende Rolle des Unternehmens als Entwickler und Hersteller von Solartechnologien gewürdigt.   Schott gehöre weltweit zu den Marktführern bei der Entwicklung von Produkten für die Stromerzeugung in solarthermischen Kraftwerken. Das BMU habe Schott-Rohrglas bei der Entwicklung eines hocheffizienten Receivers für solarthermische Parabolrinnenkraftwerke unterstützt, so der Minister. Die neuen Receiver stünden kurz vor der Markteinführung und würden wahrscheinlich schon bald in spanischen und amerikanischen Kraftwerken zum Einsatz kommen.

"Die Stromerzeugung in solarthermischen Kraftwerken bietet in sonnenreichen Gegenden hervorragende Perspektiven für eine saubere Energieversorgung. Dank unserer konsequenten Forschungsförderung sind deutsche Firmen heute führend bei der Entwicklung und Produktion der erforderlichen Technologien", so Trittin.

Lesen Sie zu diesem Thema auch:
- Strom aus Solarwärme: Solarthermische Kraftwerke als Option für eine klimafreundliche Elektrizitätsversorgung
- Solarstrom: Silizium-Alternativen auf dem Vormarsch

20.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Conergy Aktie ab sofort im TecDAX und auch im GEX gelistet

Die Aktie des solaren Systemanbieters Conergy (ISIN DE 00060 40025) wurde am 20.06.2005 aufgrund der so genannten "Fast-Entry-Regel" in den TecDAX aufgenommen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der TecDAX gilt als Leitindex der 30 größten deutschen Technologiewerte.   Gleichzeitig sei die Aktie der Conergy AG auch im German Entrepreneurial Index (GEX) gelistet. In diesem zum Jahresbeginn 2005 neu eingeführten Index sind 120 im Prime Standard notierte Unternehmen zu finden, die nach wie vor von ihren Gründern geführt werden.


Wachsendes operatives Geschäft und konsequente Internationalisierung

"Wir freuen uns, dass unsere Aktie durch die Indexaufnahmen weiter an Attraktivität gewinnt. Hauptmotor bleibt aber unser stark wachsendes operatives Geschäft, das durch Produktinnovationen und einer konsequenten Internationalisierung getrieben ist," so Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Hamburger Conergy AG. Bereits am kommenden Donnerstag stellt Conergy neue, hoch innovative Produkte aus den eigenen Werken bei einer Pressekonferenz auf der Intersolar in Freiburg vor.


Niederlassungen in 15 Ländern

Conergy ist nach eigenen Angaben das umsatzstärkste deutsche Solarunternehmen. Hergestellt und gehandelt werden Komponenten und Systeme zur Produktion von Strom, Wärme oder Kühlung aus Sonnenlicht. Die Conergy-Gruppe arbeite sehr kundennah und sei inzwischen in 15 Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten. Die kürzlich erfolgten Markteintritte in den USA, Australien, Portugal und Mexiko sicherten neue Kundenzugänge und sollen Conergy bei Umsatz und Ertrag bereits 2005 substantielle Beiträge liefern. Mit neuen Produktentwicklungen und Investitionen in die internationalen Vertriebsnetze will Conergy weitere Marktanteile in den weltweit lukrativsten Solarmärkten gewinnen. Dafür würden die Produktionskapazitäten an den Standorten Rangsdorf bei Berlin, Landshut und Bad Vilbel bei Frankfurt massiv ausgebaut. Die Produktentwicklung folge den international unterschiedlichen Kundenbedürfnissen nach Strom, Wärme oder Kühlung aus Sonnenlicht. Auch dafür wurde die Conergy im März als das innovativste "Small-Midcap-Unternehmen" Deutschlands ausgezeichnet.

20.06.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

VKU zum EnWG: "Schwere Kost" und Ende lang anhaltender Rechtsunsicherheit

Nach der endgültigen Verabschiedung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) am 17.06.2005 im Bundesrat sieht der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) ein Ende lang anhaltender Rechtsunsicherheit für die Unternehmen. "Gut, dass die Würfel gefallen sind", sagte VKU-Präsident Gerhard Widder in Köln.   "Die Stadtwerke brauchen klare gesetzgeberische Leitplanken. Daher wäre eine Verschiebung dieses weit reichenden Gesetzeswerks in die nächste Legislaturperiode und damit ein Neuaufrollen der politischen Diskussion die schlechtere Alternative gewesen", so Widder. Er hoffe, dass jetzt auch die zugehörigen Verordnungen zum Netzzugang und zu den Netzentgelten schnell verabschiedet würden, damit auch die wichtigen Details der Umsetzung des Gesetzes in die Praxis geklärt würden.


Wenig Spielraum für Strom- und Gaspreissenkungen

Insgesamt serviere der Gesetzgeber mit diesem EnWG-Paket schwere Kost, heißt es in der VKU-Pressemitteilung. Die Belastungen für die Stadtwerke seien groß und nur schwer zu verkraften. Kritisch sehe der VKU die auf die Unternehmen zukommenden Kosten durch eine übermäßige Bürokratie mit umfassenden Berichts- und Dokumentationspflichten: "Das wird die Energieversorger erhebliches Geld und Aufwand kosten", so Widder. In noch stärkerem Maße gelte dies für die Erfüllung der Entflechtungsvorschriften (Unbundling), wo schon mittlere Stadtwerke mit Belastungen in Höhe von 3 bis 10 Millionen EURO rechnen müssten. Auch durch die Umstellung der Abschreibungen von der Nettosubstanz- auf das Prinzip der Realkapitalerhaltung würden Neueinrichtungskosten im Rechnungswesen verursacht, die gerade kleinere Unternehmen besonders belasten. Aus diesen Gründen sehe der VKU auch keinen großen Spielraum für Strom- und Gaspreissenkungen, zumal die Netzentgelte, die künftig reguliert würden, nur ein Drittel des Gesamtpreises ausmachten und außerdem die Notwendigkeit bestehe, eine stabile Netzqualität zu erhalten.


Stadtwerke stehen einem Oligopol der großen Konzerne gegenüber

Im Stromerzeugungsbereich ständen die Stadtwerke weiterhin einem Oligopol der großen vier Konzerne gegenüber, so der VKU. Neben einer Zunahme von Kooperationen im Netzbereich mit benachbarten Unternehmen sieht Widder deshalb auch ein Wiedererstarken der Eigenerzeugung zumindest bei mittleren und großen Stadtwerken als Trend in den nächsten Jahren. "Auch unter den neuen Rahmenbedingungen werden die kommunalen Unternehmen gerüstet sein, um sich im Wettbewerb zu behaupten." Schließlich sei der VKU auch bereit, sich konstruktiv an der Ausgestaltung einer Anreizregulierung zu beteiligen, wenn damit auch Anreize für zukünftige Netzinvestitionen geschaffen würden. Im Übrigen gelte es jetzt erst einmal, mit dem schwierigen neuen EnWG in der praktischen Anwendung fertig zu werden und trotz vieler Widersprüchlichkeiten und Lücken das Beste daraus zu machen.

20.06.2005   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

REpower liefert Windenergieanlagen Offshore-Demonstrationsprojekt "Beatrice Windfarm"

Die REpower Systems AG hat mit der schottischen Firma Talisman Energy (UK) und der Scottish & Southern Energy
(SSE) einen Liefervertrag unterzeichnet über die Aufstellung von zwei des Anlagen des Typs "REpower 5M" für das Offshore-Demonstrationsprojekt "Beatrice Windfarm". Die REpower 5M ist die zurzeit größte Windkraftanlage der Welt und sei für den Offshore-Betrieb optimal ausgelegt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
  REpower will die beiden 5-Megawatt-Anlagen voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres errichten. Sie sollen , in einer Wassertiefe von zirka 40 Metern in der Nähe des BeatriceÖlfelds installiert werden, 25 Kilometer vor der schottischen Ostküste im Moray Firth.


Erste 5-Megawatt-Anlagen auf See

Das Demonstrationsvorhaben ist Teil des von der EU geförderten "DOWNVInD"-Projekts, mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro Europas größtes Forschungs- und Entwicklungsprogramm im Bereich erneuerbare Energien. Talisman und SSE sind die Koordinatoren des Projekts, an dem eine Vielzahl von Forschungs- und Entwicklungsorganisationen aus ganz Europa beteiligt sind. REpower ist exklusiver Anlagenlieferant. Die beiden REpower 5M-Anlagen werden damit erstmalig Offshore, das heißt auf See, errichtet. Der Prototyp der REpower 5M steht bereits an Land: die Anlage wurde im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel im Februar 2005 eingeweiht und habe bis Ende Mai 4,3 Millionen Kilowattstunden Strom produziert; dies entspreche dem jährlichen Strombedarf von rund 1.200 Haushalten. "Die Zukunft der Windenergie in Europa liegt Offshore. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, dass REpower an ‚DOWNViND’, dem zur Zeit größten europäischen Entwicklungsprojekt für Erneuerbare Energien, beteiligt ist und für Talisman zwei 5- Megawatt-Anlagen aufstellen wird", erklärte Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandvorsitzender der REpower Systems AG. Die 5M, das Ergebnis deutscher Ingenieurskunst und nahtloser Zusammenarbeit von Zulieferern, laufe erfolgreich an Land und bald auch auf See. In ein paar Jahren würden Offshore-Windparks mit vielen tausend Megawatt Leistung Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren.

Allan MacAskill, Project Director bei Talisman, fügt hinzu: "Wir haben uns für REpower als Partner entschieden, da uns die langjährige Erfahrung und Kompetenz des Unternehmens Zugang zu modernster Anlagentechnologie gewährt; die REpower 5M ist ein Meilenstein in der Entwicklung von Windenergieanlagen und wird zu unserem Demonstrationsprojekt einen entscheidenden Beitrag leisten."

20.06.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SFV kritisiert Merkels "Vorurteile gegen die Erneuerbaren Energien"

Eine der ersten öffentlichen Aussagen von Angela Merkel als frischgebackene Umweltministerin der Regierung Kohl zitiert der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) in seiner "Energiemail" vom 16.06.2005: "Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken." Dieser Spruch stammte laut SFV wörtlich aus einer ganzseitigen Werbeanzeige der Stromwirtschaft vom 1.1.1993, die in allen großen Tageszeitungen erschienen sei.  Obwohl die Erneuerbaren inzwischen 10 % des Deutschen Strombedarfs decken
und weitere Marktanteile gewinnen würden habe Angela Merkel ihre Vorurteile gegen die erneuerbaren Energien nicht aufgegeben, betont der SFV. Beim Verbandstag der Elektrizitätswirtschaft habe die Kanzlerkandidatin der Union vor hohen Erwartungen an die erneuerbaren Energien gewarnt. Sie halte es für wenig realistisch, dass deren Anteil von zehn Prozent bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent steige, zitiert der SFV eine Äußerung Merkels in der Süddeutschen Zeitung vom (09.06.2005).

Ihre "Abneigung gegen die Erneuerbaren" begründe Angela Merkel mit deren angeblich hohen Kosten, so der SFV. Auch hier übernehme sie ungeprüft die Falschaussagen der Stromwirtschaft, die um den Absatz von Kohle- und Atomstrom fürchte, heißt es in dem E-Mail-Rundschreiben des Solarenergie-Fördervereins Deutschland. Merkel bedenke nicht, dass die deutsche Wirtschaft dem vorhersehbaren Anstieg der Preise für konventionelle Energien nur dann entgehen könne, wenn sie sich möglichst rasch von Energieimporten unabhängig mache. Dazu müsse aber die Markteinführung der erneuerbaren Energien beschleunigt und nicht gebremst werden.

20.06.2005   Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin lobt Schwarzenegger: "Kalifornien Vorreiter im Klimaschutz"

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat dem Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, zu dessen Klimaschutzplan gratuliert. Schwarzenegger hatte Anfang Juni angekündigt, er wolle die Treibhausgas-Emissionen in Kalifornien innerhalb der nächsten fünf Jahre auf das Niveau des Jahres 2000 zurückführen und bis 2020 auf das Niveau von 1990 senken, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung.  In einem Brief an Schwarzenegger habe Trittin geschrieben, dieser Plan zeige den Weg auf, den die industrialisierten Länder bis 2050 einschlagen müssten. "Ihr Plan ist ehrgeizig, aber ich habe keine Zweifel, dass Kalifornien diese Reduktion erreichen kann", so Trittin.


Deutsch-kalifornische Zusammenarbeit bei der solarthermischen Stromerzeugung.

Kalifornien sei bereits jetzt "ein Vorreiter des Klimaschutzes", so der Bundesumweltminister weiter. "Die erneuerbaren Energien, allen voran die Sonnenenergie, haben in Kalifornien früh Fuß gefasst. Deutsche und kalifornische Unternehmen arbeiten zusammen an der Fortentwicklung der solarthermischen Stromerzeugung. Und mit seinen vorbildlichen Programmen für die Verminderung der Fahrzeugemissionen hat Kalifornien – ähnlich wie Deutschland - bewiesen, dass auch ein Land der Autoliebhaber zum Vorreiter des Klimaschutzes avancieren kann“, betont der Bundesumweltminister.

"Ihre Erfahrungen in Kalifornien und meine in Deutschland beweisen, dass Klimaschutz machbar und bezahlbar ist. Mehr noch, Klimaschutz lohnt sich wirtschaftlich und gibt vielen Menschen einen zukunftsfähigen, sicheren Arbeitsplatz", so Trittin. Deutschland werde für seine frühe und konsequente Förderung der erneuerbaren Energien heute mit der Technologieführerschaft in vielen Bereichen der erneuerbaren Energien belohnt, betonte Trittin.

20.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

First Solar liefert Dünnschichtmodule an Blitzstrom

First Solar und Blitzstrom GmbH haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung und den Vertrieb von First-Solar-Dünnschichtmodulen mit einer Leistung von 9 Megawatt (MW) für 2006 abgeschlossen. Das berichtet First Solar in einer Pressemitteilung. Die Geschäftsbeziehungen mit Blitzstrom und ihrer Schwestergesellschaft Beck Energy GmbH seien bereits 2003 aufgenommen worden.   Bis Ende 2005 wollen die Unternehmen in Deutschland First-Solar-Dünnschichtmodule mit einer Gesamtleistung von mehr als 14 MW geliefert und installiert haben.

Blitzstrom verkauft die Module von First Solar unter dem eigenen Markennamen CTS. "Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir die Fortführung unserer Lieferbeziehung mit Blitzstrom bekannt geben können", erklärte Stephan Hansen, Geschäftsführer der First Solar GmbH. "Blitzstrom gehörte zu den ersten Unternehmen, die First-Solar-Module in ihr Programm aufgenommen haben. Dabei wurden innovative, qualitativ hochwertige Systemauslegungen entwickelt. Und dies zeigt, dass durch unsere hoch entwickelten Dünnschichtmodule eine hervorragende Energieausbeute und Zuverlässigkeit erreicht werden können“, fügte Hansen hinzu.

"Wir haben vor mehr als zwei Jahren, nachdem wir die ersten Module in Deutschland installiert und getestet hatten, schnell erkannt, dass die Leistungsvorteile von First-Solar-CdTe-Modulen einzigartig sind", erklärte Bernhard Beck, Geschäftsführer der Blitzstrom GmbH. "Heute nutzen wir
unsere umfangreichen Erfahrungen und das gewonnene Vertrauen in diese führenden Dünnschichtmodule, um hervorragende PV-Anlagen für unsere Kunden zu entwickeln und zu bauen“, fügte Beck hinzu.

Die Führungsposition von First Solar im Bereich der Dünnschichtsolarmodule erstreckt sich nach Angaben des Unternehmens über den gesamten Lebenszyklus der Produkte. First Solar habe kürzlich einen langfristigen Vertrag mit einer großen internationalen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen, um die geschätzten Rücknahme- und Recyclingkosten der First-Solar-Module nach Ende der Nutzung zu finanzieren.

Solar habe eine umfangreiche Erweiterung der Modulproduktion auf 40 MW für 2006 und 75 MW für 2007 eingeleitet. Hierdurch werde das Unternehmen zu einem der am schnellsten expandierenden Hersteller von Solarmodulen weltweit.

19.06.2005   Quelle: First Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

REpower Systems AG führt Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss durch

Vorstand und Aufsichtsrat der REpower Systems AG haben zur Finanzierung des weiteren Wachstums des Unternehmens ein Barkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre beschlossen. Das berichtet die REpower Systems AG in einer Pressemitteilung.  Hierzu sollen in teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals gemäß §5 Abs. 5 der Satzung 540.000 Aktien zu einem Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 ausgegeben werden. Davon sollen 500.000 Aktien beim Großaktionär Martifer Construções Metalomecânicas, Portugal, platziert werden, weitere 40.000 Aktien bei einem privaten Investor. Der Ausgabepreis orientiere sich am durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der REpower Systems Aktie in den letzten fünf Handelstagen vor Zeichnung der neuen Aktien. Der sich aus dieser Maßnahme ergebende Mittelzufluss beträgt laut REpower mehr als 7,5 Millionen Euro.

Nach Abschluss der Transaktion erhöhe sich das Grundkapital der REpower Systems AG auf 5.941.198 Euro. Größter Einzelaktionär bleibe die Martifer Construções Metalomecânicas mit nunmehr über 25 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Anteil der RE-DKW Beteiligungsgesellschaft mbH verringere sich durch die Kapitalerhöhung auf 13,2 Prozent.

19.06.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Biomasse Projekt in Indien generiert künftig CO2-Emissionsreduktionen für die Niederlande

Die Ecofys-Schwester Evelop hat gemeinsam mit dem Indischen Projektentwickler Kalpataru ein Bioenergie-Projekt offiziell als Small-Scale-CDM Projekt beim Executive Board des CDM registriert. Das Projekt soll pro Jahr etwa 31.000 Tonnen CO2 Emissionen reduzieren, die an die Niederländische Regierung verkauft werden sollen.  Bereits seit Ende 2003 sei die Installation in Gang und die bislang realisierten CO2-Reduktionen würden bald zertifiziert, berichtet ecofys. Damit werde diese Anlage weltweit das erste „kleine“ CDM-Projekt mit zertifizierten CO2 Reduktionen (CER’s) sein.


Ausgabe der ersten Zertifkate in Kürze

Das Projekt umfasst laut Ecofys die Implementierung einer Biomassen- Energieanlage in Ganganagar, einem Distrikt im Indischen Staat Rajasthan. Die Installation mit einer Gesamtkapazität von 7,8 MW nutze als Brennstoff hauptsächlich Rückstände aus dem Anbau von Getreide zur Senfproduktion – ein Getreide, das in der umliegenden Umgebung der Anlage im Überfluss vorhanden sei. 2002 sei das CDM-Projekt über das Niederländische CERUPT-Programm beantragt worden, über das die Niederländische Regierung einen Teil ihrer Verpflichtung zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen gemäß dem Kyoto-Protokoll erfüllen will. Das Rajasthan Projekt ist das erste von fünf CERUPT Projekten weltweit, die die CDM-Registrierung erhalten.

"Projekte in Entwicklungsländern, die die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren, müssen von einer internationalen Behörde (Executive Board des CDM) anerkannt werden und können erst dann Zertifikate liefern. Diese Zertifikate werden CERs (Certified Emissions Reductions) genannt und auf das nationale Treibhausgas-Inventar des Investorenlandes angerechnet“, erläutert Frank Wouters, Geschäftsführer Ecofys.


Großes CDM Potenzial in Indien

Indien steht laut Ecofys durch die stark wachsende Nachfrage nach Energie vor großen Herausforderungen. Mit Projekten wie der installierten Bioenergieanlage könne daher ein sinnvoller Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Energieproduktion geleistet werden. Darüber hinaus würden im Rahmen dieses Vorhabens Arbeitsplätze geschaffen (150.000 Manntage pro Jahr) und zusätzliche Einnahmen in der relativ armen indischen Region generiert. Indien verfüge über ein großes Potential für CDM-Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien sowie bei der Reduktion von Methan-Emissionen. Aus diesem Grund betreibe Ecofys derzeit den Aufbau eines Netzwerks von CDM-Centres of Excellence in Indien, das die Entwicklung von CDM-Projekten fördern und beschleunigen soll.

19.06.2005   Quelle: Ecofys GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

OSTWIND-Gruppe: Offener Brief "Gegen ein Ende der Energiewende"

Anlässlich der Sitzung des Rats für Nachhaltige Entwicklung am 15.06.2005 hat sich die OSTWIND-Gruppe mit einem offenen Brief an das von der Bundesregierung berufene Gremium gewandt. Darin forderten Unternehmensleiterin Gisela Wendling-Lenz und Unternehmensleiter Ulrich Lenz die Mitglieder auf, sich entsprechend der vom Rat mitgestalteten "Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland" in der aktuellen Energiediskussion zu Wort zu melden. 
Ende der Energiewende in Deutschland wäre ein gewaltiger Rückschritt

"Vor allem die etablierten Energiegiganten scheinen die anstehende politische Neuordnung dazu nutzen zu wollen, um verlorene Marktmacht zurückzugewinnen", kritisiert OSTWIND in dem Schreiben. Die gezielten Angriffe auf die Förderung regenerativer Ressourcen gefährdeten demnach gerade die mittelständisch und regional strukturierte Branche – und damit rund 130.000 Arbeitsplätze. "Setzen Sie sich bitte auch über diese Legislaturperiode hinaus aktiv dafür ein, zukünftigen Generationen ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen. In diesem Sinne wäre ein Ende der Energiewende in Deutschland ein gewaltiger Rückschritt", heißt es in dem Brief des Regensburger Familienunternehmens.

Der genaue Wortlaut des Briefs ist im Internet abrufbar unter:
http://www.ostwind.de/fileadmin/dokumente/download/Offener_Brief_Nachhaltigkeitsrat.pdf

18.06.2005   Quelle: OSTWIND-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ASUE: Die stromerzeugende Heizung kommt

Mikro-KWK: Strom und Wärme aus dem Keller.
Mikro-KWK: Strom und Wärme aus dem Keller.

"In vielen deutschen Heizungskellern könnte es in einigen Jahren ganz anders aussehen: Kleine KWK-Anlagen in der Größe von Waschmaschinen oder Wandschränken könnten einen wichtigen Schritt hin zur dezentralen Stromerzeugung darstellen." So berichtet die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) über die Messe ISH 2005.
 
Die stromerzeugende Heizung für Wohnhäuser und kleine Gewerbebetriebe sei in den Blickpunkt des Messepublikums gerückt worden. Dieser Trend sei nicht nur in der Fachpresse oder bei Fachtagungen sichtbar, sondern habe sich auch in Frankfurt bestätigt. Wer sich einen Überblick über die Entwicklungsfortschritte und das technische Potenzial der Mikro-KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) verschaffen wollte, sei auf der ISH richtig gewesen.


Mikro-KWK-Anlagen: Hoher Wirkungsgrad und erhebliche CO2-Einsparungen

Die Messe habe das gesamte Spektrum gezeigt, Entwicklungsstudien ebenso wie Geräte, die kurz vor der Markteinführung stehen oder bereits am Markt verfügbar sind. Als Antrieb dienen laut ASUE Dampf-Kraft-Maschinen, Stirling-Motoren oder Gasmotoren, als Antriebsenergie in der Regel Erdgas. Die Präsentationen in Frankfurt hätten auch deutlich gemacht, warum die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme selbst im Ein- und Zweifamilienhaus zunehmend interessant wird. Der hohe Wirkungsgrad der Mikro-KWK-Anlagen ermögliche erhebliche Einsparungen an Energie und klimaschädlichen CO2-Emissionen – vor allem durch die Verwendung von umweltschonendem Erdgas, so die ASUE. Für günstige Rahmenbedingungen sorgten der wachsende Bedarf an energetischer Modernisierung (Stichwort Gebäudeenergiepass), der vielen Hausbesitzern den Wechsel zu einer neuen Heizungstechnologie erleichtert, ebenso wie steigende Energiepreise oder Einspeisevergütungen für "hausgemachten" KWK-Strom.

18.06.2005   Quelle: ASUE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ASUE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarwärme: Förderung für Kombianlagen steigt auf 135 Euro/m²-Kollektorfläche

Ab dem 1. Juli werden die Fördersätze für Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung von derzeit 110 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche auf 135 Euro angehoben. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung.  Damit sollen diese Kombi-Anlagen, welche die Sonnenwärme gegenüber Anlagen zur reinen Brauchwassererwärmung besser ausnutzen, künftig besser gestellt werden.


Heizen mit der Sonne Schritt für Schritt billiger

Bundesumweltminister Trittin geht davon aus, dass durch die verbesserte Förderung das umweltfreundliche Heizen von Gebäuden mit der Sonne weiter an Attraktivität gewinnt. "Das Marktanreizprogramm zur Förderung von Erneuerbaren Energien leistet einen messbaren Beitrag, dass Wärme aus erneuerbaren Energien Schritt für Schritt billiger und komfortabler nutzbar wird", so Trittin.


5 Euro/m²-Kollektorfläche weniger für Brauchwasseranlagen

Eine leichte Senkung der Fördersätze für Solarkollektoren betrifft dagegen laut BMU nur die reinen Brauchwasseranlagen. Hier falle die Reduzierung um 5 Prozent moderat aus, von 110 Euro auf 105 Euro. "Steigende Ölpreise und um 10 Prozent gesunkene Investitionskosten seit 2 Jahren dürften die Reduzierung der Förderung, die bei einer Standard-Kollektorgröße von 6 Quadratmetern gerade 30 Euro ausmacht, mehr als kompensieren“, sagte Trittin.


Solarwärme-Bonus für Schulanlagen mit Multiplikatorwirkung

Neu ab 1. Juli 2005 ist laut BMU auch die Möglichkeit für Schulen, neben der Förderung von Solarkollektoranlagen und automatisch beschickten Biomasseanlagen einen Bonus für zusätzliche Maßnahmen zu erhalten, die den Betrieb der Anlage für Schüler, Lehrer und Eltern anschaulich machen. Der neue Programmteil „Wärme aus Erneuerbaren Energien in der Schule" ersetze die bisherige Förderung von Photovoltaikanlagen auf Schuldächern, denn diese könnten seit dem vergangenen Jahr die attraktiven Einspeisevergütungen nach dem EEG erhalten.


Neue Konditionen gelten für Anträge, die ab dem 1. Juli 2005 beim BAFA eingehen.

Die neuen Förderkonditionen gelten für Anträge von Privatpersonen und Kommunen, im Programm "Wärme aus Erneuerbaren Energien" für Träger von Schulen, die ab dem 1. Juli 2005 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingehen. Das Bundesumweltministerium stellt für die Förderung von Investitionen im Bereich erneuerbare Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms in diesem Jahr 193 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit der Änderung 2005 sollen noch weitere Anpassungen der Förderrichtlinien an die Marktentwicklung der Erneuerbare-Energien-Technologien umgesetzt werden, die aber erst nach Genehmigung durch die Europäische Kommission in Kraft treten können, so das BMU.

17.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SolarWorld AG gibt Gratisaktien aus

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) wird an ihre Aktionäre Gratisaktien im Verhältnis 1:1 aus , wie von der Hauptversammlung am 25. Mai 2005 beschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Wirksam werde die Zuteilung der Berichtigungsaktien und damit die Notierung an der Börse am Montag, den 20. Juni 2005.


Grundkapital auf 12,7 Millionen Euro verdoppelt

Grundlage für die Zuteilung sei eine Kapitalerhöhung durch Umwandlung eines Teiles der Kapitalrücklage der SolarWorld AG von 6.350.000 Euro auf 12.700.000 Euro, die am 7. Juni 2005 in das Handelsregister eingetragen worden sei. Durch die Verdoppelung des Grundkapitals werde sich die Notierung der Wertpapiere rechnerisch halbieren. Da sich die Bestände an SolarWorld-Aktien bei allen Aktionären in den Depots automatisch und kostenlos verdoppelten, ändere sich für die Aktionäre nichts. Neue und alte Aktien würden unter den gleichen unveränderten Wertpapier-Kennziffern notiert.


Vorstandssprecher begrüßt Ankündigung zur Fortsetzung des EEG

"Die Ausgabe von Gratisaktien an unsere Aktionäre markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung unseres Unternehmens am Kapitalmarkt. Seit unserem Börsengang vor über fünf Jahren hat sich unser Grundkapital damit mehr als vervierfacht. Der Börsenwert hat analog zu unserer erfolgreichen Geschäftsentwicklung annähernd das Zwanzigfache des Ursprungsniveaus erreicht", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher (CEO) der SolarWorld AG. "Diese Anerkennung des Kapitalmarktes ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich, unseren Wachstumskurs konsequent fortzusetzen. Dazu zählt auch zukünftig der intensive Dialog mit der Politik. Deshalb begrüßen wir die Ankündigung führender Politiker der Opposition, im Falle einer Regierungsübernahme das EEG bis 2007 unangetastet zu lassen", so Asbeck.


