Solar News Archiv Juli 2005

 


 

Primärenergieverbrauch niedriger, Windkraft legt fast 19 % zu

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) im ersten Halbjahr 2005 rund 244 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mill. t SKE = 7155 Petajoule). Das seien 3 Millionen Tonnen oder 1,2 % weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Bei nur schwachem Wirtschaftswachstum und geringen Temperatureinflüssen im Vorjahresvergleich dominierten vor allem Preiseffekte diese Entwicklung, so die AGEB. Die Wasserkraftwerke produzierten rund 5 % und die Windkraftanlagen fast 19 % mehr Elektrizität; zusammengenommen nahm die Stromerzeugung dieser beiden Bereiche um rund 10 % zu.   Der Verbrauch von "Sonstigen Energieträgern" (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) stieg um fast 3 %. Der Beitrag aller regenerativen Energien zum Primärenergieverbrauch belief sich auf nahezu 4 %.


Heizöl teurer, Verbrauch sinkt um 8 Prozent

Der Mineralölverbrauch war laut AGEB mit insgesamt knapp 84 Mill. t SKE im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 2,0 % niedriger. Dies sei besonders das Ergebnis eines erneuten Rückgangs des Absatzes von leichtem Heizöl (-8 %), der in erster Linie durch einen drastischen Anstieg der Preise von Mineralölprodukten ausgelöst worden sei. Der Verbrauch von Kraftstoffen entwickelte sich laut AGEB unterschiedlich: Während der Absatz von Ottokraftstoff (-5 %) und von Dieselkraftstoff (-2 %) zurückging, nahm die Ablieferung von Flugtreibstoff zu ( + 6 %). Der Verbrauch von Rohbenzin stieg ebenfalls (+ 1,5 %).

Der Erdgasverbrauch stieg um rund 1 % auf etwa 60 Mill. t SKE, maßgeblich bedingt durch die im Vorjahresvergleich kühleren Temperaturen im ersten Quartal. Eine überdurchschnittlich gestiegene Erdgasnachfrage verzeichneten dabei der Haushaltssektor und die Industrie. Der Steinkohlenverbrauch war im ersten Halbjahr 2005 mit 32,5 Mill. t SKE um rund 3 % niedriger als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung sei der Rückgang beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft, so die AGEB. Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der gesunkenen Lieferungen an die Kraftwerke um 2,4 % unter dem Vorjahresniveau. Entsprechend ist die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke zurückgegangen. Der Beitrag der Kernkraftwerke zum Primärenergieverbrauch (knapp 31 Mill. t SKE) sank um 1,6%. Im ersten Halbjahr 2005 wurde mehr Strom ins Ausland geliefert als bezogen, so dass wiederum ein Exportüberschuss entstand.

31.07.2005   Quelle: AGEB   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Biodieselabsatz an öffentlichen Tankstellen klettert auf Rekordmarke

476 Mio. Liter Biodiesel wurden 2004 an öffentlichen Tankstellen verkauft.
476 Mio. Liter Biodiesel wurden 2004 an öffentlichen Tankstellen verkauft.

Eine Befragung von etwa der Hälfte aller Biodiesel führenden Stationen in Deutschland ergab, dass im Jahr 2004 zirka 476 Millionen Liter Biodiesel an öffentlichen Tankstellen getankt wurden. Das berichtet die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) in einer Pressemitteilung. Das sei ein Zuwachs um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  Bundesländer mit einem besonders hohen Tankstellenabsatz von Biodiesel sind laut AGQM Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Der Anstieg sei im Wesentlichen auf den erhöhten Anteil von Nutzfahrzeugen zurückzuführen, die ihren Biokraftstoff an öffentlichen Tankstellen beziehen. Im Bundesdurchschnitt sei im Jahr 2004 etwa 40 Prozent der Kraftstoffmenge an öffentlichen Tankstellen an Nutzfahrzeuge abgegeben.

Der Tankstellenabsatz von Biodiesel konzentriert sich laut AGQM auf Standorte, die verkehrstechnisch günstig liegen und eine für die Betankung von Nutzfahrzeugen geeignete Infrastruktur aufweisen. Zur Sicherung einer stabilen Qualität des Biodiesels empfiehlt die AGQM den Tankstellenbetreibern neben den bekannten Maßnahmen auch die Umschlagsintervalle des Kraftstoffs kritisch zu beurteilen. Zu lange Lagerzeiten von Biodiesel an der Tankstelle könnten sich ungünstig auf eine Reihe von wichtigen Qualitätsmerkmalen auswirken und sollten daher vermieden werden.

Die AGQM bietet öffentlichen Tankstellen im Rahmen eines Markenlizenzvertrages den Zugang zu einem anerkannten Qualitätssicherungssystem, das für den Kunden eine zusätzliche Sicherheit bei der Nutzung des alternativen Kraftstoffs Biodiesel darstelle und den Tankstellen wichtige ergänzende Fachinformationen zum Produkt und zu dessen Anwendung biete.

31.07.2005   Quelle: AGQM Biodiesel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/AGQM Biodiesel

 

VERKEHRSRUNDSCHAU: Seit Anfang des Jahres explodieren die Dieselpreise

Das Transportgewerbe schlage Alarm, berichtet die Zeitschrift Verkehrsrundschau in einer Pressemitteilung. Seit Anfang des Jahres seien die Preise für Diesel um über 25 Prozent gestiegen. Die deutsche Zeitschrift für Güterverkehr und Logistik zeige, wie Unternehmen die Treibstoffkosten in den Griff bekommen können, so die Verkehrsrundschau, die im Verlag Heinrich Vogel erscheint. Einziger Ausweg: Die Unternehmen müssen nach zusätzlichem Einsparpotenzial suchen. Tanken von Biodiesel könne ebenso ein Ausweg sein wie die Ausbildung der Fahrer zu noch sparsamerer Fahrweise.  Im Idealfall bewirkten diese Maßnahmen eine Reduzierung der Dieselkosten von zehn Prozent. Zusätzliche schnell wirkende Optionen gibt es laut Verkehrsrundschau kaum: Tanken im Ausland komme nur für grenzüberschreitend arbeitende Transporteure oder für Unternehmen in Grenzgebieten in Frage. Alternative Treibstoffe funktionierten bestenfalls für lokale Kuriere.


Zahlreiche Fördermittel für Gasfahrzeuge

Mittelfristig würden Gas- und Hybridantriebe allerdings auch für Lkw als Ausweg aus der Kostenfalle angepriesen. Doch für Lkw im Fernverkehr werde es wohl auf absehbare Zeit keine Alternative zum Dieselmotor geben: Die vereinzelt eingesetzten Gasmotoren seien "schwachbrüstig" und hätten geringe Reichweite und Nutzlastverlust zur Folge. Größter Vorteil der Gasfahrzeuge sei, dass es derzeit zahlreiche Fördermittel gebe, vor allem seitens der Energieversorger.

Die hohen Dieselkosten treiben das deutsche Transportgewerbe noch tiefer in die Krise, betont die Verkehrsrundschau. Vor allem kleinere Unternehmen, die meist als Frachtführer unterwegs sind, könnten die Mehrkosten nicht an Verlader weiterreichen. Die Konsequenz: "Die Insolvenzzahlen im deutschen Transportgewerbe werden bis Jahresende wegen der hohen Spritkosten um 30 Prozent, wenn nicht gar um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau steigen", vermutet Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr und Logistik (BGL).

31.07.2005   Quelle: Verkehrsrundschau   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wissenschaftsmagazin RUBIN: Biodiesel raffiniert vom Acker in den Tank

Biodiesel an Tankstellen immer gefragter.
Biodiesel an Tankstellen immer gefragter.

Biodiesel, Einweg-Geschirr, Gartenstühle, essbares Spielzeug: Über die Anwendungsmöglichkeiten für stoffliche oder energetische Erzeugnisse aus der Bioraffinerie berichtet die aktuelle Ausgabe des Wissenschaftsmagazins RUBIN der Ruhr-Universität Bochum. Maschinenbauer der Ruhr-Universität und ihre Kollegen am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen arbeiten daran, die Prozesse in der Raffinerie wirtschaftlicher zu machen. Einen mit Erdnussöl betriebenen Motor stellte Rudolf Diesel bereits zur Weltausstellung 1900 in Paris vor.
  Der Motor wurde ein Welterfolg, doch der Pflanzensprit geriet über Jahrzehnte in Vergessenheit. Heute steigt die Zahl der Kunden an den rund 1.700 Biodieseltankstellen in Deutschland, aber bis wirklich umweltgerecht und wirtschaftlich Biokraftstoffe getankt werden können und Kunststoffe auf rein pflanzlicher Basis zur Verfügung stehen, sei es noch ein weiter Weg, so die Ruhr-Universität. Mit der Bioraffinerie, die beides kann, setzen Forscher jetzt auf übergreifende Konzepte. Ein Ansatzpunkt sind neue Katalysatoren, die Zeit und Geld sparen. Biodiesel hat laut Ruhr-Universität nur Vorteile: Er setzt bei der Verbrennung nicht mehr Kohlendioxid frei, als beim Wachstum der Pflanzen gespeichert wurde, die Abgase enthalten kaum Schwefel und auch sonst weniger Schadstoffe als Diesel aus Erdöl, und seine Eigenschmierfähigkeit ist hoch. Trotzdem sei die Erzeugung von Biodiesel noch kostspielig: Für Autofahrer sei er erst durch den Wegfall der Mineralölsteuer interessant geworden.


Zeit, Geld und Wasser sparen bei der Biodieselproduktion

Effizienter und billiger soll die Produktion in Bioraffinerien unter anderem durch neue Katalysatoren werden. Sie beschleunigten nicht nur die Reaktion, sondern reduzierten auch die zeit- und kostenintensiven Reinigungsschritte, heißt es in der Pressemitteilung. In Studien dazu haben die Forscher neben Rapsöl auch Sonnenblumen- und Kokosnussöl sowie Schweine- und benutztes Frittierfett einbezogen. Als besonders effektiven Katalysator machten sie eine Lösung von Tetramethylammoniumhydroxid (TMAH) in Methanol aus.


Gartenstuhl aus flüssigem Holz

Die Forscher nutzen die Bioraffinerie auch stofflich: Einige Arbeitsschritte mehr, und es lasse sich Wachs erzeugen, das sich zum Beispiel einsetzen lässt in der Kosmetikindustrie, der Lack- und Druckfarbenindustrie sowie in der Landwirtschafts- und Lebensmittelindustrie. Darüber hinaus entwickelten die Oberhausener Forscher biologisch basierte Kunststoffe auf der Grundlage von Cellulose. So sei der haltbare, spritzgegossene Gartenstuhl aus flüssigem Holz bereits Realität.

RUBIN steht im Internet unter http://www.rub.de/rubin und ist in der Pressestelle der Ruhr-Universität erhältlich.




30.07.2005   Quelle: Ruhr-Universität Bochum, Fraunhofer UMSICHT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ruhr-Universität Bochum
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Wasserkraft: Karlsruher Unternehmen liefert Wasserrad nach Japan

Wasserrad in Dornbirn (Österreich)
Wasserrad in Dornbirn (Österreich)

Seit 12 Jahren produziert die "HydroWatt - Wasserkraft- und Energiegewinnungsanlagen GmbH" aus Karlsruhe Wasserräder zur Stromerzeugung. Inzwischen sind etwa 50 Anlagen im gesamten Bundesgebiet und europäischen Nachbarländern installiert worden. Nun sei die erste Anlage nach Übersee geliefert worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Am 22.Juli wurde das HydroWatt-Wasserrad in einem 20 Fuß-Container im Karlsruher verladen. Bestimmungsort des Wasserrades ist Tsuru in Japan, ein Ort, der zwischen Tokyo im Nordosten und dem Mount Fuji im Südwesten liegt. Dort soll das Wasserrad nach der Ankunft Anfang September montiert werden und in zirka drei Monaten zum Stadtjubiläum erneuerbare Energie erzeugen. Das Wasserrad soll neben seiner Funktion als Energieerzeugungsanlage auch als Attraktion in der an den Standort grenzenden Schule zur Geltung kommen. Die jährlich erzeugte Energiemenge wird laut HydroWatt bei 180.000 Kilowattstunden (kWh) betragen und entspreche dem Durchschnittsstromverbrauch etwa 60 Haushalten.

Das "rückenschlächtige" Wasserrad hat einen Durchmesser von sechs Metern und ist zwei Meter breit. Es wiegt insgesamt 12 Tonnen; das Getriebe und Generator bringen es auf 3,5 Tonnen. Die genutzte Fallhöhe beträgt2,1 Meter. 2.000 Liter Wasser pro Sekunde treiben das Rad an. Die mechanische Leistung beträgt 31 Kilowatt; die elektrische Leistung 28 kW.

30.07.2005   Quelle: HydroWatt GmbH; idw   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HydroWatt - Wasserkraft- und Energiegewinnungsanlagen GmbH

 

Windenergieprojekt Gehrden: BaFin-Genehmigung liegt vor

Die Windwärts Energie GmbH hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Genehmigung erhalten, den Prospekt des Windenergieprojektes Gehrden herauszugeben. Am Dienstag, den 26.07.2005, wurde der Beteiligungsprospekt für das 10-Megawatt-Projekt veröffentlicht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In dem Projekt Gehrden werden laut Windwärts Energie GmbH derzeit fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-70 E4 mit einer Nennleistung von jeweils 2 Megawatt (MW), einem Rotordurchmesser von 71 m und einer Nabenhöhe von 64 m errichtet.   Die Inbetriebnahme ist im September 2005 geplant. Der Standort des Projektes liegt im niedersächsischen Binnenland zirka 15 Kilometer südwestlich von Hannover auf dem Gebiet der Stadt Gehrden. Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 10,08 Millionen Euro betrage der prognostizierte jährliche Ertrag der Windenergieanlagen unter Berücksichtigung sämtlicher Abschläge 14,54Millionen Kilowattstunden, so die Windwärts Energie GmbH. "Konzeptionell ist das Windenergieprojekt Gehrden mit den bisher realisierten Beteiligungsprojekten der Windwärts Energie GmbH vergleichbar", so Vertriebsleiterin Monika Richter.

Die Windwärts Energie GmbH bleibe in den Projekten für die Betriebsführung und laufende Verwaltung verantwortlich. Das 1994 gegründete hannoversche Unternehmen realisiert eigene Windenergie- und Photovoltaikprojekte und übernimmt darüber hinaus Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien. Bisher seien 65 Windenergie- und 7 Photovoltaikanlagen in 14 Beteiligungsfonds mit einer Gesamtleistung von 98 Megawatt in Betrieb genommen worden. Seit mehreren Jahren sei die Windwärts Energie GmbH auch im europäischen und außereuropäischen Ausland aktiv.

30.07.2005   Quelle: Windwärts Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

CDU/CSU: Neues Klimabündnis kann Kyoto-Protokoll nur ergänzen

"Jede Initiative, die dem drohenden Klimawandel begegnen will, ist grundsätzlich zu begrüßen", kommentiert Dr. Klaus Lippold (MdB), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Initiative der USA und Australiens für ein neues Klimabündnis mit China, Indien Japan und Südkorea. Die geplante "Partnerschaft für saubere Entwicklung und Klima" könne als Technologieabkommen die mehrseitige Zusammenarbeit im Klimaschutz durchaus unterstützen. Die auf Freiwilligkeit basierende Übereinkunft könne jedoch nicht das Kyoto-Protokoll mit seinen verbindlichen Reduktionszielen ersetzen, sondern nur ergänzen.  "Damit wir im internationalen Klimaschutz tatsächlich vorankommen, müssen wir darauf drängen, dass die USA ihre Emissionen zurückführen und die Schwellenländer ihre Emissionen zunächst eindämmen und später dann auch zurückführen", betont Lippold.

29.07.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Halbjahresbilanz: Solar-Fabrik AG will Wachstumskurs fortsetzen

Die Solar-Fabrik AG (ISIN: DE0006614712) habe das 1. Halbjahr 2005 planmäßig abgeschlossen, will aber die eigenen Prognosen für das Gesamtjahr 2005 deutlich übertreffen, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Das Ergebnis nach Steuern von minus 2.393.000 Euro (Vorjahr: plus 318.000 Euro) werde maßgeblich beeinflusst von den außerordentlichen Aufwendungen der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung vom März dieses Jahres in Höhe von 1.292.000 Euro und von Materialengpässen.   Das Ergebnis je Aktie betrug laut Solar-Fabrik AG minus 0,30 Euro (Vorjahr: plus 0,06 Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte minus 1.776.000 Euro (Vorjahr plus 536.000 Euro).


Kauf eines Wafer-Handelshauses soll Materialengpässe beseitigen

Um die Materialengpässe zu beseitigen, habe die Solar-Fabrik AG jüngst das Wafer-Handelshaus Global Expertise Wafer Division Ltd. (GEWD) erworben. Mit dem Kauf von GEWD erobere die Solar-Fabrik ein strategisch wichtiges Segment innerhalb der Wertschöpfungskette, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Das Handelshaus GEWD verfüge über langjährige Erfahrung bei der Beschaffung von Wafern auf den asiatischen und transatlantischen Beschaffungsmärkten. GEWD gelte als Marktführer in der Halbleiter-Recyclingindustrie und verfüge über sichere Bezugsquellen in Asien und den USA bis in das Jahr 2008. GEWD verzeichnete laut Solar-Fabrik AG in den vergangenen Jahren enorme Absatzsteigerungsraten und rechne in Zukunft mit einem Wachstum von durchschnittlich 30% pro Jahr.


Zusätzlich Solarzellen mit 5 Megawatt Leistung im Jahr 2005

Wafer sind das Ausgangsmaterial für die Fertigung von Solarzellen, die für die Modulfertigung in Freiburg benötigt werden. Aufgrund des weltweit boomenden Photovoltaikmarktes seien Wafer-Ressourcen derzeit äußerst knapp, so dass es auch bei Solarzellen zu Lieferengpässen komme, betont die Solar-Fabrik AG. Daher hätten die Fertigungskapazitäten der Solar-Fabrik in den vergangenen Monaten trotz voller Auftragsbücher nur teilweise ausgelastet werden können. Die Wafer der 100%igen-Tochtergesellschaft sollen künftig zu hochwertigen Solarzellen verarbeitet werden. Die Solar-Fabrik AG sieht darin ein zusätzliches Potenzial von jährlich mehr als 30 Megawatt (MW) bereits im Jahr 2006. Damit werde sich das Produktionsvolumen der Solar-Fabrik AG verdoppeln. Entsprechend rentabler werde die Fertigung. Bereits im laufenden Jahr 2005 könne die Solar-Fabrik AG über den neuen Geschäftszweig zusätzliche Mengen von mehr als 5 MW Solarzellen beschaffen und die Kapazitätsauslastung erhöhen. Ab dem 4. Quartal 2005 soll die Fertigung voll ausgelastet sein.

Dem Management der Solar-Fabrik sei es mit diesen Maßnahmen gelungen, die Engpässe in der Rohmaterialversorgung für das Jahr 2005 endgültig zu beseitigen, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Damit werde auch eine kontinuierliche Ergebnisverbesserung erreicht. Der Rekordumsatz von 2004 könne aus heutiger Sicht um mehr als 30 % übertroffen werden.

29.07.2005   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Phönix SonnenStrom AG meldet erfolgreiches erstes Halbjahr

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DEOOOA0BVU93), Systemhaus für Solarstromanlagen, erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005 ein Ergebnis von 2,089 Millionen Euro. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Anlaufverluste der Jahre 1999 bis 2003 seien seit dem zweiten Quartal 2005 vollständig abgebaut.  Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 von 0,477 Millionen Euro um rund 450 Prozent auf 2,612 Millionen Euro vervielfacht. Das Halbjahresergebnis lag laut Phönix SonnenStrom AG mit 2,089 Millionen Euro um 535 Prozent höher als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr (Januar bis Juni 2004: 0,329 Millionen Euro). Im Halbjahresabschluss seien die Kosten für die im April durchgeführte Kapitalerhöhung enthalten, so das Unternehmen.


Vorstand erwartet Umsatzwachstum von 40 Prozent

Von Januar bis Juni 2005 stieg der Umsatz nach Angaben des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 56,6 Prozent auf 43,508 Millionen Euro (Jan. -Jun. 2004: 27,779 Millionen Euro). Darin enthalten sei der erste Bauabschnitt einer 5,3 Megawatt-SonnenStrom Anlage im bayerischen Miegersbach (zwei Megawatt). Die EBIT-Marge - das Verhältnis von EBIT zu Umsatz — beträgt laut Phönix SonnenStrom AG 6,0 Prozent (Jan. - Jun. 2004:1,7 Prozent). Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs hebe der Vorstand seine Wachstumsprognose an, heißt es in der Pressemitteilung. Für das Geschäftsjahr 2005 werde ein Umsatzwachstum von 40 Prozent sowie eine EBIT-Steigerung um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Den Halbjahresbericht zum 30. Juni 2005 will die Phönix SonnenStrom AG am 12. August ausschließlich auf ihrer Internetseite veröffentlichen unter www.SonnenStromAG.de.

29.07.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SANYO produziert Photovoltaikmodule in Ungarn

Der japanische Photovoltaikhersteller SANYO Electric Co., Ltd. (SANYO) fertigt seine HIT-Solarmodule nun auch in Europa. SANYO hat am 20.07.2005 eine Solarmodulfabrik in Dorog (Ungarn) errichtet und kürzlich mit der Fertigung begonnen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.   "Die jährliche Produktionskapazität dieser Fabrik wird 50 Megawatt (MW) betragen und wir beabsichtigen, sie in naher Zukunft auf 100 MW zu steigern", sagte SANYO-Vizepräsident Sadao Kondo bei der Einweihung.


Lieferzeiten für Deutschland sollen kürzer werden

SANYO werde ein neues 270 Watt-Modul sowie doppelseitige Module auf dem europäischen Markt anbieten. Die Module mit deutlich gesteigerter Leistung sollen laut SANYO zunächst in Deutschland erhältlich sein. Verkaufsstart sei ab Januar 2006. Die Produktion in Ungarn werde kürzere Lieferzeiten für Deutschland bringen, einem Markt, der inzwischen größer sei als der japanische, so SANYO. Der europäische Fertigungsstandort erlaube, die Wünsche der europäischen Kunden rascher zu erfüllen und SANYOS Umsatz in Europa zu verdoppeln, heißt es in der Pressemitteilung.


50 % der Module sollen in Europa und Amerika verkauft werden

Mit dem Produktionsbeginn der HIT-Modulfabrik in Ungarn habe SANYO eine Vertriebsstruktur für die wichtigsten Märkte Europa, Japan und Nordamerika aufgebaut. Durch die Fertigungsstätten in Dorog und in Monterrey (Mexiko) erwarte das Unternehmen, dass 50 % der Produktion im Geschäftsjahr 2005 außerhalb Japans verkauft werden und wolle so seinen Anteil am Weltmarkt steigern.

29.07.2005   Quelle: SANYO Electric Co., Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarpraxis-Verlag stellt Beratungsordner zur Photovoltaik vor

Der Berliner Solarpraxis-Verlag präsentiert einen neuen Beratungsordner zur Solarstromtechnik und neue mehrsprachige Kurse zur Solarthermie auf CD-ROM.  Der in zweiter Auflage erscheinende 94-seitige Beratungsordner biete umfassende Vertriebsunterstützung, so die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Er beantworte häufige Kundenfragen zur Technik, Planung und Montage, aber auch zur Finanzierung, zur steuerlichen Bewertung und zu Versicherungsmöglichkeiten von Photovoltaik-Anlagen. Die für Händler, Handwerker und Dozenten im Ausland konzipierten CD-ROMs enthalten rund 150 Vortragsfolien mit technischen Informationen, Grafiken und Abbildungen rund um die Solarwärme. Sie eignen sich laut Verlag für das Selbststudium sowie für Vorträge und Schulungen. Die CD-ROMs sind verfügbar auf Spanisch, Französisch, Englisch, Italienisch, Russisch und Türkisch. Das Projekt wurde mit Unterstützung des Europäischen Kupferinstitutes realisiert. Alle Materialien sind im Onlineshop der Solarpraxis AG unter www.solarpraxis.de erhältlich.

29.07.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin: US-Initiative keine Alternative zum Kyoto-Protokoll

Verstärkte Anstrengungen in der internationalen Zusammenarbeit sind dringend notwendig, um den Klimawandel zu verhindern. Wenn die USA und Australien sich dazu bekennen, dass der fortschreitende Klimawandel dringend Maßnahmen zur CO2-Reduktion erfordert, ist dies zu begrüßen. Regionale Technologieabkommen können die multilaterale Zusammenarbeit unterstützen, sie sind aber kein Ersatz und keine Alternative für die globale Klimarahmenkonvention und das Kyoto-Protokoll mit seinen verbindlichen Reduktionszielen." Das erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu Berichten über eine Initiative der USA und Australiens für ein regionales Technologieabkommen zum Schutz des Klimas gemeinsam mit China, Indien und Südkorea. 

Steigerung der Energieeffizienz und erneuerbare Energien

"Wir müssen nicht nur neue Technologien entwickeln, sondern auch bestehende Technologien anwenden, wie zum Beispiel zur Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien", kommentiert Trittin die Initiative. Das Kyoto-Protokoll liefere die Instrumente, Klimaschutz kosteneffizient zu erreichen. So habe der Emissionshandel, der gerade in Europa beginnt, einen wahren Investitionsboom für neue hocheffiziente Kraftwerke ausgelöst. Der Ausstoß von Kohlendioxid habe nun einen Preis – und dieser werde bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt, so Trittin.


Verhandlungen über Kyoto-Verpflichtungen nach 2012 stehen bereits auf der Tagesordnung

Klare, multilaterale Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Ausgestaltung der Energiepolitik und zur Vermeidung gefährlicher Klimaänderungen sind laut Trittin unerlässlich. Bis zur Mitte des Jahrhunderts müssten die weltweiten Emissionen um etwa 50% senken, so der Minister. Deshalb gelte es, den Rahmen für die Zeit nach 2012 dringend fortzuentwickeln – für den Klimaschutz und zur Gewährleistung von Planungs- und Investitionssicherheit. Auf der ersten Vertragsstaatenkonferenz des Kyoto-Protokolls in Montreal stehe bereits der Prozess für die Verhandlung über weitere Verpflichtungen nach 2012 auf der Tagesordnung.


Globale Energiewende hin zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien

"Angesichts des wachsenden Energiehungers muss eine globale Energiewende eingeleitet werden, weg vom Öl und Atom, hin zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Energie- und Klimaschutzpolitik belegt, dass dies machbar und ein Motor für Wachstum und Beschäftigung ist", so Trittin


Neue Technologien sollen Treibhausgasemissionen senken

Nach Presseberichten vom 27.07.2005 haben die USA, China, Indien, Südkorea und Australien ein gemeinsames Technologieabkommen geschlossen, dass nach Aussage des australischen Umweltministers Ian Campbell eine Alternative zum Kyoto-Protokoll darstellen soll. Durch den Einsatz neuer Technologien sollen Treibhausgasemissionen reduziert werden, ohne das wirtschaftliche Wachstum zu beeinträchtigen. Die genannten Staaten verursachen nach eigenen Angaben zirka 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Das Bundesumweltministerium gehe nicht davon aus, dass die an dem Technologieabkommen beteiligten "Kyoto-Staaten" dies als Ersatz für das Kyoto-Protoll ansehen, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Das Protokoll, mit dem erstmals völkerrechtlich verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen in Industriestaaten vereinbart wurden – zunächst für den Zeitraum 2008-2012 – ist auch von China, Indien, und Südkorea ratifiziert worden. Es ist im Februar dieses Jahres in Kraft getreten. Die USA und Australien sind Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention, haben sich jedoch bisher geweigert, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren.

28.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neue Studie: Solarwärmebranche kann von Boom der Sonnenenergie profitieren

Die starke Nachfrage nach Solarstromanlagen stelle für die Solarwärmebranche eine Herausforderung dar, der sie sich stellen müsse, so der Europressedienst in einer Pressemitteilung zu seiner aktuellen Studie "Perspektiven der Solarthermie in Deutschland 2005/06".  Die Solarthermie stehe zurzeit in der öffentlichen Wahrnehmung im Schatten der Photovoltaik (Solarstrom). Trotz des Booms in der Solarenergie habe sie sich in 2004 mit einem Wachstum von fünf Prozent zu begnügen, lautet ein zentrales Ergebnis der aktuellen Europressedienststudie, "In Zeiten explodierender Öl- und Gaspreise hat die Solarwärmetechnik sehr gute Marktchancen", betont Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarindustrie (BSi), der die Studie inhaltlich begleitet hat.


Solarwärme-Unternehmen sehen geringere Abhängigkeit von der Entwicklung der Fördermaßnahmen

1.700 Installationsbetriebe aus dem SHK-Bereich sowie 128 Hersteller, die im Solarwärmesektor tätig sind, wurden zwischen Februar und Mai 2005 vom Europressedienst zu ihrer Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Entwicklung in der Branche befragt. Welche Bedeutung die Solarwärme als Wachstumsmarkt haben wird und wie sich die Marktteilnehmer den neuen Herausforderungen stellen, bewerteten beiden Gruppen in der Studie unterschiedlich. Die Unternehmen seien der Auffassung, die Solarwärmebranche könne einem möglichen Regierungswechsel im Herbst weitaus gelassener entgegen sehen als die Photovoltaikbranche, so der Europressedienst. Die 10.000 Arbeitsplätze, die durch das Geschäft mit der Solarwärme geschaffen wurden, seien dank der geringeren Abhängigkeit von der Entwicklung der Fördermaßnahmen sicherer als im Photovoltaiksektor.


Installateure wünschen Ausbau der Förderung

Deshalb blickten sowohl Hersteller als auch Installateure zuversichtlich in die Zukunft, betont der Europressedienst. Über 80 Prozent der Hersteller und fast die Hälfte der Installateure planten den Ausbau ihres Geschäftes mit der Solarwärme. Zudem sei die Mehrheit der Hersteller mit dem Umfang der aktuellen Förderprogramme zufrieden. Die Installateure wünschen sich hingegen aufgrund ihrer Erfahrung in Gesprächen mit Kunden mehrheitlich eine Ausdehnung der Maßnahmen.


Öl- und Gaseinsparung durch Solarwärme wichtigstes Motiv

Allerdings brauche die Solarwärmebranche nach Ansicht eines Teils der Branche gar keine umfangreichen neuen Fördermaßnahmen wie sie im Photovoltaiksektor mit dem EEG geschaffen wurden, heißt es in der Pressemitteilung. Wenn die Energiepreise weiter steigen, könne die Branche unabhängig von der Entwicklung der Förderprogramme auf den Aspekt der Öl- und Gaseinsparung setzen. "Nach Auffassung von über 80 Prozent der Installateure geben Kunden häufig dieses Motiv bei der Anschaffung einer Solarwärmeanlage an. Umweltschutzaspekte sind als Motiv zwar immer noch wichtig, nehmen demgegenüber aber eine untergeordnete Rolle ein", erklärt Michael Forst, Geschäftsführer des Europressedienstes.

Die komplette Studie ist erhältlich beim Europressedienst Bonn; Caroline Rosin; Fon +49 (0) 228- 429 66- 42; Email solarthermie@europressedienst.com

28.07.2005   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

US-Experte erwartet Ölpreis von 250 Dollar pro Fass

Matthew Simmons, Erdölexperte und Senior Partner der US-Investmentbank Simmons & Company, sagte in der Internet-Ausgabe des Schweizer Tagesanzeigers schon für die nächsten Jahre einen Erdölpreis von 250 Dollar je Fass voraus. Laut Simmons werden die aktuellen Preise von rund 60 Dollar je Barrel zu Unrecht als hoch bewertet.  Auch die Prognose der Investmentbank Goldman Sachs hält Simmons noch nicht für eine "Preisspitze". Goldmann Sachs hatte Ende März 2005 mit einer Studie für Unruhe auf dem Energiemarkt gesorgt, in der die Bank Ihre Ölpreis-Prognose von einer Bandbreite von 50 bis 80 Dollar pro Barrel auf 50 bis 105 Dollar angehoben hatte.

Simmons hält die Angaben der Ölkonzerne über verfügbare Ölressourcen für deutlich überhöht. Intensive Recherchen in Saudi-Arabien hätten ergeben, dass die Saudis am Maximum ihrer Erdölproduktion angelangt seien und schon bald weniger produzieren würden. Da dies auch in anderen Förderregionen schon der Fall sei und zugleich die globale Nachfrage nach Erdöl stark steige, sei in absehbarer Zeit mit drastischen Preissteigerungen zu rechnen.


Grüne und SPD bekräftigen die Prognose

"Wir müssen in den kommenden Jahren mit einem Ölpreis von 200 bis 250 Dollar pro Fass rechnen. Dies bezieht die notwendigen Investitionen in die Infrastrukturen und eine Rendite von 10 Prozent ein", kommentierte Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher und Energieexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die Prognose von Simmons. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, teilt diese Einschätzung: Wenn Matthew Simmons bereits in den kommenden Jahren mit einem Anstieg des Ölpreises auf 250 Dollar pro Barrel rechnet, dann ist das keine Schwarzmalerei, keine Panikmache und keine Wichtigtuerei. Denn Matthew Simmons ist anerkannter Ölexperte; er war Mitglied der Expertengruppe zu Energiefragen unter US-Vizepräsident Dick Cheney. Seine Aussage ist ernst zu nehmen"; so Müller.

Das komplette Interview mit Matthew Simmons vom 23.07.05 ist veröffentlicht im Tagesanzeiger http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/521329.html

28.07.2005   Quelle: Tagesanzeiger.ch; SPD-Bundestagsfraktion, Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Positive Resonanz auf Solar-Pflicht-Initiative des SFV

Der Vellmarer SPD-Stadtverordnete und Rechtsanwalt Fabio Longo, Initiator der ersten öffentlich-rechtlichen Solaren Baupflicht in Deutschland, begrüßt die Initiative des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. (SFV) für einen Bürgerantrag zur "Solaren Baupflicht". "Ich arbeite seit langem dafür, dass das Vellmarer Modell bundesweit zur Anwendung kommt. Nach der Verleihung des Deutschen Solarpreises 2004 an Freiburg und Vellmar besteht nun eine weitere große Chance für die Ausweitung und Weiterentwicklung des Modells, so Longo in einer Pressemitteilung.   "Die Städte und Gemeinden müssen mit kreativen Konzepten den Ausweg aus der Klima- und Energiefalle suchen, sonst machen sie sich mitschuldig an der Abhängigkeit ihrer Bürger von immer teureren und klimaschädlichen fossilen Energien", warnt der SPD- Stadtverordnete. Allerdings sollten sich Städte und Gemeinden mit den Chancen und Problemen einer Solarwärme-Baupflicht nach dem SFV-Modell auseinander setzen, um dann die richtige Entscheidung für den Solaren Städtebau zu treffen, empfiehlt der langjährige Kommunalpolitiker und Jurist.


Longo: SFV-Vorschläge lassen sich auch in der Rechtsform des städtebaulichen Vertrags verwirklichen

In diesem Sommer hat Longo auf mehreren Kongressen sein eigenes Konzept für einen solaren Mindeststandard in der kommunalen Bauleitplanung vorgestellt, unter anderem bei den Mainzer Solartagen und bei der Solarbundesliga-Meisterfeier in Neckarsulm. Er plädiert für das Instrument des städtebaulichen Vertrags, das besonders flexible und kreative Solarlösungen im Städtebau ermögliche, die schon in der Stadt Vellmar erprobt worden seien. Ein Städtebaulicher Solarvertrag nach § 11 Absatz 1 Satz 2 Ziffer 4 des Baugesetzbuchs schaffe mehr Rechtssicherheit für die Städte und Gemeinden als die vom SFV vorgeschlagenen Festsetzungen im Bebauungsplan nach § 9 Absatz 1 Ziffer 23b Baugesetzbuch. "Ich halte das SFV-Modell zwar für rechtlich zulässig und werde mutigen Kommunalpolitikern auch diesen Weg empfehlen", so Rechtsanwalt Longo. Die Rechtsgrundlage in § 9 sei jedoch nicht eindeutig formuliert, so dass kaum vorhergesehen werden könnte, wie Verwaltungsgerichte die Zulässigkeit von Solar-Festsetzungen beurteilen würden. Mit diesem Risiko müssten sich die Kommunalpolitiker auseinander setzen. "Als juristisches Totschlagargument gegen solare Baupflichten kann das Baugesetzbuch aber nicht mehr herangezogen werden. Die inhaltlichen Vorschläge des SFV lassen sich auch in der Rechtsform des städtebaulichen Vertrags verwirklichen", sagt Fabio Longo.

Barcelona-Modell für viele deutsche Städte

"Die größte Faszination strahlt nach wie vor das Barcelona-Modell aus – auf jedes Dach einen Sonnenkollektor!", ergänzt Longo. In Barcelona gilt eine "Solarverordnung" für die ganze Stadt immer dann, wenn Gebäude neu errichtet oder saniert werden. "In nicht allzu ferner Zukunft ist dann jedes Dach der spanischen Olympiastadt ein Solarkraftwerk", so Longo. Das Barcelona-Modell könnten laut Longo in Deutschland die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sowie die Kommunen in Hessen und im Saarland einführen. Das hessische und saarländische Bauordnungsrecht habe entsprechende Rechtsgrundlagen geschaffen (siehe Solarserver-Standpunkt)


Kontakt: fabio.longo@web.de

28.07.2005   Quelle: Fabio Longo   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solar Millennium AG an der Börse gestartet

Parabolrinnen-Kollektorstrang der Plataforma Solar in Almería.
Parabolrinnen-Kollektorstrang der Plataforma Solar in Almería.

Am 27.07.2005 findet der Börsengang der Solar Millennium AG (ISIN: DE 0007218406, Börsenkürzel: S2M) an der Börse München statt. Das Erlanger Unternehmen ist nach eigenen Angaben Marktführer in der Entwicklung solarthermischer Kraftwerke. Diese Technologie soll mittel- und langfristig den Hauptanteil der wachsenden Energieproduktion aus Sonnenkraft liefern. Das Unternehmen aus dem Bereich regenerative Energien nutzt das neue Münchner Handelssegment "M:access" zum Gang an die Börse.
 

Die Solar Millennium AG verfüge derzeit über ein Grundkapital von 9,915.495 Millionen Euro und eine ebenso große Anzahl an Aktien. 54,7% der Aktien befänden sich im Streubesitz bei zirka 1.750 Privatinvestoren und 45,3% der Aktien direkt oder indirekt in den Händen der Organmitglieder. Die Einbeziehung in den Handel finde ohne gleichzeitige Kapitalerhöhung statt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig würden die Aktien auch im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse und im elektronischen Handelssystem Xetra in den Handel einbezogen. Der Börsengang wird laut Solar Millennium AG begleitet durch die VEM Aktienbank AG, München, die im Nachgang auch das "Designated Sponsoring" übernehme.

Solar Millennium projektiert und realisiert nach eigenen Angaben weltweit solarthermische Kraftwerke, zusammen mit international renommierten Partnern. Die Solar Millennium AG und ihre Tochtergesellschaften verfolgen zwei Technologien: Parabolrinnen- und Aufwindkraftwerke. Die Geschäftsfelder umfassen Projektentwicklung, technische Planung und Auslegung solarthermischer Großkraftwerke sowie die Beteiligung an der Projektfinanzierung und den Betreibergesellschaften. Bei Parabolrinnen-Kraftwerken habe das Unternehmen eine weltweite Spitzenposition erreicht - durch die erfolgreiche Weiterentwicklung der Technologie und den erzielten Stand der eigenen Projektentwicklungen.

In Südspanien hat die Solar Millennium AG die Andasol-Projekte entwickelt. Die ersten zwei Parabolrinnen-Kraftwerke (2 x 50 Megawatt) sollen in den nächsten Monaten zeitversetzt nacheinander realisiert werden. Hier werden die ersten europäischen Parabolrinnen-Kraftwerke und zugleich der weltweit größte Standort zur Nutzung der Solarenergie entstehen. Das erste Kraftwerk soll ab Ende 2007 rund 200.000 Menschen mit Sonnenstrom versorgen. Jeweils 70 Prozent der Anteile seien bereits an die spanische ACS/Cobra-Gruppe veräußert worden, so die Solar Millennium AG. Weitere Kraftwerke seien vor allem in Südeuropa, im Mittleren Osten und den USA geplant, so das Unternehmen. Die Marktprognosen für kommerzielle solarthermische Kraftwerke beliefen sich auf bis zu 45.000 MW weltweit installierter Kapazität bis 2020 (Internationale Energieagentur) mit danach weiter stark steigender Tendenz. Allein bis 2020 könnten nach einer Studie des Europäischen Verbands der Solarthermischen Kraftwerksindustrie ESTIA und Greenpeace rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen und das Weltklima um 154 Millionen Tonnen CO²-Emissionen entlastet werden. Bis 2040 könnten solarthermische Kraftwerke einen größeren Anteil an der Weltstromproduktion liefern als heute Wasserkraft oder Atomenergie, heißt es in der Pressemitteilung.

27.07.2005   Quelle: Solar Milllennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PSA/DLR.

 

Solar-Fabrik AG kauft Wafer-Handelshaus

Die Solar-Fabrik AG hat am 27.07.2005 das Wafer-Handelshaus "Global Expertise Wafer Division Ltd. (GEWD)" erworben, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Mit dem Kauf des malaysischen Unternehmens sichere sich die Solar-Fabrik AG eine Solarwafer-Menge von mehr als 30 Megawatt (MW) für 2006 und werde ihre Produktionsmenge verdoppeln.   Mit dem Kauf von GEWD erobere das Freiburger Unternehmen ein strategisch wichtiges Segment der Wertschöpfungskette. Das Handelshaus GEWD mit Sitz in Kuala Lumpur verfüge über langjährige Erfahrung und beste Kontakte in den asiatischen und transatlantischen Waferhandelsmärkten, so die Solar-Fabrik AG.


Produktionsmenge soll verdoppelt werden

Wafer sind das Ausgangsmaterial für die Fertigung von Solarzellen, die für die Modulproduktion in Freiburg benötigt würden, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Aufgrund des weltweit boomenden Photovoltaikmarktes seien Wafer-Ressourcen derzeit äußerst knapp, so dass es auch bei Solarzellen zu Lieferengpässen komme. Daher hätten die Fertigungskapazitäten der Solar-Fabrik in den vergangenen Monaten trotz voller Auftragsbücher nur teilweise ausgelastet werden können. "Mit dem Kauf von GEWD können wir nun unsere Produktionsmenge verdoppeln und haben eine 100%ige Tochter in einem strategischen Zukunftsmarkt, die uns das weitere Unternehmenswachstum sichert", so Solar-Fabrik-Vorstandsvorsitzender Georg Salvamoser.


Zusätzliches Potenzial: 30 MW Solarzellen

Die Wafer des neuen Tochterunternehmens sollen künftig an Solarzellenhersteller geliefert werden, die diese ausschließlich für die Solar-Fabrik zu hochwertigen Solarzellen verarbeiten. Damit stehe zusätzlich ein Potenzial von jährlich mehr als 30 MW Solarzellen für die Modulproduktion zur Verfügung. "Schon in diesem Jahr werden wir ca. 5 MW zusätzliche Solarzellen verarbeiten und die Auslastung der Produktion erhöhen" erläutert Christoph Paradeis, Finanzvorstand der Solar-Fabrik AG. "Bis zum Jahresende schaffen wir 50 zusätzliche Arbeitsplätze in Freiburg. Ab diesem Zeitpunkt wird unsere Produktion voll ausgelastet sein. Entsprechend steigt die Rentabilität der Fertigung", so Paradeis.


Recycling von Wafern schafft neue Ressourcen

GEWD handelt laut Solar-Fabrik AG mit hochwertigen Solarwafern, die aus so genannten "Reject-Wafern" der Halbleiterindustrie aufbereitet wurden. Das Recycling von Wafern sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern mobilisiere vor allem neue Ressourcen in einem enorm expandierenden Wafer-Weltmarkt. GEWD verfüge über das notwendige technische Know-how für die Aufarbeitung. GEWD gelte als Marktführer in der Halbleiter-Recyclingindustrie und verfüge über sichere Bezugsquellen in Asien und den USA bis in das Jahr 2008. "Das enorme Zukunftspotenzial können wir ab sofort und ohne aufwendige Aufbauarbeit für unser Wachstum nutzen", unterstreicht der Finanzvorstand der Solar-Fabrik AG.

27.07.2005   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Thailand interessiert sich für Deutsches Solar-Know-how

Paichit Thienpaitoon; stellvertretender Energieminister Thailands (2. von links).
Paichit Thienpaitoon; stellvertretender Energieminister Thailands (2. von links).

Der stellvertretende Energieminister Thailands, Paichit Thienpaitoon, hat am 25. Juli 2005, im Rahmen einer Informationsreise zur Photovoltaik in Deutschland die Q-Cells AG in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) besucht. Der Minister besichtigte die Produktion beim weltweit größten unabhängigen Hersteller von Solarzellen und sprach mit dem Vorstand des Unternehmens über die deutsche Förderungspolitik für die Solarenergie sowie das thailändische Programm zum Ausbau der Photovoltaik.
  Das berichtet die Q-Cells AG in einer Pressemitteilung. Die thailändische Regierung verfolgt laut Q-Cells ehrgeizige Ziele für die erneuerbaren Energien. Zurzeit erzeuge das südostasiatische Land seinen Strom zu 70 Prozent aus Gas und zu 16 Prozent aus Kohle. Um mittel- bis langfristig nicht mehr von fossilen Energieträgern abhängig zu sein und allen Bürgern eine erschwingliche Stromversorgung zu gewährleisten, plane Thailand den deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien.


6 Prozent Erneuerbare bis 2011 geplant

Einer von der Regierung vorgelegten Strategie für die Entwicklung erneuerbarer Energien zufolge soll bis zum Jahr 2011 als erstes Etappenziel 6 Prozent des Strombedarfs aus Biomasse, Wind, kleinen Wasserkraftanlagen und Sonnenenergie gedeckt werden. Die Photovoltaik habe für das thailändische Energieministerium das Potenzial, die erzeugte Strommenge in den kommenden fünf Jahren zu verzehnfachen, heißt es in der Pressemitteilung. Wichtigstes Instrument dafür soll ein Dächer-Programm für Regierungs- und Privatgebäude zur Elektrifizierung ländlicher Regionen sein.


Thienpaitoon: unabhängige und bezahlbare Energieversorgung ohne erneuerbare Energien unmöglich

Dieses Projekt sehe unter anderem vor, 200.000 Häuser und Hütten, 150 Schulen, 80 Krankenhäuser und 180 Polizeistationen in entlegenen Regionen durch Solarstromanlagen mit Strom zu versorgen. Von großem Interesse für die Gäste aus Asien seien die Erfahrungen, die in Deutschland mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und den darin festgelegten Mindestvergütungssätzen gemacht wurden. Minister Thienpaitoon habe sich bei seinem Besuch beeindruckt gezeigt von den Erfolgen der gesetzlichen Regelung: "Wir sehen die Entwicklung in Deutschland mit großem Interesse. Das Land ist auf einem guten Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung und hat viele Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien geschaffen. Genau in diese Richtung muss sich Thailand entwickeln. Denn unsere Wirtschaft wächst und der Energiebedarf steigt. Eine unabhängige und dauerhaft bezahlbare Energieversorgung ist ohne erneuerbare Energien unmöglich", so Thienpaitoon.


Anton Milner: Bewährte Förderung in Deutschland muss fortgesetzt werden

"Deutschland ist in den vergangenen Jahren durch das Energie-Einspeise-Gesetz zum Vorzeigemodell für eine gelungene Förderung der Solarenergie geworden", sagte Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG, anlässlich des Besuchs. Die deutsche Solarwirtschaft und ihre Geschäftspartner vor Ort könnten die thailändische Regierung dabei unterstützen, eine zukunftsfähige Energieversorgung aufzubauen – und sicherlich auch vom Aufbau des Marktes dort profitieren. Dazu muss laut Milner aber die bewährte Förderung in Deutschland weitergeführt werden, da die deutsche Solarwirtschaft nur mit einem starken Heimatmarkt auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein könne.

27.07.2005   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bundesumweltminister Trittin zu Besuch bei Paradigma

Der Solartechnik-Hersteller Paradigma lobte bei einem Besuch von Bundesumweltminister Jürgen Trittin am 21. Juli das Engagement der Bundesregierung für die Kampagne "Wärme von der Sonne" und die Anpassung des Marktanreizprogramms zu Gunsten erneuerbarer Energien (MAP). Mit der zum 1. Juli in Kraft getretenen Richtlinie werden Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung mit 135 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst, bislang waren es 110 Euro. Am Produktionsstandort habe sich der Bundesumweltminister über den neuesten Stand der Technik informiert, beispielsweise das innovative "AquaSystem", so Paradigma in einer Pressemitteilung.  Das Unternehmen setze seit über 15 Jahren auf ein ökologisch konsequentes Gesamtkonzept. "Bei der stetigen Weiterentwicklung unserer Produkte haben wir immer das Ziel vor Augen, die Schadstoffe zu minimieren und gleichzeitig dem Kunden ein Höchstmaß an Wohnkomfort zu bieten", erklärte Alfred T. Ritter, Gründer und Hauptgesellschafter des Unternehmens, bei der Begrüßung von Trittin. Paradigma nehme heute eine führende Position im Markt ein und setze mit 140 Mitarbeitern am Standort Karlsbad bei Karlsruhe auf Produkte "Made in Germany".


Neue Arbeitsplätze in zwei Tochterunternehmen

Die Solarbranche habe sich in den letzten Jahren als Wirtschaftszweig etabliert, heißt es in der Paradigma-Pressemitteilung. Wichtig für ein weiteres stabiles Wachstum seien stabile politische Rahmenbedingungen, damit Unternehmen wie Paradigma in die Zukunft investieren könnten. So habe Paradigma in den letzten fünf Jahren durch die Gründung von zwei Tochterunternehmen Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen: Die Firma Ritter Solar stellt für ParadigmaVakuumröhren-Kollektoren her, die Firma RNO produziert für Paradigma Holzpelletskessel.


Paradigma-Chef Ritter fordert Solarwärmegesetz oder Bauvorschrift

"Für eine weiterhin stabile Entwicklung des Marktes ist ein regeneratives Wärmegesetz oder eine Bauvorschrift erforderlich, die den Unternehmen Planungssicherheit gibt und zugleich die Klimaschutzziele des Kyoto-Protokolls unterstützt", fordert Ritter. Trittin habe sich vor Ort von der Qualität der Paradigma-Produkte überzeugt: Das AquaSystem könne äußerst einfach an bestehende Heizsysteme unterschiedlichster Bauart angeschlossen werden. Der Holzpelletskessel Pelletti sei beim aktuellen Ölpreis in den Betriebskosten deutlich günstiger. Mit Holzpellets werde ein Brennstoff genutzt, der aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl, Hobelspäne und Waldrestholz besteht. "Mit unseren Systemangeboten erhält jeder ein Heizsystem mit modernster, ausgereifter Technik und hohem Komfort", erklärte Ritter zum Abschluss der Besichtigung der Produktionsstätte im badischen Karlsbad.

