Solar News Archiv Oktober 2006

 


 

Gabriel zum Klimaschutzbericht "Stern Review": Wir müssen jetzt handeln!

Klimaschutzbericht von Sir Nicholas Stern
Klimaschutzbericht von Sir Nicholas Stern

"Der Bericht bestätigt aus volkswirtschaftlicher Sicht: Der Klimawandel bedroht unsere wirtschaftliche Entwicklung. Wir müssen jetzt handeln - auf nationaler und internationaler Ebene." Das erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu dem am 30.10.2006 veröffentlichten Bericht des Chefökonomen der britischen Regierung, Sir Nicholas Stern. "Die nächsten 10 bis 15 Jahre entscheiden darüber, ob wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch verhindern können oder sie unseren Kindern und Enkeln einfach zumuten. Wir müssen daher alles daransetzen, dass wir eine globale Erwärmung von 2° Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau verhindern", warnt der Bundesumweltminister.  Je früher wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen würde, desto geringer die Kosten. "Wir müssen noch viel deutlicher machen, dass wir sogar enorm davon profitieren werden, wenn wir unsere Gesellschaft klimaverträglicher und damit zukunftsfest gestalten. Aktiver Klimaschutz stärkt unsere Wirtschaftskraft, schafft Arbeitsplätze und bietet Unternehmen enorme zusätzliche Exportchancen. Wer auf klimafreundliche Energietechnologien, den effizienten Einsatz von Energie und auf erneuerbare Energien setzt, hat die Nase vorn", betont Gabriel.


Kosten für unterlassenen Klimaschutz so groß wie die Verluste der Weltwirtschaft zwischen 1914-1945

Sir Nicholas Stern hat am 30.10.2006 eine umfassende volkswirtschaftliche Analyse des Klimawandels im Auftrag der britischen Regierung vor der Royal Society in London vorgestellt. Stern leitet den britischen Wirtschaftsdienst und war vorher Chefökonom der Weltbank. Die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen liegen nach dem Bericht mit etwa einem Prozent des globalen Sozialprodukts deutlich unter den enormen Belastungen und Risiken, die durch einen ungebremsten Anstieg der Treibhausgasemissionen entstehen würden. Nichthandeln würde vielmehr das wirtschaftliche Wachstum deutlich bremsen: Stern vergleicht die Kosten für unterlassenen Klimaschutz sogar mit den Verlusten für die Weltwirtschaft, die in der Zeit zwischen 1914-1945 entstanden, in der zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise liegen. Der Stern-Bericht fordert klare internationale Rahmenbedingungen für den Klimaschutz auf der Grundlage der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls.


Gabriel: Verschwenderischer Umgang der Industrieländer mit Ressourcen und Energie für den größten Teil der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich

Klimawandel und Energieeffizienz werden im nächsten Jahr ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und G8-Präsidentschaft sein. Die Industrieländer, deren verschwenderischer Umgang mit Ressourcen und Energie für den größten Teil der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich sei, müssten zuerst zeigen, dass wirtschaftliches Wachstum mit weniger Energie- und Ressourcenverbrauch möglich ist, so der Bundesumweltminister. Das wichtigste Thema der Klimaverhandlungen der nächsten Jahre sei, wie das Kyoto-Protokoll über das Jahr 2012 hinaus fortentwickelt werden soll. Deutschland werde weiterhin seine führende Rolle im Klimaschutz wahrnehmen, so Gabriel. "Wir schlagen vor, dass sich die EU verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Unter dieser Voraussetzung wird Deutschland eine darüber hinausgehende Minderung seiner Emissionen anstreben", kündigte der Bundesumweltminister an.

Der Text des "Stern Review" in englischer Sprache ist im Internet abrufbar unter http://www.sternreview.org.uk.

31.10.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: United Kingdom's economics and finance ministry
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Solar-Recycling: Solarstromanlagen sind erneuerbar

Rohstoffgewinnung aus Silizium-Abfall
Rohstoffgewinnung aus Silizium-Abfall

Allein im Jahr 2005 wurden auf deutschen Dächern rund 70.000 Photovoltaikanlagen neu installiert. Diese können den Strombedarf von zirka 120.000 Haushalten decken. Doch auch Solarstromanlagen sind nicht unsterblich: nach etwa 20 Jahren haben sie ausgedient, so die Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Für die Pionieranlagen der 80iger Jahre sei es bereits soweit. Für den Müll aber sind die Solarzellen noch viel zu wertvoll. Viele der ausgedienten Teile können wieder verwertet werden - besonders aus dem wertvollen Silizium können neue Solarzellen entstehen. Ein Unternehmen, das sich auf das Solar-Recycling spezialisiert hat, ist die Deutsche Solar AG in Freiberg-Sachsen.  Dort werden die angelieferten Module in einer Pilotanlage in ihre Bestandteile zerlegt. Was nicht sauber abgetrennt werden kann, wird in einem Hochtemperaturofen verbrannt. Unter der Glasplatte und dem Metallrahmen kommt schließlich der Solar-Wafer zum Vorschein. Diese hauchdünne Siliziumplatte mit elektronischen Kontakten ist das Herz einer Solarzelle.


Solar-Recycling senkt Energieverbrauch bei der Herstellung eines photovoltaischen Produktes

Karsten Wambach, Leiter der Abteilung SolarMaterial der Deutschen Solar AG ist von den Vorteilen des Recyclingprozesses überzeugt: " Nach der Oberflächenreinigung hat man einen definierten Siliziumwafer vorliegen. Und dieser Siliziumwafer ist wieder das Ausgangsprodukt für die Herstellung einer Solarzelle. Sie vermeiden den Energieverbrauch für das Schmelzen des Siliziums, die gerichtete Erstarrung und das anschließende Sägen des Wafers. Dadurch, dass Sie den Wafer erhalten haben, entfallen diese Prozessschritte und das ist ein wesentlicher Anteil des Energieverbrauches bei der Herstellung eines photovoltaischen Produktes", erläutert Wambach. Noch werden laut Wambach relativ wenige Module recycelt. Der Großteil der etwa 1.500 Tonnen Solarzellenabfall pro Jahr resultiere aus Transport-, Montage- oder Wetterschäden.


Lokale Installateure als Ansprechpartner für den Austausch von Solarmodulen

In den kommenden Jahren müssen jedoch immer mehr alte Anlagen abmontiert und durch neue und effizientere ersetzt werden. Damit wird das Solarzellen-Recycling an Bedeutung gewinnen. Für den Fall, dass auf dem eigenen Hausdach Solarmodule ausgetauscht werden müssen, sind laut Karsten Wambach die lokalen Installateure die richtigen Ansprechpartner. "Wir gehen heute davon aus, dass auf Grund der langen Garantiezeiten für Solarmodule im Falle eines Defektes der Vertragspartner, also der Installateur der Anlage zur Begutachtung des Schadens auf alle Fälle vor Ort sein wird. In der Regel wird der Installateur auch die Reparatur der Anlage durchführen. Der sicherlich kostengünstigste Weg für die Rückführung des Recyclings ist die Sammlung über diesen Installateur, da dort keine zusätzlichen Anfahrten erfolgen und er die defekten Module bei sich im Hause sammeln kann und dann als Stückguttransport dem Recycling ordnungsgemäß zurückführen kann", so Wambach.


Freiwilliges, branchenübergreifendes Rücknahmesystem geplant

Die Hersteller rechnen damit, dass Solarstromanlagen bis zum Jahr 2008 in die Elektronikschrottverordnung einbezogen werden. Damit wären die Hersteller verpflichtet, die Rücknahme und das Recycling zu organisieren und zu bezahlen. Deshalb arbeiten einige Unternehmen an einem freiwilligen, branchenübergreifenden Rücknahmesystem. So will sich die Solarbranche künftig noch konsequenter für Nachhaltigkeit einsetzen. Denn nicht nur die Energie, sondern auch die Anlagen sind erneuerbar.

31.10.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
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Emissionshandel: Umweltverbände kritisieren Sonderregelungen für Braunkohlekraftwerke

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der World Wide Fund For Nature (WWF) und Greenpeace haben den Gesetzentwurf von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zur Zuteilung der Kohlendioxid-Emissionsrechte für den Zeitraum von 2008 bis 2012 kritisiert. Neben der Tatsache, dass die Emissionsrechte kostenlos verteilt würden und die Minderungsziele für die Energieversorger und Industrie viel zu niedrig seien, bemängelten die Verbände die vielen Privilegien für Kohlekraftwerke.  Insbesondere die Sonderregelungen für die Braunkohlenkraftwerke Neurath in Nordrhein-Westfalen und Boxberg in Sachsen sind den Verbänden ein Dorn im Auge.


BUND, Greenpeace und WWF: Zuteilung von CO2-Zertifikaten auf sieben Jahre beschränken

Neu sei, dass das vom Stromversorger Vattenfall geplante Kraftwerk in Boxberg mit 675 Megawatt Leistung zu den bisher vorgesehenen Emissionsrechten für 3,8 Millionen Tonnen im Jahr zusätzlich Rechte für Kohlendioxid-Emissionen in Höhe von 1,5 Millionen Tonnen erhalte. Dies sei im nach Brüssel gemeldeten Nationalen Allokationsplan zur Verteilung der Emissionsrechte nicht enthalten, kritisieren die Umweltverbände in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung. Gegenüber einem gleich leistungsfähigen und effizienten Gaskraftwerk werde die Boxberger Anlage so 14 Jahre lang mit insgesamt über 800 Millionen Euro subventioniert. Das im Bau befindliche RWE-Kraftwerk Neurath mit 2.100 Megawatt Leistung wolle die Bundesregierung 18 Jahre lang von der Pflicht zur Emissionsminderung ausnehmen. Mit diesen Sonderregelungen würden in beiden Fällen über das Jahr 2030 hinaus Fortschritte im Klimaschutz blockiert, so die Verbände. Auch die in der Regel 14 Jahre lang garantierte Zuteilung von CO2-Zertifikaten für neue Kraftwerke wollen BUND, Greenpeace und WWF auf sieben Jahre beschränken.


WWF: Gabriel hat die Weichen beim Emissionshandel prinzipiell falsch gestellt

"Der Emissionshandel darf nicht zum Einfallstor für die Sonderinteressen einzelner Kraftwerksbetreiber werden. Mit diesem Lex Vattenfall und Lex RWE sollen zwei extrem klimaschädliche Braunkohlekraftwerke auf Kosten der Allgemeinheit subventioniert werden. Wenn Sigmar Gabriel das zulässt, verstößt er gegen Deutschlands Klimaschutzziele", kommentiert die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Regine Günther, Leiterin der Energie- und Klimaabteilung des WWF ergänzt: "Es ist befremdlich, dass ausgerechnet Umweltminister Gabriel entgegen dem Parteienkonsens von CDU, FDP, Grünen und Teilen der SPD gegen die Versteigerung der Zertifikate Front macht. Gabriel hat die Weichen beim Emissionshandel prinzipiell falsch gestellt. Die Zuteilung von CO2-Zertifikaten für neue Kraftwerke muss unabhängig vom Brennstoff erfolgen. Bisher missbraucht die Bundesregierung den Emissionshandel als Förderinstrument zum Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke.“ Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens meldet Zweifel an: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Deutsche Bundestag ein Gesetz verabschiedet, mit dem Milliarden an RWE und Co. verschenkt werden. Milliarden, die wir so dringend brauchen für Umweltschutz, Soziales, Bildung und Forschung."


Zehn Prozent der Emissionsrechte sollen bereits ab 2008 versteigert werden

Die Umweltverbände begrüßten, dass das Bundesumweltministerium den Weg für eine vollständige Versteigerung der Emissionsrechte ab 2013 frei machen wolle. Zehn Prozent der Emissionsrechte müssten jedoch bereits ab 2008 versteigert werden. Die Verbände fordern, dass die EU-Kommission das deutsche Zuteilungsgesetz ablehnt. Falls Umweltminister Gabriel in seinem Gesetzentwurf die Emissionsrechte nicht reduziere, müsse der Bundestag den Emissionshandel zu einem wirksamen Klimaschutzinstrument machen.

Die Stellungnahme der Umweltverbände zum Entwurf des Zuteilungsgesetzes gibt es im Internet unter: www.bund.net/klimaschutz

31.10.2006   Quelle: BUND, WWF, Greenpeace   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Schweiz: Erneuerbare Energien sollen stärker gefördert werden

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Schweizer Nationalrates (UREK-N) folgt dem ständerätlichen Vorschlag einer nationalen Netzgesellschaft, die sowohl Betreiberin als auch Eigentümerin des Stromnetzes werden soll. Sie lege aber mehr Gewicht auf die Förderung erneuerbarer Energien als der Ständerat, berichtet die UREK-N in einer Pressemitteilung.  Im Unterschied zum Ständerat will die Kommission erneuerbaren Energien auch dann den Vorrang geben, wenn die sichere Stromversorgung mittel- und langfristig gefährdet wäre.


Gleiche Förderung für Solarstrom, Strom aus Wind, Biomasse oder Erdwärme

Bei den Energiesparzielen ist die Kommission dem Ständerat gefolgt und will den Energieverbrauch der privaten Haushalte bis zum Jahr 2030 mindestens auf dem Niveau im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes stabilisieren. Auch die Förderung der erneuerbaren Energien sei im Grundsatz aus der ständerätlichen Fassung übernommen worden. Im Gegensatz zum Ständerat habe die Kommission jedoch den Betrag erhöht, der für die Einspeisevergütung für regenerative Energie maximal zur Verfügung steht. Solarstrom soll künftig gleich gefördert werden wie Strom aus Wind, Biomasse oder Erdwärme. Außerdem soll die Einspeisevergütung zeitlich nicht gestaffelt werden. Im Unterschied zum Nationalrat beantragte die Mehrheit der Ständerats-Kommission, diese Vergütung auf "das Dreifache des Marktpreises" zu begrenzen. Beim aktuellen Marktpreis von durchschnittlich 8 Rappen pro Kilowattstunde wären das 24 Rappen/kWh.
Die Beratungen zu den Gesetzesentwürfen werden anlässlich der nächsten Sitzung der UREK-N am 20./21. November 2006 fortgesetzt.

31.10.2006   Quelle: Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Technologievorstand der Q-Cells AG tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

Q-Cells-Gründer Reiner Lemoine
Q-Cells-Gründer Reiner Lemoine

Der Solarzellen-Hersteller Q-Cells AG gibt einen personellen Wechsel in der Leitung des Bereichs Technologie bekannt: Der Technologievorstand (CTO) des Unternehmens, Reiner Lemoine, tritt aus gesundheitlichen Gründen von seiner Position zurück. Lemoine habe wegen einer schweren Erkrankung bereits seit mehreren Monaten die Rolle als Technologievorstand nicht mehr wahrnehmen können, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Q-Cells AG führe die von Reiner Lemoine angestoßenen Projekte weiter und baue die Abteilung Technologie unter Leitung des Managing Director Technology, dem Wirtschaftsingenieur Dr. Florian Holzapfel, deutlich aus.  Dr. Holzapfel hatte bereits in den vergangenen Monaten die kommissarische Leitung des Bereichs inne. Vorstand, Aufsichtsrat und die Mitarbeiter der Q-Cells AG bedauern den Rücktritt von Reiner Lemoine sehr. Er ist einer der Gründer des Unternehmens und habe mit der Gründung und dem Mitaufbau von Q-Cells seine Vision einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung für die Menschheit zu einem großen Stück verwirklicht.


20 Millionen Euro für neue Forschungs- und Entwicklungslinie ab 2007

Aufbauend auf der Arbeit von Reiner Lemoine will der weltweit größte unabhängige Hersteller von Solarzellen den Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung entsprechend seiner Ziele beschleunigen. So investiere die Q-Cells AG 20 Millionen Euro in eine neue Test-Produktionslinie. Diese Linie, die unmittelbar neben der neuen, fünften Produktionslinie in Thalheim entstehen wird, stehe den Q-Cells-Forschern ab dem Jahr 2007 zur Verfügung, um die Entwicklung neuer Zellgenerationen voranzutreiben. Die Mitarbeiter der Q-Cells AG forschen gemeinsam mit den Wissenschaftlern der führenden Forschungsinstitute auf dem Gebiet der Photovoltaik an der deutlichen Steigerung des Wirkungsgrads multi- und monokristalliner Solarzellen auf über 18 beziehungsweise 20 Prozent durch die Entwicklung neuer Zellkonzepte. Die neue Forschungs- und Entwicklungslinie diene vor allem dazu, diese Forschungsprojekte voranzutreiben und die Markteinführung vorzubereiten.


Ausbau der Forschung und Entwicklung weiterhin planmäßig

Darüber hinaus investiert die Q-Cells AG weiterhin in den personellen Ausbau ihrer Technologieabteilung. Bis Ende des Jahres 2006 soll die Zahl der in Forschung und Entwicklung tätigen Mitarbeiter von etwa 50 Anfang des Jahres auf mehr als 100 aufgestockt werden. Neben den erwähnten Projekten arbeitet die Technologie-Abteilung unter anderem an der Entwicklung dünnerer Solarzellen zur Verringerung des Materialeinsatzes und an neuen Prozessen, um den Wirkungsgrad der Zellen weiter zu erhöhen. Damit komme der Abteilung Technologie neben den Tochterfirmen und Projekten im Bereich neuer Technologien, die im Jahr 2007 mit der Produktion von Solarmodulen auf der Basis neuer Dünnschicht-Verfahren beginnen werden, eine zentrale Rolle bei der weiteren schnellen Senkung der Produktionskosten und damit der Erlangung der Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik zu.

30.10.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG
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Solar-Fabrik AG erzielt erneut Rekordergebnis

Qualitätstest für Solarzellen in der Solar-Fabrik
Qualitätstest für Solarzellen in der Solar-Fabrik

Die Freiburger Solar-Fabrik AG (ISIN: DE0006614712) hat die ersten neun Monate des Jahres 2006 mit einem Gewinn nach Steuern von knapp 3 Millionen Euro abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus von rund 4,4 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug nach Angaben des Unternehmens 0,36 Euro (30.09.05: minus 0,18 Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 3.036.000 Euro und verbesserte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3.730.000 Euro.  Der Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum um zirka 54 % auf 49.816.000 Euro. Auch für das Gesamtjahr sei damit ein Rekordergebnis zu erwarten, heißt es in der Pressemitteilung. Damit werde die Ergebnisprognose für 2006 bestätigt, die ein EBIT von deutlich über 4 Millionen Euro vorsieht.


Erlös aus Aktienemission für weitere Akquisitionen und Kapazitätsausbau

"Die Finanzkennzahlen des 9-Monatsberichts unterstreichen, dass der eingeleitete Paradigmenwechsel die Ergebnissituation der Solar-Fabrik unmittelbar und messbar beeinflusst", so das Unternehmen. Mit der kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Privatplatzierung von zusätzlich 800.000 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) habe die Solar-Fabrik einen Netto-Emissionserlös von rund 7 Millionen Euro erzielt. Dieser soll zeitnah für weitere Akquisitionen und den Ausbau der Kapazitäten eingesetzt werden und ermögliche damit ein zügiges Umsatzwachstum bei überproportionaler Ergebnissteigerung. Bereits 2006 werde die EBIT-Marge die 5 %-Marke deutlich übertreffen. Das Umsatzziel für 2007 laute 130 Millionen Euro, das Ziel für die EBIT-Marge liege bei mindestens 10 %. Die Erweiterung der Wertschöpfungskette erlaube eine verlässliche Prognose für diese Margenausweitung.

Der Solar-Fabrik sei es gelungen, Waferkapazitäten als Voraussetzung für nachgelagerte Prozesse zu sichern. Know-how und Erfahrung in der Solarzellenherstellung seien hinzugewonnen worden. Ausgehend von der Modulfertigung, dem traditionellen Kerngeschäft der Solar-Fabrik, seien mit den Geschäftsbereichen Wafer und Solarzelle nun alle Stufen der Wertschöpfungskette integriert worden. Gleichzeitig blieben die "Overheadkosten" im erweiterten Konzern weitgehend konstant. Die strategische Neuausrichtung der Solar-Fabrik wurde nach Angaben des Unternehmens 2005 eingeleitet und innerhalb eines Jahres umgesetzt. Die volle Auswirkung dieser wegweisenden Veränderungen wird jedoch erst 2007 erwartet.

30.10.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG
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Suntech schließt langfristigen Solarwafer-Liefervertrag mit REC

Die Suntech Power Holdings Co., Ltd. (WUXI, China) Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen berichtete am 25.10.2006, das Unternehmen habe eine Übereinkunft mit der Renewable Energy Corporation ASA (REC, Norwegen) geschlossen über den Bezug von Silizium-Wafern im Umfang von 180 Millionen US-Dollar innerhalb von fünf Jahren. REC zählt zu den weltweit größten Herstellern von Wafern aus multikristallinem Silizium für die Photovoltaikindustrie.   Die japanische Sumitomo Corporation werde für das Geschäft mit den Solar-Wafern als Vertriebsrepräsentant von REC agieren, berichtet Suntech in einer Pressemitteilung. "Diese Übereinkunft mit REC und Sumitomo sowie unsere weiteren langfristigen Lieferverträge werden Suntech in die Lage versetzen, den Bezug von Wafern auf dem Spotmarkt weiter zu reduzieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern", sagte Suntech-Präsident und Vorstand Dr. Zhengrong Shi. Damit werde auch die strategische Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Silizium- und Waferproduzenten gestärkt.

Der über fünf Jahre laufende Liefer- beziehungsweise Bezugsvertrag sieht feste Preise vor, die aber jährlich sinken sollen. Mit dieser Regelung soll Suntech Wafer zu Preisen beziehen können, welche deutlich unter jenen der Spotmärkte liegen. Mit den Lieferungen soll im ersten Quartal 2007 begonnen werden. "Dies ist der vierte langfristige Liefervertrag, den REC seit dem Sommer dieses Jahres geschlossen hat. Suntech als einer der weltweit am schnellsten wachsenden Solarzellen- und Modulhersteller wird ein gewichtiger strategischer Kunde von REC werden, und die Liefervereinbarung wird die Position von REC als führender Hersteller von Wafern aus multikristallinem Silizium festigen und die Grundlage für weiteres Wachstum stärken", sagte REC-Präsident und Vorstand Erik Thorsen.

30.10.2006   Quelle: Suntech Power Holdings Co., Ltd   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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80 % solar beheiztes Sonnen-Zentrum eröffnet

Sonnen-Zentrum in Rottenburg
Sonnen-Zentrum in Rottenburg

Das Sonnen-Zentrum von Maria und Thomas Hartmann in Rottenburg-Oberndorf bei Tübingen (Baden-Württemberg) ist ein Modellprojekt für energiebewusstes Arbeiten und Leben. Es ist auch ein Beispiel für die gelungene Integration der Solartechnik in die Architektur und ein Plädoyer für das Heizen mit Sonne und Holz. Am 21. Oktober 2006 wurde der ausschließlich regenerativ beheizte Gewerbepark eröffnet. Mehrere Tausend Gäste, darunter auch eine Delegation aus China, besuchten das Eröffnungswochenende mit einem umfangreichen Programm für die ganze Familie, berichtet die Hartmann Energietechnik GmbH in einer Pressemitteilung.   "Wir sind glücklich über den gelungenen Auftakt und freuen uns über das große Interesse am Sonnen-Zentrum“, sagt Geschäftsführer Thomas Hartmann. Mit seinem breiten Angebot aus Information, Unterhaltung und Holzbackofen-Gastronomie soll das Sonnen-Zentrum ein Anziehungspunkt in der gesamten Region werden und Kinder, Jugendliche und Erwachsene über eine umwelt- und Klima schonende Energieversorgung mit erneuerbaren Energien informieren. Das Gebäude bietet Platz für Büros und Seminarräume, Ausstellungen, eine gläserne Kollektorfertigung, das Holzbackofen-Restaurant "Sonne – die feurige Gastronomie" sowie eine Wohnung.

Sonnenkollektoren liefern 80% der Heizenergie

Im Mittelpunkt des ökologischen Gesamtkonzeptes steht das Heizen mit Sonne und Holz. Das Gebäude mit rund 2.000 Quadratmetern beheizter Fläche wird zu rund 80 Prozent solarthermisch beheizt. Die restliche Energie kommt von einem Holzvergaserkessel, einem Wärmetauscher im Holzbackofen und der Wärmerückgewinnung der Kühltechnik. Damit entspricht der Holzständerbau Sonnenhaus-Standard, einem Bau- und Heizkonzept, das Hartmann Energietechnik unter anderem mit dem 2004 gegründeten Sonnenhaus-Institut e.V. vorantreibt. Bei einem Sonnenhaus wird mindestens die Hälfte des Heizenergiebedarfs solar gedeckt, für den Restbedarf für Heizung und Warmwasser sorgt im Idealfall eine moderne, abgasarme Stückholz-, Hackgut- oder Pelletsfeuerung. Mit dem Sonnen-Zentrum zeigt Hartmann Energietechnik Unternehmen und Organisationen, Kommunen sowie privaten Bauherren und Sanierern, wie eine Solar-/Holzheizung in gewerblich und privat genutzte Gebäude integriert werden kann.


Sonnenhaus-Architektur für hohen Solar-Anteil an der Heizung

Voraussetzung für den hohen solaren Deckungsgrad von 80% ist die Ausrichtung des Sonnen-Zentrum nach Süden. An seiner lang gezogenen Südfassade bietet es viel Platz, um die Solarenergie aktiv und passiv zu nutzen. Aktiv mit einem 150 Quadratmeter großen Fassadenkollektor, den der Systemanbieter für Solartechnik selbst gefertigt hat. Mit einer Neigung von 70 Grad ist dieser winteroptimiert. Passiv mit einer großen Glasfront in der Gastronomie, in den Büroräumen und in der Wohnung. Nächste Voraussetzung ist eine gründliche Wärmedämmung. Im Sonnen-Zentrum wurden hierfür Zellulose und Hanf verwendet. Die Fenster nach Passivhaus-Standard sind dreifach verglast. Ihr U-Wert beträgt 0,5 W/m²K. Für die Zuheizung im Winter sorgt ein 50 kW-Stückholzvergaserkessel. Die restliche Energie kommt von einem Wärmetauscher im Holzbackofen der Gastronomie, einem Pelletofen und der Wärmerückgewinnung der Kühltechnik. Eine zusätzliche Attraktion ist die solar beheizte Sonnen-Terrasse. Durch die Fußbodenheizung können die Gäste hier auch an kühlen Tagen und Abenden sitzen und genießen.


20.000-Liter Solar-Speicher vom Keller bis zum Dach

Ein 20.000-Liter-Solartank speichert die Wärme aus Sonne und Holz. Der 9,10 Meter hohe Speicher ist der "Hingucker" im Sonnen-Zentrum. Er reicht vom Keller bis zum Dach. Der mit 25 cm Zellulose gedämmte und verputzte Stahltank hat einen Durchmesser von 1,70 Meter. In seinem Inneren befinden sich drei Edelstahlboiler für die Warmwasserbereitung. Die Wärme wird über Wand- und Fußbodenheizungen im Haus verteilt. Außerdem wurde eine Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher und Wärmerückgewinnung installiert. Die Produktions- und Lagerhalle wird durch solare Betonkernaktivierung beheizt. Eine BUS-gesteuerte Regelung optimiert die gesamte Haustechnik.


