Solar News Archiv April 2007

 




 

Sigmar Gabriel eröffnete "Woche der Sonne": Aktionsbündnis wirbt bundesweit für Solarenergie

Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme in Deutschland.
Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme
in Deutschland.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat am 28.04.2007 als Schirmherr die "Woche der Sonne" eröffnet. Vom 28. April bis zum 6. Mai wird bundesweit in über 1.400 Veranstaltungen für Solarstrom und Solarwärme geworben. "Nur wenn wir die erneuerbaren Energien noch stärker nutzen, können wir unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen. Immer mehr Menschen in Deutschland setzen auf die Solarenergie, um Wärme für die eigenen vier Wände zu erzeugen oder Strom zu produzieren. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Wirtschaft. Die erneuerbaren Energien haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Jobmotor entwickelt. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die 'Woche der Sonne' Begeisterung für die erneuerbaren Energien wecken will", sagte Gabriel. 

Die Woche der Sonne wird getragen von vielen lokalen Initiativen, Kommunen, Schulen und Handwerkern und vom Bundesumweltministerium gefördert. Die Palette der Veranstaltungen reicht vom Schulprojekttag über Fahrradtouren zum Thema Solarenergie bis zu Tagen der offenen Tür bei Solar-Unternehmen.


Mehr Sonnenkollektoren installiert als je zuvor; 20 % mehr Photovoltaikanlagen

Die Nutzung der Solarenergie boomt: Im vergangen Jahr wurden weit mehr als eine Millionen Quadratmeter Solarkollektoren installiert - mehr als je zuvor. Der Markt für Photovoltaikanlagen wuchs um rund 20 Prozent. Die Attraktivität des Standortes Deutschland in diesem Bereich zeigt sich auch in den Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro in neue Produktionsanlagen. Zehn neue Solarfabriken entstehen allein in den neuen Bundesländern, bestehende Produktionen im ganzen Bundesgebiet werden erweitert.

Weitere Informationen und Termine unter http://www.woche-der-sonne.de

30.04.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW,
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Tag der Erneuerbaren Energien 2007: Viel Sonne und sichtbare Klimaänderung

Bei strahlendem Sonnenschein fand am 28.04.2007, genau 21 Jahre und 2 Tage nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, der 12. Tag der Erneuerbaren Energien statt. In 510 lokalen Aktionen in ganz Deutschland wurden fast 1.000 Anlagen zur Nutzung der vielfältigen regenerativen Energien gezeigt. Die meisten Veranstaltungen fanden statt in Sachsen, dem Mutterland des Aktionstages mit 130 Aktionen, gefolgt von Bayern mit 80 und Nordrhein-Westfalen mit 45 Aktionen. Das berichtet die Stadtverwaltung Oederan, auf deren Initiative der Tag der Erneuerbaren Energien zurückgeht, in einer Pressemitteilung. Die Solaranlagen brachten an diesem Tag dank der Hochdruck-Wetterlage Höchstleistungen.  
Wetterextreme werden immer häufiger

Während vor einem Jahr zum Tag der Erneuerbaren Energien das nasskalte Wetter mit Schneeschauern überwog, ist nun in diesen Tagen die Sonne mit sommerlichen Temperaturen und starker Trockenheit das dominierende Element. "Diese Wetterextreme wie auch der ausgefallene Winter werden immer häufiger", so Eberhard Ohm vom Energieteam der Stadtverwaltung Oederan, wo vor 11 Jahren die Idee des Öffentlichkeitstages geboren wurde. "Die Häufung der Wetterextreme sollten uns ein ernstes Alarmsignal sein. Ein stärkeres Umsteuern zu Gunsten der erneuerbaren Energien und der Energieeinsparung ist notwendig, um schlimmeres zu verhindern. Erfreulich ist, dass mit dem Tag der Erneuerbaren Energien immer mehr Menschen zu Alternativen informiert werden." Der Bundesumweltminister legte erst kürzlich einen Acht-Punkte-Plan zur Senkung der Treibhausemissionen vor.


Schulenergietag zum dritten Mal bewährt; Solaranlagen auf allen öffentlichen Schulen in Erlangen

Auch der Schulenergietag war ein Erfolg. "Wenn auch klein in der Anzahl der registrierten acht Schulen, aber fein, wie mir die Schulen berichteten", so Eberhard Ohm. In Dippoldiswalde /Sachsen wurde eine Photovoltaikanlage auf dem Gymnasium eingeweiht, während am Albert-Schweitzer-Gymnasium Erlangen vielfältige Aktionen stattfanden und in Oederan die Grund- und Mittelschüler den neuen Wassererlebnispfad und die modernste Holzheizung der Stadt erkundeten. Erlangen ist die erste Großstadt, die auf allen öffentlichen Schulen Solaranlagen hat.


Anlagen das ganze Jahr öffentlich zugänglich

In diesem Jahr ist der Tag der Erneuerbaren Energien mit dem 28. April nicht zu Ende, betont Ohm: Erstmals werden Betreiber ihre Anlagen über das ganze Jahr der Öffentlichkeit zeigen. Die entsprechenden Adressen sind zu finden unter http://www.energietag.de

In Deutschland war der Tag der Erneuerbaren Energien gleichzeitig der Beginn der WOCHE DER SONNE, die Solarwärme- und Solarstromanlagen noch bis zum 6. Mai vorstellt. Am 5. bis 6. Mai werden in Österreich und in der Schweiz die TAGE DER SONNE veranstaltet.

Informationen und Termine der Woche der Sonne:
http://www.woche-der-sonne.de.
Tag der Sonne in Österreich: http://www.solarwaerme.at/Sonne-und-Energie/Aktionstag/.
Tag der Sonne in der Schweiz: http://www.tagdersonne.ch/

30.04.2007   Quelle: Stadtverwaltung Oederan   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadt Oederan,
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Europressedienst: Photovoltaik-Branche in Griechenland wird von der Bürokratie behindert

Fast alle großen Solar-Unternehmen sehen derzeit gespannt auf die Entwicklung der Photovoltaik-Branche rund um das Mittelmeer, berichtet der Europressedienst Bonn. Zum einen böten Länder wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal dank ihrer hohen Sonnenintensität geradezu ideale Voraussetzungen für die Gewinnung von Sonnenenergie, was aus Sicht der PV-Branche einen entscheidenden Standortvorteil für die Region markiere. Zum anderen ziehe nun auch die Politik nach und setze die Förderung der erneuerbaren Energien verstärkt auf die politische Tagesordnung. Gerade am Beispiel Griechenland werde aber deutlich, dass übermäßige Regulation und außerordentlicher bürokratischer Eifer rasch ins Negative umschlagen können, so der Europressedienst.  PV-Verband klagt über "nutzlosen Papierkrieg"

Anlässlich der diesjährigen Solarmesse PV Med in Athen sei deutlich, geworden, dass sich die griechische Solarstrom-Branche - die sich noch in der Entwicklungsphase befindet - schon jetzt in einem Netz aus Genehmigungsverfahren, Anträgen und Sondervereinbarungen zu verstricken drohe. "Das eigentliche Problem des griechischen PV-Marktes sind nicht etwa zu geringe Einspeisevergütungen. Das eigentliche Problem ist der nutzlose Papierkrieg", wettert Stelios Psomas, Vorsitzender des griechischen Solarverbandes "Hellenic Association of Photovoltaic Companies" (HELAPCO) in Richtung der Politiker. Entscheidungen über die Zulassung von Solarstrom-Anlagen werden nach Angaben der griechischen Firma "Photovoltaik" heute noch teilweise auf der Basis eines Gesetzes von 1985 entschieden und daher von den zuständigen Kommunalregierungen häufig abgelehnt. An diesem Bespiel werde deutlich, dass die Bestrebungen zur regenerativen Energiegewinnung oft schon an Fragen der politischen Zuständigkeit scheitern und Großprojekte so unnötig blockiert werden, so der Europressedienst.


Einfaches Genehmigungsverfahren nur für kleine Anlagen

Die Einspeisevergütungen für Solarstrom in Griechenland werden laut Europressedienst weniger kritisiert als in anderen EU-Ländern. Mit Beträgen zwischen 0,40 Euro/kWh (Festland) und 0,50 Euro/kWh (Inseln) gebe es zwar durchaus noch Nachbesserungsbedarf, doch im Mittelpunkt der Kritik stehe eindeutig das Genehmigungsverfahren für Solarstromanlagen. Der Verband HELAPCO stellte auf der PV Med einige dieser Schritte vor. Einfach scheint nur die Genehmigung für PV-Anlagen bis 20 kW. Diese sind genehmigungsfrei, mit Ausnahme von Anlagen die in Naturschutzgebieten augestellt werden,. Durchschnittlich dauere es von der Anfrage bis zur Aufstellung nicht mehr als 40 Tage, so eine Berechnung von HELAPCO.

Deutlich komplizierter seien hingegen Genehmigungen für Anlagen zwischen 20 und 150 kW. Hierbei bedarf es nach Angaben des Verbands einer Baugenehmigung, eines Vertrags mit den Netzbetreibern sowie eines Vertrags zur Abnahme der Energie und zum Teil auch einer zusätzlichen Ausnahmegenehmigung. Der Verband setzt für diesen bürokratischen Hürdenlauf ein Minimum von 180 Tagen an. Rund acht bis neun Monate erfordere es, eine Großanlage mit mehr als 150 kW durch die Instanzen zu schleusen. Und selbst das scheine noch optimistisch. Denn Lizenzen, Baugenehmigungen, Verträge mit Netzbetreibern und Stromabnehmern, Betreibergenehmigungen und diverse Ausnahmeregelungen forderten derzeit noch ihren Tribut.

Ärgerlich seien solche bürokratischen "Schildbürger-Streiche" nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes, auch die Solar-Unternehmen zeigen sich laut Europressedienst verwundert über derartige Stolpersteine auf dem Weg zur sauberen Energie. Gerade wenn man sich die Größe des griechischen PV-Marktes vor Augen halte - allein 2006 wurden 1,3 MWp installiert -, zeige sich, welches wirtschaftliche Potenzial rund um die Akropolis schlummere. Insgesamt schätzt der nationale Solar-Verband das Marktvolumen auf etwa vier Milliarden Euro.

30.04.2007   Quelle: Europressedienst (EuPD)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Finanzierung und Versicherung von Geothermieprojekten schreiten voran

Geothermie-Konferenz in Freiburg.
Geothermie-Konferenz in Freiburg.

Rund 180 Teilnehmer aus der Geothermiebranche sowie Versicherer, Investoren und Kommunalvertreter trafen am 19.04.2007 zur 3. Internationalen Geothermiekonferenz in Freiburg. Eröffnet wurde die Veranstaltung in Vertretung von Schirmherrn Sigmar Gabriel durch Dr. Karin Freier, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). "In einem vom BMU entwickelten Szenario gehen wir davon aus, dass die Geothermie im Jahr 2050 12,5 Prozent des Wärmebedarfs bereitstellen kann", prognostizierte Freier in ihrer Begrüßungsrede. Erdwärmeprojekte zur Wärme- und Stromerzeugung verlangen auf Grund hoher Anfangsinvestitionen und des Fündigkeitsrisikos ein gutes Risikomanagement und eine durchdachte Finanzierungsstrategie, betonen die Veranstalter der Konferenz. 

"Die Zeit ist reif, um in die Geothermie zu investieren“

"Das Hauptaugenmerk der 3. Internationalen Geothermiekonferenz galt dem Dialog zwischen Projektentwicklern einerseits und Investoren und Versicherern andererseits," erläutert Volker Krauth, Geschäftsführer der forseo GmbH. So gehören die Finanzierung zu den wichtigsten Aspekten bei der Realisierung von Geothermievorhaben. Vor- und Nachteile verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten durch Eigen- oder Fremdkapital seien hinsichtlich des individuellen Risikopotenzials der einzelnen Projekte gegeneinander abzuwägen. "Die Zeit ist reif, um in die Geothermie zu investieren“, meint Heribert Sterr-Kölln, Geschäftsführer von Sterr-Kölln & Partner, "von Investments in Form von Publikumsfonds rate ich jedoch ab, da diese nicht geeignet sind, das Risiko von Geothermieprojekten zum jetzigen Zeitpunkt zu tragen."


Investitionspotenzial in Deutschland auf 4,5 bis 5 Milliarden Euro geschätzt

Über die Kriterien eines Risikokapitalgebers und den bedingt geeigneten Einsatz von Venture Capital bei Geothermieprojekten berichtete Jochen Sautter von VentureInvest. Jörg-Peter Voß von der IKB Deutschen Industriebank schätzt das Investitionspotenzial in Deutschland derweil auf 4,5 bis 5 Milliarden Euro. Erfolgreich scheint das Finanzierungsmodell von Geodynamics Limited: Das australische Unternehmen finanziert sich als Aktiengesellschaft. Seit 2002 haben Investoren durch den Kauf von Aktien 45 Millionen Euro in das Unternehmen gebracht. Erst kürzlich konnte das Unternehmen weitere Aktien im Wert von 30 Millionen Euro veräußern. Im September soll mit einem eigenen Bohrgerät das australische Projekt fortgeführt werden.

Eine Fündigkeitsversicherung minimiert nicht nur das Risiko finanzintensiver Projekte: Sie kann auch dazu beitragen, den Weg der Finanzierung überhaupt zu erleichtern. Dies bestätigte Kyoichi Shimazaki von der Weltbank, mit der Vorstellung der Risikoabsicherungsinstrumente unter anderem einer Fündigkeitsversicherung. Christian Scholz, Prokurist der FirstGeoTherm GmbH, spricht sich für den Abschluss einer Fündigkeitsversicherung noch vor der Akquise von Investoren aus: "Die für die Versicherung nötige Aufarbeitung und Vervollständigung aller Projektunterlagen liefert zugleich belastbare und aussagekräftige Unterlagen für Investoren. Machbarkeitsstudie und Possibility of Success-Studie schaffen Sicherheit für Projektplaner und potenzielle Finanzierer. Eine durch den Projektentwickler abgeschlossene Fündigkeitsversicherung ist ein Qualitätsmerkmal für geprüfte und als versicherbar eingestufte Projekte." Scholz präsentierte die erste Fündigkeitsversicherung im Oberrheingraben für das neue Projekt in Wörth.


Projekte am Oberrhein in Breisach, bei Bad Säckingen und in Landau

Weitere Themen der 3. Internationalen Geothermiekonferenz waren die Möglichkeiten und Formen der Stimulationen im Untergrund und ihre Relevanz hinsichtlich seismischer Ereignisse. Beiträge zu Voruntersuchungen auf geochemischer Basis und Ihrer Anwendung sowie Berichte über neue Projekte rundeten das Programm ab. Der badische Energieversorger badenova AG & Co. KG referierte über Projekte in der Region am Oberrhein: Für die Voruntersuchungen zu einem möglichen Geothermiekraftwerk in Breisach wurden jetzt Gelder bereit gestellt. Die GWK Hochrhein GmbH plant zwischen Bad Säckingen und der Landesgrenze bei Schaffhausen Bohrungen bis in drei Kilometer Tiefe. Erfolgreich verläuft zur Zeit das Projekt in Landau: Das Geothermiekraftwerk mit gekoppelter Fernwärmeversorgung kann voraussichtlich bereits Ende dieses Jahres seinen Betrieb aufnehmen. Beispielhaft für die Kombination der Geothermie mit anderen erneuerbaren Energien ist das Hybridkraftwerk in Neuried, bei dem von einer Biogasanlage dem Geothermiekraftwerk zusätzliche Wärme zugeführt wird.

Die Veranstalter, die forseo GmbH und der fesa e.V. aus Freiburg, zeigen sich zufrieden mit der Konferenz: "Wir freuen uns über den zunehmenden Zuspruch der Finanzbranche. Rund 20 Prozent der 180 Teilnehmer kamen aus dem Kapitalsektor. Dies zeigt, dass das Interesse der Investoren für die Geothermie geweckt ist", so Dr. Jochen Schneider vom fesa e.V.

30.04.2007   Quelle: 3. Internationale Geothermiekonferenz; fesa   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: 3. Internationale Geothermiekonferenz; fesa,
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Evergreen Solar: Neuer Markenauftritt und ausgeweiteter Service

Evergreen Solar, Inc. (Marlboro, Massachusetts) Hersteller von Photovoltaik-Produkten unter Anwendung seiner selbst entwickelten, ressourcenschonenden String Ribbon™ Wafer-Technologie, hat am 26.04.2007 ein neues Marketing-Programm gestartet. Die Neupositionierung des Unternehmens unter dem Slogan "Think Beyond" soll die Modernisierung des Markenauftritts mit einer Ausweitung des Kundenservice verbinden.  "Unser verbessertes Programm zur Unterstützung und Betreuung der Kunden entstand in enger Zusammenarbeit mit unseren Stammkunden. Auf diese Weise konnten wir Wünsche und Verbesserungsvorschläge unserer Gesprächspartner direkt berücksichtigen", erklärt Dr. Terry Bailey, Senior Vice President of Marketing and Sales bei Evergreen Solar.

"Wir sind zuversichtlich, dass das neue Kundensupport-Programm ihre Erwartungen noch übertreffen wird", so Bailey. Er wies darauf hin, dass auch die Mitarbeiter von Evergreen Solar ständig aufgefordert seien, nach neuen Wegen zur Verbesserung des Unternehmens zu suchen. Der Mut, über das Konventionelle hinaus zu denken – der im neuen Slogan "Think Beyond" zum Ausdruck komme – habe bereits in der Vergangenheit entscheidend zum Erfolg von Evergreen beigetragen. "Unsere Mitarbeiter werden diesem Anspruch täglich aufs Neue gerecht. Sie entwickeln Möglichkeiten zur Optimierung unserer Technologien, unserer Produktionseffizienz und unseres Kundenservice", so Bailey.


Schleife im neuen Logo steht für String Ribbon-Technologie

Die Schleife im neuen Logo ist eine Anspielung auf die patentierte, ressourcenschonende String Ribbon™ Technologie und wird in der gesamten Kommunikation von Evergreen Solar zum Einsatz kommen. Laut Bailey reflektiert die moderne Corporate Identity den dynamischen, innovativen Charakter des Unternehmens besser: "Evergreen ist weltweit führend in der Entwicklung wegweisender Solartechnologie. Der nachhaltige Wachstumskurs hat es erforderlich gemacht, dem gesamten Unternehmen einen neuen, klar erkennbaren optischen Auftritt zu geben." Die ursprüngliche Markenidentität, symbolisiert durch einen immergrünen Baum und die Sonne habe entscheidend dazu beigetragen, das Image als aufstrebendes Unternehmen in der noch jungen Solarbranche zu etablieren. Die Internetseiten des Solarzellenherstellers sollen ebenfalls dem modernen Design angepasst und mit vielen neuen Features ausgestattet werden.

30.04.2007   Quelle: Evergreen Solar, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neue Klima-Allianz fordert Bundesregierung zum Handeln auf

Zu einer Klima-Allianz zusammengeschlossen haben sich Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Entwicklungsorganisationen wie der Evangelische Entwicklungsdienst, Brot für die Welt, die Diakonie Katastrophenhilfe und Misereor sowie die Umweltverbände BUND, DUH, Greenpeace, NABU und der WWF. Weitere gehören der Klima-Allianz Organisationen wie der Deutsche Alpenverein und attac an. Die insgesamt über 40 Organisationen veröffentlichten jetzt einen gemeinsamen Aufruf für eine entschlossenere Klimapolitik. Erstmals in Deutschland tritt damit ein breites Bündnis an, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen.   "Der Klimawandel trifft Mensch und Natur weltweit in einem Ausmaß, das historisch ohne Beispiel ist. Der Schutz des Klimas ist deshalb aus ethischer Verantwortung für den Erhalt der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen und zur Bewahrung unserer Schöpfung dringend geboten", kommentiert Weihbischof Bernd Uhl, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.


Klimaschutz von wirtschaftlichen oder politischen Interessen blockiert


Für die Umweltverbände begründet die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt den Zusammenschluss: "Trotz einhelliger Warnungen der Wissenschaftler wird der Klimaschutz immer wieder von kurzsichtigen wirtschaftlichen oder politischen Interessen blockiert. Die Klima-Allianz soll Anstöße zu einer gesellschaftlichen Bewegung für mehr Klimaschutz geben. Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen, damit bis 2020 die klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 verringert werden." Grundlage dafür sei der entschlossene Ausbau erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, statt neue Kohlekraftwerke zu bauen. Im Verkehr müssten strenge Verbrauchslimits für PKW und ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen gelten. Die Träger der Klima-Allianz forderten die Abschaltung der Atomkraftwerke und ein Fördergesetz für erneuerbare Energien zur Heizung von Gebäuden.


Klimawandel bedroht Existenz vieler Menschen in Entwicklungsländern

Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer des bischöflichen Hilfswerks Misereor erläutert: "Die Menschen in den Entwicklungsländern sind vom Klimawandel besonders hart betroffen. Es geht nicht um die Frage, ob wir im Winter noch weiterhin Ski fahren können oder ob unsere Sommer zu heiß sind, sondern um die Bedrohung der Existenzgrundlage ohnehin schon Not leidender Menschen durch Überschwemmungen, Dürren und Ausbreitungen von Krankheiten. Dafür sind die Industrieländer die Hauptverantwortlichen." Und Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Entwicklungsdienstes ergänzt: "Die Industriestaaten müssen die Kosten der Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern mittragen und beim Aufbau einer klimaverträglichen Energieerzeugung helfen. Dabei geht es nicht um Almosen, sondern um Gerechtigkeit."


Große gesellschaftliche Mehrheit für die Energiewende

"Die Zeit wird knapp - Politik und Wirtschaft müssen endlich die Energiewende einleiten, sagt Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace: Bloße Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz reichten nicht aus. Statt Grundsteine für Braunkohlekraftwerke zu legen, müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel in Deutschland die Basis für eine zeitgemäße Energieversorgung ohne Atomkraft und Kohle schaffen. "Unsere Klima-Allianz zeigt, dass es eine große gesellschaftliche Mehrheit für eine Energiewende gibt. Die Trägerorganisationen der Klima-Allianz werden mit ihren Mitgliedern und Unterstützern die Bundesregierung regelmäßig an ihre Verantwortung erinnern."

Die Liste der Trägerorganisationen und das Positionspapier der Klima-Allianz sind in Internet zu finden unter http://www.die-klima-allianz.de

29.04.2007   Quelle: Klima-Allianz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarstrom für Mittelamerika: Vorstand der Phönix SonnenStrom AG und Außenminister Steinmeier auf Wirtschaftsreise

Dr. Hänel, Phönix SonnenStrom AG, Bundesaußenminister Dr. Steinmeier (li.).
Dr. Hänel, Phönix SonnenStrom AG,
Bundesaußenminister Dr. Steinmeier (li.).

Der Vorstandsvorsitzende der Phönix SonnenStrom AG, Dr. Andreas Hänel, hat Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier in einer zehnköpfigen Wirtschaftsdelegation nach Mittelamerika begleitet. Neben Vertretern großer deutscher Konzerne und mittelständischer Unternehmen aus dem Infrastrukturbereich sei Phönix SonnenStrom als einziger Vertreter der deutschen Solarwirtschaft eingeladen gewesen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Reise fand vom 15.-21.4.2007 statt und umfasste die Stationen USA (New York), Mexico, Panama und die Dominikanische Republik. Dr. Hänel ist mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verbänden in Mexiko, Panama und der Dominikanischen Republik zusammengetroffen. Gerade die Gespräche in Mexiko-City mit der mexikanischen Außenministerin Patricia Espinosa zeigten das große Interesse für erneuerbare Energien, heißt es in der Pressemitteilung. In nur zehn Jahren würden die bekannten Erdölreserven Mexikos erschöpft sein, so dass sich das Land intensiv nach Alternativen umsehe und zur Zeit an einem Programm zur verstärkten Markteinführung erneuerbarer Energien arbeite.


Gesetzesinitiative zur Markteinführung der erneuerbaren Energien in der Dominikanischen Republik

Auch die Gespräche in Panama und in der Dominikanischen Republik, die teilweise auf Ministerebene geführt worden seien, zeigten die wachsende Bedeutung der Erneuerbaren Energien in der Region: In der Dominikanischen Republik habe ein Gesetz zur Markteinführung der erneuerbaren Energien bereits die erste Kammer des Parlaments passiert. Neben Fragen der Versorgungssicherheit spielen der Klimawandel und die Kosten der konventionellen Energien, die teilweise deutlich über den Kosten in Deutschland liegen, eine große Rolle beim Schwenk in Richtung erneuerbare Energien.

"In den nächsten Jahren kann sich diese Region zu einem für die Phönix SonnenStrom AG interessanten Auslandsmarkt entwickeln. Allein Mexiko mit seinen über 100 Millionen Einwohnern hat enormes Potenzial. Ich freue mich, dass ich auf dieser Reise wichtige Kontakte knüpfen konnte", berichtet Hänel. Auch Minister Steinmeier wies in seinen Reden wiederholt auf die Bedeutung der erneuerbaren Energien hin - und die damit zusammenhängenden Exportchancen für die deutsche Solarbranche. Gerade der Mittelstand, der wesentlich die Entwicklung der Erneuerbare Energien in Deutschland vorangebracht hat, könne davon profitieren.

29.04.2007   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG,
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Gewerkschaften: Erneuerbare Energien schaffen dauerhafte Arbeitsplätze

Aus Anlass der Ministerkonferenz "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz" im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wies der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf die Beschäftigungswirksamkeit von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz hin. "Der Einsatz von erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen trägt nicht nur zum Klimaschutz bei und stärkt die Versorgungssicherheit, sondern schafft auch in großem Umfange dauerhafte Arbeitsplätze", sagt DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am 19.04.2007 in Berlin: Allein im Bereich der erneuerbaren Energien seien gegenüber 2004 rund 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Dies entspreche einer Steigerung von rund 36 Prozent, betonte der DGB-Vorstand. 

Deutsche Technologieführerschaft auf dem Weltmarkt

Der deutschen Wirtschaft sei es gelungen, in allen Sparten der erneuerbaren Energien zur Technologieführerschaft auf dem Weltmarkt zu gehören. Damit leisteten die erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland. "Dies zeigt: Klimaschutzziele sind eine Chance für Innovationskraft und Beschäftigungswirksamkeit. Unternehmen, die das erkennen, bringen Nutzen für Mensch und Klima. Voraussetzung ist natürlich, dass dies klar als Unternehmensziel verankert und für das Management verbindlich ist", so Hexel.


DGB schlägt Energiesparfonds vor

Neben dem notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien weist der DGB auf die immensen Potenziale hin, die durch eine effizientere Energienutzung schnell und preiswert erschlossen werden könnten. "Würden wir heute beginnen das vorhandene Potenzial auszuschöpfen, könnten bis 2015 mehr als zehn Prozent des heutigen Endenergieverbrauchs eingespart werden. Als unterstützendes Instrument wäre die Einrichtung eines Energiesparfonds sinnvoll", sagte Hexel.

29.04.2007   Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Rheinland-pfälzische Umweltministerin Conrad zur Woche der Sonne: Keine Heizung ohne Sonnenenergie

Solarpark auf ehemaligem US-Militärflughafen Sembach.
Solarpark auf ehemaligem US-Militärflughafen
Sembach.

Als Technologien mit großer Zukunft hat die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Margit Conrad, zum bevorstehenden Start der "Woche der Sonne" die solar-basierten erneuerbaren Energien bezeichnet. "Rheinland-Pfalz profitiert stark von der positiven Entwicklung dieser Zukunftsenergien, das Potential ist riesengroß", so die Ministerin. Die "Sonnenenergien" stehen laut Conrad für die CO 2-freien erneuerbaren Energien schlechthin.  Gemeinsam mit Dietmar Schlosser als Vertreter des Bundesverbandes Solarwirtschaft, der die Woche der Sonne bundesweit organisiert, und Daniel Löw, Landesinnungsmeister des Fachverbandes Sanitär, Heizung Klima Rheinland-Rheinhessen hob sie die Bedeutung der Sonnenenergie für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung und für die heimische Wirtschaft hervor. Rheinland-Pfalz sei von der Sonne begünstigt: mit einer mittleren Globalstrahlung von 1.060 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gilt es als "sonnenreich".


"Bei jeder Bau- und Sanierungsmaßnahme muss der Einsatz von Solarenergien geprüft werden", sagte Conrad. "Darauf weisen wir auch im Rahmen unserer Energiesparkampagne "Unser Ener macht mit - Unsere beste Energie ist gesparte Energie" in Beratungen immer wieder hin." Die bundesweite "Woche der Sonne" startet am "Tag der erneuerbaren Energien" (28. April). Umweltministerin Conrad wird im Rahmen der Aktionswoche am 27. April ein Energie-Plus-Gütesiegel überreichen, für ein innovatives Heizungskonzept in einem Einfamilienhaus in Gommersheim; Solarkollektoren, eine Sole-Wasser-Wärmepumpe und einen Erdsolespeicher versorgen das Niedrigenergiehaus. Am 28. April eröffnet die Ministerin in Bischheim eine Biogasanlage in der jährlich rund 10.000 Tonnen Mais- und Ganzpflanzensilage umweltfreundlich Energie erzeugen. Die Kampagne "Unser Ener macht mit" ist präsent, etwa bei Veranstaltungen in Mainz, Koblenz und Montabaur. "Der Erfolg der Aktionswoche lebt vom Mitmachen möglichst vieler und unterschiedlicher Akteure vor Ort. Beteiligt sind Umwelt- und Agenda-Gruppen, Solarawirtschaft, Kommunen, Handwerker, Vereine und viele andere. Ihnen allen danke ich für ihr Engagement für eine klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung", sagte Conrad.


Wirtschaft des Landes profitiert von der Solarthermie: 4.500 neue Solarwärme-Anlagen pro Jahr

Rheinland-Pfalz ist laut Conrad im Bundesvergleich auf dem dritten Platz, was die Dichte der Solarwärmeanlagen angeht: Auf 1.000 Einwohner kommen sechs Anlagen. Jährlich kommen bis 4.500 neue Anlagen dazu. "Wer die Sonne für seine Heizung und Warmwasserbereitung nutzt, tut etwas für die Umwelt und spart. Die Investitionen werden gefördert, der Energieträger Sonne stellt keine Rechnung", so die Ministerin. Für die heimische Wirtschaft bedeute das Wachstum in einer noch jungen Technologiebranche: 87 Prozent der Handwerksbetriebe im Land haben nach Angaben des BSW im vergangenen Jahr solarthermische Anlagen verkauft und installiert. Die ausgelösten Investitionen in Rheinland-Pfalz lagen 2005 und 2006 jeweils über 100 Millionen Euro. Conrad: "Die Nutzung der Solarenergie bietet für unsere heimische Wirtschaft und das Handwerk große Chancen. Große, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen haben ein neues Standbein. Neue Unternehmen sind entstanden. Neue Berufsfelder haben Möglichkeiten eröffnet für alte Handwerksberufe, die mit Erfolg neue Märkte erobern. Der Schornsteinfeger von heute ist Energieberater, der Heizungsinstallateur Solarfachmann. Ihr Know-How und ihre Beratungskompetenz sind gefragt und ihre Mitarbeit an der Entwicklung und dem Einsatz neuer Techniken."

Solarthermische Anlagen rechnen sich, wenn sie die passende Größe haben und im besten Fall mit einer anstehenden Heizungsmodernisierung geplant werden. Zusätzliche Einsparmöglichkeiten bestehen, wenn Wasch- oder Spülmaschine mit dem solar erwärmten Wasser betrieben werden.


Erneuerbare Energien: der "schlafende Riese" im Wärmemarkt

Rund 90 Prozent der Energie in deutschen Haushalten wird in Form von Wärme zum Heizen und für Warmwasser verbraucht. Hiervon wird noch sehr wenig über erneuerbare Energien erzeugt. "Ich plädierte deshalb für ein ?Regeneratives Wärmegesetz?zur Unterstützung des Ausbaus dieser Energien. Denn vor allem der Wärmemarkt bietet große volkswirtschaftliche Möglichkeiten für die regenerative Energien. Die Wachstumsraten im Wärmemarkt sind leider noch gering", betont die Ministerin.


