Solar News Archiv Februar 2007

 




 

BMU: Erneuerbare Energien sichern das Klimaschutzziel, erstmals mehr als 200.000 Arbeitsplätze in der Branche

Erneuerbare Energien: rasches Wachstum, viel Arbeit.
Erneuerbare Energien: rasches Wachstum,
viel Arbeit.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet in Deutschland schneller voran als vorhergesagt, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Allein im vergangenen Jahr legten sie um fast 13 Prozent zu. Bei der Stromerzeugung lag der Anteil der erneuerbaren Energien 2006 bereits bei 11,8 Prozent. Die Zielvorgabe des Koalitionsvertrages, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent zu steigern, werde bereits im Jahr 2007 überschritten, so das BMU. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel freut sich besonders, dass sich das Wachstum der Branche auch in einer entsprechenden Zunahme der Beschäftigten widerspiegelt: "Alleine im letzten Jahr sind rund 24.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die erneuerbaren Energien beschäftigen mittlerweile rund 214.000 Menschen. Diese Zahlen unterstreichen, dass es mit der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gelungen ist, eine zukunftsweisende neue Industriebranche in Deutschland aufzubauen, so Gabriel.  

Jährlicher Zuwachs der Erneuerbaren entspricht rechnerisch etwa der Jahresproduktion eines Atomkraftwerks

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, für die EU ein verbindliches Ausbauziel für die erneuerbaren Energien bis 2020 festzulegen. Im europäischen Durchschnitt sollen bis zum Jahr 2020 20 Prozent der Primärenergie aus erneuerbaren Quellen stammen. "Wir unterstützen dieses Ziel nicht nur, wir sind auch auf dem allerbesten Wege, einen wesentliches Stück dazu beizutragen", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 27.02.2007 bei der Vorstellung der aktuellen Branchenstatistik in Berlin. Zugleich präsentierte Gabriel eine vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erarbeitete Leitstudie über den zu erwartenden Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Primärenregie kann demnach in Deutschland im Jahr 2020 rund 16 Prozent erreichen. "Das heißt, wir bauen den Anteil der Erneuerbaren schneller aus als die anderen EU-Staaten. Und das bedeutet auch, dass wir die anspruchsvollen Klimaschutzziele Deutschlands parallel zum Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie erreichen können. Es wird keine Stromlücke geben und es gibt also keinen Grund, den Atomausstiegskurs zu verlassen. Das, was die erneuerbaren Energien derzeit alleine im Stromsektor pro Jahr zulegen, entspricht rein rechnerisch etwa der Jahresproduktion eines Atomkraftwerks", sagte Gabriel.


Windstrom schon in wenigen Jahren wettbewerbsfähig

Mit dem zunehmenden Volumen der erneuerbaren Energien wachsen auch die Anforderungen an ihre Wirtschaftlichkeit. "Es kann nicht unser Ziel sein, mit steigenden Energie- und Strompreisen die energieintensive Industrie aus dem Land zu treiben. Das ist aber auch nicht der Fall. Im Gegenteil: So wird schon in wenigen Jahren die Stromerzeugung aus Windkraft in erheblichem Umfang wettbewerbsfähig sein und aus der Förderung nach dem EEG herausfallen", sagte Gabriel. Noch in diesem Jahr will das Umweltministerium einen Erfahrungsbericht vorlegen. In diesem Rahmen soll auch überprüft werden, in welchen Bereichen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Vergütungssätze angepasst werden müssen. Mittelfristig sollen alle Formen der erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig sein und die Förderung auf besonders innovative und viel versprechende Bereiche konzentriert werden.


Gabriel: Anspruchsvolle Klimaschutzpolitik ohne Atomenergie möglich

Im Blick über das Jahr 2020 hinaus zeigt die DLR-Studie, dass bis 2030 der Anteil der erneuerbaren Energien an der Strombereitstellung bereits auf 45 Prozent, bis 2050 auf 77 Prozent steigen kann. Insgesamt kommen die erneuerbaren Energien im Szenario bis zum Jahr 2050 auf etwa 50 Prozent Anteil an der Primärenergie in Deutschland. Zusammen mit besserer Energieeffizienz könnten sie bis 2050 eine CO2-Minderung um 80 Prozent erreichen, bezogen auf das Basisjahr 1990. "Die Studie untermauert, dass durch eine Modernisierung unserer Energieversorgung anspruchsvolle Klimaschutzpolitik realisiert werden kann - und dies alles ohne Atomenergie", so Gabriel.


Aktuelle Statistik und Leitstudie 2007 im Internet

Die aktuellen Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im Jahr 2006 in Deutschland (15 S., PDF) sowie eine Zusammenfassung und die vollständige "Leitstudie 2007 – Ausbaustrategie erneuerbare Energien bis 2020 und 2030 mit Ausblick auf 2050“ (99 S. PDF) stehen im Internet zur Verfügung unter www.bmu.de

28.02.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU / Bernd Müller,
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Photovoltaik-Produzent aleo solar AG meldet Umsatzplus von 22 Prozent

Die aleo solar AG (Oldenburg/Prenzlau; ISIN: DE000A0JM634), Hersteller von Solarstrom-Modulen, meldet nach vorläufigen Berechnungen für das Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von rund 130,4 Millionen Euro und habe damit das zuletzt gesteckte Ziel von 116 Millionen Euro deutlich übertroffen, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Der Vorjahresumsatz (106,9 Millionen Euro) sei somit um rund 22 Prozent gesteigert worden.   Angestrebt war laut aleo solar AG eine solide EBIT-Marge (Division des Umsatzes mit dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von sechs bis sieben Prozent. Jetzt betrage das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) voraussichtlich 9,6 Millionen Euro (Vorjahr: 14,7 Millionen Euro). Das entspreche einer EBIT-Marge von 7,3 Prozent.


Hohes Photovoltaik-Wachstum in Südeuropa, deutscher Markt zog Ende 2006 an

Gründe für das übertroffene Jahresziel seien vor allem das wieder anziehende deutsche Geschäft im 4. Quartal und das hohe Wachstum im südeuropäischen Ausland: Insgesamt wurden laut aleo mehr als 15 Prozent des Umsatzes im Ausland erzielt, geplant waren lediglich 10 Prozent. Für 2007 geht aleo solar aufgrund eines weiterhin wachsenden deutschen Solarmarktes sowie stark steigender Auslandsumsätze von einem Konzernumsatz von mindestens 155 Millionen Euro aus, bei einer weiterhin soliden EBIT-Marge. Für das Jahr 2008 erwartet aleo solar ein stärkeres Umsatzwachstum auf mindestens 200 Millionen Euro. Auch der sich für diese Umsatzsteigerung ergebende Bedarf an Solarzellen sei bereits vollständig durch bestehende Verträge abgesichert.

Der Geschäftsbericht 2006 mit den endgültigen Zahlen wird voraussichtlich am 19. April 2007 veröffentlicht.

28.02.2007   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Vizepräsidentin des EU-Parlaments und Verbände fordern Richtlinien für Strom, Wärme und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien bis 2020

Rückschritte bei der Politik für den Klimaschutz befürchten die Vertreter der erneuerbaren Energien in Europa. "Die Erneuerbaren Energien sind auf der Überholspur und die EU-Mitgliedsstaaten drohen sie auszubremsen", beschreibt die Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes, Mechtild Rothe, die aktuelle Debatte im Europäischen Rat. Eine Woche vor dem anstehenden EU-Frühjahrsgipfel fordert sie gemeinsam mit den europäischen Verbänden der erneuerbaren Energien Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Sigmar Gabrielauf, klare Vorgaben für alle erneuerbaren Energien zu machen. Für die Stromproduktion, die Wärmeversorgung und Biokraftstoffe.   Konkret müssten die bestehenden Richtlinien für erneuerbaren Strom und Biokraftstoffe fortgeschrieben werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Informationskampagne für Erneuerbare Energien. "Außerdem brauchen wir eine europäische Richtlinie für Wärme und Kühlung aus Erneuerbaren Energien", so Oliver Schäfer, Direktor des Europäischen Industrieverbandes für erneuerbare Energien (EREC).


EREC: Ohne verbindliche Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe ist der schnelle Ausbau der Erneuerbaren gefährdet

Diese Richtlinie sei zwar schon lange ausgearbeitet, aber auf Grund des Drucks mehrerer Mitgliedsländer vom Schreibtisch des EU-Energiekommissars Andris Piebalgs wieder in die Schublade gewandert, so Schäfer. Der Europäische Rat wolle aber offenbar auch die bestehenden Richtlinien ersetzen durch ein unverbindliches Globalziel. Grundlage für das dynamische Wachstum der erneuerbaren Energien in Deutschland und einigen anderen europäischen Staaten seien aber gerade diese Richtlinien gewesen, betont Schäfer. "Im vergangenen Jahr wurde in der EU mehr Kraftwerkskapazität durch erneuerbare Energien zugebaut als Kohle-, Gas- oder gar Kernkraftwerke zusammen. Dieser Erfolg muss weitergeführt werden", fordert Schäfer. Mit einer Regelung, nach der nur ein Globalziel von 20 Prozent erneuerbaren Energien bis 2020 ohne verbindliche Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe beschlossen würde, wäre ein schneller Ausbau der Erneuerbaren aber gefährdet.


BEE: Bundeskanzlerin hat gute Argumente, auch die anderen Mitgliedsländer vom Vorteil klarer Ausbauziele zu überzeugen

Milan Nitzschke, Geschäftsführer des deutschen Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) ergänzt: "In Deutschland werden die EU-Ziele für 2010 schon 2007 erreicht: Wir werden die gesetzten 12,5 Prozent Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und einen Anteil von 5,75 Prozent bei den Biokraftstoffen schon in diesem Jahr erreichen. Mit diesem Erfolg im Rücken hat die Bundeskanzlerin gute Argumente, auch die anderen Mitgliedsländer vom Vorteil klarer Ausbauziele für die einzelnen Sektoren der Erneuerbaren Energien zu überzeugen. Nicht zu vergessen auch die Vorteile durch den Technologievorsprung und die Schaffung hunderttausender Arbeitsplätze durch den gezielten Ausbau der Erneuerbaren Energien."

28.02.2007   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarvalue AG präsentiert Verfahren zur Solarsiliziumherstellung auf der Photovoltaic Technology Show

Vom 4. bis 5. April 2007 ist die Solarvalue AG mit einem eigenen Stand auf der "Photovoltaic Technology Show 2007" in München vertreten. Solarvalue plant, noch im Jahr 2007 erstes hochwertiges Solarsilizium aus metallurgischem Silizium herzustellen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Produktionsstätte ist ein Teil der TDR-Fabrik im slowenischen Ruse, die bisher Kalziumkarbid produzierte und nun auf die Siliziumproduktion umgestellt wird.   „Wir befinden uns in einer spannenden Phase und wollen auf der Photovoltaic Technology Show 2007 Kontakte zu Solarzellenherstellern und interessanten Unternehmen aus allen Segmenten der Photovoltaik-Branche knüpfen", so Claudia Boehringer, Vorstand der Solarvalue AG. Für Fragen zum Herstellungsprozess und zum Stand der Umrüstarbeiten wird auch John Mott in München anwesend sein. Er ist Vorstand der 100%-Tochter Solarvalue Proizvodnja d.d., welche die Produktion in Ruse betreiben wird. Die Solarvalue AG wurde im Juni 2005 von Dr. Karoly Horvath gegründet. Unternehmenszweck ist zunächst die Herstellung von Solarsilizium. Langfristiges Ziel sei die Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette eines integrierten PV-Konzerns, heißt es in der Pressemitteilung.

28.02.2007   Quelle: Solarvalue AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

REpower liefert zehn Windenergieanlagen mit jeweils 2 MW für japanischen Windpark

10 WEA Repower MM82 gehen nach Japan.
10 WEA Repower MM82 gehen nach Japan.

Die REpower Systems AG (WKN 617703) hat einen Vertrag zur Lieferung von zehn Windenergieanlagen des Typs MM82 in die japanische Präfektur Hyogo auf der Insel Honshu abgeschlossen. Zudem bestehe eine Option auf weitere zwei Anlagen. Damit errichte REpower in Japan erstmals einen ganzen Windpark aus MM82-Anlagen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die MM82 sind 80 Meter hoch, haben einen Rotordurchmesser von 82 Metern und eine Leistung von 2 Megawatt(MW). Projektentwickler ist Kanden Energy Development, Endkunde die Kajima Corporation, eines der weltweit größten Bauunternehmen mit Sitz in Tokio und rund 11.000 Mitarbeitern. Die zehn MM82-Maschinenhäuser werden in Deutschland gefertigt und nach Japan verschifft.


Die Türme lässt REpowers japanischer Vertriebspartner Meidensha Corporation (MEIDEN) nach Vorgaben in Korea fertigen und ebenfalls auf dem Seeweg nach Japan transportieren. Ende dieses Jahres soll Baubeginn sein, die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2008 geplant. Zusammen mit Meiden seien in Japan bis heute 43 Anlagen gebaut worden, vornehmlich der MD-Baureihe, mit zusammen 65,5 MW Gesamtleistung realisiert, so Repower. Mit der Errichtung des Windparks in Hyogo werde die seit 2003 mit MEIDEN bestehende Vertriebspartnerschaft erfolgreich weiter geführt.

28.02.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Repower Systems AG,
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MAN Ferrostaal, EPURON und AGRAVIS Raiffeisen bauen Bioethanol-Anlage in Sachsen-Anhalt

EPURON, ein Tochterunternehmen der börsennotierten Conergy AG, MAN Ferrostaal und die AGRAVIS Raiffeisen AG wollen gemeinsam eine der deutschlandweit größten Bioethanolanlagen mit einer geplanten Kapazität von 200.000 Kubikmetern errichten. Die beteiligten Unternehmen haben dazu einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, berichtet EPURON in einer Pressemitteilung. Der Baubeginn der Anlage in Bülstringen (Sachsen-Anhalt) sei noch in diesem Jahr geplant.  Die Unternehmen rechnen mit dem Anlaufen der Bioethanolproduktion bereits im ersten Halbjahr 2009. Das Investitionsvolumen für die Entwicklung und den Bau der Großanlage beläuft sich laut EPURON insgesamt auf zirka 130 Millionen Euro. Dank des stark wachsenden Bioethanolmarktes böten sich für das Projekt wirtschaftlich attraktive Rahmenbedingungen.


Bündelung entscheidender Kompetenzen

Nikolaus von Veltheim, Vorstandsmitglied der AGRAVIS Raiffeisen AG, betont die Expertise der Partner: "Mit EPURON haben wir für die Projektierung und Finanzierung der Anlage ein international erfahrenes Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien an Bord. MAN Ferrostaal übernimmt die Leitung in der Realisierungsphase und zeichnet als Industrieanlagenbauer für die Genehmigungsverfahren, die Konzeption sowie den schlüsselfertigen Bau der Anlage verantwortlich.“ Gemeinsam mit EPURON wird MAN Ferrostaal das Betriebsführungskonzept entwickeln sowie die Vermarktung und den Verkauf des Bioethanols gewährleisten. Der Standort Bülstringen biete eine direkte Anbindung an die BARO Lagerhaus GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der AGRAVIS, sowie eine optimale Infrastruktur für die Verteilung des Kraftstoffes durch die unmittelbare Lage am Mittellandkanal.

Dr. Wolfgang Knothe, Vorstand Projects von MAN Ferrostaal, verweist deshalb auch auf die strategische Funktion der AGRAVIS Raiffeisen AG: "Das Agrarhandelsunternehmen hat hier Getreide-Lagerkapazitäten von rund 550.000 Tonnen und liefert daraus die notwendigen Rohstoffe für die Bioethanolproduktion. Somit ist der langfristige Zugang zu den Input-Stoffen ganzjährig gesichert", so Dr. Knothe. "Alle beteiligten Unternehmen sind in ihren Bereichen führend und vereinen in der Betreibergesellschaft hervorragend ihre Stärken. Damit haben wir im Markt ein bisher einzigartiges Modell, das langfristigen Erfolg verspricht“, so Nikolaus Krane, Vorstandsmitglied der Conergy AG und bei EPURON für das Projektgeschäft der Bioenergie verantwortlich.


Starke Nachfrage nach Bioethanol

Die Unternehmen wollen sich mit der Anlage den weltweit stark wachsenden Bioethanolmarkt erschließen. So plant die EU-Kommission, dass Biokraftstoffe bis 2020 einen Anteil von zehn Prozent am Gesamtkraftstoffmarkt haben sollen. Das Biokraftstoffquotengesetz, das am 1. Januar 2007 in Deutschland in Kraft getreten ist, verpflichtet die Mineralölindustrie dazu, dem Benzin Bioethanol beizumischen und so an die Verbraucher abzugeben. Die Kapazität der Anlage in Bülstringen würde laut EPURON ausreichen, um im Jahr 2008 rund ein Viertel der Beimischungsmenge in Deutschland zu decken. Darüber hinaus sei mit einem erhöhten Bedarf an E85 zu rechnen, einem Kraftstoff, der 85 Prozent Bioethanol und nur noch 15 Prozent Benzin enthält. Von der steigenden Nachfrage der Raffinerien, der Importeure von Otto-Kraftstoffen sowie der mittelständischen Mineralölhändler nach dem biogenen Kraftstoff wollen die Betreiber der Anlage profitieren.

27.02.2007   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel gratuliert Al Gore zu den Oscars für "Eine unbequeme Wahrheit"

Al Gores Film zum Klimaschutz.
Al Gores Film zum Klimaschutz.

Zur Verleihung von zwei Oscars für den Klimaschutz-Film "Eine unbequeme Wahrheit" von und mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Gore schriftlich gratuliert. "Sehr geehrter Herr Gore, Sie haben heute für Ihren Film `Eine unbequeme Wahrheit` zwei Oscars verliehen bekommen. Ich möchte Sie persönlich, aber auch den Regisseur des Films Davis Guggenheim und alle, die zu diesem Film beigetragen haben, ganz herzlich beglückwünschen. Sie haben über viele Jahre mit großem Engagement auf die Gefahren des Klimawandels und die Dringlichkeit des Handelns hingewiesen. Dazu trägt auch dieser Film über Ihr Wirken durch seine allgemein verständliche Präsentation, seine Mischung aus Humor und überzeugenden wissenschaftlichen Fakten in hohem Maße bei.   In beeindruckenden Bildern werden uns die Folgen menschlichen Handelns vorgeführt - die große ökologische Herausforderung, vor der wir stehen, aber auch: wie wir sie meistern können. Ihr Beitrag findet meine höchste Anerkennung. Wohl kein Dokumentarfilm in den vergangenen Jahren hat die umweltpolitische Debatte so beeinflusst wie "Eine unbequeme Wahrheit", so der Bundesumweltminister.


In den vergangenen Monaten habe er bei Sondervorführungen des Films in deutschen Städten gemeinsam mit Jugendlichen über diesen bemerkenswerten Film und die Politik zum Schutz des Klimas diskutieren können, schreibt Gabriel. "Die Gespräche haben mich beeindruckt. Gerade Kinder und Jugendliche wissen sehr wohl, dass wir schnell und entschlossen handeln müssen, wenn wir den Klimawandel noch beherrschen wollen", so Gabriel. In enger Kooperation mit einer Reihe von Sponsoren stelle das Bundesumweltministerium nun bis zu 6.000 interessierten Schulen je eine kostenlose DVD mit dem Film zur Verfügung und führe ab dem 18. März 2007 in 26 deutschen Städten "Bildungsmatineen" durch, bei denen Lehrerinnen und Lehrer den Film kostenlos sehen und umfangreiches Material für den Unterricht erhalten können.

"Sehr geehrter Herr Gore, die Bundesregierung wird Ihren Einsatz für den Klimaschutz auch in Zukunft unterstützen. Wir werden unsere führende Rolle im Klimaschutz weiterhin wahrnehmen. Ihnen und Ihren Mitarbeitern wünsche ich, dass die Verleihung des Oscars für `Eine unbequeme Wahrheit` weiteren Auftrieb für eine aktive Klimaschutzpolitik freisetzt", so Gabriel.

27.02.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paramount Deutschland, UPI,
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Wechselrichter-Hersteller SMA meldet Rekordergebnis in Spanien

Zentralwechselrichter Sunny Central 100 outdoor.
Zentralwechselrichter Sunny Central 100 outdoor.

Die SMA Ibérica Tecnología Solar ist seit Beginn dieses Jahres Mitglied der Kategorie A des spanischen Photovoltaik-Verbandes "Asociacion de la Industria Fotovoltaica" (ASIF), berichtet die SMA Technologie AG in einer Pressemitteilung. Die Mitgliedschaft in der ASIF ist in verschiedene Kategorien gegliedert. Mitglieder der Kategorie A haben durch die regelmäßige Teilnahme an allen Gremiumssitzungen die meisten Mitbestimmungsmöglichkeiten. Die Zuordnung erfolgt auf Grund des Umsatzvolumens. SMA Ibérica könne mit einer verkauften Wechselrichter-Leistung von mehr als 25 Megawatt (MW) auf ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurückblicken.   Als ASIF Mitglied der Kategorie A könne SMA Ibérica unmittelbar Einfluss nehmen auf Gesetzgebungsverfahren sowie die Festlegung neuer technischer Normen und Anschlussbedingungen in Sachen Photovoltaik. Das sei um so wichtiger, als die Wettbewerbsfähigkeit der Solarenergie gegenüber fossilen Energieträgern wesentlich vom Einsatz innovativer Technologien abhänge, für den es passender Rahmenbedingungen bedürfe. Wie in anderen internationalen Märkten, verfolge SMA auch in Spanien konsequent das Ziel, Marktführerschaft nicht alleine durch ein starkes Vertriebs- und Serviceteam zu erreichen, sondern auch durch die engagierte Arbeit in den wichtigsten nationalen Gremien der Branche.


"Auf Grund der hervorragenden klimatischen Bedingungen bietet der spanische Markt beste Voraussetzungen um Vorbild für andere europäische Staaten zu werden", erklärt Geschäftsführer Ignacio Muñiz. "Die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der Solarenergie wächst kontinuierlich. Auch die politischen Rahmenbedingungen sind auf bestem Wege der Photovoltaik zum Durchbruch zu verhelfen. Was wir noch brauchen, ist mehr Transparenz in den Förderbedingungen und überregional geltende Bestimmungen, die Solar-Interessierten die Investitionen in eine Solarstromanlagen erleichtern", so Muñiz weiter.


Enorme Umsatzsteigerungen bei Zentralwechselrichtern

Besonders bei den Zentralwechselrichtern in der Leistungsklasse bis 100 Kilowatt seien enorme Umsatzsteigerungen erzielt worden. Besonders nachgefragt wurde laut SMA der extra für den spanischen Markt entwickelte und gefertigte Sunny Central 100 Outdoor. Durch den erweiterten Temperaturbereich von -25° C bis +50° C und die Schutzart IP 44 sei er ideal für den Einsatz in großen Freiflächenanlagen geeignet. Das erspare zusätzliche bauliche Maßnahmen zur generatornahen und damit Kosten sparenden Unterbringung der Systemtechnik.


Sunny Tower mit neuem Wechselrichterkonzept

Mit dem Sunny Tower stellt SMA in diesem Jahr ein neues Wechselrichterkonzept vor, das die Vorzüge innovativer Stringwechselrichter, wie einen bisher unerreichten Wirkungsgrad von über 98 % und eine höhere Anlagenverfügbarkeit mit denen der Zentralwechselrichter vereine. Sunny Tower sei ein weiterer großer Schritt zur Kostenreduzierung, mit der SMA den Einsatz der Photovoltaik im Sinne einer zukunftorientierten Energiepolitik voranbringen möchte.

Weitere Informationen SMA Ibérica Tecnología Solar unter: www.sma-iberica.com

27.02.2007   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.,
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NRW: Neues Förderprogramm für erneuerbare Energien und Energieeffizienz gestartet

Nordrhein-Westfalen will die Entwicklung erneuerbarer Energien und neuer Techniken zur Energieeinsparung so weit vorantreiben, dass sie konkurrenzfähig am Markt bestehen können. Mit dem neuen Förderprogramm "progres.nrw" (Programm für rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen) unterstützt das NRW-Wirtschaftsministerium jetzt die Installation von Solarstrom-Anlagen, Solarwärmeanlagen, Bioenergie- und Wasserkraftanlagen, den Bau hoch effizienter Energiesparhäuser (Passivhäuser) sowie Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.  Zusätzlich fördert das Land jetzt auch bei Endkunden die Hausanschlüsse an das Nah- und Fernwärmenetz. "Mit proges.nrw unterstützen wir die Erforschung, Entwicklung und Markteinführung neuer Energietechnologien und ergänzen unsere Effizienzoffensive. Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien dort zu fördern, wo sie auf Sicht wirtschaftlich sind. Gleichzeitig wollen wir die enormen Einsparpotenziale nutzen, die die Entwicklung innovativer, energieeffizienter Technologien und Verfahren bieten", sagte Ministerin Christa Thoben.


progres.nrw löst REN-Breitenförderung ab

Dies führe zur Senkung der Energiekosten und leiste einen Beitrag zum Klimaschutz, betonte die Minsiterin. Für NRW-Unternehmen gebe es dabei auch industrie- und beschäftigungspolitische Chancen auf den Weltmärkten. Diese gelte es zu nutzen und auszubauen, so Thoben. Das Förderprogramm progres.nrw (Markteinführung) löst die ehemalige so genannte "REN-Breitenförderung" ab. Im Rahmen dieses Programms wurden allein im letzten Jahr über 2.000 Projekte in NRW mit insgesamt fünf Millionen Euro gefördert. Die Richtlinie zu progres.nrw werde fortlaufend den rechtlichen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst, heißt es in der Pressemitteilung des NRW-Wirtschaftsministeriums. Um den Wettbewerb zu stärken, sollen die Förderbedingungen kontinuierlich so gestaltet werden, dass die selbst tragende Wirtschaftlichkeit der geförderten Anlagentechniken forciert wird. Auf diese Weise habe in den vergangenen Jahren die durchschnittliche Förderquote von nahezu 30% (1994) auf 15 % (2006) reduziert werden können und die Förderung von sechs Techniken erfolgreich beendet werden (darunter Brennwertkessel, Windenergie-, Wärmepumpenanlagen).


Multiplikatoren sind Schwerpunkt der Förderung

Die Landesregierung setzt im neuen progres.nrw besonders im bei der Förderung der Solarenergie auf Multiplikatoren, wie zum Beispiel Schulen, Vereine, wissenschaftliche, karitative, soziale und religiöse Einrichtungen oder das Projekt "50 Solarsiedlungen NRW". Denn in diesen Einrichtungen installierte Anlagen veranschaulichen breiten Bevölkerungskreisen die Einsatzmöglichkeiten und Leistungsfähigkeit der solaren Strom- und Wärmeerzeugung. Von ihnen gehe deshalb ein wichtiger Impuls für die Marktentwicklung aus.


200 bzw. 300 Euro pro Quadratmeter Solar-Kollektorfläche; 500 Euro pro installiertem Kilowatt Solarstrom-Spitzenleistung

Solarwärmeanlagen für die Brauchwassererwärmung in Gebäuden als Multiplikatoranlagen, in Passivhäusern, "3-Liter-Häusern", Solarsiedlungen und Geberbebetrieben werden bezuschusst mit 200 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Für solarthermische Anlagen zur Erzeugung solarer Prozesswärme in Verbindung mit Vakuumröhrenkollektoren gibt es einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Netzgekoppelte Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 2 bis 10 kWp erhalten unabhängig von der Anlagentechnik einen Zuschuss von 500 Euro pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung. Auf Passivhäusern und "3-Liter-Häusern" wird der Zuschuss bereits ab einer Leistung von 1 kWp gewährt.


Biogas-KWK werden bis zu einer elektrischen Leistung bis rund 250 kW gefördert

Biogasanlagen zur gekoppelten Wärme- und Stromerzeugung (KWK) werden wie bisher mit einer elektrischen Leistung bis zu zirka 250 Kilowatt gefördert, da Anlagen dieser Leistungsklasse derzeit noch nicht wirtschaftlich betrieben werden könnten, so das Ministerium. Gleichzeitig stimmten diese Anlagen mit den Rahmenbedingungen eines durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betriebes in NRW sehr gut überein. Größere Biogasanlagen seien im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bereits jetzt wirtschaftlich.


3.500 Euro für Passivhäuser; 2.800.Zuschuss für "3-Liter-Häuser" in Solarsiedlungen

Passivhäuser und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind gerade beim energiesparenden Bauen bedeutsam. Sie können den angestrebten geringeren Energieverbrauch im Gebäudebereich maßgeblich mitbestimmen. Derzeit sei hier die Marktdurchdringung noch nicht abgeschlossen, so das Ministerium. Für Passivhäuser gibt es im Programm progres.nrw 3.500 Euro Zuschuss, für "3-Liter-Häuser" in Solarsiedlungen 2.800.

Die Richtlinie zum Förderprogramm ist im Internet zugänglich unter http://www.progres.nrw.de. Antragsvordrucke sind kostenlos erhältlich bei C@ll NRW - dem Bürger- und ServiceCenter NRW - unter der Telefonnummer: 0180 3 - 19 0000 (9 ct./Min) oder unter der E-Mail-Adresse: info@CallNRW.de.

27.02.2007   Quelle: Wirtschaftsministerium NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Innovative Heiztechnik: Paradigma startet "Natürlich Wärme-Tour 2007"

Neues Holzpellets-System "Pelletti II".

Die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH stellt in diesem Jahr nicht auf der Fachmesse ISH aus, sondern geht auf direkt zu ihren 700 Systempartnern und interessierten SHK-Meisterbetrieben auf die "Natürlich Wärme-Tour 2007". Unter dem Motto "Heizen, sparen, Umwelt schonen" startete die zweitägige Paradigma Veranstaltungsreihe am 22./23. Februar in Stuttgart, gefolgt von Bremen (1./2.März), Köln (15./16. März), Nürnberg (22./23. März) und Dresden (19./20. April). Ziel der Tour sei, bestehende Partnerschaften mit Fachhandwerkern zu intensivieren sowie neue, leistungsstarke Systempartner zu gewinnen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Bis Ende 2007 will Paradigma, Marktführer bei Vakuum-Röhrenkollektoren und namhafter Hersteller von Holzpellets-Kesseln, 300 ausgewählte Meisterbetriebe in sein erfolgreiches Partnernetzwerk integrieren. Der Anbieter von innovativen ökologischen Heizsystemen erwartet vom Ausbau seines Partnernetzwerkes einen bundesweit flächendeckenden Beratungs- und Installationsservice für Endkunden, aber auch eine weitere Steigerung des Unternehmensumsatzes.


"Paradigma in Deutschland inklusive verbundener Unternehmen verzeichnet jährlich ein enormes Umsatzwachstum. Waren es zum Beispiel 2004 noch 35 Millionen Euro, lag unser Umsatz 2006 bei zirka 74 Millionen Euro", so Matthias Reitzenstein, Paradigma- Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Dieser Anstieg zeige sich auch beim durchschnittlichen Einkaufsvolumen der Partner bei Paradigma, das in den letzten beiden Jahren um fast 150 % gestiegen sei. Die Entwicklung spiegle auch die zunehmende Konzentration der Partner auf den Hersteller und Partner Paradigma wider.


Neue Gasbrennwert-Solar-Wärmezentrale und Pellets-System mit "Maulwurf"

Das Interesse regionaler Handwerksbetriebe an der neuen Paradigma-Veranstaltungsreihe sei groß: pro Tourstation würden jeweils mehr als 200 Fachbetriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks erwartet. Auf dem Programm stehen vor allem Fachvorträge, Diskussionen sowie die Präsentation von Paradigma Produkten und Innovationen im Rahmen einer Messe. So stellt Paradigma bei der Natürlich Wärme-Tour erstmals die im April auf den Markt kommende Gasbrennwert-Solar-Wärmezentrale "ModuVarioAqua" vor. Bei dieser Kompaktklasse für Heizung und Warmwasser seien Brennwertgerät, Schichtenspeicher und die wichtigsten hydraulischen Komponenten anschlussfertig zu einer Einheit zusammengefasst. Die entsprechenden Pakete enthalten auch die Aqua-Solar-Technologie, unter anderem mit den jeweiligen Vakuum-Röhrenkollektoren, Montagesets und dem Solarregler "SystaSolarAqua". Darüber hinaus ist das seit Januar erhältliche Komplettpaket "Pelletti II" mit dem Entnahmesystem "Sonnen-Pellet Maulwurf" zu sehen. Und nicht zuletzt gehe es um die für Paradigma-Systempartner besonders umsatz- und ertragsstarken "AquaSysteme", mit denen Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung in fast allen Fällen ohne weitere Umbauten an bestehende Heizungsanlagen anschließbar sind.


Endkundentag mit Franz Alt und Jean Pütz

Am Vormittag des zweiten Veranstaltungstages informieren die Paradigma-Geschäftsführung und regionale Systempartner interessierte SHK-Meisterbetriebe über den Weg in die Paradigma-Partnerschaft. Nachmittags zwischen 14.00 und 17.00 Uhr haben dann private Bauherren und Renovierer Zutritt zur Messe. Darüber hinaus konnte Paradigma für den Endkundentag prominente Unterstützer gewinnen: für Stuttgart und Dresden Dr. Franz Alt, Buchautor, Journalist und TV-Moderator, in Bremen, Köln und Nürnberg wird der langjährige "hobbythek"-Autor und -Moderator Jean Pütz auftreten. Das Vortragsthema beider Referenten lautet: "Die Sonne schickt keine Rechnung – erneuerbare Energien jetzt!"

27.02.2007   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH,

 

Europäische und Deutsche Solarpreise 2007: Vorschläge bis Ende Juli einreichen

Auszeichnung für das Engagement für die Erneuerbaren.
Auszeichnung für
das Engagement
für die Erneuerbaren.

Bis zum 31. Juli 2007 nimmt EUROSOLAR wieder Bewerbungen und Vorschläge für auszeichnungswürdige Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie für Personen entgegen. Seit 1994 verleiht EUROSOLAR die Europäischen und Deutschen Solarpreise an beispielhafte Initiativen. Im Mittelpunkt stehen herausragende innovative und kreative Leistungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Um der Breitenwirkung der Erneuerbaren in der Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten und -bereiche gerecht zu werden, erfolgt die Preisvergabe in insgesamt acht thematischen Kategorien.   Ausgezeichnet werden Städte/Gemeinden, Landkreise oder Stadtwerke; Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Unternehmen; Lokale oder regionale Vereine; solares Bauen; Transportsysteme mit erneuerbaren Energien; Bildung und Ausbildung; Eine-Welt-Zusammenarbeit. Weiter gibt es einen Medienpreis für Journalisten, Autoren oder ein Medium für Berichte zu erneuerbaren Energien sowie ein Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement.