Kristalline und Dünnschicht-Solarstrommodule auf dem Dach

Auf dem Gründach des Sonnen-Zentrums produzieren Solarstrommodule mit einer Spitzenleistung von 58,1 kWp umweltschonend Strom. Die 342 monokristallinen Solarstrom-Module sind in Reihen hintereinander aufgeständert, 20 Dünnschichtmodule sind auf der Dachfolie aufgeschweißt. Die Erträge der solarthermischen Anlage und der Photovoltaikanlage sind auf einer Großanzeige im Sonnen-Zentrum sichtbar und sollen künftig auch im Internet visualisiert werden.

30.10.2006   Quelle: Hartmann Energietechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hartmann Energietechnik GmbH
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Workshop zur Energiemeteorologie am 2. November in Berlin

Workshop zur Energiemeteorologie
Workshop zur Energiemeteorologie

Das virtuelle Institut für Energiemeteorologie (vIEM) veranstaltet gemeinsam mit dem ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) am 2. November 2006 einen Workshop im Wissenschaftsforum Berlin. Der Workshop "Energiemeteorologie" soll den Forschungsbedarf für eine umfassende Integration von Wetterinformationen in die künftige Energieversorgung ermitteln und einen Dialog zwischen Forschung und Anwendung anstoßen, so der FVS in der Ankündigung der Veranstaltung.  Meteorologische Informationen stellen laut FVS im Energiesektor mittlerweile einen erheblichen ökonomischen und ökologischen Wert dar – Tendenz deutlich steigend. Die notwendigerweise zunehmende Nutzung der erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind sind mit komplexer werdenden Energieversorgungsstrukturen verbunden, bei denen Information und Kommunikation zunehmende Bedeutung gewinnen.

Wetter- und Klimainformationen für eine nachhaltige Energieversorgung

Meteorologische Informationen spielen eine Schlüsselrolle für einen wirtschaftlich attraktiven Einsatz dieser neuen Technologien. So erfordert die Planung künftiger Solar- und Windkraftwerke detailliertes Wissen über die potenziell verfügbare Energie an einem bestimmten Standort. Und ein wirtschaftlicher Betrieb dieser Anlagen bedarf präziser Vorhersagen über das aktuelle Energieangebot für Energieeinspeisung und -verbraucher. Diesem Bedarf an Know-how und Information stellt sich das neue interdisziplinäre Forschungsgebiet Energiemeteorologie, für welches das virtuelle Institut für Energiemeteorologie (vIEM) gegründet wurde. Mitglieder des vIEM sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Universität Oldenburg. Das vIEM arbeitet zusammen mit weiteren nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen und wird durch die Helmholtz-Gemeinschaft gefördert.

Programm und weitere Informationen beim FVS

30.10.2006   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVS.
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Klimaforschung: Die Welt steht am Scheideweg

natur+kosmos über "Kipp-Punkte" im Klimasystem.

Die Erde wird wärmer. Daran gibt es keinen Zweifel. Wie aber werden die Folgen des Klimawandels aussehen? Und können wir überhaupt noch etwas tun? In ihrer neuesten Ausgabe berichtet die Zeitschrift natur+kosmos über die wichtigsten Kipp-Punkte im Klimasystem. Darunter verstehen Wissenschaftler Schwellenwerte, die - sind sie erst einmal eingetreten -Veränderungen anstoßen, die nicht mehr gestoppt werden können.  So schmilzt das Grönlandeis viel schneller als bislang angenommen. Die Eismassen gleiten auf Schmelzwasserflüssen Richtung Atlantik, brechen ab und tauen auf dem offenen Meer. Noch in diesem Jahrhundert könnte deshalb der Meeresspiegel um mehrere Meter steigen. "Wenn ein Eisschild sich aufzulösen beginnt, dann kann es einen Kipp-Punkt geben, jenseits dessen der Auflösungsprozess dramatisch schnell abläuft", warnt NASA-Direktor Jim Hansen.

Himalaja-Gletscher schmelzen; Trockenheit am Amazonas

Eine ganz andere Dramatik zeichnet sich im Himalaja ab. Wenn der gegenwärtige Trend anhält, sind bis zum Ende des Jahrhunderts alle Gletscher im Himalaja verschwunden. Und weil diese Gletscher die größten Ströme Asiens mit Wasser speisen, ist die Wasserversorgung von mehreren hundert Millionen Menschen gefährdet. Am Amazonas wiederum herrscht das zweite Jahr in Folge eine bislang nicht gekannte Trockenheit. Der gesamte Regenwald droht binnen weniger Jahrzehnte zur Steppe zu werden. Damit würde so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, wie im gesamten 20. Jahrhundert durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas.

Ungewöhnliche Schwankungen des Monsuns führten bereits dazu, dass große Teile Indiens unter langen Dürreperioden, andere unter dramatischen Überschwemmungen zu leiden haben. Im gesamten südlichen Afrika könnte sich die Savannenlandschaft in eine lebensfeindliche Wüste verwandeln.


Erde darf sich um nicht mehr als zwei Grad erwärmen

Mit der Umweltorganisation German Watch und dem Bundesumweltministerium hat natur+kosmos die Kipp-Punkte zusammengetragen. Angesichts der dramatischen Erkenntnisse mahnen immer mehr Forscher: Im globalen Durchschnitt darf sich die Erde um nicht mehr als zwei Grad erwärmen. Für die Staatengemeinschaft heißt das: Bis Mitte des Jahrhunderts müssen die Treibhausgase weltweit um 50 Prozent reduziert werden - die der Industrieländer sogar um 80 Prozent. Auf dem UN-Klima-Gipfel in Nairobi im November sollen die Weichen dafür gestellt werden.

29.10.2006   Quelle: natur+kosmos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: natur+kosmos
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ForschungsReport über den Weg vom Landwirt zum Energiewirt

ForschungsReport der Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des BMELV.
ForschungsReport der Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des BMELV.

Lesen bildet. Besonders bei einer Zugfahrt hat man auch die nötige Zeit dazu. Ein Sonderheft des ForschungsReports, das zurzeit in mehreren ICE-Linien der Deutschen Bahn aushängt, hält viele spannende Beiträge bereit. Korrespondierend zu den verschiedenen Landschaften, die am Fenster vorüber gleiten, erfahren die Leser Wissenswertes aus dem gesamten Forschungsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), zum Beispiel über die Landwirtschaft als Produzent erneuerbarer Energien.   Das Motto "Vom Landwirt zum Energiewirt" zieht sich gegenwärtig durch alle Diskussionsrunden, die sich mit der Zukunft der Landwirtschaft und mit regenerativen Energien befassen. Im ForschungsReport wird das sowohl von der technologischen als auch von der ökonomischen Seite beleuchtet. In diesem Zusammenhang weist der ForschungsReport darauf hin, dass es durch hohe Erdöl- und Energiepreise auch zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise kommen kann, da es weltweit zunehmend attraktiver werde, Energiepflanzen anzubauen. Dadurch verknappe sich die Ackerfläche, die für Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht.

Wenn die Energiepreise weiter steigen, könnte Mais den Weizen als häufigste Kulturpflanze ablösen

Wussten Sie, dass in Deutschland allein in den alten Bundesländern pro Sekunde drei Kubikmeter Holz heranwachsen? Oder dass die Erreger der geheimnisvollen Blauzungenkrankheit, die bei uns in diesem Jahr erstmals aufgetreten ist, aus dem südlichen Afrika stammen und von Mücken übertragen werden? Dass in Nordrhein-Westfalen der Mais den Weizen als häufigste Kulturpflanze ablösen könnte, wenn die Energiepreise weiter steigen? Dies alles und noch viel mehr wird von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des BMELV- Forschungsbereiches anschaulich und leicht verständlich erklärt. Wer sich im Zug einen Kaffee bestellt, den mag es freuen, dass er damit auch seiner Gesundheit etwas Gutes tut. Eine antioxidative Substanz, die beim Rösten der Kaffeebohnen entsteht, aktiviert Entgiftungsenzyme im Körper. Mit zunehmender Röstzeit der Kaffeebohnen erhöht sich auch der Gehalt an dieser Substanz. Näheres erfährt man in dem Artikel "Mit Kaffee gesund in den Tag?".

Nicht nur an Land sind die im Bundesdienst stehenden Forscher engagiert. Die Reportage "Forschung bei Windstärke sechs - Ein Tag an Bord eines Forschungsschiffes" nimmt den Leser mit auf eine Fahrt in die raue Nordsee. Wie angenehm ist es da, sich in seinen Waggonsessel zurück zu lehnen und seinem Reiseziel ohne Gefahr der Seekrankheit entgegen zu rollen...

Neben der lebendigen Sprache ist es vor allem die reiche Bebilderung, die für ein anregendes Lesevergnügen sorgt. Auch wer in nächster Zeit nicht vorhat, mit der Bahn zu fahren, muss auf die Sonderausgabe des ForschungsReports nicht verzichten. Das Heft kann kostenlos bezogen werden über die Geschäftsstelle des Senats der Bundesforschungsanstalten, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig. E-Mail: mailto:michael.welling@fal.de , Tel.: 0531 / 596-1016.

29.10.2006   Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMELV
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Neue Zahlen: Haushalte und Verkehr führen Energieverbrauch an; Importabhängigkeit über 77 Prozent

Energiefluss 2005, Bundesrepublik Deutschland in Mio. t SKE.
Energiefluss 2005, Bundesrepublik Deutschland in Mio. t SKE.

Haushalte und Verkehr sind die größten Energieverbraucher. Sie hatten 2005 nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) einen Anteil von jeweils mehr als 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland. Es folgen die Industrie mit einem Anteil von knapp 27 Prozent sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit zusammen rund 16 Prozent. Zur Deckung des inländischen Energiebedarfs wurden 2005 nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft rund 433 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) an Energieträgern importiert.   Knapp 130 Mio. t SKE stammten aus heimischer Gewinnung. Damit lag die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung bei über 77 Prozent. Vom gesamten Energieaufkommen von über 560 Mio. t SKE wurden etwa 14 Prozent erneut exportiert. Für den inländischen Verbrauch standen 485,9 Mio. t SKE zur Verfügung. Abzüglich des nichtenergetischen Einsatzes, Eigenverbräuchen und Umwandlungsverlusten standen den Verbrauchern 312,5 Mio. t SKE an Endenergie zur Verfügung, ermittelte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.

Ein Viertel Energieverluste: Energieproduktivität muss deutlich steigen


Die von der Bundesregierung bis 2020 angestrebte Verdoppelung der Energieproduktivität zielt darauf ab, Energie im Rahmen des technisch und physikalisch Möglichen effizienter bereitzustellen. Derzeit entfällt knapp ein Viertel des Primärenergieverbrauchs auf Umwandlungsverluste. Einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Energieproduktivität leistet unter anderem der Ersatz alter Kraftwerke durch neue Anlagen mit höheren Wirkungsgraden. Weitere Maßnahmen sind die Anschaffung sparsamer Energieverbrauchsgeräte, bessere Wärmedämmungen sowie eine Stärkung des Energiesparbewusstseins bei den Verbrauchern. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, müsste sich die Energieproduktivität, die sich aus dem Verhältnis von Energieverbrauch und wirtschaftlicher Leistung ergibt, künftig um knapp 3 Prozent pro Jahr erhöhen. In den zurückliegenden Jahren lag der Wert bei durchschnittlich 1,7 Prozent, wobei die Effzienzgewinne zuletzt deutlich geringer ausfielen.

28.10.2006   Quelle: AGEB   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AGEB

 

Zeitforscher Prof. Geißler zur Zeitumstellung: Energieeinsparung selten belegt

Zeitforscher Prof. Geißler
Zeitforscher Prof. Geißler

Am 29. Oktober um 03.00 Uhr werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt und von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Der Zeitforscher und Professor an der Universität der Bundeswehr München, Karlheinz Geißler, steht dieser Prozedur skeptisch gegenüber. Erwünschte Energiesparmaßnahmen, wie immer wieder behauptet aber selten belegt, seien es jedenfalls nicht, so Prof. Geißler.   Zumal die inzwischen weitgehend privatisierte Energiewirtschaft eher an einem höheren Stromverbrauch interessiert sei, als an dessen Einsparung. "Jedes Jahr die gleiche Prozedur: Im Frühjahr wird uns eine Stunde genommen und im Herbst wird sie uns wieder zurückgegeben. Das stimmt natürlich nicht. Genommen wird uns gar nichts und geschenkt bekommen wir ebenso wenig. Wir manipulieren, denn wenn wir die Sommerzeit einführen und rückgängig machen, ändern wir zwar die Uhrzeiger aber nicht die Zeit" erläutert Prof. Geißler.

Sind die Menschen die Herren der Zeit?

Da wir aber die Uhr so gerne mit der Zeit verwechselten, zumindest habe man uns dies beigebracht, erfreuten wir uns an der Illusion, wir Menschen wären Herren der Zeit, wir könnten über ihren Gang bestimmen, wir könnten sie sparen und die gesparte Zeit später dann leben. "Dies ist und bleibt ein Wunsch, ein nicht allzu frommer dazu. Zeit lässt sich entgegen allen Versprechen nicht sparen, sie lässt sich nicht schneller machen, nicht verschenken und auch nicht umstellen. Warum auch? Es gibt nämlich, entgegen anders lautenden Parolen, genug Zeit. Stündlich und täglich kommt neue nach. Was aber machen wir dann eigentlich im Frühjahr und im Herbst? Und warum tun wir das?" fragt Geißler.


Uhrumstellung als staatliches Kriseninterventionsinstrument

Früher gab es laut Geißler einen Anlass für die Einführung der Sommerzeit. Erstmalig sei die 1916 geschehen, also während des Ersten Weltkrieges. Zum zweiten Mal habe sich das Hitlerregime, ebenso in Kriegszeiten (1940), an den Zeigern der Uhren zu schaffen gemacht. Und Anfang der Siebziger (1973), im Gefolge der Ölkrise, habe man dann erneut die Standardzeit durch die Sommerzeit unterbrochen. Immer sei dies mit der Absicht geschehen, Energie zu sparen, besonders Strom. Diesen drei Ereignissen ist laut Geißler gemeinsam, dass sie in Krisenzeiten stattfanden. Die Krise sei Anlass für die Uhrzeitmanipulation gewesen. Die Uhrumstellung war demnach ein staatliches Kriseninterventionsinstrument.


Frage nach dem Grund der Zeitmanipulationen

"Welche Krise aber wird heutzutage bewältigt?", fragt sich der Zeitforscher. "Erwünschte Energiesparmaßnahmen, wie immer wieder behauptet aber selten belegt, sind es nicht", so Geißler. Was aber sei dann der Grund für die Zeitmanipulationen, die uns zweimal im Jahr unruhig schlafen lassen? Regierungsamtlich werde keiner verlautbart. Die Verantwortung dafür sei inzwischen zum Europäischen Parlament nach Straßburg beziehungsweise Brüssel abgeschoben worden. Von dort aber höre man auch kein überzeugendes Argument. Zur Krisenintervention könne diese "Zeitstörung" schon deshalb nicht dienen, weil die Befristung der Sommerzeit seit 2002 nach der "Neunten Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Januar 2001", aufgehoben wurde.


Der Zeit eine Stunden zuschauen: das Beste was man machen kann

"Der Stundenklau im Frühjahr und das herbstliche Stundengeschenk werden damit zur unendlichen Geschichte. Jedes Jahr also der gleiche Ablauf - bereits dies belegt, dass die Uhrumstellung kein Krisensymptom mehr ist, ansonsten lebten wir ja in der Dauerkrise. Also wieder mal so eine politische Entscheidung, nach deren Grund man vergeblich sucht. Was also spricht dagegen, sich selbst einen Grund zu suchen? Soviel Freiheit erhält man nur selten geschenkt. Für all jene aber, die keinen finden, ein Angebot: Am Ende der Sommerzeit, jedes Jahr am letzten Oktoberwochenende, bekommt die Zeit, die uns so treu bis zu diesem Termin begleitet hat, eine Stunde lang Zeit um sich endlich mal auszuruhen. In dieser Stunde tritt sie auf der Stelle, entspannt sich von den vielen Anstrengungen und freut sich, dass sie nach einer Stunde wieder gehen kann. Dann darf man ihr zuschauen, das Beste was man machen kann", so Geißler. "Also vergessen wir die Uhr in dieser Stunde, sie geht sowieso falsch!", fasst der Zeitforscher zusammen,

Von Karlheinz Geißler ist ein neues Buch erschienen: Alles Espresso. Kleine Helden der Alltagsbeschleunigung, Hirzel Verlag Stuttgart

28.10.2006   Quelle: Prof. Karlheinz Geißler, Universität der Bundeswehr München   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Würth Solar: Solarmodul-Fabrik "CISfab" in Schwäbisch Hall eröffnet

Start der CIS-Produktion mit Ministerpräsident Oettinger, R. Würth und K.-H. Groß
Start der CIS-Produktion mit Ministerpräsident Oettinger, R. Würth und K.-H. Groß

Fast exakt ein Jahr nach dem Spatenstich hat Würth Solar am 27.10.2006 seine neue Produktionsstätte für CIS-Solarmodule eröffnet: die CISfab. Das Unternehmen schlage damit ein neues Kapitel der Photovoltaik auf, denn weltweit erstmalig laufen dort von nun an CIS-Solarmodule in Großserie vom Band, berichtet Würth Solar in einer Pressemiteilung. CIS-Solarmodule kommen im Gegensatz zu den herkömmlichen Modulen ohne den derzeit knappen Rohstoff Silizium aus und gelten in Branchenkreisen als zukunftsweisend.  "Würth Solar wird die Produktionskapazität bis zum Jahresende kontinuierlich hochfahren und wie geplant zum Jahreswechsel die Vollauslastung in der CISfab erreichen. Damit sind wir Vorreiter bei einer Zukunftstechnologie der Photovoltaik und setzen einen Meilenstein in der boomenden Solarbranche", sagt Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar. Ab 2007 will Würth Solar jährlich rund 200.000 CIS-Solarmodule fertigen. Dies entspricht 14,8 Megawatt (MW). In der CISfab werden ab 2007 laut Würth Solar 175 Mitarbeiter beschäftigt sein, davon 35 beim Vertriebspartner Würth Solergy. Rund 400 Mitarbeiter und geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft wohnten der feierlichen Inbetriebnahme der vollautomatisierten Produktionslinie bei, unter ihnen der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger und Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe.



Herausragende Innovation bis zur Serienreife geführt

"Ich freue mich, dass mit der CIS-Technologie von Würth Solar eine herausragende Innovation nicht nur in Baden-Württemberg entwickelt und bis zur Serienreife geführt wurde, sondern nun auch hier produziert wird", hob Oettinger zur Eröffnung hervor. Der Ministerpräsident betonte, dass eine der zentralen Herausforderungen für eine nachhaltige Politik der Klimaschutz sei. Der Schlüssel dazu liege in einer verantwortungsbewussten Energiepolitik, die auf einem Energiemix beruhe: "Wir wollen Baden-Württemberg zum Spitzenreiter bei der Erforschung und beim Einsatz erneuerbarer Energien machen. Die CISfab leistet dazu einen wichtigen Beitrag", so Oettinger.



Von der Vision zur Realität

Würth Solar wurde 1999 von Reinhold Würth mit dem Ziel gegründet, eine noch junge, viel versprechende Solartechnologie zur industriellen Serienreife weiter zu entwickeln. EU, Bund und Land förderten die Grundlagenforschung. Weiter entwickelt wurden die Technologie selbst sowie die Produktionstechnologie in enger Zusammenarbeit zwischen Würth Solar und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW). Seit dem Jahr 2000 betrieb Würth Solar Pilotlinien in Marbach / Neckar. In den Bau der neuen Produktionsstätte in Schwäbisch Hall investierte die Würth-Gruppe 55 Millionen Euro, die höchste Einzelinvestition in der Unternehmenshistorie der Würth-Gruppe. Reinhold Würth erläutert die Hintergründe: "Ich war immer ein neugieriger Mensch, die Photovoltaik fasziniert mich. Bereits vor der Gründung von Würth Solar war ich der Überzeugung, dass die CIS-Technologie eine große Zukunft hat."



Glänzende Aussichten für CIS-Solarmodule

Würth Solar setzt mit der CIS-Technologie auf eine zukunftsträchtige Entwicklung der Photovoltaik. Eine chemische Verbindung aus Kupfer (C), Indium (I) und Selen (S) ersetzt hier den bisher zur Umwandlung von Sonnenlicht in Strom üblicher Weise verwendeten und derzeit knappen Halbleiter Silizium. Die CIS-Technologie birgt ein großes Potenzial, da sie im Vergleich zur bereits weitgehend ausgereiften Silizium-Technologie hinsichtlich Produkteigenschaften und Produktionstechnologien große Entwicklungsmöglichkeiten hat. CIS-Module von Würth Solar haben nach Angaben des Unternehmens bereits zu Beginn der Großserienproduktion einen Wirkungsgrad von durchschnittlich 11,5 Prozent und lägen damit auf Augenhöhe mit siliziumbasierten Solarmodulen. Sie seien außerdem ästhetisch ansprechend und ließen sich flexibel dimensionieren. Daraus ergeben sich interessante Anwendungsmöglichkeiten: Die Module können beispielsweise in semitransparenter oder bedruckter Ausführung direkt in Fassaden integriert werden.

27.10.2006   Quelle: Würth Elektronik Unternehmensgruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Quelle Würth Solar
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Phönix SonnenStrom AG: Neue Vorstände in Mutter- und Tochtergesellschaft

Sabine Kauper
Sabine Kauper

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93), einer der führenden, europaweit tätigen Photovoltaik-Systemintegratoren, passt ihre Konzernstrukturen weiter dem Unternehmenswachstum und steigenden Kapitalmarkterfordernissen an, berichtet das Unternehmnen in einer Pressemitteilung. Sabine Kauper ist mit Wirkung zum 1. Januar 2007 für fünf Jahre zum Finanzvorstand der Phönix SonnenStrom AG bestellt worden.   Sie wird das Rechnungswesen, das Controlling, die Finanzen, das Rechts- und Vertragswesen sowie das Personalwesen verantworten. Die 38-jährige Diplom-Betriebswirtin (FH) ist seit Juli 2000 bei der Phönix SonnenStrom AG beschäftigt und hat die genannten Bereiche als Prokuristin im Unternehmen aufgebaut. Die Anpassung der internen Strukturen und Prozesse an die Entwicklung der schnell wachsenden Gesellschaft und die Implementierung eines internationalen Kapitalmarktstandards seien maßgeblich von Frau Kauper verantwortet worden. Der Vorstand der Phönix SonnenStrom AG besteht künftig aus vier Mitgliedern: Dr. Andreas Hänel (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Manfred Bächler (Technik), Dr. Murray Cameron (Operatives Geschäft) und Dipl.-Betriebswirtin (FH) Sabine Kauper (Finanzen).

Nach einer Ausbildung in einer Wirtschaftsprüfungskanzlei mit internationaler Ausrichtung studierte Sabine Kauper Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Steuern und Prüfungswesen. Nach dem Studium war sie vier Jahre für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig. Sabine Kauper ist Mitglied der Geschäftsführung der Phoenix Energía Solar S.L., zudem ist sie Aufsichtsrat bei RED 2002 S.r.l., einer 49-prozentigen Beteiligung der Phönix SonnenStrom AG. Mit der Bestellung von Frau Kauper zum Finanzvorstand unterstreiche der Aufsichtsrat die Bedeutung von Finanzen und Personal für die Gesellschaft, heißt es in der Pressemitteilung.


Ralph Schneider neuer Vorstand der Phönix Projekt & Service AG

Ebenfalls einen neuen Vorstand hat der Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft Phönix Projekt & Service AG bestellt. Betriebswirt Ralph Schneider (40) ist mit Wirkung zum 1. November 2006 in den Vorstand berufen worden. Schneider, der seit 1. März 2006 im Unternehmen tätig ist, verantwortet damit zusammen mit dem bisherigen Alleinvorstand Dr. Torsten Hass die operativen Geschäfte der Gesellschaft. Die Gesellschaft stelle sich mit der Doppelspitze für künftige Geschäftsausweitungen und die zunehmende Internationalisierung der Großprojekte im Phönix-Konzern auf, heißt es in der Pressemitteilung. Ralph Schneider hat nach einer Banklehre ein Betriebswirtschaftsstudium absolviert und die European Business School besucht. Bevor er zur Phönix Projekt & Service AG kam, war er Managing Director bei einem Unternehmen der Royal Dutch Shell Gruppe. Dort war er unter anderem für die Realisierung diverser Photovoltaik-Kraftwerke der Megawattklasse zuständig.

27.10.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Prinz Philippe von Belgien besichtigt größte belgische PV-Anlage mit Dünnschichtmodulen von BIOHAUS

Prinz Philippe (2. v.L.) von Belgien setzt auf erneuerbare Energien.
Prinz Philippe (2. v.L.) von Belgien setzt auf erneuerbare Energien.

Die derzeit wohl größte Photovoltaikanlage in Belgien findet großen Anklang in der Öffentlichkeit. Am vergangenen Dienstag besuchten Prinz Philippe von Belgien, die Staatssekretärin für nachhaltige Entwicklung Els Van Weert und weitere hochkarätige Gäste aus Politik und Wirtschaft die Solaranlage im belgischen Halle. Die Solarstromanlage befindet sich auf dem Dach eines Warenlagers des Discounters Colruyt. Die Colruyt-Gruppe, eine der führenden Lebensmittelketten in Belgien, hat mit der Paderborner BIOHAUS PV Handels GmbH einen Vertrag über die Lieferung von 330 kWp der Dünnschichtsysteme "PV Plate geschlossen".   Das Bitumen-Flachdach hat eine Gesamtfläche von über 12.000 Quadratmetern. Durch die verwendete so genannte Triple-Junction-Technologie der Dünnschicht-Systeme können auch bei geringer Dachneigung sehr gute Erträge erzielt werden.

Solarstrom-Großanlage in Halle als Vorbild für weitere Projekte

Der belgische Prinz zeigte sich begeistert von der großflächigen Anlage, die noch dieses Jahr an das Netz gehen soll. BIOHAUS geht davon aus, dass die Großanlage in Halle Beispiel für weitere Projekte sein wird. Die Colruyt-Gruppe gehört zu den führenden Lebensmitteldiscountern in Belgien mit über 190 Filialen. Das Unternehmen mache sich stark für die Nutzung erneuerbarer Energien: Ziel sei, den eigenen Energiebedarf durch einen möglichst hohen Anteil an regenerativen Energien zu decken. Neben der Photovoltaikanlage gibt es auf dem Gelände in Halle auch eine Windkraftanlage.

Das System BIOSOL PV Plate wurde von BIOHAUS Anfang 2006 entwickelt. Aufgrund der verwendeten Technologie eignet es sich besonders für Dächer mit geringer Neigung oder ungünstiger Ausrichtung (Ost-, Westdächer). Das Modul auf Basis von Laminaten des Herstellers UniSolar hat eine Leistung von 2 x 136 Wp und ist aufgrund der Größe primär für einen Einsatz in Landwirtschaft und Industrie vorgesehen.

27.10.2006   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUS PV Handels GmbH
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Solar-Boom in Kalifornien: Einspeisevergütung und Milliardenförderprogramme ab 2007

Solarstromanlage in Kalifornien
Solarstromanlage in Kalifornien

In der kalifornischen Solarstrombranche stehen die Zeichen auf "Go". Nach Ansicht von J.P. Ross von "Vote Solar" können bereits bis Ende dieses Jahres 120 Megawatt oder mehr Solarstromleistung neu in Kalifornien installiert werden. Das gab der Verbandsvertreter auf der Messe "Solar Power 2006" bekannt, die vom 15. bis 19. Oktober im kalifornischen San José stattfand. Grund für die positive Prognose ist die Bereitstellung von Fördergeldern in Höhe von rund 300 Millionen US-Dollar sowie die Möglichkeit bereits in diesem Jahr Anträge für ein neue Einspeisevergütung zu stellen, die ab Januar gezahlt wird.  Zu der viertägigen Veranstaltung in San José waren 7.000 Teilnehmer gekommen, um sich über Strukturen, Marktteilnehmer und Perspektiven des Solarmarktes zu informieren, berichtet der Europressedienst Bonn.