Photovoltaik: Sonnenstrom auf Wachstumskurs

Conrad: "Bei den Erneuerbaren Energien ist die Photovoltaik der Bereich, der am stärksten wächst." Rheinland-Pfalz konnte im Jahr 2006 Umsätze aus Investitionen in Neuanlagen von rund 180 Millionen Euro realisieren (Quelle: BSW). Für die kommenden Jahrzehnte sei eine positive Entwicklung gerade für Sonnen-Strom aus kleinen dezentralen Anlagen voraussehbar, sagte die Umweltministerin: "Strom aus Photovoltaikanlagen kann netzbezogenen Strom der Haushalte ersetzen. Die Erzeugungskosten in dezentralen Anlagen werden mittelfristig geringer sein als der Strompreis am Zähler für Strom, der über das Netz bezogen wird. Im Süden Europas steht Sonnenstrom bereits an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit." Das Land Rehinland-Pfalz betreibt selbst ein "kleines" Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 1,4 Megawatt: An 16 Standorten werden in Rheinland-Pfalz auf Dächern von Liegenschaften des Landes 23 Photovoltaik-Anlagen betrieben. Die Gesamtfläche beträgt über 11.000 Quadratmeter und verfügt über eine installierte Gesamtleistung von über 1.400 kWp.

28.04.2007   Quelle: Ministerium für Umwelt und Forsten - Rheinlandpfalz (MUFVRLP)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Pfalzwerke AG,
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Im Sonnenpark in St. Alban werden am Tag der erneuerbaren Energien zwei neue Bio-Solar-Häuser eröffnet

Bio-Solar-Haus in Rheinland-Pfalz.
Bio-Solar-Haus in Rheinland-Pfalz.

Gleich zwei neue Häuser werden der Öffentlichkeit am 28.04.2007 im Sonnenpark rheinland-pfälzischen St. Alban vorgestellt. Sie vereinen neueste Erkenntnisse im Bereich des nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauens. Die Häuser werden mit minimalem Energieeinsatz hergestellt und mit geringsten Kosten beheizt, berichtet die Bio-Solar-Haus Vertriebs- & Beratungs- GmbH in einer Pressemitteilung. Gesundheit und Energieeffizienz seien die Stärken des Bio-Solar-Hauses. Ingenieure der Becher GmbH konzipierten die nach Angaben des Herstellers bereits hundertfach bewährten Gebäude nach den Vorteilen der Physik. "Keine andere Hauskonstruktion bietet einen umfassenderen Nutzen für seine Bewohner und einen besseren Klimaschutz. Und das zu erschwinglichen Preisen, ohne Risiken, Nebenwirkungen und Folgekosten", betont die Bio-Solar-Haus GmbH. Der Schlüssel zum Erfolgsgeheimnis sei die "Haus-im-Haus"-Bauweise.  Ein sehr gut wärmegedämmtes Innenhaus stehe allseitig von Luft umschlossen in einem äußeren Wetterschutzhaus. Die Hülle des Innenhauses bestehe aus einer wärmegedämmten, wasserdampf-diffusionsoffenen und wärmebrückenfreien Holzkonstruktion. Sie bewirke, dass der in jedem Haus entstehende Wasserdampf samt Gerüchen und Luftschadstoffen ungehindert entweichen und das Gebäude über den Dachboden verlassen kann.


Das Außenhaus ist nach Süden oder Westen größer als das Innenhaus und bildet mit seinen dort verglasten Außenwänden und dem verglasten Dach einen großen Wintergarten. Wie in einem Gewächshaus werden die Luft im Wintergarten, die Außenflächen des Innenhauses und die im Wintergarten angeordneten Wärmespeicher vom Tageslicht erwärmt. Sie geben ihre Energie, im Winter unterstützt durch eine Warmwasser-Wandstrahlungsheizung, gleichmäßig an die Innenhaushülle ab. Die Nutzung von regenerativen Energien wie Sonne und Biomasse zur Heiz- und Brauchwassererwärmung produziert keine Kohlendioxid - Emissionen und leistet somit einen hervorragenden Klimaschutz, was durch die Verwendung natürlicher Baumaterialien zusätzlich unterstützt wird.

28.04.2007   Quelle: Bio-Solar-Haus Vertriebs- & Beratungs- GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bio-Solar-Haus Vertriebs- & Beratungs- GmbH,
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Raps-Rekord 2007: Rapsöl drängt auf den Kraftstoffmarkt

Raps: Rohstoff für Biodiesel.
Raps: Rohstoff für Biodiesel.

Auf einer Fläche von mehr als 1,5 Millionen Hektar blüht derzeit in ganz Deutschland Raps. Das entspreche etwa 12 Prozent der gesamten Ackerfläche und mache deutlich, wie bedeutend der Rapsanbau für die heimische Landwirtschaft sei, so die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) in einer Pressemitteilung. Die Ausweitung um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei auch ein Zeichen dafür, wie erfolgreich sich die Märkte für Rapsöl entwickelt haben. Neben dem wachsenden Absatz von Rapsöl zur Ernährung sei es besonders der Kraftstoffmarkt, in dem sich Rapsöl eine feste Position erobert habe.   Biodieselproduzenten und Anbieter von Rapsölkraftstoff sähen die aktuelle Entwicklung auf dem Biokraftstoffmarkt jedoch zwiespältig, betont die UFOP. Einerseits sei sehr befriedigend, dass dem herkömmlichen Diesel heute per Gesetz 5 Prozent Biodiesel beigemischt werden müssen, was vor 20 Jahren noch als Utopie gegolten habe.



Steuergesetzgebung stoppt Biodiesel-Markt

Andererseits sorge die deutsche Steuergesetzgebung dafür, dass der über viele Jahre aufgebaute Markt für Biodiesel in seiner Entwicklung gestoppt werde. Besonders Betreiber von Nutzfahrzeugen hätten in den letzten Jahren verstärkt auf den "Diesel vom Feld" gesetzt. Nicht zuletzt deshalb, weil dessen steuerliche Begünstigung zu einem wettbewerbsfähigen Preis beigetragen habe. Mit diesen Vorteilen habe die im Jahr 2006 eingeführte Besteuerung von reinem Biodiesel Schluss gemacht. Dadurch werde aus einem Vorteil spätestens Anfang 2008 ein echter Nachteil, wenn die nächste Stufe der Biodieselbesteuerung greife. Gleiches gelte auch für den Einsatz von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff, für das ab 2008 ebenfalls steigende Steuersätze gelten werden. Nur ein Einlenken der Politik bei der Besteuerung und weiter steigende Dieselpreise könnten dazu führen, dass dies nicht geschieht, so die UFOP.

28.04.2007   Quelle: UFOP e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UFOP,

 

BSW: Angekündigtes Wärmegesetz wird den "schlafenden Riesen" Solarwärme wecken

Solarwärmeanlage zur Brauchwassererwärmung.
Solarwärmeanlage zur
Brauchwassererwärmung.

Die deutsche Solarwirtschaft begrüßt die Regierungserklärung zur künftigen Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland vom 26.04.2007 und speziell das von Sigmar Gabriel angekündigte Gesetz für regenerative Wärme. Dieses sehe vor, dass bei Neubauten und bei der grundlegenden Sanierung von Altbauten ein bestimmter Anteil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden muss, so der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) in einer Pressemitteilung. "Der vom Bundesumweltminister vorgestellte Weg ist ein wichtiger Schritt, die enormen Potenziale regenerativer Energiequellen am Wärmemarkt weiter zu erschließen", sagt BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig.  Dabei werde die Solarwärme eine Schlüsselrolle spielen. Langfristig könne Solarwärme rund ein Drittel des deutschen Wärmebedarfs decken. "Das Wärmegesetz wird maßgeblich dazu beitragen, den schlafenden Riesen Solarwärme zu wecken", ist sich Körnig sicher.



Solarwärme spart 500 Millionen Liter Öl

Bereits heute vertrauen rund eine Million deutsche Haushalte auf Solarwärme zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Damit können jährlich rund 500 Millionen Liter Öl beziehungsweise Kubikmeter Gas eingespart werden. Dies entspricht laut BSW dem Inhalt von rund 36.000 Öllieferfahrzeugen. Hinzu kommen eingesparte Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid von jährlich rund einer Million Tonnen. Für Neubauten haben zu 100-Prozent regenerativ beheizte Häuser die Marktreife erlangt. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. wuchsen der Markt und der Branchenumsatz für Solarwärmeanlagen im letzten Jahr um 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro. Die rund 4.000 deutschen Solarwärmeunternehmen beschäftigten 2006 rund 19.000 Mitarbeiter, 6.500 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr.


Mit Solarthermie können langfristig rund 30 Prozent aller Ölimporte aus Nahost eingespart werden

Für die kommenden Jahre rechnet der Verband mit einer weiteren Expansion und folgt damit der Einschätzung des Schweizer Bankhauses Sarasin, das bis 2010 ein jährliches globales Wachstum bei der neu installierten Solarthremie-Leistung von 25 und 30 Prozent erwartet. Durch den raschen Ausbau der Solarwärme könne Deutschland nach BSW-Einschätzungen seine Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und mittel- bis langfristig rund 30 Prozent aller Ölimporte aus Nahost einsparen.

27.04.2007   Quelle: BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Zebau GmbH,
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Gabriel verschärft Kurs beim Klimaschutz: CO2-Ausstoß soll bis 2020 um 40 Prozent gesenkt werden

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will eine härtere Gangart in der Klimaschutzpolitik, ohne die Verbraucher zu belasten. "Wer glaubt, Klimaschutz müsse den Verbrauchern richtig wehtun, ist schief gewickelt", erklärt Gabriel in der ZEIT. "Was wir machen, verschafft den Einzelnen mehr Vor- als Nachteile", betont der Bundesumweltminister. In den vergangenen Jahren sei viel über Klimaschutz geredet, aber wenig gemacht worden. "Deutschland fällt deshalb zurück", so der SPD-Politiker. Wenn Klimaschutz "glaubwürdig und wirksam" sein solle, müsse der Treibhausgasausstoß bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent gesenkt werden.  Dieses Ziel könne auf verschiedene Art und Weise erreicht werden. Allerdings "können wir nicht weiter einfach Ziele vereinbaren - und wenn es zum Schwur kommt, zur Mehrzahl der Maßnahmen Nein sagen", so Gabriel. Er wolle eine Debatte darüber, "wie Deutschland sein 40-Prozent-Ziel erreichen soll".


Technologische Veränderungen auch per Ordnungsrecht durchsetzen

Notwendig seien unter anderem "Vorgaben zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Autos", die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung und Vorschriften, die den Energieverbrauch von Elektrogeräten "deckeln". Die Politik müsse "per Ordnungsrecht technologische Veränderungen durchsetzen", so Gabriel. Steuergeschenke bei der Dienstwagenbesteuerung gehörten ebenso auf den Prüfstand wie das Mietrecht. Er werde aber "nicht zulassen, dass Menschen mit sinkendem Realeinkommen steigende Belastungen tragen müssen", so der Umweltminister.

Gabriel lobt die EU-Kommission dafür, bei den Zuteilungsplänen zum Emissionshandel in ganz Europa Verschärfungen durchgesetzt zu haben. Er hoffe, der Bundestag werde beschließen, zehn Prozent der Emissionsrechte zu versteigern. Anders könne das Versprechen des Koalitionsvertrages nicht eingelöst werden, "Zusatzprofite bei den Konzernen abzuschöpfen".


Das komplette Interview ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 18 vom 26. April 2007.

27.04.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Konzern Solar-Fabrik AG steigert Umsatz um über 63 %

Solarzellenfertigung der Solar-Fabrik AG.
Solarzellenfertigung der Solar-Fabrik AG.

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg), Hersteller von Solar-Wafern, Solarzellen, Solarmodulen und Wechselrichtern, hat das erste Quartal 2007 mit einem Gewinn nach Steuern von 806.000 Euro abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres bedeute dies ein Plus von 302.000 Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug nach Angaben des Unternehmens 0,09 Euro (Vorjahr: 0,06 Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte rund eine Million Euro und verbesserte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 444.000 Euro. Der Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum um über 63 % auf zirka 18 Millionen Euro.   Das erste Quartal 2007 sei hinsichtlich Umsatz und Ertrag das beste 1. Quartal der Unternehmensgeschichte, betont die Solar-Fabrik AG.

475 % Umsatzplus bei Solar-Wafern

Mit Solar-Wafern hat die Solar-Fabrik in den ersten drei Monaten des angelaufenen Geschäftsjahres einen Umsatz von 14,3 Millionen Euro erzielt, davon 10,4 Millionen externe Umsätze. Das Segment steigerte damit den Umsatz bereits im ersten Quartal um 11,3 Millionen Euro: gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum, ein Wachstum von über 475 %. Der Ausbau der Aktivität der Global Expertise Wafer-Division im Silizium- und Waferbereich werde weiter dynamisch vorangetrieben, die Marktvoraussetzungen dafür seien gegenwärtig besser denn je, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung.


Solarzellen aus Singapur

Die Solar Energy Power Ltd., Singapur, habe planmäßig im März mit regelmäßigen Lieferungen von Solarzellen begonnen, so dass auch das Segment Solarzellen ab jetzt zusätzliche positive Ergebnisbeiträge leiste. Das Segment Solarstromsysteme habe sich im ersten Quartal noch plangemäß verhalten entwickelt. Allerdings sei anzumerken, dass die Solar-Fabrik AG seit März 2007 einen deutlich über den Erwartungen liegenden Bestelleingang verzeichne, und dass auch für dieses Geschäftsfeld (aufgrund überplanmäßiger Kapazitätsauslastung) mit einem außerordentlich positiven Ergebnisbeitrag in den kommenden Monaten gerechnet werde.


Strategische Unternehmenserweiterung trägt Früchte

Die Solar-Fabrik erwartet weitere bedeutende Umsatz- und Ergebniszuwächse. Ausschlaggebend dafür sei die Kombination der Aktivitäten entlang der nun komplett integrierten solaren Wertschöpfungskette. Die strategische Unternehmenserweiterung trage damit bereits nach kurzer Zeit eindrucksvoll Früchte. Der Konzernumsatz stieg nach Angaben des Unternehmens im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um rund 63 %, die EBIT-Marge liege, wie angekündigt, bei rund 5,5 %. Das Umsatzziel für das gesamte Wirtschaftsjahr 2007 laute unverändert mindestens 130 Millionen Euro, das Ziel für die EBIT-Marge liege bei mindestens 10 %.

27.04.2007   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG,
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Windenergie-Rekord in der EU: 48 Gigawatt Leistung installiert

Neues Windenergie-Barometer.
Neues Windenergie-Barometer.

Die Europäische Union hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord verzeichnen können und verfügt nun dank 7613,3 neu installierter Megawatt Windenergieleistung über einen Windenergiepark mit einer Gesamtleistung von 48.042,3 MW. Das berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. Außerdem konnte das Jahr 2006 mit positiven Überraschungen und Bestätigungen verschiedener Prognosen aufwarten wie zum Beispiel dem erneuten Anziehen des deutschen Marktes und dem lange erwarteten Abheben der Branche in Frankreich.   Wie erwartet habe sich der englische Markt weiterhin positiv entwickelt, während der portugiesische Markt seinen spektakulären Aufschwung bestätigen konnte. EurObserv’ER stellt die aktuelle Entwicklung dieser Branche in seinem Windenergiebarometer Nummer 177 der französischen Zeitschrift Systèmes Solaires dar.


21 GW in Deutschland und 12 GW in Spanien

Nachdem der deutsche Markt zunächst drei Jahre lang zurückgegangen war, konnte er laut EurObserv’ER im Jahr 2006 dank einer neu installierten Kapazität von 2.233 MW erstmals wieder ein Wachstum verzeichnen. Die Gesamtkapazität des deutschen Windenergieparks beträgt demnach 20.622 MW, also 425 MW mehr als im Jahr 2005. Dies entspreche einem Wachstum des Marktes von 23,5 %. Spanien bleibe 2006 dank einer neu installierten Leistung von 1.587 MW weiterhin zweitgrößter Markt der europäischen Union und verfüge heute über eine Gesamtleistung von 11.615 MW. Der italienische Windenergiemarkt mit zusätzlich installierten 417 MW geht - verglichen mit dem Vorjahr in dem noch 453 MW installiert wurden - leicht zurück. Großbritanniens Markt wächst mit einer zusätzlichen Kapazität von 631 MW wie erwartet weiter stark; 90 MW entfallen hiervon auf den Offshore-Park "Barrow". Die Gesamtwindenergieleistung Großbritanniens beträgt somit 1.963,9 MW, 304 MW davon Offshore. Frankreich tritt 2006 mit einer Leistung von insgesamt 1.635 MW, einschließlich seiner Überseegebiete, an die dritte Stelle noch vor Großbritannien mit 880 MW. Die Kapazität des portugiesischen Windenergieparks liegt geringfügig höher als jene Frankreichs: die dort im Jahr 2006 neu installierten 673 MW heben die Gesamtkapazität Portugals an auf insgesamt 1716 MW und bestätigen ein beschleunigtes Wachstum des Marktes.


Entwicklung der Industrie wird durch Mangel an Bauteilen gebremst

Ebenso wie die Photovoltaik-Industrie sieht sich auch die Windenergieindustrie mit einem Mangel an wesentlichen Bauteilen für die Herstellung von Windkraftanlagen konfrontiert, besonders bei Getrieben und Rollenlagern. Dieser Mangel, der in Finanzberichten mehrerer Hersteller erwähnt wird, könnte das Wachstum des Windenergiemarkts zumindest während der nächsten zwei Jahre stark einschränken, so EurObserv’ER. Trotz des erhöhten Risikos für die Hersteller bleibe die Lage insgesamt auf Grund umfassender Auftragslisten positiv und sehe darüber hinaus auch auf internationaler Ebene viel versprechend aus. So könne momentan die europäische Windenergieindustrie neue Märkte erobern wie zum Beispiel die USA, China und Indien, also Länder, die bereits einen starken Aufschwung der Windenergie verzeichnen. Außerdem konnten zahlreiche Hersteller die gegenwärtige Phase des starken Aufschwungs, die eine ideale Voraussetzung für Preiserhöhungen von Windkraftanlagen böte, zur Sanierung ihrer finanziellen Lage und zur Bestätigung ihrer Position nutzen. "Die Hersteller konnten somit nach einer jahrelangen Schwächung aufgrund der durch Firmenverkäufe und -übernahmen bedingt industriellen Umstrukturierung endlich wieder Fuß fassen", hält EurObserv’ER fest.


Neue Prognose: 89.000 MW installierte EU-Windenergie-Leistung bis 2010

Die Perspektiven für die Windenergie in der Europäischen Union sind laut EurObserv’ER derzeit sehr positiv. Deutschland und Spanien seien heute nicht mehr die einzigen Länder, die für ein Wachstum der Branche sorgten: Frankreich, Großbritannien, Portugal, Irland und andere Länder scheinen fest entschlossen, ihre nationalen Windenergieindustrien zu fördern. Diese neuen Aussichten haben EurObserv’ER dazu veranlasst, die für 2010 gemachten Prognosen komplett neu zu bewerten. Für 2010 rechnet EurObserv’ER nun mit 89.000 MW installierter Leistung. Diese Schätzung gehe über das neue Ziel der European Wind Energy Association EWEA hinaus (80.000MW bis Ende 2010). Wesentlicher unbekannter Faktor sei hierbei die Fähigkeit der Industrie mit den Erwartungen Europas Schritt zu halten. Denn der Mangel an Bauteilen sorge bereits heute für Lieferungsverzögerungen von Windkraftanlagen. Es sei damit zu rechnen, dass die notwendigen Investitionen vorgenommen werden, um das europäische Wachstum auf möglichst hohem Niveau zu halten, heißt es im "Windenergie-Barometer".

Die "Barometer" von EurObserv’ER können als PDF-Dokumente heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer, das Windenergie-Barometer.

27.04.2007   Quelle: EUFORES   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUFORES.,
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Club of Rome: Sigmar Gabriel und Utz Claassen für Solarstrom-Importe aus den Wüsten

Solarthermische Kraftwerke können Tag und Nacht Strom produzieren
Solarthermische Kraftwerke können Tag und
Nacht Strom produzieren

Sie seien sich selten einig, doch Idee vom sauberen Solarstrom aus den Wüsten, die in der aktuellen Studie TRANS-CSP des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht wurde, fasziniere Bundesumweltminister Gabriel und EnBW-Chef Claasen gleichermaßen, berichtet die Deutsche Gesellschaft des Club of Rome in einer Pressemitteilung. Wenige Wochen nachdem Utz Claassen, Chef des Energiekonzerns EnBW, in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau meinte, Ökostrom aus Nord-Afrika könne den Durchbruch zu einer klimafreundlichen Stromversorgung in Europa bringen, werte nun auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel dieses Konzept als "bahnbrechend", heißt es in der Pressemitteilung. 


Gabriel: Bahnbrechende Idee ist bereits heute technisch umzusetzen

In seiner Rede auf der Ministerkonferenz im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft "Renewable energy and energy efficiency in the European neighbourhood policy" bezog sich der Bundesumweltminister auf aktuelle DLR-Studien zu solarthermischen Kraftwerkspotenzialen und betonte, solarthermische Kraftwerke könnten eine wichtige Rolle zur Sicherung einer nachhaltigen europäischen Energieversorgung spielen. "Die Idee ist bahnbrechend: das bedeutet, dass wir in 20 bis 30 Jahren einen Teil unserer Energie mit solarthermischen Kraftwerken produzieren können", so der Minister, "all das ist bereits heute technisch machbar".


Kombination importierter und europäischer erneuerbarer Energien

Das von einer Initiative des Club of Rome entwickelte und zusammen mit dem DLR untersuchte DESERTEC-Konzept sieht unter anderem vor, die Meereswasserentsalzung und Stromerzeugung in Nord-Afrika und im Nahen Osten mit Hilfe von solarthermischen Kraftwerken und Windparks voranzutreiben. Ein groß angelegter Bau solarthermischer Kraftwerke würde nach Prognosen des DLR langfristig Strom-Erzeugungskosten von vier bis fünf Eurocent pro Kilowattstunde ermöglichen. Ein Teil des sauberen Stroms soll mit Hochspannungs-Gleichstromleitungen (HGÜ) in die Ursprungsländer und ab dem Jahr 2020 mit nur drei Prozent Übertragungsverlust je 1.000 Kilometer auch bis nach Europa geleitet werden. Durch eine Kombination importierter und europäischer erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und CO2-Abscheidung, soll nach den Studien des DLR eine sichere Stromversorgung möglich werden sowie die Senkung der durch die herkömmliche Stromerzeugung verursachten CO2-Emissionen in Europa bis 2050 um bis zu 70 Prozent – und das bei langfristig sinkenden Stromkosten.

27.04.2007   Quelle: Deutsche Gesellschaft des Club of Rome   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wikipedia,
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SolarMarkt AG weitet Photovoltaik-Projektgeschäft aus

Solarstromanlage der Universität Freiburg.
Solarstromanlage der Universität Freiburg.

Frank Börsig ist neuer Vertriebsleiter für den Geschäftsbereich Projektbau der SolarMarkt AG. Mit dem neuen Mann will das Freiburger Solarhandelshaus sein Engagement beim Bau großer Photovoltaik-Anlagen intensivieren. "Investoren und gewerbliche Kunden aus Industrie, Handel und Handwerk erhalten von uns hochwertige Anlagen, die maximale Erträge liefern", erklärt der 30-jährige Hochbautechniker und Bauzeichner. "Mein Ziel ist, dass die SolarMarkt AG bei der Projektentwicklung so bekannt wird, wie sie es im Großhandel schon lange ist", ergänzt Börsig.  Von der Anlagenplanung über die Angebotserstellung bis hin zur Bauleitung ist Börsig Ansprechpartner für seine Kunden. Für dieses Aufgabengebiet bringe der in Oberkirch geborene Badener vielseitige Erfahrungen mit, so die SolarMarkt AG in einer Pressemitteilung. In dem Unternehmen Goldbeck Solar war er für den Vertrieb und die Projektleitung von industriellen Solaranlagen zuständig. Durch seine Ausbildungen verfüge er über umfangreiches Konstruktionswissen und statisches Verständnis. Projektmanagement, bei dem viele verschiedene Vorgänge ineinander greifen, habe er in der Baubranche von der Pike auf gelernt.


PV-Großprojekte in Freiburg realisiert

Ihre Kompetenz beim Bau großer Photovoltaik-Anlagen hat die SolarMarkt AG schon mehrfach unter Beweis gestellt: In Kooperation mit regionalen Handwerkern hat das Solarhandelshaus für die diesjährige 550-Jahr-Feier der Universität Freiburg eine 550-Kilowatt-Solarstrom-Anlage errichtet. Vor wenigen Wochen ist eine 187-Kilowatt-Anlage auf dem Dach der Gisinger Immobilengruppe (Gisinger Solarpark) an das Netz gegangen. Mit den beiden selbst entworfenen Montagesystemen AluTec und KLEMENS habe die SolarMarkt AG die technische Entwicklung bei der Befestigung von PV-Modulen maßgeblich beeinflusst. Neben Projektgeschäft und Montagesystemen ist der Großhandel der wichtigste Geschäftsbereich der Solarmarkt AG. Nach Umfragen des Branchenmagazins Sonne Wind & Wärme (Nr. 1/2007) ist die SolarMarkt AG das drittgrößte Solarhandelshaus in Baden-Württemberg. Bundesweit belegen die Freiburger Rang 16. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist, in Deutschland unter die Top 10, in Baden-Württemberg auf Platz 1 zu kommen.

27.04.2007   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt AG.,
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BEE zur Klimaschutz-Regierungserklärung: Die Erneuerbaren können mehr als die Bundesregierung annimmt

Die Branche der erneuerbaren Energien begrüßt die klaren Aussagen von Bundesumweltminister Gabriel zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen der Regierungserklärung zum Klimaschutz vom 26.04.2007. Die Ziele, die Umweltminister Gabriel in der Regierungserklärung genannt hat, seien aber sehr konservativ errechnet worden, merkt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) an. Schon heute lieferten erneuerbare Energien den größten Beitrag zur jährlichen Minderung von CO2-Emissionen in Deutschland, betont der BEE in einer Pressemitteilung. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz seien die mit Abstand kostengünstigsten Wege, die Klimaerwärmung zu begrenzen, betont BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke.  Gleichzeitig stelle der Ausbau erneuerbarer Energien ein gewaltiges wirtschaftliches Potenzial dar. In diesem Jahr investiere die Branche 12 Milliarden Euro in Deutschland. Gleichzeitig betrage das Exportvolumen bereits 8,5 Milliarden Euro. Inzwischen hätten die erneuerbaren Energien etwa eine Viertelmillion Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen.

Nitzschke: "Erneuerbare können mehr! Das Potenzial der Erneuerbaren Energien ist noch deutlich größer als die Bundesregierung es in ihrem Acht-Punkte-Plan darstellt." Bis zum Jahr 2020 könnten nach Berechnungen des BEE über 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Bei der Wärmeversorgung sei es technisch und wirtschaftlich problemlos möglich, einen Erneuerbare-Energien-Anteil von 20 Prozent zu erreichen. Insgesamt könnten Strom, Wärme und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien bis 2020 etwa 150 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich vermeiden – das entspreche mehr als der Hälfte der für das 40-Prozent-Minderungsziel erforderlichen 270 Millionen Tonnen.


Regenerativ-Wärmegesetz als Instrument für den Ersatz von Öl und Gas

Skeptisch bewertet der BEE die Aussagen zum Wärmegesetz für erneuerbare Energien in der Regierungserklärung. "Wir brauchen dringend ein effizientes Instrument, um erneuerbare Energien im Wärmebereich und damit den massiven Ersatz von Öl und Gas zu fördern. Bedingung dafür sind stabile rechtliche Rahmenbedingungen, die Investitionen in kleinere Hausanlagen ebenso ermöglichen wie in Großanlagen und Nahwärmenetze", so Nitzschke. Erfasst werden müsse vor allem der Gebäudebestand, und zwar sowohl Mietwohnungen als auch Wohneigentum, im ländlichen Raum wie auch in den Städten. Maßnahmen, die vor allem auf Neubauten abzielten seien zwar zu begrüßen, griffen aber deutlich zu kurz, um das gewaltige Potenzial der Regenerativ-Wärme zu erschließen, so der BEE.

26.04.2007   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel präsentiert Acht-Punkte-Plan zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen

Deutschland kann den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 reduzieren, betont Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Dazu sei aber schnelles und entschlossenes Handeln erforderlich. In einer Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag hat Gabriel am 26.04.2007 erläutert, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung dieses ehrgeizige Ziel erreichen will. Ins Zentrum eines Acht-Punkte-Plans stellte er dabei die massive Senkung des Energieverbrauchs, den Neubau effizienterer Kraftwerke und den drastischen Ausbau der erneuerbaren Energien.  Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich darauf verständigt, die CO2-Emissionen in Europa bis 2020 um 30 Prozent zu reduzieren, wenn ein neues internationales Klimaschutzabkommen zustande kommt. Nach einem Beschluss des Bundestages müsste Deutschland seinen Ausstoß von Treibhausgasen dann um 40 Prozent verringern. "Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Aber erste Ergebnisse von Studien im Auftrag der Bundesregierung zeigen, dass das machbar ist. Wir können den CO2-Ausstoß bis 2020 um 270 Millionen Tonnen gegenüber dem Stand von heute reduzieren, wenn wir die Weichen richtig stellen", sagte Sigmar Gabriel.


Gabriel stellte acht konkrete Maßnahmen vor:

1. Reduktion des Stromverbrauchs um 11 Prozent durch massive Steigerung der Energieeffizienz (Einsparvolumen: 40 Millionen Tonnen)
2. Erneuerung des Kraftwerksparks durch effizientere Kraftwerke (30 Millionen Tonnen)
3. Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf über 27 Prozent (55 Millionen Tonnen)
4. Verdoppelung der effizienten Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung auf 25 Prozent (20 Millionen Tonnen)
5. Reduktion des Energieverbrauchs durch Gebäudesanierung, effiziente Heizungsanlagen und in Produktionsprozessen (41 Millionen Tonnen)
6. Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien im Wärmesektor auf 14 Prozent (14 Millio-nen Tonnen)
7. Steigerung der Effizienz im Verkehr und Steigerung des Anteils der Biokraftstoffe auf 17 Prozent (30 Millionen Tonnen)
8. Reduktion der Emissionen von anderen Treibhausgasen wie zum Beispiel Methan (40 Millionen Tonnen).


Weitere Innovationsschübe bei den erneuerbaren Energien nötig

"Die letzten Monate haben uns allen die Gefahren des Klimawandels vor Augen geführt. Jetzt müssen wir die richtigen Konsequenzen aus den wissenschaftlich belegten Fakten ziehen. Dabei geht es um nicht weniger als den Umbau der Industriewirtschaft", so Gabriel. "Wir werden neue Technologien entwickeln müssen, um effizienter mit den vorhandenen Energieträgern umzugehen. Wir werden bei den erneuerbaren Energien weitere Innovationsschübe brauchen. All das birgt auch große ökonomische Chancen – gerade für ein exportorientiertes Land wie Deutschland, unterstrich Gabriel.

"Noch nie waren die Zeiten für eine konsequente Klimaschutzpolitik so günstig wie heute. Noch nie war die internationale Staatengemeinschaft so entschlossen und geschlossen für entschiedenes Handeln. Noch nie waren die Menschen so bereit mitzutun, weil sie die Vorteile für ihr Budget und ihre Lebensqualität sehen. Noch nie waren die wirtschaftlichen Chancen so offensichtlich. Diesen Schwung, diese Stimmung sollten wir nutzen. Im Interesse unseres Landes und der Menschen, die hier leben und arbeiten", so der Bundesumweltminister.