Aus den nationalen Preisträgern werden die europäischen Sieger gekürt

Die Preisvergabe erfolgt zweistufig: Die Europäischen Solarpreise werden von den jeweiligen nationalen EUROSOLAR-Sektionen einzeln ausgeschrieben. Aus den Vorschlägen, die auf nationaler Ebene eingereicht und prämiert werden, wählt dann eine europäische Jury die Preisträger der Europäischen Solarpreise aus. Private Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien können sich in Deutschland für eine Plakette im Rahmen des Deutschen Solarpreises bewerben (z. B. Plusenergie- oder Nullemissionshäuser). Auch Schulen und Bildungseinrichtungen können sich ganzjährig um eine Plakette bewerben.

In den vergangenen dreizehn Jahren wurden europaweit rund 280 Preisträger aus rund 2.500 vorgeschlagenen Projekten ausgezeichnet.
Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren, ein Online-Anmeldungsformular sowie Präsentationen der bisherigen Preisträger gibt es unter .

27.02.2007   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR,

 

Solar-Konzern Conergy AG meldet vorläufige Umsatzzahlen: Plus 42 %

Der Vorstand der Conergy AG (Hamburg) hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2006 aufgestellt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Alle Zahlen nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) seien noch vorläufig und nicht testiert. Die Billigung durch den Aufsichtsrat erfolge im März 2007 nach Abschluss der Arbeiten des Abschlussprüfers. Nach diesen vorläufigen Zahlen habe die Conergy AG ihren Konzernumsatz im Jahr 2006 um 42 % auf 752,2 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: EUR 530,2 Mio.), berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.  

26 % des Umsatzes mit Solarthermie, Wind- und Bioenergie

Der Auslandsumsatz im Konzern konnte nach Angaben des Unternehmens auf 291,0 Millionen Euro mehr als verdreifacht werden (Vorjahr: 75,6 Mio.) und machte 39 % des Konzernumsatzes aus (Vorjahr: 14%); der Umsatzanteil mit Solarthermie, Wind- und Bioenergie stieg auf 26 % (Vorjahr: 12%). Damit habe Conergy die Wachstumsstrategie "50/50/08" erfolgreich fortgesetzt. Wie bereits gemeldet, hätten einzelne, kurzfristig verspätete Zulieferungen Ende Dezember 2006 gegenüber den Planungen der Conergy zu einer Umsatzverschiebung in das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von rund 50 Millionen Euro geführt.


Sonderaufwendungen für neue Solarwafer, Solarzellen und Modulproduktion sowie neue Gesellschaften

Der Konzern-Jahresüberschuss stieg um 8,3 % auf 30,1 Millionen Euro (Vorjahr: EUR 27,8 Mio). Die Rohertragsmarge konnte in 2006 deutlich auf 19,3 % gesteigert werden (Vorjahr: 16,1%). Ergebnisbelastend wirkten nach Angaben des Unternehmens investive Aufwendungen für den Ausbau komplementärer Technologien (EUR 12,2 Mio.) einschließlich der neuen voll integrierten solaren Wafer-, Zellen- und Modulproduktion sowie internationale Markteintritte unter anderem durch Gründung von 20 Gesellschaften (EUR 8,7 Mio.). Diesen Sonderaufwendungen stehen laut Conergy Sondererträge in Höhe von 15,0 Millionen Euro aus dem Verkauf zweier Grundstücke gegenüber. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Conergy AG bereits Erträge aus den Investitionen in die neuen Märkte und der Erweiterung der Produktlinien für Solar-, Wind- und Bioenergie. Darüber hinaus zeichne sich ab, dass das weiter schnell wachsende internationale Geschäft und gesunkene Beschaffungspreise bei der Photovoltaik die Margen steigern würden.


Auftragsbestand bis Februar 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht

Die Bilanzpressekonferenz und das Analysten- und Investorentreffen werden am 30. März 2007 in Frankfurt am Main stattfinden. Über alle Geschäftsfelder habe sich der Auftragsbestand im Konzern bis Februar 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht und decke bereits heute etwa 70 % des für 2007 geplanten Umsatzes von 1.250 Millionen Euro.

26.02.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarmodul-Hersteller aleo solar erweitert Solarzellen-Lieferverträge mit Q-Cells um 110 MWp

aleo-Modulfertigung in Prenzlau.
aleo-Modulfertigung in Prenzlau.

Die aleo solar AG (Oldenburg, Prenzlau) hat ein Vertragspaket mit der Q-Cells AG unterzeichnet, in dem der Umfang der Lieferung von Solarzellen aus zwei bestehenden Verträgen verdoppelt wurde, berichtet aleo in einer Pressemitteilung. Erst vor wenigen Tagen hatte aleo solar den Abschluss eines Liefervertrages mit Q-Cells für die spanische Produktionstochter in Barcelona bekannt gegeben. Insgesamt hat aleo solar nach eigenen Angaben zurzeit mit drei namhaften Lieferanten mittel- und langfristige Verträge abgeschlossen. Das Gesamtvolumen der vertraglich zugesicherten Solarzellen betrage für die nächsten 10 Jahre deutlich mehr als 600 Megawatt Spitzenleistung (MWp).   "Sichere Zellversorgung – das ist für uns eine strategische Aufgabe, der wir mit diesem langfristigen Vertrag gerecht werden. Das stärkt unsere Position im europäischen PV-Markt und zeigt, dass unsere Strategie des `pure player`aufgeht", so Jakobus Smit, Vorstand der aleo solar AG. "Wir setzen nicht auf eine kapitalintensive und zeitlich aufwändige Rückwärtsintegration, sondern auf `Economies of scale`. Wir konzentrieren unsere Kräfte auf den Ausbau und die Auslastung unserer Produktionskapazitäten und können dadurch schnell und organisch wachsen", führt Smit aus.

Heiner Willers, ebenfalls Mitglied des Vorstands ergänzt: "Die Marke aleo ist eine internationale Qualitätsmarke. Aus diesem Grund kommen für uns nur wenige Lieferanten infrage. Über solche Verträge, wie jetzt mit Q-Cells, stellen wir sicher, dass wir die hohe Qualität auch in den nächsten Jahren nachhaltig garantieren können." Die aleo solar AG vertreibt ihre Produkte in Deutschland über ein flächendeckendes Netzwerk von Installateuren. In Spanien beliefert sie zudem auch Energieversorger und Konzerne aus dem Erneuerbare-Energien-Bereich.

26.02.2007   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG.,
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Deutscher Solar-Boom im Ausland: Exportumsatz steigt laut BSW-Prognose um über 50 Prozent

Deutsche Solartechnik ist weltweit gefragt.
Deutsche Solartechnik ist weltweit gefragt.

Deutsche Solartechnik entwickle sich zunehmend zum Exportschlager, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V.(BSW) in einer Pressemitteilung. Nach Einschätzung des BSW wird die deutsche Solarwirtschaft in diesem Jahr ihre Weltmarktposition weiter ausbauen können. In seiner Exportprognose rechnet der Wirtschaftsverband für das laufende Jahr mit einem Umsatzanstieg im Auslandsgeschäft deutscher Solarunternehmen von über 50 Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro.  In den letzten drei Jahren hätten deutsche Photovoltaik-Unternehmen ihren Auslandsumsatz bereits von 190 Millionen Euro auf rund eine Milliarde Euro verfünffacht. Die Wurzeln dieser Exporterfolge liegen nach BSW-Angaben in der Markt- und Technologieführerschaft der deutschen Solarbranche und dem weltweit erwachenden Bewusstsein für Klima, Umwelt und Energie-Versorgungssicherheit. Die Exportquote der Photovoltaikhersteller werde sich voraussichtlich von derzeit rund 35 Prozent auf 40 Prozent erhöhen, so die Ergebnisse eines vom BSW bei dem Marktforschungsunternehmen EuPD Research beauftragten Export-Gutachtens.



Exporte im EU-Binnenmarkt, nach Asien und in die USA

Hauptzielmarkt für deutsche Photovoltaik-Exporte ist der europäische Binnenmarkt, auf dem rund 60 Prozent der Auslandsumsätze erzielt werden. Die Solarstrom-Märkte Asien mit knapp 20 Prozent und die USA mit über 13 Prozent folgen auf den Plätzen zwei und drei. Wichtiger Katalysator für den Markterfolg ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das seit 2004 in Deutschland eine kostendeckende Produktion von Solarstrom ermöglicht und inzwischen von über 40 Ländern der Erde als erfolgreichstes Marktöffnungsinstrument für Erneuerbare Energien übernommen wurde.


BSW-Geschäftsführer Körnig: Technologievorsprung halten, Anstrengungen verstärken

Die Exportaussichten beurteilt BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig deshalb positiv: "Mit dem EEG im Rücken ist die deutsche Solarindustrie fit für den Weltmarkt und international auf der Überholspur. Im nächsten Jahrzehnt könnte sie bei optimalen Gegebenheiten die Exportquoten von Maschinenbau und Fahrzeugindustrie erreichen." Körnig mahnt jedoch zur Wachsamkeit: "Die derzeitige Pole-Position ist das Ergebnis des deutschen Technologievorsprungs, weitsichtiger Unternehmensstrategien und eines stabilen Binnenmarkts - und damit kein Selbstläufer." Vielmehr seien jetzt verstärkte Kraftanstrengungen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erforderlich, um sich gegen eine wachsende Zahl ausländischer Wettbewerber insbesondere aus dem asiatischen Raum zu behaupten.

Heutige Investitionen und Kraftanstrengungen würden sich bei erfolgreicher Verteidigung des Wettbewerbsvorsprungs in vielfacher Hinsicht für den Wirtschaftsstandort Deutschland auszahlen, betont der BSW. Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten werde der weltweite Photovoltaikmarkt in den nächsten 15 Jahren jährlich um über 20 Prozent wachsen. "Wenn wir jetzt keinen unnötigen Boxenstop einlegen, werden Deutschlands Solarfabriken erheblich am globalen Milliardengeschäft Solartechnik partizipieren", ist sich Körnig sicher.


Deutsche Solarstromtechnik für Großkraftwerk in Spanien

Jüngstes Beispiel für die Exporterfolge der deutschen Solarindustrie: Im spanischen Ort Beneixama in der Provinz Alicante entsteht derzeit mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt peak auf einer Fläche entsprechend der Größe von 71 Fußballfeldern eines der größten photovoltaischen Solarstrom-Kraftwerke der Welt. Schlüsselkomponenten und Ingenieurleistungen stammen überwiegend aus Deutschland. An der Errichtung des Kraftwerks beteiligen sich neben dem Siemens-Konzern unter anderem die City Solar AG (Bad Kreuznach), die Q-Cells AG (Thalheim), die SOLON AG (Berlin/ Greifswald) und die aleo solar AG aus Prenzlau.

26.02.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RegioSolar,
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Emissionshandel: Spanien stützt nationalen Zuweisungsplan II mit neuer Klimaschutzerklärung

Nach der neuen "Klimaschutzerklärung zu Klimawandel und Sauberer Energie" (EECCEL), welche die spanische Umweltministerin Cristina Narbona in der 7. Kalenderwoche in Madrid vorstellte, will Spanien insgesamt 289,35 Millionen Certified Emission Reductions (CER) und Emission Reduction Units (ERU) ins Land holen. Das sind Zertifikate, die für Investitionen in Projekte in Entwicklungsländern (Clean Development Mechanism/CDM) oder in Industrieländern (Joint Implementation/JI) ausgestellt werden.  Knapp die Hälfte wolle die Regierung durch Investitionen spanischer Unternehmen erreichen, berichtet der Europressedienst Bonn. Diese Zertifikate sollen dann im Verhältnis 1:1 in die so genannten European Union Allowances (EUA) umgetauscht werden, als Zertifikate des europäischen Emissionshandelssystems.




Spanien, Frankreich und Deutschland liegen bei Klimaschutz-Investitionen in Entwicklungsländer vorn

Bereits heute seien spanische Unternehmen bei Investitionen in CDM-Projekte weltweit führend, so der Europressedienst. Im Jahr 2006 investierte die Privatwirtschaft nach Angaben des Generalsekretärs für die Umweltverschmutzung und Klimawandel 240 Millionen Euro - mehr als die Hälfte des internationalen Projektvolumens von 472 Millionen Euro. Frankreich folgt mit einigem Abstand (100 Mio. Euro) auf Platz zwei vor Deutschland. Die vom Nationalen Klimarat verabschiedete Strategie wird bis zum 10. März 2007 Gegenstand öffentlicher Anhörung sein.


Großzügige Höchstgrenzen im NAP II

Die Klimaschutzerklärung soll nach Angaben des spanischen Umweltministeriums das Hauptinstrument zur Erreichung der im zweiten Nationalen Allokationsplan (NAP II) angestrebten Emissionsziele werden. Den NAP II hatte Spanien Ende 2006 bei der Europäischen Kommission eingereicht, über seine Bewilligung will Brüssel Anfang März entscheiden. Wird der aktuelle Entwurf gebilligt, könnten die öffentlichen Stromversorger bis zu 70 Prozent der notwendigen CO2-Reduzierungen über Investitionen in CDM-/JI-Projekte erbringen. Betreiber von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie alle anderen Emittenten des klimaschädlichen Treibhausgases könnten bis zu 20 Prozent ihrer Verpflichtungen über CER und ERU decken. Damit hätten die projektbezogenen Mechanismen für spanische Emittenten eine besonders hohe Bedeutung. Dies zeigt auch der Blick auf Deutschland, wo die Höchstgrenze lediglich bei zwölf Prozent liegt.


Staatliche Gelder und Abkommen sollen CDM/JI für Privatwirtschaft attraktiver machen

Die intensiven Bemühungen bei CDM/JI seien jedoch nicht ohne Grund betont der Europressedienst: Die Wirtschaft Spaniens wachse seit Anfang der neunziger Jahre stetig. Gleichzeitig stehe das Land unter dem Zwang, die Kyoto-Ziele einhalten zu müssen. Im Rahmen der Lastenverteilung innerhalb der EU seien Spanien zwar 15 Prozent höhere CO2-Emissionen erlaubt, diese seien jedoch 2005 schon um 10,2 Prozent überschritten worden. Die Regierung versuche daher, ihren Verpflichtungen zur CO2-Einsparung in Schwellen- und Entwicklungsländern nachzukommen. Dem NAP II gingen aus diesem Grunde zahlreiche Anstrengungen von Staat und Wirtschaft voraus. Zum einen wurde im November 2004 zusammen mit der Carbon Finance Unit der Weltbank ein spanischer Carbon Fund aufgelegt, mit dem 34 Millionen Zertifikate (CER und ERU) generiert werden sollen. Die spanische Regierung ist hieran mit 170 Millionen Euro beteiligt, Unternehmen wie Endesa, Enel, Iberdrola und Repsol haben insgesamt 50 Millionen Euro investiert. Zusammen mit der Entwicklungsgesellschaft der Andenländer (CAF) gründete der spanische Staat zudem die "Iniciativa Iberoamericana de Carbon". Durch Investitionen in Höhe von 47 Millionen Euro sollen hierüber neun Millionen Zertifikate gewonnen werden. 35 Millionen Euro wurden von Madrid in einen Carbon Fund eingezahlt, der verwaltet wird von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Europäischen Wiederaufbau- und Entwicklungsbank (EBRD). Vor dem Hintergrund guter gewachsener Beziehungen zu Süd- und Mittelamerika liege der Fokus der Projekte hierbei eindeutig auf diesem Wirtschaftsraum: Mit 19 Staaten existieren Memoranden zur Zusammenarbeit im Rahmen von CDM, 17 davon mit lateinamerikanischen Staaten.

26.02.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europressedienst Bonn,
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DIW: Primärenergieverbrauch nur wenig gestiegen; Erneuerbare legen um 15 % zu

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2006 nur geringfügig gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftforschung (DIW) Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 8/2007. Der Anstieg sei vor allem konjunkturell bedingt und durch das hohe Preisniveau und die ungewöhnlich warme Witterung im letzten Quartal gebremst worden. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger ist laut DIW im Jahr 2006 um über 15 % gestiegen.   Darüber hinaus habe sich an der Struktur des Primärenergieverbrauchs nach Energieträgern wenig geändert, und auch für das Jahr 2007 würden keine grundlegenden Änderungen von Höhe und Struktur des Primärenergieverbrauchs erwartet, heißt es in der DIW-Pressemitteilung.


Erneuerbare Energiequellen tragen 5,3 % zur Deckung der Primärenergienachfrage bei

Nach ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. (AGEB) lag der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Jahr 2006 mit insgesamt 493,6 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 1,2 % über dem Verbrauch des Vorjahres, Nach wie vor ist das Mineralöl mit einem Anteil von rund 36 % der wichtigste Primärenergieträger, gefolgt vom Erdgas, der Steinkohle, der Kernenergie und der Braunkohle. Die erneuerbaren Energiequellen tragen laut AGEB inzwischen insgesamt mit 5,3 % zur Deckung der Primärenergienachfrage in Deutschland bei. Die Energieproduktivität der Volkswirtschaft - das Verhältnis von realem Bruttoinlandsprodukt zum Primärenergieeinsatz - hat sich im vergangenen Jahr um 1,4 % erhöht; das Ziel der Bundesregierung, die gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 zu verdoppeln, scheint vor diesem Hintergrund in weiter Ferne, betont das DIW.


Bruttostromerzeugung aus Erneuerbaren steigt auf 11,5 %

Der Bruttostromverbrauch ist 2006 um etwa 0,7 % gestiegen, die gesamtwirtschaftliche Stromproduktivität nahm mit 2 % kräftig zu. Bei der Stromerzeugung rangiert die Kernenergie mit reichlich 26 % an erster Stelle, gefolgt von der Braunkohle (24 %) und der Steinkohle (gut 21 %). Erneut gestiegen ist die Stromerzeugung auf Erdgasbasis (um 3,5 %). Der Beitrag der erneuerbaren Energien (Wind, Wasser, Biomasse) zur Bruttostromerzeugung hat weiter stark zugenommen und dürfte bei 11,5 % gelegen haben, so das DIW. Der Exportüberschuss bei Strom erreichte mit rund 20 Milliarden Kilowattstunden sein bisheriges Maximum.

26.02.2007   Quelle: DIW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Kostenlose UBA-Broschüre "Richtig Heizen mit Holz – Baustein zum Klimaschutz"

UBA-Broschüre zur Holzheizung.
UBA-Broschüre zur Holzheizung.

Holz ist ein klimaneutraler Brennstoff: Bei seiner Verbrennung entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie die Bäume vorher beim Wachstum gebunden haben. Doch besonders bei nicht optimaler, unvollständiger Verbrennung und beim Einsatz falscher Brennstoffe stoßen Holzheizungen große Mengen gefährlicher Luftschadstoffe aus, warnt das Umweltbundesamt (UBA). Die neue kostenlose Broschüre "Heizen mit Holz – ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen" gibt Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen ihrer Holzheizungen verringern und etwas für den Klimaschutz tun können.   Zu den kritischen Brennstoffen zählen laut UBA beispielsweise lackiertes Holz, Spanplatten und Kunststoffverpackungen. Diese können zum Beispiel Feinstaub oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe freisetzen.



Emissionsarme Pellets-Heizungen mit Umweltzeichen "Blauer Engel"

Der Feinstaubausstoß der Millionen kleinen Holzfeuerungsanlagen in Deutschland sei ebenso hoch wie der von PKW, LKW und Motorrädern zusammen, betont das UBA. Die Broschüre enthält Hinweise zur Auswahl des Holzes, des Ofens oder Heizkessels und erläutert den richtigen Umgang mit den Feuerungsanlagen. Mit qualitativ hochwertigem Holz, einer technisch einwandfreien Heizung und einer sparsamen Nutzung lassen sich die Emissionen der Holzöfen und -kessel entscheidend senken, unterstreicht das UBA. Wer das Klima schonen, die Umwelt schützen und seinen Nachbarinnen und Nachbarn nicht in die Quere kommen möchte, sollte unter anderem vier einfachen Tipps beachten: Alte Brenner sollten gegen moderne, emissionsarme Anlagentechnik ausgetauscht werden, zum Beispiel Pellets-Heizungen, die das Umweltzeichen "Blauer Engel" tragen. Zweitens sollten Verbraucher• den richtigen Brennstoff wählen und nur trockenes, naturbelassenes Holz verbrennen. Weiter gelte es, die Anlage richtig zu bedienen: Zügig anheizen und sich bei Menge und Art des Brennstoffes nach den Ratschlägen der Hersteller richten, so das UBA. Nicht zuletztS rät das UBA, die Anlage regelmäßig zu warten und zumindest vor Beginn jeder Heizperiode von einem Fachbetrieb gründlich inspizieren zu lassen.


Broschüre per Post oder im Internet

Die Broschüre "Heizen mit Holz – ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen" ist kostenlos erhältlich per Telefon (zum Ortstarif): 01888/305-3355, per Fax (zum Ortstarif): 01888/305-3356, per Email: uba@broschuerenversand.de oder im Internet unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf.
Schriftliche Bestellungen an: Umweltbundesamt, c/o GVP Gemeinnützige Werkstätten Bonn, Postfach 30 03 61, 53183 Bonn.

25.02.2007   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UBA,
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Arbeitsgemeinschaft sieht Versorgung mit Biodiesel gefährdet

Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) hat Ende Januar die aktuellen Daten zum Verkauf von Biodiesel an öffentlichen Tankstellen bekannt gegeben. Danach ist die im Jahr 2006 abgesetzte Menge an Biodiesel gegenüber dem Vorjahr um 44.000 Tonnen zurückgegangen - auf nunmehr 476.000 Tonnen. Die AGQM führt das im Wesentlichen auf die Auswirkungen der seit August 2006 bestehenden Teilbesteuerung zurück. Trotzdem hätten Tankstellen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen den Biodiesel-Absatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert: auf 183 Millionen Liter (161.552 Tonnen) beziehungsweise 132 Millionen Liter (116.230 Tonnen), heißt es in der Presseerklärung der AGQM. In fast allen anderen Bundesländern sei 2006 aber weniger Biodiesel verkauft worden als im Jahr zuvor.  NRW und Niedersachsen weisen laut AGQM eine Biodieseltankstellen-Struktur auf, die stark durch die Betankung von Nutzfahrzeugen geprägt ist. An diesen Stationen sei der Umsatz in den letzten vier Monaten des Jahres mit 15 Prozent nicht so stark eingebrochen wie bei den eher durch PKW besuchten Tankstellen, bei denen der Absatz von Biodiesel um 47 Prozent zurückging. An den LKW-Stationen hat der sehr gute Verlauf des ersten Halbjahres die späteren, schlechten Ergebnisse laut AGQM mehr als kompensiert.


Absatzrückgang gefährdet flächendeckende Versorgung

Die statistischen Ergebnisse weisen laut AGQM auf eine Gefahr für Tankstellenbetreiber und Nutzer hin. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge sei zu erwarten, dass Tankstellen mit sehr niedrigen Umschlagsmengen den Biodiesel-Verkauf einstellen werden, so dass die bisher gute flächendeckende Versorgung akut gefährdet sei. Dies würde die Attraktivität des Kraftstoffs Biodiesel für den Anwender zusätzlich senken und zu weiteren Absatzrückgängen führen. So verkaufen beispielsweise Biodieseltankstellen in Nordrhein-Westfalen jährlich im Durchschnitt mehr als 500.000 Liter Biodiesel, vergleichbare Tankstellen in Sachsen nur 57.000 Liter.

Die AGQM sieht die Politik in der Verantwortung, Steuerentscheidungen zu überprüfen und eine zukunftsfähige Lösung mit Augenmaß zu finden. Durch die veränderten Rahmenbedingungen könne sonst das über viele Jahre systematisch aufgebaute und in weiten Bereichen mit einem verlässlichen Qualitätssicherungssystem versehene Vertriebsnetz für den Biokraftstoff in kürzester Zeit ruiniert sein. Das politische Ziel, die Abhängigkeit vom Erdöl durch Einsatz von Biokraftstoffen schrittweise zu vermindern, werde so jedenfalls nicht erreicht.

25.02.2007   Quelle: AGQM Biodiesel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Tag der Erneuerbaren Energien kooperiert mit WOCHE DER SONNE

Solarstromanlagen aus der Nähe betrachtet.
Solarstromanlagen aus der
Nähe betrachtet.

Am 28. April 2007 werden Betreiber in ganz Deutschland wieder ihre umweltfreundlichen Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Am Tag der Erneuerbaren Energien werden auch die Biomassenutzung in Form von Holz, Pflanzenölen und Biogas sowie Wärmepumpen nicht fehlen, berichtet der Veranstalter, die Stadtverwaltung Oederan in einer Pressemitteilung. Neu in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit mit der WOCHE DER SONNE (Solarwärme- und Solarstromanlagen), die vom Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) erstmals vom 28. April bis 6. Mai organisiert wird.  Am 5. und 6. Mai findet in Österreich und in der Schweiz der TAG DER SONNE statt und schlägt die Brücke zu allen Aktionstagen im deutschsprachigen Raum. Während die Tage und die Woche der Sonne ihren Schwerpunkt auf die Solarwärme und den Solarstrom setzen, steht beim Tag der Erneuerbaren Energien die Vielfalt der regenerativen Energien im Mittelpunkt.




Wie in den Jahren zuvor kann sich jeder Interessierte die vielfältigen Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort und im Betrieb kostenlos anschauen. Auch energieeffiziente Häuser und effiziente Technik wie Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen sind zu sehen. Weiterhin gibt es zahlreiche Begleitveranstaltungen, zum Beispiel Vorträge, Diskussionsrunden, Besichtigungsfahrten, Messen und mehr. Ab sofort ist die neu gestaltete Internetseite www.energietag.de frei geschaltet. Sie ist übersichtlicher gestaltet, vereinfacht die Anmeldung und bietet jetzt auch die Möglichkeit, Anlagen zu finden, die nach Absprache das ganze Jahr über zu besichtigen sind. Ab sofort kann jeder seine Aktion im Internet eintragen.

Der Tag der Erneuerbaren Energien wurde von der Stadt Oederan 1996 erstmals unter dem Motto "Zehn Jahre nach Tschernobyl – es geht auch anders" veranstaltet. Seitdem fand die Aktion deutschlandweit Verbreitung und wurde mit dem Deutschen Solarpreis 2005 geehrt.

25.02.2007   Quelle: Stadtverwaltung Oederan   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadt Oederan.,
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KfW vergibt günstige Kredite und Zuschüsse zur Gebäudesanierung

Wer umfassend modernisiert, kann den Energieverbrauch seines Hauses mehr als halbieren. Darauf weist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hin. Die KfW-Förderbank vergibt im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms zinsgünstige Kredite für Sanierungsmaßnahmen, durch die der Energieverbrauch in bestehenden Wohngebäuden auf das Niveau eines Neubaus oder sogar darunter gesenkt werden kann.  Für die Altbausanierung kann ein Eigentümer bis zu 50.000 Euro KfW-Kredit pro Wohneinheit erhalten und zusätzlich einen Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 Prozent. Während der Energieverbrauch in einem nicht sanierten Altbau bei bis zu 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche liegt, beläuft er sich in einem Neubau auf rund 100 Kilowattstunden. "Besitzer eines Einfamilienhauses können durchaus 1.000 Euro Energiekosten pro Jahr sparen und noch dazu einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.", erläutert Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe.


Zehn Prozent der Sanierungskosten als Zuschuss

Seit Jahresbeginn können Hausbesitzer neben zinsgünstigen Krediten auch einen Zuschuss zur energetischen Gebäudesanierung erhalten. Er richtet sich an Eigentümer selbst genutzter oder vermieteter Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Der Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der Sanierungskosten beträgt maximal 5.000 Euro und wird direkt ausgezahlt, wenn nach der Renovierung das Neubau-Energieniveau erreicht wird. Liegt der Energieverbrauch 30 Prozent unter dem eines Neubaus, beträgt der Zuschuss maximal 8.750 Euro. "Die Sanierung von Altbauten in Deutschland birgt ein riesiges Potenzial für Energieeinsparung und Klimaschutz - und hilft dem einzelnen, Heizkosten zu sparen. Angesichts hoher Preise für Öl und Gas sowie der Frage nach Energiesicherheit ist das Thema aktueller denn je", so Ingrid Matthäus-Maier.


24 Millionen sanierungsbedürftige Wohnungen

Nach Angaben der KfW verdreifachte sich 2006 die Nachfrage nach Krediten zur energetischen Sanierung von Gebäuden im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2006 hat die Bank rund 9,5 Milliarden Euro Kredite vergeben. Von den 30 Millionen Wohnungen und Häusern, die in Deutschland vor 1984 gebaut wurden und damals nur geringe Energiestandards erfüllen mussten, sind laut Information der Bank 24 Millionen sanierungsbedürftig. Um den Verbrauch an Erdgas oder Erdöl nachhaltig zu senken, seien meist umfangreiche Dämmmaßnahmen sowie der Einbau einer effizienten Heizungsanlage erforderlich - und damit oft auch Kredite.


Kredit bei der Hausbank beantragen, Zuschüsse bei der KfW

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist Teil der von der Bundesregierung und der KfW Förderbank im Februar 2006 gestarteten Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum." Im diesem Rahmen hat die KfW Förderbank seit Februar 2006 in den Programmen "CO2-Gebäudesanierung", "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" mehr als 180.000 Kredite mit einem Volumen von rund 9,5 Milliarden Euro zugesagt, allein rund 43.000 Kredite in Höhe von 3,5 Milliarden Euro im Programm CO2-Gebäudesanierung. Der Antrag für einen Kredit muss bei der Hausbank gestellt werden, der für einen Zuschuss direkt bei der KfW.

Weitere Informationen zu Krediten und Zuschüssen unter http://www.solarserver.de/kfw_programm.html#co2 oder per
Telefon 01801 / 335577 sowie im Internet unter www.kfw-foerderbank.de

24.02.2007   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Biomassevergasung auf dem Prüfstand: Studie zeigt Verbesserungsmöglichkeiten

Der thermochemischen Vergasung von Biomasse widmet sich der neueste Band der Schriftenreihe der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Darin loten Experten des Instituts für Energetik und Umwelt gGmbH (IE) und der Technischen Universität Hamburg Harburg die verschiedenen Verfahren aus und zeigen Probleme und Lösungsansätze. Unter den Möglichkeiten, Biomasse energetisch zu nutzen, zähle die thermochemische Vergasung zu den interessantesten, heißt es in der Presserklärung der FNR.  Mit der Verstromung von Brenngas kombiniert, ließen sich weit höhere elektrische Wirkungsgrade erzielen, als im klassischen dampfbasierten Verfahren. Die Palette der Verfahren sei breit. Es gebe ein einstufiges sowie mehrstufige Verfahren, die sich hinsichtlich des Grundprinzips und der Prozessparameter unterscheiden würden. Ziel des von der FNR geförderten Verbundvorhabens war, die verschiedenen Vergasungsverfahren nicht nur zu analysieren und zu werten, sondern auch Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.


Biomassevergasung noch nicht marktreif - Wissenschaftler raten zu Langzeittests

Für den jetzt vorliegenden Band haben die Wissenschaftler des IE, der TU Hamburg sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihre Erkenntnisse zusammengefasst. Ihr Fazit: Die Biomassevergasung ist zwar nach wie vor noch nicht marktreif, die Probleme lassen sich jedoch grundsätzlich technisch lösen. Vor allem in Anlagen mit einer Wärmeleistung von 500 bis 1000 Kilowatt (kWth) könnte nach Berechnungen der Wissenschaftler ein wirtschaftlicher Betrieb möglich werden. Daher raten sie zu Langzeittests in Demonstrationsanlagen. Die Ergebnisse können im Detail nachgelesen werden in der Veröffentlichung "Analyse und Evaluierung der thermo-chemischen Vergasung von Biomasse". Sie ist erschienen als Band 29 der Schriftenreihe "Nachwachsende Rohstoffe" bei der FNR, kostet 32 Euro und kann über den Buchhandel oder direkt beim Landwirtschaftsverlag GmbH Münster bezogen werden.

24.02.2007   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Stromsparen im Büro: Neuer Leitfaden für den Einkauf Energie sparender Geräte

Kosten senken im Büro fängt an bei der Beschaffung energieeffizienter Geräte, denn der Stromverbrauch bestimmt deren Betriebskosten. Eine intelligente Beschaffung berücksichtige die beträchtlichen Verbrauchsunterschiede der elektronischen Helfer und kann die Betriebskosten nachhaltig senken, so die Initiative EnergieEffizienz in einer Pressemitteilung.   Ihr Leitfaden, "Energieeffiziente Bürogeräte professionell beschaffen" soll dazu beitragen. Er gibt Tipps von der Bedarfsanalyse bis hin zur Erteilung des Zuschlags. Jeder Schritt wird an einem konkreten Beispiel erläutert. Mustervorlagen geben Formulierungsempfehlungen für die Ausschreibung. Merkblätter stellen die wichtigsten Energieeffizienzkriterien heraus und liefern Informationen zum Stromverbrauch von Computern, Monitoren, Kopierern, Druckern, Multifunktionsgeräten, Scannern und Faxgeräten.


Tipps zur Senkung der Stromkosten

Der Leitfaden soll es dem Anwender leicht machen, energieeffiziente Bürogeräte zu beschaffen, auch im Einklang mit dem Vergaberecht, das öffentliche Einrichtungen beim Einkauf von Gütern und Leistungen zu beachten haben. Hinweise zur Strom sparenden Nutzung der Geräte vervollständigen die Sammlung loser Blätter, die bei Bedarf aktualisiert und ergänzt werden kann. "Mit der EU-Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen kommt insbesondere auf die öffentliche Beschaffung die Anforderung zu, Energieeffizienz und minimale Lebenszykluskosten als Bewertungskriterien zu berücksichtigen. Der Leitfaden der Initiative EnergieEffizienz bietet hierfür eine praxisorientierte Hilfestellung. Aber auch private Unternehmen können die Empfehlungen zur Senkung ihrer Stromkosten nutzen", erläutert Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Der Leitfaden ist ein Angebot der dena-Kampagne "Effiziente Stromnutzung im Dienstleistungssektor", die im Rahmen der bundesweiten Initiative EnergieEffizienz getragen wird von der dena und den Unternehmen E.ON Energie AG, EnBW AG, RWE Energy AG sowie Vattenfall Europe AG. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Er kann für 28 Euro über bestellt werden über www.office-topten.de.

24.02.2007   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Verbesserte Solar-Förderung in Italien: Neues "Conto Energia" verabschiedet

Gebäudeintegrierte PV-Anlage in Italien
Gebäudeintegrierte PV-Anlage in Italien

Die Konferenz der Staaten und Regionen in Italien hat das neue Solar-Fördergesetz "Conto Energia" angenommen, berichtet der Bonner Europressedienst in einer Pressemitteilung. Demnach sei das Nominalziel für die Förderung nochmals erhöht worden und liege jetzt bei 3.000 Megawatt (MW) bis zum Jahr 2016. Bisher wurden nach Angaben des Netzregulators GSE 7,9 Megawatt Spitzenleistung (MWp) anstelle der vorher deklarierten 6,1 MWp installiert und an das Stromnetz angeschlossen. Die neue Regelung nimmt Abstand von der bisherigen Förderung nach Systemleistungen und sieht eine Mischvergütung nach Leistung und Systemtyp vor. Auf Anfrage des Europressedienstes teilte der italienische Photovoltaikverband GIFI (Grupo Imprese Fotovoltaiche Italiane) mit, dass das neue Gesetz Ende Februar offiziell veröffentlicht werden und damit in Kraft treten soll. 