3.000 Megawatt neue Solarstromleistung bis 2017

Der Ehrgeiz der USA in Sachen Solarenergie ist groß. In der internationalen Solarstromriege rangieren die USA bisher noch auf Platz drei, hinter Weltmarktführer Deutschland und dem Zweitplatzierten Japan. Ende 2005 waren insgesamt 105 Megawatt (MW) Solarstromleistung auf amerikanischen Dächern installiert, davon rund 80 MW in Kalifornien. Auf dem US-Photovoltaikmarkt gilt der westliche Bundesstaat als Zugpferd für die Entwicklung des Gesamtmarktes. Im Rahmen der "California Solar Initiative" (CSI) will die kalifornische Regierung bis 2017 umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro für die Installation von 3.000 Megawatt Solarstromleistung zur Verfügung stellen. Das entspricht Photovoltaikanlangen auf rund einer Million Dächern. Maßgeblich vorangetrieben wird die Entwicklung von Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Auf der "Solar Power 2006" betonte er, dass mit Hilfe der Initiative in dem Bundesstaat drei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden sollen. Gleichzeitig verspricht sich Schwarzenegger durch das mit dem Solarboom verbundene Wirtschaftswachstum neue Arbeitsplätze.
Noch einen Schritt weiter geht der kalifornische Senator Kevin Murray. Für die weiter steigende Nachfrage sei Solarenergie die perfekte Lösung, betonte Murray in San José. Wichtig sei nun, das Thema Solarenergie in der Bevölkerung zu verankern, die nötigen Rahmenbedingungen seien ja bereits vorhanden.


Einspeisevergütung und Investitionszuschüsse in Kalifornien ab 2007

Die Gelder, die für die "California Solar Initiative" bereitgestellt werden, stammen von der "California Public Utilities Commission" (CPUC) und der "California Energy Commission" (CEC). Erstere allein ist für einen Fördertopf in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar verantwortlich. Zielgruppen sind nach Aussage von CPUC-Vertreterin Jeanne Clinton Besitzer von Wohngebäuden sowie alle kommerziellen, industriellen und landwirtschaftlichen Gebäude. Die CEC, so betonte ihr Vertreter Timothy Tutt auf der "Solar Power", hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten 13 Jahre jedes zweite in Kalifornien neu gebaute Haus mit Anlagen zur Nutzung der Solarenergie auszurüsten. Neben den Programmen der CPUC und der CEC sieht die "California Solar Initiative" ab 2007 auch die Zahlung einer Einspeisevergütung, "Performance-based Incentive" (PBI), vor. Für Anlagen, mit einer Leistung über 100 kWp , soll demnach eine leistungsbezogene Vergütung von 0,39 US-Dollar pro kWh gezahlt werden. Die Besitzer von Solarstromanlagen mit einer Größe von bis zu 100 kWp erhalten eine einmalige Zahlung von maximal 2,50 US-Dollar pro installiertem Watt (kommerzielle und private Betreiber) beziehungsweise maximal 3,25 US-Dollar pro installiertem Watt (nichtkommerzielle Betreiber und staatliche Einrichtungen). Die Höhe der Zahlung orientiert sich an der zu erwartenden Anlagenleistung im Vergleich zu einer Referenzanlage in Kalifornien. Außerdem soll die Zuschusshöhe an das Marktwachstum angepasst werden. Wenn eine bestimmte Megawatt-Grenze erreicht wird, soll sie sinken.


Steuergutschrift für Photovoltaiksysteme bis Ende 2007

Auch der Präsident der "Solar Energy Industries Association" (SEIA), Rhone Resch, schätzt die Entwicklung des kalifornischen Solarstrommarktes sehr positiv ein. Der dortige Markt gelte als Vorreiter für die Etablierung der Solarenergie in weiteren Bundesstaaten und wirke sich positiv auf die nationale Energiepolitik aus. Handlungsbedarf bestehe allerdings bezüglich des "Investment Tax Credit" (ITC). Danach bietet die US-Bundesregierung eine Steuergutschrift für kommerzielle Photovoltaiksysteme in Höhe von 30 Prozent der Netto-Systemkosten an. Auch für Privatsysteme kann die Förderung in Anspruch genommen werden, jedoch nur bis zu einer Höhe von 2.000 US-Dollar. Das Programm gilt allerdings ausschließlich für Systeme, die zwischen Januar 2006 und Ende 2007 installiert werden. Eine Verlängerung des von der Solarbranche als erfolgreich eingeschätzten Förderinstruments wurde bislang nicht beschlossen, sei aber erforderlich, so SEIA-Präsident Rhone Resch.


"Everybody can go solar"

Die klimatischen, politischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Solarmarktes in Kalifornien sind gegeben. Auch die einheimische Solarindustrie steht in den Startlöchern. Jetzt steht an, die Inhalte der "California Solar Initiative" in die Bevölkerung zu tragen, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Oder mit Schwarzeneggers Worten: "Everybody who wants to go solar can go solar".

27.10.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europressedienst Bonn
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BBT Thermotechnik investiert in Wärmepumpen- und Solarkollektor-Produktion

Ab 2007 werden auch in Aveiro Solarkollektoren für BBT Thermotechnik-Marken hergestellt.
Ab 2007 werden auch in Aveiro Solarkollektoren für BBT Thermotechnik-Marken hergestellt.

Die zur Bosch-Gruppe gehörende BBT Thermotechnik GmbH (Wetzlar ) investiert sieben Millionen Euro in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten für ressourcenschonende Energiesysteme. Fünf Millionen Euro fließen in den schwedischen Standort Tranås der Tochtergesellschaft IVT Industrier AB, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bei IVT, einem der europaweit führenden Hersteller von Elektro-Wärmepumpen, soll damit bis Ende 2007 die Fertigungsfläche nahezu verdoppelt werden. Für zwei Millionen Euro errichtet BBT Thermotechnik außerdem eine Fertigungsanlage für Solarkollektoren im Werk Aveiro, Portugal.  Ab Februar 2007 sollen dort jährlich bis zu 150.000 Kollektoren hergestellt werden - in unmittelbarer Nähe der boomenden Solarwärme-Märkte Südeuropas.


"Regenerative Energien für Heizung und Warmwasser einzusetzen wird in Europa immer selbstverständlicher. Dieser Markt wird in den kommenden Jahren voraussichtlich zweistellig wachsen", sagt Klaus Huttelmaier, Mitglied der Geschäftsführung der BBT Thermotechnik GmbH. "Daran wollen wir mit unseren innovativen Systemen zur Nutzung regenerativer Energien überproportional teilhaben. Mit dem Ausbau unserer Fertigungen sind wir dafür gut gerüstet", so Huttelmaier.


50 neue Arbeitsplätze in der Wärmepumpenproduktion

Am IVT-Standort in Tranås soll die Fertigungsfläche bis Ende 2007 um 5.000 auf rund 10.000 Quadratmeter erweitert werden. Mit der räumlichen Kapazität wird auch die Mitarbeiterzahl steigen: 50 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Maßgeblich für diese Investition ist laut BBT Thermotechnik GmbH das voraussichtliche Wachstum des Wärmepumpen-Marktes in Europa um rund 10 Prozent pro Jahr. IVT wurde 2004 mit damals 300 Mitarbeitern von der BBT Thermotechnik übernommen. Bereits bei der Akquisition kündigte die BBT Thermotechnik an, das Geschäft mit Elektro-Wärmepumpen international auszubauen.


Kollektorproduktion im Münsterland ausgelastet

In der neuen Produktionsanlage für Solarkollektoren in Aveiro sollen ab Dezember 2006 zunächst Kupfer-Absorber hergestellt werden. Die Kollektorfertigung soll dann mit rund 40 Mitarbeitern im Februar 2007 anlaufen. "Unsere Kollektorproduktion im münsterländischen Wettringen ist sehr gut ausgelastet, trotz der 2005 vergrößerten Fertigungsflächen, trotz neuer Anlagen und trotz optimierter Prozessabläufe: Ein weiterer Produktionsstandort ist erforderlich", erklärt Huttelmaier.

27.10.2006   Quelle: BBT Thermotechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/BBT Thermotechnik GmbH.

 

Energieeinsparverordnung: Novelle kommt Mitte 2007

Die Bundesregierung hat sich am 24.10.2006 auf Eckpunkte geeinigt, um den Streit um die Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) beizulegen. Werde der Fahrplan eingehalten, komme die EnEV Mitte 2007, berichtet die Redaktion der Zeitschrift Gebäude-Energieberater in einer Pressemitteilung. Die Energieausweise für Gebäude sollen ab 2008 bei Verkauf und Neuvermietung Pflicht werden. Bis zuletzt sei über die Grenzen von Bedarfs- und Verbrauchsausweisen gestritten worden. Der Durchbruch sei auf Basis einer Vorlage von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erreicht worden. Ein Eckpunktepapier sieht vor, dass für Gebäude mit weniger als 5 Wohneinheiten, die vor 1978 errichtet wurden, der bedarfsorientierte Energieausweis verbindlich vorgeschrieben wird.  Das gilt auch für Gebäude beziehungsweise Modernisierungen an Gebäuden, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Für Gebäude, die durch Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz auf einen energetischen Stand gehoben worden sind, der mindestens dem Stand der ersten Wärmeschutzverordnung entspricht, gilt die Wahlfreiheit zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis.


Bundesregierung erwägt Förderung bedarfsorientierter Energieausweise

Bei größeren Gebäuden soll eine Wahlfreiheit zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis eingeräumt werden. Der Energieausweis im Gebäudebestand soll ab dem 1. Januar 2008 Pflicht werden. Energieausweise die schon vor dem 1. Januar 2008 ausgestellt werden, können grundsätzlich mit Wahlfreiheit ausgestellt werden. Auch sie haben eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren. Die Erstellung von Energieausweisen soll im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms oder anderer Förderprogramme der Bundesregierung finanziell gefördert werden. Dies wird vermutlich ausschließlich für bedarfsorientierte Energieausweise gelten, weil die Förderung nur über die Modernisierungsprogramme möglich ist. Bislang wurde es in Regierungskreisen allerdings für problematisch gehalten, dass Kosten, die Bürgern aufgrund einer Rechtsverordnung entstehen, öffentlich gefördert werden. Deswegen kann laut Gebäudeenergieberater über Höhe und Umfang momentan nur spekuliert werden. Doch Eine (Vor-Ort-)Energieberatung (mit dem "Abfallprodukt" Energieausweise) sei öffentlich-rechtlich nicht vorgeschrieben und dürfe deswegen durchaus gefördert werden.


Bundesbauminister Tiefensee: neue EnEV soll "Mitte 2007" verkündet werden

Am 25. Oktober stellten sich Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup der Presse. Tiefensee geht davon aus, dass der Kompromiss jetzt sehr zügig in den vorliegenden Entwurf eingearbeitet werden kann und schon bald ein EnEV-Referentenentwurf zur Anhörung der Verbände und der Länder in den Umlauf geht. Verkündet werden soll die neue Energieeinsparverordnung dann "Mitte 2007". Dieses erscheine realistisch, weil besonders die Länder sich mit ihrer Wahlfreiheit sehr weit durchgesetzt hätten, so die Zeitschrift Gebäude-Energieberater. Außerdem solle erreicht werden, dass bereits vor dem Pflichttermin 1. Januar 2008 möglichst viele Energieausweise ausgestellt werden.


Jährlich rund 900.000 Gebäude Energieausweise

Tiefensee geht davon aus, dass sich mittelfristig in Deutschland etwa 100.000 bis 150.000 Menschen mit dem Ausstellen von Energieausweisen beschäftigen werden. Er erwartet, dass jährlich für rund 900.000 Gebäude Energieausweise ausgestellt werden müssen, davon würden etwa 300.000 der Bedarfsausweispflicht unterliegen. Allerdings ist der Bauminister zuversichtlich, dass sich deutlich mehr Gebäudeeigentümer für den bedarfsorientierten Energieausweis entscheiden werden. Fest stehe, dass beide Ausweisvarianten projektspezifische Modernisierungsvorschläge enthalten müssen. Für den Verbrauchsausweis nannte Tiefensee Kosten von rund 40 bis 60 Euro und für den Bedarfsausweis von 80 bis 120 Euro. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass alle Vereinfachungen genutzt würden, Gebäudepläne vorhanden seien und die Eigentümer sich an der Datenaufnahme beteiligten. Die Kosten dürften deswegen kaum den späteren Marktpreisen entsprechen, wenn die haftungsrechtlichen Konsequenzen daraus bedacht und die Energieausweise nicht vom Aussteller als Akquisitionsleistung subventioniert würden, so die Zeitschrift Gebäude-Energieberater. Außerdem wäre bei den genannten Kosten eine Präsentation der Ergebnisse in einem Abschlussgespräch nicht möglich.

27.10.2006   Quelle: Redaktion Gebäude-Energieberater   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarzellen-Produzent Q-Cells AG als Deutschlands am schnellsten wachsendes Technologieunternehmen ausgezeichnet

Q-Cells-Chef Milner; Ziel: Photovoltaik als kostengünstige Energiequelle
Q-Cells-Chef Milner; Ziel: Photovoltaik als kostengünstige Energiequelle

Die Q-Cells AG mit Sitz in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) belegt den ersten Rang unter den "Deloitte Technology Fast 50", einer Rangliste der am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen in Deutschland. Die Platzierungen basieren auf den kumulierten prozentualen Umsatzwachstumsraten der Jahre 2001-2005, berichtet Q-Cells in einer Pressemitteilung. Der Solarzellenhersteller konnte in diesem Zeitraum nach eigenen Angaben ein Wachstum von rund 33.000 Prozent erzielen.  "Technologie ist der Schlüssel zu unserem Traum: Photovoltaik der Menschheit zukünftig als kostengünstige Energiequelle zur Verfügung zu stellen. Unsere eigene Forschungs- und Entwicklungskompetenz wird durch gemeinsame Projekte und die enge Zusammenarbeit mit Universitäten, Instituten und Technologiegesellschaften ergänzt", freut sich Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG, anlässlich der Preisverleihung über die Fast 50-Platzierung.



Solarzellenproduktionsziel 2006 rund 255 Megawatt peak

Gegründet 1999, ist die Q-Cells AG heute der größte unabhängige Hersteller von Solarzellen weltweit. Im Jahr 2006 will das Unternehmen mit gegenwärtig fast 900 Mitarbeitern mono- und multikristalline Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 255 Megawatt peak (MWp)
herstellen und weltweit an Produzenten von Solarmodulen liefern. Neben der Aktivität im Kerngeschäft kommerzialisiert die Q-Cells AG neue und viel versprechende Photovoltaik-Technologien und hat dafür bereits mehrere Unternehmen gegründet oder sich an ihnen beteiligt.


Auszeichnung für innovationsfreudige und risikobereite Unternehmen

"Mit dem Technology Fast 50-Award wollen wir Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten auszeichnen, die Initiative, Innovationsfreude und Risikobereitschaft mit fachlicher Autorität verbinden", erläutert Dieter Schlereth, geschäftsführender Partner im Bereich Technology, Media und Telecommunications bei Deloitte. Bewertungskennzahlen seien unter anderem das kumulierte prozentuale Umsatzwachstum dieser expandierenden Unternehmen. Darüber hinaus müssten die Umsatzerlöse im Jahr 2001 mindestens 50.000 Euro und im Jahr 2004 eine Million Euro erreicht haben.

26.10.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG
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voltwerk AG steigt in den italienischen Markt ein

Auf einer Pressekonferenz am 25.10.2006 in Mailand hat die voltwerk AG (Hamburg) die Gründung eines Joint Ventures in Italien bekannt gegeben. In der voltwerk Italia S.R.L. ist das deutsche Unternehmen für strukturierte Projektentwicklung und -finanzierung für erneuerbare Energien mit einem erfahrenen italienischen Projektentwickler vereint, der Fortore Energia S.p.A. Die Fortore Energia sei bereits seit fünf Jahren erfolgreich im italienischen Windmarkt aktiv und habe bislang mehrere Projekte realisiert, berichtet voltwerk in einer Pressemitteilung. In dem Joint Venture fassen beide Partner ihre Erfahrung und ihr Know-how bei der Entwicklung, Realisierung und Finanzierung von großen Projekten zusammen.  "Mit dem Markteintritt in Italien setzen wir unsere internationale Wachstumsstrategie weiter fort. Diese beruht auf der Erschließung junger Märkte, in denen die klimatischen Voraussetzungen mit entsprechenden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen einhergehen", so Nikolaus Krane, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG. Das Unternehmen erwartet in Italien mittelfristig eine ähnlich Entwicklung wie in Spanien, wo sich das Geschäft überaus positiv darstelle.


12 Megawatt-Windpark in der Region Puglia wird 6.500 Haushalte mit Strom versorgen

Dank attraktiver Einspeisetarife sei der Windmarkt in Italien sehr vielversprechend, betont die voltwerk AG. Im vergangenen Jahr habe Italien über 450 Megawatt Windenergie installiert und zähle damit zu den Top 5 der wachstumsstärksten Länder in Sachen erneuerbare Energien in Europa. Besonders in den südlichen Höhenlagen des Landes lassen intensive Winde hohe Erträge erwarten. Darüber hinaus werde die Solarenergie stark an Bedeutung zunehmen und einen wachsenden Beitrag zum Energiemix in Italien leisten. Das erste Projekt des frisch gegründeten Unternehmens befindet sich bereits in der Region Puglia im Bau. In Monticelli werden insgesamt sechs Windkraftanlagen des Typs REpower MM82 mit einer Leistung von jeweils zwei Megawatt installiert. Pro Jahr soll der 12 Megawatt-Windpark einen Energieertrag von circa 21 Millionen Kilowattstunden erzeugen und somit rund 6.500 Haushalte mit Strom versorgen.

26.10.2006   Quelle: voltwerk AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Ecofys Germany: Carsten Petersdorff folgt Frank Wouters als Geschäftsführer

Carsten Petersdorff.
Carsten Petersdorff.

Carsten Petersdorff ist zum Geschäftsführer der Ecofys Germany GmbH berufen worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In seiner neuen Position wird der 36-jährige die strategischen und operativen Geschäfte von Ecofys Germany in Sachen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz verantworten. Die Leitung des Bereiches "Energie in Gebäuden" behält er weiterhin inne. Carsten Petersdorff folgt Frank Wouters, Geschäftsführer von Econcern Germany.   Wouters will sich in seiner neuen Position als Director of Business Development nun voll der internationalen Geschäftsentwicklung von Econcern widmen.


Günstige Bedingungen für erneuerbare Energien

Die Förderpolitik schaffe sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene beste Marktbedingungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Deutschland, betont Ecofys in seiner Pressemitteilung. Entsprechend sieht Petersdorff gute Geschäftsentwicklungsmöglichkeiten auch für die kommenden Jahre: "Die Marktbedingungen werden sich konstant verbessern. Die Entwicklung der Energiepreise und die Verschärfung der Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen der Post-Kyoto-Diskussion können dazu erheblich beitragen. Ecofys ist stets federführend bei der Entwicklung von Lösungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen gewesen, was uns ermöglicht, unserem Ziel einen weiteren Schritt näher zu kommen: einer nachhaltigen Energieversorgung für alle."


Erfahrener Spezialist für Solarsiedlungen

Fachlicher Hintergrund Petersdorff begann seine Karriere 1998 bei Ecofys in Köln. Seine Aufgabe war es, den Geschäftsbereich "Energie in Gebäuden" aufzubauen. Zuvor hatte sich der studierte Physiker bereits im Rahmen seiner universitären Ausbildung an der RWTH Aachen mit erneuerbaren Energien und energieeffizienten Gebäuden vertraut gemacht. Als Berater entwickelte und leitete er bis heute zahlreiche innovative Projekte wie die Solarsiedlung "Köln-Bocklemünd", ausgezeichnet als "ÖkoSternstadt". Auch bewertete Petersdorff die Solarsiedlung Gelsenkirchen-Bismarck und erstellte zahlreiche Eurima-Berichte, auf Grund derer zurzeit eine Änderung der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) in Erwägung gezogen wird.

26.10.2006   Quelle: Ecofys Germany   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ecofys Germany GmbH
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Größter Solar-Carport Deutschlands am Netz

MP-TEC Carport in Eberswalde.
MP-TEC Carport in Eberswalde.

In Anwesenheit des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck sowie mehr als 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und den Medien wurde am 23.10.2006 die größte mit Solarmodulen bestückte Carportanlage Deutschlands auf dem Firmengelände der MP-TEC GmbH & Co. KG in Eberswalde feierlich in Betrieb genommen. Die neue Carportanlage der MP-TEC überdacht insgesamt 26 Mitarbeiterparkplätze und wurde aus 800 Metern des hauseigenen Montagesystems Quick-Line errichtet. Die Anlage hat eine Gesamtlänge von 69 Metern. Die Dachfläche des Solar-Carports wurde mit 305 Photovoltaikmodulen bestückt. Pro Jahr werden 42.500 Kilowattstunden (kWh) Energie in das öffentliche Stromnetz eingespeist.   Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 15 Vier-Personen-Haushalten und führt dazu, dass jährlich 23,8 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen verhindert werden. Aus diesem Projekt entstand zudem ein neues Produkt – der "Quick-Line Carport", der seit Jahresbeginn in der Standardversion und als Sonderanfertigung angeboten wird. Als Strom erzeugende Unterstellmöglichkeit für PKW spiele er die Anschaffungskosten selbst wieder ein, betont die MP-TEC GmbH in einer Pressemitteilung. Da individuell erweiterbar, könne er auch zur Überdachung großer Parkplatzflächen eingesetzt werden.


Neue Produktionsanlage zur industriellen Fertigung von Solarkollektoren ab 2007

Die im Januar 2002 von Michael Preißel (33) gegründete MP-TEC GmbH & Co. KG ist Systemanbieter für alternative Energien und liefert Produkte sowie Dienstleistungen für Solarstrom, Solarwärme und Biomasse. Darüber hinaus wird das Montagesystem Quick-Line aus Edelstahl und Aluminium gefertigt, das für alle Montagearten von Schrägdach-, Flachdach-, Fassaden- und Freilandgestellen geeignet ist. Die MP-TEC erzielte nach eigenen Angaben bereits 2005 einen Jahresumsatz von 15 Millionen Euro. Inzwischen arbeiten insgesamt 35 Fachleute für den Großhandelsbetrieb, der seine Produkte und Dienstleistungen heute weltweit vertreibt. Mit dem Partnerunternehmen UME tec soll zu Beginn des Jahres 2007 Ostdeutschlands modernste Produktionsanlage zur industriellen Fertigung von Solarkollektoren am Standort Eberswalde in Betrieb genommen werden. Durch diesen neuen Geschäftsbereich werden in Eberswalde 15 neue Arbeitsplätze geschaffen.

26.10.2006   Quelle: MP-TEC GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MP-TEC GmbH & Co. KG.
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Internationaler Designpreis für Conergy-Kleinwindkraftturbinen

Kleinwindkraftturbine Conergy SWT
Kleinwindkraftturbine Conergy SWT

Die Kleinwindkraftturbinen Conergy SWT 6000 AC und SWT 7500 DC der Conergy AG zur netzgekoppelten oder autarken Energieversorgung wurden für ihre einzigartige Kombination aus ästhetischer Gestaltung und Funktionalität mit dem internationalen Designpreis Baden-Württemberg 2006 unter dem Motto "Energie" ausgezeichnet. Das berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Vor zahlreichen Gästen nahmen Sven Dähne, Leiter Produktdesign bei Conergy und Peter Frieden, Entwickler der Kleinwindkraftanlage, am Freitag den begehrten Preis in Stuttgart entgegen.  "Dank des hervorragenden Erfahrungsaustausches zwischen unseren rund 700 weltweit aktiven Projektingenieuren und unseren Produktdesignern ist es gelungen, die Windkraftturbine mit einem neuartigen Produktkonzept optimal auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Das Ergebnis ist ein harmonisches Zusammenspiel zwischen funktionaler Effektivitätssteigerung, maximierter Anwenderfreundlichkeit und ästhetisch, kraftvoller Gestaltung", freut sich Peter Frieden über die Auszeichnung für sein Team.

Mit der Kleinwindkraftturbine habe das Hamburger Unternehmen nicht nur neue Maßstäbe in Punkto kundenorientierte Ästhetik gesetzt, heißt es in der Pressemitteilung. Durch eine richtungweisende und patentgeschützte Steuerung der Blattwinkelverstellung passe sich die Conergy Kleinwindkraftanlage SWT an verschiedene Windgeschwindigkeiten bis zu 40 Metern pro Sekunde an und steigere somit die Stromausbeute im Vergleich zu einer statischen Ausrichtung des Rotors um bis zu 80 %. Darüber hinaus drehten sich die Rotorblätter bei Sturm automatisch aus dem Wind, was den Generator und die Blätter vor Überlastung schütze. Dank der Leichtbauweise und Turmhöhen für Bodenmontage von 13 Meter oder 19 Meter würden die kleinen Windturbinen im Handumdrehen mit einer Seilwinde installiert.


Solarstrom- und Windenergieanlagen für autarke Energieversorgung

Die SWT 6000 AC und SWT 7500 DC bewähren sich laut Conergy bereits zahlreich in Griechenland, Indien und China und seien auch ideal mit Solarstromanlagen für die autarke Energieversorgung kombinierbar. Hybrid-Systeme böten besonders für Regionen fernab des öffentlichen Stromnetzes eine zuverlässige und effiziente Energielösung, die bereits heute oft wirtschaftlicher sei als der Anschluss an das weit entfernte Stromnetz. Durch die Kombination verschiedener regenerativer und herkömmlicher Energiequellen, hebe sich Conergy mit seinen Hybrid-Anlagen klar vom Wettbewerb ab. Die weltweit aktive Conergy AG baut neben ihren preisgekrönten Windkraftanlagen auch ihre solaren Produktlinien konsequent mit dem Ziel aus, den regional höchst unterschiedlichen Energiebedarf optimal durch einen intelligenten regenerativen Energiemix zu decken.

26.10.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD: Bundestag vor Durchbruch beim Ausbau der erneuerbaren Energien

"Mit den Entscheidungen dieser Woche haben wir den Grundstein dafür gelegt, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch insgesamt deutlich zu steigern. Tatsächlich ist ein Zielwert von 30 Prozent im Jahr 2020 in greifbare Nähe gerückt." So kommentiert Ulrich Kelber, stellvertretender Vorsitzendee der SPD-Bundestagsfraktion, aktuelle Beschlüsse der Großen Koalition und bevorstehenden energiepolitisch bedeutsamen Entscheidungen im Deutschen Bundestag zur Zumischung von Biokraftstoffen und zum Ausbau der Windenergienutzung auf See."
 
