Solar News Archiv März 2007

 




 

Technology Review: Photovoltaik-Boom sorgt für mehr CO2-Emissionen

Titel der aktuellen Technology Review.
Titel der aktuellen Technology
Review.

Bevor Solarzellen aus Sonnenlicht umweltfreundlichen Strom gewinnen können, verursachen sie laut eines Berichts des Technologiemagazins "Technology Review" hohe Emissionen. In der aktuellen Ausgabe 4/2007 berichtet Technology Review, allein das starke Wachstum der Photovoltaik in Deutschland habe im vergangenen Jahr per saldo für 400.000 Tonnen mehr Kohlendioxid-Austoß gesorgt. Vor allem die Herstellung von Silizium sei ein höchst energieintensiver Prozess: Laut dem Institut für Elektrische Energietechnik der Technischen Universität Berlin dauere es zwischen 25 und 57 Monaten bis Solarzellen so viel Energie erzeugt haben, wie für ihre Produktion verbraucht wurde (energetische Amortisation).   Daraus lasse sich errechnen, dass die Produktion der 750 Megawatt an Photovoltaik-Leistung, die 2006 in Deutschland neu installiert wurden, 1,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursacht hätten, so das im Verlag der Heise Medien Gruppe erscheinende Magazin. Im selben Jahr seien in der Bundesrepublik insgesamt etwa zwei Milliarden Kilowattstunden Solarstrom produziert worden, was einer CO2-Einsparung von 1,1 Millionen Tonnen entspreche.



Langlebige Solarzellen können sich zwischen sechs und 14 Mal energetisch amortisieren

Grundlage für diese Berechnung seien der Mittelwert der von der TU Berlin ermittelten energetischen Amortisationszeit und CO2-Emissionen beziehungsweise -Einsparungen nach dem derzeitigen weltweiten Energiemix. Auf lange Sicht verbessere sich die CO2-Bilanz von Photovoltaik allerdings beträchtlich: Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren holen Solarzellen zwischen sechs und 14 Mal so viel Energie herein, wie für ihre Produktion verbraucht wurde. Bei einer sorgfältigen Installation sei die angenommene Langlebigkeit selbst bei Solarmodulen der ersten Generation realistisch, wie Tests an der TU Berlin gezeigt hätten.

31.03.2007   Quelle: Heise Medien Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Heise Medien Gruppe,
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Deutsche Handwerker setzten zunehmend auf Solarstrom und Solarwärme

Montage einer Solarstromanlage.
Montage einer Solarstromanlage.

Das deutsche Handwerk engagiert sich verstärkt für die Solartechnik. Jetzt sind die drei Spitzenverbände des Handwerks Partner des Projektes WOCHE DER SONNE geworden: der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Sie rufen Ihre Mitgliedsunternehmen auf, sich an der WOCHE DER SONNE mit eigenen Solarveranstaltungen zu beteiligen.   Bereits über 650 Veranstaltungen sind im Rahmen der Aktionswoche vom 28. April bis 6. Mai registriert und täglich werden es mehr. Die WOCHE DER SONNE steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel und wird vom Bundesverband Solarwirtschaft organisiert.



Heizungsbauer, Elektrohandwerker, Dachdecker aktiv für Solarenergie

Die Handwerksverbände betrachten Solartechnik als immer wichtiger werdendes Kompetenzfeld für ihre Mitgliedsbetriebe. Als Bindeglied zwischen Herstellern und Endverbrauchern spielen die Handwerksbetriebe eine bedeutende Rolle bei Information, Beratung, Planung, Installation und Wartung der Solaranlagen. Studien zeigen, dass sowohl Heizungsbauer als auch Elektrohandwerker und Dachdecker zunehmend aktiv sind. Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft erläutert: "Über eine Million Solaranlagen sind in Deutschland installiert, der Wachstumstrend setzt sich kontinuierlich fort. Das Handwerk ist auf die steigende Nachfrage eingestellt. Schon heute sind in Deutschland 55.000 Menschen in der expandierenden Solarbranche beschäftigt, rund zwei Drittel davon im handwerklichen Bereich. Über 7.000 Handwerksbetriebe sind bereits im Geschäftsfeld Solartechnik aktiv."


Veranstaltungskalender im Internet

Wer wo welche Veranstaltung durchführt, kann ständig aktualisiert auf der Internetseite eingesehen werden unter www.woche-der-sonne.de. Ein Veranstaltungskalender der Aktionswoche mit komfortabler Suchfunktion macht es leicht, die Solarveranstaltungen in der eigenen Umgebung zu finden. Eine Online-Karte weist den Weg zum Veranstaltungsort. Die beteiligten Akteure können selbständig ihre Termine in der Internetseite eintragen, so ist die Übersicht immer hochaktuell.

Neben Umwelt- und Agenda-Gruppen, Solaranlagenbetreibern, Bürgerinitiativen, Kommunen und Stadtwerken beteiligen sich vor allem Handwerksbetriebe an der WOCHE DER SONNE. Sie informieren über die Möglichkeiten der solaren Erzeugung von Strom und Wärme bei einem Tag der offenen Tür, Infoständen, Vorträgen, Solarfesten und Ausstellungen. Die Veranstaltungen der lokalen Akteure finden alle unter dem Motto WOCHE DER SONNE statt und es wird kostenlos professionelles Informationsmaterial zur Verfügung gestellt: Aktionszeitungen, Ankündigungsplakate sowie Posterausstellungen zu Solarwärme und Solarstrom.

31.03.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarserver.de,
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Schüco präsentiert DVD-Edition des Klimaschutz-Films "Eine unbequeme Wahrheit"

Eine unbequeme Wahrheit.
Eine unbequeme Wahrheit.

Die Schüco International KG (Bielefeld) unterstützt die Veröffentlichung der DVD "Eine unbequeme Wahrheit", die in dieser Woche bei Paramount Home Entertainment erscheint. Das Unternehmen hatte bereits den deutschen Kinostart des zweifach Oscar-prämierten Dokumentarfilms im Herbst 2006 und die klimaneutrale Vorstellung in deutschen Kinos unterstützt. Auch bei der jetzt erscheinenden Version habe Schüco dafür gesorgt, dass sämtliche CO2 -Ausstöße, die beim Transport, bei der Verpackung und der Produktion der DVD entstehen, bei atmosfair ausgeglichen werden.  Jeder DVD, die im Handel erhältlich ist, liegt ein Einleger von Schüco bei, der auf das Engagement des Unternehmens in aller Welt aufmerksam macht. Darüber hinaus verschickt Schüco eine eigene Sonderedition an rund 10.000 Architekten, Verarbeiter, Solarteure und Kunden weltweit.


Grund für das Engagement sei, dass Energieeffizienz im Hause Schüco seit langem eine bedeutende Rolle spiele; das gemeinsame Ziel, den klimaschädlichen Ausstoß von CO2 zu senken, liege auf der Hand, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Realisierung architektonisch anspruchsvoller Gebäudefassaden für alle Klimazonen, die nicht allein Energie sparen, sondern auch regenerativ Strom, Wärme und Kälte erzeugen und vor der Sonnenstrahlung schützen, ist der weltweite Anspruch von Schüco. Mit dem Leitbild "Energy? - Energie sparen und Energie gewinnen" habe das Unternehmen eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft getroffen. Energy? soll zeigen, wie Technik, Funktion und Form am Gebäude der Zukunft zusammenwirken: bei maximaler Sicherheit der Bewohner, effektiver Automation und mit ausgezeichnetem Design.

31.03.2007   Quelle: Schüco International KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paramount Home Entertainment; Schüco International KG,
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Conergy will Umsatz um 60% steigern und Jahresüberschuss verdoppeln

Die Hamburger Conergy AG (ISIN DE 0060 40025) hat am 30.06.2007 ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2006 veröffentlicht und ihre Wachstumspläne vorgestellt. Für 2007 erwartet der Vorstand einen Umsatzsprung um etwa 60 % auf 1,25 Milliarden Euro und mindestens eine Verdoppelung des Jahresüberschusses. 2006 verbesserte das Unternehmen seinen Umsatz nach eigenen Angaben um 42 % auf 752,2 Mio. EUR (2005: 530,2 Mio. EUR). Zu diesem deutlichen Wachstum haben alle Vertriebskanäle beigetragen, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Auslandsgeschäft sei um 268 % weit überproportional auf 278,2 Mio. EUR gesteigert und mache damit bereits 37% des Gesamtumsatzes aus. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Auslandsumsatz wieder mindestens verdoppelt werden.   Auch der Umsatzanteil mit Solarthermie, Wind- und Bioenergie konnte über Plan auf 26% (Vorjahr: 12%) mehr als verdoppelt werden. "Damit ist Conergy auf bestem Weg, ihre Wachstumsstrategie 50/50/08 erfolgreich umzusetzen. Bereits in 2008 sollen die Auslandsumsätze und die Umsätze außerhalb des Kerngeschäfts Photovoltaik jeweils 50% des Gesamtumsatzes ausmachen. So erschließt sich das Unternehmen zusätzliche Umsatz- und Gewinnpotenziale und wird gleichzeitig unabhängiger von Angebots- und Nachfrageüberhängen in den sich zyklisch entwickelnden Märkten für regenerative Energiesysteme", heißt es in der Pressemitteilung.


Dividende in vergleichbarer Höhe des Vorjahres geplant

Der Vorstand der Conergy AG hat dem Aufsichtsrat einen Gewinnverwendungsvorschlag zur Prüfung vorgelegt, nach dem unter anderem ein Teil des Bilanzgewinns 2006 zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 10 Eurocent je Aktie auf die insgesamt 32.999.999 Millionen dividendenberechtigten Aktien verwendet werden soll. Dies entspreche unter Berücksichtigung des Aktiensplits und der Kapitalerhöhung einer zum Vorjahr vergleichbaren Dividende. Als wachstumsstarkes Unternehmen will Conergy seine Expansion weiterhin in erster Linie aus eigener Kraft finanzieren.


Wachsende Gewinne trotz Investitionen in Auslandsmärkte und Produktion

Conergy verbesserte seinen Konzern-Jahresüberschuss 2006 um 8,6 % auf 30,2 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge konnte 2006 deutlich auf 19,3% gesteigert werden (Vorjahr: 16,1%). Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich auf 52,1 Mio. EUR (Vorjahr: 47,4 Mio. EUR). Ergebnisschmälernd hätten sich investive Aufwendungen für den Ausbau komplementärer Technologien (12,2 Mio. EUR) einschließlich der neuen voll integrierten Solar-Wafer, Solerzellen und -Modulproduktion sowie internationaler Markteintritte unter anderem durch Gründung von 26 Gesellschaften (8,7 Mio. EUR) ausgewirkt. Diesen Sonderaufwendungen stehen Sondererträge in Höhe von 15,0 Mio. EUR aus dem Verkauf zweier Grundstücke gegenüber. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 26%. Durch eine erfolgreiche Kapitalerhöhung konnte das Eigenkapital Anfang März 2007 um zusätzlich rund 150 Mio. EUR auf zirka 330 Mio. EUR aufgestockt werden. Zur Vorbereitung auf den 2007 angepeilten Umsatzssprung sei die Mitarbeiterzahl von 724 (Anfang 2006) bereits zum Jahresende auf 1.480 etwa verdoppelt worden. Bis zum Jahresende 2007 plant Conergy, weitere 1.000 neue Mitarbeiter für den Ausbau der weltweiten Marktanteile im Bereich regenerativer Energiesysteme einzustellen.


Ausbau der Produktlinien für Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien im Plan

Der Aufbau der weltweit einzigartig voll integrierten Solarmodulfabrik in Frankfurt (Oder) sei voll im Plan und diese werde demnach absehbar im Sommer 2007 die Produktion aufnehmen, so Conergy. Dafür seien bereits mehr als 100 Mitarbeiter eingestellt worden. Auch die Vertragsverhandlungen zur Siliziumversorgung für 2007 und 2008 sowie für Ausbaustufen über 2008 hinaus seien weit vorangeschritten. Wegen der Eigenproduktion konnte Conergy die Anzahl ihrer Modulzulieferer von mehr als 20 auf aktuell 8 strategische Partner reduzieren und damit das Kundenangebot über ihre Vertriebskanäle in aktuell 24 Ländern straffen. Für 2007 seien bereits ausreichende Modulmengen für das geplante Wachstum im Kerngeschäft Photovoltaik gesichert.


Erträge aus Investitionen in Solarenergie, Windkraft und Bioenergie schon 2007 erwartet

Neben dem Angebot zur Stromproduktion aus Solar-, Wind- und Bioenergie hat Conergy ihre Produktlinien für regenerative Wärmesysteme vervollständigt. Durch die Integration von Thermosiphon-und Drain-Back-Technologie und dem Einstieg in die Eigenproduktion von Wärmepumpen bietet Conergy ihren Kunden zum jeweiligen Energiebedarf passende Systeme zur Nutzung von Solar- und Erdwärme. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Conergy bereits Erträge aus den Investitionen in die neuen Märkte und der Erweiterung der Produktlinien für Solar-, Wind- und Bioenergie. Darüber hinaus zeichne sich ab, dass das weiter schnell wachsende internationale Geschäft und gesunkene Beschaffungspreise für Photovoltaik die Wettbewerbsfähigkeit der Conergy Gruppe weiter erhöhen werden.

30.03.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Hersteller Sunways steigert Umsatz um zwei Drittel

Durchsichtige Sunways- Solarzelle.
Durchsichtige Sunways-
Solarzelle.

Die Sunways AG (Konstanz) hat das Geschäftsjahr 2006 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz stieg um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr werde eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte die Sunways AG einen Konzernumsatz von 152,3 Millionen Euro (Vorjahr: 90,9 Millionen Euro). Dies entspricht einem Wachstum von 67 Prozent. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 1,0 Millionen Euro (2005: 2,1 Millionen Euro). Das Ergebnis sei durch die hohen Einkaufspreise für den Rohstoff Silizium und die dementsprechend gestiegene Materialquote belastet worden, betont Sunways.   Im Jahr 2006 erreichte Sunways einen Konzernjahresüberschuss von rund 1,7 Millionen Euro (2005: 0,3 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie liegt bei 0,16 Euro (Vorjahr: 0,04 Euro).


Umsatz mit Solarzellen mehr als verdoppelt

44 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Geschäftsfeld Solarzellen (Vorjahr: 36 Prozent), das sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Dies resultierte aus einer Verstärkung der Auslandsaktivitäten, die 2006 in diesem Segment 22 Prozent ausmachten (Vorjahr: 3 Prozent). Der Anteil des Segmentes Solarsysteme und -projekte am Gesamtumsatz 2006 betrug 56 Prozent (Vorjahr: 64 Prozent); der Segmentumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 85,4 Millionen Euro. Die seit Januar 2006 vom Unternehmen angebotenen Solar-Module, der Systemvertrieb, die Projektbetreuung und der 2006 neu in den Markt eingeführte Wechselrichter NT 10000 seien von den Kunden sehr gut angenommen worden.


Sunways beliefert Webasto AG mit Solarzellen für Autoschiebedächer

Beide Produktionsstätten des Unternehmens in Konstanz und Arnstadt waren im Berichtsjahr hoch ausgelastet. Im Jahr 2006 forcierte Sunways den Aufbau von förderunabhängigen Produktsegmenten, wie Spezialzellen für anspruchsvolle Architekturprojekte und die Automobilindustrie und habe damit seine Marktposition verbreitert: Seit Februar 2006 beliefert die Sunways AG als weltweit einziger Lieferant den Automobilzulieferer Webasto AG mit Solarzellen. Diese sind für den Einbau in Autoschiebedächer bestimmt, ein von jeglicher staatlicher Förderung unabhängiger Markt. Aus dem über zwei Jahre laufenden Exklusivvertrag sei im Jahr 2006 ein Umsatzvolumen von zirka 5 Millionen Euro generiert worden.


Durchschnittlicher Wirkungsgrad der Solarzellen soll auf 17 Prozent steigen

Zum 31. Dezember 2006 beschäftigte Sunways 240 Mitarbeiter (Vorjahr: 213). Für das Geschäftsjahr 2007 hält der Sunways-Vorstand eine Steigerung der Absatzzahlen in allen Produktsegmenten für realisierbar. Die Ergebniswirkung im laufenden Geschäftsjahr 2007 werde wie bereits im Jahr 2006 maßgeblich durch die Preisentwicklung des Rohstoffes Silizium bestimmt. Das zu erwartende Ergebnis werde voraussichtlich auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2006 liegen. Einen großen Teil der für 2007 benötigten Silizium-Menge habe das Unternehmen sich bereits durch eine Mischung aus Langzeitverträgen und Einkauf auf dem Spot-Markt vertraglich gesichert und arbeite konsequent an der Umsetzung einer langfristig gesicherten Beschaffungsstrategie. Die gute Marktpositionierung werde im laufenden Jahr durch die Einführung von zwei Produktneuheiten und der Steigerung des durchschnittlichen Wirkungsgrades der Solarzellen auf 17 Prozent weiter ausgebaut.


Produktion in Konstanz und Arnstadt, Tochterunternehmen in Tübingen

Sunways entwickelt und produziert innovative Lösungen und Produkte für die Stromgewinnung aus Sonnenenergie (Solarzellen, Wechselrichter, Solarmodule/-systeme). Die Kernkompetenz wird durch intensive Forschung und Entwicklung in Kooperation mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen kontinuierlich ausgebaut. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2001 an der Börse und seit 2003 im Prime Standard notiert. Die Produktionskapazität (Konstanz: 16 Megawatt) wurde durch die Fertigstellung der Sunways Production GmbH in Arnstadt / Thüringen (zusätzlich 30 Megawatt) im September 2005 erweitert. Die hundertprozentige Tochterfirma MHH Solartechnik GmbH mit Hauptsitz in Tübingen vertreibt hochwertige Photovoltaik-Systemkomponenten von führenden Herstellern und den Sunways Solar Inverter.

30.03.2007   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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Aktiver Klimaschutz mit Solar-Heizsystemen

Solar-Kollektoren holen kostenlose Energie der Sonne direkt ins Haus.
Solar-Kollektoren holen kostenlose Energie der
Sonne direkt ins Haus.

Der Klimawandel beschäftigt zurzeit alle: Der Kollaps der Atmosphäre droht. Dem kann jeder entgegenwirken, indem zum Beispiel die Sonne als Quelle kostenloser Wärme genutzt wird. Im Gebäudebestand können Solarwärmeanlagen in Verbindung mit guter Wärmedämmung langfristig rund 50 Prozent des Energiebedarfs für Warmwasser und Heizung decken, prognostiziert der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW). "Und bei den heutigen Energiekosten machen sich Solar-Heizsysteme wie SolvisMax innerhalb weniger Jahre bezahlt, erklärt Helmut Jäger, Geschäftsführer des Braunschweiger Solar- und Heiztechnikproduzenten Solvis.   Wer einen Blick auf die Dachlandschaft werfe, erkenne schnell, dass in vielen Häusern noch reichlich Potenzial steckt, um Energie zu sparen und den Ausstoß von Klimagasen zu senken. Schon zehn Quadratmeter Kollektoren auf dem Dach genügen, um 20 bis 30 Prozent des Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses für Heizung und Warmwasser zu decken. "Ein modernes Solar-Modulsystem, das auch die Heizung unterstützt, senkt den Brennstoffverbrauch drastisch – denn viel Energie kommt dann kostenlos von der Sonne. Kollektoren können heutzutage mit geringem Aufwand auf den meisten Dächern montiert werden", erläutert Jäger.



Solarwärme spart Ressourcen, senkt den CO2-Ausstoß und schont den Geldbeutel

Mit einem modernen Solar-Heizsystem lassen sich pro Quadratmeter Kollektorfläche auf dem Dach jährlich mehr als 50 Liter Öl sparen. Denn Solarheizkessel speichern die in den thermischen Kollektoren gesammelte Wärme jedes Sonnenstrahls. Erst wenn die Kraft der Sonne an trüben Wintertagen nicht mehr ausreicht, schaltet das System auf Brennwerttechnik im Öl- oder Gasbetrieb um. Das spart der Umwelt wertvolle Ressourcen, senkt den CO2-Ausstoß und schont gleichzeitig den Geldbeutel. Wer jetzt modernisiert, senkt nicht nur die Heizkosten, sondern steigert zudem den Wiederverkaufswert seines Hauses - denn moderne Heiztechnik wertet die Beurteilung im Energie-Bedarfsausweis ab 2008 deutlich auf. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt die Umrüstung auf ein modernes Solarheizsystem mit günstigen Krediten.

Nähere Informationen zur Förderung von Solarwärmeanlagen und Heizungserneuerung im Internet unter http://www.solarserver.de/geld.html oder unter http://www.kfw-foerderbank.de

30.03.2007   Quelle: SOLVIS GmbH & Co KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLVIS,
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Forscher des Max-Planck-Instituts fordert Ökostrom für alle

Meinungsumfragen haben gezeigt, dass zwischen 50 und 90 Prozent der Deutschen gern sauberen Strom beziehen und dafür sogar mehr bezahlen würden. Tatsächlich sind aber nur etwa ein Prozent der privaten Haushalte Kunden bei Ökostromanbietern. Um den Anteil des Ökostroms zu steigern, müsste die bestehende Praxis der Stromversorgung nur "umgedreht" werden, erklärt Daniel Pichert, Forscher am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im aktuellen Heft der Zeitschrift SONNENENERGIE (Ausgabe 4/2007, EVT: 2. April 2007). Der Grund für den Widerspruch zwischen Wollen und Handeln, sei ganz einfach: "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier", so Pichert. Der Max-Planck-Forscher verlangt deshalb vom Gesetzgeber, grünen Strom zur Grundversorgung zu erklären. 

Gesetzgeber könnte die Nachfrage nach Strom aus sauberen Energiequellen mit einem einfachen Eingriff schlagartig erhöhen

Erhielten Kunden beim Einzug in eine neue Wohnung oder ein neues Haus den Ökostromtarif als Standardangebot, würden sie höchstwahrscheinlich dabei bleiben, argumentiert Pichert. Der Verhaltensexperte verweist in der Fachzeitschrift aus dem Solarpraxis Verlag zudem auf die positiven Folgen einer solchen gesetzlichen Entscheidung: Die steigende Nachfrage nach Ökostrom würde die Konzerne dazu bewegen, stärker in die neuen Technologien zur Energieerzeugung aus Biomasse, Wind und Sonne zu investieren. Damit trage der Gesetzgeber dazu bei, sauberen Strom zu fördern und eine nachhaltige, umweltschonende Energiewirtschaft zu stärken.


Zurückhaltung beim Stromwechsel hat meist psychologische Gründe

Der Wechsel von der standardmäßigen Lieferung des örtlichen Stromversorgers zu einem Ökostromanbieter wie Lichtblick, Naturstrom oder Greenpeace energy scheitere oft aus rein psychologische Gründen, schreibt der Experte für das Kundenverhalten auf dem Strommarkt in der SONNENENERGIE. Zum einen fürchteten viele Menschen den möglichen Aufwand, der mit einer Entscheidung zum Wechsel verbunden ist. Zum anderen werde die von vorneherein etablierte Option, das Standardangebot, als Empfehlung anerkannt, die sich vermeintlich schon tausendfach bewährt habe. "Würde man Strom wie Autos oder Textilien behandeln, könnte die Nachfrage nach Ökostrom sofort in die Höhe schnellen", ist sich der Diplompsychologe sicher.

30.03.2007   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Q7-Windpark: Finanzierungsmodell mit Euromoney-"Deal of the Year Award" ausgezeichnet

Windturbine Vestas V80 (2MW).
Windturbine Vestas V80 (2MW).

Der niederländische Windpark "Q7", welcher derzeit in der Nordsee errichtet wird, hat den renommierten "Deal of the Year Award" gewonnen, berichtet Econcern in einer Pressemitteilung. Die Auszeichnung wird vergeben von den Magazinen Euromoney und Project Finance. Q7 habe in der Kategorie "Europe Renewable Offshore Wind" auf Grund seiner besonderen und einzigartigen Finanzierungsstruktur überzeugt, die vor allem die Offshore-Windindustrie und darüber hinaus den gesamten Sektor der erneuerbaren Energien beeinflussen werde. Rund 23 Kilometer vor der Küste von Ijmuiden wird der Windpark Q7 derzeit gebaut. Da die Konstruktionsphase schneller als geplant verlaufe, seien dort bereits 42 Einzelpfähle errichtet, so Ecofys. Die 60 Windturbinen des Herstellers Vestas, jede mit einer Leistung von 2 Megawatt, werden bei einer Tiefe von 19,24 Metern errichtet.  Der Windpark wird den erzeugten Strom an ENECO Energy Trade B.V. liefern und von einem speziellen Förderprogramm profitieren, das Investitionen in Erneuerbare-Energie-Projekte in den Niederlanden unterstützt. Der Park wird rund 400 Gigawattstunden (GWh) Windstrom pro Jahr generieren, genug um 125.000 Haushalte mit Strom zu versorgen und 225.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid zu vermeiden. Die Bauphase begann Mitte 2006 und soll voraussichtlich am 1. März 2008 abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestition beläuft sich laut Ecofys auf 383 Millionen Euro.



Erstmalig wird ein Windpark von Banken finanziert

Q7 ist ein einzigartiges Vorhaben, da es tatsächlich unter Offshore-Bedingungen erbaut und betrieben wird. Seine selbst tragende Finanzierung hat eine Gruppe internationaler Banken übernommen. Das bedeutet, die beteiligten Banken Dexia, Rabobank und BNP Paribas setzen neben dem begrenzten, von Sponsoren bereit gestellten Kapital ausschließlich auf das Projekt selbst, um mit dem daraus generierten Ertrag Zinskosten zu bedienen und die Kapitaltilgung vornehmen zu können. Dies stellt laut Ecofys einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von OffshoreWindprojekten weltweit dar.


Volles Risiko bei der Errichtung

Ein weiterer zentraler Aspekt des Q7-Projektes ist, dass die Finanzierung auch die Bauphase des Windparks abdeckt. Damit sei ein Problem gelöst worden, an dem bisher viele andere ähnliche Projekte in Europa nicht weitergekommen waren. Grund ist laut ECofys die vorsichtige Haltung von Vertragspartner beim Anbieten von Verträgen für die komplette technische Planung, Beschaffung und Konstruktion (EPS) - normalerweise eine Standardvoraussetzung für Projektfinanzierung und Sponsoren. "Q7 setzt auf eine bewährte Technologie (Vestas V80) und einen EPC-Vertrag mit einem angesehenen internationalen Offshore-Contractor (VanOordGruppe)", so Dirk Berkhout, Vorstandsmitglied bei Econcern, einem Anteilseigner von Q7. Rabo, von Beginn an beteiligt, in Kombination mit Dexia, die später dazu stieß, sei zudem ohne Zweifel ein weiterer Eckstein des Projektes. Beide Banken würden nicht nur eindeutig beweisen, dass sie den Klimawandel ernst nehmen, sondern auch investieren, um entsprechende Erträge generieren zu können, betont Berkhout.

30.03.2007   Quelle: Econcern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Vestas Deutschland GmbH,
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11 MW-Photovoltaik-Kraftwerk von GE, PowerLight und Catavento in Portugal eingeweiht

11 MW-Solarkraftwerk Serpa.
11 MW-Solarkraftwerk Serpa.

General Electric, die PowerLight Corporation und Catavento SA gaben am 28. März 2007 bekannt, dass die 52.000 Photovoltaik-Module eines der größten Solarstrom-Kraftwerke der Welt in Betrieb genommen wurden. Das Solar-Kraftwerk inmitten hügeliger, mit Olivenbäumen bewachsener Weideflächen, soll genug Elektrizität für 8.000 Haushalte produzieren. Nach einer achtmonatigen Aufbau- und Testphase haben GE Energy Financial Services, ein Geschäftsbereich von General Electric (NYSE: GE), PowerLight, eine Tochterfirma der SunPower Corporation (NASDAQ: SPWR) und Catavento den 11 MW-Solarpark in Serpa wie geplant eingeweiht.   Die Anlage - laut GE ein Vorzeigemodell für die Integration sauberer Stromerzeugung in landwirtschaftlich genutzte Flächen - liegt in einer der sonnigsten Gegenden Europas: in der landwirtschaftlich geprägten portugiesischen Region Alentejo, nahe der Stadt Serpa, etwa 200 Kilometer südöstlich von Lissabon. Die Anlage produziert ohne Treibstoffkosten oder Emissionen Strom aus Sonnenenergie. Sie liegt in Hanglage auf einem 60 Hektar großen Gelände - das entspricht der Größe von mehr als 80 Fußballplätzen.


PowerTracker®-System führt die Solarmodule der Sonne nach

GE Energy Financial Services hat das Projekt im vergangenen Jahr finanziert und die Anlage für rund 75 Millionen US-Dollar erworben. PowerLight, ein führender, weltweit operierender Anbieter von Solarstromanlagen, hat das Kraftwerk geplant, gebaut, und wird es betreiben und warten. Die Anlage verfügt über PowerLights innovatives PowerTracker®-System, das die Module im Tagesverlauf mit der Sonne dreht, so dass mehr Strom erzeugt werden kann als bei herkömmlichen, fest montierten Systemen. Catavento, ein führendes portugiesisches Unternehmen auf dem Sektor erneuerbarer Energien, hat das Projekt, welches seit Ende Januar Strom in das portugiesische Netz einspeist, entwickelt und verwaltet es.


Sonnenschein im Überfluss und günstige Rahmenbedingungen

Kevin Walsh, Managing Director und Leiter des Bereichs erneuerbare Energien bei GE Energy Financial Services, erklärte bei einem Festakt in Serpa: "Dieses Projekt ist so erfolgreich, da es in Portugal Sonnenschein im Überfluss gibt und weil wir bewährte Solarenergie-Technologie eingesetzt haben. Darüber hinaus waren die günstigen Rahmenbedingungen und die Investitionen und Lieferungen von GE erfolgsentscheidend, mit denen wir im Rahmen der ecomagination-Initiative unsere Kunden dabei unterstützen, umweltgerecht zu handeln." Andrew Marsden, Managing Director von GE Energy Financial Services Europa fügte hinzu: "Das Serpa-Projekt ist nur die erste von vielen Investitionen in die Solarenergie, die wir in Europa durch den Erwerb und die Finanzierung von Projekten, durch Entwicklungskapital und die Lieferung von Solarmodulen seitens GE Energy tätigen möchten."


Serpa-Projekt profitiert von Steuererleichterungen und Fördermitteln der portugiesischen Regierung

"Das Solarkraftwerk in Serpa ist auch ein Zeichen für die Initiativen für grünen Strom und dafür, dass Europa jetzt auf dem besten Weg ist, die ehrgeizigen Ziele in Bezug auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erreichen. Mit der Zusammenstellung eines erstklassigen Teams von Unternehmen aus der Solarbranche haben wir einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der erneuerbaren Energien gesetzt", ergänzt Tom Dinwoodie, Vorstand von PowerLight. Portugal ist von importierten fossilen Brennstoffen abhängig, der Kohlendioxidausstoß ist seit 1990 um 34 % gestiegen - damit liegt das Land im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe. Um dem Problem zu begegnen, werden innovative Anreize geschaffen, welche die Nutzung erneuerbarer Energien vorantreiben sollen. So profitiert das Serpa-Projekt von Steuererleichterungen und Fördermitteln der portugiesischen Regierung. Solarenergie erfreut sich in Portugal großer Beliebtheit. Einer im Januar publizierten Studie der Europäischen Kommission zufolge unterstützen 77 % der Bevölkerung die alternative Energie. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde der Vertrag über eine Unterstützung von 3,7 Millionen Euro für das Projekt im Rahmen des Wirtschaftsmodernisierungsprogramms der portugiesischen Regierung unterzeichnet.


Photovoltaik-Module stammen von SunPower, Sanyo, Sharp und Suntech

Piero Dal Maso, Co-CEO von Catavento, sagte, das Projekt sei "ein Signal, das der Welt zeigt, wie Herausforderungen dieser Größe und Komplexität gemeistert werden können." Co-CEO Rui Pimenta fügte hinzu: "Wir hoffen, dass die Regierung noch bestehende Hindernisse aus dem Weg räumt, so dass die Solarenergie bald in ganz Portugal genutzt werden kann." Der Bau des Serpa-Projektes begann im Juni 2006 und wurde termingerecht im Januar 2007 abgeschlossen. Die Anlage besteht aus einem im Boden verankerten Photovoltaik-System, das Silizium-Solarzellentechnologie nutzt, um Sonnenlicht direkt in Energie umzuwandeln. Im Solarkraftwerk in Serpa sind Photovoltaikmodule von SunPower, Sanyo, Sharp und Suntech verbaut.