27.07.2005   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Training für Handwerker: Kunden gewinnen mit Solarmarketing

Ölpreise auf einem dauerhaft hohen Niveau und finanzielle Förderung steigern die Nachfrage nach Solarenergie und Altbausanierung. Wie auch Handwerker davon profitieren können, zeigt der Solartrainer Dr. Klaus Heidler (Solar Consulting ) am 10./11. Oktober in der Gewerbe Akademie Offenburg.  Die Teilnehmer üben, wie in Kundengesprächen wirksam argumentiert wird und mit zielgerichtetem Marketing neue Kunden gewonnen werden können. Das Praxisseminar aus der Reihe MARKT-EN wird aus dem Klimaschutzfonds der badenova AG finanziell gefördert, so Solar Consulting in einer Pressemitteilung.


Aktives Marketing für erneuerbare Energien und Energieeinsparung

Erneuerbare Energien und Energieeinsparung bieten Handwerksbetrieben neue Geschäftsmöglichkeiten. Aber dazu sei aktives Marketing nötig, denn die Produkte seien neu und die Kunden wollten gewonnen werden, betont Heidler. "Gerade die Verkaufssituationen im Rollenspiel helfen mir, Kunden besser anzusprechen. Und mit meiner eigenen Marketingstrategie erschließe ich seit ein paar Wochen planmäßig neue Kundengruppen", zitiert der Solartrainer einen Teilnehmer aus dem letzten Seminar in Freiburg. Das Seminar eröffnet die zweite Hälfte des Marketing-Projekts für Handwerker. MARKT-EN trainiere in den folgenden sieben Seminaren von Oktober 2005 bis April 2006 ein Solarmarketing, das dem Selbstverständnis des Handwerkers entspreche und im Alltag auch umsetzbar sei. Der erste Seminartag behandelt Grundlagen der Kommunikation und die vier Phasen eines Verkaufsgesprächs. Am zweiten Tag erstellt jeder Teilnehmer ein Marketingkonzept für den eigenen Betrieb. Neben den Seminaren seien auch individuelle Marketingberatungen möglich.

Dr. Klaus Heidler ist als Physiker seit 1977 mit erneuerbaren Energien befasst. Seit 12 Jahren beschäftigt er sich ausschließlich mit Marketing und Personalentwicklung und hat die TAT-Methode für praxisorientiertes Training entwickelt. Heidler trainiert bundesweit Handwerker für den Verkauf von Solaranlagen. Seine Firma Solar Consulting befindet sich seit 2004 im Solar Info Center Freiburg.

27.07.2005   Quelle: Solar Consulting   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

FDP-Wirtschaftsminister Baden-Württembergs spricht sich für EEG aus

Ernst Pfister, Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg (FDP), will am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festhalten. "Ich bin der festen Überzeugung, dass der Anteil der erneuerbaren Energien zukünftig steigen muss. Die baden-württembergische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 1997 auf 11% verdoppelt werden soll. Das EEG ist aus meiner Sicht ein sehr erfolgreiches Instrument zur Erreichung dieses Ziels", zitiert die Berliner Informationskampagne für Erneuerbare Energien aus einem Brief Pfisters an die Kampagne.
 
Neue Absatzmärkte im Export

Zudem profitiere Baden-Württemberg mit seinem sehr starken Maschinenbau besonders von dem Gesetz betonte der Minister: "Durch das EEG haben sich gerade in dieser Branche ganz neue Absatzmärkte auch im Export eröffnet. Als Wirtschaftsminister freut mich das natürlich besonders", so Pfister. Er habe ferner betont, dass er das EEG für die derzeit beste Lösung halte, um Investoren für Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu gewinnen, heißt es in der Pressemitteilung der Informationskampagne. Denn diese bräuchten ebenso wie die Entwickler und Hersteller der Anlagen langfristige Planungssicherheit.


"EEG weiterhin regelmäßig auf den Prüfstand"

Wie in der Vergangenheit solle das EEG weiterhin regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden, kündigte der Minister in seinem Brief an. In diesem Zusammenhang denke er an Anpassungen im Bereich der Windenergienutzung. "Es müssen dabei Lösungen gefunden werden, die einerseits dem berechtigten Interesse der Betreiber von Windkraftanlagen nach Planungssicherheit Rechnung tragen, andererseits aber auch die erforderliche hohe Sicherheit der Stromversorgung auch bei weiterem starkem Leistungszubau an Windenergieanlagen gewährleisten", so Pfister. Auch dürfe die Förderung der Erneuerbaren Energien nicht dazu führen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gefährdet werde. Im Rahmen einer Evaluierung solle das EEG daher kontinuierlich verbessert werden. "Wenn man dies tut, bin ich überzeugt: das EEG wird auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten, dass die erneuerbaren Energien in unserem Land eine weiter wachsende Bedeutung gewinnen werden“, so Pfister abschließend.

"Beifall dürfte Pfister von den Wählern der FDP erhalten. 80 Prozent von ihnen fordern, Erneuerbare Energien weiterhin mindestens so zu unterstützen wie heute, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa", kommentiert die Informationskampagne für Erneuerbare Energien das Minister-Schreiben.

26.07.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

DaimlerChrysler liefert Brennstoffzellen-Busse nach Peking

Übergabe der Brennstoffzellen-Busse an chinesische Delegation.
Übergabe der Brennstoffzellen-Busse an chinesische Delegation.

Am 12. Juli 2005 sind im Mannheimer Omnibuswerk der DaimlerChrysler AG drei Stadtbusse vom Typ Mercedes-Benz Citaro mit Brennstoffzellenantrieb an eine hochrangige Delegation aus China übergeben worden. Die Busse werden Mitte September in China eintreffen, berichtet DaimlerChrysler in einer Pressemitteilung. Ab Ende diesen Jahres sollen die Brennstoffzellen-Citaros in Peking im Zuge eines speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Brennstoffzellen-Projekts im regulären Linienbetrieb auf einer 19 km langen Strecke eingesetzt werden.
 
Diese führt vorbei am weltberühmten Sommerpalast sowie dem künftigen Olympia-Gelände und werde sehr stark frequentiert. Im Rahmen des Brennstoffzellen-Projektes in China, das bis Oktober 2007 befristet ist, soll zunächst die Alltagstauglichkeit der Brennstoffzellen-Technologie auf den Straßen Chinas sowie die Akzeptanz der neuen Technologie bei der Bevölkerung Pekings getestet werden. Außerdem sollen Erfahrungen sowohl im Bereich der Brennstoffzellen-Antriebstechnologie als auch bei der Erzeugung und im Handling von Wasserstoff im Transportsektor gesammelt werden.

Neben der DaimlerChrysler AG als Fahrzeughersteller ist an diesem Projekt federführend das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technik (MOST) beteiligt, vertreten durch das Project Management Office (PMO) als Organisator und das CICETE (kommerzielle Ausführungsorganisation) als Fahrzeugkäufer bzw. -eigner. Weitere Projektpartner sind die Beijing Public Transport Corporation (BPTC) in Peking, mit 17.000 Bussen einer der weltgrößten Verkehrsbetriebe und Betreiber der drei neuen Brennstoffzellen-Citaros, sowie der Mineralöl-Konzern BP als Wasserstofflieferant, die Firma Sinohytec als Wasserstofferzeuger und die Tsinghua University in Peking, welche die wissenschaftliche Projektbegleitung und die Auswertung der Ergebnisse übernommen hat. 40 % der Fahrzeugkosten hat das UNDP (United Nations Development Program) als weiterer Projektpartner übernommen.


Förderung durch EU-Kommission und UNO

Die Luftreinhaltung stelle in den chinesischen Ballungszentren schon heute ein großes Problem dar, so DaimlerChrysler: Aufgrund der Smog-Belastung werde bereits darüber nachgedacht, in den Sommermonaten den Verkehr in einigen Großräumen und Stadtzentren zumindest teilweise einzustellen. Wegen der wachsenden Größe und Bedeutung Chinas mit 1,3 bis 1,4 Milliarden Einwohnern hätten sowohl die Europäische Kommission (EC) als auch die UNO beschlossen, dieses Brennstoffzellen-Projekt zu fördern. Die UNO hat hierfür Fördergelder in einer Höhe von mehr als 2 Millionen US-Dollar bereitgestellt, die EC stellt zudem eine vollständige Integration dieses Projekts in das mittlerweile weit über die Grenzen Europas hinaus bekannte EU-Projekt "Fuel Cell Bus Project" (CUTE) sicher, so dass die chinesischen Projektpartner von den in den vergangenen zwei Jahren bereits gemachten Erfahrungen beim Betrieb von 30 Citaro-Brennstoffzellen-Bussen in zehn europäischen Verkehrsbetrieben profitieren können. Diese Busse haben laut DaimlerChrysler insgesamt schon mehr als 800.000 km zurückgelegt und über drei Millionen Fahrgäste befördert. Darüber hinaus fahren seit Ende 2004 drei weitere Citaro-Brennstoffzellenbusse in der australischen Stadt Perth.

26.07.2005   Quelle: DaimlerChrysler AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DaimlerChrysler AG.

 

Deutsche Bank: Günstige Perspektiven für Bio-Energien auf dem Wärmemarkt

Bio-Energien könnten 2010 gut 4% zur Stromerzeugung beitragen (2004: 1,6%), so das Ergebnis einer Studie der Deutsche Bank Research. Bis 2030 sei zu erwarten, dass dank technischem Fortschritt die Stromgestehungskosten für Biogas-Anlagen bis auf 7,5 und bei fester Biomasse bis auf 6 Cent pro Kilowattstunde sinken. Besonders günstige Perspektiven für Bio-Energien sieht die Deutsche Bank Research auf dem Wärmemarkt, wo sie schon heute über 90% zur Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien beisteuerten.
  Zukunftsträchtig seien vor allem Pelletsanlagen, die Biostoffe in handlicher Form verwerten. Durch die alternativen Heizsysteme werde der Hausbesitzer unabhängig von Öl und Gas. Ebenso seien Biomasseheizwerke mit Nahwärmesystemen eine sehr interessante Alternative für die kommunale und gewerbliche Wärmeversorgung.


Alleskönner unter den Erneuerbaren

"Das Ölzeitalter nähert sich bald seinem Ende. Der aktuelle Preisanstieg von Erdöl und Erdgas sowie bei Heizöl und Kraftstoffen ist nur ein Vorgeschmack auf künftige Energiemarktentwicklungen", so die Deutsche Bank Research in der Ankündigung der Studie. Doch während die neuen erneuerbaren Energieträger wie Solar- und Windenergie große öffentliche Beachtung fänden, fristeten die "alten Erneuerbaren" ein Schattendasein. Dabei verdienten die Bio-Energien perspektivisch eine größere Aufmerksamkeit, sie seien "die Alleskönner unter den Erneuerbaren". Nur Biomasse sei gleichermaßen brauchbar zur Erzeugung von Elektrizität, Wärme und Kraftstoffen. Dank ihrer Vielseitigkeit würden Bio-Energien schon heute mit über 60% den Löwenanteil an der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien erbringen.

Eine stärkere Aktivierung der Bio-Potenziale kann laut Deutsche Bank Research den Energiemix spürbar verbessern. Besondere Brisanz erhalte das Thema nicht zuletzt angesichts der aktuellen Diskussion um die Kürzung von Agrarsubventionen sowie eines möglichen Machtwechsels in Berlin, der zu einer "neuen Energiepolitik" führen könnte. Die Biomasse zähle freilich auch zum Wunschenergiemix einer unionsgeführten Regierung.


Pelletsheizungen ab einem Ölpreis von 100 US-Dollar pro Fass klar überlegen

Bio-Kraftstoffe sind laut Deutsche Bank Research kein Nischenprodukt mehr. Die Förderung seitens der Politik mache den Bio-Sprit zunehmend attraktiv. Mit der Förderung der Bio-Energien könne auch ein Technologievorsprung erreicht werden, der künftig den Export in Schwellenländer ermögliche. Ab einem Ölpreis von 100 US-Dollar pro Fass wäre Bio-Kraftstoff schon mit heutiger Technologie konkurrenzfähig; im Wärmemarkt wären Pelletsheizungen dann Öl und Gas klar überlegen.

Studie im Internet; Informationen für landwirtschaftliche Betriebe auf kostenloser DVD

Die Studie "Bio-Energien für die Zeit nach dem ÖL" (8 Seiten) kann heruntergeladen werden unter http://www.dbresearch.de.

Die VRD Energie Stiftung informiert über Biogas aus Pflanzen mit der kostenlosen DVD "Vom Landwirt zum Energiewirt“. Die DVD wird von der Mannheimer Stiftung kostenfrei abgegeben. Zusammen mit einem informativen Begleitheft zeigt der preisgekrönte Film die Chancen und Möglichkeiten der Biogaserzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen.

Landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland können das Medienpaket (DVD und Begleitheft) im Internet bestellen unter http://www.energiewirt.fechnermedia.de/bestellung.php. Die ersten 2.500 Besteller erhalten DVD und Infoheft gratis. Danach und für weitere Interessierte kostet das Medienpaket 22 Euro (zzgl. 3,50 € Versandkosten). Als VHS-Video kann das Paket für 19 € zzgl. Versandkosten bestellt werden unter http://www.fechnermedia.de/verlag/

26.07.2005   Quelle: Deutsch Bank Research; fechner media   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

"Schönauer Stromrebellen" erhalten Rückerstattung für Kauf des lokalen Stromnetzes

Der Prozess, den die EWS Schönau GmbH am 2.11.1998 gegen die Kraftübertragungswerke Rheinfelden, heute Energiedienst AG, angestrengt hatte, sei am 13. Juli 2005 mit einem großen Erfolg für die EWS beendet worden. Das berichtet der als "Schönauer Stromrebellen" bekannte Energieversorger in einer Pressemitteilung.  Nach jahrelangen Auseinandersetzungen um die richtige Bewertungsgrundlage und die Höhe des gerechtfertigten Kaufpreises für das Stromnetz der Stadt im Südschwarzwald sei durch ein gerichtlich bestelltes Obergutachten festgestellt worden, dass der Wert des Schönauer Stromnetzes lediglich 3,5 Millionen DM betrage.


Schönauer und Bürger aus ganz Deutschland kaufen Stromnetz

Die EWS hätten aber 1997, als sie das Schönauer Stromnetz übernahmen, einen Preis von 5.837.410 DM, beziehungsweise 2.984.620,34 € bezahlt. Nun würden Sie von der Energiedienst AG von dem bezahlten Stromnetzpreis 1.195.098,76 Millionen Euro plus Zinsen zurückbekommen. Der Großteil des Geldes, das die Elektrizitätswerke Schönau nun von Energiedienst erstattet bekommen, fließe in die Stiftung Neue Energie und stehe dort wieder zur Realisierung der Stiftungszwecke zur Verfügung. Ursprünglich hätten die Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR) sogar 8,7 Millionen DM als Kaufpreis für das Schönauer Stromnetz gefordert, und beinahe hätte diese "überzogene Kaufpreisforderung" des regionalen Energieversorgers das Projekt "Netzkauf Schönau" zum Scheitern gebracht, so die EWS. Der Gutachter der Schönauer Bürger habe auf der Basis der im Stromkonzessionsvertrag mit der Stadt Schönau festgelegten Bewertungsgrundlage (Sachzeitwert zum Wiederbeschaffungswert) einen Preis von 3,9 Millionen DM errechnet, weniger als die Hälfte der damaligen Kaufpreisforderung der KWR.


Spendenkampagne "Ich bin ein Störfall" finanziert Netz-Kaufpreis

4 Millionen DM hätten die EWS durch Beteiligungen von Schönauern und Bürgern aus ganz Deutschland aufbringen, für den überhöhten Teil der Forderung hätten die Schönauer keine weiteren Beteiligungen einfordern können, weil das Projekt dadurch unwirtschaftlich geworden wäre. So habe die EWS für die ungerechtfertigt hohe Forderung auf Spenden gesetzt, die mit tatkräftiger Mithilfe der GLS Gemeinschaftsbank (Bochum) und der von ihr gegründeten Stiftung Neue Energie gesammelt worden seien. Die Spendenkampagne unter dem Motto "Ich bin ein Störfall" habe in kurzer Zeit Spendengelder in Höhe von mehr als 2 Millionen DM eingebracht. Unter dem Druck der Öffentlichkeit hätten die KWR zudem ihren Kaufpreis um knapp 3 Millionen DM auf 5.8 Millionen DM gesenkt. 1997 zahlten die Elektrizitätswerke Schönau den Netzkaufpreis in der verlangten Höhe, allerdings unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Überprüfung.


Ökostromanbieter kauft nur Strom von Erzeugern, die keine Kapitalbeteiligungen von Atomkraftwerksbetreibern oder deren Tochterunternehmen haben

Das gerichtlich bestellte Obergutachten bleibe nun mit seinem Wert von 3.5 Millionen DM für das Schönauer Stromnetz sogar noch 400.000 DM unter dem Wert, den der EWS-Gutachter 1994 errechnet hatte. "Hätten die Bürger sich in den neunziger Jahren durch die hohen Forderungen von KWR einschüchtern lassen, so wäre der wahre Wert für das Schönauer Stromnetz niemals ermittelt worden", heißt es in der EWS-Pressemitteilung. Dank der Spendenkampagne und der Unterstützung des Schönauer Netzkaufprojektes durch Bürger aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland, hätten die Elektrizitätswerke Schönau 1997 das Schönauer Stromnetz übernehmen können. Sie betreiben es seither konsequent ökologisch und sind seit 1999 auch bundesweiter Ökostromanbieter, der den ökologisch erzeugten Strom für seine Kunden nur bei solchen Produzenten einkauft, die keine Kapitalbeteiligungen von Atomkraftwerksbetreibern oder deren Tochterunternehmen haben. Die Elektrizitätswerke Schönau haben nach eigenen Angaben bundesweit rund 30. 000 Stromkunden und bisher mehr als 750 neue ökologische Stromerzeugungsanlagen gefördert.

26.07.2005   Quelle: EWS Schönau GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Tagung präsentiert Forschungsergebnisse zu Wärme und Kälte aus Sonne und Erde

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) und die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW (LZE) stellen gemeinsam Forschungsergebnisse zur Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien vor. Die Veranstaltung "Wärme und Kälte - Energie aus Sonne und Erde" am 22. und 23. September in Köln steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums.  "Mit fast 60 Prozent haben Wärme und Kälte den Löwenanteil am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland. Doch während die Stromerzeugung schon zu knapp zehn Prozent aus erneuerbaren Energien stammt, sind es bei der Wärmeerzeugung zur Zeit erst vier Prozent", so der FVS in der Ankündigung der Veranstaltung. Die erneuerbaren Energiequellen Erdwärme, Biomasse und Solarwärme hätten das Potenzial, auch einen höheren Bedarf zu decken, betont der FVS.


Höhere Wirkungsgrade und effektivere Nutzung der erzeugten Wärme und Kälte

Forschungsinstitute, die Mitglieder im FVS und in der LZE sind, erforschen und entwickeln die dafür notwendigen Technologien. Die Forschungserfolge sollen auf der Tagung einem breiten Publikum vorgestellt werden. Wirkungsgraderhöhungen und die Verbesserung der Nutzungseffektivität der erzeugten Wärme und Kälte werden dazu beitragen, den Gesamtenergieverbrauch zu senken und den Verbrauch der fossilen Energieträger Erdöl, Kohle und Erdgas zu verringern, um die CO2-Einsparziele zu erreichen, so FVS und LZE. Das Vortragsprogramm wird ergänzt durch den öffentlichen Abendvortrag mit dem Titel "Energieeffizientes Bauen - komfortabel und wirtschaftlich" am Donnerstag, den 22. September. Referent ist Matthias Schuler von der Firma Transsolar. Der Vortrag ist öffentlich und kann kostenfrei und ohne Anmeldung besucht werden.

FVS – JAHRESTAGUNG "Wärme und Kälte - Energie aus Sonne und Erde" 22. und 23. September 2005; Köln, Maternushaus. Anmeldung im Internet unter http://www.FV-Sonnenenergie.de.
Vortrag "Energieeffizientes Bauen - komfortabel und wirtschaftlich am 22. September 2005, 19:30 Uhr, offen für alle Interessierten, kostenfrei, ohne Anmeldung.

25.07.2005   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Frankreich: Neues Gesetz gibt grünes Licht für Ausbau der Windenergie

Nachdem der französische Senat im Mai den Gesetzentwurf der Nationalversammlung zum Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz nicht angenommen hatte, wurde ein Vermittlungsausschuss ("Commission Mixte Paritaire") einberufen. Dieser Vermittlungsausschuss habe wichtige Korrekturen erwirkt, berichtet der Beratungsdienstleister Sterr-Kölln & Partner GbR in einer Pressemitteilung.   Der Gesetzestext sei am 23. Juni von Senat und Nationalversammlung angenommen worden. Der angerufene "Conseil constitutionel" habe die Verfassungsmäßigkeit des neuen Gesetzes am 7. Juli bestätigt. Es enthält laut Sterr-Kölln & Partner wesentliche politische Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windenergie in Frankreich.


Wegfall der 12-MW-Grenze

Der neue Gesetzestext sieht für den Bezug der Einspeisevergütung keine Minimal- oder Maximalgröße für geplante Windparks mehr vor. Die bisher geltende 12-MW-Grenze werde wegfallen. Dies stelle im Vergleich zur derzeitigen Rechtslage und zu den bisher eingereichten Gesetzentwürfen eine deutliche Verbesserung dar, so Sterr-Kölln & Partner "Die Verabschiedung des neuen Gesetzes ist ein Schritt zu mehr Sicherheit und Klarheit für Projektentwickler, Investoren und Banken für die Entwicklung und Finanzierung von Windenergieprojekten in Frankreich, wenngleich noch Fragen offen bleiben,“ schätzt Markus Jenne die neue Situation ein, Partner von Sterr-Kölln & Partner in Paris.


Vorrangflächen werden auf der Ebene der Départements ausgewiesen

Das neue Ausweisungsverfahren für Windstandorte sieht vor, dass Windparks, die in den Genuss der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung kommen wollen, in vom Präfekten auszuweisenden Zonen zur Entwicklung der Windenergie liegen müssen ("zones de développement de l’éolien"). Kommunen können dem Präfekten Vorrangflächen vorschlagen. Der Präfekt muss spätestens sechs Monate nach Erhalt des Vorschlags eine Entscheidung zur Ausweisung der Flächen treffen. Dabei sind verschiedene Belange wie das Windpotenzial, die Netzanschlussfähigkeit, der Landschaftsschutz und der Denkmalschutz zu berücksichtigen. Ferner sind zuvor die Stellungnahmen von verschiedenen Fachbehörden und benachbarten Gemeinden einzuholen.


Übergangsfrist von 2 Jahren

Projekte, für die in den kommenden 2 Jahren ein Kaufverpflichtungszertifikat erteilt und ein vollständiger Bauantrag eingereicht wird, können nach dem bisher geltenden Recht realisiert werden. Nach herrschender Meinung kann der Betreiber nach Inkrafttreten des Gesetzes von der neuen Gesetzeslage Gebrauch machen, hat aber ein Wahlrecht, die bisherige Regelung innerhalb der Übergangsfrist zu nutzen. Die konkrete Umsetzung des neuen Gesetzes in die Praxis wird von den noch zu erlassenden Anwendungsdekreten abhängen. Die Entscheidung für das alte oder das neue Recht wird für die konkreten Projekte im Einzelfall zu treffen sein.

Sterr-Kölln & Partner GbR ist ein interdisziplinärer Beratungsdienstleister für Unternehmen. Schwerpunkt der Kanzlei sind erneuerbare Energien. Sterr-Kölln & Partner GbR ist seit 10 Jahren in diesem Bereich tätig. Die Beratungstätigkeit der Kanzlei werde in erheblichem Umfang auch von projektfinanzierenden Banken abgefragt. In Frankreich ist Sterr-Kölln & Partner seit 5 Jahren in der Beratung und Begleitung von Projekten tätig.

25.07.2005   Quelle: Sterr-Kölln & Partner GbR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SFV macht sich stark für Solarwärme-Baupflicht

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. hat in Aachen einen Bürgerantrag gestellt, der Umstieg auf erneuerbare Energien bei der Gebäudebeheizung voranbringen soll. "Wir haben uns dabei nicht auf 'halbe Sachen' eingelassen. Getreu unserem selbstgewählten Prinzip, das ökologisch Notwendige und das technisch und wirtschaftlich Mögliche ohne Abstriche zu fordern, bleibt unser Antrag nicht bei der üblichen Warmwasser-Solaranlage stehen", erläutert SFV-Geschäftsführer Wolf von Fabeck.   Der SFV fordert "ganzheitliche Systeme, die auch das Problem der Jahresbeheizung lösen". Diese Systeme seien bereits mehrfach erprobt, stellten aber noch nicht die allgemein übliche Lösung dar. Der Bürgerantrag soll ein kompromissloses Beispiel für andere Anträge sein, so der SFV.


Baugesetzbuch eröffnet Handlungsspielräume für kommunale Solar-Pflichten

Bisher hätten Städte und Gemeinden die notwendige Zusammenarbeit der Bauherren aus rechtlichen Gründen nicht erzwingen können. Mit einer Änderung des Baugesetzbuchs im Jahr 2004 habe sich die Rechtslage jedoch entscheidend verbessert. Nach Paragraph 9, Absatz 1, Punkt 23 b dürfen Gemeinden jetzt "Gebiete festsetzen, in denen bei der Errichtung von Gebäuden bestimmte bauliche Maßnahmen für den Einsatz erneuerbarer Energien wie insbesondere Solarenergie getroffen werden müssen", zitiert der SFV. Diese Gesetzesänderung gebe den Kommunen eine wichtige Kompetenz auf ihrem ureigensten Gebiet zurück: der gemeinsamen Daseinsvorsorge.


Wahlmöglichkeit zwischen solarer Heizungsunterstützung, Kraft-Wärme-Kopplung und Solarstrom

Der Musterantrag, den der SFV im Internet anbietet, enthält die Forderung, dass die Kommune den Einsatz erneuerbarer Energien in Neubauten verbindlich festschreibt. Das soll gelten für alle künftigen Bebauungspläne, Vorhaben- und Erschließungspläne sowie bei Änderungen von Bebauungsplänen. Der SFV-Vorschlag lässt den Bauherren die Wahl, Gebäude mit eigenen Anlagen zur Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien auszustatten oder solche Anlagen gemeinsam mit anderen Bauherren zu errichten und zu nutzen. Vorgesehen sind thermische Solaranlagen zur Heizungsunterstützung mit Saisonspeicher, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ( EEG) und Solarstromanlagen. Für Solarwärme- und KWK-Anlagen sieht der Musterantrag des SFV eine jährliche Deckungsrate für den jährlichen Heizungs- und Warmwasserbedarf von mindestens 60 Prozent aus erneuerbaren Energien vor. Solarstromanlagen sollen mindestens 2000 Kilowattstunden kWh Strom jährlich pro 100 Quadratmeter überbauter Grundfläche erwarten lassen. Für Neubauten, die den so genannten Passivhaus-Standard“ erfüllen (Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh / (m2/a), sei eine Befreiung von den oben genannten Bestimmungen möglich.


Effektive Nutzung der Solarwärme nur im Rahmen der Nahwärmeversorgung

"Im Hinblick auf die unaufhaltsam steigenden Heizölpreise scheine die Nutzung erneuerbarer Energien als Ersatz für Heizöl oder Erdgas eigentlich eine Selbstverständlichkeit zu sein, doch die technischen Voraussetzungen seien schwieriger zu erfüllen als bei der Stromerzeugung aus Solar- oder Windenergie", so der SFV. Das Überangebot an Solarwärme im Sommer könne mit den herkömmlichen Brauchwasser-Solaranlagen nur zu einem Bruchteil genutzt werden. Die naheliegende Lösung, überschüssige Wärme des Sommers für die Heizungsunterstützung im Herbst und Winter zu nutzen, mache große und gut wärmegedämmte Wärmespeicher auch aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich. Eine wirklich effektive Nutzung der Solarwärme verlange deshalb den Zusammenschluss mehrerer Bauprojekte zu einem Nahwärmekonzept. Das gelte entsprechend für die Nutzung von erneuerbaren Energien in Kraft-Wärmekopplung, deren Wirtschaftlichkeit ebenfalls mit der Baugröße zunehme.


Vorbild: Kostendeckende Vergütung für Solarstrom

Ein Bürgerantrag aus dem Solarenergie-Förderverein sei in Aachen Auslöser für den gemeinsamen Kampf der Ratsfraktionen um eine kostendeckende bzw. kostengerechte Vergütung für Solarstrom gewesen, erinnert der SFV. Das "Aachener Modell" habe über Jahre hinweg den Einsatz energiepolitischer Vernunft bezeichnet, für einen Umstieg auf Erneuerbare Energien im Strombereich - über Parteigrenzen hinweg. Damals wurde Bürgern, die auf ihrem Dach Solarstrom erzeugten und in das Stromnetz einspeisten, eine kostendeckende Vergütung für den gelieferten Solarstrom über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert.


Praktische Unterstützung der erneuerbaren Energien in Städten und Gemeinden

Der Bürgerantrag berücksichtigt laut SFV auch Bauherren, die sich für eine energiesparende Einzellösung entscheiden wollen, indem sie entweder Solarstrom von ihrem Dach ins öffentliche Netz einspeisen, oder ein Haus mit der bestmöglichen Wärmedämmung nach dem Passivhausstandard planen. Die politischen Gruppierungen in dem Kommunalparlamenten könnten nun abseits der populistischen Parolen des Bundestagswahlkampfes ihre praktische Unterstützung für die Erneuerbaren Energien beweisen - möglicherweise sogar in einem gemeinsamen Stadt- oder Gemeinderatsbeschluss, so der SFV.

Ein Muster des Bürgerantrags kann heruntergeladen werden unter http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/baupflic.htm. Weitere Informationen im "Solarbrief" unter http://www.sfv.de/lokal/mails/sj/sbrf0205.htm

25.07.2005   Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin präsentiert Leitfaden für Wasserkraftanlagen

BMU-Broschüre zu Wasserkraftanlagen.
BMU-Broschüre zu Wasserkraftanlagen.

Die Vereinbarkeit von Wasserkraftnutzung und Naturschutz hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin betont. "Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist die verbesserte Förderung der Wasserkraft an eine wesentliche ökologische Verbesserung im Gewässer gebunden. Dadurch wird die Akzeptanz der Wasserkraft zunehmen", sagte Trittin anlässlich seines Besuches der Wasserkraftanlage Buchenmühle der EnBW Kraftwerke AG am Kocher in der Nähe von Künzelsau (Baden-Württemberg).
 
Der Bundesumweltminister präsentierte dort den neuen ökologischen Leitfaden für die Errichtung und den Betrieb von Wasserkraftanlagen. Der Leitfaden sei zusammen mit den Wasserkraftbetreibern und den Umweltverbänden erarbeitet worden heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU).

Eine der zentralen Forderungen sei die Verbesserung der Durchgängigkeit für Fische. Denn die Nutzung der Wasserkraft sei derzeit neben verkehrsbedingten Staustufen eine wesentliche Ursache dafür, dass die Durchgängigkeit von Gewässern, deren natürliche Abflussdynamik und ihre Auen beeinträchtigt seien. "Dass es auch anders geht, das kann an diesem Standort, bei der Wasserkraftanlage Buchenmühle, besichtigt werden", sagte Trittin.


4.700 MW installierte Wasserkraft-Leistung in Deutschland

In Deutschland liegt die installierte Gesamtleistung der Wasserkraft laut BMU derzeit bei rund 4.700 Megawatt (MW). Der Anteil der Energieerzeugung aus Wasserkraft am Stromverbrauch in Deutschland betrage je nach Niederschlagsmenge zwischen 3,5 und 5,1 Prozent. "Unter den erneuerbaren Energien kommt der Wasserkraft aufgrund der Möglichkeit, Strom nachfragegerecht zu produzieren, eine besondere Bedeutung zu", sagte Trittin. Nach der Windenergie habe die Wasserkraft in Deutschland gegenwärtig den zweithöchsten Anteil unter den erneuerbaren Energien.


Ökologische Verbesserungen Voraussetzung für EEG-Vergütung

In den Genuss einer erhöhten Vergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) kommen Wasserkraftanlagen allerdings nur, wenn sie ökologische Verbesserungen im Gewässer hinsichtlich der Durchgängigkeit für Fische und andere Lebewesen, des Mindestwasserabflusses, der Feststoff- oder Stauraumbewirtschaftung oder einer gewässerökologisch ausgerichteten Betriebsweise vornehmen. Wichtige Potenziale für den Ausbau der Wasserkraft liegen daher im Ersatz und in der Modernisierung vorhandener Anlagen, bei gleichzeitiger wesentlicher Verbesserung des ökologischen Zustandes der Gewässer.


Kostenlose Broschüre, auch zum Herunterladen aus dem Internet

Die Broschüre "Leitfaden für die Vergütung von Strom aus Wasserkraft" kann kostenlos beim Bundesumweltministerium bestellt werden: Postfach 30 03 61, 53183 Bonn, Telefon: 01888/305-3355, Fax: 01888/305-3356 oder per E-Mail: bmu@broschuerenversand.de . Das Magazin ist auch im Internet abrufbar unter http://www.bmu.de/35774

24.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Kongress "f-cell" zeigt Zukunftstechnologie Brennstoffzelle

Planare Mini-Brennstoffzelle für den Einsatz in tragbaren Geräten.
Planare Mini-Brennstoffzelle für den Einsatz in tragbaren Geräten.

Vom 26. bis 28. September 2005 treffen sich Hersteller und potenzielle Anwender der Brennstoffzelle zum fünften Mal in Stuttgart. "f-cell", ist nach Angaben der Veranstalter der größte Kongress zum Thema Brennstoffzelle in Deutschland. Auch dieses Jahr erwarten die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) in Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler und dem Umweltministerium Baden-Württemberg wieder etwa 500 Teilnehmer aus 20 Nationen.
 
Über 50 renommierte Referenten aus Wissenschaft und Praxis seien bereits für das Symposium am 26. und 27. September gewonnen worden, berichtet die mit der Organisation betraute Peter Sauber Agentur. So stünden auf der Rednerliste bereits Chris Curtis, Vorsitzender des Verbandes Fuel Cells Canada, und Dr. Hugo Vandenborre, Executive Vice President der belgischen Hydrogenics Corporation, Stuart Energy Europe.


Brennstoffzellennutzung: mobil, stationär und portabel

"Wir möchten den Austausch zwischen Herstellern und späteren Nutzern der Brennstoffzelle stärken und es den Unternehmen ermöglichen, sich rechtzeitig Marktchancen für die Zukunft zu erschließen," erklärten die Organisatoren. Dabei gehe das Forum wieder auf die neuesten Entwicklungen in den drei Hauptanwendungsgebieten der Brennstoffzelle ein: die mobile Nutzung in Fahrzeugen, stationär als Lieferant von Hausenergie oder portabel zum Beispiel in Handys oder Laptops. Die parallel zum Symposium im Stuttgarter Haus der Wirtschaft stattfindende f-cell-Messe unterstreiche die Praxisorientierung der Veranstaltung. Die Messe, auf der sich letztes Jahr 32 Aussteller präsentierten, ist auch für Fachleute geöffnet, die das Symposium nicht besuchen.


"f-cell"-Award: 30.000 Euro für anwendungsnahe Entwicklungen

Am 26. September verleihen die Veranstalter im Rahmen des Kongresses auch dieses Jahr wieder zusammen mit ihren Kooperationspartnern den mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotierten "f-cell-Award". Mit dem Innovationspreis Brennstoffzelle 2005 werden anwendungsnahe Entwicklungen aus dem Innovationsfeld Brennstoffzelle ausgezeichnet. Weitere Informationen unter http://www-f-fcell.de/award

24.07.2005   Quelle: Peter Sauber Agentur; WRS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE

 

Wechselrichter-Hersteller Fronius baut neues Werk in Oberösterreich

Geplantes Fronuis-Werk in Oberösterreich.
Geplantes Fronuis-Werk in Oberösterreich.

Die FRONIUS International GmbH errichtet in Sattledt (Oberösterreich) auf 100.000 Quadratmetern das größte Fertigungs- und Logistikwerk im Konzern für mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Spatenstich für den Neubau des Systemstandorts erfolgte am 7. Juli, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

 
Mit dieser Großinvestition trage Fronius dazu bei, die Produktion effizienter und somit auch wirtschaftlicher zu gestalten. Für die Sparte Solarelektronik bedeute dies vor allem, den Anforderungen der Politik nachzukommen. Diese fordere, die Preise für PV-Anlagen kontinuierlich zu senken und so den Solarstrom ökonomischer zu machen.


Produktionskapazitäten bis 2012 sicherstellen

Der Schlüssel zur Effizienzsteigerung liege für Fronius in der Zusammenlegung der Produktionsbereiche aus Wels, Thalheim und Pettenbach. Dadurch spare das Familienunternehmen aus dem oberösterreichischen Zentralraum einen großen Teil der internen Logistik ein. Ab 2007 will Fronius sämtliche Solar-Wechselrichter sowie Batterielade- und Schweißsysteme am neuen Systemstandort Sattledt produzieren und sie von hier aus an Kunden in der ganzen Welt senden. Das neue Werk soll die Produktionskapazitäten für das geplante Wachstum aller drei Sparten bis 2012 sicherstellen, wodurch Kapazitätsengpässe ausgeschlossen werden könnten. Den internationalen Kunden stellt Fronius durch den neuen Standort Sattledt vor allem noch kürze Lieferzeiten in Aussicht.


Biomasseanlage und Solarstrom vom Dach

"Wir erwarten natürlich von unseren Mitarbeitern Qualität am Arbeitsplatz. Als Arbeitgeber können wir jedoch maßgeblich dazu beitragen, indem wir Arbeitsumgebungen anbieten, die langfristig die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter fördern", so Klaus Fronius, Geschäftsführer der FRONIUS International GmbH. Die zahlreichen geplanten Lichthöfe in allen Innenräumen, ein Fitnessbereich und eine professionelle Kinderbetreuungsstätte am Systemstandort Sattledt zeugten von dieser Haltung. Durch die Nutzung von Sonnenlicht und Biomasse zur Energiegewinnung schone Fronius Umweltressourcen: Auf dem Dach des neuen Werkes sorgt ein 120 kW-Photovoltaik-Kraftwerk für Zusatzstrom. Eine eigene Biomasseanlage liefere Wärme für die kalten Tage.

24.07.2005   Quelle: FRONIUS International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FRONIUS International GmbH

 

Vom "zarten Pflänzchen" zur weltgrößten Umweltstiftung: DBU förderte 6.000 Projekte

DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde zog nach 6.000 Projekten eine positive Bilanz.
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde zog nach 6.000 Projekten eine positive Bilanz.

1,28 Milliarden Euro Gründungskapital und eine Vision, aber weder Mitarbeiter noch ein Gebäude - so begann am 1. März 1991 die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Heute ist sie die größte Umweltstiftung der Welt. 100 Mitarbeiter haben 26.000 Förderanträge bearbeitet. Aus 6.000 davon entstanden Projekte, die mit über einer Milliarde Euro gefördert wurden und speziell auch dem Mittelstand zugute kamen.
 
Rund 40 Prozent der Mittel flossen nach Ostdeutschland. Internationale Förderprojekte, vor allem in Mittel- und Osteuropa, machen inzwischen bis zu zehn Prozent der Stiftungsarbeit aus. Mehr als 800 Jungakademiker, davon über 200 aus Mittel- und Osteuropa, erhielten Forschungsstipendien. Diese Zahlen nannte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde am 20. Juli 2005 bei der Vorlage des Jahresberichts 2004.


Klimaschutz durch Rohstoff- und Energieeffizienz sowie Emissionsminderung

Die DBU hat 2004 fast 44,5 Millionen Euro in 296 Vorhaben investiert. Vorrangige Nutznießer bleiben mit rund 27,5 Millionen Euro die mittelständischen Unternehmen. Sie haben 2004 teilweise in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Universitäten vornehmlich Projekte zum produktionsintegrierten Umweltschutz umgesetzt. Bei einem Jahresergebnis von 70,7 Millionen Euro wurde das Stiftungsvermögen 2004 um 29 Millionen Euro auf 1,634 Milliarden Euro aufgestockt. Nach einer Analyse des Fraunhofer Instituts Karlsruhe übernimmt die DBU für die Kleinunternehmen bundesweit eine "herausgehobene Rolle". Alleinstellungsmerkmale seien dabei der Verzicht auf zu enge programmatische Vorgaben für die Unternehmen und das flexible Förderspektrum mit schneller Reaktionsfähigkeit der Geschäftsstelle. Dabei habe die DBU auch im Gegensatz zu anderen Fördereinrichtungen von Anbeginn an die Priorität für den produktionsintegrierten Umweltschutz gesehen. "Rohstoff- und Energieeffizienz sowie Emissionsminderung als Beiträge zum Klimaschutz haben für uns stets vorrangige Bedeutung gehabt", so Brickwedde.


Emissionsfreie Beschichtungen für Absorber in Sonnenkollektoren - Niedrigenergie- und Passivhäuser

So habe die Stiftung emissionsfreie Beschichtungen für Solarabsorber in Sonnenkollektoren gefördert. Neben der umweltfreundlichen Produktion werde ein um zehn Prozent höherer Wärmeertrag erreicht. Nach nur wenigen Jahren hätten sie alte Techniken nahezu völlig vom Markt verdrängt. Die Entwicklung des Dieselrußpartikelfilters fördert die DBU bereits seit 1995, als das Thema Feinstaub noch nicht breit diskutiert wurde. Mess- und Anzeigegeräte, die den Energieverbrauch auf ein Fünftel senken, Wäschetrockner, die nur noch die Hälfte Strom verbrauchen sind weitere Beispiele. In der Architektur und im Bauwesen hat die DBU bauökologische Projekte mit Niedrigenergie- und Passivhäusern verwirklicht. Brickwedde: "Mit all diesen Projekten konnten wir durch Innovationen sowohl zur Umweltentlastung als auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen und so das Gebot der Nachhaltigkeit optimal erfüllen."


Stipendien im disziplinübergreifenden Netzwerk

In der Umweltforschung sollen die Projekte komplexe Umweltprobleme in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen lösen. Die Schwerpunkte: Holz, Bioabfall oder nachhaltige Chemie. Der Förderschwerpunkt "Biotechnologie" habe maßgeblich zum Aufbau eines auch international Maßstäbe setzenden bundesweiten Netzwerkes innovativer Unternehmen und Forschungseinrichtungen geführt. Die DBU spiele in der "Weißen Biotechnologie" eine führende Rolle. Das Stipendienprogramm habe sich zu einem disziplinübergreifenden Netzwerk mit Langzeitwirkung entwickelt. Bisher wurden 576 Doktoranden und Habilitanden unterstützt. Eine zweite Initiative für das Stipendienprogramm mit Mittel- und Osteuropa wurde auf den Weg gebracht, ausgehend von Polen und ausgeweitet auf das Baltikum, Tschechien, Rumänien und Bulgarien. "Hier wird in junge, überdurchschnittlich begabte Köpfe investiert und eine über lange Fristen wirkende positive Entwicklung für den Umweltschutz initiiert", erklärt Brickwedde.


Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft

Einen Schwerpunkt bildeten auch Förderaktivitäten für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine umweltgerechte Landnutzung. Verringerung von Emissionen, Minderung der Bodenerosion und biologischer Pflanzenschutz sind hier die Stichworte. Der anhaltende Rückgang der Biodiversität in Agrarökosystemen sei für die DBU Anlass gewesen, die Verbundvorhaben "Lebensraum Börde" und "Brachen als Lebensraum" zugunsten des Naturschutzes zu initiieren. Brickwedde: "In den wichtigsten Ackerbauregionen Deutschlands werden in Kooperation zwischen Landwirten und Naturschützern tragfähige Handlungskonzepte entwickelt. Auch ist es uns ein Anliegen, die Sicherung großer, unzerschnittener Gebiete zur Bewahrung des nationalen Naturerbes zu erreichen." Dabei geht es um neue Nutzungen für große Flächen aus Tagebau und Militär.


Medienprojekte und Umweltzentren; Deutscher Umweltpreis

In der Umweltinformationsvermittlung wurden Modellmedienprojekte initiiert. Die Initiative "Graslöwen TV" erreichte mehrere Millionen Kinder. Zwei "Wochen der Umwelt" mit dem damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau führten 18.000 Umweltfachleute zusammen. Mehr als 100 Ausstellungsprojekte wurden unterstützt. Grundlegende Strukturen im außerschulischen Bereich seien durch das Aufbauprogramm für 42 neue Umweltbildungseinrichtungen geschaffen worden. In den neuen Bundesländern habe die DBU großen Erfolg gehabt mit den Umweltberatungsprogrammen gemeinsam mit Kammern, Gewerkschaften und Kommunen. Der Aufbau von zehn Umweltzentren des Handwerks zähle ebenso zu den positiven Resultaten der DBU-Förderung. Viele neue Erkenntnisse zur Auswirkung von Umweltbelastungen auf Kulturdenkmäler seien erzielt und "substanzielle Verbesserungen vieler Kulturgüter erreicht worden", so die DBU. Das gelte vor allem für viele Projekte in den ostdeutschen Bundesländern, vom Wörlitzer Gartenreich und den Franckeschen Stiftungen in Halle über die Thomaskirche Leipzig bis zum Meißener Dom. Brickwedde: "Der von der DBU 1993 erstmals verliehene Deutsche Umweltpreis konnte zur bekanntesten und renommiertesten Umweltauszeichnung Europas entwickelt werden."


Positive Bilanz

Von den 6.000 Projekten sind laut DBU etwa 5.000 abgeschlossen, fast 4.500 seien als herausragend, überdurchschnittlich oder gut bewertet worden. Tausende ehrenamtliche Gutachter - Professoren deutscher Forschungseinrichtungen - und eine Studie des Fraunhofer Instituts Karlsruhe hätten diese überaus positive fachliche Bilanz bestätigt, so die Striftung

Der Jahresbericht kann kostenlos bestellt werden (auch als CD-Rom) bei der DBU, 49090 Osnabrück, An der Bornau 2, Telefon 0541/9633-0, Fax 0541/9633-190,

23.07.2005   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU

 

SPD-Parteivorsitzender Müntefering erntet bayerisches Lob für das EEG

Müntefering (Mitte) mit Bernhard Beck (links) und Martin Leopoldseder.
Müntefering (Mitte) mit Bernhard Beck (links) und Martin Leopoldseder.

Mitte Juni 2005 besichtigte der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering in Hallbergmoos (Landkreis Freising) die Solarstromanlage des Landwirtes Anton Felber mit einer installierten Spitzenleistung von 885 Kilowatt peak (kWp). Im beginnenden Bundestagswahlkampf habe der Gast aus Berlin, "tonnenweise Lob" für das Erneuerbare-Energien-Gesetz einsammeln können, berichtet die unabhängige Internetzeitung Hallbergmoos-Online.
 
Müntefering sei deutlich anzusehen gewesen, dass er eine solche Solaranlage noch nie aus der Nähe gesehen habe, so Hallbergmoos-Online. Die Experten der Beck-Energy GmbH, die das Freiflächen-Solarkraftwerk gebaut hat, hätten ihm jedoch erklärt, wie das System und die Einspeisung in das Stromnetz funktioniert. "Sie haben tapfer erklärt und ich habe tapfer zugehört", so Müntefering.


Solarenergie als neues Standbein für Landwirte

Mit den Worten "Die Betreiberfirma bin ich", begrüßte Landwirt Felber den Gast aus Berlin - und freute sich über das Interesse des Parteivorsitzenden an der "Energie vom Acker". "Die Solarenergie ist momentan ein Zubrot für meine Landwirtschaft. Hoffentlich rechnet es sich auch und wird kein Zuschussgeschäft", kommentierte Felber sein solares Engagement. Felbers Solarstromanlage besteht aus über 15.000 CTS-Modulen der Blitzstrom GmbH und wird jährlich mehr als 850.000 Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen, der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz über 20 Jahre lang mit 43,42 Cent pro kWh vergütet wird. "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist perfekt", lobte Dr. Andreas Horn vom Verein Solarkraft Freising. Am Beispiel der Anlage Felbers erklärte er Müntefering, dass auf diese Weise Strom für 900 der rund 8.000 Einwohner der Gemeinde erzeugt werde. In dem "Stromfeld" sieht er den Vorreiter einer neuen Welle, "weil die Energiegewinnung für Landwirte ein neues Standbein wird."


Arbeit und Klimaschutz vor Ort

Bernhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH, betonte beim Besuch des SPD-Parteivorsitzenden den Beitrag der Erneuerbaren zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Bayern: Über 20 Mitarbeiter habe allein sein Unternehmen in den letzten Jahren eingestellt; beim Solarzentrum Freising, das für die Elektroinstallation auf Felbers Feld verantwortlich zeichnet, arbeiteten 10 Handwerker für die Nutzung der Sonnenenergie. Der Betrieb von Solarstromanlagen sichere zudem die Existenz vom Klimawandel gebeutelter Landwirte und helfe, den Treibhauseffekt zu begrenzen, so Beck


Eine Bildergalerie zum Müntefering-Besuch gibt es unter http://www.hallbergmoos-online.de/politik/53800796930f13612.php

23.07.2005   Quelle: Hallbergmoos-Online; solarserver.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Beck Energy GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

IWR zum Windjahr 2005: Erstes Halbjahr 2005 "durchwachsen"

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2005 lag die Stromerzeugung aus Wind in den Küstengebieten über und im Binnenland unterhalb des 10-jährigen Mittels (1995-2004). Das berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR).  Der IWR-Windertragsindex weist für die Küstengebiete bis Ende Juni 2005 im Schnitt ein Plus von 4,9 und für das nordwestdeutsche Binnenland ein Minus von 6,4 Prozent gegenüber dem 10-jährigen Mittel auf.


Regenerative Stromerzeugung steigt auch 2005

"Wir erwarten für das Jahr 2005 wegen des Anlagenzubaus eine Steigerung der Wind-Stromerzeugung in Deutschland auf rund 30 Milliarden Kilowattstunden," sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. Damit erhöhe sich der Anteil der Windenergie am Bruttostromverbrauch (600 Mrd. Kilowattstunden) auf 5 Prozent. Zusammen mit der Wasserkraft, der Bioenergie und der Photovoltaik erwartet das IWR 2005 erstmals einen Anstieg der regenerativen Stromerzeugung auf rund 60 Milliarden Kilowattstunden (das entspricht etwa 10 Prozent des Bruttostromverbrauchs).

23.07.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD kritisiert Barrosos Umweltpolitik

"Die antiökologischen Tendenzen beim Präsidenten der EU-Kommission, José Manuel Barroso, sind falsch und kurzsichtig. Mit dem Argument, der Umweltschutz würde wirtschaftliches Wachstum behindern, sitzt er nicht nur einem Vorurteil auf, sondern schadet auch den Zukunftsinteressen Europas." Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Mueller, zur Diskussion um die künftige Umweltpolitik der EU-Kommission.  Zu einer modernen Wirtschaftspolitik gehöre eine integrierte Umweltpolitik. Um die Vorgaben von Lissabon zu erfüllen, bis zum Jahr 2010 die EU zur stärksten wissensbasierten Region der Welt zu machen, seien vor allem Innovationen in den Zukunftsfelder notwendig, so Müller. "Die ökologische Modernisierung gehört unzweifelhaft dazu. Doch die EU-Kommission hat in den vergangenen Jahren wichtige Schritte in diese Richtung gemacht. Nun soll unter Barroso die Rolle rückwärts kommen", warnt Müller.