26.04.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gerhard Rabensteiner ist neuer Präsident des Europäischen Solarwärme-Industrieverbandes ESTIF

ESTIF-Präsident Gerhard Rabensteiner
ESTIF-Präsident Gerhard Rabensteiner

Gerhard Rabensteiner, Geschäftsführer der KIOTO Clear Energy AG ist zum neuen Präsidenten der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) gewählt worden. Er folgt auf Ole Pilgaard, der nach mehr als vier Jahren an der Spitze der ESTIF Präsident der Heliodyne, Inc. in den Vereinigten Staaten wird. Rabensteiner war eines der Gründungsmitglieder der ESTIF und seit der Gründung des Verbandes im Jahr 2002 auch Vizepräsident. Er kann auf viele Jahre Erfahrung in der Solarthermie zurückgreifen als Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens GREENoneTEC, das nun zur KIOTO Clear Energy AG gehört, einer Holding, die der Österreicher 2006 mit gründete.   Vor diesem Hintergrund hat Rabensteiner die fundierten Kenntnisse der Solarwärme-Industrie und des Marktes, welche die anspruchsvolle Position des ESTIF-Präsidenten fordert. Zusätzlich hat er in den vergangenen Jahren die ESTIF auch in politischen Angelegenheiten vertreten, beispielsweise als Sprecher auf einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments mit Mechtild Rothe, die inzwischen Vizepräsidentin de EU-Pralaments ist. Rabensteiners erwiesene Erfahrung und sein kräftiges Engagement für die ESTIF sind wesentliche Gründe für seine Wahl. Nigel Cotton, Vorsitzender des ESTIF-Beirats, verkündete das Wahlergebnis auf der ESTIF-Vollversammlung am 20.04.2007 während der Solarexpo in Verona.


Kampagne für eine Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien

Die ESTIF wurde 2002 gegründet und hat sich seither als wesentlicher Akteur in allen Bereichen der Solarthermie etabliert. Als Stimme der Solarthermie in Brüssel macht sich die ESTIF stark in den Institutionen der EU. Die von ihr angestoßene Kampagne für eine Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien ist in bester Erinnerung und soll ausgeweitet werden in Form einer Richtlinie für alle erneuerbaren Energien.


Solarwärme soll von dem neuen europäischen Bekenntnis zu den erneuerbaren Energien profitieren

Mit dem Beschluss des Europäischen Rates vom 9. März, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 % zu steigern, sind wir in eine neue Phase der Nutzung der Solarwärme eingetreten", sagt Rabensteiner. "Als ESTIF-Präsident freue ich mich darauf, mich dafür einzusetzen, dass für die Solarwärme von dem neuen europäischen Bekenntnis zu den erneuerbaren Energien profitiert. Der große Erfolg der Solarwärme-Anlagen in Österreich zeigt uns die riesigen Chancen, die sich in ganz Europa bieten", so Rabensteiner weiter.


Vorgänger Ole Pilgaard wechselt zum US-Unternehmen Heliodyne

Ole Pilgaard, erster Präsident der ESTIF, nimmt eine neuer Herausforderung als Präsident des US-Unternehmens Heliodyne an. Sein leidenschaftliches Engagement an der Spitze des Verbandes prägte die ESTIF und ihre Rolle in der europäischen Solarthermie über vier Jahre. Im Namen aller ESTIF-Mitglieder dankte Nigel Cotton Ole Pilgaard für die geleistete Arbeit und verabschiedete ihn mit den besten Wünschen für das neue Leben mit seiner Familie in den USA.

26.04.2007   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF,
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Bundesregierung beschließt Einführung von Energieausweisen

Die Bundesregierung hat am25.04.2007 die von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, und Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee vorgelegte neue Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen. Ab Anfang 2008 wird demnach der Energieausweis für Gebäude in drei Schritten eingeführt. Beim Verkauf und bei der Vermietung von Gebäuden und Wohnungen, sollen Kauf- und Mietinteressenten dadurch künftig erkennen können, welche Nebenkosten auf sie zukommen. 

Regelungen zum Verbrauchsausweis nicht geändert

Nach der aktuellen Version der EnEV können Eigentümer und Vermieter von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten wählen, ob sie den Energieausweis auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des tatsächlichen Energieverbrauchs verwenden. Das Gleiche gilt für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, wenn sie entsprechend dem Standard der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung errichtet oder später auf diesen Standard gebracht worden sind. Der Bedarfsausweis soll nur für Wohngebäude (mit bis zu vier Wohnungen) aus der Zeit vor der Wärmeschutzverordnung von 1977 vorgeschrieben werden, die dieses Anforderungsniveau nicht erreichen. Übergangsweise soll es bis zum 31. Dezember 2007 möglich sein, sich in allen Fällen Energieausweise wahlweise auf Bedarfs- oder auf Verbrauchsgrundlage ausstellen zu lassen. Für Nichtwohngebäude sollen beide Varianten generell erlaubt werden. Für Wohngebäude die bis 1965 fertig gestellt wurden, wird der Energieausweis am 1. Januar 2008 Pflicht, für jüngere Wohngebäude am 1. Juli 2008 und für Nichtwohngebäude am 1. Januar 2009.


Keine Begehung vorgeschrieben

Zur Kostenbegrenzung darf auf Pauschalen und fachlich gesicherte Erfahrungswerte zurückgegriffen werden. Auch eine Begehung des Gebäudes durch einen Gutachter ist nicht vorgeschrieben, kann aber im Einzelfall erforderlich sein; der Eigentümer kann Angaben und Nachweise zum Gebäude zur Verfügung stellen. Die Verordnung bedarf vor dem Inkrafttreten noch der Zustimmung des Bundesrates. Im Beschluss der Bundesregierung ist die Anerkennung von Energieausweisen vorgesehen, die auf der Grundlage der EnEV in der Fassung des Kabinettbeschlusses vom 25. April 2007 ausgestellt werden.

26.04.2007   Quelle: Gebäude-Energieberater; Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Hersteller SOLON AG steigert Konzernergebnis um 82 %

Solon MOVER in einem PV-Kraftwerk in Spanien.
Solon MOVER in einem PV-Kraftwerk
in Spanien.

Die Berliner SOLON AG für Solartechnik hat am 25.04.2007 ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2006 vorgelegt. Danach erhöhte sich der Konzernumsatz um 72 % auf 346,4 Millionen Euro (Vorjahr: 201,2 Mio. Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich um 82 % auf 14,4 Millionen Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 71 % auf 24,8 Millionen Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro), das EBITDA (EBIT vor Abschreibungen) um 76 % auf 30,9 Millionen Euro (Vorjahr: 17,6 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie betrug nach Angaben des Unternehmens 1,56 Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 64 % entspreche (Vorjahr: 0,95 Euro). Wesentliche Impulse für das starke Wachstum der SOLON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr seien aus dem Auslandsgeschäft gekommen: So sei der Anteil der im Ausland erzielten Umsätze am Gesamtumsatz des Konzerns von 12 % im Jahr 2005 auf 60 % im Jahr 2006 gestiegen.   Dazu hätten wesentlich die zahlreichen in Spanien realisierten Kraftwerksprojekte sowie die italienische Tochtergesellschaft S.E. Project s.r.l. beigetragen. Entsprechend sei der Anteil des Systemgeschäfts am Gesamtumsatz auf über 40 % gestiegen.



120 Megawatt Gesamtkapazität zur Produktion von Solarmodulen

Das starke Wachstum des Unternehmens spiegle sich auch in der gestiegenen Beschäftigtenzahl wider: Die Gesamtzahl der im SOLON-Konzern tätigen Mitarbeiter erhöhte sich um 48 % auf 511 (Jahresdurchschnitt; Vorjahr: 346). Die Jahresproduktion wurde gegenüber dem Vorjahr um 50 % gesteigert und erreichte 84 Megawatt (Vorjahr: 56 Megawatt). Die Produktionsstandorte des SOLON-Konzerns in Deutschland, Österreich und Italien hatten Ende 2006 eine Gesamtkapazität zur Produktion von Solarmodulen von 120 Megawatt. Für das laufende Jahr bekräftigt die SOLON AG die anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen 2006 am 21. Februar 2007 getroffenen Prognosen: Danach rechnet das Unternehmen für 2007 mit einer Steigerung bei Konzernumsatz und -ergebnis von 30 %. Die stärksten Wachstumsimpulse für dieses Jahr erwartet SOLON erneut im Spaniengeschäft sowie im US-amerikanischen Markt, wo das Unternehmen im ersten Quartal des Jahres mit dem Aufbau einer Produktionsstätte begonnen hat. Der vollständige Geschäftsbericht 2006 der SOLON AG steht auf der Internetseite des Unternehmens zur Verfügung.

26.04.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GEOSOL Ibérica Holding GmbH,
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WOCHE DER SONNE: Auftakt der größten Solar-Kampagne Deutschlands mit Sigmar Gabriel

Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme in Deutschland.
Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme
in Deutschland.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gibt am 27. April in Berlin den Startschuss für die WOCHE DER SONNE, dabei lässt er symbolisch die Sonne in ganz Deutschland strahlen. Bis zum 6. Mai informieren rund 1.500 Veranstaltungen in ganz Deutschland über die Nutzung der umweltschonenden Solarenergie vor Ort. Die WOCHE DER SONNE ist damit die größte je da gewesene Solar-Aktion und zeigt, was jeder einzelne Bürger gegen den Klimawandel tun kann. Im Anschluss an Gabriel informiert Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, (BSW) über die WOCHE DER SONNE.   "Mit dem Rad zur Sonne" oder einem "Solar-Frühstück“ werben Solar-Unternehmen und -Initiativen für ihre Veranstaltungen anlässlich der Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme vom 28. April bis zum 6.Mai. Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Gabriel (SPD) hat der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) die Aktion anlässlich des Tages der Erneuerbaren Energien am 28. April initiiert.



Vielfältige Veranstaltungen rund um Solarstrom und Solarwärme

Schon Mitte April waren aufgrund des großen Andrangs die Ankündigungsplakate und Pressemappen vergriffen, die der BSW den Kleinveranstaltern anlässlich des Ereignisses zur Verfügung stellte, berichtet der Europressedienst Bonn. "Solarenergie wird zu einem immer wichtigeren lokalen Wirtschaftsfaktor. Deshalb engagieren sich Kommunen, Wirtschaftsförderer und andere Akteure zunehmend für die umwelt- und klimafreundliche Energieerzeugung", kommentiert Sebastian Fasbender vom BSW das enorme Echo. Ein Blick auf den Veranstaltungskalender zeigt, welche Rolle Sonnenenergie in Deutschland schon spielt. Da stellen sich ein "Solardorf" und eine Vereinigung zum Bau von Bürgersolaranlagen vor, solar betriebene Schiffe laden zur Bootstour ein und eine Realschule in Kronach nutzt die Aufmerksamkeit, um ihre neue Photovoltaikanlage einzuweihen.


Bundesweite Kampagnen für Photovoltaik und Solarthermie

Zudem werden auch Kampagnen vorgestellt, wie zum Beispiel "Solar-Lokal", eine Vereinigung von Gemeinden, die Photovoltaikprojekte fördern, oder die "Solar-Bundesliga", bei der gemessen wird, welche Kommune den höchsten Anteil an Solarstrom- und Solarwärme-Leistung installiert hat. Auch kleinere Solarfirmen nutzen die Gunst der Stunde und laden zu einem Tag der offenen Tür und zur Energieberatung ein.


Strom und Wärme von der Sonne so beliebt wie keine andere Energieform

Dass das Interesse an der diesjährigen Veranstaltung so viel größer ist als noch im vorigen Jahr, geht unter anderem zurück auf die professionelle Unterstützung, die der BSW den Veranstaltern unter anderem in Form von Pressematerialien, T-Shirts und einer Anleitung zum richtigen Verfassen von Pressemitteilungen zur Verfügung stellte. Noch im vergangenen Jahr zählte die Aktion "Wärme von der Sonne", die über ein halbes Jahr lang stattfand, gerade mal 500 Veranstaltungen. Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW, erklärt sich den Zulauf vor allem durch das gestiegene Bewusstsein bezüglich Preisen und der Klimaänderung: "Strom und Wärme von der Sonne sind in Deutschland so beliebt wie keine andere Energieform. Steigende Öl- und Gaspreise sowie die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels haben die Nachfrage nach sicheren und klimaschonenden Alternativen zu den fossilen Energierohstoffen stark ansteigen lassen", fasst Körnig zusammen.

26.04.2007   Quelle: Europressedienst; BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW,
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IFE: Photovoltaik-Kraftwerke sind auch in Norddeutschland rentabel

Dass Solar-Kraftwerke nach Süddeutschland gehören, sei die gängige Meinung von Investoren, die sich in Sachen Solarenergie in Deutschland engagieren wollen, so die IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG (Oldenburg) in einer Pressemitteilung. Einige Regionen Norddeutschlands, besondere nahe der Küste, wie zum Beispiel die ostfriesischen Inseln, Rügen, Usedom als auch das nord-östliche Brandenburg könnten dabei durchaus mit strahlungsstarken Standorten im Saarland oder Baden-Württemberg mithalten.   Darüber hinaus sei für einige Investoren die räumliche Nähe zu ihrer Solarstromanlage ein nicht zu vernachlässigendes Kaufkriterium. "Mancher Sonntagsausflug kann so mit einer kurzen Anlagenkontrolle sinnvoll verbunden werden", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Rahmenbedingungen für eine Investition in ein Solar-Kraftwerk als Kapitalanlage sind laut IFE sehr gut. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat der Gesetzgeber alle Stromversorger verpflichtet, die mit Solarstromanlagen erzeugte Elektrizität abzunehmen. Der Solarstrom wird in das Netz eingespeist und 20 Jahre lang mit bis zu 54,21 Cent pro Kilowattstunde (kWh) vergütet. Dabei ist es für die Erzeugung und Einspeisung unerheblich, ob es sich um ein eigenes oder fremdes Dach handelt. Zudem haben Investoren individuelle steuerliche Gestaltungsspielräume.


Norddeutsche Standorte günstiger zu pachten

Bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Solarkraftwerks sollten Interessenten auf die Erfahrungen eines kompetenten Anbieters von schlüsselfertigen Solaranlagen setzen. Dieser berücksichtige von sich aus die entscheidenden Faktoren wie z. B. die Qualität der technischen Komponenten, Garantiefristen und -bedingungen, die Güte des Standorts, den prognostizierten Energieertrag, die Langlebigkeit des zu bebauenden Daches usw. Beim Betrieb der Solarstromanlage auf fremden Dachflächen ist in der Regel eine Pachtgebühr zu entrichten. Norddeutsche Standorte mit etwas ungünstigeren Einstrahlungsbedingungen seien günstiger zu pachten als sonnenbegünstigte Solarstromanlagen in Süddeutschland, so IFE. Zudem würden die Kaufpreise für diese Dächer in der Regel an die etwas schwächeren Einstrahlungsbedingungen angepasst. Investoren, die diese Zusammenhänge kennen, fragten zurzeit gezielt nach Angeboten im norddeutschen Raum, betont die IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH.


Strahlungskarten helfen bei der Standortentscheidung

Einen ersten Überblick über die solare Einstrahlung liefert eine Solarkarte, wie sie beispielsweise vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben wird. Sie zeigt, dass attraktive Standorte auch im Norden unseres Landes vorhanden sind. Moderne Simulationsverfahren können heutzutage die Solarerträge sehr gut abschätzen. "Zusammenfassend gilt also auch hier: Genauer hinsehen lohnt. Investieren Sie durchaus in Ihrer Umgebung aber nur dann, wenn die Rendite Ihren Erwartungen entspricht", so die IFE. IFE bietet "SolarKraftWerke" in unterschiedlichen Größen in den verschiedensten Regionen an. Dabei verwende das Unternehmen hochwertige Komponenten, vor allem leistungsstarke Module der aleo solar AG.

Die Strahlungskarte des DWD bietet der Solarserver in Internat an unter der Adresse http://www.solarserver.de/service/strahlungsdaten.html.

26.04.2007   Quelle: IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photon: Photovoltaik-Förderung wird bis 2010 rund 77 Milliarden Euro kosten

Solarstrom-Indach-System.
Solarstrom-Indach-System.

Laut einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung ( RWI) wird sich die Solarstrom-Vergütung in den nächsten 20 Jahren von jetzt an gerechnet auf mindestens 14,3 Milliarden Euro summieren, und zwar nur für die heute laufenden Anlagen auf der Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das Solarstrom-Magazin PHOTON hat ergänzend zu der RWI-Studie ausgerecht, dass es unter Berücksichtigung der künftig zu bauenden Anlagen noch viel teurer werde, wenn das EEG nicht an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst wird - und kommt auf eine kumulierte Vergütung über die gesamte EEG-Laufzeit in Höhe von 77 Milliarden Euro, die bereits im Jahr 2010 erreicht werde.   Je nachdem, welche Photovoltaik-Zubauraten zugrunde gelegt würden, ergeben sich laut Photon bei einem weiteren Wachstum jährliche Solarvergütungen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2008 und bis zu 5 Milliarden Euro im Jahr 2010.



Solarstromanteil im Netz kann bis 2010 auf etwa 2,2 Prozent steigen

Photon legt seiner Berechnung zugrunde, dass die Senkung der Vergütung (Degression) in Höhe von 5 % zunächst erhalten bleibt und anschließend auf 7,5 % erhöht wird – eine Regelung, die nach Angaben der Solarstrom-Zeitschrift von der PV-Branche mit Bundesumweltminister Gabriel diskutiert wurde. Photon berücksichtigt in seiner Prognose, dass die Zahlungen erst in Zukunft geleistet werden und bezieht folglich sowohl die Inflationsrate ein als auch den Wert des Solarstroms, den sämtliche EEG-Anlagen in den kommenden 20 Jahren erzeugen werden. Um diese Effekte bereinigt, belaufe sich die effektive Förderung bis 2010 auf etwa 77 Milliarden Euro, dafür würden zu diesem Zeitpunkt 2,2 % Solarstrom aus deutschen Steckdosen fließen (aktuell zirka 0,5%).


EEG-Vergütungen auf der Agenda der Bundesregierung

In einem im Handelsblatt vom 24.04.2007 veröffentlichten Beitrag zieht Manuel Frondel, einer der Autoren der RWI-Studie, das Fazit, eine umgehende, drastische Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom sei "die einzig richtige wirtschaftspolitische Schlussfolgerung". Die gesetzlich geregelte Vergütung für Solarstrom sowie Strom aus anderen erneuerbaren Energien steht in diesem Jahr auf der Tagesordnung der Regierungskoalition in Berlin, eine Überprüfung der Einspeisetarife ist im EEG selbst vorgesehen. Photon wird in der kommenden Ausgabe 5/2007 über die Perspektiven der Solarstrom-Förderung und die Möglichkeiten zu deren Senkung berichten.

25.04.2007   Quelle: PHOTON; Solar Verlag, Handelsblatt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RWE SCHOTT Solar.,
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Solarwärme in Italien: Neue Studie belegt überraschendes Solarthermie-Wachstum um 130 Megawatt

ESTIF/ESTEC 2007
ESTIF/ESTEC 2007

Eine aktuelle Studie zum italienischen Solarwärme-Markt zeigt, dass im Jahr 2006 rund 130 Megawatt solarthermischer Leistung beziehungsweise 186.000 Quadratmeter Kollektorfläche neu installiert wurden. Damit wird Italien zum fünftgrößten Solarwärmemarkt Europas, berichtet die europäische Solarwärme-Industrievereinigung (ESTIF) in einer Pressemitteilung. Diese Zahlen belegten, dass der italienische Markt in den vergangenen Jahren gewaltig unterschätzt worden sei. Die Studie wurde durchgeführt von einer Gruppe unabhängiger Experten und Wissenschaftler für das Solarexpo-Forschungszentrum und wurde von mehreren Sponsoren unterstützt, darunter die ESTIF. Nahezu alle wichtigen Unternehmen hätten die Fragebogen an die Autoren zurückgesandt, die davon ausgehen, dass damit 80 – 90 % des italienischen Marktes abgedeckt sind.   Die vorläufigen Ergebnisse der Studie wurden auf der Solarexpo in Verona erstmals präsentiert, deren überwältigender Erfolg auch das hohe Wachstum des Solarthermie-Marktes widerspiegle, so die ESTIF.



Italienischer Solarwärme-Markt in der Vergangenheit deutlich unterschätzt

"Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das so viele Marktteilnehmer den Autoren der Studie entgegenbrachten. Obwohl bereits allgemein vermutet wurde, dass die Marktgröße in der Vergangenheit unterschätzt wurde, waren wir angenehm überrascht über die sich aus der Studie ergebenden Zahlen. Sie zeigen, dass der italienische Markt mit den Märkten in Frankreich und Spanien vergleichbar ist, doch er ist noch weit entfernt von den Marktvolumina in Deutschland, Österreich und Griechenland – und seinem Potenzial", stellt Riccardo Battisti von der Universität Rom und Mitautor der Studie fest. In absoluten Zahlen sei Italien nun der fünftgrößte Solarmarkt der EU, nach Deutschland, Österreich, Greichenland und Frankreich.


Neuer ESTIF-Präsident Rabensteiner: Ein Signal für die Solarwärme in ganz Europa

"Die Resultate der Studie weisen auch künftig ein bedeutendes Potenzial des italienischen Solarwärmemarktes mit einem möglichen Wachstum an neu installierten Leistung bis zu 200 MWth aus", sagte der neu gewählte ESTIF-Präsident Gerhard Rabensteiner. "Und das ist eine beeindruckende Botschaft für ganz Europa", betont Rabensteiner. Die Akteure am Markt sind laut ESTIF einig, dass die neuen Zahlen nicht mit jenen des Vorjahres verglichen werden können. Die Vorgängerstudien beruhten auf groben Schätzungen einiger weniger Marktteilnehmer, die neue Untersuchung hingegen basiere auf einer wissenschaftlichen Grundlage und habe eine beträchtliche Reichweite


Kostenlose Studie wird im Internet veröffentlicht

Die komplette Studie wird im Vorfeld der Europäischen Solarwärme-Konferenz estec2007 veröffentlicht, die vom 19 – 20. Juni 2007 in Freiburg stattfindet. Sie wird kostenlos im Internet verfügbar sein, wobei jedoch nur Daten zum gesamten Markt aufbereitet werden, die Zahlen einzelner Unternehmen werden von den Autoren vertraulich behandelt.

Weitere Informationen unter: http://www.estec2007.org

25.04.2007   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF,
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Paradigma zahlt Extra-Zuschüsse für Solarwärme-Anlagen

Solarwärmeanlage "AquaSystem".

Eigenheimbesitzer können zwischen dem 28. April und dem 30. Juni bereits bei der Installation beziehungsweise Nachrüstung ihrer vorhandenen Heizungsanlage mit einer Aqua Solarwärme-Anlage richtig viel Geld sparen, berichtet die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung. Während der in diesem Zeitraum laufenden bundesweiten Förderaktion "Klimaschutz" gebe Paradigma sehr lukrative Extra-Zuschüsse. Diese Fördergelder werden jedoch nur gewährt bei Beauftragung eines teilnehmenden Paradigma Systempartners - das sind bundesweit über 900 speziell geschulte Fachhandwerksbetriebe - mit den Installations- oder Nachrüstungsarbeiten bis Ende Juni. Bei Neuinstallationen oder einer Nachrüstung von Heizungen mit dem AquaSystem verdopple das Karlsbader Unternehmen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährte Förderung pro Quadratmeter, heißt es in der Pressemitteilung.   Die seit 2007 geltenden BAFA-Fördersätze betragen für Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung bis 40m2 installierter Bruttokollektorfläche 40 Euro pro m2. Bei Solarkollektoren für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sind es 70 Euro pro angefangenem m2 Bruttokollektorfläche.



Bei Bestandskunden mit einem Heizkessel beziehungsweise einer Solaranlage von Paradigma, die erweitert werden soll, kommen zur Verdopplung weitere 50 Prozent hinzu. Das sind für Systeme zur Warmwasserbereitung pro m2 Bruttokollektorfläche 60 Euro, für kombinierte Systeme zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung sogar 105 Euro.


AquaSystem: Solarwärmenutzung ohne neuen Warmwasserspeicher möglich

Das AquaSystem von Paradigma wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet mit dem "Bundespreis 2006 für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk". Die Solar-Anlage verfügt über eine einzigartige Technologie: Statt der üblichen Wasser-Glykolmischung wird hier Heizungswasser durch den Solarkollektor gepumpt. Dieses Heizungswasser erwärmt anschließend das Trinkwasser über denselben Wärmetauscher, den auch der Heizkessel nutzt, und kann optional zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Noch sei es so einfach gewesen, eine bestehende Heizung mit einer Solar-Anlage zu erweitern, denn der Warmwasserspeicher müsse in fast allen Fällen - im Gegensatz zur bisherigen Technik - nicht ausgetauscht werden.

Auch die Neuinstallation einer Heizungsanlage mit einem AquaSystem biete viele Vorteile: Dem Verbraucher stehe solar erwärmtes Wasser direkt und sofort zur Verfügung, da es oben in den Warmwasserspeicher geladen wird. Von dort aus wird dann auch das Warmwasser für den Verbrauch entnommen. AquaSysteme sind laut Hersteller grundsätzlich wartungsfreundlicher als konventionelle Systeme, bei denen das Frostschutzwassergemisch regelmäßig ausgetauscht werden muss. Darüber hinaus bestehe ein AquaSystem aus weniger Komponenten und sei dadurch weniger reparaturanfällig. Durch die automatische Funktionskontrolle sei gewährleistet, dass bei Störungen ein akustischer Alarm ausgelöst wird.

Ein technisches Highlight der AquaSysteme ist der CPC Vakuum-Röhren-Kollektor. Dieser Hochleistungskollektor sorgt für einen sehr hohen Energie-Jahresertrag, auch in der Übergangszeit und im Winter. Alle Paradigma Kollektoren haben ein Innenleben aus Edelstahl und sind mit dem Umweltzertifikat "Blauer Engel" ausgezeichnet. Mittlerweile wurden laut Paradigma mehr als 15.000 Aqua-Anlagen in ganz Deutschland installiert.

25.04.2007   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG,
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Journalistenpreis "Unendlich viel Energie": Bewerbungsschluss am 15. Mai

Die Informationskampagne „Deutschland hat unendlich viel Energie“ schreibt zum zweiten Mal den Journalistenpreis „Unendlich viel Energie“ aus. Die Auszeichnung wird für Beiträge vergeben, die zeigen, welche Rolle Wind- und Wasserkraft, Sonnen- und Bioenergie sowie Erdwärme in und für Deutschland spielen.   Es gibt vier Preiskategorien: Print/Online, Fernsehen, Radio und Pressefotografie, außerdem werden Sonderpreise für Nachwuchs- und Lokaljournalisten vergeben. Das Preisgeld beträgt jeweils 3.000 Euro, die Beiträge müssen zwischen dem 1. Februar 2006 und dem 31. April 2007 in deutschen Publikumsmedien veröffentlicht worden sein. Vorschlagsberechtigt sind Autoren, Redaktionen und fachkundige Dritte. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2007. Im Jahr 2006 wurden Beiträge in "Geo", "Deutschlandradio Kultur", "SWR 2" und im "Mannheimer Morgen" mit dem erstmals vergebenen Journalistenpreis ausgezeichnet.



Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen gibt es unter http://www.unendlich-viel-energie.de oder bei der Informationskampagne für Erneuerbare Energien; Stralauer Platz 34; 10243 Berlin; Tel. 030-200535-3. Fax: 030-200535-51. E-Mail: journalistenpreis@unendlich-viel-energie.de



25.04.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien.,
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Erlanger Eisblockwette demonstriert Nutzen der Wärmedämmung

Eisblockwette in Erlangen.
Eisblockwette in Erlangen.

Am 21. April fiel der Startschuss für eine spektakuläre Wette auf dem Hugenottenplatz in Erlangen: Zwei Eisblöcke werden über Monate hinweg in jeweils einem Häuschen täglicher Hitze und nächtlicher Kälte ausgesetzt. Die Frage ist, welcher der gleich großen Eisblöcke (1,8 Kubikmeter) schneller schmilzt. Halb Erlangen verfolgte bei herrlichstem Sommerwetter das Schauspiel, als am Samstagmittag die riesigen Eisblöcke in die Häuschen eingesetzt wurden, berichtet die Stadtverwaltung.  Ein Eisblock liegt in einem Modell-Haus mit einer Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV), der zweite Block befindet sich in einem Passivhaus. Die Häuser sehen äußerlich gleich aus, auch ihre Wandstärken sind identisch. Einzig die Qualität der (ausnahmsweise innen angebrachten) Wärmedämmung wird über Sieg und Niederlage entscheiden. Die publikumswirksame Aktion soll zeigen, wie hochwertig die heutigen Dämmstoffe sind und was Passivhäuser bieten.


Mit Webcams kann der Verlauf der Eisblockwette in einigen Tagen auch im Internet verfolgt werden, so dass dann auch Fotos von den Eisblöcken im Inneren der Häuschen zur Verfügung stehen. Als Hauptpreise winken unter anderem ein Fahrrad und eine Städtereise mit der Bahn, dazu VGN-MobiCards, Sendung mit der Maus-DVDs zum Passivhaus und über Solarstrom. Weitere Informationen unter www.erlangen.de

25.04.2007   Quelle: Stadt Erlangen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadt Erlangen,

 

Bundesverband WindEnergie: Hermann Albers löst Peter Ahmels als Präsident ab

Hermann Albers, Präsident des BWE.
Hermann Albers, Präsident des BWE.

Die Mitglieder des Bundesverbands WindEnergie (BWE) haben Hermann Albers (46) zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Der Nordfriese Albers ist Vorsitzender des Landesverbands Schleswig-Holstein und war seit 1998 Vizepräsident des BWE. Der bisherige Präsident Peter Ahmels trat nach elf Jahren an der Spitze des BWE nicht mehr zur Wahl an. Die Mitgliederversammlung bestimmte in Hannover Andreas Jesse (39) aus dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und Sylvia Pilarsky-Grosch (45) vom Landesverband Baden-Württemberg zu Albers Stellvertretern. "Der BWE ist in den letzten Jahren zu einer starken Kraft in der deutschen Energiewirtschaft gereift. Wir werden diese Position ausbauen, den Service für unsere Mitglieder stärken und unseren Einfluss und Sachverstand in der deutschen und internationalen Energiepolitik zunehmend geltend machen", so der neue BWE-Präsident Albers.   Die Klimaschutzziele in Deutschland und der Europäischen Union seien nur mit einem verstärkten Ausbau der Windenergie erreichbar. Der Schwerpunkt müsse dabei eindeutig beim Neubau und dem Repowering, also dem Ersatz von Altanlagen, an Land liegen. "Während wir bei der Offshore-Windenergie in Deutschland den technologischen Anschluss nicht verlieren dürfen, können wir schnelle und kostengünstige Erfolge bei der CO2-freien Stromerzeugung nur mit der Onshore-Windenergie erreichen", betont Albers. Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) habe daher für den BWE in den nächsten Monaten oberste Priorität.


Hermann Albers ist am 26.4.1960 geboren, lebt in Nordfriesland, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Agrarunternehmer beschäftigt sich seit den 80ern mit der Windenergie und trat 1989 in die Deutsche Gesellschaft für Windenergie ein. Seit dem BWE-Gründungsjahr 1996 ist Albers im Vorstand des BWE, von 1998 bis 2007 war er Vize-Präsident. Albers ist nun Präsident des mit rund 19.000 Mitgliedern weltweit größten Verbandes im Bereich erneuerbare Energien. Albers ist Geschäftsführer des nordfriesischen Bürgerwindparks Simonsberg und verschiedener anderer Bürgerwindparkgesellschaften und er ist Gründungsmitglied des Offshore Bürger-Windparks Butendiek. 2000 gründete er das Bildungszentrum Erneuerbare Energien und 2001 die Offshore Hafenstrukturgesellschaft Husum. Albers ist stellvertretender Vorsitzender des Energie-Ausschusses der IHK in Schleswig-Holstein.

24.04.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE,
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Conergy baut Fertigungskapazität für Wärmepumpen in Güstrow aus

Conergy-Wärmepumpen.
Conergy-Wärmepumpen.