Weitere Informationen im Internet: www.catavento.pt. Videoaufnahmen zum Projekt unter http://www.geenergyfinancialservices.com/SerpaSolarPlant/

29.03.2007   Quelle: GE Energy Financial Services   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: General Electric,
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Hohes Wachstumspotenzial für Solarthermie: Europäische Konferenz diskutiert Perspektiven der Solarwärme

Treffpunkt der internationalen Solarthermie-Branche.
Treffpunkt der internationalen
Solarthermie-Branche.

Der Solarwärme-Markt boomt. Nach vorläufigen Erhebungen der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) wuchs der Markt für solarthermische Anlagen in Europa im vergangenen Jahr um 35 % auf mehr als 2,7 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche und damit eine neue Solarwärme-Leistung von mehr als 1.900 Megawatt (MWth). Mit dem Markt wachsen auch die Herausforderungen für die Solarthermie-Branche. Die künftige Entwicklung der europäischen und weltweiten Märkte, die effizientesten Markteinführungsprogramme, neue Kollektor- und Speichertechnologien sowie die Prozesswärme und die solare Klimatisierung sind wichtige Themen, welche die Branche bewegen. Diese und die politischen Rahmenbedingungen werden auf der 3. Europäischen Solarthermie-Konferenz estec2007 diskutiert, die am 19. und 20. Juni 2007 in Freiburg stattfindet.   Die estec2007 findet statt im Vorfeld der Fachmesse Intersolar 2007, Europas größter Fachmesse für Solartechnik. Das Programm der Konferenz steht ab sofort im Internet zur Verfügung unter http://www.greenpeace.de

23.03.2007   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Greenpeace e.V.,
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CENTROSOLAR AG: Konzernabschluss 2006 mit kräftigem Umsatz-Plus und knapp 30 % Exportanteil

Die CENTROSOLAR AG hat am 22.03.2007 ihren geprüften Konzernabschluss 2006 veröffentlicht. Der Gesamtumsatz betrug nach Angaben des Unternehmens 172,2 Millionen Euro gegenüber 15,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die hohe Steigerung beruhe darauf, dass die CENTROSOLAR-Unternehmensgruppe im Verlauf der Jahre 2005 und 2006 durch Zusammenschluss führender Solarunternehmen entstanden ist, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Auch das organische Wachstum sei sehr hoch. Es betrug laut CENTROSOLAR im abgelaufenen Jahr 49 % und habe damit sogar noch deutlich oberhalb des Marktwachstums gelegen.  Besonders erfreulich seien die Erfolge außerhalb Deutschlands. Die internationalen Umsätze in Höhe von 49,3 Millionen Euro trugen bereits 29 % zum Konzernumsatz bei. Wichtige Absatzmärkte seien unter anderem Spanien mit 22,9 Mio. EUR, Frankreich mit 7,1 Mio. EUR, Benelux mit 2,4 Mio. EUR, die USA mit 1,5 Mio. EUR und weitere Länder in Europa, Asien und Afrika. Der Gesamtumsatz teilte sich folgendermaßen auf: Auf den Geschäftsbereich "Solar Integrated Systems" entfielen 138,6 Mio. EUR (organisches Wachstum 52 %). Im Segment "Solar Key Components" wurde ein Umsatz von 33,6 Mio. EUR (organisches Wachstum 36 %) erreicht.


Ergebnis pro Aktie durch Abschreibungen von neu aktivierten oder aufgewerteten Vermögensgegenständen belastet

CENTROSOLAR hatte am 31.12.2006 ein Eigenkapital in Höhe von 73,5 Mio. EUR bzw. 49 % der Bilanzsumme. Das Ergebnis vor Steuern, Zins und Abschreibung (EBITDA), bereinigt um die Einmalaufwendungen des Börsengangs (in Höhe von 0,6 Mio. EUR), betrug 9,8 Mio. EUR, was einer Umsatzrendite in Höhe von 5,7 % entspreche. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) beträgt 0,14 EUR (Vorjahr 0,02 EUR) und sei durch die hohen Abschreibungen von im Rahmen der Unternehmensübernahmen gem. IFRS 3 neu aktivierten oder aufgewerteten Vermögensgegenständen belastet. Diese Buchwertabschreibungen führen laut CENTROSOLAR zu keiner Cash-Belastung. Deswegen seien sie für die Bewertung der operativen Leistung des Unternehmens sekundär und mit den Ergebnissen pro Aktien organisch gewachsener Unternehmen nicht vergleichbar. Bereinigt um den Nachsteuer-Effekt aus den Abschreibungen gem. IFRS 3 (6,1 Mio. EUR) sowie die Einmalaufwendungen aus dem Börsengang errechnete CETROSOLAR ein "Cash-EPS" von 0,61 EUR.


Umsatzziel 2007: mindestens 220 Millionen Euro

Für 2007 erwartet die CENTROSOLAR einen Umsatz von mindestens 220 Mio. EUR und einen Zuwachs um mindestens 27 % gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA soll überproportional um 70 % auf etwa 17 Mio. EUR steigen. Die geplanten Steigerungsraten basieren ausschließlich auf organischem Wachstum, betont das Unternehmen. Mittelfristig plane CENTROSOLAR weiterhin schneller als der Gesamtmarkt zu wachsen. Dazu werde die erfolgreiche „"buy and build"-Strategie fortgeführt, die hohes organisches Wachstum mit strategischen Übernahmen kombiniert.

Weitere Angaben zum Unternehmen CENTROSOLAR sind im Internet www.centrosolar.com abrufbar.

23.03.2007   Quelle: CENTROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Fachagentur veröffentlicht Ökobilanz zu Biogasanlagen: Biogas hilft Umwelt schonen

Biogasanlagen erzeugen ökologischen Strom
Biogasanlagen erzeugen ökologischen Strom

Viehhalter, die eine Biogasanlage in ihren Betrieb integrieren, sind ökologisch im Vorteil, so das Ergebnis der neuesten Studie des Instituts für Energetik und Umwelt gGmbH (IE). Denn wer die Gülle energetisch nutze, statt sie vor dem Ausbringen nur zu lagern, verringere Emissionen und könne fossil erzeugten Strom sparen. Das Fazit der Studie: die Integration einer Biogasanlage in einen Viehbetrieb ist grundsätzlich zu befürworten. Die Anlage liefert nicht nur Strom, es entstehen außerdem weitaus weniger Treibhausgase. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. bietet die Studie jetzt zum herunterladen im Internet an.  Wird eine neue Biogasanlage geplant, rümpfe so mancher Anwohner die Nase, so die FNR. Denn Biogasanlagen hätten nicht unbedingt ein gutes Image. Dabei könnten von ihnen sehr positive Effekte auf die Umwelt ausgehen. Um Richtwerte für die ökologischen Folgen der Biogasnutzung zu ermitteln, hat das IE jetzt Ökobilanzierungen nach DIN ISO 14040 bis ISO 14043 durchgeführt. Mit "ModelFarm" hatten die Wissenschaftler ein eigenes Computerprogramm an der Hand, das vielfältige Vergleiche und Auswertungen ermöglichte. Denn es ging ihnen nicht nur um die Einbindung der Biogasanlage in den Viehbetrieb, sondern auch um die Auswirkungen von Anbau und Nutzung von Energiepflanzen.




Wenngleich die Beimischung von nachwachsenden Rohstoffen zur Gülle den Ausstoß von Treibhausgasen wieder erhöhe, sei sie in der Regel die wirtschaftlichste Variante, so das Institut für Energetik und Umwelt. Die Biogasanlage lasse sich durch die Energiepflanzen nämlich deutlich besser auslasten, ohne dass hoher technischer Aufwand nötig sei. In Anbetracht der Energieerträge pro Flächeneinheit kommen die Autoren der Studie sogar zur Schlussfolgerung, dass es ökologisch am sinnvollsten ist, Mais- und Roggenganzpflanzensilage beizumischen.

"Den fossilen Konkurrenten ökologisch haushoch überlegen, macht die Stromgewinnung aus Biogas auch unter den regenerativen Optionen eine gute Figur. Im Primärenergieaufwand landet sie hinter Windkraft-, aber vor Photovoltaikanlagen", heißt es in der FNR-Pressemitteilung. Was im Durchschnitt gelte, treffe aber längst nicht immer zu. Denn viele Anlagen könnten noch effektiver und somit auch ökologischer arbeiten. Anhaltspunkte böten der Grad der Abwärmenutzung oder die Gestaltung des Gärrestlagers. Letzteres sollte beispielsweise unbedingt gasdicht abgedeckt werden, um das dort noch entstehende Gas zu nutzen und Emissionen zu vermeiden. Wer die Abwärme sinnvoll zum Heizen nutzt, kann außerdem Energie und Geld sparen.

Studie im Internet

Wer die ökologischen Aspekte von Biogasanlagen besser verstehen und seine Anlage verbessern will, kann die Studie jetzt kostenlos herunterladen unter www.fnr.de, Stichwort Literatur.

23.03.2007   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fachverband Biogas,
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Solarstrom: Phönix SonnenStrom AG baut 6,5 MW-Kraftwerk in Spanien

Die Phönix SonnenStrom AG (Sulzemoos) hat am 22.03.2007 mit 60 Beteiligungsgesellschaften der KG Allgemeine Leasing GmbH & Co. (KGAL) Verträge geschlossen über die schlüsselfertige Errichtung von SonnenStrom-Kraftwerken mit einer Gesamtleistung von 6,5 Megawatt (MW). Das Projekt sei von der Phönix-Gruppe zusammen mit einem spanischen Partner entwickelt worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit 37 Millionen Euro Auftragssumme sei das Solarkraftwerk das bisher größte Projekt in der Unternehmensgeschichte der Phönix SonnenStrom AG.  Der Solarmarkt in Spanien ist mit einer installierten Leistung von rund 45 MW im Jahr 2006 derzeit der zweitgrößte Markt in Europa, nach Deutschland mit rund 750 MW. Die Phönix SonnenStrom AG geht in Spanien für das Jahr 2007 von einer Verdopplung bis Verdreifachung des Marktvolumens aus. "Mit diesem Projekt und weiteren, bereits in Verhandlung befindlichen, Megawatt-Projekten unserer spanischen Tochter Phoenix Solar S.L. wird die Phönix-Gruppe ihren Marktanteil in Spanien in diesem Jahr signifikant ausbauen", so Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phönix SonnenStrom AG.


40.000 polykristalline Solarmodule auf 21 Hektar

Das 6,5 MW Solarkraftwerk soll in der Nähe der Ortschaft La Solana in Castilla de la Mancha errichtet werden. Auf einer Fläche von 21 Hektar will das Bauteam unter Leitung der Phönix SonnenStrom AG rund 40.000 polykristalline Solarmodule installieren. Der spezifische Anlagenertrag liege in dieser Region in Spanien bei über 1.500 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung (kWh/kWp), was eine Energieausbeute von rund 9,8 Millionen Kilowattstunden jährlich erwarten lasse. Baubeginn des 37-Millionen-Projekts ist voraussichtlich im Mai 2007, die Inbetriebnahme soll bis Ende 2007 erfolgen. Das La Solana-Projekt ist bereits der vierte Solarpark, den die Phönix SonnenStrom AG im Auftrag der KGAL schlüsselfertig errichten wird. Die KGAL plant mit dieser Anlage einen geschlossenen Fonds aufzulegen, der sich ausschließlich an deutsche Investoren richtet.

22.03.2007   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Würth Solar: Photovoltaik-Fabrik CISfab voll ausgelastet

Solar-Fabrik CISfab in Schwäbisch Hall
Solar-Fabrik CISfab in Schwäbisch Hall

Fünf Monate nach Eröffnung der Solar-Fabrik CISfab in Schwäbisch Hall läuft bei Würth Solar die Herstellung von CIS-Solarmodulen auf vollen Touren. "Wir haben die Produktion erfolgreich hochgefahren. Derzeit gehen täglich im Schnitt mehr als 500 fertige CIS-Module vom Band, das entspricht einer Jahresleistung von ca. 15 MW. Damit liegen wir voll im Plan", sagt Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar. Die 145 Beschäftigten in der CISfab in Schwäbisch Hall arbeiten bereits auf das nächste Ziel hin: die Verdopplung der Nennleistung der Fabrik im Lauf des Jahres 2008 auf 30 MW pro Jahr.  "Die Verdopplung der Kapazität können wir erreichen, ohne dass bauliche Maßnahmen notwendig werden. Dazu arbeiten wir an der Erhöhung der Taktzeiten und optimieren die Prozesse und Anlagen", erklärt Groß.



Wirkungsgrad der CIS-Module auf durchschnittlich 12 % gesteigert

Seit Beginn der Großserienproduktion konnte laut Würth Solar auch der Wirkungsgrad der Module weiter gesteigert werden: er liegt jetzt bei durchschnittlich 12 Prozent. "Damit sind wir unserem Plan voraus", freut sich Groß. Im Gegensatz zu den herkömmlichen siliziumbasierten Modulen zur photovoltaischen Solarstrom-Erzeugung bildet bei den CIS-Modulen von Würth Solar eine vier Mikrometer dünne Schicht aus den Elementen Kupfer (Cu), Indium (In) und Selen (Se) den Halbleiter. CIS-Module bündeln damit die Vorteile der verschiedenen am Markt angebotenen Modultechnologien: Hoher Wirkungsgrad und überdurchschnittlicher Energieertrag gleichermaßen bei Teilabschattung und schwachen Lichtverhältnissen wie auch bei hohen Temperaturen, die in unseren Breitengraden schon ab dem Frühjahr häufig auf Dachflächen anzutreffen sind. "Darüber hinaus schätzen unsere Kunden die Gewährleistungssicherheit eines Produktes 'made in Germany' ", erläutert Groß.


Nachfrage aus dem europäischen Ausland boomt

Mit der aktuellen Auftragslage zeigt sich das Unternehmen zufrieden. "Wir bieten unsere CIS-Module, eingebunden in Komplett-Photovoltaikanlagen, über unser Vertriebsunternehmen Würth Solergy sowie dessen zertifizierte Handwerkspartner bundes- und europaweit an. In Deutschland verzeichnen wir einen guten Auftragseingang. Auch im europäischen Raum beobachten wir einen Boom der photovoltaischen Energieerzeugung", erläutert Karl-Heinz Groß. Ein Motor dieser Entwicklung sei, dass immer mehr Länder Gesetze nach Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einführen und so den Markt für erneuerbare Energien öffnen. "Derzeit setzen wir bereits Projekte mit eigenen Würth Solergy-Vertriebsmannschaften in Italien und Spanien um. In Deutschland sind Aufdachanlagen für Privathäuser besonders gefragt während im Ausland mehr Interesse an größer dimensionierten Photovoltaikanlagen besteht", so Groß.


Erste Großserienproduktion von CIS-Solarmodulen weltweit

Würth Solar ist ein Unternehmen der Würth-Gruppe und gilt als Innovationsführer in der CIS-Technologie. Als erstes Unternehmen weltweit hat Würth Solar im Herbst 2006 mit der Großserienproduktion von CIS-Solarmodulen in der eigens errichteten Solarfabrik CISfab in Schwäbisch Hall begonnen. Derzeit werden 145 Mitarbeiter in der CISfab sowie 38 Mitarbeiter beim Vertriebsunternehmen Würth Solergy beschäftigt.

22.03.2007   Quelle: Würth Solar GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar,
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BP Solar baut zwei große Photovoltaik-Produktionsanlagen in Spanien und Indien

BP Solar expandiert
BP Solar expandiert

BP Solar kündigte am 22. März 2007 an, dass mit dem Bau zweier großer Produktionsanlagen zur Herstellung von Solarzellen begonnen wurde. Eine Anlage werde errichtet an ihrem europäischen Hauptgeschäftssitz in Tres Cantos (Madrid), die zweite auf dem Anlagenkomplex des Gemeinschaftsunternehmens Tata BP Solar in Bangalore, Indien, heißt es in der Pressemitteilung. Phase 1 der Erweiterung der Produktionsanlage in Madrid sei darauf ausgerichtet, die jährliche Solarzellen-Produktionskapazität von 55 Megawatt (MW) auf rund 300 MW auszubauen. Mit der Erweiterung der Produktionsanlage in Bangalore könnte die Gesamtkapazität von BP Solar um zusätzliche 300 MW gesteigert werden. 


Verarbeitung der derzeit dünnsten, erhältlichen Solar-Wafer möglich

Bei den neuen Zell-Fertigungsreihen kommt laut BP Solar die modernste Siebdruck-Technologie zum Einsatz, die sich das Unternehmen größtenteils habe patentieren lassen. Die voll automatisierte Solarwafer-Verarbeitung mache es möglich, die derzeit dünnsten, erhältlichen Wafer zu verarbeiten und gleichzeitig höchstmögliche Qualität zu gewährleisten. Die neue Produktionsanlage in Madrid befinde sich bereits im Bau. Erwartungsgemäß könne die erste Fertigungsreihe noch vor Beginn des Sommers in Betrieb genommen werden. Der Bau der Fertigungsreihen zwei und drei habe ebenfalls bereits begonnen. Darüber hinaus werde der Standort Tres Cantos umgestaltet und ein Prototyp-Bereich für neue Photovoltaik (PV)-Systeme, ein Trainingszentrum für Besucher sowie Produkttest- und Entwicklungseinrichtungen geschaffen.


Neuen Solarzellen-Technologien und patentierte Block-Gußtechnik mit "Mono²"

"Die Ankündigung der beiden großen Produktionsanlagen zur Herstellung von Solarzellen bekräftig BP Solar’s Engagement, auch künftig zu den Marktführern im PV-Bereich zu zählen", so Lee Edwards, Chef von BP Solar weltweit. "Die von uns eingesetzten, neuen Zell-Technologien, unsere patentierte Block-Gußtechnik mit Mono² sowie die Verträge, die wir geschlossen haben, um uns den Zugang zu Silizium von metallurgischer Qualität zu sichern, sind allesamt wichtige Schritte, um unser Ziel zu erreichen, unseren Kunden Solarstrom zu einem Preis anbieten zu können, der den Stromkosten konventioneller Energieträgern entspricht", betont Edwards.


Die erweiterte Produktionsanlage in Madrid werde eine der größten ihrer Art in Europa sein, betont BP Solar. Nachdem der Standort im Jahr 2002 von BP Solar erworben wurde, sei ein Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung gebaut worden, um den Standort mit Wärme und Strom zu versorgen. Die Anlage sei ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Die von BP Solar getroffene Entscheidung, die Produktionskapazitäten der Anlage in Tres Cantos zu erweitern, beruhte auf den Wachstumsprognosen für den europäischen Markt. "In Madrid verfügen wir bereits über eine etablierte Produktionsanlage, eine qualifizierte und talentierte Belegschaft und den direkten Zugang zu einigen der am schnellsten wachsenden PV-Märkte in der Welt", sagte Bertrand Boulin, BP Solar’s Vice President für Manufacturing and Supply.

22.03.2007   Quelle: BP Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BP Solar,
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Photovoltaik-Hersteller ersol sichert sich weiteres Silizium von Wacker Chemie

Silizium für die Solarzellenproduktion
Silizium für die Solarzellenproduktion

Die ersol Solar Energy AG (ersol; Erfurt) unterzeichnete am 21.03.2007 mit der deutschen Wacker Chemie AG, dem weltweit zweitgrößten Anbieter von Polysilizium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie, einen Vertrag über die Lieferung des knappen Rohmaterials. Der Kontrakt gelte ab 2009 und werde ersol über neun Jahre eine zusätzliche Produktionsmenge kristalliner Solarzellen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 300 Megawatt (MWp) ermöglichen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der Preis für das Silizium sei für die gesamte Vertragslaufzeit fest vereinbart. Der Vertrag sehe vor, dass ersol Anzahlungen (so genannte Downpayments) leistet.



Silizium-Versorgung rückt Produktionsziel von 400 MWp nominal im Jahr 2010 in greifbare Nähe

"Dieses zusätzliche Material bringt uns unserem strategischen Ziel von 400 MWp Nominalkapazität, davon rund 300 MWp kristalline und circa 100 MWp Dünnschicht-Technologie, in 2010 einen großen Schritt näher. Nun ist wieder ein Teil für den weiteren Ausbau gesichert und wir können auch zukünftig so ambitioniert weitermachen", so Dr. Claus Beneking, Vorstandsvorsitzender der ersol, bei Vertragsunterschrift. "Wacker hat sich als verlässlicher Partner von ersol bei der Siliziumversorgung bewährt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit"“, sagte Beneking abschließend.

22.03.2007   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
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Photovoltaik: Applied Materials liefert erste Produktionslinie für Solarmodule aus besonders großen Substraten in Europa

Das spanische Photovoltaik-Unternehmen T-Solar Global S.A. hat Applied Materials, Inc. (Santa Clara; Kalifornien) mit dem Aufbau einer Produktionslinie für die Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen aus ultragroßen Trägermaterialien mit einer Größe von 5,7 Quadratmetern (2,2m x 2,6m) beauftragt. Das berichtet Applied Materials in einer Pressemitteilung. Dabei handle es sich um das erste Projekt dieser Größenordnung in Europa. Der Einsatz der Generation (Gen) 8.5 Fertigungslinie erlaube eine deutliche Senkung der Herstellungskosten von Solarmodulen bei gleichzeitiger Verdopplung der Produktionskapazität.  Bei großflächigen Installationen auf Hausdächern und beim Einsatz in Solarparks - Produktanwendungen, die bereits jetzt aufgrund der zunehmenden Verfügbarkeit kosteneffizienter Dünnschicht-Solarmodule deutlich zulegen - können die ultragroßen Substrate laut Applied Materials eine zusätzliche Reduktion der Kosten für die Erzeugung von Solarelektrizität von bis zu 25 Prozent bewirken.


40 Megawatt-Produktion soll Mitte 2008 starten

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Applied Materials bei diesem zukunftsorientierten Projekt", sagte Juan Laso, General Manager von T-Solar. Das von Marcial Portela geführte Konsortium unabhängiger Investoren mit der Isolux Corsán Gruppe als größtem Anteilseigner setzt auf den in Spanien schnell expandierenden Photovoltaikmarkt. Ultragroße Dünnschicht-Module seien wegen ihrer Kosteneffizienz und Leistungsfähigkeit auch unter hohen Außentemperaturen ideal für Freiflächen-Installationen und großflächige Applikationen geeignet. T-Solar will die Produktionslinie voraussichtlich Mitte 2008 in Betrieb nehmen. Im Rahmen des Vertrags wird Applied Materials eine voll integrierte Fertigungslinie zur Herstellung von Solarmodulen mit einer nominellen Kapazität von 40 Megawatt (MW) pro Jahr aufbauen. Das entspreche einer Verdopplung im Vergleich zu herkömmlichen Dünnschicht-Produktionsanlagen.

Die Fertigungslinie von Applied Materials ist laut Hersteller hoch flexibel und kann an Modulgrößen zwischen 1,4 und 5,7 Quadratmetern angepasst werden. Derzeit sei weltweit kein Anbieter außer Applied Materials in der Lage, Produktionslinien für Substrate dieser Größenordnung herzustellen.


Neue und größere Trägermaterialien können Kosten um mehr als 60% senken

"Wir freuen uns, einen Beitrag zum Aufbau der ersten spanischen Fabrik für die Produktion von Photovoltaikzellen aus ultragroßen Substraten zu leisten. Dieses Projekt ist wegweisend für den Einsatz innovativer Photovoltaiktechnologie bei der Reduktion der Elektrizitätskosten", sagte
Dr. Mark Pinto, Senior Vice President und General Manager der New Business and New Products Group von Applied Materials. "Durch den Wechsel zu ultragroßen Substraten erwarten wir im Solarmarkt eine ähnlich Reduktion der Produktionskosten wie in der Flachbildschirmindustrie, in der wir umfangreiche Erfahrungen haben. Dort führte der Wechsel von Substraten der Generation 5 (1,4 Quadratmeter) zu Substraten der Generation 8.5 (5,7 Quadratmeter) zu einer Verringerung der Herstellungskosten von mehr als 60 Prozent. Mit dem Einsatz unserer neuen Linie wird T-Solar in der Lage sein, die Investitionskosten schnell zu amortisieren", so Pinto.

22.03.2007   Quelle: Applied Materials, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solar-Wechselrichterhersteller SMA mit Tochtergesellschaft in Frankreich präsent

Technologiepark Lyon mit SMA France- Niederlassung im Erdgeschoss
Technologiepark Lyon mit SMA France-
Niederlassung im Erdgeschoss

Der Photovoltaik-Hersteller SMA Technologie AG berichtet von einem außerordentlich erfolgreichen Einstand seiner erst Anfang Februar gegründeten Tochtergesellschaft in Frankreich. Das große Interesse an Solarwechselrichtern und solarer Datentechnik auf der Messe für Erneuerbare Energien in Lyon zeige sich auch mit einer stark gestiegenen Nachfrage nach SMA-Produkten in dem südwestlichen Nachbarstaat. Mit der Verdoppelung der Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Aufdachanlagen auf 55 Cent pro Kilowattstunde seien nun auch in Frankreich hervorragende politische Rahmenbedingungen für die Investition in eine Solarstromanlage entstanden.  Dadurch ergebe sich auch ein viel versprechendes Marktpotenzial, das zu einem verstärkten Einsatz der Photovoltaik und damit zu verminderten CO2-Emissionen innerhalb Europas führen werde, heißt es in der Pressemitteilung.



Solar-Wechselrichter für kleine und große Anwendungen

"Unser Ziel ist es, mit einem eigenen Vertriebs- und Servicenetzwerk, die bereits bestehenden guten Geschäftsbeziehungen weiter auszubauen", erklärt Pierre Genin, Directeur Général. "Zu den vorrangigen Aufgaben unserer Mitarbeiter vor Ort gehört es, eine noch größere Kundennähe zu erreichen und einen exzellenten Service anzubieten. Darüber hinaus wollen wir frühzeitig lokale Trends erfassen und unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen", so Genin. Schwerpunkt der Angebotspalette bilden Wechselrichter für aufdachmontierte Solarstromanlagen wie der "Sunny Boy 3800", der im vergangenen Jahr zum Testsieger bei Stiftung Warentest gekürt wurde. Mit dem Sunny Mini Central 8000TL bietet SMA darüber hinaus einen trafolosen Wechselrichter, der mit einem bislang unübertroffenen Wirkungsgrad von über 98 % und dem niedrigsten spezifischen Wechselrichterpreis die derzeit kürzeste Amortisationszeit verspreche. Aber auch für den Einsatz in Freiflächenanlagen und Solarkraftwerken gibt es von 100 kW bis 1 MW für jede Anwendung passende Zentralwechselrichter.

Die SMA Technologie AG, mit Niederlassungen in den USA, der VR China, Südkorea, Italien und Spanien ist bereits weltweit in den wichtigen Zukunftsmärkten vertreten. Mit der jetzt erfolgten Niederlassungsgründung in Le Pole, im Herzen Lyons, setze die SMA Technologie AG ihre Internationalisierungsstrategie auch in Europa konsequent um, so das Unternehmen.

22.03.2007   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG,
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CENTROSOLAR gründet Tochtergesellschaften in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland

Parallel zu der Expansion nach Nordamerika stellt sich die CENTROSOLAR AG (München) auch in den südeuropäischen Solarmärkten neu auf. In Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich seien neue Landesgesellschaften unter der Leitung von langjährigen Branchenkennern gegründet worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Mit Centrosolar Fotovoltaico Hispania S.L. (Barcelona/Spanien), Centrosolar Italia Srl (Verona/Italien), Centrosolar Hellas MEPE (Athen/Griechenland) und Centrosolar France SARL (Lyon/Frankreich) sei das Unternehmen nun vor Ort in diesen Wachstumsmärkten mit eigenen Tochtergesellschaften präsent. Die Solarsquare AG in der Schweiz sei personell mit einem neuen, international erfahrenen Geschäftsführer gestärkt worden.

Die neuen internationalen Vertriebsgesellschaften werden von Managern geleitet, die sowohl langjährige Erfahrung in der Solarbranche als auch Kenntnisse der landesspezifischen Marktstrukturen besitzen. Mit dieser spezifischen Kompetenz lassen sich laut CENTROSOLAR zügig erfolgreiche Resultate erzielen. So sei es Gerson Castillo, Leiter der spanischen Tochtergesellschaft, bereits gelungen, direkt nach dem Start den ersten Lieferauftrag in Millionenhöhe zu akquirieren.


Neue Märkte mit hohem Wachstumspotenzial

Die südeuropäischen Märkte hätten ein unausgeschöpftes Potenzial mit prognostizierten Wachstumsraten im dreistelligen Bereich, heißt es in der CENTROSOLAR-Pressemitteilung. Die jährliche Sonneneinstrahlung sei bis zu zwei Mal so hoch wie in Deutschland. Im Zuge der Umsetzung der europäischen Vorgaben zur Förderung erneuerbarer Energien seien in diesen Ländern Einspeisevergütungen für Solarstrom ähnlich wie in Deutschland eingeführt worden. Damit werde der von CENTROSOLAR adressierte Teilmarkt der privat betriebenen PV-Anlagen besonders gefördert.

CENTROSOLAR AG ist nach eigenen Angaben bereits in Deutschland Marktführer für PV-Anlagen für Privathaushalte und will diese Stellung nutzen, um auch in Südeuropa in kürzester Zeit signifikante Marktanteile zu gewinnen. Die Exportquote von zirka 30 % im Jahr 2006 soll 2007 auf bis zu 50 % ausgebaut werden. In Südeuropa gebe es eine Vielzahl kleiner Firmen, die gerade erst in das Geschäft mit Solaranlagen einsteigen. CENTROSOLAR habe als Komplettanbieter die besten Voraussetzungen, diese neue Branche bei der Vermarktung und Installation von Solaranlagen auf Hausdächern optimal zu unterstützen.

22.03.2007   Quelle: CENTROSOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neues Forschungszentrum für Silizium-Solarzellen entsteht in Halle

80 µm dünner Wafer mit Testsolarzellen
80 µm dünner Wafer mit Testsolarzellen

Ein neues Forschungszentrum, das Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) soll am Standort Halle/Saale seine Arbeit aufnehmen. Darauf verständigten sich das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt, der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft und die Leiter der Fraunhofer-Institute für Werkstoffmechanik (IWM) in Halle und Freiburg und Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. Mit dem gemeinsam vom Fraunhofer IWM und vom Fraunhofer ISE betriebenen CSP, das in der Endausbaustufe mindestens 60 Arbeitsplätze bieten soll, entstehe ein weltweit einmaliges Kristallisations- und Materialanalysezentrum, in dem gezielte Forschung und Entwicklung zu Silizium-Material durchgeführt wird, heißt es in der Pressemitteilung des IWM.  Diese Arbeiten sollen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern durchgeführt werden. Weitere Schwerpunkten sind Konzepte für Silizium-Dünnschichtzellen und Modulintegration. Der Aufbau der Forschungskapazität sollte nach erfolgter Zustimmung durch die EU möglichst noch 2007 in vorhandenen und angemieteten Gebäuden in Halle starten. Parallel soll mit der Planung eines Neubaus begonnen werden.



Solarforschungsinstitute kooperieren mit Photovoltaik-Unternehmen

Das Fraunhofer IWM bringt sein Know-how auf dem Gebiet der Optimierung und Bewertung von Silizium-Prozesstechnologien und Modulintegration mit ein, das Fraunhofer ISE, das größte Solarforschungsinstitut in Europa, seine Kompetenzen in der Materialherstellung, Solarzellen- und Modulentwicklung und Charakterisierung. Das CSP soll die bisherigen Aktivitäten beider Institute ergänzen und durch Nutzung von Synergien die Effektivität der bisherigen Arbeit weiter steigern. Die Institute stehen in engem Kontakt zu den Photovoltaik-Unternehmen in Mitteldeutschland, welche durch die geplanten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gezielt unterstützt werden sollen.