Aufbau der Solarwirtschaft wird Wachstum und Beschäftigung auslösen

Europa hat die große Chance auf den ökologischen Märkten eine Führungsrolle einzunehmen, heißt es in der SPD-Pressemitteilung. Eine Effizienzrevolution und der Aufbau der Solarwirtschaft seien zentrale Zukunftsfelder, die eine "lange Welle" von Wachstum und Beschäftigung auslösen würden. "Die Ökologie ist nicht nur für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von zentraler Bedeutung, sie ist auch ökonomisch entscheidend. Sie ist die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft", so Müller.


China und Japan als Konkurrenten in Sachen Effizienz und Solartechnik

"Der Präsident kommt aus Portugal. Gerade dort zeigt sich, welche Folgen unterlassener Umweltschutz hat: Bodenerosion, Wasserknappheit, Waldvernichtung, Gesundheitsgefahren", betont Müller. Diese Risiken würden stark zunehmen und alle teuer kommen." Ist Barroso nicht lernfähig? Müssen immer erst Katastrophen eintreten, bevor Vernunft einkehrt?", so Müller. Mit der Distanz zur ökologischen Modernisierung würde die EU ihre großen Möglichkeiten verspielen, auf einem zentralen Zukunftsfeld, auf dem sie heute noch einen Vorsprung habe. Die ökologischen Märkte seien angesichts der absehbaren Verknappung wichtige, wenn nicht sogar die wichtigsten Zukunftsmärkte, betont der SPD-Sprecher. China wolle die Effizienzrevolution. Japan versuche, Weltspitze bei den Solartechnologien zu werden.

22.07.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solvis-Powerdach verbindet leistungsstarke PV-Zellen mit Flachdachkollektoren

SolvisPicotop Solarzellen (unten) und SolvisFera Flachkollektoren (oben) als Indach-System.
SolvisPicotop Solarzellen (unten) und SolvisFera Flachkollektoren (oben) als Indach-System.

Die neuen monokristallinen Photovoltaikzellen, welche die Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG für ihre Solarstromanlagen verwendet, gehören zu den leistungsstärksten am Markt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zusammen mit Flachkollektoren in einer Einheit sei das "Solvis-Powerdach" die Kombilösung für Wärme- und Stromgewinnung.
 
Diese Konstruktion bringe eine besonders harmonisch einheitliche Optik auf das Dach und verkürze die Montagezeit. "In der neuen dritten Generation werden monokristalline Zellen aus deutscher Fertigung verarbeitet. Diese gehören zu den leistungsstärksten", erklärt Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger. Auf die neuen Solarzellen gibt es 25 Jahre Leistungsgarantie. Die Photovoltaik-Module (SolvisPicotop) sind genau auf die Maße der Flachkollektoren "SolvisFera" abgestimmt. So können beide nebeneinander in einem Rahmen montiert werden. Sie sind für alle Montagearten geeignet – auch als Indach-Variante. Das reduziere die Montagezeit um bis zu 40 Prozent. Optisch wirke die Anlage wie aus einem Guss. Selbst 15 Jahre alte Solvis-Flachkollektoren zur Wärmegewinnung lassen sich laut Hersteller problemlos im gleichen Raster um Solarstrommodule erweitern. Die SolvisPicotop Photovoltaikanlagen umfassen Module, Kabelsatz und SMA-Wechselrichter. Mehrere steckerfertige Pakete in verschiedenen Größen stehen laut Solvis zur Verfügung.


Zuschüsse für Solarwärmeanlagen, Einspeisevergütung für Solarstrom

Für Solarwärme-Kombisysteme, die neben warmem Wasser auch Wärme für die Heizung liefern, beträgt der Zuschuss pro eingebautem Quadratmeter Kollektorfläche 135 Euro statt bisher 110 Euro (Mindestkollektorfläche: 10 m² bei Flachkollektoren, 8 m² bei Vakuumröhrenkollektoranlagen). Für Solarstromanlagen bis 30 kW erhalten Betreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine Einspeisevergütung von 54,53 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom.

22.07.2005   Quelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG.

 

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union: EEG bleibt bis Ende 2007 gültig

Gerda Hasselfeldt (MdB) und Dr. Andreas Hänel.
Gerda Hasselfeldt (MdB) und Dr. Andreas Hänel.

"Im Falle eines Regierungswechsels würde das EEG bis Ende 2007 wie bisher gültig bleiben. Ab 2008 soll es dann eine Anschlussregelung geben, bei der eine Verzahnung mit anderen Instrumenten wie der Ökosteuer oder dem Emissionshandel geprüft wird. Auch bei einer gesetzlichen Neuregelung ab 2008 gilt Vertrauensschutz für bestehende Anlagen.“ Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt (MdB), bei einem Besuch der Phönix SonnenStrom AG an deren Firmensitz in Sulzemoos.
 
Der Vorstandsvorsitzende der Phönix SonnenStrom AG, Dr. Andreas Hänel, stellte der in der CDU/CSU für das Ressort Energiepolitik zuständigen Politikerin das mittelständische Photovoltaik-Unternehmen mit rund 70 Beschäftigten und einem Umsatz von über 67 Millionen vor. Hänel betonte, dass sich die deutsche Photovoltaikbranche in den letzten Jahren sehr stark entwickelt und mittlerweile sogar Japan als Weltmarktführer abgelöst habe. Wichtigster Marktöffner für die solare Stromerzeugung sei dabei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), unterstrich Hänel. Derzeit seien 30.000 Menschen in der Solarbranche beschäftigt und die Umsatzprognosen für 2005 lägen laut Unternehmensvereinigung Solarindustrie (UVS) bei rund zwei Milliarden Euro.


Ausbau der Solarenergie stärkt Mittelstand und Handwerk

Hasselfeldt habe sich beeindruckt gezeigt und Hänel beigepflichtet, dass das EEG bei der Markteinführung der Photovoltaik einen wichtigen Beitrag geleistet habe, berichtet die Phönix SonnenStrom AG in ihrer Pressemitteilung. Bezüglich eines zukünftigen Energiemix ist Hasselfeldt sehr zuversichtlich: "Die Erneuerbaren Energien werden in der Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten, um die Abhängigkeit von teilweise aus Krisengebieten importierten fossilen Energieträgern zu reduzieren", sagte sie. Sie sehe großes Potenzial in der deutschen Solartechnologie und sei überzeugt, dass nur ein starker Heimatmarkt den Export weiter ankurbeln könne. "Ein weiterer Ausbau der Solarenergie schafft neue Arbeitsplätze, stärkt gleichzeitig Mittelstand und Handwerk und ist die Basis für ausgezeichnete Exportchancen," so die Unionspolitikerin. Hänel nahm diesen Ball gerne auf. Er versprach, in seinem Unternehmen im Jahr 2005 weitere Investitionen zu tätigen und bis zu 15 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

22.07.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Klimaschutzkampagne erreicht 250.000 Energie-Beratungen im Internet

Eine viertel Million private Haushalte nutzten in den vergangen zwölf Monaten den kostenlosen Beratungsservice der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne "Klima sucht Schutz". Bis Ende Februar 2006 sollen weitere 250.000 hinzukommen, heißt es in einer Pressemitteilung der mit der Durchführung betrauten co2online gGmbH.
  In wenigen Minuten beantworten fünf interaktive Online-Ratgeber der Kampagne beispielsweise die Frage, ob der Heizenergieverbrauch eines Haushalts zu hoch ist. Sie geben zudem Auskunft über die Wirtschaftlichkeit einer Modernisierung und die in Frage kommenden Fördermittel.

"Deutlich höhere Heizkostenabrechnungen, verursacht durch gestiegene Öl- und Gaspreise, lassen die Verbraucher aufschrecken und nach Einsparpotenzialen suchen", erklärt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der co2online gemeinnützige GmbH und Projektträger der Klimaschutzkampagne, das Interesse an den Ratgebern. Neben der Motivation zur Modernisierung sieht Hengstenberg weitere Vorteile der Ratgeber: "Die Angaben der Ratgeber-Nutzer erlauben uns, Aussagen über das Modernisierungspotenzial im Gebäudebestand und über Beschäftigungschancen für das Handwerk zu treffen", erläutert Hengstenberg. So könnten im Handwerk und bei Herstellern wärmetechnischer Gebäudeausrüstung bis zu 60.000 Personen für ein Jahr Beschäftigung finden, wenn die in den Beratungen geprüften Maßnahmen umgesetzt würden. Jährlich seien Einsparungen von bis zu einer Million Tonnen CO2 möglich. Derzeit befragt co2online die Ratgeber-Nutzer, inwieweit sie die empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt haben. Erste Ergebnisse werden für Herbst erwartet.


Erfolgskonzept Partnerportale

Mehr als 70% der abgeschlossenen Beratungen erzielen die über 370 Partnerportale der Klimaschutzkampagne, darunter Medien, Politiker, Handwerksbetriebe, Banken und Verbände. Sie haben die Ratgeber in ihr eigenes Internetangebot eingebunden. Einzelne Portale erreichen laut co2online gGmbH zu Spitzenzeiten bis zu 3.000 Beratungen pro Woche. Am meisten genutzt werde der "Heizcheck", der eine erste Einschätzung des persönlichen Heizenergieverbrauchs ermöglicht, gefolgt vom "Förderratgeber". Ratgeber zum Thema "Modernisierung" und "Heizkosten im Neubau" sowie ein "Best Practice Archiv" mit erfolgreich modernisierten Gebäuden ergänzen das Beratungsangebot. Der Solarserver bietet die Ratgeber ab unter http://www.solarserver.de/service/Online-Ratgeber_CO2-Minderung.html

22.07.2005   Quelle: co2online gGmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Philips will Wechselrichter-Sparte an Steca übergeben

Die Royal Philips Electronics (Eindhoven, Niederlande) hat eine Absichtserklärung unterzeichnet mit der Steca Batterieladesysteme und Präzisionselektronik GmbH in Memmingen. Demnach sollen die Produkte, Rechte und Verpflichtungen an den Philips-Solarwechselrichtern an Steca übertragen werden.  Philips Solar, Teil der Philips Lighting business group, war verantwortlich für Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb der Philips EVO-Wechsrelrichter und verwandter Produkte. Diese wurden in Europa durch Philips-Organisationen in Deutschland und den BENELUX-Ländern verkauft. Steca, bekannt als einer der Marktführer bei Solar-Ladereglern, hatte sich bislang auf netzunabhängige Photovoltaik konzentriert und will nun die Solarstrom-Produktpalette komplettieren.

Steca will gemäß der Übereinkunft das Philips-Wechselrichtergeschäft unter eigenem Namen fortführen. Die Bandbreite der Wechselrichter-Leistung reicht von 300 Watt bis 6 Kilowatt. Philips werde Steca beim Wissenstransfer und dem Übergang der Produkte unterstützen. Weitere Details sollen in Kürze bekannt gegeben werden.

22.07.2005   Quelle: Royal Philips Electronics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energiekontor AG meldet Vertriebserfolge im ersten Halbjahr 2005

Zahlreiche Aktionäre besuchten am 14.07.2005 die 6. ordentliche Hauptversammlung der Energiekontor AG in Ritterhude bei Bremen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Hauptversammlung sei der Empfehlung der Verwaltung gefolgt und habe die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,08 Euro je Stückaktie beschlossen.   Vor dem Hintergrund der in der Branche nach wie vor anhaltenden Konsolidierungsprozesse sowie der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation habe sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr darauf konzentriert, die vorhandenen Vertriebsprojekte zu platzieren und liquiditätsbelastende Kapitalbindungseffekte durch zusätzliche Anlagenerrichtungen zu vermeiden, heißt es in der Pressemitteilung. Die reduzierte Errichtungstätigkeit habe das Ergebnis 2004 entsprechend belastet.


Vier Windparks platziert

Die Energiekontor AG verfüge über ein umfangreiches Produkt-Portfolio im Windkraftbereich und sei für die Anforderungen des Marktes bestens gerüstet. Das zeige auch das erste Halbjahr 2005. Es sei für die Energiekontor Gruppe sehr erfolgreich verlaufen. Die Windparks Trandeiras (Portugal), Forest Moor (UK), Brauel und Jülich seien komplett platziert worden. Damit sei vertriebsseitig bereits zum Halbjahr fast das Gesamtjahresergebnis von 2004 erreicht worden. Die Energiekontor AG plant, finanziert und betreibt Windkraftanlagen in Deutschland, Portugal und Großbritannien. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Projektierung von Offshore-Windparks. Erste Genehmigungen liegen für die Projekte Nordergründe und Borkum-Riffgrund West vor. Mit inzwischen 60 errichteten Windparks und einem Investitionsvolumen von über 560 Millionen Euro zählt die Energiekontor AG zu den führenden Unternehmen in Deutschland.

22.07.2005   Quelle: EnergieKontor AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Reinecke + Pohl Sun Energy AG: Vorläufige Zahlen bestätigen Planung

Die im General Standard notierte und auf die Projektierung schlüsselfertiger Solaranlagen spezialisierte Reinecke + Pohl Sun Energy AG hat - nach vorläufigen Zahlen - im 2. Quartal 2005 einen Umsatz von 11,3 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,1 Millionen Euro erzielt. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.  Damit sei die Planung zum Halbjahr um 0,9 Millionen Euro übertroffen worden. Dieses Zwischenergebnis sei von den beiden operativ tätigen Tochtergesellschaften Reinecke + Pohl Solare Energien GmbH und der Nastro-Umwelttechnik GmbH erwirtschaftet worden, die ab dem 07.04.2005 beziehungsweise dem 23.05.2005 erstmalig konsolidiert worden seien.

Aufgrund der hervorragenden Auftragslage sowie der Lieferung des größten Teils der vertraglich gesicherten Solarmodule im zweiten Halbjahr, sehe der Vorstand seine Planung für das Geschäftsjahr mehr als bestätigt, heißt es in der Ad-hoc-Meldung. Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG gehe im laufenden Geschäftsjahr von einem Umsatz von 46,5 Millionen Euro bei einem EBIT von 3,7 Millionen Euro aus. Am 26. August 2005 will die Reinecke + Pohl Sun Energy AG den Bericht über das erste Halbjahr 2005 veröffentlichen.

21.07.2005   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wirtschaftsforscher halten Erneuerbare-Energien-Gesetz für unverzichtbar

Eine spezielle Förderung erneuerbarer Energien sei sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch aus technologiepolitischen Gründen längerfristig unverzichtbar. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz in der Novelle von 2004 (EEG 2004) sei dafür das geeignete Instrumentarium, heißt es im aktuellen Wochenbericht 29/2005 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW; Berlin). Dies gelte auch dann, wenn der Emissionshandel in Europa zunehmend an Bedeutung gewinne.  Wenn die gegenwärtige Förderpolitik fortgesetzt werde, könne Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland bis 2010 auf 12,5 % erhöhen und damit das nationale EU-Richtziel erreichen, so das DIW. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die erneuerbaren Energien innerhalb der allgemeinen Rahmenbedingungen langfristig wettbewerbsfähig gemacht würden.


55,8 Milliarden kWh kamen 2004 aus Erneuerbaren

Im Bereich der Stromerzeugung haben erneuerbare Energien in Deutschland laut DIW 2004 mit insgesamt 55,8 Milliarden Kilowattstunden einen Anteil am Bruttostromverbrauch von 9,3 % erreicht. Hiervon entfielen die größten Anteile auf die Windenergie, deren Nutzung in den letzten Jahren kräftig zugenommen habe, und Wasserkraft, die hierzulande nur noch wenig ausgebaut werden könne. Insgesamt hätten die erneuerbaren Energien in Deutschland trotz einer kontinuierlichen Zunahme in den vergangenen Jahren bisher noch einen geringen Anteil von rund 3,6 % am gesamten Primärenergieverbrauch.


"Abkehr vom EEG würde in Deutschland zu höheren Strompreisen führen"

Der Wochenbericht des DIW Berlin entkräfte die in letzter Zeit von verschiedenen Seiten gegen das EEG vorgebrachte Kritik, heißt es in der Pressemitteilung: So minderte auch eine zunehmende Wirksamkeit des Emissionshandels nicht die Wirksamkeit des EEG, wenn der erhöhte Beitrag erneuerbarer Energien bei der Allokationsplanung angemessen berücksichtigt werde. Und nicht zuletzt deuteten Vergleiche mit Ländern wie dem Vereinigten Königreich und Italien – in denen Quotensysteme eingeführt wurden - darauf hin, dass eine Abkehr vom EEG in Deutschland zu höheren Strompreisen führen würde. In Deutschland seien die Stromverbraucher vom Jahre 2000 bis 2004 um insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro weniger belastet worden, als dies bei einem Quotensystem der Fall gewesen wäre.

21.07.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Regulierung: Bundesnetzagentur startet mit Optimismus

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur) hat mit dem Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) am 13. Juli 2005 die Regulierung der Strom- und Gasmärkte übernommen. Die neue Bundesnetzagentur startet nach den Worten ihres Präsidenten Matthias Kurth mit Optimismus und intensiver Vorbereitung.  "Wir wollen die Chance für mehr Wettbewerb in allen Netzen, die sich durch natürliche Monopolstrukturen oder durch Engpässe kennzeichnen, nutzen und dabei unsere gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen", sagte Kurth. Die Früchte eines intensiven Wettbewerbs könnten die Verbraucher besonders im Telekommunikationsmarkt mit einer Vielfalt von innovativen und günstigen Angeboten verfolgen. "Wenn wir unsere langjährige Problemlösungskompetenz beim Netzzugang und bei der Ermittlung angemessener Entgelte nun als Erfahrungsschatz in die neuen Sektoren Strom- und Gasmarkt sowie Eisenbahninfrastruktur einbringen, wird sich die Angebotspalette verbessern", so der Chef der Regulierungsbehörde.


Langer und teils steiniger Weg zur Angebotsvielfalt

Wie wichtig die Funktion und Rolle eines unabhängigen und neutralen Regulierers in den Netzindustrien sei, zeigten die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen der Energiewirtschaft und der Industrie sowie die Vertrauenskrise, die bei den privaten Verbrauchern vorhanden sei, so Kurth. „Statt Vorwürfe benötigen wir Lösungen, statt eines vergifteten Klimas benötigen wir intensive Zusammenarbeit und statt nicht nachvollziehbarer Preissteigerungen benötigen wir Transparenz bei den Netzkosten“, sagte er in Bonn. Es gebe die einmalige Chance, durch mehr Effizienz einen Innovationsschub auszulösen, der die Netzstrukturen optimiert und die Netzkosten auf ein europäisches Vergleichsniveau absenkt, ohne die Qualität und die Sicherheit in den Netzen zu beeinträchtigen, betont Kurth. "Dann wird auch in die vor- und nachgelagerten Märkte Bewegung kommen und neue und unabhängige Erzeuger werden die Angebotsvielfalt beleben. Dennoch steht uns ein langer und teils steiniger Weg bevor. Selbst in der Telekommunikation sind wir nach sieben Jahren Arbeit noch nicht am Ziel eines selbsttragenden Wettbewerbs angelangt", betonte Kurth. Die Integration der verschiedenen Bereiche in einer einheitlichen Bundesnetzagentur sei ein europaweit mit großem Interesse verfolgter Schritt, der Synergien verspreche und auch die Effizienz in der Regulierungsarbeit bewirke.


Kunden und Verbraucher stehen im Mittelpunkt der Aktivität

"Wir müssen dort das Rad nicht neu erfinden, wo es bewährte und anerkannte wissenschaftliche Erfahrungen und Methoden gibt. Während sich die Technik der Sektoren und die Produkte deutlich unterscheiden, sind die ökonomischen Methoden zur Bestimmung effizienter Netzentgelte und diskriminierungsfreier Netzzugänge häufig vergleichbar", stellte Kurth heraus. Abschließend betonte er, dass die Bundesnetzagentur die Tradition der Reg TP dort fortführen werde, wo es erfolgreiche Verfahren gebe. "Wir setzen insbesondere darauf, Lösungen im Dialog mit allen Marktteilnehmern zu entwickeln. Der Dialog ist eines unserer zentralen Prinzipien und wir laden zur konstruktiven Mitarbeit ein. Auch die Kunden und Verbraucher stehen im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Regulierung ist kein Selbstzweck, sondern will funktionsfähigen Wettbewerb sowie günstige Qualitätsprodukte und Angebote."

21.07.2005   Quelle: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Geschäftsklima in der Solarbranche weiterhin positiv

Geschäftsklimaindex Photovoltaik II: Quartal 2005.
Geschäftsklimaindex Photovoltaik II: Quartal 2005.

Die Stimmung in der deutschen Solarbranche ist gut bis sehr gut, berichtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS). Das Geschäftsklima in den befragten Photovoltaikunternehmen sei ebenfalls gut, allerdings nicht mehr ganz so positiv wie im ersten Quartal 2005.
 
Der Geschäftsklimaindex Photovoltaik ist vom Basiswert 100, welcher zum Start des Indizes für das erste Quartal auf hohem Niveau festgelegt worden sei, auf 92,1 gefallen. In der Solarthermie ist der Index hingegen leicht gestiegen. Hier liegt er gegenwärtig bei 102,7. Details zu den aktuellen Ergebnissen veröffentlicht die UVS künftig regelmäßig auf der Internetseite http://www.solarbusinessindex.de. Mitgliedsunternehmen der UVS können sich in einem geschützten Bereich der Seite weitere Details der aktuellen Erhebungen anzeigen lassen.


Unsicherheit über Solarstrom-Vergütung bringt leichte Stimmungseintrübung

29 Prozent der Unternehmen der Solarstrombranche bewerten ihre Geschäftslage zur Zeit als "sehr gut", im ersten Quartal waren es 33 Prozent. Als "eher gut" bezeichnen 38 Prozent ihre Lage (Vorquartal: 37 Prozent). Trotz dieses leichten Stimmungsabfalls werde die geschäftliche Lage aber weiterhin überwiegend positiv beurteilt: nur 13 Prozent der Photovoltaikunternehmen beschreiben ihre Situation als "eher schlecht" beziehungsweise als "sehr schlecht" Dies entspricht genau dem Wert des ersten Quartals. "Auch wenn sich immer mehr ein parteiübergreifender Konsens zum weiteren Ausbau der Solarenergie abzeichnet, ist doch etwas Unsicherheit in der Branche zu spüren, ob es im Falle eines Regierungswechsels Änderungen in der Förderung für Solarstrom geben könnte", kommentiert UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. Dass die Börsenkurse der Solarunternehmen im zweiten Quartal aber weiterhin teils sogar massiv gestiegen seien zeige, dass die Finanzbranche ähnlich wie die UVS keine wesentlichen Änderungen in der Solarförderung erwarte, so Körnig.


Nachfrage nach Solarwärmeanlagen im ersten Halbjahr deutlich gestiegen

Im Gegensatz zum Geschäftsklima der Photovoltaikunternehmen ist der Index für die Solarwärmebranche im zweiten Quartal leicht gestiegen. Im ersten Quartal beurteilten nur 34 Prozent der Unternehmen ihre Lage als "sehr gut" oder "eher gut", im zweiten Quartal waren es bereits 41 Prozent. "Eher schlecht" beziehungsweise "sehr schlecht" bewerten nur noch 16 Prozent ihre unternehmerische Situation – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 25 Prozent im ersten Quartal. "Der steigende Ölpreis macht Solarthermie immer wirtschaftlicher. Entsprechend ist die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen im ersten Halbjahr deutlich gestiegen", erläutert Körnig. "Wir rechnen mit einer sich weiterhin verbessernden Marktentwicklung.“ Darauf deute unter anderem ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Förderanträgen im Marktanreizprogramm hin, der als Frühindikator für die Marktentwicklung gilt.

Der Solarindex wird vierteljährlich vom Marktforschungsinstitut Europressedienst im Auftrag der UVS erhoben. Ziel ist, aktuelle und repräsentative Erkenntnisse zur unternehmerischen Stimmungslage und zu den Erwartungen für die Geschäftsentwicklung der Solarbranche zu gewinnen. Zweihundert Unternehmen der Solarwirtschaft aus den Bereichen Produktion, Großhandel und Handwerk liefern Daten für den neu geschaffenen Solarindex.

21.07.2005   Quelle: UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS; Europressedienst

 

SMA präsentiert kostenloses PV-Auslegungsprogramm auf Basis weltweiter Wetterdaten

Gratisprogramm zur Auslegung von Solarstromanlagen.
Gratisprogramm zur Auslegung von Solarstromanlagen.

Die SMA Technologie AG bietet als weiteres Highlight ihrer Innovationsoffensive "12 Monate - 12 Innovationen" im Monat August ein neues, kostenfreies Planungs- und Auslegungsprogramm für netzgekoppelte Solarstromanlagen. Als erstes computergestütztes Konfigurationsprogramm berücksichtige "Sunny Design" mit echten, detaillierten Wetterdaten die unterschiedlichsten Klimabedingungen an vielen Orten der Welt und sei damit aussagekräftiger als jedes andere Auslegungstool, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Die umfassende Standort-Datenbank enthalte hochaufgelöste Meteorologiedaten, welche die örtlichen klimatischen Gegebenheiten in Bezug auf Sonneneinstrahlung und Temperatur genau beschreiben. Die hohe Genauigkeit bis in den Minutenbereich spiegle die Dynamik der Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf besonders gut wider und erlaube so eine bessere Anpassung des Wechselrichters an den Photovoltaikgenerator.


Zielgerichtete Hinweise zur Vermeidung von Fehlern

"Nach Aussage unserer Kunden ist insbesondere die Planung und Auslegung einer PV-Anlage besonders zeit- und kostenintensiv," erklärt José del Tor, Produktmanager der SMA. "Wir haben deshalb unser bisher von vielen Installateuren äußerst erfolgreich eingesetztes Planungshilfe GenAu durch ein neues Programm ersetzt, das eine noch schnellere und erheblich präzisere Auswertung erlaubt." Denn bei Sunny Design erfolge bereits während der Eingabe der einzelnen Planungsschritte eine automatische technische Prüfung. Dabei seien vor allem die verschiedenen zielgerichteten Hinweise zur Vermeidung von Fehlern für den Praktiker außerordentlich hilfreich, beispielsweise bei einer nicht angepassten Kabeldimensionierung oder bei einem zu geringen Kabelquerschnitt.


Ergebnisbericht als aussagekräftige Beilage für Angebote

Die Eingabe selbst sei denkbar einfach: Zunächst seien Angaben über Standort und Modultyp erforderlich. Zur Bestimmung des passenden Wechselrichtertyps könne weitestgehend auf einen komfortablen Eingabeassistenten zugegriffen werden, mit dem aufgrund technischer Daten bereits eine erste Vorauswahl getroffen werde. Die abschließende Auswertung liefere einen druckfähigen Ergebnisbericht, der in Form und Inhalt dem jeweiligen Einsatz angepasst werden kann und damit hervorragend als aussagekräftige Beilage für das Angebot an den Kunden geeignet sei.


Einfachere Planung, maximale Wirtschaftlichkeit

Sunny Design erleichtert laut SMA nicht nur die Planung, sondern sorge durch die bestmögliche Anlagenkonstellation für die maximale Wirtschaftlichkeit der gesamten PV-Anlage. Für Techniker und Installateure bedeute das eine große Arbeitserleichterung sowie eine zusätzliche Sicherheit bei der Auswahl der geeigneten Komponenten. Die Software steht in der aktuellen Version 1.01 (Dateigröße ca. 40 MB) im Download-Bereich auf der SMA-Homepage zur Verfügung oder kann auf CD angefordert werden über den Vertriebspartner "Rosendahl Energietechnik GmbH" (http://www.Rosendahl-Energietechnik.de ).

21.07.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Forum Ökologie Traunstein: 24,2 Megawatt Solarstromleistung in drei Landkreisen installiert

Bundesumweltminister Jürgen Trittin lobte bei einem Besuch am 13. Juli 2005 das "Forum Ökologie Traunstein", den mehrfach ausgezeichneten Chiemgauer Solar- und Umweltverein. In seiner Ansprache sprach der Minister den Vorsitzenden Josef Hohlweger und Rainer Schenk stellvertretend für alle Akteure in der Region seine Anerkennung für die erzielte Leistung aus. Allein im Rahmen des Projektes "Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein" konnten seit dem Start vor vier Jahren 24,2 Megawatt Solarstromleistung in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim installiert werden.  Damit können rund 6.900 Haushalte mit klimaschonendem Strom versorgt werden. Für das heimische Handwerk bedeutete dies einen Umsatz von 123 Millionen Euro. Besonders dankte Trittin den Beteiligten auch für ihr Engagement im Bereich Solarwärme. Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung befänden sich heute an der Grenze zur Marktfähigkeit. "Diese Entwicklung wäre nicht möglich gewesen ohne Initiativen wie Ihre und lernbegierige Handwerker", sagte Trittin


Nachfrage nach Solarwärmeanlagen und Holzfeuerungen stark – Unsicherheit über Zukunft des EEG

Josef Hohlweger, 1. Vorsitzender des Forum Ökologie Traunstein, konnte dem Minister die gute Nachricht überbringen, dass die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen und Holzfeuerungen in den vergangenen Wochen stark zugenommen habe. "Stark zugenommen haben aber leider auch die Anfragen verunsicherter Menschen, die in eine Solarstromanlage investieren wollen, sich aber nicht sicher sind, welche Auswirkungen die öffentlichen Gedankenspiele verschiedener Politiker zum EEG haben werden", gab Hohlweger zu bedenken.


Solarwärmeanlagen wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz

Trittin knüpfte in seiner Ansprache an das Klimaproblem an, das sich besonders deutlich durch das Hochwasser in der Region gezeigt habe. Unwetter und Überschwemmungen habe es schon immer gegeben, sagte er. "Aber das Ausmaß, die Häufung und Unkalkulierbarkeit zu mindern, das ist unser Anliegen in Deutschland", so Trittin. Hierzu könnten solarthermische Anlagen einen wesentlichen Beitrag leisten. Ein Haushalt verbrauche rund 70 Prozent seiner Energie für das Heizen. Damit sei die Raumheizung für etwa 15 Prozent der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich.


Solarkollektorfläche in Deutschland vervierfacht

Trittin berichtete, dass die Kollektorfläche in den vergangenen sieben Jahren vervierfacht werden konnte. 6,5 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche seien heute in Deutschland installiert. Durch die stetig gestiegene Nachfrage, die gerade durch Initiativen wie die Traunsteiner und ihrer Partner, geschaffen und aufrecht erhalten worden sei, sei die Produktion kontinuierlich erhöht worden und die Kosten seien entsprechend gesunken. "Wir sind stolz darauf, dass Kollektoren für Kombianlagen heute 'nur' noch mit 135 Euro pro Quadratmeter gefördert werden. Die Grenze zur Marktfähigkeit ist erreicht", betonte Jürgen Trittin. Ziel sei nun, die Nutzung von Kombianlagen zur solaren Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung stärker voranzutreiben. Daher auch die gerade erhöhte Förderung von 110 auf 135 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche bei Kombianlagen und ebenso die Aktion "Wärme von der Sonne".


Regionalkongress "Neue Energie 2005" mit "3E-Jobmaschine"

Peter Rubeck, Sprecher des Forums Ökologie, und Martin Winter vom Rosenheimer Solarförderverein (Rosolar) e.V., stellten aktuelle und anstehende Projekte vor. Noch während sie mit Infoveranstaltungen, Ausstellungen und Solarexkursionen zur Kampagne "Wärme von der Sonne" beschäftigt sind, laufen die Vorbereitungen für den Regionalkongress "Neue Energie 2005" bereits auf Hochtouren. Unter dem Motto "3E-Jobmaschine" zeigen die Partner am 22. Oktober in Rosenheim Möglichkeiten der regionalen Wirtschaftsförderung durch erneuerbare Energien, Energie-Effizienz und Energie-Einsparung. Dabei richten sie sich insbesondere an Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie Verwaltungen. Als positives Beispiel präsentieren sie ein kommunales Nahwärmekonzept mit einem Hackschnitzel-Heizkraftwerk in Reit im Winkl. Anhand des Ortes Tittmoning zeigen sie auf, wie drei Solarstromanlagen eine wahre "Solarlawine" auslösen können. Und natürlich darf auch die Aktion "Sonnenstrom von Watzmann bis zum Wendelstein" nicht fehlen.

21.07.2005   Quelle: Forum Ökologie Traunstein   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BMU fördert Solarwärme-Projekt in Crailsheim mit 1,9 Millionen Euro

Solarwärmespeicher in Crailsheim.
Solarwärmespeicher in Crailsheim.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich am 20.07.2005 bei einem Besuch in Crailsheim über den Baufortschritt des bundesweit größten Vorhabens einer solaren Nahwärmeversorgung informiert. Bis 2008 soll auf den Hirtenwiesen ein Wohngebiet mit 259 Wohnungen und zwei Schulen entstehen, das mehr als die Hälfte seines gesamten Wärmebedarfs mit Solarenergie decken wird.
 
"Das Großprojekt Crailsheim ist ein herausragendes Beispiel für die intelligente Verknüpfung von Klimaschutz und Energiepolitik. Beeindruckend ist die technische Innovation, mit der niedrige solare Wärmekosten von unter 19 Cent pro Kilowattstunde erreicht werden“, sagte Trittin. Im Bau sind 10.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche an einem 900 Meter langen Lärmschutzwall sowie ein 38.000 Kubikmeter großer Langzeitwärmespeicher.


"Leuchtturmprojekt" im Rahmen der Innovationsinitiative des Bundeskanzlers

Das Vorhaben mit einer Gesamtinvestitionssumme von über 6 Millionen Euro wird gemeinsam getragen vom Bundesumweltministerium mit 1,9 Millionen Euro, von der Stadt Crailsheim mit 1,4 Millionen Euro, vom Land Baden-Württemberg mit 1,1 Millionen Euro und von den Stadtwerken Crailsheim mit 1,6 Millionen Euro. Die technischen Innovationen in Crailsheim seien so überzeugend, dass das Vorhaben als "Leuchtturmprojekt" im Rahmen der Innovationsinitiative des Bundeskanzlers ausgezeichnet worden sei, heißt es in der BMU-Pressemitteilung.


135 Euro Zuschuss für solare Heizungsunterstützung pro Quadratmeter Kollektorfläche

In Deutschland wird laut BMU über ein Drittel des Endenergiebedarfs für die Erzeugung von Niedertemperaturwärme benötigt, vor allem für Raumwärme und zur Trinkwassererwärmung. Dieser Wärmebedarf lasse sich gut mit Sonnenenergie decken – wenn man die überwiegend im Sommer anfallende Wärme bis zur Heizperiode im Winter speichert. Bei der Nutzung der Solarwärme sei Deutschland europaweit führend, knapp die Hälfte der in Europa installierten Solarkollektorfläche befinde sich auf deutschen Dächern. Bereits jetzt habe jedes 20. Einfamilienhaus in Deutschland eine Solarkollektoranlage. Das Bundesumweltministerium fördert die Nutzung der Solarwärme mit Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm. Nach der seit 1. Juli 2005 geltenden neuen Förderrichtlinie werden Solarkollektoranlagen zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung mit 135 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst.

20.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative "Partner für Innovation"

 

Solarwärmesektor begrüßt Diskussion über EU-Richtlinie

Die europäische Solarwärme-Industrievereinigung (ESTIF) und ihre nationalen und regionalen Mitgliedsverbände drängen die Europapolitiker, kühnere Schritte zur Unterstützung erneuerbarer Energien zur Heizung und Kühlung zu unternehmen.  "Erneuerbare Energiequellen zum Heizen und Kühlen sind nötig, um sowohl die Nachhaltigkeit als auch die Sicherheit unserer Energieversorgung zu verbessern", sagt ESTIF-Präsident Ole Pilgaard. "Solarwärme, Biomasse und Erdwärme können saubere Energie liefern aus Quellen, die in ganz Europa zugänglich sind – sie bringen ökonomische und ökologische Vorteile", so Pilgaard weiter. Aus diesem Grund fordern die Unternehmen und Verbände aus dem Bereich Solarwärme, dass die EU eine Richtlinie zur Förderung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien in Kraft setzt. Ohne klare gesetzliche Rahmenbedingungen werde die Nutzung der Erneuerbaren auch künftig weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, so die ESTIF.


Entwurf für einen Initiativbericht voraussichtlich im Oktober

Im Juni 2005 hatte das Europäische Parlament den Weg frei gemacht für einen Initiativreport zur Heizung und Kühlung mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Die Europaparlamentarierin Mechtild Rothe ist Berichterstatterin und wird voraussichtlich Anfang Oktober einen Entwurf vorlegen. ESTIF und ihre Mitglieder begrüßten diesen Schritt.
Eine künftige Richtlinie soll laut ESTIF verbindliche Ziele für alle Mitgliedsstaaten vorgeben, welche deren natürliche Ressourcen und die bereits installierte Leistung berücksichtigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei kein einheitlicher Fördermechanismus für ganz Europa wünschenswert, betont die ESTIF. Stattdessen solle die Richtlinie günstige Rahmenbedingungen schaffen und die Mitgliedsstaaten ermutigen, eigene Wege zu definieren auf der Grundlage bewährter "best practice"-Beispiele wie Imagekampagnen, Zuschüsse, Steuererleichterungen oder Verordnungen.


Verlässliche und vergleichbare Statistiken fehlen

Die ESTIF und ihre Mitglieder betonen die Rolle besserer Statistiken. Diese seien von entscheidender Bedeutung, um die Fortschritte zu überwachen und würden die Mitgliedsstaaten motivieren, den richtigen Rahmen zu wählen, damit die Ziele auch erreicht werden. Bislang seien die verfügbaren Statistiken zur Heizung und Kühlung oft wenig aussagekräftig oder nicht vergleichbar, besonders was den Anteil der Erneuerbaren betreffe, stellt die ESTIF fest. Gemeinsame Anstrengungen seien nötig, um verlässliche und vergleichbare Daten für ganz Europa zu erhalten.

"Jetzt gilt es zu handeln", sagt ESTIF-Vizepräsident Gerhard Rabensteiner. "Die Bedeutung der Erneuerbaren ist seit langem anerkannt. Wir bitten die EU-Institutionen dringend, so schnell wie möglich eine Richtlinie zur Heizung zu erlassen".

20.07.2005   Quelle: European Solar Thermal Industry Federation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND wird 30: Zukunftsfähiges Deutschland bleibt Ziel

Am 20. Juli 2005 wird der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 30 Jahre jung. Seit seiner Gründung im fränkischen Marktheidenfeld sei der BUND kontinuierlich gewachsen und zu dem Umweltverband in Deutschland geworden, der sich am konsequentesten in allen zentralen Feldern der Umweltpolitik engagiert, heißt es in der Pressemitteilung zum 30. Jubiläum.
 
Der BUND ist föderal strukturiert. In 16 Landesverbänden und rund zweitausend Kreis- und Ortsgruppen unterstützen über 390.000 Mitglieder und Förderer die Arbeit des Verbandes. Der BUND ist Mitglied von „Friends of the Earth“, dem weltweit größten Netzwerk von Umweltverbänden mit Mitgliedern in 76 Staaten.


Deutlicher Ausbau der erneuerbaren Energien - Vorreiter beim Kampf gegen die Atomkraft

"Wir haben - zum Teil gegen heftige Widerstände - in den letzten drei Jahrzehnten viel erreicht: zum Beispiel ein fortschrittliches Naturschutzgesetz, einen deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und große Fortschritte im technischen Umweltschutz", so Dr. Angelika Zahrnt, seit 1998 Vorsitzende des BUND. Doch gerade die mit der bevorstehenden Bundestagswahl erhobene Forderung nach einer Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftkraftwerke mache deutlich, dass das Engagement des BUND weiterhin notwendig sei, um Gefahren für Natur und Umwelt abzuwehren und umweltpolitische Alternativen aufzuzeigen, so die BUND-Vorsitzende. Der BUND habe sich schon sehr früh für erneuerbare Energien engagiert, auf ihn gehe maßgeblich die ökologische Steuerreform zurück und er sei Vorreiter beim Kampf gegen Gen-Food und Atomkraft gewesen. Der BUND prägte zudem mit der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" die Diskussion über nachhaltige Entwicklung und nachhaltigen Konsum.


Engagement für Natur- und Umweltschutz auch in Zukunft unerlässlich

Angelika Zahrnt: "Wenn jetzt wieder die Ideologie ausgekramt wird, Natur- und Umweltschutz sei ein Luxus, auf den man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichten kann, wenn Union und Liberale unter dem Schlagwort 'Bürokratieabbau' den Schutz der Natur und der Gesundheit der Menschen einschränken wollen, wenn sie die Rechte der Verbraucher beschneiden und den Tierschutz beschränken wollen, dann wird deutlich: Die Stimme und das Engagement des BUND wird auch in Zukunft gebraucht."


Prominente Unterstützung und Gründungsmitglieder

Zu seinem 30. Geburtstag gründete der BUND die BUNDstiftung, die ein langfristiges Engagement zugunsten von Umwelt und Natur ermöglichen soll, das steuerlich gefördert wird. Mit seinen jährlich rund dreizehn Millionen Euro Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen fördert der BUND viele Naturschutzprojekte - darunter das "Grüne Band" entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Diese 1393 Kilometer lange "Perlenkette" wertvoller Biotope ist Heimat vieler seltener Pflanzen und bedrohter Tiere. Einer der prominentesten Unterstützer des Grünen Bandes ist der frühere Staatspräsident der Sowjetunion, Michael Gorbatschow. Zu den Gründungsmitgliedern des BUND gehören unter anderem Bernhard Grzimek, Robert Jung, Horst Stern, Frederic Vester und Hubert Weinzierl, langjähriger Vorsitzender des BUND, heute Präsident des Deutschen Naturschutzrings und Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

20.07.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BUND
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Plambeck verkauft zwei Windparks

Die Plambeck Neue Energien AG hat die Windparks Freudenberg und Brieske in Brandenburg an international tätige Investoren verkauft. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In diesen Windparks würden derzeit 17 Windenergieanlagen vom Typ Vestas V80 mit einer Nennleistung von insgesamt 34 Megawatt (MW) errichtet.  Durch die Verkäufe der Windparks Kemberg (im ersten Quartal 2005), Freudenberg und Brieske habe die Plambeck Neue Energien AG bereits früher als in anderen Jahren nahezu die Hälfte des für 2005 geplanten Jahresumsatzes erreicht.

Im Windpark Freudenberg werden laut Plambeck 14 Windenergieanlagen vom Typ Vestas V80 mit einer Nennleistung von jeweils 2 MW aufgestellt. Diese Anlagen erreichen Gesamthöhen zwischen 115 und 140 Metern. Der Windpark soll im September komplett errichtet sein. Bereits fertig gestellt sei ein eigens für den Windpark Freudenberg errichtetes Umspannwerk, mit dessen Bau im März 2005 begonnen worden war. Im Windpark Brieske entstehen derzeit drei Windenergieanlagen. Auch hierbei handle es sich um Anlagen des Typs Vestas V80 mit einer Gesamthöhe von 140 Metern. Die Nennleistung jeder Anlage beträgt 2 MW. Die Fertigstellung dieses Windparks ist für Anfang August vorgesehen. Nach ihrer Inbetriebnahme werden die Windenergieanlagen in den beiden Windparks ausreichend umweltfreundlichen Strom erzeugen, um damit den Jahresbedarf von rund 15.000 Haushalten zu decken, so die Plambeck Neue Energien AG.

Weit fortgeschritten seien die Bauarbeiten im bereits verkauften Windpark Kemberg (Sachsen-Anhalt), in dem die Plambeck Neue Energien AG zur Zeit 10 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 15 MW errichtet. In Kemberg ist die Fertigstellung bis Ende August 2005 vorgesehen.

20.07.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Regensburger Solarunternehmen hat über 100 Arbeitsplätze geschaffen

Der bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf lobte am 16.07. 2005 bei einem Besuch das Solarunternehmen Iliotec GmbH in Regensburg, das 115 neue Arbeitsplätze seit 1998 geschaffen hat. Der Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. Carsten Körnig betonte die große Bedeutung des Handwerks für die deutsche Solarbranche. Der Großteil der solartechnischen Wertschöpfung werde beim regionalen Handel und der Installation und Wartung durch Unternehmen wie Iliotec geschaffen.   Insgesamt bietet die deutsche Solarbranche laut Körnig mittlerweile über 30.000 Menschen in Deutschland Arbeit.


Von der "Zwei-Mann-Firma" zum regional führenden Solarunternehmen

Die Iliotec Solar GmbH wurde 1998 in Regensburg gegründet und hat mittlerweile weitere Niederlassungen in Weiden und Nürnberg. Aus der Zwei-Mann-Firma sei ein in Bayern führendes Solarunternehmen geworden, welches nicht nur 115 Mitarbeiter beschäftige, sondern auch überdurchschnittlich ausbilde, heißt es in der Pressemitteilung. Iliotec habe seinen Umsatz von 1,7 Millionen Euro im Jahr 2000 auf rund 40 Millionen Euro im Jahr 2004 steigern können. Kürzlich sei das Unternehmen vom bayerischen Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu als eines der wachstumsstarken "Bayern Best 50" ausgezeichnet worden.
Bei seinem Besuch betonte Staatsminister Dr. Schnappauf die bundesweite Spitzenstellung Bayerns bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Diese deckten in Bayern 7,8 Prozent des Primärenergiebedarfs, gut doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt mit 3,4 Prozent. Rund 50 Prozent des deutschen Solarstroms kommen laut Schnappauf aus Bayern.


Bayern als Schlüsselland für die Entwicklung der Solarbranche
Der Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V., Carsten Körnig, sieht Bayern als für die Entwicklung der Solarbranche wichtiges Schlüsselland. Von den bundesweit über 30.000 Arbeitsplätzen sei ein Großteil in Bayern angesiedelt. Vornehmlich kleine und mittlere Unternehmen profitierten vom Wachstum der Solarbranche. Die Förderung der Solarstrombranche basiere dabei auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). "Durch die Regelungen für Solarstrom im Erneuerbare-Energien-Gesetz entstehen Tausende neue Arbeitsplätze in Deutschland und zu großen Teil auch in Bayern. Auswirkungen auf den Strompreis hat dies nahezu keine", betont Körnig. Jeder Verbraucher zahle für die Förderung von Solarstrom lediglich 0,06 Cent pro Kilowattstunde seines Stromverbrauches. Bei einem Endkundenpreis von 19,7 Cent pro Kilowattstunde seien dies rund 8 Cent pro Person und Monat.

20.07.2005   Quelle: Iliotec GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Atommüll: Greenpeace protestiert gegen Endlager-Pläne der CDU

Gegen die Pläne der CDU, den Salzstock Gorleben nach einem Regierungswechsel zum Endlager für hoch radioaktiven Atommüll zu machen, protestieren etwa 50 Greenpeace-Aktivisten seit dem Vormittag des 19.07.2005 in den Zufahrten zum Gelände. "Gorleben: Nicht ganz dicht, Frau Merkel!" steht auf Bannern und Handschildern, berichtet die Umweltorganisation in einer Pressemitteilung. Im neuen Wahlprogramm und im Energie-Positionspapier erkläre die CDU, dass sie den Salzstock wieder auf seine Eignung prüfen, aber keine alternativen Standorte für den strahlenden Abfall untersuchen wolle, kritisiert Greenpeace.  Laut einer neuen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace lehnen 58 Prozent der Menschen in Deutschland die Endlagerung von radioaktivem Müll in Gorleben ab, unter den 14 bis 29-Jährigen seien es sogar 73 Prozent.


"CDU täuscht die Öffentlichkeit"

"Diese eindeutigen Zahlen haben uns positiv überrascht. Sie zeigen, dass trotz jahrelanger und teils gezielter Fehlinformation seitens CDU und Atomlobby in der Bevölkerung angekommen ist, dass Gorleben als Endlager nicht geeignet ist", sagt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace. Obwohl der Salzstock seit Anbeginn stark umstritten sei, sei er für die Erkundung so ausgebaut worden, wie es für ein Endlager erforderlich wäre. "Die CDU täuscht die Öffentlichkeit. Wenn sie wieder Zeit und Geld in Gorleben investiert, will sie das Gelände als Endlager zementieren. Offensichtlich will sich Merkel entschlossen zeigen. Aber einen undichten Salzstock durch Atomüll zu einer Gefahr für die Menschen in der Region zu machen, ist ein falscher Entschluss", sagt Breuer. Greenpeace fordert, Gorleben als Endlagerstandort aufzugeben.


Gefahr für das Grundwasser

Seit Jahren würden Wissenschaftler beweisen, dass Gorleben als Endlager für hoch radioaktiven Müll ungeeignet ist, betont Greenpeace. "Undicht bleibt undicht, da gibt es nichts mehr zu erkunden", erklärt Breuer. Das erforderliche wasserdichte Deckgebirge fehle auf einer Fläche von 7,5 Quadratkilometern. In dieser so genannten "Gorlebener Rinne" liegen laut Greenpeace Geröll und Grundwasser direkt auf dem Salz. Damit bestehe die Gefahr, dass aus dem Atommüll gelöste Radionuklide in das Grundwasser gelangten und dieses verseuchten. Trotzdem würden die Atomkonzerne E. on, RWE, Vattenfall und EnBW an dem unsicheren Standort festhalten, heißt es in der Grenpeace-Pressemitteilung. Gorleben sei 1977 von der CDU-Regierung Niedersachsens wegen seiner Nähe zur damaligen DDR-Grenze ausgewählt worden, nicht aus wissenschaftlichen Gründen, so die Umweltschutzorganisation. Probebohrungen unter Leitung des Kieler Geologen Klaus Duphorn von 1979 bis 1981 hätten ergeben, dass der Salzstock ungeeignet sei.

19.07.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMU veröffentlicht aktuelle Zahlen zu erneuerbaren Energien

Wie gut sich die erneuerbaren Energien in Deutschland und international entwickelt haben, zeigt die Broschüre "Erneuerbare Energien in Zahlen", die das Bundesumweltministerium (BMU) in sechster, aktualisierter Auflage veröffentlicht hat. "Seit 1998 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bei uns verdoppelt, die aus Wind produzierte Strommenge versechsfacht und aus Biomasse verdreifacht", kommentiert Bundesumweltminister Jürgen Trittin die neuen Zahlen.  In seiner Wirkung gegen den Klimawandel sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) "einsame Spitze“, so der Minister


70 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart

Insgesamt spart Deutschland laut BMU durch Energie aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme derzeit über 70 Millionen Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ein. Die erneuerbaren Energien erreichten 2004 einen Anteil von 3,6 Prozent am Primärenergieverbrauch (2003: 3,3 Prozent) und 9,3 Prozent am Stromverbrauch (2003: 8,0 Prozent). "Mit heute gut 10 Prozent nehmen die Erneuerbaren einen festen Platz in der Energiewirtschaft ein", heißt es in der BMU-Pressemitteilung.