Neuer Schwerpunkt auf kleinen und integrierten Solarstromanlagen

Während im vorigen Dekret vor allem Photovoltaik-Systeme von 20 bis 50 Kilowatt peak (kWp) gefördert wurden, liegt der Fokus nun auf Solarstrom-Kleinanlagen mit einer Leistung bis zu drei kWp. Damit werde nun vor allem der Endverbraucher angesprochen, dem im besten Fall (voll integriertes System) 49 Eurocent Förderung pro Kilowattstunde Solarstrom (kWh) zustehen. Doch auch die Integration von Systemen soll stärker gefördert werden: Voll integrierte Systeme über 20 kWp erhalten immerhin 44 Eurocent pro kWh. Freiflächenanlagen über 20 kWp werden künftig mit 36 Eurocent am geringsten gefördert.


Weniger Bürokratie, jährliche Leistungsbegrenzung entfällt

Auch die Bürokratie soll das neue Gesetz nicht mehr behindern: Ab März kann die Förderung für Solaranlagen nicht mehr beantragt werden, ohne dass das Projekt fertig gestellt ist, so der Europressedienst. Zudem seien die Unternehmen durch den Wegfall der jährlichen 85 MWp-Begrenzung und der bisherigen Obergrenze (Deckelung) von 1.200 MWp nicht mehr in Zugzwang, sich noch einen MW-Anteil sichern zu müssen. Die Investitionssicherheit werde zusätzlich verstärkt, indem Photovoltaik-Anlagen auch noch bis zu 14 Monate nach Erreichung des Deckels angeschlossen werden können.


Stromnetzbetreiber werden in die Pflicht genommen

Die Einspeisetarife werden auf 20 Jahre garantiert. 2009 will das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Umwelt die Tarife neu begutachten. Auch die in der Vergangenheit häufige Überschreitung von Stromanschlussfristen durch die Stromnetzbetreiber soll in Zukunft nicht mehr möglich sein. Hierzu verpflichtet Artikel 5 (2) des "Conto Energia" die Elektrizitäts- und Gasbehörde (AEEG) zur Einführung exakter Regeln und Zeitabläufe für Stromanschlüsse sowie möglicher Strafen im Falle der Nichtbefolgung.

23.02.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUPD,
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City-Solar-Gruppe: 20 MW-Solarstrom-Kraftwerk in Spanien im Zeitplan

Photovolatik-Park in Beneixama
Photovolatik-Park in Beneixama

Eines der weltgrößten Solarstrom-Kraftwerke nimmt Konturen an, berichtet die City Solar AG (Bad Kreuznach) in einer Pressemitteilung. In diesen Tagen gingen im spanischen Beneixama (Provinz Alicante) die ersten 20 Solarstromanlagen mit jeweils 100 Kilowatt peak (kWp) Nennleistung an das Netz, die nächsten 40 sollen im März folgen. Bis Spätsommer 2007 baut die deutsche City-Solar-Gruppe in Beneixama im Auftrag eines Investorenpools 200 dieser Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt (MWp).  Auf einer Fläche von 500.000 Quadratmetern (das entspricht 71 Fußballfeldern) wird dann umweltfreundlicher Solarstrom für mehr als 12.000 Haushalte produziert. Die juwi-Gruppe mit Sitz in Bolanden (Rheinland-Pfalz) will bis Ende 2009 auf einem ehemaligen Militärflughafen östlich von Leipzig eine 40 Megawatt (MW) starke Freiflächen-Photovoltaikanlage mit Dünnschichttechnologie errichten.



Der erste Schritt ist getan, der erste Teilabschnitt im Photovoltaik-Park in Beneixama beendet. "Wir sind gut im Zeitplan", sagt Stefan Kasterka von der City-Solar-Gruppe. "Das liegt vor allem daran, dass die Zusammenarbeit mit unseren spanischen Partnern so reibungslos läuft." Bis zu 100 Mitarbeiter packen an einem Tag auf der Baustelle an. Die einen schieben Module ein, andere kümmern sich parallel um die nächsten Fundamente beziehungsweise die Montage der Modulgestelle. "So kommen wir sehr schnell voran", lobt Kasterka das engagierte Team. Für die komplette technische Ausrüstung (unter anderen Verkabelung, Trafos und Wechselrichter) zeichnet der deutsche Siemens-Konzern verantwortlich.

Ein weiterer, wichtiger Mosaikstein sind laut City Solar die Behörden in Spanien, die "unserem Solarpark von Anfang an sehr wohlwollend gegenüber standen", stellt Dr. Peer Piske heraus, gemeinsam mit Martin Müller ist er einer der Projektverantwortlichen. "Ohne diese Unterstützung wäre ein solches Großprojekt überhaupt nicht denkbar", ergänzt Müller. Die ersten 20 Anlagen sollen in diesen Tagen an das Netz des Versorgers "Iberdrola" angeschlossen werden, die nächsten 40 im März.


Solarstrom für mehr als 12.000 Durchschnittshaushalte

Der Solarpark liegt drei Kilometer entfernt von Beneixama, im Hinterland der Costa Blanca. Die Bedingungen seien optimal. Die Globalstrahlung auf Modulebene betrage jährlich 1.934 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2). Pro Jahr soll der komplette Park 30 Millionen Kilowattstunden erzeugen. Das deckt rechnerisch den Strombedarf von mehr als 12.000 Durchschnittshaushalten. Gleichzeitig werden laut City Solar jährlich 30.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.


Solartechnik "Made in Germany" auf der Überholspur

Bis zur Fertigstellung des Solarparks verarbeitet City Solar 100.000 der eigenen kristallinen Module vom Typ "PQ 200", gefertigt von den deutschen Solarunternehmen "Tenesol", "aleo" und "Solon". Sie sind ausgestattet mit Solarzellen des deutschen Produzenten "Q-Cells", einem der weltweit führenden Solarzellenhersteller. "Projekte wie dieses zeigen, dass Solartechnik 'made in Germany' im Ausland weiter auf der Überholspur ist, sagt Carsten Krönig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) in Berlin. Immer mehr Länder würden das Erneuerbare-Energien-Gesetz nach deutschem Vorbild übernehmen und damit die Rahmenbedingungen für ein weltweites Marktwachstum legen. Für 2007 prognostiziert der Verband für die deutsche Solarindustrie Umsatzzuwächse im Export von über 50 Prozent. Das Schweizer Bankhaus Sarasin & Cie. rechnet bis 2020 mit jährlichen weltweiten Wachstumsraten von über 20 Prozent.

23.02.2007   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/City Solar AG,
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Wärme aus erneuerbaren Energien: Grüne wollen Gesetzgebung beschleunigen

"Mit dem heute stattfindenden Fachgespräch bereiten wir die Inhalte eines Wärmegesetzes vor. Zwar haben die Regierungsparteien auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien Anstrengungen hinsichtlich der Einführung eines EEW angekündigt, jedoch ist bisher nichts Zählbares dabei herausgekommen", erklärte Hans-Josef Fell, Sprecher für Energie und Technologie von Bündnis 90 / Die Grünen, anlässlich der Vorbereitungen für ein "Erneuerbare-Ernergien-Wärmegesetz (EEW).  "Allen voran scheut sich Umweltminister Gabriel, endlich ein Wärmegesetz auf den Weg zu bringen", so der Grünen-Sprecher. Deshalb diskutiere seine Partei über eine gerechte und wirkungsvolle Ausgestaltung eines EEW, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Vertretern aus Politik und den Verbänden.


"Solar-Pflicht" für neue Wärmeerzeugungsanlagen und bei Modernisierung

Die Einführung eines EEW sei unumgänglich und müsse dringend vorangetrieben werden, betonen die Grünen. "Mit einem EEW bekommen die erneuerbaren Energien im Wärmebereich stabile Rahmenbedingung und können sich am Markt gegenüber fossilen und atomaren Energien durchsetzen", so Fell. Nur mit einem ehrgeizigen Ausbau der Erneuerbaren und umfassenden Anstrengungen zum Energiesparen könne ein sinnvoller und dringend notwendiger Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zum Klimaschutz gewährleistet werden. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hatte im Dezember 2006 einen Antrag beschlossen, der die Bundesregierung zur Vorlage eines Erneuerbare–Energien-Wärmegesetz (EEW) auffordert. Die Bundesregierung solle bis März 2007 einen Entwurf eines ordnungsrechtlichen Wärmegesetzes vorlegen, forderten die Grünen. Der grüne Antrag verfolgt einen ordnungsrechtlichen Ansatz. Betreiber neu zu errichtender Wärmeerzeugungsanlagen und Betreiber, die bestehende Anlagen austauschen oder modernisieren, sollen verpflichtet werden, einen Mindestanteil ihres Wärmebedarfs aus regenerativen Energiequellen zu decken. Dies soll auch für die Betreiber von Wärmenetzen gelten.

23.02.2007   Quelle: Hans-Josef Fell, MdB   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SunTechnics weitet USA-Aktivität von der West- an die Ostküste aus

SunTechnics, ein weltweit führender Systemanbieter für erneuerbare Energien, ist künftig auch an der Ostküste der USA aktiv. Auf einer Pressekonferenz in Philadelphia verkündete die Tochter der börsennotierten Conergy AG in Anwesenheit von Pennsylvanias Gouverneur Edward G. Rendell, dass das Unternehmen ab sofort auch in Pennsylvania und im Nachbarstaat New Jersey kundennah präsent ist. Dank der Übernahme der profitablen Mesa Energy LLC biete SunTechnics über deren Vertriebsstandorte in Malvern (Pennsylvania) und Marlton (New Jersey) schlüsselfertige Komplettlösungen mit regenerativen Energien an, heißt es in der Pressemitteilung.  

US-Umsatz soll bis Jahresende verzehnfacht werden

"Wir erwarten, dass der Erneuerbare-Energien-Markt der USA kontinuierlich stark wachsen wird. Mit unserem weltweit bewährten Engineering-Know-how für die Produktion von Strom, Wärme oder auch Kühlung aus regenerativen Energien wollen wir uns nicht nur in Europa und Asien, sondern auch in den USA zum Marktführer entwickeln. Dank der Übernahme der Mesa Energy haben wir dieses Ziel bereits in Pennsylvania erreicht und sind auch in New Jersey bestens aufgestellt. Bis zum Jahresende planen wir, unseren US-Umsatz zu verzehnfachen", so Florian Edler, Geschäftsführer der SunTechnics USA. "Wir freuen uns, nun auch unseren Kunden an der amerikanischen Ostküste eine individuelle Beratung, schlüsselfertige Installation und maßgeschneiderten Service anbieten zu können", ergänzt Edler. Über den Mutterkonzern Conergy seien bereits heute ausreichende Mengen Solar-Module für das weltweite Wachstum gesichert: Neben den fest vereinbarten Liefermengen führender Hersteller werde auch die Conergy eigene Modulproduktion ab Sommer entscheidend zur Planungssicherheit beitragen. Sowohl beim Aufbau dieser weltweit modernsten Modulfabrik als auch bei der Versorgung mit Silizium liegt sich Conergy nach eigenen Angaben im Plan.


Mesa Energy will mit SunTechnics schneller wachsen

Im Gründungsjahr 1999 spezialisierte sich das amerikanische Unternehmen Mesa zunächst auf die Gebäudeenergieberatung. Drei Jahre später wurde das Geschäftsfeld um die Installation von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien erweitert. Das 16köpfige Team rund um die Gründer Sarah Hetznecker und Gary Sheehan hat zahlreiche Photovoltaik- und Solarthermie-Projekte für Gewerbekunden, lokale Universitäten und andere öffentliche Gebäude installiert. "Die Entscheidung, unsere Geschäftsaktivitäten künftig mit der weltweit vertretenen SunTechnics Gruppe auszubauen, war für uns ein logischer Schritt. Als SunTechnics haben wir jetzt die Kraft, uns im Erneuerbare-Energien-Markt der Ostküste weit schneller als der regionale Wettbewerb zu entwickeln", erklärte Sarah Hetznecker, die gemeinsam mit Sheehan als Regional-Manager für die neuen SunTechnics Standorte verantwortlich sein wird.


Conergy-Tochter EPURON will 100 Millionen US-Dollar in Großkraftwerke zur Nutzung der erneuerbaren Energien investieren

Der amerikanische Markt für regenerative Energien entwickle sich rasant, wobei die Ostküste eine der vielversprechendsten Regionen der USA sei, betont SunTechnics. Angesichts einer konsequenten Politik zur Förderung von Erneuerbaren Energien mittels geplanter Gesetzgebung und spezieller Programme seien die Marktaussichten für Pennsylvania und New Jersey besonders attraktiv. Deswegen hatte die Conergy AG während einer Pressekonferenz von Gouverneur Rendell im November vergangenen Jahres angekündigt, in Pennsylvania einen kundennahen SunTechnics Vertriebsstandort sowie den nordamerikanischen Hauptsitz der Tochterfirma EPURON anzusiedeln, die für die Entwicklung und Finanzierung von regenerativen Großprojekten verantwortlich ist. Mit der Übernahme von Mesa Energy durch SunTechnics würden die von der Conergy AG angekündigten Pläne nun umgesetzt. Darüber hinaus beabsichtige EPURON, in Pennsylvania über drei Jahre hinweg 100 Millionen US-Dollar in Erneuerbare-Energie-Projekte zu investieren. Durch die Verantwortung für die schlüsselfertige Realisierung von EPURON-Projekten blicke SunTechnics somit auch im amerikanischen Osten auf eine viel versprechende Projektpipeline.


Staatliche Programme unterstützen Marktwachstum in Pennsylvania und New Jersey

Erst vor kurzem verkündete Gouverneur Rendell für Pennsylvania die Einrichtung des so genannten "Energy Independence Funds". Dieser Fonds soll rund 850 Millionen US-Dollar für die Förderung von alternativen Kraftstoffen und sauberen Energietechnologien bereitstellen. Durch diese Initiative soll auch die Einrichtung des "Pennsylvania Sunshine"-Programms ermöglicht werden, mit dessen Hilfe Hausbesitzer und Kleinunternehmer künftig bis zu 50 Prozent der Installationskosten von Solarsystemen einsparen können. Auch der Solarmarkt in New Jersey ist während der letzten Jahre aufgrund der Schaffung von Marktanreizen gewachsen, die auf dem vom Staat aufgelegten "Clean Energy Program" basieren. Bereits bis Ende 2020 soll in diesem Bundesstaat umweltfreundlicher Solarstrom mit einer Gesamtspitzenleistung von 1.500 Megawatt (MWp) produziert werden.

23.02.2007   Quelle: SunTechnics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Mehr als 80 Architekten und Fachplaner besuchen ersten "SunTechnics Solarabend"

Solarstromproduktion und Ästhetik: Photovoltaikfassade in Tübingen.
Solarstromproduktion und Ästhetik:
Photovoltaikfassade in Tübingen.

SunTechnics, einer der weltweit führenden Systemanbieter für erneuerbare Energien, hat in Hamburg seine "SunTechnics Solarabende" gestartet, eine bundesweite Vortragsreihe zu Konzepten für die Nutzung regenerativer Energien - und das mit beachtlichem Erfolg. Über 80 Architekten, Fachplaner und Ingenieure folgten am 21.02.2007 der Einladung des Unternehmens in seine Hamburger Zentrale im "Berliner Bogen" und informierten sich in einem Fachvortrag der Architektin Gabriela Gottwald über "Photovoltaik als Teil innovativer Architektur im Industrie- und Fassadenbau".  "Der spürbare Klimawandel und die steigenden Energiepreise bei gleichzeitiger Verknappung der fossilen Ressourcen schaffen nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern besonders auch bei Architekten und Fachplanern ein erhöhtes Bewusstsein für mehr Energieeffizienz", erklärt Reinhard Lampe, Architekt und Niederlassungsleiter von SunTechnics in Hamburg.




"Gerade eine stark wachsende Stadt wie Hamburg steht vor der Herausforderung, ihren Energiebedarf in Zukunft noch umweltschonender zu decken und vorhandene Flächen effizienter zu nutzen", ist sich Lampe sicher. "Natürlich gilt es dabei auch, gestalterische Zeichen zu setzen - und gerade hier kommen die regenerativen Energien ins Spiel", ergänzt Architektin Gabriela Gottwald von SunTechnics. "Besonders die vielfältig einsetzbare Photovoltaik bietet eine breite Palette an futuristischen Gestaltungsmöglichkeiten", so Gottwald weiter.


Harmonische Integration von Solarstromanlagen

In ihrem Vortrag präsentierte die Architektin bereits von SunTechnics realisierte Projekte zur energetischen Optimierung von Industriebauten. Zum einen hat das Planungs- und Installationsunternehmen mit standardisierten Lösungen Zeichen für umweltfreundliche Energiegewinnung gesetzt, wie beispielsweise bei der wegweisenden Dachsanierung für den Reifenhersteller Michelin. Zum anderen hat sich SunTechnics aber auch auf Sonderlösungen spezialisiert: Gottwald stellte unter anderem das Projekt TÜArena vor, eine Großsporthalle in Tübingen, die mit grasgrünen Solarmodulen verkleidet wurde und sich damit harmonisch in die natürliche Umgebung der Sporthalle einfügt.


Weitere Solarabende in den übrigen Niederlassungen von SunTechnics geplant

"Neben der Gestaltungsvielfalt der Photovoltaik gibt es natürlich noch zahlreiche andere Themen, zu denen wir im Rahmen der Solarabende einen Wissenstransfer leisten wollen - und das nicht nur in Hamburg", beendete Lampe den Vortragsteil des Abends. Im Laufe des Jahres sollen auch in den übrigen Niederlassungen von SunTechnics Solarabende stattfinden. Dabei stehen beispielsweise innovative Konzepte zur Wärmeversorgung oder die lukrativen Renditemöglichkeiten von Solaranlagen auf dem Programm.


Wiederholung des Hamburger Solar-Abends am 3. April

Beim anschließenden Architektur-Rundgang durch den spektakulären "Berliner Bogen" - das gläserne, parabelförmige Bürogebäude des renommierten Hamburger Architektenbüros BRT Bothe, Richter, Teherani am Anckelmannsplatz - hatten interessierte Besucher zudem Gelegenheit, die inneren Raumkonzepte und funktionalen Besonderheiten des Gebäudes näher zu erkunden. Und da die Resonanz auf den ersten "SunTechnics Solarabend" enorm groß war, wird das Unternehmen die Veranstaltung zum gleichen Thema wiederholen, am Dienstag, den 3. April, ab 18 Uhr im „Berliner Bogen“ am Anckelmannsplatz 1 in Hamburg. Der Eintritt beträgt 15 Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 040/ 23 62 08 256.

23.02.2007   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics.,
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Solarstrom in Spanien: GEOSOL weiht zwei PV-Kraftwerke der Megawattklasse ein

GEOSOL PV-Kraftwerk in Spanien
GEOSOL PV-Kraftwerk in Spanien

Die zur Berliner Unternehmensgruppe GEOSOL gehörende GEOSOL Ibérica Holding und die spanische Corporación CajaGRANADA haben am 22.02.2007 ihre ersten Solarstromkraftwerke in der Provinz Granada feierlich in Betrieb genommen, berichtet GEOSOL in einer Pressemitteilung. In die beiden Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt (MW) in den Gemeinden Galera und Cúllar seien 17 Millionen Euro investiert worden.   Der Süden Spaniens biete mit einer Sonneneinstrahlung von bis zu 1.800 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr (kWh/a) ideale Voraussetzungen für den Einsatz von Photovoltaik. Auf einer Fläche von fast 20 Hektar - das entspricht der Größe von 16 Fußballfeldern - wandelt die innovative Technik der neuen Anlagen das Sonnenlicht in elektrische Energie um.


Jährlich 2.200 Tonnen weniger CO2 und Strom für 1.400 Haushalte

Die so genannten Mover sind freistehend und wenden ihre Modulfläche - ähnlich wie Sonnenblumen ihre Blüten - stets der Sonne zu. Dank dieser Technik ist der Stromertrag laut GEOSOL um bis zu 30 Prozent höher als bei feststehenden Solaranlagen. Die Mover arbeiten emissionsfrei und nahezu geräuschlos. Sie erfüllen zudem strenge Richtlinien für naturverträgliche Freiflächenanlagen und beeinträchtigen weder den Boden noch Flora und Fauna. "Wir setzen konsequent auf erneuerbare Energien, denn sie können einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit unseren Kraftwerken tragen wir dazu bei, den Anteil regenerativer Energien an der Stromerzeugung kontinuierlich zu steigern und gleichzeitig dem dramatischen Klimawandel zu begegnen", sagte GEOSOL-Geschäftsführer Gero Hollmann. Allein die beiden neuen Solarstromkraftwerke 'Alquería' und 'Ventanas' vermindern den Ausstoß von CO2 um jährlich 2.200 Tonnen und versorgen 1.400 Haushalte mit umweltfreundlich produziertem Strom.


Solarstromanlagen mit 28,6 Megawatt geplant

GEOSOL Ibérica und die Corporación CajaGRANADA hatten sich bereits im Juli 2006 zu einem Joint Venture zusammengeschlossen - mit dem Ziel, Solarstromkraftwerke der Megawattklasse in Andalusien, aber auch in den benachbarten autonomen Regionen Spaniens zu errichten. An verschiedenen Standorten wollen die beiden Partner bis Ende 2008 fast 250 Millionen Euro in Solarstromkraftwerke investieren, die dann eine Leistung von insgesamt 28,6 Megawatt haben werden. Gemeinsam mit der Corporación CajaGRANADA sei es GEOSOL in Spanien gelungen, unmittelbar an ihre erfolgreichen Projektentwicklungen in Deutschland anzuknüpfen. Dort errichtete GEOSOL unter anderem im Jahr 2004 das seinerzeit weltgrößte Solarstromkraftwerk "Leipziger Land" mit einer Leistung von fünf Megawatt-Peak (MWp).

Weitere Informationen zum Solarstromkraftwerk "Leipziger Land" unter anlageoktober2004.html

23.02.2007   Quelle: GEOSOL Ibérica Holding GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GEOSOL Ibérica Holding GmbH,
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Solar-Hackgut-Heizung senkt Heizkosten eines niedersächsischen Unternehmens um rund 90 Prozent

Franz Alt dreht den Gashahn zu.
Franz Alt dreht den Gashahn zu.

Die Stöver GmbH aus Himmelpforten (Landkreis Stade) hat aus den Gefahren des Klimawandels und den seit Jahren steigenden Öl- und Gaspreisen die Konsequenzen gezogen und ihre gesamte Heizungsanlage auf Solar- und Bioenergie umgestellt, berichtet der Bund Solardach eG (BUSO) in einer Pressemitteilung. Zur offiziellen Einweihung der kombinierten Solar-Hackgut-Heizungsanlage am 16.02.2007 habe Dr. Franz Alt den "umgekehrten Drushba-Effekt" demonstriert und den Gashahn zur Versorgung der alten Heizungsanlage endgültig geschlossen.  Nachdem das Unternehmen bislang rund 9.000 Euro pro Jahr für die Beheizung des Firmengebäudes und eines angrenzenden Wohnhauses gezahlt habe, sei durch die Umstellung auf die neue Heizungsanlage eine Ersparnis von rund 90 Prozent erzielt worden. Dazu seien ein 50-Quadratmeter-BUSO-Solardach und ein Hackgutkessel installiert worden.



100 Prozent Unabhängigkeit von Öl und Gas; eigener Chinaschilf-Anbau

"Ich sage nur zwei Zahlen: 100 Prozent Unabhängigkeit von Öl und Gas sowie 90 Prozent Kostenersparnis", so der Unternehmer Ingo Stöver. Um auch beim Hackgut in Zukunft größtmögliche Unabhängigkeit zu erreichen, hat die Stöver GmbH auf einer angrenzenden Fläche Chinaschilf (Miscanthus) angebaut. Die Pflanzen sollen ab 2008 den Großteil des benötigten Hackgutes liefern. Die Stöver GmbH ist Mitglied der BUSO Bund Solardach eG. Die Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von rund 120 Heizungs- und Sanitärbetrieben aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und mittlerweile sogar aus Estland, die sich auf Planung, Fertigung und Montage solarthermischer Anlagen spezialisiert haben. Die BUSO-Solaranlagen werden individuell auf jedes Haus und jede Heizungsanlage zugeschnitten. In den Mitgliedsbetrieben wurden nach eigenen Angaben im Jahr 2006 rund 65.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche installiert.

23.02.2007   Quelle: BUSO   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stader Tageblatt,
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Große Akzeptanz für Solar-Expertenforum SolarFreax

Großer Beliebtheit erfreut sich "SolarFreax", ein noch junges Expertenforum für Photovoltaik und Solarthermie. Der am 20. Januar 2007 gestartete Informationsdienst für die Solarbranche könne nach nur 30 Tagen bereits über 200 registrierte Mitglieder verzeichnen, berichtet der Initiator Daniel Köpf. Diskutiert würden derzeit vor allem Themen wie die Finanzierung von Solaranlagen, die Förderung und Erfahrungen mit Produkten in der Praxis. Aber auch für die Veröffentlichung von Branchennachrichten, Kooperations- und Stellenangeboten werde SolarFreax bereits genutzt.   SolarFreax sieht sich als Ergänzung zu bereits existierenden Foren rund um die Solartechnik. "Den Erfolg der ersten Tage führen wir darauf zurück, dass es an einem entsprechenden Angebot für aktive Teilnehmer der Solarstrom- und Solarwärmebranche gemangelt hat", sagt Initiator Daniel Köpf. Im Gegensatz zu Solarforen mit breiterem Publikumsinteresse richte sich das Angebot ausschließlich an Installateure, Großhändler, Hersteller, Planer, Forscher, Entwickler und Finanzdienstleister.

Akteure aus der Branche sind eingeladen, das Portal zu nutzen - als Leser, mit Fachbeiträgen und Veranstaltungshinweisen, aber auch als Diskussionsteilnehmer. Interessierte können ihren Beitrag in dem neuen Portal veröffentlichen, indem sie ihre Presseinformationen (in deutsch und/oder englisch) einstellen. Unter der Rubrik "Photovoltaik & Solarthermie News" werden auch ausgewählte Nachrichten des Internetportals www.solarserver.de veröffentlicht. Das Forum nutzt die Plattform XING und erfordert eine kostenlose Registrierung. SolarFreax ist im Internet zugänglich unter http://www.SolarFreax.de

22.02.2007   Quelle: Daniel Köpf, SolarFreax   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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natur+kosmos: Umweltschutz und Erneuerbare gewinnen in China an Gewicht

Die Begleiterscheinungen, die der Wirtschaftsboom in China mit sich bringt, seien nicht mehr zu übersehen, so die Zeitschrift natur+kosmos in einer Pressemitteilung. Doch in China habe ein Umdenken auf höchster Ebene stattgefunden, berichtet die Zeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe. Hintergrund dieses Sinneswandels sei ein Bericht der chinesischen Umweltbehörde SEPA, der vergangenen Herbst veröffentlicht wurde. Dem Bericht zufolge belaufen sich die Umweltschäden im Land auf jährlich rund 51 Milliarden Euro. Die Weltbank glaube sogar, dass sie noch zwei- bis dreimal höher seien. "Die Zentralregierung hat erkannt, dass die Umweltschäden, die der wirtschaftliche Fortschritt mit sich bringt, allmählich das wirtschaftliche Wachstum auffressen", berichtet ein Berater der chinesischen Regierung in natur+kosmos. 

Erneuerbare Energien werden ähnlich wie in Deutschland gefördert

Deshalb reagiere das Land auf allen Ebenen. Seit der Jangtse-Flut vor ein paar Jahren gebe es gigantische Aufforstungsprojekte. Biolandbau sei groß im Kommen. Seit 2003 sei für alle größeren Projekte eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben. Und seit zwei Jahren würden erneuerbare Energien ähnlich wie in Deutschland gefördert. "Wenn in der Regierung einmal eine Einsicht gereift ist, kann sie ohne Rücksicht auf Opposition oder Wähler durchgesetzt werden", so der Regierungsberater. Und das scheine jetzt zu geschehen.

22.02.2007   Quelle: natur+kosmos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Hersteller ErSol setzt Wachstumskurs mit deutlichem Ergebnisanstieg fort

Konzentrator-Solarmodul mit ErSol-Zellen.
Konzentrator-Solarmodul
mit ErSol-Zellen.

Die ErSol Solar Energy AG (ErSol; Erfurt) hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Nach vorläufigen Berechnungen sei der Konzernumsatz 2006 aufgrund des Kapazitätsausbaus, der bereits angelaufenen Lieferungen aus den 2005 abgeschlossenen Langfristrohstoffverträgen, und der Integration der Silizium recycelnden Tochter SRS um 98 Prozent auf 127,8 Millionen Euro gewachsen (2005: 64,4 Millionen Euro).   Zugleich habe das Ergebnis trotz Anlaufkosten für neue Geschäftsbereiche überproportional gesteigert werden können: Der operative Gewinn (EBIT) wurde nach Angaben des Unternehmens mehr als verdoppelt auf 20,3 Millionen Euro (2005: 9,5 Millionen Euro) und die EBIT-Marge stieg auf 15,9 Prozent (2005: 14,7 Prozent). Auch im Ergebnis vor Steuern (EBT) weist ErSol einen starken Gewinnsprung aus: Das EBT stieg auf 19,7 Millionen Euro (2005: 9,5 Millionen Euro). "Mit der Verdopplung des Umsatzes in 2006 liegen wir über Plan. Eine tolle Leistung unserer engagierten Mitarbeiter, die dieses Ergebnis trotz der immensen Ausbauarbeiten bei laufendem Betrieb geschafft haben", erläutert Vorstandsvorsitzender Dr. Claus Beneking die Jahresergebnisse der ErSol Gruppe. "Auch mit dem Ergebniswachstum sind wir angesichts der angespannten Rohstoffsituation sehr zufrieden", so Beneking weiter. Den vollständigen Jahresabschluss 2006 will die ErSol AG am 29. März 2007 veröffentlichen.




Ehrgeizige Ziele für 2007 und 2008

Im laufenden Jahr seien die Zeichen bei ErSol erneut auf deutliches Wachstum gestellt. "Parallel an drei Standorten bauen wir unsere Kapazitäten aus. Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt", erläutert Finanzvorstand Ekhard von Dewitz. Im Geschäftsjahr 2007 rechne die ErSol Gruppe mit einem Umsatz zwischen 148 und 155 Millionen Euro. Durch den fortschreitenden Ausbau der Kapazitäten für Wafer- und Solarzellen, die erst zum Ende des Jahres genutzt werden können, steige der Umsatz der ErSol Gruppe voraussichtlich um rund 20 Prozent. "Erfreulich ist, dass in 2007 bereits ein erster Umsatzbeitrag durch die neuen Dünnschicht-Aktivitäten des Konzerns hinzukommen könnte", so von Dewitz. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das EBIT würden mindestens in Vorjahreshöhe erwartet. Aus heutiger Sicht verhinderten die anhaltend angespannte Materialknappheit im Beschaffungsmarkt und die erheblichen Vorlaufkosten für die Erweiterungsinvestitionen einen stärkeren Ergebnisanstieg.


2007 sollen Solarzellen mit 164 MWp gefertigt werden

"Das laufende Geschäftsjahr steckt voller Herausforderungen. Wir verdreifachen die Kapazitäten im kristallinen Bereich von 60 auf 180 MWp und bauen 40 MWp in der Dünnschicht-Technologie auf. Ab 2008 werden daraus große Erträge zu generieren sein, die ErSol zu einem der Key Player auf dem Solarzellenmarkt werden lassen", ist von Dewitz überzeugt. 2008 plane ErSol mit einer Produktion von zirka 140 MWp kristalliner Solarzellen und rund 24 MWp Dünnschicht-Zellen eine Umsatzsteigerung um rund 100 Prozent. Die dafür nötigen Siliziummengen und Finanzierungen seien gesichert, die Produkte bereits zu nahezu 100 Prozent verkauft. "Wir wissen, dass der Markt auch ein profitables Wachstum von uns erwartet. Wir sind sehr zuversichtlich, unsere Anleger nicht zu enttäuschen. Im Vergleich zum Niveau in 2006 und 2007 gehen wir von mindestens einer Verdreifachung des operativen Gewinns aus", erläutert der ErSol Finanzvorstand die Prognose.


ErSol-Zellen für neue Modultechnik

ErSol sei es gelungen, mit Silicon Valley Solar Inc. (SVS) aus dem kalifornischen Santa Clara einen neuen Kooperationspartner zu finden, und werde das amerikanische Unternehmen mit seinen Zellen beliefern. SVS habe eine Technologie entwickelt, die eine attraktive Lösung für den optimalen Einsatz der höchst effizienten ErSol Solarzellen biete. Die bei SVS in der Entwicklung stehende Sol-XTM-Technologie ermögliche eine Konzentration des einfallenden Lichts, welche ohne kontinuierliche Sonnenstandsnachführung der Solarmodule auskommt. Dies reduziere die Anlagenbestandteile sowie die Kosten pro Watt Spitzenleistung (Wp) im Vergleich zu konventionellen Technologien. Der wesentliche Vorteil liege in der teilweise einfachen und doch den Wirkungsgrad steigernden Lichteinkopplung auf die eingekapselten Solarzellen. ErSol sieht in dieser Technologie eine interessante Erweiterung der bisherigen Produktapplikationen. Darüber hinaus stärke ErSol mit dieser neuen Partnerschaft seine Aktivität im sich schnell entwickelnden nordamerikanischen Photovoltaikmarkt.

22.02.2007   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ErSol Solar Energy AG,
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SOLON und Econcern vereinbaren Joint Venture zur Solar-Silizium-Produktion

Die Berliner SOLON AG hat mit dem niederländischen Unternehmen Econcern (Utrecht ) vereinbart, das gemeinsame Unternehmen SOL Holding AG zu gründen. An der SOL Holding AG soll die SOLON AG mit 48 Prozent beteiligt sein, das Econcern-Tochterunternehmen Ecoventures soll 52 Prozent der Anteile halten. Geschäftszweck der SOL Holding AG werde die Beteiligung als strategischer Investor am Aufbau von Photovoltaik-Produktionskapazitäten. Konkret soll sich die SOL Holding AG als Mehrheitsgesellschafter beim Aufbau einer Siliziumfertigung in Frankreich engagieren.  Das Unternehmen Silicium de Provence SAS (SilPro) stellt laut SOLON solares Polysilizium her. Die Gesamtinvestitionssumme in SilPro werde bei rund 300 Millionen Euro liegen, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung der SOLON AG. Die Siliziumproduktion soll im ersten Ausbauschritt eine Jahreskapazität von über 3.000 Tonnen haben. Der Start der Fertigung sei Ende 2008 geplant. Ziel der Beteiligung der SOLON AG an der SOL Holding AG sei, die Rohstoffversorgung und damit das weitere Wachstum des Unternehmens in dem sich dynamisch entwickelnden weltweiten Photovoltaikmarkt auf eine breitere Basis zu stellen und langfristig abzusichern.