15 Prozent der weltweit hergestellten Solarzellen kamen 2005 aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

"Die geografische Nähe des Zentrums zu den in Mitteldeutschland ansässigen Unternehmen der Solarzellenindustrie wird uns auch inhaltlich näher zusammenbringen," so Prof. Eicke R. Weber, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. "Die für Halle vorgesehenen Aktivitäten ergänzen sehr schön insbesondere das von uns gemeinsam mit dem Fraunhofer IISB (Erlangen) betriebene Technologiezentrum Halbleitermaterialien THM in Freiberg (Sachsen)", so Weber weiter. In den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden 2005 rund 15 Prozent der weltweit hergestellten Solarzellen produziert. "Damit dies so bleibt, muss der Technologievorsprung der hier ansässigen Firmen gewahrt und ausgebaut werden. Und das ist eine der Herausforderungen, der wir uns mit dem Forschungszentrum stellen" argumentiert Professor Ralf B. Wehrspohn, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM in Halle. Dafür biete das Forschungsumfeld in Halle mit seinem ausgeprägten Profil in der Mikrostrukturphysik einen ausgezeichneten Standort. Besonders wichtig ist den beteiligten Partnern der Ausbau der Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik.


10 Prozent der weltweiten Solarzellenproduktion stammen aus Sachsen-Anhalt

Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff begründet das Engagement des Landes Sachsen-Anhalt mit dem Ausbau der Arbeitsplätze in diesem Industriezweig: "Mittlerweile stammen nahezu 10 Prozent der weltweiten Solarzellenproduktion aus Sachsen-Anhalt. Wir haben bereits jetzt 1.500 Arbeitsplätze in der Solarzellenindustrie und wir möchten den Ausbau auf über 5.000 im Jahr 2010 mit dem neu gegründeten Zentrum unterstützen. Dies stärkt uns nicht nur mit Blick auf diese Zukunftsbranche im internationalen Wettbewerb und erhöht zugleich die Attraktivität der Region für weitere industrielle Ansiedlungen".


Mehr Solarstrom aus weniger Silizium

Die geplante Forschungsstrategie "Mehr Solarstrom aus weniger Silizium" ist auch getrieben durch die Verknappung und Verteuerung des Solarzellenrohstoffs. Daher konzentriert sich der erste Forschungsschwerpunkt maßgeblich auf die Entwicklung von kostengünstigen Silizium-Wafern unter Verwendung von gereinigtem metallurgischem Silizium. Hierzu werden entsprechende Technologien für die Siliziumkristallisation installiert. Die Nutzung von metallurgischem Silizium erfordert eine gezielte Kontrolle der darin enthaltenen Verunreinigungen. Für dieses "defect engineering" wird das vorhandene Know-how der Mikrostrukturdiagnostik von Silizium am Standort Halle gezielt ausgebaut. Parallel sollen bis 2010 an der Forschungseinrichtung Kompetenzen zu Dünnschicht-Solarzellen und in der Modulfertigung aufgebaut werden.

21.03.2007   Quelle: Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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REpower-Aufsichtsrat und Vorstand sprechen sich für AREVA-Übernahmeangebot aus

Aufsichtsrat und Vorstand der Repower Systems AG, Hersteller von Windenergieanlagen für Onshore- und Offshorenutzung, haben am 20.03.2007 ihre Stellungnahme zu dem seit dem 15. März vorliegenden erhöhten Übernahmeangebot der AREVA-Gruppe veröffentlicht. Beide Organe des Unternehmens begrüßen darin das Angebot von AREVA, das einen Übernahmepreis von 140 EUR pro Aktie vorsieht (entsprechend einem Gesamtwert in Höhe von rund 1,14 Milliarden Euro).   Aufsichtsrat und Vorstand empfehlen, dieses Angebot anzunehmen, da AREVA für REpower ein geeigneter strategischer Partner für das beschleunigte Wachstum in der internationalen Windkraftindustrie wäre und das Angebot 14 Euro pro Aktie über dem konkurrierenden Suzlon-Angebot von 126 Euro pro Aktie liege.

Die vollständige Stellungnahme ist im Internet auf einer eigenen Website veröffentlicht unter http://www.repower.de (Quicklink „Informationen zu den Übernahmeangeboten der AREVA S.A. und Suzlon“).

21.03.2007   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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DGS-Umfrage: Photovoltaik-Preise um knapp 4 % gesunken

PV-Preise sinken tendenziell.
PV-Preise sinken tendenziell.

Vor dem Hintergrund der Diskussion über die Preise von Solarstromanlagen hat die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) im Februar/März 2007 erneut eine Umfrage durchgeführt. Dabei wurde gefragt, welche Preise von den Installationsbetrieben gefordert wurden. Im Detail befragte die DGS Fach- und Endkunden, denen Photovoltaikanlagen angeboten wurden. In das aktuelle Umfrageergebnis flossen laut DGS insgesamt 132 Meldungen ein. Sie ergab einen durchschnittlichen Anlagenpreis pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp; inklusive Installation, ohne MwSt) in Höhe von 4.836,79 Euro/kWp. (November 2006: 5.017 Euro. Das sind rund 3,6 % weniger als im Herbst 2006.  Die Bandbreite der Preise lag zwischen 3.700 und 9.500 Euro, die meisten Anlagenpreise bewegten sich jedoch laut DGS in dem Rahmen von 4.200 bis 5.200 Euro. Die Größe der Anlagen lag zwischen einem und 39.358 kWp. Die durchschnittliche Anlagengröße betrug 14 kWp. Die DGS-Umfrage im November 2006 hatte einen Durchschnittspreis von Solarstromanlagen in Höhe von 5.017 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung ergeben und dokumentiert, dass die PV-Systempreise im Vergleich zu einer Umfrage der DGS vom Juli 2006 um zwei Prozent gesunken waren. Die Größe der Anlagen lag zwischen einem und 1.875 kWp.

Grafik im Großformat unter www.solarserver.de/images/DGS_Preise_0307.jpg

21.03.2007   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS.,
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Solar-Fabrik AG: Neue Verkabelung von Photovoltaik-Modulen für mehr Sicherheit

PV-Stecker der Lumberg Connect GmbH.
PV-Stecker der Lumberg Connect GmbH.

Die Solar-Fabrik AG rüstet Ihre Solarstrommodule mit einer neuartigen Verkabelung aus, die außerordentlich hohen Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit biete, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit umspritzten Steckverbindern werde höchste Dichtigkeit nach IP68 erreicht. Der Kunde erhalte die Module vorkonfektioniert mit einem Anschlusskabel. Eine fest installierte Gehäusebuchse erleichtere die Verkabelung.  "Mit dem neuen System bietet die Solar-Fabrik Ihren Kunden erhöhte Sicherheit gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und zugleich Vorteile bei der Montage." erläutert Gert Schmid, Vertriebsleiter der Solar-Fabrik AG. "Als einziger Modulhersteller rüsten wir unsere Module standardmäßig mit einer Verkabelung aus, die die Schutzklasse IP 68 hat. Dies wird durch den umspritzten Steckverbinder erreicht, der den Modulanschluss vor Nässe schützt. Die neue Verkabelung verringert dadurch auch den Wartungsaufwand der Anlage", so Schmid weiter.


Durch die fest installierte Gehäusebuchse lasse sich das Modul einhändig verkabeln, betont die Solar-Fabrik. Das erleichtere die Installation und spare Zeit. Mit der neuen Anschlusstechnik werde zudem verhindert, dass der Stecker im Wasser liegen kann. Der robuste und griffsichere Steckverbinder sei fest mit dem Kabel verbunden und biete dadurch hohe Zugfestigkeit. Für maximale Sicherheit sei eine zusätzliche Verriegelung mit einem PV-Sicherungsclip möglich, der so vorkonfektioniert wird, das er nicht verloren gehen kann.


Spezieller Montagekoffer für Installateure

Zu dem neuen Verkabelungssystem gibt es einen modularen PV-Montagekoffer, der es dem Installateur ermöglicht, vor Ort individuelle Modul- oder Strangkabel mit dem Steckersystem zu konfektionieren. Kabel und Steckverbinder bezieht die Solar-Fabrik von der Lumberg Connect GmbH, einem Spezialisten für die Verkabelung von Außenanwendungen wie beispielsweise Hafenausstattung, Tauchlampen etc. Für Großanlagen und individuelle Anforderungen seien auch weitere Komponenten erhältlich, wie z.B. konfektionierbare Stecker oder fertig konfektionierte Kabel.

21.03.2007   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Lumberg Connect GmbH,
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Konferenz: Kreditinstitute und Neue Energien im Dialog

Am 18. April 2007 veranstaltet die forseo GmbH die Konferenz "Banking meets New Energy – Kreditinstitute und Neue Energien im Dialog". Die Tagung bietet ein Forum für die Kreditfinanzierung kleiner und mittlerer Projekte zur Nutzung der erneuerbaren Energien. Als Hauptredner treten auf Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, und Peter Blom, Vorstand der niederländischen Triodos Bank. Am Vormittag sollen die Marktpotenziale der erneuerbaren Energien aufgezeigt sowie verschiedene Aspekte der Kreditfinanzierung beleuchtet werden, wie beispielsweise Bürgschaften oder andere Sicherheiten.   Am Nachmittag werden in drei Parallel-Workshops Bioenergie, Photovoltaik und Energie-Contracting vertieft. Ein globaler Ausblick auf die erneuerbaren Energien rundet das Programm ab.



Technologien aus dem Mittelstand stärken die regionale Wirtschaft

Erneuerbare Energien bieten laut forseo ein großes Geschäftspotenzial für die Zukunft, auch für die Kreditwirtschaft. Hohe Wachstumsraten kennzeichnen die vergleichsweise jungen Branchen, davon könnten auch regionale Kreditinstitute profitieren. Die Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren stammen aus typisch mittelständischen Technologien, sind innovativ und stärken die regionale Wirtschaft. Gerade in Baden-Württemberg, im Land des Mittelstands, seien die Voraussetzungen für deren Produktion und Einsatz hervorragend, betont forseo.


Informationen für Kreditinstitute und Projektentwickler

Zielgruppe der Veranstaltung mit voraussichtlich 100 Teilnehmern und zahlreichen Ausstellern seien besonders Kreditinstitute und Projektentwickler, so der Veranstalter. Die Konferenz findet statt im Konzerthaus Feiburg. Kooperationspartner sind die Frankfurt School of Finance & Management/Bankakademie und die Berliner Energieagentur. Die Schirmherrschaft übernimmt das Regierungspräsidium Freiburg.

Das Konferenzprogramm sowie weitere wichtige Informationen finden sich im Programmheft, das aus dem Internet heruntergeladen werden kann unter http://www.forseo.de/uploads/media/Programmheft_Banking.pdf

21.03.2007   Quelle: forseo GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: forseo GmbH,
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systaic will eigene Photovoltaik-Produktion in Landsberg am Lech aufbauen

Zum Jahreswechsel 2007/2008 soll die erste Produktionsstätte der systaic Deutschland GmbH für Solarstromanlagen mit einer Jahreskapazität von 36 Megawatt (MW) in Landsberg am Lech in Betrieb gehen. Das europaweit tätige Unternehmen will am neuen Standort seine so genannten Energieeinheiten produzieren und setze damit die auf den Säulen Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service geplante Strategie konsequent fort, heißt es in der Pressemitteilung. Zur Fertigung einer Vorserie des Produkts werde bereits Mitte April in einer vorübergehend angemieteten Halle eine erste Produktionslinie hergestellt.   "Mit der eigenen Produktion werden wir unser einzigartiges Solarsystem dann in Serie fertigen und damit kosteneffizientere Prozesse ermöglichen. Mit diesem Schritt werden wir einen signifikanten Vorsprung zu unserem Wettbewerb aufbauen", kündigt Hans-Jörg Hölzenbein an, Director International Operations der systaic. Das neuartige System der systaic könne für alle Dacharten und -formen genutzt werden. Ein wesentlicher Bestandteil seien die ästhetischen Energieeinheiten, ein aufgrund seiner "click-&-connect"-Technologie einfach zu handhabendes Standardprodukt. Für das homogene Gesamterscheinungsbild des systaic-Energiefeldes sorge Zubehör wie Blindeinheiten und Abschlusskanten, das ebenfalls in Landsberg gefertigt werden soll.

Mit einem Investitionsvolumen von über 13 Millionen Euro wird der Anbieter nach eigenen Angaben auf einer Grundfläche von 7.400 Quadratmetern eine 3.700 Quadratmeter große, vollautomatische und CO2- neutrale Produktionseinrichtung mit Hochtechnologie-Know-how aus der Automobilindustrie aufbauen. "Die Entscheidung für Landsberg ist aufgrund des Standortfaktors 'Mitarbeiterqualität' gefallen. Ein Faktor, der unserem Unternehmen wichtiger ist als potentielle Fördermittel. Ende 2007 werden wir hierfür 8 neue Mitarbeiter einstellen", führt Hajo Hölzenbein fort. Auch die Belieferung der europäischen systaic-Standorte soll vorerst ab Landsberg stattfinden. Um Massentransporte quer durch Europa zu vermeiden, sollen bei einer Produktionsausweitung in Zukunft weitere Werke entstehen, auch in Frankreich und Spanien. Der Spatenstich in Landsberg am Lech ist für Anfang Mai 2007 geplant, die Produktionsaufnahme zum Jahreswechsel 2007/2008.

20.03.2007   Quelle: Systaic-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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natur+kosmos: Der Klimawandel erreicht die Chefetagen

Nicht nur Europas Spitzenpolitiker haben sich zu engagiertem Klimaschutz verpflichtet. Auch immer mehr Manager sähen inzwischen, welche ökonomischen Risiken die Erderwärmung birgt - und versuchten, ihre Unternehmen darauf einzustellen, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Aprilausgabe. Das Menschheitsproblem Klimawandel sei in der Wirtschaft zum Thema geworden. "Vor ein paar Jahren wurde das Thema vielleicht einmal im Umweltbericht eines Unternehmens erwähnt. Gut fürs Image, aber nicht viel mehr als ein PR-Gag", sagt Christoph Bals von der Klimaschutzorganisation Germanwatch.  Der Fast-Food-Riese McDonald's liefere seine Buletten inzwischen mit Lastern aus, die mit Biodiesel betankt sind. Der japanische Elektrogigant Sharp hat seine Europazentrale in Hamburg auf "grünen Strom" eines Ökoanbieters umgestellt. Unter dem Slogan "GoGreen" propagiert die Deutsche Post "klimaneutrale und emissionsarme Versandoptionen". Und der Hamburger Otto-Versand, Vorreiter in Sachen Umweltschutz, verkündet stolz, seinen transportbedingten Kohlendioxidausstoß innerhalb von zehn Jahren um mehr als die Hälfte verringert zu haben.

Selbst der französische Atomstromkonzern Avera sieht seine Zukunft in der Windkraft und will den deutschen Windradhersteller REpower übernehmen. Vorreiter in Sachen Klimaschutz sind vor laut natur+kosmos vor allem Branchen, die vom Klimawandel direkt betroffen sind. Die Allianz-Versicherung hat bereits 2004 eine spezielle Taskforce eingerichtet. Sie soll prüfen, ob beispielsweise Hurrikan-Risiken überhaupt noch versichert werden können oder in welcher Weise Prämien in potenziellen Sturm- oder Überschwemmungsgebieten angepasst werden müssen.

20.03.2007   Quelle: natur+kosmos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Degussa und Silicium de Provence bauen Solar-Siliziumfabrik in Frankreich

Künftige Solarsilizium-Fabrik in St. Auban
Künftige Solarsilizium-Fabrik in St. Auban

Degussa und Silicium de Provence (Silpro), ein von Econcern gegründetes Unternehmen, sowie Solon, Norsun und PPT haben eine Absichtserklärung unterzeichnet zur Entwicklung einer Verbundproduktion in St. Auban (Frankreich). Die geplante Fabrik soll zunächst mit einer Kapazität von über 3.000 Tonnen pro Jahr hochreines Polysilizium für den Photovoltaik-Markt produzieren. Dabei sei der Aufbau einer Chlorsilanproduktion durch Degussa geplant, um Silpro mit dem hochreinen Rohstoff "Siridion Chlorsilan" zu beliefern, heißt es in einer Pressemitteilung der Econcern-Gruppe mbH. Silpro habe sich bei der Herstellung von hochreinem Polysilizium für das bewährte SiemensVerfahren entschieden, das höchste Reinheits- und damit maximale Wirkungsgrade für Solarzellen garantiere.   In den kommenden Monaten wollen Silpro und Degussa gemeinsam an der Basisplanung arbeiten. Der Produktionsbeginn ist für Ende 2008 geplant. "Die Aussicht mit Degussa zusammenzuarbeiten, dem weltweit führenden Anbieter von Chlorsilanen, führt dem Projekt erheblichen Mehrwert zu", kommentiert Frank Wouters, Vorstand von Silpro und SOL Holding: "Unser starkes PartnerNetzwerk, der Zugang zu besten Technologien, unser Standortvorteil und Degussas Erfahrung bedeuten für uns einen klaren Wettbewerbsvorteil", so Wouters weiter.


Dr. Dietmar Wewers, Senior Vice President des DegussaGeschäftsgebietes Silanes ergänzt: "Degussa ist Weltmarktführer im Bereich Spezialchemie und führender Hersteller von Chlorsilanen. Mit unserem umfassenden Wissen in Bezug auf Materialien und Herstellungsprozesse sind wir stolz, zu dem Wachstum der PhotovoltaikIndustrie beizutragen." Holger Kirchner Degussa, Vice President Chlorsilane, verantwortlich für das Projekt fügt hinzu: "Ich bin davon überzeugt, dass der hervorragende Standort kombiniert mit Degussas Erfahrung im Bereich der Chlorsilane und der Unterstützung durch Silpros starke Shareholder den Erfolg des Projektes garantiert."


Ein Vorteil für Frankreich

Die Zusammenarbeit mit Arkema, einem Unternehmen mit einer langen Erfahrung in der Chlor-Chemie, das auf dem selben Betriebgelände arbeitet, kombiniert mit konkurrenzfähigen Strompreisen und die starke Unterstützung seitens der französischen Regierung seien die Hauptgründe für den Bau der SilproFabrik in St. Auban, betonen Degussa und Econcern. Die Schaffung von mehreren hundert neuen, direkten Arbeitsplätzen werde wichtigen Einfluss auf die Entwicklung dieser Region haben. Zudem sollen mindestens doppelt so viele indirekte Arbeitsplätze entstehen. Wenn die Silizium-Produktionsstätte einmal errichtet sein wird, könne die gesamte Photovoltaik-Wertschöpfungskette für die französische Solarindustrie aufgebaut werden.

20.03.2007   Quelle: Econcern-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Econcern-Gruppe,
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Photovoltaik: Applied Materials baut 1,9 MW-Solarkraftwerk in Kalifornien

Applied Materials, Inc. (Santa Clara, Kalifornien), einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen zur Fertigung von Computerchips und seit 2006 auch Produzent von Fertigungsanlagen für die Photovoltaik-Industrie kündigte am 14.03.2007 an, das Unternehmen werde ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Leistung von mehr als 1,9 Megawatt (MWp) in seinem Forschungszentrum in Sunnyvale errichten. Das wäre vermutlich die größte Solarstromanlage an einem Unternehmenssitz in den USA, heißt es in der Pressemitteilung.   Das Solarkraftwerk soll in drei Schritten gebaut werden. "Wenn das Projekt fertig gestellt ist werden wir auf den Dächern unserer Parkhäuser ein leises, umweltfreundliches Kraftwerk mit 1,9 MW haben und zugleich einen Schutz gegen künftige Kostensteigerungen bei der Energieversorgung" sagte Applied Materials-Vorstand und Präsident Mike Splinter.


Über 2.300 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr

"Während wir daran arbeiten, die Photovoltaik-Kosten pro Watt zu senken, sind wir davon überzeugt, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen sollten und dass Anlagen in dieser Größenordnung dazu beitragen, die Kosten der Endverbraucher zu senken und das Marktwachstum zu beschleunigen", ergänzt Splinter. Applied Materials will im Laufe des Jahres mit der Montage der Solarmodule beginnen und verschiedene Technologien nutzen. Nach der Fertigstellung des Solar-Kraftwerks im Jahr 2008 soll es mehr als 2.300 Megawattstunden (MWh) Solarstrom jährlich erzeugen, entsprechend dem Strombedarf von 1.400 privaten Haushalten.

20.03.2007   Quelle: Applied Materials, Inc.; BUSINESS WIRE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neues Wasserstoff-Forschungsprojekt: Von der Biomasse zur Brennstoffzelle

ProBio-Sprecher Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher mit Brennstoffzelle.
ProBio-Sprecher Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher
mit Brennstoffzelle.

Brennstoffzellen werden überwiegend mit Wasserstoff betrieben. Künftig soll verstärkt Biomasse als Ausgangsstoff genutzt werden und keine fossile Energieträger, wie bisher üblich. In dem neuen Forschungsprojekt "ProBio" untersuchen Magdeburger und Dresdner Wissenschaftler, wie sich nachwachsende Rohstoffe effektiv und umweltschonend zur Stromerzeugung einsetzen lassen. "Wir wollen mit 'ProBio' herausfinden, wie man aus Biomasse möglichst effizient und umweltschonend elektrischen Strom gewinnen kann." beschreibt Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher das Ziel des Forschungsprojektes.   Dr. Sundmacher ist Direktor des Magdeburger Max-Planck-Instituts. Für den späteren Aufbau einer industrienahen Pilotanlage forschen die Wissenschaftler nun an der optimalen Zusammenführung der einzelnen Prozesse. Bei der Vergasung von Biomasse wie beispielsweise Holz oder Stroh entstehen wasserstoffreiche Brenngase. Bevor diese der Brennstoffzelle zugeführt werden können, müssen sie in speziellen Verfahren aufgearbeitet und gereinigt werden.


Wasserstoff für Brennstoffzellen, Brennkammern zur Wärmebereitstellung oder Gasmotoren

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) in Magdeburg entwickelt für "ProBio" solche Verfahren auf der Grundlage der Wirbelschichttechnologie. Damit wird das Brenngas neben der Verwendung in Brennstoffzellen flexibel einsetzbar, so beispielsweise auch in Brennkammern zur Wärmebereitstellung oder in Gasmotoren zur Stromerzeugung. Die Forscher am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden beschäftigen sich mit dem Einsatz dieses Brenngases in einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle. Parallel dazu untersucht man am Magdeburger Max-Planck-Institut für Dynamik anhand komplexer technischer Systeme, wie sich die Brenngase nach neuartigen Gasreinigungsprozessen in Niedertemperatur-Brennstoffzellen nutzen lassen.


Brennstoffzellen haben deutlich höhere Wirkungsgrade als herkömmliche Kraftwerkstechnologien

In Brennstoffzellen wird die chemisch gespeicherte Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Bei diesem Prozess sind deutlich höhere Wirkungsgrade gegenüber den konventionellen Kraftwerkstechnologien erreichbar. Am MPI fließen die Erkenntnisse aus den Experimenten aller Projektpartner zusammen. Auf dieser Grundlage erstellen die Max-Planck-Wissenschaftler eine komplexe Simulation der Gesamtanlage. Die Simulationsergebnisse sollen Anregungen für eine verbesserte Konstruktion der Apparatekomponenten und deren stoffliche und energetische Kopplung liefern.


Forschungsergebnisse für die direkte Anwendung in der Praxis

Bei erfolgreicher Bewertung der ersten Phase soll sich eine zweite, dreijährige Forschungsphase anschließen. Dann werden die theoretischen und experimentellen Erkenntnisse für den Aufbau und Betrieb der industrienahen Pilotanlage genutzt. Diese soll in gemeinsamer Verantwortung der drei beteiligten Institute am Standort Magdeburg errichtet und betrieben werden. "Die Prozessindustrie in Deutschland benötigt dringend solche Anlagen, denn die Energiebranche entwickelt sich mit rasantem Tempo", sagt Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer IFF. Sein Dresdner Kollege Prof. Dr.-Ing. habil. Alexander Michaelis stimmt dem zu und unterstreicht: "Unsere Forschungsergebnisse sind für die direkte Anwendung in der Praxis vorgesehen und unterstützen auf diese Weise Neuerungsprozesse" so der Institutsleiter des Fraunhofer IKTS.

Im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation haben sowohl die Max-Planck-Gesellschaft als auch die Fraunhofer-Gesellschaft erklärt, ihre vielfältig existierenden Kooperationen zu vertiefen. Die gemeinsamen Projekte der Forschungsorganisationen sollen durch enge Verzahnung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung Innovationsprozesse beschleunigen. Mit "ProBio" geht eines der ersten Projekte deutschlandweit an den Start. Die Forschungsgesellschaften finanzieren das Projekt mit insgesamt 4,2 Millionen Euro - ein eindeutiges Bekenntnis der Organisationen zu den beiden Forschungsstandorten in den neuen Bundesländern.

20.03.2007   Quelle: Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Foto: P. Förster/ Fraunhofer IFF,
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Erneuerbare Energien: Umsatz und Exportquote sollen zweistellig wachsen

Der Umsatz mit Technik zur Nutzung der erneuerbaren Energien wird nach Prognosen der Branche in diesem Jahr um 17 Prozent auf 32 Milliarden Euro wachsen. Darin enthalten seien Inlandsinvestitionen in Höhe von 11,7 Milliarden Euro, Betriebsumsätze von 12,0 Milliarden Euro sowie 8,2 Milliarden Euro Auslandsumsatz, heißt es in einem Bericht des Bonner Europressedienstes. Zum Abschluss der Jahreskonferenz der erneuerbaren Energien "ee07" in Berlin machten die Marktteilnehmer deutlich, dass künftige Wachstumsquoten nur auf Basis einer stabilen Förderlage erreicht werden können. Gefordert wird unter anderem eine zügige Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), um eine drohende Marktverunsicherung zu verhindern. 

45.000 neue Arbeitsplätze in der Branche

Rund 300 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten in Berlin auf der 3. Konferenzen der Erneuerbaren Energien über Wachstum und Markt. "Fast jede zweite Windanlage kommt inzwischen aus Deutschland", so Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie und Vizepräsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien. Allein bei der Windenergie werden laut Ahmels inzwischen 80 Prozent der Umsätze im Ausland getätigt. Insgesamt soll die Branche bis 2010 zweistellig auf rund 45,3 Milliarden Euro Gesamtumsatz wachsen, wobei Inlandsinvestitionen um 14,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, Betriebsumsätze um 34 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro sowie die Auslandsumsätze um 85 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro zunehmen sollen. Damit verbunden werden schätzungsweise 45.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Nach Aussage von Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), profitiert auch die deutsche Wirtschaft von den Erneuerbaren. Laut Kemfert steigen die Preise für Öl und Gas in den nächsten Jahren weiter, wodurch sich die Energiekosten in Deutschland kontinuierlich erhöhen und die erneuerbaren Energien schneller wettbewerbsfähig werden. Kemfert machte aber auch deutlich, dass sich der Strompreis durch das EEG um fünf Prozent erhöhen kann. Gleichzeitig würden sich durch den Zubau der Erneuerbaren der Börsenpreis sowie der CO2-Zertifikatepreis verringern. Damit sei eine Entlastung von 12 Milliarden Euro zu erwarten, die sonst im Wesentlichen von Privathaushalten und energieintensiven Industrien getragen werden müsste.


Markt für erneuerbare Energien reagiert sensibel auf Änderung der Rahmenbedingungen

Wie sensibel der Markt für erneuerbare Energien auf Veränderungen der Förderbedingungen reagiert, machte Andreas Düser, Vertriebsleiter NRW der Enercon GmbH am Beispiel des Biodiesel deutlich. "Die erste Generation der Biokraftstoffe ist heute wettbewerbsfähig. Aber durch die in 2006 eingeführte Besteuerung hat sich das Absatzsatzpotential stark verschlechtert". Am 29. Juni 2006 verabschiedete der Bundestag nach langem Streit in der Koalition das Energiesteuergesetz, das die schrittweise Besteuerung von Biodiesel und Pflanzenöl (als Treibstoff) vorsieht. Für beide Stoffe soll ab 2012 der volle Mineralölsteuersatz gelten.


Zügige EEG-Überprüfung gefordert

Alle Teilnehmer der Konferenz sprachen sich für eine zügige Überprüfung des EEG aus, die noch in diesem Jahr ansteht. Es dürfe zu keiner Verunsicherung im Markt kommen, wenn die Überprüfung des EEG an das geplante Umweltgesetzbuch gekoppelt wird.

19.03.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Geplante Schweizer Solarstrom-Förderung lässt nur geringes Marktwachstum erwarten

ADEV-Solarkraftwerk "M-Parc La Praille".

In der 12. Kalenderwoche 2007 soll in der Schweiz eine kostendeckende Einspeisevergütung für Strom aus allen erneuerbaren Energien beschlossen werden, berichtet der Europressedienst Bonn (EuPD). Vergangene Woche hatte der Ständerat, die kleine Kammer des Schweizer Parlaments, dies bekräftigt. Ende der Woche sollen die Neuerungen im Eidgenössischen Energiegesetz dann vom Parlament verabschiedet werden. In der Schweiz werde damit erstmals eine kostendeckende Vergütung (KV) für die Einspeisung von erneuerbaren Energien eingeführt. Damit würde die bisherige Regelung der "15 Rappen-Vergütung" pro Kilowattstunde (kWh) abgelöst, die für überschüssigen, dezentral produzierten Strom besteht.   Die geplante Vergütung gilt für Wasserkraftwerke bis zehn Megawatt (MW), für Solarstrom, Bioenergie, Erdwärme und Windenergie. Die Einspeisehöhe ist laut EuPD nicht festgelegt, sondern richte sich nach den Stromerzeugungskosten (Gestehungskosten) von Referenzanlagen. Marktteilnehmer würden davon ausgehen, dass die Vergütungshöhe vergleichbar mit der deutschen Vergütung sein werde.


Je günstiger Solarstrom produziert wird, desto höher werden die zur Verfügung stehenden Fördermittel

Die Solarstrom-Förderung ist nach der neuen Regelung in zweifacher Hinsicht nach oben begrenzt (gedeckelt). Erstens dürfen die Gesamtkosten der Vergütungspflicht für alle erneuerbaren Energien nicht mehr als 0,6 Rappen/ pro Kilowattstunde (zirka 0,4 €Cent) des Gesamtelektrizitätsverbrauchs in der Schweiz ausmachen. Angesichts dessen würde die zur Verfügung stehende Fördermenge für die erneuerbaren Energien in der Schweiz bei rund 300 Millionen Franken liegen, errechnete der Europressedienst. Zweitens mache der Umfang der Photovoltaik-Förderung, abhängig vom Marktpreis, zwischen fünf und 20 Prozent der Gesamtfördermenge aus. Liegen die Gestehungskosten mehr als 50 Rappen über dem Marktpreis, betrage die Deckelung fünf Prozent. Dies seien etwa 15 Millionen Franken. Sie steige auf zehn beziehungsweise 20 Prozent, wenn die Gestehungskosten auf 40 bis 50 Rappen oder gar unter 40 Rappen sinken. Je günstiger also der Solarstrom produziert wird, desto höher die zur Verfügung stehende Fördermenge. Die KV soll laut Gesetzestext unter Berücksichtigung der Amortisationszeit einer Referenzanlage festgelegt werden. Experten gehen von Verträgen für rund 20 Jahre aus.


ADEV-Chef Nussbaumer: "Verdopplung der bisherigen Photovoltaik-Kapazität ist eine mickrige Lösung für das reichste Land der Welt"

Noch 2006 hatte sich die ständerätliche Umwelt-, Raumplanungs- und Energiekommission (UREK) dafür ausgesprochen, Photovoltaik von der kostendeckenden Einspeisevergütung auszuschließen und war damit auf starke Kritik gestoßen. Die Meinungen zu dem jetzigen Gesetzesvorhaben sind geteilt: Swissolar, der Schweizer Fachverband für Sonnenenergie, bemängelt zwar, dass die Mittel zu knapp bemessen seien und somit nicht alle Solarstromproduzenten von der Regelung profitieren könnten, feiert die neue Vergütung aber dennoch als "Meilenstein für die Solarenergie in der Schweiz". Eric Nussbaumer, Geschäftsleiter der Schweizer ADEV Solarstrom AG, kritisiert jedoch: "Aktuell gibt es zirka 20 bis 25 Megawatt, mit der ersten Stufe (fünf Prozent) kann eine Verdopplung der bisherigen Kapazität erreicht werden. Das ist eine mickrige Lösung für das reichste Land der Welt. Daneben eine ungedeckelte Vergütung für Geothermie einzuführen ist realitätsfremd."