"Deutscher Förderweg für Erneuerbare ist Bestandteil vernünftiger Bundespolitik"

Jede politische Partei werde sich vor dem Hintergrund eines überwältigenden Zuspruchs der Bevölkerung in Deutschland auch schon vor der Wahl an ihrem Standpunkt zur Solarenergie messen lassen müssen. Die Solarenergie, das sei vielen Menschen in der Republik klar, sei eine der wenigen Alternativen zu knappen und klimaschädlichen fossilen Energien und der Kernenergie mit ihrem immer verbleibenden Restrisiko, betont der Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Insofern sollte die Fortsetzung des erfolgreichen und international respektierten deutschen Förderweges zur Etablierung erneuerbarer Energien mit ihrem Potential für Klimaschutz, Ökonomie und Beschäftigung auch langfristig Bestandteil einer vernünftiger Bundespolitik bleiben", fordert Asbeck.

17.06.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Basel: Energieforum sun21 vom 17. bis 22. Juni

Die rallye21, das Thema Biomasse sowie ein Experten-Gipfel in Brüglingen und die "sun21 Panel-Premiere" sind einige der Höhepunkte des 8. Internationalen Energieforums sun21. Im Mittelpunkt stehen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Am Freitag, 17. Juni begann sun21 mit zahlreichen Veranstaltungen rund um die Themen Mobilität, Energie aus Biomasse und CO2-Emissionen beziehungsweise Klimawandel.  Damit setze sun21 wiederum neue Akzente in der Energiediskussion so die Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Die rallye21, der Wettbewerb für umweltbewusstes Fahren, startete am Freitag und geht am Samstag in das Finale. Die grosse öffentliche Aktion "Biomasse jetzt" beginnt am Samstag 18. Juni um 11 Uhr und dauert bis Montag 20. Juni. Am Samstag sollen sich Prominente und Publikum gratis die Haare schneiden lassen. Die Haare werden dann vor Ort in einer mobilen Anlage vergärt und produzieren Biogas als Treibstoff für Autos.


Das Potential der Biomasse

Fachleute und interessiertes Publikum sind geladen zum Biomassegipfel in Brüglingen am Dienstag 21. Juni (Merian Park, tagsüber Anmeldung nötig, ab 18.15 Uhr freier Eintritt).
Mitten in Basel auf dem Barfüsserplatz werden Holz und Grünabfälle als Energieträger der Zukunft präsentiert. Mit dem geplanten Holzheizkraftwerk setze die IWB für Basel wiederum Akzente: Ab 2006 soll die Anlage Wärme und Strom für insgesamt rund 5.000 Haushalte liefern und - verglichen mit einem Gaskraftwerk - 23.000 Tonnen CO2 einsparen. Neue Wege und Initiativen zur Förderung von Biomasse und anderen erneuerbaren Energien werden vorgestellt von den Regierungsräten Barbara Schneider und Christoph Eymann vorgestellt, vom Publizisten Franz Alt, sowie in einem Gespräch über den Wald als Inspiration und Ausflugsziel mit dem Künstler Dan Peterman (USA) und Martin Vosseler (Gründer und Vorstandsmitglied von sun21).


"Geht Basel-Stadt mit gutem Beispiel voran?"

Das erste sun21 Panel zum Thema Klimawandel bzw. CO2-Emissionen im Unternehmen findet statt am Mittwoch 22. Juni. Die Diskussionsrunde mit dem Titel "Geht Basel-Stadt mit gutem Beispiel voran?" beginnt um 18.15 Uhr, der Eintritt ist frei. "Mit Förderabgabe, Lenkungsabgabe, Solarstrombörse, Energiesparkampagnen und der Zusammenarbeit u.a. mit der ETH haben wir gute Instrumente. Und wir nutzen sie!“, sagt Marc Keller, Informationsbeauftragter des Baudepartements. Dies belege auch die Machbarkeitsstudie für eine CO2-neutrale Verwaltung Basel-Stadt, die sun21 zusammen mit dem Amt für Umwelt und Energie (AUE) und den IWB in Auftrag gegeben hat.

Weitere Informationen unter www.sun21.ch

17.06.2005   Quelle: sun21   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

CDU/CSU: Förderung erneuerbarer Energien effizienter gestalten

"Mit einem Gesamtumsatz von 11,5 Milliarden Euro und Gesamtinvestitionen von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2004 entwickeln sich die erneuerbaren Energien zu einem immer wichtigeren Wachstumsmarkt.". Das erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB am 15. Juni 2005 anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage "Erneuerbare Energien in Deutschland".  Dem stehe eine Belastung der Stromverbraucher von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2004 gegenüber, so Paziorek.


Förderung der Erneuerbaren ist eine gute Investition

"Langfristig ist in die Förderung der erneuerbaren Energien gut investiert und bietet neue Chancen und Arbeitsplätze. Kurzfristig jedoch führt die Belastung der Strompreise zu einer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit für energieintensive Unternehmen", heißt es in der Pressemitteilung des CDU/CSU-Sprechers. Selbst die Bundesregierung stimme zu, dass durch die Förderung der erneuerbaren Energien auch Arbeitsplätze in anderen Bereichen weggefallen seien.


Einen Abbruch der Förderung darf es nicht geben

Deshalb müsse die Förderung erneuerbarer Energien effizienter gestaltet und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weiterentwickelt werden", betont Paziorek. Kurzfristig gelte es, eine umfassende Härtefallregelung für energieintensive Unternehmen umzusetzen, um so deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. "Einen Abbruch der Förderung darf es jedoch nicht geben. Dies ist aus Gründen des Klimaschutzes, der Ressourcenschonung und der Technologieentwicklung nicht sinnvoll", unterstreicht Paziorek.

17.06.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Sunways AG eröffnet Vertriebsbüro in Barcelona

Die Sunways AG mit Sitz in Konstanz treibt mit der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Spanien am 01. August 2005 ihre Internationalisierung voran und stellt eine intensive Kundenbetreuung vor Ort sicher, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Zwei Mitarbeiter sollen sich ab Anfang August von Barcelona aus um die spanischen Kunden kümmern. Geleitet wird das Büro von dem erfahrenen spanischen Sunways-Mitarbeiter Guillermo Calamita. Er betreut die spanischen Kunden bereits seit mehreren Jahren vom Stammsitz in Konstanz aus.


Präsenz im exponentiell wachsenden spanischen Markt

"Durch unsere Präsenz vor Ort sind wir noch näher als bisher am spanischen Markt und können eine intensive Kundenbetreuung gewährleisten", so Vorstand Roland Burkhardt. Man habe sich bewusst dafür entschieden, den Vertrieb in Spanien selbst zu übernehmen, um auch im Ausland jederzeit die Kundenbedürfnisse erfassen und in die Produktentwicklung einbeziehen zu können. Spanien ist laut Burkhardt ein Markt, der sich sehr schnell entwickelt, exponentiell wächst und vielversprechende Absatzmöglichkeiten bietet.

17.06.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND: Eindeutige Stromkennzeichnung bleibt unverzichtbar

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält eindeutige und detaillierte Angaben über die Energiequellen auf jeder Stromrechnung weiter für unverzichtbar. Zwar hätten CDU/CSU und FDP dies am 15.06.2005 bei der Beschlussfassung im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zum neuen Energiewirtschaftsgesetz verhindert, jedoch könnten die Stromerzeuger und -anbieter jetzt beweisen, wie ernst sie es tatsächlich meinten mit ihren Umweltberichten und Hochglanzbroschüren zur Unternehmensverantwortung.  Eine wahrheitsgetreue und klare Kennzeichnung der Art und Weise der Stromerzeugung seitens der Energieunternehmen und Stromhändler sei praktizierter Verbraucher- und Klimaschutz, so der BUND.


Umweltfreundliche Anbieter sollen bessere Chancen haben

"Für einen echten Wettbewerb ist es wichtig, dass der Kunde sich informieren kann, wie hoch der Anteil von Wind- und Wasserkraft, von Braunkohlestrom oder Atomenergie in seinem Strommix ist", betonte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Umweltfreundliche Anbieter, die auf die riskante Atomkraft und den klimaschädlichen Kohlestrom verzichteten, bekämen dann endlich bessere Chancen. Dem Verbraucher dürfe auch nicht vorenthalten werden, wie effizient der Strom erzeugt wird. Wünschenswert sei beispielsweise die Angabe des Stromanteils aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit hohem Wirkungsgrad.


Stromwechsel als Votum gegen Atompolitik

Künftig sei wenigstens der Atomstromanteil auf jeder Rechnung erkennbar, so Timm. Der Stromkunde könne dann per Wechsel zu einem umweltfreundlichen Stromanbieter gegen eine Regierung stimmen, die gegen die Mehrheit der Bevölkerung den Wiedereinstieg in die Atomtechnologie plane.

16.06.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

RWE SCHOTT Solar weiht 40 MW-Modulfertigung ein

Nur 12 Monate nach der Investitionsfreigabe weiht die RWE SCHOTT Solar GmbH, nach eigenen Angaben Deutschlands größtes vollintegriertes Solarunternehmen eine Modulfertigung mit einer Kapazität von 40 Megawatt (MW) im tschechischen Valasske Mezirici ein. Das Unternehmen sehe sowohl in Deutschland als auch in Europa einen stabil wachsenden und damit langfristige Sicherheit für die getätigten Investitionen, heißt es in der Pressemitteilung.   Für die Gründung des neuen Standortes RWE SCHOTT Solar CR, s.r.o. sei das Unternehmen am 7. Juni in Prag mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Während der Feier in Prag unter dem Titel „Investor of the Year“ habe der für die Produktion zuständige Geschäftsführer Alexander Berg am 7. Juni den dritten Preis in Empfang nehmen können. Diese Auszeichnung sei von der staatlichen Agentur Czech Invest überreicht worden, die damit die ehrgeizigen Ziele des Unternehmens gewürdigt habe. Der Ausbau des Standortes sei mit einem Investitionsvolumen von insgesamt bis zu 1,368 Milliarden Tschechischer Kronen geplant, das entspreche etwa 45 Millionen Euro.


Erste Fertigungslinie für Solarmodule läuft bereits

Der neue Standort umfasst laut RWE SCHOTT Solar ein Produktionsgebäude mit einer Grundfläche von 4.000 Quadratmetern und einen daran angegliederten Verwaltungsbereich mit 1.200 m². Die Projektierungsphase der Anlage habe nur drei Monate betragen und die Bauzeit sei aufgrund des milden Wetters im Herbst und im Winter auf insgesamt sieben Monate reduziert worden. Eine erste Modullinie sei bereits installiert und laufe hoch, die zweite Fertigungslinie soll im Sommer 2005 die Produktion aufnehmen. "Wir konnten dieses Tempo vorlegen, weil wir auf eine bestehende Infrastruktur des SCHOTT Standortes STVG aufbauen konnten", sagt Berg und ergänzt: "In diesem Projekt haben Teams aus Deutschland, Japan, USA und Tschechien hervorragend zusammengearbeitet, auf diese Leistung können wir stolz sein.“


Verhandlungen mit Herstellern von Solarsilizium

"Für uns war vor allem ein schneller Ausbau der Modulmengen entscheidend um unseren Händlern die Möglichkeit zu geben, auf den wachsenden Markt zu reagieren. Gleichzeitig haben wir die langjährige Zusammenarbeit mit unseren bestehenden Partnern in der Modulfertigung weiter intensiviert", sagt Michael Harre, Geschäftsführer des Unternehmens und für den Vertrieb verantwortlich. "Um unseren ehrgeizigen Wachstumspfad zu realisieren, laufen Verhandlungen über zukünftige Liefervereinbarungen mit Herstellern von Solarsilicium", so Harre weiter.


Tschechisches EEG soll Signalwirkung haben

Mit dem Aufbau dieses neuen Werkes reagiere RWE SCHOTT Solar konsequent auf die weiterhin anhaltend hohe Nachfrage nach Solarstromprodukten in Deutschland und trage einer starken Marktentwicklung innerhalb Europas Rechnung, so das Unternehmen. Ein Grund für die Wahl des neuen Standortes sei die günstige Lage Tschechiens innerhalb der neuen EU Staaten nach der Osterweiterung. Von dem noch in diesem Jahr in Tschechien in Kraft tretenden Einspeisegesetz für erneuerbare Energien erhofft sich das Unternehmen eine Signalwirkung auf die neuen EU Mitgliedsstaaten.


Modulproduktion 2005 erreicht über 80 MW

Die Modulproduktion als nachgelagerte Technologiestufe diene zur Auslastung der hochtechnologischen Zellfertigung am Hauptsitz des Unternehmens im bayerischen Alzenau. Mit der Produktionsanlage zur Herstellung von 40 MW Solarstrommodulen steigere das Unternehmen seine Modulproduktion auf über 80 MW im Jahr 2005. Die volle Kapazität von etwa 100 MW werde 2006 erreicht werden. Mit dem gleichzeitigen Ausbau der Solarzellenproduktion in Alzenau liege die Kapazität des Unternehmens für die Produktion von Zellen Ende 2005 bei rund 130 MW.

16.06.2005   Quelle: RWE Schott Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

US-Hersteller Daystar verkauft "TerraFoil"-Solarzellen an Blitzstrom GmbH

24-cm² CIGS-Solarzelle auf Metallsubstrat.
24-cm² CIGS-Solarzelle auf Metallsubstrat.

Die DayStar Technologies Inc. (Halfmoon, NY), Entwickler und Hersteller siliziumfreier Solarzellen auf Spezialmetallfolien, hat mit der Blitzstrom GmbH (Mainbernheim) einen Rahmenlieferungsvetrag geschlossen über ihre exklusiven TerraFoil™- Solarzellen. Das berichtet DayStar Technologies in einer Pressemitteilung.
 
Vor dem Hintergrund der geplanten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei DayStar umfasse die Vereinbarung eine bis 2008 steigende monatliche Lieferung von TerraFoil™-Solarzellen mit einem Volumen bis zu 30 Megawatt. Die patentierten CIGS-Solarzellen (Kupfer, Indium, Gallium Diselenid), werden in einem aus der Computerkomponentenfertigung abgewandelten Verfahren auf flexible Metallfolien aufgetragen.


Siliziumfreie und flexible Solar-Folien

DayStar}s Produktlinie TerraFoil™, auch bekannt unter dem Namen PV Foil™, stelle einen fundamental neuen Eintritt in den bisher auf dem Standard-Siliziumwaferdesign basierenden Solarzellenmarkt dar. TerraFoil™ sei siliziumfrei und hoch flexibel. Verbunden mit dem einzigartigen Produktionsverfahren des Unternehmens könne dies zu gewaltigen Produktionsmengen führen, deren Umfang die hohen Anwendungskosten senken könne, welche derzeit die Verwendung von PV Produkten einschränken würden.


Blitzstrom-Module mit DayStar-Technologie

Die deutsche Blitzstrom GmbH mit Sitz in Mainbernheim ist nach eigenen Angaben ein führender System-Integrator von Dünnfilm-Photovoltaiksystemen sowohl für kleine Dachanlagen als auch für Solarkraftwerke im Megawattbereich. Blitzstrom bietet PV-Systeme und Komponenten sowohl auf dem deutschen Markt an als auch in der Europäischen Union. Das Unternehmen habe sich darauf spezialisiert neue technologische Lösungen in die bestehenden Energiemärkte zu integrieren und sei der größte Lieferant für kristalline Dünnfilm-Photovoltaikmodule und -systeme in Europa. DayStar-Solarzellen sollen in der Solarmodulproduktion der Blitzstrom GmbH verarbeitet und für den Weiterverkauf in ihren eigenen Systemen und Projekten auf den Markt gebracht werden. Musterzellen für Modul- und Testfelder werden laut Blitzstrom in naher Zukunft geliefert, erste Lieferungen sind für das 3. Quartal 2005 vorgesehen. Der Lieferplan bis 2008 sei direkt verbunden mit der von DayStar geplanten Erweiterung der Produktionskapazitäten. Eine vollständige Umsetzung der Kaufvereinbarung entspräche einem Umsatz von bis zu 60 Millionen Dollar, basierend auf heutigen Marktpreisen für Siliziumzellen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Ausgaben in naher Zukunft werden laut DayStar den erwarteten Umsatz wahrscheinlich dennoch übersteigen, bis das Unternehmen seine TerraFoil™-Solarzellenproduktion von der heutigen Produktionslinie "Gen II" auf die geplante Linie "Gen III" umgestellt habe.


Zusammenarbeit bei der Entwicklung und beim Marketing

Wie in der Kaufvereinbarung fixiert, wollen Blitzstrom und DayStar auch in Sachen Marketing zusammenarbeiten und darüber hinaus neue Herstellungsverfahren für Produkte und Systemdesigns mit Daystar-Technologie entwickeln, im Hinblick auf private, industrielle und kommerzielle Verwendung sowie für Großkraftwerke.


Einführung von PV Foil™ auf einem der größten und erfolgreichsten Märkte für Photovoltaik

"Wir freuen uns, in diese Kaufvereinbarung einzutreten, die ein Zeichen auf den ersten Verkauf des Unternehmens setzt und unser innovatives CIGS Solarzellen Produktdesign stark geltend macht", sagte Dr. John R. Tuttle, Geschäftsführer von DayStar Technologies. "Diese Vereinbarung demonstriert auch das Vertrauen von Blitzstrom in unsere Produktentwicklung und Expansionspläne, große Mengen an PV Foil™ zu liefern. Zusätzlich ergänzt TerraFoil™ das breite Produktangebot von Blitzstrom, nutzt die Erfahrung in der Entwicklung von Systemen und den einmaligen Focus auf Dünnfilm Photovoltaik Systemintegration und Modulproduktion. Wir freuen uns, eng mit Blitzstrom bei der Einführung von PV Foil™ auf einem der größten und erfolgreichsten Märkte für Photovoltaik auf der Welt zusammenzuarbeiten", so Tuttle weiter.


Neue Dünnschicht-Technologie für weiteres Wachstum

"Daystar stellt für Blitzstrom die einzigartige Möglichkeit dar, diese neue Dünnschicht-Technologie für unsere Kunden bereitzustellen," sagte Bernhard Beck, Geschäftsführer der Blitzstrom GmbH. "Mit dem gemeinsamen Ziel, hoch qualitative, preislich konkurrenzfähige, alternative und effiziente siliziumfreie Photovoltaiksysteme zu den expandierenden Märkten zu liefern, glauben wir, dass dieser Verkauf die Marktposition beider Firmen nachhaltig stärken wird und eventuell zu einer außerordentlichen Konkurrenzfähigkeit hinsichtlich des Preises führen wird, welche für ein weiteres Wachstum in Deutschland und in Europa elementar ist", betonte Beck.

16.06.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DayStar Technologies, Inc.

 

Botschafts-Delegation aus Südafrika besucht solaren Systemanbieter Conergy

SADC-Delegation zu Besuch bei Conergy
SADC-Delegation zu Besuch bei Conergy

Eine 15-köpfige Abordnung der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC (Southern African Development Community) besuchte am 13.06.2005 die Unternehmenszentrale der Hamburger Conergy AG. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Wirtschaft (BDI) und der Südlichen Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) informierten sich die hochrangigen Teilnehmer bei Conergy über verschiedenste Systeme, die heute schon fernab des öffentlichen Stromnetzes wettbewerbsfähigen Strom produzieren.  Besondere Schwerpunkte des Besuchs- und Informationsprogramms seien solare Inselsysteme (Off-Grids), solarthermische Lösungen und Anlagen zur solaren Kühlung gewesen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die SADC ist eine regionale Organisation zur wirtschaftlichen und politischen Integration im südlichen Afrika mit Sitz in Gaborone, Botswana. In der SADC-Region leben 200 Millionen Menschen, für die die Sicherung der Energieversorgung überlebenswichtig ist. Weltweit haben über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. "Der Einsatz von autarken System zur Nutzung der Sonnenenergie ist in Gebieten ohne Zugang zu kommerziellen Energiequellen von entscheidender Bedeutung", wies Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Conergy, auf die Bedeutung von Photovoltaik-Inselsystemen hin. "Sie bietet diesen Regionen großes Potenzial, um wettbewerbsfähig Strom zu produzieren und eine zuverlässige und autarke Energieversorgung aufzubauen", so Rüter weiter.

16.06.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin begrüßt Einigung zum Energiewirtschaftsgesetz

Bundesumweltminister Jürgen Trittin wertet die am 15.06.2005 im Vermittlungsausschuss erzielte Einigung über das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) als "ganz bedeutsamen Schritt für die erfolgreiche Liberalisierung des Energiemarktes". Das EnWG liefere das rechtliche Instrumentarium, um eine wettbewerblich organisierte, umweltschonende und verbraucherfreundliche Versorgung mit Strom und Gas sicherzustellen.  "Mit dem Gesetz ist es gelungen, die Förderung der Erneuerbaren Energien durch komplementäre Vorschriften konsequent zu ergänzen", so Trittin.


Vorrangregeln des EEG bleiben

Besonders positiv bewertet der Bundesumweltminister die Regelungen im Hinblick auf die Förderung erneuerbarer Energien. So seien beispielsweise die Vorrangregeln des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) unangetastet geblieben. Zudem würden die rechtlichen Regeln für eine Einspeisung von Biogas in das Gasversorgungsnetz geschaffen. "Damit stellen wir die Weichen für die wirtschaftliche Nutzung einer heimischen und umweltfreundlichen Energiequelle. So entlastet man die Umwelt und die deutsche Handelsbilanz!", sagte Trittin.


Anreizregulierung soll Netzbetrieb effizienter und kostengünstiger machen

Das EnWG liberalisiert laut Bundesumweltministerium (BMU) den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen. So werde der Transport von Gas in Zukunft durch die Einführung eines neuen, flexiblen Systems für den Transportkunden erheblich erleichtert. Auch Entgelte für den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen könnten nicht frei gestaltet werden, sondern unterlägen der Regulierung. Zunächst sei eine allgemeine Genehmigungspflicht vorgesehen. In einem weiteren Schritt werde ein neu zu entwickelndes Modell eingeführt, die so genannte Anreizregulierung. Sie soll durch dynamische wirtschaftliche Anreize den Netzbetrieb insgesamt effizienter und damit kostengünstiger machen.


Missbrauchsaufsicht durch Bundesnetzagentur

Darüber sieht das Gesetz eine Missbrauchsaufsicht durch den Regulierer vor. Damit seien die Weichen gestellt für eine schrittweise Senkung der Netzentgelte, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Für die Öffnung der Strom- und Gasnetze seien künftig die Landesregulierungsbehörden und die "Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen" zuständig und mit umfagreichen Kompetenzen ausgestattet.


Keine ausführliche Kennzeichnung der Stromherkunft

Zur Garantie des Wettbewerbs sieht das Gesetz Veröffentlichungs- und Berichtspflichten vor. Marktwirtschaft verlange nach Transparenz, betont Trittin. Bedauernswert sei vor diesem Hintergrund, dass die ursprünglich vorgesehenen Verbraucherrechte, wie etwa eine ausführliche Kennzeichnung der Zusammensetzung von Strom und der Umweltauswirkungen auf der Stromrechnung, in dem Vermittlungsverfahren reduziert worden seien.

Weitere Informationen über das neue EnWG sind auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums abrufbar unter http://www.bmu.de

15.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

NABU kritisiert Kompromiss beim Energiewirtschaftsgesetz

Der Naturschutzbund NABU hat den von Regierung und Unionsmehrheit im Bundesrat ausgehandelten Kompromiss zum Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) scharf kritisiert. "Das Einschränken der Stromkennzeichnungspflicht in letzter Minute ist ein schwerer Rückschlag für Verbraucherschutz und Wettbewerb", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.  Am heutigen Mittwoch, 16.06.2005, will der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag den Gesetzestext laut NABU beschließen.


Mehr Transparenz für den Verbraucher nötig

Das Energiewirtschaftsgesetz soll am 1. Juli in Kraft treten und für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt sorgen. Dazu zählt nach Ansicht des NABU mehr Transparenz für den Verbraucher durch eine detaillierte Aufschlüsselung der Energieträger auf der Stromrechnung sowie Kostenangaben zu Steuern und Abgaben. "Der Kunde würde erstmals die Möglichkeit erhalten, die Qualität des Stroms vergleichen und sich bewusst für einen Anbieter mit einem klimafreundlichen Strommix entscheiden zu können“, betonte Tschimpke. Darüber hinaus könnten die Detailangaben gleichzeitig dem Vorurteil entgegenwirken, dass es durch die Förderung der erneuerbaren Energien zu einer erhöhten Umlagefinanzierung komme.


"Stolpersteine" für die Erneuerbaren

Mit dem nun ausgehandelten Kompromiss beschränke sich das Gesetz nur noch auf die minimalen Vorgaben der EU-Richtlinie, betont der NABU. "Hier wurde die Chance vertan, eine vorbildliche Regelung für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt zu etablieren“, kritisierte Tschimpke. Den erneuerbaren Energien würden durch die eingeschränkte Kennzeichnungspflicht einmal mehr Stolpersteine in den Weg gelegt. Sie hätten bereits in der Vergangenheit bei den großen Stromkonzernen als Lückenbüßer für vorgeschobene Preiserhöhungen herhalten müssen, so der NABU-Präsident.


Kompromiss zu Lasten der Verbraucher

Der NABU hatte bereits vor drei Wochen vor einer "Rolle rückwärts in der Energiepolitik" gewarnt. "Der Kompromiss beim Energiewirtschaftsgesetz geht zu Lasten der Verbraucher und ist ein mögliches Vorzeichen erschwerter Bedingungen für eine nachhaltige Energiepolitik", so Tschimpke.

15.06.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bundesregierung zieht positive Bilanz des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Das Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG) hat sich nach Auffassung der Bundesregierung bestens bewährt. Es habe den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf rund 10 Prozent gesteigert, so das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Dadurch würden erneuerbare Energien für die Vermeidung von 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr sorgen und Arbeit für inzwischen 130.000 Beschäftigte schaffen.  Dies gehe aus der Antwort auf die Grosse Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion "Erneuerbare Energien in Deutschland" hervor, die das Bundeskabinett am 15.06.2005 beschlossen hat. "


"Strompreisanstieg vorwiegend durch die Stromkonzerne verursacht"

"Das EEG hat sich als das beste Instrument zur rechten Zeit am richtigen Platz erwiesen", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Die Antwort widerlege einige häufig von Gegnern der erneuerbaren Energien verbreitete Vorurteile. So könne von den angeblich hohen Kosten für die Verbraucher nicht die Rede sein. Das EEG habe am gesamten Strompreis der Haushalte einen Anteil von nur 3 Prozent. Die nominalen Strompreisanstiege der vergangenen Jahre für Haushalte seien vor allem eine Folge von Preissteigerungen bei Produktion, Transport und Vertrieb von Strom, seien also vorwiegend durch die Stromkonzerne verursacht. Das EEG bewirke den schnellen Ausbau von Windenergieanlagen, Biomassekraftwerken und Photovoltaikanlagen, sei aber kaum für die nominalen Strompreissteigerungen verantwortlich, betont das BMU.


Einspeisesysteme à la EEG inzwischen in 16 Staaten

Aus der Antwort geht auch hervor, dass das EEG im Vergleich zu anderen Instrumenten zur Förderung der erneuerbaren Energien, wie beispielsweise den in Großbritannien oder Italien verwendeten Quotenmodellen, kostengünstiger sei. "Ein Wechsel des Instruments wäre also, ein Ausbau in gleichem Umfang unterstellt, für die Stromkunden teurer", heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Ein vergleichbarer Ausbau allerdings sei nicht zu erwarten. Denn Länder wie Großbritannien, Italien oder Polen, die keine mit dem EEG vergleichbare Einspeiseregelung haben, könnten keinen vergleichbaren Erfolg beim Ausbau der erneuerbaren Energien vorweisen. Anders sei dies beispielsweise in Spanien, wo im letzten Jahr erstmals mehr Windräder dazugebaut worden seien als in Deutschland. Entsprechend verfügten in der EU inzwischen 16 Staaten über ein Einspeisesystem vergleichbar mit dem EEG.

Der vollständige Text der Antwort auf die Grosse Anfrage ist abrufbar unter http://www.bmu.de

15.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SMA bringt ersten Wechselrichter mit 98% maximalen Wirkungsgrad

Zentralwechselrichter SMC8000TL.
Zentralwechselrichter SMC8000TL.