Beimischungsquote für Biokraftstoffe

Im Einzelnen haben wir mit der deutlichen Ausweitung der verpflichtenden Quoten für die Zumischung von Biokraftstoffen zu fossilem Benzin und Diesel die Ziele des Gesetzentwurfs der Bundesregierung deutlich angehoben", so Kelber. Innerhalb von weniger als zehn Jahren sollen Biokraftstoffe einen Marktanteil von rund 10 Prozent haben. Diese Vereinbarung schaffe Planungssicherheit für Investoren und die Voraussetzung für mehr Beschäftigung und Wertschöpfung im ländlichen Raum. "Zugleich werden wir zeitnah Kriterien für eine nachhaltige Erzeugung der Rohstoffe festlegen. Damit wollen wir unerwünschte Effekte wie die Abholzung von Urwäldern für den Anbau von Energiepflanzen vermeiden.


Netzanschluss für Windparks

Mit dem so genannten Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz soll der Ausbau der Windenergie auf See beschleunigt werden. Die Netzbetreiber sollen dazu verpflichtet werden, den Netzanschluss für Windparks sicher zu stellen, mit deren Bau vor dem 31. Dezember 2011 begonnen wird. Ähnliches gelte für die unterirdische Netzanbindung von Windenergieanlagen im küstennahen Binnenland. "Damit sind zwei wesentliche Hemmnisse für eine zügige Erschließung von Potenzialen für umweltfreundliche Windenergie beseitigt", betont Kleber. Gleichzeitig würden aber auch die Investoren der Offshore-Anlagen unter Zugzwang gesetzt.

26.10.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DLR zeigt Brennstoffzellen für Flugzeuge auf der H2-Expo

Unterdruck-Teststand für Brennstoffzellen-Systeme.
Unterdruck-Teststand für Brennstoffzellen-Systeme.

Neueste Forschungsarbeiten zur Energieversorgung an Bord von Flugzeugen sowie einen handlichen Brennstoffzellen-Rucksack für den mobilen Einsatz stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der Internationalen Konferenz und Fachmesse für Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie "H2-Expo" vom 25. bis 26. Oktober 2006 in Hamburg vor.   Der Energiebedarf an Bord von Flugzeugen steigt stetig. Nach dem heutigen Stand der Technik stellen im Flugbetrieb gasturbinengetriebene Generatoren die elektrische Energie bereit. Ein weiterer Trend geht dazu, die pneumatischen und hydraulischen Systeme im Flugzeug, gemäß dem Motto "more electric aircraft", zu reduzieren. Zu diesem Zweck entwickelt das Institut für Technische Thermodynamik des DLR in Stuttgart zusammen mit Airbus luftfahrttaugliche Brennstoffzellen-Systeme. Diese sollen die derzeitige on-board-Stromversorgung künftig ergänzen, beziehungsweise später vollständig ersetzen. Die Entwickler erwarten neben einem hohen elektrischen Wirkungsgrad - weniger Treibstoffverbrauch sowie niedrigere Abgasemissionen - weitere Synergieeffekte derartiger Systeme, etwa auf dem Gebiet der Frischwasserversorgung an Bord.

Das DLR Stuttgart hat erstmalig in Europa ein Brennstoffzellen-System bei Unterdruck bis 200 mbar absolut getestet. Dies entspricht einer Flughöhe von zirka 12.000 Metern. Die gemessenen Leistungswerte ermöglichen so eine genaue Auslegung des Brennstoffzellen-Systems sowohl für die Reiseflughöhe als auch für die An- und Abflugphase.


Handlicher Helfer: Der Brennstoffzellen-Rucksack

Schon marktreif präsentiert sich ein handlicher Helfer, den die DMT GmbH aus Holzgerlingen und das DLR gemeinsam entwickelt haben. Der so genannte Brennstoffzellen-Rucksack eignet sich für unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten im Freizeit-Bereich oder im handwerklichen Umfeld. Ob für den Betrieb eines handlichen Schraubdrehers oder einer ortsungebundenen Bohrmaschine, die Bereitstellungsdauer kabelunabhängiger elektrischer Energie ist bisher immer durch die Akkukapazität und dessen Ladedauer bestimmt.

Der Brennstoffzellen-Rucksack aus der Forschung des DLR und des baden-württembergischen Produktentwicklers DMT sprengt diese Begrenzung. Durch den Einsatz einer Wasserstoff-Brennstoffzelle ist es nun möglich, dauerhaft elektrische Energie im portablen Bereich bereitzustellen. Der einfache Tankwechsel innerhalb einiger Sekunden mittels eines Schnellverschlusses und die intelligente Steuerung erlauben den ununterbrochenen Betrieb des Systems. Der im System befindliche Restbrennstoff reicht aus, um das Gerät auch während des kurzen Austauschvorgangs der Tankflasche weiter betreiben zu können.

Ein Hauptaugenmerk bei dieser Neuentwicklung lag auf einem stark vereinfachten Hardwarekonzept. Dieses konnte durch die Zusammenarbeit des DLR mit seiner langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Kleinleistungs-Brennstoffzellen und der CEAG AG auf dem Gebiet der Leistungselektronik erreicht werden. Das mit einem F-cell Award ausgezeichnete funktionelle Gehäuse der Tricon Design AG aus Kirchentellinsfurt bietet jetzt eine 12V (alternativ 24V) Steckdose für unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten.

25.10.2006   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR.
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Gebäudeenergieausweis kommt ab 2008 - dena begrüßt Kompromiss der Bundesregierung

dena-Energiepass
dena-Energiepass

Die Bundesregierung hat sich auf einen Mittelweg zum so genannten Energiepass für Gebäude geeinigt, der ab 2008 Pflicht werden soll. Für Gebäude mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1978 gebaut worden sind, soll der anspruchsvollere bedarfsorientierte Energiepass gelten, für größere Gebäude wahlweise der verbrauchs- oder bedarfsorientierte Energiepass. Staatliche Fördermittel sollen nur noch gewährt werden, wenn ein bedarfsorientierter Energiepass vorliegt. "Wir begrüßen es sehr, dass sich die Koalition nun geeinigt und eine klare Regelung zum Gebäudeenergieausweis beschlossen hat", kommentiert Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Als zentrales Informations- und Kompetenzzentrum für Energieausweise werde die dena über alle Verfahren und Anwendungsweisen des Energieausweises informieren. Der Gebäudeenergieausweis werde sich jetzt als Qualitätsmerkmal auf dem Immobilienmarkt etablieren und die dringend notwendige Markttransparenz im Gebäudebestand schaffen.  "Mieter und Gebäudeeigentümer möchten fundierte Informationen über den Energiebedarf ihres Gebäudes, vor allem aber praxisgerechte und konkrete Modernisierungsempfehlungen. Der bedarfsorientierte Energieausweis ist für alle Hausbesitzer, die sich gegen steigende Energiepreise wappnen wollen, ein hervorragendes Instrument - nicht nur für diejenigen, die jetzt per Gesetz verpflichtet werden. Wir werden deshalb die Umsetzung des bedarfsbasierten Energieausweises am Markt weiter vorantreiben und arbeiten darüber hinaus an einem differenzierten Qualitätssicherungssystem für die Aussteller des Energieausweises, damit sich Hausbesitzer in Zukunft für einen Gebäudeenergieausweis mit garantierter Qualität und Aussagekraft entscheiden können", so Kohler weiter.




dena informiert im Internet und über eine kostenfreie Energie-Hotline

Wie groß das Interesse ist, zeige die Nachfrage nach dem freiwilligen und bedarfsbasierten dena-Energieausweis und die Suche nach qualifizierten Energieberatern in der Aussteller-Datenbank der dena. Über 100.000 Suchanfragen verzeichne sie im Monat. Hier seien inzwischen 18.000 qualifizierte Energieberater aus dem ganzen Bundesgebiet gelistet, die den dena-Energieausweis ausstellen dürfen. Die dena informiert zum Gebäudeenergieausweis nicht nur im Internet, sondern auch über die kostenfreie dena-Energie-Hotline. Über 2.000 Anrufe allein zum Thema Energieausweis gehen laut dena jeden Monat ein, die von geschulten Ingenieuren und Energie-Experten beantwortet werden. Hausbesitzern, die wissen wollen, wo möglicherweise Energie in ihrem Gebäude verloren geht und wie sie besser und effizienter eingesetzt werden kann, bietet die dena die Möglichkeit, sich einen bedarfsbasierten Energieausweis ausstellen zu lassen. Nur damit erhielten Eigentümer eine fundierte Begutachtung und eine realistische Analyse des energetischen Zustands ihrer Immobilie.

Weitere Informationen zu den gesetzlichen Regelungen des Gebäudeenergieausweises und den dena-Energieausweis unter: http://www.dena-energieausweis.de

25.10.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena
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RegioSolar 2006: Steigendes Engagement für umweltfreundliche Energie

Vom 3. bis 4. November 2006 werden rund 250 Vertreter von Solarinitiativen aus ganz Deutschland in Hannover erwartet: Die 3. RegioSolar-Konferenz lädt Handwerker und Unternehmen, Bürger, Initiativen, Vereine und Kommunalvertreter zum Erfahrungsaustausch über erneuerbare Energien ein. Sie will neue Impulse setzen für eine nachhaltige Energieversorgung in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Auf dem Programm stehen Referate, Workshops und Podiumsdiskussionen zu Beispielen von erfolgreichem Bürgerengagement für die Energiewende vor Ort.  Die vom Bundesumweltministerium geförderte Konferenz ist die größte ihrer Art in Deutschland. Organisiert wird sie durch den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), die Klimaschutzagentur Region Hannover und proKlima - Der enercity-Fonds.


Bürger interessieren sich für eine Vollversorgung mit regenerativen Energien

"Das Engagement für eine umweltfreundliche Energieversorgung nimmt derzeit deutlich zu und Solarinitiativen gewinnen weiter an Bedeutung", sagt BSW-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp. Die hohe gesellschaftliche Anteilnahme am letzten Energiegipfel und die Reaktionen auf den Al-Gore-Film zeigten, dass sich wieder mehr Bürger unmittelbar für Klimaziele und langfristig für eine Vollversorgung durch regenerative Energien interessieren. "Die RegioSolar-Konferenz kommt deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt und wird das wieder erstarkende Bürger-Engagement als Plattform noch stärker in die Öffentlichkeit tragen", ist sich Stryi-Hipp sicher.


Bürgersonnenkraftwerke für eine Energiewende vor Ort

Dass Energiepolitik nicht nur in Berlin gemacht wird, sondern auch vor Ort erfolgreich mitgestaltet werden kann, zeigt der Siegeszug so genannter Bürgersonnenkraftwerke: Vereine wie die Sonneninitiative e.V. in Marburg mieten öffentliche Dächer auf Schulen, Bürgerhäusern, Turnhallen oder auch Industriehallen und Lebensmittelmärkten an und errichten darauf gemeinschaftlich betriebene Solarstromanlagen. Dank der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Einspeisevergütung für Sonnenstrom kann damit in der Regel eine bessere Rendite erzielt werden als mit einem Sparbuch. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf entstanden seit 2004 bereits zehn solcher Bürgersonnenkraftwerke mit einer Spitzenleistung von rund 300 Kilowatt (kWp). Das reicht für die Versorgung von etwa 100 Durchschnittshaushalten mit umweltfreundlichem Sonnenstrom aus. Bürgersonnenkraftwerke sind eines von vielen Themen auf der diesjährigen RegioSolar- Konferenz. Bereits am 2. November findet als Konferenz-Auftakt ein Kommunalforum für politische Entscheidungsträger statt.

Interessenten können sich informieren und anmelden unter http://www.regiosolar.de oder telefonisch bei RegioSolar c/o, Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW), Hotline: 030-297778820.

25.10.2006   Quelle: RegioSolar; Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW.
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Bundesgartenschau stoppt Solar-Pavillon

Skizze zum Solar-Pavillion.
Skizze zum Solar-Pavillion.

Kurz vor Vertragsunterzeichnung hat die Bundesgartenschau GmbH den Bau eines Solar-Pavillons gestoppt - ohne Angabe einer stichhaltigen Begründung, so die Agentur Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH in einer Pressemitteilung. Der Solarpavillon war als Höhepunkt für die erwarteten 1,6 Millionen Besucher der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg geplant: die moderne Pavillon-Architektur mit Solarenergie sollte gegenüber dem ehemaligen Uranerzbergbau der Wismut platziert werden - als Zeichen für ein verantwortungsbewusstes und attraktives Bauen mit erneuerbaren Energien "made in Germany".   Der Solarpavillon, ein Projekt der Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH, wurde in Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekten Stefan Pfefferle entwickelt und sollte als Infopavillon auf der BUGA 2007 präsentiert werden. Zur Finanzierung hatte die Agentur renommierte Unternehmen aus der Solartechnik, der Ökostromproduktion und der Glasherstellung als Sponsoren gewonnen.


Bauplatz für den Solar-Pavillon in Berlin gesucht

Im Juli 2006 habe die Bundesgartenschau GmbH das Projekt schon einmal gestoppt, so die Agentur. Damals habe man auf einen bestehenden Interessenkonflikt des Ökostromsponsors mit einem großen Energiekonzern verwiesen, der als Sponsor der Bundesgartenschau auftrat. Nach Beilegung dieses Konfliktes seien die Vertragsverhandlungen Ende August wieder aufgenommen worden. "Die jetzige Absage trifft uns aus heiterem Himmel", sagte Geschäftsführer Lothar Gröschel. "Wir standen vor der Vertragsunterzeichnung, und hatten die Vergabe aller Planungs- und Bauarbeiten schon vorbereitet", so Gröschel weiter. Fünf Monate habe man dafür nun umsonst gearbeitet. Doch die Berliner Ideenschmiede hat schon neue Pläne. "Wir wollen den Solarpavillon in die Hauptstadt bringen, und zu einem Hotspot für Solar-Interessierte und Touristen entwickeln", sagt Lothar Gröschel. Jetzt sucht die Agentur einen geeigneten Bauplatz für den Pavillon mit dem außergewöhnlichen Design.

25.10.2006   Quelle: Gröschel-Geheeb-Responsible Branding GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH
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Hamburger Staatsrätin eröffnet Konferenz und Fachmesse für Wasserstoff und Brennstoffzellen

Brennstoffzellenmobil "Fortis Saxonia".

Dr. Herlind Gundelach, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, eröffnet am Mittwoch, 25. Oktober, um 9.30 Uhr im CCH-Congress Center Hamburg die H2Expo 2006, 6. Internationale Konferenz und Fachmesse für Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien. Auf der H2Expo stellen vom 25. bis 26. Oktober im Rahmen der wissenschaftlichen Konferenz rund 70 Referenten aus aller Welt Forschungsergebnisse und Projekte vor. 44 namhafte Firmen und Institutionen sind im Ausstellungsbereich mit ihren Dienstleistungen, Entwicklungen sowie industriellen Anwendungen vertreten. Dazu zählen das Brennstoffzellenboot H2Yacht sowie die mobile Betankungseinheit traiLH2™, die erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert werden.   Auf der H2Expo sprechen außerdem Raj Manchanda, Director, Advanced Technology Programs, American Society of Mechanical Engineers (ASME), sowie Wolfgang Müller vom Fachreferat Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Schirmherr der H2Expo ist Senator Dr. Michael Freytag, Präses der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.


Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie "zum Anfassen"

Die inhaltliche und konzeptionelle Seite der H2Expo wird von einem Expertenbeirat begleitet. Zu den Mitgliedern gehören Holger Grubel (Vattenfall Europe Hamburg AG), Dr. Matthias Sandrock (Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt), Christian Tuchel (Linde Gas AG), Professor Dr. Wolfgang Winkler (HAW Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Volker R. Hiebel (Airbus Deutschland GmbH), Heinrich Klingenberg (Hamburger Hochbahn AG). Professor Winkler ist auch Chairman des Programmkomitees für die wissenschaftliche Konferenz der H2Expo. Ehrenvorsitzender ist der Hamburger CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Rüdiger Kruse. Die H2Expo 2006 vermittelt einen aktuellen Überblick über den Stand in der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie und präsentiert Neuheiten sowie Prototypen. Sie findet künftig im Zwei-Jahres-Turnus statt, also nach der Veranstaltung in 2006 wieder im Jahr 2008. Geöffnet ist vom 25. bis 26. Oktober jeweils von 9 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen sieben Euro, Kinder, Azubis und Studenten 3,50 Euro Eintritt. Weitere Informationen unter www.energiekongress.greenpeace-energy.de.

24.10.2006   Quelle: Greenpeace energy eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windkraft Nord verkauft 63 Megawatt-Windenergieprojekt an italienischen Energieversorger Enel

Windkraft Nord USA, Inc., eine Niederlassung der WKN Windkraft Nord AG, hat die Rechte ihres 63 Megawatt-Windenergie-Vorhabens "Snyder" an Enel North America, Inc., verkauft. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des italienischen Energieversorgers Enel SpA. Nahe der Stadt Snyder im mittleren Texas sollen 21 Windenergieanlagen vom V90 des Herstellers Vestas mit einer Leistung von je 3,0 MW errichtet werden.  Das vollständig genehmigte Projekt wird laut WKN 2007 gebaut und soll ab dem vierten Quartal den US-amerikanischen Bundesstaat Texas mit umweltfreundlichem Strom versorgen.


Derzeit höchster Windpark der Vereinigten Staaten

WKN USA übernimmt die Bauleitung des Windparks und bleibt dem Projekt somit weiter verbunden. "Wir sind sehr stolz darauf, unseren Einstieg in den nordamerikanischen Markt offiziell zu verkünden und freuen uns auf die Fortsetzung unserer Kooperation mit Vesta.", sagte Martinus Scherweit, Vorstand der WKN Windkraft Nord AG. Florian Zerhusen, Geschäftsführer der Windkraft Nord USA, Inc., berichtet weiter: "In Enel haben wir einen starken Investor für unser erstes US-Projekt gefunden. Mit einer Nabenhöhe von 105 Meter konnten wir den derzeit höchsten Windpark der Vereinigten Staaten entwickeln. Dies ist das erste von vielen Projekten, die wir in den USA planen."


Enel-Partnerschaft mit TradeWind Energy über die Entwicklung von über 1.000 Megawatt Windenergieleistung

Über ihre Niederlassung Enel North America, Inc., erwirbt die italienische Muttergesellschaft Enel nun den Windpark Snyder. "Enel North America unternimmt hiermit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Windenergie. Das weltweite Engagement in erneuerbare Energiequellen ist ein bedeutender Teil unserer strategischen Ziele", sagt Fulvio Conti, Vorstand der Enel. "Dieser Abschluss sowie unsere im September eingegangene Partnerschaft mit dem Unternehmen TradeWind Energy, LLC über die Entwicklung von über 1.000 Megawatt Windenergie zeigt deutlich, dass mit uns zu rechnen ist. Wir wollen in der US-Windindustrie eine gewichtige Rolle spielen", so Conti weiter.

"Wir freuen uns, dass bei diesem Projekt V90 Windenergieanlagen zum Einsatz kommen. Der Auftrag manifestiert die Bedeutung des Vestas 3-MW-Programmes auf dem nordamerikanischen Markt vor dem Hintergrund eines kontinuierlichen Wachstums der kommenden Jahre. Darüber hinaus ist es außerordentlich erfreulich, dass WKN und Vestas ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bei zahlreichen europäischen Projekten über den Atlantik hinweg ausbauen", so Jens Søby, Präsident der Vestas Americas A/S.

24.10.2006   Quelle: WKN Windkraft Nord AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hamburger SunTechnics GmbH weitet Aktivität in Kalifornien aus

SunTechnics baut ihre Präsenz in Kalifornien durch die vollständige Übernahme der voll profitablen D&J Electric mit Sitz in Cottonwood weiter aus. Die Firma D&J Electric habe sich seit ihrer Gründung in 1992 im Norden des amerikanischen Sonnenstaats vom Anbieter für elektrische Installationen und Services zum erfahrenen Systemintegrator für Solarsysteme entwickelt, berichtet die SunTechnics GmbH in einer Pressemitteilung. Mit hoher Mobilität habe das zehnköpfige Team um den erfahrenen Solaringenieur und Geschäftsführer Dan Herman in ganz Kalifornien bereits zahlreiche Photovoltaiksysteme installiert, von Anlagen auf privaten Hausdächern bis hin zu Solargroßanlagen im Megawattbereich.   "Wir freuen uns, nun Teil der weltweit aktiven SunTechnics Gruppe zu sein. Gemeinsam wollen wir im dynamischen Erneuerbaren Energienmarkt weiter wachsen und die Marktanteile in den USA konsequent ausbauen", erklärt Dan Herman, der als Regional Sales Manager des neuen SunTechnics Standorts künftig für die nördliche Region Kaliforniens verantwortlich sein wird.


SunTechnics mit zwei Niederlassungen im US-Sonnenstaat

Mit der Übernahme von D&J Electric in Cottonwood und dem Büro in Sacramento ist SunTechnics bereits mit zwei Niederlassungen kundennah im US-Bundesstaat Kalifornien vertreten. "SunTechnics kann von der umfangreichen Erfahrung, die D&J Electric vor allem im Bereich Installation und Wartung von Solaranlagen gesammelt hat, und ihrem hervorragenden Ruf nur profitieren. Ergänzt mit unserem breiten regenerativen Produktportfolio können wir zusätzliche Kundenpotenziale im US-Markt erschließen", erklärt Florian Edler, Geschäftsführer der SunTechnics USA. "Ich freue mich darauf, diese Herausforderung mit dem nun vergrößerten US-Team anzugehen. Unsere prall gefüllten Auftragsbücher versprechen bereits heute eine Verzehnfachung des US-Umsatzes im kommenden Geschäftsjahr", ergänzt Edler.


Photovoltaik-Wachstumsmarkt USA

Die USA zählen zu den Solarmärkten mit dem weltweit größten Wachstumspotenzial. Aktuell unterstützen beispielsweise bereits 20 Bundesstaaten den gezielten Ausbau der Photovoltaik. Mit einer neu installierten Gesamtleistung von rund 131 Megawatt im Jahr 2006 gilt der US-Markt nach Deutschland und Japan als drittgrößter Markt für Photovoltaik. Rund 75 Prozent der Anlagen wurden in Kalifornien installiert.

23.10.2006   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Baugenehmigung für französischen 16 MW-Windpark erteilt

Der Präfekt des nordfranzösischen Departments Calvados hat vor wenigen Tagen den Bau eines 16 MW-Windparks süd-östlich der Stadt Caen genehmigt. Damit sei der Weg frei für die Installation von acht Enercon-Windenergieanlagen des Typs E-70 mit einer Leistung von jeweils 2 Megawatt und einer Nabenhöhe von 85 Metern, berichtet das Grüne Emissionshaus in einer Pressemitteilung. Das Projekt wurde von Intervent, der französischen Tochter des Grünen Emissionshauses in Freiburg entwickelt und ist jetzt im Besitz der Firma renergys GmbH aus Ladenburg. Nachdem der Liefervertrag mit Enercon bereits unterzeichnet ist, gehen die beiden Unternehmen davon aus, dass die Inbetriebnahme des Windparks im Laufe des zweiten Halbjahrs 2007 erfolgen kann.  Die acht Anlagen sollen im Durchschnitt rund 32 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produzieren und damit genug Strom für gut 10.000 Haushalte liefern. Caen ist der erste Windpark aus dem insgesamt 300 MW starken Projekt-Portfolio von Intervent, der die Baugenehmigung erhalten hat. renergys will sich als Inhaber der Projektrechte nun vor allem auf die Finanzierung und die rechtliche Strukturierung des Vorhabens konzentrieren, während Intervent weiterhin für die Kontakte vor Ort und die weitere Optimierung technischer Details zuständig ist. Nach Fertigstellung des Projekts soll Intervent auch die technische Betriebsführung des Windparks übernehmen.


Windparkprojekte mit einer Gesamtleistung von 240 MW beantragt

Die Unternehmensgruppe Das Grüne Emissionshaus hat nach eigenen Angaben zehn Jahre Erfahrung mit der Entwicklung, Finanzierung und dem Betrieb von großen Windenergie-Projekten in Deutschland und Frankreich. Bis dato habe die Das Grüne Emissionshaus GmbH 16 große Windparks sowie eine 2-MW-Solarstromanlage mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund einer halben Milliarde Euro realisiert. Das französische Tochterunternehmen Intervent SAS wurde 2002 gegründet und hat in Frankreich inzwischen Windparkprojekte mit einer Gesamtleistung von 240 MW beantragt.

23.10.2006   Quelle: Das Grüne Emissionshaus GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neuer EU-Aktionsplan für Energieeffizienz

Energiekommissar Piebalgs:
Energiekommissar Piebalgs: "Wir verschwenden mindestens 20 Prozent unserer Energie."

Zur Bewältigung der energiepolitischen Herausforderungen hat die EU-Kommission am 19.10.2006 einen Aktionsplan für Energieeffizienz vorgeschlagen. Der Plan enthalte ein Maßnahmenpaket, das eine Reihe kosteneffizienter Initiativen für größere Energieeffizienz umfasse, heißt es in einer Pressemitteilung. Die EU-Kommission schlägt strenge neue Normen vor, durch die Energie verbrauchende Geräte, Gebäude, der Verkehr und die Energiegewinnung effizienter werden sollen. Zudem will sie Energiedienstleistungen fördern und gezielte Finanzierungsmechanismen zur Förderung energieeffizienter Erzeugnisse einführen.  Insgesamt enthält der Aktionsplan über 75 Maßnahmen.



Jährlich 100 Milliarden Euro niedrigere Kosten und rund 780 Millionen Tonnen weniger CO2-Emissionen

"In Europa müssen wir Energie einsparen, denn wir verschwenden mindestens 20 Prozent unserer Energie. Wenn wir Energie einsparen, bekämpfen wir den Klimawandel und wir wirken dem steigenden Energieverbrauch sowie der Abhängigkeit der EU von fossilen Brennstoffen entgegen, die von außerhalb der EU eingeführt werden müssen", sagte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. "Wenn wir jetzt Maßnahmen ergreifen, können wir die direkten Kosten unseres Energieverbrauchs bis 2020 jährlich um über 100 Milliarden Euro senken. Etwa 780 Millionen Tonnen CO2-Emissionen könnten so ebenfalls jährlich vermieden werden", so Piebalgs weiter.


Mindestnormen für Energieeffizienz; Verbraucherinformation über energieeffiziente Erzeugnisse

Der Aktionsplan soll in den nächsten sechs Jahren umgesetzt werden. Er unterstreiche die Bedeutung von Mindestnormen für Energieeffizienz bei Geräten und Ausrüstungen. Mindestleistungsanforderungen an neue bzw. renovierte Gebäude sollen erstellt werden und Gebäude mit sehr niedrigem Energieverbrauch gefördert werden. Mindestanforderungen sind nach Auffassung der EU-Kommission ein wirksames Instrument, nicht energieeffiziente Erzeugnisse vom Markt zu entfernen und die Verbraucher über die effizientesten Erzeugnisse zu informieren. Der Aktionsplan hebt auch das beträchtliche Potenzial zur Verringerung der Energieverluste bei der Stromgewinnung, -übertragung und -verteilung hervor. Ein umfassendes Maßnahmenpaket für eine größere Energieeffizienz im Verkehr ist ebenfalls vorgesehen. Dies umfasst Energieeinsparungen durch größere Effizienz der Pkw-Kraftstoffe, die Entwicklung des Marktes für umweltfreundlichere Fahrzeuge, einen angemessenen Reifendruck und die Verbesserung der Effizienz der städtischen Verkehrssysteme. Die Kommission will ferner einen "Konvent" einrichten, der die Bürgermeister der 20-30 fortschrittlichsten Städte in Europa zusammenbringt.