Die Schweiz steht vor einer Stromlücke

Die genaue Ausgestaltung des Gesetzes soll in den nächsten Monaten in einer Form einer Verordnung erfolgen. Für Ende April hat die Regierung das erste Treffen mit Branchenvertretern angesetzt. Am 1. Januar 2008 soll die Verordnung dann in Kraft treten. Das schweizerische Engagement für erneuerbare Energien rühre neben Klimaschutzanstrengungen auch von der energiepolitischen Situation des Landes, denn die Schweiz stehe vor einer Stromlücke, so der Europressedienst. 2005 verbrauchte das Land erstmals mehr Strom als es produzierte. 2020 müssten die ersten Kernkraftwerke aufgrund ihres Alters vom Netz genommen werden, zeitgleich würden langfristige Strombezugsverträge mit Frankreich auslaufen. Die Schweizer Regierung setze für die Zukunft bisher auf Atomenergie und Wasserkraft. 58 Prozent der Stromproduktion stammten 2005 aus erneuerbaren Energien, davon wiederum 97 Prozent aus Wasserkraftwerken. Die Solarenergie trägt laut EuPD unter den erneuerbaren Energien mit 1,7 Prozent zur Stromproduktion bei.

19.03.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ADEV Energiegenossenschaft,
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CO2-Fachtagung: Klimaziele können erreicht werden

In Kopenhagen (Dänemark) fand vom 13. bis zum 15 März 2007 die Konferenz "Carbon Market Insight 2007" statt. Das Treffen in Dänemark gilt als eines der größten Branchentreffen zu CO2-Ausstoß und Emissions-Märkten. Einmal mehr hätten in diesem Jahr die Besucherzahlen - 1.600 Fachleute aus über 70 Nationen - die Erwartungen des Veranstalters Point Carbon überstiegen, berichtet der Europressedienst Bonn. Diskutiert wurden unter anderem Strategien und Aktions-Pläne, wie die von der EU beschlossenen Emissions-Ziele umgesetzt werden sollen. Im Mittelpunkt standen vor allem drei Faktoren: Die Steigerung der Energieeffizienz, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Entwicklung von so genannten Carbon Capture and Storage-Systeme (CCS) zur CO2-Abscheidung und Speicherung.   Auch Tendenzen bei der umstrittenen Zuteilung von CO2-Zertifikaten wurden auf der Tagung thematisiert. Hier gehe der Trend eindeutig in Richtung Versteigerung der Zertifikate ("auctioning"), so der Europressedienst.


Steuerinstrumente, Obergrenzen und zügige Politik

Wie die Klima-Ziele auch weltweit erreicht werden können, legte Al Gore - prominentester Gastredner der Tagung - in einer Rede unter Ausschluss der Medien dar. Seiner Ansicht nach sind für eine nachhaltige Klimapolitik drei Faktoren ausschlaggebend, berichtete ein Veranstaltungsteilnehmer später dem Europressedienst. Neben Steuerinstrumenten setze er verstärkt auf das Prinzip des "Cap-and-Trade", das Obergrenzen für die CO2-Emissionen aller Industriezweige festsetzt. Gore betonte weiter, dass in Bezug auf die Klimapolitik nur eine zügige, nichtlineare Politik Erfolg verspreche. Das Beispiel des Branchen-Primus Kalifornien mache deutlich, dass noch ein weiter Weg zu gehen sei, bestätigte der kalifornische Abgeordnete Joe Nation. "Fünf Prozent der Arbeit haben wir in Kalifornien jetzt erledigt, aber 95 Prozent liegen noch vor uns", so Nation in Kopenhagen.


Nur vage Zugeständnisse der USA

Bezogen auf Europa wurde vor allem die Studie "Carbon 2007" des Veranstalters Carbon Point diskutiert, in der rund 2.250 Unternehmen, Verbände und Nicht-Regierungs-Organisationen nach ihren Prognosen bezüglich der CO2-Entwicklung gefragt wurden. Dabei kam heraus, dass 71 Prozent der Befragten fest mit einem Post-Kyoto-Abkommen nach 2012 rechnen. 60 Prozent gehen außerdem davon aus, dass dann auch die USA und Australien ein solches Abkommen unterzeichnen werden. Deutlich weniger vermuten dagegen eine verbindliche Teilnahme von China (37 Prozent) und Indien (30 Prozent). Soweit die Prognosen. Doch während die EU weiterhin klar auf Verbindlichkeiten bei der Reduktion von Treibhausgasen setzt, wurden von US-amerikanischer Seite erneut nur vage Zugeständnisse gemacht. Möglicherweise werden die USA 2012 ein Kyoto-Nachfolge-Protokoll unterzeichen, so Gore gegenüber einem Journalisten.


Deutschland ist gut vorbereitet

Kein Thema waren dagegen die nationalen Fahrpläne zum Erreichen der von der EU vorgegebenen Emissions-Ziele. Auf Nachfrage des Europressedienst unterstrich Tobias Dünow, Pressesprecher im Bundes-Umweltministerium (BMU), dass Strategien für die Vorgaben aus Brüssel bereits seit langem existieren. "Das Thema trifft uns ja nicht unvorbereitet", so Dünow im Gespräch. Verstärkt setze das BMU nun aber auf die Energieeffizienz - etwa durch Gebäudesanierung und Kraft-Wärme-Kopplung - und den Ausbau der erneuerbaren Energien. "Da haben wir, mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, schon gute Arbeit geleistet", so der Ministeriums-Sprecher.

19.03.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Pro Solar Energietechnik: Pellets und Solar als "Idealverbindung"

Mit neuem Konzept und neuer Struktur präsentierte sich die pro solar Energietechnik GmbH (Ravensburg) zur Messe ISH 2007 als Systemlieferant für Wärme aus erneuerbaren Energien. Ihre Kompetenz in der Verbindung von Holzpellets-Heiztechnik und Solarthermie will die pro solar künftig mit der Produktbezeichnung "IdealSysteme" zum Ausdruck bringen. Besonderes Gewicht lege das Unternehmen bei seiner Neuausrichtung auf die effiziente Unterstützung seiner Systempartner.   "Unser erklärtes Ziel ist die Stärkung der Partner im Fachhandwerk, um gemeinsam am Markt weiter zu wachsen", betont die Unternehmensleitung. Der neue Firmenauftritt soll nach außen wiederspiegeln, was intern durchgreifend verbessert worden sei. Dazu habe Pro Solar für 2007 eine Qualitätsoffensive gestartet: Die Zahl der Innendienst-Mitarbeiter wurde nach Angaben des Unternehmens nahezu verdoppelt, der Außendienst um 30 Prozent aufgestockt, die logistischen Prozesse in Kommissionierung und Versandwesen optimiert. Der Slogan "Meine Wärmequelle" soll das Konzept für umweltfreundliche Heizwärme auf Basis der Kombination von Pellets und Solarwärme verdeutlichen.


Pellets-Solar-Kombination zur vollständigen Heizung mit erneuerbaren Energien

Hinter dem Konzept der IdealSysteme steht bei Pro Solar der Gedanke, dass die zugehörigen Systemregler aus der eigenen Entwicklung die Idealverbindung zwischen zwei regenerativen Energiesystemen darstellen. Zur ISH 2007 präsentierte der Systemanbieter drei seiner Systeme, die Pelletsheiztechnik und Solarwärme vereinen: Das IdealSystem "SolarStarter" stellt für bestehende Heizungsanlagen eine Solar-Unterstützung mit dem bedienungs- und wartungsfreundlichen Pelletsofen "Frank WW" dar. Damit lasse sich bereits 50 % des Wärmebedarfs regenerativ decken und zusätzlich könne Kaminatmosphäre im Wohnraum geschaffen werden. Als Alleinheizungen für 100 % regenerative Energieversorgung werden "SolarKlassiker" auf Basis des ProTherm-Systems und des Pelletskessels "FireLine" sowie "SolarProfi" mit dem Solarsystem ProTherm-Nova und einem Ivo.Tec Wohnraumpelletkessel angeboten. Im Produktbereich Solarkollektoren bietet das Ravensburger Unternehmen den neuen wirtschaftlichen und effizienten Flachkollektor SCE 200 an. Dieser sei speziell für die solare Warmwasserbereitung konzipiert worden und mit Hilfe effizienter und gleichzeitig umweltfreundlicher Produktionsmethoden auf lange Lebensdauer ausgelegt.

19.03.2007   Quelle: pro solar Energietechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Klima-Bündnis vergibt europäische Auszeichnung für lokale Klimaschutz-Aktivitäten

Klima-Bündnis der europäischen Städte
Klima-Bündnis der europäischen Städte

Zum dritten Mal lädt das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder" alle europäischen Städte, Gemeinden und Kreise ein, ihre Klimaschutzaktivitäten zu präsentieren und sich um einen "Climate Star" zu bewerben. Mit der Auszeichnung werden herausragende Aktivitäten auf kommunaler Ebene gewürdigt sowie die Erfahrungen und Erfolge dokumentiert. Damit will das Klima-Bündnis die Vielfalt lokaler Strategien und Maßnahmen zum Klimaschutz aufzeigen und weitere Städte und Gemeinden zur engagierten Mitarbeit motivieren.  Der Climate Star stellt in diesem Jahr nachhaltige Mobilität in den Mittelpunkt. Der Verkehr ist die am schnellsten wachsende Quelle für Treibhausgasemissionen und verursacht inzwischen rund 30 Prozent des CO2-Ausstoßes in Europa. "Für den weltweiten Klimaschutz brauchen wir nicht nur europäische und internationale Klimaverhandlungen, sondern vor allem die lokale Ebene und die Menschen: Klimaschutz beginnt mit den alltäglichen Wegen jedes und jeder Einzelnen", betont das Klima-Bündnis der europäischen Städte.


Anmeldeschluss 31. Mai 2007 – Preisverleihung im November

Teilnahmeberechtigt sind alle Städte, Gemeinden und Kreise in Europa, die das Anmeldeformular per Post, Fax oder E-Mail bis zum 31. Mai 2007 an die Europäische Geschäftsstelle des Klima-Bündnis schicken. Anschließend erhalten die Kommunen per E-Mail die Bewerbungsunterlagen, in denen um nähere Angaben zu den Klimaschutzaktivitäten und um Darstellungen der interessantesten Projekte im Bereich Verkehr bis zum 30. Juni 2007 gebeten wird. Die Verleihung der Climate Stars findet im Rahmen einer großen öffentlichen Feier am 23. November 2007 auf Einladung des Landes Niederösterreich in Baden statt.


Größtes thematische Städtenetzwerk in Europa

Das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V" ist mit 1.400 Mitgliedern das größte thematische Städtenetzwerk in Europa. Die Städte und Gemeinden sind eine Partnerschaft mit indigenen Völkern der Regenwälder eingegangen, um gemeinsam das globale Klima zu schützen. Aufgabe der Mitgliedskommunen des im Jahr 1990 gegründeten Städtenetzwerkes ist die Ausarbeitung und Umsetzung lokaler Klimaschutz-Maßnahmen insbesondere in den Bereichen Energie und Verkehr sowie die Zusammenarbeit mit indigenen Völkern zum Erhalt der tropischen Regenwälder.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular:
http://www.klimaschutz.kbserver.de/460.html?&L=1

19.03.2007   Quelle: Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BUND startet Bildungskampagne zu Klima und Energie

Mit der Premiere der Multivisionsshow "Klima und Energie" startete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 13.03.2007 in der Kreuzberger Waldorfschule eine bundesweite Bildungskampagne für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren. Großformatige Diaprojektionen, Musik und Textbotschaften machen Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge des Klimawandels anschaulich, informieren über die Chancen der erneuerbaren Energien und welche Perspektiven sich daraus für Jugendliche ergeben. Der BUND will mit der Show bis zu eine halbe Million Schülerinnen und Schüler erreichen.  

Nicht nur die Auswirkungen der Umweltbelastungen, sondern auch Alternativen zeigen

Anders als der Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" des US-Politikers Al Gore behandelt die Multivisionsshow "Klima und Energie" nicht nur die dramatischen Auswirkungen der Umweltbelastungen, sondern sie will Jugendliche auch für Alternativen begeistern und zeigen, dass sich Handeln lohnt. "Wir sind es, die dem Klima einheizen und wir haben es auch es in der Hand, dies zu ändern. Wenn sich die Erdatmosphäre bis Ende dieses Jahrhunderts um vier Grad oder mehr erwärmt, das jedenfalls prognostizieren die weltbesten Klimaforscher, dann ergeben sich daraus dramatische Folgen für Mensch und Natur", sagt Dr. Brigitte Dahlbender, stellvertretende Vorsitzende des BUND. Die Klimapolitik von heute betreffe die Jugendlichen direkt: "Das Klimaschutzziel von minus 80 Prozent bis 2050 muss ein heute 15-jähriger Jugendlicher bis zu seinem 58. Lebensjahr erreicht haben! Im steigenden Bedarf an erneuerbaren Energien und den damit verbundenen Arbeitsplätzen liegen gerade für die kommende Generation viele Perspektiven", so Dahlbender weiter.
Kinder und Jugendliche fühlten sich oft überfordert beim Verständnis globaler Zusammenhänge. Sie seien es aber, die die Folgen von Energieverschwendung und Klimazerstörung tragen müssen.


Angebot für Schulen, Kommunen und Unternehmen

"Es ist uns ganz besonders wichtig, Jugendliche als Akteure einer Energiewende anzusprechen und diese als Herausforderung und Chance gerade auch für junge Menschen interessant zu machen", sagt Sören Janssen, Projektleiter der Multivision. Der BUND bietet Schulen, Kommunen und Unternehmen an, die Multivision "Klima und Energie" in ihre Stadt oder ihren Stadtteil zu bringen und appelliert an die lokalen Verantwortlichen: "Die Debatten über den Klimawandel und seine Folgen für die künftige Energieversorgung rufen nach einer angemessenen und aktuellen Behandlung im Unterricht, nach spannenden Lernprojekten. Wo der Al-Gore-Film stehen bleibt, zeigt die Multivision wie es weiter geht", so Janssen.

Kontakt und Bestellungen der Multivision: Sören Janssen, Tel. 040-41620724 bzw. Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. 030-27586-421 oder Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-489, Email: Presse@bund.net, www.bund.net

18.03.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Physiker untersucht Versorgung von Hochgebirgshütten mit erneuerbaren Energien

Brandenburger Haus (Ötztal; 3.277 Metern) mit Solarstromanlage.
Brandenburger Haus (Ötztal; 3.277 Metern) mit Solarstromanlage.

Wie unzugängliche Berghütten möglichst umweltgerecht mit Energie versorgt werden können, untersuchte Stephan Baur in seiner Diplomarbeit. Die gemeinsam von der Gruppe "Energiesystemstudien" des Max-Planck- Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching und der Universität Augsburg betreute Studie analysiert insbesondere, wie die zur Stromspeicherung nötigen Batterien ausgewählt und gewartet werden sollten. Ziel war, die Stromkosten durch die Erhöhung von Lebensdauer und Zuverlässigkeit der teuren Speicherbatterien möglichst gering zu halten.   Dazu wurden die Ursachen für vorzeitige Alterung genau analysiert und schließlich in einem "Leitfaden für Hüttenwirte" wichtige Pflegetipps zusammengefasst. Allein in den deutschen Alpen gibt es 352 Gebirgshütten, die pro Jahr von fast drei Millionen Tagesgästen und für 800.000 Übernachtungen genutzt werden - so die Zahlen des Deutschen Alpenvereins. Strom und Wärme zur Versorgung der Hüttengäste können im Hochgebirge aber nicht vom Tal heraufgeleitet werden, sondern müssen direkt vor Ort erzeugt werden: Gebirgshütten sind energetische Inseln.


Solaranlagen, Windenergie und kleine Wasserkraftanlagen

Für die dezentrale Energieversorgung bieten sich Dieselgeneratoren an oder - wesentlich umweltfreundlicher - erneuerbare Energiequellen: Viele Hütten im Alpenraum sind bereits mit Solar-, Wind- oder auch kleinen Wasserkraftanlagen ausgestattet. Als zentraler Baustein kommt dann ein elektrischer Speicher hinzu, der das mit dem Wetter sowie der Tages- und Jahreszeit schwankende Energieangebot glätten muss. "Bei den hierfür hauptsächlich in Frage kommenden Blei-Säure-Batterien liegt dann auch meist die ökonomische Schwachstelle des ganzen Systems", erklärt Stephan Baur. Denn bei Auswechselkosten um die 15.000 Euro für die bis zu 4,5 Tonnen schweren Batterieanlagen - den hohen Aufwand für den Transport ins Gebirge nicht mitgerechnet - kann die Lebensdauer entscheidend sein für die Wirtschaftlichkeit der gesamten Energieversorgung.


Richtige Pflege verlängert Lebensdauer der Batteriespeicher

Um sich einen Überblick über die Energieversorgung auf Berghütten zu verschaffen, hat Stephan Baur insgesamt 15 Hütten im Alpenraum besucht, deren Stromversorgung begutachtet und die Erfahrungen der Hüttenwirte erfragt. Tatsächlich hält auf einigen Hütten die Speicherbatterie nur drei Jahre lang - bei richtiger Pflege wären jedoch wesentlich höhere Standzeiten bis zu 15 Jahren und damit erhebliche Kostenersparnisse möglich. Als wesentliche Ursache für eine vorzeitige Alterung der Batterie konnte Baur - neben Wasserverlust, Frost und Kurzschlüssen - vor allem die so genannte Säure-Schichtung identifizieren: Dabei trennt sich die in der Batterie enthaltene verdünnte Schwefelsäure in Schichten unterschiedlicher Konzentration auf. Dieses Ungleichgewicht kann zu irreversiblen Schäden führen, zum Beispiel zu erhöhter Korrosion oder beschleunigter Sulfatverkrustung der Elektroden sowie Bleischlammbildung am Batterieboden. Wichtigste Gegenmaßnahmen sind, die Batterie regelmäßig und vollständig aufzuladen oder die Säure durch Lufteinblasen umzuwälzen. Um den Zustand einer Batterie - insbesondere auch die Säureschichtung - zuverlässig diagnostizieren zu können, entwickelte Stephan Baur ein einfaches Messverfahren samt Auswertungssoftware. Die wesentlichen Tipps zur Wartung einer Batterie fasste er in einem Leitfaden für das Hüttenpersonal zusammen, der die optimale Batteriepflege kurz und einfach erläutert.


Komplette Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen möglich

Wie wichtig ein richtig dimensionierter Stromspeicher für das gesamte Energiesystem einer Hütte ist, zeigt sich am Beispiel des Westfalenhauses im Stubaital. Für diese Hütte konzipierte Stephan Baur das gesamte elektrische Versorgungssystem neu. Benutzt hat er dafür ein im IPP für wesentlich größere Systeme - wie Städte oder ganze Länder - entwickeltes Rechenprogramm, das Energiesysteme unter Kostengesichtspunkten optimiert: Hauptsächliche Energiequelle der Hütte ist eine kleine Wasserkraftanlage, deren lange Engpässe im Frühjahr zurzeit noch ein Dieselaggregat überbrücken muss. Auf den geplanten Bau eines größeren Wasserkraftwerkes kann jedoch nach Baurs Berechnungen verzichtet werden, wenn das Westfalenhaus mit einer ausreichend großen Batterieanlage ausgerüstet wird, die den überschüssigen - in der Nacht erzeugten - Strom zwischenspeichert. So ließe sich die gesamte Energienachfrage mit der vorhandenen Wasserkraftanlage und der kleinen Photovoltaikanlage decken, also ausschließlich mit Hilfe erneuerbarer Energiequellen.


Vorbild für die Stromversorgung in Entwicklungsländern

"Bezogen auf das gesamte Energiesystem sind Berghütten kaum mehr als vernachlässigbare Nischen. Aber sie geben ein gutes Beispiel für dezentrale Energieversorgung im Allgemeinen", meint Stephan Baur. Weltweit sind rund zwei Milliarden Menschen von zentraler Stromversorgung ausgeschlossen - in dünn besiedelten Gegenden, auf Inseln und vor allem in den zahlreichen abgelegenen Siedlungen der Entwicklungsländer: "Systeme, die auf Berghütten erfolgreich sind, können ohne große Änderungen auch auf andere 'Insellagen' übertragen werden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen das große Potential solcher autonomen Systeme. Weiterentwicklungen müssen die Kosten senken und die Lebenserwartung der Komponenten vergrößern".

18.03.2007   Quelle: Max-Planck-Institut für Plasmaphysik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: IPP-,
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Erdwärme soll "Energie für alle Fälle" sichern

Der 10. Bundeskongress Geothermie tagt vom 29. bis 31. Oktober 2007 in Nordrhein- Westfalen. "Energie für alle Fälle" ist das diesjährige Motto der europäischen Fachkonferenz rund um die Erdwärme, die veranstaltet wird von der deutschen geothermischen Vereinigung. Der Kongress findet im Bochumer RuhrCongress statt und wird begleitet von der Messe "GEOEnergia2007". Nach Meinung der Veranstalter könnte "Klimafalle" zum Wort des Jahres 2007 werden: Der Klimabericht der UNO zeige, wohin die Reise gehe, wenn nicht umgesteuert werde, heißt es in einer Pressemitteilung der Geothermischen Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie (GtV-BV). Deshalb müssten neue Wege der Energiegewinnung beschritten werden. Erdwärme zum Beispiel lasse sich überall finden und liefere Energie, wann immer man sie brauche.   Inzwischen werde die Geothermie in Deutschland bereits im Gigawattbereich genutzt. Die Entwicklung gehe in einem Tempo voran, das vor einigen Jahren kaum für möglich gehalten worden sei. NRW, das sich als Energieland Nr. 1 und Weltmarktführer in der Bergbautechnologie sieht, ist in diesem Jahr Gastgeber der Leistungsschau von Wissenschaft und Wirtschaft, die sich mit Wärmebergbau und Erdwärmenutzung beschäftigt. Der Augenblick sei günstig, da mit dem deutschen Steinkohlebergbau eine traditionelle Schlüsselbranche nach Neuorientierung suche, betont das NRW-GeothermieZentrum in Bochum.


Erdwärme steht immer und überall zur Verfügung

Die Wärme-Ressourcen im Innern der Erde lassen sich laut Bundesverband Geothermie für viele Zwecke einsetzen, die Energie benötigen. Sie stünden zur Verfügung, auch wenn die fossilen Vorräte drohten zu Ende zu gehen und Lieferprobleme die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. Klimaveränderungen an der Oberfläche hätten keinen Einfluss auf ihre Verfügbarkeit. Lange Transportwege erübrigten sich. Einmal erschlossen, sei Erdwärme "ein verlässlicher Partner", versichert der GtV-BV. Auf dem Kongress in Bochum sollen alle Themen abgedeckt werden, die in der Energiediskussion der kommenden Jahre wichtig werden könnten: Bereitstellung von Strom, Wärme und Klimakälte, Forschung und Entwicklung, Erschließung, Finanzierung, Anwendung, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, technologische und wirtschaftliche Trends und Innovationen, Aus- und Weiterbildung, Arbeitsplätze und Qualitätssicherung.


Auch Kommunen sollen Erdwärme verstärkt nutzen

Im Rahmen eines Wirtschaftsforums präsentieren Unternehmen der Branche, ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Messe "GEOEnergia2007. Vor dem Hauptprogramm ermöglichen Workshops und Seminare die Auseinandersetzung mit Fachthemen. Dazu gehört ein Forum für Vertreter aus Kommunalverwaltungen und Kommunalparlamenten. Gemeinsam mit ihnen sollen Möglichkeiten und Voraussetzungen für den Einsatz der Erdwärme in den Städten und Gemeinden diskutiert und erarbeitet werden. Die Regionalkonferenz "Wärmebergbau an Rhein und Ruhr" des NRW-Geothermie Zentrums Bochum (GZB) befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit dem Stand der Entwicklung und Anwendung in Nordrhein-Westfalen.

Interessenten können Vortragsvorschläge für den Kongress einreichen und vom 01.April bis 07.Mai 2007 Kurzfassungen dazu abgeben. Vorschläge zur NRW-Regionalkonferenz können direkt an das Geothermie Zentrum gerichtet werden unter www.geothermal-center.eu. Mehr Informationen unter http://www.geothermie.de/ oder unter http://www.dergeothermiekongress.de/

18.03.2007   Quelle: NRW-GeothermieZentrum Bochum e.V.; GZB-Wirtschaftsvereinigung e.V.; GtV-BV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Moderne Heizungen und Solartechnik helfen beim Energiesparen

Sonnenhaus mit Solaranlage und Pellets-Zentralheizung.
Sonnenhaus mit Solaranlage und
Pellets-Zentralheizung.

In den letzten 20 Jahren sind die Preise für Heizenergie um rund 84 Prozent gestiegen. Durch bessere Wärmedämmung und den Einbau einer modernen Heizung lassen sich die Kosten jedoch im Rahmen halten. Deshalb denken viele Hauseigentümer über eine energetische Sanierung nach. Wie die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung berichtet, ist die Nutzung erneuerbarer Energien und zur Warmwasserbereitung besonders interessant für kostenbewusste Hauseigentümer. Denn durch moderne Solartechnik, Wärmepumpen und Pelletsheizungen könne eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen erreicht werden.  Am Beispiel der Sanierung eines Einfamilienhauses aus den 60er Jahren mit einem 20 Jahre alten Heizkessel zeigt die dena, wie mit moderner Dämmung, Verbesserung der Bausubstanz und der Erneuerung der Heizung Kosten gespart werden können. Schon durch die Dämmung der Außenfassade, der obersten Geschoss- und der Kellerdecke wird rund ein Drittel weniger Energie verbraucht. Um die danach noch benötigte Wärme zu erzeugen, eignet sich eine Heizungsanlage, die mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Dazu stehen mehrere Techniken zur Verfügung.


Klimaneutrale Wärme aus Sonnenenergie und Holz

Der Wechsel von der alten Heizung auf einen modernen Gas- oder Öl-Brennwertkessel kann zusätzlich rund 25 % Energiekosten sparen Eine Solarwärmeanlage liefert rund 60 Prozent der notwendigen Energie für die Brauchwassererwärmung. In sehr gut gedämmten Gebäuden kann eine große Solaranlage sogar bis zu einem Fünftel der Heizwärme solar erzeugen. Eine Brennwertheizung einschließlich Solaranlage für Warmwasser ist laut dena für 8.000 bis 10.000 Euro erhältlich, eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung kostet etwa 5.000 Euro mehr.
Auch eine Holzpellets-Heizung kann den alten Öl- oder Gaskessel ersetzen. Sie funktioniert wie eine normale Zentralheizung und verbrennt kleine Holzpresslinge, die wie bei einer Ölheizung vom Tanklaster angeliefert werden. Die Pelletsheizung spart im Vergleich zur alten Heizung bis zu 35 Prozent Brennstoffkosten. Was die Umweltbilanz betrifft, setzen Pelletsheizungen so viel Kohlendioxid frei, wie beim Wachsen des Holzes gebunden wurde.

Für besonders emissionsarme Pelletsöfen und -heizkessel wird das Umweltzeichen "Blauer Engel" verliehen. Auch die bei der Holzverbrennung anfallenden Feinstaubemissionen sind bei diesen Kesseln auf ein Minimum reduziert. In Kombination mit einer Solarwärmeanlage für die Warmwasserbereitung kann der Pelletskessel im Sommer ganz ausgeschaltet bleiben. Eine Pelletheizung kostet zwischen 10.000 und 14.000 Euro, für eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung kommen noch 4.000 bis 5.000 Euro hinzu.


50 Prozent Energieeinsparung mit gut geplanten Wärmepumpen

Gespeicherte Sonnenwärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Außenluft kann eine Wärmepumpenheizung ins Haus transportieren. Dieses Heizsystem passt gut zu Fußboden- oder Wandheizungen, die auf Grund der großen Heizfläche keine hohen Temperaturen benötigen. Eine gut eingestellte elektrische Wärmepumpe kann aus einer Kilowattstunde Strom mehr als drei Kilowattstunden Wärme bereitstellen. Erdwärmepumpen ermöglichen rund 50 Prozent Einsparung bei den jährlichen Energiekosten, teilt die dena weiter mit. Die Investitionskosten für Erdwärmepumpen liegen zwischen 16.000 und 20.000 Euro. Auch die Wärmepumpe lässt sich mit einer Solarwärmeanlage kombinieren und kann dann im Sommer ausgeschaltet bleiben

Weitere Informationen zur Gebäudedämmung und Heizungserneuerung gibt es im Internet unter www.zukunft-haus.info/erneuerbare

17.03.2007   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut e.V.,
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Studierende und Schüler arbeiten an der Mobilität der Zukunft

Prototyp SOLAR JETCAR des Oberstufenzentrums Ostprignitz-Ruppin.
Prototyp SOLAR JETCAR des Oberstufenzentrums
Ostprignitz-Ruppin

Nachhaltige Mobilität ist weltweit dringend geboten, denn der Verkehr ist verantwortlich für die Hälfte des weltweiten Ölverbrauchs und für 22 Prozent der CO2-Emissionen. Beim Shell Eco-marathon erforschen Schüler und Studierende neue Ansätze für nachhaltige Mobilität. Die Teilnehmer sollen ein Fahrzeug konstruieren, das mit einem Liter Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurücklegen kann und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstößt.  Von besonderem Interesse ist die Wertungskategorie "Niedrigster CO2-Ausstoß", in der ein Preis für Klimafreundlichkeit ausgelobt ist. Die Abschlussveranstaltung des europäischen Shell Eco-marathons 2007 findet statt vom 11. bis 13. Mai im südfranzösischen Nogaro. Erstmalig wird vom 12. bis 15. April auch in Los Angeles ein Shell Eco-marathon durchgeführt.



Acht deutsche Teams mit Solar-Mobil, Biokraftstoffen und Wasserstoff

"Der Shell Eco-marathon zeigt, dass Wissenschaft, Forschung und Technologie uns helfen können, echte Lösungen für die Herausforderungen, die vor uns liegen,zu finden. Klimawandel ist Realität und wir brauchen so schnell wie möglich Lösungen. Die Unterstützung von kreativem Denken über erneuerbare Energiequellen ist ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen emissionsfreien Zukunft", erläutert EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, der in diesem Jahr Schirmherr der Veranstaltung ist.

Beim Eco-marathon starten 262 Teams aus 20 Ländern. 68 Fahrzeuge werden mit ereneuerbaren Energieen angetrieben, das sind 36 Prozent mehr als im Vorjahr. 28 Teams setzen auf Biokraftstoffe, 27 wollen Wasserstoff nutzen und neun die Solarenergie. Von den Fahrzeugen der acht deutschen Teams werden drei mit Wasserstoff betrieben, und jeweils eines mit Biodiesel, Solarenergie, Ethanol, Rapsmethylester und Superbenzin. Julian Ziege vom Team ecoemotion der Fachhochschule Merseburg erklärt: "Wir nutzen Ethanol als Kraftstoff für unser Fahrzeug, weil er ein einfach herzustellender Kraftstoff ist, der bereits in der Natur vorkommt und er die beste CO2-Bilanz besitzt. Unsere Team-Idee der bestmöglichen CO2-Neutralität und unsere konsequente Ökologie im Fahrzeug spiegelt sich somit auch in unserem Kraftstoff wider."

17.03.2007   Quelle: Shell Deutschland Oil GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.eco-marathon.de,

 

Stromcheck für private Haushalte im Internet

Mit einem Programm der Initiative EnergieEffizienz können Verbraucher im Internet herausfinden, wo und wie sie in ihrem Haushalt Strom sparen können. Mit dem Online-Stromcheck lässt sich überprüfen, wie energieeffizient das eigene Zuhause ist. Der Stromcheck berechnet die Höhe des persönlichen Stromverbrauchs und zeigt, wie dieser sich zusammensetzt sowie wo Sparpotenziale liegen. Abgefragt werden die gängigen Stromverbraucher im Haushalt, vom Kühlschrank bis zum PC.   Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Aktionsplattform für effiziente Stromnutzung. Sie wird getragen von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und den Unternehmen der Energiewirtschaft - EnBW AG, E.ON AG, RWE AG und Vattenfall Europe AG. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) fördert die Initiative.