Die Conergy Wärmepumpen GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der börsennotierten Conergy AG, verdreifacht mit dem neuen Werk in Güstrow ihre Produktionsfläche, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch die Gesamtinvestition von rund zwei Millionen Euro seien nun die Vorraussetzungen geschaffen worden, um die jährliche Produktion von Wärmepumpen zu vervielfachen. Dank der starken Nachfrage rechnet Conergy damit, die Produktion von rund 30 Megawatt (MW) im Jahr 2006 auf rund 70 MW in diesem Jahr zu erhöhen.  "Seit Mitte der 1990er Jahre stellen wir hier in Güstrow hochleistungsfähige Wärmepumpen her. Durch unsere kundennahen Vertriebskanäle in 24 Ländern werden wir das weltweite Marktpotential konsequent erschließen. Denn mit unseren Produktinnovationen sind wir in der Lage, unseren Kunden optimale Lösungen für sehr unterschiedlichen Wärmebedarf anzubieten", so Jochen Freese, der zusammen mit André Schreier die Geschäfte der Conergy Wärmepumpen GmbH leitet.


Markt für Wärmepumpen: Massives Wachstum erwartet

Der Markt für Wärmepumpen hat sich in Deutschland im letzten Jahr verdoppelt und werde angesichts steigender Preise für Öl und Gas auch in den nächsten Jahren massiv wachsen, heißt es in der Pressemitteilung der Conergy AG. Aber auch andere Länder wie zum Beispiel Frankreich, Belgien, die Schweiz oder Großbritannien verzeichneten in den letzten Jahren starke Zuwachsraten. In der feierlichen Eröffnung vor mehr als 100 Gästen, zu denen der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommerns, Jürgen Seidel, gehörte, wurden auch die neuen Schulungsräume eröffnet. Auf rund 200 Quadratmetern erfahren die Kunden der Conergy aus dem Handwerk unter praxisnahen Bedingungen, wie sie die Wärmepumpentechnologie optimal installieren und im Vertrieb unterschiedlichen Kundengruppen anbieten.


Forschung und Entwicklung im neuen Werk ausgebaut

"Ein weiteres Highlight, das mit dem neuen Werk verwirklicht werden konnte, ist der Prüfstand für Großwärmepumpen. Hier werden extreme Betriebssituationen simuliert, um anschließend einen fehlerfreien Betrieb zu gewährleisten", erläutert André Schreier. Die Weiterentwicklung der hochleistungsfähigen Luft-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser geschieht zum Teil in einer hochmodernen Klimakammer, in der beispielsweise extreme Minustemperaturen simuliert werden können. Eine computergesteuerte Analyse weist die Leistungswerte bei unterschiedlichen Temperaturniveaus aus und gibt den Ingenieuren Aufschluss über die Wirkungsgrade einzelner Modelle. Ein zweiter voll elektronischer Prüfstand wird zurzeit gebaut.

Die Einsatzmöglichkeiten der Wärmepumpen aus Güstrow sind vielfältig: Neben der Warmwasserproduktion und Heizung, können sie im Sommer im Umkehrbetrieb auch kühlen. Einige Wärmepumpentypen verfügen optional über ein Zusatzmodul zur Abluftwärmerückgewinnung und Solar-Nutzung. Zahlreiche Projekte, die neue Wärmequellen nutzen, wie z.B. Abwasser oder Stauwärme, wurden bereits realisiert.

24.04.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,

 

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie: Vorstand mit großer Mehrheit im Amt bestätigt

DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann
DGS-Präsident
Jan Kai Dobelmann

Vom 21. bis 22. April 2007 tagte die Delegiertenversammlung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) in München. Das höchste Gremium der DGS wählte erneut Dr.-Ing. Jan Kai Dobelmann zum Präsidenten des technisch-wissenschaftlichen Vereins. Dobelmann wird den Verein über die nächsten zwei Jahre gemeinsam mit Dr.-Ing Uwe Hartmann und Dipl.-Phys. Jörg Sutter führen.   Neu als Vizepräsident im Vorstand ist der Diplom-Meteorologe Bernhard Weyres-Borchert, der den DGS Landesverband Schleswig-Holstein leitet. Dieser folgt Frank Hartmann nach, der aus persönlichen Gründen für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stand. Weiterhin wurde Dipl.-Ing. Antje Klauss-Vorreiter in das Amt des Schatzmeisters gewählt. Sie tritt die Nachfolge des verstorbenen Schatzmeisters Horst Rödiger an. Diesem gedachte die Delegiertenversammlung auf Grund seines langjährigen Engagements mit einer Schweigeminute. Die DGS-Delegiertenversammlung besteht aus 50 Personen, welche die regionale Vertretung des Vereins über die Sektionen und Landesverbände bilden sowie den Vertretern der bundesweit agierenden Fachausschüsse.

Öffentlichkeitsarbeit des Vereins wird neu geordnet

Die DGS verzeichnete nach eigenen Angaben in den letzten Monaten einen erheblichen Anstieg der Presseanfragen. Regenerative Energien rücken mit der Diskussion um den Klimawandel stärker in den Fokus der Journalisten. Hierbei sei verstärkt der neutrale Sachverstand der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie als technisch-wissenschaftliche Instanz gefragt, betont die DGS. Deshalb soll DGS-Pressekoordinator Matthias Hüttmann sich künftig auf einen Fachausschuss Pressearbeit stützen können, in dem die technischen Ansprechpartner für Fachfragen sowie die regionalen Interviewpartner des Vereins besser organisiert werden sollen. Lokalredaktionen können dann auch in ihrem Regierungsbezirke unmittelbar einen kompetenten Ansprechpartner finden. Bundesweit tätige Journalisten haben nun über Hüttmann einen besseren direkten Zugriff auf die Experten der DGS und Fachfragen von der Mobilität bis hin zur Wärme- und Stromerzeugung sollen noch rascher beantwortet werden. Matthias Hüttmann ist per E-Mail zu erreichen unter presse@dgs.de.


Zeitschrift SONNENENERGIE soll neu strukturiert werden

DGS-Delegiertenversammlung hat zudem in einem einstimmigen Beschluss eine Neustrukturierung der ältesten Solar-Zeitschrift Deutschlands (SONNENENERGIE), des offiziellen Vereinsorgans beschlossen. Darüber will der Verein in den nächsten Wochen berichten


Delegiertenversammlung bestätigt unabhängigen und kritischen Kurs

Die DGS-Delegiertenversammlung bestätigte ausdrücklich den bisherigen Kurs des Präsidiums, die Interessen der Fach- und Endkunden als unabhängige Organisation zu vertreten. "Die DGS ist als technisch wissenschaftliche Vereinigung den langfristigen Zielen der erneuerbaren Energien verpflichtet. Wir werden deshalb weiterhin bei Fehlentwicklungen im Bereich Qualität oder bei den Preisen von Solartechnik unsere Stimme für die nachhaltigen Ziele einer solaren Energieversorgung erheben. Die hierbei eventuell resultierenden Konflikte mit partiellen Einzelinteressen von Industrieunternehmen wird der Verband auch in Zukunft aushalten", beschreibt DGS-Präsident Dr. Jan Kai Dobelmann die Stimmungslage der Delegiertenversammlung.

Weitere Informationen unter http://www.dgs.de

24.04.2007   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS,
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Sachsens Wirtschaftsminister legte erstes Solarmodul für weltgrößtes Photovoltaik-Kraftwerk

Fotomontage der weltgrößten Solarstromanlage.
Fotomontage der weltgrößten
Solarstromanlage.

Mit der Montage des ersten Solarmoduls feierte die juwi-Gruppe aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) am 23.04.2007 den offiziellen Baubeginn des größten Photovoltaik-Kraftwerks der Welt. Bis Ende 2009 will juwi auf einem ehemaligen Militärflughafen östlich von Leipzig eine 40-Megawatt-Solarstrom-Anlage mit modernster Dünnschichttechnologie errichten. Das Solar-Kraftwerk im sächsischen Muldentalkreis wird auf der Hälfte einer 220 Hektar großen Fläche in den Gemeinden Brandis und Bennewitz gebaut. Die Grundfläche der Anlage entspricht rund 200 Fußballfeldern. Finanzierungspartner ist die Sachsen LB-Gruppe.   "Sachsen gewinnt als Land der alternativen Energien immer stärker an Profil", sagte der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD). "In der sächsischen Photovoltaik-Industrie sind direkt etwa 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Das Zuwachspotenzial ist beträchtlich. Der Baustart der Photovoltaik-Anlage ?Waldpolenz? ist dabei eine weitere wichtige Etappe", so Jurk weiter. "Neben der erfolgreichen Entwicklung und Fertigung von Solarzellen in Freiberg, Torgau oder Dresden entsteht nun auch das größte Photovoltaik-Kraftwerk der Welt im Freistaat", betonte der Minister.



25.000 Tonnen weniger CO2; Impulse für den regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt

Pro Jahr werden in dem Solarstrom-Kraftwerk etwa 40 Million Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt. Das Solarkraftwerk wird damit jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. "In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir somit die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien", betont Matthias Willenbacher, Vorstand der juwi-Gruppe. "Solarstrom schont nicht nur die Umwelt, sondern macht auch unabhängig von teuren Energieimporten und schafft neue Arbeitsplätze", so Willenbacher weiter. Gleichzeitig gibt dieses Projekt dem regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt neue Impulse: Während des Baus werden bis zu 100 Personen - überwiegend aus der Region - im Solarpark "Waldpolenz" mit der Montage der Anlage beschäftigt sein. Nach der Inbetriebnahme werden juwi-Mitarbeiter für die Betriebsführung sowie den Service und die Wartung des Solarparks tätig sein. Juwi ist als Generalunternehmer auch für Planung, Logistik und Bauleitung verantwortlich.

Außerdem werden durch Solarprojekte dieser Art bundesweit zahlreiche Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie geschaffen: bei der Herstellung von Solarmodulen, Wechselrichtern und im Metallbau. Die rund 550.000 Solarmodule werden beispielsweise überwiegend in Frankfurt an der Oder produziert. "Gerade auch im Hinblick auf das riesige Exportpotenzial der Photovoltaik-Technik ist es wichtig, die guten Rahmenbedingungen in Deutschland aufrecht zu erhalten, um die noch junge deutsche Solarindustrie weiter auf dem Weltmarkt zu etablieren", betont Willenbacher. Heute beschäftigen allein die Photovoltaik-Unternehmen rund 35.000 Menschen.


Skalen- und Lerneffekte von Großprojekten verbessern die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom

Das Investitionsvolumen für den Solarpark "Waldpolenz" beträgt laut juwi rund 130 Millionen Euro. "Waldpolen`" ist damit ein Meilenstein für die Entwicklung der juwi-Gruppe und für die Photovoltaik (PV) allgemein: Denn das Kraftwerk in Brandis ist ein Beleg für die Fortschritte bei der Erschließung der Kostensenkungspotenziale in der Photovoltaik-Industrie. Die in Projekten wie "Waldpolenz" erzielten Skalen- und Lerneffekte tragen laut juwi maßgeblich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom in Deutschland weiter zu steigern und deutschen Unternehmen einen internationalen Wettbewerbsvorteil auf den Exportmärkten der Zukunft zu verschaffen.


Eigenkapital soll als geschlossener Fonds angeboten werden

Der juwi-Gruppe sei es gelungen, gemeinsam mit der Sachsen LB-Gruppe zeitlich parallel zur Projektierungs- und Genehmigungsphase des Projektes, die Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung professionell zu strukturieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit juwi und SachsenFonds dieses zukunftsweisende und in dieser Größenordnung einzigartige Projekt realisieren zu können", betont Sachsen LB-Vorstandsmitglied Werner Eckert. Die SachsenFonds GmbH - ein Unternehmen der Sachsen LB-Gruppe - will das Eigenkapital des Projektes voraussichtlich im Sommer dieses Jahres als geschlossenen Fonds interessierten Anlegern anbieten. Damit erhalten beispielsweise auch Einwohner der Region die Möglichkeit, sich an diesem einzigartigen Projekt zu beteiligen. Die strukturierte Projektfinanzierung wird durch die Sachsen LB zur Verfügung gestellt.

24.04.2007   Quelle: juwi GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi-Gruppe,
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World Energy Dialogue: Energie muss besser genutzt werden

WORLD ENERGY DIALOGUE auf der HANNOVER MESSE 2007.
WORLD ENERGY DIALOGUE auf der
HANNOVER MESSE 2007.

Dass fossile Energieressourcen schon heute knapp sind und künftig noch knapper werden ist schon lange kein Geheimnis mehr. Diese Entwicklung, die den erneuerbaren Energien in den letzten Jahren im wahrsten Sinne des Wortes Aufwind verschafft hat, ist hinlänglich bekannt, heute viel diskutiert und inzwischen großteils auch im öffentlichen Bewusstsein verankert. Doch ein weiterer Aspekt - die effiziente, also die bewusste und sparsame Nutzung der verfügbaren Energie - rückte auf der diesjährigen Hannover Messe zunehmend in den Vordergrund. Erstmals hatte die Messe jetzt die Verbesserung der Energieeffizienz zu einem branchenübergreifenden Thema für alle Industriesektoren erklärt und veranstaltete, zusätzlich zur Leitmesse "energy 2007" auf der sich die erneuerbaren Energie präsentieren, ein Diskussionsforum zur Effizienz.   Im Rahmen des "World Energy Dialogue" diskutierten vom 17. bis zum 19. April hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbandswesen Strategien, wie die Erzeugung und die Verteilung von Energie künftig effizienter gestaltet werden kann. Moderator des dreitägigen Forums war, neben Ex-Umweltminister Klaus Töpfer, der Präsident des World Business Council for Substainable Development, Björn Stigson.



Rund 60 Prozent der Energie gehen heute noch verloren

Ein immer wiederkehrender Diskussionspunkt war, neben einer nachhaltigen Verbesserung der Verteilungs- und Zuleitungswege wie sie ABB Vorstandsmitglied Joachim Schneider anregte, die Effizienzsteigerung bei der Herstellung von Energie. Derzeit gingen noch rund 60 Prozent der Energie ungenutzt verloren, erinnerte Wolfgang Schröppel, Vorsitzender des ETG im VDE e.V.. Etwa die Hälfte davon verpuffe bei der Umwandlung von Primär- in Sekundärenergie - etwa bei der Gewinnung von Strom aus fossilen Energieträgern - die andere Hälfte gehe beim Endverbraucher durch zu sorglosen Umgang mit den Ressourcen verloren. Dieses Beispiel mache deutlich, welche wirtschaftliche Bedeutung die Energieeffizienz habe. Nach Ansicht des Verbandes seien - durch eine verbesserte Wirtschaftlichkeit bei der Energienutzung - CO2-Einsparungen von rund vier Millionen Tonnen alleine in Europa realisierbar. Und das ohne teure Investitionen, sondern lediglich durch eine verbesserte, effizientere Abstimmung einzelner Produktionsabläufe.


Erneuerbare Energien müssen sich ebenfalls an der Effizienz messen lassen

Ähnlich argumentierte auch Joachim Schneider, Vorstandsmitglied der ABB. Als weltweit führender Konzern in der Energie- und Automatentechnik liegt das Hauptaugenmerk für Schneider vor allem in einem schrittweisen Um- und Ausbau der bestehenden Zuleitungsnetze. Energieeffizienz sei ohne eine funktionierende Infrastruktur nicht umsetzbar, unterstrich Schneider: "Ohne den Ausbau der Stromnetze wird auch ein Ausbau der regenerativen Energien nicht möglich sein." Eine der größten Herausforderungen im Zusammenhang mit den Erneuerbaren liege nämlich darin, den Strom von dort wo er gewonnen wird an den Kunden weiterzuleiten. Und das mit möglichst geringen Verlusten. Gerade Energiequellen wie Wind- oder Wasserkraft seien häufig stark an geografische Gegebenheiten gebunden. Zudem lägen in der Praxis besonders wind- oder wasserreiche Regionen meist in großer Entfernung zu den Stromabnehmern. Ein Transport sei daher unvermeidlich.


Transport erneuerbarer Energien über riesige Distanzen

Welche Herausforderungen die Zuleitung von Strom künftig stelle, werde auch deutlich, wenn man sich Flächenstaaten wie die USA anschaue. Hier müssten teilweise riesige Distanzen zwischen Wasserkraftwerken, Windanlagen und Solar-Parks sowie den jeweiligen Stromverbrauchern überbrückt werden. Gute Ansätze für einen effizienten Netzbetrieb auch über lange Strecken zeigen sich nach Ansicht von ABB in China. Europa dürfe hier nicht den Anschluss verlieren, mahnt Schneider.

24.04.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Messe, Hannover,
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Minister beraten über nachhaltige Energieversorgung Europas und seiner Nachbarn

Die Bundesregierung hat die Energieversorgung zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gemacht. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz in der europäischen Nachbarschaftspolitik voranzubringen, hatten Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu einer Ministerkonferenz im Rahmen der EU Präsidentschaft am 19.04.2007 nach Berlin eingeladen. Die Konferenz wurde von den beiden Ministerien und der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission ausgerichtet. Neben Energie- und Umweltministern aus den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie den südlichen und östlichen Anrainerstaaten nahmen auch Vertreter nationaler Energieagenturen sowie von Wirtschaft und Gesellschaft teil.  Deutschland fördert derzeit Energieprojekte in 45 Partnerländern. Die laufenden Vorhaben erreichen ein Volumen von etwa 1,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 929 Millionen Euro auf Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien - auf den Einsatz von Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Geothermie und die nachhaltige Nutzung von Biomasse. Die restlichen 706 Millionen Euro sind für Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz vorgesehen.


Gabriel: Massiver Ausbau der erneuerbaren Energien ist wichtiger Beitrag zur Energiesicherheit, zum Klimaschutz und zur Friedenssicherung

Bei der Eröffnung betonte Wieczorek-Zeul den partnerschaftlichen Ansatz, der mit dieser Konferenz verfolgt werde: "Bemühungen einzelner Länder sind notwendig, aber sie werden nicht ausreichen, um den Klimawandel in Grenzen zu halten. Die EU und ihre Nachbarn müssen gemeinsam, Hand in Hand Erneuerbare Energien und bessere Energieeffizienz fördern und fordern. Entwicklung braucht Energie -nachhaltige Entwicklung braucht eine Energieversorgung, die unsere Lebensgrundlagen bewahrt." Gabriel erklärte: "Nachdem die Staats- und Regierungschefs der EU einen Klima- und Energieaktionsplan verabschiedet haben, der einen verbindlichen Ausbau der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent und eine Steigerung der Energieeffizienz um den gleichen Faktor vorsieht, ist es nun unsere Aufgabe, diese Ziele mit unseren europäischen Nachbarn auch voranzubringen. Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz ist ein wichtiger Beitrag zur Energiesicherheit Europas, zum Klimaschutz und zur Friedenssicherung."

"Wir freuen uns sehr über die große Aufbruchstimmung, die heute in vielen unserer Partnerländer für erneuerbare Energie und Energieeffizienz herrscht. Die KfW Bankengruppe hat nicht nur mit der Finanzierung und der Ausarbeitung von Fördermaßnahmen, sondern auch mit integrierten Förderansätzen und den dafür notwendigen Rahmenbedingungen große Erfahrung." sagte Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW Bankengruppe, in ihrer Begrüßungsrede.


Impulse und Finanzierungsmodelle für den Ausbau erneuerbarer Energien gesucht

Die Konferenz hat zum ersten Mal zahlreiche Umwelt- und Energieminister aus Europa, Nordafrika und dem Südkaukasus zusammengebracht, um gemeinsam innovative Politik- und Finanzierungsinstrumente für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der EU und ihren südlichen und östlichen Nachbarn zu diskutieren. Sie soll Impulse geben, den Dialog zu erweitern zwischen neuen und älteren EU-Mitgliedstaaten sowie den südlichen und östlichen Nachbarregionen. Ausgebaut werden sollen die politischen, ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen zur Förderung von einheimischen erneuerbaren Energien und Energieeffizienz sowie innovative Finanzierungsmodelle. Bis 2013 stellt die EU mit dem neuen Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument für die Kooperation im Energiebereich rund 11,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Einigkeit bestand, dass ein größerer Teil als bisher für die Förderung der erneuerbaren Energien und für Energieeffizienzmaßnahmen verwendet werden soll.

24.04.2007   Quelle: Bundesministerien für Umwelt und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Konferenz "PV Med" schlägt Brücken für die internationale Solarstrom-Produktion

J. Papathanassiou, stellvertretender griechischer Entwicklungsminister
J. Papathanassiou, stellvertretender
griechischer Entwicklungsminister

482 Teilnehmer aus 30 Ländern besuchten am 19. und 20. April die "2nd PV Med Conference: Shining Light on the Mediterranean" in Athen. Veranstalter waren unter der Federführung des griechischen Entwicklungsministeriums, die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die Alliance for Rural Electrification (ARE) und WIP. Dass die diesjährige Konferenz in Griechenland stattfand sei kein Zufall, berichtet der Europressedienst, denn das Land werde aufgrund seines neuen Einspeisegesetzes für Solarstrom im Juni vorigen Jahres als viel versprechender neuer Solarmarkt gehandelt. "Griechenland hat somit einen wichtigen Schritt Richtung Solarenergie gemacht", erläuterte Winfried Hoffmann, Präsident der EPIA gegenüber dem Europressedienst. Die PV Med wollte als Konferenz eine Brücke schlagen zwischen den PV-Märkten rund um das Mittelmeer. Auf der einen Seite stehen europäische Nationen wie Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland, die Photovoltaik bereits zur Energiegewinnung nutzen und über entsprechendes Know-how verfügen. Auf der anderen Seite gibt es aufgrund sehr hoher Sonneneinstrahlung viel versprechende Anrainerstaaten - Marokko, Algerien, Jordanien, Tunesien, Ägypten und die Türkei - deren Energiemärkte sich derzeit neu strukturieren.  Dabei wird die Photovoltaik nicht nur als zukunftsträchtige Energiequelle in den Blick genommen, sondern auch als Grundlage für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Neben der Möglichkeit des Erfahrungsaustausches, hatte sich die Veranstaltung zum Ziel gesetzt, Handlungsempfehlungen für diese neuen PV-Märkte zu erarbeiten.



Photovoltaik rund um das Mittelmeer: Austausch von Technologie und Erfahrungen wichtig

"Die mediterranen Regionen sind genau der richtige Ort für Photovoltaik, da sie weltweit über die beste Sonneneinstrahlung verfügen", betonte Sebastiano Serra, Repräsentant des italienischen Ministeriums für Umwelt, Land und Wasser. Die größte Herausforderung sei nun der Einsatz der richtigen Instrumente. So biete etwa eine nachhaltige Förderpolitik Unternehmen die notwendige Planungssicherheit. Der beste Weg seien regionale Länderkooperationen, so Serra weiter, Saïd Mouline, Präsident der Marokkanischen Vereinigung für Solar und Windenergie betonte, dass das höchste Potenzial der südlichen Mittelmeerländer in den so genannten "large-scale Systemen" liege. Das marokkanische Ministerium für Raumplanung, Wasser und Umwelt geht von 3.000 jährlichen Sonnenstunden in Marokko aus. Bei der Etablierung der Solarenergie-Nutzung geht es nach Mouline darum, die Politik zu überzeugen. Dabei müssten auch die ökonomischen Entwicklungspotenziale, zum Beispiel die positiven Wirkungen auf den Arbeitsmarkt, aufgezeigt werden. "Wir haben die Lösungen, nun müssen wir nur den Ansatz für die Umsetzung finden", fügte er hinzu. Die Zustimmung zu einer notwendigen Förderung von 30 bis 40 Cent/kWh auf nationaler Ebene sei zwar schwierig, aber für Solarenergie notwendig. Des Weiteren seien der Austausch von Technologien und Erfahrungen unter den Ländern wichtig.

Livinio Styuch vom spanischen Photovoltaik-Marktriesen Isofotón fügte hinzu, dass neben der politischen Unterstützung auch die Initiative seitens der Privatwirtschaft gefragt sei. Erste Anfänge seien hier zum Beispiel in Marokko sichtbar. Insgesamt soll in Marokko nach Ministeriumsangaben bis 2009 eine installierte Kapazität von 6.342 MWp erreicht werden - hauptsächlich durch Wind- und Solarenergie. Die nächste PV Med findet voraussichtlich 2009 statt. Als Austragungsort wird unter anderem über Frankreich und Marokko diskutiert.

23.04.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europressedienst Bonn,
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Über 3.400 Megawatt Photovoltaik-Leistung in der EU installiert

Photovoltaik-Barometer für Europa.
Photovoltaik-Barometer für Europa.

Der europäische Photovoltaikmarkt hat auch 2006 ein enormes Wachstum verzeichnen können, berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. Unter Berücksichtigung der ersten vorliegenden Schätzungen könne von einer zusätzlich installierten Kapazität von 1.245,7 Megawatt Photovoltaik-Spitzenleistung (MWp) ausgegangen werden. Somit sei die PV-Gesamtkapazität der europäischen Union auf insgesamt mehr als 3.400 MWp gestiegen.   Die Ziele des EU-Weißbuches seien demnach vier Jahre früher als erwartet erfüllt worden. EurObserv’ER legt in seinem Barometer, erschienen in Nummer 178 der französischen Zeitschrift "Systèmes Solaire, Le Journal des Énergies Renouvelables" die gegenwärtige Entwicklung dieses Industriezweiges dar. Mit dem in der EU installieren Solarstrom-Park und seiner Leistung von 3,4 GWp kann laut EurObserv’ER der Strombedarf von 110.000 Haushalten gedeckt werden, allerdings ohne die ökonomisch wie ökologisch bedenkliche elektrische Heizung.

Deutschland deutlich vor Japan und den USA

Der wachsende Photovoltaiksektor in Europa bleibe aufgrund der Dominanz des deutschen Marktes sehr uneinheitlich, betont EurObserv’ER. Für den deutschen Markt werde für 2006 mit 1.153 MWp gerechnet, von denen 3 MWp nicht an das Netz angeschlossen sind. Somit bleibe Deutschland Marktführer, mit einer weit höheren Photovoltaik-Produktion als Japan (ungefähr 300 MWp im Jahr 2006) und USA (über 120 MWp im Jahr 2006)



Spanien, Italien und Frankreich legen zu

Zweitgrößter Photovoltaik-Markt ist Spanien, das eine zusätzliche Kapazität von 60,5 MWp verzeichnet (davon 1 MWp, netzunabhängig), gefolgt von Italien (11,6 MWp, davon 0,6 MWp nicht am Netz). Frankreich ist der viertgrößte Markt der Union (mit 6,4 MWp, 0,3 MWp nicht am Netz), eine Position, die es vorwiegend der Entwicklung der Branche in seinen Übersee-Departements verdankt.


Europäische Industrie weiterhin gut aufgestellt, Deutschland an der Spitze

Trotz der sehr aggressiven Produktionskapazitätserhöhungsstrategien Japans und Chinas, befindet sich Europa weiterhin in einer guten Position auf dem Weltmarkt, wobei die deutschen Unternehmen ganz vorne sind. Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hatte der deutsche Photovoltaikmarkt 2006 ein Umsatzvolumen von 3,7 Milliarden Euro (gegenüber 3 Milliarden im Vorjahr) und beschäftigte 35.000 Personen (gegenüber 30.000 im Vorjahr 2005). Die Branche arbeitet in Deutschland mit insgesamt 5.000 Betrieben, von denen rund 50 Unternehmen an allen Produktionsphasen der Photovoltaiksystemen teilhaben (Siliziumproduktion, Solar-Wafer, Solarzellen und Solarmodule).


Insgesamt 10.000 MWp im Jahr 2010?

Das rasche Wachstum der Photovoltaikbranche dürfte sich laut EurObserv’ER auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Der Siliziummangel sei nach und nach durch neue Produktionskapazitäten behoben worden und so werde den Unternehmen endlich ermöglicht, ihre Produktionskapazität voll auszuschöpfen und die Nachfrage zu befriedigen. Die neuen Planzahlen von EurObserv’ER stützen sich auf einen weiterhin starken deutschen Markt, der sich in den nächsten Jahren der Gigawatt-Größenordnung annähere, sowie auf ein voraussichtliches schnelleres Wachsen der italienischen, spanischen und französischen Märkte in den kommenden Jahren. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen, würde der europäische Photovoltaik-Park im Jahr 2010 etwa 8.700 MWp haben.

Rasch die notwendigen Voraussetzungen für die Photovoltaikbranche zu schaffen, sei eine gesellschaftliche Herausforderung, welche die Politiker erkannt hätten und auf die sie zu reagieren begännen. Nur würden "gerechte" Preissysteme für die Solarenergie entwickelt, aber die Bemühungen müssten noch weiter gehen damit die Unternehmen langfristiger planen könnten und die bürokratischen Hürden abgebaut werden, heißt es im Photovoltaik-Barometer von EurObserv’ER.

EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:
· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)

Die Barometer von EurObserv’ER können als PDF-Dokumente heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das

Bisherige Klimaschutzziele weit verfehlt

Im Mittel der letzten 16 Jahre sei der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid nur mit einem halben Prozent pro Jahr gesunken, doch in den letzten 8 Jahren sei eine weitgehende Stagnation zu verzeichnen, so die DPG. So seien es 1999 882 Millionen Tonnen gewesen , die bis 2006 nur um 4 Millionen Tonnen auf 878 Millionen Tonnen sanken. Das 1995 beschlossene, deutsche Klimaschutzziel einer Reduktion von 25 Prozent gegenüber 1990 (dies entspricht 773 Millionen Tonnen CO2) sollte im Jahr 2005 erreicht werden - es wurde weit verfehlt, so die DPG. Würde sich der Trend der letzten 16 Jahre fortsetzen, wäre im Jahre 2020 zwar eine Reduktion um 20 Prozent erreichbar (auf 825 Millionen Tonnen). Die von der EU angebotene Reduktion um 30 Prozent hingegen würde nicht erreicht. Und weil Deutschland innerhalb der EU der größte Kohlendioxidproduzent sei, bedeuteten die EU-Ziele vom März 2007für Deutschland sogar noch höhere Reduktionen.

22.04.2007   Quelle: Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bundespräsident und DBU laden ein zur Woche der Umwelt

Woche der Umwelt präsentiert Umwelttechnik und –forschung.
Woche der Umwelt präsentiert
Umwelttechnik und –forschung.

Die dritte "Woche der Umwelt" findet am 5. und 6. Juni 2007 in Berlin statt. Mehr als 180 Unternehmen und Institutionen geben auf Einladung des Bundespräsidenten Horst Köhler und der Deutschen Bundesstiftung (DBU) im Park von Schloss Bellevue einen Überblick über Verfahren, Produkte, Dienstleistungen und Kampagnen aus Umwelttechnik und Umweltforschung sowie neue Naturschutzprojekte. Außerdem finden über 60 Diskussionsrunden zu den Veranstaltungsthemen statt.  Inhaltliche Schwerpunkte der Leistungsschau sind innovative Umwelttechnik, Klimaschutz, Energie und Mobilität, Naturschutz, Gewässer- und Bodenschutz sowie Umweltkommunikation und Umweltbildung und internationale Umweltkooperationen. Außerdem debattieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in sechs Diskussionsrunden über Zukunftsfragen der Umwelttechnik, -forschung und -bildung.


Besuch im Schloss Bellevue nur nach Anmeldung möglich

Alle Informationen rund um die "Woche der Umwelt" wie das Programm auf den Hauptbühnen, die Fachforen mit mehr als 200 Referenten und ein Verzeichnis der mehr als 180 Aussteller finden sich im Internet unter http://www.wochederumwelt.de. Unter dem Menüpunkt "Besucher" können sich Interessierte bis zum 14. Mai online anmelden. Am Amtssitz des Bundespräsidenten bestehen hohe Sicherheitsvorkehrungen: Ein Besuch ist nur nach vorheriger Anmeldung und polizeilicher Prüfung der Daten möglich. Eingelassen wird nur, wer eine persönliche Einlasskarte und den Personalausweis oder Reisepass vorweist. Die Online-Anmeldung ist möglich unter http://www.wochederumwelt.de/besucher.

22.04.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU,

 

Hannover Messe: Forschungszentrum Jülich zeigt marktorientierte Brennstoffzelle

Brennstoffzelle verkürzt Akkuladezeiten von Hubwagen.
Brennstoffzelle verkürzt
Akkuladezeiten von Hubwagen.