Die SMA Technologie AG kündigt für Ende des Jahres die Markteinführung eines neuen, "kleinen" Zentralwechselrichters an, der vor allem in Hinblick auf seinen maximalen Wirkungsgrad von 98 % und den spezifischen Preis weltweit neue Maßstäbe setzen soll. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
  "Wir wollten einen Wechselrichter entwickeln, mit dem wir wieder einen großen Schritt bei der Reduzierung der Kosten für systemtechnische Komponenten einer Photovoltaik-Anlage machen," erklärt Dr. Bernd Engel, Bereichsleiter Solartechnik der SMA Technologie AG. "Unseren Entwicklungsingenieuren ist es gelungen, eine neue Netzbrücken-Konfiguration zu entwerfen, die noch effektiver arbeitet als die bisher eingesetzten Varianten."


Verluste bis an die Grenze des physikalisch Machbaren verringert

Die neue H5-Topologie des SMC 8000TL ermögliche es, die Verluste der Leistungshalbleiter (IGBTs) und der induktiven Bauelemente durch eine neuartige Anordnung bis an die Grenzen des physikalisch Machbaren zu verringern und damit höchstmögliche Energieerträge zu erlangen, so SMA. Mit einer Nennleistung von 8 Kilowatt (kW) sei der Sunny Mini Central 8000TL ideal geeignet für den Einsatz in Photovolatikanlagen ab 28 Kilowatt Spitzenleistung (kWp). Das von SMA patentierte OptiCool-Kühlsystem garantiere die Einspeisung mit voller AC-Nennleistung bis zu einer Umgebungstemperatur von 40° C.

Wie bereits beim SB 3800, setze SMA auch beim SMC 8000TL ein Gehäuse aus Aluminium-Druckguss ein. Dieses Material habe nicht nur einen äußerst positiven Einfluss auf das Temperaturmanagement, sondern biete darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, um durch extra große Griffmulden und abgerundete Ecken und Kanten ein ergonomisches Gehäusekonzept zu realisieren. Auch das Gewicht sei mit zirka 35 kg im Vergleich zu anderen Geräten dieser Leistungsklasse gering. Durch die Aufteilung in zwei voneinander getrennte Kammern werde der erzeugte Luftstrom direkt zu den wärmeintensiven Bauteilen geführt, bei niedriger Leistung durch Konvektion und bei höherer Leistung durch drehzahl- und temperaturgeregelte Lüfter. Die Elektronik bleibe in einem vor Schmutz und Feuchtigkeit (Schutzart IP65) geschützten, besonders gedichteten Bereich.


Datenübertragung per Funk möglich

Damit eigne sich der SMC 8000TL sowohl für die Innen- als auch die Außenmontage, was dazu beitrage den Installationsaufwand zu senken und Kosten zu sparen. Neben einem Display und den bekannten Schnittstellen wie RS 232 und RS 485 ist optional auch die Datenübertragung per Funk möglich, die vielfältige Anlagenüberwachungs- und Visualisierungsmöglichkeiten bietet - via Internet sogar weltweit.

Alle Produkte der SMA Technologie AG werden am Firmenstandort in Deutschland entwickelt und produziert. Zusammen mit umfangreichen Service-Angeboten wie beispielsweise einem 24-Stunden Austauschservice, fünf Jahren Garantie sowie einem breiten Hotline-Angebot ist der Sunny Mini Central SMC 8000TL ein weiteres Highlight innerhalb der größten Wechselrichterpalette auf dem Weltmarkt für Solarstromanlagen.

15.06.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Oberfranken: FDP informiert auf "Energietag" über Perspektiven der Erneuerbaren

Ende Mai 2005 hatte die FDP Oberfranken in der Nähe von Bamberg zu einem "Energietag" eingeladen. Bei der öffentlichen Veranstaltung hätten praktische Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen mit erneuerbaren Energien im Mittelpunkt gestanden, berichtet der FDP-Bezirksverbandsvorsitzende und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Horst Friedrich in einer Pressemitteilung.  In zahlreichen Vorträgen informierten Sachverständige über Biomasse, Windenergie, Solarwärme und Photovoltaik sowie über die Wasserstofftechnologie.


PV-Unternehmer fordert gezielte Unterstützung

Der Solar-Unternehmer Berhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH, betonte in seinem Vortrag, dass die Solarenergie das größte Potenzial unter allen erneuerbaren Energien habe. Für Hersteller, Händler und Installateure sei die Beibehaltung des Prinzips der gesicherten Einspeisevergütung für Solarstrom, wie im EEG geregelt, von entscheidender Bedeutung. Eine engagierte Politik für die Solarenergie müsse zudem neue und größere Fördertöpfe zur Anschubfinanzierung neuer Technologien bereitstellen. Gezielte Unterstützung sei besonders wichtig für konkrete Vorhaben, in denen neue Solartechnik erstmals im größeren Maßstab eingesetzt werde.


Neue Internetseiten zum energie- und umweltpolitischen Programm

"Das hätte man uns gar nicht zugetraut", kommentierte Horst Friedrich die Veranstaltung. "Dabei waren wir die Umweltpartei, bevor die Grünen in der politischen Landschaft auftauchten. Die FDP hat aber nach wie vor eine Menge Know-how im Bereich der Energie- und Umweltpolitik zu bieten", so Friedrich. Mehr Informationen biete beispielsweise die Diskussionsplattform zur liberalen Umweltpolitik auf der neuen Website: www.fdp-umwelt.de.

"Sowohl der Klimaschutz, als auch eine Verringerung der Abhängigkeit von anderen Energieträgern gebieten es, erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle im Energiemix zuzuschreiben. Die FDP setzt sich für ehrgeizige Ziele ein: bis zum Jahr 2050 sollte ein Anteil von 50 % erreicht werden", heißt es auf der Umwelt-Website, auf der verschiedene Positionen der FDP dargestellt werden, zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), zu Speichertechnologien, zu Energieeffizienz und -einsparungen sowie zum Streitpunkt Kernenergie: http://www.fdp-umwelt.de.

15.06.2005   Quelle: Horst Friedrich (MdB); Bernhard Beck   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Freiburg: Regierungspräsidium geht an das Solarstromnetz

Solarstromanlage auf dem Dach des Freiburger Regierungspräsidiums.
Solarstromanlage auf dem Dach des Freiburger Regierungspräsidiums.

Das Regierungspräsidium in Freiburg zeigt solares Engagement: Am Montag, den 13. Juni, nahm Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg offiziell eine Solarstromanlage mit 40,5 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) auf dem Dach des Dienstgebäudes in Betrieb. Damit wurde die Photovoltaikanlage Teil des Solarstromparks BUND Baden-Württemberg und speist nun Solarstrom in das öffentliche Stromnetz ein.
  Das Kraftwerk wurde gemeinsam realisiert von der Freiburger S.A.G. Solarstrom AG und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die insgesamt 13 Kraftwerke des Solarstromparks BUND Baden-Württemberg erzeugen laut S.A.G. Solarstrom AG 626.000 Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlichen Strom pro Jahr und decken so den Bedarf von etwa 630 Bürgern. Der Umwelt erspare dies jedes Jahr eine Belastung mit über 380 Tonnen CO2.

Solarstromfonds innerhalb kürzester Zeit überzeichnet

Das Regierungspräsidium Freiburg, das sein Dach des Dienstgebäudes in der Freiburger für 20 Jahre zur Verfügung stellt, leiste damit einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz, so der BUND. Neben dem Dach des Dienstgebäudes des Regierungspräsidiums seien für den Solarstrompark Dachflächen auf acht weiteren öffentlichen Gebäuden zur Verfügung gestellt worden. Der Solarstrompark BUND Baden-Württemberg geht zurück auf eine Initiative des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das Projekt wurde von der S.A.G. Solarstrom AG umgesetzt und über einen geschlossenen Fonds finanziert, an dem Anleger sich mit einer Kapitaleinlage ab 1.000 Euro beteiligen konnten. Dieser Fonds sei im Sommer 2004 innerhalb kürzester Zeit überzeichnet worden. Neben den Mitgliedern und Förderern des BUND haben auch die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums von diesem Angebot regen Gebrauch gemacht. "Der BUND hat mit dieser ökologisch und ökonomisch sinnvollen Geldanlage insbesondere für den Kreis seiner 73.000 Mitglieder und Förderer erfolgreich die Nutzung der Photovoltaik in Baden-Württemberg unterstützt", erklärt Axel Mayer, Geschäftsführer des Regionalverbands Südlicher Oberrhein das Projekt.


Umweltschutz plus Rendite

Solare Beteiligungsprojekte erfreuen sich laut BUND und S.A.G- Solarstrom AG großer Beliebtheit. "Die Nachfrage nach unseren Solarstromfonds ist sehr hoch: Der Solarstrompark BUND Baden-Württemberg war innerhalb von wenigen Wochen komplett gezeichnet", sagt Uwe Ilgemann, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG. Mit ihrer Kapitaleinlage würden die Anleger nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern auch eine Rendite von über 6 Prozent erzielen. Neben dem Solarstrompark BUND Baden-Württemberg habe die S.A.G. Solarstrom A.G. bereits drei weitere Solarstromparks realisiert und plane dieses Jahr mit dem Solarstrompark Ortenau ihren bisher größten Park mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt (MW).

15.06.2005   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: S.A.G Solarstrom AG.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solar-Fabrik AG will Waferhändler kaufen

Die Solar-Fabrik AG mit Sitz in Freiburg (ISIN: DE0006614712) hat am 14.06.2005 einen so genannten Letter of Intend (LOI) unterzeichnet hinsichtlich des Erwerbs eines bedeutenden Händlers von Solarwafern (Siliziumplatten für die Solarzellenproduktion). Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Das Händlerunternehmen mit Sitz in Malaysia verfüge bereits heute über umfangreiche Lieferkontrakte bis einschließlich 2008.  Durch den beabsichtigten Kauf würde sich die Solar-Fabrik AG für das Jahr 2006 und die Folgejahre Wafermaterial mit einer Gesamtmenge von über 30 Megawatt Spitzenleistung (MWp) pro Jahr sichern. Sie setze damit den mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung eingeschlagenen Weg zur sicheren Rohmaterialversorgung fort, so das Unternehmen.

14.06.2005   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ESTIF: Europäischer Solarwärmemarkt um 12 % gewachsen

Europäischer Solarwärmemarkt 2004.
Europäischer Solarwärmemarkt 2004.

Der Solarthermiemarkt in Europa (EU-25 plus Schweiz) wuchs 2004 um 12 % verglichen mit dem Vorjahr. Für 2005 erwartet der Europäische Solarwärmeindustrieverband ESTIF die gleiche Wachstumsrate. 1.110 Megawatt solarthermischer Leistung (MWth) wurden laut ESTIF 2004 in Europa neu installiert, das entspricht einer Kollektorfläche von 1.586.184 Quadratmetern. 2003 waren es 991 MWth beziehungsweise 1.415.598 m².
 
ESTIF wird die neuesten Statistiken auf der 2. Internationalen Solarwärmekonferenz estec2005 in Freiburg präsentieren. Zum ersten Mal umfassen die ESTIF-Zahlen alle 25 EU-Länder. Außerdem geben die Daten sowohl Auskunft über die Wärmeleistung (kWth) als auch über die Kollektorfläche in Quadratmetern, die bislang verwendete Maßeinheit.

Deutschland ist noch immer Marktführer in Europa mit einem Anteil von 47%, gefolgt von Griechenland (14%), Österreich (125) und Spanien (6%). Bezüglich der pro Einwohner installierten Leistung führt Zypern mit 431 kWth/1.000 Einwohnen vor Österreich und Griechenland mit jeweils 179 kWth/1.000 Einwohnen. Der EU-Durchschnitt lieg bei nur 21 kWth/1000 Einwohner, da der Solarwärmemarkt in etlichen Ländern gerade erst begonnen habe, sich zu entwickeln, so die ESTIF.

Die ESTIF wird detaillierte Statistiken auf der 2. Europäischen Solarwärmekonferenz estec2005 vom 21.- 22. Juni in Freiburg präsentieren. Die Konferenz wird unter anderem Expertenvorträge über 13 nationale Märkte bieten. Die Kongress-Registrierung ist möglich bis zum 15. Juni unter http://www.estec2005.org/.

14.06.2005   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kostensenkende Technologieschritte finden Eingang in Photovoltaikproduktion

Der Expertenkreis SOLPRO verfolgt das Ziel, innovative Technologieansätze mit hohem Kostenreduktions- und Umsetzungspotenzial bei der Herstellung von Solarzellen und -modulen auszumachen und deren Umsetzung auf den Weg zu bringen. Angestoßen und koordiniert von den Fraunhofer-Instituten für Produktionstechnologie IPT in Aachen und für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg setzt sich das Konsortium aus den genannten Instituten und insgesamt 13 Industrie-Partnern zusammen.  Dazu zählen Solarzellen- und Modulhersteller ebenso wie Unternehmen, die Anlagen und Komponenten produzieren. Die SOLPRO-Projektarbeit wird durch die Industriepartner und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Eine Vielzahl heute erfolgreich umgesetzter Entwicklungen seien im SOLPRO-Expertenkreis initiiert und getestet worden.


Innovative und effizienzsteigernde Fertigungsverfahren

So sei im Zuge der SOLPRO-Projekte beispielsweise ein Kathodenzerstäubungsverfahren zur Abscheidung der im Solarzellenfertigungsprozess angewandten Siliciumnitridbeschichtung entwickelt worden. Dieses Verfahrens habe Vorteile hinsichtlich der notwendigen Gasinfrastruktur, der Gleichmäßigkeit der Schichten und der Skalierbarkeit der Prozesse, berichtet SOLPRO. Weiter zählen zu den getesteten SOLPRO-Vorhaben die Verwendung von spiegelgesteuerten Festkörper-Lasern zur effizienten und schnellen elektrischen Isolation zwischen Vorder- und Rückseite der Solarzelle sowie der Einsatz kontaminationsarmer Transportvorrichtungen in Hochtemperaturstrecken, heißt es in der Pressemitteilung der Fraunhofer-Institute.


Technologiebewertung als Ausgangspunkt für Entwicklungsprojekte

Der SOLPRO-Expertenkreis trifft sich jährlich auf zwei Tagungen, in denen die aktuellen Trends in Forschung und Entwicklung vor dem Hintergrund des PV-Marktes präsentiert und mit den Projektpartnern diskutiert werden. Hier werden drei Themen ausgewählt, für die Projektteams aus den jeweiligen Know-how-Trägern gebildet werden. Für das folgende Halbjahr werden die Themenfelder mittels Recherchen, Experimenten, Simulationen und Kostenanalysen untersucht, um abschließend eine fundierte Bewertung der betrachteten Technologien vornehmen zu können. Die Ergebnisse bilden dann den Ausgangspunkt für aufbauende Entwicklungsprojekte. Diesen in der Photovoltaik-F&E einzigartigen SOLPRO-Ansatz haben die Fraunhofer-Institute 1997 vor dem Hintergrund des Rückzugs der Solarzellenhersteller vom Standort Deutschland vorgeschlagen. Bereits damals beteiligten sich zwölf Unternehmen aus dem Bereich Anlagen- und Komponentenherstellung. Mit der vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützten Verlängerung des SOLPRO-Projekts kamen 1999 Solarzellen- und Modulhersteller zum Expertenkreis hinzu.

Zuletzt traf sich der SOLPRO-Expertenkreis im April beim Fraunhofer ISE in Freiburg zum halbjährlichen Expertentreffen. Im Anschluss wurden der SOLPRO-Expertenkreis und Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in einem Forum mit mehr als 50 interessierten Vertretern aus dem Arbeistfeld Photovoltaik vorgestellt. Die SOLPRO-Partner beabsichtigen den Expertenkreis über das Ende der aktuellen Laufzeit Ende 2005 hinaus fortzusetzen.

14.06.2005   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Primärenergieverbrauch leicht unter Vorjahresniveau

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland war nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) im I. Quartal 2005 trotz kühlerer Temperaturen und eines kalenderbereinigten gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 1,1 % um 1,5 % niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal.  Insgesamt wurden laut AGEB rund 135 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mill. t SKE = 4025 PJ) verbraucht.


Windenergie legt 20 % zu

Der Beitrag der Wasserkraftwerke habe nur geringfügig zugenommen während derjenige der Windkraftanlagen wiederum kräftig gewachsen sei, so die AGEB. Insgesamt habe sich die Stromproduktion aus Windenergieanlagen um rund 20 % erhöht. Der Verbrauch von so genannten Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) habe gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um etwa 20 % zugenommen.

Besonders kräftig sei der Rückgang des Mineralölverbrauchs ausgefallen; mit 41,4 Mill. t SKE unterschritt er laut AGEB die Vorjahresmenge um rund 5 %. Der Erdgasverbrauch lag mit knapp 39,7 Mill. t SKE um 1,4 % über dem Vorjahresniveau. Der Verbrauch an Steinkohle wies mit 18 Mill. t SKE einen Rückgang um 2,8 % auf. Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der niedrigeren Lieferungen an die Kraftwerke mit 14,3 Mill. t SKE unter dem Vorjahreswert (–1,3 %). Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke änderte sich kaum (+0,6 %).

14.06.2005   Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

First Solar ernennt David Wortmann zum Director of Strategic Planning – Europa

David Wortmann wird "Director of Strategic Planning- Europa" bei First Solar. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Von Berlin aus soll Wortmann sich mit der Geschäftsentwicklung, der Unterstützung beim Produktionsausbau, der Öffentlichkeitsarbeit und der strategischen Unternehmensplanung mit Hauptschwerpunkt europäische Märkte beschäftigen.   "Herr Wortmann hat intensiv an der Weiterentwicklung der Solarindustrie in Deutschland und in Europa mitgewirkt. Er leistet strategische Beiträge, entwickelt erfolgreiche Bündnisse und hat unermüdlich an der globalen Erweiterung der Erneuerbare-Energien-Industrie gearbeitet", sagte Mike Ahearn, Präsident und CEO von First Solar.

Vor seiner Mitarbeit bei First Solar war Wortmann wissenschaftlicher Mitarbeiter für internationale Angelegenheiten bei Dr. Hermann Scheer (MdB), "Director of International Policy Affairs" beim Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) in Bonn sowie Berater des Grünen-Abgeordneten und energiepolitischen Sprechers Hans-Josef Fell. Außerdem sei Wortmann in einer Reihe von Organisationen aktiv, beispielsweise als Mitglied der "Standing Group of Regionalism" des "European Consortium for Political Research Standing Group on Comparative Political Economy" (GB, Italien), als Mitglied im "Advisory Board of the Renewable Energy & International Law Project of REEEP" in London (GB) und Washington (USA) sowie 2002-2004 als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Weltvertrag. Wortmann werde beim Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) weiterhin als "Advisor International Policy and Industrial Affairs aktiv bleiben", berichtet First Solar in der Pressemitteilung.


Erneuerung des Energiesystems eine der dringendsten Anforderungen

"Die Erneuerung unseres globalen Energiesystems auf Basis erneuerbarer Energien ist wahrscheinlich einer der dringendsten Anforderungen an die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaften. Mit großem Interesse habe ich während meiner Zeit im Deutschen Bundestag und im Weltrat für Erneuerbare Energien versucht, auf politischer Ebene meinen Beitrag dazu zu leisten", so David Wortmann. "Es war eine besondere Freude, in diesem Gebiet auf nationaler und internationaler Ebene mit den führenden Persönlichkeiten in Politik und Industrie zusammen zu arbeiten. Ich freue mich sehr, meine Arbeit nun im privaten Sektor fortzusetzen. First Solar bietet die hervorragende Gelegenheit, sich auch direkt im Markt für die Verbreitung von umweltfreundlichen und preisgünstigen Solartechnologien einzusetzen, um die Energiebedürfnisse gegenwärtiger und zukünftiger Generationen nachhaltig zu erfüllen. "

14.06.2005   Quelle: First Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hans-Josef Fell: Photovoltaik-Branche besorgt über mögliches Ende des EEG

"Mit großer Sorge diskutieren in Barcelona etwa 2.200 Teilnehmer die Äußerungen von Unions- und FDP-Politikern, die ganz im Sinne der Stromkonzerne von einem Ende des weltweit erfolgreichsten Gesetzes für Solarenergie, dem EEG, ab 2007 sprechen". Das berichtet Hans-Josef Fell, Sprecher für Forschung und Technologie von Bündnis 90/ Die Grünen, in einem Rundschreiben anlässlich des heutigen Abschlusses der 20. Europäischen Photovoltaik-Solarenergie Konferenz in Barcelona.   Union und FDP würden damit eine der jüngsten und erfolgreichsten Branchen mit weltweit höchstem Wachstumspotenzial auch für exportorientierte Arbeitsplätze auf das Spiel setzen, so Fell.


Gewaltige Wachstumsinvestitionen

Die europäische Fotovoltaik-Branche investiert laut Fell derzeit Milliarden Euro in neue Produktionsstätten. Alleine in Deutschland würden jährlich zwischen 200 und 300 Millionen Euro pro Jahr in neue Fabriken angelegt; bislang sei es über eine Milliarde Euro. 2003 und 2004 habe sich die Produktionskapazität jeweils verdoppelt. Auch 2005 werde sie dies wieder tun, betont Fell. Zu den 20.000 in den letzten Jahren hierzulande geschaffenen Arbeitsplätzen würden in den nächsten Jahren 10.000 weitere hinzukommen. Die hoch innovative Solarstrombranche trage mit ihren Investitionen erheblich zur Erreichung der Lissabonziele der EU bei, unterstreicht Fell.


Einspeisungsvergütung ist Rückrat des Ausbaus der Photovoltaik

2004 hat die Branche in Deutschland laut Fell 25 Millionen Euro Projektmittel für die Forschung aus der öffentlichen Hand erhalten. Die Unternehmen selbst hätten sogar rund 50 Millionen Euro aufgebracht. Diese hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung seien aber nur möglich, solange die Unternehmen auch weiterhin Gewinne machen könnten, warnt Fell. Die Grundlage dazu sei das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das trotz rasch sinkender Einspeisungsvergütungen das Rückrat des Ausbaus der Photovoltaik bilde. Schon in einigen Jahren erwartet Fell eine Halbierung der Kosten, so dass dann allmählich ein sich selbsttragender Markt entstehe.

13.06.2005   Quelle: Hans Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

dena-Praxisreport: Frankreich setzt auf Ausbau der Solarwärme

Solarwärmeanlage eines Hotels an der Côte d'Azur.
Solarwärmeanlage eines Hotels an der Côte d'Azur.

Der französische Solarmarkt bietet vor allem für die Solarthermie gute Perspektiven, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Laut "Praxisreport Solarmarkt Frankreich" dena wird das neue französische Energierahmengesetz den Wachstumstrend in dieser Branche weiter verstärken.

 
Ziel der Regierung sei, das jährliche Marktvolumen für Solarthermie bis im Jahr 2010 auf eine Million Quadratmeter Kollektorfläche zu steigern. Auf dem Photovoltaikmarkt fehle es hingegen noch an Impulsen, um das vielversprechende Potenzial zu erschließen, so die dena. "Die Solarthermie kommt in Frankreich gut voran. Durch attraktive Förderprogramme ist es innerhalb von wenigen Jahren gelungen, den Markt auf eine solide Basis zu stellen", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Mit dem neuen Energierahmengesetz werde die Nachfrage nach Solarwärme-Anlagen weiter steigen. Davon könnten auch deutsche Unternehmen profitieren.


Staatliche Förderung und umfangreiche Steuergutschriften für Solarwärme

Günstig für die Solarthermie ist laut dena besonders die geplante Änderung der französischen Wärmeverordnung für Gebäude. Ab 2006 müsse nicht nur beim Neubau sondern auch bei der Modernisierung von Altbauten mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche geprüft werden, wo sich der Einsatz von erneuerbaren Energien lohnt. Gleichzeitig würden die Energieeffizienzstandards für Neu- und Altbauten weiter erhöht. Staatliche Fördermittel stehen laut dena hauptsächlich für Großanlagen zur Brauchwassererwärmung in öffentlichen Gebäuden bereit. Privatpersonen könnten für ihre Solarwärme-Investitionen umfangreiche Steuergutschriften in Anspruch nehmen.


Komplizierte Genehmigungsverfahren für den Netzanschluss hemmen PV-Wachstum

Für die Solarstrombranche gebe es in Frankreich gute natürliche und infrastrukturelle Voraussetzungen, betont die dena. Komplizierte Genehmigungsverfahren für den Netzanschluss und den Einspeisevertrag sowie niedrige Einspeisetarife würden sich jedoch markthemmend auswirken. "Unternehmen, die sich für den Solarmarkt Frankreich interessieren, erhalten mit unserem Praxisreport die wichtigsten Informationen auf einen Blick – von den aktuellen Marktenwicklungen, über gesetzliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten, bis hin zu Zertifizierungsanforderungen und Vertriebsstrukturen", so Markus Kurdziel, dena-Bereichsleiter für regenerative Energien: Der Praxisreport Solarmarkt Frankreich gehört zur dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und kann für 100 Euro bestellt werden unter: www.exportinitiative.de. Kürzlich erschien bereits der Praxisreport "Solarmarkt Italien". Weitere Bereichte zu den Solarmärkten in Spanien und ihn den USA sowie ein Exporthandbuch für Tschechien sollen in den nächsten Wochen folgen.

13.06.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ENERPLAN
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Thailändische Botschafterin forciert Wissenstransfer mit SMA Technologie AG

Botschafterin Chiranond, SMA-Vorstand Cramer.
Botschafterin Chiranond, SMA-Vorstand Cramer.

Für eine verstärkte Zusammenarbeit der Universität Bangkok mit der SMA Technologie AG (Niesetal) sprach sich die thailändische Botschafterin, Cholchineepan Chiranond, bei ihrem Besuch des nordhessischen Unternehmens aus.
 
Ziel sei, von dem Know-how der SMA und den vielen weltweiten Projekten auf dem Gebiet der Energieversorgung netzferner Regionen zu profitieren. Die Botschafterin und das Unternehmen betonen, dass ausreichend Strom und Wasser zu den wichtigsten Voraussetzungen gehören, um der zunehmenden Landflucht aus den Provinzen Einhalt zu gebieten. Die Erschließung entlegener Gebiete durch das bereits vorhandene Stromnetz verursache aber immense Kosten.


Dezentrale Solarstromnetze für entlegene Provinzen

Deshalb sei der Aufbau kleiner dezentraler Solarstromnetze eine gute Alternative, nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden klimatischen Bedingungen in dem asiatischen Staat. "Dazu ist es notwendig, den Wissenstransfer im Bereich innovativer Technologien zu fördern und angehenden Ingenieuren den Kontakt zu mittelständischen Unternehmen zu ermöglichen, die sich vornehmlich mit dem Aufbau solcher Netze beschäftigen," so die Botschafterin. Außerdem halte sie es für sinnvoll, dass auch andere asiatische Staaten sich an der Intensivierung eines solchen Dialogs auf Botschafter-Ebene beteiligen. Bereits im kommenden Herbst soll eine erste Delegation der Universität Bangkok die SMA Technologie AG besuchen.


Versorgungssicherheit mit Sonnenenergie

Mit der so genannten AC-Kopplung habe SMA ein System entwickelt, dass eine vergleichbare Versorgungssicherheit mit umweltschonender und kostenfreier Sonnenenergie gewährleiste wie das öffentliche Stromnetz. Darüber hinaus seien diese Inselnetze außerordentlich flexibel und könnten ohne großen Aufwand einem steigenden Energiebedarf angepasst werden, berichtet das Unternehmen.

13.06.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

REpower beginnt Joint Venture mit Martifer Energia

Die REpower Systems AG (WKN 617703), eines der führenden Unternehmen der Windenergiebranche, hat mit dem portugiesischen Unternehmen Martifer Energia ein Joint Venture gegründet. An der REpower Portugal – Sistemas éolicos, S.A., sind beide Unternehmen zu je 50 Prozent beteiligt, berichtet REpower in einer Pressemitteilung.   Martifer Energia entwickelt Energieprojekte und gehört zur portugiesischen Mota-Engil-Gruppe. Präsident des neuen Gemeinschaftsunternehmens wird Jorge Martins, Geschäftsführer von Martifer. Martins ist seit Mai dieses Jahres auch im Aufsichtsrat der REpower Systems AG vertreten.

Das Geschäftsfeld von REpower Portugal soll sich zunächst auf Portugal, Spanien und weitere ausgewählte Auslandsmärkte konzentrieren und umfasst die Errichtung und Vermarktung von Windenergieanlagen der Megawatt-Klasse. Sitz der neuen Gesellschaft ist das portugiesische Oliveira de Frades in der Nähe von Porto. Nachdem REpower auf der Iberischen Halbinsel bereits mit der Tochtergesellschaft REpower España vertreten ist, bedeute die Gründung von REpower Portugal einen weiteren Schritt in Richtung Expansion auf europäischen Kernmärkten, heißt es in der Pressemitteilung.