Beim Stromcheck im Internet können alle Hauhaltsgeräte ausgewählt und deren Nutzungsdauer oder Nutzungshäufigkeit angegeben werden. Aus diesen Angaben wird der persönliche Stromverbrauch berechnet. Die Prüfung zeigt, wo der meiste Strom verbraucht wird und wie der persönliche Stromverbrauch im Vergleich zu einem durchschnittlichen Haushalt ausfällt. Der Stromcheck ist im Internet neben weiteren Informationen rund um das Thema Stromeffizienz im Haushalt zu finden unter www.stromeffizienz.de. Eine kostenlose Energie-Hotline ist zu erreichen über Telefon 08000 736 734.

17.03.2007   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Experte Prof. Joachim Luther berät Bundesregierung zur Forschungspolitik

Prof. Joachim Luther.
Prof. Joachim Luther.

Der ehemalige Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Eenrgiesysteme (ISE), Prof. Joachim Luther, ist Mitglied der neu gegründeten Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung. In dieser Funktion berät er die Regierung in der Ausrichtung ihrer Forschungspolitik. Mit dem Ziel einer unabhängigen und wissenschaftlich fundierten Beratung der Forschungspolitik hatte der Deutsche Bundestag im vergangenen Jahr eine Neuordnung der Berichterstattung zu Forschung und Innovation und die Einrichtung einer unabhängigen Gutachtergruppe beschlossen.   Ergebnis ist die Expertenkommission Forschung und Innovation, die am 28. Februar 2007 unter der Leitung von Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer im Bundesministerium für Bildung und Forschung ihre konstituierende Sitzung hatte. Der Kommission gehören sechs renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.


Aufgabe der Expertenkommission ist die wissenschaftliche Politikberatung der Bundesregierung. Sie wird deshalb alle zwei Jahre ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorlegen, erstmals zum 1. März 2008. Ziel ist eine umfassende Analyse der Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im internationalen und zeitlichen Vergleich. Mit dem Gutachten sollen die aktuellen Erkenntnisse zur Situation und zu den Perspektiven des Forschungs- und Innovationsstandorts Deutschland abgebildet werden. Erwartet werden insbesondere Antworten auf Fragen zu den Leitmärkten der Zukunft und den künftigen Schwerpunkten der deutschen Forschungs- und Innovationspolitik.


Solarenergieforschung und Technologietransfer

Joachim Luther leitete von 1993 bis 2006 das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Unter seiner Führung hat sich das Institut auf heute 500 Mitarbeiter mehr als verdoppelt und verfügt über einen jährlichen Betriebshaushalt von rund 29 Millionen Euro (ohne Investitionen). 36% dieses Budgets resultieren aus Aufträgen direkt aus der Industrie. Über die Leitung des Fraunhofer ISE und seine Tätigkeit als Professor an der Universität Freiburg hinaus engagierte sich Joachim Luther auch in zahlreichen internationalen und nationalen Gremien für Solarenergieforschung und Technologietransfer. Von 1996 bis 1998 gehörte er der Arbeitsgruppe "Energieforschung" des Wissenschaftsrats der Bundesrepublik Deutschland an. 1997 bis 2002 war er Präsident der EUREC Agency, die 40 Forschungsinstitute aus allen EU-Ländern zusammenschließt. 2000 bis 2004 beriet er die Bundesregierung als Mitglied des "Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen".

Joachim Luther war zweimal Sprecher des Deutschen Forschungsverbunds Sonnenenergie (FVS), einer Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Auch innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Organisation für angewandte Forschung in Deutschland, nahm Luther als Mitglied des Senats sowie des European Advisory Board und als Vorsitzender der Hauptkommission des Wissenschaftlich-Technischen Rates zentrale Funktionen wahr. Derzeit ist Luther unter anderem Vice Chairman der EU Technologie-Plattform Photovoltaik und Chairman des "International Science Panel on Renewable Energies (ISPRE)".



Experten für Technologie und Wirtschaft

Die Mitglieder der Expertenkommission Forschung und Innovation sind: Professor Dr. Ann-Kristin Achleitner, KfW-Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München, Professorin für Betriebswirtschaftslehre; Professor Ph. D. Jutta Allmendinger, Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg; ab 1. April 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin; Professorin für Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin; Professor Dr. Hariolf Grupp, Leiter des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe; Lehrstuhl für Systemdynamik und Innovation am Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe; Professor Dr. Dietmar Harhoff, Vorstand des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship der Ludwig-Maximilians-Universität München; Professor für Betriebswirtschaftlehre; Professor Dr. Joachim Luther, ehemaliger Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Professor für Physik an der Universität Freiburg; Professor Dr. Luc Soete, Professor für internationale Wirtschaftswissenschaften an der Universität Maastricht, Direktor des Maastricht Economic Research Institute on Innovation and Technology (MERIT).

16.03.2007   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,

 

SolarWorld AG schlägt 20 Cent höhere Dividende je Aktie vor

Der Photovoltaik-Hersteller SolarWorld AG will die Dividende für das Geschäftsjahr 2006 angesichts des Gewinnwachstums von 150 Prozent auf 130 Millionen Euro und des Umsatzzuwachses um 45 Prozent auf 515 Millionen Euro erneut anheben. Aufsichtsrat und Vorstand haben beschlossen, der Hauptversammlung am 24. Mai 2007 für das abgelaufene Geschäftsjahr vorzuschlagen, eine Dividende von 20 Eurocent je Aktie zu zahlen, berichtet SolarWorld in einer Ad-hoc-Mitteilung. 
Im Jahr zuvor waren an die Aktionäre 12,5 Eurocent je Anteilsschein ausgegeben worden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung erhöht die SolarWorld AG damit im dritten Jahr in Folge die Dividendenausschüttung. Der Konzern habe seine Aktionäre bisher in jedem vollem Geschäftsjahr seit dem Börsengang 1999 am Geschäftserfolg teilhaben lassen, betont das Unternehmen. Die SolarWorld AG räume der Dividendenkontinuität in den Beziehungen zu ihren Anteilseignern eine hohe Priorität ein.

16.03.2007   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bioenergie: SunTechnics erweitert Produktpalette um Pellets-Öfen

Pelletsofen von SunTechnics.
Pelletsofen von SunTechnics.

Klimaschutz beginnt beim verantwortungsvollen Heizen - unabhängig von den immer teurer und knapper werdenden fossilen Ressourcen Öl und Gas, so die Hamburger SunTechnics GmbH in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen erweitert sein Angebot innovativer Gesamtenergielösungen deshalb um eine weitere zukunftsweisende Technologie: "Die neuen Pelletsöfen in edler Optik und attraktiven Farben verbreiten wohlige Wärme im Haus und schonen dabei Natur und Geldbeutel", betont SunTechnics. Darüber hinaus könnten sie hervorragend mit anderen Lösungen zur Nutzung regenerativer Energiequellen von SunTechics zu einem intelligenten Komplettsystem kombiniert werden, zum Beispiel mit Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen.   Die Pelletsöfen bieten Hausbesitzern höchsten Heizkomfort: Sie verbreiten die behagliche Wärme eines Kaminfeuers und heizen dabei ökologisch wie ökonomisch sinnvoll. Die Öfen werden mit Presslingen (Pellets) aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz befeuert, ohne dass dafür eigens Bäume gefällt werden müssen. Denn Pellets werden komplett aus Sägespänen hergestellt, die in der Holzindustrie als Abfallprodukte übrig bleiben. Nachdem sie getrocknet und in eine genormte Form gepresst wurden, verbrennen sie mit hohen Wirkungsgraden und besonders emissionsarm. Bei der CO2-neutralen Verbrennung wird lediglich das Kohlendioxid freigesetzt, das zuvor im Holz gebunden wurde - so bleibt der natürliche Kreislauf gewahrt.



Nachhaltig und wirtschaftlich heizen mit unkomplizierten und ästhetischen Öfen

"Wir freuen uns, unser Produktportfolio mit der umweltschonenden, effizienten und komfortablen Technologie der Pelletsöfen perfekt zu ergänzen. Unsere Kunden erhalten damit eine rundum nachhaltige, wirtschaftliche und zusätzlich ästhetische Heizlösung", so Martina Petersen, Geschäftsführerin von SunTechnics. Pellets haben als Alternative zu herkömmlichen fossilen Brennstoffen für Hausbesitzer viele Vorteile: Sie besitzen einen günstigen Heizwert von rund fünf Kilowattstunden je Kilogramm, sind aufgrund ihrer geringen Abmessungen rieselfähig und können damit einfach geliefert und sauber gelagert werden. Darüber hinaus unterliegen sie als heimischer Brennstoff deutlich geringeren Preissteigerungen als Öl und Gas. Und auch die Ofenbefeuerung funktioniert denkbar unkompliziert: Die Pellets befinden sich in einem Vorratsbehälter, der auf eine Brenndauer von 24 bis 100 Stunden ausgelegt ist. Sie werden sackweise per Hand oder automatisch über eine Transport-Schnecke in den Ofen gefüllt, fallen in der Brennkammer von oben auf einen Brennteller und werden dort automatisch gezündet. Eine digital-elektronische Überwachung steuert das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Menge der Pellets und Betriebstemperatur und führt dadurch zu einem exakt aufeinander abgestimmten Verbrennungsvorgang mit geringen Abgaswerten und hohen Wirkungsgraden von bis zu 95 Prozent. SunTechnics bietet Pellesöfen im Leistungsbereich von zwei bis 10 Kilowatt an, die auch an das gesamte Heizungsnetz angeschlossen werden können und so weitere Räume sowie das Brauchwasser beheizen.


Kombinationsmöglichkeiten mit Wärmepumpe, Solarthermie und Photovoltaik

Ein weiteres Plus der SunTechnics Pelletsöfen: Sie können optimal mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Die Wärmepumpe nutzt die in der Luft oder Erde vorhandene Sonnenenergie und wandelt diese Wärme mit geringem Energieaufwand in Heiz- und Warmwasser höherer Temperatur um. Und auch die Ergänzung um eine Solarwärmeanlage ist sinnvoll: In Sonnenstunden erwärmen die Solarkollektoren das Wasser, ansonsten wird automatisch der Pelletsofen gezündet. Eine zentrale Regelung, über die bis zu vier verschiedene Energiequellen gleichzeitig bedient werden können, ermöglicht eine einfache und benutzerfreundliche Steuerung und Überwachung des Gesamtsystems. Das Ergebnis sind laut SunTechnics bis zu 70 Prozent weniger Betriebskosten. Für eine vollständige Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen können Hausbesitzer ihr Gesamtenergiesystem um einer Photovoltaikanlage ergänzen, die von SunTechnics ebenfalls schlüsselfertig installiert wird. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einbau von Pelletsheizungen entsprechend der Richtlinien zum Marktanreizprogramm Erneuerbarer Energien (MAP), zusätzlich vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite.

16.03.2007   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH,
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CENTROSOLAR AG gründet Tochtergesellschaft in den USA

CENTROSOLAR produziert Solarmodule in Doesburg (NL) und Wismar.
CENTROSOLAR produziert Solarmodule in
Doesburg (NL) und Wismar.

Die CENTROSOLAR AG (München) gründet eine neue Landesgesellschaft für den US-amerikanischen Markt, die Centrosolar America Inc. Standort des Unternehmens werde Phoenix (Arizona), berichtet CENTROSOLAR in einer Pressemitteilung. Die Geschäftsführung übernimmt Ronald Tovella, der seit 20 Jahren in leitenden Positionen der US-amerikanischen Solarbranche tätig sei. Unter anderem sei Tovella als Sales Director der BP Solar verantwortlich gewesen für Nord- und Zentralamerika. In dieser Funktion entwickelte er nicht nur diverse große Solarprojekte mit Leistungen bis zu 1,6 Megawatt (MWp), sondern habe auch das Geschäft der markenbasierten Komplettanlagen für Privathäuser aufgebaut. Die USA gelten als der größte Zukunftsmarkt für die Solarenergie.   Bisher wurden dort laut CENTROSOLAR bereits Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 425 MWp realisiert. Allein in Kalifornien sei 2006 eine PV-Anlagenleistung von über 50 MWp installiert worden. Damit sei Kalifornien im letzten Jahr ein größerer Markt gewesen als beispielsweise Spanien.



In den USA insgesamt wurden 2006 Solaranlagen mit einer elektrischen Leistung in Höhe von 155 MWp installiert. Experten des Bankhaus Sarasin prognostizieren, dass dieser Wert bis zum Jahr 2010 auf über 750 MWp ansteigen wird. Das entspricht einer Verfünffachung innerhalb der nächsten vier Jahre. Die CENTROSOLAR-Gruppe war in den Vereinigten Staaten bisher durch Exporte vertreten. Der Umsatz in den USA betrug nach Angaben des Unternehmens im vergangenen Jahr 2006 knapp zwei Millionen US-Dollar. Das Geschäftsvolumen soll nun zügig ausgebaut werden. Auch in den USA verfolge CENTROSOLAR die bewährte "Buy and Build" Strategie. Mit der eigenen Tochtergesellschaft baue das Unternehmen seine Marktposition organisch aus. Gleichzeitig bleibe es Strategie von CENTROSOLAR, geeignete Kandidaten für eine Übernahme oder Beteiligung in diesem Wachstumsmarkt zu finden. "Die zügige Expansion nicht nur in die USA, sondern auch in die Wachstumsmärkte in Südeuropa bleibt die Hauptstoßrichtung der CENTROSOLAR-Gruppe in den nächsten Jahren", heißt es in der Pressemitteilung.

16.03.2007   Quelle: CENTROSOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CENTROSOLAR AG,
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Stiftung Solarenergie startet Versteigerung zugunsten von Solar-Projekten in Äthiopien

Solarstrom-Projekt der Stiftung in Äthiopien.
Solarstrom-Projekt der Stiftung in Äthiopien.

Die Stiftung Solarenergie mit Sitz in Merzhausen bei Freiburg hat unter dem Motto "Zuschlag für Äthiopien" eine Spendenaktion gestartet. Zusammen mit dem Auktionshaus Eppli in Stuttgart bietet die Stiftung Solarenergie allen Interessierten die Möglichkeit, ungenutzte Wertgegenstände versteigern zu lassen und gleichzeitig die Arbeit der Stiftung Solarenergie zu unterstützen. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es vielen Menschen leichter fällt, sich für einen guten Zweck von einem Gegenstand zu trennen, als Geld zu spenden", erläutert Franz Eppli, Geschäftsführer des Auktionshauses Eppli. Ziel der Stiftung Solarenergie ist, durch den Einsatz erneuerbarer Energien, besonders der Solarenergie, die Armut in Äthiopien zu lindern.  


Solare Entwicklungshilfe in Äthiopien

Mit den Spenden unterstützt die Stiftung Solarenergie Solar-Projekte in einem der ärmsten Länder der Erde. Unter schwersten Bedingungen und auf kargen Böden leben die Menschen in Äthiopien auf den Hochebenen, um sich vor der Malaria zu schützen. In den ländlichen Regionen haben viele Dörfer keinen Strom. Wenn es abends um 18 Uhr dunkel wird, sind oft nur sehr schwache und gesundheitsschädliche Kerosinlampen die einzige Lichtquelle. Die Solarenergie ist hier eine sinnvolle Alternative und bietet die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung.


Drittes Solardorf in Äthiopien geplant

Im Rahmen des Projekts "Licht für Bildung "I“ hat die Stiftung Solarenergie im Februar 2007 das zweite und zugleich größte Solarprojekt Äthiopiens abgeschlossen. In Rema wurden mehr als 1.000 Hütten, die Schule, die kirchlichen Gebäude und die Gesundheitsstation mit Solarstromanlagen ausgestattet. Die solare Elektrifizierung des Dorfes bietet den Menschen vor Ort eine enorme Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitssituation. Das nächste Projekt der Stiftung Solarenergie ist bereits in Planung. Einige Kilometer von Rema entfernt soll noch in diesem Jahr ein weiteres Dorf mit Photovoltaik ausgestattet werden.


Auktionshaus Eppli übernimmt Abwicklung

Ab sofort können bei dem Stuttgarter Auktionshaus Eppli Wertgegenstände eingereicht werden. Grundsätzlich sind alle Gegenstände, die gut erhalten sind und einen gewissen Wert darstellen, willkommen: Schmuck, Uhren, Münzen, Briefmarken, Silberwaren, Porzellan, Teppiche, Gemälde, altes Spielzeug, Kunst, Pelze, Designermode, hochwertige Sportgeräte, Fahrzeuge sowie komplette Nachlässe und Sammlungen. Der Besitzer bestimmt selbst, welchen Betrag des Nettoerlöses der Stiftung Solarenergie zugute kommen soll. "Jede Spende trägt dazu bei, den Ausbau der Solarenergie voranzutreiben und die Lebenssituation der Menschen in Äthiopien zu verbessern", erklärt Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie.

16.03.2007   Quelle: Stiftung Solarenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie,
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Windenergie: AREVA erhöht Angebot für REpower-Übernahme auf 140 Euro je Aktie

Die AREVA Gruppe hat am 15.03.2007 bekannt gegeben, dass sie eine Vereinbarung über den Erwerb weiterer Aktien an dem Windenergieanlagen-Hersteller REpower Systems AG zu einem Kaufpreis von 140 Euro je Aktie abgeschlossen hat. Aufgrund dieses Erwerbs werde AREVA 2.435.445 Aktien von REpower halten, was einem Anteil von etwas mehr als 30 Prozent des Grundkapitals von REpower entspreche, heißt es in der Pressemitteilung.  Infolge dieses Anteilskaufs erhöhe sich der Angebotspreis im Rahmen des von AREVA am 5. Februar 2007 veröffentlichten Übernahmeangebots kraft Gesetzes auf 140 Euro je REpower-Aktie.


AREVA bietet 11 % mehr als die Suzlon Windenergie GmbH

Der Angebotspreis von 140 Euro in bar je REpower-Aktie entspricht laut AREVA einer Marktkapitalisierung von REpower von 1,137 Milliarden Euro. Das Angebot von 140 Euro liege um 11,1 Prozent höher als das am 28. Februar 2007 von der Suzlon Windenergie GmbH veröffentlichte Übernahmeangebot und sogar von 33,3 Prozent über dem von AREVA am 5. Februar 2007 gebotenen Preis. Die Annahmefrist laufe bis zum 20. April 2007, sofern sie nicht verlängert wird.

Der französische Produzent von Kernkraftwerken AREVA S.A. ist seit 2005 als strategischer Investor an REpower beteiligt. Das erhöhte Angebot spiegle das starke Engagement von AREVA für REpower und dessen Management wider, und unterstreiche die Strategie der AREVA Gruppe, ihre Präsenz in Sachen erneuerbare Energien auszubauen, heißt es in der Pressemitteilung. Aufsichtsrat und der Vorstand der REpower Systems AG (WKN 617703) hatten am 06.03.2007 empfohlen, ein Angebot von Suzlon anzunehmen, das einen Übernahmepreis von 126 Euro pro Aktie vorsah.

15.03.2007   Quelle: Areva S.A.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Erneuerbare Energien schaffen dieses Jahr 15.000 neue Arbeitsplätze

Solarenergie schafft Arbeit.
Solarenergie schafft Arbeit.

Auf ihrer Jahreskonferenz 2007 prognostizierte die deutsche Erneuerbare Energien-Branche für dieses Jahr ein Wachstum von 17 Prozent. Der 2007 erwartete Branchenumsatz liegt damit bei 32 Milliarden Euro. Durch steigende Investitionen und den florierenden Export schaffe die EE-Branche in diesem Jahr mindestens 15.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland. "Die erneuerbaren Energien entwickeln sich zu einer der wichtigsten Wachstumsbranchen in Deutschland," erklärte Prof. Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auf der Jahreskonferenz. Garant dieser positiven Entwicklung seien die stabilen politischen Rahmenbedingungen in Deutschland.   Bereits im vergangenen Jahr waren insgesamt rund 214.000 Menschen in der Herstellung, mit der Installation und mit dem Betrieb von Anlagen zur Nutzung der Erneuerbaren beschäftigt. Mit technischen Innovationen sind deutsche Unternehmen Weltmarktführer dieser Boombranche und profitieren von der weltweit steigenden Nachfrage nach Technik zur sauberen Energieversorgung.


Solarindustrie will 5.000 neue Stellen in Deutschland schaffen

Die Solarindustrie zählt dabei zu den am schnellsten wachsenden Technologiebranchen, mit positiver Ausstrahlung auch auf den Maschinenbau, das Handwerk und Baugewerbe. "Nirgendwo auf der Welt existiert eine so hohe Dichte an Solarfabriken und solartechnischen Forschungseinrichtungen. Alleine in diesem Jahr schaffen wir mindestens 5.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland." erklärte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). Die Solarbranche beschäftigt derzeit rund 53.000 Arbeitnehmer.


Weitere 60.000 Arbeitsplätze bis 2010

"Der Jobmotor erneuerbare Energie kommt auch in Zukunft nicht ins stottern, bis 2010 schaffen wir weitere 60.000 Arbeitsplätze", verspricht Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE). Neben dem Export werde der Inlandsmarkt weiterhin ein wichtiges Standbein der Windbranche bleiben. Besonders im Bereich Repowering - dem Ersatz von Altanlagen durch modernste Technik - liege noch ein enormes Potenzial. "Bis 2020 kann allein die Windenergie über 20 Prozent des Strombedarfs decken", sagt Ahmels.

15.03.2007   Quelle: Jahreskonferenz ee07   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH.,
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SMA erhält Innovationspreis für Notstrom-System für Photovoltaik-Anlagen

Sunny Backup 5000
Sunny Backup 5000

Die SMA Technologie AG (Niestetal) hat auf dem 22. Symposium Photovoltaische Solarenergie in Bad Staffelstein die Auszeichnung für das "innovativste Solarprodukt 2007" erhalten. Mit dem "Sunny Backup" bringt SMA ein Gerät auf den Markt, das eine netzgekoppelte Solarstromanlage bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes innerhalb von 30 Millisekunden in den so genannten Inselstrombetrieb schaltet. Damit können die Folgen von Netzausfällen vermieden werden, die in letzter Zeit auch in Deutschland aufgetreten sind, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das System ist nicht nur für die Neuinstallation von Photovoltaik-Anlagen vorgesehen, sondern kann auch in die meisten bereits bestehenden Solarstromanlagen integriert werden.  Bei einer Anlagen-Erweiterung mit dem Sunny Backup-System bleibe der Wirkungsgrad des PV-Wechselrichters unverändert. Damit biete SMA eine preiswerte Lösung zur netzunabhängigen Solarstromversorgung (Inselanlage): Durch die Einbindung der PV-Anlage in das autarke Solarstromsystem kann die Batterie klein und damit kostengünstig ausgelegt werden, denn sie muss in der Regel nur die Nachtstunden überbrücken. Tagsüber wird der Anwender aufgrund der Einspeisung durch die PV-Anlage direkt mit Energie von der Sonne versorgt.



Solarstromanlage im Inselbetrieb versorgt Verbraucher und lädt Batterien

"Diese Auszeichnung aus den Händen einer bundesweit anerkannten Jury ist eine schöne Bestätigung für die intensive Entwicklungsarbeit der vergangenen Monate", erklärt Volker Wachenfeld, Abteilungsleiter Innovative Energiesysteme bei SMA. Lang andauernde Blackouts und zeitweilige Stromausfälle nehmen europaweit zu. Die durchschnittliche Ausfallzeit des deutschen Stromnetzes hat sich laut SMA zwischen 2003 und 2005 von 15 auf 30 Minuten pro Jahr verdoppelt. In solchen Fällen kann das Sunny Backup-System, bestehend aus dem ersten nach DIN VDE 0126-1-1 zertifizierten Backup-Wechselrichter, einer automatischen Umschalteinrichtung und einem Batteriesatz, in 30 Millisekunden die Stromversorgung übernehmen. Damit seien gerade sensible Verbraucher weiterhin voll funktionsfähig, deren Steuerung durch eine längere Stromunterbrechung empfindlich gestört würde. Im Sunny Backup-System dient die Solarstromanlage nicht nur zur direkten Versorgung der Verbraucher, sondern parallel dazu als Energiequelle zur Batterieladung. So können auch längere Netzausfallzeiten sicher überbrückt werden. Sobald das öffentliche Netz wieder bereit steht, schaltet Sunny Backup automatisch in den Stand-by-Betrieb zurück und die PV-Anlage speist wieder in das öffentliche Stromnetz ein.

Das Symposium Photovoltaische Solarenergie findet jedes Jahr im Kloster Banz in Bad Staffelstein statt und gilt als das bedeutendste PV-Anwenderforum im deutschen Sprachraum. Ausgetauscht werden umfangreiche Informationen über den Stand der Technik sowie über aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung.

15.03.2007   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG,
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Neue Ansätze zur Solarzellen-Fertigung auf der Microtechnology/Hannover Messe

Solarzelle.
Solarzelle.

Alternative Energiekonzepte mit Mikro- und Nanotechnik haben Zukunft - so die einhellige Meinung der Experten, die vom 16. bis 20. April auf der Microtechnology/Hannover Messe Hightech-Innovationen zur Energiegewinnung präsentieren. "Aufgrund der aktuellen Energiesituation haben die Kundenanfragen stark zugenommen. Wir sehen gute Wachstumschancen für die Solartechnik", freut sich Dr. Hans-Joachim Freitag, Geschäftsführer der CiS Institut für Mikrosensorik GmbH. Das Solarzentrum Erfurt von CiS präsentiert im Rahmen des Gemeinschaftsstandes unter anderem neue Aufbau- und Verbindungstechnikkonzepte für Solarzellen und -module.  Außerdem stellt das Zentrum Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen wie Methodenentwicklung für Solar-Wafer- und Solarzellen-Charakterisierung, Lebensdauertests und Prozessengineering vor. Schwerpunkt der Arbeit ist die Entwicklung von monokristallinen und multikristallinen Silizium-Solarzellen, wobei die industrielle Umsetzbarkeit im Vordergrund steht.


Wie die Wafer- und Solarzellenfertigung optimiert werden kann, zeigt auch die Rena Sondermaschinen GmbH, ein Spezialist für nasschemische Prozesslösungen. Zum Wärmemanagement und zu Brennstoffzellen steht das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Rahmen des Produktmarktes "Mikro, Nano, Materialien" zeigen insgesamt 58 Aussteller auf 700 Quadratmetern bewährte und neue Produkte und Entwicklungen. Organisiert wird der Gemeinschaftsstand in Halle 15/Stand D34 vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik. IVAM ist eine internationale Interessengemeinschaft von Unternehmen und Instituten aus den Bereichen Mikrotechnik, Nanotechnik und Neue Materialien. Derzeit sind rund 250 Unternehmen und Institute aus dreizehn Ländern in Europa, Asien und Nordamerika Mitglied bei IVAM.

15.03.2007   Quelle: IVAM - Fachverband für Mikrotechnik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CiS Institut für Mikrosensorik GmbH.,

 

Solarstrom: Spanier schätzen deutsche Photovoltaik-Komponenten

Solarstromanlage in Spanien.
Solarstromanlage in Spanien.

Jedes dritte Unternehmen, das in Spanien Solarstromanlagen installiert, bevorzugt laut einer Studie des Marktforschungsinstituts EuPD Research deutsche Module (34,5 Prozent). Für 17,2 Prozent spiele das Herkunftsland keine Rolle beim Kaufentscheid und 13,8 Prozent zögen vor allem Produkte aus Japan vor, so die Studie "The Spanish Photovoltaic Market 2006/07 – Growth Market with Initial Difficulties", die auf einer repräsentativen Umfrage unter Spaniens Installateuren basiert.  Auffallend sei, dass Produkte aus China mit knapp sieben Prozent eher schlecht abschneiden. Francisco Pérez Spiess, Vertriebsleiter der SolarWorld Iberica S.L., sieht den Grund dafür in der schlechten Erreichbarkeit der chinesischen Hersteller, die aus ihrer räumlichen Entfernung und dem geringen Bekanntheitsgrad resultiere, was hinsichtlich der Garantie zu Problemen führen könne. Da die Kredit gebenden Banken in Spanien Photovoltaik-Projekte zunehmend kontrollieren und unter anderem auch die Auswahl der Module begutachten würden, ist es seiner Meinung nach vorteilhaft für die Unternehmen, sich einen deutschen oder europäischen Partner zu suchen.


Lieferzeiten und Kundendienst der Hersteller besonders wichtig

Bei den Kriterien zur Wahl eines Herstellers von Photovoltaik-Produkten stand laut Studie die Zuverlässigkeit von Lieferzeiten an erster Stelle. Auf einer Skala von eins für "nicht wichtig" bis vier für "sehr wichtig" nahm sie einen Wert von 3,7 ein. In diesem Urteil unterscheiden sich die spanischen Marktteilnehmer nicht von den deutschen, für welche die Verbindlichkeit ebenfalls der wichtigste Aspekt bei der Auswahl eines Herstellers darstellt. Auch ein kompetenter Service und das Ansehen auf dem Markt wurden von den Spaniern als besonders wichtig eingeschätzt (3,5). Auffallend sei, dass für die spanischen im Gegensatz zu deutschen Unternehmen auch der Kundendienst der Hersteller eine wichtige Rolle spiele (2,8). Eine mögliche Erklärung hierfür sei, dass in Spanien vor allem Freiflächenanlagen gebaut werden für die aufgrund Ihrer Größe mehr Know-how und eine bessere Betreuung notwendig sind.

Nach den bevorzugten Eigenschaften der Produkte befragt, stand Qualität/Verlässlichkeit an erster Stelle (3,8), dicht gefolgt von der Leistung (3,7), der Garantie (3,6) und dem Preis-Leistungsverhältnis (3,5). Weitere Informationen über die aktuelle EuPD Research-Studie „The Spanish Photovoltaic Market 2006/07 – Growth Market with Initial Difficulties“, für die unter anderem Tiefeninterviews mit 58 in Spanien installierenden Unternehmen
geführt wurde, gibt es unter: http://www.europressedienst.com/studien/

15.03.2007   Quelle: EuPD Research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EuPD Research,
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Erneuerbare Energien erobern Fachmesse ISH

Immer mehr Solar-Kollektoren auf deutschen Dächern.
Immer mehr Solar-Kollektoren auf
deutschen Dächern.

Mit einem Besucherrekord hat am 09.03.2007 die ISH 2007, Weltleitmesse für Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und erneuerbare Energien geschlossen. Rund 215.000 Besucher zählte die fünftägige Messe und damit zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. Erstmals waren die erneuerbaren Energien Schwerpunkt der Gebäude- und Energietechnik. Über 300 Aussteller präsentierten Produkte wie Pelletsöfen, Wärmepumpen, Solarwärme- und Solarstromanlagen. Besonders die großen Heizungsbauer wie Buderus, Viessmann und Vaillant würden die Systeme zur Nutzung ergenerativer Energiequellen sowie deren mit ihrem Potenzial inzwischen sehr ernst nehmen, berichtet der Europressedienst Bonn (EuPD).  Durch die Ergänzungen der Sortimente seien inzwischen mehr als 50 Prozent der Standflächen mit Produkten zur Nutzung der Erneuerbaren belegt gewesen.


Solarthermie und Wärmepumpen im Trend

Nach Aussagen der Hersteller gegenüber dem Europressedienst wird das größte Wachstum in den nächsten Jahren auf dem noch relativ kleinen Absatzmarkt der Wärmepumpen erwartet. Nach Angabe der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VDZ) wurden 2006 rund 55.000 Wärmepumpen eingebaut. Dies entspricht einem Wachstum von 120 Prozent im Vorjahresvergleich. "Der Zulauf zu den erneuerbaren Energien ist so groß, weil das Thema CO2-Reduktion weltweit in aller Munde ist", erklärt Thomas Lauritzen, Leiter der Unternehmenskoordination von Schüco. Der Bauzulieferer bietet mittlerweile alle Produkte an, von der Solarthermie über Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und zur solaren Kühlung bis hin zu Energie sparenden Fassaden und Fenstern. Ein Vorteil von Wärmepumpen ist, dass sie neben der Deckung des Gesamtwärmebedarfs in einem Privathaushalt - im Vergleich zu anderen "Erneuerbaren" wie Solarwärme und Solarstrom - auch die höchsten Kosten- und CO2-Einsparungen ermöglichen. Ein Nachteil ist, dass rund ein Viertel der erzeugten Energie für ihren Betrieb benötigt wird. Hinzu kommt, dass die Investitionskosten etwa 13.000 Euro über jenen eines herkömmlichen Heizkessels liegen; 8000 Euro werden allein für die Erdbohrung benötigt. Günstigere Angebote gibt es jedoch mittlerweile für die Integration einer Wärmepumpe in einen Neubau.