130.000 direkte oder indirekte Arbeitsplätze

Nicht nur das Klima profitiere vom Ausbau der erneuerbaren Energien, betont Trittin. Sie seien auch zum Motor für Arbeit und Beschäftigung sowie ein Wirtschaftsfaktor geworden. Rund 130.000 Arbeitsplätze (etwa 60.000 mehr als 1998) gebe es mittlerweile in Deutschland, die direkt oder indirekt auf den Ausbau der Erneuerbaren zurückgehen. 2004 sei insgesamt ein Umsatz von rund 11,6 Milliarden Euro erzielt worden, rund 6,5 Milliarden Euro davon durch Investitionen.


Ziel: 20 % Erneuerbare bis 2020

Ziel der Bundesregierung ist, den Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch bis 2020 auf mindestens 20 % des heutigen Stromverbrauchs zu steigern. Diese würden nach Angaben der Branche – bei Berücksichtigung eines weiter wachsenden Exportanteils – rund 500.000 Menschen Arbeit geben. Stiege dabei der Primärenergieanteil auf 10 %, würden rund 200 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll nach den Plänen der Bundesregierung rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs durch Erneuerbare gedeckt werden.


Kostenlose Broschüre per Post oder im Internet

Die Broschüre "Erneuerbare Energien in Zahlen – nationale und internationale Entwicklung" ist kostenlos erhältlich beim BMU, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 11055 Berlin. Sie kann auch als PDF-Dokument (48 S., 2790 KB) heruntergeladen werden unter http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/erneuerbare_energien_zahlen.pdf

19.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Europäische Kommission startet Kampagne "Nachhaltige Energie für Europa"

"Die intelligente Energieproduktion und -nutzung werden die europäische Energielandschaft grundlegend verändern", lautet die Schlüsselbotschaft der am 18.07.2005 von der Europäischen Kommission initiierten Kampagne "Nachhaltige Energie für Europa". Die Kampagne soll bis 2008 laufen und dazu beitragen, dass die energiepolitischen Ziele der EU erreicht werden.  Dazu gehören die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien auf bis zu 12% bis zum Jahr 2010 sowie eine wesentliche Senkung des Energieverbrauchs. Diese sei im kürzlich verabschiedeten Grünbuch über Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 mit 20% veranschlagt worden, heißt es in der Pressemitteilung der EU Kommission.


Stärkung der Wettbewerbsposition der europäischen Industrie auf den Weltmärkten

Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Energie, erklärte zum Start der Kampagne: "Besondere Anliegen dieser Kampagne sind die Förderung eines höheren Lebensstandards, des Wirtschaftswachstums, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der Wettbewerbsposition der europäischen Industrie auf den Weltmärkten." Die Kampagne ist laut EU-Kommission darauf ausgerichtet, das Bewusstsein zu schärfen bei Entscheidungsträgern auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Zudem sollen bewährte Praktiken verbreitet werden und bei den Bürgern eine starke Sensibilisierung sowie Verständnis und Unterstützung für die verfolgten Ziele erreicht werden. Außerdem sollen die erforderlichen Trends zu größeren Privatinvestitionen in Technologien der nachhaltigen Energie angestoßen werden.


Zentrale Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit im Internet

Bei der Kampagne Nachhaltige Energie für Europa 2005-2008 ist besonders die Unterstützung und Förderung von Maßnahmen in den folgenden neun Bereichen vorgesehen: Regionen, Städte, Inseln und ländliche Gebiete, Gemeinschaften, die eine 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien anstreben, Verkehr, Gebäude, Beleuchtungssysteme und Geräte, Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern sowie Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Im Rahmen der Kampagne werden jährlich zentrale Veranstaltungen stattfinden, zum Beispiel eine Konferenz und die Verleihung des Preises für nachhaltige Energie. Auf der Webseite der Kampagne werden Informationen für Entscheider, die Medien und die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.


Partnerschaften für nachhaltige Energie

Die Partnerschaften für nachhaltige Energie sind die wichtigsten Instrumente der Kampagne. An ihnen sind Akteure beteiligt, die derzeit ein Projekt oder Programm durchführen oder durchführen wollen, das spürbare Auswirkungen auf das jeweilige Energieumfeld in der Europäischen Union haben soll. Die Partnerschaften bilden ein europäisches Netz, das insbesondere darauf ausgerichtet ist, eine breite Palette an Projekten und Programmen im Kontext der Kampagne aktiv einzubeziehen und zu fördern.

19.07.2005   Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

aleo und S.M.D. gründen Tochtergesellschaften in Spanien


Die S.M.D. Solar-Manufaktur Deutschland und ihre Vertriebstochter aleo solar GmbH wollen expandieren: Die S.M.D., die nach eigenen Angaben zu den größten deutschen Solarmodulherstellern gehört, plant noch in diesem Jahr eine neue Produktionsstätte zur Herstellung von Solarmodulen in Spanien. Das neue Werk soll eine Kapazität von 10 Megawatt (MW) haben und rund 25 Mitarbeiter beschäftigen.
  Investitionen in einer Höhe von zirka fünf Millionen Euro seien geplant, heißt es in der Pressemitteilung. Bereits Anfang nächsten Jahres sollen Solarmodule "made in Espana" das neue Werk verlassen. Die Module sollen größtenteils über die aleo solar GmbH in ganz Spanien vertrieben werden. Zu diesem Zweck werde auch aleo mit einer eigenen Tochterfirma im spanischen Markt vertreten sein. Durch die Eröffnung einer Vertriebsniederlassung unterstreiche aleo solar ihren Willen zur Kundennähe. Dem zunehmenden Arbeitsaufkommen im Spanien-Geschäft werde damit ebenso Rechnung getragen wie den wachsenden Anforderungen der Geschäftskunden nach individuellem Service, minimalen Reaktionszeiten und kurzen Abstimmungsprozessen.


Spanischer Photovoltaikmarkt hat rasant an Bedeutung gewonnen

"Der Bau eines spanischen Ablegers der Solar-Manufaktur ist die logische Konsequenz aus unserer erfolgreichen Expansionsstrategie", erklärt Jakobus Smit, Geschäftsführer S.M.D. und aleo solar. "Der spanische Markt hat in den vergangenen Monaten rasant an Bedeutung gewonnen und spielt in unserer Wachstumsstrategie eine Schlüsselrolle", so Smit. Die S.M.D. Solar-Manufaktur / aleo solar mit Vertrieb in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg) entwickelt und produziert Solarmodule für den deutschen und internationalen Markt. Gegründet im September 2001, habe sich das Unternehmen inzwischen zu einem der größten Solarmodulhersteller in Deutschland gewandelt und gehöre zu den Hauptakteuren im PV-Markt. Rund 200 Mitarbeiter werden nach Angaben des Unternehmens zurzeit an den beiden Standorten beschäftigt. Neben dem Vertrieb der eigenen Solarmodule bietet aleo dem Fachhandel komplette, maßgeschneiderte Photovoltaik-Anlagen.

19.07.2005   Quelle: aleo solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Umweltverbände veröffentlichen Kernforderungen zur Bundestagswahl 2005

Die großen deutschen Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR), Greenpeace, NABU und WWF haben sich angesichts der geplanten Bundestagswahl in einem Brief mit sieben Kernforderungen für eine konsequente Umwelt- und Naturschutzpolitik an die Vorsitzenden der Parteien Bündnis90/Grüne, CDU/CSU, FDP, SPD, PDS, WASG gewandt. Unter anderem fordern die Umweltschützer, den Klimaschutz zu verstärken und den Atomausstieg beschleunigen.   "Der Klimawandel ist die größte umweltpolitische Herausforderung unserer Zeit. Eine Umstellung der Energieversorgung weg von den umweltschädlichen und unsicheren fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl hin zu Erneuerbaren Energien ist für die Verhinderung einer Klimakatastrophe unerlässlich und bietet zugleich enorme ökonomische Chancen. Zudem muss die hochgefährliche Atomenergie zügig beendet werden", so die Umweltverbände.


Minderungsziel für Treibhausgase, Impulse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Von einer neuen Bundesregierung erwarten die Verbände die Festlegung eines Minderungsziels für Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um 40% und bis zum Jahr 2050 um 80 % (bezogen auf 1990) mit der Unterstützung des Klimaziels, die durchschnittliche globale Temperaturerhöhung auf unter 2°Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Darüber hinaus fordern sie einen anspruchsvollen Nationalen Allokationsplan II im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems, der die Erreichung des deutschen Kioto-Ziels für den Zeitraum 2008 - 2012 sichere und darüber hinaus starke Impulse setze, in CO2-arme und erneuerbare Energien sowie energieeffiziente Technologien zu investieren.


Atomausstieg und Beibehaltung des EEG

Die Beschleunigung des Atomausstiegs und der Verzicht auf längere Laufzeiten für Atomreaktoren zählt ebenfalls zu den zentralen Forderungen der Umweltverbände. "Atomkraft ist eine nicht-nachhaltige Hochrisikotechnologie und keine Lösung für das Klimaproblem", heißt es in der Pressemitteilung. Von der künftigen Regierung erwarten die Verbände eine alternative Standortsuche für ein Atommüll-Endlager, die ergebnisoffen in Angriff zu nehmen sei. Die Standorte Gorleben und Schacht Konrad halten BUND, DNR, Greenpeace, NABU und WWF nicht für geeignet. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss in seiner jetzigen Form beibehalten werden, fordern die Umweltverbände: mit anspruchsvollen Ausbauzielen für erneuerbare Energien sowie einer stärkeren Förderung der Forschung in diesem Bereich.

19.07.2005   Quelle: Deutscher Naturschutzring; Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SMA will bis Mitte 2006 auf bleifreie Produktion umstellen

Die SMA Technologie AG hat angekündigt, bis Mitte nächsten Jahres komplett auf die Nutzung von Schwermetallen bei der Produktion ihrer systemtechnischen Komponenten zu verzichten. Obwohl Solarwechselrichter nicht unter die zum 01.07.2006 in Kraft tretende EU-Richtlinie 2002/95/EG RoHS (Reduction of Hazardous Substances) fallen, würden schon heute einige der aktuellen Baugruppen RoHS-konform gefertigt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Produktion ohne den Einsatz von Schwermetallen

Darüber hinaus werde geprüft, in wieweit schon jetzt beispielsweise eine generelle Einführung von bleifreiem Lot realisierbar sei. "Der Verzicht auf Blei im Lötzinn hat einen höheren Schmelzpunkt zur Folge, was auch eine erhöhte Temperatur beim Löten erfordert. Damit wächst gleichzeitig die Wärmebelastung der einzelnen Bauteile, so dass Einzelfallprüfungen bei den Bauelementen notwendig werden", erklärt Uwe Hertel, Bereichsleiter Communication & Control bei SMA. Bereits seit Mitte 2004 untersuche man in Zusammenarbeit mit verschiedenen Lieferanten, ob sich deren Bauteile zum Einsatz RoHS-konformer Verarbeitungsprozesse eigneten. Als Ergebnis dieser Bemühungen werde schon heute auf einer der vier SMA-eigenen Fertigungslinien komplett ohne den Einsatz von Schwermetallen produziert. Eine Umstellung der übrigen Produktion sei sofort möglich, sofern die Freigabe durch die verschiedenen Hersteller erfolgt sei.


Produkte aus dem Solarbereich sollen bis spätestens Juli 2006 gemäß der neuen Richtlinie gefertigt werden

Festzustellen sei, dass es für den Großteil der angefragten Bauteile noch keine endgültige Stellungnahme seitens der Hersteller gibt, so SMA. Es könne jedoch davon ausgegangen werden, dass verbindliche Aussagen bis spätestens Ende 2005 vorliegen. Ziel sei, alle Produkte aus dem Solarbereich auf freiwilliger Basis bis spätestens Juli 2006 gemäß den Bestimmungen der neuen Richtlinie herzustellen - sofern zu diesem Zeitpunkt die Verfügbarkeit der Bauteile entsprechend den erforderlichen Produkteigenschaften sichergestellt ist. Bereits in der Vergangenheit hat SMA zahlreiche Maßnahmen für einen verstärkten Umweltschutz wie zum Beispiel Energiereduzierung, Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im Unternehmen umgesetzt. Weitere Informationen erhalten auf der SMA Homepage unter: http://www.SMA.de/RoHS

19.07.2005   Quelle: Pressekontakt SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Stefan Müller wechselt von BP Solar zu SunTechnics

Stefan Müller (38) verstärkt ab sofort das Führungsteam der Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH. Der gebürtige Lüneburger wechselt von BP Solar, für die er in den vergangenen acht Jahren tätig war, berichtet SunTechnics in einer Pressemitteilung.   Müller leitete bei BP unter anderem das Vertriebsteam in Zentral-Europa und baute das Indien-Geschäft auf. Bei SunTechnics ist Müller künftig für den Geschäftsaufbau im Raum Asien-Pazifik verantwortlich. "In Asien steigt der Bedarf nach Energie sprunghaft an. Dabei ist vielerorts ein schwach ausgebautes Stromnetz ein Problem, das es zu lösen gilt. Ein spannender Markt für SunTechnics, die mit intelligenten Systemen eine zuverlässige und bedarfsgerechte Energieversorgung bietet", freut sich Stefan Müller auf sein Engagement als Geschäftsleiter für die asiatisch-pazifische Region.


Starkes PV-Wachstum in Indien, Korea, Vietnam und Malaysia erwartet

2004 wurden laut SunTechnics in der asiatisch-pazifischen Region Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 96 Megawatt neu installiert. Bis 2008 erwartet Stefan Müller einen Anstieg des jährlichen Wachstums auf rund 600 Megawatt an Neuinstallationen. Das entspreche dem Doppelten der in Deutschland Ende 2004 insgesamt installierten Photovoltaik-Leistung. "Allein in Indien plant die Regierung eine Vervierfachung der Solarleistung bis 2010. Aber auch in Märkten wie Korea, Vietnam oder Malaysia steht die Solarenergie vor einem starken Wachstum", so Müllers Blick auf den asiatischen Raum.


Verdopplung der installierten Solarsysteme geplant

In sechs Ländern ist SunTechnics europaweit mit eigenen Niederlassungen aktiv. Nun treibe das Unternehmen seinen internationalen Ausbau dynamisch voran, heißt es in der Pressemitteilung. Anfang Juli eröffnete SunTechnics eine Niederlassung in Australien. Auch im asiatisch-pazifischen Raum sollen noch in diesem Jahr Niederlassungen gegründet werden. "Mit unserem Engineering-Know-how wollen wir weltweit unseren Kunden die optimale Energielösung für den individuellen Bedarf bieten", so Dr. Gerwin Dreesmann, Geschäftsführer von SunTechnics. SunTechnics verbindet technisches Know-how mit einem breiten Dienstleistungsspektrum rund um thermische und photovoltaische Komplettsysteme – von Dachanlagen über architektonische Sonderlösungen bis hin zu solaren Großprojekten und Systemen zur autarken Stromversorgung. Serviceleistungen wie die Komplett-Garantie, durch die 90 Prozent der errechneten Erträge garantiert werden, und das TÜV-Siegel, mit dem SunTechnics als erstes Unternehmen weltweit ausgezeichnet wurde, stünden dabei für die hohe Qualität des solaren Angebots, betont das Unternehmen. 2004 habe der Umsatz rund 130 Millionen Euro betragen. Für 2005 plant SunTechnics, die Anzahl der im vergangenen Jahr installierten Solarsysteme in etwa zu verdoppeln.

18.07.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

S.A.G. Solarstrom AG: Eigene Anlagen zur Solarstromerzeugung umfinanziert

Der S.A.G. Solarstrom AG fließen durch Umfinanzierung eigener Photovoltaikanlagen Geldmittel in Höhe von rund drei Millionen Euro zu, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit erhöhe sich die Liquidität der Gesellschaft im operativen Geschäft und die Rendite auf das Eigenkapital im Geschäftsbereich Stromerzeugung, so die S.A.G.   Solarstrom AG. "Wir freuen uns, dass es uns endlich gelungen ist, die Finanzierung unserer eigenen Anlagen auf ein marktübliches Konzept umzustellen", sagt Finanzvorstand Dr. Benedikt Ortmann. "Denn bedingt durch die Historie mussten unsere Anlagen bisher zu hundert Prozent mit Bargeld besichert werden. Mit der Umfinanzierung erhöhen wir die finanzielle Schlagkraft des Unternehmens im operativen Geschäft, steigern die Eigenkapitalrendite und senken die Fremdkapitalkosten", so der CFO weiter.

Die S.A.G. Solarstrom AG (WKN 702100) gehört nach eigenen Angaben zu den größten Solarstromproduzenten der Photovoltaikbranche und betreibt mehr als 50 eigene, große Solarstromanlagen. Zudem plant, baut und überwacht die Gesellschaft Solaranlagen für Groß- und Privatkunden und sei Marktführer für Finanzprodukte auf der Basis von Photovoltaik. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres und für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres will die Gesellschaft am 20. Juli bekanntgeben.

18.07.2005   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Berenberg Bank: Ölpreis kann bis 2030 auf 120 US-Dollar steigen

Die Energiepreise werden langfristig gesehen weiter steigen, so das Ergebnis der von der Berenberg Bank und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) gemeinsam erstellten Studie "Strategie 2030 - Energierohstoffe". Öl- und Gasunternehmen sowie Versorger würden davon profitieren, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung der Bank und des HWWI.   Der wirtschaftliche Aufholprozess der Entwicklungs- und Schwellenländer werde den weltweiten Energieverbrauch bis 2030 um 75% wachsen lassen, trotz im Trend weitergehender Energiesparbemühungen. "Die Energiepreise werden weiter steigende Tendenz haben. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum um 2,8% könnte der Ölpreis, ausgehend von einem Startwert im Jahr 2004 von knapp 40 US-$ je Barrel, auf 120 US-$ im Jahr 2030 steigen", so HWWI-Direktor Prof. Dr. Thomas Straubhaar, zu den Entwicklungen auf den Märkten für Energierohstoffe.


Anteil der Erneuerbaren von 17 % im Jahr 2030 prognostiziert

Die fossilen Brennstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas, die heute den Verbrauch dominieren, werden laut Straubhaar auch noch im Jahr 2030 den weit überwiegenden Teil des Energieverbrauchs ausmachen. Das Erdgas werde jedoch seinen Anteil auf Kosten von Öl und Kohle ausweiten. Die "sonstigen Energien" (nachwachsende Rohstoffe, Wasserkraft, Kernkraft und Sonnenenergie) würden ihren Anteil von 12 auf 17% erhöhen, so der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts.


Öl- und Gasunternehmen sowie Versorger zählen zu den Gewinnern

Auswirkungen für Unternehmen und Investoren nennt Michael Schramm, Generalbevollmächtigter und Mitglied der Geschäftsleitung der Berenberg Bank: "Unter Verwendung strenger Selektionskriterien sollten Investoren auf Unternehmen aus den Bereichen der Energierohstoffgewinnung, der Umsetzung alternativer Energieformen, des speziellen Kraftwerksbaus und der Planung/ Erstellung von Hafenanlagen setzen." Aber selbst innerhalb einzelner Sektoren werde es Gewinner und Verlierer geben, so Schramm. Generell seien Dienstleistungsbereiche von hohen Energiepreisen deutlich geringer betroffen als Fertigungsbetriebe. In einer Sektorenanalyse kommt die Berenberg Bank zu dem Schluss, dass Transport, Chemie, Automobile, Stahl- und Metallverarbeitung zu den Verlierern der prognostizierten Entwicklung gehören werden, Öl- und Gasunternehmen sowie Versorger zu den Gewinnern. Bei nicht kapitalmarktgebundenen Investments böten realwirtschaftliche Anlageformen wie Immobilien und Edelmetalle hohen Schutz vor Wertverlusten.

18.07.2005   Quelle: Berenberg Bank   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

"Weltversammlung für Erneuerbare Energien" vom 26.-30. November 2005 in Bonn

Nach der Internationalen Regierungskonferenz für Erneuerbare Energien ("renewables") in Bonn vom Juni 2005 wird weltweit nach neuen Ansätzen gesucht, um den Ausbau Erneuerbarer Energien voranzubringen. Bonn werde dabei im Herbst wieder im Mittelpunkt stehen, berichtet die Energieagentur Nordrhein-Westfalen.   Der Weltrat für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy, WCRE) bildete bereits 2004 während der Bonner Regierungskonferenz eine Plattform für über 500 Teilnehmer aus Nicht-Regierungsorganisationen. Mehr als 300 Parlamentarier trafen sich außerdem im Rahmen der “Renewables”-Konferenz im Alten Wasserwerk.


Gegen eine Renaissance der Atomenergie

Der WCRE will den in Bonn begonnenen Aufbruch nun fortsetzen mit der Weltversammlung für Erneuerbare Energien (World Renewable Energy Assembly) vom 26. bis 30. November 2005 in Bonn. Unter Leitung von Hermann Scheer, Vorsitzender des Weltrates, Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreis, befasst sich die Konferenz vor allem mit der beschleunigten Nutzung erneuerbarer Energien und der Bekämpfung der Privilegien und Subventionen fossiler Energien. Besonders einer Renaissance der Atomenergie soll vor diesem Hintergrund entgegengetreten werden. Die Weltversammlung umfasst das 3. Weltforum für Erneuerbare Energien und das 2. Internationale Parlamentarierforum für Erneuerbare Energien. In Workshops, Plenumsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen treffen sich mehrere hundert Teilnehmer und Delegierte aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Entwicklungs- und Umweltorganisationen.

Weitere Informationen: World Council for Renewable Energy (WCRE), c/o EUROSOLAR, Kaiser-Friedrich-Str. 11, D-53113 Bonn, Tel.: 0049-228 362373, www.wcre.org , info@wcre.org

18.07.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

dena: Größeres Marktpotenzial für Erneuerbare Energien in Tschechien

Tschechien hat mit der Verabschiedung seines Erneuerbare-Energien-Gesetzes Anfang Mai die rechtlichen Grundlagen für den verstärkten Ausbau regenerativer Energien verbessert, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung.  Das neue "Exporthandbuch Tschechische Republik - Marktchancen für Erneuerbare Energien" dena, das in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) erstellt wurde, greife diese Entwicklung auf und erläutere die neue Gesetzgebung. Dabei gebe es Einblicke in die aktuellen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien und erlaube eine verlässliche Beurteilung der Exportchancen für deutsche Unternehmen in diesem Markt.


Tschechien will 6 % Erneuerbare bis 2010

"Das erklärte Ziel Tschechiens, den Anteil der regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch von aktuell unter 2 Prozent bis 2010 auf 6 Prozent zu erhöhen, lässt eine größere Dynamik dieses Marktes erwarten", so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz könne einen erheblichen Aufschwung für regenerative Energien bei der Stromerzeugung auslösen. Mit dem neuen Exporthandbuch würden deutsche Unternehmen einen praxisorientierten Leitfaden an die Hand bekommen, der ihnen die Markterschließung wesentlich erleichtere.

Das dena-Exporthandbuch Tschechien informiert unter anderem über die Struktur der Energieversorgung sowie Förderinstrumente und -programme für erneuerbare Energien in Tschechien. Detailliert wird außerdem der aktuelle Stand der Erneuerbare-Energien-Branchen wie Wind, Geo- und Solarthemie, Photovoltaik, Wasserkraft und Brennstoffzellentechnologie beleuchtet. Ein umfangreiches Anschriftenverzeichnis vereinfacht die Suche nach den richtigen Partnern in Behörden, Banken sowie wirtschafts- und handelsfördernden Einrichtungen und erleichtert die Kontaktaufnahme zu tschechischen Firmen aller Sparten der Erneuerbaren-Energien-Branche sowie zu spezialisierten Beratungsunternehmen.

"Der Einstieg in einen neuen Exportmarkt ist für jedes Unternehmen mit vielen Herausforderungen verbunden. Mit unserem neuen Exporthandbuch erhalten interessierte Unternehmen einen umfassenden Einblick in den Exportmarkt Tschechien und damit eine fundierte Entscheidungshilfe für Investitionen vor Ort", so Markus Kurdziel, dena-Bereichsleiter für regenerative Energien. Das "Exporthandbuch Tschechische Republik - Marktchancen für Erneuerbare Energien" erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und kann für 240 Euro bei der dena bestellt werden.

18.07.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Aktion "Wärme von der Sonne" läuft auf Hochtouren

Minister Trittin und Gerhard Stryi-Hipp beim Auftakt WÄRME VON DER SONNE.
Minister Trittin und Gerhard Stryi-Hipp beim Auftakt WÄRME VON DER SONNE.

Ob Solarsprechstunde oder Sonnenwärmetreff, Energietour oder solares Basteln, Weinfest und Umweltmarkt, Schulungen für Handwerker, Planer und Architekten, Kunst und Kabarett, "SonnenScheinFest" oder "Solardetektive": Die Aktion "Wärme von der Sonne" entwickelt ständig Ideen, um mehr Menschen für die Solarwärme zu gewinnen. Seit April dieses Jahres seien 30 bundesweite Solarinitiativen aktiv, um ein größeres Bewusstsein für die moderne solare Haustechnik zu schaffen, gemeinsam mit dem Bundesverband Solarindustrie (BSi) und finanziell unterstützt vom Bundesumweltministerium (BMU).
 

Von Wedel an der Elbe bis Lörrach im Schwarzwald, von Dormagen im Rheinland bis Altenberg in Sachsen haben die häufig ehrenamtlich tätigen Initiativen hierfür breite Aktionsbündnisse mit Partnern vor Ort geschlossen, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Rund 280 Vereine, Firmen, Städte, Kommunen und andere Einrichtungen seien es insgesamt. Bürgermeister und Landräte, Stadtwerke, Energieagenturen, BUND- und Agenda-Gruppen, SHK-Fachbetriebe und Innungen, Planungsbüros, Volkshochschulen und Umweltämter, Schulen, Banken und Versicherungen seien nur einige Beispiele.


Mehr Zeit für Aktionen

Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) als Projektträger unterstützt die lokalen Akteure mit Vortragsmaterialien, Referenten- und Checklisten. Für ihre Veranstaltungen erhalten sie regionalspezifische Aktionszeitungen, Flyer und Plakate sowie Give-Aways wie Luftballons und Stofftaschen. Alle Materialien tragen das Logo WÄRME VON DER SONNE und geben den bundesweiten Aktionen ein einheitliches "Gesicht". Durch Treffen der Aktiven, einen E-Mail-Ticker und das laufend aktualisierte Internet-Portal www.waerme-von-der-sonne.de ermögliche das Berliner Aktionsbüro außerdem den Austausch untereinander und eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit. "So haben wir mehr Zeit, uns auf die eigentlichen Aktionen zu konzentrieren und unsere Kreativität optimal einzusetzen", begrüßt Peter Rubeck vom Forum Ökologie Traunstein die Unterstützung, stellvertretend für seine solaren Mitstreiter. 68.000 regionale Aktionszeitungen, 32.000 Luftballons, 28.000 Postkarten und 8.000 Taschen hätten bereits ihren Weg zu den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gefunden.


Solarwärme für Groß und Klein

Mit ihren Veranstaltungen sprechen die Initiativen breite Schichten der Bevölkerung an. Kindergartenkinder lernen beim Basteln von Solarspielzeug, wie die Sonne Energie erzeugt. Auf "solaren Schnitzeljagden" spüren Schülerinnen und Schüler Solarwärmeanlagen auf. An Infoständen, auf Tagen der offenen Tür und in VHS-Kursen erfahren Hausbesitzer und Bauherren Wissenswertes rund um die Technik, Planung und Finanzierung von Solarwärmeanlagen. Solarspaziergänge, Fahrradtouren zu Anlagen und mehrtägige Exkursionen ermöglichen das "Vor Ort sehen, begreifen, diskutieren", wie es die Initiative Trier nennt. Stadt- und Solarfeste, unter anderem mit "Rope Skipping" und "Bungee Jumping", machen der ganzen Familie Spaß.


Zahlreiche Pilotprojekte entstanden

"Wo einzelne Menschen aktiv sind, da gibt es auch die meisten Anlagen", fasst BSi-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp das Ergebnis einer RegioSolar-Studie von 2003 zusammen. Die Bedeutung der Solarinitiativen für die Verbreitung der Solartechnik in Deutschland sei lange unterschätzt worden, daher habe man mit der Aktion Wärme von der Sonne jetzt die Zusammenarbeit gesucht, so Stryi-Hipp weiter. Die derzeit laufenden Aktionen zeigten bundesweit, was die lokal Engagierten in ihren Städten und Gemeinden schon lange bewegen. Der Marburger Sonneninitiative e.V. zum Beispiel konnte eine örtliche Bausparkasse dazu bewegen, ihr Photovoltaik-Förderprogramm auf die Solarthermie auszudehnen. Ist das Pilotprojekt erfolgreich, will der Baufinanzierer das derzeit noch regionale Angebot auf Hessen und Thüringen ausweiten. Auch die Kartierung von Solarwärmeanlagen im hessischen Kreis Bergstraße könnte Vorbildcharakter haben. Hier durchforsten Schüler auf der Jagd nach Solaranlagen die Straßen und zeichnen diese in Luftaufnahmen ein.


Infotour Solarwärme

Während die Aktionsbündnisse vor Ort aktiv sind, tourt noch bis Ende Juli das Infomobil Solarwärme durch Deutschland. Erstmalig nutzt die Solarbranche dieses mobile Marketing-Instrument und bringt die Informationen fast bis vor die Haustür. In der mobilen Solarausstellung erhalten Interessenten erste Informationen rund um die Klima schonende Technik. Berater von Solarfachfirmen beantworten detaillierte Fragen. Außerdem erhalten Besucher der Infotour Beratungsgutscheine und können auf den jeweiligen Abendveranstaltungen eine Solarwärmeanlage im Wert von Euro 4.000 gewinnen. Diese sponsern Firmen aus der Solarbranche. "Viele kommen mit ausgereiften Konzepten und detaillierten Fragen", berichtet Marco Nurr vom Bundesverband Solarindustrie, der die Tour betreut. Ende Juli wird er 30 Orte in Deutschland bereist und Hunderte von Interessenten beraten haben. Stationen sind die Intersolar in Freiburg und das Kraichtal. Danach geht es nach Wiesbaden, Dormagen und Dortmund. Letzte Station ist der 22./23. Juli in Landshut. Detaillierte Informationen zu den Solarinitiativen, ihren Aktivitäten vor Ort, weiteren Stationen der Infotour sowie Infomaterial zur Solarwärmetechnik für die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung gibt es unter www.waerme-von-der-sonne.de oder unter 030 / 29 777 88 - 22.

17.07.2005   Quelle: Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V. / RegioSolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSi

 

EnBW: erste Niedertemperatur-Brennstoffzelle für Einfamilienhäuser im Praxistest

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG weitet ihr landesweites Programm zur Förderung der Brennstoffzellentechnologie für die Hausenergieversorgung aus. Neben Hochtemperatur-Brennstoffzellen vom Typ SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) will die EnBW künftig im Leistungsbereich für Einfamilienhäuser auch eine Niedertemperatur-Brennstoffzelle des Typs PEMFC (Polymer Elektrolyt Membrane Fuel Cell) erproben. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Technologiepartner der EnBW ist dabei die european fuel cell gmbh, ein Unternehmen der Baxi Gruppe. Mit einer elektrischen Leistung von 1,5 Kilowatt (kW) und einer thermischen Leistung von 3 kW sei diese Brennstoffzelle hervorragend für die Energieversorgung von Einfamilienhäusern geeignet. Dieser so genannte Beta-Prototyp wird laut EnBW deutschlandweit die erste Brennstoffzellenanlage dieser Bauart sein, die direkt bei Kunden installiert und damit unter Realbedingungen getestet wird. Einen entsprechenden Vertrag haben beide Unternehmen unterzeichnet.

"Brennstoffzellen sind eine Schlüssel- und Zukunftstechnologie, die mittelfristig eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösung für die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung eröffnen kann. Mit unserem Engagement wollen wir die Markteinführung und damit die weitere Nutzung der umweltschonenden Brennstoffzellensysteme fördern", so Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartkopf, Technikvorstand der EnBW. Brennstoffzellen bilden nach Angaben des Unternehmens einen Innovationsschwerpunkt der EnBW. Insgesamt 18 Brennstoffzellenanlagen habe die EnBW derzeit installiert und in Betrieb. 17 Anlagen werden für die Hausenergieversorgung, eine Anlage in der industriellen Produktion eingesetzt. "Für die Brennstoffzelle spricht ihre Vielseitigkeit und ihr vergleichsweise hohe Energieausnutzung sowie die Tatsache, dass am Ort der Energieumwandlung deutlich geringere Schadstoffemissionen frei gesetzt werden als bei herkömmlichen Techniken", erläutert Prof. Dr. Thomas Hartkopf, Vorstandsmitglied der EnBW.


Unterschiedliche Betriebstemperaturen bei SOFC und PEM-Brennstoffzelle

Obwohl alle Brennstoffzellen im Prinzip ähnlich funktionieren und Wasserstoff als Energieträger über eine kontrollierte elektrochemische Reaktion in Strom und Wärme umsetzen, ist, die technische Umsetzung dieses Prinzips zum Teil sehr unterschiedlich. Bei rund 900 Grad Celsius arbeitet die SOFC unter allen Brennstoffzellen mit den höchsten Temperaturen. Dies stellt zwar hohe Anforderungen an die eingesetzten Materialien, bietet aber Vorteile aufgrund der einfachen Gasaufbereitung. Insgesamt 16 Vorseriengeräte diesen Typs hat die EnBW derzeit im Einsatz. Mit deutlich niedrigeren Temperaturen arbeitet die PEM-Brennstoffzelle. Deren Arbeitstemperatur liegt bei 70 bis 90 Grad Celsius. Niedrige Betriebstemperaturen und ein einfacher Aufbau der Brennstoffzelle lassen perspektivisch günstige Herstellungskosten erwarten. Niedertemperatur-Brennstoffzellen benötigen jedoch sehr reinen Wasserstoff. Um diesen reinen Wasserstoff aus dem eingesetzten Erdgas zu gewinnen, ist daher ein erhöhter technischer Aufwand nötig. Beide Brennstoffzellen-Typen werden mit wasserstoffreichem Erdgas, welches zuvor entsprechend aufbereitet wird, betrieben und können wie konventionelle Gasbrennwertgeräte im Gebäude problemlos installiert werden.


Zukunftstechnologie unter Realbedingungen testen

"Ziel der EnBW ist, diese Zukunftstechnologie unter Realbedingungen zu testen und hinsichtlich ihrer Energiebilanz und der Ausschöpfung des ökologischen Potenzials weiter zu optimieren", so Hartkopf. Die für die Weiterentwicklung der Technologie wichtigen und in den Projekten der EnBW gesammelten Erfahrungen würden zusammen mit den Herstellern und Forschungseinrichtungen ausgewertet. Bereits seit Ende des Jahres 2000 verfolge die EnBW eine integrierte Strategie zur Förderung der zukunftsträchtigen Brennstoffzellentechnologie bei ihren Kunden. Ein Projekt der EnBW fokussiert die industrielle Nutzung der Brennstoffzelle. So erzeugt die im Michelin-Reifenwerk installierte Brennstoffzelle neben elektrischem Strom unter anderem 200 Grad Celsius heißen Prozessdampf, der direkt zur Vulkanisation von Lkw-Reifen verwendet wird. Dabei ist die Brennstoffzellenanlage in das bereits bestehende konventionelle System der Wärmeerzeugungsanlagen eingebunden. Besonders von diesem Aspekt erhofft sich die EnBW wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich des Zusammenspiels verschiedener Anlagentechniken.


Brennstoffzellentests im privaten Keller

Für Privatkunden bietet die EnBW bereits seit Anfang 2002 das spezielle Brennstoffzellen-Produktpaket "EnBW Cell-Plus" an. Ausgewählte Pionierkunden, bei denen ein kleines Brennstoffzellen-Kraftwerk im Keller installiert wird, erhalten ein komplettes Dienstleistungsangebot seitens der EnBW - angefangen von der Planung bis hin zur Wärmelieferung. Die EnBW installiert, betreibt und überwacht die Anlagen direkt im Heizungskeller der Kunden. Die Hauseigentümer bezahlen - ähnlich wie bei einem Leasing-Vertrag - nur für den tatsächlichen Nutzen, den sie beziehen - das bedeutet in diesem Fall: Wärme für Heizung und Warmwasser. Der erzeugte Strom wird entweder direkt beim Kunden verbraucht oder ins Stromnetz eingespeist. Das technische und finanzielle Risiko bei diesen Protoyp- bzw. Vorserienanlagen übernimmt die EnBW und nimmt auch hierbei eine Vorreiterrolle ein. Innovative Technik von morgen - schon heute im Einsatz.

17.07.2005   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ASUE veröffentlicht aktuelle Übersicht zu BHKW-Anlagen

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. (ASUE) und das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main haben die Broschüre „BHKW-Kenndaten“ aktualisiert.   In der neuen Broschüre wird potenziellen Investoren, Planern und Betreibern von Blockheizkraftwerken ein umfassender Überblick über die derzeit erhältlichen Module, deren Preise und Unterhaltskosten sowie die zugehörigen Anbieter gegeben.

Die Publikation gliedert sich entsprechend der verwendbaren Brennstoffe in die Bereiche Erdgas, Biogas, Klärgas, Heizöl und Rapsöl und berücksichtigt Anlagen mit einer elektrischen Leistung im Bereich von 3 bis 6.800 Kilowattt (kW). In der umfassenden Richtpreisübersicht finden sich neben den Kosten für die Motormodule auch die Preise für Vollwartungsverträge, die Generalüberholung sowie für zusätzliche Brennwertnutzung. In der Angebotsübersicht werden die mehr als 270 einzelnen Module aufgelistet, geordnet nach der elektrischen Leistung, einschließlich aller relevanten Daten wie beispielsweise Wirkungsgrade und Angaben zur Schadstoffminderung. Darüber hinaus sind auch die Abgaswerte, die Geräuschpegel sowie die jeweiligen Abmessungen angegeben. Abgerundet wird die Broschüre durch ein Anschriftenverzeichnis der Anbieter, mit deren Hilfe das Datenmaterial zusammengestellt wurde.


Broschüre als PDF-Dokument im Internet

Die Broschüre „BHKW-Kenndaten 2005“ (DIN A 4, 48 Seiten) kann beim Verlag Rationeller Erdgaseinsatz, zum Preis von 2,50 Euro (zzgl. Verpackung, Versandkosten und Mehrwertsteuer) bezogen werden. Bei der Bestellung von ASUE-Broschüren bittet der Verlag um Beachtung des Mindestbestellwertes von zehn Euro. Einzelexemplare der Broschüre werden kostenlos abgegeben. Die ASUE bietet die BHKW-Kenndaten zum Herunterladen als PDF-Dokument (47 S., 690 KB) an unter
http://www.asue.de/veroff/bhkw/image/BHKW-Kenndaten-2005.pdf


Verlag Rationeller Erdgaseinsatz, Postfach 25 47, 67613 Kaiserslautern, Tel. (06 31) 360 90 70, Fax: (06 31) 360 90 71, E-Mail: info@asue.de, ASUE

17.07.2005   Quelle: ASUE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

China will sich für erneuerbare Energien engagieren

Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul haben die offizielle Ankündigung der chinesischen Regierung begrüßt, vom 7. bis 8. November 2005 eine internationale Konferenz zur Förderung Erneuerbarer Energien auszurichten. Die "2005 Beijing International Renewables Conference" werde eines der wichtigsten internationalen Ereignisse zur Förderung von Erneuerbaren Energien in diesem Jahr, so die Bundesminister.  "Mit der Umsetzung seines 2004 in Bonn angekündigten Aktionsprogramms und der Ausrichtung dieser Konferenz unterstreicht China seine aktive Rolle bei der Förderung Erneuerbarer Energien", sagte Trittin. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul ergänzte: "Die Ankündigung zeigt, wie wichtig Erneuerbare Energien nicht nur für Industrieländer, sondern auch für Entwicklungs- und Schwellenländer geworden sind."


Konferenz-Themen: Ausbau erneuerbarer Energien und Technologietransfer

Beide Bundesministerien wollen China bei der Organisation der Konferenz in Peking unterstützen. Die Konferenz ist konzipiert als Folgekonferenz zur "renewables2004", die vergangenes Jahr von Deutschland in Bonn ausgerichtet wurde. Bereits im Juni 2005 wurde das globale Politiknetzwerk für Erneuerbare Energien (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century - REN21) gegründet. Die Konferenz in Peking soll sich vor allem mit dem Stand des globalen Ausbaus erneuerbarer Energien befassen, mit den Optionen eines Überprüfungsmechanismus und dem Berichtswesen für das Internationale Aktionsprogramm sowie mit dem Technologietransfer. Der Teilnehmerkreis soll alle UN-Staaten umfassen unter Beteiligung von internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und privatem Sektor.

Die Konferenz sei ein wichtiger Meilenstein, um die internationale Zusammenarbeit zur Förderung der Erneuerbaren Energien weiter zu entwickeln und diene als Vorbereitung für die im Jahr 2006 bevorstehenden UN-Verhandlungen der Kommission für Nachhaltige Entwicklung, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumwelt- und Entwicklungsministeriums.

16.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Phönix SonnenStrom AG baut 5,3 Megawatt-Freifeld-Solarkraftwerk

Hans-Josef Fell (Mitte) besichtigt Freifeld-Solarkraftwerk.
Hans-Josef Fell (Mitte) besichtigt Freifeld-Solarkraftwerk.

Über den Baufortschritt der bisher größten von der Phönix SonnenStrom AG umgesetzten Photovoltaik-Anlage informierte sich der Sprecher für Forschung und Technologie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell (MdB) am 8. Juli 2005. Die Phönix SonnenStrom AG errichtet im bayerischen Miegersbach (Landkreis Dachau) im ersten Bauabschnitt eine Solarstromanlage mit einer Spitzenleistung von zwei Megawatt.
 
Bei ihrer Fertigstellung im Dezember 2005 werde die gesamte Anlage unter den weltweit größten Freiflächen-SonnenStrom Anlagen rangieren, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


11.616 Solarmodule auf 56.000 Quadratmetern

Als einer der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) habe sich Fell sehr gefreut, die Früchte seiner Arbeit in Miegersbach besichtigen zu können, heißt es in der Pressemitteilung. Im ersten Bauabschnitt seien auf einer Grundstücksfläche von über 56.000 Quadratmetern 11.616 Solarmodule montiert worden, die umweltfreundlichen Strom für rund 700 Haushalte liefern. Dr. Andreas Hänel, Vorstand der Phönix SonnenStrom AG, informierte seinen Gast über Einzelheiten zum Bau, das Phönix-eigene Montagesystem sowie die Kooperation mit dem Bund Naturschutz im Zusammenhang mit der Megawatt Anlage.


Wachstum nicht zuletzt auf das EEG zurückzuführen

Die mittelständische Phönix SonnenStrom AG wurde 1999 gegründet und hat heute nach eigenen Angaben rund 70 Beschäftigte bei einem Umsatz von über 67 Millionen Euro im Jahr 2004. Erst im Juni wurde das Unternehmen vom bayerischen Wirtschaftsminister Wiesheu als Preisträger von "Bayerns Best 50" ausgezeichnet. Das Wachstum der Phönix SonnenStrom AG sei nicht zuletzt auf die politischen Rahmenbedingungen durch das EEG zurückzuführen, das mit einer garantierten Einspeisevergütung die Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen für die kommenden 20 Jahre deutlich verbessert.


98% der Bundesbürger für stärkere Nutzung der Solarenergie

Solarenergie erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Laut aktuellen Umfragen von Emnid und Allensbach sprechen sich 98% der Bundesbürger für eine stärkere Nutzung von Solarenergie aus. Mehr als 80% aller Befragten wünschen sich eine Beibehaltung oder den Ausbau der Förderung der Erneuerbaren Energien. "Das EEG ist eine unverzichtbare Basis für weitere Milliardeninvestitionen von Industrie und Mittelstand in Erneuerbare Energien“, betont MdB Fell. Allein in Deutschland seien bereits 30.000 Menschen in der Solarbranche beschäftigt. Deutsche Unternehmen nähmen in der Solarstromtechnologie weltweit eine Spitzenposition ein. "Diese gilt es zu halten und auszubauen", so Fell.



16.07.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG

 

Erste europäische Handelsplattform für Biomasse im Internet

Seit dem 12.07.2005 ist die erste europäische Handels- und Informationsplattform für energetisch nutzbare Biomasse online: Unter www.bioxchange.de können Marktteilnehmer ab sofort die gesamte Bandbreite von Bioenergie-Produkten handeln.   Die internetgestützte Handelsplattform ist eine Initiative von BioXchange, für das deutsche Portal zeichnet die Ecofys GmbH verantwortlich. Das deutsche Portal bioxchange.de wird unterstützt von der Fachagentur nachwachsende Rohstoffe (FNR).


Mit dem Start von BioXchange.de sei der europaweite Biomasse-Handel nur noch einen Mausklick entfernt, so die Ecofys GmbH in einer Pressemitteilung. Das Portal bringe Angebot und Nachfrage von Biomasse in Deutschland und Europa aktiv zusammen: Käufer und Anbieter könnten in nur wenigen Schritten Biomasse zum Verkauf anbieten oder Kaufanfragen stellen sowie entsprechende Angebote anderer Nutzer einsehen. Der Kontakt zwischen potenziellen Handelspartnern könne daraufhin automatisch hergestellt werden. "Auf BioXchange finden Marktteilnehmer neue Handelspartner, können Preise vergleichen und optimieren so ihren Biomasseabsatz oder –bezug", sagt Thomas Boermans, verantwortlich bei der Ecofys GmbH für das nationale Portal von BioXchange in Deutschland.


Wachsender Markt durch politische Zielsetzungen und Preisanstieg fossiler Brennstoffe

Der europäische Markt für Biomasse werde aufgrund politischer Zielsetzungen und dem Preisanstieg fossiler Brennstoffe weiter wachsen, betont Ecofys. Derzeit betrage der Umsatz zirka 8 Milliarden Euro pro Jahr. BioXchange will diese Entwicklung unterstützen und hat sich zum Ziel gesetzt, den Handel mit Biomasse transparenter zu machen, neuen Akteuren den Zugang zum Markt zu erleichtern und so die verfügbaren Quellen noch besser auszuschöpfen. Weitere Dienstleistungsangebote wie zum Beispiel Transport und Qualitätskontrollen von Biomasse runden das Angebot von BioXchange ab und bieten somit eine One-Stop-Shop-Lösung für die Versorgung von Bioenergieprojekten.


Kostenlose Registrierung

Eine Übersicht aller Angebote, die auf der Handelsplattform eingestellt wurden (mit Informationen zu Menge, Typ und Herkunft der Biomasse) ist für jeden Besucher der Website sichtbar. Für eine aktive Teilnahme am Handel muss sich der Nutzer einmalig registrieren. Bis zum 31. Oktober 2005 ist die Registrierung und Nutzung kostenfrei.

16.07.2005   Quelle: Ecofys GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Informationskampagne: Stromkonzerne sind Preistreiber, nicht die erneuerbaren Energien

Informationskampagne: "Erneuerbare Energien sind bezahlbar; ein Durchschnittshaushalt zahlt für Erneuerbare gut 1,50 Euro mehr im Monat".

Die erneuerbaren Energien haben kaum Anteil am Anstieg der Strompreise, stellt die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung fest. "In Wahrheit sind die großen Stromkonzerne die Preistreiber", sagt Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne. So verlangten die Konzerne für eine Kilowattstunde Strom ab Kraftwerk im Jahr 2003 noch 3 Cent. Heute seien es schon 4 Cent.
 


Der Beitrag für erneuerbare Energien sei in der gleichen Zeit gerade einmal um 0,17 Cent je Kilowattstunde Strom gestiegen. Gegenwärtig liege er bei 0,54 Cent. "Dieser kleine Beitrag hat dafür gesorgt, dass in Deutschland heute schon jede zehnte Kilowattstunde Strom umweltfreundlich produziert wird", so Peter.

Die Tatsache, dass erneuerbare Energien - entgegen der Behauptungen der Konzerne - nicht die Preistreiber seien, werde auch dadurch belegt, dass der Anteil der Erneuerbaren am Strom deutlich langsamer wachse, als der Strompreis insgesamt, heißt es in der Pressemitteilung der Informationskampagne. So hätten die Stromkonzerne den Preis für eine Kilowattstunde Haushaltsstrom im Jahr 2004 durchschnittlich um 0,64 Cent erhöht. Daran hätten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 16 Prozent (0,1 Cent) gehabt. Im Jahr 2005 sei eine Kilowattstunde bereits jetzt um durchschnittlich 0,77 Cent teurer geworden. Der Anteil der Erneuerbaren Energien daran sei aber auf 11,6 Prozent gesunken und liege nach wie vor bei etwa 0,1 Cent. "Das ist ein erstes Indiz dafür, dass die Erneuerbaren Energien den Strompreis allmählich von den Kosten konventioneller Energieträger unabhängig machen", sagt Peter.


15.07.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Erster Spatenstich für neue Solarfabrik der EverQ GmbH

Der Bau der neuen Produktionsstätte der EverQ GmbH in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat begonnen. Das Unternehmen – ein Joint Venture der in Thalheim ansässigen Q-Cells AG und der US-amerikanischen Evergreen Solar mit Sitz in Marlboro (Massachusetts) – will ab dem Jahr 2006 Solar-Wafer, Solarzellen und -Module auf Basis der von Evergreen Solar entwickelten String Ribbon™-Technologie produzieren.  Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben am 12. Juli 2005, Rudolf Bohn, der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Sachsen-Anhalt, Dr. Gerd Raschpichler, Beigeordneter des Landkreises Bitterfeld, die Oberbürgermeisterin von Wolfen, Petra Wust, der Geschäftsführer der EverQ GmbH, Meendert Buurman sowie die Vorstandsvorsitzenden von Evergreen Solar und der Q-Cells AG, Richard M. Feldt und Anton Milner, die Bauarbeiten eingeleitet.

In der ersten Ausbauphase plant EverQ die Produktion von 30 Megawatt peak pro Jahr und will bis zu 400 neue Arbeitsplätze am Standort Thalheim schaffen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die deutsche Regierung unterstützt EverQ mit Fördergeldern im Gesamtwert von rund 34 Millionen US-Dollar bei den Baukosten des Werkes. Die Gesamtkosten der 30 MW-Fabrik sind auf 75 Millionen US-Dollar veranschlagt. Abhängig vom Erfolg des Werkes beabsichtigen Evergreen Solar und Q-Cells eine Kapazitätsausweitung der Anlage von 30 Megawatt auf 120 Megawatt.


Ein "Solar Valley" im Osten Deutschlands

Mit der Ansiedlung der EverQ GmbH in Thalheim hat sich bereits das dritte Unternehmen der Photovoltaik-Branche für diesen Standort entschieden. Im Mittelpunkt dieses "Solar Valley" im Raum Bitterfeld/Wolfen steht die Q-Cells AG, die mit zurzeit 710 Mitarbeitern Solarzellen produziert und sich innerhalb von fünf Jahren zu einem der weltweit größten unabhängigen Solarzellenhersteller entwickelt hat. Staatssekretär Bohn zeigte sich anlässlich des ersten Spatenstiches erfreut über die Entwicklung am Standort Thalheim: "Der Raum Bitterfeld/Wolfen ist zu einem Zentrum der Wachstumsbranche Solarzellenproduktion geworden. Dass nun auch ein Unternehmen aus den USA hier investiert, zeigt, wie attraktiv Sachsen-Anhalt für Unternehmen der Branche ist", so Bohn. Die Landesregierung werde die Entwicklung des Standorts weiter positiv begleiten, kündigte der Staatssekretär an. EverQ-Geschäftsführer Meendert Buurman sieht die Errichtung der Produktionsstätte als weiteren Schritt nach vorne für die deutsche Solarwirtschaft: "Die neue Technologie bietet erhebliche Möglichkeiten zur Kostensenkung. Damit kommen wir unserem großen Ziel, Solarstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen erzeugen zu können, wieder ein Stück näher", sagte Buurman.


Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) treibt technische Entwicklung voran

"Der heutige Spatenstich ist ein bedeutender Meilenstein in unserer strategischen Partnerschaft", betonte Richard M. Feldt, Präsident und CEO von Evergreen Solar. "Nach erfolgreichem Abschluss der Design- und Planungsphase können wir jetzt mit dem Bau der hochmodernen EverQ-Anlage beginnen. Wir sind überzeugt, dass dieses Werk, sobald es unter Vollauslastung läuft, ein Vorzeigemodell für die Solarindustrie werden kann", so Feldt. Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG, wies anlässlich des Spatenstichs auf die Bedeutung einer weiteren Unterstützung der wachsenden Solarbranche durch die Politik hin: "Der Solarstandort Deutschland profitiert vom weltweiten Wachstum der Branche nicht nur durch Exporte, sondern auch durch Investitionen wie die von Evergreen Solar. Dies ist möglich, weil wir mit Hilfe des EEG die technische Entwicklung vorantreiben können", so Milner. "Um deutscher Technologie auf diesem Zukunftsmarkt einen Spitzenplatz zu sichern, müssen wir aber auch in Deutschland die bewährte Förderung der Solarwirtschaft beibehalten", unterstrich Milner.

15.07.2005   Quelle: Q-Cells AG; EverQ GmbH, Evergreen Solar, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solare Kühlanlage mit Flachkollektoren von Conergy in Bayern eingeweiht

Hochleistungs-Flachkollektorfeld für solare Kühlung in Ingolstadt.
Hochleistungs-Flachkollektorfeld für solare Kühlung in Ingolstadt.

Eine neue Anlage zur solaren Klimatisierung befindet sich auf dem Dach des Service Centers GVZ (Güterverkehrszentrum Ingolstadt) der IFG Ingolstadt GmbH. Am 13.07.2005 hat das Kompetenzzentrum Solartechnik der Fachhochschule Ingolstadt gemeinsam mit der IFG Ingolstadt GmbH, dem Architektur- und Ingenieurbüro pbb und der Conergy AG die Anlage eingeweiht.
 

Vor zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik hat Albert Wittmann, Bürgermeister der Stadt Ingolstadt die solarthermische Anlage offiziell in Betrieb genommen. 50 Flachkollektoren vom Typ "Conergy F 6000" auf dem Dach des Neubaus des Service Centers GVZ treiben ab sofort die solare Kühlungsanlage an, die ihre Energie aus der Sonne bezieht. Ein Stockwerk des Gebäudes wird als Hotel mit 70 Betten genutzt. Das Warmwasser für die Gäste wird ebenfalls ganzjährig über die solarthermische Anlage gewonnen.


Das Projekt wurde von dem Architektur- und Ingenieurbüro pbb gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Solartechnik der Fachhochschule Ingolstadt und dem Bauherrn, der IFG Ingolstadt GmbH, initiiert. Nach der Einweihung soll die Anlage über zwei Jahre intensiv vom Kompetenzzentrum Solartechnik vermessen werden, um die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit solarer Klimatisierung auch in unseren Breitengraden aufzuzeigen. Das richtungweisende Pilotprojekt werde auch vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz unterstützt, so die Conergy AG in einer Pressemitteilung.


Stromkosten für Gebäudeklimatisierung sinken um 40 bis 70 Prozent

Herkömmliche Klimaanlagen und Kühlgeräte nutzen elektrische Kompressoren, deren Energiebedarf bei wärmerer Umgebungsluft überdurchschnittlich steigt. Die innovative Idee der solaren Kühlung besteht darin, den Verursacher der hohen Temperaturen als Antrieb für Kältemaschinen zu nutzen: Die Sonne selbst. Der Kühlbedarf steigt und fällt nahezu zeitgleich mit dem Angebot an Sonnenenergie. Mit solarer Kühlung wird dieser Effekt genutzt, um Strom zu sparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Effiziente solarthermische Systeme reduzieren laut Conergy AG die Stromkosten für die Gebäudeklimatisierung um 40 bis 70 Prozent. Zusätzlich kann die Solarwärme ganzjährig zur Warmwasserzubereitung und an kalten Tagen zur Heizungsunterstützung genutzt werden.

Die Kühlung von Gebäuden gewinne nicht zuletzt wegen der globalen Erwärmung weltweit an Bedeutung, heißt es in der Pressemitteilung. Auch steigende Komfortansprüche ließen den Bedarf für Klimatisierung weltweit stetig wachsen. In Städten wie Houston, Sydney, Madrid und Rom seien beispielsweise bereits heute nahezu sämtliche Gebäude voll klimatisiert. Auch in Deutschland werde bereits die Hälfte der größeren Büroneubauten mit Klimaanlagen ausgerüstet, Tendenz stark steigend. In immer mehr Ländern führe dieser Anstieg immer häufiger zur Überlastung und letztlich zum Zusammenbruch des Stromnetzes. "Solare Kühlung verspricht weltweit enormes Potential zur Stromeinsparung. Conergy wird das in Deutschland vorhandene Know-how nutzen, um diese Zukunftstechnologie auch für südliche Länder nutzbar zu machen", so Dr. Edmund Stassen, Vorstand der Conergy AG aus Hamburg. Solarthermische Systemlösungen von Conergy wandeln Sonnenwärme in Energie um, die an warmen Tagen zur Raumklimatisierung und an kühlen Tagen zur Heizungsunterstützung zur Verfügung steht.

15.07.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG

 

Biogas-Prognose für 2005: Strom für 3 Millionen Haushalte

Drei Millionen Haushalte werden in Deutschland bis Ende 2005 ihren gesamten Strombedarf aus Biogasanlagen decken können. Diese Prognose veröffentlichte der Fachverband Biogas e.V. (FVB) am 13.07.2005 in Freising. Ohne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wäre dieser Erfolg jedoch nicht möglich gewesen, betonte Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas.   Beim Besuch einer Biogasanlage in Eggertshofen bei Freising sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin, die Biogasbranche brauche Kontinuität beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), damit das Wachstum der Stromerzeugung aus Biogas weiter fortgeführt werden könne. Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbands Biogas, hob den Erfolg des EEG hervor: "Ende des Jahres werden in Deutschland voraussichtlich 550 Megawatt elektrische Leistung aus Biogas installiert sein. Jedes Megawatt davon kann 2.000 Durchschnittshaushalte rund um die Uhr verlässlich mit Strom versorgen – insgesamt werden dann rechnerisch über 3 Millionen Haushalte ausschließlich Strom aus Biogasanlagen verwenden."


Einige tausend Arbeitsplätze in Deutschland durch den Betrieb von Biogasanlagen

"Auf meinem Hof beispielsweise sichert die Biogasanlage eine volle Arbeitskraft. Hochgerechnet sind das in Deutschland einige tausend Arbeitsplätze alleine durch den Betrieb von Biogasanlagen, so FVB-Präsident Pellmeyer. Außerdem biete dieser neue Produktionszweig schon heute eine wichtige Betriebsalternative für viele Landwirte. Die Notwendigkeit der Landwirtschaft, sich neue stetige Quellen der Einkommens- und Existenzsicherung zu suchen, werde künftig noch wachsen. Daneben schafften Biogasanlagen weitere Arbeitsplätze. Regional ansässige Technikbetriebe seien für Wartung und Service zuständig, Biologen für die Beratung und Landwirte aus der Nachbarschaft für die Lieferung von Pflanzen für den Betrieb der Anlagen, ergänzte Pellmeyer.


Pellmeyer: "Nirgendwo auf der Welt gibt es ein auch nur annähernd so erfolgreiches Gesetz zum Ausbau der Erneuerbaren Energien"

Trittin und Pellmeyer betonten, dass dieser Erfolg ohne das Engagement der Bundesregierung und die fachliche Arbeit insbesondere des Hauses Trittin im Jahr 2004 nicht möglich gewesen wäre. Erst mit der Erschließung der Energiepflanzen als Einsatzstoff habe Biogas zu einem wichtigen regionalen Wertschöpfer im Sektor Landwirtschaft werden können. Die Umsetzung der Vorschläge des Fachverbandes Biogas hätte nun zu den gewünschten positiven Effekten geführt. Trittin schloss daraus: "Was die Branche jetzt braucht, sind verlässliche Rahmenbedingungen, das heißt Kontinuität beim Erneuerbare-Energien-Gesetz." Dem schließt sich der Fachverband Biogas an. Pellmeyer: "Die aktuelle Diskussion um den Nutzen des EEG ist durchsichtig. Nirgendwo auf der Welt gibt es ein auch nur annähernd so erfolgreiches Gesetz zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Andere Länder beneiden uns darum, dass durch diese Wertschöpfung in der Region alle Bürger am Nutzen erneuerbarer Energieproduktion teilhaben können. Und das für wenige Euro im Jahr, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz an den Stromkosten ausmacht. Dass die Energiewirtschaft, die dieses Geld bisher verdient hat, etwas dagegen hat, ist verständlich. Entscheidend wird für die Bürger sein, dass die Politik auch in Zukunft hinter dem EEG steht."

15.07.2005   Quelle: Fachverband Biogas e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neue BMU-Broschüre "Was Strom aus erneuerbaren Energien wirklich kostet"

Gängigen Vorwürfen gegen umweltfreundlichen Strom will das Bundesumweltministerium (BMU) mit einer neuen Veröffentlichung für Verbraucher entgegentreten. Die Strompreise in Deutschland seien ungerechtfertigt hoch, so das BMU. Die Stromversorger hätten ihre Preiserhöhungen in den letzten Jahren fast durchgehend auch mit den gestiegenen Belastungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begründet. Der Vorwurf, Ökostrom sei staatlich hoch subventioniert, zu teuer und unwirtschaftlich, sei jedoch unhaltbar, betont das BMU in einer Pressemitteilung  Die neue Broschüre weise nach, dass die Preisspirale beim Strom ganz andere Ursachen habe.


EEG-Umlage kostet dreiköpfigen Haushalt 1,50 Euro pro Monat

Strom aus Wind, Sonne und Biomasse wird durch eine Umlage auf die Stromrechnung der Haushalte gefördert. Für einen dreiköpfigen Musterhaushalt waren das laut BMU im vergangenen Jahr 1,50 Euro pro Monat. Auf die Kilowattstunde umgerechnet habe dies rund 3 Prozent beziehungsweise rund 0,5 Cent je Kilowattstunde Haushaltsstrom ausgemacht. Das entspreche einem Anstieg von etwa einem Zehntel Cent gegenüber dem Jahr 2003. Der Strompreis für Haushalte sei demgegenüber von 2003 bis 2004 um insgesamt 0,8 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Der Anteil der Erneuerbaren am Haushaltsstrompreis sei also so gering, dass er vernachlässigt werden könne, betont das BMU. Er werde trotz der zu erwartenden Zunahme der Strommengen aus erneuerbaren Energien auch in den nächsten Jahren nur geringfügig an möglichen Strompreissteigerungen beteiligt sein.


Stromerzeugung und Stromtransport haben den höchsten Anteil an den Preissteigerungen

Den Löwenanteil an den Strompreissteigerungen haben laut BMU die Kosten für Stromerzeugung und Stromtransport. Einschließlich der Umsatzsteuer habe ihr Anteil an den jährlichen Preissteigerungen seit 2001 zwischen 59 und 82 Prozent betragen, im laufenden Jahr werden es laut BMU voraussichtlich sogar 85 Prozent sein. Hinzu komme, dass die Netznutzungsentgelte, die 30 bis 40 Prozent des Strompreises ausmachten, in Deutschland weit über dem Durchschnitt in der Europäischen Union liegen. "Die hohen Strompreise belegten deshalb vor allem eins: Mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt ist dringend erforderlich. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz sind dafür die Weichen richtig gestellt", heißt es in der BMU-Pressemitteilung.


Kostenlose Broschüre per Post oder im Internet

Die Broschüre „Was Strom aus erneuerbaren Energien wirklich kostet“ kann kostenlos bestellt werden beim Bundesumweltministerium (Referat Öffentlichkeitsarbeit, 11055 Berlin) oder im Internet heruntergeladen werden (PDF; 32 S.) unter http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_strompreise.pdf

14.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erste Solarwasserstoff-Tankstelle in Niedersachsen eröffnet

Helmut Jäger (vorne links) und Klaus Dierkes unterzeichnen die Absichtserklärung zur Gründung einer Brennstoffzellen-Entwicklungsgesellschaft.
Helmut Jäger (vorne links) und Klaus Dierkes unterzeichnen die Absichtserklärung zur Gründung einer Brennstoffzellen-Entwicklungs-gesellschaft.

"Ich begrüße sehr, dass mit der Inbetriebnahme dieser Solarwasserstoff-Tankstelle auch in Niedersachsen das Wasserstoffzeitalter beginnt", sagte der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander bei der Einweihung der Photovoltaik-Tankstelle am 29. Juni 2005 auf dem Gelände des Volkswagen Technologiezentrums in Isenbüttel/Gifhorn.

 

In Zukunft soll damit Wasserstoff für Brennstoffzellen-Fahrzeuge erzeugt werden. Daneben unterzeichneten die AutoVision GmbH und die Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG eine Absichtserklärung zur Gründung der Brennstoffzellen-Entwicklungsgesellschaft "InnoCell GmbH". Neben Sander war auch Ingrid Klopp, Mitglied im Niedersächsischen Landtag und Umweltausschuss, bei der Einweihung anwesend.

Die 50 Quadratmeter große Solvis-Photovoltaikanlage betreibt einen Elektrolyseur, der entionisiertes Wasser durch eine elektrochemische Reaktion in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Anschließend wird der Wasserstoff gereinigt, verdichtet und den Fahrzeugen zugeführt. "Der wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenantrieb bietet langfristig gesehen das größte Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasen. Vor allem dann, wenn der Wasserstoff regenerativ mit Hilfe der Sonne oder des Windes erzeugt wird. Deshalb stellen wir heute schon die Weichen für morgen", sagte Hartmut Märtens, Leiter der Brennstoffzellenentwicklung bei Volkswagen.


"InnoCell GmbH" vor dem Start

Für eine langfristige Zusammenarbeit unterzeichneten Helmut Jäger, Geschäftsführer der Braunschweiger Solvis GmbH & Co KG, und Klaus Dierkes, Geschäftsführer der AutoVision GmbH, in Isenbüttel eine Absichtserklärung zur Gründung der Brennstoffzellen-Entwicklungsgesellschaft "InnoCell GmbH". Mit dem Unternehmen sollen Erfahrungen zur Technologie und zum Umgang mit dem neuen Energieträger gewonnen werden. "Dieses Projekt ist ein weiterer wichtiger Baustein unserer Philosophie, effiziente Heizkessel für fast alle Energieträger zu entwickeln", erklärt Jäger. Das Herzstück der Produktpalette, der Solarheizkessel SolvisMax, nutzt bereits Gas und Öl als Zusatzenergie. Die Integration einer Brennstoffzelle ist derzeit in der Entwicklung. Damit kann der Heizkessel gleichzeitig zur Stromerzeugung genutzt werden.

14.07.2005   Quelle: Solvis GmbH & Co KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Volkswagen AG

 

DIE ZEIT: Erster Offshore-Windpark kommt

Der erste deutsche Windpark auf See (offshore) wird noch im Juli auf den Weg gebracht. Wie die ZEIT berichtet, soll er als Forschungsvorhaben mit Unterstützung des Bundes gebaut werden. Das Bundesministerium für Umwelt habe seit Januar daran gearbeitet, die deutschen Küstenländer, Stromkonzerne, Wissenschaftler und Hersteller in der Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See zu vereinen.   "Wir haben die Satzung bei der Niedersächsischen Landesregierung eingereicht", sagt Jörg Kuhbier, ehemaliger Umweltsenator von Hamburg und einer von drei kommissarischen Vorständen. Ende Juli soll die Offshore-Stiftung genehmigt sein.


Fünf Millionen Euro Forschungsmittel für die Rechte am Windpark Borkum West

Schon vor einem Jahr sollten sich zwölf Windräder der 5-Megawatt-Klasse im Windpark Borkum West drehen, heißt es in der Pressemitteilung der ZEIT. Doch die technischen Risiken schienen den Banken zu groß; sie wollten die Windparks nicht finanzieren. Jetzt springe das Bundesumweltministerium ein. Fünf Millionen Euro Forschungsmittel stünden für die Stiftung bereit, um die Rechte am Windpark Borkum West zu kaufen. Dort sollen dann alle drei deutschen Anbieter von Großanlagen ab 2007 ihre Anlagen testen können: Prokon, Enercon und Repower - von 2007 an. Die Energiekonzerne EWE, e.on und Vattenfall gehören der Stiftung ebenfalls an und sollen das Verbindungskabel zum deutschen Stromnetz an Land ziehen.

Der komplette Beitrag wird veröffentlicht in der Zeit ZEIT Nr. 29 vom 14. Juli 2005

14.07.2005   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

LichtBlick begrüßt Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetzes

Der unabhängige Stromversorger LichtBlick begrüßt das Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zum 13.07.2005. "Das gescheiterte Experiment des sogenannten verhandelten Netzzugangs wird morgen endlich offiziell beerdigt.", sagt Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer des bundesweit anbietenden Stromversorgers LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH.  "Das neue Gesetz wird einen Impuls für den Wettbewerb bringen und die Spielräume der Netzbetreiber für Diskriminierung, unerlaubte Quersubventionierung und überhöhte Netzentgelte deutlich einengen. Auch wenn nicht mit kurzfristig sinkenden Strompreisen zu rechnen ist, so wird die Stromkennzeichnungspflicht, die mögliche Standardisierung von Prozessabläufen durch die Bundesnetzagentur sowie die Festlegung der Kalkulationsregeln für die Netzentgelte wichtige Impulse in Hinblick auf Wettbewerb und damit die Wechselmotivation der Verbraucher bringen", so von Tschischwitz.


"Unabhängige Stromanbieter haben viel gewonnen"

Heiko von Tschischwitz ist auch Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter (bne), der die Interessen aller relevanter neuer Player im deutschen Strommarkt bündle. Das neue Gesetz tritt am 13.07.2005 mit über einem Jahr Verspätung in Kraft. Die Europäische Union hatte für Deutschland, als letztes europäisches Land ohne Regulierer, die Stromnetzaufsicht bereits zum 1.7.2004 gefordert. "Auch wenn wir formal ein Jahr verloren haben, so haben wir auch viel gewonnen. Von dem, was die etablierte Stromwirtschaft zu Beginn des Gesetzgebungsverfahrens gefordert hatte, ist nicht viel übriggeblieben. Die normierende Regulierung ist vom Tisch, die Nettosubstanzerhaltung ist ein Auslaufmodell, die Anreizregulierung und die Liberalisierung des Zähl- und Messwesens werden kommen", kommentiert der LichtBlick-Geschäftsführer.


Spiel- und Kalkulationsregeln der Stromwirtschaft in Frage gestellt

Neben den Fortschritten in Bezug auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen stellen laut LichtBlick auch die ordentlichen Gerichte inzwischen die von der Stromwirtschaft in Eigenregie festgelegten Spiel- und Kalkulationsregeln der Vergangenheit immer mehr in Frage. Der Bundesgerichtshof habe Ende Juni 2005 das erste höchstrichterliche Urteil gesprochen und dem Bundeskartellamt im Missbrauchsverfahren gegen die Stadtwerke Mainz AG weitestgehend Recht gegeben. Damit sei besonders die vom Gesetzgeber formulierte Vermutungswirkung der sogenannten "guten fachlichen Praxis" bei Anwendung der Verbändevereinbarungen massiv eingeschränkt worden. "Das Kartenhaus aus Verbändevereinbarungen und fragwürdigen Kalkulationsmethodiken beginnt zu wackeln.", so von Tschischwitz.

14.07.2005   Quelle: LichtBlick - die Zukunft d. Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE zur NRW-Regierungserklärung: Rüttgers blockiert Bioenergie

Die neue nordrhein-westfälische Regierung bereite mit ihrer Haushaltssperre mehr als 300 Projekten im Bereich Erneuerbare Energien den Garaus, so der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. in einer Pressemitteilung. Betroffen seien vor allem Landwirte und Privatleute, die zum Beispiel eine Biogasanlage oder Holzheizung bauen wollten.  Diese müssten nun ohne Investitionskostenzuschüsse des Landes auskommen, so der BEE. "Wachstumsimpulse, wie sie heute in der Regierungserklärung von Jürgen Rüttgers angekündigt werden, sehen anders aus. Die Union betont ständig, dass ihr der weitere Ausbau der Bioenergie besonders am Herzen liegt. Die nun von der Haushaltssperre betroffenen Vorhaben sind jedoch zu mehr als 80 Prozent Projekte aus dem Bereich Bioenergie", sagt Johannes Lackmann, Präsident der Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in Paderborn.


Stopp des REN-Programms spart lediglich fünf Millionen Euro, hemmt aber Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro

"Die neue NRW-Regierung schießt damit kräftig daneben. Viele engagierte Bürger, die sich auf die Politik verlassen haben und in umweltfreundliche Energieprojekte investieren wollen, sind nun enttäuscht." Auch das Ziel, die deutsche Energieversorgung unabhängiger vom immer weiter steigenden Öl- und Gaspreisen zu machen, wird mit dem Förderstopp konterkariert", kritisiert Lackmann. Dabei spare die neue Landesregierung durch den Stopp des so genannten REN-Programms, mit dem in den vergangenen Jahren Tausende von Erneuerbaren-Energie-Projekten unterstützt wurden, lediglich fünf Millionen Euro.

"Diese vergleichsweise kleine Summe hätte aber Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro ausgelöst", sagt Lackmann. Betroffen davon seien nicht nur die engagierten Bürger selbst, sondern auch die örtlichen Handwerker. Sie hätten in den vergangenen Jahren einen immer größeren Teil ihres Einkommens durch die Installation von Biogasanlagen, Holzheizungen und Sonnenkollektoren erzielt. "Die Regierung sollte sich lieber ein Beispiel an anderen unionsregierten Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein nehmen", fordert Lackmann. "Dort macht man mit der Solar- und Bioenergieförderung jetzt richtig ernst und bringt Tausende neuer Projekte auf den Weg."

Lackmann: Windenergie erhält keine staatlichen Subventionen

Kritik erntet Rüttgers auch mit seiner Ankündigung, gegen angebliche Subventionen für die Windenergie vorgehen zu wollen. Lackmann: "Windenergie erhält keine staatlichen Subventionen. Dies hat gerade jetzt noch einmal die Schleswig-Holsteinische Landesregierung betont und das Erneuerbare-Energien-Gesetz als wichtige Grundlage für Innovationen und Beschäftigung hervorgehoben. Herr Rüttgers sollte sich bei seinem norddeutschen Kollegen informieren." Mit der angekündigten restriktiven Politik gegen Windkraftanlagen verhindere die neue NRW-Landesregierung lediglich, dass ältere Windkraftanlagen im Land durch moderne, effektivere und leisere Anlagen ersetzt würden.

13.07.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND: Klimaschutzprogramm muss nachgebessert werden

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat das am 13.07.2005 vom Bundeskabinett verabschiedete Nationale Klimaschutzprogramm der Bundesregierung als nicht ausreichend kritisiert. Das Programm sei nur auf die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll bis zum Jahr 2012 ausgerichtet.   Es enthalte aber keinen Plan, wie die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden könnten, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.

"Die rot-grüne Bundesregierung hat in den vergangenen sieben Jahren wichtige Signale für den Klimaschutz gesetzt. Aber seit Anfang dieses Jahrhunderts sinkt der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland nicht mehr im erforderlichen Ausmaß, so Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND. Wer beim Klimaschutz zögere, verpasse auch viele Chancen für Umwelt und Arbeit. Mit Altbausanierung, sparsamen Fahrzeugen und Dienstleistungen für Energieeffizienz könnten mehrere hundert tausend Jobs geschaffen werden, betonte die BUND-Vorsitzende.


Künftige Bundesregierung muss konkretere Maßnahmen festlegen

Die künftige Bundesregierung müsse - unabhängig davon, aus welchen Parteien sie gebildet werde - konkretere Maßnahmen zur Kohlendioxid-Reduktion in der Koalitionsvereinbarung festlegen. In der Energieeinsparverordnung müssten die Standards für die Altbausanierung verbessert werden. Die KFZ-Steuer müsse Anreize für kohlendioxidarme PKW schaffen und der Stromverbrauch mit einem Markteinführungsprogramm für Stromeffizienz gedrosselt werden.


Union soll Klimaschutzziele für Industrie und Energiewirtschaft im Rahmen des Emissionshandels nicht aufweichen

Der CDU/CSU wirft der BUND vor, die auch klimapolitisch bedeutsame Abschaffung der Eigenheimzulage und Reduzierung der Entfernungspauschale über den Bundesrat blockiert zu haben. Nicht akzeptabel sei auch die Ankündigung der Union, die Klimaschutzziele für die Industrie und Energiewirtschaft im Rahmen des Emissionshandels aufzuweichen. Der Bundesverband der Industrie habe 45 Millionen Tonnen Kohlendioxidminderung bis 2010 zugesagt. Von der rot-grünen Bundesregierung würden im Rahmen des Emissionshandels bereits jetzt nur 10 Millionen Tonnen von der Industrie eingefordert. Wer jetzt noch weiter nachgeben wolle, verspiele jede klimapolitische Glaubwürdigkeit.

13.07.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neues Klimaschutzprogramm setzt Schwerpunkte im Verkehr und bei Privathaushalten

Die Bundesregierung hat am 13.07.2005 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Klimaschutzprogramm 2005 beschlossen. "Mit dem Programm stellt die Bundesregierung sicher, dass Deutschland sein anspruchsvolles Klimaschutzziel erreichen wird", so Trittin. "Darüber hinaus stellen wir die Weichen für unsere ambitionierten Klimaschutzziele bis 2020“, sagte der Minister.  Das Programm ist der sechste Bericht der 1990 unter Federführung des BMU gebildeten Interministeriellen Arbeitsgruppe (IMA) "CO2-Reduktion". Deutschland hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2012 um 21 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Bis 2003 sind die Emissionen laut BMU bereits um 18,5 Prozent zurückgegangen, inzwischen liege der Rückgang bei rund 19 Prozent. "Das belegt unsere Vorreiterrolle weltweit. Deutschland leistet den größten Beitrag zur Minderung der Emissionen in der EU. Und wir werden wahrscheinlich das einzige EU-Land sein, das seine Klimaziele mit eigenen Maßnahmen, also ohne Rückgriff auf flexible Mechanismen, erreichen wird“, so Trittin.


Im Mittelpunkt des Klimaschutzprogramms stünden jene Bereiche, die nicht am Emissionshandel teilnehmen

Die Fortschreibung des Nationalen Klimaschutzprogramms vom 18. Oktober 2000 bilanziert laut BMU die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung der letzten fünf Jahre. Es zeigt auf, welche konkreten Maßnahmen zu welcher Treibhausgasemissionsminderung geführt haben und ob die sektoralen Ziele erreicht wurden. Auf der Basis dieser Analyse werde der noch bestehende Handlungsbedarf identifiziert und ein anspruchsvoller Maßnahmenkatalog vorgelegt, so das BMU. Trotz Selbstverpflichtungen seien in den letzten Jahren die Emissionen in Industrie und Energiewirtschaft angestiegen, berichtet das BMU. Auf diese Fehlentwicklungen habe die Bundesregierung mit der Einführung des Emissionshandels zu Beginn dieses Jahres reagiert. Der Nationale Allokationsplan (NAP) zwinge Industrie und Energiewirtschaft bereits in der ersten Handelsperiode zur Senkung ihrer Emissionen, so dass die sektoralen Ziele erreicht würden. Im Mittelpunkt des Klimaschutzprogramms stünden daher jene Bereiche, die nicht am Emissionshandel teilnehmen, also Verkehr und private Haushalte.


Mehr Anreize zur Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebestand

Zur Erfüllung der Klimaschutzziele in den privaten Haushalten sieht das Programm unter anderem vor, die wirtschaftlichen Anreize zur Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebestand zu verstärken, etwa durch Foerderprogramme der KfW und Marktanreize für Biomasse. Vorgesehen ist zudem die Novellierung der Energieeinsparverordnung und die Einführung eines Energieausweises für Gebäude. Für den Verkehr steht die Weiterentwicklung der Lkw-Maut und die Einführung emissionsabhängiger Landegebühren im Flugverkehr auf dem Programm. Außerdem will die Bundesregierung ihre Strategie weiterverfolgen, herkömmliche Kraftstoffe durch Biokraftstoffe zu ersetzen. Sparsame PKW sollen weiterhin steuerlich gefördert werden.

Das neue Klimaschutzprogramm ziele nicht nur auf das Erreichen des Kyoto-Ziels ab, sondern habe auch mittelfristige Ziele im Blick. Unter der Voraussetzung, dass die EU ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent mindert, wäre Deutschland zu einer Reduzierung um 40 Prozent im gleichen Zeitraum bereit, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Ferner unterstütze das Programm den Beschluss des EU-Umweltrates, wonach die Treibhausgasemissionen der Industriestaaten um 15 bis 30 Prozent bis 2020 und um 60 bis 80 Prozent bis 2050 gegenüber dem Basisjahr 1990 reduziert werden müssen. Außerdem werde das Ziel betont, die globale Erwärmung nicht über 2 Grad C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter ansteigen zu lassen.

Das Klimaschutzprogramm http://www.bmu.de/files/klimaschutz/downloads/application/pdf/klimaschutzprogramm_2005_lang.pdf
und eine Kurzfassung http://www.bmu.de/files/klimaschutz/downloads/application/pdf/klimaschutzprogramm_2005.pdf davon sind im Internet abrufbar.

13.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

KACO eröffnet neues Entwicklungs- und Logistikzentrum für Photovoltaik

Entwicklungs- und Logistikzentrum der KACO Gerätetechnik GmbH.
Entwicklungs- und Logistikzentrum der KACO Gerätetechnik GmbH.

Am 8. Juli eröffnete Geschäftsführer Ralf Hofmann in Erlenbach bei Neckarsulm das neue Entwicklungs- und Logistikzentrum für Photovoltaik-Wechselrichter der KACO Gerätetechnik GmbH. Nachdem sich im letzten Jahr die Produktion vervierfacht habe, sei die Erweiterung nötig geworden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Werk 2 habe 1.600 Quadratmeter Nutzfläche und biete 23 Mitarbeitern Platz. Insgesamt würden damit rund 100 Personen bei KACO Gerätetechnik arbeiten. "Wir zeigen, wie man mit Solarenergie, insbesondere Photovoltaik, Arbeitsplätze schaffen kann", war Ralf Hofmanns Botschaft an die Gäste, darunter Politiker aus der Region. KACO zeige dadurch, welchen Nutzen die Menschen vor Ort von Solarstrom haben.


Technologieführer Deutschland

"Deutschland hat bei erneuerbaren Energien die weltweite Technologieführerschaft. Wenn die anderen merken, dass das Öl begrenzt ist, haben wir die Produkte für eine nachhaltige Energiezukunft", so Hofmann weiter. Was für die Solarbranche allgemein gelte, stimme für KACO in besonderem Maße, betont das Unternehmen. Die Wechselrichter für Solarstrom gehörten technisch zu den Spitzenprodukten und eroberten immer mehr Marktanteile. Gegenüber 2003 habe sich die Produktion 2004 vervierfacht. Die jährlich installierte Leistung von Photovoltaik-Anlagen habe sich im selben Zeitraum "nur"' etwas mehr als verdoppelt.


Absatz von 30.000 Wechselrichtern im Jahr 2005 geplant

Der Marktanteil von KACO-Wechselrichtern liegt jetzt nach Angaben des Unternehmens bei 22%. Das sieben Jahre alte Unternehmen habe damit Platz 2 der Wechselrichterhersteller in Deutschland erobert. Im Zweischichtbetrieb würden täglich etwa 120 Wechselrichter die KACO-Werke verlassen. Das Unternehmen rechnet 2005 mit einem Absatz von 30.000 Wechselrichtern. Auch der Umsatz stimme, betont KACO. "Unsere Strategie, auf höchste Qualität 'Made in Germany' zu setzen, war goldrichtig", sagt Hofmann. KACO habe seinen Umsatz gegenüber 2003 auf 50 Millionen Euro mehr als verdoppeln können. Dieses Jahr soll laut Hofmann erstmals die 65 Millionen Euro-Grenze durchbrochen werden. Auch im Export ist das Unternehmen aktiv: Internationale Niederlassungen befinden sich inzwischen in San Francisco (USA), Kreta (Griechenland), Kloten (Schweiz) und Lagos (Nigeria). Den Vertrieb im spanischen, französischen und italienischen Markt übernimmt die Tochtergesellschaft KACO International.

Damit der technische Vorsprung gegenüber der Konkurrenz erhalten bleibe, habe KACO im Juni 2005 die neue Wechselrichtergeneration "Powador xi" auf den Markt gebracht. Die Integration der neuen VDE Sicherheitsnorm 0126-1-1 garantiere mehr Sicherheit, die 3-Phasen-Überwachung eine höhere Laufstabilität und Stromausbeute als bei vergleichbaren Geräten mit ENS. Die Fernüberwachung werde durch zusätzliche Schnittstellen noch komfortabler.

13.07.2005   Quelle: KACO Gerätetechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KACO Gerätetechnik GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Öko-Institut zieht in das Sonnenschiff ein

Das Öko-Institut e.V. zieht am 14. und 15. Juli mit seiner Geschäftsstelle in das so genannte Sonnenschiff an der Merzhauser Straße 173 in Freiburg. Die neuen ökologischen Büroräume befinden sich im Kopfbau des hoch energieeffizienten Gewerbebaus in Plusenergie-Bauweise, so das Öko-Institut in einer Pressemitteilung. "Unsere Vision von einem ökologischen Büro haben wir damit verwirklicht. Wir leben die Energiewende", sagt Dr. Rainer Grießhammer, stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts.   Der Umzug sei notwendig geworden, weil die bisherigen Büroräume für das Institut zu klein geworden seien. Die 45 Mitarbeiter der Freiburger Geschäftsstelle würden nun insgesamt 860 Quadratmeter über fünf Stockwerke in dem neuen Büro nutzen. Drei der fünf Etagen habe die institutsnahe Stiftung Zukunftserbe erworben, eine das Öko-Institut. Die fünfte Etage miete das Öko-Institut von der Solarsiedlung an, die Stiftung Zukunftserbe habe für diese Etage eine Kaufoption.


Mitglieder finanzieren neue Büros mit Spenden und Darlehen

Den Kaufpreis von insgesamt zwei Millionen Euro für vier Stockwerke erbrachten Institut und Stiftung mit zinsgünstigen Darlehen der Öko-Instituts-Mitglieder und mit Spenden. Rund 500 Mitglieder hätten sich an der Aktion beteiligt. Insgesamt spendeten sie über 100.000 Euro und gewährten 750.000 Euro zinsgünstige Darlehen. Auch Nichtmitglieder unterstützten das Vorhaben großzügig, darunter die Geschwister Marli Hoppe-Ritter und Alfred Ritter mit einer Großspende in Höhe von 255.000 Euro. Hinzugekommen seien Zuschüsse aus dem Innovationsfond Klima- und Wasserschutz des regionalen Energieversorgers Badenova (250.000 Euro) und der baden-württembergischen Klima- und Energieagentur (37.000 Euro).


Solares Dienstleistungszentrum in Plusenergie-Bauweise

20 Millionen Euro hat der Bauträger, die Solarsiedlung GmbH unter Regie des Solararchitekten Rolf Disch, laut Öko-Institut in das Sonnenschiff insgesamt investiert. Es werde das weltweit erste solare Dienstleistungszentrum in Plusenergie-Bauweise. Besondere Dämm-, Verglasungs- und Lüftungstechniken mit Wärmerückgewinnung senkten den Verbrauch an Energie zum Beheizen, Belüften, Kühlen und Beleuchten des Gebäudes auf ein Minimum. So reduziere sich ein zusätzliches Heizen im Winter auf ein Zehntel des Bedarfs eines konventionellen Bürogebäudes. Durch die Verwendung natürlicher, nachwachsender und recycelbarer Baustoffe und durch die natürlich klimatisierten Räume herrscht ein gesundes Raumklima, die Innenräume werden nicht belastet. Die Energie für Heizung, Warmwasserbereitung und Stromversorgung des Sonnenschiffs wird aus dem nahegelegenen Holz-Hackschnitzel-Heizkraftwerk der Badenova und aus der Produktion und Einspeisung von Sonnenstrom stammen, der an dem Gebäude selbst gewonnen wird. Auf den Dächern und an der Solarfassade des Sonnenschiffs entstehen 1.500 Quadratmeter Fläche an Photovoltaik. Nach Fertigstellung des Sonnenschiffes, so Rolf Disch, werde in der Solarsiedlung mit insgesamt 460 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) das größte Solarkraftwerk in der Region Freiburg installiert sein.
Weitere Informationen unter www.oeko.de/suche.htm, Stichwortsuche "Sonnenschiff"

13.07.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesumweltministerium fördert Ausbau der Windkraft in Tschechien

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 11.07.2005 in Berlin den Vertrag für das neue deutsch-tschechische Umweltschutzpilotprojekt "Windpark Rusová" unterzeichnet. Das Bundesumweltministerium (BMU) will sich mit einem Investitionszuschuss von bis zu zwei Millionen Euro an der Finanzierung des Vorhabens beteiligen.  Bei Rusová auf der tschechischen Seite des Erzgebirges wird das tschechische Unternehmen "green lines s.r.o." drei Windkraftanlagen errichten und betreiben. Es handle sich um die ersten Generatoren mit einer Nennleistung von mehr als zwei Megawatt, die in Tschechien errichtet werden, so das BMU.

Die Anlagen seien mit neuartigen Eissensoren zur Betriebsoptimierung und Gefahrenminderung bei hartem Winterwetter ausgerüstet. Auch eine optimierte Nachtkennzeichnung der jeweils höchsten Rotorspitze zur Verbesserung der Sicherheit sei vorgesehen. Die Anlagen sind laut BMU zudem besonders geräuscharm. "Das Projekt hat grenzüberschreitende positive Umweltauswirkungen. Durch diesen Windpark kann allein in der Tschechischen Republik der Ausstoß von mehr als 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden", sagte Bundesumweltminister Trittin.


Einspeisevergütung in Anlehnung an das EEG

Auch in Tschechien wurden laut BMU inzwischen die Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien verbessert. Das Parlament verabschiedete kürzlich ein Gesetz, das die Höhe der Einspeisevergütung für Windstrom nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) regelt. Das Projekt "Windpark Rusová" gehört zu bisher 12 gemeinsamen Umweltschutzpilotprojekten, die Deutschland und die Tschechische Republik bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Zuletzt wurde im September des vergangenen Jahres der ebenfalls mit deutscher Unterstützung errichtete Windpark "Loucna/Wiesenthal" in Betrieb genommen.

Weitere Informationen zur Förderung von Umweltschutzpilotprojekten im Ausland sind abrufbar unter http://www.bmu.de (Themen A-Z ; Förderprogramme; Investitionsförderung im Ausland).

13.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hans-Josef Fell: Abschaffung des EEG würde Verlust von fast 100.000 Arbeitsplätzen bedeuten

"Die heute von der FDP angekündigte Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wäre das Ende für die Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland", so der forschungspolitische Sprecher und Energieexperte der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Hans-Josef Fell (MdB). Neben fast 100.000 Arbeitsplätzen gingen auch High-Tech-Industrien für dieses Land verloren, warnt Fell.  "Deutschland würde seine Spitzenreiterrolle in der Windindustrie, in der Photovoltaik sowie seine starke Stellung in weiten Teilen der Bioenergien, der Geothermie und der Wasserkraft verlieren, so Fell. Bereits geplante weitere Milliardeninvestitionen würden wieder gestrichen werden. "Die FDP wird zum Investitionshemmnis Nummer 1", kritisiert der Grünen-Sprecher.


EEG-Kosten deutlich unter den Gewinnsteigerungen der großen Energieversorger

Die FDP begründe ihre Ankündigung mit den angeblich hohen Kosten des EEG, so Fell. Dabei verschweige sie nicht nur, dass die Kosten des EEG deutlich unter den Gewinnsteigerungen der großen Energieversorger der letzten Jahren lägen - vor allem dramatisiere sie die Kosten des EEG. "Wer weiß schon, dass die von der FDP genannten Kosten nur dann erreicht werden, wenn alte abgeschriebene Kraftwerke mit neuen Stromerzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien miteinander verglichen werden?", fragt Fell. Zudem sei es unlauter, lediglich einen Preisvergleich mit börsennotiertem Strom zu erstellen, der nur etwa 10% der gesamten Strommenge ausmache. Die FDP ignoriere zudem völlig die Umwelt- und Gesundheitsvorteile der erneuerbaren Energien, so Fell. "Ihrer Forderung entsprechend müssten bei den Autos die Katalysatoren und Airbags abgeschafft werden, um Kosten einzusparen", kommentiert der Grünen-Sprecher.


"Union versteckt die Abschaffung des EEG in ihrem Wahlprogramm"

Die Ankündigung der FDP sei auch ein Schlag gegen den Klimaschutz, sagt Fell. Durch das EEG würden schon jetzt jährlich 33 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das EEG sei damit die erfolgreichste Klimaschutzmaßnahme Deutschlands, betont Fell. "Immerhin muss man der FDP im Gegensatz zur Union in diesem Punkt Ehrlichkeit zugestehen: Die Union versteckt in ihrem Wahlprogramm die Abschaffung des EEG hinter Formeln und fordert lediglich Subventionsabbau. Gleichzeitig spricht sie sich für einen Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 12,5 Prozent aus, ohne allerdings einen Zeitraum zu nennen. Dieser Anteil ist aber fast schon erreicht: Die rund 10 Prozent, die die Erneuerbaren Energien heute schon an der Stromerzeugung haben, entsprechen fast den 12,5 Prozent des Stromverbrauchs", rechnet Fell vor. Die Differenz erkläre sich durch eine Reihe von Verlusten wie zum Beispiel Netzverlusten. Somit bekräftige auch die Union ihren alten Beschluss, das EEG 2007 abzuschaffen, resümiert Fell. Bis dorthin würden die 12,5 Prozent Stromverbrauchsanteil sicher erreicht werden.

12.07.2005   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

FDP will EEG abschaffen und KWK-Gesetz reformieren

Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) werde den Strom allein im Jahr 2005 um mehr als 2,5 Milliarden Euro verteuern, erklärte die energie- und verbraucherpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun KOPP anlässlich des am 13.07.2005 in Kraft tretenden neuen Energiewirtschaftsgesetzes (ENWG). Auch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) sei ein Kostentreiber.  Die FDP wolle das EEG abschaffen und das KWK-Gesetz reformieren, heißt es in der Pressemitteilung der energiepolitischen FDP-Sprecherin.


"Strompreise mit staatlichen Kosten belastet"

Das neue Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sei ein wichtiger Meilenstein für das Aufbrechen des natürlichen Monopols im Bereich der Netze und ihrer Entgelte, so Kopp. Es bilde zudem den nötigen Rechtsrahmen für milliardenschwere Investitionen der Energiewirtschaft in Kraftwerke und den Netzausbau. Die Energiepreise belasten die Verbraucher laut Kopp derzeit überproportional, was sich in Konsumzurückhaltung niederschlage. Die Netzentgelte machten jedoch nur 30% der Strom- und Gaspreise aus. Schon deshalb seien nennenswerte Preissenkungen kaum zu erwarten. Über 41% der Strompreise seien aber mit staatlichen Kosten belastet, zum Beispiel durch das EEG.


Energiewirtschaft soll Automatismus von Gaspreiserhöhungen beenden

"Auch die Öl-Gas-Preisbindung muss wegfallen. Sie ist längst überholt und sachlich nicht gerechtfertigt", so Kopp. So hätten Gasversorger angekündigt, ihre Preise zum 1. August 2005 sogar in zweistelliger Höhe anzuheben. Die seit den fünfziger Jahren geltende Anbindung des Gaspreises an den Heizölpreis beruhe auf einer privatwirtschaftlichen Vereinbarung. Sie sei rechtlich nicht vorgeschrieben. "Ich fordere die Energiewirtschaft auf, endlich die entsprechende Preisgleitklausel abzuschaffen, um den Automatismus von Gaspreiserhöhungen zu beenden", heißt es in der Pressemitteilung.

12.07.2005   Quelle: FDP Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin: Solarindustrie braucht Planungssicherheit

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Bedeutung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für den Aufbau der Photovoltaik-Industrie in Deutschland betont. "Dank der verlässlichen Rahmenbedingungen des EEG hat die deutsche Photovoltaik-Branche eine 20-jährige Planungs- und Investitionssicherheit", sagte Trittin am 12.07.2005 bei einem Besuch der RWE SCHOTT Solar GmbH in Alzenau (Bayern), einem führenden deutschen Photovoltaik-Unternehmen.  Allein am Standort Alzenau habe das Unternehmen in jüngster Zeit 180 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion von Solarzellen und Solarmodule investiert. "Das verdeutlicht beispielhaft den Aufschwung der Branche in den letzten Jahren", so der Bundesumweltminister.


EEG ließ neuen Industriezweig entstehen

Deutschland hat mittlerweile Japan bei der Errichtung von Anlagen zu Erzeugung von Solarstrom überholt und steht mit über 300 Megawatt Jahresleistung im Jahr 2004 an der Weltspitze. "Das ist besonders bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass im Jahr 1998 fast alle Hersteller von Photovoltaik-Zellen Deutschland gerade verlassen hatten. Wir haben seitdem erlebt, dass durch das EEG ein ganzer Industriezweig neu entstanden ist", sagte Trittin. Auch die technologische Führerschaft konzentriert sich auf die drei Länder Deutschland, Japan und USA. Sie produzieren derzeit zusammen 80 Prozent der weltweit erzeugten Solarzellen.



Veränderung der Förderbedingungen setzt Arbeitsplätze aufs Spiel

Der Bundesumweltminister warnte angesichts dieses Erfolges vor einer Veränderung der Förderbedingungen für die erneuerbaren Energien. "Wer hier unbeholfen mit ideologischen Scheuklappen agiert, der setzt Hunderte von Arbeitsplätzen in Deutschland aufs Spiel, warnt Trittin. Auch die Photovoltaik-Industrie sei längst globalisiert und Deutschland befinde sich bei den anstehenden Investitionsentscheidungen der Branche im Wettbewerb um High-Tech-Produktionsstandorte, so der Bundesumweltminister weiter.


Mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2004

Insgesamt wird die Photovoltaik-Branche ihre Produktionskapazitäten in Deutschland laut Bundesumweltministerium bis zum Jahr 2006 um 350 Prozent gegenüber dem Jahr 2003 ausbauen. Die Branche erwirtschaftete 2004 einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro und sichere bereits über 20.000 Arbeitsplätze. In 15 Jahren werde mit einem globalen Jahresumsatz der Photovoltaik-Branche von 100 Milliarden Euro gerechnet, vergleichbar dem heutigen Markt der Halbleiterindustrie.

12.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neue Pilotanlage zur chemischen Speicherung von Solarenergie

Solarreaktor (links) mit Abgassystem zur Gewinnung von Zinkstaub.
Solarreaktor (links) mit Abgassystem zur Gewinnung von Zinkstaub.

Erstmalig wird konzentrierte Sonnenenergie als Hochtemperatur-Prozesswärme genutzt, um im Pilotmaßstab einen metallischen Brennstoff herzustellen. In einem von der EU geförderten Forschungsprojekt haben das Paul Scherrer Institut (PSI) und die ETH Zürich, zusammen mit andern Forschungsinstituten und der Industrie, jüngst einen wichtigen Meilenstein realisiert.
 

Bei einer Verwendung von solar produziertem Zink in Batterien oder zur Erzeugung von Wasserstoff als "solarer Brennstoff" lässt sich die Sonnenenergie laut PSI und ETH nach Wunsch zu beliebigen Zeiten und an beliebigen Orten nutzen.

Eine 300-Kilowatt-Pilotanlage zur solaren Herstellung von Zink oberhalb von 1.200 Grad Celsius sei kürzlich in Israel erfolgreich in Betrieb genommen worden berichten PSI und ETH. Besonders attraktive Anwendungen des Zinks seien die Nutzung seines Energieinhalts zur elektrischen Stromerzeugung in Zink-Luft-Batterien sowie zur Produktion von Wasserstoff durch seine Reaktion mit Wasserdampf. In beiden Fällen entstehe wieder Zinkoxid, das erneut im Solarreaktor zu Zink reduziert werden könne.


Konzentrierte Sonnenstrahlung als Prozessenergie

Die solare Reaktortechnologie ist eine Schweizer Entwicklung des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Zürich und bildet das Herzstück der Anlage. Zink entstehe bei etwa 1.200 Grad Celsius aus Zinkoxid unter Beimischung von Holzkohle, wobei nur ein Fünftel der normalerweise bei der Zinkherstellung eingesetzten Kohle- bzw. Koksmenge benötigt werde. Die erforderliche Prozessenergie wird über ein Spiegelsystem bereitgestellt, das die einfallende Sonnenenergie konzentriert und auf die Öffnung des Solarreaktors lenkt, in dem die thermochemische Umsetzung abläuft. Das Hauptprodukt Zink verlässt den Reaktionsraum gasförmig und wird in einem speziell für diesen Zweck entwickelten Abgassystem zu Zinkstaub kondensiert und abgeschieden.

Nach umfangreichen Vorversuchen mit Reaktor-Prototypen am Solarofen des PSI konnten wir, zusammen mit unseren Projektpartnern aus Schweden, Frankreich und Israel, eine 300-Kilowatt-Pilotanlage am Weizmann Institute of Science (WIS) in Rehovot bei Tel Aviv in Betrieb nehmen", erklärt PSI-Mitarbeiter Christian Wieckert, wissenschaftlicher Koordinator des Projekts.


Bis zu 60 Prozent Wirkungsgrad als Ziel

In ersten Versuchen seien etwa 30 Prozent der einfallenden Sonnenenergie für die chemische Umsetzung genutzt und damit 45 Kilogramm Zink pro Stunde produziert worden, berichtet das PSI. Damit seien die projektierten Ziele bezüglich Durchsatz und Effizienz bereits weitestgehend erreicht worden. Noch höhere Wirkungsgrade erwarten die Projektpartner bei den für diesen Sommer geplanten systematischen Testreihen. Größere industrielle Anlagen, für die das laufende Projekt die Grundlagen liefern soll, dürften laut PSI eine Effizienz von 50 bis 60 Prozent erreichen. Damit eröffne der solarchemische Prozess einen effizienten thermochemischen Weg für die Speicherung und den Transport von Sonnenenergie in Form eines solaren Brennstoffes.