22.02.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien ist in optimierten Netzen möglich

Offene und ausgebaute Stromnetze sind Voraussetzung für 100% Erneuerbare Energien.
Offene und ausgebaute Stromnetze sind
Voraussetzung für 100% Erneuerbare Energien.

Der Anteil der erneuerbaren Energien im deutschen Stromnetz steigt stetig. Er wird von aktuell rund 12 Prozent bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf deutlich über 30 Prozent steigen, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Auch die Versorgung mit 100 Prozent regenerativ erzeugtem Strom sei im deutschen und europäischen Netz längerfristig möglich. Das zeige das Beispiel Dänemark, wo die zeitweilige Vollversorgung mit Windstrom bereits Realität sei. Eine wichtige Voraussetzung sei jedoch, dass die Stromnetze geöffnet und ausgebaut werden, damit der dezentral erzeugte Strom aus Erneuerbaren Energien eingespeist werden kann.  Die Erneuerbare-Energien-Branche unterstützt daher die Forderungen der EU-Kommission, einen diskriminierungsfreien Netzzugang durch die konsequente Trennung von Stromerzeugung und -transport zu erreichen sowie durch entsprechende Planungen und Investitionen europaweit funktionsfähige Netze zu schaffen.




Netzbetreiber behindern das transeuropäische Energienetz

"Fehlende Kooperationen und lange Planungszeiten der Netzbetreiber behindern das transeuropäische Energienetz und damit die Integration Erneuerbarer Energien", stellt Dr. Wolfgang Kerner fest. Kerner ist "Policy Officer policies & technological development" der Europäischen Kommission (DG TREN). "Dadurch ist der Ausbau klimafreundlicher Energien gefährdet und die geforderten CO2 Einsparungen können nicht eingehalten werden", so Kerner weiter.


BWE: Stromkonzerne wollen Integration erneuerbarer Energien verhindern

Bei einem Symposium zum Thema "Stromversorgung im Wandel – Netzsicherheit durch Erneuerbare Energien" am 21.02.2007 wurden die Möglichkeiten und Notwendigkeiten für die Netzintegration Erneuerbarer Energien aufgezeigt. "Das Stromnetz ist das letzte Mittel der Konzerne, um Konkurrenz und Wettbewerb klein zu halten. Sie versuchen technische Lösungen für die Integration Erneuerbarer Energien zu verhindern, um Ihre Marktanteile zu sichern", kritisiert Ralf Bischof, Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie (BWE). Darüber hinaus sei versucht worden, die erneuerbaren Energien zu diskreditieren. Blackouts, wie der vom 4. November 2006, hätten aber nichts mit der Einspeisung von Regenerativ-Strom zu tun, sondern seien ein Symptom dafür, dass das Netzmanagement verbessert werden müsse und Investitionen in ein optimales Stromnetz nötig seien. Dezentral erzeugte Erneuerbare Energien könnten bei entsprechender Anbindung sogar stabilisierende Funktionen haben und die Versorgung sichern.


Verbraucher können von einem dezentralen Energiesystem profitieren

Dr. Antja Orths vom staatlichen dänischen Netzbetreiber Energinet.dk betont: "Auch Deutschland kann eine Vollversorgung mit regenerativem Strom erreichen, indem es die Anzahl dezentraler Kraftwerksanlagen erhöht.“ Dr. Holger Krawinkel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Energie, Umwelt. des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. ergänzt: "Alte und verkrustete Strukturen in Deutschland verhindern derzeit eine ökologische und moderne Energieversorgung. Ohne Netzentflechtung werden wir den Anschluss an zukünftige Netzinnovationen verlieren. Auch der Verbraucher profitiert von einem dezentralen Energiesystem, denn der Wettbewerb auf der Erzeugerseite wird deutlich belebt."

22.02.2007   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU, Fotograf: H.-G. Oed,

 

Solar-Großhändler SolarMarkt AG gründet Filiale in Spanien

Andrea Weiler, Michael Tappe.
Andrea Weiler, Michael Tappe.

Mit einem Tochterunternehmen in Spanien hat die Freiburger SolarMarkt AG einen weiteren Meilenstein ihrer Expansionspläne erreicht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Ihren Sitz hat die Niederlassung in Chiclana de la Frontera in der andalusischen Provinz Cádiz. Geschäftsführerin ist Andrea Weiler. Zum Angebot gehören Photovoltaik-Anlagen und -komponenten sowie Solarthermie-Systeme.   Neben dem Großhandelsgeschäft mit gewerblichen und privaten Kunden sollen Großprojekte für Investoren einen Schwerpunkt bilden. Das neue Unternehmen SolarMarkt España Energias Renovables S.L.U. präsentiert sich vom 28.02. bis 02.03. auf der internationalen Solarmesse GENERA in Madrid erstmalig der Branche (Halle 5).



Geschäftsführerin Weiler verschafft Investoren Zugang zum Wachstumsmarkt Spanien

Die 34-jährige Geschäftsführerin Andrea Weiler stammt aus Aalen und wohnt schon seit mehreren Jahren an der Costa de la Luz. Ihr Lebensgefährte Michael Tappe hat dort eine eigene Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei. Für die SolarMarkt AG arbeiten die beiden derzeit an der Projektierung einer Freiland-Solarstromanlage in Andalusien mit 1,5 Megawatt Leistung. Von ihren spezifischen Kenntnissen der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort sollen künftig auch Investoren profitieren. "Für Großprojekte ebnen wir den Zugang zum spanischen Markt", sagt Andrea Weiler, die in den nächsten Monaten besonders intensiv am Ausbau der Vertriebswege arbeiten will. Auch ihr Ziel für das Handelsgeschäft ist ehrgeizig: "Wir streben in diesem Jahr einen Marktanteil von zwei Prozent an." Spanien gilt weltweit als Solarmarkt mit großen Zuwachsraten.


Selbst entwickelte Montagesysteme KLEMENS und AluTec

Die gewerblichen und privaten Kunden in Spanien profitieren von den Vorteilen des Freiburger Solarhandelshauses, das auf über 20 Jahre Erfahrung zurückblicken kann. Gut ausgebildete Mitarbeiter unterstützen bei der Planung und Dimensionierung von PV-Anlagen und beraten zu allen technischen Fragen. Langjährige Beziehungen zu Herstellern garantieren eine hochwertige Produktpalette zu guten Konditionen. Mit KLEMENS und AluTec verfügt die SolarMarkt AG über zwei bewährte Montagesysteme, die das Unternehmen selbst entwickelt hat.

22.02.2007   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt AG,
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Pumpenspezialist Wilo AG präsentiert Solarthermie-Hocheffizienzpumpe

Solarthermie-Pumpe "Wilo-Stratos ECO-ST".

In Heizungs- und Kälteanlagen sowie in der Trinkwasserzirkulation sorgen extrem Strom sparende Hocheffizienzpumpen bereits seit Jahren dafür, dass die Stromkosten für den Pumpenbetrieb um bis zu 80 Prozent gesenkt werden, berichtet der Dortmunder Pumpenspezialist Wilo AG in einer Pressemitteilung. Jetzt hat der Dortmunder Pumpenspezialist erstmals auch eine Hocheffizienzpumpe für Solarwärmeanlagen im Programm. Die "Wilo-Stratos ECO-ST" sei speziell für den Einsatz in der solaren Brauchwassererwärmung und der Heizungsunterstützung in Ein- bis Sechsfamilienhäusern konzipiert.  Bisher seien in Solarthermie-Anlagen vor allem herkömmliche Heizungspumpen zum Einsatz gekommen, deren Leistungsprofile jedoch nicht optimal auf diesen Einsatzbereich abgestimmt seien. Sie verbrauchten daher unnötig viel Strom, was gerade vor dem Hintergrund des gewünschten ökologischen und ökonomischen Effektes der Solarenergienutzung kontraproduktiv sei.



80 Prozent weniger Stromverbrauch als ungeregelte Pumpen

Die ST (SolarThermie)-Ausführung der "Wilo Stratos ECO" verfügt laut Hersteller über eine 0-10 V-Schnittstelle, mit der die vollständige Integration der Pumpe in die Anlagensteuerung ermöglicht werde. Die Pumpe wird durch den Solarregler anhand der Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Speicher gesteuert. Die neue Pumpe mit EC-Motortechnologie verbrauche - wie auch die bisher verfügbaren Hocheffizienzpumpen der Baureihen "Stratos" und "Stratos ECO" - bis zu 80 Prozent weniger Strom als ungeregelte Pumpen. Durch die äußerst geringe Leistungsaufnahme von nur 5,8 Watt im Leerlaufbetrieb werden weitere Stromeinsparungen erreicht, betont Wilo. Der EC-Motor verfüge zudem über ein drei mal höheres Anlaufdrehmoment. Eine serienmäßige Kataphorese-Beschichtung des Grauguss-Gehäuses verhindere Korrosion. Darüber hinaus sei die "Stratos ECO-ST" auch mit Rotguss-Gehäuse für den Einsatz in Drain-Back-Systemen erhältlich.

22.02.2007   Quelle: Wilo AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wilo AG,

 

Photovoltaik: SunTechnics nimmt größte Dünnschicht-Anlage der Schweiz in Betrieb

Dünnschicht-Solarmodule des Fußballstadions La Maladière.
Dünnschicht-Solarmodule des Fußballstadions
La Maladière.

Im Rahmen des Stadionneubaus der Stadt Neuenburg hat die SunTechnics Fabrisolar AG Anfang Februar 2007die größte Dünnschicht-Solarstromanlage der Schweiz in Betrieb genommen. Auf zwei Dächern des Neuenburger Fußballstadions "La Maladière" hat der Systemanbieter für erneuerbare Energien eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtspitzenleistung von knapp 60 Kilowatt (kWp) schlüsselfertig installiert, die künftig geräusch- und abgasfrei Sonnenstrom produzieren wird - und das mindestens 20 Jahre lang. Für das Solarsystem wurden 960 Module vom Typ "Unisolar ES-62T" verbaut, die jährlich künftig 60 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen sollen.   Damit setze der lokale Energieversorger von Neuenburg, der die Solaranlage betreibt, künftig auf die grüne Stromproduktion, betont SunTechnics in einer Pressemitteilung. Auch die Umwelt profitiere von der Investition in die Zukunft: Neuenburg werden 40 Tonnen Kohlendioxidausstoß pro Jahr erspart.




"Dünnschicht-Hochburg" Neuchâtel

Das Heimstadion des Fußballclubs Neuchâtel Xamax, das 12.000 Zuschauern Platz bietet, wurde am vergangenen Sonntag mit einem Eröffnungsspiel feierlich eingeweiht. Es liegt direkt am Neuenburger See und ist seit 2004 komplett neu aufgebaut worden. Neuenburg, die Hauptstadt des gleichnamigen französischsprachigen Kantons Neuchâtel, gilt als Dünnschicht-Hochburg der Schweiz: Ein 1984 gegründetes Forschungscenter an der dortigen Universität entwickelt in einem innovativen Photovoltaik-Labor fortlaufend neue Prozesse zur Verarbeitung von amorphem Silizium, das in dünnen Schichten auf eine Trägerfläche der Solarmodule aufgebracht wird. Im Vergleich zu kristallinen Solarzellen wird durch dieses Fertigungsverfahren nur zirka ein Prozent des knappen Halbleitermaterials benötigt.

21.02.2007   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics,
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BEE: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft droht beim Klimaschutz zu scheitern

In der Sitzung der EU-Umweltminister vom 20. Februar 2007 habe es die Bundesregierung nach dem ablehnenden Votum der Energieminister erneut nicht geschafft, die Ablehnung verbindlicher Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien zu überwinden, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) in einer Pressemitteilung. Der deutschen Ratspräsidentschaft drohe nun auch auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs eine Niederlage in dem Bemühen um eine verbindliche Zielmarke für 2020, kritisiert der BEE.   "Der so genannte Schwerpunkt Klimaschutz und Energie der deutschen Ratspräsidentschaft wird allmählich zur tragischen Nummer. Die Bundeskanzlerin muss ihren Ankündigungen in den Medien jetzt endlich echte Taten am Verhandlungstisch folgen lassen", fordert BEE-Präsident Johannes Lackmann. Merkel müsse mit intensiver Überzeugungsarbeit bei den anderen Mitgliedsstaaten dafür sorgen, dass der EU-Gipfel am 8. und 9. März die "blamablen" Beschlüsse der Energie- und Umweltminister korrigiere. Der Europäische Rat müsse hierzu ein anspruchsvolles und verbindliches Ausbauziel beschließen und dieses mit ehrgeizigen Teilzielen für Strom, Wärme/Kälte und Kraftstoffe unterlegen.


Unverbindliche 20 %-Vorgabe kein Signal zum Ausbau der Erneuerbaren

"Unverbindliche Ziele sind keine Ziele", fordert Lackmann Entschlossenheit von der Bundeskanzlerin. Der BEE und seine Mitgliedsverbände erinnern daran, dass selbst ein verbindliches Gesamtziel allein nicht ausreichen werde, um den Ausbau erneuerbarer Energien in allen Bereichen der Energieversorgung und in den verschiedenen Technologien voranzubringen. Erst recht sei eine unverbindliche und nicht sanktionierbare 20 %-Marke ungeeignet, ein klares Signal zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU zu geben. Neben einem anspruchsvollen und verbindlichen Gesamtziel, müssten zusätzlich zum verbindlichen Mindestziel für den Anteil am Kraftstoffverbrauch, den die Energie- und Umweltminister der EU akzeptieren, besonders anspruchsvolle und verbindliche Ziele für Strom und Wärme festgelegt werden. Zudem müsse endlich die schon lange durch die Europäische Kommission vorbereitete Richtlinie für Wärme und Kühlung aus Erneuerbaren Energien umgesetzt werden.

21.02.2007   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel: Beschluss des EU-Umweltrates historischer Schritt für den Klimaschutz

Der EU-Umweltrat habe am 20.02.2007 in Brüssel unter deutscher Präsidentschaft ehrgeizige Klimaschutzziele bis 2020 und ein Verhandlungspaket der EU für ein Klimaschutzabkommen nach 2012 verabschiedet, berichtet das Bundesumweltministerium(BMU) in einer Pressemitteilung. "Mit der Verabschiedung der Klimaziele und des Verhandlungspakets hat die EU ihre Führungsrolle im Klimaschutz bekräftigt. Das ist ein Signal an die Weltgemeinschaft, dass die EU im Rahmen eines internationalen Klimaschutzabkommens einen fairen und angemessenen Beitrag leisten will", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der als amtierender Ratsvorsitzende das Ministertreffen geleitet hat.  Das sei ein historischer Schritt nach vorne, um die gegenseitige Blockade auf internationaler Ebene aufzuheben, so Gabriel.


Signal für europäischen Emissionshandel und Investitionen in energiesparende und effiziente Technologien

Nach dem Beschluss der europäischen Umweltminister will sich die EU im Rahmen eines internationalen Klimaschutzabkommens verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen um 30 % bis 2020 (gegenüber 1990) zu senken. Bis ein neues Abkommen vereinbart ist und unabhängig von ihrer Position in den internationalen Verhandlungen, will die EU ihre Emissionen um mindestens 20 % bis 2020 (gegenüber 1990) mindern. "Das ist ein klares Signal an die Wirtschaft, dass der Europäische Emissionshandel nach 2012 weitergeführt wird. Und es ist ein klares Signal an Unternehmen, weiter in energiesparende und effiziente Technologien zu investieren", sagte Gabriel.


Industriestaaten sollen ihre Emissionen um 30 % reduzieren

"Die Industriestaaten tragen eine besondere Verantwortung beim Klimaschutz und müssen daher auch nach 2012 Vorreiter bleiben. Ziel der EU bei den internationalen Verhandlungen ist es, dass sich die Industriestaaten verpflichten, ihre Emissionen insgesamt um 30 % bis 2020 gegenüber 1990 zu reduzieren. Das schließt auch die USA ein", betonte Gabriel. "Ein internationales Klimaregime nach 2012 wird stärkere Anreize setzen müssen, um vorhandene Minderungspotenziale auszuschöpfen. Das verlangt mehr Energieeffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung technologischer Innovationen sowohl in Entwicklungs- wie in Industrieländern", so der Minister.

21.02.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Mastervolt bringt neue Generation von Sinus-Wechselrichtern auf den Markt

Sinuswechselrichter AC-Master.
Sinuswechselrichter AC-Master.

Mastervolt hat mit der AC Master-Produktlinie eine neue Generation von "Switch-Mode"-Sinuswechselrichtern für einen Strombedarf von 200 bis 350 Watt auf den Markt gebracht. Einsatzgebiete des AC Master seien der maritime Sektor, mobile und netzferne Einrichtungen sowie die netzunabhängige Solarstrom-Produktion, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Wechselrichter der AC Master-Produktlinie zeichnen sich nach Angaben des Herstellers aus durch kompakte Größe, geringes Gewicht, leisen Betrieb, einen reinen Sinuswellen-Ausgang und eine Spitzenleistung von 200 %. Ein weiteres Merkmal sei das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis.   Bei mobilen Anwendungen auf Schiffen, in Fahrzeugen sowie in netzfernen Regionen nimmt der Einsatz handelsüblicher Elektrogeräte und Verbraucher für den Betrieb mit 230 V Wechselstrom statt der früher gebräuchlichen Geräte für Niedervolt-Gleichstrom weiter deutlich zu, betont Mastervolt. Das Angebot an preisgünstigen Sinus-Wechselrichtern, die einen reibungslosen Betrieb gewährleisten, sei bislang hinter dieser Entwicklung zurückgeblieben, so das Unternehmen.



Minimale Abweichungen von der reinen Sinuswelle

Die neuen AC Master-Wechselrichter seien Mastervolt?s Antwort auf diese Situation. Sie stellen eine Erweiterung der weit verbreiteten Mass-Wechselrichter des Unternehmens dar. Durch eine erweiterte "Switch-Mode-Technologie" habe das Gewicht deutlich reduziert werden können. Die Abweichungen von einer reinen Sinuswelle liegen laut Mastervolt in einem vernachlässigbaren Bereich. Die Ausgangsspannung habe dadurch einen extrem gleichmäßigen Sinusverlauf. Die Spitzenleistung des AC Master von 200 % sei für den Start induktiver Lasten mit hohen Lastspitzen und Anlaufströmen mehr als ausreichend. Die Wechselrichter haben laut Hersteller einen Wirkungsgrad von rund 90 %.


Geräte für den Einsatz unter den härtesten Bedingungen

Wie bei Mastervolt Produkten üblich, sei das attraktive Design nicht nur aus ästhetischer, sondern auch aus funktioneller Sicht ausgezeichnet. Alle elektrischen Bestandteile sind laut Mastervolt perfekt abgeschirmt, so dass die Geräte unter den härtesten Bedingungen verwendet werden können. Der AC Master lasse sich dank "Plug-and-Play" einfach und sicher installieren. Die Anzeigen auf der Front seien klar und einfach abzulesen und die elektrischen Verbraucher könnten über eine Steckdose auf der Vorderseite einfach angeschlossen werden. Der AC Master Wechselrichter ersetzt die Modelle Mass Sine 250 und 400. Im Laufe des Jahres 2007 soll die Produktlinie durch 700 und 1200 Watt-Modelle erweitert werden.

21.02.2007   Quelle: Mastervolt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Mastervolt,
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Passivhäuser: Baustandard international auf dem Vormarsch

Saniertes Passivhaus in Pettenbach (Österreich).
Saniertes Passivhaus in Pettenbach (Österreich).

Unter dem Motto "Mit dem Passivhauskonzept nachhaltige Baukultur schaffen" sei es den Veranstaltern der 11. Internationalen Passivhaustagung auch in diesem Jahr wieder gelungen ein hochkarätiges Tagungsprogramm auf die Beine zu stellen, berichtet das Energieinstitut Vorarlberg in einer Pressemitteilung. In 16 Arbeitsgruppen und drei Plenarvorträgen werden von 13. bis 14. April insgesamt 72 Referenten aus der ganzen Welt am österreichischen Bodenseeufer die neuesten Entwicklungen, Produkte und Trends rund um das energieeffiziente Bauen präsentieren.  Im Mittelpunkt der Passivhaustagung steht das Thema "Architektur und Passivhaus", das in zwei Arbeitsgruppen behandelt wird. Anhand von acht gelungenen Beispielen aus der Praxis werden renommierte Architekten der wichtigen Verbindung von Architektur und Passivhaus-Baustandard Rechnung tragen. Das Energieinstitut Vorarlberg veranstaltet die 11. Internationale Passivhaustagung gemeinsam mit dem Passivhaus Institut in Darmstadt.




Zukunftstrend Sanierung im Passivhaus-Standard

Als einen der wichtigsten Schwerpunkte für die energiewirtschaftliche Entwicklung Europas bezeichnet Mitveranstalter Architekt Dipl.-Ing. Helmut Krapmeier vom Energieinstitut Vorarlberg die Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude. "Die Erfahrung von sanierten Häusern in Passivhausqualität zeigt, dass eine derartige Modernisierung nahezu überall problemlos machbar", so Krapmeier. Die Vorteile lägen auf der Hand: "80 bis 90 Prozent der bisherigen Energiekosten können eingespart werden. Eine bauliche Mehrinvestition von etwa 150 Euro pro Quadratmeter ist demgegenüber wirtschaftlich vertretbar." Die Bedeutung der Modernisierung von Gebäuden mit Passivhaus-Komponenten spiegle sich auch auf der Tagung wieder, die dem Thema jeweils am Freitag und am Samstag eine Arbeitsgruppe widme.


Passivhäuser für kalte und heiße Regionen

Unbestritten von Experten sei mittlerweile die Tatsache, dass das Passivhaus in Zentraleuropa eine der besten technologischen und ökonomischen Lösungen für behagliches Wohnen und Arbeiten ist. Aber selbst für mediterrane und heiße Regionen biete das Passivhaus-Konzept gute Lösungen. Anders als in kalten Gegenden stehe dort nicht die Heizung, sondern die Kühlung eines Gebäudes im Vordergrund. Wie das Passivhaus auch in diesen Regionen eine hoch effiziente Energienutzung bewirkt, zeigen am Samstag Fachbeiträge aus Kalifornien, Kroatien und Italien.

Auch die Praxis soll in Bregenz nicht zu kurz kommen. Anschließend an die Passivhaustagung können am 15. April auf vier Exkursionen "Best Practice"-Beispiele in Vorarlberg und dem benachbarten Süddeutschland besichtigt werden.


Wachsendes Interesse auch in der EU

Der Passivhaus-Baustandard wurde 2006 in das österreichische Regierungsprogramm aufgenommen. Dementsprechend sollen Neubauten im gemeinnützigen Wohnbau ab 2015 nur noch in Passivhaus-Qualität errichtet werden. Im Vorreiterbundesland des energieeffizenten Bauens, in Vorarlberg, gilt diese Regelung bereits seit Anfang 2007. Und auch in der EU wird das Passivhaus als der Baustandard der Zukunft gehandelt, beschrieben von EU-Energie-Kommissar Andris Piebalgs im Grünpapier der Energieeffizienz.
"Gerade die Verankerung des Baustandards auf EU-Ebene garantiert dem Passivhaus ein steigendes Interesse und bewirkt, dass immer mehr europäische Länder auf diese energieeffiziente Bauweise aufmerksam werden", ist Helmut Krapmeier vom Energieinstitut Vorarlberg überzeugt.


Passivhaus-Ausstellung zeigt Lösungen für Neu- und Altbauten

Gelegenheit erste Informationen zum Passivhaus zu sammeln, gibt es auf der Passivhaus-Ausstellung, die parallel zur 11. Internationalen Passivhaustagung in der Werkstattbüne des Festspielhauses Bregenz stattfindet. Als Leitmesse der Passivhausbranche informiert die Ausstellung umfassend über Produkte, Werkstoffe, neue technische Systeme und Verfahren des energieeffizienten Bauens und Modernisierens. Das Vortragsprogramm der Aussteller richtet sich sowohl an interessierte "Häuslebauer" als auch an Tagungsbesucher und rundet das Ausstellungsprogramm ab. Der Eintritt zur Messe ist frei.


Weitere Informationen per Telefon und im Internet

Ein detailliertes Programm der 11.Internationalen Passivhaustagung ist jetzt erhältlich unter www.passivhaustagung.at oder beim Energieinstitut Vorarlberg unter der Telefonnummer +43 (0)5572/ 31202-80, per Mail unter info@energieinstitut.at.

21.02.2007   Quelle: Energieinstitut Vorarlberg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieinstitut Vorarlberg,

 

Photovoltaik: Neue DGS-Umfrage zu Preisen von Solarstromanlagen

Solarstromanlage in Königsfeld (BW).
Solarstromanlage in Königsfeld (BW).

Wie viel Solarstromanlagen derzeit kosten, will die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) mit einer aktuellen Umfrage ermitteln. "Damit schaffen wir einen Überblick über die Systempreise am Solarstromanlagen-Markt und geben dem Fach- und Endkunden eine Stimme", sagt DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann.  Eine DGS-Umfrage im November 2006 hatte einen durchschnittlichen Preis von Solarstromanlagen in Höhe von 5.017 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp; inklusive Installation, ohne MwSt) ergeben und dokumentiert, dass die PV-Systempreise im Vergleich zu einer Umfrage der DGS vom Juli 2006 um zwei Prozent gesunken waren. Die Größe der Anlagen lag zwischen einem und 1.875 kWp.



Umfrage im Internet, Ergebnisse per Newsletter

Fach- und Endkunden können die Einkaufspreise Ihrer Solarstromanlagen an die DGS melden unter http://www.dgs.de/pv-umfrage.html. Teilnehmer erhalten automatisch und kostenfrei den DGS-Newsletter, in dem die Ergebnisse veröffentlicht werden.

21.02.2007   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
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Solarmodul-Hersteller aleo solar stärkt zweite Managementebene

aleo-Vertriebschef Schlesiger.
aleo-Vertriebschef Schlesiger.

Die aleo solar AG (Oldenburg, Prenzlau) hat einen neuen Vertriebschef für Deutschland, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Norbert Schlesiger (39) leitet seit dem 1. Februar den nationalen Vertrieb. Schlesiger hat an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg studiert und ist Diplom Kaufmann. Seinen beruflichen Lebensweg verfolgte er laut aleo konsequent Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche.   Verschiedene Stationen seiner Karriere waren unter anderem der Windenergieanlagen Hersteller ENERCON GmbH und die Conergy AG in Hamburg, wo er zuvor als Direktor den Gesamtvertrieb verantwortet hat. "Wir freuen uns, dass wir mit weiteren renommierten Führungskräften konsequent unsere Spitzenposition in Deutschland ausbauen können" sagt Jakobus Smit, Vorstandsvorsitzender der aleo solar AG. "Mit dem Technologievorsprung und der klaren strategischen Ausrichtung von aleo solar als Premiumhersteller werden wir kundenorientierte Lösungen noch gezielter anbieten" erklärt Norbert Schlesiger seinen Wechsel zur aleo solar AG.


Neu an Bord der aleo solar AG ist auch Dr. Hermann Iding (43) als Leiter der Corporate Communication. Dr. Iding ist verantwortlich für die Presse und interne Kommunikation, die Corporate Affairs, das Sponsoring und den Internetauftritt des Solarmodul-Spezialisten und Systemlieferanten. Bevor sich Dr. Iding 2005 als Kommunikationsberater mit dem Schwerpunkt Corporate Publishing selbständig machte, war er sechs Jahre in einem internationalen Software- und Beratungshaus als Leiter der Unternehmenskommunikation tätig.

20.02.2007   Quelle: Aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Financial Times-Serie: "Bleibt Deutschland Klimastar?"

Der Klimawandel beherrscht die Schlagzeilen: Was Wissenschaftler lange vorhergesagt haben, wird nun von fast allen Politikern und Unternehmern als reales Problem erkannt. Deutschland sei auf die kommenden Veränderungen gut vorbereitet und könne Lösungen beisteuern, berichtet die "Financial Times Deutschland" in einer Pressemitteilung. Die Zeitung beschäftigt sich ab dem 19.02. 2007 in der neuen Serie "Bleibt Deutschland Klimastar?" mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschlands Rolle in der Welt.   Die zentrale Frage sei, ob Deutschland seine errungene Führungsposition bei erneuerbaren Energien und Umwelttechnik halten kann. "Bleibt Deutschland Klimastar?" erscheint eine Woche lang mit jeweils einer Sonderseite. Den Anfang machte am 19.02. ein großes Stück im Agenda-Buch der FTD, in dem der Vergleich zu den USA gezogen wurden. Politische Fragen stehen in einer weiteren Folge im Vordergrund der Serie: Wie reagiert die deutsche Politik auf die neue Herausforderung aus den USA? Wie hoch ist der deutsche Anteil an erneuerbaren Energien weltweit?


Emissionshandel, Börse, Industrie und Klima

In einem anderen Teil der Serie befasst sich das Finanzressort der FTD mit dem Thema und nimmt den Emissionshandel, Börse und Klima, Klimafinanzierung und Rückversicherungen unter die Lupe. Das Unternehmensressort schaut auf die Industrien und ihre Rolle in der Klimawirtschaft. Beispiele sind die Automobilwirtschaft und Biosprit, führende Anlagenbauer und Windkraft sowie große Marken und Sonnenkollektoren, Photovoltaik, etc. Den Abschluss der Serie am Freitag werden auf der Seite "Forschen und Entwickeln" mehrere Forschungsprojekte bilden, die das Zeug zum Exportschlager von morgen haben.


Begleitet wird die Serie im Internet auf FTD.de mit weiteren Artikeln und nützlichen Dienstleistungen. Nutzer können sich ausrechnen lassen, wie viel CO2 das eigene Auto verbraucht oder in einem Quiz testen, wie umweltbewusst sie sich verhalten. Was welche Menge an Energie verbraucht, verrät zudem eine Auflistung von Alltagstätigkeiten.

20.02.2007   Quelle: FTD   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Hersteller SOLON AG: Konzernumsatz steigt um 72 Prozent

SOLON-Mover auf Gut Erlasee
SOLON-Mover auf Gut Erlasee

Die SOLON AG für Solartechnik (ISIN DE0007471195) hat auch im Geschäftsjahr 2006 ihr starkes Wachstum fortgesetzt: Nach den vorläufigen Zahlen sei die Gesamtleistung des Unternehmens auf über 380 Millionen Euro gestiegen, berichtet die SOLON AG in einer Pressemitteilung (Vorjahr: 199 Mio. EUR). Der Konzernumsatz erhöhte sich nach Angaben des Unternehmens auf 345 Millionen Euro (Vorjahr: 201 Mio. EUR). Daraus ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  Die weiteren Kennzahlen des SOLON-Konzerns seien im Geschäftsjahr 2006 ebenfalls deutlich verbessert worden: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 25 Millionen Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR), das Konzernergebnis nach Minderheiten stieg auf 14,4 Millionen Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,54 Euro/Aktie (Vorjahr: 0,95 Euro/Aktie), im Jahresvergleich eine Verbesserung um 62 Prozent.


Module und SOLON-Mover mit 84 Megawatt produziert

Die Gesamtleistung der im SOLON-Konzern im Jahr 2006 gefertigten Standardmodule und SOLON-Mover (nachgeführte Solarstromanlagen) lag bei 84 Megawatt (Vorjahr: 56 MW). Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einer Steigerung der Produktion auf über 110 Megawatt. Der daraus anfallende Bedarf an Rohmaterial, besonders an Solarzellen, sei zu 100 Prozent aus bestehenden Verträgen gesichert. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die SOLON AG, den Konzernumsatz um über 30 Prozent auf mind. 450 Millionen Euro zu steigern, bei entsprechender Verbesserung des Unternehmensergebnisses.


Neue Märkte in den USA, in Griechenland und in Frankreich

Ein Drittel des Jahresumsatzes 2007 beabsichtigt SOLON im Kraftwerksgeschäft zu erzielen. Spanien werde wie im Jahr 2006 Schwerpunkt dieses Geschäftsbereichs sein. Dort stehe die SOLON AG derzeit in Verhandlungen über Kraftwerksprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 60 Megawatt. Angesichts der sich bietenden Absatzchancen in den neuen Photovoltaikmärkten USA, Griechenland und Frankreich sowie steigender Liefermengen aus den bestehenden langfristigen Zellverträgen erwartet die SOLON AG für das Jahr 2008 ein weiteres, beschleunigtes Umsatzwachstum von über 50 Prozent.

Der vollständige Geschäftsbericht 2006 der SOLON AG soll am 25. April 2007 veröffentlicht werden.

20.02.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG,
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SunTechnics weiht größte Solarwärmeanlage Flanderns ein

Solarthermieanlage in Flandern
Solarthermieanlage in Flandern

In Belgien wurde am 16.02.2007 die größte Solarthermieanlage Flanderns offiziell eingeweiht. SunTechnics Monteure installierten insgesamt 42 Solarkollektoren mit einer Gesamtfläche von 350 Quadratmetern schlüsselfertig auf dem Dach des Schwimmbads der Gemeinde Beveren. Die in den Solarkollektoren entstehende Wärme wird an einen 5.000 Liter fassenden Boiler abgegeben, der die Erwärmung des Dusch- und Badewassers unterstützt.  Pro Tag verbraucht das Schwimmbad rund 50.000 Liter Füllwasser und 40.000 Liter Duschwasser. Dank der Solaranlage können die Energiekosten bis zu 25 % pro Jahr gesenkt werden. Der Umwelt werden durch den verringerten Verbrauch fossiler Energieträger rund 53 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erspart.


Drain-back-System steigert Lebensdauer der Solarkollektoren

"Das Solarsystem des Schwimmbads funktioniert mit einem so genannten Drain-back-System. Diese Solarregelung ist speziell auf wechselhafte Wetterbedingungen in Nordeuropa ausgerichtet und sorgt dafür, dass sich der Solarkreislauf automatisch entleert, sobald die Kollektortemperatur außerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs liegen sollte. Auf diese Weise bleiben die Kollektoren von Frost und von Überhitzungsproblemen verschont", erklärt Gie Verbunt, Geschäftsführer von SunTechnics Belgien, die Besonderheit des Systems. "Dadurch wird die Lebensdauer der Solarkollektoren zusätzlich erhöht und zugleich die Wirtschaftlichkeit der Anlage verbessert", so Verbunt weiter.