Starkes Wachstum der Solarwärme erwartet

Starkes Wachstum erwartet die Branche in diesem Jahr zudem bei der Solarthermie, die mit 213 Millionen Euro aus dem neu aufgelegten Marktanreizprogramm (MAP) gefördert wird. Auch im Trend liegen die technisch weiterentwickelten Anlagen, die zum Beispiel Solarthermie und Wärmepumpen kombinieren. Das Wachstum auf dem Holzkesselmarkt, der im letzten Jahr noch im Zentrum des Interesses stand, wird nach Aussage der Aussteller 2007 stagnieren. Wurde 2006 noch ein Wachstum von 72 Prozent erreicht, bremsten die stark gestiegenen Rohstoffpreise sowie die hohe Feinstaubentwicklung der Kessel nun das Marktwachstum, berichtet der Europressedienst.


Gabriel: Bis 2020 kommen 14 Prozent der Wärme aus "Erneuerbaren"

Ein dynamischer Ausbau der erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung wird aber nach Aussage von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nur gelingen, wenn verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit für die Anlagenbauer erreicht werden. Zurzeit würden erneuerbare Energien 5,9 Prozent des Wärmeverbrauchs in Deutschland decken. Dieser Anteil soll nach den Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bis 2020 auf 14 Prozent steigen. "Mein Ziel ist es, ein Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz noch 2007 zu verabschieden; die Modalitäten werden zur Zeit diskutiert", erklärte Gabriel auf der ISH. Sollte in diesem Jahr noch ein solches Wärmegesetz verabschiedet werden, seien gute Voraussetzungen für einen deutlichen Investitions- und Wachstumsschub gegeben.

15.03.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roto Frank AG,
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Bioenergie: Verbände und Politik gegen Umweltschäden durch Palmöl-Anbau

Die Verbände der erneuerbare Energien fordern den Schutz des Regenwaldes vor dem umweltzerstörenden Anbau von Palmöl. "Wir brauchen unverzüglich ein einfaches Zertifizierungssystem für den Import von Palmöl sowie eine Überprüfung dieses Systems vor Ort durch unabhängige nicht staatliche Umweltorganisationen. Nicht zertifizierte Biomasse muss von allen Fördermaßnahmen ausgeschlossen werden. Nur so kann der Raubbau durch umweltzerstörenden Anbau von Palmöl im Regenwald verhindert werden", sagte Johannes Lackmann vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).  Die Branche der Erneuerbaren Energien arbeite mit Umweltverbänden wie etwa dem WWF zusammen, um nachhaltige Zertifizierungskriterien festzulegen. Das weltweite Biomassepotenzial sei groß genug, um die Welt mit Nahrungsmitteln und Bioenergie zu versorgen, betont der BEE.

Auch das Bundesumweltministerium (BMU) verfolgt das steigende Interesse an Palmöl-Blockheizkraftwerken (BHKW) in Deutschland kritisch. Grund dafür, dass Palmöl in manchen Gegenden der Welt durch Umwandlung von Primärwald in Ölpalm-Plantagen erzeugt werde. Der Einsatz von auf diese Weise erzeugtem Palmöl zur Stromerzeugung entspreche nicht den Zielen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), betont das BMU.


BEE-Präsident Lackmann: Bioenergienutzung muss dauerhaft nachhaltig sein

Eine ressourcenschonende Bioenergienutzung kann laut BEE mehr als ein Drittel des heutigen Energiebedarfs decken. "Sie ist eine echte Chance für Entwicklungsländer. Sie bietet neue Einkommensmöglichkeiten, reduziert die Importabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und ermöglicht völlig neue Exportmöglichkeiten. Allerdings muss sichergestellt werden, dass die Bioenergienutzung dauerhaft nachhaltig ist", so Lackmann. Dieser Forderung schließen sich ausdrücklich auch die Unternehmen der Biokraftstoffbranche an, betont Lackmann.


Klimaneutrale Wärme- und Stromerzeugung mit Bioenergie

Bioenergie ist eine wichtige Säule der Energieversorgung. Bereits heute deckt sie mehr als 14 % des weltweiten Endenergieverbrauchs. Sie ist die älteste Energiequelle der Menschheit. Sie steht in fester, flüssiger oder gasförmiger Form zur Verfügung und wird aus pflanzlichen oder tierischen Reststoffen oder eigens angebauten Energiepflanzen hergestellt. Bioenergie dient zur Wärme- und Stromerzeugung sowie als Kraftstoff. Wird Biomasse verbrannt, wird genau die Menge Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, die zuvor beim Wachstum der Pflanzen durch die Photosynthese gebunden wurde. Wenn Biomasse hingegen ungenutzt verrottet, wird ebenso viel CO2 freigesetzt wie bei der energetischen Nutzung. Nur leistet sie dann keinen Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen, die durch fossile Brennstoffe entstehen. Bedingt durch den geschlossenen CO2-Kreislauf ist Biomasse ein klimafreundlicher Energieträger, der keine zusätzlichen Treibhausgase verursacht.

14.03.2007   Quelle: BEE; BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Union will integriertes Wärmekonzept gegen Klimawandel

Die Wärmeproduktion gehört zu den größten CO2-Emittenten. Im Wärmebereich Energie zu sparen bzw. CO2-freie Energieträger einzusetzen, ist deshalb ein vordringliches Ziel beim Klimaschutz", erklären die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött MdB, und die zuständige Berichterstatterin im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dr. Maria Flachsbarth MdB. CDU und CSU setzen auf ein integriertes Wärmekonzept, welches mehrere Instrumente vereint, die den CO2-Ausstoß verringern und Kosten für Mieter und Vermieter einsparen sollen.   Zunächst müsse die in Häusern und Wohnungen zur Verfügung stehende Wärmeenergie besser genutzt werden, betonen die Unions-Sprecherinnen. Hier spiele die Wärmedämmung von Gebäuden die entscheidende Rolle.


Wärme aus Sonne, Biomasse und Geothermie

Viele alte Häuser müssten energetisch saniert werden und hätten ein mit relativ einfachen Mitteln zu erreichendes Energieeinsparpotenzial von bis zu 60 Prozent, sogar Nullenergiehäuser ließen sich mittlerweile im Gebäudebestand. realisieren. Allerdings müssten noch stärkere Anreize für Vermieter geschaffen werden, eine Sanierung durchzuführen. Denn von den dadurch sinkenden Energiekosten profitierten bislang fast ausschließlich die Mieter. "Auf besonders umweltfreundliche Art wird Wärmeenergie ganz ohne CO2 aus erneuerbaren Energien erzeugt. Deshalb wurde 2007 das Marktanreizprogramm zur Förderung der Wärmeerzeugung aus Sonne, Biomasse und Geothermie auf nunmehr 213 Millionen Euro aufgestockt. Allein die zwischen 2004 und 2005 errichteten Anlagen vermeiden jährlich zwei Millionen Tonnen CO2", heißt es in der Pressemiteilung von Dött und Flachsbarth. "Weiterhin müssen wir prüfen, ob wir die in Kraftwerken oder Industrieanlagen als Nebenprodukt anfallende Abwärme effizienter als Fern- oder Nahwärme nutzen können", so die Unionspolitikerinnen.


Großer Informations- und Beratungsbedarf zur energetischen Sanierung

Schließlich sei ein Ausbau der Energieberatung erforderlich. Eine jüngst veröffentlichte Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesbauministeriums mache deutlich, dass nur 15 Prozent der Deutschen über die Spareffekte der energetischen Sanierung von Gebäuden Bescheid wissen. "Dies zeigt uns, dass in der Bevölkerung noch immer ein großer Informations- und Beratungsbedarf besteht", so Dött und Flachsbarth. "Wir wollen mit einem integrierten Wärmekonzept auf den Klimawandel antworten, das erneuerbare Energien und auch weitere Instrumente wie bessere Wärmeeffizienz, bessere Nutzung von Abwärme und den Ausbau der Energieberatung im Blick hat", heißt es in der Pressemitteilung.

14.03.2007   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Phönix SonnenStrom AG: Umsatzplus von 7,9 Millionen Euro; EBIT knapp drei Millionen unter dem Vorjahreswert

SonnenStrom Photovoltaik-Kraftwerk in Miegersbach (5.300 kWp)
SonnenStrom Photovoltaik-Kraftwerk in Miegersbach (5.300 kWp)

Die Phönix SonnenStrom AG (Sulzemoos; ISIN DE000A0BVU93), ein international führendes Photovoltaik-Systemhaus, hat die vorläufigen Eckdaten des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2006 bekannt. Die Zahlen bewegen sich im Rahmen der im November angepassten Prognose, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Phönix SonnenStrom Konzern erzielte nach eigenen Angaben von Januar bis Dezember 2006 Gesamtumsatzerlöse in Höhe von 119 Millionen Euro. Damit sei der Vorjahresumsatz um 7,9 Millionen Euro übertroffen worden, die Steigerung beträgt 7,1 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und nach Sondereffekten lag mit rund 4,8 Millionen Euro um knapp drei Millionen unter dem Vorjahreswert (2005: 7,7 Millionen Euro).   Unter anderem hätten einmalige Sondereffekte das Ergebnis belastet, heißt es in der Pressemitteilung. So hätten die Umstellung auf die Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Wechsel des Börsensegments vom Freiverkehr in den regulierten Markt (Prime Standard) Kosten von mehreren Hunderttausend Euro verursacht.

Umsatzerlöse auf internationalen Märkten wuchsen um fast 127 Prozent

Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) erreichte im Geschäftsjahr 2006 4,0 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Das vorläufige Konzernergebnis nach Steuern betrug im Berichtszeitraum 3,0 Millionen Euro nach 4,95 Millionen Euro im Jahr 2005. Bei durchschnittlich 5,55 Millionen Aktien im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis pro Aktie von 0,55 Euro zum 31. Dezember 2006 erzielt.

Besonders erfolgreich habe sich 2006 das Geschäft auf internationalen Märkten entwickelt, betont das Unternehmen. Hier nahmen die Gesamtumsatzerlöse laut Phönix SonnenStrom AG um fast 127 Prozent zu. Die Auslandsumsätze trugen mit insgesamt rund 14 Millionen Euro beziehungsweise rund 12 Prozent zu den Gesamtumsatzerlösen bei. Damit habe der Konzern sein Ziel übertroffen, im Geschäftsjahr zehn Prozent der Umsätze auf internationalen Märkten zu erzielen,. Auch das Segment "Kraftwerke", in dem Photovoltaik-Großanlagen realisiert werden, wuchs: die Umsätze stiegen um 47,37 Prozent von 38 Millionen Euro im Vorjahr auf 56 Millionen Euro im Jahr 2006.


Vorstand bestätigt Umsatzprognose von 200 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr

Allein im vierten Quartal erzielte der Konzern mit rund 54 Millionen Euro über 45 Prozent der Gesamtumsatzerlöse des Jahres 2006. Das EBIT von Oktober bis Dezember 2006 lag bei 3,01 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 3,7 Millionen Euro). Die EBIT-Marge erreichte im vierten Quartal 2006 5,6 Prozent (Vorjahresquartal: 8,1 Prozent). Der Vorstand der Phönix SonnenStrom AG bestätigt seine Umsatzprognose von 200 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr. Davon sollen mindestens 20 Prozent im Ausland erzielt werden. Modulmengen zwischen 60 und 70 Megawatt stünden dem Konzern 2007 zur Verfügung, davon etwa 50 Prozent Dünnschichtmodule. Ein EBIT von zirka neun Millionen Euro und eine geplante EBIT-Marge von 4,5 Prozent sollen erreicht werden. Für das Jahr 2008 geht der Vorstand von einem Konzernwachstum aus, das über dem erwarteten Weltmarktwachstum liegt.

Der Geschäftsbericht mit dem Konzernabschluss 2006 erscheint am 26. April 2006 und kann unter der Rubrik Investor Relations, Finanzberichte, herunter geladen werden auf der Internetseite www.SonnenStromAG.de

14.03.2007   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG,
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Holzpellets-Heizung: Neues Paradigma-Komplettpaket "Pelletti II" mit "Maulwurf"

Pelletti II mit Zubehör.
Pelletti II mit Zubehör.

Immer mehr Bauherren und Renovierer setzen auf zukunftssichere Holzpellets-Heizsysteme - und das aus gutem Grund. Zum einem macht das Heizen mit den kleinen Holzpresslingen aus naturbelassenen Resthölzern langfristig unabhängig von der Preisentwicklung fossiler Brennstoffe. Zum anderen ist der Holzpellets-Verbrauch dank der innovativen Verbrennungstechnik äußerst gering. So reichen beispielsweise zwei Hände voll Holzpellets aus, um zehn Liter Wasser zum Kochen zu bringen oder vier Minuten lang zu duschen. Bereits heute heißt jeder siebente Pelletskessel in Deutschland "Pelletti" und kommt von der Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Als kompakter Dreizugkessel mit integriertem Regler biete der Pelletti nahezu denselben Komfort wie eine moderne Gas- und Ölheizung.  Als Herzstück eines Paradigma Holzpellets-Systems ist er ein Hightech-Kessel der neuesten Generation, der allen aktuellen Normen entspricht.



Entnahmesystem gräbt sich wie ein Maulwurf durch die gelagerten Pellets

Jetzt bietet das innovative Unternehmen aus Karlsbad das neue Komplettpaket Pelletti II an mit allem Zubehör und dem Entnahmesystem Sonnen-Pellet Maulwurf. Das Kombipaket "Made in Germany" besteht im Einzelnen aus dem Heizungsregler SystaComfort, dem Entnahmesystem Sonnen-Pellet Maulwurf, einem Befüllset, einer Prallschutzmatte, dem Saug- und Rückluftschlauch, einem Durchflussteller sowie Befestigungsmaterial. Eine Besonderheit des neuen Komplettpakets ist sein Entnahmesystem, das sich wie ein Maulwurf durch die gelagerten Pellets gräbt und diese nach Anforderung des Kessels zuführt. Diese einfache, "sichtbare" Technik arbeite leise, sauber und Strom sparend, betont Paradigma. Dabei werden die Pellets schonend von oben entnommen, so dass kein Qualitätsverlust entsteht. Darüber hinaus ermögliche das System mit dem Maulwurf zirka ein Drittel mehr Füllvolumen auf gleicher Lagerfläche und einen hohen Raumnutzungsgrad, da die üblichen Schrägen im Lager entfallen. Das Entnahmesystem Sonnen-Pellet Maulwurf bietet sich laut Paradigma besonders für die Modernisierung von Altbauten und für niedrige Raumhöhen an.

Für die Lagerung der Pellets eignet sich ein separater trockener Lagerraum oder das speziell auf das neue Entnahmesystem zugeschnittene Gewebesilo PelletonMaulwurf. Dieses staubdichte Gewebesilo mit integriertem Entnahmesystem Sonnen-Pellet Maulwurf kann in fünf verschiedenen Größen bezogen werden. Für seine Wartungsfreundlichkeit sorgt eine verschließbare Einstiegsöffnung an der Vorderseite des Silos. Pelletti II mit dem Entnahmesystem Sonnen-Pellet Maulwurf ist ab sofort erhältlich bei einem der über 700 bundesweit vertretenen Paradigma Fachhandwerksbetriebe.

14.03.2007   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG,
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Erdwärme: 2006 wurden 115 % mehr Wärmepumpen installiert als im Vorjahr

Wärmepumpe (blau) im Keller eines Einfamilienhauses.
Wärmepumpe (blau) im Keller eines
Einfamilienhauses.

Nach den endgültigen Verkaufszahlen der Wärmepumpenindustrie sind 2006 rund 28.600 neue Systeme installiert worden, welche die Erde als Wärmequelle nutzen. Das entspreche einer Steigerung von 115 % gegenüber dem Vorjahr, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie (GtV-BV) in einer Pressemitteilung. Bislang sei man nur von einer Verdopplung der Aufstellungszahlen ausgegangen: von 12.000 Neuanlagen im Jahr 2005 auf 24.000 im Jahr 2006. Die Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie (GtV-BV), Simone Probst, betonte angesichts dieser Entwicklung, die Geothermie habe das Potenzial zu Deutschlands wichtigster Wärmequelle zu werden: "Oberflächennahe Erdwärmesysteme lassen sich fast überall einsetzen", so Probst.  Korrekt ausgelegt und installiert, verfüge man über eine Wärmequelle, die in Kombination mit der Wärmepumpe, die Versorgung mit Heizenergie und Warmwasser dauerhaft und vollständig übernehmen könne. Ohne Wärmepumpe seien die Temperaturen im Boden hervorragend geeignet, ein Gebäude im Sommer zu kühlen - Klimakälte brauche nicht eigens teuer erzeugt zu werden. Für die Wärmepumpe gelte: Je mehr Strom aus erneuerbaren Energien in die Netze eingespeist werde, umso so freundlicher gestalte sich auch der Antrieb des Geräts und umso effizienter sei das Gesamtsystem.



Probst kritisierte auch das Ergebnis des EU-Klimagipfels: "Die verabschiedeten Ziele reichen nicht aus, um aus der Klimafalle zu entkommen. Bis 2020 muss der Ausstoß von C02 um mindestens ein Drittel gesenkt werden". Dem Wärmemarkt käme dabei eine bedeutende Rolle zu. "Wir brauchen hier klare Zielvorgaben für eine klare Struktur mit Vorrang für die erneuerbaren Energien. Es ist höchste Zeit für die Weichenstellung in Richtung Wärmegesetz", so Probst.

14.03.2007   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: (GtV-BV),
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Biogas: Sinnvolles Nebeneinander mittelständischer und landwirtschaftlicher Anlagen möglich

Biogasanlage auf landwirtschaftlichem Anwesen.
Biogasanlage auf landwirtschaftlichem Anwesen.

Große Biogas-Parks und Einzelanlagen auf Bauernhöfen haben spezifische Vor- und Nachteile hinsichtlich des Klimaschutzeffekts und ihrer ökologischen Nachhaltigkeit. Die Unterschiede rechtfertigen jedoch nicht, den weiteren Zubau eines der beiden Anlagenkonzepte zugunsten des anderen zu bremsen, so das Ergebnis einer Studie des Öko-Instituts (Büro Darmstadt) und des Instituts für Energetik und Umwelt in Leipzig im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH). Der Bau kleiner und großer Anlagen, die seit der Novellierung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2004 einen Aufschwung erleben, sei unter den heute gültigen Förderbedingungen auch künftig sinnvoll.   Allerdings würden derzeit bei den Biogasanlagenparks mit einer elektrischen Leistung von mehr als fünf Megawatt (MW) nicht die technisch wie ökologisch optimierten Varianten realisiert. Vielmehr würden Biogas-Kraftwerke, wie die Großanlage im südostvorpommerschen Penkun mit 20 Megawatt elektrischer Leistung, kleinteilig modular aufgebaut, um eine optimale Förderung nach dem EEG zu erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der DUH.



Sowohl Biogas-Parks als auch Einzelhofanlagen haben ihre Berechtigung

Die Untersuchung vergleicht stellvertretend für künftige Biogasanlagenparks ähnlicher Leistungsgröße die ökologische Leistung der derzeit im Bau befindlichen 20 Megawatt-Anlage Penkun (Mecklenburg-Vorpommern) der Nawaro BioEnergie AG mit den heute üblichen Einzelhofanlagen. Die Ergebnisse geben auch Hinweise zur Gestaltung der im kommenden Jahr geplanten Neufassung des EEG. "Wir lernen aus der Untersuchung vor allem eins: Von 'Energiewirten' betriebene Einzelhofanlagen und die Biogasparkanlagen neuer mittelständischer Unternehmen stehen sich nicht gegenseitig im Weg", sagt Stefan Bundscherer, Geschäftsführer der DUH-Umweltschutz Service GmbH. Beide Konzepte hätten ihre Berechtigung, beide müssten weiter gefördert und ihre Leistung müsse ausgebaut werden. Welche Form optimal sei, würden die örtlichen Bedingungen entscheiden sowie die Größe der landwirtschaftlichen Einheiten, die Möglichkeiten einer im Sinne des Klimaschutzes sinnvollen Wärmenutzung - und in Zukunft sicher mehr und mehr die Einspeisebedingungen in das öffentliche Gasnetz.


EEG-Lücke bedingt Fehlsteuerung hin zu nicht optimierter Technik

Uwe R. Fritsche, Koordinator des Bereichs Energie & Klimaschutz beim Öko-Institut, weist auf eine Lücke im EEG hin, die in jüngster Zeit dazu geführt habe, dass bei den größeren Anlagen in der Regel nicht ökologisch optimierte Technik, sondern maximale Stromerlöse für die Wahl der Anlagenkonzeption ausschlaggebend waren. Wichtig sei deshalb, dass die anstehende EEG-Novelle dazu genutzt werde, "die Fehlsteuerung hin zu nicht optimierter Technik aufzuheben und den Weg für die ökologisch vorteilhafte Variante der optimierten Anlagenparks freizumachen", betont Stefan Bundscherer. Biogasanlagenparks seien unter Klimaschutzgesichtspunkten dann gegenüber Einzelhofanlagen deutlich im Vorteil, wenn das erzeugte Biogas effektiv genutzt werden kann. Diese Bedingung könnte in Zukunft optimal erfüllt sein, wenn das Gas ins bestehende Gasnetz eingespeist und an anderem Ort in Heizkraftwerken verbrannt wird, die in so genannter Strom-Wärme-Kopplung (KWK) besonders effektiv sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Positiv auf die Klimaschutzbilanz wirkt sich in jedem Fall aus, wenn auch die beim Gärprozess entstehende Wärme als Heizwärme genutzt werden kann, die andernfalls aus fossilen Brennstoffen bereitgestellt werden müsste.


Optimiertes Anlagenkonzept nur bei modifiziertem EEG oder steigenden Kosten für fossile Energie wirtschaftlich

In der Untersuchung wurde deshalb ein "optimiertes Biogasanlagenkonzept" qualitativ analysiert, das im Gegensatz zum Anlagenpark in Penkun auf einer zentralen Gasnutzung und dem Einsatz größerer Blockheizkraftwerks-Module (BHKW) mit höheren elektrischen Wirkungsgraden basiert. Eine solche Anlage liefere mehr Strom (mindestens 13 bis 15 Prozent) bei entsprechend spezifisch niedrigeren Treibhausgasemissionen und im Vergleich zu Einzelanlagen geringerem spezifischem Materialeinsatz. Allerdings rechneten sich derartige, technisch bereits verfügbaren Anlagen unter den derzeitigen Förderbedingungen des EEG nicht. Fritsche: "Diese ökologisch optimierten Anlagen werden dann wirtschaftlich, wenn entweder die fossilen Energiekosten weiter steigen oder die EEG-Förderbedingungen in der für das kommende Jahr geplanten Novelle dahingehend modifiziert werden."

14.03.2007   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fachverband Biogas,
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EUROSOLAR-Präsident Scheer fordert Stopp für neue fossile Großkraftwerke und Festhalten am Atomausstieg

Hermann Scheer (MdB).
Hermann Scheer (MdB).

In dem Memorandum "Jenseits von Kohle und Atom" nimmt Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und SPD-Bundestagsabgeordneter, Stellung zu den Herausforderungen an eine nachhaltige und klimawirksame Energiepolitik. Scheer argumentiert unter anderem, dass es weder sachlich notwendig noch politisch-strategisch ratsam ist, als Ersatz für den Atomausstieg auf neue Großkraftwerke zu setzen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Wer angesichts der alarmierenden Klimadaten auf neue fossile Großkraftwerke setze, riskiere damit, dass die Akzeptanz des Atomausstiegs in der Öffentlichkeit sinke, so Scheer. In der Denkschrift zeigt der Vorsitzende des Weltrats für Erneuerbare Energien, dass und wie ein Atomkraftwerksersatz bei gleichzeitiger Senkung der CO2-Emissionen möglich ist und wie innerhalb der nächsten 15 Jahre der Anteil erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung an der Deckung des Strombedarfs auf über 60 % gesteigert werden kann.   Scheer spricht sich nicht nur für ein unbedingtes Festhalten am Atomausstieg aus, sondern auch für einen Baustopp fossiler Kraftwerke (Moratorium), wenn keine Kraft-Wärme-Kopplung stattfindet. Außerdem beschreibt Scheer, warum es weder nötig noch ratsam sei, auf so genannte "Clean Coal"-Kraftwerke zu setzen.



Regierungen werden der Energiewende nicht angemessen gerecht

Einem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Nutzung der Effizienz- und Sparpotentiale stünden keine technischen und wirtschaftlichen Hindernisse entgegen, sondern "Denkverweigerungen" und "willkürliche politische Blockaden", betont Scheer. Der Klimawandel sowie der gleichzeitig wachsende Unterschied zwischen beschränkten fossilen und atomaren Energieangeboten und der steigenden weltweiten Energienachfrage gebieten laut Scheer eine unverzügliche und grundlegende Umstrukturierung der Energieversorgung zur zwingenden Verantwortung. Lester Brown, Präsident des Earth Policy Institute in Washington, plädiere sogar für eine politisch-industrielle Mobilmachung zur Abwendung politischer Risiken, wie sie in den USA bisher nur in Kriegszeiten aufgewandt wurde ("war-time mobilisation"). "Im Kern muss es dabei um den umfassend angelegten Wechsel zu erneuerbaren Energien gehen, mit Hilfe der Beschleunigungsfaktoren der Effizienzsteigerung und des Einsparens herkömmlicher Energien, denen eine Brückenfunktion zukommt", so Scheer. Dafür dürfe keine Zeit mehr verloren werden, doch dieser wahrhaft historischen Herausforderung werde bisher keine Regierung angemessen gerecht, stellt der EUROSOLAR-Präsident fest.


Vollversorgung mit Strom aus erneuerbare Energien bis 2040 möglich

Wenn die Summe der Potenziale von Windkraft, Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung mit wachsenden Bioenergieanteilen, Wasserkraft und Geothermie genutzt werden, können laut Scheer 80 Prozent der Stromversorgung innerhalb von 15 Jahren mit erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung kommen. Selbst unter Berücksichtigung von Trägheitsmomenten in einer Größenordnung von einem Viertel dieser Summe käme immer noch ein Anteil von 60 % zustande, gegenüber gegenwärtig 12 %. "Daraus ergibt sich auch, dass eine Vollversorgung bis zum Ende des vierten Jahrzehnts realisierbar ist", unterstreicht Scheer.

Die Denkschrift zeigt detailliert das Grundlast- und Reservepotential erneuerbarer Energien und plädiert für die Beseitigung "maßstabsloser administrativer Hemmnisse, vor allem in Sachen Windenergie. Und sie kritisiert das "unerfüllbare Versprechen der clean coal-Option", die Scheer vor allem als virtuelles Instrument zur Ablenkung von der Perspektive erneuerbarer Energien sowie zur Legitimierung des Baus neuer fossiler Großkraftwerke ohne CO2-Abscheidung charakterisiert.

Das vollständige Memorandum "Jenseits von Kohle und Atom" ist im Internet zugänglich unter http://www.hermann-scheer.de und .

13.03.2007   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR.,
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Solarstrom auch bei Netzausfall: SMA präsentiert Notstrom-System für Photovoltaikanlagen

Sunny Backup 5000.
Sunny Backup 5000.

Bei einem Stromausfall (Blackout) werden Solarstrom-Anlagen nach gesetzlicher Vorgabe vom Netz getrennt. Die eigene Solarstromanlage bei einem Netzausfall zur Versorgung der wichtigsten Verbraucher im Haus zu nutzen (Backup), war bislang nicht möglich. Das neue "Sunny Backup-System" der SMA Technologie AG schließt diese Lücke. Bei einem Stromausfall schalte das System vollautomatisch auf Inselstromversorgung um – und das innerhalb von nur 30 Millisekunden, berichtet SMA.   Zahlreiche Anlagen könnten ganz einfach mit dem Sunny Backup-System nachgerüstet werden. Dies eröffne dem Fachhandwerk einen neuen Markt und sichere die Stromversorgung von Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben und Haushalten bei den immer häufiger auftretenden Blackouts.


Einfache Nachrüstung für PV-Anlagen mit Sunny Boy-Wechselrichtern

Durch die Einbindung der Solarstromanlage in das Notstrom-System kann die Batterie klein und damit kostengünstig ausgelegt werden, denn sie muss in der Regel nur die Nacht überbrücken. Tagsüber kann der Anwender aufgrund der Solarstrom-Einspeisung der Photovoltaikanlage in das Hausnetz auch bei lange währendem Netzausfall mit Energie versorgt werden. Ein entscheidender Vorteil ist zudem, dass das Sunny Backup-System nicht nur in neuen Solarstromanlagen zum Einsatz kommen kann, sondern auch in bestehende Photovoltaik-Systeme integrierbar ist: eine Vielzahl der von einem SMA Sunny Boy gesteuerten Anlagen kann mit dem Sunny Backup-System einfach und kostengünstig nachgerüstet werden – ohne Beeinträchtigung des Wirkungsgrades, so der Hersteller.


Vorkonfigurierte Lösung mit zertifiziertem Backup-Wechselrichter

Während die PV-Anlage den Solarstrom im Normalbetrieb über einen oder mehrere Sunny Boys in das Stromnetz einspeist, werden die Verbraucher im Haus nur bei einem Netzfehler beziehungsweise Netzausfall über den Sunny Backup-Wechselrichter versorgt. SMA bietet damit nicht nur den ersten nach DIN VDE 0126-1-1 zertifizierten Backup-Wechselrichter an, sondern eine komplett vorkonfigurierte Lösung für drei verschiedene Leistungsklassen von 5 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) bis 100 kWp.


Bindeglied zwischen Netzeinspeisung und Inselbetrieb

Das Sunny Backup-System als "Synthese" zwischen Netz- und Inselstrombetrieb (autarke Solarstromversorgung) beruht auf der ausgereiften SMA-Technik, die ein Höchstmaß an Anwendersicherheit und eine einfache Montage sicherstellt. Zudem sei ein gleich bleibend hoher Wirkungsgrad im Netzparallelbetrieb ebenso gewährleistet wie eine hochwertige Versorgungsqualität. In das System sind mehr als 25 Jahre SMA-Erfahrung eingeflossen, sowohl in der Entwicklung netzgekoppelter PV-Systeme als auch mit dem Prinzip der AC-Kopplung und den weltweit eingesetzten Sunny Island-Batteriewechselrichtern.


Automatische Umschalteinrichtung als zentrales Schalt- und Verteilersystem inklusive Anschlusstechnik für sämtliche Leitungen

Als Ergänzung zu einer PV-Anlage für die Netzeinspeisung besteht das Sunny Backup-System aus dem neuen Wechselrichter "Sunny Backup 5000", der das komplette Systemmanagement übernimmt, einer automatischen Umschalteinrichtung, welche die PV-Anlage bei einem Netzausfall normgerecht vom Netz trennt sowie auf das Hausnetz umschaltet, und einem Batteriesatz. Die von SMA speziell für das Sunny Backup-System entwickelte automatische Umschalteinrichtung verfügt als zentrales Schalt- und Verteilersystem über die notwendige Anschlusstechnik für sämtliche Leitungen: zum Bezugszähler, zum PV-Einspeisezähler, zum PV-Wechselrichter, zum Sunny Backup und zum Hausnetz. Außerdem enthält das System zwei Leitungsverbindungen zwischen der Umschalteinrichtung und dem Sunny Backup. Über diese erfolgt die Steuerung der Umschalteinrichtung und die Übertragung aller zur Überwachung der relevanten Netzparameter erforderlichen Messwerte.


Normkonforme Trennung bei Netzausfall

Die Umschalteinrichtung umfasst damit alle notwenigen Schaltglieder, um die PV-Anlage bei einem Netzausfall normkonform (DIN VDE 0126-1-1) vom öffentlichen Netz zu trennen und mit einem Koppelschütz (Schalter zum Öffnen oder Schließen eines Stromkreises) auf das Hausnetz umzuschalten. Auch die Verbraucher und der Sunny Backup werden durch ein schnelles Netztrennschütz vom öffentlichen Netz getrennt.

13.03.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.,

 

NRW-Wirtschaftsministerin gibt Startschuss für größte Wärmepumpensiedlung in Deutschland

Wärmepumpen-Leitfaden NRW.
Wärmepumpen-Leitfaden NRW.