Weitere Einzelheiten zum Aktionsplan finden Sie auf den Internetseiten der Kommission

23.10.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CE Brussels - EC/Berlaymont
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Ostasien: Zwei neue Solardächer made in Germany

Solardach der Deutschen Schule in Shanghai.
Solardach der Deutschen Schule in Shanghai.

In Shanghai und in Seoul nehmen zwei neue Photovoltaikanlagen aus dem Solardachprogramm der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ihren Betrieb auf: Eine Solarstromanlage wandelt seit dem am 18.10.2006 auf der Deutschen Schule in Shanghai (China) Sonnenlicht in Elektrizität um, die andere ab dem 23.10.2006 auf dem Goethe-Institut in Seoul (Südkorea). Der Betrieb der beiden Anlagen ist mit Informationsveranstaltungen zum Thema Solarenergie und Schulungen für Vertriebspartner verbunden und wird so vor Ort die Qualität von Solartechnologie aus Deutschland demonstrieren.   In Shanghai führen die SMA Technologie AG und die Sunset Energietechnik GmbH das Projekt durch; in Seoul die Scheuten Solar Technology GmbH wiederum in Zusammenarbeit mit dem Wechselrichterhersteller SMA. Die Photovoltaikanlagen in Shanghai und Seoul haben eine Spitzenleistung von 13,4 beziehungsweise 15,4 Kilowatt. Im Jahr werden sie voraussichtlich 14.000 beziehungsweise 15.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Stroms produzieren. Dieser wird in Shanghai direkt genutzt und in Seoul in das Netz des örtlichen Energieversorgers eingespeist und vergütet.



Sehr gute natürliche Voraussetzungen zur Nutzung der Sonnenenergie in China und Südkorea

"Sowohl Südkorea als auch China sehen in regenerativen Energien eine wichtige Säule für die zukünftige Energieversorgung", betonte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Das starke Wirtschaftswachstum und der damit zunehmende Energiebedarf stellten die Region vor große Herausforderungen. Für die Nutzung von Sonnenenergie seien die natürlichen Voraussetzungen in China und Südkorea sehr gut. "Südkorea zeigt mit der Förderung von Erneuerbaren Energien und Solartechnik den politischen Willen, sich von fossilen Energieträgern weiter unabhängig zu machen. China nutzt schon heute in großem Umfang die Photovoltaik für die Stromversorgung von Dörfern. Unsere Leuchtturmprojekte geben deutschen Herstellern die Möglichkeit, ihr erstklassiges Know-how vor Ort zu präsentieren und so auf diesen Zukunftsmärkten Fuß zu fassen", so Kohler weiter.

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen besonders die Erfahrungen mit dem netzgekoppelten Betrieb an Politiker, Ingenieure und Investoren weitergegeben werden. Weitere Veranstaltungen zur Solarenergie sind geplant. Schüler, Mitarbeiter und Besucher der Deutschen Schule Shanghai und des Goethe-Instituts in Seoul können sich über große Digital-Displays über die Leistung der Solardächer informieren. Auch im Internet wird der Betrieb fortlaufend dokumentiert. Finanziert werden die Projekte als Public-Private-Partnership vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und von den beteiligten Unternehmen. Sie entstanden im Rahmen des dena-Programms "Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland", das weltweit für die Anwendung von Solartechnik aus Deutschland wirbt. Vergleichbare Projekte wurden bereits in Athen, San Salvador, Windhoek, Lissabon, Singapur und Mbinga (Tansania) realisiert.

Weitere Informationen unter: www.exportinitiative.de

23.10.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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Österreich: Zwei Drittel aller verkauften Solarwärmeanlagen mit Austria Solar-Gütesiegel

Qualitätsnachweis für Solaranlagen.
Qualitätsnachweis für Solaranlagen.

Solarwärmeanlagen mit besten Komponenten, optimierter Planung und fehlerfreier Installation funktionieren auch nach mehr als zwanzig Jahren noch tadellos. Seit dem Jahr 2003 vergibt der Verband Austria Solar ein Gütesiegel für die besten Anbieter von thermischen Solaranlagen. Bereits zwölf Betriebe, die mehr als zwei Drittel des heimischen Solarmarktes beliefern, tragen dieses Gütesiegel. Um diese begehrte Auszeichnung zu erhalten, müssen alle Solarkomponenten eine Reihe von strengen Umwelt- und Qualitätsanforderungen erfüllen.  Neben guter Hardware ist auch eine Garantieleistung Voraussetzung, die weit über die marktübliche hinausgeht. Zusätzlich verpflichten sich Gütesiegelbetriebe, ihre Kunden mit leicht verständlichen Anleitungen und Dokumentationen zu versorgen. Geprüft und überwacht wird das Gütesiegel von einer unabhängigen Kommission.



Solartechnik aus Österreich international gefragt

Solartechnik aus Österreich hat einen international anerkannten Ruf, betont Austria Solar. Die hohe Qualität österreichischer Solarprodukte habe dazu geführt, dass mittlerweile jeder dritte in der EU installierte Kollektor aus Österreich stammt. Zwei Drittel der produzierten Kollektoren gehen in den Export und tragen europaweit dazu bei, dass Solarwärme stärker genutzt wird. "Die im Jahr 2005 in Österreich produzierte Kollektorfläche von rund 680.000 Quadratmetern spart in ihrer Lebensdauer soviel Energie ein, wie einer voll betankten Autoschlange einmal rund um die Welt entspricht", rechnet Robert Kanduth vor, Obmann des Verbandes Austria Solar. Die Solarwärmebranche zählt seit Jahren zu den am stärksten expandierenden Branchen Österreichs. Über 200.000 Haushalte nutzen dort die Sonne für Warmwasser und Raumheizung und sparen dadurch rund 90 Millionen Euro an Energiekosten pro Jahr.


Aktuelle Ausschreibung: Einsendeschluss am 31. Oktober 2006

"Das Gütesiegel soll Handwerkern und Kunden die Sicherheit geben, beste Qualität am Markt gewählt zu haben", betont Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Grundsätzlich kann jeder Hersteller und Händler von Solarsystemen das Austria Solar Gütesiegel erlangen, sofern sämtliche Kriterien der Gütesiegel-Richtlinie erfüllt sind. Die einzige formelle Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft im Verband Austria Solar. Der Einreichschluss zur aktuellen Gütesiegelausschreibung ist der 31. Oktober 2006. Nähere Infos zu den Kriterien und den zwölf Gütesiegelbetrieben im Internet unter www.austriasolar.at/guetesiegel.

23.10.2006   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar
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Neu: Photovoltaik-Einkauf per Ausschreibung beim Internetauktionshaus Spothunter.com

Das Internetauktionshaus Spothunter.com bietet eine neue Form des Handelns: Mit Hilfe von Ausschreibungen können sich Käufer das günstigste Angebot für einen gesuchten Artikel machen lassen, berichtet Spothunter in einer Pressemitteilung. Dabei gebe der Käufer seinen maximalen Kaufpreis an. Interessierte Anbieter könnten anschließend ihr Gebot abgeben, wobei das jeweils niedrigste Gebot führe. Der günstigste Bieter erhalte nach Ablauf der Auktionsdauer automatisch den Zuschlag für die Angebots-Auktion.
 
Bei Anfragen nach Solarmodulen wird der Preis immer wichtiger

"Der Solarmarkt hat sich in den vergangenen Wochen vom Verkäufer- zum Käufermarkt gewandelt. Investitionsbreite Kunden haben klare Vorstellungen über Produkt, Qualität und Preis von Solarmodulen und Komplettsystemen", sagt Daniel Köpf, General Manager bei Spothunter.com. "Die Anfragen nach bestimmten Solarmodultypen nimmt zu, wird aber immer mehr vom Preis dominiert", fügt Köpf hinzu. Die neue Funktion solle Käufern und Verkäufern helfen, Geschäfte weltweit schneller und sicherer abwickeln zu können. Der bisherige personalintensive Vermittlungs-Service für Solarmodule werde bei spotHunter.com durch die Angebots-Auktion ersetzt.

Im geschlossenen Marktplatz treffen sich Hersteller, Großhändler, Zwischenhändler und Systemanbieter mit Installateuren der Elektro-, SHK- und Solarbranche. Registrierte Mitglieder können Restposten und Überkapazitäten handeln oder bindende Ausschreibungen veröffentlichen.

23.10.2006   Quelle: spotHunter Online-Marktplatz GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bürstadt: 5 MW-Solardach plus neues 5 kWp-Sonnensegel

Sonnensegel in Bürstadt.
Sonnensegel in Bürstadt.

Eine nachgeführt Solarstromanlage mit einer Leistung von rund 5 Kilowatt ziert seit kurzem einen Verkehrskreisel im hessischen Bürstadt (Kreis Bergstraße). Die Kommune hatte sich mit dem Slogan "Die Sonnenstadt im Blumenmeer" an dem Städtewettbewerb "Entente Floral" beteiligt. Mit der weltgrößten Dachphotovoltaikanlage (5 MW) hatte die Stadt bereits ein Pfund mit dem sie wuchern konnte, aber es sollte zusätzlich noch etwas besonderes "solares mit Blumen" sein. Der entscheidende Hinweis kam von Erhard Renz, der bereits die Idee zum 5 MW Weltrekord-Kraftwerk hatte.
 
Eine einachsig der Sonne nachgeführte Anlage ("Sonnensegel") auf einer neuen Verkehrsinsel sollte die Jury des Wettebewerbs beeindrucken. Der Umweltberater der Stadt Bürstadt, Micha Jost, untersuchte die Anschlussmöglichkeiten auf dem Kreisel und stellte fest, dass eine Stromeinspeisung möglich ist. Drei Tage bevor die Jury bei dem drittplatzierten der Solarbundesliga vorbeischaute war die Anlage von dem Unternehmen raloS fix und fertig montiert. Die dazugehörigen Blumen und der Rollrasen konnten innerhalb eines Tages gepflanzt werden. Ob das Sonnensegel auf dem Wahrzeichen der "Sonnenstadt im Blumenmeer" letztendlich entscheidend für die verliehene Goldmedaille gewesen ist, könne nicht mehr festgestellt werden, sagt Erhard Renz.

22.10.2006   Quelle: Erhard Renz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Erhard Renz
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Neue Versorgungsbedingungen für Strom und Gas erleichtern Anbieterwechsel

Die Bundesregierung hat am 18.10.2006 Verordnungen zur Neufassung der allgemeinen Versorgungsbedingungen für Strom und Gas bestätigt, so dass diese in Kürze in Kraft treten können. Das berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in einer Pressemitteilung. Die Regelungen sollen Rechtssicherheit für alle Haushaltskunden und die betroffenen Energieversorger schaffen. Ein wichtiges Anliegen der Reform sei die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für einen Wechsel des Energielieferanten.   So regelt das neue gesetzliche Anschlussnutzungsverhältnis automatisch die Rechtsbeziehungen zwischen Energieverbraucher und Netzbetreiber, ohne dass vom Verbraucher noch der Abschluss eines gesonderten Anschlussvertrages mit dem Netzbetreiber gefordert werden kann. Das Anschlussnutzungsverhältnis bleibe auch im Falle eines Lieferantenwechsels unverändert, betont das BMWi.


Bundeswirtschaftsminister Glos: Stromverbraucher können jetzt unkomplizierter ihren Lieferanten wechseln

Zudem entfalle künftig die Mindestlaufzeit für Grundversorgungsverträge von einem Jahr. Haushaltskunden, die zum Beispiel nach einem Umzug zunächst einen Grundversorgungsvertrag abgeschlossen haben, sollen künftig mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende ihren Lieferanten wechseln können. Mit den neuen Verordnungen werden die allgemeinen Versorgungsbedingungen an den Ordnungsrahmen des Energiewirtschaftsgesetzes angepasst. "Wer als Stromverbraucher mit seinem bisherigen Lieferanten unzufrieden ist, kann jetzt unkomplizierter seinen Lieferanten wechseln. Gerade in Zeiten hoher Strompreise ist es wichtig, dass Verbraucher die Wahl haben und nicht überhöhten Preisen ausgesetzt sind. Auch im Energiebereich muss sich der Wettbewerb durchsetzen", sagte Bundeswirtschaftsminister Glos.

Die Niederspannungs- und die Niederdruckanschlussverordnung umfassen die Bedingungen für den Netzanschluss von Privatverbrauchern und Gewerbetreibenden an das Stromniederspannungs- bzw. das Gasniederdrucknetz sowie für die Nutzung dieses Anschlusses. Die Grundversorgungsverordnungen regeln Allgemeine Geschäftsbedingungen der Versorgung von Haushaltskunden mit Strom und Gas sowie Bedingungen einer Ersatzversorgung besonders im Falle eines Ausfalls des bisherigen Lieferanten.

22.10.2006   Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Pilotprojekt zur Sanierung: Innovative Haustechnik senkt Energiebedarf um 90 Prozent

Ein Gebäude aus den 50er Jahren in Bochum setzt neue Maßstäbe im Energiesparen: Das Mehrfamilienhaus "Im Hole 3" wird nach Abschluss der derzeit laufenden Sanierung 90 Prozent weniger Primärenergie benötigen als vorher, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Rund 140 Architekten, Planer und Eigentümer nahmen am 18.10.2006 in Bochum an einer Fachveranstaltung der dena und der Energieagentur NRW teil, um mehr über das Pilotprojekt und Energieeffizienz beim Sanieren zu erfahren. Der Gebäudeenergieausweis, der demnächst bundesweit eingeführt werden soll, war ein weiterer Schwerpunkt. "Die energetische Sanierung von Gebäuden ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise. Sie senkt die Nebenkosten, erhöht den Wohnkomfort und macht die Bestandsgebäude dauerhaft attraktiv auf dem Immobilienmarkt", sagte Christian Stolte von der dena.  Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz werde merklich steigen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energieausweisen die energetische Qualität eines Gebäudes genau einschätzen könnten.


Primärenergiebedarf 70 Prozent unter den Höchstwerten für vergleichbare Neubauten

Der Erfolg der Sanierung zeigt sich im dena-Energiepass, welcher der Eigentümerin VBW Bauen und Wohnen GmbH überreicht wurde. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 30 kWh pro Quadratmeter liegt das Gebäude im grünen Bereich der Energieeffizienzskala und ganze 70 Prozent unter den Höchstwerten, die für vergleichbare Neubauten zulässig sind. "Das Pilotprojekt stellt selbst Neubauten in den Schatten, denn alles ist auf den Passivhausstandard ausgerichtet", betonte Lale Küçük von der Energieagentur NRW, die das Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen betreut. Möglich werde dies durch optimale Dämmung des Dachs und der Außenwände sowie durch den Einbau von Passivhausfenstern, einer effizienten Heizung und einer Lüftungsanlage, welche die Wärme der Abluft zurückgewinnt. Eine Solaranlage auf dem Dach erwärmt das Wasser für den Haushalt.

Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums insgesamt 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Die Projektteilnehmer erhalten zinsgünstige Darlehen und Fördermittel von der KfW Bankengruppe. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen.

Mehr unter: www.zukunft-haus.info und www.ea-nrw.de.

22.10.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gabriel startet Kompetenzzentrum für Klimafolgen im Umweltbundesamt

Die Modellrechungen und Szenarien der Klimaforscher fügen sich immer schneller zu einem Bild zusammen: Das Klima in Deutschland wird sich bis zum Jahr 2100 spürbar ändern. Auf Einladung des Umweltbundesamtes (UBA) diskutieren am 17.10.2006 in Berlin rund 200 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über Klimafolgen und die Anpassung an Klimaänderungen. "Es ist höchste Zeit, dass wir uns intensiver mit den Folgen des Klimawandels in Deutschland befassen. Wir müssen uns heute anpassen, um morgen nicht von seinen wirtschaftlichen und sozialen Folgen überrollt zu werden. Hierfür benötigen wir eine gemeinsame nationale Strategie. Alle wichtigen Akteure müssen hierfür mit ins Boot", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Er gab auf der Veranstaltung zusammen mit UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge den Startschuss für das neue "Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass)" im UBA.  KomPass soll Fachwissen vernetzen und Entscheider in Unternehmen und Verwaltung sowie die Öffentlichkeit informieren. "Wir müssen wissen, was uns erwartet. Nur dann können wir uns optimal und zu vertretbaren Kosten an den Klimawandel anpassen", so UBA-Präsident Troge.


Erwärmung in Deutschland um 2 bis 3 °C ist bis 2100 wahrscheinlich

Der Klimawandel macht vor Deutschland nicht halt. Modellrechnungen des UBA lassen einen Anstieg der Jahresmitteltemperatur bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum Zeitraum 1961 bis 1990 um 1,5 bis 3,7 Grad Celsius (°C) erwarten. Als sehr wahrscheinlich gilt eine Erwärmung um 2 bis 3 °C, die sich saisonal unterschiedlich stark ausprägen wird. Der größte Temperaturanstieg ist im Winter zu erwarten. Die sommerlichen Niederschläge könnten sich bis zum Jahr 2100 um 30 Prozent verringern. Am stärksten wäre dieser Niederschlagsrückgang im Nordosten und Südwesten Deutschlands ausgeprägt. Dort könnten gegen Ende dieses Jahrhunderts etwa nur noch zwei Drittel der bisher gewohnten Niederschläge fallen.


Trockenperioden und Tropennächte, Herz-Kreislauf-Probleme inklusive

"Angesichts des dringenden Handlungsbedarfes hat die Bundesregierung Ende 2005 beschlossen, auf den hervorragenden Grundlagen deutscher Akteure und Institutionen ein nationales Konzept zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Ziele des nationalen Anpassungskonzepts sind die Festlegung prioritärer Handlungsfelder sowie die Identifizierung und Koordinierung von Maßnahmen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene“, sagte Gabriel, der auf mögliche Folgen dieser Klimaänderungen hinwies. Die Land- und Forstwirtschaft etwa – die schon heute vor allem im Nordosten Deutschlands mit Trockenperioden zu kämpfen habe – müsste mit noch weniger Wasser auskommen. Für die Bevölkerung könnte es im Sommer neben größerer Hitze am Tag mehr "Tropennächte" geben: Dies sind Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C sinkt. Klimatisch bedingte Gesundheitsbeschwerden wie Herz-Kreislauf-Probleme könnten die Folge sein, vor allem bei alten und kranken Menschen.


Klimawandel wird tägliche Lebensgewohnheiten ändern

Unternehmen, Staat sowie Bürgerinnen und Bürger müssen sich rechtzeitig an diese und andere Veränderungen anpassen – aber wie? Im Hochwasserschutz etwa wären veränderte Niederschläge beim Bau neuer Deiche, Schutzmauern oder Rückhaltebecken zu berücksichtigen. Im Gesundheitswesen können bei Hitzewellen Warnsysteme und Notfallpläne die Arbeit der Krankenhäuser oder Altenheime vereinfachen. Die Land- und Forstwirtschaft wird verstärkt Pflanzen anbauen müssen, die geänderten Temperaturen und Niederschlägen angepasst sind. Kurz: Der Klimawandel wird unsere täglichen Lebensgewohnheiten ändern und viele Wirtschaftsbereiche betreffen - neben der Land- und Forstwirtschaft auch den Tourismus, die Energiewirtschaft oder das Versicherungswesen. Diese Anpassungserfordernisse sind laut BMU und UBA eine Hypothek des nicht ausreichenden Klimaschutzes in der Vergangenheit. Jetzt gelte es, im Klimawandel nicht nachlassen, sonst falle die Anpassung noch schwerer: "Eine zeitgemäße Klimaschutzpolitik steht auf zwei Säulen: Anpassung an die heute unvermeidbaren Folgen des Treibhauseffekts und deutliche Minderung der Treibhausgasemissionen, um in den kommenden Jahrzehnten extreme Nachteile des Klimawandels und Anpassungserfordernisse zu vermeiden", so UBA-Präsident Troge.


Höhere Energieeffizienz Ausbau der erneuerbaren Energien als Chance

Das UBA hält es für technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll, den Ausstoß der Treibhausgase in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Eine deutlich höhere Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien seien wichtige Chancen, unser Klima zu schonen. "Das Ziel unser Maßnahmen muss es sein, durch weniger Treibhausgase den Temperaturanstieg weltweit bis 2050 auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Damit würden die treibhausbedingte Temperaturerhöhung und die von ihr ausgehende Verschlechterung der Lebensbedingungen weniger drastisch", so Troge.

Weiterführende Informationen zu Klimaänderung und Anpassung sowie KomPass im Hintergrundpapier "Anpassung an Klimaänderungen in Deutschland" sowie im Internet unter

Weltrekord bei der Wasserstoffgewinnung mit einem Molekül

Schon heute hält sein Kollege Rau den Weltrekord bei der Wasserstoffgewinnung mit einem Molekül - er erhält 56 Moleküle Wasserstoff pro Katalysatormolekül. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes einsame Spitze, beherrschen weltweit doch nur zwei weitere Forschergruppen diesen Ansatz überhaupt. Physikochemiker Popp freut sich, dass bei der Optimierung des Molekülkomplexes die Universität Jena und das IPHT ein weiteres Mal erfolgreich zusammenarbeiten können. Noch lassen die Jenaer Chemiker ihre Reaktionen in Laborgefäßen mit Flüssigkeit ablaufen, aus denen sie den Wasserstoff dann abpumpen. Doch sie arbeiten daran, den Katalysator so zu modifizieren, dass diese Reaktion dann zum Beispiel in Fensterscheiben ablaufen kann. Außerdem soll in der Zukunft das heute noch notwenige Triethylamin durch andere Quellen ersetzt werden. "Wenn uns dies gelingt", so Chemiker Rau, "machen wir in der Energiegewinnung dann den entscheidenden Schritt: Weg von fossilen und nuklearen Energieträgern hin zur direkten Nutzung der natürlichen Quellen Sonnenlicht und Wasser."

Die Forschungsarbeiten sind unter dem Titel " Ein supramolekularer Photokatalysator zur Erzeugung von Wasserstoff und zur selektiven Hydrierung von Tolan" in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" erschienen. Hintergrundinformationen in englischer Sprache gibt es als PDF-Dokument unter
http://www.wiley-vch.de/contents/jc_2002/2006/z600543_s.pdf

08.10.2006   Quelle: Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Jena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarmobilrennen zeigt erneuerbare Energien als Zukunft für Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung

Schüler und Jugendliche bauen Solarmobile.
Schüler und Jugendliche bauen Solarmobile.

"Alle großen Erfinder haben angefangen wie Ihr. Zuerst eine Idee, dann die Neugier und der Ehrgeiz diese Idee auch auszuprobieren. Aus Fehlern lernen, nie zufrieden sein und das Erreichte immer weiter verbessern, das macht einen echten Erfinder aus", sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling am 29. September 2006 als Schirmherr des Solarmobilrennens des Vereins Technisches Landesmuseum in Schwerin. "Sonne tanken": das wünscht sich angesichts hoher Spritpreise jeder Autofahrer. Solare Minifahrzeuge sind dazu bereits in der Lage.
 
Das bewies am 29. September das norddeutsche Solarmobilrennen in Schwerin zum sechsten Mal. Es wurde vom Technischen Landesmuseum e.V. organisiert und stand unter der Schirmherrschaft des Umweltministers von Mecklenburg-Vorpommerns Prof. Dr. Wolfgang Methling.

Gesucht wurde das schnellste Solar-Mobil. Die Rennstrecke war zirka 7 Meter lang. Neben einem Standardrennen (vorgegebener Motor, 4 Solarzellen) wurde in diesem Jahr auch ein offenes Rennen ohne Leistungsbegrenzung ausgetragen. Das "Solarmobilrennen" ist ein Kreativwettbewerb für Schüler und Jugendliche norddeutscher Schulen. Die Schüler konstruierten nach vorgegebenen Bausätzen (Getriebe, Solarmotor, Solarzellen) ein möglichst schnelles Fahrzeug, das zum Wettbewerb um das schnellste Solarmobil des Bundeslandes antrat.
"Heute gewinnen wir unsere Energie größtenteils aus Erdöl, Erdgas und Kohle. Weil diese Energieträger aber nicht nachwachsen, sind sie irgendwann aufgebraucht. Beim Öl wird es gar nicht mehr lange dauern. Dann müssen wir - oder besser gesagt - müsst Ihr Strom, Wärme und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien gewinnen. Einen Anfang haben wir schon gemacht: etwa ein Drittel des Stroms, den wir im Land verbrauchen, wird bereits aus erneuerbaren Energien gewonnen. Es wird die Aufgabe Eurer Generation sein, diesen Weg fortzusetzen", so Minister Methling.

08.10.2006   Quelle: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern; Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Onlinewettbewerb zum Stromsparen: Jugendliche zeigen Kreativität und Engagement

Jugendwettbewerb zum Stromsparen.
Jugendwettbewerb zum Stromsparen.

Der bundesweite Jugend-Onlinewettbewerb der Initiative EnergieEffizienz mit dem Titel "Join the PowerScout" ging mit einer feierlichen Preisverleihung am 30. September in Berlin erfolgreich zu Ende. Die prominent und namhaft besetzte Jury prämierte insgesamt neun Beiträge. Ob originell, lustig oder lehrreich - alle Gewinnerbeiträge zeigen, dass sich die Jugendlichen intensiv mit Energieeffizienz und "Stand-by" beschäftigten. Der Wettbewerb wurde von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) angestoßen und durchgeführt.
 
Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, zeigte sich hoch zufrieden mit dem Ergebnis: "Es freut mich sehr, zu sehen mit wie viel Engagement und Kreativität sich die Jugendlichen mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzen."


Schurken loben den Stand-by-Modus

Die Herausforderung für die Teilnehmer lag darin, eine kreative Internetseite zum " Stand-by-Modus" (Betriebsbereitschaft nach dem Ausschalten von Geräten) zu erstellen. Die Aufgabe bewältigten die Teenager, indem sie spannende Beiträge wie zum Beispiel einen Kurzfilm, ein Quiz oder eine Foto-Lovestory entwickelten. Die Gewinnerbeiträge zeigen, dass es gelingt, dem Thema Energieeffizienz mit viel Fantasie, Kreativität und Humor zu begegnen: Alte, verschrobene Wahrsagerinnen klären verschwörerisch über Energieeffizienz auf, während böse Schurken versuchen, den Stand-by-Modus als Wunderwaffe gegen zu hohen Stromverbrauch zu verkaufen. Familie "Stromfraß" hingegen macht es regelrecht Spaß, Strom zu vergeuden und somit ihr hart verdientes Geld aus dem Fenster zu werfen. Und Fernsehgeräte philosophieren über die brutale Verschwendungssucht der Menschheit und wundern sich, dass nicht mehr junge Leute die Möglichkeiten nutzen, Strom zu sparen, um ihren Geldbeutel und die Umwelt zu schonen.

Bei den Gewinnern unterschied die Jury zwischen Einzelbeiträgen und gemeinschaftlich erstellten Schulbeiträgen. Die Einzelgewinner wurden mit attraktiven Preisen belohnt. Für erfolgreiche Schulklassen gab es einen Zuschuss für die Klassenkasse. Alle Gewinner des Wettbewerbs auf einen Blick gibt es unter: www.powerscout-online.de. Ein Online-Spiel bietet Powerscout unter http://www.powerscout-online.de/powerscoutspiel/

08.10.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena
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Klimaschutzkampagne gewinnt Softwarepreis für Online-Spiel

Klimaquiz im Internet.
Klimaquiz im Internet.