20.02.2007   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Suntechnics GmbH,
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Solarstrom in Übersee und Osteuropa: Sputnik liefert Wechselrichter für Photovoltaik-Großanlagen auf La Réunion und in Tschechien

1 MW-Solarkraftwerk auf La Réunion
1 MW-Solarkraftwerk auf La Réunion

Ende Dezember 2006 ging in dem französischen Überseedepartment La Réunion die größte französische Solarstromanlage in Betrieb. Das Aufdach-System hat eine Leistung von einem Megawatt (MW). "Von Februar bis Dezember 2006 hat es am Anlagenstandort nicht ein einziges Mal geregnet", freut sich Frédéric Royer-Lanoote. Der Manager für Systemdesign bei dem Unternehmen Photowatt rechnet mit einem Solarstrom-Ertrag von 1.300 Kilowattstunden (kWh) pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung (kWp). Für die Netzeinspeisung sorgen drei 300-Kilowatt-Wechselrichter der Marke SolarMax.  "Die technische Ausstattung der SolarMax-Wechselrichter ist sehr gut. Wir planen zwei weitere Projekte mit SolarMax-Wechselrichtern auf La Réunion", so Royer-Lanoote. Sie sollen 400 und 1.300 Kilowatt leisten. Mit dem Netzanschluss rechnet Royer-Lanoote im Juni 2007.



Größte Solarstromanlage Tschechiens zu 35 Prozent von der EU gefördert

Dank eines Investitionskostenzuschusses der Europäischen Union rechne sich auch das größte Photovoltaiksystem Tschechiens, berichtet die Sputnik Engineering AG in einer Pressemitteilung. Die 600-Kilowatt-Anlage ging Ende Januar in Bušanovice in Betrieb. Der Zuschuss decke 35 Prozent der Investitionskosten. Zusätzlich wird der Solarstrom 15 Jahre lang mit 49 Eurocent pro Kilowattstunde vergütet. Josef Helcl, Geschäftsführer der Firma Terms a.s., hat die Freiflächenanlage mit zwei Wechselrichtern vom Typ SolarMax 300 C installiert. Für Sputnik war es das erste Projekt mit Zentralwechselrichtern in Tschechien.


Umsatzwachstum vor allem in Deutschland, Spanien und Italien erwartet

Mit Tschechien stärke Sputnik sein internationales Engagement, so der Wechselrichterhersteller. Für einen wachsenden Umsatz in diesem Jahr sollen jedoch hauptsächlich andere europäische Märkte sorgen: So erwartet das Unternehmen mit Sitz in Biel (Schweiz), dass sich nicht nur die Exportzahlen nach Deutschland erhöhen. Der Absatz in Spanien soll im Vergleich zum Vorjahr von 20 auf 60 Megawatt wachsen. In Italien erwartet Sputnik-Vertriebsleiter Andreas Fankhauser ein Wachstum von einem auf sechs Megawatt. Die Verkäufe nach Frankreich will er von 1,5 auf fünf Megawatt steigern. Für 2007 geht Sputnik von einer produzierten Wechselrichterleistung von insgesamt 180 Megawatt aus. 2008 will das Unternehmen Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 250 Megawatt fertigen.

20.02.2007   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Photowatt,
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Denkmalschutz und sorgfältig integrierte Solaranlagen sind kein Widerspruch

Dachintegrierte Solaranlage von Yves Christen in Vevey.
Dachintegrierte Solaranlage von Yves Christen
in Vevey.

Schon 2002 wollte der Präsident des Schweizer Verbandes Swissolar und frühere Nationalrat Yves Christen an seinem Wohnsitz im historischen Ortskern von Vevey eine Anlage zur solaren Brauchwassererwärmung installierten. Die Baubewilligung für die Solarwärmeanlage mit einer Kollektorfläche von 4 Quadratmetern wurde ihm jedoch von der kantonalen Denkmalpflege verweigert. Damit ging es ihm bislang ähnlich wie manch anderen Bauherren, die von den Behörden daran gehindert werden, einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung zu leisten.   Fast ausschließlich davon betroffen sind laut Swissolar Projekte in Ortskernen, die fast immer mit der Begründung abgelehnt würden, eine Solaranlage würde das Ortsbild stören. Die schweizer Zeitungen griffen das Thema auf unter dem Titel "Le président de Swissolar privé de panneaux solaires" (Dem Swissolar-Präsidenten fehlen Sonnenkollektoren).




Positives Beispiel soll auch anderen Bauherren den Zugang zu einer Solaranlage erleichtern

Als der Waadtländer Regierungsrat François Marthaler davon erfahren habe, setzte er eine Kommission aus Vertretern verschiedener Ämter inklusive der Denkmalpflege ein, berichtet Swissolar. Diese scheine einen Gesinnungswandel bewirkt zu haben. Als Yves Christen im 2006 ein neues Baugesuch mit einer kleinen Verschiebung der Kollektoren auf dem Dach einreichte, sei die Bewilligung rasch gewährt worden. "Endlich kann auch ich mit Solarwärme duschen – ein gutes Gefühl! Ich hoffe, dass dieser Fall auch anderen Bauherren den Zugang zu einer Solaranlage erleichtert. Meine Anlage zeigt, dass Solaranlagen bestens ins Ortsbild integriert werden können", kommentiert Christen.


Solarpreis für Anlage im geschützten Ortskern von Guarda

Ein weiteres Beispiel vom anderen Ende der Schweiz bestätige diese Aussage: Die Pension Val Tuoi mitten im geschützten Ortskern von Guarda (GR) wurde 2006 mit dem Solarpreis ausgezeichnet. Eine 31 Quadratmeter große Anlage sorgt dort seit 2005 für Warmwasser und unterstützt die Heizung, ohne das wertvolle Ortsbild zu beeinträchtigen.

19.02.2007   Quelle: Swissolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Swissolar,
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Neues Forschungsprojekt: Offshore-Windenergieparks effektiver nutzen

Mit der Anbindung von Offshore-Windparks an das europäische Verbundnetz über gasisolierte Hochspannungsübertragungsleitungen befasst sich eine Studie des Zentrums für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover (ForWind) sowie der Unternehmen Siemens PTD und Submarine Cable & Pipe (Bohlen & Doyen Gruppe). Der Gesamtetat des Projekts betrage 2,1 Millionen Euro, berichtet ForWind. Das Vorhaben werde mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent seitens der EU-Kommission auf dem Gebiet der transeuropäischen Netze gefördert (Energiebericht TEN-E). Der mögliche Verbund umfasst die Nordseeanrainer Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich und Großbritannien. 

Hochspannungsnetz soll Hamburg, Rotterdam und London mit Offshore-Windparks verbinden

Der Vorteil dieser Art von Anbindung bestünde darin, die über den gesamten Nordseeraum verteilten Offshore-Windenergieanlagen mit Hilfe eines gemeinsamen Hochspannungsnetzes auf Basis gasisolierter Übertragungsleiter zwischen europäischen Großstädten wie Hamburg, Rotterdam und London sowie Offshore-Windparks effektiver zu nutzen. Es soll auch untersucht werden, inwieweit sich die schwankende Windleistung auf einer derartig großen Fläche ausgleicht und sich lokale Windvorhersagefehler weniger auswirken. So könnte auf aufwändige Speichertechnik verzichtet werden und es müsste weniger Regelenergie vorgehalten werden. Darüber hinaus könnte ein solcher Nordseeverbund für den Energieaustausch in der ganzen Region sorgen und damit einen verstärkten europäischen Stromhandel unterstützen.

19.02.2007   Quelle: ForWind   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bundesweite Übersicht zur Ausbildung als Energieberater

Titelblatt "Gebäude-Energieberater"
(Ausschnitt).

Die Redaktion der Fachzeitschrift Gebäude-Energieberater hat zum zweiten Mal eine Übersicht über Ausbildungseinrichtungen erstellt, die ab sofort kostenlos zur Verfügung steht. Wer eine Ausbildung zum Energieberater machen möchte, habe inzwischen viele Möglichkeiten, heißt es in der Pressemitteilung.   Wichtig für die Auswahl seien Dauer, Kosten, erforderliche Vorkenntnisse und der Ort. Die Gebäude-Energieberater-Redaktion hat Ausbildungsstätten nach Kursgebühren, Terminen, Ansprechpartnern, Zielgruppen und Zulassungsvoraussetzungen gefragt. Über 80 Anbieter haben detaillierte Informationen über Angebote gesendet. Unter den Institutionen sind Handwerkskammern und Anbieter, deren Kurse beim BAFA anerkannt sind. Die Kurse werden ab 100 Unterrichtseinheiten angeboten. Ist der Energieberaterkurs ein integriertes Modul, liege der Zeitfaktor auch mal deutlich über 1.000 Stunden. Die Dauer des Kurses ist abhängig davon, ob die Teilnahme in Vollzeit oder berufsbegleitend erfolgt. Die meisten Lehrgänge erstrecken sich etwa über ein halbes Jahr. Einige Weiterbildungen setzen sich aus Vor-Ort- und Internetunterricht zusammen.




Ein Blick auf die Kosten zahlt sich aus

Bei den Kosten lohne sich genaues Hinsehen, betont die Fachzeitschrift. Die Kursgebühren bewegten sich häufig zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Kurse mit höheren Gebühren hätten in der Regel einen Lehrinhalt, der deutlich über die Ausbildung zum Energieberater hinausgehe. Zusätzlich zur Kursgebühr würden meist weitere Kosten anfallen, z.B. die Prüfungsgebühr oder Exkursionsgebühren.


Wer darf Energieausweise ausstellen?

Noch werden Energieausweise für Bestandsgebäude ausschließlich auf freiwilliger Basis erstellt. Die kommende Energieeinsparverordnung (EnEV) wird voraussichtlich ab 2008 die Energieausweis-Pflicht auch für zahlreiche bestehende Gebäude vorschreiben. Allerdings werde nicht automatisch jeder Energieberater zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigt sein, so der Gebäude-Energieberater. Umgekehrt werde auch nicht jeder Ausstellungsberechtigte damit zum Energieberater. Wer entsprechend der EnEV-Novelle Energieausweise in bestehenden Gebäuden ausstellen darf, werde die Verordnung in einem Zwei-Säulen-Modell regeln. Die erste Säule bilden Architekten und Ingenieure aus dem Bauwesen, die für den Energieausweis in Nichtwohngebäuden zugelassen sind. Als zweite Säule sind für bestehende Wohngebäude zusätzlich Berufsgruppen wie Handwerksmeister und Techniker ausstellungsberechtigt. Alle Aussteller müssen eine Zusatzqualifikation mitbringen, die zur Grundausbildung passt. Wer eine Weiterbildung zum Energieberater wählt, sollte deshalb unbedingt prüfen, welcher Ausbildungsumfang erforderlich ist. Sonst könne schon der erste Energieausweis zur Haftungsfalle werden, warnte die Zeitschrift Gebäude-Energieberater.

Die bundesweite Übersicht über Ausbildungen zum Energieberater ist in der Ausgabe 11/12-2006 erschienen. Die Ausbildungs-Übersicht steht außerdem zur Verfügung unter der Adresse http://www.geb-info.de (Rubrik Infomaterialien) zur Verfügung. Für die Angaben sind die Ausbildungsstätten verantwortlich.

19.02.2007   Quelle: Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG; Redaktion Gebäude-Energieberater   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Alfons W. Gentner Verlag,

 

Solar-Infotage in Freiburg: Klimaschutz beim Bauen und Renovieren

Ausstellung im Solar Info Center Freiburg.
Ausstellung im Solar Info Center Freiburg.

An den diesjährigen Infotagen am 23. und 24. März berichten Experten im Solar Info Center Freiburg über energieeffiziente Wohnhäuser und Bürogebäude. Neue Techniken können die Betriebskosten senken und den Komfort steigern - und das bei vergleichbaren Investitionen, betont die Solar Info Center GmbH in der Ankündigung der Veranstaltung. Am Freitagnachmittag gibt es Vorträge zu den aktuellen Gebäudestandards von Niedrigenergiehäusern, Passivhäusern, Nullenergiehäusern und Plusenergiegebäuden für Architekten, Planer und Investoren.   Am Abend findet eine Podiumsdiskussion für Verbraucher statt mit dem Titel "Grüner Strom - ein Wegweiser durch den neuen Markt". Am Samstag bekommen Bauherren oder Renovierer Tipps zu erneuerbaren Energien, Energie sparenden Techniken, Förderungen und zum Energieausweis. Wie in den vergangenen zwei Jahren zeigen Aussteller neue klimafreundliche Bauprodukte. Der Eintritt für die Vorträge und zur Ausstellung in der Freiburger Emmy-Noether-Straße 2 ist frei.




Neue Häuser produzieren mehr Energie als sie verbrauchen

"Die neuen vier Wände mit Wohlfühlfaktor rentieren sich und sind zukunftssicher", betont das Solar Info Center. Einfamilien-Passivhäuser etwa seien auch an kalten Tagen zu einem Bruchteil der üblichen Heizkosten behaglich warm. Für monatlich nur rund 25 Euro könnten zirka 100 Quadratmeter Nutzfläche geheizt werden.
Das so genannte Zero-Haus unterschreite den Bedarf noch weiter. Und Plusenergiehäuser erzeugen sogar mehr Energie, als sie verbrauchen. Energieeffiziente Bürogebäude wiederum machen Klimaanlagen überflüssig. Sie minimieren im Sommer mit Sonnenschutzsystemen und massiver Wärmedämmung den Wärmeeintrag von außen. Erdsonden und Nachtlüftung liefern zusätzliche Frische und schaffen so ein angenehmes Raumklima.

18.02.2007   Quelle: Solar Info Center GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Info Center GmbH,
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Windenergieanlagen: Neues Informationssystem hilft im Notfall bei der Einsatzplanung

DBU fördert Notfall-Infosystem für Windenergieanlagen.
DBU fördert Notfall-Infosystem für
Windenergieanlagen.

Bei Unfällen oder Störungen an Windenergieanlagen (WEA) fällt es Sanitätern und Wartungstrupps oft schwer, die richtige Zufahrt zu finden. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von 45.000 Euro hat die Fördergesellschaft Windenergie (Kiel) deshalb ein bundesweites, internetgestütztes WEA-Register entwickelt. Inzwischen seien über 6.000 Windkraftanlagen mit gut sichtbaren Kennnummern ausgestattet worden, berichtet die DBU in einer Pressemitteilung.   "Wir hinterlegen im Internet öffentliche Infos zum Standort, zur Zufahrt und Nabenhöhe", erklärt Projektleiter Volker Schulz. Rund 140 Rettungsleitstellen können mit einem Passwort zusätzliche Daten abrufen. Das Projekt, kann laut DBU Leben retten und die Umwelt schonen. Haben Spaziergänger zum Beispiel beobachtet und gemeldet, dass Öl aus einer Anlage austritt oder ein Windrad laut rotiert, erfahren Wartungstrupps und Rettungskräfte über das Notfall-Infosystem wohin sie fahren müssen.




Erfolg der Windparks erschwerte Standortbestimmung und Anfahrt

Die Nutzung der Windenergie habe 2005 in Deutschland den Ausstoß von rund 24 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart, zitiert die DBU Zahlen des Bundesumweltministeriums (BMU). Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung nach dem Willen der Bundesregierung auf 25 Prozent steigen,. Dass sich Ökonomie und Ökologie nicht ausschließen, zeigten die Milliardenumsätze der vergangenen Jahre: Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien schufen laut DBU mehr als 120.000 Arbeitsplätze. "Allein in der Windenergiebranche gibt es derzeit rund 50.000 Arbeitsplätze", erläutert DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. "Der große Erfolg und der damit zusammenhängende Ausbau der Windparks führte aber auch dazu, dass nach einem Notruf Rettungsdienste den Standort der Anlage nicht mehr zweifelsfrei identifizieren konnten", stellt Projektleiter Schulz fest. Es fehlten Informationen zur genauen Lage, zum Zugang oder zur Höhe des Windrads. Schließlich sollten die Helfer wissen, ob eine Person aus einer Gondel in 50 oder in 100 Meter Höhe geborgen werden müsse.


Zusammenarbeit von Windrad-Herstellern und Rettungsdiensten

Um die Windräder mit Kennnummern zu versehen und die Basisdaten auf der Internetseite zu betreuen arbeiten mehrere Partner zusammen. "Hersteller können im Register auch Kontaktdaten zum Betreiber oder eine Notrufnummer hinterlegen", erläutert Schulz. "Wichtig war uns aber auch, Vertreter von Rettungsleitstellen und Zivilschutzbehörden mit ins Boot zu nehmen", sagt Schulz. Deren Reaktion sei durchweg positiv ausgefallen, weil es die Einsatzplanung erleichtere. "Und weil das Register auch mit anderen Datenbanken verknüpft werden kann, sehen wir gute Chancen darin, dass sich das System bundesweit durchsetzt", meint Schulz.

Das Notfall-Informationssystem für WEA ist zu finden im Internet unter www.wea-nis.de

18.02.2007   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU,

 

Biodiesel für breitere Mobilfunkabdeckung in Indien

Das Kommunikationsunternehmen Ericsson fördert ein Projekt zum Einsatz von pflanzlichen Treibstoffen als Energiequelle für Mobilfunk-Basisstationen in ländlichen Regionen. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit dem indischen Mobilfunkanbieter IDEA Cellular und dem Entwicklungsfond der GSM Association (GSMA) zusammen. In dem Pilotprojekt in Pune im indischen Bundesstaat Maharashtra werden mit Biodiesel Basisstationen betrieben, die sich außerhalb der Reichweite des öffentlichen Stromnetzes befinden.  In einer ersten Phase wurde getestet, welche Pflanzen sich für die Erzeugung des Brennstoffs zur Stromherstellung eignen. Dabei werden ausschließlich heimische Pflanzen wie Baumwolle oder Jatropha untersucht, die nicht als Nahrungsmittel verwendet werden können. Im nächsten Schritt soll ein Netz entwickelt werden, das ab Mitte 2007 fünf bis zehn Basisstationen mit Energie versorgt. Gegenüber herkömmlichem Diesel hat Biodiesel für die Versorgung von Mobilfunkstationen mehrere Vorteile: Er kann vor Ort hergestellt werden und bei seiner Produktion entstehen in den ländlichen Gebieten neue Arbeitsplätze. Gleichzeitig sinken die Transportkosten und die damit verbundenen Ausgaben für Logistik und Sicherheit. Zudem entstehen bei seiner Verbrennung weniger Schadstoffe.


Indien als Vorzeigeland für alternative Energiequelle - Handys für die Menschen auf dem Land

"Rund drei Viertel der indischen Bevölkerung leben auf dem Land", erklärt Sanjeev Aga, Geschäftsführer von IDEA Cellular. "Dort fehlt es oft an zuverlässiger Stromversorgung. Mit Biodiesel können wir auch diese ländlichen Gebiete an das Mobilfunknetz anbinden. Das bringt den Menschen dort neue wirtschaftliche und soziale Vorteile." Die indische Regierung fördere die Verwendung von Biodiesel. So könnte der Subkontinent zu einem Vorzeigeland für diese alternative Energiequelle werden. "IDEA ist einer der ersten indischen Mobilfunkbetreiber, die auf Biodiesel setzen. "Damit spielt das Unternehmen eine federführende Rolle bei der Entwicklung kosteneffizienter und nachhaltiger Mobilfunklösungen für ländliche Gebiete. Mobilfunkbetreiber in aller Welt können die Ergebnisse dieses Pilotprojekts für eigene Vorhaben nutzen", sagt Robert Conway, Leiter der GSMA, des Weltverbandes der Mobilfunkbetreiber. "Je weiter GSM-Netzbetreiber Mobilfunknetze in ländliche Gebiete ausbreiten wollen, desto häufiger stoßen sie auf Probleme mit der fehlenden Infrastruktur", fügt Mats Granryd hinzu, Geschäftsführer von Ericsson India. "Mit diesem Projekt beteiligen Unternehmen ländliche Gemeinden an der Mobilfunkrevolution. Immer mehr Menschen profitierten von den Vorteilen dieser Technologie."

18.02.2007   Quelle: Ericsson GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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TV-Dokumentation über die technischen Möglichkeiten, CO2 zu binden

Tief gekühltes CO2, so genanntes Trockeneis.
Tief gekühltes CO2, so genanntes Trockeneis.

"Rein vom Volumen her könnten wir in Deutschland alle CO2-Abgase aus unseren Kraftwerken für etliche Jahrzehnte im Boden speichern! Damit wäre das Gas fürs Klima unschädlich gemacht", sagt Dr. Franz May Projektleiter 'CO2-Speicherung' bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Er ist einer von vielen Wissenschaftlern, die darüber forschen, wie das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), das von den meisten Experten für die Erderwärmung verantwortlich gemacht wird, gebunden oder weggepackt werden kann.   23 Milliarden Tonnen des Klimakillers gelangen jedes Jahr weltweit in die Atmosphäre. Auf dem Weltklimagipfel in Kyoto 1997 handelte die Staatengemeinschaft - mit Ausnahme der USA - deshalb das so genannte Kyoto-Protokoll aus: Weniger Kohlendioxid soll in die Luft gelangen. Die Dokumentation "Kampf dem Klimagas" von Michael Wolff aus der 3sat-Sendereihe "hitec" stellt am Sonntag, 18. Februar 2007, um 16.00 Uhr auf 3sat Konzepte vor, mit denen Forscher im Kampf gegen das Klimagas gewinnen wollen.



CO2 im Meer oder unter der Erde deponieren?

Seit Kyoto arbeiten technische und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen fieberhaft an klimarelevanter Forschung und versuchen, den CO2-Ausstoß zu verringern. Andere Forscher wollen CO2 in der Natur binden oder es in die Tiefe versenken. Meeresalgen etwa könnten aus dem Oberflächenwasser enorme Mengen Kohlendioxid aufnehmen. Nach dem Ableben des Organismus sinkt das Klimagas mit der Pflanze dauerhaft zu Boden. Dieser Prozess ließe sich technisch optimiert ausnutzen, so dass erhebliche Mengen des Kohlendioxids aus der Atmosphäre entfernt werden könnten. Andere Ansätze sehen vor, CO2 in leere Erdgasfelder zu pumpen oder in porösen Gesteinsschichten unter dem Erdboden zu verwahren. Eine Idee, an der Dr. May und sein Team arbeitet. "Technisch ist das kein so großes Problem, doch müssen auch die sozioökonomischen Rahmenbedingungen erfüllt sein: Wo macht das die Bevölkerung mit, wo bekommt man das genehmigt und wo rechnet sich das für die Industrie?", schränkt Dr. May ein. Man könnte CO2 auch in Kohleschlämmen der Lausitzer Braunkohleseen binden. Gelänge es, CO2 in großen Stil in Kalk zu verwandeln, hätte man eine feste, sichere Bindung erreicht. In der Lausitz würde man so sogar die sauren Seen neutralisieren können.


Verfahren mit Risiken oder Umweltschädigungen verbunden

Dennoch sind sich die Forscher einig: Es gibt keinen Königsweg beim Unschädlichmachen des Kohlendioxids, die meisten Verfahren seien mit Risiken oder Umweltschädigungen verbunden. Professor Christoph Clauser von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen (RWTH) plädiert deshalb dafür, sich viele technische Wege zu erarbeiten. "Es wird in jedem Fall nahe am Entstehungsort entsorgt werden müssen", so Clauser. Bei allen Forschungsansätzen wird aber ebenso deutlich, dass ohne eine radikale Umkehr in der Energiepolitik und im Umgang mit den fossilen Brennstoffen alle technischen Bemühungen vergeblich bleiben dürften.

17.02.2007   Quelle: 3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZDF; Michael Wolff; fact+film,
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Aktuelle Studie soll Hamburg als Kompetenzstandort für erneuerbare Energien entwickeln

Montage einer Photovoltaikanlage an der HAW.
Montage einer Photovoltaikanlage
an der HAW.

In einer derzeit von der Forschungsgruppe "Erneuerbare Energien" an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) durchgeführten Projektstudie werden die gegenwärtigen Beschäftigungschancen und Wachstumspotenziale für diese Branche in Hamburg geprüft. Die Studie mit einer gerade verlängerten Laufzeit bis Ende 2007 zeige jetzt erste Trends des Hamburger Arbeitsmarkts, berichtet die HAW in einer Pressemitteilung. Die Projektstudio berührt die beiden großen Themen Klimaschutz und Bildung, die derzeit im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und besonders auch für Hamburg relevant sind: Erste Trends ließen sich in der aktuellen Arbeitsmarktanalyse erkennen. Der Arbeitsmarkt im Feld der erneuerbare Energien in Hamburg boome regelrecht, aber den Unternehmen fehlten qualifizierte Arbeitskräfte, so der Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der HAW Hamburg, Ralf Behrens.  Das sei eindeutig aus den Rückmeldungen der Branchenbefragung abzulesen. Vielfach fehle den Unternehmen auch die Übersicht über bestehende Studienmöglichkeiten und Aus- und Weiterbildungsangebote an Hamburger Hochschulen; und damit auch die Möglichkeit Absolventen aus diesem Bereich direkt zu rekrutieren. "Da herrscht ein deutliches Informationsdefizit", so Ralf Behrens.





Spezifische Anforderungen der Branche sollen ermittelt werden

Die "Erneuerbare-Energien-Branche", welche die Technologien Solar, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme und Brennstoffzelle umfasst, sei ein relativ junger Arbeitsmarkt. Zwar würden in vielen Bereichen vertraute und bewährte Berufsbilder berührt, jedoch stellten die Techniken zur Nutzung der Erneuerbaren manchmal ganz eigene Qualifikationsanforderungen. In der Studie würden genau diese spezifischen Anforderungen ermittelt, so Behrens. Dazu würden alle Unternehmen befragt, die in Hamburg ganz oder teilweise für erneuerbare Energien tätig sind. Parallel dazu sollen die zurzeit an Hamburger Hochschulen und Weiterbildungsträgern angebotenen Qualifikationen und Ausbildungsangebote erfasst werden. So würden systematisch Bestand, Hemmnisse und Chancen für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Hamburg als Standort für Erneuerbare-Energien-Unternehmen herausgearbeitet.

In den nächsten Monaten will die Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der HAW Hamburg die Ergebnisse der Unternehmensbefragung auswerten und darauf basierende Maßnahmenpakete und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Diese richten sich auch an die Politik und Verwaltung der FHH.

17.02.2007   Quelle: Forschungsgruppe Erneuerbare Energien der HAW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HAW.,
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ThyssenKrupp erhält Großauftrag für Silizium-Metallwerk in Kasachstan

Die Düsseldorfer ThyssenKrupp Mannex GmbH, ein Unternehmen der ThyssenKrupp Services AG, hat von Silicium Kazakhstan LLP den Auftrag zur Lieferung von Anlagen und technischen Ausrüstungen für ein neues Silizium-Metallwerk in Kasachstan erhalten. Das berichtet die ThyssenKrupp Services AG in einer Pressemitteilung. Silizium-Metall ist eine wesentliche Komponente zur Herstellung von Aluminiumgusslegierungen und wird ebenfalls in der chemischen Industrie eingesetzt, unter anderem bei der Produktion von Silikon und Halbleitern (Prozessoren und Solarzellen).  Das Auftragsvolumen belaufe sich auf über 60 Millionen Euro, so ThyssenKrupp. Der Lieferumfang umfasse die kompletten Ausrüstungen. Die Lieferungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen, die Inbetriebnahme der Anlagen ist für 2008 geplant.

Nach Fertigstellung der Anlage durch ThyssenKrupp Mannex übernimmt die Essener Schwestergesellschaft ThyssenKrupp Metallurgie GmbH, ebenfalls ein Unternehmen von ThyssenKrupp Services, exklusiv die weltweite Vermarktung der gesamten Produktion des Silizium-Metalls (etwa 25.000 Tonnen pro Jahr). ThyssenKrupp Mannex ist ein international agierendes Handelshaus im Strecken- und Projektgeschäft mit Dienstleistungen für Logistik, Finanzierung und Projektmanagement. Die Produktpalette umfasst Rohre und Rohrzubehör, Walzstahl und Edelstahl sowie den technischen Handel mit neuen und gebrauchten Industrieanlagen, Werkzeugmaschinen, Ersatzteilen und Konstruktionselementen für den Stahlwasserbau und Offshore-Bauten. Kern der globalen Aktivitäten von ThyssenKrupp Metallurgie ist der Handel und die Distribution von Legierungen und Metallen für die stahlerzeugende, keramische und chemische Industrie.

17.02.2007   Quelle: ThyssenKrupp Services AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Internationale Konferenz: Versorgungssicherheit und Klimaschutz nur mit mehr erneuerbaren Energien

Zahlreiche ausgereifte Techniken zur Nutzung der erneuerbaren Energie stünden zur Verfügung, ihre effiziente Integration in die Energieversorgung sei nun der nächste Schritt, erklärte der Oldenburger Energieforscher Dr. Detlev Heinemann anlässlich des Symposiums "Decentralised Energy Systems - Integrating Renewable Energy Technologies" am 15. und 16. Februar 2007 an der Universität Oldenburg. Im Rahmen der Veranstaltung beschäftigen sich europäische Fachleute aus Forschung, Industrie und Politik mit Solarstrom, Windenergie, Bioenergie und nachwachsenden Rohstoffen, Speicher- und Regelungstechnik, dem Management dezentraler Energiesysteme sowie der Netzintegration. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen - die jährlichen Wachstumsraten liegen europaweit stabil im zweistelligen Bereich. Dies sei jedoch noch nicht ausreichend, betonte Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann. "Unsere Aufgabe für die Gegenwart ist: Wir müssen eine Energiepolitik gestalten, die sichere und verlässliche Energie für die Bürger Europas bietet und dabei gleichzeitig die Ziele des Klimaschutzes erfüllt. Das geht nur mit einer deutlichen Steigerung des Einsatzes Erneuerbarer Energien", so der Minister.   Noch hätten die Länder der Europäischen Union erst einen Anteil der erneuerbaren Energien von 7 Prozent erreicht. Gemessen am heutigen Ziel der EU, bis 2010 einen Anteil von 10 Prozent zu erreichen, sei das nicht ausreichend.


Gemeinschaftsaufgabe für Europa

Die Energieversorgung befinde sich derzeit in einem organisatorischen und technischen Strukturwandel, so ForWind, das Zentrum der Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover, in einer Pressemitteilung. Beide Entwicklungen begünstigten die stärkere Nutzung intelligenter dezentraler Technologien. Dieser Aufgabe stellen sich europäische Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industriepartner in zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten. "Klimawirksame Emissionen im Energiesektor deutlich zu senken und gleichzeitig eine moderne effiziente Stromversorgung zu schaffen, dies ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam in Europa gelöst werden kann," betonte der Präsident der European Renewable Energy Centres Agency (EUREC), Prof. Didier Mayer.


Best-Practice-Beispiele in Dänemark, Spanien und Deutschland

Vorbildliche technische Lösungen (Best-Practice-Beispiele) seien aber schon heute in Europa zu finden, hob Stratmann hervor. Etwa in den Ländern, die bereits einen hohen Anteil an Windenergie haben. Dazu zählten in erster Linie Dänemark mit einem 20-prozentigen Anteil der Windkraft an der Stromproduktion, aber auch Spanien mit 8 Prozent und Deutschland mit rund 7 Prozent. Das Symposium wird von ForWind, dem Zentrum der Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover, in Kooperation mit der Versammlung der Regionen Europas (VRE) und mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg durchgeführt.

16.02.2007   Quelle: ForWind   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BEE: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft bei Zielvorgabe für erneuerbare Energien gescheitert

BEE: Erneuerbare Energien können Atomstrom komplett ersetzen.
BEE: Erneuerbare Energien können Atomstrom
komplett ersetzen.

In ihrer Sitzung am 15.02.06 haben die EU-Energieminister mit deutlicher Mehrheit den Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, verbindliche Ausbauziele für erneuerbare Energien bis 2020 festzulegen. Damit habe es die deutsche Ratspräsidentschaft nicht geschafft, die Energieminister der anderen EU-Länder auf ein klares, verbindliches Ziel für einen schnellen Ausbau der Zukunftsenergien Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme zu verpflichten, kommentiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Die Verbände der erneuerbaren Energien fordern jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, diese Entscheidung in der entscheidenden Sitzung des Europäischen Rats der Staats- und Regierungschefs am 8. und 9. März in Brüssel zu korrigieren.   Die EU-Kommission hatte im Rahmen ihres Energiepaketes am 10. Januar einen verbindlichen Anteil von 20 % erneuerbaren Energien an der gesamten Energieversorgung in Europa im Jahr 2020 vorgeschlagen. Die Bundesregierung hatte sich dieses verbindliche Ziel zu Eigen gemacht und habe nun eine Niederlage erlitten, so der BEE.




"Jahrelanges Gefeilsche" um nationale Aktionspläne statt verbindlicher Zielvorgabe

"Jetzt droht die pure Unverbindlichkeit. Die großen Energiekonzerne haben sich durchgesetzt und die Zukunftsbranche erneuerbare Energien hat weniger Investitionssicherheit als bisher. Das von der Bundesregierung angekündigte klare Signal zum beschleunigten Ausbau ist leider ausgeblieben", stellt BEE-Präsident Johannes Lackmann fest. Anstelle konkreter Rahmenvorgaben drohe jetzt "jahrelanges Gefeilsche" zwischen der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten um nationale Aktionspläne zur Erreichung des unverbindlichen 20 %-Anteils. Das sei, so Lackmann, "eine empfindliche Niederlage für die deutsche Ratspräsidentschaft in der EU. Und ein herber Rückschlag für Klimaschutz und zukunftsfähige Arbeitsplätze".


Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa zur Chefsache machen

Die Verbände der erneuerbaren Energien verlangen, dass nun die Bundeskanzlerin den Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft zur Chefsache macht. "Frau Merkel hat es nun in der Hand, im Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs Anfang März doch noch anspruchsvolle verbindliche und sektorale Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energien in Europa durchzusetzen", so Lackmann.


Gesetzesrahmen für Wärme aus erneuerbaren Energien muss Vorrang haben

Vor allem komme es darauf an, klare Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe zu setzen, betont der BEE. Die wirkungsvollen EU-Richtlinien für Strom und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien dürften nicht durch ein übergestülptes Globalziel kalt gestellt werden. Zudem habe die Schaffung eines Gesetzesrahmens für Wärme aus erneuerbaren Energien höchste Priorität, um schnellstmöglich importiertes Öl und Gas durch Solarwärme, Erdwärme und Bioenergie zu ersetzen. All dies sei jetzt beim Entschluss des Energieministerrates herausgefallen. Aus Sicht des BEE reicht es nicht, dafür energiekonservative Länder wie Frankreich verantwortlich zu machen. Auch das deutsche Bundeswirtschaftsministerium und der deutsche Industriekommissar Verheugen hätten hier massiv blockiert.