Für künftige Großprojekte auf der Iberischen Halbinsel gewappnet

REpower Portugal will sich an der in Kürze erwarteten Ausschreibung der portugiesischen Regierung über Netzanschlusskapazitäten beteiligen und strebe bei einem entsprechenden Auftragsvolumen eine lokale Fertigung an. Mit einer Entscheidung über Größe und Vergabe der Ausschreibung wird im Spätherbst gerechnet. Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG, äußert sich zufrieden anlässlich der Gründung von REpower Portugal: "Die unsichere wirtschaftliche und politische Entwicklung für Windenergie auf unserem heimischen Markt macht es für uns unumgänglich, noch stärker als bisher im Ausland zu wachsen. Mit Martifer Energia haben wir einen starken lokalen Partner gewonnen. Auch in Portugal setzt man in Zukunft verstärkt auf Wind; mit REpower Portugal sind wir für künftige Großprojekte auf der Iberischen Halbinsel gewappnet."

13.06.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Umweltminister Schnappauf: Bayern setzt auf Erdwärme

Bayern will die klimafreundliche Erdwärme (Geothermie) verstärkt nutzen, erklärte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf bei der Inbetriebnahme der Geothermie-Anlage in Reichertshausen (Landkreis Pfaffenhofen). "Erdwärme nützen heißt Klima schützen. Reichertshausen gilt deutschlandweit als Vorzeigeprojekt für optimale Erdwärme-Nutzung bei größeren kommunalen Alt- und Neubauten", sagte Schnappauf.   Die geologischen Bedingungen für die oberflächennahe Erdwärmenutzung seien nahezu überall in Bayern günstig. Deshalb sollten die besten regional verfügbaren Quellen genutzt werden. Das bayerische Umweltministerium wolle noch im Jahr 2005 eine Karte für die Nutzung der oberflächennahen Erdwärme herausgeben. Schnappauf kritisierte in diesem Zusammenhang die Politik der Bundesregierung, welche die Windkraft einseitig bevorzuge.


Erdgekoppelte Wärmepumpen statt herkömmlicher Ölheizungen

Der Anteil erneuerbarer Energien werde eine immer größere Rolle spielen, so Minister Schnappauf. Bayern habe mit 7,8 Prozent deutschlandweit den höchsten Anteil erneuerbarer Energien, während der Bundesdurchschnitt bei 3,4 Prozent liege. Der Freistaat setze alles daran, seine Spitzenstellung auf diesem Gebiet weiter auszubauen. Bayern wolle bis 2010 den Ausstoß an klimaschädlichem CO2 von 90 auf 80 Millionen Tonnen verringern. Eine der klimafreundlichen Energiequellen sei die Erdwärme. "Der Einsatz erdgekoppelter Wärmepumpen anstelle herkömmlicher Ölheizungen senkt den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 um bis zu 80 Prozent und die Betriebs- und Heizkosten bis zur Hälfte", so Schnappauf: Jetzt gelte es, Bauherren und Planer auf die Vorzüge der Geothermie für das Heizen und Kühlen von Gebäuden aufmerksam zu machen. Der Freistaat habe zu diesem Zweck die landesweite Initiative ''Klimafreundliches Bayern'' gestartet, die mit dem Reichertshausener Vorzeigeprojekt für eine optimale Erdwärme-Nutzung werbe.


CO2-Ausstoß um 86 Prozent gesenkt

Beim Reichertshausener Demonstrationsvorhaben wurde erstmalig ein größerer Gebäudekomplex mit einer Wärmepumpen-Heizanlage energetisch saniert. Die Ölkesselheizung der 1969 erbauten Reichertshausener Grund- und Teilhauptschule wurde durch eine Hochtemperatur-Wärmepumpenheizung ersetzt. Darüber hinaus wurde im Neubau der benachbarten Gemeindebücherei eine Niedertemperatur-Wärmepumpenheizung installiert. "Reichertshausen zeigt das große Potenzial, das die oberflächennahe Geothermie für sanierungsbedürftige Altbauten bereit hält: Der CO2-Ausstoß konnte um 86 Prozent oder umgerechnet um 166 Tonnen pro Jahr reduziert werden", so der Minister. Darüber hinaus sei in Reichertshausen die besonders bodenschonende Methode des "Einpflügens" der insgesamt 9 Kilometer Absorberrohre in eine Tiefe von 1,1 Metern angewendet worden. Diese Technik vermeide großflächige Bodenabtragungen und Erdbewegungen.

12.06.2005   Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neue Veröffentlichung zum Klimawandel im 20. und 21. Jahrhundert

Der Wasserhaushalt der Atmosphäre ist ein wichtiger Parameter in der Klimaforschung.
Der Wasserhaushalt der Atmosphäre ist ein wichtiger Parameter in der Klimaforschung.

Vorträge und Diskussionen der Fachtagung "Klimawandel im 20. und 21. Jahrhundert" enthält der vor kurzem erschienene neue Berichtband der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. In ihm werden Möglichkeiten der Klimarekonstruktion sowie der Stand der Klimamodellierung dargestellt und anhand verschiedener Parameter (beispielsweise Niederschlag, Aerosole) die noch bestehenden Schwächen und Defizite in der Klimamodellierung aufgezeigt, so die Akademie in einer Pressemitteilung.
 
Wie sich die seit etwa 30 Jahren beobachtete Klimaerwärmung weiter entwickeln wird, werde weltweit mittels verschiedener Klimamodelle untersucht, so die Bayerische Akademie der Wissenschaften.


Klimamodelle auf dem Prüfstand

Je nach zugrunde liegendem Szenario lieferten die Klimamodelle verschiedene Ergebnisse, die wiederum das Weltbild in Gesellschaft und Medien prägten und der Umwelt- und Energiepolitik vieler Länder zugrunde lägen. Selten werde jedoch kritisch gefragt, inwieweit die verwendeten Klimamodelle überhaupt in der Lage seien, die äußerst vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Parametern nachzuvollziehen, die unser Klima bestimmen.

Die Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften nennt als Beispiel den Wasserkreislauf der Erde: Die Verdunstung (Umwandlung von Wasser in Wasserdampf unter Energieverbrauch) sei der Hauptkühlmechanismus für die Erdoberfläche. Aber Niederschläge, Verdunstung, Bodenfeuchte, Wolkenbildung und -verteilung seien weder in ihrer geografischen Verteilung noch in ihren statistischen Größenordnungen hinreichend bekannt, um sie in den derzeitigen Klimamodellen ausreichend einbeziehen bzw. wiedergeben zu können. Dabei übersteigt der Einfluss des Wasserhaushalts auf unser Klima bei weitem denjenigen der anthropogenen Treibhausgase, so die Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Bibliographische Angaben: Klimawandel im 20. und 21. Jahrhundert: Welche Rolle spielen Kohlendioxid, Wasser und Treibhausgase wirklich? Rundgespräche der Kommission für Ökologie, Band 28 (2005), 136 S., 22 Farb- und 36 s/w-Abb., 6 Tab., Paperback; Hrsg.: Bayerische Akademie der Wissenschaften. 25,00 €; ISBN 3-89937-051-1.

12.06.2005   Quelle: Bayerische Akademie der Wissenschaften   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: idw; G. Hartjenstein

 

FH Kiel forscht im bundesweiten "Netzwerk Windenergie"

Einen erneuten Erfolg meldet die Fachhochschule Kiel: Zusammen mit mehreren Universitäten und Großforschungsinstituten erforscht sie Turbulenzen im Wind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) habe dieses Netzwerk mit dem Namen "Windturbulenzen und deren Bedeutung für die Nutzung der Windenergie" Anfang Juni 2005 bewilligt. Das Finanzvolumen belaufe sich auf insgesamt eine Million Euro.   Koordiniert wird das BMBF-Netzwerk durch das Zentrum für Windenergieforschung "ForWind" an der Universität Oldenburg. Projektpartner sind das Labor für numerische Mechanik im Fachbereich Maschinenwesen der Fachhochschule Kiel, das Institut für Theoretische Physik an der Universität Münster, das Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden sowie das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Göttingen.


Grundlagenforschung und praktische Anwendung

Im Rahmen des Projekts, das den Austausch zwischen Hochschulen und Großforschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Windenergie vorantreiben will, soll die Weiterentwicklung von Windkraftanlagen erforscht werden. Dies sei für die Zukunft der Windenergienutzung von hoher Bedeutung. Die hochrangigen Forschergruppen beschäftigen sich laut FH Kiel sowohl mit der Grundlagenforschung als auch mit Fragen der Anwendung. Die Experten kommen aus den Gebieten der Turbulenzforschung, der nichtlinearen Dynamik, der Chaostheorie, der stochastischen Prozessmodellierung sowie der Windenergieanwendung – dies ist die Aufgabe der Kieler Hochschule. Sie soll sich mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen: Zum Einen sollen Windböen, Extremwindereignisse und Windturbulenzen sowie deren Wechselwirkung mit Rotorblättern bzw. deren Auswirkung als Lasten erforscht werden. Zum Anderen sollen neue Modelle zur besseren Beschreibung von Windfeldern, zur besseren Berechnung von Umströmungen sowie zur standortunabhängigen Charakterisierung der dynamischen Windleistungsproduktion entwickelt werden.


Forschungsplattform in der Nordsee soll Daten zur Realisierung von Offshore-Windparks liefern

Prof. Dr. Alois P. Schaffarczyk, Leiter des Numerischen Labors der Kieler Hochschule, zeigte sich hoch erfreut über die Genehmigung des Projektes durch das BMBF. Gleichzeitig wies er als Sprecher des Kompetenzzentrums Windenergie Schleswig-Holstein, dem Verbundprojekt schleswig-holsteinischer Hochschulen, auf die besondere Bedeutung des Vorhabens im Hinblick auf den zurzeit bei Bund und Land beantragten Bau einer Forschungsplattform in der Nordsee westlich von Sylt hin. Diese Plattform soll in Zukunft Messdaten zur Realisierung von Offshore-Windparks in der Nordsee liefern. Das BMBF-Projekt füge sich somit in die von der schleswig-holsteinischen Landesregierung geplante Erweiterung der ökologischen Winderzeugung ein, so Prof. Schaffarczyk.

12.06.2005   Quelle: Fachhochschule Kiel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Erdwärme: Bohrbeginn für Wärmesonde in Arnsberg

Ab dem 16.06.2005 wird sich der Bohrmeißel hinter der Sporthalle "Große Wiese" im Arnsberger Stadtteil Hüsten drehen, berichtet die Geothermische Vereinigung e. V. Derzeit werde der Bohrplatz hergerichtet und die Anlage aufgebaut. Spätestens Ende Dezember 2005 soll das neue Freizeitbad "Nass" seine Wärme aus der einer rund 3000 m tiefen Erdwärmesonde beziehen.  Dass im Arnsberger Untergrund kein Thermalwasser ist, habe die Sauerländer nicht in Verlegenheit gebracht, als es darum ging, nach einer umweltfreundlichen, klimaschonenden Heizung für ihr neues Bad zu suchen. Denn heiß genug sei es drei Kilometer unter unseren Füßen allemal, so die Geothermische Vereinigung. Man bohre ein tiefes Loch, schicke kaltes Wasser nach unten, dass sich in der Tiefe erhitzt und hole es über dieselbe Bohrung wieder an die Oberfläche. Nach der Wärmeentnahme für das Bad, beginne ein neuer Kreislauf: Das Wasser zirkuliere als Wärmetransporter in einem geschlossenen System. Eine solche Anlage wird Tiefe Erdwärmesonde genannt.

In der Schweiz gibt es laut Geothermischer Vereinigung bereits einige Tiefe Erdwärmesonden, in Deutschland sei seit Mitte der 90er Jahre im brandenburgischen Prenzlau ein solches System in Betrieb (allerdings mit einer Wärmepumpe gekoppelt). An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen werde ebenfalls daran gearbeitet. Tiefe Erdwärmesonden seien praktisch überall einsetzbar. Die aus dem Sauerländer Untergrund gewonnene Energie - pro Jahr rund 2.100.000 Kilowattstunden - reiche rechnerisch aus, rund 140 Wohnungen zu heizen.

Die Arnsberger Sonde soll 75% des Wärmebedarfs des Bades decken und so die Betriebskosten des Bades deutlich senken. Gegenüber herkömmlichen Anlagen machen sich laut Geothermischer Vereinigung geringere Ausgaben für Wartung und Reparaturen ebenfalls bemerkbar. Das Bad kopple sich künftig weitgehend von der weiteren Entwicklung der Energiepreise ab. Die Frage, ob und wie knapp und teuer Gas in den kommenden Jahrzehnten werden könnte, spiele für die Betreiber nur noch eine untergeordnete Rolle.

11.06.2005   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Nachwachsende Rohstoffe: Konzept für neues Schulmaterial gesucht

Kreative Pädagogen und Didaktiker sind gefragt, sich über Unterrichtsmodule zu nachwachsenden Rohstoffen Gedanken zu machen. Für 40 Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe sucht die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) jetzt nach einem schlüssigen und umsetzbaren Konzept.  Für die besten Konzepte sind laut FNR Preisgelder in Höhe von insgesamt 9.000 Euro ausgelobt. Dabei legt die FNR besonderen Wert darauf, dass die Unterrichtseinheiten unabhängig voneinander gehalten werden können. Weil nur wenig Spielraum für Stunden außerhalb des Lehrplans bleibt, sollten die Module sich außerdem auf lehrplanrelevante Inhalte beziehen.


Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen als ernstzunehmende Alternativen

Nicht nur der Chemie- oder der Geographieunterricht böten dafür Spielraum, so die FNR. Auch in Biologie, Wirtschaft und Sozialkunde oder im Physikunterricht seien nachwachsende Rohstoffe gut aufgehoben. Wie, soll das Konzept ganz konkret aufzeigen. Die Rohstoffe aus der deutschen Land- und Forstwirtschaft könnten unter ökonomischen und sozialen Aspekten ebenso diskutiert werden wie unter ökologischen. Ziel sei, den Schülern der Sekundarstufe mit den neuen Unterlagen ein Gespür für die Rohstoffproblematik zu vermitteln. Ihnen soll aber auch klargemacht werden, dass Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen auch technisch ernstzunehmende Alternativen und darüber hinaus ein äußerst spannendes Thema sind.

Der Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb mit allen Details zur Aufgabenstellung ist nachzulesen unter http://www.fnr-server.de/cms35/fileadmin/fnr/pdf/wettbewerb.pdf, Bewerbungen sind der FNR bis zum 14. Oktober 2005 vorzulegen.

11.06.2005   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Stand-by-Betrieb: Viele AV-Geräte sind Strom- und Geldfresser

Deutsche Haushalte verbrauchen die Jahresenergieproduktion eines Kernkraftwerks allein für Audio- und Videogeräte im so genannten "Stand-by"-Modus. Fernseher, Set-Top-Boxen und Verstärker seien die größten Energie-Fresser, so das Magazin "video" in einer Pressemitteilung.   Doch hohe Stromrechnungen müssen nicht sein, denn der Energieverbrauch von Fernsehern, Videorecordern und Surround-Anlagen lasse sich deutlich reduzieren. Wie das Magazin „video“ in seiner aktuellen Ausgabe (7/2005, ab 10. Juni am Kiosk) in einem Report berichtet, treibt vor allem der so genannte Stand-by-Betrieb die Stromrechnung in die Höhe, in dem die Geräte zwar deaktiviert, aber nicht völlig ausgeschaltet sind. Allerdings schwanke der Energiehunger je nach Gerät erheblich: 29 Cent koste der Stand-by-Verbrauch eines sparsamen Fernsehers pro Jahr, der eines energiehungrigen TVs bis zu zehn Euro. „video“ ermittele diese Messwerte seit Jahren in jedem Test, und zeige so, wie viel Energie ein Gerät im Betriebs- und im Stand-by-Modus benötigt.


Kosten und Verbrauch reduzieren

Insgesamt verbrauchen laut „video“ alle deutschen Haushalte zusammen pro Jahr rund 2.500 Terawatt-Stunden Energie allein für den Stand-by- Betrieb ihrer Heimkino- und TV-Geräte. Das entspreche in etwa der Jahresproduktion des mittlerweile stillgelegten Kernkraftwerks Obrigheim. Ein Großteil davon gehe auf das Konto moderner Digital- Recorder, Set-Top-Boxen und Verstärker. In ihrem Report verraten die „video“-Experten die besten Tricks, um diese unnötigen Kosten deutlich zu reduzieren: Geräte wie DVD-Player, Fernseher, Verstärker und AV-Receiver empfiehlt „video“ komplett auszuschalten, weil diese Komponenten im Stand-by-Betrieb ohnehin keine Aufgaben zu erledigen haben. Das gelte auch für den DVD- und Video-Recorder, wenn gerade keine Aufnahmen programmiert sind. Bei diesen Geräten könne der Nutzer bis zu 20 Euro im Jahr sparen, wenn er seine Wunsch-Sendungen möglichst kurz vor der Ausstrahlung programmiert. Darüber hinaus offerierten viele DVD-Recorder mittlerweile diverse Stand-by-Modi mit Verbrauchswerten zwischen 0,9 und über 10 Watt. Lediglich Geräte mit elektronischem Programm-Führer (EPG) brauchen laut "video" den Standby-Modus, weil sie zu bestimmten Zeiten die Programminformationen automatisch aktualisieren.

Auch im regulären Betrieb gebe es Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu senken., betont "video". Wer zum Beispiel abends statt eines 300-Watt-Deckenfluters lediglich eine Lampe mit 11-Watt-Energiesparbirne hinter dem TV-Gerät anschalte, spart mehr als 20 Euro im Jahr: Nicht nur die Beleuchtung brauche weniger Strom, auch der Fernseher müsse weniger Leistung bringen, weil er auch mit geringerer Helligkeit brillante Bilder zeige.

11.06.2005   Quelle: video   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU-Parlament wird Richtlinie zum Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien beraten

Mechtild Rothe MdEP.
Mechtild Rothe MdEP.

Mechtild Rothe, Mitglied des Europäischen Parlaments, kündigte am 07.06.2005 an, dass sie Berichterstatterin für den Initiativreport des Europaparlaments zur Heizung und Klimatisierung mit erneuerbaren Energien wird. Die Europaparlamentarierin hatte den Bericht selbst angeregt und soll dem für die Energiepolitik zuständigen Komitee im Herbst 2005 einen Entwurf vorlegen. Das berichtet die Europäische Solarwärmeindustrievereinigung ESTIF in einer Pressemitteilung.
  Rothe wird ihre Initiative auf der 2. Internationalen Solarwärmekonferenz estec2005 vom 21. bis 22. Juni in Freiburg präsentieren. Zum Programmpunkt "Policies for solar thermal – a challenge for Europe" sprechen auch Karl Kellner als Vertreter der EU-Kommission und Rainer Hinrichs-Rahlwes vom Bundesumweltministerium (BMU). Die Online-Registrierung ist möglich bis 15.06.2005, so die ESTIF.


Breite Unterstützung für Forderung nach einer EU-Richtlinie

Mechtild Rothe gehört dem EU-Parlament seit 1984 an. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der SPD-Abgeordneten in der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas und Präsidentin das „European Forum for Renewable Energy Sources“ (EUFORES) mit Sitz in Luxemburg. Rothe drängte bereits vor der Europawahl im Mai 2004 auf eine europäische Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit Solarwärme, Biomasse und Erdwärme. Die ESTIF und der Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC) haben im April 2005 eine gemeinsame Erklärung mit der Forderung nach einer Richtlinie veröffentlicht, um die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien zu fördern. Der gemeinsame Aufruf habe die möglichen Inhalte einer solchen Richtlinie aufgezeigt und sei von über 40 Organisationen, Institutionen und Unternehmen unterstützt worden, die Millionen Bürger und Hunderttausende Arbeitsplätze vertreten, so die ESTIF. Die Zahl der Unterstützer wachse ständig, wie auf der Internetseite der gemeinsamen Erklärung zu verfolgen sei.

Weitere Informationen zur "Joint Declaration for a European Directive to promote Renewable Heating and Cooling" unter www.solaratlas.de ihr umfassendes Beratungsangebot im Internet. Auch die dena erweitere mit dem Solaratlas ihre Aktivität im Bereich der Solarthermie. Seit 2002 ist sie mit dem Management der Marketingkampagne „Initiative Solarwärme Plus“ betraut.

Die Idee für den Online-Ratgeber geht zurück auf eine Initiative der Unternehmensberatung eclareon GmbH, die auch für Konzeption und Projektentwicklung verantwortlich zeichnet. Die technische Umsetzung erfolgte durch den Online-Spezialisten Sunbeam GmbH.

10.06.2005   Quelle: UVS e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

EUROSOLAR: Vorstoß des VDEW ist zukunftsblind

Anlässlich des VDEW-Kongresses in Berlin fordert Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR, die im VDEW vertretenen Stromkonzerne auf, ihre Angriffe auf die erneuerbaren Energien zu beenden. Mit der bundesweiten Anzeigenkampagne "Deutschland bleibt erneuerbar" antworte EUROSOLAR auf die Versuche, den Ausbau der Erneuerbaren zu stoppen.  "Die vom VDEW vorgeschlagene Konzeption soll offiziell die Förderung Erneuerbarer Energien 'effektiver' machen. In Wahrheit dient sie allein dem Zweck, den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien willkürlich zu verhindern", heißt es in der EUROSOLAR-Pressemitteilung.


Erneuerbare Energien werden laufend billiger

Die stetig wachsende Zahl von kleinen und mittelständischen Anbietern von Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien soll laut EUROSOLAR vom Markt gedrängt werden, damit die großen Stromkonzerne ihr Oligopol bewahren könnten. Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) sei das weltweit effektivste politische Förderinstrument für erneuerbare Energien. Es habe Deutschland die weltweite Technologieführerschaft verschafft, betont EUROSOLAR. Die dafür gegenwärtig aufzubringenden Mehrkosten von 15 Euro im Jahr pro Vierpersonenhaushalt seien niedriger als die auf die Strompreise aufgeschlagenen Mehrkosten für die Rückstellungen zur atomaren Entsorgung und niedriger als die Kohlesubventionen. "Atomare und fossile Energien werden laufend teurer, die Erneuerbaren Energien laufend billiger", so Pontenagel. Die heutigen Mehrkosten für erneuerbare Energien garantierten eine emissionsfreie, sichere und kostengünstige Energieversorgung für die Zukunft.

"Der Widerstand des VDEW gegen die Erneuerbaren Energien ist zukunftsblind. EUROSOLAR ruft daher auf zur Beteiligung an der von Bürgern getragenen Kampagne 'Deutschland bleibt erneuerbar'. In überregionalen Tageszeitungen werden durch ganzseitige EUROSOLAR-Anzeigen die ökonomischen und ökologischen Vorteile des EEG erläutert", beschreibt EUROSOLAR die Kampagne.

Weitere Informationen zur Anzeigenkampagne im Internet unter .

09.06.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

EU-Energiekommissar widerspricht VDEW-Forderung nach Harmonisierung

Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Energie, hat der aktuellen Forderung des Verbandes der deutschen Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach einer europaweiten Harmonisierung der Fördermodelle für erneuerbare Energien eine Absage erteilt. Das berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. "Ich bin der Ansicht, dass die Vorschläge für eine harmonisierte europäische Förderregelung – derzeit – verfrüht sind. Wir müssen zunächst die bestehenden nationalen Systeme und Erfahrungen in den jeweiligen Mitgliedsstaaten gründlich analysieren", zitiert die Informationskampagne den EU-Kommissar.  
Erst wenn das Gesamtbild deutlich werde, lasse sich aufzeigen, in welche Richtung eine langfristige Strategie gehen müsse. Ende des Jahres werde das EU-Energiekommissariat die Analyse vorlegen. Es sei allerdings unverkennbar, "dass direkte Fördermaßnahmen auch in Zukunft weiter von grundlegender Bedeutung für eine ausreichende Marktdurchdringung mit Strom aus erneuerbaren Energien sein werden", so der EU-Kommissar in einer Grundsatzrede zu den Herausforderungen der europäischen Energiepolitik auf dem VDEW-Kongress 2005 in Berlin.


Piebalgs: Bis 2010 kommen in Europa rund 18 Prozent des Strom aus erneuerbaren Energien

Piebalgs habe in seinem rund halbstündigen Vortrag hervorgehoben, dass erneuerbare Energien bereits im Jahr 2010 ein maßgeblicher Bestandteil des europaweiten Energiemix sein werden würden. "Nach dem derzeitigen Kurs wird die EU bis 2010 18 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien verbrauchen", sagte Piebalgs. Damit werde das Ziel der EU-Richtlinie zu erneuerbaren Energien, das bei einem Anteil von 22 Prozent liege, leicht verfehlt. In Deutschland seien im Jahr 2004 knapp 10 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugt worden.
Die Rede des im EU-Kommissars kann heruntergeladen werden unter
http://www.unendlich-viel-energie.de/fileadmin/dokumente/andere_pdfs/VDEW9JuneBerlinD.pdf

09.06.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin: VDEW will das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen

Der neueste Vorschlag des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) für ein alternatives Fördermodell für die erneuerbaren Energien sei ein Programm "zur nachhaltigen Verdrängung neuer Wettbewerber", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin auf dem VDEW-Kongress am 08.06 2005 in Berlin. Das VdEW-Modell würde ein "administratives Monstrum" schaffen mit einem "Dickicht von Vorschriften und administrativen Fallgruben".   Und es gebe die einfachen und klaren Vorteile des EEG auf: garantierte Einspeisung, Vergütung und Umlage, so der Minister, der die großen Energiekonzerne scharf angriff: "Ihr Ziel ist dabei offenkundig: Sie wollen die lästige Konkurrenz der innovativen mittelständischen Industrie aus dem Feld schlagen, die Ihnen heute schon jedes Jahr 1 % des Strommarktes abnimmt", sagte Trittin.


Vorreiterrolle Deutschlands gefährdet

Der Vorschlag der Energiewirtschaft würde die Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz ebenso gefährden wie die Technologieführerschaft Deutschlands bei der Windenergie, betonte Trittin. Der Minister sieht durch den VDEW-Vorschlag zudem die deutsche Marktführerschaft bei der Photovoltaik gefährdet, die QCells zum größten europäischen Anbieter von Solarzellen gemacht habe. "Wenn es in Deutschland ein politisches Instrument gibt, das in jeder Beziehung erfolgreich ist, dann ist es das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das EEG ist effizient, preisgünstig und erfüllt seinen Zweck. Es sorgt dafür, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung in Deutschland zielgerecht steigt und gleichzeitig die Kosten sinken", so der Minister. Das EEG schaffe Innovation und es führe zu Investitionen. Allein 2004 habe der Bereich der erneuerbaren Energien 11,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt.

09.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kanzlerkandidatin Merkel kündigt Kurskorrektur in der Energiepolitik an

Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU, Angela Merkel, will nach einem Regierungswechsel eine "Kurskorrektur" in der Energiepolitik herbeiführen. Das berichtet die Christlich Demokratische Union Deutschlands auf Ihren Internetseiten. "Wir brauchen eine stärker marktorientierte Politik in diesem Bereich und weniger Ideologie", sagte Merkel beim Jahreskongress des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am 08.06.2005 in Berlin. 
Quotenregelung für erneuerbare Energien "unter Umständen sinnvoll"

Für die Zeit nach einer Regierungsübernahme kündigte Merkel eine "vorurteilsfreie Prüfung und Nutzung aller energiepolitischen Optionen" an. Die Union wolle an einem Energiemix aus Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Mineralöl, Kernenergie und erneuerbaren Energien festhalten. Dieser müsse den Kriterien "Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit" entsprechen. In diesem Zusammenhang schloss die Kanzlerkandidatin nicht aus, dass bei der Förderung erneuerbarer Energien eine Quotenregelung unter Umständen sinnvoll sein könne. Auch will die Union die Restlaufzeit der Kernkraftwerke verlängern. Zwar sei "die Laufzeit der Kernkraftwerke nicht unendlich", so Merkel, schloss aber Neubauten von Kernkraftwerken in Deutschland im Augenblick aus.

EEG und KWK-Gesetz sollen überprüft werden, Ökosteuer wird nicht abgeschafft

Um die Belastungen des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch die Strompreise in Grenzen zu halten, plädierte die Partei- und Fraktionsvorsitzende für eine Überprüfung des energie- und umweltpolitischen Instrumentariums. Besonders die Ökosteuer, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) seien "nicht ausreichend aufeinander abgestimmt und würden zu Doppelbelastungen führen". Deshalb müssten diese Instrumente noch einmal überprüft werden, so Merkel. Mit Blick auf die Ökosteuer sagte die CDU-Politikerin, die Abgabe habe "weder eine ökologische Wirkung gehabt noch habe sie zu einer Senkung der Lohnzusatzkosten geführt". Dennoch könne die Ökosteuer nach einem Regierungswechsel wegen der verheerenden Haushaltslage auf gar keinen Fall sofort abgeschafft werden.