Als bestes Online-Angebot in der Kategorie „Sekundarstufe“ erhält das kostenlose Internetspiel "Mission Blue Planet" auf der Frankfurter Buchmesse die Auszeichnung "Giga-Maus 2006". „So entwickeln sich spielerisch und im Wettstreit der Online-Spieler solide Kenntnisse über Klima und Umwelt", resümiert die Jury der Zeitschrift Eltern family und Hewlett Packard. Der Softwarepreis für die besten Programme sowie Online-Angebote für Kinder und Familien gilt in der Branche als anerkanntes Gütesiegel. „Der Preis ist für uns eine weitere Bestätigung, dass es gut ankommt, wie wir Wissen zu Klimawandel und Klimaschutz vermitteln“, erklärt Andreas Grabolle.
 
Er ist Projektleiter der gemeinnützigen co2online GmbH, die das Online-Quiz im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ entwickelt hat. Mit der prämierten Online-Version unter www.mission-blue-planet.de kann sich jeder Spieler in Sachen Klimawandel, Wetter und Energie messen sowie Freunde zum Quiz-Duell herausfordern. Die Fragen wie „Warum gibt es Jahreszeiten?“ haben es in sich und sind auch für Erwachsene nicht leicht. Zudem ist Tempo gefragt. Nur für das Lesen der Erklärungen hält die Zeit an. So weckt das Spiel Interesse an den Zusammenhängen zwischen Energieverbrauch und Klimawandel und informiert über die Folgen. Das Online-Spiel mit derzeit 150 Fragen und Infotexten lässt sich jederzeit erweitern.



Das preisgekrönte Klimaschutz-Spiel im Internet unter http://www.mission-blue-planet.de/

07.10.2006   Quelle: co2online gGmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: co2online gemeinnützige GmbH

 

Sunways AG erfolgreich auf Deutschland-Tour

Sunways on tour.
Sunways on tour.

Die von der Konstanzer Sunways AG angebotenen Informationsveranstaltungen zu ihren Wechselrichtern wurden von den Teilnehmern sehr gut angenommen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Sunways-Wechselrichter gehören seit Jahren zu den führenden Technologieprodukten für die Photovoltaik. Aufgrund steigender Nachfrage hat das Unternehmen seinen Kundenservice ausgebaut und Ende September Informationsveranstaltungen in Stuttgart, Hannover, Berlin, Erfurt und München angeboten.
 
Sunways hatte auf ihrer Tour durch Deutschland Großhändler, Händler und Installateure eingeladen. Die Veranstaltungen seien mit großem Interesse verfolgt worden. Das Unternehmen präsentierte die Wechselrichter-Produktpalette und informierte über Aufbau, Funktionen, Merkmale und Vorteile der Sunways Solar Inverter NT. Das Vertriebsteam sowie Ansprechpartner aus der Entwicklung standen für Fragen zur Verfügung – eine Gelegenheit, die gerne von den Teilnehmern genutzt worden sei, um Erfahrungen auszutauschen und das bestehende Wissen zu vertiefen.

Auch die neue Wechselrichter-Serie mit Advanced Technology -erstmals Anfang September auf der 21. European Photovoltaic Conference and Exhibition in Dresden gezeigt - wurde präsentiert. Das Gerät, das im Frühjahr 2007 auf den Markt kommt, erweitert das Sunways Solar Inverter Portfolio.

07.10.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG
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M+W Zander: Neue Geschäftsführer für Photovoltaik und erneuerbare Energien

Die M+W Zander FE GmbH (Stuttgart) verstärkt mit den neuen Geschäftsführern Robert Gattereder und Dr. Günter Schneider ihre Aktivität in der Photovoltaikindustrie sowie für traditionelle und erneuerbare Energien. Für Vertrieb und Marketing in den Bereichen Photovoltaik und Elektronikindustrie zeichnet Robert Gattereder (41) in der Geschäftsführung verantwortlich. Er ist gleichzeitig kaufmännischer Leiter. Gattereder ist bereits seit 2001 in leitenden Funktionen für M+W Zander tätig. Dr. Günter Schneider (39) verantwortet den neu geschaffenen Bereich Energy Solutions innerhalb der Geschäftsführung von M+W Zander FE. Zuvor war er bei verschiedenen Unternehmen der Energiewirtschaft in leitenden Positionen beschäftigt, darunter EnBW, Fortum und E.ON Energy.  "M+W Zander transferiert das innovative Facility-Planungs-Knowhow aus der etablierten Halbleiterindustrie in die junge Photovoltaikbranche und partizipiert an dem enormen Wachstumspotenzial dieser Industrie", beschreibt Robert Gattereder die Perspektive für die Solarbranche. Dr. Schneider ergänzt: "M+W Zander hat über 30 Jahre Prozess-Know-how bei Bau und Modernisierung von Kraftwerken und Energieversorgungszentren. Das bündeln wir jetzt im Bereich ‚Energy Solutions’, um in Kombination mit innovativen Technologien neue, zukunftsfähige Projekte in weltweit wachsenden Märkten realisieren zu können."

Die M+W Zander FE GmbH steuert das Europa- und Nahostgeschäft für Planung und Bau von Hightech-Anlagen. Sie ist ein Tochterunternehmen der M+W Zander Facility Engineering Ltd. mit Sitz in Singapur, die weltweit für den Anlagenbau bei M+W Zander zuständig ist. Neben den neuen Geschäftsführern Robert Gattereder und Dr. Günter Schneider sind Martin Beigl und Peter Greenhalgh Geschäftsführer der M+W Zander FE GmbH.

07.10.2006   Quelle: M+W Zander   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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CENTROTEC kauft Hersteller von Heiz- und Klimageräten

Die CENTROTEC Sustainable AG (Brilon) hat am 5. Oktober 2006 die Wolf GmbH (Mainburg) zu 100 % von der TUI AG und der Wolf Beteilgungs GmbH übernommen. Wolf ist ein Systemanbieter für Klima- und Lüftungssysteme sowie Wärme und Solarthermie. Mit dieser Akquisition sei CENTROTEC die Übernahme eines Unternehmens mit weitestgehend komplementärem Produktspektrum im Bereich der Gebäude-Energiespartechnik gelungen und das Unternehmen könne dadurch seine Kernsegmente deutlich ausbauen, heißt es in der Pressemitteilung der CENTROTEC Sustainable AG.  Der Kaufpreis liege im oberen zweistelligen Millionenbereich. Die Übernahme sei ohne Kapitalerhöhung der CENTROTEC Sustainable AG finanziert worden. Mit dieser Akquisition sei auch die erste, voll integrierte "Energiespar-Aktie" entstanden. Mit dem Verkauf fokussiere sich die TUI AG endgültig auf Touristik und Schifffahrt.

Die Wolf GmbH hat laut CENTROTEC 2005 einen Umsatz von 192 Millionen Euro mit einem Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von über 15 Millionen Euro realisiert. 2006 werde Wolf deutlich wachsen (Umsatz über 200 Millionen Euro), so dass CENTROTEC einschließlich der ganzjährig konsolidierten Tochter CENTROSOLAR in einer pro forma-Darstellung über 550 Millionen Euro Jahresumsatz, eine EBITDA-Rendite von über 10 % und eine Eigenkapitalquote von etwa 30 % ausweisen würde. Allerdings seien mit der Übernahme der Wolf spürbare Einmalaufwendungen verbunden, die das Ergebnis 2006 beeinflussen werden. 2007 soll Wolf zum konsolidierten Gewinn pro Aktie (EPS) in einer Größenordnung von zirka 0,40 Euro beitragen. Die genaueren wirtschaftlichen Auswirkungen will CENTROTEC aufgrund der noch zu klärenden Fragen der Kaufpreisallokation und noch nicht exakt bezifferbarer Übernahmekosten zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.


Integration von Energiespartechnologien und erneuerbaren Energien

Gemeinsam besetze die neue Unternehmensgruppe als voll integrierter Systemanbieter jetzt die wichtigsten Trends zum Niedrigenergiehaus und will zudem die Integration aller Energiespartechnologien vorantreiben. Dazu gehören im Wesentlichen thermische Solarenergie, Photovoltaik, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung (inklusive Zubehör und Installation), Brennwert-Heiztechnologie, Biomasse-Kessel, Wärmepumpen sowie Kühlsysteme mit und ohne Solarenergie.


Photovoltaik und Solarthermie sollen sich künftig ergänzen

Die Wolf GmbH beschäftigt laut CENTROTEC über 1.200 Mitarbeiter im Inland und 350 im Ausland (einschließlich Mitarbeiter bei Vertriebspartnern). Sie ist weltweit in 45 Ländern vertreten. Ein Hauptumsatzträger der Wolf GmbH seien mit knapp 40 % die Klimasysteme. Hier sei Wolf Marktführer bei Energiesparklimatisierungen in Europa mit Schwerpunkt auf großen Anlagen für Industrie- und Gewerbebauten. Bereits deutlich über 10 % des Umsatzes werde mit modernen Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien wie Solarthermie und Biomasse gemacht. Ein Umsatzanteil von circa 50 % entfalle auf Gas- und Ölheizungen; hier sei das Unternehmen mit modernsten Brennwertgeräten mit zum Testsieger der Stiftung Warentest in 2006 avanciert. CENTROTEC selbst ist nach eigenen Angaben Marktführer bei Energiesparklimatisierungen für Privathäuser und Abgassystemen für Brennwertheizungen und besitzt über ihre Tochtergesellschaft CENTROSOLAR AG zudem ein gebündeltes Photovoltaikgeschäft. Photovoltaik und die neuen Solarthermie-Geschäfte sollen sich künftig ergänzen: CENTROSOLAR will für Wolf ein OEM-Photovoltaik System liefern, dass von Wolf in allen Ländern vertrieben werden soll. Im Gegenzug soll CENTROSOLAR mit technischer Unterstützung von Wolf das Produktfeld Solarthermie in seinen Vertriebskanälen aufbauen.


Unternehmen und Marke Wolf bleiben erhalten

Die Internationalisierung der CENTROTEC Gruppe wird nach Angaben des Unternehmens durch Gesellschaften der Wolf in Spanien, Griechenland, Osteuropa, Frankreich und Großbritannien deutlich verstärkt. Wolf soll innerhalb der CENTROTEC Gruppe weiter eigenständig als Unternehmen und Marke geführt. Das Hauptwerk in Mainburg soll noch weiter ausgebaut werden. Der Geschäftsführer von Wolf, Alfred Gaffal (59), werde Vorstandsmitglied der CENTROTEC Sustainable AG.

06.10.2006   Quelle: CENTROTEC Sustainable AG.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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"Ort im Land der Ideen": Ausstellung und Vorträge am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme

Fraunhofer ISE in Freiburg.
Fraunhofer ISE in Freiburg.

Im Rahmen der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" öffnet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg) am Mittwoch, 11. Oktober 2006, von 10 bis 17 Uhr seine Pforten für Gäste mit Voranmeldung. Wer sich für die angebotenen Vorträge und/oder die Ausstellung anmelden möchte, kann dies ab sofort auf der Internetseite des Instituts tun. Von 10 Uhr bis 17 Uhr zeigen die Solarforscher in einer Ausstellung Prototypen und Demonstrationsmodelle ihrer unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Schwerpunkte des Instituts sind: Photovoltaik, energieeffizientes und solares Bauen sowie Wasserstofftechnologie.
 

Zusätzlich zur Ausstellung kann das Publikum am 11. Oktober anhand von Vorträgen tieferen Einblick in die einzelnen Forschungsbereiche des Instituts bekommen und sich über Solarenergie informieren.

Die Vorträge à 30 Minuten behandeln die nachhaltige Energieversorgung mit der Sonne, die Funktion von Solarzellen und geben einen Überblick über Technologien. Auch die Qualitätssicherung von Photovoltaikanlagen, Wärmen und Kühlen mit der Sonne, energieeffiziente Gebäude sowie die Wasserstofftechnologie stehen auf dem Programm, speziell Brennstoffzellen als Ergänzung oder Ersatz für Batterien.

"Deutschland - Land der Ideen" ist eine gemeinsame und überparteiliche Image- und Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen. Die Initiative nutzt die nationale und internationale Aufmerksamkeit im Kontext der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, um ein positives Deutschlandbild im In- und Ausland zu vermitteln und um Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltige Innovationskraft und Leistungsfähigkeit des Standorts zu vermitteln. Zahlreiche Unternehmen unterstützen das Vorhaben als Lizenzpartner – finanziell sowie mit eigenen Projekten. Kooperationspartner aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft – unter ihnen das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut und Bundesländer wie Brandenburg und Baden-Württemberg – beteiligen sich national und international mit ihren Netzwerken.

Der Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" ist eines der fünf Kernprojekte der Initiative, das in Kooperation mit der Deutschen Bank realisiert wird. Institutionen aus ganz Deutschland, an denen Ideen entwickelt, gefördert oder ausgestellt werden, konnten sich bewerben – unter ihnen Unternehmen, soziale Projekte, Kultur- und Forschungseinrichtungen oder auch Privatpersonen. Aus über 1 200 Bewerbungen wählte eine prominente Jury die 365 Sieger aus. An jedem Tag des Jahres 2006 wird jeweils einer dieser Orte der Öffentlichkeit vorgestellt.


Anmeldung im Internet erforderlich

Für die Vorträge und Ausstellung im Fraunhofer ISE am 11. Oktober 2006, 10-17 Uhr ist eine Anmeldung erforderlich auf den Internetseiten des Instituts unter http://www.ise.fraunhofer.de

06.10.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE.
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Wechselrichter-Hersteller Sputnik eröffnet Niederlassung in Spanien

Alejandro Lupion.
Alejandro Lupion.

Die Schweizer Sputnik Engineering AG eröffnet Ende Oktober eine Filiale in Spanien, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Mit unseren SolarMax-Wechselrichtern sind wir auf der iberischen Halbinsel bereits gut etabliert", erklärt Sputnik-Geschäftsleiter Christoph von Bergen. "Um unsere Vertriebspräsenz, den Kundenservice und die Reaktionszeit bei Serviceeinsätzen noch weiter zu verbessern, haben wir jetzt die Sputnik Engineering Iberica S.L. in einem Vorort von Madrid gegründet", so von Bergen. Die neue Niederlassung wird von dem 36-jährigen Ingenieur Alejandro Lupion geleitet, der sowohl die schweizerische als auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt.
 
Mit der Realisierung von solaren Großanlagen, den Vorschriften, Genehmigungen und Besonderheiten des spanischen Solarmarkts sei der neue Geschäftsführer bestens vertraut, betont Sputnik: Nach seinem Elektrotechnik-Studium in der französischsprachigen Schweiz arbeitete Lupion für das Rote Kreuz, bevor er Ende 2000 nach Spanien ging, um an der Universität in Zaragoza seinen Master für erneuerbare Energien abzuschließen. Im Anschluss leitete er zweieinhalb Jahre lang die internationalen Projekte eines spanischen Modulherstellers und wechselte schließlich 2005 zu einem großen Systemhaus, wo er als Projektleiter zahlreiche Photovoltaik-Großanlagen realisiert hat.

Bei diesen Solarkraftwerken kamen häufig SolarMax-Wechselrichter der Sputnik Engineering AG zum Einsatz. "Die SolarMax-Produkte haben mir sehr gefallen. Die Herausforderung, einen neuen Firmensitz aufzubauen, hat mich gereizt", beschreibt Lupion seine Motivation, für Sputnik zu arbeiten. Zur technischen Unterstützung stellt der Geschäftsführer einen Servicetechniker ein. Weitere Mitarbeiter werden ihn spätestens am Jahresende beim Vertrieb der Wechselrichter und im Sekretariat unterstützen. Die neuen Räume der Sputnik Engineering Iberica S.L. haben eine Gesamtfläche von 550 Quadratmetern und befinden sich im Industriegebiet Poligono Industrial La Resina, rund zehn Kilometer von Madrids Innenstadt entfernt.

06.10.2006   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG
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VDI-Fachtagung Energieeffizienz in der Praxis

"Energieeffizienz – Chancen für die Zukunft" lautet das Motto der VDI-Fachtagung, die das VDI Wissensforum am 14. und 15. November 2006 in Berlin veranstaltet. Das Senken von Kosten durch Reduktion des Energieverbrauchs sei angesichts knapper werdender Energieressourcen und steigender Energiepreise eine Voraussetzung für erfolgreiches unternehmerisches Handeln in der Zukunft, betont der VDI in der Ankündigung der Veranstaltung. In der Praxis erfordere dies eine nachhaltige Steigerung der Energieeffizienz. Effiziente Energienutzung leiste in Unternehmen und Kommunen einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
 
"Sie gibt uns die Chance die zukünftigen Herausforderungen der Energiemärkte und die Vorgaben der Umweltpolitik zu meistern", so der VDI.


Planer und Betreiber berichten über Effizienzsteigerung in Unternehmen

In der Tagung werden umgesetzte Praxisbeispiele zur Energie- und Kostensenkung vorgestellt. Planer und Betreiber berichten über ihre Erfahrungen mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in ihren Unternehmen und zeigen die technischen Potenziale und ökonomischen Vorteile effizienter Energienutzung. Die Tagung biete viel Raum für den Erfahrungsaustausch unter Experten und helfe damit den Teilnehmern bei der Planung eigener Vorhaben. Die Referenten und Moderatoren kommen aus den verschiedensten Branchen der Wirtschaft und decken mit ihren Beiträgen zur Organisation, zur Technik, zur Umsetzung und zum Energiemanagement die ganze Bandbreite effizienter Energienutzung ab.

Dr. Rolf Linkohr, Direktor des "Centre for European Energy Strategy", eröffnet die VDI-Tagung mit einem Plenarvortrag. Er skizziert die Energieeffizienz als europäische Aufgabe. Anschließend stellt ein Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die aktuelle Situation aus deutscher Sicht dar.


KfW Energieeffizienzpreis für Modernisierung gewerblich genutzter Gebäude

Die KfW Förderbank ist Kooperationspartner der Fachtagung. Im Rahmen der Veranstaltung wird am 14. November 2006 der KfW Energieeffizienzpreis verliehen, der dieses Jahr Projekte energetischer Modernisierungsmaßnahmen bei gewerblich genutzten Gebäuden auszeichnet. In einer an die Preisverleihung anschließenden Podiumsdiskussion analysieren Experten aus Wirtschaft und Politik, wie man Hemmnisse bei der Umsetzung energiesparender Maßnahmen in den Betrieben überwinden kann.

Die Veranstaltung, die fachlich von der VDI-Gesellschaft Energietechnik unterstützt wird, richtet sich an Entscheidungsträger und Verantwortliche aus Industrie und Dienstleistungsunternehmen, Liegenschaftsverwaltungen, Gewerbe und Energiedienstleister. Angesprochen werden auch Servicegesellschaften, Betreiber, Berater und Entwickler.

Weitere Informationen, Anmeldung und Programm: VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 (0) 211 62 14-201, Telefax: -1 54 oder im Internet www.vdi.de/Energieeffizienz2006.

06.10.2006   Quelle: VDI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Montage: VDI Wissensforum IWB GmbH, Bildquellen: Stadt Frankfurt/Main, Hochbauamt; MDE Dezentrale Energiesysteme GmbH
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Dünnschicht-Solarmodulhersteller Johanna Solar: Führungsteam komplett

Modell der Johanna-Solarfabrik in Brandenburg.
Modell der Johanna-Solarfabrik in Brandenburg.

Matthias Baumann (41) ist seit dem 01. Oktober 2006 Kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) der Johanna Solar Technology GmbH. Damit ist die Unternehmensleitung von "Johanna" komplett, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Baumann stammt aus Oldenburg und war dort früher als Steuerberater tätig. Die letzten Jahre arbeitete er als Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen der Region. Die Johanna Solar Technology errichtet in Brandenburg an der Havel Europas modernste Fabrik für Dünnschicht-Solarmodule auf siliziumfreier Basis mit einem Investitionsvolumen von 72,5 Millionen Euro.
 
Bei der neuen, in Südafrika entwickelten und von der Johanna Solar Technology auf Lizenzbasis erworbenen Technologie werden die Stoffe Kupfer, Indium und Gallium sowie Sulfid und Selen (CIGSSe) eingesetzt. Der Produktionsstart ist für Mitte 2007 geplant. Die jährliche Produktionskapazität soll zu Beginn bei 30 Megawatt (MW) liegen. Bis 2009 sollen es 60 MW sein. Allein in der ersten Ausbauphase sollen nach Angaben des Unternehmens 180 Arbeitsplätze geschaffen werden.

05.10.2006   Quelle: Johanna Solar Technology GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Johanna Solar Technology GmbH
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BUND legt Stromsparpaket zum Energiegipfel vor

Anlässlich des Energiegipfels am 09.10.2006 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein "Stromsparpaket" vorgelegt, mit dem sich bis 2012 rund 50 Millionen Tonnen CO2 vermeiden lassen. Es gehe darum, alle Energieverbraucher in Industrie, Dienstleistungsgewerbe und Privathaushalten zum effizienten Umgang mit Elektrizität anzuhalten, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Dazu müsse die Bundesregierung ein Markteinführungsprogramm für effiziente Elektrogeräte auflegen. Der Stromverbrauch der Geräte müsse klar ausgewiesen und Standby-Systeme verboten werden. Das nütze der Schonung der Ressourcen und dem Klimaschutz. "Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den Energiegipfel zum Effizienzgipfel zu machen. Sie darf sich nicht auf die Alibiprojekte der großen Stromkonzerne einlassen", sagte die stellvertretende BUND-Vorsitzende Brigitte Dahlbender.


Gesetzliche Rahmenbedingungen sollen Stromsparen verbindlich machen

"Die Energieriesen haben kein Interesse, den Stromverbrauch in Deutschland zu verringern, da ihr Kraftwerkspark auf einen möglichst hohen Stromabsatz ausgelegt ist. Deswegen brauchen wir gesetzliche Rahmenbedingungen, die das Stromsparen verbindlich machen. Unser Stromsparpaket zeigt: Energieeffizienz ist eine Win-Win-Situation für alle. Die Verbraucher merken es auf ihrer Stromrechnung, Hersteller und Handel sichern mit innovativen Produkten Arbeitsplätze und nicht zuletzt werden viele Millionen Tonnen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gepustet", erläutert Dahlbender.


47 Millionen Tonnen CO2 weniger sind möglich

Die Bundesregierung habe der Industrie für den Zeitraum von 2008 bis 2012 eine Verringerung des Klimagases CO2 von lediglich drei Millionen Tonnen vorgeschrieben, kristisiert der BUND. In seinem "Stromsparpaket" weise der BUND nach, dass im gleichen Zeitraum allein mit effizienten Geräten und Verfahren mehr als das Fünfzehnfache vermieden werden könne: 22 Millionen Tonnen CO2 mit effizienten Technologien in der Industrie, weitere 25 Millionen Tonnen in Haushalten und bei Kleinabnehmern. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, müssten schnell effektive Anreize für mehr Stromeffizienz gegeben werden. Ein Effizienzfonds könne moderne Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen in der Industrie sowie effiziente Haushaltsgeräte und sparsame Unterhaltungselektronik fördern. Damit die besten Geräte bald den Markt dominierten, müsse außerdem der so genannte Top-Runner-Ansatz aus Japan übernommen werden. Hierbei orientiert sich der Mindesteffizienzstandard für Elektrogeräte an jenen Geräten, die den geringsten Stromverbrauch aufweisen.

BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: "Einige dieser Vorschläge können nur auf europäischer Ebene umfassend umgesetzt werden. Der in Abstimmung befindliche EU-Effizienz-Aktionsplan verzögert sich aber. Deshalb muss vom Berliner Energiegipfel das klare Signal ausgehen, dass Deutschland während seiner EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr mehr Energieeffizienz zu einem Kernthema macht."

Das Stromsparpaket im Internet unter http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/stromsparpaket_10_06.pdf

05.10.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom: In Spanien droht Kürzung der Förderung

Solartechnik auf spanischen Dächern.
Solartechnik auf spanischen Dächern.

In Spanien könnte die Förderung von Solarstrom deutlich reduziert werden, berichtet das Solarstrom-Magazin PHOTON in einer Pressemitteilung. PHOTON liege ein entsprechender Gesetzentwurf aus dem zuständigen spanischen Industrieministerium vor. Kürzlich sei bereits ein im bisherigen Fördergesetz zugesagter Wachstumszuschlag gestrichen worden. Dies betreffe auch Altanlagen. Vertreter der drei größten spanischen Industrieverbände für erneuerbare Energien warnten in einem gemeinsamen Brief an die Regierung, dass schon Projekte zum Stillstand gekommen seien. Andere würden annulliert.
 
Für die Förderung von Solarstrom wurde in Spanien bereits eine staatlich festgelegte Obergrenze ("Deckel") vorgegeben; sie umfasst damit nur einen Bruchteil des deutschen Fördervolumens.


Entwicklung der Solar-Förderung nach Wechsel des Industrieministers unklar

Bisher wurde Solarstrom aus spanischen Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung bis 100 Kilowatt über eine Dauer von 25 Jahren mit 44 Cent pro Kilowattstunde vergütet (Real Decreto 436/2004). Nach dem vorliegenden Gesetzentwurf für Strom aus neuen Anlagen dieser Größe sollen nur noch 33,43 Cent pro Kilowattstunde über ebenfalls 25 Jahre bezahlt werden. Ob und in welcher Form das Gesetz verabschiedet wird, sei noch unsicher, da der Industrieminister kürzlich gewechselt hat, heißt es in der PHOTON-Pressemitteilung. Dass die bisherige Regelung einschließlich der Kopplung der Solarvergütung an steigende Strompreise wieder hergestellt wird, scheine allerdings ausgeschlossen.


Einspeisegesetz muss bis 23. Dezember vorliegen

"Wer gerade in Spanien eine Solaranlage plant und nicht ans Netz kommt, bevor die Regierung ihr neues oder modifiziertes Einspeisegesetz präsentiert, weiß nicht, mit welchen Tarifen und Fristen er kalkulieren kann. Die neue Förderung muss bis 23. Dezember kommen, es könnte aber auch schon viel früher sein", so Ralf Gellings, Spanien-Korrespondent von PHOTON. Gonzáles Vélez, Präsident der spanischen Industrievereinigung für erneuerbare Energien (Asociación de Productores de Energía Renovables; APPA), kommentiert die aktuelle Lage gegenüber PHOTON: "Die einzigen auf der sicheren Seite sind jene, die noch kein Geld investiert haben."


Unsicherheit über Solarstrom-Vergütung bremst Wachstum in Spanien

Bei der Parlamentsdebatte zu dem Gesetzentwurf begründete der damals amtierende Industrieminister José Montilla Aguilera sein Papier damit, es sei nicht hinnehmbar, "dass es Leute gibt, die bei den erneuerbaren Energien absahnen", zitiert PHOTON. Bereits jetzt sei der Zubau geförderter Solarstromanlagen in Spanien auf insgesamt 400 Megawatt (MW) bis zum Jahr 2010 begrenzt, was einem durchschnittlichen Zubau von unter 90 MW pro Jahr entspricht. In Deutschland wurden hingegen in jedem der letzten beiden Jahre jeweils Solarstromanlagen mit einer Leistung von über 700 MW neu installiert. Wie aus Branchenkreisen verlautete, wurden in Spanien bis August 2006 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 48 MW definitiv genehmigt und an das Netz angeschlossen. Hinsichtlich aller anderen Projekte, für die noch keine definitive Genehmigung vorliegt, bleibt die Unsicherheit über die Solarstrom-Vergütung bestehen. Bis Ende 2005 waren laut Energieinstitut IDAE 38 MW netzgekoppelt installiert, das heißt, der faktische Zubau bis August 2006 beträgt 10 MW.