16.02.2007   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.,
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Gabriel: Europa braucht verbindliche Ziele für erneuerbare Energien

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist mit den Ergebnissen des Treffens der europäischen Energieminister am 15.02.2007 in Brüssel überwiegend zufrieden. "Ich begrüße deshalb die Entscheidung im Energieministerrat, die Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu steigern und den Anteil der Biokraftstoffe verbindlich auf mindestens 10 Prozent festzulegen. Ich halte es allerdings für erforderlich, dass der Europäische Rat am 8./9. März auch das Gesamtziel für Erneuerbare von 20 Prozent als verbindliches Ziel festlegt", so Gabriel.  Der Energierat hat beschlossen, bis 2020 den Anteil von Biokraftstoffen am Treibstoffverbrauch verbindlich auf mindestens zehn Prozent zu steigern. Außerdem bekennt sich der Rat zu einem nicht bindenden Gesamtanteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von 20 Prozent im Jahr 2020. Zudem wollen die Energieminister bis dahin die Energieeffizienz ebenfalls um 20 Prozent steigern.


Schnelle Fortschritte bei den erneuerbaren Energien nötig

"Angesichts der Gefahren des Klimawandels und des steigenden Energiehungers weltweit stehen wir an einer historischen Wegmarke. Um die notwendige Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 30 Prozent bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 sowohl in der EU als auch in den anderen Industriestaaten zu erreichen, brauchen wir schnelle Fortschritte bei den erneuerbaren Energien sowie eine weit effizientere Nutzung der Energie in Europa", so Bundesumweltminister Gabriel. Mit anspruchsvollen Klimaschutzzielen und konkreten Maßnahmen zur Umsetzung stelle Europa die Weichen für mehr Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung, betont Gabriel.

16.02.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Kompetenzzentrum für Dünnschicht-Photovoltaik soll in Berlin entstehen

Extrem dünne, flexible Solarzelle.
Extrem dünne, flexible Solarzelle.

Das Hahn-Meitner-Institut Berlin (HMI), die Technische Universität Berlin (TUB), die WISTA Management GmbH sowie die TSB Technologiestiftung Innovationsagentur Berlin GmbH wollen gemeinsam mit der Wirtschaft innovative Produkte für die Nutzung der Solarenergie entwickeln. "Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben. Durch die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft ist das Berliner Vorhaben ein beispielhafter Baustein der Hightech-Strategie, mit der sich die Bundesregierung dem weltweiten Innovationswettbewerb stellt", sagt Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Motiviert wird das neue Kompetenzzentrum durch den rasanten Aufschwung der Solarindustrie mit Schwerpunkt in den neuen Bundesländern. Mehrere Firmen haben bereits mit dem Bau von Produktionsstätten für neuartige Dünnschicht-Solarzellen begonnen.   "Diese Zukunftstechnologien gilt es, erfolgreich und langfristig in Deutschland zu etablieren und auszubauen", betont Prof. Michael Steiner, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HMI. Ziel sei, Strom aus Sonnenlicht effektiver und kostengünstiger zu produzieren. Notwendig dafür sei der kontinuierliche Wissenstransfer aus der Grundlagenforschung und Technologieentwicklung in die Industrie und zurück. Erkenntnisse aus der Forschung müssten schneller in die Industrie gelangen und zugleich müssten hochkomplexe Fragestellungen, die sich aus der industriellen Produktion ergeben, direkt an die Grundlagenforschung weitergegeben werden.



Neue Solarzellenkonzepte und Herstellungsverfahren entwickeln

Die Unterzeichner der Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) schlagen deshalb vor, in Partnerschaft und mit Hilfe der öffentlichen Hand ein "Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin" zu errichten. Als eine der ersten Aufgaben soll es zentrale Fragen bearbeiten, die sich aus der Beschichtung von Dünnschichtsolarmodulen ergeben. Industrienahe Prototypen sollen dabei entstehen. Außerdem sollen neue Solarzellenkonzepte und Herstellungsverfahren entwickelt werden. Der ehrgeizige Zeitplan sieht vor, die Planung für das Kompetenzzentrum noch im ersten Halbjahr 2007 abzuschließen. Voll betriebsbereit soll das Zentrum im Jahr 2009 sein. Acht namhafte Unternehmen haben das MoU zusammen mit den Berliner Forschungsinstituten unterzeichnet und wollen den Aufbau des Zentrums unterstützen. Weitere Unternehmen hätten bereits großes Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, heißt es in der HMI-Pressemitteilung. "Von Beginn an soll damit der systematische Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gewährleistet werden" sagt Prof. Kurt Kutzler, Präsident der TUB. "Die enge Anbindung an die Universität ermöglicht parallel auch die Ausbildung von hoch qualifizierten Ingenieuren und Wissenschaftlern. Diese werden in der boomenden Solarindustrie dringend benötigt", so Kutzler weiter.

16.02.2007   Quelle: Hahn-Meitner-Institut Berlin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HMI,
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Französische Forscher arbeiten an aussichtsreichen Verfahren zur Herstellung preisgünstigerer Solarzellen

Den Wirkungsgrad von Solarzellen durch den Einsatz von Nanotechnologien zu erhöhen, ist Ziel des französischen Projekts "Photosil", das auch die Herstellungskosten senken will. Niedrigere Produktionskosten sollen möglich werden entweder durch eine Steigerung des Wirkungsgrades der Solarzellen oder durch die Verwendung von preisgünstigeren Materialen, wie beispielsweise metallurgischem Silizium an Stelle von hochreinem Solar-Silizium. Das metallurgische Silizium ist besser verfügbar und 50 Mal preiswerter als das "ultrareine Silizium". Seine geringere Qualität kann durch eine Verfeinerung auf den gewünschten Wert verbessert werden.   Um diese Möglichkeit zu erforschen, soll das Projekt "Photosil" gemeinsam von französischen Partnern aus Industrie und Forschung durchgeführt werden. Zur Optimierung der Solarzellen hinsichtlich des Wirkungsgrades wird mit dem Potenzial der Nanotechnologie gerechnet.


Institut für Solarenergie kooperiert mit Forschungseinrichtungen und Industrie

Das französische Institut für Solarenergie (Institut National de l’Energie Solaire, INES) untersucht die so genannten Hetero-Solarzellen. Sie bestehen aus kristallinem Silizium und einer zusätzlichen, 30 Nanometer (nm) breiten Schicht aus amorphem Silizium, die es ermöglicht, die Spannung von 600 Milliwatt (mW) auf 700 mW zu erhöhen beziehungsweise den Wirkungsgrad auf 17 % zu steigern. Ein weiteres aussichtsreiches Verfahren sind die so genannten "Multijunction"-Zellen, deren Halbleiterschichten auf verschiedene Zonen des Solarspektrums empfindlich reagieren. Die Projekt-Teilnehmer sind der Metallhersteller Ferropem, das Unternehmen Apollon Solar, INES, das CEA (Forschungszentrum für Atomenergie und innovative Technologien) sowie das CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung). Das mit den untersuchten Verfahren erzeugte Silizium soll anschließend von dem französischen Photovoltaik-Hersteller "Photowatt" verwendet werden. Das Projektteam rechnet damit, dass fünf bis zehn Jahre vergehen werden, bis der Wirkungsgrad durch den Einsatz von Nanotechnologien gesteigert ist.

16.02.2007   Quelle: L’usine nouvelle; Wissenschaft-Frankreich, Nr. 115; 14. Februar 2007; Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Geothermie-Konferenz: Risikominimierung durch Dialog

Große Aufmerksamkeit erlangte die Geothermie in den letzten Wochen durch mehrere Erdbeben mit einer Stärke größer als drei auf der Richter-Skala als Folge der Stimulation des Baseler Erdwärmeprojekts. Welchen Einfluss die Stimulation tatsächlich auf das Erdbebenrisiko hat, oder ob diese es gar verringert, ist unter anderem Thema der 3. Internationale Geothermie-Konferenz am 19. April 2007 in Freiburg. Das Bundesumweltministerium (BMU) übernimmt die Schirmherrschaft der Veranstaltung.   Wie sich Projektentwickler der Geothermie-Branche gegen unvorhersehbare Ereignisse dieser Art schützen können und sich andere Risiken, beispielsweise das Fündigkeitsrisiko, minimieren lassen, diskutieren Projektentscheider, Investoren und Versicherer auf der Konferenz. Die Veranstaltung biete die Möglichkeit des Dialogs zu allen Fragen des Risikomanagements und der Risikoabsicherung, so die Veranstalter forseo GmbH Freiburg und der Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg e.V. (fesa e.V) in der Einladung.


Hohe Anforderungen, von der Projektplanung über die Finanzierung bis zum Betrieb einer Anlage

Die Energieerzeugung aus Erdwärme birgt enorme Potenziale: nicht nur für die Wärmeversorgung, wie in Deutschland in mehreren Projekten erfolgreich umgesetzt, sondern auch für die Produktion von Strom. Eine ausführliche Vorerkundung und Prüfung der Machbarkeit seien Pflicht und mittlerweile Routine für die ehrgeizigen Projekte, heißt es in der Pressemitteilung von forseo und fesa. Insgesamt seien die Anforderungen an die beteiligten Akteure hoch, von der Projektplanung über die Finanzierung bis zum Betrieb einer Anlage. Ein maßgeblicher Faktor bei der Entscheidung zur Durchführung eines Geothermieprojektes sei die Möglichkeit der Risikoabsicherung. Besonders für die Eigen- und Fremdkapitalgeber stehe vor der Investitions- oder Kreditentscheidung eine sorgfältige Prüfung aller Unwägbarkeiten, weshalb der Entwicklung von entsprechenden Risikominimierungsstrategien letztlich eine Schlüsselrolle zukomme. Um eine erfolgreiche Projektumsetzung zu gewährleisten, sei ein offener Austausch zwischen Umsetzern und Kapitalgebern nötig. Den Dialog an dieser Schnittstelle zu fördern, ist das Hauptziel der 3. Internationalen Geothermiekonferenz in Freiburg.


Fortführung des Baseler Projekts frühestens in zwei Jahren erwartet

"Wir wollen Projektentwickler, Investoren, Finanzinstitutionen, Wissenschaftler und Versicherungsfachleute zusammenbringen, um Lösungswege bei der Risikoabsicherung und erfolgreiche Modelle bei der Finanzierung aufzuzeigen", so Volker Krauth, Geschäftsführer der forseo GmbH. Unter der Überschrift "Internationale Erfahrungswerte" geht es am frühen Vormittag auch um die Zukunftsperspektiven des Baseler "Deep Heat Mining"-Projekts. Im Dezember vergangenen Jahres musste der Betreiber, die Geopower Basel AG, das Projekt vorerst einstellen. Die Stimulation, das Einpressen von Wasser im Untergrund, führte zu vier starken Beben. Daniel Moll, Geschäftsführer der Geopower Basel AG und Referent auf der 3. Internationalen Geothermietagung, erläutert das weitere Vorgehen: "Wir werten die umfangreichen seismischen Daten detailliert aus, und der Kanton lässt eine umfassende Risikoanalyse ausarbeiten. Die Überlegungen zu technischen Alternativen fließen ebenfalls in die Entscheidungen über die Zukunft des Projektes ein. Mit einer Fortführung rechnen wir frühestens in zwei Jahren."

Welche Rolle die hydraulische Stimulation für das Erdbebenrisiko spielt und wie weit die seismischen Ereignisse vorhergesagt oder sogar vermieden werden können, erläutert Dr. Stefan Baisch, Seismologe der Q-con GmbH: "Die Erdbebenenergie war in Form natürlicher Spannungen im Untergrund bereits vorhanden. Der verpresste Wasserdruck hat diese aufgestaute Energie lediglich freigesetzt. Kontrollmechanismen, die das Überschreiten gewisser Grenzwerte der seismischen Aktivitäten aufzeigen, können die Stärke der ausgelösten Beben begrenzen. Die Stimulationsmaßnahmen werden dann gezielt abgebrochen."

Im Rahmen des zweiten Vortragsblocks der 3. Internationalen Geothermiekonferenz berichtet Ralph Weidler, Geschäftsführer der Q-con GmbH, über die wirtschaftliche Bewertung geothermischer Reservoire, speziell am Beispiel eines australischen Hot-Fractured-Rock-Projektes in Australien. Weitere Referenten sprechen über den Einsatz von Fremd- und Eigenkapital in Geothermieprojekten. Die anschließende von Sterr-Kölln & Partner moderierte Paneldiskussion soll praxisrelevante Lösungsansätze zur Bewältigung seismischer und finanzieller Risiken aufzeigen.

Zur 3. Internationalen Geothermiekonferenz am 19. April 2007 im Kongresszentrum Konzerthaus Freiburg erwarten die Veranstalter und 150 Teilnehmer und zahlreiche Aussteller aus dem In- und Ausland. Ein Großteil der Vorträge wird simultan ins Englische übersetzt. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern Raum zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und Knüpfen von Kontakten. Weitere Informationen, Programm und Anmeldung unter http://www.forseo.de
und http://www.geothermie-oberrhein.de.

16.02.2007   Quelle: forseo GmbH; Förderverein Energie- und Solaragentur Regio   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Über Kyoto hinaus: EU-Umweltkommissar Dimas will neues Klimaschutzabkommen

EU-Kampagne zum Klimawandel
EU-Kampagne zum Klimawandel

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat die internationale Gemeinschaft zu Verhandlungen über ein neues Übereinkommen zum Klimawandel aufgefordert. Es soll an die Stelle des Kyoto-Protokolls treten, wenn dieses 2012 ausläuft. Dimas ist bis zum 16.02.2007 in Washington, um mit hochrangigen US-Regierungsbeamten und Kongressmitgliedern über künftige Maßnahmen zum weltweiten Klimaschutz und andere Umweltfragen zu sprechen. Anlässlich des zweiten Jahrestags des Inkrafttretens des Kyoto-Protokolls hat die EU-Kommission im Rahmen ihrer Sensibilisierungskampagne zum Klimawandel europäische Meteorologen und Wetteransager am 16.2.2007 zu einer Tagung nach Brüssel eingeladen.  "Das Kyoto-Protokoll ist ein wichtiger erster Schritt hin zur Bekämpfung des Treibhausgasausstoßes, aber es sind noch viel tiefere Einschnitte notwendig, um gefährliche Klimaveränderungen mit ihren enormen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen für die gesamte Menschheit zu verhindern", sagte Dimas.



Beteiligung der Vereinigten Staaten unerlässlich

Angesichts der alarmierenden Prognosen zum weltweiten Treibhauseffekt, die Anfang dieses Monats vom Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) veröffentlicht wurden, müsse die internationale Gemeinschaft dringend Verhandlungen aufnehmen, um im Anschluss an das Kyoto-Protokoll ein umfassendes und ehrgeiziges neues weltweites Übereinkommen abzuschließen, so der EU-Umweltkommissar. Es sei unerlässlich, dass die Vereinigten Staaten und alle anderen großen Verursacher von Treibhausgasemissionen sich an diesen Maßnahmen beteiligen. Während seines Besuchs in Washington will EU-Kommissar Dimas das Integrierte Energie- und Klimapaket erläutern, das die EU-Kommission letzten Monat vorgestellt hat. Durch die Festlegung konkreter Ziele und Maßnahmenvorschläge erhielt die Diskussion im Vorfeld zu einem neuen Klimaschutzabkommen neue Impulse. Die EU-Kommission will, dass sich diese Initiative rasch in der Aufnahme konkreter Verhandlungen niederschlägt.


Sensibilisierungskampagne "Wie kannst Du den Klimawandel kontrollieren?"

Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne, welche die Kommission unter dem Motto "Wie kannst Du den Klimawandel kontrollieren?" gestartet hat, werden am 16.02.2007 mehr als 45 Meteorologen und Fernseh-Wetteransager aus ganz Europa in Brüssel zusammenkommen. Wetteransager seien als Klimaexperten und Medienpersönlichkeiten in den jeweiligen Heimatländern hervorragend geeignet, die mit der Kampagne angestrebte Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Klimawandel und für die Möglichkeiten jedes Einzelnen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen zu unterstützen, heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission. Deshalb würden sie aufgerufen, ein Netzwerk zu schaffen, dass zur Erreichung dieser Ziele beiträgt.

Mehr Informationen der EU-Maßnahmen zum Klimawandel finden Sie in englischer Sprache unter http://ec.europa.eu/environment/climat/home_en.htm

Mehr zur Kampagne "Wie kannst Du den Klimawandel kontrollieren? unter http://ec.europa.eu/environment/climat/campaign/index_de.htm

15.02.2007   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EU-Kommission,
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China bereitet ersten Klimaschutzplan vor

Die chinesische Regierung bereitet einen nationalen Plan für den Klimaschutz vor. Wie die Wochenzeitung DIE ZEIT aus Pekinger Regierungskreisen erfahren haben will, soll dieser Plan noch in der ersten Jahreshälfte 2007 verabschiedet werden und die Grundlage für konkrete Klimaschutzmaßnahmen sein. Der Plan wäre das erste offizielle Dokument zum Klimawandel in China. "Die Regierung wird dem Volk in Sachen Klimaschutz endlich die Wahrheit sagen", zitiert die ZEIT einen Berater des chinesischen Umweltministeriums.   Bereits in der vergangenen Woche hatte die Kommunistische Partei Chinas eine erste, breit angelegte Aufklärungskampagne zum Klimawandel gestartet, unter anderem in der Parteizeitung Global Times. Laut Internationaler Energie Agentur (IEA) werde China im Jahr 2009 der weltweit größte Emittent von Kohlendioxid sein, berichtet die ZEIT weiter.


Dürre und Trinkwassermangel sorgen für inneren Druck

Der Zwang zu einer strengeren Klimapolitik ergebe sich in China weniger aus internationalem denn aus innerem Druck, so die ZEIT. Die bevölkerungsreiche Provinz Sichuan habe im vergangenen Sommer die schlimmste Dürre seit 50 Jahren erlebt. Ebenfalls im vergangenen Jahr sei der Pegelstand des Jangtse auf das niedrigste Niveau seit 140 Jahren gesunken, was wochenlangen Trinkwassermangel für Millionen Menschen zur Folge gehabt habe.

Der komplette Text ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 8 vom 15. Februar 2007.

15.02.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Hersteller Solar-Fabrik AG meldet Rekordumsatz und -ergebnis für 2006

Modulfertigung im Werk II der Solar-Fabrik
Modulfertigung im Werk II der Solar-Fabrik

Die Freiburger Solar-Fabrik AG, international ausgerichteter, börsennotierter und integrierter Solar-Konzern, hat im Geschäftsjahr 2006 ihr Geschäftsvolumen konzernweit sowohl durch Wachstum als auch durch die Übernahme von Unternehmen ausgeweitet und internationalisiert, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Bereits 2006 hätten sich die Veränderungen positiv im Ergebnis der Solar-Fabrik AG niedergeschlagen, die volle Auswirkung erwarte das Unternehmen jedoch erst 2007. Der Umsatz stieg nach Angaben der Solar-Fabrik AG 2006 um über 43 % auf 73 Millionen Euro (Vorjahr: 51 Mio. EUR).  Damit seien die vorhergesagten Umsatzzahlen bestätigt worden. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte rund 3,5 Millionen Euro und verbesserte sich damit gegenüber 2005 um etwa 3,8 Millionen Euro.




Guter Start in das Geschäftsjahr 2007

Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT betrug 4,5 Millionen Euro. Diese Effekte betreffen laut Solar-Fabrik Ausgaben für ein nicht näher bezeichnetes Projekt. Im Nachgang hätten diese Ausgaben die Qualitätsansprüche der Solar-Fabrik nicht erfüllt, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Die Solar-Fabrik habe sich daher entschlossen, dieses Projekt einzustellen. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 6,2% und liege damit über den Prognosen. Auch das Geschäftsjahr 2007 sei positiv angelaufen, so das Unternehmen: Der Konzernumsatz sei im Januar 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um rund 70 % gestiegen. Das Umsatzziel für das gesamte Wirtschaftsjahr 2007 liege unverändert bei 130 Millionen Euro. Das Ziel für die EBIT-Marge sei
mindestens 10 %. Die vorläufigen Zahlen stehen unter dem Vorbehalt des Testats der Wirtschaftsprüfer und der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Endgültige Zahlen sollen am 30. März 2007 veröffentlicht werden.

15.02.2007   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
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Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung: Jetzt die Klimawende schaffen!

WBGU übergibt Forderungen zur Klima- und Energiewende.
WBGU übergibt Forderungen zur Klima- und
Energiewende.

Am 12. Febuar 2007 hat der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung (WBGU) ein Papier mit dem Titel "Neue Impulse für die Klimapolitik: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen" an die Parlamentarischen Staatssekretäre Michael Müller (BMU) und Thomas Rachel (BMBF) übergeben. Das Politikpapier mache deutlich, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Trendumkehr und bis 2050 eine Halbierung der globalen Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 erreicht werden müsse, um einen gefährlichen Klimawandel noch zu verhindern, heißt es in der Pressemitteilung des WBGU. Die Dringlichkeit für sofortiges Handeln unterstreiche auch der jüngst veröffentlichte UN-Klimabericht (IPCC). Zentrum eines erfolgreichen Klimaschutzes sei die globale Energiewende, betont der WBGU.   Sie sei technisch machbar, führe weg von den fossilen, hin zu den erneuerbaren Energieträgern und erfordere eine zügige Nutzung der hohen Effizienzpotenziale. Dabei geht es laut WBGU unter anderem darum, dass die Konsumenten die bereits verfügbaren energiesparenden Techniken auch nutzen, beispielsweise bei Haushaltsgeräten, Kraftfahrzeugen und Gebäuden. Investitionen in den Klimaschutz seien volkswirtschaftlich rentabel, da die Kosten für effektiven Klimaschutz erheblich geringer seien als die Kosten, die im Falle des Nicht-Handelns durch den Klimawandel entstünden. "Dabei gilt: Je später mit dem Klimaschutz begonnen wird, desto teurer wird er", heißt es in der WBGU-Pressemitteilung.



Zwischen dem dringend erforderlichen Handeln und der aktuellen Klimapolitik klaffe eine zunehmend größere Lücke, betont der WBGU. Der Beirat ist deshalb der Überzeugung, dass weltweit eine neue klimapolitische Dynamik notwendig ist. Die deutsche EU und G8-Doppelpräsidentschaft biete eine besondere Chance, den Klimaschutz weltweit deutlich voranzubringen. Der WBGU empfiehlt folgende Initiativen:


Vorreiterrolle der EU ausbauen; Subventionen für fossile und nukleare Energieträger abbauen

Die Europäische Union sollte ihre internationale Vorreiterrolle im Klimaschutz ausbauen, fordert der WBGU. Durch Anstoßen einer "Effizienzrevolution" und den kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien könne der internationalen Gemeinschaft gezeigt werden, dass Klimaschutz machbar ist. Um glaubwürdig zu sein, müsse die EU dringend ihre bereits vereinbarten Emissionsreduktionsziele erreichen. Ebenso sollten das europäische Emissionshandelssystem zügig weiterentwickelt und verbessert sowie die öffentliche Beschaffung klimafreundlich gestaltet werden. Die Subventionen für fossile und nukleare Energieträger sollten abgebaut werden. Die EU sollte außerdem ihren Einfluss nutzen, um die Verknüpfung von Strategien zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an den Klimawandel in der Entwicklungszusammenarbeit sowie auf multilateraler Ebene zu stärken.


G8-Innovationspakt beschließen; Fahrplan zum Abschied vom Kohlenstoff erstellen

Die schleppenden Klimaverhandlungen sollen nach Auffassung des WBGU durch Impulse der führenden Staats- und Regierungschefs eine neue Dynamik erhalten. Die G8-Staaten und die fünf großen Schwellenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika als die politisch und wirtschaftlich führenden Staaten sollten jetzt Signale setzen und einen "Innovationspakt zur Dekarbonisierung" vereinbaren. Als Elemente für den Pakt empfiehlt der WBGU gemeinsame Eckwerte für Effizienz und CO2-Emissionsstandards, die Erarbeitung eines "Road Atlas zur Dekarbonisierung der Energiesysteme" und die Förderung von Technologiekooperationen. Der Innovationspakt könne zögernden Ländern ein stärkeres Engagement bei den Verhandlungen im Rahmen der UN-Klimakonvention erleichtern. So könnten die G8-plus-5-Staaten zum Motor der internationalen Klimapolitik werden.


Klimaschutz im Rahmen der UN vorantreiben, auch die USA sind gefordert

Ziel der UN-Klimakonvention sei, den gefährlichen Klimawandel zu vermeiden, betont der WBGU und empfiehlt, eine Erwärmungsobergrenze von 2°C als konkretes Ziel festzulegen. Außerdem müssten das Kyoto-Protokoll weiterentwickelt und wirksame Anreize für die Energiewende gesetzt werden. Die Industrieländer sollten sich zu ambitionierten Emissionsreduktionen verpflichten. Die globalen Klimaschutzziele könnten nur erreicht werden, wenn auch die USA ihre Emissionen erheblich senken, betont der Beirat der Bundesregierung. Gleichzeitig müssten für Schwellen- und Entwicklungsländer Möglichkeiten einer differenzierten, schrittweisen Einbindung in Klimaschutz-Verpflichtungen geschaffen werden.

Das WBGU-Politikpapier "Neue Impulse für die Klimapolitik: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen" ist im Internet zugänglich unter http://www.wbgu.de/wbgu_pp2007.pdf

15.02.2007   Quelle: WBGU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WBGU,
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Gemeinde Rusava ist Tschechischer Solar-Meister 2006

41 kWp-Photovoltaik-Fassade der TU Prag
41 kWp-Photovoltaik-Fassade
der TU Prag

Die mährische Ortschaft Rusava im Zlín-Kreis ist Sieger der Solar-Meisterschaft der Tschechischen Republik. Rusava betreibt in seiner Badeanstalt die vermutlich größte Solarwärmeanlage Tschechiens mit einer Fläche von 540 Quadratmetern. Darüber hinaus nutzt die dortige Schule Solaranlagen zur Wassererwärmung und zur Stromerzeugung. In der Kategorie Kleinstädte gewann Jindřichův Hradec, unter den Großstädten mit über 50.000 Einwohnern siegte Pilsen. Photovoltaik-Spitzenreiter sind die Orte Pilsen, Opatov und Svitav.   Nachdem die Liga der umweltfreundlichen Alternativen (LEA) Ende 2005 fast 14.000 Quadratmeter solar aktive Fläche ermittelt hatte, wovon 12.000 m2 auf thermische Sonnenkollektoren entfielen, seien im Laufe des vergangenen Jahres über 3.500 m2 hinzugekommen, so dass die Solarkollektor- und Solarmodulfläche auf insgesamt 17.500 m2 gewachsen sei. Besonders die Zahl der installierten Solarstromanlagen hat laut LEA kräftig zugenommen, womit sich die in der Solarliga gemeldete Leistung von 160 auf 340 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) erhöht habe.





Wettbewerb nach dem Vorbild der deutschen Solar-Bundesliga

In Rahmen der Messe "Dächer" in Prag hat der Wettbewerb der Gemeinden und Städte um Punkte für die Nutzung der Sonnenenergie "Solarliga der CR" die erfolgreichsten Siedlungen und anregendsten Solaranlagen präsentiert. Nach dem Vorbild der deutschen Solar-Bundesliga organisiert die Bürgervereinigung Liga ekologických alternativ (LEA - Liga der umweltfreundlichen Alternativen).
den Wettbewerb. "Die Initiatoren der Installationen, die Produktions- und Montagegesellschaften, Gemeinden, Fachleute sowie die Bürger betreten dank unserer Aufklärungsaktivität die öffentliche Schaubühne und erweitern die Medien-, Beratungs- und Gesetzgebungsimpulse zur Verstärkung dieser Energiealternative", kommentiert Jury-Vorstand Karel Merhaut von der LEA. "Den angemeldeten Solarsystemen weisen wir die pro Kopf umgerechneten Solarpunkte gemäß des festgesetzten Schlüssels zu. Die Gemeinden und Städte können durch die Position in der Rangliste ihren umweltfreundlichen Ruf hervorheben. Sie zeigen, dass sie zur Luftreinigung und mit ihrem Teil auch zur Lösung der globalen Klimaprobleme beitragen", so Merhaut weiter.


Sonderpreis für Fachbeiträge zur Solarenergie

In der Kategorie Photovoltaik sei der Einfluss des neuen Gesetzes zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen deutlich geworden, berichtet Merhaut. Den ersten Platz der tschechischen Solarstrom-Liga belegt die Gemeinde Opatov im Kreis Pardubice in der Nähe von Svitavy. Dort hat das Unternehmen HiTechMedia Systems aus Uherské Hradiště auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Objekt ein Solarkraftwerk mit 60 kWp in Betrieb genommen. Die Organisatoren der Solarliga haben auch die Arbeit eines Journalisten gewürdigt: Die Anerkennung für die besten Veröffentlichungen zur Solarenergie hat Jaroslav Peterka aus Liberec bekommen für einen Beitrag in der Zeitschrift Alternativní energie. Peterka arbeitet auch als der Hochschullehrer an der technischen Universität von Liberec und als Planer von Solarsystemen.

Da die zwei letzten Umweltminister der Nutzung der erneuerbaren Energien als ihre Priorität eingeräumt hätten und da das neue Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen Wirkung zeige, gehen die Organisatoren des Wettbewerbs auch 2007 von einem weiteren Ausbau der installierten Solarkapazität aus.

15.02.2007   Quelle: Liga der umweltfreundlichen Alternativen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: LEA.,
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Film "Eine unbequeme Wahrheit": BMU und Sponsoren stellen 6.000 Kopien für Schulen zur Verfügung

Al Gores Film zum Klimaschutz.
Al Gores Film zum Klimaschutz.

Wohl kein Dokumentarfilm in den vergangenen Jahren habe die umweltpolitische Debatte so beeinflusst wie "Eine unbequeme Wahrheit", betont das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Der Film des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore über die Gefahren des Klimawandels sorgte weltweit für Furore. In enger Kooperation mit einer Reihe von Sponsoren stellt das Bundesumweltministerium (BMU) nun bis zu 6.000 interessierten Schulen je eine kostenlose DVD mit dem Film zur Verfügung.   "Al Gores Film warnt in einer originellen Mischung aus Humor und überzeugenden wissenschaftlichen Fakten vor den Folgen der globalen Erwärmung. In beeindruckenden Bildern werden uns die Folgen menschlichen Handelns vorgeführt - die große ökologische Herausforderung, vor der wir stehen, aber auch, wie wir sie meistern können", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Gerade weil der Film keine wissenschaftliche Vorbildung verlange, sei er hervorragend für den Einsatz im Unterricht geeignet.


Gabriel hat bereits in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Jugendlichen in deutschen Großstädten Vorführungen des Films besucht. "Die anschließenden Diskussionen haben mich sehr beeindruckt. Sie haben gezeigt, dass gerade Kinder und Jugendliche sehr wohl wissen, dass wir schnell und entschlossen handeln müssen, wenn wir den Klimawandel noch beherrschen wollen", so Gabriel.


Filmvorführungen und Unterrichtsmaterial für Lehrerinnen und Lehrer

Ergänzend zu der Aktion finden am 18. März 2007 in 26 deutschen Städten Vormittagsveranstaltungen (Bildungsmatineen) statt, bei denen Lehrerinnen und Lehrer den Film kostenlos sehen und umfangreiches Material für den Unterricht erhalten können. Die Aktion wird unterstützt von der Initiative Bildungscent e.V., dem Unternehmen CinemaxX, dem Finanzdienstleister Stephan Goetz, der Umweltstiftung WWF, Paramount Deutschland und Universal Pictures International.

Weitere Informationen zur Bestellung der DVDs, zu den Bildungsmatineen und zu den verfügbaren Unterrichtsmaterialien gibt es im Internet unter den Adressen www.solarserver.de/Resolution.pdf. "Bitte unterstützen Sie uns und unterzeichnen sie diese Resolution bis 31. März 2007. Werben Sie auch bei Ihren Bekannten für eine Unterzeichnung", bittet der RegioSolar-Beirat. Die Unterschriftenliste wird geführt unter: http://www.100-prozent-erneuerbare.de. Bis zum 12.02.2007 wurden 1894 Unterschriften gesammelt. Die Resolution mit den Listen aller Unterschriften soll im April an die Bundesregierung und den Bundestag gesendet werden.

13.02.2007   Quelle: RegioSolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RegioSolar,
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Europäische Energieberater fordern Solar-Pflicht für Neubauten und Renovierung

Sonnenkollektoren auf einem Hotel in der katalanischen Universitätsstadt Girona.
Sonnenkollektoren auf einem Hotel in der
katalanischen Universitätsstadt Girona.

Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU) fordert den Einbau von Solaranlagen in allen neuen und renovierten Häusern auch in Deutschland zur Pflicht zu machen. Als Vorbild soll Spanien dienen: Ab März 2007 ist dort der Einbau von Solaranlagen bei Bauvorhaben vorgeschrieben, so der EVEU in einer Pressemitteilung. "Es wäre sehr begrüßenswert, wenn die deutschen Länderchefs ebenfalls eine Solarverordnung in ihre Bauordnungen aufnehmen würden", appelliert der deutsche EVEU-Vorsitzende Franz Sedlmeier.   Zusammen mit weiteren innovativen Gebäudevorschriften will Spanien den wachsenden Energieverbrauch in den kommenden Jahren drastisch eindämmen. "Umwelt- und Bauministerium in Spanien erwarten von den neuen Standards Energieeinsparungen zwischen 30 und 40 Prozent bei jedem Gebäude sowie eine Verminderung des Kohlendioxidausstoßes um 40 bis 55 Prozent", so Sedlmeier.



Vorbilder in Vellmar und Hamburg

Nach Angaben des EVEU-Vorsitzenden wären in Deutschland ähnliche Werte zu erreichen. Das zeigten auch vereinzelte Kleinprojekte im Bundesgebiet: Die hessische Kommune Vellmar zum Beispiel schließe mit Bauherren Städtebauliche Verträge ab, in denen die Solaranlage vorgeschrieben ist, mit dem Ziel alle Häuser eines neuen Stadtviertels mit Sonnenwärme zu versorgen. In Hamburg werden erneuerbare Energiequellen für die Warmwasserbereitung in neuen Bebauungsplänen vorgegeben. "Der UN-Klimabericht hat die Notwendigkeit eines effizienteren Klimaschutzes drastisch vor Augen geführt", betont Sedlmeier. Dabei dürfe man aber nicht einseitig nur in eine Richtung schielen, kritisiert der Münchner die derzeitigen Diskussionen um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen oder über EU-weite gesetzliche Obergrenzen des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid (CO2) von Autos. "Wir müssen an allen Fronten kämpfen", fordert Sedlmeier.

Der EVEU sieht beim europäischen Klimaschutz besonders Deutschland in der Pflicht. "Selten in den letzten Jahren war der Einfluss deutscher Politik in Europa so groß. Jetzt müssen wir unserem Ruf als europäische Vorreiter und Musterschüler in Sachen Umweltschutz gerecht werden", betont Sedlmeier. Dabei ruhen die Hoffnungen der Europäischen Umwelt- und Energieberater nicht alleine auf Bundeskanzlerin Merkel und ihrer Ankündigung, die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz zu Schwerpunken der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu machen. Auch von Hans-Gert Pöttering, seit Januar neuer Präsident des Europäischen Parlaments, erwarten sich Franz Sedlmeier und seine Berufskollegen einiges.