09.06.2005   Quelle: Christlich Demokratische Union Deutschlands   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarbundesliga: Kongress mit Meisterfeier am 8. Juli in Neckarsulm

Mehr als 700 Kommunen und zusätzlich 380 Ortsteile beteiligen sich mittlerweile an der Solarbundesliga, dem Wettstreit der Kommunen um die größte Solarleistung pro Einwohner in den "Disziplinen" Solarthermie und Photovoltaik. Den Höhepunkt jeder Saison bildet die jährliche Meisterfeier, so die Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe e.V. in einer Pressemitteilung. In diesem Jahr ist die Feier eingebunden in einen eigenen, kleinen Kongress am 8. Juli in Neckarsulm.  Veranstaltet wird die Solarbundesliga vom Fachinformationsdienst Solarthemen und der DUH, die Stadt Neckarsulm unterstützt den Kongress.


Diskussionsforum und Kontaktmöglichkeiten

"Neben dem inhaltlichen Programm und natürlich der Siegerehrung ist uns an diesem Tag auch der Kontakt der Teilnehmer untereinander wichtig", erklärte Solarthemen-Redakteur Andreas Witt gegenüber dem Solarserver. Die Pausen und das abendliche Buffet seien bewusst ausreichend lang in den Ablauf der Veranstaltung integriert worden. "Oft ist das Gespräch am Rande das Entscheidende bei einer solchen Veranstaltung", so Witt. Allerdings solle auch in den Workshops miteinander diskutiert werden. Fünf Themen stehen zur Auswahl. So geht es unter anderem um Probleme mit Netzkapazitäten beim Anschluss von Solarstromanlagen und um neue Chancen für den Einsatz von Solaranlagen, den das novellierte Baurecht eröffnet. Die Teilnahme steht nicht nur den aktiven Kommunen offen, sondern auch allen anderen, die an der Nutzung von Solarenergie auf lokaler Ebene interessiert sind.

Das Programm samt Anmeldeunterlagen lassen sich im Internet herunterladen unter http://www.solarthemen.de/dokumente/solarbundesliga_kongress_05.pdf

09.06.2005   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Brennstoffzellen: Internationaler f-cell award 2005 ausgeschrieben

Zur Förderung der Brennstoffzellentechnologie schreiben die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und das Umweltministerium Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der DaimlerChrysler AG den "f-cell award" aus. "Die Brennstoffzelle gehört zu den interessantesten Zukunftstechnologien. Mit dem f-cell Award wollen wir hoffnungsvolle Entwicklungen auszeichnen und weitere Innovationen anregen", erklärte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg.   Mit insgesamt 30.000 Euro werden bereits zum fünften Mal anwendungsnahe Entwicklungen aus dem mobilen, portablen oder stationären Anwendungsbereich der Brennstoffzelle prämiert. Die Einreichungen können einzelne Bauelemente, ganze Brennstoffzellensysteme, deren Peripherie (Kraftstoff- oder Betankungstechnik) sowie die technische Integration in bestehende Anwendungen zum Gegenstand haben.

"Die Brennstoffzelle steht für technologische Innovation und die Bereitschaft, neue Formen einer nachhaltigen Energieversorgung voranzubringen", betonte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner. Am Wettbewerb teilnehmen können Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Institute sowie Einzelpersonen aus ganz Europa. Kriterien für die Bewertung sind technologisches Konzept, Innovationshöhe, Marktpotenzial, Wirtschaftlichkeit, Ausstrahlung auf andere Branchen sowie Nutzen für Gesellschaft und Umwelt. Ende der Einreichungsfrist ist der 1. August 2005. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des f-cell forum am 26. September 2005 in Stuttgart, das sich in wenigen Jahren weltweit unter den wichtigsten Veranstaltungen zum Thema Brennstoffzelle etabliert hat. Nähere Informationen finden Sie unter www.f-cell.de/award.hel300505.

09.06.2005   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE: VDEW lässt die Katze aus dem Sack

"Der Verband der Elektrizitätswirtschaft hat ausschließlich die Gewinnmaximierung der großen Energiekonzerne im Sinn. Mittelstand und Wettbewerb bleiben dabei auf der Strecke". So kommentiert Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), den Vorstoß des VDEW zur Ablösung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). VDEW-Präsident Werner Brinker habe am 08.06.2005 auf einem Kongress seines Verbandes in Berlin gefordert, das EEG durch ein "Grünstromzertifikatesystem" zu ersetzen.  

VDEW-Mitglieder noch uneinig

"Das Modell des VDEW würde dazu führen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu deckeln und mittelständische Anbieter von Strom aus Erneuerbaren Energien vom Markt zu drängen. Danach könnten E.ON und andere Großkonzerne das Geschäft mit den Zukunftsenergien selbst übernehmen – aber zu deutlich höheren Preisen als heute", so Nitzschke. Offensichtlich sei die Branche über den eigenen Vorschlag noch zerstritten, betont der BEE-Geschäftsführer: "Das VDEW-Modell ist so schlecht, dass selbst die großen VDEW-Mitglieder sich darauf untereinander nicht einigen konnten. Wenn der VDEW sein Modell heute nur als Diskussionsgrundlage und nicht als Beschluss veröffentlicht, zeigt das, wie wenig ausgereift der Vorschlag ist."


Ökostrom in Großbritannien und Italien teurer als in Deutschland

Das vom VDEW vorgestellte Modell – eine Mischung aus Mengenbegrenzung und Zertifikatehandel - komme heute schon in Großbritannien und Italien zum Einsatz, so der BEE. In beiden Ländern sei der Effekt gleich. "Der Ausbau stockt, die Ziele werden nicht erreicht. Solar, Erdwärme und Bioenergie bleiben ganz außen vor und die einzigen, die Ökostrom anbieten, sind die großen Energiekonzerne", sagte Nitschke. So habe E.ON am 08.06.2005 angekündigt, einen neuen Offshore-Windpark vor Englands Küste zu bauen. Der Preis, den die Verbraucher für den Windstrom in Großbritannien und Italien zahlten, liege allerdings deutlich höher als in Deutschland. Das hindere E.ON nicht daran, für seine Offshore-Projekte noch zusätzliche Subventionen vom britischen Staat zu fordern.

Noch krasser sei es in Italien, das VDEW als besonderes Vorbild für sein Modell darstelle, betont der BEE. "In Italien liegt der Preis pro Kilowattstunde Windstrom 80 Prozent über dem, was die Verbraucher in Deutschland zahlen. Kein Wunder, dass die deutschen Konzerne erklären, zu solchen Konditionen auch hierzulande bei den Erneuerbaren Energien einsteigen zu wollen", stellt Nitschke fest. Deutlich kostengünstiger sei hingegen das geltende deutsche Fördersystem. "In Deutschland ist eine jährliche Absenkung der Vergütungen für Erneuerbare Energien vorgeschrieben. So werden Innovationsanreize geschaffen und die Kosten für Verbraucher gering gehalten. Dafür, dass heute aus jeder Steckdose bereits 10 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien kommen, zahlt ein Durchschnittshaushalt gerade mal 1,50 Euro mehr. Die Anbieter des Ökostroms in Deutschland sind vor allem junge, mittelständische Betriebe, die Deutschland technologisch an die Weltspitze gebracht und bis heute 130.000 Arbeitsplätze geschaffen haben", so der BEE-Geschäftsführer.

08.06.2005   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

VDEW: Erneuerbare Energien effizient fördern

"Die erneuerbaren Energien sind fester Bestandteil im Energiemix der deutschen Stromwirtschaft. Der Beitrag der CO2-freien Energieträger zur Stromproduktion muss weiter gesteigert werden durch effiziente und marktgerechte Förderprogramme." Das erklärte Werner Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) auf dem VDEW-Kongress am 08.06.2005 2005 in Berlin. Die geltende Förderpraxis orientiere sich jedoch zu einseitig an quantitativen Erfolgszahlen, heißt es in einer VDEW-Presseerklärung.  "Nachhaltige Energiepolitik muss aber auch die gleichwertigen Ziele Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit berücksichtigen", betonte Brinker. Außerdem müssten sich die erneuerbaren Energien mittelfristig auch dem Wettbewerb im europäischen Strombinnenmarkt stellen.


Zertifikatehandelssystem für Grünstrom

"Es geht nicht um das Ziel, sondern um den Weg, auf dem wir die politischen Ausbauziele für die Erneuerbaren erreichen", erläuterte Brinker. Dazu habe die Elektrizitätswirtschaft einen "Diskussionsvorschlag zur künftigen Förderung erneuerbarer Energien" erarbeitet. Mit diesem Modell solle die Stromerzeugung aus Erneuerbaren in ein europaweites, mengenbasiertes Zertifikatehandelssystem für Grünstrom überführt werden.

08.06.2005   Quelle: VDEW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Becquerel-Preis für ISE-Chef Joachim Luther

Prof. Joachim Luther
Prof. Joachim Luther

Die EU-Kommission ehrte am 6. Juni 2005 Prof. Joachim Luther, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE, mit einer der höchsten Auszeichnungen im Bereich der Solarenergie, dem Becquerel-Preis. Prof. Luther erhielt die Auszeichnung anlässlich der 20. "European Photovoltaic Solar Energy Conference" in Barcelona.   Benannt ist der Preis nach dem französischen Wissenschaftler Edmond Becquerel, der 1839 den Photovoltaischen Effekt entdeckte. Das Preiskomitee hebt in der Nominierung vor allem Luthers Verdienste um die wissenschaftlichen Erfolge und die herausragende internationale Stellung des größten europäischen Solarforschungsinstituts Fraunhofer ISE hervor. Gleichzeitig werden seine erfolgreichen Bemühungen um den Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie gewürdigt sowie nicht zuletzt Luthers überaus hohes Engagement in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien.

ISE: Solarzellen-Weltrekorde aus Freiburg

Seit 1993 leitet Prof. Luther das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Unter seiner Führung hat sich das Institut auf heute 410 Mitarbeiter mehr als verdoppelt und verfügt über einen jährlichen Betriebshaushalt von rund 25 Millionen Euro (ohne Investitionen). 35% dieses Budgets stammen aus Projekten direkt mit der Industrie. Das Fraunhofer ISE hat vor allem im Bereich der Solarzellen mehrfach Weltrekorde aufgestellt: 20,3% Wirkungsgrad für multikristallines Silizium, 37 Mikrometer dünne, hoch effiziente monokristalline Siliziumsolarzellen; 35% bei III-V Solarzellen für die Konzentratortechnologie. Im Bereich der netzgekoppelten Photovoltaik ist das Fraunhofer ISE an großen Projekten zur Verteilten Erzeugung beteiligt und es entwickelt hocheffiziente Leistungselektronik wie beispielsweise einen Wechselrichter mit 98% Wirkungsgrad.

Neues Photovoltaik-Technologie-Evaluationscenter (PV-TEC)

Zu den jüngsten Erfolgen des Instituts zählt die Unterstützung durch das Bundesumweltministerium (BMU) für die Errichtung eines Photovoltaik-Technologie-Evaluationscenters (PV-TEC), das Anfang 2006 in Freiburg eingeweiht werden soll. In diesem Dienstleistungszentrum für die Photovoltaikindustrie können Unternehmen neue Technologieentwicklungen – Materialien, Anlagen, Produktionsschritte – unter realistischen Bedingungen testen, ohne ihre eigene Produktionslinie unterbrechen zu müssen.

Ein Porträt des renommierten Solar-Forschers finden Sie in der Rubrik "Akteure der Energiewende" im Solarmagazin:
Prof. Joachim Luther: Pionier der Solarforschung

08.06.2005   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Greenpeace: Stromwirtschaft gefährdet Arbeitsplätze in Wind- und Solarbranche

Das neue Konzept des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zur Förderung erneuerbarer Energien würde die Solar- und Windbranche ruinieren, ihre Arbeitsplätze gefährden und den Klimawandel weiter beschleunigen, befürchtet Greenpeace. Die Umweltorganisation fordert deshalb anlässlich des am 08.06.2005 beginnenden VDEW-Jahreskongresses alle Parteien auf, sich vor der Bundestagswahl klar zum bisherigen erfolgreichen Förderkonzept des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu bekennen.  "Deutschland ist Weltmeister bei Wind- und Sonnenstrom", sagt Jonas Mey, Energieexperte von Greenpeace, in einer Pressemitteilung. "Welcher Trainer würde die Mannschaft wechseln, mit der er gerade die Weltmeisterschaft gewonnen hat? Jetzt wollen die Stromversorger die Spielregeln ändern, nur weil sie nicht rechtzeitig beim Gewinnerteam mit eingestiegen sind", so Mey weiter.


VDEW-Vorschlag sieht keine garantierte Abnahme des sauberen Stroms vor

Die Stromwirtschaft wolle das bestehende Modell der garantierten Einspeisevergütung durch ein Quotenmodell ersetzen, kritisiert Greenpeace. Dies habe der VDEW bei der Vorstellung seines Jahresberichts am 07.06.2005 in Berlin gefordert. Das Quotenmodell des VDEW sehe keine garantierte Abnahme des sauberen Stroms mehr vor. Es würde die Einspeisevergütung durch vorgegebene Quoten für Ökostrom ersetzen, welche die Energieversorger selbst produzieren oder an beliebiger Stelle in Europa einkaufen dürfen. Privatleute, die eine Solaranlage auf ihrem Hausdach bauen wollen, oder die Betreiber von Windparks hätten keine Investitionssicherheit mehr. Kleinere Investoren würden damit weitgehend vom Markt verdrängt, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.

Die bestehende Abnahmegarantie des EEG schaffe dagegen auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten Investitionssicherheit und Arbeitsplätze. Das Modell sei so erfolgreich, dass in Deutschland bereits über zehn Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stamme. Tausende von Anlegern in Windparks oder Öko-Fonds hätten dank des EEG in Deutschland nicht nur zusätzliche Investitionen in die Energie-Infrastruktur getätigt, sondern auch eine blühende Industrie mit mehr als 130.000 Arbeitsplätzen geschaffen.


Windparks und Solaranlagen als Konkurrenz für "Alt- Monopolisten"

"RWE, E.on und Co wollen sich jetzt die lästige Konkurrenz vom Hals schaffen", so Mey. "Die anfangs von vielen Energieversorgern belächelten Windparks und Solaranlagen in Privathand haben sich dank der Einspeisevergütung zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Alt- Monopolisten gemausert. Mit dem Quotenmodell wollen die Großkonzerne verlorene Marktanteile zurück gewinnen und ihre Quasi-Monopole sichern" sagte Mey. Der VDEW behaupte, der Strom würde durch das Quotenmodell billiger. Erfahrungen in Italien zeigten jedoch, dass dies nicht stimme. Dass der Strom in Deutschland im EU-Vergleich relativ teuer sei, liegt laut Greenpeace an den hohen Durchleitungsgebühren, welche die Stromversorger selbst verlangen, nicht an der auf den Verbraucher umgelegten Einspeisevergütung für Öko-Strom.


EEG erfolgreicher und wettbewerbsfreundlicher als andere Systeme

Das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) habe in einer Studie verschiedene Fördermodelle verglichen und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass das deutsche EEG erfolgreicher und wettbewerbsfreundlicher als andere Systeme sei, so Greenpeace. Aus diesem Grund hätten viele andere Länder wie Spanien, Tschechien und China ähnliche Systeme eingeführt.

08.06.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bund für Umwelt und Naturschutz: EEG muss bleiben

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den großen deutschen Stromunternehmen eine klimaschädliche und arbeitsplatzvernichtende Politik vorgeworfen. Wenn es den Stromkonzernen gelänge, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in seiner jetzigen Form abzuschaffen, rücke das Ziel einer ambitionierten Erhöhung des Ökostromanteils in weite Ferne, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Damit gerate die aufstrebende Branche der erneuerbaren Energien unter Druck, die zu einem wichtigen Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor geworden sei. Derzeit seien dort rund 130 000 Beschäftigte tätig.


Verpflichtung zur Abnahme des Ökostroms würde entfallen

"Die Stromkonzerne RWE, Eon und andere betreiben derzeit über ihren Dachverband VdEW (Verband der Elektrizitätswirtschaft) die Abschaffung des bisherigen Erneuerbare-Energien-Gesetzes", so der BUND. Damit sollen laut BUND die langfristig garantierten Einspeisetarife durch ein so genanntes Quotensystem abgelöst werden. In diesem Falle entfiele für die Netzbetreiber, die zu den Stromkonzernen gehören, die Verpflichtung zur Abnahme des Ökostroms. Stattdessen würden nur noch prozentuale Anteile für die Ökostromerzeugung vorgegeben.


Verdrängung kleinerer Ökostromerzeuger

"Die großen Stromunternehmen wollen das bewährte und international vorbildliche Gesetz zur Förderung des Ökostroms abschaffen. Damit würden kleinere Ökostromerzeuger verdrängt", sagte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Der entschlossene Ausbau erneuerbarer Energien sei jedoch entscheidend für das Erreichen der Klimaschutzziele. Die Stromkonzerne würden das Klima aufs Spiel setzen, um ihren Anteil am Strommarkt zu behalten.


EEG gleicht Subventionen für Kohle und Atom aus

Bisherige Erfahrungen hätten gezeigt, dass nur Länder mit garantierten Einspeisetarifen in der Lage seien, ihre Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren Energien zu erreichen. Zum Beispiel Spanien, Österreich und Deutschland, so Timm. Dies werde von den deutschen Stromkonzernen jedoch geleugnet. Sie behaupteten, es gebe in Deutschland ein zu starkes Wachstum der Erneuerbaren. Falsch sei auch der Vorwurf, die Förderung der regenerativen Stromerzeugung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sei wettbewerbsverzerrend. Das Gegenteil stimme. Die Förderung gleiche lediglich Subventionen aus, die Kohle- und Atomstrom seit Jahrzehnten erhielten.

"Wir fordern alle Parteien auf, sich klar gegen die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auszusprechen", so Timm. Das Gesetz wirke in die richtige Richtung. Trotzdem sei Deutschland noch weit davon entfernt, seine Klimaschutzziele zu erreichen. "Wir brauchen den weiteren ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren, damit ein zukunftsfähiges Energiesystem möglich wird", betonte der BUND-Bundesgeschäftsführer.

08.06.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Informationskampagne: Windstrom in Deutschland billiger als in Großbritannien und Italien

Die Informationskampagne für Erneuerbare Energien hat die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Deutschland, Großbritannien und Italien verglichen. Auf der Grundlage der festen Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der in Großbritannien und Italien praktizierten Vergütungssysteme kommt sie zu dem Ergebnis, dass eine Kilowattstunde Windstrom in Deutschland im Durchschnitt 1,48 Cent billiger ist als in Großbritannien und sogar 6,81 Cent günstiger als in Italien.  Würde Strom aus Windenergieanlagen in Deutschland ähnlich vergütet wie in Großbritannien, würden bei einer Produktion von jährlich 25 Milliarden Kilowattstunden Mehrkosten von 370 Millionen Euro auf die Verbraucher zukommen, berichtet die Informationskampagne in einer Pressemitteilung. Bei einer Vergütung wie der in Italien lägen die Mehrbelastungen sogar bei über 1,7 Milliarden Euro.


Kritik am VDEW

Die Informationskampagne für Erneuerbare Energien wendet sich gegen den Vorschlag des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), das EEG abzuschaffen und durch ein so genanntes "Integrationskonzept Erneuerbare Energien" zu ersetzen. Der Präsident des VDEW, Dr. Werner Brinker, habe am 07. Juni 2005 anlässlich der Vorstellung des VDEW-Jahresberichtes gefordert, das Festpreismodell des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu kippen, so die Informationskampagne. Als Begründung habe er angeführt, dass das Modell nicht effizient sei, das die Vergütung von Ökostrom in Deutschland regelt. Diese Behauptung habe der VDEW-Präsident jedoch nicht belegt. Stattdessen habe er gesagt, die von den Verbänden der erneuerbaren Energien kommunizierten Zahlen zu den Preisen von Windstrom in Großbritannien und Italien seien nicht nachvollziehbar.


Vergleich der Vergütungssysteme in Italien, Großbritannien und Deutschland

Die Preise für Strom aus erneuerbaren Energien in Italien und Großbritannien sind laut Informationskampagne veröffentlicht auf den Internetseiten der Strombörse in Rom (Gestore Mercatto Elettrico) beziehungsweise der Handelsagentur für nichtfossile Energien (Non-Fossil Purchasing Agency) in Newcastle Upon Tyne. Dort werden in regelmäßigen Abständen Zertifikate für regenerativ erzeugten Strom über Auktionen gehandelt. Der Preis für die Zertifikate sei daher variabel, so die Informationskampagne.

"Die Vergütungssysteme in Italien und Großbritannien begünstigen einseitig die Windkraft als günstigste Quelle erneuerbarer Energien. Andere Arten der Erzeugung Erneuerbarer Energie gibt es daher, abgesehen von der traditionellen Wasserkraft, in diesen Ländern kaum", heißt es in der Pressemitteilung der Informationskampagne. Daher habe die Informationskampagne nur die Vergütung für Windstrom in den einzelnen Ländern miteinander verglichen.


Windstrom-Vergütung in Italien (Quoten-/Zertifikatemodell)

Die Vergütung, die Anlagenbetreiber für Strom aus erneuerbaren Energien erhalten, setzt sich zusammen aus dem normalen Großhandelspreis für Strom und dem Preis für das Ökostromzertifikat. Sie betrug laut Informationskampagne 2004 durchschnittlich 15,51 Cent pro Kilowattstunde. Davon seien auf den durchschnittlichen Großhandelspreis 5,788 ct/kWh für den Zeitraum von April-September 2004 entfallen, auf den durchschnittlichen Zertifikatspreis 9,725 ct/kWh.


Windstrom-Vergütung in Großbritannien (Quotenmodell)

Die Vergütung für Windstrom setzt sich zusammen aus Zertifikatshandelspreis, Gutschrift aus der Steuerbefreiung für erneuerbare Energie und dem Marktpreis für Strom. Sie betrug laut Informationskampagne 2004 durchschnittlich 10,18 ct/kWh (6,79 pence/kWh). Darin enthalten sei der durchschnittliche Zertifikatspreis in Höhe von 7,3 ct/kWh (4,87 pence/kWh).


Einspeisevergütung für Windstrom in Deutschland (Festpreismodell)

Die durchschnittliche Vergütung für Windstrom in Deutschland betrug 8,7 ct/kWh im Jahr 2004, zitiert die Informationskampagne für Erneuerbare Energien eine Prognose des Verbandes der Netzbetreiber (VDN). Die Vergütung für neue Windenergieanlagen habe laut EEG zwischen 8,53 – 5,39 ct/kWh gelegen, die Vergütung für Altanlagen maximal 9,1 ct/kWh betragen. Eine Kilowattstunde Windstrom sei in Deutschland demnach durchschnittlich 1,48 Cent günstiger als in Großbritannien und sogar 6,81 Cent günstiger als in Italien.

Informationen zur Preisbildung an der Strombörse in Rom und Handelsagentur für nichtfossile Energien (Non-Fossil Purchasing Agency) in Newcastle Upon Tyne bietet der Bundesverband Windenergie e.V. unter:
http://www.wind-energie.de/aktuelles-und-aktivitaeten/presse/hintergrundpapiere/systeme_dt_final.pdf

08.06.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Region Elsass präsentiert sich auf der Intersolar

Solarwärmeanlage in Fréjus
Solarwärmeanlage in Fréjus

Auch außerhalb Deutschlands ist die Solartechnik immer weiter auf dem Vormarsch. Im Nachbarland Frankreich zeichnet sich vor allem das Elsass als dynamische Solarregion aus, berichtet die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Intersolar, in einer Pressemitteilung.
 
"Das Elsass ist heute die führende Region Frankreichs im Solarbereich und ist entschlossen, seine Vorreiterrolle noch weiter auszubauen. Dies wollen wir unter anderem mit unserer Teilnahme an der Intersolar erreichen", erklärt Adrien Zeller, Regionalpräsident des Elsass, zum Messeauftritt.

Auf der Intersolar, Europas größter Fachmesse für Solartechnik, präsentieren sich vom 23. bis 25. Juni 2005 französische Wirtschaftsvertreter und der nationale Solarverband auf einem Gemeinschaftsstand. Insgesamt stellen auf dem Freiburger Messegelände rund 365 internationale Aussteller Neuheiten aus den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen vor.

Frankreich: Kräftiges Wachstum durch den "Plan Soleil"

Seit 1999 fördert die französische Regierung mit dem Programm "Plan Soleil" die Solarenergie im eigenen Land. Davon profitiere vor allem die Solarthermie mit jährlichen Wachstumsraten von zirka 40 %. Allein im letzten Jahr seien 52.000 Quadratmeter Solarkollektoren neu installiert worden, heißt es in der Pressemitteilung. Während die Photovoltaik jährlich nur um 4 bis 5 Megawatt (MW) wachse, rechneten die Branchenverbände für die französische Solarthermie mit einem weiteren Boom. "Mit der neuen Steuervergünstigung - 40 % der Investitionskosten für erneuerbare Energien können von der Einkommenssteuer abgezogen werden - wird das Jahr 2005 ein Rekordjahr: Wir rechnen mit einer neu installierten Kollektorfläche zwischen 70.000 und 80.000 m2", führt Richard Loyen vom französischen Solarverband Enerplan aus. Im Jahr 2010 soll die Zahl der installierten Solarkollektoren in Frankreich eine Million Quadratmeter erreicht haben.


Gemeinschaftsstand auf der Intersolar und Veranstaltung "Das Elsass als Sprungbrett für den französischen Solarmarkt"

Die Region Elsass, die französische Agentur für Umwelt und Energiemanagement (ADEME) sowie die Wirtschaftsförderung des Elsass (ADA) stellen gemeinsam mit dem französischen Solarverband Enerplan und einem elsässischen Solarunternehmen auf der Intersolar 2005 die regionalen und überregionalen Solaraktivitäten in Frankreich vor. Einer der Schwerpunkte ist das Programm "EnergiVie", mit dem die Region Elsass den Einsatz der Solarenergie verstärkt vorantreiben will. Die Veranstaltung "Das Elsass als Sprungbrett für den französischen Solarmarkt" informiert über die Solarbranche in Frankreich, die aktuellen Fördermöglichkeiten und Qualitätskonzepte. Insgesamt bietet die Intersolar ihren Fachbesuchern auf rund 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen Überblick über die Innovationen der Branche. Ein umfangreiches Kongress- und Rahmenprogramm rundet das Messekonzept in diesem Jahr ab.

Weitere Informationen zur Intersolar 2005 und zur estec2005 im Internet unter http://www.intersolar.de und http://www.estec2005.org

08.06.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Enerplan
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Biogas aus Pflanzen – VRD Energie Stiftung informiert mit kostenloser DVD

„Vom Landwirt zum Energiewirt“ heißt eine DVD, die jetzt von der Mannheimer VRD Energie Stiftung kostenfrei an 8000 landwirtschaftliche Betriebe abgegeben wird. Zusammen mit einem informativen Begleitheft zeigt der preisgekrönte Film die Chancen und Möglichkeiten der Biogaserzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen.
 
Weitere 2000 DVDs gehen an Bildungseinrichtungen, Berater und Verbände, so die Stiftung in einer Pressemitteilung. Ziel der Aktion sei, Landwirte zum Einstieg in die Energieproduktion zu motivieren.

Bis zu 21,5 Cent pro Kilowattstunde Ökostrom
Das Thema Biogas stehe derzeit im Zentrum des Interesses der Landwirtschaft. Denn durch die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) habe der Staat erhebliche finanzielle Anreize für die Landwirte geschaffen: Bis zu 21,5 Cent pro Kilowattstunde – inklusive aller Zuschläge – können beim Stromverkauf erwirtschaftet werden. Und das Potenzial der Biomasse ist enorm: "Schon 2030 könnte ihr Anteil an der Deckung des deutschen Bedarfs an Strom, Wärme und Kraftstoffen auf 17 Prozent steigen" schreibt Bundesministerin Renate Künast in ihrem Vorwort zum Filmbegleitheft.

Biogas statt fossiler und atomarer Energie

Die Biogasbranche boomt. Entsprechend groß sei der Informationsbedarf in der Landwirtschaft, betont die VRD Energie Stiftung. Hier will die Stiftung mit ihrem Öffentlichkeitsprojekt einen Beitrag leisten: "Unser Ziel ist es, fossile und atomare Energien überflüssig zu machen. Dafür brauchen wir jede nur denkbare Energiequelle. Und Biogas ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Energiemixes" sagt der Stifter.

Umweltverträgliche Landnutzung plus klimafreundliche Energie

Im Zentrum des von der Filmproduktion fechnerMEDIA gedrehten Dokumentarfilms steht eine Pilotanlage im niedersächsischen Obernjesa. Die Anlage von Energiewirt Hans-Walter Körber-Harriehausen läuft ausschließlich mit Energiepflanzen, die unabhängig von Gülle beachtliche Gaserträge liefern. Diese neue Technologie ermöglicht es künftig auch reinen Ackerbaubetrieben, Energie auf Basis von Biogas zu erzeugen.