Solare Brennstoffe für eine umweltfreundliche Energieversorgung

Die Forschung auf dem Gebiet der Hochtemperatur-Solarchemie an der ETH und am PSI verbindet grundlegende physikalische und chemische Studien mit der verfahrenstechnischen Entwicklung von solarchemischen Reaktoren. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung von Brennstoffen, die mit einer sauberen, universellen und nachhaltigen Energiequelle hergestellt werden. "Solare Brennstoffe können für eine umweltfreundliche Energieversorgung genutzt werden und damit einen Beitrag zur Lösung der Klimaproblematik leisten", sagt Aldo Steinfeld, Professor vom Institut für Energietechnik an der ETH Zürich und Leiter des Labors für Solartechnik am PSI.

12.07.2005   Quelle: ETH Zürich, PSI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PSI

 

Rheinland-Pfalz: Solarpark Sembach offiziell in Betrieb

Solarpark auf ehemaligem US-Militärflughafen Sembach.
Solarpark auf ehemaligem US-Militärflughafen Sembach.

Am 11. Juli 2005 nahm der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hans-Artur Bauckhage, das Solarkraftwerk im Gewerbegebiet Sembach offiziell in Betrieb. Die Solarstromanlage befindet sich in einem Konversionsgebiet auf dem Gelände der ehemaligen US-Airbase Sembach.

 

An der Eröffnung beteiligten sich Pfalzwerke Vorstandsmitglied Dr. Werner Hitschler und Dr. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG. Mit einer Modulfläche von 7.850 Quadratmetern und einer Leistung von rund einem Megawatt speise die Anlage rund 966.000 Kilowattstunden Solarstrom jährlich in das öffentliche Netz ein und liefere Ökostrom, der rechnerisch den Bedarf von rund 420 Durchschnittshaushalten decke, so die Pfalzwerke AG in einer Pressemitteilung. Damit zähle das Kraftwerk zu den größten seiner Art in Rheinland-Pfalz.


773 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr

Für die Umwelt biete der Solarpark eine Reihe entscheidender Vorteile, so die Pfalzwerke: Die 6.210 Solarmodule liefern Strom, ohne den Treibhauseffekt weiter zu verstärken – jährlich würden zirka 773 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Außerdem entstünden bei der Energieproduktion weder Emissionen noch Lärm, darüber hinaus würden die begrenzten Ressourcen an Kohle, Öl und Gas geschont. Eigentümerin des Geländes ist die City Solar AG, die als Initiator des Projekts die Anlage für die Pfalzwerke AG geplant und schlüsselfertig errichtet hat. Der Hersteller RWE Schott Solar hat die qualitativ hochwertigen Module für dieses Solarkraftwerk geliefert und damit die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken fortgeführt.

Nach nur drei Monaten Bauzeit speiste die Anlage am 19. Mai 2005 erstmals umweltfreundlich erzeugten Solarstrom in das öffentliche Netz ein. Dies sei nur möglich gewesen durch den engen Schulterschluss zwischen den Pfalzwerken, allen beteiligten Unternehmen, den Verbandsgemeinde-, Ortsgemeindeverwaltungen und der Kreisverwaltung, welche die Anlage in Rekordzeit genehmigt hätten.

12.07.2005   Quelle: Pfalzwerke AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Pfalzwerke AG

 

FRONIUS hebt Eingangsspannungsbereich für Wechselrichter IG 60 auf 530 Volt an

FRONIUS IG 60HV.
FRONIUS IG 60HV.

Eine Produktänderung der Fronius Solarelektronik, bringt ein weiteres Plus für Betreiber von Solarstromanlagen mit sich, berichtet die FRONIUS International GmbH, Sparte Solarelektronik, in einer Pressemitteilung. Der FRONIUS IG 60-Wechselrichter wurde zum „FRONIUS IG 60 HV“.
 
Die Bezeichnung „HV“ stehe für „High Voltage“ und beziehe sich auf den Eingangsspannungsbereich, der von ursprünglich 500 V auf 530 V angehoben wurde. Für den Kunden bedeute dies noch größere Flexibilität hinsichtlich des verwendeten Modultyps, da nun längere Modulstränge an den FRONIUS IG 60 HV angeschlossen werden könnten. Der MPP-Bereich des FRONIUS IG 60 HV bleibe mit 150 bis 400 V gleich, auch die anderen Wechselrichter der FRONIUS IG-Serie, FRONIUS IG 15 bis 40, blieben gänzlich unverändert.


Neues Beratungspaket für Photovoltaik-Installateure

Ein neues Beratungspaket zur Photovoltaik soll Handwerker, Fachplaner, Architekten und Bauherren einen umfassenden Überblick zu allen wichtigen Fragen der Solarstromerzeugung geben und biete optimale Unterstützung bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen mit interessierten Kunden, so Fronius. Das praktische Nachschlagewerk enthalte neben den Kapiteln "Komponenten einer PV-Anlage" und "Planung und Auslegung netzgekoppelter PV-Anlagen" auch Informationen zu häufig nachgefragten Themen rund um den Wechselrichter. Mit anschaulichen Grafiken und vielen Farbfotos sei der Ordner ein nützlicher Leitfaden für jeden PV-Anlagenplaner. Darüber hinaus enthalte das Beratungspaket eine Software-CD zur Unterstützung bei der Anlagenkonfiguration. Checklisten und Formulare dienen als Arbeitsgrundlage und sollen für eine effiziente Planung der PV-Anlage sowie deren Umsetzung sorgen. Kosten- und Wirtschaftlichkeitsrechnungen geben einen raschen Überblick über die Finanzen. Durch das flexible Ringsystem sei die Beratungsmappe je nach Bedarf um eigene Unterlagen erweiterbar. Fronius bietet den Beratungsordner zum Selbstkostenpreis von EUR 25.- pro Stück an.

12.07.2005   Quelle: FRONIUS International GmbH; Sparte Solarelektronik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FRONIUS International GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

voltwerk übernimmt australischen Projektentwickler Taurus Ltd.

Die Hamburger voltwerk AG ist mit der Übernahme der Taurus Engineering Ltd. in Sydney nun auch auf dem australischen Markt tätig. Taurus verfüge über langjährige Projektentwicklungskompetenz im Bereich der regenerativen Energien, mit Schwerpunkt in der Windkraft, berichtet die voltwerk AG in einer Pressemitteilung.  Die Gründer und Geschäftsführer Andrew Durran (34) und Martin Poole (38) werden weiterhin die Gesellschaft leiten und sie verstärkt auf Photovoltaik-, Biomasse- und solarthermische Großanlagen ausrichten.


Mandatory Renewable Energy Target verspricht kräftiges Marktwachstum

Der Einstieg von voltwerk in Australien bilde eine ideale Ergänzung zu den australischen Aktivitäten der Schwestergesellschaft SunTechnics Solartechnik GmbH sowie der Muttergesellschaft Conergy AG. Das Marktpotenzial in Australien mit seinem kontinuierlich wachsenden Energiebedarf sei enorm. Bis 2010 will die australische Regierung über das MRET (Mandatory Renewable Energy Target) eine Leistung von insgesamt 9.500 Gigawattstunden mit erneuerbaren Energien abdecken, was einer Steigerung von 60% entspricht. "Dank der Übernahme gewinnen wir einen enormen Entwicklungsvorsprung. Taurus besitzt exzellente Marktkenntnisse sowie ausgereifte Windprojekte mit einer Gesamtspitzenleistung von über 100 Megawatt, die wir unter anderem in den nächsten zwei Jahren realisieren wollen", erklärt Nikolaus Krane, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG.

Die voltwerk AG ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Projektentwickler von Photovoltaik-Großkraftwerken. Sie entwickelt und realisiert darüber hinaus Windparks, solarthermische Kraftwerke und Bioenergieanlagen. Die Leistungen des 1999 gegründeten Unternehmens reichen von der Standortentwicklung und der Gestaltung von Beteiligungs- und Finanzkonzeptionen bis hin zum Betrieb der Anlagen. Die Projekte werden überwiegend durch geschlossene Fonds finanziert oder bei institutionellen Investoren platziert. voltwerk ist in Deutschland, Spanien, Frankreich, Polen und jetzt auch in Australien mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv und strebt 2005 einen Umsatz von über 150 Millionen Euro an.

11.07.2005   Quelle: voltwerk AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND zum Unions-Wahlprogramm: Umwelt und Gesundheit kommen unter die Räder

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert das CDU/CSU-Wahlprogramm als "großen Schritt Rückwärts für den Natur- und Umweltschutz". "Die Spitzen von CDU/CSU wollten zurück ins Atomzeitalter", heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Die CDU/CSU strebe freie Fahrt für die Gentechnik in der Landwirtschaft an und wolle mehr Beton statt umweltverträglicher Mobilität im Verkehr. Die Union plane, Umweltstandards zu senken und den Schutz der Verbraucherinnen wirtschaftlichen Interessen unterzuordnen.


"Umwelt- und Gesundheitsschutz kommt unter die Räder"

"Bei Frau Merkels "Vorfahrt für Arbeit" kommt der Umwelt- und Gesundheitsschutz unter die Räder", stellt die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt fest. Verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke belasteten künftige Generationen mit noch mehr Atommüll und bedeuteten ein weiteres Hinausschieben der wichtigen Energiewende. "Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern heißt die atomaren Risiken verlängern. Ein Durchbruch der Gentechnik auf den Äckern würde den Verbrauchern die Möglichkeit nehmen zu entscheiden, ob sie sich gentechnikfrei ernähren wollen oder nicht. Gentechnikfreiheit würde unter CDU/CSU der Vergangenheit angehören" so Zahrnt. "Die Union spricht in ihrem Programm viel von Zukunft. Ihre Vorschläge weisen jedoch in die Vergangenheit. Natur- und Umweltschutz ist kein Luxus, auf den man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichten kann. Weniger Natur- und Umweltschutz bringt nicht mehr Arbeitplätze, sondern bedroht unsere Gesundheit und die Zukunft künftiger Generationen", betont die BUND-Vorsitzende.

11.07.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Greenpeace: CDU will zurück ins Atomzeitalter

Bei der abschließenden Beratung der CDU/CSU zum Wahlprogramm sollten sich die Parteispitzen am 11.07.2005 auch mit der ungeklärten Atommüllproblematik auseinandersetzen. Greenpeace-Aktivisten entrollten am Gebäude ein Banner mit der Aufschrift: "CDU: Kein Rückfall ins Atomzeitalter!".   Außerdem umstellten 40 Umweltschützer den Tagungsort mit Hunderten von gelben Atommüllfässern. "Angela Merkel täuscht die Menschen! Wenn sie von Laufzeitverlängerungen für deutsche Atomkraftwerke redet, meint sie einen Wiedereinstieg in eine gefährliche und unsinnige Technik“, sagt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace.


"Gedankenspiele zu Plutonium und schnellem Brüter"

"Die von den Christdemokraten ins Spiel gebrachte 'Option auf eine langfristige Nutzung der Kernenergie' ist nichts anderes als ein erstes Planspiel für den Neubau von Atomkraftwerken in unserem Land", so Breuer. Auch im Bundestag versuche die CDU/CSU die Atomkraft wieder salonfähig zu machen, kritisiert Greenpeace. Die CDU-Fraktion propagiere den "zukünftigen Energierohstoff Thorium". Das radioaktive Thorium erfordere jedoch ganz andere Atomkraftwerke, als derzeit in Deutschland laufen. Zudem gebe es Gedankenspiele zu Plutonium und dem schnellen Brüter. Das beweise, dass die CDU über eine nächste Generation von Atomkraftwerken nachdenke, so Greenpeace.


Energiepolitik darf nicht Frage der politischen Couleur werden

"Die CDU ignoriert die Gefahren, die von der gefährlichen Atomtechnik und dem strahlenden Erbe für jetzige und auch künftige Generationen ausgeht“, warnt Breuer. Völlig unbeachtet bleibe bei den Christdemokraten auch die Gefahr von Terroranschlägen auf deutsche Atomkraftwerke. Diese seien nur wenig geschützt und böten Terroristen ein leichtes Ziel. "Die Energiepolitik darf nicht wieder zu einer Frage der politischen Couleur werden. Alle Parteien müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland keine Atomkraftwerke will und das aus gutem Grund", so Breuer. "Greenpeace fordert: 'Egal welche Partei im Herbst an die Macht kommt: Keine Rückkehr ins Atomzeitalter! Ausstieg aus der Atomkraft! Kein Export von Atomtechnologie! Kein Endlager Gorleben!' ", so der Appell in der Pressemitteilung.

11.07.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

FDP: USA von Vorteilen des Kyoto-Prozesses überzeugen

"Es ist erfreulich, dass die USA das Ziel des Klimaschutzes nunmehr unterstützen und international Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen wollen." Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende und umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger anlässlich des G-8-Gipfels in Gleneagles. Das sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Einbindung der USA in die internationale Klimaschutzpolitik.   Ziel müsse sein, die USA von den Vorteilen des Kyoto-Protokolls zu überzeugen und sie zu einem Beitritt spätestens ab der zweiten Verpflichtungsperiode zu bewegen, das heiße ab 2012. Dies sei aber nur dann realistisch, wenn das Kyoto-Protokoll zu einer ökologischen und ökonomischen Erfolgsstory gemacht werde, so Homburger. US-amerikanischen Vorbehalten gegenüber Kyoto müsse man die Vorteile marktwirtschaftlichen Klimaschutzes entgegensetzen.


Klimaschutz im Rahmen des Kyoto-Protokolls ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Der Einsatz aller flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls führt laut Homburger dazu, dass große Potenziale zur Senkung der Treibhausgasemissionen erschlossen werden. Zugleich könne Klimaschutz so kostengünstiger betrieben werden. Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen des Kyoto-Protokolls seien also ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Über den Clean-Development-Mechanism (CDM) beispielsweise könnten alle Industriestaaten, die dem Kyoto-Protokoll beigetreten sind, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern durchführen und die daraus erworbenen Emissionsrechte auf eigene Verpflichtungen anrechnen. Das Industrieland profitiere von kostengünstigen Emissionsrechten, das Entwicklungsland vom Technologietransfer und das Weltklima durch geringere Treibhausgasemissionen.

11.07.2005   Quelle: FDP-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Klimaschutz: Trittin begrüßt Gipfelergebnis von Gleneagles

"Das Bekenntnis der führenden Industrienationen zu ihrer besonderen Verantwortung ist ein wichtiges Signal für Fortschritte in der internationalen Klimaschutzpolitik". Mit diesen Worten kommentierte Bundesumweltminister Jürgen Trittin am 07.07.2004 die Ergebnisse des G8-Gipfels in Gleneagles. In den Verhandlungen sei es gelungen, die Bedeutung des Kyoto-Protokolls, das die USA nicht ratifiziert haben, zu unterstreichen.  "Mit der Gipfelerklärung erkennt die US-Administration unter Präsident Bush öffentlich an, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird", so Trittin.


Energieeffizienz und vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien

Der unter dem Vorsitz von Premierminister Blair verabschiedete Aktionsplan setze auf eine Steigerung der Energieeffizienz und auf den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien in den G8-Staaten sowie in großen Schwellen- und Entwicklungsländern, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). In der Gipfelerklärung würden sich die G8 zur Klimarahmenkonvention und zur Fortführung der multilateralen Politik bekennen, um das globale Problem des Klimawandels in den Griff zu bekommen.

Bis 2030 rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) laut BMU mit weltweiten Investitionen von rund 16.000 Milliarden US-Dollar im Energiesektor. Der G8-Aktionsplan bilde die Grundlage für gemeinsame Maßnahmen und Programme zur nachhaltigen, klimafreundlichen Ausgestaltung der Energieinvestitionen. Die Umsetzung soll in einem Dialogprozess vorangebracht werden, in den Weltbank und IEA sowie Länder mit hohem Energiebedarf einbezogen sind. "Verstärkte Anstrengungen in der internationalen Zusammenarbeit sind dringend notwendig, um gefährlichen Klimawandel zu verhindern“, so Trittin. Der G8-Gipfel sei dabei ein wichtiger Brückenschlag.


Weg vom Öl und Atom

Angesichts des wachsenden Energiehungers müsse eine globale Energiewende eingeleitet werden, so der Bundesumweltminister: Weg vom Öl und Atom, hin zu Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien. "Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Energie- und Klimaschutzpolitik belegt, dass dies machbar und wirtschaftlich von Vorteil ist. Erneuerbare Energien helfen, die globale Armut zu überwinden und schaffen neue Arbeitsplätze – allein in Deutschland gut 130 000", betont Trittin. Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und Maßnahmen zur Steigerung von Energieeffizienz hätten Deutschland einen Spitzenplatz in dem globalen Zukunftsmarkt klimafreundlicher Technologien beschert.


Weltweite Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts um bis zu 50% senken

Der Aktionsplan von Gleneagles setzt laut Trittin seine Schwerpunkte bei Technologien, besonders im Energieeffizienzbereich und bei erneuerbaren Energien. Außerdem seien verstärkte Maßnahmen zum Schutz gegen Klimafolgen vorgesehen, vor allem im stark betroffenen Afrika. Dazu Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Die Initiativen der G8 unterstützen die notwendige multilaterale Zusammenarbeit, ersetzen sie aber nicht. Wir brauchen klare, multilaterale Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Ausgestaltung der Energiepolitik und zur Vermeidung gefährlicher Klimaänderungen. Bis zur Mitte des Jahrhunderts müssen wir die weltweiten Emissionen um bis zu 50% senken. Das Kyoto-Protokoll liefert die Instrumente, Klimaschutz kosteneffizient zu erreichen. So hat der Emissionshandel, der gerade in Europa beginnt, einen wahren Investitionsboom für neue hocheffiziente Kraftwerke ausgelöst. Wir müssen diesen Rahmen für die Zeit nach 2012 dringend fortentwickeln – für den Klimaschutz und zur Gewährleistung von Planungs- und Investitionssicherheit", so Trittin.

11.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Oldenburg: Erster Weiterbildungsstudiengang zur Windenergie

Der Startschuss für die Entwicklung des bundesweit einmaligen Weiterbildungsstudiengangs "Windenergietechnik und –management" ist am 07.07.2005 in Oldenburg gefallen. Das berichtet die Universität Oldenburg in einer Pressemitteilung.  Der Präsident der Universität , Prof. Dr. Uwe Schneidewind, der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Dietmar Schütz, und der Vorsitzende der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB), Nils Schnorrenberger, unterzeichneten einen entsprechenden Kooperationsvertrag. "Das Studium Windenergietechnik und -management ist ein gutes Beispiel für die Kompetenz der Universität Oldenburg durch Kooperationen ihr Ausbildungsangebot attraktiv zu erweitern“, sagte Universitätspräsident Schneidewind. Die Weiterbildungsmaßnahme wird voraussichtlich erstmals im Sommer 2006 angeboten. Das berufsbegleitende Studium wird modular aufgebaut sein und mit einer Kombination aus Selbstlernphasen und Präsenzseminaren eine hohe zeitliche Flexibilität ermöglichen. Es richtet sich an Beschäftigte der Windenergiebranche sowie an Einsteiger und Umsteiger, die sich für eine Tätigkeit in der Branche qualifizieren möchten.


Der Nordwesten als "Kompetenzregion Windenergie"

"Ich bin sicher, dass die Entwicklung dieses Studiengangs die niedersächsischen und bremischen Partner aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft näher zusammenbringen und zur internationalen Profilierung der Energieregion Nordwest beitragen wird", betonte der Bremer Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff. Diese Einschätzung teilt auch OB Schütz: "Oldenburg und Bremen haben hervorragende Kompetenzen in der Windenergie, die hier sinnvoll gebündelt werden. Der Nordwesten muss sich insgesamt als international anerkannte "Kompetenzregion Windenergie" verstehen und dies auch im Regionalmarketing noch stärker nach vorne stellen. Das Angebot stärkt Firmen in ihrem Know-how-Vorsprung und damit in ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte in der Windenergie wird der Nordwesten zum Muss!", so Schütz.


Zukunftsthemen: Offshore, Internationalisierung und Repowering

An Windparks und an die Anlagentechnik werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Qualität und der Wirtschaftlichkeit gestellt. Um diesen Anforderungen in den verschiedenen Bereichen wie Entwicklung, Konstruktion und Planung entsprechen zu können, müssen Fach- und Führungskräfte in der Lage sein, vielfältige Kenntnisse zu verknüpfen. Hierzu zählen disziplinübergreifende Ingenieurskenntnisse, aber auch ein breites wirtschaftliches, juristisches und politisches Wissen. Der Weiterbildungsstudiengang wird Windkraft-Know-how aus den Bereichen Naturwissenschaft, Technik, IT, Betriebswirtschaftslehre und Recht vermitteln. Im Zentrum stehen neben aktuellen Themen aus Forschung und Praxis, welche die Zukunftsbereiche Offshore, Internationalisierung und Repowering umfassen, auch die Alltagstauglichkeit des Gelernten sowie die Förderung von Projektmanagementkompetenz und die Arbeit in interdisziplinären Teams. "Ich halte die Bereitstellung hochwertiger Qualifizierungsangebote – auch im Bereich der Fach- und Führungskräfte – für einen zentrale Faktor, um die Region für Unternehmen der Windenergiebranche weiterhin attraktiv zu gestalten", sagte der WAB-Vorsitzende Schnorrenberger in diesem Zusammenhang.

Als Referenten des neuen Studiengangs sollen ausgewiesene Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft fungieren. Neben dem Kontakt zu namhaften Spezialisten bekommen die Teilnehmer Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen und Trends. Die Entwicklung der Weiterbildung ist ein Gemeinschaftsprojekt von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover, der Windenergie-Agentur Bremerhaven/ Bremen e.V. (WAB) sowie der Stadt Oldenburg. Finanziell gefördert wird die Maßnahme von der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen (RAG) und der Regionalen Innovationsstrategie Weser-Ems (RIS).

11.07.2005   Quelle: Universität Oldenburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Biohaus testet "GroßSolarDachZiegel" auf eigenem Dach

Dachintegrierte Dünnschichtmodule auf Biohaus-Produktion.
Dachintegrierte Dünnschichtmodule auf Biohaus-Produktion.

Die Biohaus PV Handels GmbH mit Sitz in Paderborn vergleicht den Ertrag ihrer Dünnschichtmodule bei unterschiedlichen Dachausrichtungen. Die Pilot- beziehungsweise Referenzanlagen befinden sich auf dem Dach ihres im November 2004 bezogenen Solar-Passiv-Bürogebäudes sowie auf dem 2005 fertig gestellten Montagegebäude. Die solare Dacheindeckung basiert auf UniSolar Laminaten mit Triple Junction-Zellen.
 
Biohaus ist nach eigenen Angaben seit Jahren Marktführer bei Dachintegrationssystemen. Seit Mai 2005 wird der "GroßSolarDachZiegel" BIOSOL XXL InDach (2.504 x 788 mm) in einem neu errichteten, zweigeschossigen Holzständerbau gefertigt. Durch eine spezielle Rahmung werden kristalline wie amorphe PV-Laminate zu SolarDachZiegeln "veredelt". Das Gebäude enthält im Erdgeschoss den großräumigen Produktionsbereich, die Obergeschosse sind als Büroetagen für Produktionsleitung, Entwicklung und Technik vorgerüstet.


Das Gebäude wurde in Holzrahmbauweise mit Cellulose-Dämmung und Lärchenholzverschalung errichtet, ebenso das angrenzende Materiallager. Der Heizbedarf von Produktion und Büros wird durch eine hochmoderne Pelletheizung mit solarer Unterstützung gedeckt. Das 10 Grad nach Süd-Südost geneigte Pultdach ist ganzflächig mit dem PV-System "BIOSOL XXL Indach" eingedeckt, ebenso die West-Südwest und Ost-Nordost-Satteldächer des Materiallagers. Die Module sind in Strängen (Strings) von je 12 Modulen verschaltet. Ein "Solrif XL-Rahmen" mit schwarz beschichteten Profilen und Montagebügeln sorgt für eine homogene Optik der PV-InDach-Fläche. Die effiziente Nutzung diffuser Strahlung bei flacher Dachneigung und der Ersatz für die herkömmliche Dacheindeckung prädestinieren die großen "Solar-Ziegel" für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie.

11.07.2005   Quelle: Biohaus PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus PV Handels GmbH.

 

Neuer Ratgeber: So machen Handwerker auf sich aufmerksam

Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einer professionellen und erfolgreichen Außendarstellung von Handwerksbetrieben zeigt das soeben erschienene Buch "Einfach gut werben" von Oliver Geheeb, Lothar Gröschel, Christian Pfefferle und Holger Tegtmeyer.  "Ein einheitliches Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit ist auch für Ihr Unternehmen wichtig. Es reicht nicht, dass Sie schnell und gut arbeiten, tolle Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Sie müssen Ihre Arbeit auch kennzeichnen, damit der Kunde Sie erkennt und wahrnimmt", heißt es in dem Verlagstext. Der Werbe-Ratgeber speziell für das Handwerk sei das erste Buch seiner Art auf dem deutschen Markt.


Vom Logo bis zum Messeauftritt

Die Autoren beschreiben, wie ein Logo gestaltet werden kann, was zu einer erstklassigen Geschäftsausstattung gehört, worauf es bei Anzeigen, Flyern und Plakaten ankommt, wie ein Lieferwagen beschriftet wird und was auf die Website gehört. Sie erklären die Bildformate jpeg, tiff und eps und auch wie ein Unternehmen auf Messen ins rechte Licht gerückt wird. Auf den durchgehend vierfarbig illustrierten 120 Seiten geben die Autoren Handwerkern Hilfestellung bei der Eigenwerbung. Neben kurzen Erläuterungen stehen konkrete Beispiele, Checklisten und praktische Tipps im Mittelpunkt. Zahlreiche Illustrationen und Fotografien machen die Sachverhalte anschaulich und regen zur eigenen Umsetzung an. Gleichzeitig biete das Buch Grundlagen für die Zusammenarbeit mit Werbeagenturen und Grafikern.


Professionelle Präsentation für Handwerker immer wichtiger

"Handwerker sind im Tagesgeschäft häufig so eingespannt, dass sie ihre eigene Darstellung vernachlässigen", erläutern die Autoren. "Dabei wird es gerade in der heutigen Medienwelt und bei zunehmendem Wettbewerb immer wichtiger, sich einprägsam und professionell in der Öffentlichkeit darzustellen." Mit "Einfach gut werben" wollen sie dem Handwerk, das mit rund 847.000 Betrieben eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft bildet, die Mittel an die Hand geben, sich Zeit und Kosten sparend wettbewerbsfähig zu präsentieren und so einen Beitrag zur Sicherung ihrer betrieblichen Existenz leisten.

Bibliographische Angaben: Einfach GUT werben: So machen Handwerker auf sich aufmerksam. Autoren: Oliver Geheeb, Lothar Gröschel, Christian Pfefferle und Holger Tegtmeyer. BW Bildung & Wissen Verlag, Nürnberg, Juni 2005 ISBN 3-8214-7646-X, 15 x 22 cm, broschiert. 120 Seiten durchgehend 4-farbig Euro 19,80 / CHF 32,90

11.07.2005   Quelle: Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

REpower Systems und Denker & Wulf verkaufen eines der größten Windparkportfolios Deutschlands

Die REpower Systems AG und die Denker & Wulf AG haben am 04.07.2005 vereinbart, eines der größten Windparkportfolios Deutschlands an GE Commercial Finance Energy Financial Services zu verkaufen. Das Portfolio besteht aus insgesamt fünf Windparks, davon vier aus dem Bestand der Denker & Wulf AG, mit einem Gesamtvolumen von 135,5 Millionen Euro (US$ 164,5 Millionen) inklusive Fremdfinanzierung. Das berichtet die REpower Systems AG in einer Pressemitteilung.  Dies sei der zweite gemeinsame Verkauf eines Windparkportfolios von REpower und Denker & Wulf. Die Transaktion stehe derzeit unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.


Windenergieanlagen mit 99 Megawatt Gesamtleistung

Die Windparks in Großvargula, Zabelsdorf, Premslin-Kribbe, Falkenwalde und Heckelberg- Breydin umfassen 66 REpower-Anlagen der MD-Baureihe mit jeweils 1,5 Megawatt Nennleistung. Die Gesamtnennleistung beträgt somit 99 Megawatt. Im Windpark Heckelberg-Breydin sind derzeit zehn von 18 Anlagen am Netz. Die verbleibenden acht sollen bis Ende September installiert werden. Nach kompletter Fertigstellung sollen die Parks Strom für zirka 60.000 Haushalte in das Netz einspeisen und zu einer Einsparung von jährlich zirka 200.000 Tonnen CO2 gegenüber einer Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern beitragen.


Windenergie als attraktive Technologieinvestition für Finanzanleger

"Der Verkauf des Portfolios an GE Commercial Finance Energy Financial Services unterstreicht die hervorragende Positionierung von REpower in der Branche und zeigt, dass Windenergie eine attraktive Technologieinvestition für Finanzanleger darstellt", so Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG. Heiko Baumann, Leiter Projektfinanzierung bei REpower für diese Transaktion, ergänzte: "Diese durch einen internationalen Player getätigte Transaktion stellt den Einstieg einer neuen Generation von Investoren in den deutschen Markt dar." Torsten Levsen, Vorstandsvorsitzender der Denker & Wulf AG, kommentierte: "Die Denker & Wulf AG hat ihre führende Stellung im Bereich der Entwicklung von Windenergieprojekten in Deutschland erneut unter Beweis gestellt. Wir sind stolz auf unsere Arbeit und darauf, dass wir so das Interesse eines institutionellen Investors wie GE geweckt haben."


"Deutschland ist Europas Motor der Windenergie"

Andrew Marsden, Geschäftsführer der GE Commercial Finance Energy Financial Services Europa sagte: "Diese Transaktion stellt unser größtes Engagement in die Windenergie innerhalb Europas dar und passt optimal in unsere Wachstumsstrategie im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa." Mark Jones, Geschäftsführer von GE Energy Financial Services Europa und Projektleiter dieser Transaktion, fügte hinzu: "Deutschland ist für uns ein wichtiger Wachstumsmarkt, da das Land mit einer installierten Kapazität von über 16.600 Megawatt bereits heute Europas Motor der Windenergie ist."

10.07.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kassel: Neue Solarstromanlage auf dem Dach des Kreishauses

Solarstromanlage des Landkreises Kassel.
Solarstromanlage des Landkreises Kassel.

Im Zuge der Sanierung des Kreishauses wurde auf dem neuen Hauptgebäude in Kassel eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 112,5 Quadratmetern installiert. Das berichtet der Landkreis Kassel in einer Pressemitteilung.
 
"Ich freue mich, dass es die Projektgesellschaft, die den Umbau des Landratsamtes durchführt, ermöglich hat, auf dem Kreishaus Fotovoltaik einzusetzen," so Landrat Dr. Udo Schlitzberger bei der offiziellen Einweihung mit der Anlage.


Auf dem Dach des Kreishauses wurden 89 Solarmodule aufgeständert. "Damit man sehen kann, wie viel Energie von der Anlage erzeugt wird, ist im Foyer des Kreishauses eine Bildschirm angebracht worden, der die aktuelle Anlagenleistung, die Tagesleistung und die erzeugte Gesamtenergie anzeigt", erklärt der Landrat. Die neue Solarstromanlage sei so ausgelegt, dass eine Stromjahresleistung von rund 11.800 Kilowattstunden erzeugt werden könne. "Das entspricht ungefähr dem Strombedarf von zwei Haushalten", rechnet Dr. Schlitzberger vor.


Wertschöpfung bleibt in der Region

Zufrieden zeigte sich der Landrat auch darüber, dass die Anlagentechnik von Unternehmen aus der Region stammt und auch die Aufträge für die Installation im Wirtschaftsraum Kassel geblieben sind. "Die Photovoltaikmodule kommen von Viessmann, die Wechselrichter und die Technik für den Bildschirm von SMA, die erforderliche Unterkonstruktion für die Module von einem Dachdecker aus Fuldabrück, die Anschlüsse von einem Betrieb aus Kassel und installiert hat das ganze eine Firma aus Wabern," so Dr. Schlitzberger abschließend.

10.07.2005   Quelle: Landkreis Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Landkreis Kassel
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Wettbewerb: Nachwuchsforscher suchen "Nachwuchs-Rohstoffe"

Die "Naturdetektive" und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) starten einen Wettbewerb, bei dem es gilt, den Landwirt aus der Nachbarschaft über nachwachsenden Rohstoffe zu befragen. Jungen Forschern, die herausfinden, wofür die nachwachsenden Rohstoffe (NaWaRos) genutzt werden und die Lösung auf dem Internetportal der Naturdetektive veröffentlichen, winken jetzt interessante Preise, unter anderem dekorative Saatgutkästen mit 28 ausgewählten Arznei- und Gewürzpflanzen-Samen.   Weil die NaWaRos in diesem Jahr eines der zwölf Themen bei den Naturdetektiven sind, führt das Internetportal zusammen mit der FNR vom 4. Juli bis zum 31. September den einmaligen Wettbewerb durch: Die Naturdetektive wollen wissen, welche nachwachsenden Rohstoffe in der Umgebung angebaut werden. Da nahezu alle Pflanzen auf dem Acker von der Sonnenblume bis zur Kartoffel genauso gut zu einem Nahrungsmittel wie zu einem nachwachsenden Rohstoff werden können, reiche es nicht, sich nur gründlich umzuschauen. Viel mehr sollen eine oder mehrere Landwirte befragt werden. Nicht immer, aber in vielen Fällen wissen die Landwirte, was die Abnehmer ihrer Produkte daraus herstellen, so die Naturdetektive." Lasst Euch die entsprechenden Felder zeigen und erklären, was aus den dort wachsenden Pflanzen einmal wird. Schreibt es auf und veröffentlicht es auf der NaWaRo-Reporterseite auf www.naturdetektive.de, so die Einladung zum Wettbewerb. Die Adresse und eine genaue Anleitung zum Wettbewerb gibt es auf der Startseite der Naturdetektive.

"Die Naturdetektive" sind das Internetportal für die Kinder- und Jugendumweltbildung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) kümmert sich im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums mit Fördermitteln und Öffentlichkeitsarbeit um die nachwachsenden Rohstoffe.

10.07.2005   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarbundesliga: Rettenbach am Auerberg verteidigt Deutsche Meisterschaft

Die Allgäuer Gemeinde Rettenbach am Auerberg wird zum zweiten Mal Deutscher Meister in der Solarbundesliga. Das Dorf verfügt je Einwohner über die größte Solarstromleistung in Deutschland: 795,5 Watt/Einwohner. Zusätzlich nutzen die Rettenbacher je Einwohner mit fast einem halben Quadratmeter Kollektorfläche in Solarwärmeanlagen das Sonnenlicht.   Das berichten die Deutsche Umwelthilfe e.V. und die Fachzeitschrift Solarthemen in einer Pressemitteilung. Die Sieger der Solarbundesliga sind am 8. Juli 2005, 18.30 Uhr bei der Meisterfeier in Neckarsulm geehrt worden. In der Solarbundesliga geht es um die höchste Dichte von Solarwärme- und Solarstromanlagen pro Kopf der Bevölkerung.


Schalkham ganz vorne in der Sonderwertung "Solarthermie"

Durch einen weiteren enormen Zuwachs seiner Solarstromleistung pro Einwohner um 54 Prozent konnte Rettenbach erneut das stark gewachsene Verfolgerfeld deutlich abhängen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die ebenfalls in Bayern gelegenen Orte Halsbach und Kastl. Kastl erwarb zugleich den Titel des Zubaumeisters. Hier wurden gegenüber der Vorjahresmeisterschaft die meisten Solaranlagen neu installiert. Einsame Spitze in der Sonderwertung "Solarthermie" ist weiterhin der Ort Schalkham, wo 1,2 Quadratmeter Solarkollektoren pro Einwohner installiert sind. Durch den Solarstromboom des vergangenen Jahres ist Schalkham allerdings in der Gesamtwertung vom zweiten auf den vierten Platz zurückgefallen.


Großstädte: Freiburg knapp vor Ulm

Bei den Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern konnte Freiburg den Titel wieder um Haaresbreite gegenüber den punktgleichen Ulmern verteidigen. In der Sonderwertung der Kommunen von 10.000 bis 99.999 Einwohnern setzte sich das hessische Bürstadt dank des kürzlich eingeweihten weltgrößten Solarstromkraftwerks auf einem Dach an die Spitze. Verfolger sind Quierschied und Neckarsulm - als Vorjahressieger in dieser Kategorie ist Neckarsulm Gastgeber des Solarbundesliga-Kongresses und der Meisterfeier.


In der Wertung der Kleinstädte mit 1000 bis 9999 Einwohnern siegte die Gemeinde Kastl vor Engelsberg und dem Erstplazierten von 2004, Wildsteig. In der Kategorie der nicht selbstständigen Ortsteile tauchten ganz neue Namen in der Spitze auf: Der Weiler Lehenbuch (Ortsteil von Schopfloch) siegt vor Berolzheim (Bad Windsheim) und Zweifelsheim (Herzogenaurach).


Kommunen mit fast 22 Millionen Einwohnern beteiligen sich

Die Solarbundesliga-Saison 2004/2005 schließt mit einer Rekordbeteiligung von 785 Städten und Gemeinden sowie weiteren 424 Ortsteilen. Kurz vor Meldeschluss Anfang Juni gab es in diesem Jahr einen regelrechten Run neuer Kommunen auf die Liga. "Ein großes Kompliment an unsere vielen Hundert Kontaktleute in den Kommunen, die die Daten für die Solarbundesliga zusammentragen. Sie, die mit phantasievollen Aktionen vor Ort unermüdlich für die solare Sache trommeln, sind die eigentliche Seele der Liga", sagt Solarthemen-Herausgeber Guido Bröer, der die Solarbundesliga zusammen mit seinem Kompagnon Andreas Witt vor fünf Jahren initiiert hat. "Ein bisschen stolz sind wir allerdings auch als Organisatoren, dass inzwischen Kommunen mit fast 22 Millionen Einwohnern bei unserem Wettbewerb mitmachen. Das ist ein Viertel der deutschen Bevölkerung", ergänzt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher.

Das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium fördern die Solarbundesliga. Wirtschaftspartner ist die Trierer alwitra GmbH & Co.

Weitere Informationen: http://www.solarbundesliga.de.

09.07.2005   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Ford übergibt Brennstoffzellenfahrzeug an Berliner Verkehrsbetriebe

Ein Brennstoffzellen-Focus für die BVG.
Ein Brennstoffzellen-Focus für die BVG.

Die Ford-Werke GmbH hat den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ein Brennstoffzellenfahrzeug vom Typ Ford Focus FCEV Hybrid übergeben, das die BVG im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP) in Berlin einsetzen wird. Die CEP ist ein von der Bundesregierung geförderter, auf fünf Jahre angelegter Praxistest, bei dem die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff-Fahrzeugen erprobt werden soll.
 
Außerdem sollen verschiedene Möglichkeiten getestet werden, den Kraftstoff Wasserstoff möglichst umweltfreundlich zu erzeugen, möglichst aus Sonnen- oder Windkraft. Die CEP hat am 12. November 2004 die weltweit erste öffentlich zugängliche Wasserstoff-Tankstelle am Berliner Messedamm in Betrieb genommen. Ford beteiligt sich mit insgesamt drei Brennstoffzellenfahrzeugen an der CEP, die Flottenkunden auf Leihbasis für drei Jahre übernehmen. Die anderen beiden Ford Brennstoffzellenfahrzeuge werden seit Jahresbeginn von Mitarbeitern der Hermes Logistik Gruppe gefahren. Die Kosten für den Wasserstoff trägt das jeweilige Nutzerunternehmen. Die BVG setzt den Ford Focus FCEV Hybrid in ihrem Fahrzeugpool ein.


Betreut und gewartet werden die High-Tech-Fahrzeuge durch Experten des Ford Forschungszentrums Aachen (FFA). "Wir freuen uns, dass wir mit der BVG einen anspruchsvollen und in Berlin so wichtigen Kunden gewinnen konnten", sagte der Manager für Alternative Antriebe, Heinz Krosch. "Wir versprechen uns von der BVG wertvolle Rückmeldungen über den Umgang mit dieser innovativen Technologie, zumal die BVG bereits über Erfahrungen mit Wasserstoff im Buseinsatz verfügt. Die dabei gesammelten Erfahrungen werden in vollem Umfang in die weitere Entwicklung einfließen", so Krosch weiter.


Antrieb durch Brennstoffzelle und Batterie

Der Ford Focus FCEV Hybrid, eine viersitzige Limousine auf Basis der US-Version des Ford Focus, sei das fortschrittlichste und umweltfreundlichste Auto, das Ford je gebaut habe, so das Unternehmen. Es ist ein Hybrid-Fahrzeug, das zwei Energiequellen zu einer Antriebseinheit zusammenfasst, nämlich Brennstoffzelle und Batterie. Dank dieser "Tandem"-Technologie erreiche der Ford Focus FCEV Hybrid exzellente Fahrleistungen bei geringem Kraftstoffverbrauch und Null Emissionen. Das Fahrzeug kombiniert eine weiterentwickelte Brennstoffzelle mit einer 250 Volt-Batterie, daher die Bezeichnungen "Electric" und "Hybrid". Außerdem verfüge das Auto über einen verbesserten Wasserstoffspeicher und ein System zur Bremsenergie-Rückgewinnung. In der Summe sei ein emissionsfreies Fahrzeug mit einer Reichweite von über 300 Kilometern sowie weiter verbesserten Handlingeigenschaften und Fahrleistungen entstanden. Die Höchstgeschwindigkeit sei auf 128 km/h begrenzt. Das maximale Drehmoment betrage 230 Newtonmeter und liege elektromotorentypisch bereits bei niedrigsten Drehzahlen an. Den Beginn der Vermarktung von Brennstoffzellenfahrzeugen plant Ford im Laufe des nächsten Jahrzehnts.

09.07.2005   Quelle: Ford-Werke GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/Ford Werke GmbH

 

Solartechnologie von Webasto für den neuen VW Passat

Für Fahrer eines neuen Volkswagen Passat muss die gefürchtete Hitzekeule, die einen im hochsommerlich aufgeheizten Fahrzeug erwartet, keinen Schrecken mehr darstellen. Das auf Wunsch lieferbare Webasto-Solardach wandle Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um, die wiederum für eine pausenlose Innenraumbelüftung genutzt werde, berichtet die Webasto AG in einer Pressemitteilung.   Sobald Sonnenlicht auf das geparkte Auto treffe, wird mit diesem Strom das fahrzeugeigene Gebläse angetrieben. Dank der ständigen Durchlüftung des Fahrgastraums mit Frischluft könne die Temperatur im Fahrzeug - das im schlimmsten Fall Luft- und Bauteiltemperaturen über 70° C aufweisen könne - um bis zu 20 Grad gesenkt werden. Bereits beim Einsteigen würden die Insassen von einer deutlich angenehmeren lnnenraum-Atmosphäre empfangen. Wenn das Fahrzeug zudem mit einer Klimaanlage ausgerüstet sei, könne diese die Luft nach Fahrtantritt wesentlich schneller auf die gewünschte Temperatur abkühlen, da die Ausgangstemperatur schon deutlich niedriger ist als ohne die permanente Solarlüftung. Die Klimaanlage arbeitet bereits vom Start weg leiser und benötige weniger Energie.


Solarstrom für das Gebläse

Kernstück des Solardaches ist eine Weißglasscheibe, unter der 28 monokristalline Hochleistungs-Siliziumzellen auflaminiert seien, die einen Wirkungsgrad von mehr als 15 % aufweisen würden. Sobald die Zündung des Fahrzeuges abgestellt werde, nehme der Solargenerator seine Arbeit auf und stelle den Strom nahezu verlustfrei dem Gebläse zur Verfügung. Separates Einschalten sei nicht nötig., so die Webasto AG. Das Unternehmen verfüge verfügt seit 16 Jahren über Kompetenz in Sachen Photovoltaik und wolle sich dem Zukunftsthema Solartechnologie künftig noch intensiver zuwenden. Dabei würde auch über Anwendungen außerhalb des Automobilbaus nachgedacht, zum Beispiel im der Architektur. Fahrzeuge, die aktuell mit Webasto-Solartechnologie verfügbar sind: Audi A8, A6 und A4, VW Touareg und Passat, Bentley, Maybach, BMW 3er und Lancia Thesis.

09.07.2005   Quelle: Webasto AG; ots   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesrat stimmt Änderung des Energieeinsparungsgesetzes zu

Der Bundesrat hat am 08.07.2005 der Änderung des Energieeinsparungsgesetzes zugestimmt. Das berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in einer Pressemitteilung.  Damit seien die Rechtsgrundlagen für die noch zu novellierende Energieeinsparverordnung geschaffen, die zur vollständigen Umsetzung der europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden notwendig ist.


Energieausweise für bestehende Gebäude

Kern der anstehenden Novellierung der Energieeinsparverordnung ist laut BMWA die Einführung von Energieausweisen für bestehende Gebäude. Diese Ausweise sollen Mietern und Käufern hilfreiche Informationen über die energetische Qualität von Gebäuden bieten und ihnen so den Vergleich verschiedener Gebäude erleichtern. Damit werde auch ein deutlicher Anreiz zu verstärkter energetischer Sanierung des Gebäudebestandes gesetzt, so das BMWA.


Beträchtliche Energiesparpotenziale bei Klimaanlagen und Beleuchtung

Das Gesetz ermögliche weiterhin Regelungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Klimaanlagen sowie Beleuchtungssystemen in Bürogebäuden. Die Energieeinsparpotenziale seien beträchtlich, betont das BMWA. Bereits mit einer optimierten Einstellung der vorhandenen Anlagen könne Energie in erheblichem Umfang eingespart werden. Bei Bürogebäuden stelle darüber hinaus auch die Beleuchtung einen bedeutsamen Faktor im Energieverbrauch dar. Auch hier gebe es erhebliche Einsparmöglichkeiten.

Die Energieeffizienz und die damit mögliche Einsparung von Energie sei eine der Prioritäten der Energiepolitik der Bundesregierung, sagten der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Georg Wilhelm Adamowitsch, und der Staatssekretär im Bundesbauministerium (BMVBW), Tilo Braune. Angesichts der Forderung nach wachstumsverträglicher Energiepolitik könne das Thema gar nicht hoch genug gehandelt werden.

08.07.2005   Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

WWF zum "Gipfel der verpassten Chance": G8-Kompromiss zum Klimaschutz ist weniger als nichts

Der von den Terroranschlägen überschattete G8-Gipfel in Schottland hat nach Einschätzung des WWF den internationalen Klimaschutz nicht voran gebracht. Die von der Bundesregierung vollmundig verkündeten "Fortschritte" seien ein Etikettenschwindel, heißt es in der WWF-Pressemitteilung.   Bei der Bush-Administration sei keinerlei Bewegung erkennbar, stellt der WWF fest. Im vorab bekannt gewordenen Abschlussdokument werde anerkannt, dass der Klimawandel ein Problem darstelle. Es gebe aber keine konkreten Ziele oder Maßnahmen vor. "Das ist in etwa so als ob die Regierungschefs anerkennen, dass die Erde keine Scheibe ist", kritisiert Jennifer Morgan, Leiterin des internationalen Klimaprogramms des WWF. Die bekannt gewordenen Formulierungen seien "windelweich" und blieben weit hinter den notwendigen Maßnahmen zurück.


Graben zwischen den USA und dem Rest der Welt noch tiefer

Der G8-Gipfel habe versäumt, ein klares Bekenntnis abzugeben, den globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius zu halten, rügt der WWF. Hierzu seien stärkere Reduzierungen der Treibhausgasemissionen nötig. Allein auf Technik zu setzen, wie es die US-Amerikaner propagierten, gehe am Problem vorbei. Natürlich müssten technische Lösungen vorangetrieben werden, parallel müsse man aber Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Investitionen in klimaverträgliche Technologien lohnen. Die Europäer haben nach Einschätzung des WWF die Chance verpasst, sich als zukunftsfähige Regierungen zu profilieren. Insgesamt habe sich der Graben zwischen den USA und dem Rest der Welt noch vertieft. Der WWF ist enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, den fünf größten Schwellenländern, Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika den Weg für eine CO2-arme Entwicklung zu ebnen. Finanzielle und technische Unterstützung der G8 suche man vergeblich.

08.07.2005   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND legt Kernforderungen zur Bundestagswahl vor

Die zentralen Aufgaben für die Umweltpolitik der nächsten Jahre hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einem 10-Punkte-Katalog benannt. Vor dem Kanzleramt präsentierte der Verband am Freitag mit einer Plakatwand seine Forderungen: Erneuerbare Energien müssten gezielt gefördert und der Ausstieg aus der Atomenergie beschleunigt werden.  Das Recht der Verbraucher auf gentechnikfreie Lebensmittel müsse gesichert und gefährliche Chemikalien verboten werden. Notwendig sei die Fortsetzung der Agrarreform und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Umweltschädliche Subventionen müssten abgebaut und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze in der Wachstumsbranche Umweltschutz vorangetrieben werden.

Der Umweltverband werde keine Wahlempfehlung für eine Partei abgeben, betonte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Der 10-Punkte-Katalog ermögliche den Wählerinnen und Wählern die Parteien und ihre Kandidaten daraufhin zu prüfen, ob sie sich für mehr Umwelt- und Naturschutz einsetzen wollen oder nicht. Wer Umweltschutz kurzsichtig als Wachstumsblockade diskreditiere, verschlafe die Zukunft und verschenke Wettbewerbschancen bei umweltschonenden Produkten und Produktionsverfahren.


"Wählen gehen und Umweltschutz wählen"

"Wer die Wahl hat, hat am 18. September vielleicht die Qual. Aber auch die Chance, zwischen Zukunft und Vergangenheit zu wählen. Es darf nicht zurück ins Atomzeitalter gehen. Mit verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke werden künftige Generationen mit noch mehr Atommüll belastet und die Entwicklung moderner Technologien wird auf die lange Bank geschoben", so Zahrnt. Stattdessen müssten erneuerbare Energien ausgebaut und das Energiesparen gefördert werden. Es dürfe kein Zurück zu der Ideologie geben, Natur- und Umweltschutz sei Luxus, auf den man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichten könne. "Meere und Flüsse, Wälder und Felder sowie ein stabiles Klima gehören zu unseren Lebensgrundlagen, deren Schutz im Mittelpunkt der Politik stehen muss. Deshalb ist es wichtig, am 18. September wählen zu gehen und Umweltschutz zu wählen."


"Zukunft hat nur eine Politik der Nachhaltigkeit"

In den letzten Jahren ist es nach Auffassung des BUND nicht gelungen, Ökologie, Ökonomie und soziale Fragen in einem zukunftsfähigen Konzept zu verbinden. Dies sei die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre. Zahrnt: "Wer auch immer nach dem 18. September im Bundeskanzleramt das Sagen hat: Zukunft hat nur eine Politik der Nachhaltigkeit – in jedem Politikbereich. Erneuerbare Energien, eine umweltgerechte Landwirtschaft, ein besserer Verbraucherschutz, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Abbau umweltschädlicher Subventionen sind hierfür richtungsweisende Wegmarken." Der BUND begeht im Juli sein 30jähriges Gründungsjubiläum. Der Verband hat fast 400.000 Mitglieder und Förderer und ist in 16 Landesverbänden organisiert.