Der EVEU versteht sich als Interessensvertretung und Sprachrohr für Energieberater. Der Verein berät Politik, Wirtschaft und Organisationen sowie Privathaushalte in allen Fragen der ökologisch sinnvollen Nutzung und dem Umgang mit Energie, Wasser, Luft, Boden und Sonne. Im Verband organisieren sich ausschließlich geprüfte Energieberater aus Ingenieurwesen, Technik und Handwerk, die sich die Gebäudeenergieberatung als Wirtschafts- und Umweltschutz-Ressource unserer energieabhängigen Gesellschaft zum Ziel gesetzt haben.

Weitere Informationen zu Vellmar und Hamburg: "Solare Pflichten im Siedlungsbau: neue Impulse für den Wärmemarkt"

13.02.2007   Quelle: EVEU - Europäischer Verband der Energie- und Umweltschutzberater; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ICAEN.,
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York Communications übernimmt Pressearbeit für Mastervolt International

Produktion bei Mastervolt.
Produktion bei Mastervolt.

Die Freiburger Agentur York Communications ist künftig zuständig für die Unternehmenskommunikation des Photovoltaik-Unternehmens Mastervolt International. Mastervolt entwickelt und vertreibt Produkte und Systeme für die autarke Stromversorgung, netzgekoppelte Solarstromsysteme und Stromspeicherung. Das 1991 gegründete Unternehmen ist nach eigenen Angaben Pionier auf dem Gebiet mobiler Stromversorgungslösungen für Schiffe und Fahrzeuge. Mit 250.000 installierten Einheiten zählt Mastervolt zu den führenden Anbietern von Wechselrichtern für netzgekoppelte Solarstromsysteme. Die Systeme von Mastervolt für die netzferne, so genannte autarke Stromversorgung werden eingesetzt in der Berufsschifffahrt, auf Motor- und Segelyachten, in Bussen, Rettungs- und Einsatzfahrzeugen, oft unter rauen Bedingungen.   Im Arbeitsfeld der netzgekoppelten Solarstromsysteme konzentriert sich Mastervolt auf die Leistungselektronik. Die Wechselrichter von Mastervolt, über die Solarmodule an das öffentliche Stromnetz angebunden werden, decken einen Leistungsbereich von 100 bis 6.400 Wp (Watt peak) ab. Die Systeme wandeln den von Solarmodulen erzeugten Gleichstrom mit Spannungen zwischen 75 und 380 Volt (künftig bis zu 600 Volt) in Wechselstrom um.



Der 1985 als Journalistenbüro gegründete Kommunikationsdienstleister York Communications ist seit den frühen 90er Jahren auf Energie- und Umwelttechnik fokussiert. Die Agentur verfügt über langjährige Erfahrungen in Sachen Windenergie und Wasserkraft, Bioenergie, Solarthermie und Photovoltaik. Mastervolt habe über mehrere Monate hinweg ein Agentur-Screening durchgeführt, bevor die Entscheidung für die Zusammenarbeit mit den Freiburger Spezialisten fiel, so York Communications in einer Pressemitteilung. Ausschlaggebend seien neben dem technischen und betriebswirtschaftlichen Fachwissen auch die über einen Zeitraum von 15 Jahren gewachsenen Verbindungen der Agentur zu Verbänden und politischen Institutionen gewesen.

13.02.2007   Quelle: York Communications GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Mastervolt International,
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Windenergie: Suzlon will Aktien der REpower Systems AG übernehmen

Montage einer Repower 5M.
Montage einer Repower 5M.

Die Suzlon Windenergie GmbH hat der REpower Systems AG (WKN 617703) am 09.02.2007 ihre Absicht mitgeteilt, ein Gegenangebot zu dem am 5. Februar 2007 veröffentlichten Übernahmeangebot der französischen AREVA S.A. abzugeben. Das berichtet REpower in einer Pressemitteilung. Das Gegenangebot der Suzlon Windenergie - einer Beteiligungsgesellschaft des indischen Windkraftanlagenherstellers Suzlon Energy Ltd. und des portugiesischen Stahl- und Metallbauunternehmens Martifer - sieht einen Übernahmepreis von 126 Euro pro Aktie vor, entsprechend einer Marktkapitalisierung in Höhe von 1,02 Milliarden Euro. Der französische Produzent von Kernkraftwerken AREVA S.A., größter Einzelaktionär des Windenergieanlagenherstellers REpower Systems AG, hatte am 22. Januar 2007 angekündigt, ein freundliches Übernahmeangebot an alle Aktionäre der REpower Systems AG abzugeben.   Da die Suzlon-Angebotsunterlagen der REpower Systems AG noch nicht vorlägen, sei eine Stellungnahme des Vorstands derzeit noch nicht möglich, besonders zur Bedeutung des Angebots der Suzlon Windenergie GmbH für Mitarbeiter, Standorte oder Kunden, heißt es in der REpower-Pressemitteilung.



Mehr als 1.400 Windenergieanlagen gefertigt und weltweit installiert

Die REpower Systems AG zählt zu den führenden Herstellern von Windenergieanlagen für die Aufstellung auf See (Onshore) und an Land (Offshore). Das international agierende Maschinenbauunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Windenergieanlagen mit Nennleistungen von 1,5 bis 5 Megawatt und Rotordurchmessern von 70 bis 126 Metern für nahezu jeden Standort. Hinzu komme ein umfassendes Service- und Wartungsangebot. Die Anlagen werden im REpower-Entwicklungszentrum in Rendsburg konstruiert und in den Werken Husum (Nordfriesland) und Trampe (Brandenburg) gefertigt. Mit rund 880 Mitarbeitern weltweit kann das seit März 2002 börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg auf die Erfahrungen aus der Fertigung und Installation von weltweit mehr als 1.400 Windenergieanlagen zurückgreifen. REpower ist mit Vertriebspartnern, Tochtergesellschaften und Beteiligungen in europäischen Auslandsmärkten wie Frankreich, Großbritannien, Italien, Portugal und Spanien, aber auch weltweit in Japan, China oder Australien vertreten.

12.02.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG,
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Conergy kauft Suntech-Solarmodule für über 270 Millionen US-Dollar

Die Hamburger Conergy AG, Europas umsatzstärkstes Solarunternehmen und weltweit größter Systemintegrator, hat einen umfassenden Liefervertrag mit Chinas führendem Modul- und Zell-Hersteller Suntech Power Holdings Co., Ltd. geschlossen. Demnach sollen im Jahr 2007 Solarmodule im Wert von über 270 Millionen US-Dollar an den Vertrieb der Conergy-Gruppe geliefert werden; was einer Vervielfachung gegenüber der 2006 von Suntech an Conergy gelieferten Menge Solarmodule entspreche, berichtet Conergy in einer Pressemitteilung.   Die qualitativ hochwertigen, effizienten Suntech Power-Module sollen auf den weltweiten Baustellen der Conergy-Gruppe zum Einsatz kommen. Mit diesem Vertrag habe Conergy die Menge der Module bereits gesichert, die sie für das geplante Wachstum ihres weltweiten Solargeschäfts 2007 angesetzt hat. Des Weiteren erstrecke sich die Partnerschaft mit Suntech Power auf die gemeinsame Verwirklichung spezieller Produkteigenschaften, um die Ansprüche der Conergy-Kunden weltweit optimal zu befriedigen.

12.02.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Klimawandel: Forschungsministerium setzt 255 Millionen Euro für Klimaforschung ein

In der internationalen Klimaforschung bestehe kein Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet und sich beschleunigt, berichten das Bundesumweltministerium und das Bundesministerium für Bildung und Forschung in einer Pressemitteilung anlässlich des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC). Der Report mache deutlich, dass sehr konsequent gehandelt werden muss, damit die globale Erderwärmung nicht stärker als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten ansteigt. "Der Umgang mit dem Klimawandel erfordert einen intelligenten Technologiewandel auf einer soliden wissenschaftlichen Basis. Um den Klimawandel in vertretbaren Grenzen zu halten, müssen wir intensive Forschung betreiben und für eine schnelle Verbreitung klimaschonender Technologien sorgen. Zu diesem Zweck wird das Bundesforschungsministerium in den nächsten drei Jahren 255 Millionen Euro bereitstellen", kündigte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am 09.02.2007 an.  

Aktionsprogramm zum Klimawandel soll Bedarf von Mensch und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen

"Damit fördern wir unter anderem den Ausbau den Deutschen Klimarechenzentrums - dafür sind alleine 35 Millionen Euro vorgesehen", so Schavan. Die Bundesforschungsministerin will in Kürze ein Aktionsprogramm zum Klimawandel starten, das den Bedarf von Mensch und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt. "Zukunftweisend in diesem Aktionsprogramm werden technologische Lösungen für die wachsenden Volkswirtschaften unserer Erde sein. Damit öffnen wir auch neue Märkte für unsere Wirtschaft. Die Bundesregierung stellt sich der globalen Verantwortung, aufkommenden Volkswirtschaften Raum und Gelegenheit zu bieten, einen vergleichbaren materiellen Wohlstand zu erreichen", so Schavan weiter.


BMU kündigt ehrgeizige Klimapolitik an

"Der Bericht zeigt: Der Klimawandel ist unbezweifelbare Realität, er äußert sich bereits jetzt in immer mehr extremen Ereignissen wie Hitzewellen und Starkniederschlägen und im beschleunigten Abschmelzen von Gletschern und Eiskappen. Der Bericht bestätigt die Notwendigkeit einer ehrgeizigen Klimapolitik", ergänzt Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU). Die Bundesregierung wolle die derzeitige EU- und G8-Präsidentschaften dazu nutzen, die EU-Vorreiterrolle weiterzuentwickeln. In diesem Jahr können und müssen wir entscheidende Weichen für ein multilaterales Klimaschutzregime für die Zeit nach 2012 stellen, um eine globale Erwärmung um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu verhindern“, so Michael Müller.


EU soll zur Minderung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2020 verpflichten

Der IPCC-Bericht zeige, dass die Erde sich bereits jetzt um mehr als 0,7 Grad erwärmt habe, und sich in den nächsten Jahrzehnten um 0,2 Grad pro Dekade weiter erwärmen werde, wenn nicht gegengesteuert werde. "Zentraler Bestandteil eines Verhandlungspaketes der EU für die kommenden Klimaverhandlungen ab Ende 2007 muss es sein, dass sich Industriestaaten, also auch die EU, auf eine Minderung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 verpflichten. Darin sieht die Bundesregierung eine Chance, unsere führende Rolle bei Innovation und Technologieentwicklung auszubauen". so Müller.


Weitere IPCC-Berichte im April und im Mai

Der Bericht ist der erste von 3 Teilbänden des 4. IPCC-Sachstandsberichtes. Der zweite Teilband wird sich mit den zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen, der dritte mit den Handlungsoptionen zur Vermeidung weiterer Treibhausgasemissionen. Ihre Veröffentlichung ist geplant für Anfang April und Anfang Mai 2007.

12.02.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Klimaschutz-Umfrage: 86 Prozent der Bundesbürger fordern strenge CO2-Reduktionsziele

GREENPEACE MAGAZIN 5/06. Mit Titel zur Flugbenzin-Steuer
GREENPEACE MAGAZIN 5/06. Mit
Titel zur Flugbenzin-Steuer.

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen fürchtet die Folgen des Klimawandels und erwartet von der Bundesregierung wirksame Gegenmaßnahmen. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des GREENPEACE MAGAZINS. Danach sehen 85 Prozent der Bundesbürger in der Erderwärmung eine "Bedrohung für sich und nachfolgende Generationen". Mehr als zwei Drittel der Befragten erwarten, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die EU-Ratspräsidentschaft und den G8-Gipfel in Heiligendamm nutzt, um den internationalen Klimaschutz "effektiv voranzutreiben". Eine überraschend große Mehrheit möchte aber nicht mehr auf internationale Vereinbarungen warten, sondern verlangt, dass Deutschland "vorangeht". So plädieren 86 Prozent der Befragten dafür, dass die Bundesrepublik sich zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 (gegenüber 1990) verpflichtet. 



90 % für stärkere Förderung der erneuerbaren Energien

Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Deutschen laut Umfrage auf einen Umbau der Energiewirtschaft: Neun von zehn Befragten wünschen eine stärkere Förderung der erneuerbaren Energien. Eine Mehrheit von 54 Prozent will, dass keine neuen Braunkohlekraftwerke gebaut und die alten schnellstmöglich stillgelegt werden. Die Ablehnung der Atomkraft nehme angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel ab, aber noch immer sei eine Mehrheit von 53 Prozent gegen verlängerte Laufzeiten für deutsche Atom-Meiler, heißt es in der Pressemitteilung des GREENPEACE MAGAZINS.

Mehrheit für Steuer auf Flugbenzin und höhere Steuern für Spritfresser

Eine klare Mehrheit von 61 Prozent ergab die Umfrage des GREENPEACE MAGAZINS für die Besteuerung von Flugbenzin, "Deutlich erhöhte Steuern für Autos mit hohem Verbrauch" befürworten 56 Prozent. Und immerhin 47 Prozent sprächen sich für ein generelles Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen aus. Auch zu persönlichen Konsequenzen für den Klimaschutz erklären sich die Deutschen bereit - allerdings mit Abstrichen. So wollen 63 Prozent der Befragten in den nächsten Jahren auf Flugreisen verzichten (31 Prozent "auf jeden Fall", 32 Prozent "möglicherweise"). Auf ein "kleineres, sparsames Auto umsteigen" würden sogar 72 Prozent (43 Prozent "auf jeden Fall", 29 Prozent "möglicherweise"). Allerdings können sich nur 17 Prozent vorstellen, ihr Auto ganz abzuschaffen (sechs Prozent "auf jeden Fall", elf Prozent "möglicherweise").

12.02.2007   Quelle: Greenpeace Magazin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GREENPEACE MAGAZIN.,
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Winfried Hoffmann wechselt von SCHOTT Solar zu Applied Materials

Dr. Winfried Hoffmann.
Dr. Winfried Hoffmann.

Zum 2. April 2007 wird Dr. Winfried Hoffmann in die Geschäftsführung des Anlagenherstellers Applied Materials GmbH & Co. KG, mit Sitz in Alzenau wechseln. Hoffmann, war zuletzt Generalbevollmächtigter und Mitglied der Geschäftsleitung der SCHOTT Solar GmbH ebenfalls in Alzenau. Applied Materials zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Maschinen zur Fertigung von Computerchips und wendet sich seit einiger Zeit verstärkt auch dem Bau von Fertigungsanlagen für die Photovoltaik-Industrie zu.   Hoffmann ist amtierender Präsident des deutschen Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) und Präsident des Europäischen Photovoltaik-Industrieverbandes (EPIA). Diese Ämter werde Hoffmann im Sinne der Branche und des Unternehmens weiterführen, berichtet SCHOTT Solar in einer Pressemitteilung. Nach dem Ausscheiden von Winfried Hoffmann besteht die Geschäftsleitung der SCHOTT Solar GmbH aus vier Personen. Neben Geschäftsführer Dr. Martin Heming (verantwortlich für Forschung und Entwicklung) gehören ihr die Generalbevollmächtigten Alexander Berg (Produktion), Michael Harre (Vertrieb und Marketing) und Dr. Jürgen Kaiser-Gerwens (Finanzen) an.



Applied Materials ernennt Hoffmann zum Technik-Chef seiner Solar Business Group

Applied Materials hat am 09.02.2007 die Ernennung von Dr. Hoffmann zum Technikvorstand (Chief Technology Officer; CTO) der Solar Business Group des Unternehmens und zum Mitglied der Geschäftsführung der Applied Materials GmbH zum 2. April 2007 bekannt gegeben. "Dr. Hoffmann genießt weltweites Ansehen für seine Tätigkeit in der Photovoltaik-Industrie. Seine Expertise ist eine wichtige Ergänzung in der Strategie von Applied Materials im Markt für Produktionsanlagen für Solarzellen und –module", heißt es in der Pressemitteilung von Applied Films. Dr. Hoffman soll für Applied Materials vom Standort Alzenau in Deutschland die technologische Entwicklung in den USA, Europa und Asien verantworten.


Ein Solar-Pionier der ersten Stunde

Dr. Winfried Hoffmann ist seit fast 30 Jahren im Solarumfeld tätig. Er begann seine Laufbahn 1979 in der Solarsparte von NUKEM, deren Leitung er 1985 übernahm. 1994 baute er das auf Photovoltaik fokussierte Joint Venture von NUKEM und Daimler-Benz Aerospace auf und wurde Geschäftsführer der ASE (Applied Solar Energy) GmbH sowie Vorsitzender des Verwaltungsrats von ASE Americas nach der Übernahme von Mobil Solar. 2002 wurde Dr.Winfried Hoffmann zum Sprecher der Geschäftsführung der RWE Schott Solar GmbH ernannt. Nach der Übernahme durch SCHOTT im Jahr 2005 wurde er in das Direktorium der SCHOTT Solar GmbH berufen. Dr. Hoffmann ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE (FhG-ISE) in Freiburg und Mitglied des Aufsichtsrats des Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal (ISFH) in Hameln.

12.02.2007   Quelle: SCHOTT AG; Applied Materials, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPIA,

 

Energiebau Solarstromsysteme expandiert nach Südeuropa

Referenzanlage der Energiebau Solarstromsysteme GmbH (52,8 KWp).
Referenzanlage der Energiebau
Solarstromsysteme GmbH (52,8 KWp).

Der Kölner Photovoltaik-Pionier Energiebau Solarstromsysteme GmbH setzt seine Internationalisierung fort, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Energiebau Solarstromsysteme GmbH, die sich bereits in Indonesien, mehreren zentralafrikanischen Ländern, Spanien, Frankreich, den Benelux-Ländern und seit einiger Zeit auch in Italien engagiert, hat ihre Geschäftstätigkeit in Italien in derEnergiebau Italia s.r.l. mit Sitz im toskanischen Arezzo gebündelt.  Damit festige Energiebau ihre Position als führender Systemintegrator auf dem Gebiet der solaren Stromerzeugung und sichere sich den Zugang zu einem Markt mit enormem Zukunftspotential. Auch in Deutschland würden damit Arbeitsplätze gesichert. Das Unternehmen mit Sitz in Köln hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mit 50 Mitarbeitern einen Umsatz von über 100 Millionen Euro erwirtschaftet.



Solarstrahlung in Italien: bis zu 1.800 Kilowattstunden pro Quadratmeter

"Nach Deutschland und Spanien wird Italien der wichtigste Markt für Solarstromanlagen werden", kommentiert Michael Schäfer, Geschäftsführer der Energiebau Solarstromsysteme GmbH, die Gründung der Auslandsgesellschaft. Zum einen prädestiniere die hohe Sonneneinstrahlung und Strahlungsintensität Italien für die solare Energiegewinnung. Die Solarstrahlung liege dort zwischen 1.400 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/qm) in Norditalien und bis zu 1.800 kWh/qm im südlichen Italien, wodurch Solarstromanlagen in Italien sehr hohe Wirkungsgrade hätten. Hinzu komme, dass die Stromerzeugung mit Photovoltaik und der Strombedarf in den südeuropäischen Ländern sich in einem hohen Maße entprechen. Die entsprechenden Kurven verlaufen laut Energiebau nahezu deckungsgleich. Grund sei der hohe Energiebedarf für die Klimatisierung von Gebäuden und Arbeitsstätten in den Sommermonaten zur Mittagszeit.


Energieeinspeisegesetz fördert solare Stromerzeugung

Vor dem Hintergrund des sich verändernden Klimas und gestiegener Energiepreise ist die Förderung regenerativer Energien auch ein langfristiges Ziel der italienischen Regierung. Bis zum Jahr 2015 soll eine installierte Photovoltaik-Leistung von 2.000 Megawatt (MWp) erreicht werden. Das entspricht in etwa der Leistung zweier Atomkraftwerke und einem Investitionsvolumen im Milliarden-Euro-Bereich. In Italien fördert seit Juli 2005 ein neues Energieeinspeisegesetz die solare Stromerzeugung. Das Vergütungsmodell orientiert sich an dem deutschen Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG), das hierzulande ab 2004 einen Investitionsboom ausgelöst hat. Auch in Italien sind die Einspeisetarife für einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Dies schaffe klare Planungsgrundlagen und ein gutes Investitionsklima, betont Energiebau.


Mehr als 20 Jahre Erfahrung beim Bau von Solarkraftwerken

Als Systemanbieter beliefert Energiebau Italia Installationsbetriebe mit allen Komponenten, die für Solarkraftwerke erforderlich sind. Dazu gehören hochwertige Solarmodule, Befestigungssysteme für die Montage auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen und Wechselrichter für die Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Stromnetz. Nach deutschem Vorbild ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Partnerbetrieben in ganz Italien geplant. Die Partner erhalten durch Energiebau jedoch nicht nur die Komponenten. Das Angebot umfasst auch Schulungen. Energiebau kann hierbei auf die Erfahrung aus mehr als 20 Jahren bei der Realisierung von Solarkraftwerken zurückgreifen. Das 1983 vom heutigen Geschäftsführer Michael Schäfer mit gegründete Unternehmen gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet der solaren Stromerzeugung in Europa.

12.02.2007   Quelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH,
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Initiative Pro Pellets warnt: Falsches Heizen beschleunigt Klimakollaps

Schadstoffbilanz von Brennstoffen.
Schadstoffbilanz von Brennstoffen.

Der neue Weltklimabericht ließ in den vergangenen Tagen keinen Zweifel mehr: Über kurz oder lang steht der Klimakollaps bevor - mit katastrophalen Folgen. Verursacht werden die Veränderungen durch Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), welches besonders beim Einsatz fossiler Energieträger freigesetzt wird. Das weit verbreitete Heizen mit Öl und Erdgas sei für die Umwelt eine Katastrophe, warnt jetzt die Initiative Pro Pellets (IPP) in einer Pressemitteilung. Wie kritisch der CO2-Ausstoß dieser Brennstoffe ist, belegen laut IPP Zahlen des gemeinnützigen Instituts Wohnen und Umwelt. Demnach emittieren Erdgas-Anlagen 249 Gramm Treibhausgase pro Kilowattstunde Nutzwärme. Ölheizungen liegen sogar bei 303 Gramm pro Kilowattstunde. 


Pelletfeuerungen sind klimaneutral und schadstoffarm

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist laut IPP-Sprecher Konrad von Viereck deshalb unabdingbar, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. "Pellets aus naturbelassenem Holz stehen dabei aus ökologischen Gründen an der Spitze", so von Viereck. Aus gutem Grund: Die patenten Presslinge heizen CO2-neutral. Sie setzen beim Verbrennungsprozess nur so viel CO2 frei, wie das Holz während des Wachstums aufgenommen hat. Pelletfeuerungsanlagen kommen nach den Zahlen des Instituts Wohnen und Umwelt lediglich auf einen CO2-Ausstoß von 42 Gramm pro Kilowattstunde und sind damit Öl und Gas in der Emissionsbilanz weit überlegen.

Dank Energieeffizienz und Schadstoffarmut erhalten immer mehr Pelletöfen den "Blauen Engel", das Umweltsiegel für ökologisch geprüfte Erzeugnisse. Damit werde deutlich gemacht, welch wichtigen Beitrag erneuerbare Energien in Sachen Klimaschutz leisten, betont die IPP. Der Bund schießt beim Einbau von Pelletheizungen mindestens 1.000 Euro zu, um die Verbreitung der umweltfreundlichen Anlagen zu fördern.

Grafik im Großformat unter www.solarserver.de/images/Co2Feinstaub_web.gif

11.02.2007   Quelle: Initiative Pro Pellets   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Institut Wohnen und Umwelt; Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft , obs/Initiative Pro Pellets.,

 

Neuer B.A.U.M.-Ratgeber zeigt wie Haushalte beim Klimaschutz Bares sparen

Kohlendioxid kostet Geld - und das kann man sich jetzt sparen, so der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. in einer Pressemitteilung. Wie das geht, zeigt "Das große Energiesparbuch" mit leicht verständlichen und schnell umsetzbaren Tipps.  Singles können laut B.A.U.M. pro Jahr maximal vier Tonnen CO2 oder 1.400 Euro einsparen; ein 4-Personen-Haushalt schaffe bis zu acht Tonnen Kohlendioxid jährlich. Das bedeute über 3.000 Euro mehr im Geldbeutel - und sei darüber hinaus ein aktiver Beitrag zum dringend benötigten Klimaschutz. Noch im Laufe dieses Jahrhunderts werden tief greifende Änderungen des Klimas absehbar werden, so die Prognose des UN-Klimarates in seinem soeben vorgelegten Bericht. Damit gehe Klimaschutz nun endgültig alle an, betont B.A.U.M. Denn auch aus vielen kleinen Maßnahmen zum Energiesparen werde ein wichtiger Klimaschutzbeitrag.


B.A.U.M. ist Europas größte Umweltinitiative der Wirtschaft und seit 1984 dem Umweltschutz verpflichtet. Der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege wurde kürzlich in ein internationales Expertengremium zur Überprüfung der niederländischen Nachhaltigkeitsstrategie berufen. Der Energie-Ratgeber kostet bei Einzelabnahme 9,80 Euro zzgl. Porto. Bei größeren Mengen werden Rabatte auf Anfrage gewährt. Bestellkontakt: B.A.U.M. e.V., Kennzeichen: cs, Osterstraße 58, 20259 Hamburg, Telefon 040 4907 11 00, Telefax 040 4907 11 99.

11.02.2007   Quelle: B.A.U.M. e.V.; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: B.A.U.M. e.V.; (openPR),
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Städte und Gemeinden fordern mehr Unterstützung für Klimaschutz in kommunalen Einrichtungen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) begrüßt Überlegungen des Bundes, die Programme zur energetischen Gebäudesanierung aufzustocken. Nachhaltige Investitionen sind laut einer Pressemitteilung des DStGB aber nur dann möglich, wenn diese Mittel den Kommunen zur Verfügung gestellt würden. "Angesichts der großen Mängel und des großen Investitionsstaus für Renovierungen gerade bei Schulen und Kindergärten in Milliardenhöhe ist der Bedarf hier außerordentlich hoch", sagte der Hauptgeschäftsführer des DStGB, Dr. Gerd Landsberg. Trotz sprudelnder Gewerbesteuer seien die Kommunen wegen der hohen Sozialausgaben von fast 38 Milliarden Euro von sich aus nicht in der Lage, diese Mängel zu beheben. 

Finanzschwache Kommunen wollen Zuschüsse für großflächige Sanierung - KfW-Förderbank bietet zinsgünstige Kredite

"Damit das Programm dort nicht leer läuft, wo die baulichen Mängel in den Schulen und Kindergärten am größten sind, sind Bund und Länder gefordert, insbesondere die vielen finanzschwachen Kommunen durch direkte Zuschüsse zu unterstützen“, erklärte Landsberg am 5. Februar 2007 in Berlin. Ansonsten würde eine großflächige Sanierung und Investition schon daran scheitern, dass viele Gemeinden ihre kommunalen Eigenanteile (Drittelfinanzierung) erst gar nicht aufbringen könnten. Dann würde "eine große Chance für den Klimaschutz vertan", so Landsberg weiter. Zum ersten Januar 2007 wurden die Fördermöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung im Rahmen des CO2 Gebäudesanierungsprogramms ausgeweitet. Auch Kommunen sind in das Förderkonzept einbezogen worden. Für sie bietet die KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite in Höhe der gesamten Investitionskosten zur energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden, wie beispielsweise Schulen, Turnhallen und Kindertagesstätten, aber auch für Vereinsräume.


Wenn der Bund die Gemeinden unterstützt, nutzt das auch dem Handwerker vor Ort

Erfahrungsgemäß ziehe ein Euro an Investitionen der öffentlichen Hand weitere drei Euro in der Privatwirtschaft nach sich, betont der DStG. Sich daraus ergebende Aufträge für das Handwerk und den Mittelstand würden die Konjunktur stärken und Arbeitsplätze sichern. Darüber hinaus sei die energetische Gebäudesanierung ein wichtiger Baustein kommunaler Klimapolitik mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß zu verringern. Die Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen reiche allerdings allein nicht aus, um die Investitionskraft der Kommunen zu stärken. Eine nachhaltige Modernisierung der Infrastruktur sei dringend notwendig. Dabei dürften die Finanzmittel nicht nur in "Beton" fließen, es müsse beispielsweise auch in die Bildung oder die Breitbandtechnologie investiert werden. Nur so könnten die Investitionen eine nachhaltige Zukunftswirkung entfalten, heißt es in der DStG-Pressemitteilung.

11.02.2007   Quelle: Deutscher Städte- u. Gemeindebund; KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BMWi: Mehr Energieeffizienz durch moderne Informationstechnik erreichbar

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten ein wichtiges Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz, betont das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in einer Pressemitteilung. besonders entlang der Wertschöpfungskette der Elektrizitätsversorgung (von der Stromerzeugung über die Netze bis hin zu den Endverbrauchern) gebe es große Potenziale für moderne IKT und darauf basierende Dienstleistungen. Dies sei auch das Ergebnis der BMWi-Studie "Potenziale der Informations- und Kommunikations-Technologien zur Optimierung der Energieversorgung und des Energieverbrauchs" (E-Energy-Studie). Nach Einschätzung der Experten können neue Steuerungs- und -Kontrollsysteme per Internet sowie digitale Informations-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse eine wirkungsvolle Antwort auf die aktuellen Herausforderungen des Strukturwandels in der Energiewirtschaft geben.   Denn mit der zunehmenden Liberalisierung der Energiemärkte, Dezentralisierung der Energieerzeugung und Notwendigkeit des rationellen Energieeinsatzes bildeten sich ganz neue, künftig hochgradig verteilte Wertschöpfungsprozesse und -strukturen heraus. Diese erforderten neue Organisationsprozesse und Interaktionsmechanismen zwischen Stromerzeugern und Stromverbrauchern.


IKT sollen der Energiewirtschaft Impulse zur Effizienzsteigerung geben

Besondere technologische und wirtschaftliche Chancen bestünden darin, effiziente Online-Interaktionssysteme und Anwendungen zu schaffen, die von der Erzeugung über Transport und Verteilung bis hin zum Verbrauch elektrischer Energie alle Segmente des Strommarktes integrieren. Auf flexible und intelligente Weise können Angebot und Nachfrage besser aufeinander abgestimmt und Ressourcen schonend gesteuert werden. Das lege neue Reserven zur Effizienzsteigerung frei und betreffe sowohl den Geschäfts- und Rechtsverkehr als auch technischen Betrieb. "Ich bin davon überzeugt, dass die neuen Multimedia- und Internet-Technologien wie bereits in vielen anderen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft auch in der Energiewirtschaft neue Impulse zur Effizienzsteigerung bringen werden und zudem einen viel versprechenden Weg zur Begrenzung der Kosten erschließen. Zudem rechne ich damit, dass die Konvergenz von IKT- und Energiewirtschaft neue Wachstums- und Beschäftigungseffekte in beiden Wirtschaftsbranchen auslösen wird", erklärt der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos.


E-Energy als Leuchtturmprojekt der Bundesregierung

Auf der Grundlage der Experteneinschätzungen hat das BMWi das Thema "E-Energy: IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung "Informationsgesellschaft 2010" und der "Hightech-Strategie für Deutschland" und als neuen Schwerpunkt der IKT-Technologiepolitik verankert. Er wurde als Leuchtturmprojekt der Bundesregierung auf dem von der Bundeskanzlerin im Dezember 2006 durchgeführten IT-Gipfel angekündigt. Das Förderprogramm E-Energy wird derzeit vom BMWi vorbereitet. Eine wichtige Grundlage bilden Fachgespräche und E-Energy-Studie. Die Ausschreibung des Förderschwerpunkts "E-Energy" soll im ersten Halbjahr 2007 erfolgen. In einem Technologiewettbewerb ausgewählte E-Energy-Modellregionen sollen im Zeitraum von etwa drei Jahren Beispiellösungen geschaffen werden, die zeigen, was machbar und wirtschaftlich ist und so breitenwirksam Nachahmungseffekte und Folgeinvestitionen auslösen.


Studie im Internet zugänglich

Die Studie "Potenziale der Informations- und Kommunikations-Technologien zur Optimierung der Energieversorgung und des Energieverbrauchs" (E-Energy-Studie) kann im BMWi-Portal in der Rubrik Publikationen eingesehen sowie herunter geladen werden in der Kurzfassung (10 S.; PDF)

10.02.2007   Quelle: BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Mehr als 400 Aussteller wollen zur "Woche der Umwelt" nach Berlin

Solartechnik-Präsentation auf der Woche der Umwelt 2004.
Solartechnik-Präsentation auf der Woche
der Umwelt 2004.

Für die „Woche der Umwelt“, die am 5. und 6. Juni in Berlin stattfindet, haben sich nahezu 420 Aussteller beworben. "Das sind so viele wie nie zuvor", freut sich Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die zusammen mit dem Bundespräsidenten die dritte Veranstaltung dieser Art ausrichtet. Nur 150 Unternehmen, Organisationen und Forschungsinstitute können ihre Projekte im Park von Schloss Bellevue vorstellen.   Wer nach Meinung der Jury zu den "Leistungsträgern für innovativen Umwelt- und Naturschutz" zählt und sich präsentieren darf, wird Ende Februar entschieden. "Der Wettbewerb um die Teilnahme verdeutlicht einmal mehr, dass es sich beim Umweltschutz um einen leistungsstarken Zukunftsmarkt handelt", so Brickwedde. Die Jury will bei der Auswahl der Teilnehmer vor allem darauf achten, inwiefern die Innovation nachhaltig zur Entlastung der Umwelt beiträgt. Die ausgewählten Aussteller könnten ihre Projekte als die innovativsten Deutschlands bezeichnen, heißt es in der Presseerklärung des DBU. "Wichtig ist aber auch, dass die Projekte ein hohes technisches und wirtschaftliches Umsetzungspotenzial haben", erläutert Brickwedde. Zudem müssten die Aussteller ihre Ideen gut verständlich aufbereiten. "Attraktive Exponate sind wichtig, um eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen", so der DBU-Chef.



Informations- und Gedankenaustausch geplant

Neben der Leistungsschau sollen mit Referaten und in Diskussionsforen neue Entwicklungen aufgezeigt und erörtert werden. Wie mobil wird die Gesellschaft 2025 sein? Was für Visionen gibt es für den Naturschutz 2050? In verschiedenen Gesprächsrunden werden Experten versuchen, solche Fragen zu beantworten. "Wir bieten unseren Besuchern aus dem In- und Ausland vielfältige Innovationen und einen intensiven Informations- und Gedankenaustausch über die aktuellen Umweltthemen", versichert Brickwedde.

Interessenten können sich im Internet anmelden unter www.wochederumwelt.de.