Das Futter für seine „stählerne Kuh“, wie Körber-Harriehausen seine Anlage nennt, baut der Energiewirt nach dem neuen Zweikulturnutzungssystem an. Dieses durch Prof. Dr. Konrad Scheffer von der Universität Kassel entwickelte Anbausystem ermögliche zwei Ernten pro Jahr bei minimalem Pestizideinsatz und ohne Zusatz von Mineraldünger. Das bedeute auch Artenvielfalt statt der von vielen befürchteten Monokulturen. Die umweltverträgliche Landnutzung und die klimafreundliche Energie bieten einen doppelten ökologischen Nutzen, so die Stiftung.

Angebot für Landwirte: 8.000 kostenlose DVDs mit Infoheft

Ergänzend zum Film bietet ein informatives Begleitheft auf über 70 Seiten verständlich aufbereitete Grundlagen. Neben den Daten und Erfahrungen zur Anlage von Obernjesa liefert die Broschüre umfangreiche Informationen etwa zur Technik verschiedener Biogasanlagentypen, zu biochemischen Prozessen oder zu Wirtschaftlichkeitsaspekten.

Landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland können das Medienpaket (DVD und Begleitheft) ab dem 07. Juni im Internet bestellen unter http://www.kampagne.fechnermedia.de . Die ersten 8.000 Besteller erhalten DVD und Infoheft gratis. Danach und für weitere Interessierte kostet das Medienpaket 22 Euro (zzgl. 3,50 € Versandkosten). Als VHS-Video kann das Paket für 19 € zzgl. Versandkosten bestellt werden unter http://www.fechnermedia.de/verlag/

08.06.2005   Quelle: VRD Energie Stiftung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: fechnerMEDIA.

 

Windenergie: WPD AG will auch 2005 Personal ausbauen

Der Ausbau der Geschäftsbereiche und die gestiegenen Anforderungen des Marktes machen sich bei der Bremer WPD AG weiterhin positiv bemerkbar, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die WPD AG realisiert seit 1996 Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Bis Ende 2004 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben über 70 Windparks mit einer Gesamtleistung von über 700 Megawatt gebaut.   Dabei seien Investitionen von über 900 Millionen EURO erfolgreich platziert worden. " Speziell im Bereich der internationalen Projektfinanzierung, im Windparkmanagement sowie der Entwicklung von Offshore-Windprojekten freuen wir uns über zahlreiche personelle Verstärkungen", so WPD-Vorstand Dr. Klaus Meier. Hervorstechend sei die Verpflichtung von Bogislaw von Langenn-Steinkeller, derzeit noch Abteilungsdirektor der HypoVereinsbank in Hamburg. Von Langenn-Steinkeller, der bei der Bank den Bereich Windkraftfinanzierung maßgeblich mit aufgebaut und als Verantwortlicher maßgeblich geprägt habe, soll ab Oktober dieses Jahres als Geschäftsführer der WPD International agieren. "Mit Herrn von Langenn-Steinkeller ist es uns gelungen, einen exzellenten Kenner des Marktes für unser Haus zu gewinnen, der unsere Aktivitäten auf den ausländischen Märkten und im Offshore-Bereich voranbringen wird", ergänzt WPD-Vorstand Dr. Gernot Blanke.


Expansion in Skandinavien

Neben von Langenn-Steinkeller habe die WPD ein weiteres "bekanntes Gesicht" der Branche für sich gewinnen können. Lars Müller, bis Mitte 2004 Prokurist bei der früheren NEG Micon Deutschland GmbH, soll die Fortentwicklung der Aktivität im skandinavischen Raum weiter forcieren. Geplant ist, dass die Präsenz neben dem erfolgreichen Büro in Stockholm mit Lars Müller auch in Dänemark verstärkt wird. "Darüber hinaus konnten wir für den Bereich Windparkmanagement und Planung bereits einige Neueinstellungen vornehmen - im Verlauf des Jahres werden wir unseren Mitarbeiterstamm nochmals um 15 Fachleute erweitern", erklärt Dr. Meier.

08.06.2005   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Erneuerbare Energien: Branche warnt vor Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)

Vertreter der Branche der erneuerbaren Energien haben am 06.06.2005 in Berlin den "seit Monaten intern vorbereiteten Vorstoß der traditionellen Energiewirtschaft" zurückgewiesen, die Dynamik der in Deutschland begonnenen Energiewende zu brechen. Von der Politik fordert die Branche, die Rahmenbedingungen nicht anzutasten, die in den vergangenen Jahren zu Milliardeninvestitionen in neue, umweltfreundliche und ressourcenschonende Energieerzeugungsanlagen geführt hätten.  "Für den Umbau der deutschen Energieversorgung setzen wir ein Investitionspaket mit einem Volumen von 200 Milliarden Euro bis 2020 in Gang. Dafür brauchen wir Kontinuität in der Gesetzgebung“, sagte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE).


Solarbranche plant dieses Jahr Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Euro

Hintergrund ist ein Vorschlag des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abzuschaffen und durch ein so genanntes "Integrationskonzept Erneuerbare Energien" zu ersetzen. Er soll am Mittwoch veröffentlicht werden. Allein die Solarbranche plane im laufenden Jahr Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Euro, heißt es in der Pressemitteilung. "In Deutschland hat die Politik für die Solartechnik bisher parteiübergreifend die richtige Basis geschaffen", sagte Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Conergy AG. Für die nächsten Jahre sei eine stabile Fördergesetzgebung zur Unterstützung des starken Heimatmarktes wichtig, um Zukunftstechnologie Made in Germany im internationalen Handel weiterzubringen, so Rüter. Die Conergy AG, die Ende Juni in den deutschen TecDAX aufgenommen werde, baue derzeit ihre Produktionskapazitäten an den Standorten Rangsdorf bei Berlin, Landshut und Bad Vilbel bei Frankfurt massiv aus.


Deutsche Windkraftindustrie internationaler Technologieführer

Auch die Windenergie-Branche plant laut BEE für die nächsten Jahre Investitionen von jährlich mehr als zwei Milliarden Euro. „Im nächsten Jahrzehnt wird Windkraft günstiger als Strom aus Kohle und Gas sein. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz ist festgelegt, dass die Vergütungen für Neuanlagen jährlich um real vier Prozent gesenkt werden“, kündigt Hermann Albers an, Gründungsgesellschafter des in der Nordsee geplanten Offshore-Bürgerwindparks Butendiek. Im Rahmen des 1990 verabschiedeten Stromeinspeisegesetzes und dessen Weiterentwicklung im EEG, seien die Kosten bereits um 60% gesenkt worden. Im selben Zeitraum sei die deutsche Windkraftindustrie zum internationalen Technologieführer geworden und heute auf den Weltmärkten mit einem Exportanteil von 60% erfolgreich.


Kritik am Integrationsmodell auch aus dem VDEW

Die Branchenvertreter kritisierten, dass der VDEW mit seinem so genannten Integrationsmodell versuche, die absolute Dominanz der großen Energieversorger im deutschen Strommarkt dauerhaft abzusichern, dies jedoch in der Öffentlichkeit als effiziente Einbindung der Erneuerbaren Energien in den traditionellen Strommarkt verkaufe. "Die Umsetzung des VDEW-Vorschlags würde unmittelbar zu einer Verdrängung der kleinen und mittelständischen Wettbewerber durch die großen Energieversorger führen. Wer den Ausbau der erneuerbaren Energien fortsetzen will, kann das nicht unterstützen", betonte Gerhard Falkenstein von der Deutschen Kreditbank (DKB). Auch Dr. Dieter Attig, Geschäftsführer der Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) und selbst Mitglied im VDEW kritisierte die Vorschläge der traditionellen Energiewirtschaft: "Das Konzept des VDEW ist durchsichtig: Erst soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien zugunsten von Kohle und Kernenergie gebremst werden. Wenn dann die Mitbewerber verschwunden sind, können die großen Konzerne irgendwann selbst mit Erneuerbaren Energien auf den Markt kommen und den Preis nach ihren Vorstellungen selbst bestimmen", so Attig.


BEE: Italien ist das Vorbild für den VDEW-Vorschlag

Aus internen Unterlagen des VDEW geht laut BEE hervor, dass Italien das Vorbild für den neuen Vorschlag gewesen sei. „Das passt. Italien zeichnet sich dadurch aus, dass die erneuerbaren Energien komplett in der Hand großer Konzerne sind und die Preise dort siebzig Prozent über den deutschen Vergütungen liegen", kommentiert BEE-Präsident Lackmann.

Hintergrundmaterial bietet der BEE unter unter http://www.bee-ev.de

07.06.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Conergy AG begrüßt Aufnahme in den TecDAX

Drei Monate nach dem erfolgreichen Börsengang wird der solare Systemanbieter Conergy AG (ISIN DE 0006040025) am 20. Juni in den TecDAX aufgenommen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der TecDAX gilt als Leitindex der 30 größten deutschen Technologiewerte.  Conergy zählt laut Deutscher Börse bei Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zu den 25 größten Technologiewerten im so genannten Prime Standard.


Umsatz soll eine halbe Milliarde Euro erreichen

Conergy ist ein international aktiver Anbieter von Systemen zur Produktion von Strom, Wärme oder Kühlung aus Sonnenlicht. Mit neuen Produktentwicklungen und Investitionen in die internationalen Vertriebsnetze strebe die Hamburger Conergy AG die Marktführerschaft in den weltweit lukrativsten Solarmärkten an, so das Unternehmen. "Ziel der Conergy ist, den Umsatz in diesem Jahr auf über eine halbe Milliarde Euro etwa zu verdoppeln. Durch Skaleneffekte und Synergien in Produktion, Beschaffung und Vertrieb erwarten wir, das Ergebnis auf mehr als 27 Millionen Euro erneut deutlicher als den Umsatz steigern zu können," erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.


Massiver Ausbau der Fertigungskapazität geplant

Die Produktionskapazitäten an den Standorten Rangsdorf bei Berlin, Landshut und Bad Vilbel bei Frankfurt sollen massiv ausgebaut und ausreichende Belieferungen von Vorprodukten vertraglich gesichert werden, so Rüter. Die Produktentwicklung folge den international unterschiedlichen Kundenbedürfnissen nach Strom, Wärme oder Kühlung. Auch dafür sei die Conergy AG im März als das innovativste "Small-Midcap"-Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet worden. Aktuell ist Conergy nach eigenen Angaben weltweit in 15 Ländern aktiv. Die kürzlich erfolgten Markteintritte in USA, Australien, Portugal und Mexiko sicherten neue Kundenzugänge und würden bereits 2005 substanzielle Beiträge zu Umsatz und Ertrag liefern.

07.06.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

First Solar schließt Rahmenvertrag mit Phönix SonnenStrom AG

First Solar und die Phönix SonnenStrom AG haben einen Vertrag über die Lieferung und den Vertrieb von First-Solar-Dünnschichtmodulen mit einer Leistung von 7 Megawatt (MW) geschlossen haben. Der Zeitrahmen umfasst die Jahre 2005 und 2006, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Phönix SonnenStrom AG will die Module von First Solar in mehreren Photovoltaik-Großprojekten installieren.

"Wir sind sehr erfreut darüber, dass Phönix SonnenStrom AG unsere Dünnschichtmodule für ihren stark expandierenden Bereich der Projektentwicklung einsetzt", sagte Stephan Hansen, Geschäftsführer der First Solar GmbH. "Die Phönix SonnenStrom AG verfügt über langjährige Erfahrung mit Dünnschichtmodulen. Dass man sich dort für Module von First Solar entschieden hat, zeigt, dass unser Unternehmen den Erwartungen anspruchsvoller Projektentwickler in Bezug auf ein wachsendes Liefervolumen, sowie Leistung und Zuverlässigkeit der Module gerecht wird", ergänzt Hansen.

"Durch die Kooperation mit dem innovativen und starken Partner First Solar können wir unser Produktportfolio im Bereich Dünnschichtmodule erweitern. Von der Dünnschichttechnologie erwarten wir uns signifikante Kostensenkungen für die Zukunft, die die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen weiter verbessern. Nicht zuletzt aus diesem Grunde haben wir uns bereits frühzeitig in diesem Wachstumsmarkt positioniert", so Manfred Bächler, Vorstand Technik der Phönix SonnenStrom AG.


Erweiterung der Modulproduktion 75 MW im Jahr 2007 geplant

Die Dünnschichtmodule von First Solar werden nach Angaben des Herstellers von Europas führenden Projektentwicklern im Solarstrom-Bereich eingesetzt. Die Fertigung erfolge ausschließlich in Produktionsstätten, die zertifiziert sind nach ISO9001 (Qualitätsmanagement) sowie nach ISO14001 (Umweltmanagement). First Solar habe vor kurzem den Grundstein gelegt für eine umfangreiche Erweiterung der Modulproduktion auf 40 MW im Jahr 2006 und 75 MW im Jahr 2007. Hierdurch werde das Unternehmen zu einem der am schnellsten expandierenden Hersteller von Solarmodulen weltweit.

07.06.2005   Quelle: First Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways schließt Kooperationsvertrag mit Lieferanten für Solarwafer

Die Sunways AG mit Sitz in Konstanz (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) hat einen Kooperationsvertrag mit der Swiss Wafers AG (Weinfelden / Schweiz) geschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Ziel sei, gemeinsam die Versorgung mit dem Rohstoff Silizium zu sichern und die Verarbeitungskapazität der Swiss Wafers AG deutlich zu erweitern.

Der über fünf Jahre laufende Vertrag umfasst laut Sunways AG die Lieferung und Abnahme einer Menge von Solarwafern (Siliziumscheiben), die einer Leistung von mindestens 7,5 Megawatt (MW) entspricht (hochgerechnet auf Solarzellen). Mit dieser Zusammenarbeit erweitere die Sunways AG die Zahl ihrer Bezugsquellen für Wafer und sichere damit die Auslastung der Zellproduktionskapazitäten für die Zukunft, so das Unternehmen.

06.06.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE: Verfassungsbeschwerde gegen EEG ohne Erfolgsaussichten

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin sieht dem Versuch einer Verfassungsbeschwerde gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gelassen entgegen, berichtet der Verband in einer Pressemitteilung.   "Die Gegner bringen nicht ein einziges neues Argument. Die von ihnen angeführten Punkte haben sich längst in allen einschlägigen Gerichtsprozessen als juristisch haltlos erwiesen", kommentiert BEE-Präsident Johannes Lackmann die Beschwerdeschrift, von der das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner Ausgabe vom 6. Juni berichtet.

Die EEG-Gegner führen laut BEE in ihrer Beschwerde an, dass die Beiträge, die Verbraucher über ihre Stromrechnung für Erneuerbare Energien bezahlen, genauso zu werten seien, wie der Kohlepfennig, der 1994 vom Bundesverfassungsgericht zur verfassungswidrigen, unzulässigen Sonderabgabe erklärt worden war. "Mit dem Kohlepfennig hat der Staat am Haushalt vorbei Geld eingenommen", sagt Lackmann. "Beim EEG bezahlt hingegen jeder Stromkunde den sauberen Strom, der ihm auch tatsächlich geliefert wird. Das Geld bekommen die Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien und nicht der Staat. Es handelt sich also lediglich um eine Anwendung des Verursacherprinzips", so Lackmann weiter.

06.06.2005   Quelle: BEE e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

FDP: Ja zum kostengünstigen internationalen Klimaschutz

"Die Erneuerbaren Energien spielen für den internationalen Klimaschutz eine große Rolle. Die Liberalen haben schon immer gefordert, Wind- und Sonnenkraft besonders in den Regionen der Erde einzusetzen, in denen sie effektiv zur Stromerzeugung beitragen können".   Mit diesen Worten kommentierte die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Angelika Brunkhorst, Äußerungen der Bundesminister Heidemarie Wieczorek-Zeul und Jürgen Trittin zur globalen Energiewende anlässlich des Jahrestages der internationalen Konferenz "renewables 2004". Die in der Pressemitteilung der Bundesminister genannten Zahlen würden aber beweisen, dass erst enorme Mittel in die Hand genommen werden müssten, um hier Erfolge zu erzielen, so Brunkhorst.


Export von Technik setzt Export des EEG voraus

Das besonders herausgestellte Beispiel China zeige, dass der Export von Technik zur Nutzung der erneuerbaren Energien nach dem Verfahren der Bundesregierung einen gleichzeitigen Export des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) voraussetze. Dafür gebe es bessere Ansätze, wie Ausschreibungs- und Zertifikatemodelle, so die FDP-Sprecherin. Das EEG sei ein extrem kostspieliger Weg und zudem nicht kompatibel zu den Kyoto-Mechanismen, so Brunkhorst. Die "viel beschworenen deutschen Erfolge" kämen nur durch staatliche Preisvorgaben und ordnungspolitisch falsche Marktintervention zustande. Sie könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Boom der Windkraft im Inland mittlerweile nachlasse und Photovoltaik lange noch nicht wettbewerbsfähig sein werde. Bei den Erneuerbaren Energien setzte sich die FDP besonders für verstärkte Forschungsansätze ein, Schwerpunkte müssten beispielsweise hochleistungsfähige Energiespeicher und die Wasserstofftechnik sein.

06.06.2005   Quelle: FDP-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin und Wieczorek-Zeul: Globale Energiewende kommt voran

Die internationale Bonner Konferenz „renewables2004“ habe der globalen Energiewende starke Impulse gegeben, betonten Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundesumweltminister Jürgen Trittin zum Jahrestag der Bonner Konferenz. Beide hoben hervor, dass der weltweite Ausbau der erneuerbaren Energien den Klimaschutz und die Armutsbekämpfung gleichermaßen voranbringe.   An der renewables2004 vom 1.-4. Juni 2004 in Bonn hatten Vertreter und Vertreterinnen von 154 Regierungen, der Wirtschaft und verschiedener gesellschaftlicher Organisationen aus aller Welt teilgenommen. Das auf der Konferenz verabschiedete internationale Aktionsprogramm umfasst etwa 200 konkrete, auf freiwilliger Basis eingegangene Maßnahmen und Verpflichtungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Zu den besonders ambitionierten Zielen gehört der Plan Chinas, bis 2010 10 Prozent seiner Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft, Biomasse und Solarenergie zu erzeugen. Bis 2020 soll der Anteil auf 20 Prozent verdoppelt werden. China hat in diesem Jahr ein Foerdergesetz verabschiedet, das sich am deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) orientiert.


Weitere 500 Millionen Euro für den Ausbau der erneuerbaren Energien

Bundeskanzler Schroeder hatte in Bonn angekündigt, dass die Bundesregierung von 2005 an für fünf Jahre weitere 500 Millionen Euro für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz bereitstellen wolle. Dieser Sonderfonds sei bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingerichtet worden, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Deutschland hatte bereits 2002 in Johannesburg für diese Bereiche insgesamt eine Milliarde Euro zugesagt. Die Weltbank hat sich auf der Bonner Konferenz verpflichtet, die finanziellen Zusagen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz jährlich um mindestens 20 Prozent zu steigern.


Strom aus erneuerbaren Quellen für 41 Millionen Menschen in Entwicklungsländern

"Auf Vereinbarungen sind Taten gefolgt. Wir können bereits in zentralen Bereichen beachtliche Erfolge verzeichnen", so Wieczorek-Zeul. Uganda erkunde die Möglichkeiten der Nutzung von Erdwärme, in neun Ländern würden konkrete Programme geprüft, deren Umsetzung durch die Sonderfazilität unterstützt werden soll, China habe im vergangenen Jahr seine Stromerzeugung aus Windkraft um 35% gesteigert und zusätzlich 130.000 Haushalte mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Auch die Weltbank habe für dieses Jahr schon sichergestellt, dass die jährliche Steigerung um 20% zur Förderung der erneuerbaren Energien erfolge. "Allein aus deutschen Mitteln haben wir in den vergangenen zwei Jahren 41 Millionen Menschen in Entwicklungsländern mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt. Das bedeutet: 41 Millionen Menschen haben die Chance, ein kleines Gewerbe aufzubauen, in Krankenstationen können Medikamente gekühlt werden und Schulen erhalten Stromanschluss. Erneuerbare Energien führen aus der Dunkelheit und sind ganz konkrete Armutsminderer. Außerdem schaffen sie Arbeitsplätze bei uns und schützen das Klima", unterstrich die Bundesentwicklungsministerin.


1,2 Milliarden Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr

"Die Umsetzung der verabredeten Maßnahmen, die auf gutem Wege ist, bringt eine riesige Entlastung für das Klima und löst ein enormes Investitionsvolumen in Höhe von über 300 Milliarden US-Dollar aus", kommentierte Trittin. Bis 2015 könnten weltweit 1,2 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Damit die freiwilligen Beiträge nicht unverbindlich bleiben, solle die Umsetzung von den Vereinten Nationen überprüft werden. Darüber soll auf einer Folgekonferenz in China Ende dieses Jahres beraten werden, so der Bundesumweltminister.


Erneuerbare legen kräftig zu

Insgesamt verzeichneten die erneuerbaren Energien laut BMU und BMZ im vergangenen Jahr einen gewaltigen Boom: die Zunahme betrug 40 Prozent bei netzgebundener Photovoltaik, 20% bei Windkraft, 20% bei Solarkollektoren, 14% bei Biotreibstoffen. Beide Minister betonten, dass dies ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele sei. Die EU-Staats- und Regierungschefs hätten beschlossen, die Erwärmung auf maximal 2°C zu beschränken. Zudem werde in der Europaeischen Union eine Minderung der Treibhausgasemissionen von 15 bis 30 Prozent bis 2020 angestrebt. Derzeit würden in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit 85 Vorhaben im Bereich erneuerbare Energien mit einem Volumen von 842 Millionen Euro durchgeführt, heißt es in der Presseerklärung. Parallel dazu habe das Bundesentwicklungsministerium in den vergangenen beiden Jahren mit Privatunternehmen in 18 Ländern Vorhaben vereinbart zur ländlichen Elektrifizierung, zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien.


EEG beschleunigt Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland

Bundesumweltminister Trittin wies darauf hin, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland dank des novellierten EEG vom August 2004 weiter beschleunigt worden sei. "Der Anteil an der Stromerzeugung liegt bei knapp 10 Prozent und wurde damit in nur fünf Jahren verdoppelt. Deutschland nimmt mit 17.000 Megawatt (MW) installierter Kapazität bei der Windenergie nicht nur in dieser Branche die Spitzenstellung ein, sondern konnte 2004 insbesondere beim Ausbau der Photovoltaik mit mehr als 300 MWp den weltweit größten Zuwachs in diesem Bereich verzeichnen", so Trittin. Im Bereich der erneuerbaren Energien gebe es mittlerweile 130.000 Arbeitsplätze in Deutschland bei uns, 2004 hätten die Erneuerbaren 70 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Die rot-grüne Bundesregierung wolle den Anteil erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent erhöhen, bis 2020 auf mindestens 20 Prozent.

06.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SMA erweitert PV-Anlagenüberwachung um USB-Schnittstelle

Solarstromanlagen-Überwachung "Sunny Beam".

Mit Sunny Beam bietet die SMA Technologie AG eine komfortable Lösung zur PV-Anlagenüberwachung. Sunny Beam kommuniziert über eine Funkverbindung mit bis zu vier Sunny Boy-Wechselrichtern. Damit ist das Gerät mobil nutzbar und kann von der Küche bis zum Büro überall im Haus platziert werden. Durch die seit neuestem enthaltene USB-Schnittstelle eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten für eine umfassende Datenvisualisierung und Datenauswertung am PC, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 

Software-Download auf Internetseiten der SMA Technologie AG

Ab sofort sei es möglich, die täglichen Erträge des aktuellen Monats über einen PC oder Laptop mit der Software "Sunny Data Control" auszulesen. Denn die integrierte USB-Schnittstelle erlaube via Standard-USB-Kabel eine schnelle und unkomplizierte Anbindung an jeden Rechner. Damit gebe es keinerlei Einschränkungen mehr für eine aussagekräftige Auswertung und übersichtliche Archivierung sowie Visualisierung der Energieerträge einer Solarstromanlage mit dem ästhetisch schönen Sunny Beam, so SMA. Die benötigte Software stehe auf den Internetseiten der SMA Technologie AG zum Herunterladen zur Verfügung (Sunny Data Control, USB-Treiber, aktuelle Firmware).


Ansprechendes Design; Energieversorgung durch Solarzelle

Wer in die professionelle Planung, fachgerechte Montage und in hochwertige Wechselrichter einer Photovoltaik-Anlage investiert habe, wolle auch verfolgen, wie Solarstrom fließt und über Störungen umgehend informiert werden. Sunny Beam überzeuge nicht nur durch sein ansprechendes Design, sondern biete darüber hinaus eine einfache Anlagenüberwachung und alle relevanten Daten auf einen Blick: Das übersichtliche Display zeige dem Nutzer zu jeder Zeit den Tagesverlauf, die aktuelle Leistung, den Tagesenergieertrag und den Gesamtenergieertrag. Die Energieversorgung des Sunny Beam erfolgt laut SMA über eine Solarzelle, die in das Gehäuse integriert ist. Per Funk sei darüber hinaus drahtloser Datentransfer von den Wechselrichtern zum Sunny Beam gewährleistet.

06.06.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Informationstag zum letzten Aufruf im EU-Programm "Nachhaltige Energiesysteme"

Die für den Demonstrationsteil des Förderprogramms zuständige EU-Generaldirektion Energie und Verkehr informiert am 17. Juni 2005 in Brüssel über Themen und zu erfüllende Randbedingungen in der letzten Ausschreibungsrunde.  Das berichtet die Nationale Kontaktstelle Energie in einer Pressemitteilung. Am Rande der Veranstaltung biete sich Gelegenheit, über Projektinhalte zu diskutieren und neue Kooperationspartner zu finden. Anmeldeschluss für die kostenfreie Teilnahme am Informationstag ist der 10. Juni 2005. Raum- und Sicherheitsgründe machen eine vorherige Anmeldung notwendig, so die Nationale Kontaktstelle. Das Programm Nachhaltige Energiesysteme im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU. Projektvorschläge können eingereicht werden in den Bereichen Brennstoffzellen; Neue Technologien für Energieträger; Energietechnologien für erneuerbare Energien; Trennung und Speicherung von Kohlendioxid; Sozioökonomische Werkzeuge und Konzepte.


Das Programm ist zugänglich unter http://www.managenergy.net/conference/0506fp6info.html
Das Anmeldeformular findet sich unter http://www.managenergy.net/conference/0506fp6info.html#regbrussels


Informationstag zur Initiative CONCERTO II

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin veranstaltet die Nationale Kontaktstelle Energie am 12. Juli 2005 einen Informations- und Beratungstag zur Initiative CONCERTO II der Europäischen Kommission. Diese Initiative unterstützt die konkreten Vorhaben lokaler Gemeinschaften (Stadtentwicklung, Kommunen, Regionen etc.) zu einer integrierten Energiepolitik. Darüber hinaus soll sie die Lebensqualität der Bürger verbessern durch Anwendung innovativer Technologien für die Nutzung Anteile von erneuerbarer Energien sowie durch die Minimierung des Energieverbrauchs. Anmeldeschluss ist der 01. Juli 2005. Für fachliche Fragen zu CONCERTO II steht Dr. Jörg Ehlers zur Verfügung unter der Rufnummer +49 (0) 2461 61-5277 oder per E-Mail: j.ehlers@fz-juelich.de. Die Anmeldungsunterlagen können heruntergeladen werden unter http://www.fz-juelich.de/ptj/index.php?index=325

06.06.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarmodul-Montagesystem LORENZ® besteht TÜV-Belastungstest

PV-Montagesystem LORENZ®.
PV-Montagesystem LORENZ®.

Solarmodule mit einer Lebensdauer von über 30 Jahren erfordern ein professionelles und langlebiges Dachmontagesystem. Besondere Anforderungen sind kurze Montagezeiten, optisch ansprechendes Design und hohe Stabilität bei Wind- und Schneelasten. Das von der Energiebau Solarstromsysteme GmbH entwickelte und seit 2002 vertriebene System LORENZ® sei jetzt beim TÜV Rheinland einem Belastungstest unterzogen worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Geprüft wurde der Verbund von Solarmodul und Montagesystem entsprechend der Norm IEC 61215, welche auch bei Solarmodulen zur Anwendung kommt. Das LORENZ System habe alle Belastungstests problemlos bestanden und gebe damit dem Installateur und dem Betreiber der PV-Anlage ein Höchstmaß an Sicherheit, so der Hersteller. Auch aus Sicht der Solarmodulhersteller mache ein solcher Test Sinn. Bei der heute üblicherweise gewährten 25jährigen Leistungsgarantie seien die Hersteller zunehmend daran interessiert, mit welchen Befestigungssystemen ihre Produkte auf den Dächern verschraubt werden. Hier habe Energiebau mit seinem LORENZ®-System einen wichtigen Schritt hin zu mehr Qualität und Sicherheit gemacht.