Im aktuellen Oktoberheft berichtet PHOTON über die Hintergründe des spanischen Solarmarktes und veröffentlicht außerdem ein Interview mit Gonzáles Vélez und dem die Solarindustrie vertretenden Anwalt Jochen Beckmann, in dem speziell der Vertrauensschutz für bestehende Anlagen thematisiert wird. Ab Januar wird es mit "PHOTON – La Revista de Fotovoltaica" eine spanischsprachige Ausgabe des Solarstrom-Magazins geben.

Der Solarserver berichtete am 11.09.2006 unter der Überschrift "Erneuerbare Energien in Spanien: Verbände fürchten Änderungen im Einspeisegesetz" über die Entwicklungen des spanischen Solarmarktes: http://www.solarserver.de/news/news-5831.html

05.10.2006   Quelle: Photon, Solar Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics Técnicas Solares
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Solarstrom soll wirtschaftliche Eigeninitiative am unteren Mekong fördern

"Solar Home Systems" in einem Dorf in Laos.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg) hat zusammen mit der französischen Stiftung "Energies Pour Le Monde" ein neues Modell entwickelt, mit dem Photovoltaikanlagen in den Ländern des unteren Mekong nicht nur die Stromversorgung verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort anregen sollen. Auf einer Tagung in Pnom Penh am 5. und 6.10.2006 werden die neuen Konzepte mit den Akteuren diskutiert. "Bisher lag der Schwerpunkt bei ländlicher Elektrifizierung auf der Bereitstellung der Technik. In unserem Modell steht der wirtschaftliche Anreiz für den Betreiber im Vordergrund", erläutert Sebastian Gölz den neuen Ansatz.
  Er ist Projektleiter am Fraunhofer ISE. "Erst durch einen profitablen Anlagenbetrieb hat er ein Eigeninteresse daran, die Systeme dauerhaft betriebsbereit zu halten. Er sucht zusammen mit den Strombeziehern nach wirtschaftlichen Anwendungen, mit denen aus dem Strom Mehrwert erwirtschaftet wird, zum Beispiel mit Wasserpumpen oder Mühlen. Die Kunden verdienen so nicht nur das Geld für den Strombezug, sondern schaffen die Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Erweiterung der Anlagen. So können sie erste Schritte aus der Armut tun. Die Investition für die Anlagen kann von Investoren oder staatlichen Institutionen kommen, die nachhaltige Entwicklung fördern wollen", so Gölz weiter.


Neues Geschäftsmodell macht ländliche Elektrifizierung für Geldinstitute und andere Investoren interessant

In der laotischen Provinz Luang Prabang könnten so mit einem Investitionsvolumen von 3,2 Millionen US-Dollar Dorfstromsysteme zur Versorgung von 6.000 Haushalten entstehen. In Machbarkeitsstudien hat das Fraunhofer ISE mit den Akteuren vor Ort das Projekt bankenfähig vorbereitet. "Durch das neue Geschäftsmodell wird ländliche Elektrifizierung auch für Geldinstitute und andere Investoren interessant", so Gölz. Voraussetzung für die Anregung privaten Unternehmertums ist laut ISE ein niedriger Preis für den Photovoltaikstrom: Mit 30 US-Cent pro Kilowattstunde sei der Strom für die ländliche Bevölkerung bezahlbar und erlaube dem Betreiberunternehmen dennoch ein profitables Geschäft.


Hybridanlagen zur autonomen Stromversorgung neu konzipiert

Die Fraunhofer-Wissenschaftler erreichen durch eine neue Konzeption der Anlagen, die aus Photovoltaik (PV), Dieselgenerator und Batterien bestehen, eine drastische Senkung des Erzeugungspreises. Der Anteil der PV an der Gesamtversorgung wurde stark vergrößert, die Batteriekapazität stark verkleinert (Versorgungssicherheit einer statt drei Tage). Der Strom muss größtenteils tags in gewerblichen Anwendungen genutzt werden. Die Betriebszeit des Dieselgenerators wurde reduziert, dieser läuft nur abends zur Deckung der Spitzenlast. Der Einsatz von Simulationswerkzeugen zur Systemauslegung und mehr als 15 Jahre praktische Betriebserfahrungen von PV Hybrid-Systemen des Fraunhofer ISE sichern die Qualität sowohl aus sozialwissenschaftlicher als auch aus technisch-ökonomischer Sicht.

Das Modell bringt Privatinitiative, staatliche Rahmenbedingungen und institutionelle Förderung zu einem funktionierenden System zusammen. "Statt Anlagen zu planen, haben wir einen Markt geplant, auf dem Betreiber und Kunden zusammen Anlagen nach ihren individuellen Bedürfnissen konzipieren und betreiben können", fasst Gölz zusammen. Photovoltaik kann in armen Ländern des Südens oft die einzige reichlich vorhandene Ressource in Strom umwandeln: Die Sonnenenergie. Die Lebensbedingungen von zwei Milliarden Menschen können so verbessert werden. Doch viele Projekte der ländlichen Elektrifizierung kamen nach der Installation ins Stocken, weil die Förderung "von oben" zu Ende ging, es aber keinen Anreiz für einen Betrieb "von unten" gab. Dieses Manko beseitige das bankenfähige Geschäftsmodell des Fraunhofer ISE.

Die EU fördert die Arbeiten im Rahmen des Projekts Delta PRO RES. Die französische Stiftung FONDEM leitet das Projekt und bearbeitet Solar Home Systeme, das Fraunhofer ISE bearbeitet Dorfstromversorgungen. Partner sind in Kambodscha und Laos die Ministerien für Energie, in Vietnam ein NGO. Von März 2005 bis Oktober 2006 wurden Projekte im Wert von 12,2 Millionen US-Dollar für 40 000 Haushalte erarbeitet.

Informationen zur Tagung am 5./6. Oktober 2006 in Pnom Penh und zum Projekt Delta PRO RES unter www.energies-renouvelables.org

05.10.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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UBA-Chef Troge: Keine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke; Energieverbrauch halbieren

Kurz vor dem zweiten Energiegipfel der Bundesregierung spricht sich der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge (CDU), dagegen aus, die Laufzeit von Kernkraftwerken zu verlängern. Kernenergie sei "keine Lösung für unser Energieproblem", sagt Troge in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Wer sich davon niedrige Strompreise erhoffe, "dürfte enttäuscht werden", so Troge in der ZEIT.
  Halbierung des Energieverbrauchs senkt Kohlendioxidemissionen ohne Komfortverzicht - sogar bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie

Als "wichtigste energiepolitische Herausforderung" bezeichnet Troge die Halbierung des Energieverbrauchs bis 2050. Dadurch würden nicht nur "viele Umweltprobleme gleichzeitig" gelöst, Deutschland könne auch "riesige Exportmärkte erschließen". Klimaschutz sei "eine seltene Chance für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft", so Troge. "Ohne jeglichen Komfortverzicht" und sogar bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie könne es Deutschland schaffen, seine Kohlendioxidemissionen bis 2020 um 40 Prozent (gegenüber 1990) zu vermindern. Pro Haushalt koste das vom UBA vertretene Energiekonzept monatlich nicht mehr als 8 Euro, erklärt Troge.


Beim Klimaschutz nicht zu sehr vom Kassenstand der öffentlichen Finanzen abhängig werden

"Dringend erforderlich" sei allerdings die Besteuerung von Flugtreibstoff, so Troge weiter. Es könne nicht sein, dass ausgerechnet der Flugverkehr als expansivster Verkehrssektor von der normalen Energiesteuer verschont werde. Für eine Reform plädiert Troge auch beim Mietrecht. Damit sich Mieter und Vermieter "wirklich um Wohnungen bemühen, die weniger Energie verbrauchen", sei der Übergang von der Kalt- zur Warmmiete nötig. Die gegenwärtige Subventionierung der Gebäudesanierung stoße an Grenzen. "Wir dürfen beim Klimaschutz nicht zu sehr vom Kassenstand der öffentlichen Finanzen abhängig werden", warnt der UBA-Präsident.

Weil die Selbstverpflichtung der europäischen Autohersteller zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes "aller Voraussicht nach scheitern" werde, sei es darüber hinaus "dringend notwendig, dass die EU zum Ordnungsrecht greift und den Flottenverbrauch begrenzt".


Das komplette Interview ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 41 vom 5. Oktober 2006.

05.10.2006   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gabriel gibt grünes Licht für Offshore-Windenergieentwicklung in Deutschland

5-Megawatt- Windenergieanlage der Repower Systems AG.
5-Megawatt- Windenergieanlage der Repower Systems AG.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat am 2. Oktober 2006 das Startsignal für das deutsche Offshore-Windenergie-Testfeld in der Nordsee vor der niedersächsischen Küste gegeben. "Mit der Verständigung aller beteiligten Akteure auf ein gemeinsames Vorgehen zum Bau des Testfelds ist ein Meilenstein für die Entwicklung der deutschen Offshore-Windindustrie gesetzt. Das Projekt ist die Grundlage für die kommerzielle Windenergienutzung auf See nach 2008", so Gabriel.
  Die Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See (Stiftung Offshore-Windenergie), die Energieversorger EWE, E.ON Energie und Vattenfall Europe sowie die Windenergieanlagen-Hersteller REpower und Multibrid haben sich in einer gemeinsamen Erklärung über die zentralen Eckpunkte verständigt. Die Energieversorger werden durch eine gemeinsame Gesellschaft insgesamt zwölf Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse der Windenergieanlagenhersteller Multibrid und REpower bis spätestens 2008 errichten und betreiben.


Kabel der Windparks werden in Trasse über die Insel Norderney gebündelt

Das geschätzte Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 175 Millionen Euro. Das Bundesumweltministerium will für die Technikforschung und -entwicklung sowie die ökologische Begleitforschung im Testfeld 50 Millionen Euro über fünf Jahre bereitstellen und besonders die Erforschung Risiken minimierender Maßnahmen sowie der Anlagentechnik fördern, zum Beispiel innovativer Gründungstechnologien. Darüber hinaus haben sich die Offshore-Stiftung und die Planer der weiteren sieben vor der ostfriesischen Küste geplanten Offshore-Windparks darauf verständigt, die Kabelanbindungen in einer Kabeltrasse über die Insel Norderney zu bündeln. Damit tragen sie einer Vorgabe des Landes Niedersachsen und den Forderungen der niedersächsischen Naturschutzverbände nach einer Trassenbündelung Rechnung, um die Auswirkungen auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer so weit wie möglich zu reduzieren.

Die "Gemeinsame Erklärung zur Errichtung des Offshore-Testfeldes und zur Initialzündung für die deutsche Offshore-Windenergieentwicklung" ist im Internet verfügbar unter http://www.bmu.de/37908

05.10.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Repower Systems AG.
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DUH: Vattenfall verweigert Auskunft über Sicherheitsdefizite im AKW Brunsbüttel

Die Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. oHG, eine Tochter der Energiekonzerne Vattenfall Europe und E.ON, verhindere aktiv die Veröffentlichung einer Liste mit seit Jahren offenen Punkten aus der Sicherheitsüberprüfung des Problemreaktors Brunsbüttel an der Elbe, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) in einer Pressemitteilung. Das gehe hervor aus einem Schreiben des Kieler Sozialministeriums an die DUH vom Ende vergangener Woche. Darin teile die schleswig-holsteinische Atomaufsicht der Umweltorganisation mit, dass der Atomkraftwerksbetreiber "einer Weitergabe der Informationen an Sie widersprochen hat."  Dies müsse nun "eingehend geprüft werden." Die DUH hatte Ende August ein entsprechendes Informationsbegehren auf Grundlage der EU-Umweltinformationsrichtlinie an die Kieler Atomaufsicht gerichtet.


DUH forderte "ehrlichen und für die Öffentlichkeit nachvollziehbaren Umgang mit den offenbar seit Jahren ungeklärten Sicherheitsproblemen"

Hintergrund des Auskunftsersuchens waren Informationen der DUH, wonach es nach einer im Jahr 2001 in Brunsbüttel durchgeführten "periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ)" fünf Jahre später immer noch zahlreiche "offene Punkte" gebe. Die Kieler Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) hatte die Tatsache der "offenen Punkte" bestätigt, der DUH zunächst öffentlich die eingeforderten Informationen zugesagt und schließlich eine rechtliche Prüfung des Begehrens angekündigt. "Es kann nicht sein, dass Vattenfall mehr als fünf Jahre benötigt, um die Sicherheit eines der umstrittensten Atomkraftwerke in Deutschland nachzuweisen", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. "Die Öffentlichkeit hat gerade nach den Diskussionen über Defizite im Notstromsystem des Brunsbüttel-Reaktors nach dem Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark ein Recht darauf zu erfahren, worum es sich bei den zahlreichen 'offenen Punkten' handelt", betont Baake. Die DUH forderte einen "ehrlichen und für die Öffentlichkeit nachvollziehbaren Umgang mit den offenbar seit Jahren ungeklärten Sicherheitsproblemen." Dazu gehöre die Herausgabe der Liste mit den offenen Punkten. Das sei auch notwendig, damit die DUH sich angemessen auf ein persönliches Gespräch vorbereiten könne, das Vattenfall Europe der Umweltorganisation Mitte September zur Klärung von Sicherheitsfragen in Brunsbüttel angeboten hatte. Andernfalls entstehe der Eindruck einer "Doppelstrategie, bei der Gesprächsangebote und scheinbare Offenheit einerseits und Informationsblockaden andererseits einander abwechseln", heißt es in der DUH-Pressemitteilung.

04.10.2006   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Fabrik AG beschließt Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital

Der Vorstand der Freiburger Solar-Fabrik AG (ISIN DE0006614712) hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 03.10.2006 beschlossen, das genehmigte Kapital gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung auszunutzen und das Grundkapital der Gesellschaft von 8,1 Millionen Euro um bis zu 800.000 Euro zu erhöhen (das heißt um bis zu knapp 10 %). Das berichtet der Photovoltaik-Hersteller in einer Ad hoc-Mitteilung. Dazu sollen bis zu 800.000 neue Aktien gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu einem börsennahen Preis ausgegeben werden.  Die Aktien sollen im Rahmen einer Privatplatzierung bei Investoren platziert werden. Die Solar-Fabrik AG beabsichtigt, mit der Kapitalerhöhung ihre Eigenkapitalbasis zu stärken und zusätzlichen Spielraum für die Finanzierung des zukünftigen Wachstums zu schaffen.

04.10.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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PV-Montagesysteme: SolarMarkt AG bietet ersten bauaufsichtlich zugelassenen Dachhaken

Alu-Guss-Dachhaken
Alu-Guss-Dachhaken

Die Freiburger SolarMarkt AG hat als erster Hersteller von Photovoltaik-Montagesystemen eine Zulassung der Bauaufsicht für ihre Dachhaken eingeholt. Dem Deutschen Institut für Bautechnik zufolge ist die Belastung eines einzelnen Alu-Guss-Dachhakens mit bis zu 150 Kilogramm zulässig. Die amtliche Dokumentation der maximalen Belastbarkeit mache AluTec und KLEMENS zu den sichersten Montagesystemen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Die benötigte Anzahl der Haken könne jetzt zuverlässig berechnet werden. Die neu erschienene Anleitung zum ab sofort lieferbaren Klemmsystem KLEMENS erleichtere die Montage zusätzlich.

Alu-Guss-Haken im Praxistest deutlich stabiler

Die bauaufsichtliche Zulassung der SolarMarkt-Haken basiert auf Praxistests, die von der Fachhochschule Südwestfalen durchgeführt wurden. Dabei gaben herkömmliche Edelstahlhaken laut SolarMarkt AG bereits bei einer Belastung von 170 kg nach, der Alu-Guss-Haken für das Montagesystem "AluTec" blieb bis 310 kg stabil. Von den in Belastungstests ermittelten Werten nimmt das Deutsche Institut für Bautechnik üblicherweise Sicherheitsabschläge vor. So enthalten auch die für die Alu-Guss-Dachhaken errechneten Zahlen ein erhebliches Polster, betont die SolarMarkt AG. Damit sei gewährleistet, dass SolarMarkt-Dachhaken auch unter Extrembedingungen zuverlässig halten. Die zulässigen Werte für die Tragfähigkeit auf Druck, Zug und Schub garantierten Handwerkern ein Höchstmaß an Sicherheit.


Zahl der benötigten Dachhaken kann in Abhängigkeit von Wind- und Schneelast exakt berechnet werden

Neben dem Eigengewicht der Solar-Module müssen Dachhaken vor allem dem Druck von Schnee und Wind standhalten, weshalb der entscheidende Wert die Tragfähigkeit auf Druck ist. Die SolarMarkt AG bietet drei Haken-Grundtypen an: Für das Einlegesystem AluTec den seitlich verschraubbaren Dachhaken mit einer zulässigen Belastung von 150 kg. Für das Klemmsystem KLEMENS den von vorne verschraubbaren Dachhaken mit einer Belastung von 135 kg. Und für Profile anderer Hersteller den von unten verschraubbaren Haken mit 105 kg zulässigem Gewicht. Dank der amtlich bescheinigten Aussage über die maximale Belastbarkeit lässt sich die Zahl der benötigten Dachhaken in Abhängigkeit von Wind- und Schneelast exakt ausrechnen. In den meisten Fällen reiche es beim Montagesystem KLEMENS aus, jeden zweiten Sparren mit einem Dachhaken zu belegen. Selbst in schneereichen Gegenden wie Ostbayern mit Schneelastzone 3 können in 400 m Höhe und einem Neigungswinkel von 35º Module mit einer Länge bis 140 cm auf diese Weise befestigt werden, so der SolarMarkt. Erst ab 600 m Höhe nehme die Schneelast derart zu, dass Module mit einer Länge bis 170 cm einen Haken pro Sparren benötigen. Und in 800 m könnten so noch Module mit einer Länge bis 130 cm angebracht werden.


Anleitung erklärt neue Lastannahmen durch Wind und Schnee

Die SolarMarkt AG erleichtert Handwerkern die Montage einer PV-Anlage mit ihrer neuen Anleitung zum Klemmsystem KLEMENS. Darin werden die neuen Lastannahmen durch Wind und Schnee, wie sie die überarbeitete DIN 1055 definiert, erklärt und übersichtlich dargestellt. Eine Tabelle zeigt die maximal zulässig Spannweite der Profile für eine Schneelast bis 211 kg/m2 und einem Winddruck bis 80 kg/m2. Für die Belastbarkeit der Dachhaken sind Faustformeln angegeben. Außerdem gibt die Anleitung Antworten auf Fragen zur benötigten Zuschnittslänge der Profile, der Verteilung der Dachhaken und der korrekten Verwendung aller Systemteile.

Das Deutsche Institut für Bautechnik in Berlin ist eine Einrichtung des Bundes und der Länder zur einheitlichen Erfüllung bautechnischer Aufgaben auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts. Das Institut erteilt bauaufsichtliche Zulassungen für Bauprodukte und Bauarten. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 2.000 solcher Zulassungen erteilt. Bauaufsichtliche Zulassungen werden für Bauprodukte erteilt, für die es keine allgemein anerkannten Regeln der Technik, insbesondere DIN-Normen, gibt. Sie gelten als zuverlässige Nachweise über die Verwendbarkeit von Bauprodukten.

04.10.2006   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt AG
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CENTROSOLAR übernimmt Photovoltaik-Hersteller Solarstocc AG komplett

Das Duracher Photovoltaikunternehmen Solarstocc AG ist zu 100% von der CENTROSOLAR AG (München) übernommen worden. Die Münchener Gesellschaft habe mit den Aktionären der Solarstocc AG die Übertragung aller weiteren Unternehmensanteile vereinbart, berichtet die Solarstocc AG in einer Pressemitteilung. Bisher sei die CENTROSOLAR AG an ihrer Tochtergesellschaft Solarstocc AG mit 66,52 % beteiligt gewesen. Nunmehr habe die CENTROSOLAR AG von den Altaktionären und Unternehmensgründern, Jakob Waehrens und Jens Brannaschk, die restlichen 33,48 % erworben und halte sämtliche Aktien.  Jakob Waehrens und Jens Brannaschk werden die Solarstocc AG weiter als Vorstände leiten. Die Solarstocc AG entwickelt, produziert und vertreibt komplette Photovoltaik-Systeme und will im Jahr 2006 einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro erreichen. Mit der Übernahme von Solarstocc baue CENTROSOLAR die Markführerschaft bei Solarstromanlagen für Privathaushalte aus, heißt es in der Pressemitteilung. Nachdem sich das Münchener Unternehmen bis Ende 2005 eine führende Position auf dem deutschen Markt erarbeitet habe, konzentriere es jetzt verstärkt seine Aktivität auf Auslandsgeschäfte, da die Nachfrage in immer mehr Auslandsmärkten zunehme.


CENTROSOLAR AG will in den geregelten Markt

Die CENTROSOLAR AG ist nach eigenen Angaben auf Platz 5 unter den börsennotierten Solarunternehmen in Deutschland zu finden. Als bereits äußerst erfolgreich agierendes Solaranlagenunternehmen werde sie ihre Aktien weiter für den Kapitalmarkt öffnen, kündigt das Unternehmen an. Daher beabsichtige die CENTROSOLAR AG (WKN 514850) einen Segmentwechsel in den geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). CENTROSOLAR behält sich dabei vor, nach Zulassung der Aktien zum geregelten Markt das Grundkapital um bis zu 10% aus dem genehmigten Kapital der Gesellschaft Solarstocc zu erhöhen. Die Zulassung der Aktien im Prime Standard ist für Mitte Oktober 2006 vorgesehen, vorbehaltlich der vorgenannten Kapitalerhöhung Solarstocc.

04.10.2006   Quelle: Solarstocc AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Holzpelletskessel: Paradigma bleibt trotz starker Nachfrage lieferfähig

Der Pelletskessel
Der Pelletskessel "Pelletti II" ist künftig mit dem Gewebesilo "Pelleton" erhältlich

Die starke Nachfrage nach Holzpellets-Heizsystemen hält weiter an. Branchenexperten gehen für das Jahr 2006 in Deutschland von einer Verdopplung der Zahl der abgesetzten Kessel im Vergleich zum Vorjahr aus. Das bedeute eine große Herausforderung an die Kesselproduzenten, so die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung. Der Hersteller aus Karlsbad sei für diese Herausforderung bestens gerüstet: Die Produktionskapazitäten der Paradigma-Tochter RNO-Kesselfabrik würden bis zum Jahresende um das Dreifache erweitert, auf bis zu 16.000 Kessel jährlich.  Bereits Ende 2005 sei abzusehen gewesen, dass die Nachfrage nach Holzpelletskesseln weiter steigen werde. Paradigma habe diesen Trend frühzeitig erkannt und sofort reagiert: Die vorhanden Produktionslinien des Tochterunternehmens RNO-Kesselfabrik seien so optimiert worden, dass die Kapazitäten deutlich vergrößert werden konnten. Weiter sicherte sich Paradigma ausreichend Liefermengen bei seinen Vorlieferanten. Entwickelten sich die Absatzzahlen gemäß dem Trend und setze die erwartete Verdopplung gegenüber dem Vorjahr ein, werde Paradigma die Nachfrage problemlos und ohne Lieferengpässe bedienen können, heißt es in der Pressemitteilung.

04.10.2006   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma
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Solarwärme: Effiziente Anlagen mit richtig ausgelegten Kollektoren und Speichern

Auf immer mehr deutschen Dächern sind Solarkollektoren installiert.
Auf immer mehr deutschen Dächern sind Solarkollektoren installiert.

Ob beim Neubau oder im Rahmen einer Sanierung: Das Wasser im Haushalt mit Sonne zu erwärmen, wird immer attraktiver, berichtet die Initiative Solarwärme Plus in einer Pressemitteilung. Auch die Heizung kann durch solare Wärme unterstützt werden. Je besser eine Solaranlage auf den Bedarf im Haus zugeschnitten ist, desto effizienter kann die Sonnenwärme genutzt werden. Das heißt: Die Kollektoren und der Speicher sollten weder zu groß noch zu klein ausfallen.   Für die Wassererwärmung mit Sonnenenergie gilt: Wer normale Solarkollektoren einsetzt, so genannte Flachkollektoren, benötigt pro Person im Haushalt etwa 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche. Bei den etwas leistungsstärkeren Röhrenkollektoren reduziert sich der Pro-Kopf-Wert auf etwa 1,0 Quadratmeter Fläche. Die Größe des Speichers orientiert sich am Warmwasserbedarf der Bewohner: Man rechnet pro Person und Tag 40 Liter 45 Grad warmes Wasser. Multipliziert man den Tageswarmwasserbedarf aller Bewohner mit zwei, ergibt sich ein Annäherungswert für die Speichergröße.

Solare Heizungsunterstützung mit vier Quadratmeter Flachkollektoren pro Person

Ein vierköpfiger Haushalt wäre also mit etwa sechs Quadratmeter Flach- oder vier Quadratmeter Röhrenkollektoren und einem Speicher mit etwa 300 Liter Volumen bestens versorgt. Auf diese Weise kann eine gut geplante Anlage im Jahr bis zu 60 Prozent der Energie einsparen, die für Warmwasser benötigt wird. Soll die Solarwärmeanlage darüber hinaus auch die Heizung unterstützen, müssen Kollektoren und Speicher mehr Leistung bringen und somit größer ausfallen. Bei gut gedämmten Häusern kann man eine Fläche von ungefähr vier Quadratmeter Flachkollektoren pro Person beziehungsweise drei Quadratmeter Röhrenkollektoren pro Kopf veranschlagen. Der Speicher sollte etwa 60 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche aufweisen. Bei Röhrenkollektoren fällt der Speicher noch etwas größer aus.

Die genaue Planung und die Installation von Solarwärmeanlagen übernehmen Fachbetriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks.

03.10.2006   Quelle: Initiative Solarwärme Plus; dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative Solarwärme Plus/Viessmann
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Energieeffizientes Bauen: Experten klagen über hohe Hürden für Bauherren und Planer

"Ungefähr wie dem Wandersmann, der den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, geht es heute zunehmend selbst Fachleuten, wenn sie die Vorschriften zur Umsetzung von energieeffizienten Baukonstruktionen berücksichtigen sollen - oder in der Flut von Neuerungen in der Haustechnik den Überblick behalten wollen", stellt die Energieagentur NRW in einer Pressemitteilung fest. "Die Komplexität der Materie in Verbindung mit dem steigenden Kosten- und Zeitdruck gefährdet zunehmend die Qualität unserer Neubauten. Schon heute ist die Gefahr immanent, dass unter diesen Einflüssen das eigentliche Ziel, nämlich ein energetisch optimiertes und mängelfreies Bauwerk zu erstellen, aus dem Auge verloren wird", erklärte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, anlässlich der "IngenieurImpulse", einer Diskussionsrunde der Energieagentur NRW und der Ingenieurkammer-Bau NRW, die bei den Stadtwerken in Düsseldorf stattfand.   Fünf Experten hatten auf dem Podium Platz genommen und vor vollem Haus Stellung bezogen zum Thema "Bau - vor - Schriften! Oder: Ist energieeffizientes Bauen zu kompliziert?".