10.02.2007   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU.,

 

Zweiter europaweiter Energiespar-Wettbewerb für Büros ab Juli 2007

Dass nennenswerte Einsparungen von Energie in Bürogebäuden schon durch einfache Verhaltensänderungen möglich sind, sollen ab dem 01.07.2007 europaweit Unternehmen und Institutionen in einem einjährigen Wettbewerb beweisen. Der von der Europäischen Union geförderte Wettstreit um die „Energy Trophy+“ soll dazu bewegen, den Energieverbrauch in Bürogebäuden senken. Wer nach einem Jahr am meisten Energie eingespart hat, erhält in Brüssel eine Auszeichnung und einen Geldpreis.   Der Gewinner von wird von meteocontrol ermittelt, einem Unternehmen, das sich auf Messtechnik und Datenanalyse für Energie- und Wetterdienste spezialisiert hat. Die Daten und Ergebnisse, sowie die Rangliste der größten Energiesparer, werden im Internet in 18 Sprachen präsentiert, berichtet die meteocontrol GmbH in einer Pressemitteilung.


Motivation und Information der Mitarbeiter senkt den Energieverbrauch deutlich, auch zu Hause

Der Wettbewerb um die Energy Trophy fand 2004/2005 zum ersten Mal statt. Damals konnten die teilnehmenden Unternehmen ihren Energieverbrauch laut meteocontrol durchschnittlich um sieben Prozent senken. Dem Gewinner der ersten Runde des Energiespar-Wettbewerbes, dem britischen Unternehmen Centrica Business Services, sei es sogar gelungen, 31 Prozent weniger Energie zu verbrauchen. Im Mittelpunkt der Aktion stehen Maßnahmen, die keine Investitionen erfordern: Allein durch Motivation und bessere Information aller Mitarbeiter, lasse sich unnötiger Energieverbrauch im Büro deutlich reduzieren, so die Erfahrung von meteocontrol. Die Mitarbeiter würden sogar angeregt, die Einsparungen im privaten Umfeld fortzusetzen. "Aktiver Klimaschutz hört nicht an der Bürotür auf. Wir freuen uns, wieder dieses sinnvolle Projekt zu unterstützen und aktiv zu begleiten", so meteocontrol- Geschäftsführer Martin Schneider. "Wir bieten Unternehmen und Institutionen mit unserem intelligenten Energie-Service eine detaillierte Datenanalyse zur Quantifizierung des Energieverbrauchs und der Lokalisierung von Stromfressern an. Die Ergebnisse werden kundenbezogen aufbereitet, visualisiert und via Internet bereit gestellt. Diese Transparenz hilft bei der Senkung des Energiebedarfs – mit und ohne Wettbewerb", betont Schneider.

Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen in englischer Sprache unter www.energytrophy.org



10.02.2007   Quelle: meteocontrol GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrom: juwi baut weltgrößtes PV-Kraftwerk mit 40 Megawatt Leistung

Fotomontage des Solarparks Waldpolenz.
Fotomontage des Solarparks Waldpolenz.

Die juwi-Gruppe mit Sitz in Bolanden (Rheinland-Pfalz) hat die Baugenehmigung für das weltweit größte Photovoltaik-Kraftwerk erhalten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bis Ende 2009 will juwi auf einem ehemaligen Militärflughafen östlich von Leipzig eine 40 Megawatt (MW) starke Freiflächen-Photovoltaikanlage mit modernster Dünnschichttechnologie errichten. Der derzeit weltweit größte installierte Solarpark hat eine Leistung von rund zwölf Megawatt.   Die Anlage im sächsischen Muldentalkreis wird auf einer insgesamt 220 Hektar großen Fläche in den Gemeinden Brandis und Bennewitz gebaut. Das rund einen Kilometer breite und etwa zwei Kilometer lange Areal zu umwandern, dauere über eine Stunde, illustriert juwi die Größenordnung. "Die Grundfläche der Anlage entspricht dabei in etwa 200 Fußballfeldern", erläutert juwi-Geschäftsführer Matthias Willenbacher. Der Dünnschicht-Spezialist First Solar wird 550.000 Module liefern, die überwiegend in Frankfurt an der Oder produziert werden sollen und eine Gesamtfläche von rund 400.000 Quadratmetern haben.



Photovoltaik-Meilenstein bei Technik und Preis

Pro Jahr sollen in dem Solarstrom-Kraftwerk rund 40 Millionen Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt werden. "Das ist deutlich mehr als in Brandis und Bennewitz verbraucht wird", erläutert Willenbacher. Das Solarkraftwerk werde zudem jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Und bereits nach einem Jahr werde es so viel Energie erzeugt haben, wie für Herstellung und Montage der Anlage benötigt wird (energetische Amortisation).

Der Solarpark "Waldpolenz" sei ein Meilenstein für die Entwicklung der juwi-Gruppe und für die Photovoltaik allgemein, denn das Kraftwerk in Brandis liege mit einem spezifischen Preis von rund 3.250 Euro pro Kilowatt etwa 20 bis 40 Prozent unter dem üblichen Marktpreis. "Solche Großprojekte tragen immens dazu bei, dass Solarstrom immer günstiger wird. Weltweit gibt es kein größeres und günstigeres Solarkraftwerk als das juwi-Projekt in Brandis“ sagt juwi-Gründer Willenbacher. Das Investitionsvolumen für den Solarpark "Waldpolenz" beträgt laut juwi rund 130 Millionen Euro. Der Juwi-Gruppe sei es gemeinsam mit der Sachsen LB Gruppe gelungen, zeitgleich zur Projektierungs- und Genehmigungsphase des Projektes, die Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung professionell zu strukturieren. Die SachsenFonds GmbH - ein Unternehmen der Sachsen LB Gruppe - werde das Eigenkapital des Projektes interessierten Anlegern voraussichtlich im Sommer 2007 als geschlossenen Fonds anbieten.


juwi als Generalunternehmer für Planung, Logistik und Bauleitung verantwortlich

"Der Bau der weltweit größten Anlage ist eine echte Herausforderung für ein mittelständisches Unternehmen wie die juwi-Gruppe“, betont Willenbacher. Neben den logistischen Aufgaben sei auch das Management des gesamten Projektes - von der Vorbereitung der Grundfläche über den Einkauf der Komponenten bis zum Netzanschluss - nicht vergleichbar mit dem Bau einer Solaranlage auf einem Einfamilienhaus. "In Brandis bauen wir auf einer Fläche von über einer Million Quadratmeter. Ein Hausdach beispielsweise hat im Gegensatz dazu meist nur eine Fläche von 40 bis 50 Quadratmetern“, vergleicht Willenbacher.


Ehrgeizige Ziele bis 2012

Während des Baus, der nun unmittelbar beginnen werde, sollen rund 100 Personen - überwiegend aus der Region - im Solarpark "Waldpolenz" mit der Montage der Anlage beschäftigt sein. Nach der Inbetriebnahme würden mehrere juwi-Mitarbeiter für die Betriebsführung sowie den Service und die Wartung des Solarparks tätig sein. Die juwi solar GmbH, das auf Solarenergie spezialisierte Unternehmen der juwi-Gruppe, werde daher ihre Niederlassung Ost auf dem Gelände in Brandis errichten und personell in den nächsten Jahren kontinuierlich aufstocken. Bis zum Jahr 2012 plane die juwi solar Realisierung von Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 Megawatt in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, den USA, Ruanda, Korea sowie zahlreichen anderen Ländern.


Prognose: Solarstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen schon in acht bis zehn Jahren

Die Philosophie der juwi-Gruppe sei, Solarstrom schnell wie möglich unabhängig von Fördersystemen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren. "Schon in wenigen Jahren wird der Solarstrom vom eigenen Dach günstiger sein als der von den Energiekonzernen angebotene Strom.“, so Willenbacher. "Dann wird die Photovoltaik in ganz neue Dimensionen vorstoßen, weil jeder eine Anlage haben will. Das wird einen Boom wie nie zuvor auslösen. In acht bis zehn Jahren wird es soweit sein“, lautet seine Prognose. "Mit der Anlage in Brandis und Bennewitz zeigen wir, dass der Photovoltaik keine Grenzen mehr gesetzt sind. Bald kann jeder den Ausstieg aus der Atomenergie und der klimaschädlichen fossilen Stromversorgung selbst verwirklichen – einfach auf Solarenergie umsteigen. Das macht unabhängig, sichert lokale Arbeitsplätze, schont die Umwelt und den Geldbeutel", betont Willenbacher.

Fotomontage des Mega-Solarparks im Großformat unter http://www.solarserver.de/images/brandis_gross.jpg

09.02.2007   Quelle: juwi Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe,
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SFV will Medienoffensive zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien

Die Möglichkeit, den Energiebedarf zu 100 % aus erneuerbaren Quellen zu decken, will der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) in die Schlagzeilen bringen. Das Potenzial der erneuerbaren Energien werde in der öffentlichen und politischen Diskussion noch immer "systematisch kleingeredet", stellt der SFV fest. Anders lautende Stimmen würden zum Schweigen gebracht. Besorgte Bürger wunderten sich immer wieder, dass Politiker und Medien das böse Spiel nicht durchschauten. Als Grund nennt der SFV, dass Politiker und Journalisten sich auf Fachleute verlassen müssen. Fachleute für Energiefragen seien aber in der Regel in der Energiewirtschaft beschäftigt oder in Forschungsinstituten, die Aufträge der Energiewirtschaft bearbeiten. "Sie werden keine Aussagen machen, die die Gewinnaussichten ihrer Geldgeber schmälern könnten", so der SFV. Es gelte also, weiter an der Durchsetzung des neuen Paradigmas zu arbeiten: "Eine Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien ist möglich". 

Zweifel an der Klimapolitik der Bundeskanzlerin

Als Beleg dafür, dass auch heute noch viele Politiker die vordergründigen Interessen der Industrie höher bewerteten als den Schutz der Bevölkerung durch vorbeugende Maßnahmen gegen die herannahende Klimakatastrophe, nennt der SFV eine Äußerung von Bundeskanzlerin Merkel vom 30. Januar 2007. "Mit aller Härte" werde sie gegen Pläne kämpfen, für alle Neuwagen bis 2012 nur noch höchstens 120 Gramm CO2-Ausstoß zuzulassen. "Wir werden verhindern, dass es eine generelle Reduktion gibt", zitiert der SFV aus einer Rede der Bundeskanzlerin auf dem Europatag der deutschen Wirtschaft in Berlin. "Diese Äußerung ist schlechterdings nicht nachvollziehbar, nachdem Merkel wenige Tage vorher angekündigt hatte, dass sie die Warnungen vor einem Klimawandel ernst nähme - genau das tut sie nämlich nicht!", entgegnet der SFV.


Weder Atomenergie noch fossile Energien

"Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass uns unbelehrbare Politiker in die Klimakatastrophe und in einen Kampf um die begrenzten fossilen und Uran-Vorräte treiben. Wir dürfen uns auch nicht zu der unsinnigen Entscheidung zwischen zwei unerträglichen Übeln, entweder Atomenergie oder fossile Energien nötigen lassen. Wir wollen keine von Beiden; wir wollen stattdessen die erneuerbaren Energien", betont der SFV. "Dafür brauchen wir Verbündete und dafür müssen wir die bessere Alternative aufzeigen. Entscheidend ist, ob wir die Öffentlichkeit von der Möglichkeit einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien wirklich überzeugen können. Unsere Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn wir können auf die Erfahrungen zurückgreifen, die Deutschland beim bisherigen Ausbau der Erneuerbaren Energien schon gemacht hat und die jeder aufmerksame Bürger selber bestätigen kann", so der SFV.


Beispiel Deutschland: Wachstum der Erneuerbaren um den Faktor 10

Wenn es gelinge, Deutschland zu 100 Prozent über das ganze Jahr mit erneuerbaren Energien aus dem eigenen Land zu versorgen, werde das in fast allen anderen Ländern der Welt erst recht möglich sein, stellt der SFV fest. "Wenn wir Menschen davon überzeugen wollen, dass 100 Prozent Erneuerbare Energien möglich sind, genügt es deshalb argumentativ, wenn wir uns nur mit der deutschen Energieversorgung befassen", argumentiert der Verein. Von 6,5 Prozent ausgehend 100 Prozent zu erreichen, sei zwar noch ein riesiger Schritt, aber durchaus vorstellbar. Jeder Bürger habe die Nutzung erneuerbarer Energien inzwischen persönlich wahrgenommen, sei es als Windpark am Horizont, als Solaranlage beim Nachbarn um die Ecke, als leichten Frittengeruch aus einem vorüber fahrenden Auto mit Pflanzenöl oder als Stauwehr an einem Flusskraftwerk. Er könne sich eine Vorstellung davon machen, wie es wäre, wenn das alles vervielfacht würde. Würde man den bisherigen Beitrag der erneuerbaren Energien zur Endenergieversorgung beispielsweise verzehnfachen, würden sie nicht mehr 6,5 Prozent, sondern 65 Prozent des heutigen Endenergiebedarfs decken. Die noch fehlenden 35 Prozent müssten dann durch eine Erhöhung der Energieeffizienz eingespart werden. "Wir hätten dann unser Ziel erreicht: eine Umstellung der Energieversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien", so der SFV.


Solarenergie und Windenergie könnten mehr als das Zehnfache leisten

Der SFV illustriert, was eine Verzehnfachung bedeuten könnte: Zehnmal so viel Windenergie wie heute, zehnmal so viel Solaranlagen, zehnmal so viel Autos, die auf Pflanzenöl umgerüstet werden, zehn mal so viel Wasserkraftwerke wie bisher. Doch bei den Wasserkraftwerken stoße Deutschland an eine Potentialgrenze. Eine Verzehnfachung sei nicht möglich, weil es in Deutschland gar nicht so viele Flüsse mit geeigneten Gefällstufen gibt. "Aber dafür könnten zum Beispiel die Solarenergie und die Windenergie einen erheblich größeren Anteil als nur das Zehnfache des jetzigen Beitrags übernehmen und eine konsequente Steigerung der Energieeffizienz könnte noch mehr als 35 Prozent des jetzigen Energiebedarfs hinfällig machen", so der SFV.


Vortrag veranschaulicht Potenziale der Erneuerbaren

Um der Phantasie interessierter Bürger handfeste Nahrung zu geben, hat Dr.-Ing. Eberhard Waffenschmidt eine detaillierte Aufstellung der möglichen Potenziale der verschiedenen Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgearbeitet, mit praktischen Beispielen. Sein Lösungsvorschlag erhebe ausdrücklich nicht den Anspruch, der einzig mögliche zu sein, so der SFV. Ziel des Vortrags sei, den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien in den Bereich des Vorstellbaren zu rücken und damit gleichzeitig erkennbar zu machen, wo die Schwerpunkte der weiteren politischen, gesellschaftlichen und technischen Entwicklungsarbeit im Bereich der Energieversorgung liegen werden. Der Vortrag ist im Internet zugänglich unter der Adresse: http://www.waffenschmidt.homepage.t-online.de/erneuerbare_energien/erneuerbare_energien.htm#artikel und wird später auf die SFV-Internetseite übernommen unter http://www.sfv.de.


Keine Privilegien für konventionelle Energien, Kapitalströme zu den Erneuerbaren Energien umlenken

"Zum Überleben der Zivilisation ist eine tief- und weitgehende Umstellung der Energieversorgung notwendig. Sie wurde bereits begonnen und muss noch beschleunigt werden. Die physikalische Möglichkeit der Umstellung genügt zur Legitimation, als Rechtfertigung zum Tätigwerden. Die Frage nach den entstehenden Kosten ist dabei nicht unwichtig, aber vergleichsweise nebensächlich, da es letztlich ums Überleben geht", fasst der SFV seine politischen Forderungen zusammen. Wichtig sei zweierlei: Erstens müssten den konventionellen Energien alle bisherigen Privilegien entzogen werden. Und zweitens müssten die Kapitalströme von den konventionellen zu den Erneuerbaren Energien umgelenkt werden, indem der Staat die Rahmenbedingungen so ändert, dass die Gewinnaussichten bei den Erneuerbaren höher werde als bei den herkömmlichen Energien.

09.02.2007   Quelle: SFV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Xantrex-Wechselrichter regelt Solarstrom-Großanlage der Radsportbahn in Öschelbronn

Solarstromanlage des RSV Öschelbronn.
Solarstromanlage des RSV Öschelbronn.

Xantrex Technology Inc. hat der EnBW Regional AG, einer Tochtergesellschaft des deutschen Energiekonzerns EnBW Energie Baden-Württemberg AG, einen Wechselrichter für eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 481 Kilowatt (kWpeak) geliefert. Das Solarkraftwerk in der Gemeinde Gäufelden, rund 50 Kilometer südwestlich von Stuttgart, sei eine der größten Solar-Anlagen der EnBW Regional AG, berichtet Xantrex in einer Pressemitteilung. Die Radsportbahn des RSV Öschelbronn habe eine lange Tradition und werde zurzeit grundlegend erneuert und für die Zukunft gerüstet. Die Photovoltaik-Dachanlage auf der 8.000 Quadratmeter großen Dachfläche wird von einem einzelnen Xantrex Zentralwechselrichter vom "Typ GT500" kontrolliert und wurde im Dezember 2006 fertig gestellt. 


2.600 Solarmodule und ein Wechselrichter

Die Photovoltaik-Anlage besteht aus 2.600 Sharp Solar-Modulen mit einer Leistung von jeweils 185 Watt. Davon befinden sich 2.500 Module auf der Überdachung der Radsportarena und 100 Module auf dem Vereinsheim. Der "GT500" ist mit einer Leistung von 500 Kilowatt (kW) der größte Wechselrichter im Angebot von Xantrex und wandelt den erzeugten Gleichstrom (DC) der Solar-Module in Wechselstrom (AC) um. Die Anlage soll rund 435.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen, ausreichend für den Strombedarf von 125 Vier-Personen-Haushalten. Die Betreiber erwarten, dass dieses Solar-Projekt 285 Tonnen Kohlendioxid (CO2) jährlich einsparen wird. "Wir freuen uns, dass der Xantrex GT500E Wechselrichter für die Modernisierung dieser unglaublichen Anlage ausgesucht worden ist. Diese Anlage ist noch ein Beispiel der Bereitstellung von innovativen Markt-Führenden Lösungen von Xantrex für den Europäischen Markt", so der Xantrex-Vorstand John Wallace. Tim Morath, Projektleiter der EnBW, sagte, Xantrex habe durch ein für die PV-Anlage maßgeschneidertes Gesamtkonzept und einen hervorragenden Support überzeugt.

09.02.2007   Quelle: Xantrex Technology, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Xantrex Technology Inc.,
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Repowering: Windenergieanlage der zweiten Generation bringt vierfachen Stromertrag

Enercon E-70 (2.300 kW).
Enercon E-70 (2.300 kW).

Das erste große Repowering-Projekt in Nordrhein-Westfalen geht in Paderborn-Neuenbeken an das Netz. Gemeinsam mit dem Hersteller Enercon nahm die Buker Windkraft GmbH ihr neues Enercon E-70-Windrad der 2-Megawatt-Klasse in Betrieb. Es wird am selben Standort vier Mal so viel Strom liefern als sein nach Osteuropa verkaufter Vorgänger. Repowering, der Ersatz von älteren Windenergieanlagen durch neue, leistungsstärkere und leisere Maschinen, bietet laut einer Presseerklärung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) enorme Chancen für die ganze Gegend.   "Die Paderborner Region ist eine Hochburg der Windkraftnutzung in Deutschland. Mit diesem Projekt wird hier auch ihre zweite Phase eingeläutet", unterstrich Johannes Lackmann, Geschäftsführer der Buker Windkraft GmbH und BEE-Präsident. Erneuerbare Energien hätten inzwischen in ganz Deutschland und besonders in der Region an Bedeutung gewonnen, erklärte Lackmann bei der Inbetriebnahme der Anlage. So würden inzwischen 11,6 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus sauberen und dauerhaft vorhandenen Energienquellen wie Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme gedeckt. Würden die Modernisierungsmöglichkeiten durch Repowering genutzt, könnte im Jahr 2030 allein die Windkraft rund 30 Prozent des Stromverbrauchs decken. Dabei müssten sich nicht mehr Windräder drehen als heute, betont Lackmann.



Moderne Windenergie-Anlagen werden als weniger störend empfunden

Andreas Düser, Vertriebsleiter des Herstellers Enercon für Nordrhein-Westfalen, präsentierte Analysen seines Unternehmens zum Potenzial der Windkraftnutzung in NRW: "Das Binnenland ist hervorragend für die Windstromproduktion geeignet. Bei konsequentem Repowering kann der Windstromertrag in NRW mehr als vervierfacht, die Zahl der Anlagen halbiert werden." Die modernen Anlagen seien verlässlicher als ihre Vorgänger, ihre Rotoren drehten sich langsamer, was als weniger störend empfunden werde - und der Strom werde kostengünstiger in das Netz eingespeist, weil für Neuanlagen eine niedrigere Einspeisevergütung gezahlt wird. Windstrom könne insgesamt noch günstiger erzeugt werden, wenn die Höhe der Windkraftanlagen nicht beschränkt werde. Auch das Landschaftsbild wird laut Düser entlastet, da mittelfristig mehrere alte Anlagen durch nur ein neues Windrad ersetzt werden können.


Neue Arbeitsplätze durch erneuerte Windräder

"Damit das Repowering an Fahrt gewinnt, müssen noch einige bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt werden", appelliert Düser an Land und Kommunen. Derzeit versuche die Branche im Gespräch mit der Landesregierung, Hemmnisse abzubauen bei der Umsetzung von entsprechenden Projekten. Für NRW bedeute Repowering ein Beschäftigungsprogramm, da ein Großteil der Bestandteile aller Windräder aus Nordrhein-Westfalen komme. In der heimischen Zulieferindustrie könnten tausende Arbeitsplätze entstehen oder gesichert werden. Auch Städte und Gemeinden könnten von der zweiten Generation der Windkraftnutzung profitieren, denn laut einer Studie des Prognos-Instituts sorge die Windkraft pro Megawatt installierter Leistung jedes Jahr für rund 5.100 Euro Gewerbesteuer in den kommunalen Kassen.

09.02.2007   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Enercon GmbH,
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Klimadebatte treibt Kurse im Aktienindex RENIXX auf Rekordhöhe

Die aktuelle Debatte um den Klimawandel treibt die Aktienkurse der Unternehmen der alternativen Energiewirtschaft auf neue Rekordniveaus, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX (Renewable Energy Industrial Index) World habe am 07.02.2007 mit 1098,09 Punkten auf Schlusskursbasis eine neue Rekordmarke erreicht.   Seit Jahresbeginn ist der RENIXX World, der gemessen an der Börsenkapitalisierung die 20 international größten Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft umfasst, um 18,6 Prozent gestiegen, teilt das IWR in Münster mit. Im RENIXX sind neben den deutschen Solarkonzernen Conergy und SolarWorld auch der Windkraftanlagen-Hersteller REpower Systems AG und der Biotreibstoff-Anbieter Verbio Vereinigte BioEnergie AG vertreten.


Diskussionen über Klimaschutz verändern das Anlageverhalten

Im gesamten Jahr 2006 konnte das Börsenbarometer der Unternehmen, die für die Nutzung regenerativer Energien arbeiten bereits einen Anstieg um 42,2 Prozent verzeichnen. "Die anhaltenden Diskussionen um den Klimaschutz verändern das Anlageverhalten“, sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Allein an den letzten beiden Tagen seien mit den RENIXX-Titeln über 500 Millionen Euro an den deutschen Börsen umgesetzt worden.


Geschäftsklima in Deutschland ungetrübt

In Deutschland ist im Januar 2007 das Geschäftsklima in der Branche der erneuerbaren Energien trotz eines leichten Rückgangs im Index weiterhin ungetrübt. Der vom IWR seit 2004 veröffentlichte Geschäftsklima-Index ging von seinem Dezember-Rekordniveau (115,2 Punkte) leicht um 2,8 Punkte auf 112,4 Punkte zurück.

Der RENIXX-Indexverlauf im Internet:
http://www.iwr.de/erneuerbare-energien/aktien.html

Der Geschäftsklima-Index:
http://www.iwr.de/geschaeftsklima

08.02.2007   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Italien: Solar-Pflicht und Steuernachlass sollen Solarwärme-Boom bringen

Das Jahr 2007 könnte den Durchbruch für die Solarwärme in Italien bringen, berichtet der europäische Solarwärme-Industrieverband (ESTIF) in seinem Newsletter zur Solarwärme-Konferenz "estec 2007". Die italienische Regierung arbeite an einem nationalen Baugesetz, welches die Nutzung von Solarthermie-Anlagen zur Brauchwassererwärmung in Neubauten und bei der Sanierung verbindlich regeln soll. Zusätzlich sei geplant, eine Steuerermäßigung in Höhe von 55 % für jede verkaufte Solarwärmeanlage zu gewähren.  "Das könnte eine außerordentlich erfolgreiche Maßnahme sein", kommentiert Riccardo Battisti, Generalsekretär des italienischen Solarwärme-Industrieverbandes Assolterm.


2005 wuchs der Solarwärme-Markt in Italien nach Angaben des Verbandes um 25 % auf 50,4 Megawatt thermische Leistung MWth. Das entspricht einer installierten Solarkollektorfläche von 72.000 Quadratmetern. Dieses Ergebnis ist noch immer bescheiden im Vergleich zu anderen EU-Staaten wie beispielsweise Österreich, Griechenland oder Frankreich. Das Fehlen eines nationalen Förderprogramms und der zu geringe Informationsstand von Planern und Installateuren zählen laut Battisti zu den Gründen für das dürftige Marktwachstum. Ein spezielles Ausbildungsprogramm für Installateure, entwickelt von Assolterm, verbunden mit der Steuerermäßigung und einer landesweiten Solar-Pflicht sind nach Auffassung des Verbandes der richtige Weg, um die Solarthermie in Italien in Schwung zu bringen.

Weitere Informationen in italienischer Sprache unter www.assolterm.it

08.02.2007   Quelle: ESTIF; Assolterm   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF; Assolterm,
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KfW-Bankengruppe steigert Fördervolumen auf 76,8 Milliarden Euro

Die KfW Bankengruppe hat 2006 mit einem Gesamtfördervolumen von 76,8 Milliarden Euro ein Plus von 11 % gegenüber dem Vorjahr erzielt (68,9 Mrd. EUR). Das berichtete die Sprecherin des Vorstands, Ingrid Matthäus-Maier, am 31.01.2007 bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz in Frankfurt. Die Bilanzsumme der KfW Bankengruppe sei um mehr als fünf Prozent auf 360 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr: 341 Mrd. EUR). "2006 war für die KfW Bankengruppe ein gutes Jahr. Wir konnten unser Fördervolumen deutlich erweitern und so mehr für den Mittelstand, den Umwelt- und Klimaschutz, die Ausbildung unserer Kinder, die Infrastruktur, die deutsche und die europäische Wirtschaft und nicht zuletzt für Entwicklungs- und Transformationsländer erreichen", so Matthäus-Maier.  

Mehr Klimaschutz durch Ausbau der Förderung erneuerbarer Energien

Auch für 2007 habe sich die KfW einiges vorgenommen. "Wir werden unsere Förderung gerade in den Bereichen Klimaschutz und kleiner Mittelstand nochmals verstärken", so die Vorstandssprecherin. "Im Bereich Klimaschutz werden wir die Förderung von Energieeinsparung, Energieeffizienz und CO2-Minderung verstärken und gleichzeitig die Förderung erneuerbarer Energien ausbauen", führte Matthäus-Maier aus. Die Vorstandssprecherin hob die zum Jahresbeginn gestarteten Verbesserungen und Erweiterungen beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm hervor. Dadurch können Bauherren, die durch eine Sanierung die gesetzlichen Neubaustandards nicht nur einhalten, sondern den Energieverbrauch um mindestens 30 % unter Neubaustandard senken, zusätzlich zu den besonders günstigen Konditionen einen Tilgungszuschuss von 12,5 % des Darlehens erhalten (maximal 6.250 EUR pro Wohneinheit).


Neu seit Jahresbeginn: Investitionszuschüsse für Kommunen, gemeinnützige Organisationen und karitative Einrichtungen

Alternativ zu Darlehen gibt es seit dem 1. Januar 2007 zudem Investitionszuschüsse. Auch Kommunen, die ihre Schulen, Turnhallen oder Kindergärten energetisch sanieren wollen, werden nun gefördert. "Hier besteht besonders großer Nachholbedarf, da aufgrund der klammen öffentlichen Kassen viele notwendige Investitionen aufgeschoben wurden", sagte Matthäus-Maier. Auch auf gemeinnützige Organisationen und karitative Einrichtungen wurde die Förderung der energetischen Gebäudesanierung ausgedehnt. Um auch im gewerblichen Bereich die Energieeffizienz zu steigern, arbeite die KfW an einem neuen Konzept, das Unternehmen sowohl Beratung als auch die Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen bieten soll. "Gerade kleinere Unternehmen unterschätzen häufig, wie viel Geld sie durch eine effizientere Energienutzung sparen können", so Matthäus-Maier.

08.02.2007   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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ARDIS startet Produktion von Kupferabsorbern für Solar-Kollektoren

Fertigung der Absorberbänder bei ARDIS.
Fertigung der Absorberbänder bei ARDIS.

Die ARDIS Beschichtungs GmbH (Brandenburg an der Havel) nimmt die Produktion von selektiv beschichteten Kupferabsorbern für Solarwärmeanlagen auf. Erstmalig würden jetzt in Brandenburg mit einem neuen Verfahren beschichtete Kupferbänder hergestellt, welche die Solarbranche für den Bau von Sonnenkollektoren benötigt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. ARDIS könne nun äußerst energiearm und komplett emissionsfrei produzieren.   Das Brandenburger Unternehmen begann Anfang 2006 mit der Weiterentwicklung seines Herstellungsverfahrens, das auf der Methode der Lichtbogenverdampfung (ARC-PVD-Verfahren) basiert. Die einzelnen Produktionsschritte seien seitdem stetig optimiert worden, so dass die Entwicklung im Dezember 2006 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.



Absorberbänder für Flach- und Röhrenkollektoren

Die ARDIS Beschichtungs GmbH kann nun nach eigenen Angaben als eines von wenigen deutschen Unternehmen selektive Absorberbänder sowohl für Flach- als auch für Röhrenkollektoren mit hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Das neue Produktionsverfahren zeichne sich besonders durch seine hervorragende Energie- und Umweltbilanz aus. Der Energieverbrauch sei äußerst niedrig und Emissionen würden überhaupt nicht anfallen. ARDIS produziere umweltschonend, ohne Abwässer, ohne Chemikalien, ohne Dämpfe.


Beschichtung mit Titan und Aluminium

Als Beschichtungsmaterialien können in der 2005 neu erbauten Beschichtungsanlage Titan und Aluminium eingesetzt werden, berichtet ARDIS. Spezielle Absorptions- und Entspiegelungsschichten sorgen beim Einsatz in Solarkollektoren dafür, dass ein hoher Anteil der solaren Wärme aufgenommen wird. Weiterhin stelle der gute Korrosionsschutz ein besonderes Qualitätsmerkmal dar, so dass die Nutzung der Solarthermie auch in Küstennähe ermöglicht werde. Für möglichst geringe thermische Emission sorge die Infratrot-Reflexion des Trägermaterials.

Von dem Absorberband, das unter dem Markennamen PERIT erhältlich ist, sollen in diesem Jahr rund 100.000 Quadratmeter produziert werden. Bereits im nächsten Jahr soll die volle Auslastung der Maschinenkapazität erreicht sein (ca. 600.000 m²).

08.02.2007   Quelle: Ardis Beschichtungs GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ARDIS Beschichtungs GmbH,

 

EU-Kommission will globale Aktion gegen Klimawandel

EU-Umweltkommissar Dimas: Klimawandel global bekämpfen.
EU-Umweltkommissar Dimas:
Klimawandel global bekämpfen.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat wiederholt zu internationalen Verhandlungen über ein umfassendes neues Übereinkommen zum weltweiten Klimawandel aufgerufen. "Eine Gruppe von Ländern allein wird nicht in der Lage sein, den Klimawandel anzugehen. Wenn es eines Beispiels dafür bedarf, dass wir auf internationaler Ebene gemeinsam tätig werden müssen, dann ist es die Bekämpfung des Klimawandels", erklärte Dimas. Hintergrund ist der am 02.02.2007 in Paris veröffentlichte Klima-Bericht durch den Zwischenstaatlichen Ausschuss zum Klimawandel (IPCC). Demnach wird die globale Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert voraussichtlich um 1,8 bis 4,0°C weiter steigen. Selbst die günstigste Voraussage ergibt einen Temperaturanstieg von über 2°C seit Beginn der Industrialisierung.   Irreversible und katastrophale Folgen drohen. In den letzten 100 Jahren haben die Temperaturen laut PPCC um über 0,7°C zugenommen. Die globale Erwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels haben sich beschleunigt.


Industrieländer sollen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent senken

"Es ist jetzt dringender denn je, dass die Weltgemeinschaft ernsthafte Verhandlungen über ein umfassendes neues internationales Übereinkommen aufnimmt, um die globale Erwärmung zu stoppen. Zur Stabilisierung müssen die Industrieländer nun ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent unter das Niveau von 1990 zurückführen, wie die EU-Kommission dies im letzten Monat vorgeschlagen hat", betonte EU-Kommissar Dimas. Laut Bericht, gibt es an der Erwärmung des Klimasystems keinen Zweifel. "Sehr wahrscheinlich" sei der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts überwiegend durch die Zunahme des vom Menschen verursachten Treibhausgasausstoßes bedingt. Gehe man davon aus, dass nichts getan wird, um die Emissionen zu begrenzen, liege die zuverlässigste Schätzung der weiteren Zunahme der weltweiten Durchschnittstemperatur bis 2100 zwischen 1,8 und 4,0°C. Der Anstieg des Meeresspiegels hat sich laut IPCC von 18 Zentimeter pro Jahrhundert im Zeitraum 1961-2003 auf 0,31 Zentimeter pro Jahrhundert im Zeitraum 1993-2003 nahezu verdoppelt. Die Konzentration von CO2 und Methan in der Atmosphäre habe die höchsten Werte seit mindestens 650.000 Jahren erreicht. Extreme Witterungsbedingungen haben zugenommen, die regionalen Klimaverhältnisse ändern sich. Hitzewellen und andere Wetterextreme sowie Veränderungen in atmosphärischen Strömungen, Sturmverläufen und Niederschlägen lassen sich jetzt auf anthropogene Klimaveränderungen zurückführen, so der IPCC.


Weitere Informationen im Internet

Eine Zusammenfassung des Berichts in englischer Sprache (21 S.) ist veröffentlicht unter http://www.ipcc.ch/SPM2feb07.pdf.
Alle von der EU-Kommission am 10.1.2007 vorgeschlagenen Initiativen "Energie für eine Welt im Wandel" gibt es auf der Seite der