06.06.2005   Quelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH; pts   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH, pts.

 

Solar-Großhändler Blitzstrom startet Restpostenverkauf in Internet

Blitzstrom-Modul.
Blitzstrom-Modul.

Die Blitzstrom GmbH mit Sitz im fränkischen Mainbernheim, Hersteller und Händler von Solarmodulen, bietet Restposten in einem Onlineshop an. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Unter der Adresse www.solardumping.de werden laut Blitzstrom besonders preisgünstige und sofort lieferbare Solarmodule verkauft.
 
Der Leistungsbereich der Module verschiedener Produzenten reicht von 50 bis 180 Watt peak. Die Restposten erstrecken sich von einem einzelnen Modul bis hin zu Modulen für Anlagen mit einer Spitzenleistung von 5 Kilowatt peak.

"Heute bestellt und morgen geliefert: das ist eine echte Gelegenheit für alle, die sofort loslegen wollen", beschreibt Geschäftsführer Bernhard Beck sein Angebot. Es umfasst monokristalline Module, Module aus amorphem Silizium und polykristalline Module. "Wer keine Lust hat, wochenlang auf die Lieferung der gefragten Module zu warten, sondern die sonnigsten Tage des Jahres zur Stromproduktion nutzen will, findet bei Solardumping sofort verfügbare Qualität zu Top-Preisen", ergänzt Beck. Die Restbestände umfassen laut Beck Module renommierter Hersteller wie beispielsweise Evergreen Solar, Atersa, BP Solar, Kyocera und die Eigenmarke Blitzstrom. "Unsere Preise können sich sehen lassen: Markenmodule gibt es bei uns schon ab 2,70 € pro Watt peak", betont Beck.

05.06.2005   Quelle: Blitzstrom GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Blitzstrom GmbH

 

"Jugend forscht": BMU-Sonderpreis für Windkraft-Idee

"Jugend forscht"-Preisträger mit neuem Windrad.

Drei 16jährige Schüler aus Rostock sind beim 40. Bundeswettbewerb "Jugend forscht“ mit dem Sonderpreis des Bundesumweltministeriums (BMU) ausgezeichnet worden. Die Schüler der CJD Christophorusschule haben mit ihrem Projekt "Robinsons Insellösung" ein neuartiges Windrad entwickelt, das ermöglichen soll, Strom auch dort zu gewinnen, wo kein Stromkabel hinreicht – etwa auf kleinen Inseln in der Ostsee.
 
Das berichtet das BMU in einer Pressemitteilung. Die Rotoren sind im Gegensatz zu herkömmlichen Großwindanlagen in sich verschraubt. Dadurch entsteht ein dreidimensionales, kugelförmiges, futuristisch anmutendes Gebilde, das besonders bei kleinen Anlagen effizient sei, so das BMU. Die Windenergie speichern die Schüler mit Hilfe einer Brennstoffzelle. So entsteht eine kleine, in sich geschlossene Anlage zur Stromversorgung.


Die Idee hatten die drei preisgekrönten Tüftler bei einer Klassenfahrt auf die finnischen Schären. Dort dürfen Stromkabel aus ökologischen Gründen nicht auf die Inseln verlegt werden. Mit der autarken Energieanlage der Zehntklässler sei es nun möglich, die Ferienhäuser mit sauberer und regenerativer Energie zu versorgen, lobt das Bundesumweltministerium.

"Erneuerbare Energien sind äußerst vielgestaltig und eignen sich für viele kreative Versorgungslösungen“, betonte Umweltminister Jürgen Trittin. „Ich beglückwünsche die Jugendlichen zu dieser innovativen Leistung. Dass junge Menschen mit viel Fantasie und Erfindungsgeist praktische Lösungen für den Einsatz erneuerbarer Energien finden, ist ein gutes Signal für die Zukunft. Die Wissenschaftler und Ingenieure des 21. Jahrhunderts werden der Schlüssel sein für einen langfristigen und nachhaltigen Umbau der globalen Energieversorgung", so der Minister.

05.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Österreich: Rekordbeteiligung am Tag der Sonne 2005

Betriebsgebäude mit 138 m² Fassadenkollektoren in Jenbach.
Betriebsgebäude mit 138 m² Fassadenkollektoren in Jenbach.

"Klimaschutz bewegt immer mehr Menschen. Das beweist die große Beteiligung am klima:aktiv Solartag", betonte der österreichische Umweltminister Josef Pröll anlässlich der Präsentation der Ergebnisse des diesjährigen Aktionstages. Der Tag der Sonne am 20. Mai konnte laut Veranstalter mit einer Rekordbeteiligung aufwarten: 101 Gemeinden und 31 Betriebe, Schulen, Universitäten und Beratungsstellen in ganz Österreich informierten rund um den Solartag über Sonnenenergie, ein Drittel mehr als im Vorjahr.
 
Allein in Oberösterreich hätten sich 48 Gemeinden beteiligt, in Niederösterreich 21, in Tirol 14. Bei über 60 Veranstaltungen wurden tausende Besucher unterhaltsam und anschaulich über die Nutzung der Sonnenwärme für Warmwasserbereitung und Raumheizung informiert, so der Verband Austria Solar.

Künftig Solartag auch in Tschechien, Ungarn und Slowenien

"Die Zeit ist reif für die Sonne, die Bevölkerung hat die Unsicherheit bei den Energiepreisen satt", meint Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes. Auch in der Schweiz habe es eine Rekordbeteiligung am Tag der Sonne gegeben, der zeitgleich zum zweiten Mal nach österreichischem Vorbild stattfand. Für 2006 sei eine Ausweitung des Solartages auf die Nachbarländer Tschechien, Ungarn und Slowenien geplant, die Gespräche dazu laufen laut Hackstock bereits.

05.06.2005   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Siko Solar VertriebsgmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

"SolarLokal" nun auch im Saarland und in Schleswig-Holstein

Die Imagekampagne "SolarLokal", ist seit wenigen Tagen in den Bundesländern Schleswig-Hostein und Saarland vertreten. Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken und die Gemeinde Trappenkamp in Schleswig-Hostein machen künftig Werbung für Solarstrom. Damit beteiligen sich bundesweit insgesamt 84 Kreise, Städte und Gemeinden aus neun Bundesländern an der Kampagne mit dem Ziel, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieerzeugung auszubauen.  Bis zum Jahresende sollen Kommunen aus allen 16 Bundesländern in diesem Projekt aktiv sein, berichten die Deutsche Umwelthilfe DUH und die SolarWorld AG, die "Solar Lokal" unterstützen.


Schwerpunkte im Norden und Osten

Die beiden neuen Kommunen zeigten einen positiven Trend, der bundesweit Gültigkeit habe, heißt es in der DUH-Pressemitteilung. Zum Einen würden sich Solarhochburgen wie Saarbrücken beteiligen, die in Bundesländern liegen, in denen der Solarstrom bereits eine große Bedeutung hat. Zum Anderen fühlten sich von dieser Kampagne aber auch Städte und Gemeinden angesprochen, die im Norden oder Osten der Republik liegen, wo der Solarstrom noch nicht die Verbreitung und Bedeutung erreicht habe wie im Süden und Südwesten. Noch immer seien 75 % der installierten Solarleistung in Bayern und Baden-Württemberg zu finden. Ein Grund für SolarWorld und die DUH, die bundesweite Kampagne mit Schwerpunkten in Nord- und Ostdeutschland durchzuführen.


Überparteiliche Akzeptanz und Zustimmung

"Die Beteiligung der Kommunen zeigt zudem die überparteilich gewonnene Akzeptanz des Solarstroms" betont Jörg Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. "Während derzeit bundesweit über eine Richtungswahl im Spätsommer diesen Jahres diskutiert wird, zeigt die Beteiligung vieler CDU- und FDP-geführter Kommunen an der Kampagne SolarLokal eine Zustimmung quer durch alle Parteien", so Dürr-Pucher.

04.06.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMU: Kein Atommüll mehr nach Sellafield und La Hague

Obwohl das gesetzliche Verbot von Atomtransporten zur Wiederaufarbeitung erst am 1. Juli 2005 in Kraft trete, stehe bereits heute fest, dass kein Atommüll mehr aus Deutschland in die Anlagen von Sellafield und La Hague transportiert werde. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte am 02.06.2005 vor dem Deutschen Bundestag die Entscheidung des Atomkraftbetreibers Vattenfall, auf den letzten, ursprünglich für diesen Monat geplanten Atomtransport von Krümmel nach Sellafield zu verzichten.  "Mit dem Stopp der Atomtransporte zur Wiederaufarbeitung wird es ab jetzt auch kein zusätzliches wiederaufgearbeitetes Plutonium aus deutschen Reaktoren mehr geben", Trittin. Deutschland habe damit einen wesentlichen Schritt vollzogen, aus der gefährlichen und wirtschaftlich unrentablen Plutoniumwirtschaft auszusteigen, betonte der Minister.


Störfälle und radioaktive Ableitungen

In den Verhandlungen zum Atomkonsens hatten die Energieversorgungsunternehmen laut BMU den Transport von etwa 500 Behältern in das Ausland vorgesehen. Weil sie heute über hinreichend Zwischenlager in Deutschland verfügten, hätten die Betreiber die Zahl der ursprünglich vorgesehenen Transporte in die Wiederaufarbeitung nahezu halbiert. Insgesamt seien seit dem Jahr 2001 nur noch 267 Behälter nach Frankreich und England transportiert worden. "Dies zeigt, dass Wiederaufarbeitung nie etwas anderes war als die Verlagerung unserer atomaren Entsorgungsprobleme ins Ausland", so Trittin. Die Wiederaufarbeitung sei seit Jahrzehnten immer wieder durch Störfälle und wegen ihrer hohen radioaktiven Ableitungen in die Umwelt umstritten gewesen, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Die Risiken der Wiederaufarbeitung würden durch den jüngsten Störfall in Sellafield unterstrichen, bei dem 22 Tonnen in Salpetersäure aufgelöstes Plutonium aus einem Tank ausgelaufen seien. Plutonium sei nicht nur wegen seiner radioaktiven Strahlung gefährlich, sondern zugleich der begehrteste Stoff zum Bau von Atombomben. Der Besitz oder die Herstellungskapazitäten für Plutonium haben laut BMU bis in die Gegenwart immer wieder zu internationalen sicherheitspolitischen Konflikten geführt. "Mit dem Ende der Atomtransporte in die Wiederaufarbeitung vollenden wir einen strategischen Schritt zur Verminderung der atomaren Gefahren", hält der Bundesumweltminister fest.

04.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Klimaschutz: Europäisches Klima-Bündnis begrüßt den Vorstoß amerikanischer Städte

Aus Protest gegen die US-Klimapolitik wollen amerikanische Bürgermeister den globalen Klimawandel auf lokaler Ebene bekämpfen. Während die US-Regierung internationale Klimaschutzverhandlungen seit langem hartnäckig bremse, würden sich die Kommunen in den USA als handlungsfähigere Keimzellen der politischen Veränderung erweisen, berichtet das Klima-Bündnis der Europäischen Städte in einer Pressemitteilung.  
Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls erreichen oder übertreffen

Inzwischen seien 146 Städte einer Aufforderung von Seattles Bürgermeister Greg Nickels gefolgt, darunter New York und Los Angeles. In einer gemeinsamen Klimaschutz-Vereinbarung hätten sie sich zum Ziel gesetzt, die von ihrer Regierung abgelehnten Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls durch gezielte Maßnahmen im eigenen Wirkungsbereich zu erreichen oder gar zu übertreffen. "Für uns ist diese Initiative eine große Ermutigung", sagte Gotelind Alber, Geschäftsführerin des Klima-Bündnisses "Wenn die US-Regierung nicht beim Kyoto-Protokoll mitmacht, gibt es jetzt doch immerhin einen Kyoto-Club der Städte - und dort spielt die Musik, was die praktische Umsetzung von Klimaschutzzielen betrifft", so Alber weiter.

Was in Amerika verständlicher Weise für Schlagzeilen sorge, sei in Europa bereits seit den 90er Jahren Thema, so das Klima-Bündnis. Über 1300 Städte, Gemeinden, Kreise, Bundesländer und Regionen aus 15 europäischen Ländern hätten sich seit 1990 zusammengeschlossen, um ihre Aktivitäten zu vernetzen und Strategien für den kommunalen Klimaschutz zu entwickeln. Zu den Mitgliedern des Klima-Bündnisses zählten Großstädte wie Barcelona, Bern, Berlin, München, Hamburg, Den Haag, Luxemburg, Venedig und Wien.


Kommunen stärker in den internationalen Klimaschutz einbeziehen

"Ob Inventarisierung von Treibhausgasemissionen, Festsetzung von konkreten Reduktionszielen und Aktionsprogrammen, Vermeidung von Zersiedelung, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, Nutzung alternativer Energien, Förderung von Energieeffizienz, Erhalt städtischer Wälder und Grünflächen oder Schärfung des öffentlichen Bewusstseins - was sich die amerikanischen Städte in ihrer Vereinbarung zum Ziel gesetzt haben, gehört in vielen europäischen Kommunen schon lange zum Repertoire in Sachen Klimaschutz, betont Alber. "Wenn wir im Klimaschutz wirklich etwas erreichen wollen, dann brauchen wir die Kommunen. Daher setzten wir uns dafür ein, dass ihre Anliegen stärker als bisher in die internationalen Klimaschutz-Verhandlungen einbezogen werden."

04.06.2005   Quelle: Klima-Bündnis / Alianza del Clima e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

EUROSOLAR startet neue Anzeigenkampagne für Erneuerbare Energien

Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) habe sich als weltweit erfolgreichstes politisches und wirtschaftliches Instrument zur Einführung der Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien bewährt, betont EUROSOLR in einer Pressemitteilung. Seit dem Jahr 2000 seien innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens mehr Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biogas errichtet worden als in jedem anderen Land.  Rund 130.000 Arbeitsplätze seien entstanden, während die konventionelle Energiewirtschaft weiterhin Stellen abbaue. "Je stärker der Marktanteil erneuerbarer Energien wächst und je kostengünstiger Strom aus Erneuerbaren Energien wird, desto aggressiver wehren sich die großen Stromkonzerne gegen den Umbau der überkommenen atomar-fossilen Kraftwerksstrukturen; desto entschlossener verteidigen sie ihre Privilegien und ihre marktbeherrschende Position", heißt es in der EUROSOLAR-Pressemitteilung.


"Deutschland bleibt erneuerbar"

Vor diesem Hintergrund startete EUROSOLAR am 02.06.2005 mit einem Inserat in der Wochenzeitung "Die Zeit" eine neue Serie ganzseitiger Anzeigen in den großen deutschen Wochen- und Tageszeitungen unter der Überschrift "Deutschland bleibt erneuerbar". Damit wolle EUROSOLAR auch der zunehmenden "Stimmungsmache gegen erneuerbare Energien und das EEG" begegnen. So sei den Erneuerbaren eine Gefährdung wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit oder gar der Versorgungssicherheit vorgeworfen. Zuletzt habe der VDEW als Verband der konventionellen Energiewirtschaft versucht, mit einem neuen "Quoten-Modell" den Zubau Erneuerbarer Energien zu stoppen. Die Unterzeichner von "Deutschland bleibt erneuerbar" verlangen eine konsequente Fortsetzung des Strukturwandels der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien. Sie fordern dazu auf, einer Renaissance der Atomkraft entschieden entgegenzutreten.


Weitere Informationen im Internet

Die Anzeigenserie trägt sich laut EUROSOLAR selbst: Sie werde allein durch die Unterzeichner finanziert. EUROSOLAR ruft die Bürger dazu auf, die Kampagne mit ihrer Unterschrift sowie mit einer Spende zu unterstützen, um so zu Anzeigen in weiteren Zeitungen beizutragen. An der letzten EUROSOLAR-Anzeigenkampagne im Herbst 2004 hätten sich rund 500 Bürger beteiligt. Der Aufruf "Deutschland bleibt erneuerbar" ist im Internet zugänglich unter . Wer die Anzeigenkampagne unterstützen möchte, findet dort weitere Informationen, unter anderem die EUROSOLAR-Studie und .

03.06.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Conergy AG will solare Marktanteile in den USA ausbauen

Ab sofort bietet die Conergy AG ihre Solarsysteme für Strom, Wärme oder Kühlung auch in den USA unter der eigenen Marke an. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die USA gilt nach Deutschland und Japan als der aktuell weltweit drittgrößte Solarmarkt mit enormem Wachstumspotenzial.  Das bereits seit 1983 in den USA regional etablierte Service- und Vertriebsnetz der jetzt in Conergy umfirmierten Dankoff Solar diene als kundennahe Ausgangsbasis für den substanziellen Ausbau der Marktanteile.


USA-Umsatz 2,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2005

"Dank der weltweit praxisbewährten solaren Produktlinien von Conergy sind wir mit unserem erfahrenen amerikanischen Vertriebsteam in der Pole-Position, um in dem US-Markt schnell zum führenden solaren Systemanbieter zu wachsen", erklärt Paul Benson, bisheriger CEO der Dankoff Solar Products Inc. und neuer Geschäftsführer der Conergy Inc. USA. Eine Vielzahl regionaler Förderinitiativen, wie beispielsweise das sich anbahnende "eine Million Dächer-Programm" in Kalifornien und die seit Mai 2005 in Washington State eingeführte Einspeisevergütung für Solarstrom versprächen enormes Wachstumspotenzial im US-Solarmarkt. Bereits im ersten Quartal habe Conergy in den USA mit 22 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,8 Millionen Euro und ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 261.000 Euro erzielt.


Neue Niederlassungen in Australien, Mexiko und Portugal

"Der konsequente Ausbau unserer globalen Vertriebskanäle verschafft uns den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung, um neue Kunden für unsere solaren Produktlinien zu begeistern. Mit dieser Strategie gelingt es uns auch zukünftig schneller als der weltweit durchschnittlich um 30 % wachsende Solarmarkt zuzulegen. Gleichzeitig werden wir so unabhängiger von regionalen Marktschwankungen bzw. Förderprogrammen", so Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Conergy AG. Neben den USA habe Conergy in diesem Jahr bereits neue Niederlassungen in Australien, Mexiko und Portugal eröffnet. Mit diesen und weiteren anstehenden Markteintritten steige der Anteil des Umsatzes und Profits von Conergy außerhalb Deutschlands substanziell an.

03.06.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

WPD/WIND-projekt verkaufen Offshore-Windpark Kriegers Flak II an Vattenfall

Die Projekt-Rechte für den Offshore-Windpark Kriegers Flak II mit 128 Anlagen der 5 MW-Klasse in schwedischen Gewässern wurden an den schwedischen Energieversorger Vattenfall veräußert. Das berichtet die WPD AG mit Sitz in Bremen in einer Pressemitteilung.  Damit habe die WPD Scandinavia AB, gemeinsames schwedisches Tochterunternehmen der WPD AG und der WIND-projekt GmbH (Börgerende), einen weiteren Meilenstein zur Errichtung des Windparks erreicht. Auf der Basis eines mehrjährigen Beratungsvertrages mit Vattenfall will die WPD Scandinavia AB zusammen mit WIND-projekt das bislang größte Offshore-Projekt in Schweden weiterentwickeln.


Großer Schritt in Richtung Baugenehmigung

"Damit liegt die Planungskompetenz auch zukünftig in unserer Unternehmensgruppe. Wir werten die Vereinbarung mit Vattenfall als einen großen Schritt, um die Baugenehmigung in dem Projekt und die Realisierung des Windparks in dem besonderen Markt Schweden zu erreichen", erläutert WPD-Vorstand Dr. Gernot Blanke die Übereinkunft mit dem staatlichen Energieversorger. "Mit diesem Vertragsabschluss verfügen wir über eine langfristige Partnerschaft mit Vattenfall, einem der größten Energieversorger in Europa. Unterstrichen wird damit auch nochmals die Bedeutung der Offshore-Standorte im Gebiet Kriegers Flak in Verbindung mit der Forschungsplattform Fino und stärkt die Realisierungsmöglichkeiten auch für das Projekt Kriegers Flak I auf deutscher Seite. Einem Engagement des Investors für Arbeitsplätze vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu", erklärt Carlo Schmidt, Geschäftsführer der WIND-projekt.

03.06.2005   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Freiberger Projekt "Solarstrom für Mali" gewinnt "Mondialogo-Award"

Ingenieure der TU Bergakademie Freiberg sind am 30. Mai 2005 mit dem Mondialogo Engineering Award ausgezeichnet worden. Im Finale des ersten weltweiten Ideenwettbewerbs für nachhaltige technische Verbesserungen in Entwicklungsländern überzeugten die Studenten und Wissenschaftler aus Freiberg die internationale Jury mit ihrem Vorhaben "Solarstrom für Gesundheitszentren in Mali". Das berichtet die TU Bergakademie Freiberg in einer Pressemitteilung.  Insgesamt sind 21 Teams aus 28 Ländern für ihre Beiträge zu dem Wettbewerb prämiert worden, der gemeinsam von der UNESCO und DaimlerChrysler durchgeführt wird. Das Preisgeld beträgt insgesamt 300.000 Euro. Fünf Projektteams des Finales wurden nochmals besonders mit dem "Ehrenpreis der Jury" für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Einer ging auch hier an die TU Bergakademie Freiberg.


Solarstrom für die Gesundheitsversorgung

Ziel des Freiberger Projekts ist, die Gesundheitsversorgung im südlichen Mali zu verbessern. Hierzu sollen Sonnenstromanlagen beitragen, mit denen Medikamente gekühlt, Instrumente desinfiziert und durch Beleuchtung auch nächtliche Entbindungen durchgeführt werden können. Die Verantwortung für die technischen Anlagen soll die Bevölkerung vor Ort übernehmen. Dazu wurde ein Schulungskonzept entwickelt, das Techniker für die Errichtung und Wartung ausbildet. "Ich bin sehr glücklich, dass wir mit unserem Projekt gewonnen haben",freut sich Prof. Hans Joachim Möller. Als Professor für experimentelle Physik an der TU Bergakademie Freiberg und Vorsitzender des Vereins "Initiative für Regenerative Energien in Sachsen" (IRES) hat er das Projekt koordiniert. "Bei dem Projekt war es uns sehr wichtig, immer auch die Realisierbarkeit im Blick zu behalten. Deswegen haben wir stets engen Kontakt zu Einrichtungen in Mali gehalten." Nach dem Sieg im Mondialogo-Finale wird es nun darum gehen, die notwendigen finanziellen Mittel für die Umsetzung des Projektes zu sammeln. Dazu plant das Freiberger Team so genannte gesponserte Partnerschaften. "Wir haben dabei an Teilsummen von 10.000 Euro gedacht. Mit diesem Betrag können wir ein Gesundheitszentrum in Mali mit einer kompletten Solaranlage ausstatten und Techniker schulen. Jetzt suchen wir Partner, mit denen wir gemeinsam diese Projekte umsetzen können", betont Möller.

03.06.2005   Quelle: Technische Universität Bergakademie Freiberg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Klimaschutz: OECD-Forum berät Strategien zur Verringerung von Treibhausgasemissionen

In Paris sind am 02.06.2005 hochrangige Vertreter aus Politik, internationalen Organisationen, Wirtschaftsunternehmen und der Zivilgesellschaft zu einem "Runden Tisch über nachhaltige Entwicklung" zusammengekommen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens, stünden die Weiterentwicklung des internationalen Klimaschutzes und der Beitrag, den die OECD dabei leisten kann, so das BMU in einer Pressemitteilung.   Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU) Margaretha Wolf nimmt an der Veranstaltung teil.

Vorrangiges Thema des Runden Tisches ist laut BMU die Frage, ob länderübergreifende Vereinbarungen in den Wirtschaftsbereichen Stahl, Aluminium, Zement, Kohlekraftwerke und Automobilbau einen Beitrag zur internationalen Klimaschutzpolitik leisten könnten. Die genannten Branchen verursachen laut Bundesumweltministerium 32 % der globalen Treibhausgasemissionen. Die vorliegenden Analysen zeigten erhebliche Minderungspotenziale durch bereits heute verfügbare Technologien, deren Anwendung jedoch zusätzlicher ökonomischer Anreize bedürfe.

"Klare Rahmenbedingungen wie das Kyoto-Protokoll, der EU-Emissionshandel und die Ökosteuer zeigen bereits Wirkung: Investitionen, Forschung und Entwicklung werden in klimafreundliche Technologien, z.B. der Erneuerbaren Energien oder in Energieeffizienz gelenkt", so Wolf. Das zeige, dass Klimaschutz nicht nur machbar und bezahlbar sei, sondern sich auch wirtschaftlich lohne. Unternehmen und Investoren wollen laut Wolf weit über 2012 hinaus planen. "Dafür brauchen sie klare internationale Rahmenbedingungen, so schnell wie möglich“, betont die Staatssekretärin

Die Ergebnisse des Treffens sollen als "Chairman’s Summary" zusammengefasst werden. Die bisherige Arbeit des Round Table mit allen Hintergrundpapieren ist im Internet dokumentiert unter: www.oecd.org.

02.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bauausstellung in Shanghai: Kammern fördern den Einstieg für Solarunternehmen

Chinas Wirtschaft boomt. Der Übergang vom Kommunismus zur Marktwirtschaft setzt enorme Wachstumskräfte frei. Einstiegschancen in den prosperierenden chinesischen Markt für kleinere und mittlere Unternehmen bietet die „Ökologische Bauausstellung Shanghai 2006“, ein gemeinsames Projekt der Hansestadt Hamburg und der chinesischen Metropole Shanghai.  Im Rahmen der Ausstellung sollen hunderte von Wohn- und Gewerbebauten entstehen, berichten die Veranstalter. Besonders deutsche Gebäudeausstattung und Haustechnik seien in China gefragt, ebenso nachhaltige Wasserver- und -entsorgungssysteme, Techniken zur Trinkwassereinsparung und Regenwassernutzung. Und mit dem wachsenden Umweltbewusstsein steigt auch die Nachfrage nach umweltschonenden Materialien. Für einen schnellen und einfachen Einstieg in den chinesischen Markt werden Firmen bei der Suche nach Kooperationspartnern vor Ort von der Auslandshandelskammer (AHK) Shanghai unterstützt. Deutsche Firmen erhalten zudem dolmetscherische Hilfe. Das Projekt wird darüber hinaus von der Handwerkskammer und der Handelskammer Hamburg unterstützt.


Drei Viertel weniger Energieverbrauch als herkömmliche Gebäude

Alle Projekte orientieren sich an deutschen Standards, so die Veranstalter. Mit einem Energieeinsparpotenzial von rund 75 % gegenüber dem herkömmlichen Gebäudebestand sollen sie Schlüsselfunktion einnehmen bei der nachhaltigen Stadtentwicklung Shanghais. Bis Ende Oktober 2006 sollen die Gebäude fertiggestellt werden. Bereits im November 2006 sollen sie einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Alle Projekte sollen außerdem Referenzcharakter erhalten für die 2010 in Shanghai stattfindende EXPO.

Eine Informationsveranstaltung findet statt am 2. Juni 2005, um 17 Uhr im Solarcafé der Solar-Bauausstellung in HH-Heimfeld (Ausstellungsgelände „An der Rennkoppel“). Chinaexperten der Stadt Hamburg, der Handelskammer Hamburg und Handwerkskammer, und des Projektkoordinators ZEBAU GmbH stellen die Konzepte vor und informieren über die Modalitäten. Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 040-81.79.91 oder per E-Mail an initiativkreis@t-online.de


Rasantes Wachstum auf dem Wohnungsmarkt

Mit 17 Millionen Einwohner ist die Weltmetropole Shanghai an der Jangtse-Mündung die größte Stadt Chinas. Sie ist nicht nur internationale Hafen- und Handelsmetropole; als bedeutender Kultur- und Wissenschaftsstandort gilt sie auch als die Geburtsstätte des modernen China. Derzeit entstehen im "Reich der Mitte" jährlich rund 1,7 Millionen Quadratmeter neue Wohn- und Büroflächen. Allein in Shanghai hat sich die Pro-Kopf-Wohnfläche seit 1978 von rund vier auf etwa zehn Quadratmeter erhöht. Experten gehen davon aus, dass sich diese Fläche in den nächsten zehn Jahren verdoppeln wird. Die Städtepartnerschaft zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und Shanghai besteht seit 1986.

02.06.2005   Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

PV-Industry Forum zu Chancen und Perspektiven des internationalen Photovoltaik-Marktes

Photovoltaikfassade.
Photovoltaikfassade.