Konstrukteure des Forschungszentrums Jülich präsentierten auf der Hannover Messe eine Direktmethanol-Brennstoffzelle, die ihren Platz in einem Hubwagen fand. Daneben wurde ein neues Identifikations-Verfahren für Flüssigkeiten vorgestellt, das bei der Handgepäckkontrolle auf Flughäfen eingesetzt werden könnte. Die Innovationen waren erstmals auf der Hannover Messe zu sehen, die bis zum 20. April dauerte. In dem Prototypen des ersten mit Methanol betriebenen Elektrohubwagens wandelte eine Brennstoffzelle die chemische Energie des flüssigen Methanols direkt in elektrischen Strom für den Antrieb um.   Statt langer Akku-Ladezeiten lässt sich das Gefährt wie ein Auto in wenigen Minuten betanken. Trotzdem ist es in geschlossenen Räumen nutzbar, da es keine Schadstoffe produziert.



Letzter Schritt vor der Kommerzialisierung der Brennstoffzellentechnik

"Mit diesem Prototyp stehen wir nur noch einen Schritt vor der Kommerzialisierung unserer Brennstoffzellentechnik", erklärt Prof. Detlef Stolten, Direktor am Jülicher Institut für Energieforschung. Das Institut erforscht Vorgänge von der Verbesserung der Kernkomponenten für Zellen und Brennstoffzellenstapeln (Stacks) bis zur Entwicklung einbaufähiger Brennstoffzellensysteme. "Wir wollen alle Aspekte im Auge halten und aufeinander abstimmen. Nur so lässt sich das komplexe System Brennstoffzelle wirtschaftlich machen", erklärt Stolten. Schon am Eröffnungstag der Messe haben sich zwei weitere Jülicher Experten zu Wort gemeldet. Dr. Robert Steinberger-Wilckens, Projektleiter Brennstoffzellen, berichtete über die Entwicklung der SOFC-Brennstoffzelle in Jülich. Dipl.-Math. Jürgen Friedrich Hake, Leiter des Bereichs Systemforschung und Technologische Entwicklung am Institut für Energieforschung, moderierte eine Podiumsdiskussion zum Thema "Ist Energiemanagement Voraussetzung für die Zukunft erneuerbarer Energien?"

22.04.2007   Quelle: Forschungszentrum Jülich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungszentrum Jülich,
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Bundesregierung will Forschung zum Klimawandel stärker fördern

Der Klimawandel wird weltweit erhebliche Umweltveränderungen bewirken. Das macht der Bericht der zweiten Arbeitsgruppe des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) deutlich, der den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Auswirkungen klimatischer Änderungen auf natürliche und menschliche Systeme zusammenfasst. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesforschungsministeriums (BMBF) diskutierten Mitte April 2007 in Potsdam rund 100 Fachleute über Erkenntnisse aus dem IPCC-Bericht und Konsequenzen für Forschung und Gesellschaft. "Die Experten haben uns noch einmal eindringlich vor Augen geführt, dass der Klimawandel rasches Handeln erfordert. Daher wird das Bundesforschungsministerium die Grundlagen dazu legen und die Forschung zum Thema Klimawandel weiter stärken", so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel in Potsdam.  Der nationale Workshop fand am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung statt, dessen Wissenschaftler maßgeblich zum internationalen IPCC-Report beigetragen haben. Forschungsministerin Annette Schavan hat für den 3. Mai in Hamburg zu einem Klimaforschungsgipfel eingeladen, um eine nationale Klimaforschungsstrategie zu verabreden.


Aktion KLIMZUG bietet Hilfe für internationalen Austausch

"Wie der IPCC-Bericht zeigt, ist die Anpassung an den unvermeidbaren Klimawandel eine der wichtigsten Herausforderungen. Die Menschen müssen sich zum Teil auf große Veränderungen einstellen", betonte Rachel. Um ganze Regionen dabei zu unterstützen, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, habe das Ministerium kürzlich den mit 75 Millionen Euro ausgestatteten Regionalwettbewerb KLIMZUG gestartet. Dafür können sich Regionen in Deutschland bewerben, in denen sich Partner aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammentun. Fragen, die sich dabei stellen, sind unter anderem wie eine Region mit verlängerten Trocken- und Hitzeperioden umgeht oder wie sie sich vor Überschwemmungen schützt. Dabei sollen sowohl neue Technologien entwickelt als auch Empfehlungen zum Handeln gegeben werden. "Die geförderten Regionen sollen sich weltweit mit Partnerregionen austauschen und als Vorbild für andere dienen", erläuterte Rachel.


Klimawandel erfordert schnelles, gemeinsames Handeln

"Der zweite Teilbericht hat erneut bestätigt, dass der Klimawandel schon jetzt dramatische Folgen zeigt. Wir müssen schnell handeln und weltweit ehrgeizige Klimaschutzpolitik umsetzen, um schwerwiegendere Klimafolgen für Mensch und Umwelt zu verhindern", unterstrich Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Auf dem EU-Gipfel Anfang März hätten die Staats- und Regierungschefs die Weichen dafür gestellt und ambitionierte Klimaschutzziele für Europa beschlossen: Die EU werde bis 2020, bezogen auf das Jahr 1990, die Emissionen der Treibhausgase um 30 Prozent reduzieren. Allerdings unter der Voraussetzung, dass andere Industrieländer vergleichbare Anstrengungen unternehmen und auch Schwellenländer einen Beitrag leisten, der ihren Möglichkeiten entspricht. Unabhängig vom Verlauf der internationalen Verhandlungen und den Verpflichtungen anderer Länder will die EU die Treibhausgase bis 2020 um mindestens 20 Prozent mindern.


EU bekräftigt Führungsrolle im Klimaschutz

"Mit diesem Beschluss hat die EU ihre Führungsrolle im Klimaschutz bekräftigt und ein Signal an die Weltgemeinschaft gesandt, dass sie im Rahmen eines internationalen Klimaschutzabkommens nach 2012 einen fairen and angemessenen Beitrag leisten will", sagte Müller. "Das ist ein erster wichtiger Schritt, die gegenseitige Blockade bei den internationalen Klimaverhandlungen aufzulösen." Auch auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm wird Klimaschutz ein Top-Thema sein. Müller ergänzte: "Die Verhandlungen über ein Klimaabkommen nach 2012 müssen 2009 abgeschlossen werden, damit es einen nahtlosen Übergang zwischen erster und zweiter Verpflichtungsperiode geben kann. Die Zeit ist knapp. Die nächste Weltklimakonferenz im Dezember 2007 auf Bali muss den entscheidenden politischen Impuls setzen: einen Beschluss zum Beginn umfassender Verhandlungen über ein Klimaschutzabkommen nach 2012." Die Kurzfassung des IPCC Klimaberichts ist im Internet zu finden unter http://www.bmbf.de oder http://www.bmu.de

21.04.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Wasserkraft: Energiedienst investiert 58 Millionen Euro in neues Stauwehr

Strom aus Wasserkraft.
Strom aus Wasserkraft.

Nach rund vier Jahren Bauzeit ist Anfang April das neue Stauwehr des Wasserkraftwerks Rheinfelden in Betrieb genommen worden. Das alte Wehr wurde nach 105 Jahren Betriebszeit stillgelegt. Mit dem Abbruch der alten Anlage soll in Kürze begonnen werden, berichtet die Energiedienst Holding AG in einer Pressemitteilung. Die Investitionskosten des neuen Wehres betragen nach Angaben des Unternehmens rund 58 Millionen Euro.   Das neue Stauwehr ist eine Stahlbetonkonstruktion mit sieben Wehrfeldern. Es besteht im Wesentlichen aus den Wehrpfeilern und den zwischen den Wehrpfeilern angeordneten Segmentschützen sowie der nahe dem deutschen Ufer erstellten Wehrinsel. In dieser Wehrinsel ist die Infrastruktur für den Betrieb der Stauwehranlage installiert. Die Gesamtbreite des Stauwehres beträgt 196 Meter. Das an das Maschinenhaus angrenzende Wehrfeld wird erst mit dem Bau des Maschinenhauses erstellt. Bis dahin wird das Stauziel im Oberwasser unverändert auf einer Höhe von 269,10 Metern NSH (Neuer Schweizer Horizont) gehalten. Mit der Inbetriebnahme des neuen Kraftwerkes erfolgt eine Anhebung des Stauziels auf Höhe von 270,50 Meter NSH.


Neue Anlage vor Hochwasser und Erdbeben gesichert

Das alte Stauwehr ging im Jahre 1902 in Betrieb, vier Jahre nach dem alten Wasserkraftwerk Rheinfelden. Es trug damals zu einer Erhöhung des Staus und zu einer Leistungsverbesserung des alten Rheinkraftwerks bei. Es weiche jetzt einer erdbebensicher gebauten Anlage, die möglichem Hochwasser auch im Extremfall Stand halten könne, heißt es in der Pressemitteilung. Die Energiedienst-Gruppe beliefert nach eigenen Angaben mehr als 750.000 Menschen in Südbaden und der Schweiz mit Strom und energienahen Dienstleistungen. Zur Unternehmensgruppe der Energiedienst Holding AG (EDH) gehören die Energiedienst AG (ED AG), die Energiedienst Netze GmbH (EDN) und die NaturEnergie AG. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe hält als Hauptaktionärin 76 Prozent der Energiedienst Holding AG.

21.04.2007   Quelle: Energiedienst Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiedienst Holding AG,
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Boom der erneuerbaren Energien: New Energy Fund wächst weiterhin rasant

Das Vermögen des New Energy Fund ist in dem kurzen Zeitraum von nur vier Wochen um bemerkenswerte weitere 50 Millionen Euro gestiegen, berichtet die Versiko AG in einer Pressemitteilung. Dabei profitierte der von der börsennotierten versiko AG (WKN 540868) initiierte und unter dem Dach der Sarasin Multi Label Sicav lancierte Publikumsfonds unter anderem vom weltweiten Boom der klimafreundlichen erneuerbaren Energien. Der New Energy Fund ist ein internationaler Aktienfonds, mit Schwerpunkt auf Umwelttechnologien und investiert besonders in Unternehmen, die für die Nutzung von Wind, Wasserkraft, Biomasse, Solarenergie und Erdwärme arbeiten.  Mit insgesamt 250 Millionen Euro Volumen und einer durchschnittlichen Performance von 15,1 Prozent in den letzen zwölf Monaten habe sich der New Energy Fund neben dem Fonds ÖkoVision zum zweiten Flagschiff-Produkt der versiko entwickelt, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die seit 1999 börsennotierte versiko AG zählt zu den führenden Unternehmen im Bereich ökologischer Kapitalanlagen. Mehr als 30 Jahre Erfahrung fließen laut versiko AG in die erfolgreiche Entwicklung und Auflegung eigener Produkte ein, im Vertrieb würden über die nachhaltige Vermögensberatung mehr als 50.000 Kunden und Kundinnen bundesweit betreut.

21.04.2007   Quelle: Versiko AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Windenergie: Spezialisten diskutieren Offshore-Entwicklung in der Nordsee

Windpark Egmond aan Zee (108 MW).
Windpark Egmond aan Zee (108 MW).

40 Unternehmen und Institute aus Deutschland informierten sich während einer dreitägigen Studienreise in die Niederlande über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung der Offshore-Windenergienutzung. Auf niederländischer Seite nahmen über 20 Unternehmensvertreter am Offshore-Erfahrungsaustausch in der Hafenstadt IJmuiden teil. Chris Westra, Geschäftsführer des Niederländischen Offshore-Technologiekonsortiums "We@Sea", dokumentierte die Ausgangssituation sowie die aktuelle Entwicklung der niederländischen Offshore-Windenergie. Regionale Offshore-Unternehmen, die am Bau des ersten niederländischen Offshore-Windparks "Egmond aan Zee" beteiligt waren und das neue Projekt "Q7" derzeit verwirklichen, stellten vor Ort ihre Erfahrungen und Unternehmenskompetenzen vor. Neben Fachgesprächen unterstrich eine Schifffahrt zum Offshore-Windpark "Egmond aan Zee" selbst bei Windstärke fünf das große Potenzial der Offshore-Windenergietechnologie zur effektiven Energieerzeugung.   Im Anschluss besichtigten die Teilnehmer das Windturbinen Testfeld des Energie Forschungszentrums ECN am Wieringermeer. Der von der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) organisierte Business-Exchange fand statt vom 11. bis zum 13. April 2007 und bot, nach Dänemark und Großbritannien, bereits zum dritten Mal die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über realisierte Offshore-Projekte.

Windpark "Egmond aan Zee" und neues Projekt "Q7"

Steffen Schleicher, WAB-Projektleiter Offshore, betonte die Zielrichtung der Veranstaltung: "Der Besuch in den Niederlanden einschließlich dem damit verbundenen Know-how-Transfer stärkt deutsche Unternehmen und Behörden, zügig aber mit hoher Qualität an der Umsetzung der ambitionierten deutschen Offshore-Windenergie Projekte zu arbeiten." Der Windpark "Egmond aan Zee" liegt 10 bis 18 Kilometer vor der Küste von IJmuiden und verfügt mit seinen 36 Turbinen des Typs Vestas V90 über eine Gesamtleistung von 108 Megawatt (MW). Die Stromeinspeisung erfolgt seit Ende 2006 - mit der jährlich erzeugten Energie lassen sich etwa 100.000 niederländische Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgen. Das Projekt "Q7" befindet sich etwa 23 Kilometer vor der niederländischen Küste. Es umfasst 60 Windenergieanlagen des Typs Vestas V80 mit einer Gesamtleistung von 120 MW und speist voraussichtlich Ende 2007 erstmals Energie in das öffentliche niederländische Netz.


Niederländische Einspeisevergütung: 9,7 Cent je Kilowattstunde Offshore-Windstrom

Die Vergütung von Offshore-Windenergie stand ebenfalls auf der Agenda: Niederländische Offshore-Projekte erhalten 9,7 Cent je Kilowattstunde über eine Laufzeit von zehn Jahren sowie den Erlös von derzeit etwa 4 bis 6 Cent je Kilowattstunde aus dem Verkauf der erzeugten Energie auf dem Strommarkt. Dieses Vergütungssystem berücksichtigt das frühe Entwicklungsstadium der Offshore-Windenergie. So bietet es eine deutlich höhere Vergütung über die genannte Laufzeit, die im Vergleich zum deutschen Einspeisegesetz, nur halb so lange ist. Allerdings sorgt in Deutschland die neue Regelung für den Netzanschluss der Offshore-Windparks durch die Netzbetreiber vom November 2006 für eine Aufbruchstimmung bei den deutschen Offshore-Projekten.


Konferenz "windstärke07 – kurs offshore" am 13. und 14. Juni 2007

Mark Chanine von den Norddeutschen Seekabelwerken unterstrich: "Es war sehr informativ bei dieser Studienreise über das niederländische Vorgehen aus erster Hand zu erfahren. Vor allem die Flexibilität mit der die Regierung und Projektentwickler die Herausforderung gemeinsam angehen, hat den Bau der Projekte offensichtlich stark beschleunigt." Unter dem Konferenz Titel "windstärke07 – kurs offshore" bietet die WAB am 13. und 14. Juni 2007 in Bremerhaven Offshore-Experten erneut ein Fachforum zu aktuellen Themen, wie Netzanbindung von Offshore-Windenergie, an. WAB-Mitglied Chanine setzt mit seinem Vortrag als Hersteller von Seekabeln hierzu Impulse. Informationen zur Konferenz finden sich unter http://www.windenergie-agentur.de.



20.04.2007   Quelle: Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NUON,
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Schüler installieren mit Hilfe von SunTechnics eine Solarstromanlage für ein indisches Waisenhaus

6,25 kWp-Solarstrom- anlage am Stadtrand von Madras.
6,25 kWp-Solarstrom-
anlage am Stadtrand
von Madras.

Eine 12-köpfige Schülergruppe des Solinger Gymnasiums Vogelsang hat in den Osterferien im Rahmen eines Projektes ihrer Initiative IUTU.NET in Indien eine netzunabhängige Solarstromanlage mit einer Gesamtleistung von 6,25 Kilowatt (kWp) für ein Waisenhaus erfolgreich installiert und in Betrieb genommen. Gemeinsam mit fachkundigen Mitarbeitern des Komplettanbieters für Erneuerbare Energien, SunTechnics, haben die Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren die Hybridanlage - eine Kombination aus Photovoltaikanlage, Dieselgenerator und Batterien - professionell und schlüsselfertig montiert. Für die Solarstromanlage haben die Gymnasiasten zusammen mit den Experten von SunTechnics innerhalb von drei Tagen insgesamt 50 Photovoltaikmodule auf das Dach eines am Stadtrand von Chennai (Madras) gelegenen Kinderheim- und Schulkomplexes des NLC Missions- und Waisenhausarbeit e.V. montiert.   Sie versorgen nun diverse Lampen und Elektrogeräte im Gebäude direkt mit Elektrizität. An Tagen mit nicht ausreichendem Sonnenschein sorgt der integrierte Dieselmotor für eine zuverlässige Stromproduktion. Batterien speichern den nicht sofort genutzten Strom und geben ihn je nach Bedarf ab.



Bevor es jedoch gemeinsam mit den SunTechnics-Monteuren an die Arbeit ging, wurden alle Schüler umfassend über die Technologie und den Installationsprozess informiert sowie über die zu beachtenden Sicherheitsvorkehrungen während der Montage aufgeklärt. Rund 8.600 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom produziert die Solaranlage nun im Jahr. Dadurch sinken nicht nur die monatlichen Betriebskosten des Waisenhauses, sondern es wird auch eine stabile Elektrizitätsversorgung geschaffen. "Wir finden, dass jeder Mensch an Wohlstand und Fortschritt Teil haben sollte - egal, wo auf der Erde. Mit der Solarstromanlage haben wir den Kindern, Betreuern und Lehrern bei NLC in Chennai eine große Freude bereitet. Die indischen Mitarbeiter von SunTechnics haben mit uns Schritt für Schritt die Anlage perfekt installiert. Das war wegen der Hitze zwar eine ziemlich große Herausforderung, hat aber echt Spaß gebracht", berichtet die 18jährige Schülerin Katharina Kamphausen. "Mit Hilfe solcher Projekte können wir unseren Schülern zeigen, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und erneuerbare Ressourcen zum Schutz unseres Planeten zu nutzen. Es ist auch bemerkenswert, dass in Indien Photovoltaikanlagen auf identisch hohem Niveau wie in Deutschland installiert werden", ergänzt Dirk Bodendorf, Lehrer des Gymnasiums Vogelsang und Verantwortlicher der Initiative IUTU.NET.



Off-grid-Photovoltaik-Lösungen und Biogasanlagen für Indien

"Wir haben uns sehr gefreut, Teil dieses großartigen Projekts sein zu dürfen. Es ist faszinierend gewesen, mit wie viel Engagement, Geschick und Ausdauer die Jugendlichen gemeinsam mit unserem Team die Anlage unter nicht gerade einfachen Bedingungen installiert haben", blickt Umraz N. Ahmed, verantwortlicher Projektingenieur der SunTechnics Niederlassung Bangalore, auf die gemeinsamen Tage zurück. Das weltweit aktive Unternehmen SunTechnics mit Hauptsitz in Hamburg ist seit 2005 auch in Indien vertreten. Neben netzgekoppelten Photovoltaik- und Biogasanlagen installieren die Experten für regenerative Energien dort vor allem auch spezielle Systeme für die Versorgung von Gebieten, in denen kein oder nur ein sehr unzuverlässiges öffentliches Stromnetz zur Verfügung steht. Diese so genannten Off-grid-Photovoltaik-Lösungen versorgen abgelegene Hütten mit Strom - hauptsächlich für Beleuchtung, aber auch für Kühlschrank, Radio und Fernsehen.


Solar-Hybrid-Anlage im Wert von rund 60.000 Euro mit Spenden und Sponsoren finanziert

Seit Planungsbeginn Ende 2005 haben die Schüler des Gymnasiums Vogelsang sowie deren Eltern, unter anderem während eines Schulfestes, fleißig Gelder für die Finanzierung dieser Solar-Hybrid-Anlage im Wert von rund 60.000 Euro gesammelt. Darüber hinaus lebt die Initiative von diversen Sponsoren. So hat SunTechnics beispielsweise das Indien-Projekt mit 5.000 Euro unterstützt und vor Ort die Planung sowie die anschließende schlüsselfertige Installation der Anlage gemeinsam mit den Schülern realisiert.

Die von den Gymnasiasten in Indien ermöglichte Anlage ist nicht die erste: Im Rahmen der Initiative IUTU.NET haben die Schüler bereits im Nordosten Brasiliens netzferne Dörfer mit Solar-Home-Systemen ausgestattet und damit die Lebensqualität vieler Menschen entscheidend positiv verändert. Für die engagierte Arbeit wurden die Schüler bereits im Oktober 2004 von Bundesumweltminister Trittin als Bundessieger des Deutschlandweiten Wettbewerbs "Jugend mit unendlicher Energie" ausgezeichnet.

20.04.2007   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics,
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Bundesminister Tiefensee eröffnete Photovoltaik-Fabrik der Odersun AG in Brandenburg

Solarstreifen (Zellen) der Odersun AG.
Solarstreifen (Zellen) der
Odersun AG.

Ein kleiner Schnitt für das Photovoltaik-Kupferband, ein großer Schritt für die Solar-Branche: Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung und Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, durchschnitt am 19.04.2007 symbolisch ein hauchdünnes Band auf Kupferbandbasis, das die Grundlage für die Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen bildet.   Gemeinsam mit Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Ramin Lavae Mokhtari, Kaufmännischer Vorstand der Odersun AG und Olaf Tober, Technischer Vorstand der Odersun AG, eröffnete Tiefensee die erste Solarfabrik der Odersun AG "Sun One" in Frankfurt an der Oder. Im Beisein chinesischer und britischer Investoren sowie vieler Gäste nahm die erste der drei Frankfurter Solarfirmen die Produktion im Technologiepark 7auf.


60 neue Arbeitsplätze in der Produktion kupferbandbasierter Dünnschichtsolarzellen und -module

"Die Werkseröffnung der Odersun AG ist ein gutes Beispiel für den Boom der Photovoltaik-Industrie in den neuen Bundesländern", so Minister Tiefensee. Der Osten habe sich mit knapp 30 Unternehmen zu einem der führenden Branchen-Standorte entwickelt und in der Region Frankfurt etabliere sich ein hochmodernes industrielles Netzwerk. Für die Odersun AG sind fünf Zuliefererfirmen aus der Region tätig. Die Odersun AG schafft nach eigenen Angaben mit der "Sun One" 60 Arbeitsplätze in der Produktion von kupferbandbasierten Dünnschichtsolarzellen und -modulen. Die nächste Fabrik "Sun Two" soll mit der sechsfachen Kapazität der "Sun One" Modell für weitere Photovoltaik-Produktionsstätten sein.


Auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnittene Solarmodule

Grundlage für die ressourcenschonende und saubere Technologie ist laut Odersun der seit 1993 komplett am Standort Frankfurt (Oder) entwickelte CISCuT-Produktionsprozess (Kupfer-Indium-Disulfit auf Kupferband). "Das enorme Wachstumspotenzial der Odersun AG liegt in unserer Fähigkeit, die Zellmodule in Design, Größe, Flexibilität oder Leistung auf individuelle Kundenbedürfnisse zuzuschneiden", charakterisiert Ramin Lavae Mokhtari, Kaufmännischer Vorstand der Odersun AG, die Vorzüge des Verfahrens.

20.04.2007   Quelle: Odersun AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Odersun AG,
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Solare Kühlung: Fachseminar im Solar Info Center Freiburg

Kollektorfeld der IHK Freiburg zur solaren Klimatisierung.
Kollektorfeld der IHK Freiburg zur solaren
Klimatisierung.

Im Rahmen des Kongressprogramms der Messe Intersolar 2007 veranstalten das Dezernat für Umwelt, Schule, Bildung und Gebäudemanagement der Stadt Freiburg und die Solar Info Center GmbH am 21. Juni das Fachseminar "Kühlen natürlich wirtschaftlich". Experten geben einen Überblick über die Möglichkeiten klimafreundlicher Gebäudekühlung und berichten, welche Techniken bereits jetzt wirtschaftlich sind. Die Veranstaltung findet statt im Solar Info Center gegenüber der Neuen Messe und wendet sich an Architekten, Planer und Gewerbe-Immobilienbesitzer.  Auch für Einsteiger in das Thema offen ist eine Rundfahrt am 22. Juni. Die Teilnehmer besichtigen drei Anlagen zur solaren Kühlung in Freiburg. Die Nachfrage nach Kälte zur Gebäudeklimatisierung steige rasant, so das Solar Info Center. Die internationale Energie Agentur (IEA) rechne mit einer jährlichen Zunahme von gekühlten Gebäuden um 12,7 % - oft mit Energie fressenden Technologien. Angesichts des Klimawandels wachse aber die Notwendigkeit energieeffiziente und erneuerbare Energien einzusetzen. Nur sie können den Kühlenergieverbrauch nachhaltig gestalten und neue Dimensionen der Wirtschaftlichkeit in der Gebäudekühlung erschließen, heißt es in der Pressemitteilung. Die neuen Techniken würden zudem den Komfort erhöhen und die Betriebskosten deutlich senken.


Kühlen mit Sonnenenergie oder Erdsonden

Eine Alternative zu klassischen Kältemaschinen ist die solare Kühlung. Sie ist zur Einbindung in Raumkühlungssysteme besonders gut geeignet: Wenn im Sommer bei praller Sonne der größte Bedarf an Klimatisierung anfällt, liefern die solarthermischen Kälteanlagen die meiste Kühlung. Auch Kälte aus dem Erdreich und energieeffiziente Techniken senken die Gebäudetemperatur an Hitzetagen. Der Veranstaltungsort im Solar Info Center etwa wird durch 80 m tiefe Erdsonden gekühlt. Sonnenschutzsysteme und Wärmedämmung verringern den Wärmeeintrag von außen. Die Nachtlüftung liefert zusätzliche Frische für das Raumklima.

Anmeldung zur Veranstaltung unter http://www.solar-info-center.de
Weitere Veranstaltungen auf der Intersolar unter: http://www.intersolar.de

20.04.2007   Quelle: Solar Info Center Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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BIOHAUS-Solarmodule Module vom VDE zertifiziert

Die neuen Solarmodule der Serie BIOSOL 180 P 50/6+ sind in der 15. Kalenderwoche 2007 vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) zertifiziert worden, berichtet die BIOHAUS PV Handels GmbH (Paderborn) in einer Pressemitteilung. Die Module seien geprüft und nach DIN EN 612 15 ausgezeichnet worden. Sie entsprechen damit den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherungsgesetzes (GPSG) und dürfen nunmehr in Verbindung mit einem spezifizierten Haltesystem die Auszeichnung VDE-GS-geprüft tragen.  Die Photovoltaik-Module zur Erzeugung von Solarstrom sind in den Leistungsklassen 170, 180 und 190 Watt peak bei BIOHAUS erhältlich. Die polykristallinen Module werden in der Sonnenstromfabrik in Wismar hergestellt. Sorgfältige Qualitätskontrollen und –sortierungen garantieren höchste Leistungsfähigkeit: Qualität "made in Germany", betont BIOHAUS.

Module der Serie BIOSOL 180 sind für die Installation als Aufdach-Anlage vorgesehen. Die Leistungsgarantie beträgt 25 Jahre auf 80 % der Leistung bei 5 Jahren Produktgarantie. Die Module sind kurzfristig lieferbar.

20.04.2007   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarthermie-Hersteller Paradigma gewinnt mehr als 200 neue Systempartner

Jean Pütz auf der Paradigma-Tour.
Jean Pütz auf der Paradigma-Tour.

"Nach nur vier Stationen auf unserer Natürlich Wärme-Tour 2007 im Februar und März ist die Anzahl der Paradigma Systempartner von bislang 700 auf über 900 angestiegen. Dabei liegt Dresden als vorerst letzte Tour-Veranstaltung noch vor uns. Ein derartiges Interesse von SHK-Fachbetrieben an einer Partnerschaft mit Paradigma übertrifft bei weitem unsere Erwartungen", so das Fazit von Matthias Reitzenstein, Paradigma Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Bis Ende 2007 will die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH und Co. KG rund 300 ausgewählte Meisterbetriebe in ihr dann 1.000 Systempartner zählendes Netzwerk integrieren.   Durch den starken Zustrom von Neupartnern während der Natürlich Wärme-Tour habe der Marktführer bei Vakuum-Röhrenkollektoren und namhafte Hersteller von Holzpellets-Kesseln bereits jetzt rund zwei Drittel seines Jahresziels erreicht, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Den Erfolg der Natürlich Wärme-Tour, die bislang in Stuttgart, Bremen, Köln und Nürnberg Station machte, erklärt Paradigma Marketingleiter Karlheinz Venter mit "einem rundum stimmigen Gesamtkonzept der Tour, die durch gezielte Einladungen sowie begleitende Werbe- und PR-Maßnahmen in Fachmedien optimal unterstützt wurde".


Die jeweils zweitägigen Veranstaltungen bieten für Fachhandwerker eine Vielzahl interessanter Fachvorträge und Diskussionen sowie Präsentationen der innovativen Holzpellets-, Gasbrennwert- und Solarwärme-Systeme. Zu den Produkt-Highlights der Tour zählen die neue Paradigma Gasbrennwert-Solarwärme-Zentrale "ModuVarioAqua" mit Brennwertgerät, Schichtenspeicher, integrierter Regelung und passendem Vakuum-Röhrenkollektor sowie das ebenfalls neue Komplettpaket Pelletti II mit dem Entnahmesystem Sonnen-Pellet Maulwurf.

Thomas Brunner, SHK-Handwerker aus Massing und seit der Tourstation Nürnberg neuer Paradigma Systempartner, bringt es auf den Punkt: "Ich muss schon sagen, ich war hell auf begeistert von den zwei Tagen. Man hatte nie das Gefühl, etwas aufgedrängt zu bekommen, sondern, dass es um eine ernst gemeinte Partnerschaft geht und um weit mehr als das Erzielen von Umsatzzahlen". Über seine Gründe für einen Wechsel zu Paradigma sagt er: "Da ich sowieso schon sechs Anlagen in Planung habe und mich neu orientieren wollte hin zu ökologischen Heizsystemen, also weg von meinem Haupt-Lieferanten für Öl und Gas, kommt mir die Partnerschaft mit Paradigma jetzt gerade recht."

20.04.2007   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH und Co. KG,
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Intersolar 2007 bricht erneut alle Rekorde: Europas größte Fachmesse für Solartechnik bereits jetzt ausgebucht

Fachmesse Intersolar: Treffpunkt der internationalen Solarindustrie.
Fachmesse Intersolar: Treffpunkt der
internationalen Solarindustrie

Auch 2007 zeigt sich die internationale Fachmesse Intersolar als Spiegel der dynamisch wachsenden Solar-Branche in Europa. Nach dem enormen Wachstum der letzten Jahre verzeichne die Leitmesse in diesem Jahr erneut Wachstumsrekorde, berichten die Veranstalter. Die Zahl der Aussteller steigt im Vergleich zum Vorjahr von 454 auf 560 und die Ausstellungsfläche wurde von 26.000 Quadratmetern auf 31.000 Quadratmeter erhöht. Gleichzeitig entwickelt sich die Intersolar immer mehr zur maßgeblichen europäischen Plattform für Solartechnik. 2006 betrug der Anteil internationaler Aussteller 30 %. In diesem Jahr reisen bereits 37 % der Aussteller aus über 30 Ländern zur Intersolar nach Freiburg.  Mit 26.000 Besuchern aus mehr als 90 Ländern wird außerdem ein neuer Besucherrekord erwartet, der ebenfalls den Status der Intersolar als Treffpunkt und Drehscheibe der internationalen Solarindustrie unterstreicht. Dabei werden auch 2007 die Gäste aus Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz und Österreich den größten Anteil der internationalen Besucher stellen.