In Nordrhein-Westfalen sind 2006 nahezu 9.000 Wärmepumpen installiert worden, berichtet das NRW-Wirtschaftsministerium. Damit sei das vor eineinhalb Jahren formulierte Ziel erreicht, den Marktanteil von Wärmepumpen in Neubauten in NRW auf zehn Prozent zu steigern. "Dieses Ergebnis bestärkt uns in unseren Anstrengungen, den Einsatz der Wärmepumpentechnik auch weiterhin zu forcieren", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben am 07.03.2007 beim Bohrbeginn für die größte Wärmepumpensiedlung Deutschlands im Kölner Stadtteil Niehl und zum Auftakt der 8. Wärmepumpen-Wochen NRW der EnergieAgentur.NRW.   "10-Prozent sind aber noch keine 40-Prozent wie in der Schweiz. Für die nächsten Jahre wünsche ich mir 20.000 neue Wärmepumpen jährlich in NRW", so die Ministerin. Das Neubauprojekt der GAG in Köln und die Wärmepumpen-Wochen NRW leisten deshalb einen wichtigen Beitrag, immer mehr Bauträger, Architekten und die Menschen von dieser kostengünstigen und Klima schonenden Heizungsvariante zu überzeugen", so die Ministerin.


Umweltwärme für bis zu 382 Wohnungen und Häuser

Die GAG Immobilien AG, Kölns größte Wohnungsgesellschaft mit rund 42.000 Wohnungen und rund 100.000 Mietern, plant, bis zu 382 Wohnungen und Häuser auf einem ehemaligen Siemensgelände an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl zu errichten. "Die Siedlung Niehler WohnArt ist das bisher größte Bauvorhaben für eine Wärmepumpensiedlung in Deutschland. Alle Wohnungen und Einfamilienhäuser sollen mit Umweltwärme versorgt werden. Das senkt die Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung deutlich und davon sollen nach der Fertigstellung Ende 2009 rund 1.000 neue Bewohner profitieren", so GAG-Vorstandsmitglied Günter Ott. Wärmepumpen nutzen bis zu 80 Prozent Umweltenergien, die kostenlos, schadstofffrei und sich immer wieder natürlich erneuernd zur Verfügung stehen. Mit diesen Umweltenergien und einem Restanteil von Strom für den Antrieb der Wärmepumpe kann geheizt werden, aber auch im Sommer kann die Wärmepumpe zu Kühlung genutzt werden. Wärmepumpen können die Heizkosten um mehr als 50 Prozent senken.


Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage machen sich spätestens nach zehn Jahren bezahlt


"Der Trend zur Nutzung der Umweltwärme ging im Jahr 2006 erneut sehr deutlich nach oben. Auch weil die Bedingungen zu deren Nutzung in Nordrhein-Westfalen besonders gut sind. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes ist nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet", erläutert Ministerin Thoben. Die ausgereifte, langzeitbewährte Technik mache sich außerdem schnell bezahlt: Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage liegen mit 10.000 bis 20.000 Euro (je nach Hausgröße, Ausstattung und Art der gewählten Umweltwärme) zwar etwas über denen für einen leistungsgleichen modernen Heizungskessel mit Öl- oder Gasfeuerung. Die niedrigen Betriebskosten - gemessen an den heutigen Energiepreisen - sorgten aber dafür, dass sich diese Investition bereits spätestens nach zehn Jahren bezahlt mache.

Bauherren, Handwerker und Architekten können sich einfach darüber informieren, wo die Erdwärmenutzung in Nordrhein-Westfalen möglich ist: Eine CD-ROM des Geologischen Dienstes NRW zeigt für jedes Grundstück im Land bis zu einer Tiefe von 100 Metern, ob beim Neubau eines Gebäudes oder beim Austausch einer vorhandenen Heizungsanlage Erdwärme als Energiequelle wirtschaftlich genutzt werden kann. Dieses Informationsangebot ist bundesweit einmalig. Förderprogramme des Bundes (zinsverbilligte Kredite der KfW) können über die örtlichen Kreditinstitute beantragt werden. Auch bieten zahlreiche Energieversorgungsunternehmen in NRW Zuschüsse für Wärmepumpen an.

Weitere Informationen und alle Termine der 8. Wärmepumpen-Wochen 2007 im Internet unter www.waermepumpenwochen.de

13.03.2007   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.waermepumpenmarktplatz-nrw.de,
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Solarstrom-Forschung: Universität Konstanz und Fraunhofer ISE schließen Kooperationsvertrag

Multikristalline Silizium-Solarzelle.
Multikristalline Silizium-Solarzelle.

Das Forschungsgebiet erneuerbare Energien hat bereits jetzt einen hohen Stellenwert an der Universität Konstanz. Durch einen neuen Kooperationsvertrag mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE, Freiburg) soll die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit an Silizium-Solarzellen gestärkt werden. Hand in Hand forschen, sich wissenschaftlich zu ergänzen und Kapazitäten gemeinsam zu nutzen, seien wichtige Pluspunkte, so der Sprecher des Fachbereichs Physik, Prof. Dr. Georg Maret. Das Fraunhofer ISE und die Universität Konstanz arbeiten schon eng zusammen: In Konstanz lehrt der Bereichsleiter Photovoltaik am Fraunhofer ISE, Prof. Dr. Gerhard Willeke, der zwischen 1989 und 1999 (Habilitation 1997) als Leiter der damaligen Silizium-Gruppe maßgeblich zum Aufbau dieses Arbeitsgebiets an der Universität Konstanz beigetragen hat.  "Ich freue mich persönlich ganz besonders, auch für meinen ehemaligen Doktoranden Giso Hahn, dass wir unsere mehr als 10jährige bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit nun weiter intensivieren können", so Prof. Willeke. Seit 2003 sind die Universität Konstanz und das Fraunhofer ISE Mitglieder in der "Forschungsallianz Kristalline Silizium-Solarzellentechnologie" (FAKT), die mit Unterstützung des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums ins Leben gerufen wurde und starke Unterstützung seitens der baden-württembergischen Photovoltaik-Industrie erhält.



"Die Photovoltaik wird einen signifikanten Beitrag zur künftigen regenerativen Energieversorgung leisten. Der neue Kooperationsvertrag mit dem ISE, das international zu den angesehensten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Photovoltaik gehört, schafft ein ausgezeichnetes Fundament, um die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet noch weiter voranzubringen und die Spitzenposition Baden-Württembergs auf dem Gebiet auszubauen", erklärt Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhart v. Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz. Prof. Dr. Eicke R. Weber, der Leiter des Fraunhofer ISE, das angewandte Forschung auf dem Gebiet der Solarenergie durchführt, ergänzt: "Die Bündelung des vorhandenen Know-hows in Konstanz und Freiburg bringt uns dem Ziel der Kostensenkung für Solarstrom in noch effizienterer Weise näher."


Forschung zu Herstellungsverfahren für Solarzellen und für höhere Wirkungsgrade

Die Abteilung Photovoltaik an der Universität Konstanz zählt 25 Mitarbeiter und wird seit 2006 durch den 38jährigen Physiker Dr. Giso Hahn betreut, der seine Diplomarbeit am Max-Planck-Institut in Stuttgart geschrieben hat, 1999 in Konstanz promoviert und 2005 habilitiert hat. "Unser wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Optimierung des Materials, aus dem die Solarzellen hergestellt werden. Dazu gehören z.B. Ideen, wie Materialverluste und Kosten bei der Herstellung der Silizium-Scheiben durch neue Verfahren minimiert werden können. Es geht aber auch darum, das Herstellungsverfahren für die Solarzellen zu verbessern, um höhere Wirkungsgrade zu erzielen", so Hahn zu den Arbeitsschwerpunkten seiner Abteilung. Ein weiterer wichtiger Punkt, sei der Technologie-Transfer in die Photovoltaik-Industrie. "Die Photovoltaik-Abteilung der Universität Konstanz arbeitet sehr eng mit der Industrie zusammen. Das spiegelt sich in einer Vielzahl von Drittmittelprojekten wieder, die wir mit der Industrie betreiben. Ergebnisse aus diesen Arbeiten werden teilweise direkt durch die Industrie umgesetzt. Wir haben zum Beispiel die komplette Fertigungstechnologie von bei uns entwickelten Zellprozessen zu namhaften Zellherstellern transferiert. Im Rahmen von Kooperationsverträgen mit Herstellern von Prozess- oder Charakterisierungsequipment tragen wir dazu bei, dass unsere neuen Entwicklungen durch diese Firmen sofort in die aktuelle Produktion überführt werden können. Außerdem sind unsere Absolventen bestens gerüstet für spätere Aufgaben in der Photovoltaik-Industrie, die eine starke Nachfrage an geeigneten Mitarbeitern hat", erläutert Dr. Hahn.

13.03.2007   Quelle: Universität Konstanz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,

 

Solarthermische Kraftwerke als Beitrag zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf 20 Prozent

Parabolrinnen eines solarthermischen Kraftwerks.
Parabolrinnen eines solarthermischen
Kraftwerks.

Anlässlich der Verabschiedung des kontrovers diskutierten Energie-Aktionsplans beim EU-Ratstreffen in Brüssel unterstreicht Dr. Henner Gladen, Vorstand der Solar Millennium AG (Erlangen), die wichtige Rolle solarthermischer Kraftwerke. Die verbindlich festgelegte Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf 20 Prozent bis zum Jahr 2020 ist ein realistisches Ziel. Für dessen Erreichung ist aber die Einbindung leistungsstarker Formen der regenerativen Energiegewinnung notwendig, wie sie etwa solarthermische Kraftwerke bieten", so Gladen.   "Neben den zahlreichen Einzelinitiativen sind Lösungen wichtig, die eine flächendeckende Stromerzeugung ermöglichen. Auf dem Gebiet der Energieerzeugung durch die Sonne gelten dabei besonders solarthermische Kraftwerke als zukunftsweisend, da sie die fossil und nuklear betriebenen Kraftwerke von ihrer Leistungsklasse her ersetzen können", betont der Solar Millennium-Vorstand.



Derzeit weltgrößtes solarthermisches Kraftwerk entsteht in Andalusien

Bereits heute lieferten solarthermische Kraftwerke zur Spitzenlastabdeckung Strom zu marktfähigen Preisen, betont Gladen. Die größten Potenziale für den Einsatz solarthermischer Kraftwerke böten Regionen im so genannten Sonnengürtel der Erde. Mit Andasol 1 entstehe unter Federführung von Solar Millennium im spanischen Andalusien derzeit das weltgrößte solarthermische Kraftwerk, das rund 200.000 Menschen mit Strom versorgen soll. Weitere Anlagen in Spanien stehen laut Gladen vor dem Baubeginn. Mit Hochspannungsgleichstrom-Übertragung sei auch der großtechnische Stromimport aus Mittelmeerländern nach Deutschland machbar.


Weitere Informationen über solarthermische Kraftwerke:
index.html und
artikelmai2003.html

12.03.2007   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG,

 

Windenergie: Nordex baut größten Onshore-Windpark Süd-Englands

Nordex-Windturbine N90/2300.
Nordex-Windturbine
N90/2300.

Die Nordex AG (Hamburg) setzt ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit npower renewables fort, einem der größten Betreiber von Windparks in Großbritannien. Jetzt hat der Windturbinen-Hersteller von der britischen Tochter des deutschen Energieversorgers RWE drei neue Aufträge für zusammen rund 90 Millionen Euro in Großbritannien erhalten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Darunter befinde sich das größte bisher in Süd-England genehmigte Projekt an Land, der Windpark "Little Cheyne Court".  Den Park mit 26 Turbinen der Baureihe "N90/2300 kW" will Nordex bis Anfang 2009 in der Grafschaft Kent schlüsselfertig an das Netz bringen. Bereits Ende 2007 sollen weitere fünf Turbinen vom Typ "N60/1300 kW" in Betrieb gehen. Diese Vorhaben in Lincolnshire ("Spencer Farm") und Caithness ("Bilbster2) gehören ebenfalls zum jetzt abgeschlossenen Großauftrag.



"Für uns ist dieser Auftrag die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2006 konnte Nordex UK mit Neuaufträgen im Wert von rund 220 Mio. Euro sein bislang bestes Jahr abschließen", erläutert Carsten Pedersen, Vertriebschef der Nordex AG. Auch npower renewables setzt auf die gewachsene Zusammenarbeit mit Nordex. Weyne Cranstone, Leiter Projektentwicklung: "Wir sind froh so schnell wieder mit Nordex ins Geschäft gekommen zu sein und hoffen auf weitere gemeinsame Projekte."

12.03.2007   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG.,
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Photovoltaik-Hersteller SOLON AG beteiligt sich an dem italienischem Start-up-Unternehmen Green Utility

Photovoltaik-System "SOLON MOVER".

Die Berliner SOLON AG beteiligt sich an dem neu gegründeten italienischen Unternehmen Green Utilty s.r.l. und baut damit ihr Engagement in Italien weiter aus. SOLON investiert nach eigenen Angaben 600.000 Euro für eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent. Die übrigen Anteile verteilen sich zu gleichen Teilen auf die GESENU S.p.A., das größte private Abfallentsorgungsunternehmen Italiens, sowie auf das Management von Green Utility. Geschäftszweck des Unternehmens mit Sitz in Rom ist, Photovoltaikprojekte auf von GESENU für die Abfallentsorgung verwendeten Flächen zu entwickeln und zu realisieren sowie eigene Kraftwerke zu betreiben.  Darüber hinaus will Green Utility Projekte zur Elektrifizierung netzferner Gebiete auf Basis erneuerbarer Energien durchführen und sich im Energiemanagement engagieren. Die Umsetzung dieser Projekte soll in enger Zusammenarbeit mit der italienischen SOLON-Tochter S.E. Project erfolgen. Ziel der strategischen Beteiligung der SOLON AG an Green Utilty ist, ein zusätzliches Standbein im stark wachsenden italienischen Photovoltaikmarkt aufzubauen. Ein Umsatz- und Ergebnisbeitrag aus dieser Beteiligung werde erst für das Jahr 2008 erwartet, berichtet SOLON in einer Pressemitteilung.

12.03.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solon AG.,
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Erneuerbare-Energien-Gesetz: Überprüfung soll vorgezogen werden

Bereits ab April 2007 will sich Berlin mit der Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auseinandersetzen. Damit wird der bisherige Zeitplan um einige Monate vorgezogen. Das kündigte Karin Freier, zuständige Referatsleiterin im Bundesumweltministerium (BMU) anlässlich des 22. Symposiums für Photovoltaische Solarenergie an, das vom 07. bis zum 09. März in Bad Staffelstein stattfand. Grund sei die Neuregelung des Umweltrechtes in einem Umweltgesetzbuch (UGB), durch das die stark zersplitterte Aufgabenteilung zwischen Bund und Länder neu geregelt werden soll.  "Da im Herbst der Referentenentwurf für das neue UGB vorliegen muss, sollen die Änderungen, die sich aus der Überprüfung des EEG ergeben, bereits einbezogen werden", so Freier. Sie betonte auf der Veranstaltung nochmals, dass die Koalition grundsätzlich an den im EEG festgeschrieben Förderungen festhalten wolle.


Neue CO2-Ziele der EU bedeuten Vervierfachung der Quoten der Erneuerbaren in Deutschland

Die EU-Zielvorgabe eines Anteils von 20 Prozent von erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch entsprechen für Deutschland einer Vervierfachung der bisher erreichten Anteile. "Sollten die 20 Prozent für Erneuerbare in der EU festgeschrieben werden, bedeutet dies auch für Deutschland eine Ausweitung der bisher gesetzten Ziele", erklärte Freier. Nach Berechnungen des BMU werde Deutschland bis zum Jahr 2020 lediglich einen Anteil von 16 Prozent erreichen.


Neues Bundesumweltgesetz soll Genehmigung von Vorhaben vereinheitlichen

Nach Verabschiedung der Föderalismusreform will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die zwischen den Koalitionsparteien vereinbarte Neuordnung des Umweltrechts in einem Umweltgesetzbuch (UGB) zügig angehen. Ziel ist laut Gabriel, das deutsche Umweltrecht in einem einheitlichen Gesetzeswerk zusammenzufassen und - bei Wahrung eines anspruchsvollen Umweltschutzes - zu vereinfachen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zum Bürokratieabbau und zur Investitionsförderung geleistet werden. Das historisch gewachsene deutsche Umweltrecht ist aus Sicht vieler Experten kompliziert und wenig transparent. Es erstrecke sich über viele Fachgebiete und die Zuständigkeiten sind zwischen Bund und Ländern zersplittert. Den Anforderungen an eine moderne, integrierte Umweltpolitik wird dies nach Auffassung des Ministers nicht gerecht. Vereinfachungen seien besonders beim Genehmigungsrecht geplant. Wo bislang für die Zulassung einer Anlage mehrere Genehmigungen erforderlich sind, soll es künftig nur noch eine "integrierte Genehmigung" geben.

12.03.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BEE zum EU-Gipfel: viel Symbolik aber kein Erfolg für die erneuerbaren Energien

Ökostrom: BEE fordert Taten statt Debatten
Ökostrom: BEE fordert Taten statt Debatten

Kritisch kommentiert die deutsche Erneuerbare-Energien-Branche das Ergebnis des Frühjahrsgipfel der Staats- und Regierungschefs am 09.03.2007 in Brüssel. Auf der einen Seite sei zwar beschlossen worden, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, gleichzeitig seien aber die bisher erfolgreichen europäischen Richtlinien für Strom und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien in Frage gestellt worden.   "Damit bleibt vom Gipfel viel Symbolik aber keine konkrete Handlung", sagte Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Der Verhandlungserfolg von Angela Merkel könne sich sogar als "Pyrrhussieg" erweisen, heißt es in der BEE-Pressemitteilung. Hintergrund der BEE-Kritik ist eine Passage im so genannten Energie-Aktionsplan, der am vergangenen Freitag beschlossen wurde.



Bestehende Richtlinien für Ökostrom und Biokraftstoffe sollen ersetzt werden

Auf Drängen unter anderem Frankreichs und der Europäischen Kommission sollen die geltenden Richtlinien und die bereits fest eingeplante Richtlinie für Wärme aus erneuerbaren Energien durch einen völlig neuen europäische Regelungsrahmen für erneuerbare Energien ersetzt werden. "Das bringt uns im schlimmsten Fall für fünf Jahre neue Debatten ohne konkrete Schritte. Die zähen Verhandlungen auf dem Gipfel sind dafür ein erster Vorgeschmack", so Nitzschke. In vielen Mitgliedsstaaten der EU würden damit Investitionen in erneuerbare Energien zurückgestellt werden. Dies sei ein Rückschritt für den Klimaschutz und kein Fortschritt, betont der BEE.


BEE: Richtlinien für Strom und Kraftstoffe beibehalten und Regelung für Wärme aus erneuerbaren Energien auf den Weg bringen

Von der Bundesregierung fordert die Erneuerbare-Energien-Branche, sich in der verbleibenden Zeit der EU-Ratspräsidentschaft kräftig für die Fortschreibung der Richtlinien für Strom und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien einzusetzen und außerdem doch noch eine Regelung für Wärme aus erneuerbaren Energien auf den Weg zu bringen. Milan Nitzschke: "Ansonsten wird das 20-Prozent-Ziel zwar auf dem Papier stehen, aber bis 2020 nur in ganz wenigen EU-Ländern erreicht werden."


Deutschland hat EU-Ziele für 2010 bereits heute erreicht

Zu den Ländern, die nach Ansicht des BEE keine Probleme haben, das EU-Ziel einzuhalten, zählt Deutschland, das die von der EU für 2010 gesetzten Ziele als einziges Land bereits heute erreicht hat. Gegenwärtig kommen hier schon jede achte Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien und über fünf Prozent der Kraftstoffe. Insgesamt arbeiten in Deutschland laut BEE 214.000 Menschen für die Nutzung der erneuerbaren Energien.

12.03.2007   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion / Intersolar,
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Österreichischer Photovoltaik-Verband fordert sofortige Novellierung des Ökostromgesetzes

Das bestehende österreichische Ökostromgesetz reiche nicht aus, um die Photovoltaik-Marktentwicklung voranzutreiben und die Klimaschutzziele zu erreichen, so der Verband PV Austria. Eine sofortige Neufassung dieses "Verhinderungsgesetzes" sei daher notwendig, betont die Interessensvertretung für Photovoltaik in Österreich. In einer Resolution mit dem Titel "Reichraminger Erklärung" fordert der Verband den Gesetzgeber auf, das Ökostromgesetz möglichst rasch neu zu fassen. Bei der Gesetzesnovelle soll die Photovoltaik bei der Aufteilung der Gesamtfördermittel künftig als eigenständige Position ausgewiesen werden. Die jährlich für die Solarstrom-Förderung zur Verfügung stehenden Mittel seien um den Faktor 10 zu erhöhen, heißt es in der Reichraminger Erklärung.   Weiter fordert PV Austria, die Kofinanzierungspflicht der Länder, die ausschließlich für Photovoltaik vorgesehen ist, zu streichen und den Förderzeitraum für Solarstromanlagen auf 20 Jahre auszudehnen. Die Einspeisevergütung für Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von mehr als 10 Kilowatt (kWp) soll nach den Vorschlägen von PV Austria noch für 2007 auf 0,36 Euro zu erhöht werden. Die Anerkennung von Photovoltaikanlagen als Ökostromanlagen müsse zudem automatisch erfolgen.

PV Austria begründet diese Forderungen damit, dass eine dynamische Marktentwicklung der Photovoltaik tausende Arbeitsplätze schaffen kann, den Wirtschaftsstandort Österreich stärkt, die Sicherung der Sozialsysteme unterstützt, die Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie verbessert, die Unabhängigkeit von Energieimporten fördert sowie wesentlich zur Klimarettung beiträgt.

Laut österreichischem Ökostromgesetz (§21a ÖG-N 2006) sind pro Jahr 17 Millionen Euro an Unterstützungsvolumen für die Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom zu vergeben. Hiervon entfallen laut PV Austria je 5,1 Millionen auf Betreiber von Biomasse-, Biogas-, und Winderergieanlagen und 1,7 Millionen auf Photovoltaik- und sonstige Ökostromanlagen. Die zum 1. Oktober 2006 eingerichtete Ökostromabwicklungstelle OeMAG prüft die Gesetzeskonformität von Anträge für neue Ökostromanlagen und ob für den neuen Antrag noch ausreichend Fördermittel verfügbar sind (Ökostromgesetz-Novelle 2006). Sie schließt gegebenenfalls Abnahmeverträge mit den Ökostromanlagebetreibern und sie zahlt die Vergütungen nach Einspeisetarif aus.

12.03.2007   Quelle: Photovoltaic Austria Federal Association   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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CO2-Gebäudesanierungsprogramm: 2006 wurden 265.000 Wohnungen in saniert

Die Jahresbilanz des Bundesbauministers Wolfgang Tiefensee zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm könne sich wirklich sehen lassen, erklärte die Bau- und Wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Weis. Mit dem Programm seien allein im vergangenen Jahr 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert worden. Die KfW-Förderbank habe 1,5 Milliarden Euro für zinsverbilligte Kredite und als Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt. Damit seien Investitionen in Höhe von elf Milliarden Euro ausgelöst und auf diese Weise 900.000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden worden.   Nebenbei sei auch die Bauwirtschaft kräftig angekurbelt worden, betont Weis. Das Programm sei nicht nur gut für den Klimaschutz, es sei auch ein Konjunkturmotor für kleine und mittelständische Bau- und Handwerksbetriebe. Jede investierte Milliarde Euro sichere 25.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus werde die Nachfrage nach Innovationen im Heiz- und Wärmemarkt gestärkt.


20 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Gebäudewärme

"Viele Menschen in Deutschland wollen zum Klimaschutz beitragen. Allerdings gibt es ein großes Informationsdefizit in der Bevölkerung, hinsichtlich der großen Einsparmöglichkeiten im Wärmebereich. 20 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland werden durch Gebäudewärme verursacht. Durch Maßnahmen, wie beispielsweise die Dämmung von Außenwänden, die Installation von neuen Fenstern oder neuen Heizungsanlagen, ist es möglich bis zu 50 Prozent der Heizkosten einzusparen. Mithilfe der Förderprogramme der Bundesregierung rechnen sich diese Investitionen schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit; so die SPD-Sprecherin.


Einsparmöglichkeiten für 40 Milliarden Euro Heizkosten

"Wenn das gesamte Einsparpotenzial im Gebäudebereich genutzt wird, könnten in Deutschland insgesamt 40 Milliarden Euro Heizkosten eingespart werden, bis zu 500 Euro im Jahr pro Haushalt. Bei steigenden Energiekosten noch mehr. Insofern trägt das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auch dazu bei, dass eine gut gewärmte Stube nicht zum Luxusgut wird", sagt Petra Weis.

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wurde auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion 2001 gestartet. 2007 ist das Programm noch einmal aufgewertet worden: Neben zinsverbilligten Krediten und Tilgungszuschüssen können Eigentümer jetzt auch Investitionszuschüsse bei der KfW-Förderbank beantragen.

Weitere Informationen zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm unter
http://www.solarserver.de/kfw_programm.html#co2

11.03.2007   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Heizungswirtschaft startet Kampagne zu Modernisierung und Energieeffizienz

Axel Prahl und Sigmar Gabriel.
Axel Prahl und Sigmar Gabriel.

"Intelligent heizen" heißt eine Informationskampagne der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ), die Anfang März auf der internationalen Fachmesse ISH präsentiert wurde. Im Mittelpunkt stehen Heizungsmodernisierung und Steigerung der Energieeffizienz. Die VdZ sieht bei der Heizungsmodernisierung noch Potenzial zur CO2-Reduzierung und Kostenersparnis. Bis zu vier Millionen Heizungsanlagen seien technisch veraltet und müssten durch moderne Wärmeerzeuger ersetzt werden, Jahr für Jahr kämen weitere 300.000 Heizungen hinzu, welche die Altersgrenze von 25 Jahren überschreiten.  Prominente Unterstützung bekommt die neue Informationskampagne von Axel Prahl alias Frank Thiel, Münsteraner Hauptkommissar der ARD-Serie "Tatort".



Der "Energiekommissar" ermittelt

Während der ISH übernahm Prahl erstmals die Rolle des "VdZ-Energiekommissars" und nahm als Freund und Helfer auf der Fachmesse seine Ermittlungen auf. Ab sofort will er den "Tatort Heizungskeller" genauer unter die Lupe nehmen und zeigen, welche Indizien für eine Heizungsmodernisierung sprechen. Seine sachdienlichen Hinweise sollen künftig den Geldbeutel der Verbraucher und die Umwelt entlasten. "Ich finde es gut und notwendig, dass die VdZ sich einmal dieses Themas annimmt. Jeder schimpft immer über die hohen und weiter steigenden Energiekosten, aber kaum einer weiß, was er dagegen machen kann. Mir ging es da bislang kaum anders - deshalb gehe ich ab heute für die VdZ auf Spurensuche nach den ultimativen Heizungstipps", so Prahl.

Energieeffizienz könnte um 30 Prozent gesteigert werden

"Mit unserer markenneutralen und systemübergreifenden Kampagne 'Intelligent heizen' möchten wir das Bewusstsein für effizientes Heizen mit innovativer Heiztechnik weiter ausbauen und Eigenheimbesitzern mit der neuen Website eine zentrale Info-Plattform zum Thema Heizungsmodernisierung bieten", sagte VdZ-Präsident Benedikt Mahr, Präsident der VdZ. "Wichtigste Maßnahmen hierbei sind die Dämmung der Gebäudehülle und die Umstellung der Heizung auf eine effiziente Technik", so auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der versichert, "die Bundesregierung unterstützt die Gebäudeeigentümer hierbei im Rahmen des CO2- Gebäudesanierungsprogramms der KfW mit Krediten und Zuschüssen."

Auf der Website www.vdzev.de gibt es Tipps zu Energieträgern, effiziente Heizsystemen und individuellen Finanzierungsmöglichkeiten.

11.03.2007   Quelle: Vereinigung der dt. Zentralheizungswirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/Vereinigung der dt. Zentralheizungswirtschaft,

 

Bundesweites Informationsangebot zur energieeffizienten Beleuchtung

Karstadt nutzt die aktuelle Klimadiskussion für Aktionswochen zu Energiesparlampen. Die Warenhauskette weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Energiesparen in Privathaushalten maßgeblich zur Minderung des CO2-Ausstoßes beitragen kann. Die Karstadt-Aktionswochen im März informieren über Kauf, Nutzung, Entsorgung und Verwertung von Energiesparlampen. Mit dabei sind alle Karstadt-Warenhäuser, die über ein Beleuchtungssortiment verfügen.   Für die bundesweiten Aktionswochen arbeitet die Karstadt Warenhaus GmbH zusammen mit Lightcycle und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Das Umweltbundesamt unterstützt die Aktion.


Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll

Energiesparlampen können die Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken, denn für die gleiche Helligkeit wie sie eine Glühbirne erzeugt, benötigen sie weniger Strom und halten bis zu zehn Mal länger. Doch kein Licht brennt ewig. Da Energiesparlampen geringe Mengen Quecksilber enthalten, müssen sie getrennt vom Hausmüll entsorgt werden. So schreibt es seit 24. März 2006 auch das Elektro-Gesetz vor. Während der Aktionswochen bietet Karstadt Verbrauchern, die alte oder defekte Glühlampen, Energiesparlampen bzw. Leuchtmittel aller Art beim Kauf einer neuen Kompakt-Energiesparlampe abgeben, einen Rabatt von fünf Prozent. Mit jedem weiteren zurückgegebenen Leuchtmittel erhöht sich der Rabatt um fünf Prozent, begrenzt ist der Rabatt jedoch auf die Rückgabe von sechs Altlampen - In allen teilnehmenden Filialen werden Sammelbehälter des Unternehmens "Lightcycle" aufgestellt, damit ausgediente Energiesparlampen problemlos entsorgt und wieder verwertet werden können. Hinweise zum Umgang mit Energie im Haushalt gibt auch die vom Umweltbundesamt und Karstadt gemeinsam erstellte Broschüre "Wer will schon im Treibhaus leben". Sie ist im Internet zu finden unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3155.pdf

11.03.2007   Quelle: Karstadt Warenhaus GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neue Fachzeitschrift "Photovoltaik" will mit 50.000 Exemplaren an den Start gehen

Die Solarpraxis AG (Berlin) und die Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG (Stuttgart) haben eine Vereinbarung zur Gründung einer Verlagsgemeinschaft unterzeichnet. Als erstes gemeinsames Produkt soll ab Juni 2007 eine neue Branchenfachzeitschrift erscheinen mit dem Titel "Photovoltaik. Das Magazin für Profis".   "Photovoltaik" sei das erste Fachmagazin, das sich ausschließlich an Fachleute und Entscheider in der stark boomenden Solarstrom-Branche wende, heißt es in der Pressemitteilung. Mit der Verlagsgemeinschaft entstehe erstmals eine strategische Partnerschaft zwischen Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche und klassischen Handwerkermedien. Der einzige börsennotierte Wissensdienstleister im Bereich erneuerbare Energien und einer der führenden Fachverlage für die Sanitär-Heizung-Klima-Branche und die Gebäudetechnik erwarten aufgrund der weiter hohen Marktnachfrage nach Photovoltaikanlagen einen erheblichen Informationsbedarf von Fachleuten, die im Alltagsgeschäft zu PV-Anlagen beraten und diese auch umsetzen.

Die Partner sind davon überzeugt, dass ihr speziell auf die Profi-Zielgruppe ausgerichtetes Nutzwertkonzept auch ein sehr attraktiver Rahmen für die Anzeigenkunden sein wird. Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der Solarpraxis AG, unterstreicht die weit reichenden Synergieeffekte: "In der neuen Verlagsgemeinschaft werden Branchen-Know-how und Verlagskompetenz mit großer Durchschlagskraft gebündelt.“ Die Solarpraxis AG erweitere mit dieser Kooperation ihre Vertriebsmöglichkeiten für die gesamte Produktpalette im Verlagsbereich und schaffe damit eine starke Basis für zielgruppengerechte wie auch internationale Verbreitung ihres Angebots, so Remmers. "Wir freuen uns über die Kooperation mit dem führenden Wissensdienstleister der Erneuerbaren-Energien-Branche, der Solarpraxis AG. Wir sind von dem hochwertigen Konzept unseres ersten gemeinsamen Magazins überzeugt", stellt Erwin Fidelis Reisch fest, Geschäftsführer des Alfons W. Gentner Verlags. "In der Kooperation ist vorgesehen, künftig weitere Partner aus dem In- und Ausland für eine internationale Verbreitung zu finden. Mit diesem Konzept sind wir seit vielen Jahren international erfolgreich", fügt Reisch hinzu.