08.07.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

CENTROTEC Sustainable AG weitet Solar-Geschäft aus

Die CENTROTEC Sustainable AG mit Sitz in Brilon (Deutschland), Spezialist für Energiespar-Systeme, will ihre Aktivität im Solarbereich ausbauen. Am 04.07.2005 habe CENTROTEC einen Liefervertrag über Solarzellen mit der Econcern B.V. (Utrecht, Niederlande) abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.   Zudem sei vereinbart worden, ein gemeinsames Joint Venture zur Herstellung von Solarmodulen zu gründen. Hierbei will CENTROTEC mit einem Anteil von 70 % die unternehmerische Führung übernehmen.

Econcern B.V. ist auf die Entwicklung von Anlagen für die Nutzung erneuerbarer Energien spezialisiert. Mit seiner Tochtergesellschaft Ecostream ist Econcern laut CENTROTEC einer der führenden Projektentwickler und Anbieter für photovoltaische Solar-Komplettanlagen in Europa mit Niederlassungen in Spanien, Italien, UK, Polen, Deutschland, Belgien und den Niederlanden. CENTROTEC erwarte durch diese Geschäftsausweitung bereits für 2006 einen zusätzlichen, gewinnbringenden Umsatz von mindestens 12 Millionen Euro, heißt es in der Pressemittelung. In drei Jahren soll der Umsatz bei 30 Millionen Euro oder noch höher liegen. Für das gemeinsame Produktions-Joint Venture seien Mindestliefermengen an dem äußerst gefragten und mit langen Lieferzeiten verbundenen Vormaterial (Silizium-Solarzellen) gesichert worden. Die Belieferung starte 2006 und sei zunächst bis 2009 fest vereinbart worden. Die Solarzellen werden laut CENTROTEC von dem deutsch-niederländischen Unternehmen Solland Solar Energy gefertigt, an dem Econcern eine Minderheitsbeteiligung hält. Solland, ein Joint Venture mehrerer Unternehmen mit teilweise jahrzehntelanger Solarerfahrung und Siliziumzugang, baue derzeit eine hochmoderne Fertigung auf, so dass Spitzenqualität gewährleistet sei.


Solarzellen von Solland Solar

Für CENTROTEC bedeutet diese Vereinbarung einen großen und gleichzeitig risikoarmen Schritt in die Herstellung und Vermarktung von Solaranlagen. Das von CENTROTEC geplante Investitionsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens bis 2008 insgesamt 4 - 5 Millionen Euro. Dafür werde eine moderne und flexible Fertigung entstehen, in der bei entsprechender Nachfrage auch Module außerhalb der heute noch üblichen eher kleineren Abmessungen hergestellt werden können. Mit dieser neusten Firmengründung im Bereich Solar unterstreiche CENTROTEC seine strategische Expansion im Bereich nachhaltiger Energiespartechnologien.

08.07.2005   Quelle: CENTROTEC Sustainable AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Freiburger SolarMarkt veranstaltet Seminarreihe zur Photovoltaik

Seminare für Solar-Praktiker
Seminare für Solar-Praktiker


Die Freiburger SolarMarkt GmbH bietet Handwerkern die Möglichkeit, sich einen Know-how-Vorsprung zu verschaffen. In einer sechsteiligen Seminarreihe vermitteln Experten aus Wirtschaft und Forschung ihr Wissen speziell an Handwerker, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Gerade weil wir jahrzehntelange Praxis haben, wissen wir, wie wichtig aktuelles Fachwissen ist", begründet Geschäftsführer Walter Leithold das Angebot.
 
Von der Planung und Dimensionierung von PV-Anlagen über steuerliche und rechtliche Fragen bis hin zu Ertragsüberwachung und Verkaufsschulung würden alle Themen abgedeckt.
Die Seminarreihe beginnt am 24.09.2005 mit dem Lernmodul zur Plaung und Dimensionierung einer PV-Anlage und endet mit dem 6. Modul zu Indach-, Flachdach- und Aufdachsystemen am 18.11.2005. Die Ganztagesseminare kosten einschließlich Mittagessen zwischen 50 und 80 Euro und können einzeln gebucht werden. Das vollständige Programm gibt es unter http://www.solarmarkt.com.

08.07.2005   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt GmbH

 

Dorfstromversorgung aus Hessen als Tsunami-Hilfe für Sri Lanka

Energiecontainer für Sri Lanka
Energiecontainer für Sri Lanka

Der Standort für den gemeinsam von der SMA Technologie AG Niestetal und dem Landkreis Kassel finanzierten "Energiecontainer" für ein von der Flutkatastrophe am 26. Dezember 2004 besonders betroffenes Gebiet von Sri Lanka ist gefunden. Das berichtet der Landkreis Kassel in einer Pressemitteilung.
 
"Chief Minister Berty Premalal Dissanayake, der für die Koordination der Hilfe für die Südprovinz Sri Lankas zuständig ist, hat uns vorgeschlagen, den Container auf dem Gelände eines technischen Berufsschulzentrum bei Hambantota aufzustellen," informiert Landrat Dr. Udo Schlitzberger über ein Ergebnis des Besuchs einer hochrangigen Delegation aus Sri Lanka im Landkreis Kassel. Die Lieferung des netzunabhängigen Stromversorgungssystems ist Teil der Solar- und Qualifizierungspartnerschaft zwischen dem Landkreis Kassel und der Südprovinz Sri Lankas.


Erneuerbare Energie für 80 Häuser und eine Wasserpumpe

Das mobile Energieversorgungs-System, das speziell für Sri Lanka entwickelt wurde, ist ein so genanntes Inselstromsystem, das hauptsächlich mit erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind betrieben werden kann. Aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen in dieser Region, liefere dieses System genug Energie um die elektrische Grundversorgung von bis zu 80 Häusern und einer Wasserpumpe zu ermöglichen. Das Gebiet um Hambantota gehört laut Landkreis Kassel zu den mit am stärksten betroffenen Gebieten in Sri Lanka. "Wir wollen mit dieser Anlage, die Häuser und eine Wasserpumpe mit Strom versorgen kann, beispielhaft zeigen, wie Solarenergie im Süden Sri Lankas beim Aufbau der zerstörten Dörfer eingesetzt werden kann," erläutert Chief Minister Berty Premalal Dissayanake. Die Unterstützung durch den Landkreis Kassel und die SMA Technologie AG sei für die verstärkte Nutzung von Sonnenenergie in Sri Lanka sehr wertvoll. "Die Wahl eines Standortes in der Nähe eines Berufsschulzentrums ermöglicht es die praktische Nutzung von Sonnenenergie mit der Qualifizierung im Umgang mit regenerativen Energien zu verbinden," ergänzt Deputy Minister Duminda Dissanayake, Stellvertretender Minister für Fortbildung und Berufsbildungsangelegenheiten Sri Lankas.


Großes Interesse an weitergehender Zusammenarbeit

Über den Solarcontainer hinaus bestehe großes Interesse an einer weitergehenden Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Stromerzeugung aus Sonnenenergie, so Chief Minister Dissayanake weiter. So könne er sich vorstellen, eine Mustersiedlung von hundert Häusern mit Solarenergie zu versorgen. Für die Entwicklung der Tsunami-Regionen sei es besonders wichtig, dass beim Wiederaufbau innovative Technik eingesetzt werde, um so die Zukunftsperspektiven für die Menschen zu erhöhen. "Auch auf unserer Seite ist die Bereitschaft sich auf Sri Lanka zu engagieren groß," bestätigt SMA-Vorstandsmitglied Günther Cramer. Sein Unternehmen sei als weltweit führender Hersteller von Solarwechselrichtern mit ähnlichen Projekten bereits in China aktiv. Die ersten Gespräche mit der Delegation aus Sri Lanka seien sehr gut verlaufen. "Wir werden die nächste Zeit nutzen, um die entstandenen Kontakte zu vertiefen", so Cramer. Dass die Chance bestehe, die Hilfe für die Flutopfer und den Aufbau wirtschaftlicher Beziehungen der Region Kassel mit Sri Lanka zu verknüpfen, ist für Landrat Dr. Schlitzberger mehr als nur ein positiver Begleiteffekt: "Ob mit dem Waldviertel in Niederösterreich oder mit der Region Csepel in Ungarn – auch bei unseren europäischen Partnerschaften stehen der Auf- und Ausbau von wirtschaftlichen Beziehungen und Fragen der Berufsbildung und Qualifizierung im Mittelpunkt.“ Wenn sich ähnliches mit der Südprovinz Sri Lankas realisieren lässt, sei das für alle Beteiligten ein Glücksfall.


Solar- und Qualifizierungspartnerschaft als Hilfe zur Selbsthilfe

Die nächsten konkreten Schritte der Solar- und Qualifizierungspartnerschaft betreffen den weiteren Ausbau des von der Abfallentsorgung des Landkreises Kassel zur Verfügung gestellten Solarcontainers. Ein von SMA speziell für den Einsatz in Sri Lanka entwickeltes portables Energieversorgungs-System soll gemeinsam mit Schülern und Lehrern der Herwig-Blankertz-Schule Hofgeismar sowie Elektronik-Auszubildenden des Niestetaler Unternehmens bis Ende November fertiggestellt werden. In den Solarcontainer werden ein SMA-Batteriewechselrichter vom Typ "Sunny Island" und zwei SMA-Fotovoltaikwechselrichter vom Typ "Sunny Boy" eingebaut. Die für den Betrieb notwendigen Solarmodule könnten in Sri Lanka ohne großen Aufwand auf dem Dach des Containers installiert werden, so dass höchste Flexibilität dieser kompakten Versorgungseinheit gewährleistet sei. Nach dem Einbau der Technik soll der Container nach Columbo verschifft und per LKW an seinen Bestimmungsort bei Hambantota gebracht werden. Um den störungsfreien Betrieb des Solarcontainers von Anfang an sicherzustellen, werden drei Elektriker aus der Region Hambantota im November zu Gast bei der SMA Technologie AG in Niestetal sein und in Aufbau und Wartung der im Container vorhandenen Technik geschult. Parallel dazu wird eine Schulpartnerschaft der Herwig-Blankertz-Schule mit dem Berufsschulzentrum Hambantota angestrebt.


Mehrere hessische Städte und Gemeinden helfen

Auf Initiative von Dr. Schlitzberger hatte der Kreistag des Landkreises Kassel am 3. März 2005 beschlossen, als nachhaltigen Beitrag zu den von Bundeskanzler Gerhard Schröder vorgeschlagenen kommunalen Hilfen für die von Tsunami-Regionen in Südostasien eine Solar- und Qualifizierungspatenschaft zu organisieren, berichtet der Landkreis Kassel. In Zusammenarbeit mit der in Niestetal (Landkreis Kassel) ansässigen SMA Technologie AG und den Berufsschulen im Landkreis Kassel waren die Vorbereitungen für eine Solar- und Qualifizierungspatenschaft mit Sri Lanka vorangetrieben worden. Um eine Anschubfinanzierung sicherzustellen, stünden im Kreishaushalt 10.000 Euro zur Verfügung. Mittlerweile hätten sich eine Reihe von Landkreiskommunen entschieden, die Solar- und Qualifizierungspatenschaft zu unterstützen (Calden, Fuldabrück, Kaufungen, Niestetal und Vellmar). Auch die Stadt Kassel prüfe, ob sie sich der Patenschaft anschließe – weitere Unterstützer für das Projekt sind nach Auskunft des Landkreises willkommen.

08.07.2005   Quelle: Landkreis Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Germanwatch: Bush gerät in zunehmende Klima-Isolation

Nach wie vor stelle die amerikanische Bundesregierung unter George W. Bush die gemeinsamen internationalen Vereinbarungen zu effektivem Klimaschutz in Frage, so Germanwatch e.V. in dem aktuellen Rundbrief KlimaKompakt. In der Vorbereitung des G8-Gipfels sei in den letzten Wochen durchgesickert, dass der Verhandlungstext auf Drängen der USA zumindest zwischenzeitlich deutlich verwässert worden sei. Die Bush-Administration scheine sich jedoch mit ihrer politischen Verweigerungshaltung immer mehr zu isolieren, sowohl national als auch international.   Immerhin scheine Bush eine Aussage im Abschlussdokument zu akzeptieren, welche die überwiegende Verantwortung des Menschen für den globalen Klimawandel nicht verleugne. Dies würde auch die letzte politische Bastion der Klimaskeptiker kippen, betont Germanwatch, ersetze aber nicht das praktische Handeln.


"Blockademandat" der USA nicht legitim

Es zeichnet sich ab, dass die "destruktive Haltung" der US-Bundesregierung möglicherweise nicht die auf einen Konsens ausgerichteten Verhandlungen für einen Aktionsplan zum Klimawandel und für umweltverträgliche Energie beim G8-Gipfel vollständig torpedieren könne. Zwar werde globaler Klimaschutz ohne den größten Einzelemittenten, die USA, langfristig nicht erfolgreich sein. Und auch die großen Entwicklungsländer wie China oder Indien argumentierten mit der Pflicht der USA, eigene Maßnahmen zu ergreifen, bevor sie sich Emissionsbegrenzungspflichten auferlegen lassen. Dies könne aber kein "Blockademandat" der USA legitimieren. Von den anderen G8-Staaten sei ein deutliches Bekenntnis zu den Grundgedanken des Kyoto-Protokolls und seiner Weiterentwicklung zu erwarten. So habe Bundeskanzler Gerhard Schröder am 06.07.2005 in einem Artikel im Tagesspiegel gesagt, der Aktionsplan ersetze nicht verbindliche Ziele für die Minderung der Treibhausgasemissionen. Der Weg, der mit dem Kyoto-Protokoll begonnen wurde, müsse konsequent fortgesetzt werden.


EEG und Weiterentwicklung des Emissionshandels als Wege zu wirksamem Klimaschutz

Nur die breite Markteinführung und Massenproduktion können laut Germanwatch die Preise für Klimaschutz-Technologien derart senken, dass effektiver Klimaschutz in großem Umfang möglich ist. Daher müssten Deutschland und die EU eingeschlagene Wege konsequent weitergehen, z.B. durch Instrumente wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Weiterentwicklung des Emissionshandels. Es zeichne sich ab, dass eine intelligente Klimaschutzpolitik zunehmend zu Wettbewerbsvorteilen für die eigene Wirtschaft führe. Afrika könnte von einem erfolgreichen G8-Gipfel doppelt profitieren, betont Germanwatch: durch größere Unterstützung bei der Armutsbekämpfung und durch entschlossenes Handeln im Klimaschutz.

07.07.2005   Quelle: Germanwatch e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Reinecke + Pohl Sun Energy AG: verkauft erstes Solarprojekt in Spanien

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG (Hamburg) hat mehrere Projekte mit einer Gesamtleistung von 300 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) in Spanien veräußert. Das Investitionsvolumen der Projekte, die in der Nähe der spanischen Stadt Almera mit Solarmodulen des Herstellers First Solar errichtet werden belaufe sich auf rund 1,1 Millionen Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Um den Markteintritt in Spanien zügig auszubauen, gründe die Reinecke + Pohl Sun Energy AG gegenwärtig mit einem spanischen Projektentwickler die Natec Energy sl in Madrid . Das Unternehmen, an dem die Reinecke + Pohl Sun Energy AG 95,1% der Gesellschaftsanteile halte, habe darüber hinaus bereits weitere Projekte akquiriert, mit deren Umsetzung
zeitnah begonnen werde.


Module von First Solar für den spanischen Markt

"Wir sind sehr erfreut darüber, dass Reinecke + Pohl Sun Energy AG die Module von First Solar für die Projekte zum strategischen Markteintritt in Spanien ausgewählt hat“, erklärt Stephan Hansen, Geschäftsführer der First Solar GmbH. "Der Spanische Markt hat ein ausgezeichnetes Potenzial für die Entwicklung großer Projekte und unsere Solarmodule sind auf Grund ihrer Leistungsmerkmale besonders gut für diese Anwendungen und wärmere Klimazonen geeignet“, fügte Hansen hinzu. Für die Reinecke + Pohl Sun Energy stelle der Eintritt in den spanischen Markt einen wesentlichen Teil der geplanten Wachstumsstrategie dar. "Mit diesem Schritt treten wir nicht nur in einen äußerst lukrativen Markt ein, sondern wir sichern uns mehr Unabhängigkeit für die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens“ so Martin Schulz-Colmant, Vorstandssprecher der Reinecke + Pohl Sun Energy AG.


Königliches Dekret 436/2004" regelt Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren

Am 12. März 2004 wurde in Spanien mit dem "Königlichen Dekret 436/2004" eine neue Einspeiseregelung für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verabschiedet, die am 28. März 2004 in Kraft trat. Entscheidende Neuerung im Vergleich zur Vergangenheit sei die gesetzliche Garantie der Einspeisetarife über die gesamte Betriebszeit der Anlage, so die Reinecke + Pohl Sun Energy AG. Darüber hinaus profitierten nunmehr auch Anlagen mit einer Kapazität bis 100 kWp von einer hohen Einspeisevergütung, die bislang nur für Anlagen bis 5 kWp gewährt wurde. Marktbeobachter sehen in dieser Regelung den entscheidenden Schritt für einen bevorstehenden Boom der Photovoltaik in Spanien.

07.07.2005   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neues Frischwassersystem von Solvis senkt Energiebedarf bis zu 30 Prozent

Moderne Technik spart Energie und Kosten bei der Warmwasser-Versorgung - jetzt auch in Mehrfamilienhäusern und Sportstätten, Hotels und Pensionen, Pflegeheimen oder auf Campingplätzen: Hier kann das System SolvisVital mit Frischwasserstation den Energiebedarf um bis zu 30 Prozent senken.  Das berichtet die Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG. in einer Pressemitteilung. Zusätzlich erhöhe SolvisVital den Nutzungsgrad für die Nachheizung um rund 10 Prozent gegenüber herkömmlichen Trinkwasser-Speichersystemen. Auch bei Schwachlast oder längeren Stillstandszeiten garantiere es Schutz vor Legionellen , da die Wassertemperatur konstant über 60 Grad Celsius gehalten werde.

Der Austausch einer konventionellen Wassererwärmung gegen das System SolvisVital spart nach Angabe des Herstellers zirka 10 % Primärenergie. Durch die Einbindung einer Solaranlage sogar bis zu 30 Prozent. Für den Löwenanteil sorge dabei das intelligente Warmwasser-Management: Das solar erwärmte Wasser gelange temperaturorientiert und ohne Mischungsverluste in den Speicher. Je nach Bedarf kann es zur Warmwasserbereitung genutzt, zur Deckung der Zirkulationsverluste eingesetzt oder der Raumheizung zugeführt werden. Damit sänken die Energiekosten auf ein Minimum. Die Wärme für die Frischwasserbereitung wird in einem Pufferspeicher bedarfsoptimiert vorgehalten. In Zeiten höherer Last wird zusätzliches Volumen bereitgestellt. Das reduziere den Energiebedarf erheblich – besonders bei Anlagen mit stark wechselnden Nutzungszeiten wie z. B. Sportanlagen, Hotels, Freibädern oder Campingplätzen.


Höchste Wasserqualität

Anstelle großer Warmwasservolumina und energieaufwändiger Temperaturhaltung deckt SolvisVital im Regelbetrieb mit kleinem Volumen den Bedarf an Warmwasser. Beim Zapfen wird das Frischwasser im Direktdurchlauf auf die konstante Nutztemperatur von 60 Grad Celsius gebracht. So haben Legionellen keine Chance. Ein umfassender Regelungssatz für das gesamte System vereinfacht laut SOLVIS Betriebskontrolle und Ergebnissicherung (ab 2006 auch über Datenfernabfrage).

07.07.2005   Quelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Vellmar: SPD-Fraktion will „Bürger-Solar-Investment“

Solarsiedlung auf dem Vellmarer Osterberg
Solarsiedlung auf dem Vellmarer Osterberg

Die Vellmarer SPD will durch die Stadt ein "Bürger-Solar-Investment" auflegen lassen und den Vellmarer Bürgern damit die Möglichkeit bieten, mit städtischen Solaranlagen Geld zu verdienen. Das bereichtet die Vellmarer SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung.  Der ins Netz der EAM eingespeiste Solarstrom werde mit einem für 20 Jahre festgelegten Entgelt an die Stadt vergütet. "Dieses Bürger-Solar-Investment könnte rechtlich als Genussrechtskapital ausgestaltet werden. Der Bürger könnte dann Genussscheine erwerben – diese sollen in kleiner Stückelung mit begrenztem Risiko und Garantiezins herausgegeben werden. Vellmarer Bürger sollen bei der Zeichnung bevorzugt werden", so Dirk Correus, Leiter der SPD-Projektgruppe Finanzen und Wirtschaft. "Das ist echtes public-private-partnership mit unseren Nachbarn aus Vellmar, die in gesundes Wohnen und die Zukunft unserer Kinder investieren wollen – ganz nebenbei können sie dabei noch echtes Geld verdienen", so Correus weiter.

"Mit diesem Modell wird die Stadt Vellmar einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Solarstadt Nordhessens gehen – auf dem Deutschen Solarpreis 2004 ruht sich Vellmar nicht aus", sagte Fraktionschef David Sehrbrock. "Durch das Bürger-Solar-Investment kann in Zukunft jeder Vellmarer Bürger vom solaren Engagement der Stadt profitieren und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, auch wenn er kein Hauseigentümer ist – das nutzt Umwelt und dem eigenen Geldbeutel“, betont Sehrbrock.


Auf die Solarwärmepflicht für Neubauten folgt die Bürgerbeteiligung beim Solarstrom

Der Vellmarer SPD-Stadtverordnete und Rechtsanwalt Fabio Longo erklärte: "Vellmar handelt vorbildlich, weil es sich nicht auf den Lorbeeren im Solarwärmebereich ausruht, sondern nun konsequent den Weg zum Ausbau der Photovoltaik geht." Nach Einführung der bundesweit ersten öffentlich-rechtlichen Solarwärme-Pflicht in der Solarsiedlung auf dem Vellmarer Osterberg, orientiere sich die Stadt Vellmar an den Verdiensten anderer Kommunen in Sachen Solar-Förderung. "Der Deutsche Solarpreis 2004 ist für Vellmar mehr Ansporn und Verpflichtung als Belohnung von Geleistetem", so Longo, der seit 2005 auch Vorstandsmitglied von Eurosolar Deutschland e.V. ist. "Nun gehen wir den Marburger Weg der Bürgerbeteiligung", kündigt Longo an. Der auf Energiethemen spezialisierte Rechtsanwalt wird am 08.07.2005 anlässlich der Meisterfeier der Solarbundesliga in Neckarsulm über die von ihm begründete Vellmarer Solar-Pflicht berichten und die rechtlichen Möglichkeiten für kommunale Solar-Pflichten aufzeigen.

07.07.2005   Quelle: SPD Vellmar; Fabio Longo   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarserver
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin kritisiert Preispolitik der Stromkonzerne

Die Strompreise in Deutschland sind nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin ungerechtfertigt hoch. "Die hohen Stromrechnungen zeigen deutlich, dass wir dringend mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt brauchen", so Trittin in einer Pressemitteilung. Er kritisierte besonders, dass die Netznutzungsentgelte, die 30 bis 40 Prozent des Strompreises ausmachen, weit über dem Durchschnitt in der Europäischen Union lägen.  Behauptungen einzelner Stromerzeuger, die steigenden Zertifikatspreise im CO2-Emissionshandel seien Grund für Preiserhöhungen, wies Trittin zurück. "Die Unternehmen haben kostenlos Emissionszertifikate in einem Umfang erhalten, der ihren Bedarf weitgehend deckt. Steigende Zertifikatpreise führen daher höchstens zu geringen realen Zusatzkosten bei der Energiewirtschaft. Von den höheren Stromrechnungen profitiert also die Stromwirtschaft durch beachtliche Zusatzgewinne", so der Bundesumweltminister.


Energiewirtschaftsgesetz wird umweltschonende und verbraucherfreundliche Versorgung mit Strom und Gas sicherstellen

"Die Bundesregierung hat mit dem Energiewirtschaftsgesetz die Weichen richtig gestellt: Mehr Wettbewerb und mehr Transparenz werden in Zukunft dazu führen, die Stromkunden zu entlasten", sagte Trittin. Das in Kürze in Kraft tretende Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) liefere das rechtliche Instrumentarium, um eine wettbewerblich organisierte, umweltschonende und verbraucherfreundliche Versorgung mit Strom und Gas sicherzustellen. Entgelte für die Nutzung der Energieversorgungsnetze würden dann der Regulierung unterliegen. Nach einer zunächst geltenden allgemeinen Genehmigungspflicht ist die Einführung einer so genannten Anreizregulierung vorgesehen. Dieses neu zu entwickelnde Instrument soll durch dynamische wirtschaftliche Anreize den Netzbetrieb insgesamt effizienter und damit kostengünstiger machen.

Trittin bedauerte in diesem Zusammenhang, dass die CDU/CSU im Vermittlungsausschuss für dieses Instrument zusätzliche bürokratische Hürden durchgesetzt habe. Zur Garantie von Wettbewerb sehe das Gesetz zudem eine weitgehende Entflechtung (unbundling) von Stromerzeugung, Netzbetrieb und Vertrieb sowie ausreichende Veröffentlichungs- und Berichtspflichten vor. "Dies erzeugt Transparenz, so dass die Stromkonzerne die hohen Erzeugerpreise jedenfalls nicht mehr in den Netzkosten verstecken können", so der Minister.

06.07.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

WWF zum G8 Gipfel: Europa muss Tempo beim Klimaschutz vorgeben

Die Europäer sollen beim G8-Gipfel in Schottland das Tempo beim Klimaschutz vorgeben, fordert der World Wide Fund For Nature (WWF). Schon vor dem offiziellen Beginn des Gipfels laufen laut WWF hinter den Kulissen die Verhandlungen über den Text des Abschlusskommuniqués. "Es besteht die Gefahr, dass sich die Europäer von der Bush-Administration über den Tisch ziehen lassen", fürchtet Jennifer Morgen, Leiterin des internationalen Klimaprogramms des WWF.  Die bisher bekannt gewordenen Formulierungen seien "windelweich" und blieben weit hinter den notwendigen Maßnahmen zurück, so der WWF.


WWF: globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius halten

"Das ist alter Wein in neuen Schläuchen", kommentiert Morgan. Der WWF fordert vom G8-Gipfel ein klares Bekenntnis, den globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius zu halten. Hierzu seien stärkere Reduzierungen der Treibhausgasemissionen nötig. Allein auf Technik zu setzen, wie es die US-Amerikaner derzeit propagieren, gehe am Problem vorbei. Natürlich müsse man technische Lösungen vorantreiben, parallel müssen aber zugleich die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sich Investitionen in klimaverträgliche Technologien lohnen. Überdies seien ehrgeizige Klimaschutzziele unverzichtbar.


"Kein Abschlusskommuniqué ist besser als ein zahnloser Kompromiss"

Der Weltwirtschaftsgipfel biete besonders für die Europäer die Chance, sich als zukunftsfähige Regierungen zu profilieren. Es könne nicht sein, dass erneut die Langsamsten das Tempo vorgeben, heißt es in der WWF-Pressemitteilung. "Wenn die USA nicht Schritt halten können, müssen die andern Länder ohne sie vorangehen. Kein Abschlusskommuniqué ist besser als ein zahnloser Kompromiss", hält der WWF fest.

06.07.2005   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

CDU/CSU: Weltwirtschaftsführer bestätigen Kyoto-PLUS-Konzept

Das zukunftsweisende Klimaschutzkonzept "Kyoto-PLUS" werde von den Weltwirtschaftsführern des World Economic Forum mit ihren Forderungen an den G 8-Gipfel eindeutig bestätigt, erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB, anlässlich des G 8-Gipfels in Schottland.  Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe im Kyoto-PLUS-Antrag (Drs. 15/4382 vom 30. November 2004) eine Klimaschutz-Doppelstrategie gefordert. Danach soll das Kyoto-Protokoll zu einem wirksamen "Kyoto-PLUS-Abkommen" weiterentwickelt und nationale klimafreundliche Entwicklungen sollen konsequent fortgesetzt werden.


Handelssysteme mit Klimagasemissionen dauerhaft und langfristig auf alle Länder ausweiten

Wie im Kyoto-PLUS-Konzept der Union würden die Regierungen der G 8-Länder von den Wirtschaftsführern in einem "Statement of G 8 Climate Change Roundtable" vom 9. Juni 2005 dringlichst aufgefordert, die Handelssysteme mit Klimagasemissionen dauerhaft und langfristig auf alle Länder auszuweiten, heißt es in der Pressemitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Nur dadurch würden alle Unternehmen dauerhaft Sicherheit für die Rentabilität der notwendigen umfassenden Klimaschutzinvestitionen erhalten, weit über die jetzigen Kyoto-Verpflichtungen hinaus. Außerdem entstünden dadurch für alle Staaten, Menschen und Unternehmen weltweit dauerhaft Anreize für eine klimafreundliche Entwicklung und ein entsprechendes Verhalten. CO2-freie Braunkohlekraftwerke, wie beispielsweise das von Vattenfall zurzeit in der Lausitz gebaute, würden dann dauerhaft rentabel, betont Paziorek.


Klimaschutz mit erneuerbaren Energien, aber auch mit CO2-freien Kraftwerken

"Deutschland muss eine wirklich nachhaltige Klimapolitik betreiben, die durch eine Klimaschutz-Doppelstrategie umgesetzt wird. Neben den grundlegenden Aufgaben weiterhin beim Klimaschutz u.a. mit den erneuerbaren Energien, aber auch mit CO2-freien Kraftwerken vorn zu sein, muss endlich eine wirksame Klimaaußenpolitik mit dem Ziel Kyoto-PLUS betrieben werden", fordert der umweltpolitische Sprecher der Union. Nur dadurch könnten die bisher abseits stehenden großen Industrieländer wie die USA und auch Entwicklungs- und Schwellenländer aktiv in das Weltklimaschutzsystem eingegliedert werden. Gleichzeitig könne damit ein verstärktes klima- und umweltfreundliches Wachstum angestoßen werden, ohne Überforderung von Wirtschaft und Verbrauchern.

06.07.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Greenpeace errichtet Mahnwache am Braunkohlekraftwerk Neurath

"Klimawandel 'made in Germany' – Abschalten!" haben Greenpeace-Aktivisten in der nacht vom 05. zum 06. 07.2005 auf den Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Neurath bei Köln projiziert. Gleichzeitig errichteten die Umweltschützer auf dem Gelände vor dem Kraftwerk eine Mahnwache, die anlässlich des G8-Gipfels die fortlaufende Klimabelastung durch Braunkohle anprangern soll.   Das berichtet die Umweltorganisation in einer Pressemitteilung. Ab dem 06.07. treffen sich die acht wichtigsten Industrienationen der Welt in Schottland, um unter anderem über die Folgen des Klimawandels zu beraten. In Neurath sollen zwei neue Kraftwerksblöcke zur Verstromung von Braunkohle gebaut werden. Greenpeace sieht in der Verbrennung von Braunkohle "eine der schlimmsten Gefahren für das Weltklima."


Mit den neuen Kraftwerksblöcken so viel Treibhausgas produziert wie in ganz Neuseeland

"Während die Bundesregierung in Schottland auf dem G8-Gipfel so tut, als wolle sie das Klima retten, lässt sie zu, dass zu Hause der größte Klimakiller Europas entsteht", sagt Jonas Mey, Energieexperte von Greenpeace. Das Braunkohlekraftwerk der RWE stoße bereits heute riesige Mengen an Kohlendioxid aus. "Mit den neuen Blöcken zusammen würde hier an diesem einen Ort soviel Treibhausgas produziert werden, wie in ganz Neuseeland zusammen. Wie kann sich Schröder da noch hinstellen und den Klimaretter spielen?", fragt Greenpeace. Um den Protest zu unterstreichen, wollen Greenpeacer als Mahnwache während des gesamten G8-Gipfels in einem zu einem Büro umgebauten Überseecontainer aus harren. Auf dem Dach des Containers weist ein Pfeil zum Kraftwerk: "Achtung G8: Hier zerstört Kohle das Klima". Greenpeace fordert von dem Energieversorger RWE, der die neuen Kraftwerksblöcke verantwortet, die Planungen zu überdenken.

"Mit solch einem Kraftwerk der Superlative wäre es für Deutschland unmöglich, seine langfristigen Klimaschutzverpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll noch aus eigener Kraft zu erreichen", heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung. Schon in wenigen Jahren würde Neurath die deutsche Klimabilanz so stark verschlechtern, dass teure Emissionszertifikate im Ausland eingekauft werden müssten. "Deutschland als eines der fortschrittlichsten Länder der Welt muss auch bei den G8-Beratungen in Schottland mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn nicht einmal wir Klimaschutz im eigenen Land schaffen, wer dann? Wie will sich Deutschland dann noch hinstellen und von Ländern wie China oder Indien Klimaschutz fordern?", so Mey.


Zusätzliche Klimabelastung für 40 Jahre

Einmal gebaut, würden solche Kraftwerke bis zu 40 Jahre das Klima belasten, betont Greenpeace. Schon im Moment seiner Inbetriebnahme würde das Kraftwerk Neurath nicht mehr den aktuellen Effizienz-Standards entsprechen. Denn trotz neuester Technik würde das Braunkohlekraftwerk mehr als doppelt so viel Kohlendioxid ausstoßen, wie moderne Gas- und Dampfkraftwerke der gleichen Größe. Schon heute würden nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation jährlich rund 160.000 Menschen an den indirekten Folgen der globalen Klimaerwärmung sterben.

06.07.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Allgäu: Millioneninvestitionen in Altbausanierung und Solartechnik

eza! Demonstarionshaus in Kempten (Allgäu).
eza! Demonstarionshaus in Kempten (Allgäu).

Ein bundesweiter Vergleich ergab, dass im Allgäu seit dem Jahr 2001 zusätzliche Investitionen für Altbausanierung und Solarwärme in Höhe von knapp 55 Millionen Euro getätigt wurden. Das berichtet das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) in einer Pressemitteilung. Die Daten stammen laut eza! aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm, der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und aus dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundes für Solarwärmeanlagen.
  In beiden Förderprogrammen weise das Allgäu eine besonders hohe Zahl bewilligter Anträge aus. Das sei ein beachtlicher Erfolg, der zu einem großen Teil auf die Experten des gemeinnützigen eza! zurückzuführen sei. In der Untersuchung der Anträge pro Einwohner belegen laut eza! die Landkreise Lindau und Ostallgäu beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm im bundesweiten Vergleich die beiden ersten Plätze. Auch die Landkreise Oberallgäu (9) und Unterallgäu (12) lägen mit an der Spitze. Bei den durch diese Förderung ausgelösten Investitionen übertreffe das vom eza! betreute Gebiet den bayerischen Durchschnitt um mehr als 36 Millionen Euro. "Das ist auf unsere Kampagnen und unsere umfassende Beratungstätigkeit mit mehr als 2.000 persönlichen Energieberatungen pro Jahr zurückzuführen", erläutert eza!-Geschäftsführer Martin Sambale die Zahlen.

Überdurchschnittlich viele neue Solarwärmeanlagen im Allgäu

Vergleichswerte bei Solaranlagen spiegelten die Spitzenposition des Allgäus genauso deutlich wider: Über das bundesweite "Marktanreizprogramm Solarthermie" wurden seit Oktober 1999 bundesweit über 500.000 Solaranlagen gefördert. Allein in der Zeit von 2001 bis 2004 haben die Allgäuer 18 Millionen Euro mehr in neue Solarwärmeanlagen als der bayerische Durchschnitt investiert. "Diese Werte zeigen, dass sich die Arbeit von eza! nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch lohnt", freut sich Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister der Stadt Kempten und Vorsitzender der eza!-Gesellschafterversammlung. Ein Erfolgsgeheimnis ist laut eza!-Chef Sambale die enge Zusammenarbeit mit den Medien. Das habe sich besonders bei den Allgäuer Altbautagen gezeigt. Dort würden jährlich rund 10.000 Besucher umfassend zu energierelevanten Themen informiert.

eza!, das Energie- und Umweltzentrum Allgäu, ist eine gemeinnützige GmbH zur Förderung erneuerbarer Energien und effizienter Energienutzung. Es wird getragen von Kommunen, Wirtschaft und Initiativen im Allgäu. Seine Dienstleistungen sind unter anderem die eza!-energieberatung mit 39 Energieberatungsstellen und jährlich über 2.000 persönlichen Beratungen, eza!-partner, ein Netzwerk aus über 120 Architekten, Ingenieuren, Baufirmen und Handwerkern, eza!-bildung mit bundesweit gefragten Kursen und das eza!-energiemanagement, das 100 kommunale Liegenschaften betreut. Die Arbeit von eza! und die Sanierung eines Altbaus zum Energiedemonstrationsgebäude (eza!-haus) wurde in den Jahren 2000 bis 2004 mit Mitteln der "High-tech-Offensive Zukunft Bayern" gefördert. Weitere Informationen unter http://www.eza-allgaeu.de .

06.07.2005   Quelle: Energie- und Umweltzentrum Allgäu; pts   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Offizieller Baubeschluss für 100 MW-Wasserkraftwerk Rheinfelden

Modell des 100 MW-Wasserkraftwerks.
Modell des 100 MW-Wasserkraftwerks.

Der Bau des neuen Wasserkraftwerkes in Rheinfelden könne zügig und ohne Unterbrechung bis voraussichtlich 2011 vollendet werden, berichtet die Energiedienst Holding AG in einer Pressemitteilung. Der Aufsichtsrat der Energiedienst AG habe den Baubeschluss mit Zustimmung des Verwaltungsrates der Energiedienst Holding AG und des Aufsichtsrates der EnBW Energie Baden-Württemberg AG am 30. Juni 2005 gefasst und dafür Mittel in Höhe von 277 Millionen Euro freigegeben.
  Mit dieser Investition werde die Kraftwerksleistung am historischen Wasserkraft-Standort in Rheinfelden von derzeit 26 Megawatt (MW) auf 100 MW erhöht. Die jährliche Stromproduktion soll sich von derzeit 190 Millionen Kilowattstunden (kWh) auf 600 Millionen kWh mehr als verdreifachen. Im Vergleich zum bundesdeutschen Energieträgermix würden dadurch jährlich rund 348.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, heißt es in der Pressemitteilung.

Über den unmittelbaren Weiterbau, nach Fertigstellung von sechs Wehrfeldern des neuen Stauwehres, sei aufgrund der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen lange Zeit diskutiert worden. Das jetzt von den Aufsichtsratsgremien genehmigte Kraftwerksprojekt sei das Resultat langjähriger, umfangreicher Planungen und Abwägungen zwischen ökologischen und ökonomischen Anforderungen. Gleichzeitig seien die aktuellen Entwicklungen und Vorgaben der Energie- und Umweltpolitik zu berücksichtigen. Ebenso habe der Strompreis an den Börsen und die künftigen Prognosen dazu sorgfältig interpretiert werden müssen, so die Energiedienst Holding AG.


Regenerative Erzeugungsanlagen profitieren vom Emissionshandel

Die zu Produktionsbeginn errechneten Stromgestehungskosten des neuen Wasserkraftwerks lägen heute zwar noch deutlich über dem aktuellen Marktwert von vergleichbarem Strom. Die Betreiberin, die Energiedienst AG in Rheinfelden, rechne jedoch damit, dass sich die Preissituation bis zur Inbetriebnahme im Jahr 2011 und in den darauffolgenden Jahren positiv für das neue Wasserkraftwerk entwickeln werde. Diese Markteinschätzung basiere darauf, dass europaweit heute noch sehr preiswert betriebene Kraftwerkskapazitäten durch neue teure Investitionen ersetzt werden müssen. Gleichzeitig werde die fossile Stromproduktion durch die Einführung des CO2-Zertifikatehandels zusätzlich verteuert und regenerative Erzeugungsanlagen profitierten indirekt vom Zertifikatehandel.


Mehr saubere Energie - mehr Ökologie

Im neuen Maschinenhaus auf der Schweizer Rheinseite sollen bis 2011 vier Rohrturbinen mit einem Laufraddurchmesser von 6,5 Meter und einer Leistung von je 25 Megawatt installiert werden. Die prognostizierte Jahresproduktion von rund 600 Millionen kWh reiche aus, um fast 200.000 Haushalte mit regenerativer Energie aus Wasserkraft zu versorgen. Trotz dieser Verdreifachung der heutigen Stromproduktion werde sich die ökologische Situation des Hochrheins am Kraftwerksstandort Rheinfelden nachhaltig verbessern, so die Energiedienst Holding AG. Hierzu seien etliche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, darunter die Renaturierung verschiedener Uferabschnitte zwischen Wyhlen und Rheinfelden, die gerade in Betrieb gegangene Fischaufstiegsanlage am neuen Stauwehr in Rheinfelden sowie die Gestaltung eines naturnahen Umgehungsgewässers aus dem bisherigen Kraftwerkskanal.


06.07.2005   Quelle: Energiedienst Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bericht der Allianz Gruppe: Klimawandel als Geschäftsrisiko ernst nehmen

Bericht über Risiken des Klimawandels für die Finanzwelt
Bericht über Risiken des Klimawandels für die Finanzwelt

Die Finanzindustrie sollte die Risiken des Klimawandels systematisch erfassen, heißt es in einem neuen Bericht der Allianz Gruppe und der Umweltstiftung WWF. Die Allianz Gruppe hat bei der Vorstellung des Berichts "Klimawandel und Finanzsektor - ein Aktionsplan" am 28. Juni 2005 in London angekündigt, die Investitionen in erneuerbare Energien um 300 bis 500 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren zu steigern.
 
Der gemeinsame Bericht von Allianz und WWF zeigt einzelne Schritte, wie die Risiken des Klimawandels im Versicherungs-, Bank- und Asset-Management-Geschäft besser berücksichtigt werden können. "Der Klimawandel bringt erhebliche Kosten für den Finanzsektor. Im Interesse unserer Kunden und Aktionäre müssen wir diese Risiken im Blick behalten, wenn wir Versicherungsrisiken übernehmen und über Finanzanlagen oder Kreditvergabe entscheiden", erklärt Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz AG und CEO von Allianz Global Investors, der Allianz Asset-Management-Sparte.


Strategische Entscheidungen müssen Klimawandel berücksichtigen

Um der Bedeutung des Klimawandels auch besser in strategischen Entscheidungen gerecht werden zu können, will sich die Allianz künftig auf Vorstandsebene mit diesem Thema beschäftigen und eine systematische Untersuchung von Klimarisiken im Bank-, Versicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft vornehmen. "Der Finanzsektor spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die Welt auf den Weg der sauberen Energien zu bringen", erläutert Robert Napier, Geschäftsführer des WWF in Großbritannien. "In einer weiterführenden Kooperation wollen WWF und Allianz neue Instrumente zur Bewertung von Klimarisiken entwickeln und zeigen, wie führende Finanzunternehmen den Übergang zu einer Wirtschaft mit sauberen Energien meistern können", so Napier weiter. Die Allianz hat eine "Climate Core Group" ins Leben gerufen, die geleitet wird von Otto Steinmetz, dem Chief Risk Officer der Dresdner Bank. Die Banktochter der Allianz Gruppe und ihre Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein DrKW gehören laut Allianz zu den führenden Instituten in klimabezogenen Geschäftsfeldern wie dem Emissionshandel.


Erhöhtes Risiko von Sachschäden

Die Allianz rechnet mit steigenden Versicherungsprämien für Risiken, die durch den Klimawandel verursacht werden könnten. "Naturkatastrophen können zwar wissenschaftlich noch nicht mit letzter Sicherheit auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Doch es ist ganz deutlich, dass Ausmaß und Häufigkeit von Naturkatastrophen zugenommen haben und dass der Klimawandel dabei eine Rolle spielt", erläutert Andrew Torrance, CEO der britischen Versicherungstochter Allianz Cornhill. "Im Versicherungsgeschäft erhöht der Klimawandel das Risiko von Sachschäden jährlich um 2 bis 4 Prozent. Dies kann in einigen Märkten bei entsprechenden Schäden zu Prämienerhöhungen im Sachgeschäft führen. Denn die Versicherer müssen ihre risikobasierten Versicherungskostenmodelle anpassen, um dem immer größeren Ausmaß der klimabedingten Schadenereignisse Rechnung zu tragen."


Klare politische Rahmenbedingungen erforderlich

Von den Staats- und Regierungschefs, die in der 27. Kalenderwoche zum G8-Gipfel in Schottland zusammenkommen, fordern Allianz und WWF klarere politische Rahmenbedingungen, um langfristige Investitionen und die Kreditvergabe für Banken und Anleger anpassen zu können. "Als Investor brauchen wir mehr politische und regulatorische Sicherheit, also ein klares Regelwerk zum Thema Klimawandel, auch für die Zeit nach Auslaufen des EU-Systems für die Zuteilung von Emissionszertifikaten im Jahr 2012", so Joachim Faber. "Die Unternehmen spielen beim Klimaschutz eine wichtige Rolle. Dabei müssen sie sich aber auf eine sichere und klare politische Linie verlassen können", sagt Robert Napier. "Die Staats- und Regierungschefs sollten für die Bekämpfung des gefährlichen Klimawandels einen festen Aktionsplan vorlegen. Sie müssen sicherstellen, dass von diesem G8-Gipfel ein Signal zur Senkung der Emissionen ausgeht und dass die Märkte zur Verringerung der Treibhausgase eine langfristige Zukunft haben werden", fordert Napier.

06.07.2005   Quelle: Allianz Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Allianz Gruppe

 

BUND: Klima-Alarm zum G-8-Gipfel

Aktivisten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am 07.06.2005 an der Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz mit Weckern, Trillerpfeifen und Trommeln "Klima-Alarm" geschlagen. Als Klimakatastrophen verkleidet forderten sie die acht größten Industriestaaten zu mehr Klimaschutz auf.  Vom 6.-8. Juli tagen die Regierungschefs der G-8-Staaten in Gleneagles/Schottland und beraten dort unter anderem über Maßnahmen gegen den Klimawandel. In den nächsten Tagen will "Friends of the Earth", das internationale Netzwerk des BUND, auch in zahlreichen anderen Städten der G-8 Klima-Alarm auslösen. Die Wecker klingelten zur symbolischen Zeit 13.45 Uhr, weil die G-8-Staaten mit lediglich 13 Prozent der Weltbevölkerung für 45 Prozent des globalen Ausstoßes von Klimagasen verantwortlich seien, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Damit seien sie die Hauptverursacher des Klimawandels. Wissenschaftler hätten längst keine Zweifel mehr, dass der Klimawandel bereits begonnen habe und durch menschliche Aktivitäten verursacht werde.


Regierungschefs müssen handeln - auch ohne Bush

"Es ist an der Zeit, dass die Chefs der reichsten Länder der Welt endlich aufwachen und handeln", sagte die Vorsitzende des BUND, Angelika Zahrnt. Der Klimawandel bedrohe heute schon die Heimat, Gesundheit und die Existenz vieler Menschen vor allem in den armen Ländern. Klimaschutz und Armutsbekämpfung seien zwei Seiten derselben Medaille.“ Tony Blair, Gastgeber des G-8-Treffens, habe die Themen Klimawandel und Armutsbekämpfung in Afrika ganz oben auf die Agenda des G-8-Gipfels gesetzt. US-Präsident George W. Bush hingegen habe jeglicher Klima-Vereinbarung auf dem Gipfel eine klare Absage erteilt, kritisiert der BUND. "Das Verhalten des US-Präsidenten ist unverantwortlich und rücksichtslos. Schröder, Blair und die anderen Regierungschefs müssen deutlich machen, dass Bush mit seiner Blockadehaltung allein auf weiter Flur steht. Sie müssen jetzt geschlossen vorangehen - ohne die USA “, fordert Zahrnt. Der G-8-Gipfel müsse konkrete Ergebnisse liefern, so der BUND: CO2-Reduktionziele von 30 Prozent bis 2020 und 80 Prozent bis 2050 (bezogen auf 1990), Maßnahmen zur Förderung der erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energie-Effizienz sowie eine Unterstützung der Entwicklungsländer, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind, seien dringend notwendig.

Mehr zum G-8-Gipfel unter: http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/g8_hintergrund.pdf

05.07.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare Energien: Geschäftsklima hellt sich auf

Die Stimmung in der Branche der erneuerbaren Energien hat sich im Juni erstmals in diesem Jahr deutlich verbessert. Das berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Der Geschäftsklima-Index des IWR stieg kräftig an und verbesserte sich auf 100,5 Punkte (Mai: 92,2 Punkte).  Die Unternehmen hätten die aktuelle Situation etwas günstiger bewertet, während die Geschäftsaussichten wesentlich besser ausgefallen seien als noch in den Vormonaten, so das IWR. Der in Folge der Ergebnisse der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen stark rückläufige Trend bei den Geschäftsaussichten sei damit erstmals in diesem Jahr durchbrochen worden.

"Die Unternehmen gehen jetzt immer mehr davon aus, dass auch unter möglicherweise veränderten politischen Randbedingungen die Herstellung und Produktion regenerativer Energieanlagen am Standort Deutschland weiterhin eine Zukunft haben wird", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. Zudem könnten viele Unternehmen mittlerweile ihr Geschäft mit Techniken zur Nutzung regenerativer Energiequellen und ihre Dienstleistungen stärker international ausbauen und würden damit unabhängiger vom deutschen Markt. Der Verlauf des Geschäftsklima-Index ist dokumeniert unter http://www.iwr.de/geschaeftsklima

05.07.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bundestag verlängert Bonus für Kleinst-KWK-Anlagen

Zusammen mit einer Vielzahl weiterer Gesetze hat der Bundestag am 30. Juni 2005 eine kleine, aber für die Hersteller wichtige Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes beschlossen. Das berichtet der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) in einer Pressemitteilung. Nach dem Gesetz von 2002 sollte der für 10 Jahre gezahlte Bonus von 5,11 Cent/kWh für Kleinst-KWK-Anlagen bis 50 kW elektrischer Leistung nur für Anlagen gelten, die bis Ende 2005 in Betrieb gehen. Durch die Gesetzesänderung werde dieser Zeitraum nun bis Ende 2008 verlängert.   Ohne diese Verlängerung hätte nach Einschätzung des B.KWK ein "Fadenriss" beim Absatz von Kleinst-KWK-Anlagen gedroht, mit fatalen Konsequenzen für die betroffenen Herstellerunternehmen.

2003 wurden laut B.KWK zirka 2.000 Anlagen dieser Größenordnung mit einer gesamten elektrischen Leistung von 15,4 Megawatt (MW) unter Inanspruchnahme des Ökobonus aus dem KWK-Gesetz neu installiert. Eine Verlängerung des Bonus sei auf einem parlamentarischen Abend des B.KWK Mitte Juni auch von Vertretern der CDU und FDP unterstützt worden. Die Änderung des KWK-Gesetzes sei verabschiedet worden im Rahmen eines Artikelgesetzes zusammen mit dem Gesetz über projektbezogene Mechanismen zum CO2-Emissionshandel. Der B.KWK geht davon aus, dass das Gesetz den Bundesrat am 8. Juli passieren wird.

05.07.2005   Quelle: Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erfolgreiches Förderkonzept für energieeffiziente Gebäude

Umweltbundesamt in Dessau.
Umweltbundesamt in Dessau.