Schwerpunkte: Photovoltaik, Solarthermie und solares Bauen

Im Zentrum der Intersolar 2007 stehen Photovoltaik, Solarthermie und solares Bauen. Das Ziel der Intersolar ist es, zu diesen Themen die bedeutendsten Solarunternehmen, die wichtigsten Produktinnovationen und die neuesten Markttrends zusammen zu bringen. Interessierte Besucher erhalten auf der Neuheiten-Börse einen Überblick über die wichtigsten Innovationen der Aussteller in Sachen Solarstrom, Solarwärme und Solararchitektur.


80 % Fachbesucher, Samstag auch für Publikum geöffnet

Nach wie vor wird die Messe am Samstag als Publikumstag allen Besuchern offen stehen. Der große Anteil an Fachbesuchern, der zuletzt mehr als 80 % betrug, zeigt allerdings deutlich den Stellenwert, den die Intersolar als Industriemesse innerhalb der Branche genießt und belegt den Status als führende Fachmesse für Hersteller, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister der Solarindustrie.


Intersolar 2008 erstmals in München

Da die Hallenkapazitäten in Freiburg kein weiteres Wachstum der Messe mehr zulassen, findet die Intersolar 2008 erstmals in München statt. Die Veranstalter wollen den Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt nutzen, um die Internationalisierung weiter voranzutreiben und im kommenden Jahr ein noch attraktiveres und umfangreicheres Angebot für Aussteller und Besucher anzubieten.

Die Intersolar wird gemeinsam veranstaltet von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG und der Solar Promotion GmbH, Pforzheim. Träger der Intersolar 2007 sind die führenden Industrieverbände der Solarbranche: der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) e.V., die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V., die European Photovoltaic Industry Federation (ESTIF) und die International Solar Energy Society (ISES).

Weitere Informationen http://www.intersolar.de

19.04.2007   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,
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Stromerzeugung 2006: Erneuerbare Energien steigern Anteil auf fast 12 %

Anteile an der Stromversorgung.
Anteile an der Stromversorgung.

Die deutsche Stromerzeugung wuchs im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf rund 636 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Mehr als 45 Prozent davon wurden nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) aus Kohle erzeugt. Die erneuerbaren Energien konnten ihren Anteil auf fast 12 Prozent (Vorjahr 10,4) steigern.  Knapp 12 Prozent trug das Erdgas bei. Die Kernkraft hatte einen Anteil von rund 26 Prozent. Insgesamt zeichnete sich die deutsche Stromerzeugung laut AGEB auch 2006 durch einen breiten Energiemix aus. Der inländische Stromverbrauch einschließlich des Saldos aus dem Stromimport und –export erhöhte sich im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent auf knapp 616 Mrd. kWh. Mit einem Exportüberschuss von 20 Mrd. kWh erreichte der Stromaustausch mit dem Ausland erneut eine Rekordmarke.

19.04.2007   Quelle: AG Energiebilanzen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AGEB,
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Tochtergesellschaft der Reinecke + Pohl Sun Energy AG beginnt Bau der weltweit größten Photovoltaik-Dünnschichtaufdachanlage mit 2,5 MW

PV-Anlage von Reinecke + Pohl mit CTS-Dünnschichtmodulen in Gescher.
PV-Anlage von Reinecke + Pohl mit
CTS-Dünnschichtmodulen in Gescher.

Die Nastro Umwelttechnik GmbH (künftig COLEXON), eine Tochtergesellschaft der Reinecke + Pohl Sun Energy AG, hat am 19.04.2007 mit dem Bau der weltweit größten Aufdach-Solarstromanlage mit Dünnschichtmodulen begonnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für die Anlage auf einer Logistik-Halle in Ramstein (Rheinland-Pfalz) sollen First Solar-Module zum Einsatz kommen, die in Dünnschicht-Technologie hergestellt werden. "Diese Module wurden aus mehreren Gründen für das Projekt ausgewählt. First Solar-Module sind in der Herstellung und somit auch in der Anschaffung pro kWp günstiger als herkömmliche kristalline Module. Neben besserem Temperaturverhalten erbringen sie auch bei diffuser Sonneneinstrahlung höhere Leistung", erklärt Thorsten Preugschas, operativer Vorstand der Reinecke + Pohl Sun Energy AG.   "Darüber hinaus besteht bei First Solar für den Investor eine Zusage über die kostenlose Rücknahme zum Recycling nach Ablauf der Modul-Lebensdauer. Dünnschicht-Module eignen sich aufgrund ihrer Kosteneffizienz sowie ihres Flächenwirkungsgrades hervorragend für den Einsatz bei Solargroßanlagen", so Preugschas weiter.



38.500 Module erzeugen jährlich zirka 2,4 Millionen kWh Solarstrom

Das Auftragsvolumen für das Projekt beträgt laut Reinecke + Pohl Sun Energy AG gut 9,5 Millionen Euro. Beim Bau der Anlage werden auf etwa 90.000 Quadratmetern Flachdachfläche rund 38.500 Module aufgeständert verbaut. Nach der Fertigstellung, voraussichtlich im August 2007, soll die Anlage jährlich zirka 2,4 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produzieren, was einer geschätzten Einsparung an CO2-Emissionen von über 2.000 Tonnen pro Jahr entspreche. Vertragspartner und Auftraggeber für dieses Projekt ist die Consensus Business Group, ein britischer Investor. "Wir sehen in diesem Projekt den ersten Schritt einer längerfristigen Zusammenarbeit", so Alexandra von Bernstorff. "Wir planen, vor allem in Deutschland und Spanien in großem Umfang in Solarstromanlagen zu investieren.

19.04.2007   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG,

 

SOLON AG realisiert Solarstrom-Leuchtturmprojekte in Spanien

Solarstrom-Anlage der Deutschen Handelskammer in Madrid.
Solarstrom-Anlage der Deutschen Handelskammer in Madrid.

Mit der Einweihung einer Solarstrom-Anlage auf dem Gebäude der Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK) in Madrid startete am 18.04.2007 eine Spanienweite Informationskampagne zur Solarstromnutzung. Träger der Kampagne sind der deutsche Solarmodulproduzent SOLON AG, die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) sowie zahlreiche deutsche und spanische Solartechnikunternehmen. Um die Möglichkeiten der Solarstromnutzung einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, werden an insgesamt vier Standorten in Spanien Solardachprojekte umgesetzt: Neben der Handelskammer in Madrid wurden dafür die Deutschen Schulen in Bilbao, Malaga und Teneriffa als Partner gewonnen.   An jedem dieser Standorte wird eine Photovoltaikanlage als Demonstrations- und Referenzanlage installiert. Anschließend werden Schulungen für lokale Fachbetriebe durchgeführt. Durch begleitende Kommunikationsmaßnahmen wie regionale PR-Arbeit, Broschüren und eine eigene Projekt-Website wird das Thema Solarstrom einer breiten Öffentlichkeit vermittelt. Mitarbeiter und Besucher der Handelskammer und der Schulen können sich über ein Großdisplay im Eingangsbereich der Gebäude sowie über die Website über Einstrahlung, CO2 -Einsparung und Leistung bzw. Ertragsdaten der Photovoltaikanlage informieren. An der von der Handelskammer organisierten Einweihungsfeier nahmen als Ehrengäste teil Carlos López Jimeno, Director General de la Industria, Energía y Minas de la Comunidad de Madrid sowie Fernando Marti Scharfhausen, Vicepresidente de la Comisión Nacional de la Energía.

Öffentlichkeitswirksame Photovoltaik-Projekte auf Schulen und der Handelskammer

"Erneuerbare Energien und - hier aktuell - die Photovoltaik sind ein gutes Beispiel dafür, wie gut Spanien und Deutschland beim Aufbau neuer, innovativer und nachhaltiger Geschäftsfelder zusammen arbeiten können. Hier wird Klimaschutz praktiziert und beide Länder können vom Wertschöpfungsprozess und Know-how-Transfer profitieren", begrüßte der Geschäftsführer der Deutschen Handelskammer für Spanien, Peter Moser, das Konzept. "Wir möchten mit den öffentlichkeitswirksamen Photovoltaik-Projekten auf den Schulen und der Handelskammer zeigen, wie wichtig eine hohe Qualität bei Komponenten und bei der Installation von Solarstromanlagen für eine langjährige Lebensdauer sind", erläuterte Andreas Liebheit, Vertriebsleiter der SOLON AG, das Engagement des deutschen Modulherstellers für die Informationskampagne in Spanien.


2.500 Sonnenstunden und 1.650 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter

Die SOLON AG engagiert sich bereits seit mehreren Jahren in Spanien, besonders in zahlreichen solaren Kraftwerksprojekten. Die Voraussetzungen zur Nutzung von solarer Energie in Spanien sind ideal: Mit durchschnittlich 2.500 Sonnenstunden pro Jahr und einer durchschnittlichen Strahlung von 1.650 Kilowattstunden pro Quadratmeter weist Spanien das höchste technische Nutzungspotential der Solarenergie in der Europäischen Union auf.

19.04.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG,
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Deutsche Windenergie-Industrie wächst um 22 Prozent; 8.000 neue Arbeitsplätze geschaffen

Montage einer Anlage im Windpark Porep-Jännersdorf.
Montage einer Anlage im Windpark
Porep-Jännersdorf

Der weltweite Boom der Windenergie-Branche setzt sich unvermindert fort: Nach Berechnungen des Bundesverbands WindEnergie (BWE) stieg 2006 der Umsatz mit in Deutschland hergestellten Windkraftanlagen und deren Bauteilen im Vergleich zu 2005 um 22 Prozent von 4,9 auf 6,0 Milliarden Euro. 61 Prozent davon, also rund 3,6 Milliarden Euro, brachte das Export-Geschäft ein. Um der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Windenergieanlagen gerecht zu werden, weiteten Hersteller und Zulieferindustrie ihre Kapazitäten auch in Deutschland aus.   "Neben der verstärkten Windstromproduktion in Deutschland ist so vor allem die starke Auslandsnachfrage von Windkraftanlagen für 8.000 neue Jobs in der Branche verantwortlich", kommentierte BWE-Präsident Peter Ahmels auf der Hannover-Messe. 2006 arbeiteten laut BWE etwa 73.800 Menschen in der Windenergie-Branche. 2005 waren es noch 65.800.



Windenergie kann 2020 rund 15 Prozent der weltweiten Stromversorgung sichern

Weltweit wurden 2006 mit 15.197 Megawatt 32 Prozent mehr Windenergie-Leistung neu installiert als 2005. Das Weltmarktvolumen für Windenergieanlagen nahm so um 45 Prozent auf über 15 Milliarden Euro zu. Für 2007 rechnet der BWE mit einem weiteren Umsatzsprung auf rund 19 Milliarden Euro bei 19.000 Megawatt neu installierter Leistung. BWE-Präsident Ahmels: "Dieses Jahr wird die Windenergie einen Anteil von einem Prozent an der globalen Stromversorgung erreichen. Selbst bei leicht abnehmendem Wachstum wird die Windenergie 2020 dann 15 Prozent der weltweiten Stromversorgung sichern. Das ist mehr als die Kernenergie bis dahin leistet. Das Weltmarkvolumen beim Neubau von Windkraftwerken beträgt dann rund 100 Milliarden Euro."


Deutsche Windkraft-Industrie verdoppelt Exportvolumen in nur zwei Jahren

Auch 2007 will die deutsche Windindustrie vom wachsenden Windenergie-Markt profitieren. Der BWE rechnet mit einem Zuwachs beim Umsatz mit in Deutschland gefertigten Windkraftanlagen und Komponenten um über zehn Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. BWE-Präsident Ahmels: "Deutsche Hersteller und Zulieferer werden weiterhin mit einer Exportquote von mindestens 70 Prozent rechnen können. Vor allem in den Märkten der EU, der USA, Kanadas, Indiens und Chinas nimmt die Nachfrage in den kommenden Jahren kontinuierlich zu. Innerhalb von zwei Jahren konnte die deutsche Windkraft-Industrie ihr Exportvolumen verdoppeln."


Bundesregierung soll Repowering unterstützen

"Voraussetzung dafür, dass auch deutsche Arbeitsplätze weiterhin vom weltweiten Wachstum profitieren, ist ein stabiler Inlandsmarkt", betont Ahmels: "Die Bundesregierung muss daher ihrer Verpflichtung aus dem Koalitionsvertrag nachkommen und das Repowering, also den Ersatz alter Windenergieanlagen durch modernste Technik, stärker als bisher unterstützen. Der BWE wird sich bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes dafür einsetzen, dass diese Chance für den Klimaschutz genutzt wird." Bis 2020 könne allein die Windenergie an Land 20 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Mit etwa 45.000 Megawatt neuer und modernisierter Leistung würden dann 110 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, rechnet der BWE vor. Das entspreche Kraftwerksinvestitionen in Höhe von rund 45 Milliarden Euro.

19.04.2007   Quelle: BWE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE; Vestas Central Europe,
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EPURON eröffnet Solarstrom-Großanlage La Junquera in Spanien

Die EPURON GmbH, eines der international führenden Unternehmen für die Entwicklung und Finanzierung von Großprojekten zur Nutzung der erneuerbaren Energien, hat in Caravaca de la Cruz eine große Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 1,5 MWp gebaut. SunTechnics, Europas führender Komplettanbieter von Erneuerbare-Energieen-Lösungen, wurde als Generalübernehmer beauftragt. Sowohl EPURON als auch SunTechnics sind Teil der börsennotierten Conergy AG, des weltweiten Marktführers für Solarsysteme. Der Photovoltaik-Park La Junquera liegt inmitten der Region Murcia, wo mit die höchsten solaren Einstrahlungswerte Spaniens gemessen werden. Die jährlich erzeugte Energie des Kraftwerks, rund 3,2 Millionen Kilowattstunden Solarstrom, reiche aus, um etwa 970 Haushalte zu versorgen und spare CO2-Emissionen in Höhe von 2.300 Tonnen, heißt es in der Pressemitteilung.   Dazu seien 300 der Sonne nachgeführte Systeme auf einer Fläche von 10 Hektar installiert worden, was in etwa der Größe von 15 Fußballfeldern entspreche. Diese Systeme sind mit 9.000 Photovoltaikmodulen des Typs C175M von Conergy bestückt. Die Erträge dieser nachgeführten Systeme sind laut EPURON bis zu 30 Prozent höher als bei fest installierten Modulen.


Spanien fördert erneuerbare Energien im großen Stil

EPURON hat momentan in Spanien eine Vielzahl an Projekten in Planung und Bau, die zum großen Teil noch in diesem Jahr fertig gestellt werden sollen. "Wir haben uns in den letzten Monaten auf dem spanischen Markt hervorragend entwickelt. Mit der Kombination aus internationaler Finanzierungsexpertise und der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern haben wir uns unter den führenden Unternehmen für die Realisierung und Finanzierung von großen Photovoltaik-Kraftwerken in Spanien etabliert", erklärt Thomas-Tim Sävecke, Geschäftsführer der EPURON und verantwortlich für die Solar-Aktivitäten im Unternehmen, den positiven Geschäftsverlauf. "Spanien hat genauso wie Deutschland die Bedeutung der erneuerbaren Energien erkannt und fördert diese in großem Maße. Wir werden dort auch weiterhin mit vollem Engagement unseren Beitrag zur Erzeugung sauberer Energie und der Vermeidung von CO2-Emissionen leisten", so Sävecke weiter. EPURON trage dem starken Wachstum in Spanien Rechnung und habe kürzlich neue Büros in der Hauptstadt bezogen. So werden von Madrid und Almeria aus eigene Photovoltaik-Kraftwerke entwickelt und die Projektpipeline weiter ausgebaut.

19.04.2007   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Banken und Investoren bekunden Interesse an deutscher Geothermiebranche

Am 19. April findet in Freiburg die 3. Internationale Geothermiekonferenz statt. Sie bietet Einblick in die Finanzierung und das Risikomanagement von Erdwärme-Projekten und soll dem Erfahrungsaustausch von Projektentwicklern, Wissenschaftlern und Investoren dienen. Die Branche sei auch für ausländische Kapitalgeber ein äußerst interessanter Markt, betonen die Veranstalter, da Deutschland bei den erneuerbarenEnergien weltweit eine Spitzenstellung einnehme.   Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums und wird unterstützt von der Geothermischen Vereinigung e.V. sowie der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie. Organisiert wird die Tagung von der forseo GmbH, einem Dienstleistungsunternehmen für die Finanzierung nachhaltiger Energieprojekte, und dem fesa e.V., der sich seit 1993 für eine Wende zu den erneuerbaren Energien am Oberrhein einsetzt. Zu den Hauptsponsoren zählt die isländische Bank GLITNIR. Deren Analyst für nachhaltige Energien, Alexander Richter, erklärt: "Angesichts der unausgeschöpften Potenziale am Oberrhein und im bayerischen Molassebecken bieten sich hervorragende Perspektiven, selbst wenn die Konditionen in anderen Regionen der Welt möglicherweise noch günstiger sind. Wir sind bereit, uns in allen Entwicklungsphasen bei deutschen Geothermieprojekten zu engagieren". Das isländische Finanzinstitut habe Erfahrung bei der Finanzierung von Projekten zur Energiegewinnung aus Erdwärme und stütze sich auf ein Netzwerk, das sich von Nordamerika über Island und Osteuropa bis nach China spanne.


Austausch von Projektentwicklern, Wissenschaftlern und Investoren

Zu der Konferenz haben sich über dreißig Repräsentanten von Banken und Investoren angemeldet, um ihre Fachkenntnisse zu erweitern und Kontakte zur Industrie zu knüpfen. "Projekte zur geothermischen Stromerzeugung sind äußerst vielschichtig. Besonders wichtig ist es daher aus unserer Sicht, Strukturen und Lösungsansätze zu entwickeln, die das Risiko beherrschbar werden lassen, um letztendlich auch das benötigte Kapital freizusetzen", so Heribert Sterr-Kölln von Sterr-Kölln & Partner. Um die entscheidenden Faktoren angemessen bewerten zu können, sei der Austausch mit Projektentwicklern, Wissenschaftlern, Investoren und anderen Fachleuten besonders wichtig, betont Sterr-Kölln. Dies gelte auch für den Eigenkapitaleinsatz. "Bevor die strategische Entscheidung getroffen wurde, Kapital in die Entwicklung neuer Vertikalbohrtechnologie zu investieren, wurde eine sorgfältige Analyse durchgeführt", so Werner Suhm, Mitglied des Vorstands der Herrenknecht AG, im Hinblick auf das im Jahr 2005 gegründete Tochterunternehmen Herrenknecht Vertical GmbH. Am Vortag findet am gleichen Ort die Konferenz "Banking meets New Energy -Kreditinstitute und Neue Energien im Dialog" statt. Weitere Informationen im Internet unter http://www.forseo.de

19.04.2007   Quelle: forseo GmbH, fesa e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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CSG Solar AG erweitert Belegschaft und produziert an sieben Tagen rund um die Uhr Solar-Module

CSG-Solarmodulproduktion
CSG-Solarmodulproduktion

In der 16. Kalenderwoche 2007 Woche erreicht die CSG Solar AG mit der Aufnahme des vollkontinuierlichen Schichtsystems in ihrer Produktionsanlage in Thalheim (Sachsen-Anhalt) einen entscheidenden Meilenstein, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Wechsel zu einem "24 Stunden / 7 Tage"-Betrieb sei das Ergebnis der erzielten Fortschritte der CSG Solar AG und der starken Nachfrage nach CSG Solar-Modulen. Das Unternehmen beschäftigte kurz nach seiner Gründung nur einen Mitarbeiter in Deutschland. Um einen Dauerbetrieb in Thalheim zu ermöglichen, sei die Mitarbeiterzahl von CSG Solar AG im März 2007 auf 134 erhöht worden.  In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Bitterfeld hat die CSG Solar AG 56 talentierte und motivierte Mitarbeiter geschult und eingestellt, die davor langzeitarbeitslos waren. 106 Mitarbeiter der CSG Solar AG, zirka 80 % der Belegschaft, kommen aus einem 30 km Umkreis um Thalheim, womit ein maßgeblicher Beitrag zu einer weiteren positiven Entwicklung der lokalen Beschäftigungsstruktur geleistet wird.


"Es ist ein Privileg, mit einem engagierten Team zu arbeiten, das erreicht hat, was in der Vergangenheit niemand für möglich hielt. Wir standen vor vielen Herausforderungen, die wir bewältigt haben und wir werden weiter daran arbeiten, das volle Potential der CSG Technologie auszuschöpfen", so David Hogg, CEO der CSG Solar AG. Der Wechsel in den vollkontinuierlichen Schichtbetrieb sei ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen. Die Möglichkeit, Arbeitsplätze in der Region anzubieten, sei eine zusätzliche Motivation. "Die Unterstützung und Beratung, die wir von unseren Großaktionären Q-Cells, REC, APAX, Good Energies und IBG, sowie von unseren Kunden IBC und Blitzstrom erhielten, haben diese Errungenschaften möglich gemacht", fasst Hogg zusammen. Gegründet wurde die CSG Solar AG im Juni 2004, um die aus der bisherigen Forschung resultierende „Crystalline Silicon on Glass“ Technologie erstmalig in die Produktion überzuführen. Im Februar 2005 fand in Thalheim die Grundsteinlegung für die Errichtung der 9.000 Quadratmeter umfassenden CSG Solar-Produktionsanlage statt. Mitte Juli 2006 nahm die Anlage den „24 Stunden / 4 Tage“ Betrieb auf - damit begann die technologische Herausforderung der Massenproduktion.


Dünnschicht-Photovoltaik auf Glas

Die Abkürzung CSG steht für die Technologie "Crystalline Silicon on Glass". Hierbei wird eine mikrometerdünne Schicht kristallines Silizium direkt auf eine Glasscheibe aufgetragen und zu einem Modul verarbeitet, welches für die Erzeugung von Solarstrom in Außenanlagen eingesetzt wird. Die CSG Technologie wurde von weltweit führenden Experten kristalliner Silizium-Solarzellen entwickelt. Diese Technologie stellt durch ihre Unabhängigkeit von den Einschränkungen der Siliziumversorgung und die ausschließliche Verarbeitung von ungiftigen Materialien eine einzigartige Alternative dar.

18.04.2007   Quelle: CSG Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CSG Solar AG,
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Kyocera sichert sich Silizium für geplanten Solarzellen-Produktionsausbau auf 500 Megawatt

Kyocera-Produktion in Kadan (Tschechien).
Kyocera-Produktion in Kadan (Tschechien).

Die Kyocera Corporation gab am 18.04.2007 bekannt, dass das Unternehmen seine Solar-Produktionsmenge aufgrund der steigenden weltweiten Nachfrage bis Ende März 2011 von 180 auf 500 Megawatt (MW) steigern wird. Kyocera Solar Europe will seine Anlagengröße verdoppeln und seine Produktionsmenge auf bis zu 150 MW erhöhen. damit wäre Kyocera mit seiner geplanten Produktionserweitung in der Lage, komplette 3,5-Kilowatt-Solarsysteme für 142.800 neue Häuser pro Jahr zu fertigen. Im Zuge seiner Expansion plant Kyocera, 30 MilliardenYen (rund 200 Millionen Euro) in Anlagen und technische Geräte im gesamten Netzwerk des Unternehmens zu investieren.  Kyocera habe mit Siliziumlieferanten konkrete Verträge geschlossen, um einen konstanten Produktionsanstieg in seinem vierteiligen globalen Produktionssystem für Solarmodule zu gewährleisten. Diese Standorte sind in Kadan (Tschechien), Tijuana (Mexiko), Zianjin (China) sowie in Yohkaichi und Ise (Japan).



"In den vergangen zwei Jahren mussten wir einen Mangel an Silizium, welches für die Verwendung in der Photovoltaik geeignet ist, beklagen und haben uns darauf konzentriert, die Solarzellenqualität und Energieumwandlungseffizienz zu verbessern", so Tatsumi Maeda, Senior Managing Executive Officer der Kyocera Corporation und General Manager der Corporate Solar Energy Group. "Wir sind ein weltweit agierender "voll integrierter" Hersteller, der jede einzelne Prozessstufe vom Gießen eines Siliziumbarrens über die Konstruktion bis hin zur Lieferung kompletter Solarsysteme begleitet. Unsere Zielsetzung besteht darin, zum führenden Unternehmen sowohl qualitativ als auch quantitativ zu werden."


Erhöhung der Kyocera-Photovoltaik-Produktion ist ein wichtiger Schritt für die Solarindustrie insgesamt

Mitsuru Imanaka, Präsident von Kyocera Fineceramics GmbH in Europa, ergänzt: "Die Erhöhung unserer Photovoltaik-Produktion ist ein wichtiger Schritt für die Solarindustrie insgesamt. Durch den gesteigerten Ausbau unserer Fertigungsanlage wird Kyocera Solar Europe s.r.o. in Tschechien in der Lage sein, sowohl die europäischen Schwellenländer als auch die Entwicklungsländer in Nahost und Afrika mit qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern."

18.04.2007   Quelle: Kyocera Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Kyocera Corporation,
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BUND: Bundesregierung beschließt Sondergratifikation für "Klimakiller-Kraftwerke"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung die Begünstigung klimaschädlicher Kraftwerksneubauten vorgeworfen. Der Kabinettsbeschluss zur Verteilung der CO2-Emissionszertifikate im Nationalen Allokationsplan II (NAP II) vom 18.04.2007 bevorteile jene Anlagen, die Strom aus der Verbrennung von Kohle erzeugten, kritisert der BUND. Gaskraftwerke, welche die gleichen Strommengen mit nur halb soviel CO2-Emissionen erzeugten, würden hingegen benachteiligt.   Beispielsweise könne der Energiekonzern RWE mit Kohleanlagen, die zwischen 2010 und 2012 an das Netz gingen, im Vergleich zu gasbetriebenen Anlagen Zusatzgewinne von rund 600 Millionen Euro erzielen. So würden die Stromunternehmen motiviert, in Kohlekraftwerke statt in wesentlich effektivere und umweltfreundlichere Gaskraftwerke zu investieren.


Gratis-Emissionszertifikate im Wert von bis zu 1,12 Milliarden Euro

Bis 2012 plane allein RWE den Bau von drei Kohlekraftwerken, darunter ein riesiges Braunkohlekraftwerk im nordrheinwestfälischen Neurath, das jährlich 16 Millionen Tonnen des Klimagases CO2 emittiere, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Zusammen würden die drei neuen RWE-Kraftwerke jährlich 33,2 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Dafür erhalte das Unternehmen bis 2012 Gratis-Emissionszertifikate im Wert von bis zu 1,12 Milliarden Euro. Als so genannte "Kosten" speise das Unternehmen diese Zertifikate in die Strompreise ein und erhöhe so seine Gewinne. Für umweltfreundliche Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke hingegen hätte RWE lediglich Anspruch auf Zertifikate im Wert von maximal 520 Millionen Euro. Somit ergebe sich beim Brennstoff Kohle ein Vorteil von fast 600 Millionen Euro, rechnet der BUND vor.


Kostenlose Verschmutzungsrechte als Geschenk der Bundesregierung

"RWE ist Europas größter Klima-Killer, 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid stoßen seine Kraftwerke pro Jahr aus. Und damit das so bleibt bekommt das Unternehmen heute pünktlich zu seiner Hauptversammlung ein Sondergeschenk von der Bundesregierung – die kostenlosen Verschmutzungsrechte", kommentiert die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Zwar rede RWE-Chef Harry Roels gern von Nachhaltigkeit und angeblich bald CO2-freien Kraftwerken. Tatsächlich aber plane er neue umweltschädliche Kohlekraftwerke. Und die Bundesregierung unterstützt ihn noch dabei, so Zahrnt weiter.

Nach dem für den 18.04.2007 erwarteten Beschluss der Bundesregierung zum NAP II erhielten Braunkohlekraftwerke bei gleicher Stromproduktion zehn Prozent mehr Verschmutzungsrechte als Steinkohleanlagen und mehr als doppelt so viele als Gaskraftwerke, stellt der BUND fest. Das sei eine inakzeptable klimaschädliche Subventionierung von Kohle- , insbesondere von Braunkohlekraftwerken. Der BUND warnte auch vor den wirtschaftlichen Risiken falscher Investitionsentscheidungen. Ab 2012 würden neue Regeln für den Emissionshandel gelten. Sollten die Verschmutzungsrechte dann versteigert werden, büße die Kohle ihre Bevorzugung ein. Deshalb müsse RWE seine Investitionspläne auch aus Eigeninteresse korrigieren.

18.04.2007   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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KfW-Programm Erneuerbare Energien: Förderung wird deutlich erhöht

Mehr Förderung für große Solar-Kollektoren.
Mehr Förderung für große Solar-Kollektoren.

Im KfW-Programm "Erneuerbare Energien" werden ab dem 1. Mai wesentlich attraktivere Förderungen für große Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung, zur solaren Kühlung und zur Bereitstellung von industrieller Prozesswärme gelten. Mit zinsverbilligten KfW-Darlehen und Tilgungszuschüssen des Bundesumweltministeriums in Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten werden diese Technologien ab 40 Quadratmeter Kollektorfläche gefördert, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Fortgeführt werde außerdem die Förderung von großen Biomasseanlagen und Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie.  Darüber hätten das Bundesumweltministerium und die KfW einen bis 2011 geltenden Vertrag abgeschlossen. Außerdem gebe es einen neuen "Innovationsbonus" für große solarthermische Anlagen. Das Bundesumweltministerium stelle für diese Förderungen in diesem Jahr 213 Millionen Euro zur Verfügung - so viel wie nie zuvor. Damit könnten Investitionen von rund zwei Milliarden Euro im privaten und gewerblichen Bereich ausgelöst werden.


Investitionsschub bei erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung

"Mit dem Innovationsbonus erleichtern wir besonders innovativen Technologien den Eintritt in den Wärmemarkt. Wir stärken damit die Förderung von gewerblichen und privaten Investitionen", kommentiert Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe und unter anderem zuständig für die Umweltschutzförderung, betont: "Das verbesserte und erweiterte Förderangebot von Bundesumweltministerium und KfW wird dazu beitragen, einen Investitionsschub bei den erneuerbaren Energien im Wärmesektor zu bewirken!"


Förderprogramm "Erneuerbare Energien" für gewerbliche Unternehmen ab dem 1. Mai wieder geöffnet

Nach der Genehmigung des Programms durch die Europäische Kommission ist das KfW-Programm "Erneuerbare Energien" im gewerblichen Bereich ab dem 1. Mai wieder geöffnet. Finanziert werden Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse ab 100 kW Nennwärmeleistung und Tiefengeothermieanlagen mit zinsverbilligten Darlehen und Tilgungszuschüssen. Neu eingeführt wurde eine wesentlich attraktivere Förderung für große Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung, solaren Kühlung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme ab 40 Quadratmeter Kollektorfläche. Neben den von der KfW bereit gestellten Darlehen können Tilgungszuschüsse in Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten für große Solarkollektoren beantragt werden. Antragsteller können zusätzlich eine Förderung für neu errichtete oder zu erweiternde Nahwärmenetze erhalten, die zu mindestens 50 Prozent mit regenerativer Wärme gespeist werden.


Innovationsbonus für Privatleute und Unternehmen ab dem 1. Mai 2007

Am 1. Mai 2007 startet auch der "Innovationsbonus". Privatleute und Unternehmen, deren Anlagen besondere Qualitätsanforderungen erfüllen, können damit die Fördersumme verdreifachen. Diese neue Regelung gilt - je nach Anlagentyp - für Solarkollektoren von 20 bis 40 qm Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung, solaren Kühlung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme. Förderanträge können ab sofort beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abgerufen werden unter http://www.bafa.de.

Die Förderung von Unternehmen und Freiberuflern erfolgt über die KfW Förderbank. Informationen dazu sind erhältlich unter http://www.kfw-foerderbank.de oder im Infocenter der KfW Förderbank zum Ortstarif unter 01801/33 5577.

18.04.2007   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Zukunft Sonne,
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Spanien: Industrieministerium legt überarbeiteten Entwurf eines Solarstrom-Einspeisegesetzes vor

Solarkraftwerk in Almendricos (Spanien).
Solarkraftwerk in Almendricos (Spanien).