Abbau von Hindernisse auf dem Weg zu energieeffizienteren Gebäuden gefordert

Vor rund 130 Ingenieuren wurde unter anderem die "Überregelung" des Bauens und Sanierens kritisch angemerkt. Die Experten befürchten, dass sich Bauwillige zunehmend durch einen "Wust" an technischen und rechtlichen Vorschriften abschrecken lassen. Daher wird in Fachkreisen die Forderung nach dem Abbau unnötiger Hürden auf dem Weg zu energieeffizienteren Gebäuden laut. Ein typisches Beispiel für einen solchen Fall sei das Problem, wenn bei der Neuverputzung der Außenwände des Altbaus eine Außendämmung gesetzlich gefordert ist, gleichzeitig aber die Abstandfläche zum Nachbargrundstück nicht ausreichte. "Aller Voraussicht nach wird es in NRW dazu eine positive Entwicklung gegeben", so Dipl.-Ing. Christoph Heemann, Geschäftsführer der Ingenieurkammer-Bau NRW. "Die Landesregierung plane, innerhalb festgelegter Höchstmaße eine nachträgliche Wärmedämmung generell zuzulassen, auch wenn die vorgeschriebene Abstandfläche unterschritten wird. Die für diese Fälle bisher vorgesehene Ermessensentscheidung der Bauaufsichtsbehörde soll nur noch erforderlich werden, wenn diese Höchstmaße überschritten werden."

03.10.2006   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

WVW begrüßt Öffnung von Bundeswehrflächen für die Windenergie

Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) begrüßt nachdrücklich die begonnene Öffnung von Liegenschaften der Bundeswehr für die Nutzung durch die Windenergie. "Von der Bundeswehr nicht mehr oder nur geringfügig genutzte Flächen eröffnen ein erhebliches Potenzial für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland onshore", betont WVW-Vorsitzender Dr. Wolfgang von Geldern. Mit Unterstützung des Bundesverteidigungsministeriums kann die Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH (g.e.b.b.) mehrere bisher militärisch genutzte Flächen der Nutzung durch Windenergieprojekte zuführen, berichtet der WVW in einer Pressemitteilung.   Erste Vergabeverfahren an die späteren Betreiber der Windparks seien bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Betreiber hätten dadurch das Recht, innerhalb eines mehrjährigen Zeitraums Planungen durchzuführen und Genehmigungen für die Windenergieprojekte zu erwirken. Nach Informationen des WVW sind weitere Vergabeverfahren geplant.


Strom aus Windenergie und Wasserkraftwerken schon heute an vielen Tagen billiger als Strom aus herkömmlichen Kraftwerken

Damit werde auch der strategischen Anforderung zur möglichst weitgehenden Sicherung einer importunabhängigen, vor Ort verfügbaren Energieerzeugung Rechnung getragen, betont der WVW. Gleichzeitig leiste der Bund auf diese Weise einen Beitrag zur wirtschaftlich günstigen Energieversorgung der Zukunft, denn die Gesamtkosten der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sänken in diesem Jahr erstmals. Schon heute sei Strom aus Windenergie und Wasserkraftwerken an vielen Tagen billiger als Strom aus herkömmlichen Kraftwerken. Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke appelliert vor diesem Hintergrund auch an andere Einrichtungen des Bundes, die Strategie der Bundesregierung zum Ausbau der Windenergie zu unterstützen und Liegenschaften für die Windenergienutzung zur Verfügung zu stellen.

03.10.2006   Quelle: Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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juwi errichtet größte Solarstromanlage in Rheinland-Pfalz

Die Gemeinde Waldalgesheim nahe Bingen am Rhein hat am 29.09.2006 einen Vertrag mit der juwi solar GmbH aus Bolanden (Pfalz) zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in der Gemarkung Genheim abgeschlossen. Die Anlage soll im Endausbau eine Spitzenleistung von zirka 4.500 Kilowatt (4,5 MW) haben und pro Jahr rund 4,2 Millionen Kilowattstunden Solarstrom produzieren, berichtet juwi solar in einer Pressemitteilung.  Dies entspreche dem Jahresbedarf von rund 1.400 Haushalten beziehungsweise dem Haushaltsstromverbrauch der Gemeinde Waldalgesheim (zirka 4.000 Einwohner).


Baubeginn 2007 – Endausbau bis 2009

Wenn alle behördlichen Genehmigungen vorliegen, soll ein erster Bauabschnitt bereits im kommenden Jahr realisiert werden. Bis Ende 2009 wollen die Solarexperten der juwi solar GmbH dann auf bislang intensiv landwirtschaftlich genutztem Gelände in Waldalgesheim (Landkreis Mainz-Bingen) die größte Photovoltaik-Anlage im Land Rheinland-Pfalz bauen. Die Anlage wird auf einer Fläche von rund 14 Hektar errichtet; das entspricht der Größe von 20 Fußballfeldern.
"Diese Anlage wird wesentlich dazu beitragen, dass Solarstrom noch wirtschaftlicher wird. In nicht einmal zehn Jahren kann jeder Hausbesitzer seinen Solarstrom auf dem eigenen Hausdach billiger erzeugen als ihn vom örtlichen Energieversorger zu kaufen", ist juwi-Inhaber Matthias Willenbacher von der Signalwirkung des solaren Kraftwerks in Waldalgesheim überzeugt. Juwi werde das gesamte Projekt als Generalunternehmer schlüsselfertig verwirklichen.


Kostengünstige Dünnschichtmodule ohne Engpässe verfügbar

Die Photovoltaik-Anlage in Waldalgesheim nutzt modernste Dünnschichttechnologie des Herstellers First Solar. "Dünnschichtmodule haben längst Großserienreife erreicht, lassen sich kostengünstiger produzieren als kristalline Module, und sie sind vor allem nicht durch Engpässe und Abhängigkeiten beim Rohmaterial betroffen", erläutert Lars Falck, Geschäftsführer der juwi solar GmbH, die Auswahl der Module. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt laut juwi voraussichtlich rund 20 Millionen Euro. Vor allem nationale Investoren - wie beispielsweise Energieversorger und rheinland-pfälzische Finanzhäuser - hätten bereits ihr Interesse zur Finanzierung des Projektes bekundet.

02.10.2006   Quelle: juwi solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Marktübersicht zu Pellets-/Solarheizungen im Verbrauchermagazin Solarboulevard

Verbrauchermagazin Solarboulevard.
Verbrauchermagazin Solarboulevard.

Bei Heizungen für Holzpellets in Kombination mit Solarwärme gibt es deutliche Preisunterschiede. Das hat das Verbrauchermagazin Solarboulevard festgestellt. In seiner neuen Ausgabe bietet der Solarboulevard dem Leser auf acht Seiten eine Übersicht über 42 Pellets-Solarwärme-Kombinationen an. Bei vergleichbarer Leistung unterscheiden sich die Lösungen im Preis um bis zu 13.000 Euro, so das Verbrauchermagazin.   Die 42 Paketangebote der Hersteller werden angeboten für Neubauten und für Heizungssanierungen in ungedämmten Altbauten. Die Marktübersicht erscheint zum richtigen Zeitpunkt: Holz und Sonne im Paket wird von immer mehr Verbrauchern gewünscht. Die Kombination ist attraktiv. Denn sie vereinigt Umweltschutz und Brennstoff(kosten)einsparung in einem System. Außerdem spricht laut Solarboulevard einiges dafür, als Kunde auf das Kombisystem eines Anbieters zu setzen. Der wichtigste Grund sei die bestmögliche Abstimmung der Komponenten und ihrer Regelung untereinander. Optimale Abstimmung und Regelung machten das Heizsystem erst effizient.

Die Herbstausgabe des Solarboulevards gibt es ab 5. Oktober am Kiosk. Das Magazin kann auch über das Internet bestellt werden. Solarboulevard ist ein Verbrauchermagazin für Solarstrom, Solarwärme und Biomasse (Scheitholz, Holzpellets). Er erscheint vierteljährlich. Solarboulevard im Internet: http://www.solarboulevard.de

02.10.2006   Quelle: Solarthemen; Solarboulevard   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarthemen
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WPD erhält Ernst & Young Global Renewable Energy Award

Bundesumweltminster Gabriel besichtigt die erste Offshore-Anlage Deutschlands im Rostocker Hafen.
Bundesumweltminster Gabriel besichtigt die erste Offshore-Anlage Deutschlands im Rostocker Hafen.

Am 25. September erhielt der Bremer Windpark-Projektierer WPD AG in London den Preis in der Kategorie "Developer of the year" im Rahmen der Euromoney/Ernst & Young "Global Renewable Energy Awards". In der Begründung der Jury heißt es: "Die WPD ist seit 10 Jahren erfolgreich im Segment der erneuerbaren Energien tätig und verzeichnet ein im Branchenvergleich überproportionales Wachstum. Neben dem begleiteten Investvolumen von mehr als 1,4 Milliarden Euro sind auch die erfolgreichen Aktivitäten im Offshore-Segment hervorzuheben".
 

Die WPD AG begleitet mehr als 80 Wind- und 6 Solarparks sowie eine Biogasanlage direkt sowie weitere 30 Windparks durch Beteiligungen und Unternehmenskäufe. Die Installierte Gesamtleistung betägt nach Angaben des Unternehmens rund 1.400 MW; dafür wurden Investitionen von über 1,4 Milliarden Euro getätigt. Das Unternehmen entwickelt vier Offshore-Projekte in Nord- und Ostsee mit 1.800 MW plus Ausbaustufen. "Wir freuen uns, den 2006 Enterpreneurial Developer of the Year Award zu gewinnen. Neben dem Betrieb von mehr als 1.400 MW Windkraft, Fotovoltaik und Biogas, vornehmlich in Deutschland, verzeichnen wir ein starkes Wachstum auf den internationalen Märkten in Europa und darüber hinaus", erklärte WPD-Vortstand Bogislaw von Langenn-Steinkeller am Rande der Veranstaltung.


Erste Offshore-Projekte in der Ostsee komplett genehmigt

"Als größter Offshore-Entwickler haben wir gerade die ersten Projekte in der Ostsee komplett durchgenehmigt. Analog zur weltweiten Entwicklung der Erneuerbaren Energien werden auch wir unseren Fokus auf die internationalen Märkte weiter stärken. Ein Dank gilt allen am Erfolg Beteiligten", so von Langenn-Steinkeller weiter.

02.10.2006   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WPD AG.
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Klimawandel und erneuerbare Energien am 3sat-Thementag "Nach uns die Zukunft"

Ein Ausflug in die Zukunft einer anderen Energieversorgung.
Ein Ausflug in die Zukunft einer anderen Energieversorgung.

"Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft", hat Salvador Dalí einmal gesagt. Doch nicht nur Avantgardisten verfügen über den visionären Blick: Klimaforscher, Weltraumarchitekten und High-Tech-Erfinder entwerfen gleichfalls unsere Welt von morgen. Am Thementag „Nach uns die Zukunft“ zeigt 3sat am 3. Oktober, ab 8.15 Uhr, wie diese aussehen könnte. Besonders empfehlenswert ist ein Beitrag, den 3sat um 13.30 Uhr sendet: die Dokumentation von Franz Fitzke " DIE NEUE POWER".

 
Um 11.45 Uhr steht die Sendung "Ohne uns - Die Zukunft des Lebens auf der Erde" des Magazins "delta" auf dem Programm. Sie beschäftigt sich mit dem Treibhauseffekt, schmelzenden Gletschern, der Zunahme von Wetterkatastrophen und dem massenhaften Aussterben von Tieren und Pflanzen: Kein Tag vergeht mittlerweile ohne Schreckensmeldungen über die Folgen des von Menschen gemachten Klimawandels. "delta" untersucht wie sich das Klima und mit ihm das Leben entwickeln wird.


"Die neue Power": Europa ist erneuerbar

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieaufkommen in der EU steigt langsam, aber stetig. Bis zum Jahr 2012 will die EU ihn auf zwölf Prozent erhöhen. Aber welche Formen nachwachsender Energien existieren überhaupt in Europa? Diese Frage beantwortet der Film "Die neue Power". Die Dokumentation zeigt zum ersten Mal nicht nur das Potenzial erneuerbarer Energien, sondern kommt auch zu einem überraschenden Ergebnis: die "konkrete Utopie" einer vernetzten solaren Vollversorgung - auf dem Weg von der regionalen zur transeuropäischen Ebene. Wie dies möglich ist - und ob noch mehr drin ist - beantwortet der Film von Franz Fitzke und Carl-A. Fechner. Während der knapp einstündigen Reise durch Europa zeichnet "Die Neue Power" ein präzises und faszinierendes Bild von der bahnbrechenden Möglichkeit neuer und unerschöpflicher Energie aus Biomasse, Wind, Geothermie, Wasser und Sonne. Der Film fragt nach den Potenzialen erneuerbarer Energien, um bestehende fossile und atomare Großkraftwerke abschalten zu können.

Mehr zum Film "Die neue Power" auf dem Solarserver unter
http://www.solarserver.de/buecher/buchtipp_juli2004.html#tipp

Weitere Informationen zum 3sat-Thementag NACH UNS DIE ZUKUNFT, Dienstag, 3. Oktober 2006, ab 8.15 Uhr unter http://www.3sat.de/index.html

02.10.2006   Quelle: 3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fechner Media.
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Pelletsmärkte in Europa entwickeln sich dynamisch

Pellets 2006 –Treffpunkt der Branchen.
Pellets 2006 –Treffpunkt der Branchen.

Der Boom im deutschen Pelletsmarkt ist ungebrochen. Gegen Ende dieses Jahres wird in Deutschland ein Bestand von rund 70.000 installierten Pelletsheizungen erwartet. Auch in Österreich und Schweden haben sich in den letzten Jahren Märkte entwickelt. Und zunehmend steigt die Nachfrage in weiteren europäischen Ländern wie Italien, Frankreich oder Großbritannien - ebenso wie der Bedarf nach Informationsaustausch und Kontakten mit Ländern, die bereits Erfahrungen in der Branche gesammelt haben.
 
So erwartet auch der Veranstalter der Fachmesse Pellets 2006, die vom 11. bis 13. Oktober in Stuttgart stattfindet, eine gestiegene Zahl an Fachbesuchern aus dem europäischen Ausland.


Pelletsboom auch in Österreich und Schweden

In Österreich wurden im vergangenen Jahr erstmals mehr Pelletsfeuerungen als Ölkessel verkauft und installiert. Bis Ende 2005 waren in Österreich etwa 37.000 Pelletsheizungen und 9.000 Pelletsöfen in Betrieb. Der österreichische Pelletsverbrauch stieg von 220.000 Tonnen im Jahr 2004 auf 280.000 Tonnen im Jahr 2005 an. Schweden produziert bereits seit Jahren große Mengen Pellets, welche hauptsächlich in Biomasse-Kraftwerken zum Einsatz kommen. Doch auch der Bestand an Kleinfeuerungsanlagen wächst dort. So werden in Schweden derzeit etwa 67.000 Pelletsheizungen betrieben.


Neue Märkte in Frankreich, Italien und Großbritannien

In weiteren europäischen Ländern wächst das Interesse an privaten Pelletsheizungen ebenfalls beträchtlich. Dazu gehören vor allem Frankreich und Italien sowie in Anfängen auch Großbritannien. Bereits jetzt sind in Italien über 100.000 Pelletsöfen installiert. Gründe für die sich entwickelnden Märkte sind zum einen die gestiegenen Ölpreise, aber auch Förderprogramme der Länder oder einzelner Regionen.


Veranstalter der Pellets 2006 rechnet mit deutlich mehr ausländischen Fachbesuchern

Das europaweite Interesse an der Pelletstechnik wird sich auf der Pellets 2006 vom 11. bis 13. Oktober in Stuttgart widerspiegeln. Die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Pellets 2006, rechnet erstmals mit einer deutlichen gestiegenen Anzahl ausländischer Fachbesucher: "Die Auslandsmärkte haben innerhalb der vergangenen zwölf Monate stark an Dynamik gewonnen. Das ist verbunden mit einem gestiegenen Wunsch nach einem internationalen Informationsaustausch. Diese Möglichkeit möchten wir allen Akteuren der europäischen Pelletsbranche bieten und haben daher erstmals die Pelletsmesse auch international beworben", erläutert Horst Dufner, Projektleiter der Pellets 2006. Insgesamt werden zur diesjährigen Messe für Pelletstechnik, auf der sich 110 Hersteller, Produzenten, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister der Pelletsbranche präsentieren, mehr als 5.000 Fachbesucher erwartet.

Auch beim Fachkongress 6. Industrieforum Pellets wird der Veranstalter, die Solar Promotion GmbH, der zunehmenden Internationalisierung gerecht: Der Kongress findet erstmals in zwei Sprachen, deutsch und englisch, statt. Vom 10. bis 11. Oktober diskutieren in Stuttgart über 320 Pelletsexperten über die neuesten Entwicklungen in der Pelletsbranche.

Weitere Informationen unter http://www.pelletsmesse.de und http://www.pelletsforum.de.

02.10.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH
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Fraunhofer ISE-Wissenschaftler ist einer der "100 Köpfe von morgen"

Dr. Benedikt Bläsi (ISE).
Dr. Benedikt Bläsi (ISE).

Im Rahmen der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" wählte eine prominente Jury junge Frauen und Männer aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die für die neue Generation der jungen Kreativen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft und ihre Ideen in unserem Land stehen. Einer dieser "100 Köpfe von morgen" ist der promovierte Physiker Benedikt Bläsi, der sich am Fraunhofer ISE als "Lichtmanager" mit mikrostrukturierten Oberflächen auseinandersetzt.
  Die "100 Köpfe von morgen" werden mit lebensgroßen Fotografien und ihren Biografien in einer Ausstellung gezeigt, derzeit noch im Foyer des Deutschen Historischen Museums in Berlin, ab 16. November in Wien auf dem Josefsplatz vor der Österreichische Nationalbibliothek. Auch auf der Internetseite www.land-der-ideen.de sind sie zu sehen.


Forschung an Solarzellen und solaren Gebäudefassaden

Hochpräzise Mikro- und Nanostrukturen können vielfältige Funktionen haben. So sorgen sie zum Beispiel dafür, dass das Sonnenlicht besser in Solarzellen eingefangen wird, indem sie die Solarzellenoberfläche quasi zur Lichtfalle machen. Bei solar optimierten Gebäudefassaden managen Mikrostrukturen das Sonnenlicht in der Weise, dass sie durch Lichtumlenkung eine Blendung am Arbeitsplatz vermeiden. Ebenfalls für eine gezielte Lichtverteilung sorgen sie auch bei der Innenraumbeleuchtung. Auch auf Displays und Monitoren bewirken sie eine optimierte Lichtnutzung. Nicht zuletzt erzeugen Mikrostrukturen aufgrund ihrer Licht beugenden Eigenschaften auch dekorative Effekte, etwa auf Folien.

Die besondere Kompetenz von Benedikt Bläsi und seinen Kollegen besteht in der Vielfalt der möglichen Strukturen sowie vor allem in der Größe der strukturierten Flächen. Die Forscher am Fraunhofer ISE können mikro- und nanostrukturierte Flächen von deutlich über 1 qm homogen herstellen. Und da Benedikt Bläsi und seine Kollegen wissen, wie Mikro- und Nanostrukturen auf Lichtwellen von ähnlicher Größenordnung wirken, können sie für verschiedenste Anwendungen optimale Strukturen designen.

01.10.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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Umfrage: Heizkosten belasten Haushalte, erneuerbare Energien als Ausweg

Über 2/3 der Deutschen wollen mit erneuerbaren Energien heizen.
Über 2/3 der Deutschen wollen mit erneuerbaren Energien heizen.

Die Mehrheit der Bundesbürger macht sich Sorgen darüber, dass das Heizen immer teurer wird und die Haushaltskasse noch stärker belastet als jetzt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zu Beginn der Heizperiode am 1. Oktober. 68 Prozent der Bürger wissen der Umfrage zufolge jedoch auch, wie sie sich vor unkalkulierbaren Heizkosten schützen können: Sie würden sich für eine Heizungsanlage mit erneuerbaren Energien entscheiden, wenn sie jetzt ihre Heizung erneuern müssten.
 
Eine Heizung mit Erdgas oder Erdöl würden hingegen nur 19 Prozent bevorzugen, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung.


Bundesregierung soll Rahmenbedingungen für Heizen mit Sonnen- und Erdwärme sowie Holz verbessern

Vor diesem Hintergrund forderte die Branche der Erneuerbaren Energien am 28.09.2006 die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für das Heizen mit Sonnen- und Erdwärme sowie Holz zu verbessern. "Erneuerbare Energien sind eine Versicherung vor weiteren Heizkostensteigerungen. Im Gegensatz zu den importierten Preistreibern Öl und Gas sind die Kosten für Erneuerbare Energien über Jahre kalkulierbar. Anstatt zu steigen, sinken sie zumeist sogar", sagte Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie auf einer Pressekonferenz. Allerdings seien die Anschaffungskosten für Heizungen mit erneuerbaren Energien heute noch höher als bei den alten Heizungssystemen, durch ihre äußerst geringen Betriebskosten werden die Anlagen aber wirtschaftlich.


Verbände: Marktanreizprogramm hat sich als ungeeignet erwiesen

"Wenn die Bundesregierung möglichst viele Bundesbürger vor explodierenden Heizkosten schützen will, dann muss sie ihnen bei der Anschaffung solcher Anlagen helfen", sagte Nitzschke. Das bisherige Förderinstrument - das Marktanreizprogramm - habe sich als dazu ungeeignet erwiesen. "Das mit 180 Millionen Euro ausgestattete Marktanreizprogramm musste in diesem Jahr nach nicht einmal fünf Monaten eingestellt werden, weil die Mittel aufgebraucht waren. Bis zu 100.000 Förderanträge konnten nicht mehr bearbeitet werden", so
Nitzschke.


Planungssicherheit für Bauherren und Hersteller gefordert

Ähnlich sah es im vergangenen Jahr aus. "Dieser Zickzack-Kurs steht der Regierung schlecht zu Gesicht und ist unhaltbar. Es leiden nicht nur die Bauherren, die sich auf die staatliche Hilfe verlassen haben, sondern auch die Hersteller der Heizungsanlagen", sagte Helmut Jäger, Geschäftsführer des Braunschweiger Unternehmens Solvis GmbH & Co. KG. Das Unternehmen ist führend beim Bau von Holzpellets- und Solarheizungen. "Wir fordern dringend Planungssicherheit für Kunden und Hersteller ein", sagte Jäger. "Sonst wird es sehr schwer werden, die Produktionskapazitäten zu vergrößern und damit die Preise für Heizungen mit erneuerbaren Energien weiter zu senken."


Steigende Kosten für Heizöl und Erdgas werden oft nicht einkalkuliert

Am meisten würden die etwa drei Millionen überschuldeten Haushalte in Deutschland von kalkulierbaren Heizkosten profitieren. Das legen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter mehr als fünfzig deutschen Schuldnerberatungsstellen nahe, die ebenfalls auf der Pressekonferenz vorgestellt wurde. Der Studie des Bielefelder Soko-Instituts zufolge befürchten 74,5 Prozent der Schuldnerberatungsstellen, dass immer mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten kommen, weil sie ihre Heizkosten nicht mehr bezahlen können. Diese Erwartung fußt auf einer gestiegenen Zahl von Beratungen, in denen die Heizkosten als Ursache für Überschuldungen thematisiert werden. 70,9 Prozent der Schuldenberatungen gaben in der Erhebung an, dass sie mehr derartiger Gespräche führen, 54,5 Prozent der Schuldnerberatungen sehen die steigenden Heizkosten damit als vergleichsweise großes Problem an. Die Hauptursache dafür sei, dass kaum ein Haushalt, der sich bei einer der bundesweit 1.050 Schuldnerberatungen beraten lässt, steigende Kosten für Heizöl und Erdgas einkalkuliert habe, sagte Bettina Heine, stellvertretende Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung e.V. Berlin, auf der Pressekonferenz. "Wenn sich dann die Heizungskosten drastisch erhöhen, sind sie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt", so die Schuldnerberaterin. "Unsere Klienten leisten dann zwar Ratenzahlungen auf die Heizkostennachforderungen, können gleichzeitig jedoch andere notwendige Ausgaben nicht mehr tätigen. Es drohen dann Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung." Sicher könne die Politik hier eingreifen, sagt die Schuldnerberaterin. "Durch die Förderung von erneuerbaren Energiequellen ist mittel- bis langfristig ein Explodieren dieser Kosten zu verhindern."

Die Umfrageergebnisse mit Grafiken bietet die Informationskampagne im Internet an unter http://www.unendlich-viel-energie.de/fileadmin/NEU/studien.pdf.

01.10.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: forsa, Informationskampagne für Erneuerbare Energien.
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SolarMax-Wechselrichter bei spanischen Photovoltaik-Projekten führend

Solarstromanlage in Castalda (Alicante).
Solarstromanlage in Castalda (Alicante).

In diesem Jahr hat die Sputnik Engineering AG ihre Verkaufszahlen nach Spanien um das Siebeneinhalbfache erhöht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bis Jahresende liefere der Schweizer Hersteller Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 15 Megawatt (MW) auf die iberische Halbinsel. Werde die für 2006 in Spanien erwartete neu installierte Gesamtleistung von 50 Megawatt erreicht, ergebe das für Sputnik einen Marktanteil von 30 Prozent.
  Im nächsten Jahr will Sputnik Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt nach Spanien exportieren. "Durch unsere langjährige Erfahrung im 20- bis 100-Kilowatt-Bereich und unsere hochwertigen Produkte, die auch bei hohen Umgebungstemperaturen sehr zuverlässig arbeiten, haben wir das Potenzial, in Spanien die Nummer 1 zu werden. Es ist uns bereits gelungen, weltweit die größte Anzahl an Zentralwechselrichtern zu installieren", berichtet Sputnik-Vertriebsleiter Andreas Fankhauser.


14 Megawatt-Solarpark in Murcia

So werde auch der weltweit größte Solarpark in Murcia mit Wechselrichtern der Marke SolarMax ausgestattet. Das 14 Megawatt-System wird seit September von der Ecostream Spain S.L. installiert. Der Bau soll im zweiten Quartal 2007 abgeschlossen sein. Nach Angaben von Ecostream ist das Projekt die erste Phase auf dem Weg zu einer geplanten Gesamtleistung von 60 Megawatt in der Provinz Murcia. Für das bisher größte System der Axitec Solar S.L. aus Valencia werden ebenfalls Wechselrichter der Sputnik Engineering AG eingesetzt. Im Oktober will Axitec-Geschäftsführer Jochen Beese den Bau einer 1,2-Megawatt-Anlage mit zehn SolarMax-100C-Wechselrichtern abschließen. Der Netzanschluss eines 2-Megawatt-Systems in Zamora (Kastilien und León) ist spätestens für Dezember geplant. Für dieses setzt Axitec 18 Wechselrichter vom Typ SolarMax 100C sowie vier Geräte vom Typ SolarMax 50C ein.


2,8 MW in Mahora (Albacete)

Die Ra Solar España S.L. aus Madrid managt den Bau einer 2,8-Megawatt-Anlage in Mahora (Albacete), die von 28 Investoren betrieben wird. Zum Einsatz kommen 28 Wechselrichter vom Typ SolarMax 100C. Bis Februar 2007 soll das komplette System ans öffentliche Netz angeschlossen sein. "Wegen des hohen Wirkungsgrads, der 20-Jahres-Garantie, dem Preis und dem technischen Service haben wir uns für Wechselrichter der Sputnik Engineering AG entschieden", sagt Linda Goossens von Ra Solar, die bereits weitere Großprojekte mit SolarMax-Wechselrichtern plant. Noch in diesem Jahr sollen Anlagen mit Gesamtleistungen von 1,8 Megawatt, 1,5 Megawatt, 1,3 Megawatt und einem Megawatt mit Wechselrichtern von Sputnik realisiert werden.

01.10.2006   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG
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