Vor dem Hintergrund der weltweit boomenden Solarstrombranche findet am 21. und 22. Juni im Freiburger Solar Info Center erstmalig das PV-Industry Forum statt. Schwerpunkte der englischsprachigen Konferenz sind die Potenziale der Solarstromtechnik und die Entwicklung der internationalen Märkte. Die Veranstalter, PSE GmbH und Solar Promotion GmbH, rechnen mit rund 80 Experten und Entscheidern aus Industrie, Forschung und Politik.
 
Unterstützt wird das PV-Industry-Forum von den führenden nationalen und internationalen Verbänden sowie von der Deutschen Energie Agentur (dena). Das PV-Industry Forum findet im Rahmen des Kongressprogramms der Intersolar statt. Europas größte Fachmesse für Solartechnik präsentiert vom 23. bis 25. Juni die neuesten Trends und Produkte aus den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen. Rund 16.000 Fachbesucher werden erwartet.


13% jährliche Zuwachsraten bis 2020 erwartet

Das PV-Industry Forum gibt an zwei Tagen einen kompakten Überblick über die Solarstrombranche. Am ersten Konferenztag stehen die Perspektiven und Trends der Photovoltaik im Mittelpunkt. "Die Bank Sarasin rechnet in ihrer Langzeitprognose bis zum Jahr 2010 mit einer Größe des PV-Marktes von über 2.350 MW, bzw. 5.800 MW bis 2020. Dies entspricht durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von über 13% für die gesamte Periode", schätzt Referent Matthias Fawer, Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin & Cie AG die Zukunftschancen des Photovoltaik-Marktes ein.


Neues Photovoltaik-Technologie Evaluationscenter (PV-Tec) am Fraunhofer ISE

Schwerpunkte des Forums sind des weiteren die neuesten Entwicklungen sowie Möglichkeiten der Kostensenkung in der Zell-, Modul- und Komponentenherstellung. In diesem Rahmen wird unter anderem das neue Photovoltaik Technologie Evaluationscenter (PV-Tec) am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE vorgestellt. Im PV-Tec können Solarzellen- und Anlagenhersteller ihre neuen Produkte auf die Eignung zur Serienfertigung testen und weiterentwickeln. Mit einer Fördersumme von 11 Millionen Euro ist das PV-Tec das größte Forschungsvorhaben des Bundesumweltministeriums im Bereich der Erneuerbaren Energien.


Aufstrebende Märkte in Spanien und Indien

Der zweite Konferenztag steht ganz im Zeichen der internationalen Märkte: Neben den weltweit wichtigsten Standorten Japan, Deutschland und USA werden auch die aufstrebenden Märkte Spaniens und Indiens vorgestellt. Als Beispiel für eine gelungene Förderpolitik dient das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland. Abgerundet wird die Veranstaltung durch praxisnahe Beispiele aus der Finanzierung und Planung von Photovoltaik-Großanlagen. "Solare Großanlagen sind nicht nur ökologisch besonders wertvoll, sondern sie geben den Herstellern der Solartechnik eine wichtige Investitionssicherheit für den schnellen Ausbau der Fertigungskapazitäten. Die solaren Großanlagen haben meine Erwartungen voll erfüllt und den Kapitalmarkt für Solarbeteiligungen nahezu unbegrenzt geöffnet", führt Referent Dipl.-Ing. Martin Bucher von Martin Bucher Projektentwicklungen aus.

02.06.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSi, Sonnenkraft.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Österreichischer Solar-Weltrekord: 205 Solarkollektorfelder an einem Tag

In nur 24 Stunden wurden in Kärnten 205 Solarkollektorfelder produziert, montiert und die Solaranlagen in Betrieb genommen. Die erzielte Weltrekord-Leistung entspricht einer Kollektorfläche von insgesamt 2.000 Quadratmetern.  Für den Weltrekordversuch wurden die Komponenten im Haus der Käufer vorbereitet, die Kollektoren beim Hersteller produziert, konfektioniert, verpackt, über ein ausgeklügeltes Logistiksystem geliefert und schließlich montiert. Zudem wurden die Anlagen in Betrieb genommen und deren volle Funktionsfähigkeit in jedem Einzelfall durch ein Abnahmeprotokoll bestätigt. Das berichten die beteiligten Unternehmen GREENoneTEC, SONNENKRAFT und HOLZ die SONNE ins Haus® in einer Pressemitteilung. Produktion und Logistik starteten am 19. Mai 2005 um 13 Uhr und endeten am folgenden Tag zur gleichen Zeit. Die Montagearbeiten wurden durchgeführt zwischen 18:30 Uhr am 19. Mai und18.30 Uhr am 20.Mai.


Einsparpotenzial: 2,5 Millionen Liter Heizöl

Die Kollektoren wurden mit 40 LKW und einem Hubschrauber direkt zu den Baustellen geliefert und dort von Montageteams installiert und in Betrieb genommen. Rund 180 Mitarbeiter hätten diese außergewöhnliche Leistung ermöglicht, so die Unternehmen Die Zahl der montierten Anlagen wurde von einer Jury kontrolliert. Die Weltrekord-Aktion bringt nach Angaben der Veranstalter ein Einsparpotenzial von 2,5 Millionen Litern Heizöl (bei einer Lebensdauer der Anlagen von 25 Jahren) sowie eine effektive Einsparung von 1,5 Millionen Euro (bei heutigen Ölpreisen). Die Schirmherrschaft für die Aktion übernahmen EU-Außenkommissarin Dr. Benita Ferrero-Waldner und Kärntens Landeshauptmann Dr. Jörg Haider.


Kärnten weltweit "Solarland Nummer eins"

Europas Kompetenz-Zentrum für thermische Solarenergie (Energiepark St. Veit/Glan, Österreich) verfüge über die größte Bio-Gasanlage Europas, beheimate den größten Solarhersteller der Welt, Europas größtes Unternehmen für Solarwärme-Systeme und werde ganzjährig mit erneuerbarer Energie versorgt, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Die beteiligten Unternehmen haben nach eigenen Angeben im Jahr 2003 Solarumsatz in Kärnten unter der Aktionsmarke "Sonnenland Kärnten" um 700 % gesteigert. Mit dieser Leistung sei Kärnten im Jahr 2004 weltweit zum Solarland Nummer eins geworden.

Durch massive Überzeugungsarbeit sei die Zahl der Solarenergienutzer in Kärnten im Jahr 2004 massiv gestiegen (8,9 Millionen Euro Förderungen). Die Vorteile für den Endverbraucher lägen klar auf der Hand: Investitionen in Solarenergie würden vom Land Kärnten stark gefördert. Solarenergie könne helfen die Heizkosten zu halbieren, sei ökonomisch, zukunftssicher und umweltschonend (41 % der verbrauchten Energie werden in Kärnten derzeit durch erneuerbare Energieträger gedeckt (Österreich gesamt: 23 %).

02.06.2005   Quelle: Selden+Partner   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin zum Energieforschungsprogramm: Vorrang für erneuerbare Energien

"Den erneuerbaren Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz wird in der Energieforschung Vorrang eingeräumt". Das betonte Bundesumweltminister Jürgen Trittin aus Anlass der Verabschiedung des 5. Energieforschungsprogramms im Bundeskabinett.  "Wir haben die Weichen in der Energieforschung auf Zukunft gestellt. Die Energieforschung leistet einen wichtigen Beitrag zur Erneuerung unserer Energieversorgungsstrukturen", so Trittin. Das neue Programm löse das aus dem Jahr 1996 stammende 4. Energieforschungsprogramm ab.

Die Bundesregierung habe die neue Prioritätensetzung in der Energieforschung bereits seit 1998 kontinuierlich weiterentwickelt, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. In die erneuerbaren Energien und Energieeffizienz seien 1998 178 Millionen Euro geflossen, 2003 seien es 209 Millionen Euro gewesen. Für 2008 sehe das neue Energieforschungsprogramm 259 Millionen Euro vor. Dies sei eine Steigerung um 46 % gegenüber 1998. Dagegen sänken im gleichen Zeitraum die Ausgaben für die Nuklearforschung um 35 % und für die Fusionsforschung um 6 %.


Ausbau der erneuerbaren Energien ist Erfolgsmodell für Wirtschaft und Arbeit

"Das Energieforschungsprogramm ist elementarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Energiepolitik. Während Frau Merkel die Laufzeit veralteter Atomkraftwerke verlängern will und damit in die 70er Jahre zurückfällt, setzen wir auf die konsequente Fortsetzung der von Rot-Grün eingeleiteten Energiewende", so Trittin. 2004 hätten die erneuerbaren Energien 70 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Der Ausbau der erneuerbaren Energien komme nicht nur dem Klima zugute, sondern sei mit 130.000 Jobs ein Erfolgsmodell für Wirtschaft und Arbeit. Deutschland nehme in allen Bereichen der erneuerbaren Energien international eine technologisch führende Rolle ein. Das verschaffe den deutschen Unternehmen der Branche einen Wettbewerbsvorteil in diesem weltweit rasant wachsenden Markt.

01.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Union: Energieforschungsprogramm der Bundesregierung mit erheblichen Mängeln

"Das mit erheblicher Verspätung vorgelegte 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung beseitigt die gravierenden Mängel rot-grüner Energiepolitik nicht", erklärten zur Vorlage des 5. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung die forschungspolitische Sprecherin der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB, und der zuständige Berichterstatter, Axel Fischer MdB.  Energieforschung habe eine strategische Bedeutung und müsse in Verantwortung für zukünftige Generationen alle Optionen offen halten, so Reiche und Fischer. Dies sei nicht gewährleistet. Zwar seien die Ansätze zur Kraftwerksentwicklung, besonders zum emissionsarmen Kraftwerk für fossile Brennstoffe durchaus zu begrüßen. Diese reichten aber alleine nicht aus.


Fadenriss bei der Atomforschung

"Der zweite große Standpfeiler der Energieversorgung weltweit sind nukleare Kraftwerke. Einst waren deutsche Kerntechniker führend, jetzt haben wir in diesem Hochtechnologiebereich einen Fadenriss", heißt es in der Presseerklärung der Unionssprecher. Während weltweit Kraftwerke neuen Typs entwickelt würden und zahlreiche Innovationen anstünden, steige Deutschland aus dieser Hochtechnologie aus. Eine weitere gravierende Schwäche des Energieforschungsprogramms sieht die Union in der Vernachlässigung der Grundlagenforschung. Dies betreffe einmal die Fusionsforschung, bei der Deutschland noch sehr gut aufgestellt sei. Sie solle nach dem 5. Energieforschungsprogramm anteilsmäßig stark verringert werden. Ebenso werde die Erschließung neuer Energieressourcen vernachlässigt.


Kritik an Schwerpunkten bei den Erneuerbaren

Bei den erneuerbaren Energien würden falsche Schwerpunkte gesetzt, kritisieren Reiche und Fischer. Die Forschungsmittel würden auf Bereiche konzentriert, ohne nach dem volkswirtschaftlichen Sinn zu fragen. Forschung bei den erneuerbaren Energien sei wichtig, müsse sich jedoch auf die Verbesserung der Energieausbeute und der Wirtschaftlichkeit der Anlagen konzentrieren. "Das neue Energieforschungsprogramm hat nicht nur inhaltliche Mängel, sondern es beendet auch nicht die teilweise chaotischen Zustände, großen Reibungsverluste und unnötigen Verzögerungen aufgrund von Abstimmungsprobleme zwischen Umwelt-, Wirtschaft- und Forschungsministerium. Die Zuständigkeit der Energieforschung gehört ins Forschungsministerium, die Aktivitäten sind dort zu bündeln", betonen Reiche und Fischer.

01.06.2005   Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Hans Josef Fell: Energieforschungsprogramm bleibt hinter Forderungen der Regierungsfraktionen zurück

"Das heute von der Bundesregierung verabschiedete Energieforschungsprogramm ist ein zu kleiner Schritt, um die großen energiepolitischen Herausforderungen der Zukunft zu meistern". So kommentierten Hans-Josef Fell (MdB) Forschungspolitischer Sprecher von, BÜNDNIS 90 Die GRÜNEN, und der SPD-Abgeordnete Hermann Scheer, Berichterstatter der Regierungsfraktionen für Energieforschung, das am 01.06.2005 von der Bundesregierung vorgelegte 5. Energieforschungsprogramm.  Die Ressourcenverknappung beim Erdöl und Erdgas, der Treibhauseffekt und die atomaren Risiken erfordern laut Fell und Scheer eine vollkommene Neuorientierung der Energieforschungspolitik mit den Schwerpunkten erneuerbare Energien und Energiespartechnologien. Die vorgeschlagenen Mittelsteigerungen reichten aber bei weitem nicht aus, um die Energieprobleme zu lösen. Weiterhin solle für die Kernenergie mehr Geld ausgegeben werden als für alle erneuerbaren Energien zusammen, kritisieren Fell und Scheer. Ebenso sei nicht nachvollziehbar, wieso der Staat alleine die Kosten für die Entsorgung der atomaren Forschungsreaktoren tragen soll. Diese Milliardenerblast der Regierung Kohl hätte zumindest hinterfragt werden müssen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung des Grünen-Sprechers und des SPD-Berichterstatters.


Kritik an Kernfusionsforschung, Zweifel an Clean-Coal-Technologie

"Vor allem das Festhalten an der Kernfusionsforschung ist vollkommen unverständlich. Alle wissen, dass die Kernfusion in den nächsten Jahrzehnten keinen Beitrag zur Energieerzeugung leisten wird. Es bestehen sogar berechtigte Zweifel, ob das jemals gelingen wird; und selbst im Falle eines späten Erfolges ist kaum mit einer Wirtschaftlichkeit dieser Technologie zu rechnen. Auf jeden Fall wird sie teurer sein als erneuerbare Energien und überdies erhebliche Atommüllprobleme und ökologische Risiken hervorrufen", warnen Fell und Scheer. Auch bei der sogenannten "Clean-Coal-Technologie" sei absehbar, dass immense staatliche Forschungsmittel in den Sand gesetzt würden. Es sei Aufgabe der Energieversorgungsunternehmen, die jährlich Milliardengewinne mit dem Verkauf von Kohle- und Atomstrom machten, die Entwicklung von besseren Kohlekraftwerken selbst zu finanzieren.

Das Energieforschungsprogramm enthalte zwar eine insgesamt geringfügige Verschiebung zugunsten der erneuerbaren Energien, werde aber dem im Koalitionsvertrag stehenden und vom Bundestag mit den Stimmen der Fraktionen von SPD und Grünen geforderten Prioritätswechsel hin zu erneuerbare Energien und Energieeinsparung nicht gerecht, so die beiden Abgeordneten. Allerdings hebe sich das nergieforschungsprogramm positiv von den Vorschlägen der Union und der FDP ab, die noch mehr Geld für die Kernenergieforschung einforderten und wenig für die erneuerbaren Energien übrig hätten. Zudem beabsichtigten Union und FDP neue klimaschädliche Energiequellen wie beispielsweise Gashydrate zu erschließen.

01.06.2005   Quelle: Hans Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kabinett verabschiedet neues Energieforschungsprogramm

Das Bundeskabinett hat am 01.06.2005 das 5. Energieforschungsprogramm "Innovation und neue Energietechnologien" verabschiedet. Das Programm wurde unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU), dem Verbraucherministerium (BMVEL), und dem Forschungsministerium (BMBF) erarbeitet.  Es setze klare Schwerpunkte für ausgewählte Bereiche und folge einem relativ breiten Ansatz in den anderen Technologiefeldern, so das BMWA in einer Pressemitteilung.

"Die Bundesregierung setzt auf Technologien, die einen ausgewogenen Energiemix garantieren, einschließlich Stein- und Braunkohle, zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen und den wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien näher an die Wirtschaftlichkeit heranführen", so der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement. Zu den vorrangigen Förderbereichen gehören laut BMWA moderne Kraftwerkstechnologien auf Basis von Kohle und Gas, einschließlich CO2-Abtrennung und CO2-Speicherung. "Wichtig ist, dass mit dem neuen Fachprogramm Moderne Kraftwerkstechnologien die Voraussetzungen geschaffen werden, damit die deutsche Stromwirtschaft bei dem ab 2010 anstehenden Kraftwerkserneuerungsprogramm auf modernste Technik zurückgreifen kann", so Clement.

Weitere vorrangige Förderbereiche sind laut Bundeswirtschaftsministerium die Photovoltaik, Windenergie im offshore-Bereich, Brennstoffzellen, Wasserstoff und Energiespeicher, Technologien und Verfahren für energieoptimiertes Bauen sowie zur energetischen Nutzung von Biomasse. Daneben umfasse das Programm die Bereiche energiesparender Technologien in der Industrie, im Gewerbe, im Handel und bei Dienstleistungen, die gesamte Palette der erneuerbaren Energien (Wasser, Sonne, Geothermie u. a.), die nukleare Sicherheits- und Endlagerforschung sowie die Fusionsforschung. Insgesamt räume das neue Programm den Bereichen "Energieeffizienz" und "Erneuerbare Energien" Priorität ein.

01.06.2005   Quelle: BMWA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

First Solar schließt Versicherung zur Finanzierung der Rücknahme- und Recyclingkosten für Solarmodule

First Solar, LLC gab am 25.05.2005 den Abschluss eines Langzeitvertrages mit einem großen internationalen Versicherungsunternehmen bekannt, mit dem die Finanzierung voraussichtlicher Rücknahme- und Recyclingkosten für First Solar-Module nach Ablauf ihrer Lebenszeit gedeckt werde. Der Vertrag, der als „Rücknahme- und Recycling-Kostenerstattungsvertrag“ bezeichnet wird, garantiere den Eigentümern von First Solar-Modulen, dass am Ende ihres Einsatzes Geld vorhanden ist, um die geschätzten Kosten für den Transport der Module zu einer Recyclinganlage und für die Aufbereitung zur Wiederverwendung bei der Fertigung neuer Produkte zu decken.  "Wir sind hocherfreut, mit dieser Versicherung eine Ergänzung unseres bereits bestehenden Rücknahme- und Recyclingprogramms vorstellen zu können", so CEO Mike Ahearn. "Das finanzielle Engagement, das wir mit der Finanzierung unserer zukünftigen Kosten für Rücknahme und Recycling durch einen gegenwärtigen Versicherungsvertrag zeigen, unterstreicht unsere Position als Marktführer im Bereich des Produktlebenszyklus-Managements", so Ahearn weiter.

"Wir leisten einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Umwelt, indem wir die Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen in einem hoch entwickelten Halbleiterbeschichtungsprozess quantitativ erheblich steigern. Durch diesen Prozess können die Kosten für Solarstrom so weit abgesenkt werden, dass er wettbewerbsfähig im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom wird. Zur gleichen Zeit wird bei diesem Prozess Kadmium verbraucht, welches in Form von Rückständen aus dem Bergbau bereits vorhanden ist, und in ein umweltverträgliches Produkt umgewandelt wird", erläutert Ahearn.


Dünnschichttechnologie auf dem Weg zur Wettbewerbsfähigkeit

"Erneuerbare Energietechnologien haben eine unheimlich große Auswirkung auf die Verbesserung unserer Umwelt. In einer Zeit, in der Klimawandel und das Versiegen herkömmlicher Energiequellen zu den größten Bedrohungen der Menschheit gehören, bedarf es neuer Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien, die im Hinblick auf die Kosten schnellstmöglich mit den konventionellen Energiequellen konkurrieren können", sagt Hans-Josef Fell (MdB), Vizepräsident von EUROSOLAR und einer der führenden Politiker Europas, die sich für die Förderung erneuerbarer Energien einsetzten. "Die Dünnschicht-Photovoltaiktechnologie von First Solar verspricht genau diese Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Dank des neuen Recycling-Versicherungsmodells und eines kompletten Produktlebenszyklus-Managements spielt First Solar in der PV-Industrie eine führende Rolle bei der Maximierung der Umweltvorteile der Solarenergie", fügt er hinzu.


CdTe-Solarmodule im geschlossenen Produktionskreislauf

"Das versicherungsgedeckte, vorfinanzierte Rücknahme- und Recyclingprogramm von First Solar sei ein wichtiger Schritt zur Beseitigung der letzten Hürden für die flächendeckende Markteinführung von Kadmium-Tellurit-Solarmodulen (CdTe-Module), betont das Unternehmen. Dieses Versicherungsmodell stehe im Einklang mit dem Ansatz der Integrierten Produktpolitik der Europäischen Kommission, welche in der Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament [COM (2003) 302 final] festgelegt wurde, “ so Arnulf Jäger-Waldau von der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, Abteilung Erneuerbare Energien. Die Gemeinsame Forschungsstelle ist eine forschungsbasierte Organisation zur Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken und ein zentraler Bestandteil der Europäischen Kommission. „Durch Produktion und Einsatz der CdTe-Solarmodule wird nicht nur Kadmium als Rückstandsprodukt aus dem Bergbau aus der Natur entfernt, indem daraus eine stabile Halbleiterverbindung hergestellt wird, sondern auch Elektrizität erzeugt, welche die Kadmium-Emissionen in die Umgebungsluft durch fossile Verbrennungsprozesse reduziert, " so Jäger-Waldau. "Das freiwillige versicherungsgedeckte, vorfinanzierte Rücknahme- und Recyclingprogramm zeigt auch das Bestreben von First Solar, dem Verbraucher ein Produkt anzubieten, das in einem geschlossenen Produktionskreislauf hergestellt und wiederverwertet werden kann", ergänzte er.


CdTe in der Photovoltaik umweltschonender als alle anderen Verwendungen von Kadmium

"First Solar-Module vermeiden nicht nur toxische und Treibhausgasemissionen aus konventioneller Energieerzeugung, sondern schließen auch das Kadmium, welches unweigerlich bei der Zinkverhüttung entsteht, in doppelt verglaste CdTe-Solarmodule ein, die für Gesundheit und Umwelt unbedenklich sind, “ erklärt Vasilis Fthenakis, Leiter des US-Forschungszentrums National Photovoltaic EH&S Research Center im Brookhaven National Laboratory. Das Forschungszentrum wertet im Auftrag des US-Energieministeriums die Auswirkungen des Einsatzes von Solarmodulen auf die Umwelt aus. "Mit der Entwicklung von Rücknahme- und Recyclingprogrammen und einem Versicherungsmodell zur Finanzierung der Rücknahme und Wiederverwertung der Solarmodule am Ende der Lebensdauer hat First Solar ein unter Umweltverträglichkeitsaspekten ausgezeichnetes Angebot entwickelt. Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass CdTe in der Photovoltaik offenbar umweltschonender ist als alle anderen derzeitigen Verwendungen von Kadmium, " so Fthenakis.


Aus ökologischer Sicht überlegene Technologie

"Das US-Energieministerium fördere den Einsatz von CdTe für PV-Module als führender Technologie des 21. Jahrhunderts nach Kräften, so Ken Zweibel, Manager der Thin Film PV Partnership am US-National Renewable Energy Laboratory (NREL). Das NREL erforscht und entwickelt im Auftrag des US-Energieministeriums Photovoltaik-Technologien zur kommerziellen Vermarktung. "Wir glauben, dass CdTe potenziell die geringsten Kosten von allen gegenwärtig angewandten Photovoltaik-Technologien verursachen wird. Sowohl durch die Möglichkeiten der Kostensenkung als auch des hohen Produktionsvolumens wird mit CdTe-Technologie erzeugter Solarstrom auf die großen Strommärkte vordringen können. Das macht CdTe zu einem wichtigen Bestandteil unserer nationalen Klimawechsel-Strategie“, betont Zweibel. „Die Tatsache, dass First Solar Kadmium aus der Umwelt beseitigt, indem es in eine sichere Halbleiterverbindung umgewandelt wird, die dazu genutzt werden kann, sauberen Strom zu erzeugen, macht es auch aus ökologischer Sicht zu einer überlegenen Technologie,“ fügte er hinzu.


Weitsichtiges Bestreben der Solarindustrie für den Schutz der Umwelt

"Ich begrüße das Engagement von First Solar, als eines der ersten Unternehmen all seine Produkte nach Ablauf ihrer Lebensdauer zurückzunehmen und zu recyceln", so Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS). "First Solar ist das erste Unternehmen in dieser Branche, das solch ein ehrgeiziges Programm mit Hilfe einer unabhängigen großen Versicherungsgesellschaft finanziert. Das zeigt das weitsichtige Bestreben der Solarindustrie, einen echten Beitrag für die Umwelt zu leisten, nicht nur Treibhausgasemissionen zu senken, sondern von der Fertigung eines Produktes bis zum Ende seines Lebenszyklus ökologisch vorbildlich zu agieren", stellt Körnig fest. Und er ergänzt: "Mit derartigen Ansätzen beweist die Solarindustrie, dass sie aus den Fehlern anderer Industriezweige, das Produktlebenszyklus-Management nicht ernsthaft und konsequent zu betreiben, gelernt hat. Die Solarindustrie ergreift schon jetzt echte Maßnahmen, obwohl die meisten Module noch eine geschätzte Lebensdauer von durchschnittlich mehr als 25 Jahren besitzen."

01.06.2005   Quelle: First Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesverband Erneuerbare Energie begrüßt Regierungserklärung für Schleswig-Holstein

"Wir begrüßen das klare Bekenntnis zu Erneuerbaren Energien von CDU-Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen". So kommentierte Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), die Regierungserklärung für Schleswig-Holstein vom 25.05.2005. Carstensen hatte angekündigt, Schleswig-Holstein werde "Motor der regenerativen Energien bleiben".  Carstensen zählt laut BEE in seiner Regierungserklärung die erneuerbaren Energien zu den Bereichen "mit den größten Wachstumspotenzialen". Auch die Windenergie, die bereits über 30 Prozent des Strombedarfes von Schleswig-Holstein decke, solle mit Augenmaß weiterentwickelt werden.

"Die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein hat erkannt, dass die Energieversorgung der Zukunft nur mit Erneuerbaren Energien möglich ist", so Nitzschke. Klimawandel, Versorgungsengpässe und steigende Preise für konventionelle Energien würden zu einem Wandel in der Energieversorgung zwingen. Investmentbanken wie Goldman Sachs prognostizierten Ölpreise von bis zu 105 Dollar pro Barrel. Dagegen sei jeder erneuerbare Energieträger schon heute wettbewerbsfähig. "Jede fortschrittliche Regierung ist gut beraten, wie Schleswig-Holstein auf Erneuerbare Energien zu setzen", betonte Nitzschke. Bis heute seien in Deutschland damit schon 130.000 Arbeitsplätze geschaffen und eine weltweit in den meisten Bereichen führende Hightech-Branche aufgebaut worden.

01.06.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Windenergie: Prototyp der 5-Megawatt-Klasse nimmt Betrieb auf

Montage der M5000 in Bremerhaven.
Montage der M5000 in Bremerhaven.

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, hat am 27. Mai 2005 in Bremerhaven die Windenergieanlage "M5000" der Multibrid Entwicklungsgesellschaft mbH eingeweiht. Damit habe der dritte deutsche Anlagenhersteller eine der weltweit größten Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse in Betrieb genommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU).
 
"Die deutsche Windenergiebranche hat mit dieser Anlage erneut ihre Innovationsfähigkeit demonstriert und ihre weltweite Marktführerschaft unterstrichen. Möglich wurde dieser Erfolg vor allem durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das anderen Fördersystemen, wie Quoten- und Ausschreibungsmodellen, deutlich überlegen ist", so Baake. Es sei kostengünstiger und habe eine enorme Entwicklung ermöglicht, die zu mehr als 50.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Windenergieindustrie geführt habe, erläutert Baake.


Bauweise speziell für den Offshore-Einsatz entwickelt

Die Windenergieanlage ist Prototyp einer neuen Generation und soll pro Jahr über 15 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies decke den Jahresstrombedarf von rund 4.500 Haushalten und erspare der Atmosphäre fast 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, rechnet Baake vor. Die M5000 zeichnet sich nach Angaben des Herstellers durch eine geringe Gondelmasse und eine äußerst kompakte Bauweise aus, die speziell für den Offshore-Einsatz entwickelt wurde. Multibrid erwartet sich hiervon deutliche Vorteile bei der Installation der Anlagen auf See.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 ein Fünftel des heutigen Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Windenergieanlagen auf dem Meer sollen hierbei eine zentrale Rolle spielen. "Bis zum Jahr 2030 rechnen wir mit einem Stromanteil der Offshore-Windenergie von 15 Prozent und mit Investitionen der Branche von bis zu 50 Milliarden Euro", sagte Staatssekretär Baake. Von dieser Entwicklung würden nicht zuletzt die Küstenländer Niedersachsen, Bremerhaven, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern profitieren.

01.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Multibrid Entwicklungsgesellschaft mbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

2010 © Heindl Server GmbH