Das spanische Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel hat am 26. März 2007 dem spanischen Staatsrat ("Consejo de Estado") den voraussichtlich endgültigen Entwurf des neuen Einspeisegesetzes für erneuerbare Energien vorgelegt, berichtet die Madrider Anwaltskanzlei DIKEOS Abogados S.L. in einer Pressemitteilung. Eine erste Durchsicht des Entwurfs habe zu folgenden Ergebnissen geführt. Der Entwurf legt laut DIKEOS Abogados die Einspeisevergütung für netzeinspeisende Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 100 kW für die ersten 25 Jahre der Betriebsdauer mit 44,0381 Eurocent/kWh fest. Dies entspreche exakt der aktuellen Einspeisevergütung gemäß dem "Real Decreto 436/2004".   Damit werde der Einspeisetarif zwar für das Jahr 2007 nicht erhöht, der Entwurf berücksichtige aber den Grundsatz des Vertrauensschutzes, da die Vergütungshöhe für Anlagen von bis zu 100 kW Nennleistung nicht herabgesetzt werde.



Spitzentarif von 44 Cent/kWh vermutlich auch in Zukunft zu erzielen

Schließlich behalte der Entwurf für die Bestimmung der Nennleistung zu Zwecken der Einstufung in die verschiedenen Vergütungskategorien die Formulierung aus dem Real Decreto 436/2004 bei. Somit werde es wohl auch in Zukunft möglich sein, durch Verwendung eines individuellen Transformators pro 100 kW-Anlage den Tarif von 44,0381 Eurocent/kWh zu erreichen, erwartet DIKEOS Abogados. Der Gesetzgeber wolle offenbar auch in dieser Hinsicht nicht in laufende Projekte eingreifen.


Einspeisevergütung Solarstrom aus PV-Großkraftwerken: knapp 42 Cent/kWh

Für netzeinspeisende Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 10 Megawatt (MW), die nicht der ersten Vergütungsgruppe (Anlagen bis 100 kW) angehören, wird der Einspeisetarif laut DIKEOS Abogados auf 41,75 Eurocent/kWh festgesetzt. Damit werde eine wirtschaftlich interessante Alternative für die so genannten "huertas solares" geschaffen, nämlich auf die Einteilung in 100 kW-Einheiten zu verzichten und damit die Kosten eines eigenen Transformators und einer eigenen Gesellschaft pro 100 kW-Anlage einzusparen. Dies erleichtere die Investition deutscher Fondsgesellschaften in Photovoltaikanlagen in Spanien erheblich.


Periodische Anpassung der Vergütungshöhe

Die Vergütungshöhe werde laut Entwurf jährlich erhöht - erstmals 2008 - um den Inflationsindex abzüglich 25 Prozentpunkten, ab 2013 abzüglich 50 Prozentpunkten, berichtet DIKEOS Abogados.


Obergrenze für die hohe Einspeisevergütung bei 371 MW installierter Nennleistung

Für netzeinspeisende Photovoltaikanlagen führe der Entwurf eine Obergrenze von 371 MW installierter Nennleistung ein. Darüber hinaus werde die hohe Einspeisevergütung nicht mehr gewährt. Die Entwicklung der installierten Nennleistung soll durch die obligatorische Eintragung jedes angeschlossenen Kraftwerks in ein zentrales Verwaltungsregister für das besondere Vergütungsregime beobachtet werden. Sobald 85 % der Obergrenze erreicht sind, will das Industrieministerium eine Übergangsfrist setzen, innerhalb derer alle angeschlossenen Kraftwerke noch Anspruch auf den hohen Einspeisetarif haben. Die Übergangsfrist darf laut Entwurf 12 Monate nicht unterschreiten.


Bankbürgschaft für die Beantragung des Einspeisepunktes

Für den Erhalt eines Einspeisepunktes ist es nach den Regelungen des Entwurfs notwendig, eine Bankbürgschaft (Aval) über 3 % der Gesamtbaukosten, einschließlich Solar-Module, zu stellen. Anderenfalls werde der Antrag auf Zuteilung eines Einspeisepunktes von den Netzbetreibern nicht mehr bearbeitet, so DIKEOS Abogados.


Inkrafttreten in Kürze erwartet

Die Neuregelung wird am Tag nach ihrer Verkündung im spanischen Generalanzeiger in Kraft treten, dem "Boletín Oficial del Estado". Übergangsregelungen seien für spezielle Sachverhalte vorgesehen, seien aber für die Photovoltaik-Branche nicht von Belang, betont DIKEOS Abogados. Die bisherige Vergütungsordnung, das "Real Decreto 436/20042, werde durch die Neuregelung in vollem Umfang verdrängt, es werde mit dem Inkrafttreten der Neuregelung außer Kraft treten. Für 2010 werde eine weitere Neuregelung angekündigt, auch bezüglich der Obergrenze für die installierte Nennleistung.

Der spanische Staatsrat habe den wichtigsten Interessenverbänden aus dem Bereich der erneuerbaren Energien noch einmal eine Frist von zwei Werktagen zur Stellungnahme gesetzt, so die Anwaltskanzlei. Mit einer erneuten Vorlage bei der Nationalen Energiekommission sei nicht zu rechnen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die neue Regelung in Kürze durch Regierungsbeschluss verabschiedet wird.

18.04.2007   Quelle: DIKEOS Abogados   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG,
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Tirols größte private Solarwärme-Anlage eröffnet

500 Quadratmeter Sonnenkollektoren am Aschauer Campingplatz Aufenfeld.
500 Quadratmeter Sonnenkollektoren
am Aschauer Campingplatz Aufenfeld.

Wer auf dem Campingplatz Aufenfeld der Familie Fiegl in Aschau seine Zelte aufschlägt, wohnt in jeder Hinsicht am "Platz an der Sonne". Denn jetzt versorge Tirols größte private Solarwärmeanlage (500 Quadratmeter Kollektorfläche) das Haupthaus mit seinen Schwimmbädern und den Campingplatz mit Wärme für Wasser und Heizung, berichtet der Solarthermie-Hersteller Teufel & Schwarz in einer Pressemitteilung. Der Zillertaler Solar-Installateur Franz Eberharter (Mayrhofen/Strass) montierte die Mega-Anlage aus dem Hause TiSUN - Made in Tirol by Teufel & Schwarz.  Der Aschauer Campingplatz "Aufenfeld" von Hermann und Annelies Fiegl zählt zu den modernsten in Europa. Jetzt ist das mit vier Sternen und dem europäischen Gütesiegel ausgezeichnete Areal auch in punkto Umweltschutz und Energiesparen absolute Spitze. "Unser Areal und die Schwimmbäder brauchen enorm viel Wärme für Brauchwasser und Heizung. Durch die drastisch gestiegenen Energiekosten war für uns die Investition in eine Großflächen-Solarwärmeanlage die logische Konsequenz", berichten die Inhaber.


Amortisation der Solarwärmeanlage innerhalb von fünf Jahren

Mit der hocheffizienten Anlage von TiSUN sparen Hermann und Annelies Fiegl einen erheblichen Teil an teurem Heizöl, Gas oder Strom. Dadurch und mit den Zuschüssen von Bund und Land (bei gewerblichen Betrieben bis zu 40 %) kann sich die Anlage schon innerhalb der nächsten 5 Jahre bezahlt machen. Die 500 m2-Großflächenanlage von TiSUN decke im Haupthaus 65,1 % und auf dem Campingplatz 76,4 % des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser, erläutert Installateur Eberharter. Mit dem Gesamtpaket aus Großflächenkollektoren plus Warmwasserboiler für Haupthaus und Schwimmbad sowie Pufferspeicher für den Campingplatz unterstreiche TiSUN seine führende Stellung bei Groß-Solaranlagen für die gewerbliche und industrielle Nutzung.


Installateur als Top-Solarkunde ausgezeichnet

Die Eberharter InstallationsgesmbH wurde von TiSUN als Österreichs Top-Solarkunde 2006 ausgezeichnet. "Ausschlaggebend dafür waren die meistverbaute Fläche an Kollektoren in Österreich, der forcierte Zugang zum Thema 'thermische Solarenergie', die langjährige Erfahrung und bestens ausgebildete Mitarbeiter in diesem Bereich. Die gute Abdeckung des Zillertales mit Hauptsitz in Mayrhofen und der Filiale in Strass garantieren schnellst- und bestmöglichen Service für TiSUN®-Produkte", so Michael Tschol, TiSUN®-Vertriebsleiter für Österreich. TiSUN - Made in Tirol by Teufel & Schwarz wurde 1989 von Arnold Teufel und Gerhard Schwarz gegründet und produziert hochwertige Sonnenkollektoren und Schichtspeicher. 2003 und 2007 wurde das Unternehmen mit dem Austria Solar Gütesiegel ausgezeichnet.

18.04.2007   Quelle: Teufel & Schwarz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Teufel & Schwarz,
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WestWind erhält Baugenehmigung für australischen Windpark Mount Mercer

Australischer Windpark Challicum Hills (52.5MW).
Australischer Windpark Challicum Hills
(52.5MW).

Die WestWind Energy Pty Ltd (Kirchdorf), ein australisches Tochterunternehmen der in Kirchdorf ansässigen WestWind Unternehmensgruppe, erhielt am 12. April die Genehmigung zur Errichtung des Mount Mercer-Windparks durch den Planungsminister des Bundesstaates Victoria, Australien. Die Mount Mercer Windfarm befindet sich im australischen Bundesstaat Victoria, etwa 30 km von Ballarat gelegen. In dem Gebiet von Mount Mercer sollen 64 Windkraftanlagen der 2 bis 3 MW-Klasse aufgestellt werden.  Die Fläche sei von der WestWind Energy Pty Ltd. hinsichtlich der bestehenden Auflagen des Bundesstaates Victoria sorgfältig gewählt worden und befinde sich in einer der windigsten Regionen Victorias, die zugleich Nähe zum bestehenden Hauptstromnetz gewähre, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.



Regierung unterstützt Windenergie-Projekte

Das "Victorian Renewable Energy Target (VRET)", von der Regierung Victorias zur Förderung der Senkung des CO2 Ausstoßes aufgelegt, sowie die Regierung unterstützten die Erteilung der Baugenehmigung des Mount Mercer Windprojektes. Das nächste Projekt der WestWind Pty Ltd. ist der Windpark "LalLal", mit 70 Windkraftanlagen der 2 bis 3 MW-Klasse. LalLal liegt ebenfalls im Bundesstaat Victoria, 15 bis 20 km südöstlich von Ballarat. Der Bauantrag für dieses Projekt sei zur Genehmigung eingereicht, so das Unternehmen.

Detaillierte Informationen über die Mount Mercer-Windfarm sind auf der Internetseite der WestWind Unternehmensgruppe zu finden unter http://www.westwind-energy.com/.

18.04.2007   Quelle: WestWind Energy   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WestWind Energy,
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Fraunhofer-lnstitut für Solare Energiesysteme erzeugt Wasserstoff aus Diesel

Dieselverdampfer für Brennstoffzellen.
Dieselverdampfer für Brennstoffzellen.

Brennstoffzellen als künftige Bordstromgeneratoren für Fahrzeuge haben vor allem dann ein Marktpotenzial, wenn sie mit bereits heute verfügbaren Brennstoffen betrieben werden können, so das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Pressemitteilung. Das ISE hat zusammen mit einem Schweizer Ingenieurbüro ein patentiertes Verfahren entwickelt, das Diesel rückstandsfrei in die Gasphase überführt und durch Reformierung in Wasserstoff umwandelt. So kann zum Beispiel die Energie für die Bordstromversorgung eines LKW bereitgestellt werden.   Der mit einem Reformer kombinierte Diesel-Verdampfer ist eine von mehreren neuen Entwicklungen, die das Fraunhofer ISE auf der Hannover Messe vom 16. bis 20. April vorstellt.


Diesel ist ein weltweit gebräuchlicher Kraftstoff. Er wird in Verbrennungsmotoren für mobile Antriebe oder für Dieselaggregate zur netzunabhängigen Stromversorgung benötigt. Auch für viele Brennstoffzellen-Applikationen sei Diesel in Kombination mit einem Reformer der ideale Brennstoff zur Wasserstofferzeugung, so das ISE. Um jedoch die Umwandlung in Wasserstoff im Reformer optimal durchführen zu können sei eine gasförmige Zufuhr des Brennstoffs wünschenswert. Das Problem bestand bislang darin, dass Diesel, im Gegensatz zu anderen flüssigen Kohlenwasserstoffen, Rückstände bei der Verdampfung bildet. Mit dem Verfahren der ISE-Forscher wird Diesel ohne die Bildung von Rückständen wie beispielsweise Ruß in die Gasphase überführt. Dabei wird ein geringer Anteil des Diesels an einem Katalysatornetz verbrannt und die erzeugte Wärme zur Verdampfung genutzt.

Die Entwicklung von Reformersystemen, die aus gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen wie Erdgas, Flüssiggas, Ethanol, Benzin, Diesel oder Kerosin Wasserstoff erzeugen, ist ein zentrales Arbeitsgebiet des Fraunhofer ISE im Rahmen des Geschäftsfelds Wasserstofftechnologie. Dabei stehen den Freiburger Forschern alle Technologien für die Reformierung, inklusive Katalysatorentwicklung, Gasaufbereitung sowie Sicherheits~ und Regelungstechnik zur Verfügung. Der Leistungsbereich der Reformer erstreckt sich von 100 Wel bis zu ca. 20 kWel. Bei Bedarf können die Reformersysteme an spezifische Applikationen angepasst und in Gesamtsysteme integriert werden.

Hannover Messe, 16. bis 20. April 2007; Fraunhofer Gemeinschaftsstand, "Energie"; Halle 13, Stand E 27

18.04.2007   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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juwi solar GmbH errichtet Solarstrom-Anlage in Südtirol und eröffnet Niederlassung in Bozen

juwi-Solarstromanlage in Südtirol
juwi-Solarstromanlage in Südtirol

Die juwi solar GmbH aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) setzt ihren Wachstumspfad fort und hat mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage in Südtirol nun auch ihr erstes Solarprojekt in Italien erfolgreich abgeschlossen. Parallel dazu sei in diesen Tagen in Bozen eine neue Niederlassung der juwi solar eröffnet worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Solarstrom-Anlage auf dem Dach der Obstgenossenschaft Kurmark-Unifrut in Magreid (Südtirol) habe eine Gesamtleistung von 520 Kilowatt (kWp) und sei damit eine der größten PV-Anlagen auf dem noch jungen italienischen Solarmarkt, so die juwi solar GmbH.  Das Solarkraftwerk hat eine Modulfläche von knapp 6.000 Quadratmetern und soll pro Jahr rund 570.000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Juwi hat das gesamte Projekt als Generalunternehmer schlüsselfertig für einen italienischen Investor errichtet. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens rund 2,2 Millionen Euro.



Solarstrom-Projekte einem Gesamtumfang von drei bis vier Megawatt in Italien geplant

Die Photovoltaik-Anlage "Kurmark-Unifrut" nutzt modernste Dünnschichttechnologie des Herstellers First Solar. Mit dieser Anlage habe die juwi-Gruppe sich für ihren Markteinstieg in Italien gut positioniert. Nun will der Spezialist für erneuerbare Energien von Bozen aus attraktive Angebote für den italienischen Photovoltaik- Markt bieten. "Aktuell planen wir mehrere Dach- und Freiflächenanlagen in verschiedenen Regionen Italiens", so Niederlassungsleiter Erwin Mayr. Noch in diesem Jahr sollen Anlagen mit einem Gesamtumfang von drei bis vier Megawatt (MW) realisiert werden.

Über die Projekte und Angebote der juwi solar können sich interessierte Investoren und Eigentümer von größeren Dach- und Freiflächen auch auf der Messe "Solarexpo" in Verona informieren. Dort präsentiert sich juwi vom 19. bis 21. April in Halle 8 auf einem Gemeinschaftsstand der Deutschen Exportinitiative (Stand C8.1).

17.04.2007   Quelle: juwi solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi solar GmbH,
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Fraunhofer-Forscher präsentieren 350 Watt Brennstoffzellen-System für netzunabhängige Stromversorgung

Service-Roboter mit Brennstoffzelle.
Service-Roboter mit Brennstoffzelle.

Mobile Service-Roboter sind ein Zukunftsmarkt, so das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Pressemitteilung. Autonome Staubsaugerroboter zum Beispiel seien bereits heute kommerziell erhältlich. Aber nicht nur als Haushaltshilfen oder Rasenmäher, sondern auch in der Medizin und Sicherheitstechnik werden Service-Roboter Einzug halten. Eine wichtige Voraussetzung für deren zunehmenden Einsatz sind innovative Lösungen zur Deckung des hohen Energiebedarfs. Das Fraunhofer ISE hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IAIS eine Stromversorgung auf Basis von Brennstoffzellen für den Einsatz in der Robotik entwickelt.   Diese und weitere Entwicklungen aus dem Geschäftsfeld Wasserstofftechnologie stellt das Institut auf der Hannover Messe vom 16. bis 20. April vor.


Brennstoffzelle treibt Roboter an

Leistungsfähige tragbare Stromversorgungssysteme mit einer Leistung von einigen hundert Watt sind für die Entwicklung der Service-Robotik unabdingbar. Heutige Akku-Technologien können den Strombedarf solcher Anwendungen nicht zufriedenstellend decken. Eine neue Lösung stellen die beiden Fraunhofer-Institute vor: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelte ein mit Wasserstoff betriebenes 350 Wel-Brennstoffzellensystem für eine Robotik-Plattform, die vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS konzipiert wurde. Der energieeffiziente Betrieb sowie ein optimiertes Wärmemanagement standen dabei im Mittelpunkt.


Energie aus Wasserstoff, Reformatgas, chemischen Hydriden, Methanol und Ethanol

Das Fraunhofer ISE entwickelt kompakte und automatisierte Brennstoffzellensysteme mit Leistungen zwischen 10 Wel und etwa 500 Wel. Der Fokus der Freiburger Forscher liegt dabei auf Membranbrennstoffzellen für den Betrieb mit Wasserstoff, Reformatgas, chemischen Hydriden, Methanol oder auch Ethanol. Die am Institut entwickelten Brennstoffzellen-Stapel-Konzepte sichern einen zuverlässigen Betrieb bei hoher Lebensdauer - die Systemtechnik erlaubt eine flexible Integration in unterschiedliche Applikationen.


Fraunhofer-Gemeinschaftsstand "Energie" auf der Hannover Messe, 16. bis 20. April 2007 Halle 13, Stand E 27.

17.04.2007   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE.,
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ersol Solar Cells feiert Richtfest für Solarzellen-Fabrik in Arnstadt

Silizium-Solarzellen der ersol Solar Energy AG.
Silizium-Solarzellen der ersol Solar Energy AG.

Der Unternehmensbereich Solar Cells der ersol Solar Energy AG (Erfurt) feiert am 17.04.2007 zusammen mit Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) und zahlreichen Lokalpolitikern das Richtfest für seine neue Solarzellenfertigung in Arnstadt. Zusätzlich zur Produktionsstätte in Erfurt errichtet die ersol Gruppe dort eine Fabrik für kristalline Silizium-Solarzellen. Das geplante Investitionsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens rund 46 Millionen Euro.  In diesem Jahr belaufen sich die geplanten Investitionen des ersol Konzerns insgesamt auf knapp 120 Millionen Euro. "Wir freuen uns über diesen entscheidenden Schritt beim Aufbau unseres zweiten Zellwerkes. Die Produktion von mono- und multikristallinen Silizium-Solarzellen war und ist das Herzstück der ersol Gruppe. Mit der neu entstehenden Kapazität nähern wir uns sukzessive unserem Ausbauziel von 400 MWp Kapazität bis 2010", erläutert Dr. Claus Beneking, Vorstandsvorsitzender der ersol Solar Energy AG, die künftige Kapazitätserweiterung.


Gesamtkapazität für kristalline Solarzellen soll Ende 2008 rund 220 MWp erreichen

Auf einem 41.000 Quadratmeter großen Grundstück lässt das Photovoltaik-Unternehmen derzeit eine etwa 10.100 Quadratmeter große Fertigungsstätte errichten. Die M+W Zander FE GmbH baut ein schlüsselfertiges Produktionsgebäude, welches lediglich mit den entsprechenden Produktionsanlagen ausgestattet werden muss. Als Subunternehmen ist mit der Züblin Ost aus Jena eine Thüringer Firma für den Rohbau des neuen Betriebes verantwortlich. Bis Ende 2007 sollen in diesem neuen Werk 100 MWp, ein Jahr später 120 MWp Nominalkapazität zur Verfügung stehen. Damit würde die ersol Gruppe Ende 2008 an den Standorten Arnstadt und Erfurt über eine Nominalkapazität von 220 MWp für kristalline Solarzellen verfügen.

Baubeginn für das neue Zellwerk war im Dezember des vergangenen Jahres. "Nach dem Richtfest soll es mit den Bauarbeiten weiterhin so zügig vorangehen. Das erste Equipment kann, wenn alles wie geplant verläuft, bereits ab Ende Mai angeliefert und noch im Juli in Betrieb genommen werden. Im Laufe des Jahres 2008 wollen wir dann die maximale Kapazität erreichen", so Dr. Rüdiger Schulz, Technischer Direktor bei ersol Solar Cells.


Politik soll Augenmerk auf den Fachkräftebedarf der Solarbranche richten

Auch im thüringischen Arnstadt soll im 4-Schicht-Betrieb an 7 Tagen pro Woche gearbeitet werden. In der Arnstädter Fabrik werden laut ersol schrittweise mehr als 150 Dauerarbeitsplätze entstehen. Den Personalbedarf könne ersol mit Hilfe einer gelungenen Kooperation mit dem Erfurter Bildungsträger BWAW und der Agentur für Arbeit decken. Mittelfristig wünscht sich das Unternehmen ein stärkeres Augenmerk auf den Fachkräftebedarf der aufstrebenden Solarbranche von der Politik. "Für unsere zukünftigen Ausbauvorhaben werden wir noch mehr qualifiziertes Personal wie Mikrotechnologen und Ingenieure aus der Region benötigen. Wir würden uns als Vertreter der Solarindustrie wünschen, dass diesen Berufen gerade bei der klassischen Erstausbildung noch mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. Diese Berufsbilder für eine prosperierende Branche sind bei den Schülerinnen und Schülern leider noch nicht hinreichend bekannt", appelliert der bei ersol auch für den Bereich Personal verantwortliche Vorstand Beneking an Politik und Gesellschaft.

17.04.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol Solar Energy AG,
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Bundesumweltministerium veröffentlicht Jahresbericht 2006 zur Forschungsförderung für erneuerbare Energien

Jahresbericht des BMU zur Forschungsförderung.
Jahresbericht des BMU zur
Forschungsförderung.

Der Jahresbericht "INNOVATION DURCH FORSCHUNG" des BMU erscheint am Dienstag, dem 17. April 2006, nun schon das zweite Mal als eigenständige Publikation. Er gibt einen Einblick in die vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderten Projekte und zeigt die enormen Potenziale der Technologieforschung für die Nutzung der erneuerbaren Energien. Themen sind die Photovoltaik, die Windenergie, Geothermie, Niedertemperatur-Solarthermie, und Solarthermische Kraftwerke. Mit seiner Forschungsförderung möchte das BMU zum Erreichen der Ausbauziele für erneuerbare Energien beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen stärken und damit Arbeitsplätze schaffen und sichern. "Damit diese Ziele erreicht werden können, müssen die Kosten für erneuerbare Energien weiter gesenkt, die Energiesysteme insgesamt optimiert und die Umwelt- und Naturverträglichkeit erneuerbarer Energien sichergestellt werden", heißt es in der Broschüre.  "Durch gezielte und konsequente Forschungsförderung stärken wir die Spitzenstellung deutscher Unternehmen und Forschungsinstitute und schaffen Arbeitsplätze in einem weltweit rasant wachsenden Markt", fasst Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Aktivität seines Ministeriums zusammen.




Photovoltaik: Rekord-Wirkungsgrade mit innovativen Solarzellen

Mit Unterstützung des BMU hat die Q-Cells AG in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (FhG-ISE) und dem Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) eine Rückseitenkontaktzelle mit einem Wirkungsgrad von 21 % entwickelt. Die Technik soll 2007 in die Pilotfertigung überführt werden. Das BMU fördert die Technologieentwicklung mit 1,5 Millionen Euro. Bei Standard-Siliziumzellen in Siebdrucktechnik wurde mit Förderung durch das BMU ein Weltrekord erzielt: Die SolarWorld Industries Deutschland GmbH aus München hat eine kostengünstige kristalline Silizium-Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 18,8 % entwickelt. Damit rücke das Ziel, mittelfristig in der Produktion Wirkungsgrade von 20 % zu erreichen, in realistische Nähe. Das Forschungsvorhaben wird vom BMU mit rund 2,5 Millionen Euro unterstützt. Das BMU fördert darüber hinaus die Entwicklung von Recyclingkonzepten für Photovoltaik-Produkte. Im Vordergrund der thermischen und mechanischen Recyclingverfahren steht die Wiederverwertung von Solar-Wafern. Weitere Konzepte beschäftigen sich mit Dünnschichtmodulen. Die Recyclingverfahren seien für Unternehmen wirtschaftlich attraktiv und unterstützten die Nachhaltigkeit der Photovoltaik. Das Verbundvorhaben der Deutschen Solar AG und der Technischen Universität Freiberg wird vom BMU mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert.


Windenergie: Innovationszentrum für Rotorblätter, Verbesserung von Gründungsstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen

Das Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik (CWMT) wird ein Test- und Innovationszentrum für Rotorblätter von Windenergieanlagen errichten. Damit werde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Windanlagen-Industrie gestärkt, so das BMU. Das unabhängige "Kompetenzzentrum Rotorblatt" soll innerhalb von zwei Jahren in Bremerhaven entstehen. Ziel ist, Prüfstände für die Untersuchung von Rotorblättern zu entwickeln und aufzubauen. Darüber hinaus sollen neue Testmethoden und Verfahren entwickelt werden, um langfristig aufwändige Tests an Original-Rotorblättern durch einfache Tests an Modellen sowie durch Simulationen zu ersetzen. Das BMU fördert das Projekt mit rund 7 Millionen Euro. Ein Forschungsnetzwerk unter Leitung der Weser-Wind GmbH beschäftigt sich mit der Verbesserung von Gründungsstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen. Für große Wassertiefen und hohe Wellen- und Windbelastungen eignen sich Tripod- und Jacketstrukturen (drei- bzw. vierbeinige Gründungen), da diese steifer sind als die bisher meist verwendeten Monopilestrukturen. Ziel ist, den Materialeinsatz, den Montageablauf und die Fertigungsverfahren für eine Serienproduktion zu optimieren. Das BMU fördert das Vorhaben mit 2,3 Millionen Euro.


Geothermie: neue Bohranlagen, innovative Förderpumpe

Die Herrenknecht Vertical GmbH hat gemeinsam mit dem Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) und der Firma Anger’s eine neue Anlage für tiefe geothermische Bohrungen entwickelt. Die modular aufgebaute Bohranlage arbeitet laut BMU besonders kostengünstig und erfülle hohe Sicherheits- und Umweltstandards. Bei der Entwicklung sei besonderes Augenmerk auf geringe Lärmemissionen gelegt worden. Das sei ein Vorteil, da geothermische Bohrungen häufig in der Nähe von Wohngebieten stattfinden, damit die geförderte Wärme vor Ort abgenommen werden kann. Das BMU war an der Gesamtentwicklung der Anlage mit 2,4 Millionen Euro beteiligt. Die Firma Flowserve aus Hamburg wird mit Unterstützung des BMU eine innovative Förderpumpe entwickeln, die an die besonderen Anforderungen der Geothermie angepasst ist. Die zu entwickelnde Unterwassermotorpumpe muss zum einen den hohen Temperaturen zwischen 100 und 160 °C und zum anderen der teilweise agressiven Beschaffenheit des zu fördernden Thermalwassers standhalten. Sie soll gegenüber den heute verfügbaren Pumpen zuverlässig funktionieren und so das wirtschaftliche Risiko eines Pumpenausfalls minimieren. Das BMU fördert das Vorhaben mit rund 4,7 Millioen Euro.


Niedertemperatur-Solarthermie: Solarwärme für 320 Wohnungen

Mit dem Solarwärmeprojekt München-Ackermannbogen soll der Heizenergiebedarf von 320 Wohnungen zu rund 47 % solar gedeckt werden. Dazu haben die Stadt München und die Stadtwerke auf drei großen Mehrfamilienhäusern insgesamt 2.900 Quadratmeter Solarkollektorfläche montiert. Die solar gewonnene Wärme wird an einen Beton-Heißwasserspeicher geliefert. Dieser saisonale Wärmespeicher ist europaweit neuartig. Durch das Projekt werden rund 160 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Das BMU fördert das Projekt mit 1,8 Millionen Euro.


Solarthermische Kraftwerke: Parabolrinnenkraftwerk mit deutscher Spitzentechnologie

Im Juni 2006 haben in Spanien die Bauarbeiten für das erste solarthermische Parabolrinnenkraftwerk in Europa begonnen. Das Kraftwerk Andasol I soll ab 2008 eine solare Leistung von 50 Megawatt (MW) in das spanische Stromnetz einspeisen und rund 200.000 Menschen mit Sonnenstrom versorgen. Sein technisches Highlight ist ein Speicher, der den Kraftwerksbetrieb ohne Sonneneinstrahlung für über sieben Stunden bei voller Leistung aufrechterhalten kann. In Andasol kommt überwiegend deutsche Spitzentechnologie zum Einsatz, die mit Unterstützung des BMU entwickelt wurde. Die Mainzer Schott AG hat ihre Serienproduktion für Receiver ausgebaut. Im September 2006 wurde eine neue Fertigungsstätte mit 80 neuen Arbeitsplätzen am Standort Mitterteich in der Oberpfalz eingeweiht. Receiver sind hochleistungsfähige Strahlungsempfänger und das Herzstück von solarthermischen Parabolrinnenkraftwerken. Das BMU hat die Entwicklung dieser weltweit effizientesten Receiver mit insgesamt 3,9 Millionen Euro unterstützt.


Mittelständisch geprägte Branche gibt wichtige arbeitsmarktpolitische Impulse


Ein Vorhaben unter der Leitung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) untersucht die Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2030. Hierzu wurden mehr als 1.100 Unternehmen der Branche befragt. Es zeigte sich, dass die Branche klar mittelständisch geprägt ist und in strukturschwachen Gebieten wichtige arbeitsmarktpolitische Impulse gibt.


Bericht im Internet, gedruckte Exemplare können kostenlos bezogen werden

Der Jahresbericht 2006 zur Forschungsförderung für erneuerbare Energien "INNOVATION DURCH FORSCHUNG" wird ab dem 17. April 2006, im Internet zur Verfügung stehen unter Kurzversion (PDF; 17 S.) sowie in der Langfassung (PDF; 289 S., 2MB)

13.04.2007   Quelle: BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Interkontinentales Ökostromnetz soll Europas Strombedarf mit erneuerbaren Energien decken

Gregor Czisch
Gregor Czisch

Dass regenerative Energien helfen können, eine Hauptursache des Klimawandels zu vermeiden, die Produktion von CO2 bei der Stromerzeugung, ist nicht neu. Schließlich verursache allein die Stromerzeugung weltweit fast die Hälfte der Emissionen des Klimakillers Kohlendioxid aus fossilen Brennstoffen, so die Universität Kassel in einer Pressemitteilung. Doch der Kasseler Wissenschaftler Dr.-Ing. Dipl. Phys. Gregor Czisch verfolge diese Grundgedanken auf einem anderen Weg als üblich: Ein Stromnetz über ganz Europa, aber auch zu den Nachbarn in Afrika und Asien, soll die Quellen der regenerativen und teils dezentralen Stromerzeugung in Form eines ein übergreifenden Stromnetzes miteinander verbinden und den Strombedarf in Europa decken.   Eingespeist würde nach den Vorstellungen von Czisch der regenerative Strom aus Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie oder Biomasse, die dort genutzt werden sollen, wo es grundsätzlich oder saisonal am besten ist - etwa die Windenergie in Nordeuropa, der Wüstenstrom in der Sahara oder die Biomasse in Zentraleuropa. So ließe sich Strom großräumig durch Wind und Sonne erzeugen, von Norwegen bis Nordafrika, von Asien bis Andorra. Czisch will das alles miteinander verbinden und damit auch die Schwankungen bei Wind und Sonne ausgleichen.