Die Ergebnisse aus dem zehnjährigen Förderkonzept "Energieoptimiertes Bauen" besitzen laut Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) wegweisenden Charakter für die nationale Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie. Dies belegten die Mess- und Erfahrungswerte, die im Mai anlässlich des Symposiums "Bürogebäude mit Zukunft" in der Bauhausstadt Dessau vorgestellt wurden.
 
Rechtzeitig zum Symposium erschien ein gleichnamiges Fachbuch mit einer umfassenden Darstellung der Ergebnisse und Erfahrungen. Die Fachtagung dokumentierte zehn Jahre erfolgreiche Arbeit, die gefördert wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Rahmen des 4. Energieforschungsprogramms.


Primärenergieverbrauch unter 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr

Der am 11. Mai 2005 eingeweihte Neubau des Umweltbundesamtes in Dessau bildete den eindrucksvollen Rahmen für die 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Forschung und Wirtschaft. Dieses Gebäude zielt, wie auch die 22 anderen Demonstrationsbauten, darauf, einen Primärenergiekennwert von unter 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) für Heizung, Lüftung und Beleuchtung einzuhalten und auf aktive sommerliche Kühlung zu verzichten. Die Planungs- und Analyseteams stellten ausgewählte Beiträge besonders überzeugender Demonstrationsbauten vor. Ergänzt wurden diese durch Querschnittsanalysen aus der Begleitforschung zu
den Themenfeldern

• Heizen und Lüften im Winter – Wege zu minimalem
Heizwärmebedarf
• Kühlen und Lüften im Sommer – Im Sommer 26 °C
oder mehr ?
Licht und Beleuchtung – Am Stromverbrauch, aber
nicht am Licht sparen
• Energieversorgung – Neue Qualitäten und Quantitäten
• Nutzerverhalten und Nutzereinfluss


Pilotfunktion des Förderkonzepts im Vorfeld der europäischen Energieeffizienzrichtlinie.

Das Themenspektrum unterstreicht die Pilotfunktion des Förderkonzepts im Vorfeld der nationalen Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie. Diese soll im Januar 2006 erfolgen mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV), unter Einbeziehung des neuen Berechnungsverfahrens nach DIN 18599 zur umfassenden planerischen Behandlung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.


Weiterführung im Rahmen des 5. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung

Ein kompetent aus Wirtschaft und Wissenschaft besetztes Diskussionspodium diskutierte sich angesichts immer anspruchsvollerer Energiezielwerte die Frage, um welchen Preis Nullemissionsgebäude möglich sind sowie das konkurrierende Verhältnis von Energieeffizienz und Kosteneffizienz. Bereits realisierte Bauten zeigten, dass niedrige Energiekennwerte die Investitionskosten für ein Bauwerk nicht zwangsläufig erhöhen, wenn eine frühe planerische Zielfestlegung und eine konsequente Zielverfolgung im Planungsprozess gesichert werden. Die Diskussion habe unterstrichen, dass weitere Schritte aus diesem Grunde einer klaren Definition von Zielen und Methoden bedürfen. Im Rahmen des Förderkonzepts soll die Begleitforschung diese Aufgabe übernehmen. Aufgrund der überzeugenden Ergebnisse aus den Demonstrationsprojekten und der Begleitforschung soll das Förderkonzept in Zusammenhang mit dem am 1. Juni verabschiedeten 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung weitergeführt werden. Damit werde die Kontinuität geschaffen, aus der auch künftig herausragende Demonstrationsprojekte entstehen sollen, betont das Fraunhofer ISE.

05.07.2005   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: solidar-planungswerkstatt

 

Praxisreport: Beste Aussichten für Solartechnik in Spanien

Der spanische Markt für Solartechnik hat sich im letzten Jahr sehr positiv entwickelt, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. 2005 zeichne sich ein noch rasanteres Wachstum ab.   Für Photovoltaik herrschen laut dena seit dem Inkrafttreten des neuen Einspeisegesetzes im März 2004 sehr günstige Bedingungen. Soeben sei zudem das Förderprogramm "ICO-IDAE 2005" aufgestockt worden. Für die Solarwärme böten kommunale Solarverordnungen gute Perspektiven. Ein weiterer Wachstumsschub werde von der landesweiten Verankerung solarer Baupflichten im Rahmen des "Código Técnico de la Edificación (CTE)" erwartet.

Die aktualisierte und ergänzte Neuauflage des "Praxisreport Solarmarkt Spanien", der in der Schriftenreihe der Exportinitiative Erneuerbare Energien der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) erscheint, gibt Auskunft über Förder- und Finanzierungsbedingungen, genehmigungsrechtliche Aspekte, Marktentwicklung und Marktakteure in Spanien. Neu in die zweite Auflage aufgenommen wurde ein Fachbeitrag zum CTE. Dieser umfassende Katalog technischer Regelungen im Gebäudebereich soll voraussichtlich im Herbst 2005 in Kraft treten.


Markteinstiegshilfe und Unternehmerreise

Die Neuauflage des "Praxisreport Solarmarkt Spanien" soll deutschen Unternehmen in den Bereichen Anlagenbau, Planung und Dienstleistungen einen kompakten, praxisnahen und aktuellen Einblick geben in die Marktsituation für Photovoltaik und Solarthermie. Sie diene damit als konkrete Markteinstiegshilfe für deutsche Unternehmen und als Informationsgrundlage für die vom 21. bis 25. November 2005 geplante Unternehmerreise nach Spanien mit begleitender Seminarveranstaltung in Madrid, so die dena. Die Unternehmerreise nach Spanien ist Teil des "Geschäftsreiseprogramms Erneuerbare Energien", das deutschen Unternehmern individuelle Kontakte mit geeigneten Geschäftspartnern und Entscheidern aus Administration und Politik im Ausland vermittelt. Wichtigster Bestandteil des "Geschäftsreiseprogramms Erneuerbare Energien" sind laut dena persönliche Termine bei potenziellen Geschäftspartnern vor Ort, die nach den speziellen Wünschen der teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland vorab individuell zusammengestellt werden.

Informationen zur Unternehmerreise Spanien und dem neuen "Praxisreport Solarmarkt Spanien" der dena-Exportinitiative Erneuerbare Energien sowie entsprechende Anmelde- und Bestellmöglichkeiten unter: http://www.exportinitiative.de

05.07.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

RAL Güteschutz Solar startet mit 70 Gründungsmitgliedern

Der RAL-Güteschutz Solar geht nach Abschluss der Gründungsphase mit 70 Gründungsmitgliedern an den Start, die 115-mal in den 8 Kategorien des Güteschutzes eine Zertifizierung eingereicht haben. Er sei damit erheblich stärker als es die teils kontroverse Debatte mit den Industrieverbänden im Vorfeld der Gründung habe erwarten lassen, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. in einer Pressemitteilung. 
Interesse am Verein unterstreicht Stellenwert von Qualität in der Solarbranche

"Nach Rücksprache mit dem RAL-Institut hat sich dieser Eindruck sogar noch verstärkt, in der jüngsten Vergangenheit hat es keine Gütegemeinschaft gegeben, die bereits mit 70 Mitgliedern aus der Gründungsphase kam. Die DGS ist mit der Resonanz sehr zufrieden. Sie belegt, dass Qualität und Kundenschutz bei vielen Unternehmen auf dem Solarmarkt einen hohen Stellenwert haben." bemerkt DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann. Der Verein soll im Laufe der nächsten Woche rechtskräftig am Amtsgericht Karlsruhe eingetragen werden, dann werde das RAL-Institut in St. Augustin die Gütegemeinschaft in die Gütezeichenliste aufnehmen und die Freigabe für die Eintragung der Sammelmarke erteilen. Mit der Eintragung auf dem Marken- und Patentamt könne das Gütezeichen in den unterschiedlichen Kategorien nach einer Prüfung an qualifizierte Unternehmen verliehen werden, so die DGS.


Integration in bestehende technische Regelwerke geplant

Das RAL-Institut sieht im Güteschutz Solar ein wichtiges Zukunftsthema. Das Label Solar Keymark und sein technischer Inhalt werde für Komponenten solarthermischer Anlagen (RAL-GZ 1004 S1) weiterhin einen Kerninhalt darstellen, so dass auch hier eine intensive Integration der neuesten Branchenentwicklungen gewährleistet sei. Gleiches gelte auch für aktuelle Normungsvorhaben im Bereich Photovoltaik. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GdV) will sich weit über die Vorstandstätigkeit des Sachversicherungsbeauftragten Dr. Wang hinaus engagieren. Hier sei schon jetzt eine intensive Integration der Güte- und Prüfbestimmungen in die technischen Empfehlungen an Sach- und gewerbliche Haftpflichtversicherer geplant.


Kooperation mit Finanzdienstleistern wird erweitert

Die Zusammenarbeit der Gütegemeinschaft mit einer Vielzahl von Finanzdienstleistern, die bereits in der Gründungsphase in die Erarbeitung der technischen Richtlinien eingebunden waren, werde auch nach der erfolgreichen Vereinsgründung fortgesetzt, betont die DGS.


Gestaltungsmöglichkeiten für Mitglieder des Güteschutzes

Alle vollwertigen Mitglieder der Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. entscheiden laut DGS künftig über die Gestaltung des technischen Regelwerkes, also der Güte- und Prüfbestimmungen und hätten damit einen entscheidenden Einfluss auf die technische Ausgestaltung des Solarmarktes. Außenstehende können Vorschläge und Eingaben an die Mitglieder über die Webseite machen unter http://www.gueteschutz-solar.de/494.0.html. Diese sollen dann in die Diskussionen über Erstbestimmung oder Novellen von Richtlinien einfließen. Die vollständige Liste der Gründungsmitglieder ist veröffentlicht unter http://www.gueteschutz-solar.de/mitglieder.html. Unternehmen können dem Güteschutz beitreten unter http://www.gueteschutz-solar.de/1125.0.html. Weitere Informationen für Fachleute und Investoren auf der Webseite des Güteschutzes

04.07.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BP-Report: Energie-Nachfrage 2004 auf historischem Höchstniveau

BP-Weltenergiestatistik
BP-Weltenergiestatistik

Ein schneller Nachfrageanstieg nach allen Arten von Energie hat 2004 die Energiemärkte dominiert und zu steigenden Preisen geführt. Das berichtet die Deutsche BP Aktiengesellschaft anlässlich der Veröffentlichung der "BP Statistical Review of World Energy". Außergewöhnlich sei der Bedarf von China gewesen. Das Ausmaß des Nachfragewachstums sei allerdings ein globales Phänomen, das den10-Jahrestrend in jeder Region der Welt überstiegen habe, heißt es in der Pressemitteilung.
  "Der gesamte Energieverbrauch weltweit ist 2004 um 4,3 % gestiegen. Mengenmäßig ist es das größte je gemessene Jahreswachstum an weltweitem Primärenergiekonsum und das höchste prozentuale Wachstum seit 1984. Es ist außergewöhnlich, dass dieser Nachfrageanstieg geographisch so großflächig verteilt war", sagte Peter Davies, Chef-Volkswirt der BP, am 30.06.2005 bei der Vorstellung des Reports in Berlin. Der seit 1951 jährlich herausgegebene Bericht enthält Datenreihen über die Produktion und den Konsum der Energie weltweit bis einschließlich Ende 2004.


USA und China verbrauchen 36,4 der Gesamtenergie weltweit

Während die chinesische Wirtschaft im Jahr 2004 um 9,5 % wuchs, übertraf der Energiebedarf Chinas diese Zahl noch – er wuchs laut BP über das Jahr gerechnet um bis zu 15,1 %. Innerhalb der letzten drei Jahre sei der chinesische Energiebedarf um 65 % gestiegen, was mehr als die Hälfte des weltweiten Bedarfswachstums in diesem Zeitraum ausmache. China verbrauche nun 13,6 % der Gesamtenergie weltweit und liege nach den USA mit 22,8 % an zweiter Stelle. Deutschland brauche nur 3,2 %, die EU 25 mit 16,8 % allerdings etwas mehr als China. Außer in China stieg die Gesamtenergienachfrage um 2,8 % - laut BP der bedeutendste prozentuale Anstieg seit 1996 und etwa das Zweifache des Wachstums der zwei vorherigen Jahre. Während jede Region ein überdurchschnittliches Wachstum zu verzeichnen hatte, stieg der Bedarf von Ländern außerhalb der OECD (ohne China) um 4,8 %, ungefähr drei Mal so schnell wie der von OECD-Ländern.


3,4 % höherer Ölverbrauch im Jahr 2004

Der Ölverbrauch 2004 zeigte laut BP mit einem Zuwachs von 3,4 % beziehungsweise 2,5 Million Barrel pro Tag die schnellste Wachstumsrate seit 1978. Der steigende Bedarf aus China habe für mehr als ein Drittel dieses Wachstums gesorgt, mit einem Anstieg von 15,8 %, also einer zusätzlichen Menge von fast 900.000 Fass (159 Liter)/Tag. In Deutschland ging der Ölverbrauch gegenüber 2003 um 1,2 % zurück. Damit verbrauchte Deutschland 2,6 Million Fass/Tag bzw. 3,3 %. Am meisten verbrauchen nach wie vor die USA (24,9 %). Es folgen dann mit großem Abstand China (8,2 %), Japan (6,4 %), Russland (3,4%), Deutschland (3,3 %) und Indien (3,2 %). Die Nachfrage sei trotz der Rekordpreise, die über das Jahr gerechnet bei durchschnittlich 38,3 $ pro Fass gelegen hätten, sehr hoch – mit einer Steigerung von fast 33 % gegenüber 2003 und dem höchsten je verzeichneten durchschnittlichen Tagespreis im Bericht.


Ölförderung erreicht erstmals 80 Millionen Fass pro Tag

Die Ölförderung wurde laut BP gesteigert, um der Nachfrage gerecht zu werden, und habe 2004 erstmals 80 Millionen Fass/Tag überschritten.
Außerhalb der OPEC sei 2004 die Produktion um 965.000 Fass/Tag gestiegen, deutlich über dem 10-Jahres-Durchschitt. Die Produktion Russlands sei zum wiederholten Mal am schnellsten gewachsen mit einer Fördermenge von fast 750.000 Fass/Tag. Angola, Tschad, Ecuador, Äquatorialguinea und Kasachstan verzeichneten alle ein Wachstum von mehr als 100.000 Fass/Tag. Der deutlichste Rückgang war laut BP im UK mit 230.000 Fass/Tag und in den USA mit 160.000 Fass/Tag zu verzeichnen.


Erdgas: Verbrauch, Förderung und Preise steigen

Der weltweite Gasverbrauch stieg 2004 um 3,3 % und lag damit über dem 10-Jahresdurchschitt von 2,6 %. Die Gasförderung stieg in allen Regionen außer Nordamerika. In Europa habe der Anstieg in den Niederlanden, Russland und Norwegen den Förderungsrückgang im UK mehr als ausgeglichen. Auch die Gaspreise stiegen. Der durchschnittliche Henry Hub US-Gaspreis stieg auf 5,85 US-Dollar pro mBtu (million British thermal units). Auch dies war ein Rekord-Jahresdurchschnitt, stellt BP fest.


Energieerzeugung aus Atomkraftwerken wächst um 4,4 %

Der weltweite Kohleverbrauch stieg laut BP um 6,3 %. Zwei Drittel dieses Anstiegs sei allein durch China verursacht worden. Abgesehen von China kam fast der gesamte Anstieg der Nachfrage aus Asia Pacific. Die Preise für Kohle seien 2004 von allen gehandelten fossilen Brennstoffen am schnellsten gestiegen, der europäische Richtpreis stieg innerhalb des Jahres um 69 %. Nach einem leichten Rückgang 2003 sei die globale Energieerzeugung aus Atomkraftwerken um 4,4 % gestiegen berichtet BP. Die Hälfte dieses Wachstums sei auf die Wiederinbetriebnahme von 2003 stillgelegten Anlagen in Japan zurückzuführen. Weltweit seien Kapazität und Effizienz gesteigert worden. Die US-Atomkraftproduktion stieg laut BP um 3,2 % auf ein neues Allzeithoch.


Erneuerbare legen kräftig zu

Die installierte Solarstromleistung wuchs in den OECD-Ländern um 34,6 % und lag zum Jahresende 2004 bei 1.799 MW. Die weltweit installierte Windenergiekapazität wuchs laut BP "Statistical Review of World Energy" von 2003 auf 2004 um 18,9 % auf 48.000 MW. Die globale Energiegewinnung aus Wasserkraft stieg nach den Zahlen von BP 2004 um 5 %. Besonders groß sei mit einem Anstieg von 16,6 % das Wachstum in China gewesen, was im Wesentlichen auf die Inbetriebnahme neuer Wasserkraftwerke zurückgehe.

Report zum Herunterladen aus dem Internet

Der "BP Statistical Review of World Energy" ist in deutscher Sprache auch im Internet erhältlich unter www.deutschebp.de. Die Webseite stellt die enthaltenen Daten der gedruckten Ausgabe sowie zusätzliche historische Daten, Tabellen, Themen und Hilfsmittel zur Verfügung.

04.07.2005   Quelle: Deutsche BP AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche BP AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarverbände sehen optimistisch in die Zukunft

Umfrage des forsa-Instituts: Zustimmung zur Förderung erneuerbarer Energien bei Anhänger aller Parteien durchweg sehr hoch.
Umfrage des forsa-Instituts: Zustimmung zur Förderung erneuerbarer Energien bei Anhänger aller Parteien durchweg sehr hoch.

Solartechnik ist die an Wachstum und Zukunftsperspektive stärkste Branche in Deutschland, berichteten die Solarverbände BSi und UVS in einer Pressemitteilung. Und die Solartechnik erfreue sich auch großer Zustimmung durch die Bevölkerung: Mehr als drei Millionen Bundesbürger leben laut Bundesverband Solarindustrie (BSi) und Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) in Häusern mit Solaranlagen. Derzeit arbeiten nach Angaben der Verbände bereits 30.000 Menschen in der deutschen Solarbranche.
  Nach Prognosen der Solarverbände werden im Jahr 2012 rund 100.000 Menschen ihren Lebensunterhalt mit der Energie der Sonne verdienen. Auf der Intersolar präsentierten die Verbände die aktuelle Lage des Solarmarkts und zeigen sich zuversichtlich in Bezug auf die weitere Branchenentwicklung.


Photovoltaikinstallation wuchs 2004 um 140 % - Solarstrompreise sanken in den vergangenen Jahren um 70 %

Im Bereich Photovoltaik (Solarstrom) sei im vergangenen Jahr ein Plus von 140 % auf 360 Megawatt und ein Umsatz von 1,7 Milliarden Euro verbucht werden. Damit habe Deutschland den bisherigen Spitzenreiter Japan vom ersten Platz verdrängt. BSi und UVS erwarten für 2005 ein Wachstum von 20%, da derzeit ein Engpass bei der Rohstoffversorgung mit Silizium bestehe. Dieser werde sich in ein bis zwei Jahren auflösen. "Die hervorragende Marktentwicklung hat umfangreiche Investitionen in modernste Solarfabriken ermöglicht", weiß Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), Allein in der Photovoltaik seien den vergangenen Jahren 20.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Preise für Solarstrom seien um 70 Prozent gesunken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie deutlich gesteigert worden, betont Körnig.


Nachholbedarf bei der Solarwärme, künftige Bundesregierung gefordert

Der Bereich Solarwärme hat dagegen laut BSi und UVS noch Nachholbedarf. Im letzten Jahr sei der Markt um 5 % auf 525 Megawatt installierte Leistung gewachsen, der Umsatz habe 550 Millionen Euro betragen. Für 2005 erwartet die Branche eine verstärkte Nachfrage und ein Wachstum von 20%. Die unaufhörlich steigenden Öl- und Gaspreise ließen das Interesse der Hausbesitzer ansteigen. "Der Wärmesektor wurde bislang in der Politik vernachlässigt. Den explodierenden Ölpreisen kann jedoch nur mit neuen Wärmetechnologien begegnet werden", führt Gerhard Stryi-Hipp aus, Geschäftsführer des Bundesverband Solarindustrie (BSi). "Wir sind jedoch sehr zuversichtlich, dass durch das verstärkte Information der Branche, z.B. durch die Aktion 'Wärme von der Sonne' und durch die zum 1. Juli verbesserte Förderung für Solarwärmeanlagen zur Raumheizung der Solarwärmebereich aufholen wird. Wir setzen auch darauf, dass die künftige Bundesregierung sich verstärkt für die Solarwärme engagiert."


Breite Mehrheit für Förderung der Erneuerbaren

Einem möglichen Regierungswechsel nach der Bundestagswahl sehe die Branche gelassen entgegen. Für die weitere Markteinführung der Solartechnik gebe es zahlreiche gute Argumente, einen breiten gesellschaftlichen Konsens quer durch alle Wählerschichten und Unterstützung aus dem politischen Lager der Union. 87% der Bürger hätten bei einer aktuellen Forsa-Umfrage angegeben, dass die erneuerbaren Energien künftig gleich oder sogar noch stärker gefördert werden sollten als bislang.

04.07.2005   Quelle: BSi, UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Windkraft: GE Energy weiterhin im Aufwind

Der Windenergiebereich von GE Energy hat für das Geschäftsjahr 2005 weltweit Aufträge und Bestellungen in einem Gesamtvolumen von 2.400 MW erhalten. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Analog hierzu erwarte GE ein Umsatzwachstum von 300 % im Vergleich zu 2002, dem ersten Geschäftsjahr des Windenergiebereichs von GE Energy.   Damit würde der Umsatz von GE – basierend auf einem weltweiten Auftragsvolumen von derzeit 1.600 Windenergieanlagen (WEA) - in diesem Geschäftsbereich von 500 Millionen US-Dollar im Jahre 2002 auf über 2 Milliareden US-Dollar im Jahr 2005 steigen.


Windenergie am schnellsten wachsendes Segment der Energieindustrie

"Windenergie bleibt weiterhin das am schnellsten wachsende Segment innerhalb der Energieindustrie weltweit und ist damit ein zentraler Bestandteil unseres breitgefächerten Produkt- und Lösungsportfolios für unsere Energiekunden rund um den Globus. Mit unserer jüngst initiierten 'ecomagination'-Initiative haben wir nochmals unterstrichen, dass die Verpflichtung zur Bereitstellung umweltverträglicher Energielösungen wie z.B. Windenergie, ein zentraler Bestandteil der GE Geschäftsstrategie ist", erklärte Mark Little, Vizepräsident des Bereichs Stromerzeugung von GE Energy.

Um das Wachstum von GE im Bereich Windenergie weiter zu forcieren, sei Robert Gleitz Anfang 2005 zum Geschäftsführer des Windenergiebereichs von GE Energy ernannt worden. Gleitz, der über eine 20jährige Erfahrung in der internationalen Energiewirtschaft verfüge, sei damit direkt verantwortlich für die weitere Produkt- und Technologieentwicklung von GE im Bereich Windenergie. Angesichts der zunehmend komplexeren Anforderungen der Windenergie-Kunden in aller Welt will GE seine personellen Ressourcen in den Bereichen Ingenieurleistungen sowie Forschung & Entwicklung auch zukünftig konsequent verstärken. Beispielsweise durch weitere und kontinuierliche Verbesserungen an der 1,5 MW Anlage von GE, die mit über 3.000 weltweit errichteten WEA schon jetzt zu den meistverkauftesten Anlagen ihrer Leistungsklasse zähle.


3,6 MW Offshore-Windpark " Arklow Bank"

Weiter nennt das Unternehmen die erfolgreiche Errichtung des weltweit ersten Offshore-Windparks von GE, der zurzeit als Demonstrationsprojekt für die Erprobung richtungsweisender Offshore-Technologie von GE genutzt wird. Dieses Projekt tage zugleich dazu bei, die komplexen Betriebsanforderungen von WEA auf offener See noch besser zu verstehen. Als Eigentümer und Betreiber des Arklow Bank Offshore-Windparks vor Irland habe GE weltweit erstmalig Anlagen mit einer Leistung über 3 MW in einem Offshore-Projekt errichtet. Der Arklow-Windpark mit insgesamt sieben 3,6 MW-WEA wurde am 26. Mai 2005 offiziell eingeweiht. An der offiziellen Eröffnungszeremonie nahmen unter anderem der irische Premierminister Bertie Ahern und David Garman, Staatssekretär für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz im U.S.-Department of Energy (DoE), teil.

Zudem habe GE je ein Kundenservice- und Trainingszentrum in Salzbergen, Deutschland, und in Tehachapi, Kalifornien eröffnet. Durch ihre permanente Verfügbarkeit – 24 Stunden-Fernüberwachung an sieben Tagen in der Woche – und den optimale technischen support hätten die Kundenservicezentren von GE in kürzester Zeit dazu beigetragen, die Verfügbarkeit der 1,5 MW-Anlagenflotte weltweit auf nunmehr 98 % zu steigern. Darüber hinaus eröffnete GE im Sommer vergangenen Jahres sein Europäisches Forschungszentrum in München, das sich u.a. auf die Steigerung der Effizienz und Leistungsfähigkeit von WEA konzentriert.


Weltweit über 7.100 WEA mit einer Nennleistung von mehr als 5.600 MW entwickelt

GE Energy zählt zu den Weltmarktführern in den Bereichen Kraftwerks-Technologien, Energie-Service-Leistungen und Energie-Management-Systeme. Im Jahr 2004 erzielte der in Atlanta, USA, ansässige Geschäftsbereich Windenergie nach Angaben des Unternehmens einen Umsatz von17,3 Milliarden US-Dollar. Mit Entwicklungs- und Produktionsstätten in Deutschland, Spanien und den USA umfasse das derzeitige Portfolio von GE Energy Windenergieanlagen mit Nennleistungen von 1,5 bis 3,6 MW. Weltweit habe der Geschäftsbereich Windenergie über 7.100 WEA mit einer Nennleistung von mehr als 5.600 MW entwickelt und/oder errichtet.

04.07.2005   Quelle: GE Energy   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Medienprojekt: "Solarpower aus Freiburg" bald auf DVD

Am 29.06.2005 begannen die Dreharbeiten zu einem DVD-Projekt mit dem Titel "Solarpower aus Freiburg". Die mehrsprachige Filmillustrierte über die Solarkompetenz in Freiburg wird produziert vom Freiburger Büro für Solarmarketing und der Werbeagentur triolog.   Das Projekt mit einem Etat von 90.000 Euro wird finanziell unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und von zahlreichen Freiburger Unternehmen der Solarindustrie. Ziel ist, herausragende Solarprojekte in Freiburg filmisch zu dokumentieren. Die drei- bis zehnminütigen Filmbeiträge sollen in acht Sprachen übersetzt und auf DVD gebracht werden.


Start der Filmaufnahmen mit solarer Kühlung

Die ersten Filmaufnahmen beginnen in der Industrie- und Handelskammer Freiburg. Der Beitrag erklärt unterstützt mit Animationsgrafiken, wie die solare Kühlung der Sitzungsräume auf dem Dach funktioniert. Zehn weitere Themenfilme sollen im Laufe der nächsten 8 Wochen produziert werden, unter anderem zur Solarmodulfertigung in der Solar-Fabrik, zur Intersolar oder über die solare Ausbildung in der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule. Die Filme werden in 8 Sprachen veröffentlicht: Französisch, englisch, spanisch, polnisch, ungarisch, tschechisch, koreanisch, chinesisch. Damit sei es möglich, ein großes internationales Publikum in der jeweiligen Muttersprache anzusprechen, heißt es in der triolog-Pressemitteilung.


Werbemittel für das Ausland und für Solartouristen

Das Projekt soll von den Freiburger Solarunternehmen als Werbemittel im Ausland eingesetzt werden. Auch für die Solartouristen in Freiburg sei die DVD hervorragend geeignet: Jährlich kommen mehrere Tausend Fachbesucher aus aller Welt nach Freiburg, um die erfolgreichen Solarprojekte der Region zu besichtigen. Mit einer mehrsprachigen DVD könnten sie professionell aufbereitete Hintergrundinformationen mit nach Hause nehmen, betont triolog. Zwar würden die Filme stilistisch den TV-Wissenschaftsmagazinen ähneln, Projektleiter Jürgen Leuchtner will aber auch die menschliche Seite der Freiburger Solarkompetenz zeigen. "Die Summe aus solarem High-tech, engagierten Wissenschaftlern und Solarunternehmern sowie das bekannte Wohlfühlambiente der Stadt machen den typischen Charakter der Solarstadt Freiburg aus", so Leuchtner.


Unterstützung durch DBU und Solarunternehmen

Das DVD-Projekt wird finanziell gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und unterstützt durch Unternehmen wie die Solar-Fabrik AG, die S.A.G. Solarstrom AG und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Projektleiter und Initiator Jürgen Leuchtner hatte die Idee für eine solche "Film-Illustrierte" vor einem Jahr der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vorgetragen. Nach einer längeren Antragsphase kam zu Beginn dieses Jahres die Förderzusage aus Osnabrück. Leuchtner ist Inhaber des Büros für Solarmarketing und Gesellschafter der Werbeagentur triolog in Freiburg, die seit über 10 Jahren im Bereich der erneuerbaren Energien tätig ist. Der gelernte Diplom-Ingenieur im Maschinenbau hatte bereits in den 80er und 90er Jahren für das Freiburger Öko-Institut Kommunen und Unternehmen in der Nutzung erneuerbarer Energien beraten und war auch Gründungsvorstand des Fördervereins Energie- und Solaragentur Regio Freiburg (fesa).

03.07.2005   Quelle: triolog - kommunikation mit energie; Büro für Solarmarketing   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Frankreich: Neues Internetangebot zur Geothermie

Die Organisation für geologische- und Bergwerksforschung (BRGM) und die französische Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft haben die Web-Site http://www.geothermie-perspectives.fr freigeschaltet. Ziel der französischsprachigen Internetseiten ist, neue, überprüfte und einheitliche Daten zu liefern, und verschiedene Vertreter der Geothermie in Frankreich zu vereinen. Der Adressatenkreis ist breit gefächert: Privatpersonen, Studenten, Lehrer, Industrielle, Energieversorger und Gemeinden.   Die Geothermie sei eine dem Publikum kaum bekannte erneuerbare Energiequelle, heißt es in einer BRGM-Pressemitteilung im Bulletin Wissenschaft Frankreich. Trotzdem stelle sie eine bedeutende Alternative gegenüber den nicht-erneuerbaren Energien (Erdöl, Kohle und Gas) dar. Die Web-Site soll einem breiten Publikum unter anderem die Vorteile der Erdwärme-Nutzung erklären. Schwerpunkte sind:

·"La géothermie, une énergie exemplaire" (Geothermie: eine beispielhafte Energie). Dieser Teil stellt die Haupteigenschaften der Geothermie vor: eine lokal verfügbare, sich regelmäßig erneuernde und günstige Energie. Hier wird an die Herkunft der Erdwärme und ihre ehemalige und heutige Nutzung erinnert. Die zwei wichtigsten Einsatzbereiche sind die Produktion von Wärme (Oberflächennahe Geothermie) und Strom (Tiefengeothermie)
·"La géothermie, comment ça marche?" (Wie funktioniert die Geothermie?) zieht Bilanz über Modellierungs- und Erkennungsmethoden, die es ermöglichen, die Vorkommen zu orten und zu bewirtschaften. Dort werden auch Einschränkungen und Risiken studiert, die für die effizienteste Nutzung der Erdwärme beherrscht werden müssen.
·"La géothermie en France" (Geothermie in Frankreich) nimmt den Bestand der verfügbaren Ressourcen in Frankreich auf.
·Das Kapitel "Les enjeux de la géothermie et son avenir" (Die Zukunft der Geothermie) beschreibt die Vorteile der Geothermie gegenüber den nicht-erneuerbaren Energien und die möglichen Entwicklungsszenarien.
·Die zahlreichen Anwendungen der Geothermie beschreiben die Kapitel"Je chauffe ma maison" (Ich heize mein Haus), "Chauffer des bâtiments" (Gebäudeheizung), "Les réseaux de chaleurs" (Wärmenetzwerke) und "Autres utilisations" (andere Anwendungen).
Internetadresse: http://www.geothermie-perspectives.fr

Organisation für geologische- und Bergwerkforschung (BRGM), Wissenschaft-Frankreich (Nummer 78; 01.06.2005),l Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Kostenloses Abonnement durch E-Mail : sciencetech@botschaft-frankreich.de

03.07.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Emissionshandel: Bereits über 8 Millionen Emissionsberechtigungen gehandelt

Der Handel mit Emissionsrechten für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids laufe nach Plan, berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im UBA habe die 495 Millionen Emissionsberechtigungen für das Jahr 2005 nahezu vollständig ausgegeben. Von diesen Berechtigungen sind in Deutschland seit März bereits über acht Millionen transferiert – das heißt gehandelt – worden.   Auch das Zusammenspiel zwischen dem deutschen Register und dem europäischen Zentralregister CITL (Community Independent Transaction Log) in Brüssel sowie den anderen sechs Mitgliedstaaten, deren Register online sind, funktioniere reibungslos.

"Damit ist unter Beweis gestellt, dass der EU-Emissionshandel voll funktionsfähig ist. Die Unternehmen sollten jetzt die neue Flexibilität zum Umweltschutz und die Chancen beim Kohlendioxid-Handel nutzen," sagt Professor Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes. Bisher seien sieben der 25 nationalen Register der EU-Mitgliedstaaten im Einsatz und durch das Zentralregister verbunden. Jede nationale und internationale Transaktion in der EU werde darin überprüft und bestätigt. Zu den sieben freigeschalteten Registern gehören auch die zweier weiterer "großer" Teilnehmer am Emissionshandel mit hohen Gesamtemissionen: Großbritannien und Frankreich haben den Handel bereits freigegeben, obwohl die Ausgabe der Emissionsberechtigungen an die Anlagenbetreiber dort noch nicht abgeschlossen ist.


Handel nimmt stetig zu

Nur für wenige der 1.849 Anlagen in Deutschland konnte laut UBA bisher kein Anlagenkonto im nationalen Emissionshandelsregister eröffnet werden. Entweder hätten in Anlagenbetreiber diesen Fällen die erforderlichen Unterlagen noch nicht abgegeben oder die Anlagen würden nicht oder nicht mehr unter die Emissionshandelspflicht fallen. Zudem habe die DEHSt bereits mehr als 70 Personenkonten eingerichtet, rund 30 weitere seien beantragt. Diese Personenkonten nutzen vor allem nationale und internationale Händler von Emissionsberechtigungen. "Wie das Volumen der transferierten Emissionsberechtigungen zeigt, nimmt der Handel stetig zu", sagt Dr. Hans-Jürgen Nantke, Leiter der DEHSt. "Einen noch stärkeren Handel erhoffen wir uns, wenn auch die europäischen Länder dabei sind, die ihre Emissionsberechtigungen bisher noch nicht ausgegeben haben", so Nantke.


Neues marktwirtschaftliches Instrument im Klimaschutz

Der europäische Emissionshandel startete am 1. Januar 2005 als neues marktwirtschaftliches Instrument im Klimaschutz. Die teilnehmenden Unternehmen aus den Wirtschaftssektoren Energie und Industrie, die klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausstoßen, müssen seitdem über Emissionsberechtigungen verfügen. Hat ein Unternehmen nicht genügend Berechtigungen zur Verfügung, kann es seinen CO2-Ausstoß verringern, indem es klimafreundliche Technologien und Brennstoffe nutzt – oder es muss zusätzliche Berechtigungen am Markt erwerben.
Weitere Informationen zum Emissionshandel finden Sie unter: http://www.umweltbundesamt.de/Emissionshandel/Register.

03.07.2005   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

VDI-Forum: Schüler präsentierten Solarzelle mit Zukunft

Das Darmstädter Schülerforum des VDI Bezirksvereins Frankfurt-Darmstadt habe im Juni 2005 einen Beitrag geleistet, den "schiefen PISA-Turm ein wenig gerade zu rücken". Das berichtet der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) in einer Pressemitteilung. 18 Schüler und Schülerinnen der Klassen 9 bis 12 präsentierten Arbeiten aus Naturwissenschaft und Technik an der Fachhochschule Darmstadt und stellten sich kritischen Fragen von Schülern, Lehrern und Juroren. Den ersten Platz des VDI-Schülerforums belegten Schüler der Freien Waldorfschule Darmstadt.  Solarzelle aus Glas, Graphit und Heidelbeersaft

Veronika Apel, Jonathan Binas, Johannes Gantner und Mark-Felix Schütz stellten eine nanokristalline Farbstoff-Solarzelle vor, die so genannte Grätzel-Zelle. Dabei überzeugten die Jungforscher sowohl durch ihre moderne Präsentationstechnik als auch ihr technisches Geschick: Mit zwei nanobeschichteten Glasplatten, etwas Graphit aus einer Bleistiftmine und Heidelbeersaft konstruierten sie eine funktionstüchtige Solarzelle. Der erste Preis des Darmstädter Schülerforums ist eine viertägige Reise nach Chesterfield, der Partnerstadt Darmstadts. "Der Wettbewerb macht Mut und zeigt, dass in Deutschland das Potenzial vorhanden ist, das wir brauchen, um im internationalen Wettbewerb einen Spitzenplatz zu behaupten", sagte Peter Neu, Leiter der Seminar und Weiterbildungsorganisation des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik und Moderator der Preisverleihung.

02.07.2005   Quelle: VDI; VDE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Europäische Biogasproduktion wächst um 9 %

Die Brutto-Biogasproduktion der gesamten Europäischen Union für 2004 wird auf 4.265 Tausend Tonnen-Öl-Gleichwert (TEP) geschätzt. Gegenüber den Zahlen von 2003 entspreche dies einem Wachstum von 9 % berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung.   Die drei größten Biogasproduzenten seien Großbritannien mit 1.473 Tausend TEP, Deutschland mit 1.291 Tausend TEP und Frankreich mit 359 Tausend TEP. EurObserv’ER legt die Entwicklung der Biogasproduktion in dem französischen Magazin Systèmes Solaires, Nr. 167 dar.


Konzentration auf dem Biogasmarkt

Seit rund zehn Jahren nehme die Energiegewinnung aus Biogas aus der aneroben Zersetzung von Biomasse innerhalb der Euopäischen Union eine bedeutende Stellung ein, heißt es in der Pressemitteilung. Die während der vergangenen zwei Jahre beobachtete Tendenz sei eine bedeutende Abnahme der Zahl der industriellen Akteure der Biogas-Branche. Eine Konzentrationsbewegung habe dazu geführt, dass kleinere Unternehmen von großen übernommen worden seien. Diese Entwicklung sei durch die Tatsache bedingt, dass die Projektdurchführung immer vielschichtiger werde und Auftraggeber Vorschläge erwarteten, die Aspekte wie Projektplanung, Design etc. mit einbeziehen.

Verzug in Bezug auf das Weißbuch

Wenn das Wachstum des Vorjahres anhalte, so EurObserv’ER, dürfte sich die Biogasbruttoproduktion im Jahr 2010 um die 8,6 Millionen TEP bewegen, weit weniger als die im Weißbuch der Europäischen Kommission vorhergesehenen 15 Millionen TEP.
Dennoch sei eine positive Entwicklung des Sektors möglich. Der Ausbau der europäischen Regelungen bezüglich der Begrenzung und Besteuerung der Abfallbeseitigung zwinge die Entscheidungsträger dazu, Lösungen zu finden, die ermöglichen, organische Abfälle sofort nach ihrer Sammlung zu verarbeiten. Diesen Anforderungen gegenüber scheine die Methanisierung der organischen Abfälle eine der besten Lösungen zu sein.

EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).

Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das Knapp 26 % mehr Biokraftstoffe in der EU (28.06.2005)

 

Stromwechsel spart Millionen Tonnen an Treibhausgasen ein

Der Wechsel zu einem Stromanbieter, der seinen Energie-Mix mit Wind- und Wasserkraft sowie Kraft-Wärme-Kopplung zusammenstellt, entlastet das Klima erheblich, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Juliausgabe.   Nach Berechnungen des Öko-Instituts verursache eine Kilowattstunde konventionellen Stroms 660 Gramm Kohlendioxid, eine Kilowattstunde EcoTopTen-Strom dagegen nur 150 Gramm, also weniger als ein Viertel, heißt es in der Pressemitteilung von natur+kosmos.


1,6 Tonnen CO2-Ersparnis pro Zweipersonen-Haushalt und Jahr

Hochgerechnet auf das Jahr könne ein durchschnittlicher Zweipersonen-Haushalt damit 1,6 Tonnen CO2 einsparen - allein mit einer Unterschrift. Denn der Wechsel zu einem atomstromfreien und klimafreundlichen Stromlieferanten sei ganz einfach: Ein Antrag bei dem gewünschten Unternehmen genüge. Alles weitere geht dann von selbst. Je nach Anbieter verteuere sich die Rechnung nicht einmal. Eine Übersicht aller umweltfreundlichen und kostengünstigen Stromunternehmen gibt es in der Juliausgabe von natur+kosmos oder unter http://www.ecotopten.de.

02.07.2005   Quelle: natur+kosmos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SunTechnics International: Niederlassungseröffnung in Australien

Die SunTechnics Solartechnik GmbH eröffnet eine Niederlassung in Australien. Mit der SunTechnics Solar Technology Pty. Ltd. treibe Europas führende Planungs- und Vertriebsgesellschaft für Solaranlagen den Ausbau ihres Geschäfts auch international konsequent voran, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Daniel Priem wird die Niederlassung in Sydney leiten.  Priem, der in Australien gelebt und dort auch studiert hat, verfüge über langjährige Erfahrung im Aufbau internationaler solarer Vertriebsstrukturen. "Mit unseren praxisbewährten und bedarfsgerechten Systemen für Strom und Wärme aus der Sonne wollen wir wie in Europa auch zügig zum Marktführer in Australien wachsen", freut sich Priem auf seine Rückkehr nach Down Under.


Bis 2010 plant Australien 9,5 GWh aus Erneuerbaren

Mit einem Anstieg von rund 20 Prozent bei Photovoltaik-Anlagen und über 30 Prozent bei thermischen Systemen gilt Australien als Wachstumsmarkt für die Solarenergie. Bis 2010 will die australische Regierung laut SunTechnics über das Mandatory Renewable Energy Target (MRET) eine Leistung von insgesamt 9,5 Gigawattstunden (GWh) mit erneuerbaren Energien abdecken. "Die australische Niederlassung ist der erste Schritt einer verstärkt globalen Ausrichtung unserer Aktivitäten", so Dr. Gerwin Dreesmann, als Geschäftsführer verantwortlich für den weltweiten Ausbau von SunTechnics. "Wir planen die Eröffnung weiterer Niederlassungen im Ausland noch in diesem Jahr", kündigt Dreesmann an.

In sechs Ländern ist SunTechnics europaweit mit eigenen Niederlassungen aktiv. Nun will das Unternehmen mit seinem Engineering-Know-how weltweit Kunden die passende solare Energielösung für den individuellen Bedarf bieten. SunTechnics verbinde technisches Know-how mit einem breiten Dienstleistungsspektrum rund um thermische und photovoltaische Komplett-Systeme – von Dachanlagen über architektonische Sonderlösungen bis hin zu solaren Großprojekten. Serviceleistungen wie eine Komplett-Garantie, durch die 90 Prozent der errechneten Erträge garantiert sind, und das TÜV-Siegel, mit dem SunTechnics als erstes Unternehmen weltweit ausgezeichnet wurde, stünden dabei für die hohe Qualität des solaren Angebots. 2004 habe der Umsatz rund 130 Millionen Euro betragen. Für 2005 plant das Unternehmen, die Anzahl der im vergangenen Jahr installierten Solarsysteme in etwa zu verdoppeln.

01.07.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

First Solar schließt mehrjährigen Rahmenvertrag mit Gehrlicher GmbH

Der Solarmodulhersteller First Solar GmbH und die Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von First-Solar-Dünnschichtmodulen für die Jahre 2005 und 2006 abgeschlossen haben. Die Module seien für Großanlagen im Rahmen von Fonds und Private Placement-Anlagen der Gehrlicher-Gruppe vorgesehen, berichtet First Solar in einer Pressemitteilung.  "Wir sind sehr erfreut darüber, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH auch in dem stark expandierenden Bereich der Projektentwicklung fortzusetzen", sagt Stephan Hansen, Geschäftsführer der First Solar GmbH. "Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH verfügt über langjährige Erfahrung mit Dünnschichtmodulen. Die Weiterführung unserer Zusammenarbeit ist ein guter Beleg dafür, dass unser Unternehmen den Erwartungen anspruchsvoller Projektentwickler in Bezug auf die Leistung und Zuverlässigkeit unserer Module und der Wirtschaftlichkeit des Systems für den Endkunden gerecht wird", ergänzt Hansen.


Neue Märkte für Dünnschichtmodule

"Wir verfolgen seit Jahren intensiv die verschiedenen Entwicklungen im Bereich der Dünnschichttechnologien und freuen uns, in First Solar einen starken Partner gefunden zu haben, der dauerhaft Qualität und Zuverlässigkeit gewährleistet. Wir sind der Überzeugung, dass First Solar mit der Produktion von hoch entwickelten Dünnschichtmodulen in Verbindung mit den umfangreichen und wegweisenden Gewährleistungs- und Entsorgungsvereinbarungen ein bedeutendes Marktpotential erschließt. Die Dünnschichttechnologie kann dabei einen dem EEG angemessenen Modulpreis sichern", erklärt Klaus Gehrlicher, Geschäftsführer der Gehrlicher GmbH.


Modultests im EU-Projekt "PV-Enlargement"

Die Gehrlicher GmbH projektiert und realisiert seit über 12 Jahren Gehrlicher GmbH Solaranlagen in Deutschland und Spanien und ist als Großhändler für Solarkomponenten tätig. Im Jahr 1998 legte die Gehrlicher GmbH nach eigenen Angaben den europaweit ersten professionellen Solarfonds mit einer Leistung von 256 kWp auf. Gehrlicher setze als einer der ersten Anwender in Deutschland bereits seit dem Jahr 2002 CdTe-Module in großen Solarprojekten ein und habe sich dadurch ein umfangreiches Know-how im Umgang mit dieser neuen Technik angeeignet. Darüber hinaus betreibt die Gehrlicher GmbH seit Ende 2003 im Rahmen des EU-Projektes "PV-Enlargement" eines der umfangreichsten PV-Testfelder Europas, in dem auch alle maßgeblichen Dünnschichttechnologien verglichen und ausgewertet werden.

01.07.2005   Quelle: First Solar GmbH; Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Heizen mit Sonnenwärme: ab 1. Juli höhere Förderung

Mit dem Gipfel der Ölproduktion droht den Verbrauchern eine Kostenexplosion
Mit dem Gipfel der Ölproduktion droht den Verbrauchern eine Kostenexplosion.

Hausbesitzer, die auf ihrem Dächern eine Solarwärmeanlage zur Heizungsunterstützung installieren, profitieren ab sofort zweifach: das Bundesumweltministerium hat zum 1. Juli 2005 die Fördersätze angehoben. Gleichzeitig verringern Solarwärmeanlagen den Brennstoffverbrauch der Heizung und sind damit ein wirksames Mittel gegen die immer stärker steigenden Öl- und Gaspreise.
 
Das berichtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) in einer Pressemitteilung. Deutsche Verbraucher mussten laut UVS noch nie so viel für Wärme bezahlen wie im letzten Winter. Beim Heizöl seien die Kosten gegenüber dem Vorjahr für einen Durchschnittshaushalt um 27% gestiegen.


Höhere Zuschüsse für Kombianlagen zur solaren Heizungsunterstützung

Wer ab 1. Juli eine Solaranlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung errichtet, erhält vom Staat statt bisher 110 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche nun einen Zuschuss von 135 Euro, der nicht zurückgezahlt werden muss. Bei durchschnittlich 15 Quadratmeter Kollektorfläche bekommt der Hausbesitzer für seine neue Solarwärmeanlage somit über 2.000 Euro Zuschuss vom Staat überwiesen. Gleichzeitig mit dieser deutlichen Verbesserung werden die Fördersätze für Solarwärmeanlagen, welche nur der Brauchwassererwärmung dienen, ab 1. Juli leicht gesenkt. Solche Anlagen erhalten künftig 105 statt bisher 110 Euro Zuschuss pro Quadratmeter. Während die Verbesserungen im Bereich solarer Heizungsunterstützung bei 15 Quadratmeter einen zusätzlichen Zuschuss von 375 Euro bringen, muss der Bauherr von kleinen Anlagen nur auf 30 Euro Zuschuss für eine durchschnittlich sechs Quadratmeter große Anlage verzichten.


Solares Heizen immer attraktiver

UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig sieht insgesamt positive Impulse für die Branche: "Solares Heizen wird angesichts stetig steigenden Ölpreise immer attraktiver. Eine Solaranlage dient dem Bürger zunehmend als Schutz vor steigenden Brennstoffkosten." Die Solarförderung erfolgt im Rahmen des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien (MAP). Alle Anträge, die ab 1. Juli 2005 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingehen, erhalten die neuen Förderkonditionen. Bereits zwei Millionen Bundesbürger leben in Häusern mit Solaranlagenanschluss und nutzen die Wärme der Sonne. Schon eine kleine Solaranlage kann während ihrer Lebensdauer laut UVS bis zu 10.000 Liter Öl sparen. Im Zusammenhang mit einer Heizungssanierung können die Heizkosten um 30 – 50 % gesenkt werden.

Weitere Informationen:
· BAFA, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Infos und Anträge): http://www.bafa.de
· Unter http://www.solarfoerderung.de bietet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) mit Unterstützung der bundeseigenen KfW-Förderbank einen herstellerneutralen Internetratgeber, welcher sämtliche Details zu den neuen Förderbedingungen enthält.
· Eine detaillierte Übersicht der neue Förderkonditionen bietet der Solarserver unter http://www.solarserver.de/marktanreizprogramm.html

01.07.2005   Quelle: UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

EUROSOLAR: Endspurt bei den Solarpreisen 2005

Wer sich für den Deutschen oder Europäischen Solarpreis bewerben möchte, sollte sich sputen, erinnert EUROSOLAR in einer Pressemitteilung. Bis zum 31. August 2005 nimmt die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien wieder Bewerbungen und Vorschläge für auszeichnungswürdige Projekte und Personen entgegen.  Die Europäischen und Deutschen Solarpreise werden seit zwölf Jahren verliehen an beispielhafte Initiativen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in insgesamt acht thematischen Kategorien:

· Städte und Gemeinden oder Stadtwerke
· Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe / Unternehmen
· Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare Energien
· Solares Bauen
· Medienpreis für Journalisten, Autoren oder ein Medium für Berichte zu Erneuerbaren Energien
· Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien
· Bildung und Ausbildung
· Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement.

Die Preisvergabe erfolgt zweistufig: Zunächst werden die Europäischen Solarpreise von den jeweiligen nationalen EUROSOLAR-Sektionen einzeln ausgeschrieben. Aus den Vorschlägen, die auf nationaler Ebene eingereicht und prämiert werden, wählt dann eine europäische Jury die Preisträger der Europäischen Solarpreise aus.

Die Deutschen Solarpreise werden am 29. Oktober 2005 in der Mainzer Staatskanzlei überreicht, die Europäischen Solarpreise am 07. Dezember 2005 bei der KfW Bankengruppe in Berlin.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren unter .

01.07.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

2010 © Heindl Server GmbH