Die Null-Nummer von "Photovoltaik" soll auf der Leitmesse Intersolar 2007 mit einer Startauflage von 50.000 Exemplaren präsentiert werden. Ab Anfang September soll das Magazin dann regelmäßig im monatlichen Rhythmus erscheinen. Parallel zur Druckausgabe von "Photovoltaik" soll ein eigenes Online-Angebot aufgebaut werden: Dort sollen Leser und Nutzer zusätzliche Nachrichten, Hintergrundberichte und interaktive Hilfsmittel finden. In einem weiteren Schritt soll der Titel künftig auch im Ausland vertrieben werden.

10.03.2007   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Biokraftstoffindustrie fordert mehr politische Unterstützung für Biodiesel

Mit den in Deutschland verfügbaren Biodieselkapazitäten könnte der Kohlendioxid-Ausstoß um zehn Millionen Tonnen jährlich reduziert werden. Darauf verweist der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) im Zuge der aktuellen Klimaschutzdiskussion. Um die gleiche Menge CO2 durch technische Maßnahmen im PKW-Bau einzusparen, wären laut VDB Investitionen von knapp fünf Milliarden Euro notwendig. Diese Zahlen würden belegen, dass die etablierten Biokraftstoffe für eine nachhaltige Mobilität entscheidend seien, so der VDB in einer Pressemitteilung.   "Die Bundesregierung torpediert mit ihrer Steuergesetzgebung jedoch die Zukunft von Biodiesel", so Petra Sprick, Geschäftsführerin des VDB. Die Produktion sei seit Jahresbeginn um 30-40 Prozent zurückgegangen. Laut VDB sind die Einbußen auf die steuerliche Schlechterstellung von reinem Biodiesel (B100) zurückzuführen. Der notwendige Preisvorteil von B100 gegenüber fossilem Diesel wurde bis Ende 2006 durch flexible Steuersätze sichergestellt. Seit Januar würden jedoch starre Sätze gelten, die den gegenwärtigen Preisverfall von Mineralöl nicht berücksichtigten. "Unter diesen Bedingungen ist B100 nicht konkurrenzfähig", erklärt Sprick. "Die Hersteller bleiben seit Wochen auf ihrem Biodiesel sitzen und schöpfen ihre Produktionskapazitäten von über vier Millionen Tonnen nicht mehr aus", so Sprick


Biodiesel nicht "steuerlich erdrosseln"

Dies widerspreche auch der Politik des Bundesumweltministeriums, betont Sprick. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fordere, die CO2-Emissionen neuer PKW-Modelle von derzeit 163 Gramm pro Kilometer auf 130 bis im Jahr 2012 zu senken. Zusätzlich sollen 10 Gramm durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen eingespart werden. Das entspreche einem Biokraftstoffanteil bei Diesel von über neun Prozent, bei Ottokraftstoff von fast 16 Prozent, rechnet der VDB vor. "Das Klimaschutzziel kann nur mit den etablierten Kraftstoffen erreicht werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, Biodiesel zu stärken anstatt ihn steuerlich zu erdrosseln", erklärt Petra Sprick. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel habe sich wiederholt für synthetische Biokraftstoffe wie Biomass-to-Liquid (BtL) ausgesprochen. Doch eine entsprechende Anlage solle erst 2011 mit einer Kapazität von 200.000 Tonnen in Produktion gehen. Der VDB betont, dass diese Menge für das Erreichen der Klimaziele bei weitem nicht ausreiche.

10.03.2007   Quelle: Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Umfrage zeigt großes Interesse am Energiesparen im Eigenheim

93 Prozent der Deutschen wollen ihr Heim umrüsten, um Heiz- und Stromkosten zu senken. Fast jeder Fünfte ist dafür zu erheblichen Investitionen bereit. Aber gut drei Viertel der Immobilienbesitzer nähmen eine Umrüstung nur bei "angemessenen" Kosten in Kauf. Das ist das Ergebnis der "Immobilien-Trendstudie" von PlanetHome, einer Tochtergesellschaft der HypoVereinsbank. Sie hat im Mai und Juni 2006 über das Internet 1.519 Verbraucher befragt.  "Singles sind beim Thema Umrüstung kostenbewusster als Großfamilien", stellt Robert Anzenberger, ein Teilergebnis der Studie vor, er ist Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome. Bei mehr als 80 Prozent der Ein-Personen-Haushalte entscheidet der Preis über mögliche Energiespar-Maßnahmen. Nur gut 13 Prozent sind ohne Beachtung der Investitionshöhe zur Umrüstung bereit - gerade halb so viele als bei den Haushalten mit fünf oder mehr Personen. Aus dieser Gruppe möchte deutlich mehr als ein Viertel auf jeden Fall in Energie sparende Veränderungen investieren.


Die Generation ab 60 ist investitionsfreudiger als Jüngere

Ebenfalls sehr preisbewusst entscheiden die 20- bis 29-Jährigen. "Vier von fünf Befragten planen die Umstellung - aber nur, wenn sie nicht zu teuer wird", so Anzenberger. "Ganz im Gegensatz dazu stehen die älteren Immobilienbesitzer und Kaufinteressenten: Die Generation ab 60 achtet weniger auf das Geld, um Energie zu sparen. Hier gibt der Preis nur für drei von fünf den Ausschlag", so Anzenberger weiter. Knapp 30 Prozent seien unabhängig von den Kosten bereit umzurüsten. Wer schon eine Immobilie besitzt, geht ohne Eile an die Umrüstung heran: Sieben Prozent aus dieser Gruppe wollen sich erst in einigen Jahren mit der sparsamen Energieversorgung beschäftigen. Wer seine eigenen vier Wände gerade sucht, denkt hingegen gleich über individuelle Energielösungen nach. Nur für zwei Prozent der Kaufinteressenten wird das Thema erst in Zukunft interessant. Unterschiede hinsichtlich der Investitionsbereitschaft richten sich auch nach der Art der Immobilie. "Wer eine Wohnung besitzt oder erwerben möchte, ist in mehr als 80 Prozent der Fälle zur Umrüstung bereit", weiß Anzenberger. Besitzer oder Käufer von Häusern möchten diese Maßnahme überdurchschnittlich oft auf die lange Bank schieben oder gänzlich vermeiden.

10.03.2007   Quelle: PlanetHome AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Klimaschutz: WWF begrüßt Durchbruch in Brüssel und fordert Taten

Der World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland begrüßt die Einigung der 27 europäischen Mitgliedsstaaten über mehr Klimaschutz. Beim Frühjahrsgipfel in Brüssel einigten sich am 09.03.2007 die Staats- und Regierungschefs verbindlich darauf, die Treibhausgasemissionen europaweit bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Außerdem soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 Prozent erhöht werden.  Diesem ersten wichtigen Schritt müssen nach Ansicht des WWF noch weitere folgen, um dem Klimawandel ernsthaft etwas entgegen zu setzen.


Jetzt müssen Biomassekraftwerke, Windparks und Solaranlagen an das Netz

"Der deutschen Ratspräsidentschaft unter Bundeskanzlerin Angela Merkel ist heute ein wichtiger erster Schritt gelungen. Den Vereinbarungen auf dem Papier müssen aber jetzt konkrete Taten folgen", mahnt Regine Günther, Klimaexpertin des WWF Deutschland. "Statt weiter Kohlekraftwerke zu bauen und auf Öl zu setzen, müssen jetzt Biomassekraftwerke, Windparks und Solaranlagen ans Netz", fordert Günther.


Atomenergie spielt in den Beschlüssen keine tragende Rolle

Nach monatelangen Verhandlungen um das so genannte "Energiepaket" der EU-Kommission haben die Regierungschefs der 27 Mitgliedsstaaten die Ziele für den europäischen Klimaschutz festgelegt. In der Debatte mit "Bremserstaaten" und Atombefürwortern wie Frankreich sei Angela Merkel heute der Durchbruch gelungen, ohne dass die Atomenergie in den Beschlüssen eine tragende Rolle spiele, kommentiert der WWF.


Konkrete Vorgaben für Industrie, Transportwesen und Energiegewinnung nötig

Über weitere zentrale Punkte sei jedoch keine Einigung erzielt worden. So wurde die Senkung des Energieverbrauchs durch energieeffiziente Maßnahmen nicht verbindlich geregelt, obwohl sie die schnellste und billigste Methode ist, die Klimabelastung zu verringern. Um das Ziel zum Ausbau der erneuerbaren Energien auch glaubhaft zu gestalten, hätte es außerdem konkrete Vorgaben für die Industrie, das Transportwesen und die Energiegewinnung gebraucht. "Hier muss in Zukunft nachgearbeitet werden", fordert der WWF.

"Die EU muss diesen Schwung jetzt nutzen, um andere Staaten ins Boot zu holen. 2007 muss das Jahr der Lösungen für den Klimaschutz werden. Mit der heutigen Entscheidung hat Angela Merkel ein glaubwürdiges Paket in der Hand, um auf dem G8-Gipfel im Juni die größten Industrienationen und Schwellenländer der Welt vom Klimaschutz zu überzeugen", sagt Regine Günther.

Hintergrundinformationen des WWF zum Klimaschutz im Internet unter: http://www.wwf.de/unsere-themen/klimaschutz/

09.03.2007   Quelle: WWF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Conergy AG schließt Kapitalerhöhung um 10 % erfolgreich ab

Die Hamburger Conergy AG (ISIN DE 0006040025) hat 2.999.999 Aktien aus einer Kapitalerhöhung platziert, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Dies entspreche zirka 10% des bisherigen Grundkapitals. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Conergy AG erhöhten das Grundkapital der Gesellschaft auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2006 unter Ausschluss des Bezugsrechts. Der Platzierungspreis beträgt laut Conergy 50 Euro pro Aktie; das Emissionsvolumen auf rund 150 Millionen Euro.  Conergy hatte die Commerzbank Corporates & Markets und J.P. Morgan Securities Ltd. als Joint Lead Manager und Joint Bookrunner mit der Umsetzung der Transaktion beauftragt.


Platzierung ausschließlich an institutionelle Anleger

Der Platzierungspreis für die Aktien wurde mit einem beschleunigten Platzierungsverfahren ermittelt (Accelerated Bookbuilding). Die Platzierung der neuen Aktien richtete sich bestimmungsgemäß ausschließlich an deutsche und internationale institutionelle Anleger. Der Erlös der Kapitalerhöhung soll der Finanzierung des weiteren Wachstums dienen. Conergy stehe vor dem Abschluss von Verträgen für die Siliziumversorgung der eigenen Solarwafer-, Solarzellen- und Modulproduktion in Frankfurt/Oder für 2007 und 2008 sowie weiterer Ausbaustufen über 2008 hinaus, betont das Unternehmen. Zur Sicherung dieser Position und der Senkung der Bezugspreise will Conergy Vorabinvestitionen tätigen. Mit dieser Kapitalerhöhung schaffe sich Conergy darüber hinaus Handlungsspielraum für weitere Unternehmensübernahmen, zur der Stärkung der technologischen Kompetenz und zur Beschleunigung der Internationalisierung. Der Platzierungspreis und der Emissionserlös sollen in einer separaten Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht werden.

09.03.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Swissolar: Beschluss zur kostendeckenden Einspeisevergütung ist Meilenstein für die Solarenergie in der Schweiz

 1-MW-Solarstromanlage bei Genf.
1-MW-Solarstromanlage bei Genf.

Der Ständerat, die kleine Kammer des Schweizer Parlaments, habe sich am 07.03.2007 als Zweitrat für die kostendeckende Einspeisevergütung für sämtliche erneuerbaren Energien entschieden, berichtet der Schweizer Solar-Verband Swissolar in einer Pressemitteilung. Damit werde es in Zukunft möglich, auch in der Schweiz Solarstrom zu einem kostendeckenden Preis an das Netz abzugeben.  "Swissolar ist hoch erfreut über diesen lange erwarteten und sehr deutlich gefällten Entscheid. Er trägt dazu bei, dass die schweizerische Solarwirtschaft endlich einen funktionierenden Heimmarkt entwickeln kann und nicht mehr fast ausschließlich auf die florierenden Märkte der Nachbarländer angewiesen ist", heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes.


Solarstrom soll bereits ab 2020 konkurrenzfähig werden

Ein kleiner Wermutstropfen bleibe aber, betont Swissolar: Die bereitgestellten Mittel für die Photovoltaik (Solarstrom) seien so knapp bemessen, dass nicht alle möglichen Solarstromproduzenten von der Regelung werden profitieren könnten. Je billiger jedoch der Solarstrom werde, desto mehr Mittel stünden zur Verfügung. Diese Regelung werde von der Branche begrüßt, denn sie schaffe den Anreiz, die Kosten weiter zu senken. Diese Entwicklung sei bereits im vollen Gang und werde dazu führen, dass Solarstrom bereits ab 2020 konkurrenzfähig sein wird. In der Schweiz könnte diese Energieform laut Swissolar ein Drittel des heute benötigten Stroms liefern - ausschließlich mit Anlagen auf bestehenden Gebäuden.

Swissolar, der schweizerische Fachverband für Sonnenenergie, umfasst 160 Mitglieder aus allen Teilen der Solarwirtschaft. Präsident ist der Waadtländer Alt-Nationalrat Yves Christen.

09.03.2007   Quelle: Swissolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG,
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SOLARA erhält VDE-GS-Zeichen für Photovoltaik-Module einschließlich Montagesystem

Solara-Modul mit Dachgestell.
Solara-Modul mit Dachgestell.

Die Solar-Module des Hamburger Herstellers SOLARA AG wurden zusammen mit dem Montagesystem für Gebäude geprüft und zertifiziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. SOLARA habe als erster Hersteller weltweit das VDE-GS-Zeichen für Module und Montagesysteme erhalten, dies gebe jedem Besitzer und Installateur die Sicherheit, den aktuellen Vorschriften zu entsprechen und eine geprüfte Solarstromanlage zu haben. Verbunden sei damit außerdem eine jährliche Routineinspektion der Fertigungsstätte durch das VDE-Institut. So könnten Hersteller und Abnehmer einer gleich bleibenden Qualität sicher sein, bestätigt durch einen neutralen Dritten.  Die "SOLARA S-Klasse" werde höchsten Ansprüchen gerecht: Klimabedingungen wie Eis, Hagel, Schnee, Sturm, extreme Luftfeuchtigkeit, starke Temperaturschwankungen - Hitze und Kälte können der SOLARA S-Klasse laut Hersteller nichts anhaben. Mit dem Antireflexglas von Sunarc nutze es das Optimum der verfügbaren Energie. Dazu gibt es eine Leistungsgarantie für 26 Jahre und jetzt auch das VDE-GS Zeichen für geprüfte Sicherheit mit dem Montagesystem.


Offizielle Übergabe durch den VDE in Bad Staffelstein

Auf dem PV-Symposium im Kloster Banz, Bad Staffelstein wird ein Repräsentant des VDE-Instituts am 7. März das Zertifikat offiziell an den Vorstandsvorsitzenden der SOLARA AG, Thomas Rudolph, übergeben. Seit dem Inkrafttreten des neuen Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) ist es möglich, für alle Photovoltaik-Module und P-Wechselrichter das VDE-GS-Zeichen zu erhalten. Für die Sicherheit des Photovoltaikmoduls ist auch die Befestigung entscheidend. Wird das Photovoltaikmodul zusammen mit der Befestigung in Verkehr gebracht, ist die Prüfung dieser Befestigung Bestandteil der Baumusterprüfung nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 GSPG. Das VDE-Institut vergibt hierfür nach eingehender Prüfung das GS-Zeichen.

09.03.2007   Quelle: SOLARA AG, Hamburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solara AG,
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Umfrage zeigt: EU-Bürger wollen gemeinsame Klima- und Energiepolitik

Andris Piebalgs: "Bürger erwarten europäische
Antwort auf den Klimawandel".

Die Mehrheit der EU-Bürger glaubt, dass energiebezogene Themen am besten auf EU-Ebene behandelt werden. Zu diesem Ergebnis komme eine entsprechende Eurobarometer-Meinungsumfrage, berichtet die EU-Kommission in einer Pressemitteilung. Eine überwältigende Mehrheit der Unionsbürger zeige sich demnach über den Klimawandel besorgt. Den Europäern sei der Einfluss von Energieproduktion und –verbrauch auf den Klimawandel und die globale Erwärmung sehr wohl bewusst, betont die Kommission. "Diese Erhebung zeigt deutlich, dass die EU-Bürger von der EU eine gemeinsame europäische Antwort auf die Herausforderungen der Energiepolitik und des Klimawandels erwarten", erklärte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs.  "Die Kommission geht auf die Besorgnis der Bürger mit Initiativen für eine integrierte Energiepolitik für Europa ein, die der Bewältigung des Klimawandels sowie einer nachhaltigen, sicheren und wettbewerbsfähigen Energieversorgung dient", so Piebalgs weiter.


Große Besorgnis über Auswirkungen des Klimawandels

"Der Klimawandel ist Realität. Die EU-Bürger erwarten, dass die EU bei diesem Thema eine Führungsrolle übernimmt. Die EU muss diesen politischen Impuls nutzen, um Europa und die Welt auf den Weg zu einer versorgungssichereren und kohlenstoffarmen Zukunft zu bringen", erklärte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. 82 Prozent der Europäer sei bewusst, dass sich die Art des Energieverbrauchs und der Energieproduktion in ihrem Land negativ auf das Klima auswirkt. Die EU-Bürger sind laut Umfrage überwiegend der Ansicht, dass energiebezogene Themen besser "durch Maßnahmen auf EU-Ebene" als durch "Maßnahmen auf nationaler Ebene" bewältigt werden können (62 Prozent). Die Hälfte der EU-Bürger ist sehr besorgt über die Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung, weitere 37 Prozent in gewissem Maße.


61 Prozent wollen weniger Kernenergie

Wie die Umfrage weiter zeigt, sind die europäischen Bürger sicher, dass die Energiepreise aufgrund des Klimawandels im kommenden Jahrzehnt deutlich steigen werden. Nach Ansicht der Europäer ist die freie Wahl des Strom- und Gasversorgers von grundlegender Bedeutung. 80 Prozent der EU-Bürger geben derzeit an, dass die Energieeffizienz ihre Entscheidung beim Kauf von Haushaltsgeräten beeinflusst. 61 Prozent der EU-Gesamtbevölkerung erklärten, dass der Anteil der Kernenergie wegen des Problems der Nuklearabfälle und der Unfallgefahr verringert werden sollte. Fast zwei Drittel vertreten ferner die Auffassung, dass die EU besser geeignet ist, Energieversorgung und -preise für alle Mitgliedstaaten auszuhandeln.

Der vollständige Bericht kann in englischer Sprache heruntergeladen werden unter Leistungsverzeichnisse sind im Internet zugänglich unter http://www.gueteschutz-solar.de. Die vollständigen Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 966 finden sich unter: gueteschutz-solar.de "Downloads".

06.03.2007   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS,
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Solarstrom: SFV diskutiert Konzept und Höhe der Vergütung

Wie sich Kapitalströme von den herkömmlichen Energien zu den erneuerbaren Energien umlenken lassen, beschäftigt den Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. (SFV). Der Verein fordert, für Strom aus Windenergie im Binnenland und für die Solarstromerzeugung mit Photovoltaik eine höhere Einspeisevergütung als bisher im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. "Wir brauchen eine Vergütungshöhe, die endlich die Kapitalströme umlenkt", heißt es in einer SFV-Umfrage. "Vergleicht man das, was die Photovoltaik deutschlandweit und die Windenergie hauptsächlich noch in Süddeutschland bringen könnten und müssten, mit dem was sie derzeit bringen, dann wird der Nachholbedarf deutlich - ganz besonders bei der Photovoltaik, die überhaupt erst seit 2000 eine nahezu kostendeckende Einspeisevergütung erhält" so der SFV.   Warum Solar- und Windstrom so weit hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben seien, lässt sich laut SFV nach marktwirtschaftlichen Kriterien erklären: Die Kapitalströme würden nach wie vor in eine andere Richtung fließen, nämlich dorthin, wo höhere Gewinne winken. Vergleiche man die Gewinne in Bezug auf das eingesetzte Kapital bei den großen Energieversorgern mit den Gewinnen bei Sonnen- und Windenergie, würden die Ursachen für das zögerliche Vorankommen der neuen Techniken deutlich, betont der SFV.


"Kostendeckende" beziehungsweise "Gewinn bringende" Vergütung nennen nicht das Ziel

Die Idee einer Vergütung, welche die Kapitalströme so umlenke, dass ein Umstieg auf 100 Prozent heimische erneuerbare Energien möglich und auch verwirklicht wird, will der SFV öffentlich diskutierten. Dafür sucht der Verein nach einem passenden und eingängigen Begriff. Der bisher vom SFV verwendete Begriff "Kostendeckende Vergütung" und seine Steigerung "Gewinnbringende Vergütung" würden leicht zu Missverständnissen führen, weil sie nicht das Ziel nennen, für das die Gelder aufgewendet und die wirtschaftlichen Anstrengungen unternommen werden sollen. "Es ist zwar erfreulich, wenn die Akteure Gewinne erzielen, aber entscheidend ist es, dass die erneuerbaren Energien rascher - auch von der Menge her - zu einem vollwertigen Ersatz für fossile und nukleare Energien heranwachsen", so der SFV. Als Alternativen zu den genannten Begriffen, mit denen der SFV noch nicht ganz zufrieden ist, stellt er folgende Ausdrücke zur Diskussion: "Wachstumsfördernde Vergütung", "Kapitalstrom umlenkende Vergütung", "Aufbauvergütung für die Energiewende", "Umstiegsvergütung zur Energiewende" oder Aufbauvergütung für Solarenergie". Der SFV will in seiner Umfrage wissen, welcher Begriff am besten ankommt und sucht weitere Ideen, um für seine 100 % -Strategie zu werben.


Windenergie auch in Süddeutschland; und Solarstromerzeugung von allen Dächern und Fassaden

"Wir brauchen den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien - und es sollten möglichst heimische Energien sein! Wir brauchen einen Energiemix aus Wasserkraft, Biomasse, Geothermie, Windenergie und Sonnenenergie", betont der SFV. Je besser dieser Energiemix regional durchmischt sei, desto kontinuierlicher werde das Energieangebot, desto weniger Energie müsse zum Ausgleich von Angebotslücken in Energiespeichern bereitgehalten werden und desto zuverlässiger werde die Energieversorgung gegen Unterbrechungen der Strom- oder Gastransportnetze gesichert. "Wir halten nicht viel von der vordergründigen Überlegung, man solle die Sonne nur dort ernten, wo sie viel scheint, nämlich im Süden und den Wind nur dort, wo er besonders heftig bläst - nämlich offshore. Im Gegenteil: Wir fordern den Ausbau der Windenergie auch in Süddeutschland und wir fordern Solarstromerzeugung mit Photovoltaik auf allen Dächern und an allen Fassaden - soweit diese nicht für Solarwärme benötigt werden. Wir fordern Photovoltaik auch an Fassaden und Lärmschutzwänden. Bei gezieltem Ausbau der Photovoltaik und beim Einsatz von Tag-Nachtspeichern kann sie die Hälfte des gegenwärtigen Strombedarfs in Deutschland decken".

Über die Details der SFV-Strategie informiert Geschäftsführer Wolf von Fabeck in einem Interview mit der Internet-Zeitung ngo-online: www.naturenergie-magazin.de

04.03.2007   Quelle: iKRATOS Solar und Energietechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ronny Meyer,

 

Wärmster Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: Wissenschaftler empfehlen Umstieg auf erneuerbare Energien

Der meteorologische Winter hat am 28. Februar 2007 mit einem Rekord geendet, so die Universität Hohenheim in einer Presseerklärung. Die langjährigen Messungen der meteorologischen Station der Universität haben ergeben, dass die Durchschnittstemperatur im Winter 2006/07 bei 4,5 Grad Celsius lag. Das bedeute, dass der Winter 3 Grad wärmer war als die Winter der Jahre 1971 bis 2000.   Zwar habe es in den Jahren 1915/16, 1989/90 und 1990/91 auch relativ warme Winter gegeben, damals hätten die Durchschnittstemperaturen aber nur bei 3,8 Grad gelegen. Als Besorgnis erregend werten die Forscher, dass von den zehn wärmsten Wintern der letzten 130 Jahre sieben in die vergangenen 20 Jahre fallen.


Weltweiter Temperaturanstieg um 0,74 Grad

Die Hohenheimer Temperaturmessungen decken sich mit den internationalen Klimatrends. Global sei die Jahrestemperatur in den vergangenen 100 Jahren um 0,74 Grad gestiegen, errechnete die Klima-Expertengruppe der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC). Vor allem im nördlichen Teil der Erde hätten sich die Landmassen stark erwärmt. In Deutschland trage diese Erwärmung des weltweiten Klimas dazu bei, dass es im Winter milder und verregneter ist, während die Sommer eher trockener sind als das langjährige Mittel. "In Teilen Deutschlands, vor allem auch in Baden-Württemberg ist dieser Trend noch ausgeprägter" erklärt Prof. Dr. Volker Wulfmeyer vom Institut für Physik und Meteorologie der Uni Hohenheim. "Hier besteht noch dringender Forschungsbedarf. Denn bislang können wir die globale Erderwärmung nur in einem sehr großen Maßstab im Computer simulieren. Um uns auf die künftigen Veränderungen einzustellen, brauchen wir aber genauere Vorstellungen, wie sich die Klimaänderung vor Ort im Detail auswirkt."


Wissenschaftler empfehlen, schnell auf erneuerbare Energien umzusteigen

Die Hohenheimer Wissenschaftler machen den Anstieg der Treibhausgase, allen voran Kohlendioxid und Methan, für die Temperaturerhöhung der vergangenen 25 bis 30 Jahre verantwortlich. "Die einzige Lösung dieses Dilemmas liegt in der sofortigen globalen Verringerung von Treibhausgasen", sagt Prof. Dr. Wulfmeyer. Die Politik sei nun gefordert auf erneuerbare Energiequellen wie beispielsweise die Sonne zu setzen. "Hier haben wir ein gewaltiges, kostenloses Energiepotenzial, das bisher praktisch ungenutzt bleibt", so Wulfmeyer. Schnelles Handeln sei die einzige Chance, die Klimaveränderung aufzuhalten, betont der Professor.

03.03.2007   Quelle: Universität Hohenheim   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Deutsche Umwelthilfe: Glühbirnen-Verbot lässt sich leicht umsetzen

Gasentladungslampen statt heißer Glühlampen.
Gasentladungslampen
statt heißer Glühlampen.

Ein europaweites Verbot herkömmlicher Glühlampen könnte ohne langwierige nationale Gesetzgebungsverfahren schon ab 2010 in Kraft treten, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH) e.V. Wegen der bereits in der EU geltenden Kennzeichnungs-Regelungen für Leuchtmittel genüge zur Umsetzung ein Verbot für alle Lampen, die "schlechter" seien als die Effizienzklassen "A", "B" oder "C", betont die Umwelthilfe in einer Pressemitteilung. "Es ist Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Das europaweite Glühlampenverbot ist das geeignete Startsignal für praktischen Klimaschutz in jedem Haushalt. Das Schlimmste, was der Politik jetzt passieren kann, ist eine jahrelange Debatte über die gesetzliche Ausgestaltung eines Glühlampenverbots in 27 Mitgliedstaaten. Das Ende der heißen Glühlampe kann mit einem einfachen Verwaltungsakt eingeläutet werden", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.   Resch forderte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf, noch während der deutschen Ratspräsidentschaft in der europäischen Union einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. Ein Problem sieht die DUH jedoch darin, dass bisher zu wenige der quecksilberhaltigen Energiesparlampen wiederverwertet würden. Eine nicht fachgerechte Entsorgung könne zu schweren Umweltbelastungen führen.


Koppelung der Zulassung an die Effizienz wird bei Kühlschränken bereits praktiziert

Ein Verbot von Glühlampen und Leuchtmitteln mit Energie-Effizienzklassen schlechter als "C" wäre laut DUH gleichbedeutend mit dem Ende der klimaschädlichen Glühlampe, die in der Regel nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Helligkeit umwandle und nur die Klassen "D", "E" oder "F" erreicht. Eine Bindung der Zulassung an eine Energieeffizienz sei nicht neu, sondern zum Beispiel bei Kühlschränken schon in Kraft, betont die Umwelthilfe. Auch Kühlgeräte, die weniger effizient seien und die Normen für die Kategorien "A", "B" oder "C" nicht erfüllen würden, dürften inzwischen EU-weit nicht mehr verkauft werden. Energiesparlampen würden den eingesetzten Strom bei gleicher Leuchtkraft fünf Mal effizienter nutzen als herkömmliche Glühlampen. Mit einem vollständigen Verbot der "Energiefresser", die über 90 Prozent des eingesetzten Stroms nicht in Licht sondern in Wärme verwandeln, könnten zwei große Steinkohlekraftwerke eingespart werden, rechnet Resch vor.


Energiesparlampen haben auch ihre Tücken: Quecksilber macht sie zur Umweltgefahr

Die höheren Kosten beim Kauf moderner Energiesparlampen zahlen sich auf Dauer aus, denn sie halten im Durchschnitt sechs Mal länger als normale Glühbirnen. Allerdings sei auch die Energiespartechnik, die mittlerweile schon rund zwanzig Jahre alt ist, nicht ohne Tücken - vor allem hinsichtlich Entsorgung. Die Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren - offizielle Bezeichnung beider ist "Gasentladungslampe" - enthalten in geringen Mengen das giftige Schwermetall Quecksilber sowie seltene Erden als Leuchtmittel. Aus diesem Grund ist es laut DUH notwendig, alle ausgedienten quecksilberhaltigen Lampen zurückzugeben, damit sie fachgerecht entsorgt werden. Zudem könnten dann die enthaltenen Metalle und das Altglas wieder verwendet werden.


Zu wenig ausrangierte Energiesparlampen werden recycelt

"Der Wechsel zur Energiesparlampe ist eine gute Sache. Leider beobachten wir derzeit aber alarmierend niedrige Rückgabemengen", erklärte Patrick Dieninghoff, Geschäftsführer der Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH in München. Eine jüngst abgeschlossene, noch unveröffentlichte Studie habe ergeben, dass aus privaten Haushalten nur etwa 10 Prozent der Gasentladungslampen zurückgebracht wurden, aus dem Gewerbebereich waren es ungefähr 35 Prozent. Über 70 Millionen ausrangierte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, würden im Hausmüll entsorgt, schätzt Dieninghoff. Dagegen würde in Schweden bereits etwa die Hälfte der Energiesparlampen aus privaten Haushalten zurückgegeben und verwertet. Die DUH sei über die Ergebnisse dieser Untersuchung ausgesprochen besorgt, sagte Eva Leonhardt, DUH-Projektleiterin für Kreislaufwirtschaft: "Seit dem Start der Umsetzung des Elektro-Gesetzes vor fast einem Jahr ist die getrennte Sammlung für alle Verbraucherinnen und Verbraucher Pflicht. Es ist jetzt auch für die vielen Rückgabemuffel an der Zeit, die quecksilberhaltigen Lampen verantwortungsvoll zu entsorgen". Auf Grundlage der Lightcycle-Studie sei zu befürchten, dass im Jahr 2006 mehrere Hundert Kilogramm Quecksilber unkontrolliert in die Umwelt gelangt seien.


Kampagne mit kommunalen Spitzenverbänden angekündigt

Quecksilber ist ein leicht flüchtiges Schwermetall und kann zu schweren Belastungen der Umwelt führen, wenn es nicht fachgerecht entsorgt wird. Deshalb haben DUH und Lightcycle eine Informationskampagne angekündigt, an der sich die kommunalen Spitzenverbände beteiligen wollen. Mit Aktionen und Info-Material sollen private Haushalte, aber auch kleine und mittlere Unternehmen und der Handel von der Notwendigkeit der fachgerechten Entsorgung überzeugt werden.

03.03.2007   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarstromtechnik Heitfeld,