Doktorarbeit über "Szenarien zur Versorgung Europas und seiner Nachbarn mit Strom aus erneuerbaren Energien"

Gregor Czisch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Elektrische Energietechnik/ Rationelle Energiewandlung, das von Prof. Dr. Jürgen Schmid geleitet wird. Czisch hat unter anderem in seiner Doktorarbeit "Szenarien zur zukünftigen Stromversorgung, kostenoptimierte Variationen zur Versorgung Europas und seiner Nachbarn mit Strom aus erneuerbaren Energien" untersucht, welche Möglichkeiten sich aus technischer und wirtschaftlicher Sicht in Zukunft zur Deckung des europäischen Energiebedarfs anbieten. Eine aussichtsreiche Option besteht für ihn in der Nutzung regenerativer Energien in ihrer ganzen Vielfalt. "Das ist technisch bereits möglich und volkswirtschaftlich längerfristig voraussichtlich sogar günstiger als die konventionelle Stromversorgung", so Czisch, "Die viel debattierten Vermeidungskosten zur Eindämmung des Klimawandels könnten sich bei geschickter Nutzung der regenerativen Energien sogar als wirtschaftliche Vermeidungsgewinne entpuppen". So stünden die Solar- und Windkraftwerke ebenso wie die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) zur Verfügung. Die HGÜ werde bereits seit Jahrzehnten auf allen Kontinenten genutzt, meist um regenerative Energie aus Wasserkraft ohne große Verluste in entfernte Verbrauchszentren zu leiten. In seiner Arbeit hat Czisch anhand verschiedener Szenarien Möglichkeiten einer weitgehend CO2-neutralen Stromversorgung für Europa und seine nähere Umgebung untersucht. Ziel war, jeweils die wirtschaftlich optimale Lösung zu finden, wobei das Szenariogebiet etwa 1,1 Milliarden Einwohner und einen Stromverbrauch von knapp 4.000 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a) umfasst.


Entwicklungsperspektiven für die ärmeren Nachbarstaaten der EU und Europas

Czisch, der unter anderem als Referent für den "Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung" (WBGU) tätig war, sieht seine wissenschaftliche Arbeit als gute Grundlage für wichtige politische und technologische Zukunftsentscheidungen. Die Szenarien zeigten, dass mit internationaler Kooperation selbst bei konservativen Annahmen eine rein regenerative Stromversorgung möglich sei, die wirtschaftlich ohne Probleme zu realisieren wäre. Eine wesentliche Aufgabe der Politik läge darin, die internationale Zusammenarbeit zu organisieren und Instrumente für eine Umgestaltung der Stromversorgung zu entwickeln. Dabei ergäben sich nicht nur ein sinnvoller Weg zu einer CO2-neutralen Stromversorgung, sondern auch ausgezeichnete Entwicklungsperspektiven für die ärmeren Nachbarstaaten der EU und Europas. Die Ergebnisse ließen sich - angepasst an die jeweiligen Besonderheiten - auch auf andere Weltregionen übertragen.


Unterstützung von den Grünen, den Beiräten des WBGU und vom Energiekonzern EnBW

Bei den deutschen Grünen, von den Beiräten des WBGU, aber selbst beim Energiekonzern EnBW werde inzwischen argumentativ auf die Arbeiten des Kasseler Wissenschaftlers zurückgegriffen und ein transeuropäisches Ökostromnetz angedacht, heißt es in der Pressemitteilung der Kasseler Universität. Das freut Czisch, denn während der langjährigen Forschung an seinen Szenarien für eine Vollversorgung Europas und seiner Nachbarn mit Strom aus erneuerbaren Energien und ganz ohne Kohlen- und Atomenergie habe er immer in Hinblick auf die Möglichkeit einer baldigen Umsetzung gearbeitet. Die positive Resonanz in jüngster Zeit mache diesen Schritt greifbarer.

Eine Kurzfassung der Dissertation und die Dissertation sind abrufbar unter
https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/handle/urn:nbn:de:hebis:34-200604119596

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Solar-Report "Solarstrom aus der Wüste statt Wüste in Deutschland: Erneuerbare Energien im transeuropäischen Verbund" und verfolgen Sie die Diskussion über den Wüsten-Strom unter interview_index.html und standpunkt.html.

13.04.2007   Quelle: Fachbereich Elektrotechnik/ Informatik/IEE-RE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Kassel,
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S.A.G. Solarstrom gründet Tochtergesellschaft S.A.G. Solar Italia

Die S.A.G. Solarstrom AG (Freiburg), einer der großen börsennotierten Photovoltaik-Systemintegratoren in Deutschland hat in Mailand die Tochtergesellschaft S.A.G. Solar Italia s.r.l. gegründet. Damit werde die Internationalisierung des S.A.G.-Konzerns fortgeführt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Geschäftsführung der S.A.G. Solar Italia s.r.l. übernimmt Angelo Prete. Der 33-jährige stammt aus Taranto in Apulien und ist studierter Bauingenieur und Master of Business Administration. Prete startet mit einem Team, das aus vier Mitarbeitern bestehen wird.   "Schwerpunkt unserer Arbeit wird - wie auch in den anderen Ländern, in denen die S.A.G. Solarstrom tätig ist - der Vertrieb von Solarstromanlagen an Privat- und Gewerbekunden sein. Durch Messeauftritte und Kontakte liegen uns bereits viele Anfragen vor", sagt Angelo Prete. Im Jahr 2006 seien in Italien rund 7 Megawatt peak (MWp) Photovoltaik-Leistung installiert worden. Das sei bei weitem nicht so viel, wie erwartet, betont die S.A.G. Solarstrom AG. Dafür verantwortlich seien administrative Hindernisse gewesen. "Unsere Gründung erfolgt daher zum richtigen Zeitpunkt", betont Uwe Ilgemann, Vorstandssprecher der S.A.G. Solarstrom.



Conto Energia: Solarstrom-Förderung vereinfacht und erweitert

"Das neue Solar-Fördergesetz wurde stark vereinfacht. Außerdem sind die italienischen Kunden durch die öffentliche Diskussion gut informiert. Deshalb wird der Markt in Italien in diesem Jahr deutlich wachsen", so Uwe Ilgemann weiter. Seit Anfang März gilt in Italien das überarbeitete Solar-Fördergesetz "Conto Energia". Das Ziel der Förderung wurde nochmals erhöht und liegt jetzt bei 3.000 Megawatt (MW) bis zum Jahr 2016. Die neue Regelung sieht eine Vergütung abhängig von der Leistung der Solarstromanlage und dem Systemtyp vor. Die S.A.G. Solar Italia wird auf der 8. Solarexpo in Verona vertreten sein. Diese wichtigste Solarmesse Italiens findet statt vom 19. bis 21. April auf dem Messegelände in Verona. Angelo Prete und sein Team präsentieren die S.A.G.-Produkte in Halle 10 am Stand G1.2.

13.04.2007   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD fordert Anhebung der Förderung von Solarthermie, Biomassekesseln und Geothermie auf 300 bis 400 Millionen Euro

Ulrich Kelber
Ulrich Kelber

Im Gespräch mit dem Europressedienst (Bonn) betonte der stellvertretende SPD-Fraktionvorsitzende Ulrich Kelber, dass die Förderung der Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien noch deutlich ausgebaut werden müsse. Die Mittel im Marktanreizprogramm (MAP) sollen nach den aktuellen Forderungen der SPD von bisher 214 Millionen Euro auf 300 bis 400 Millionen aufgestockt werden. Wenn diese Gelder ausgeschöpft seien, soll nach Angaben von Kelber eine Umlagenfinanzierung für Öl und Gas zum Tragen kommen, die "unter einem Cent" liegen soll. Dass diese Wärme-Zulage überhaupt komme, bezeichnete Kelber als unwahrscheinlich.   Bei der von der SPD bevorzugten degressiven Anpassung des Förderbetrages bei gleichzeitiger Ölpreisbindung würden dem staatlichen Fördertopf des Marktanreizprogramms (MAP) laut Kelber auch bei einem Anstieg des Ölpreises um jährlich fünf Prozent noch ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen.


Kelber: Pflicht zur Öko-Heizung für Neubauten reicht nicht aus

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat den Vorschlag der SPD-Fraktion zu einer Umlagenfinanzierung laut Europressedienst abgelehnt, da diese alle Verbraucher belasten würde. Die Union wolle hingegen den Einbau klimafreundlicher Heizungen in Neubauten und bei der Sanierung von Altbauten vorschreiben. Dies kritisiert Kelber als nicht ausreichend: "Es war eine CDU/CSU-Kanzlerin, die die EU-Ziele vereinbart hat. In den EU-Verpflichtungen steht zu Recht ein zwanzig Prozent-Anteil der Erneuerbaren. Das können wir nicht erreichen, wenn nur die Neubauten verpflichtet würden." Die Pflicht zur "Öko-Heizung" für Neubauten sei aber auch Teil des von der SPD angestrebten Wärmegesetzes, das nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) funktionieren soll. Mit Blick auf die führende Stellung Deutschlands bei den erneuerbaren Energien, sieht Kelber in einer schnellen Umsetzung des Wärmegesetzes auch wirtschaftliches Potential: "Deutschland hat jetzt noch eine Chance, auch hier Marktführer zu werden. In vier oder fünf Jahren haben wir die nicht mehr. Diese Erfolgsgeschichte muss jetzt geschrieben werden."


Wärmegesetz soll noch in der ersten Jahreshälfte 2007 auf den Weg gebracht werden

CDU/CSU und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag bereits auf ein Wärmegesetz geeinigt. Nachdem Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kurz vor dessen Umsetzung zögerte, sträube sich nun die CDU/CSU-Fraktion, so der Europressedienst. Ob das neue Gesetz Teil des neuen Umweltgesetzbuchs werden soll, sei nach Angaben aus Fraktionskreisen noch unsicher. Im März hatte das Bundesumweltministerium bekannt gegeben, dass im Herbst der Referentenentwurf für das neue Umweltgesetzbuch stehen soll, und daraufhin die Überprüfung des EEG auf April vorgezogen. Das Wärmegesetz soll nach Angaben Kelbers noch in der ersten Jahreshälfte 2007 auf den Weg gebracht werden: "Wir werden am 16. April im Koalitionsausschuss auf einen verbindlichen Zeitplan drängen", kündigt Kelber an.


12.04.2007   Quelle: Europressedienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Friedrich-Ebert-Stiftung,
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Solar-Unternehmen Conergy plant neues Logistikzentrum in Zweibrücken

Die Hamburger Conergy AG hat entschieden, im rheinland-pfälzischen Zweibrücken ihr neues, europäisches Zentrallager mit einer Fläche von mehr als 25.000 Quadratmetern zu eröffnen. Ab dem dritten Quartal 2007 sollen dort über 130 Mitarbeiter die europaweite Logistik für alle Marken- und Produktwelten der Unternehmensgruppe koordinieren, berichtet Conergy in einer Pressemitteilung. Die Konzentration aller wesentlichen Funktionen im Dreiländereck in Mitteleuropa mache künftig Märkte für Conergy noch leichter bedienbar und trage dem starken Unternehmenswachstum der Gruppe Rechnung. 

Fundament für weiteres Wachstum und verbesserten Kundendienst

"Wir werden vor Ort modernste Lagertechnologie implementieren: Mobile Datenerfassung, Scanner, Lagerverwaltungssysteme sowie ein optimiertes Layout werden unsere Lagerperformance und Umschlaggeschwindigkeit um einen zweistelligen Prozentsatz erhöhen", so Dr. Edmund Stassen, zuständiger Conergy Vorstand für das Supply Chain Management. "Nachdem wir in den letzten Monaten unsere Prozesse optimiert haben, ist die Entscheidung für ein neues Zentrallager ein weiterer konsequenter Schritt für die Conergy Gruppe, mit dem wir den immer höheren Anforderungen an die Logistik gerecht werden. So legen wir in Zweibrücken das Fundament für weiteres Wachstum und deutlich verbesserten Kundenservice", ergänzt Dr. Stassen.


Europas umsatzstärkstes Solarunternehmen entscheidet sich für Standort in Rheinland-Pfalz, das Land fördert die Ansiedlung

Conergy wird das Logistikzentrum als Mieter beziehen. Das Gebäude selbst finanziert und verwaltet die Hamburger Garbe Logistic Center Development GmbH, die sich auf den Bau von Logistikzentren spezialisiert hat. Sebastian Ott, Geschäftsführer der GARBE LCD dazu: "Der Vertragsabschluss mit Conergy gibt uns Planungs- und Investitionssicherheit für unser neues Projekt im Dreiländereck". Die Gesamtinvestition wird vom Land Rheinland-Pfalz vor Ort gefördert. In Zweibrücken sieht Oberbürgermeister Prof. Dr. Reichling dem Aufbau ebenfalls mit Freude entgegen: "Wir freuen uns, dass sich jetzt auch Europas umsatzstärkstes Solarunternehmen für unseren Standort entschieden hat."


25.000 Quadratmeter für Solarmodule, Wechselrichter, Solarwärmeanlagen und Wärmepumpen

Das knapp 50.000 Quadratmeter große Grundstück im Stadtteil Wallerscheid biete durch unmittelbare Nähe nicht nur zu Frankreich und Luxemburg, sondern auch zu Flughafen und Autobahn optimale Bedingungen für das Logistikzentrum, mit dessen Bau in den kommenden Wochen begonnen werden soll. Nach Fertigstellung im dritten Quartal sollen dann Büros mit 3.000 Quadratmetern genügend Platz für die anstehenden, administrativen Leistungen bieten. Mit 25.000 Quadratmetern biete die Lagerfläche selbst Platz für den Jahresumschlag von Solarmodulen, Wechselrichtern, Solarthermie- oder Wärmepumpensystemen. 19 Laderampen sorgen laut Conergy für hohes Umschlagspotenzial aller gelagerten Produkte. Damit sei der neue Standort Zweibrücken groß genug für das langfristig geplante Unternehmenswachstum der Conergy Gruppe.

12.04.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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KfW-Programm "Solarstrom Erzeugen": eine Milliarde Euro für Photovoltaik-Anlagen

Solarstromanlage in Waltenhofen (Allgäu)
Solarstromanlage in Waltenhofen
(Allgäu)

Am 12.04.2007 hat die KfW im Rahmen ihres Programms "Solarstrom Erzeugen" das Fördervolumen von einer Milliarde Euro erreicht. Seit 2005 seien in dem Kreditprogramm Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 252 Megawatt gefördert worden, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Die Stromproduktion der geförderten Photovoltaik-Anlagen reiche aus, um den Strombedarf von 57.600 Haushalten zu decken. Hinter dieser Milliarde stehen laut KfW mehr als 30.000 private Investoren, die über die Geschäftsbanken Darlehen aus dem KfW-Programm "Solarstrom Erzeugen" erhalten haben. "Hier zeigt sich, dass das private Engagement vieler Bürger in Deutschland den Grundstein für den notwendigen Ausbau der Solarenergie und damit langfristig für aktiven Klimaschutz legt" sagte Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW Bankengruppe. 
Die Hälfte der Solarstrom-Förderkredite geht nach Bayern und Baden-Württemberg

Jeweils ein Viertel der Förderdarlehen entfallen auf Bayern und Baden-Württemberg, 18 % auf Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen folgt mit 10 %. Mit dem Programm "Solarstrom Erzeugen" bietet die KfW für Investitionen in kleinere Photovoltaik-Anlagen günstige Kredite, die einfach und unkompliziert über die Geschäftsbanken bundesweit angeboten werden. Das Programm richtet sich mit seinem maximalen Darlehensbetrag von 50.000 EUR hauptsächlich an Privatpersonen, ist aber auch offen für alle anderen privatrechtlichen Antragsteller.

Größere Solarstromanlagen werden mit finanziert im ERP- Umwelt- und Energiesparprogramm sowie im KfW-Umweltprogramm. Kommunen steht zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen der KfW-Kommunalkredit zur Verfügung.

Interessierte erhalten weitere Informationen zu Krediten und Zuschüssen unter 01801 / 335577 oder im Internet unter www.kfw-foerderbank.de sowie eine Übersicht unter http://www.solarserver.de/kfw_programm.html Der Antrag für einen Kredit muss bei der Hausbank gestellt werden.

12.04.2007   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU),
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Erfolg der EU-Energieforschung: Erstes kommerzielles solarthermisches Kraftwerk Europas in Betrieb

Solarthermisches Kraftwerk in Sevilla.
Solarthermisches Kraftwerk in Sevilla.

In Sevilla im Süden Spaniens arbeitet das erste kommerzielle solarthermische Kraftwerk Europas. Die Anlage mit einer Leistung von 11 Megawatt (MW), wurde bereits am 30.03.2007 in Betrieb genommen und zum Teil mit Geldern der Europäischen Union finanziert. Sie ist für eine jährliche Stromerzeugung von 23 Gigawattstunden (GWh) ausgelegt - genug, um 10.000 Menschen zu versorgen, so die EU-Kommission in einer Pressemitteilung. Durch diese Solarstromerzeugung würden annähernd 16.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden "Diese neuen Technologien bieten Europa eine neue Möglichkeit, gegen den Klimawandel vorzugehen und die Energieversorgungssicherheit zu verbessern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen", erklärte der für Energie zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs anlässlich der Einweihung der Anlage.   Das so genannte PS10-Projekt erzeugt Strom über 624 nachgeführte Spiegel (Heliostaten) mit einer Fläche von jeweils 120 m2, welche die Sonnenstrahlung an der Spitze eines 115 Meter hohen Turms bündeln, wo sich der Strahlungsempfänger und die Dampfturbine befinden.

Das PS10-Solarkraftwerk liegt 25 km westlich von Sevilla und wird vom Unternehmen Abengoa betrieben. Die Investitionskosten betrugen laut EU-Kommission 35 Millionen Euro, 5 Millionen Euro wurden wegen des hoch innovativen Ansatzes des Projekts aus Mitteln des Fünften Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gewährt. Die Projektausführung dauerte 54 Monate. PS10 ist das erste einer Reihe von solarthermischen Kraftwerken, die in dem gleichen Gebiet gebaut werden sollen, das bis 2013 über eine installierte Leistung von insgesamt mehr als 300 MW verfügen soll.


Gebündelte Sonnenenergie zur Solarstrom-Produktion

Das Projekt PS10 ist ein Beispiel für solarthermische Kraftwerke, bei denen die Sonnenstrahlung als Hochtemperatur-Energiequelle genutzt wird, um in einem thermodynamischen Zyklus Strom über Heliostaten zu erzeugen, welche die Sonne bündeln. Die Bündelung der Sonnenenergie ist notwendig, weil die Sonnenstrahlung die Erdoberfläche mit einer Dichte erreicht, die für Heizsysteme ausreicht, nicht jedoch für einen effizienten thermodynamischen Zyklus für die Stromerzeugung.

Das Potenzial dieser Kraftwerke als Beitrag zu einem stärker vom Prinzip der Nachhaltigkeit geprägten Energiesystem muss laut EU-Kommission noch vollständig ausgeschöpft werden. Die EU fördert solarthermische Kraftwerke seit mehr als zehn Jahren und unterstützt die Erforschung, Entwicklung, Validierung, Demonstration und Verbreitung dieser Technologie sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Die EU hat im Wege des Fünften und des Sechsten Forschungsrahmenprogramms annähernd 25 Millionen Euro für Forschungsprojekte bereitgestellt, in denen an der Entwicklung von Technologien für solarthermische Kraftwerke gearbeitet wird.


Jeder investierte Forschungs-Euro stößt 10 Euro Privatinvestitionen an

Dieser finanzielle Beitrag habe eine Multiplikatorwirkung, weil durch ihn bedeutende zusätzliche Privatinvestitionen in einer Höhe von mehreren Millionen Euro erschlossen wurden (in einem Verhältnis von 10 Euro zu jedem vom europäischen Forschungsprogramm investierten Euro). "Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Hinblick auf eine neue Generation von Technologien auf der Basis erneuerbarer Energien sind von grundlegender Bedeutung, um den steigenden Energiebedarf decken zu können und die Technologien für solarthermische Kraftwerke eine weitere Erfolgsgeschichte der EU werden zu lassen", heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission.

Weitere Informationen in englischer Sprache: http://ec.europa.eu/energy/res/sectors/csp_diss_en.htm

Die Europäische Kommission hat am 30.03.2007 auch eine Landkarte veröffentlicht, auf der das Sonnenenergie-Potenzial in Europa dargestellt ist. Sie wurde vom geographischen Photovoltaik-Informationssystem (PVGIS) der Gemeinsamen Forschungsstelle erstellt, zu dem auch ein interaktiver Dienst gehört, durch den die Nutzer das Sonnenenergiepotenzial überall in Europa berechnen können.

12.04.2007   Quelle: Europäische Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLUCAR S.A.,
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Neue Forschungsanlage für CIS-Solar-Module

Professor (v.l.) erläutert Tanja Gönner (Mitte) eine Testanlage für Solarzellen.
Professor (v.l.) erläutert Tanja Gönner (Mitte)
eine Testanlage für Solarzellen.

An der Hochschule in Albstadt (Baden-Württemberg) nahm die Landesumweltministerin Tanja Gönner am Donnerstag, 5. April, eine neue Testanlage für Photovoltaik-Module in Betrieb. Damit sei die Hochschule Albstadt-Sigmaringen die erste Hochschule in Deutschland, welche die neuartigen Kupfer-Indium-Diselenid-Module (CIS-Module) an der frischen Luft unter realen Bedingungen erprobt, heißt es in der Pressemitteilung der Hochschule. "Nachdem die Sonne schon an ist, müssen wir nur noch die Anlage anschalten", scherzte Rektor Professor Dr. Günter Rexer angesichts des sonnigen Wetters. Gerne folgte die Umweltministerin aus Stuttgart der Einladung, geht es doch um die Entwicklung leistungsfähigerer Solarzellen und damit um einen wichtigen Beitrag zur Nutzung der erneuerbaren Energien.  "Eins muss klar sein, der Klimawandel hat begonnen, wir sind mittendrin; und der Klimawandel wird Auswirkungen haben", sagte Tanja Gönner. Jetzt gehe es darum, den Klimawandel zu begrenzen und die Erderwärmung zu bremsen. Energie einsparen, Energie effizienter nutzen und erneuerbare Energien fördern, das seien die drei Hauptmaßnahmen gegen den Klimawandel. Die Nutzung der Sonnenenergie sei daher eine wichtige Aufgabe. Erfreulicherweise sei die Zahl der Solarstrom-Anlagen in Baden-Württemberg in den letzten Jahren deutlich gestiegen, dennoch würden auf diese Weise erst 0,33 Prozent des Stroms erzeugt.

"Wer den Albklimastress überlebt, ist fit für ganz Deutschland"

Albstadt mit seiner hohen Sonnenscheindauer und gleichzeitig extremen Witterungsbedingungen, etwa den kalten Wintern, sei ein ideales Testfeld für Solaranlagen, sagte Professor Kuhn, der die Errichtung der Photovoltaik-Anlage initiiert hat und den Betrieb wissenschaftlich begleitet. "Wer den Albklimastress überlebt, ist damit fit für ganz Deutschland", so Kuhn weiter. Bereits seit 2001 werden an der Hochschule verschiedene Solarmodule im Dauerbetrieb getestet. Die ersten 56 Module aus dem Jahr 2001, die eine Fläche von 45,8 Quadratmetern einnehmen, hatten eine Nennleistung von 4,692 Kilowatt peak (kWp). Mit der neuen Anlage sind noch mal 51 Module auf rund 60 Quadratmetern dazu gekommen, sie hat eine Nennleistung von 11,083 kWp. Die Einrichtung und Erforschung der Photovoltaik-Anlagen an der Hochschule gehe auf die Gründung des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen im Rahmen der Zukunftsinitiative des Landes zurück, berichtete Kuhn. Damals sei die Frage gewesen, in welchem Bereich man das Geld sinnvoll investieren könne. Jetzt könnten die angehenden Wirtschaftsingenieure sich in ihrem Studium intensiv und ganz praxisnah mit dem Zukunftsthema Solarenergie befassen.


Messdaten der Solarmodule im Internet

"Wir machen hier auch firmenunabhängige Beratung für Investoren", betonte Professor Kuhn. Die Umweltministerin hob hervor, dass die Hochschule in der Wirtschaft als wissenschaftlicher Partner anerkannt werde. Das zeige auch die Unterstützung der Forschungsprojekte, besonders durch die Unternehmen Ralos, Sputnik, Würth Solar, sowie der Albstadtwerke und der Stadtwerke Balingen. In Albstadt werden zurzeit zwei Generationen Solarmodule aus amorphem Silizium getestet, drei verschiedene Arten polykristalliner Solarzellen und fünf verschiedene Arten monokristalliner Silizium-Solarzellen, sowie zwei verschiedene Arten der neuen CIS-Module, die ohne Silizium hergestellt werden. Letztere können in einem Dünnschichtverfahren wie auch das amorphe Silizium hergestellt werden. Dadurch wird hundert Mal weniger Material und auch bedeutend weniger Energie bei der Produktion benötigt, erläuterte Bernhard Dimmler, Leiter Forschung und Entwicklung von Würth Solar.
Die aktuellen Messdaten der Solarmodulen können im Internet eingesehen werden unter http://www.wiw.fh-albsig.de/solar

12.04.2007   Quelle: Hochschule Albstadt-Sigmaringen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hochschule Albstadt-Sigmaringen.,
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Solarstrom aus Wärme: Lineare Fresnel-Kollektoren für solarthermische Kraftwerke im Praxistest

Visualisierung eines Fresnel-Kollektor-Solarfelds.
Visualisierung eines Fresnel-Kollektor-Solarfelds.

Im Jahr 2050 kann der globale Energiebedarf zur Hälfte aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, basierend auf heute vorhandener Technologie, so das Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Pressemitteilung. Aktuelle Szenarien belegten dies und würden der Stromgewinnung aus Sonnenenergie eine ganz wesentliche Rolle beimessen. Neben der Photovoltaik stehen für die Solarstromgewinnung im großen Maßstab solarthermische Kraftwerke im Mittelpunkt. Die Optimierung der Komponenten solcher Kraftwerke sowie die theoretische Untersuchung neuer Konzepte waren in den vergangenen Jahren Forschungsthema am Fraunhofer ISE.   Zusammen mit Industrie- und Forschungspartnern entsteht derzeit unter der Federführung der MAN Ferrostaal Power Industry GmbH in Südspanien eine neue Demonstrationsanlage, deren Ziel die Kommerzialisierung linearer Fresnel-Kollektoren für solarthermische Kraftwerke ist. Das ISE stellt Konzept und Komponenten im Rahmen des Fraunhofer-Gemeinschaftsstands "Energie" auf der diesjährigen Hannover Messe vom 16. bis 20. April vor.

Mehrere Reihen nachgeführter Flachspiegel bündeln das Sonnenlicht

In herkömmlichen solarthermischen Kraftwerken (Parabolrinnensysteme) wird Sonnenlicht über Spiegel auf ein selektives Absorberrohr fokussiert, in dem ein Thermoöl fließt, das durch die Sonnenwärme erhitzt wird. Der dann in einem Wärmetauscher entstehende Dampf wird mittels einer Turbine plus Generator in Strom umgewandelt. Bei linear konzentrierenden Systemen unterscheidet man die klassischen Parabolrinnen-Systeme sowie das neue Konzept der Fresnelspiegel-Systeme mit Sekundärspiegeln. Das Besondere an Fresnel-Kollektoren ist laut ISE, dass die das Sonnenlicht konzentrierenden Spiegel aus mehreren Reihen nachgeführter Flachspiegel bestehen. Die Solarstrahlung wird auf ein zentral über dem Spiegelfeld befindliches Absorberrohr mit hochselektiver Beschichtung gebündelt. Die für dieses System erforderlichen Bauteile sind zu einem hohen Anteil kostengünstige Standardkomponenten, die weltweit verfügbar sind und eine hohe lokale Wertschöpfungskette ermöglichen. Dadurch lassen sie Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenztechnologien erwarten. Darüber hinaus sei die Fresnel-Technik unempfindlich gegen Windlasten und erlaube eine hohe Landausnutzung, so das ISE.


Solarstrom für 0,12 Cent pro Kilowattstunde

Das Fraunhofer ISE habe wesentlich dazu beigetragen, die Schlüsselkomponenten Absorberrohr, Sekundärspiegel, Primärspiegelfeld und dessen Regelung zur Einsatzreife zu bringen, heißt es in der Pressemitteilung. Gleichzeitig errechneten die Freiburger Forscher auf der Basis theoretischer Untersuchungen und unter bestimmten Bedingungen in sonnenreichen Ländern Stromgestehungskosten von nicht mehr als 0,12 €/kWh.
Der technische Nachweis unter realen Betriebsbedingungen sei das nächste Ziel. Hierfür entstehe derzeit auf der Plataforma Solar de
Almería in Südspanien ein 100 m langer Kollektorstrang als Versuchs- und Demonstrationsanlage. Das Fraunhofer ISE und das Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vermessen diesen hinsichtlich seiner optischen und thermischen Eigenschaften. Die Industriepartner MAN Ferrostaal Power Industry GmbH und Solar Power Group GmbH streben die Kommerzialisierung dieser Technologie an.


Kleine und mittlere Kraftwerke mit Kraft-Wärme-(Kälte-) Kopplung

Neben der Markteinführung von Fresnel-Kollektorsystemen haben sich die Partner in Almería auch die Entwicklung neuer Kraftwerkskonzepte für den kleinen und mittleren Leistungsbereich, mit geringerem Investitionsrisiko sowie mit Kraft-Wärme-(Kälte-) Kopplung zum Ziel gesetzt. Dadurch könnten neue Märkte für Hersteller konzentrierender Kollektoren sowie von Wärmekraftmaschinen, vor allem in Südeuropa, Nordafrika und Nahost erschlossen werden.

Der Aufbau des Kraftwerks in Almería wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Das Potenzial der erneuerbaren Energien für die Energieversorgung der Zukunft kann beispielsweise nachgelesen werden im Gutachten 'Welt im Wandel' des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen: http://www.wbgu.de.

12.04.2007   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE,
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Solar-Großhändler und -Hersteller BIOHAUS steigt in die Solarthermie ein

Der Paderborner Großhändler und Hersteller von Solaranlagen BIOHAUS bietet ab sofort eine solarthermische Linie an: Unter dem Namen BIOHAUS SonnenWärme ergänzt das Unternehmen sein Angebotsspektrum um Solarwärmeanlagen für private Wohnhäuser. Angeboten werden Anlagen zur Brauchwassererwärmung und zur Heizungsunterstützung. BIOHAUS SonnenWärme gibt es in 3 Paketen, die jeweils alle erforderlichen, optimal aufeinander abgestimmten Systemkomponenten enthalten.  Paket eins dient ausschließlich zur Brauchwassererwärmung, während die anderen beiden Pakete Komponenten zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung enthalten. Letztere unterscheiden sich wiederum durch einen Kombispeicher beziehungsweise alternativ einen Pufferspeicher mit bedarfsgeführter Frischwasserstation.


Flachkollektor mit AntiReflex-Scheibe und 95,8 % Transmission

Alle Pakete werden als Komplettset angeboten und enthalten standardmäßig Kollektor, Montagesystem, Speicher, Solarregler, Frostschutz und Brauchwassermischer. Beim Flachkollektor handelt es sich laut BIOHAUS um einen hoch gedämmten Wannenkollektor mit sehr gutem Wirkungsgrad, der ab Mai mit einer AntiReflex-Scheibe mit 95,8 % Transmission angeboten wird. Besonders hervorzuheben sei, dass alle Anlagen dauerhaften Korrosionsschutz durch eine wartungsfreie Fremdstrom-Anode garantieren.

Der Vertrieb der Systeme erfolgt über Heizungsbauer und Installateure in Deutschland und langfristig auch europaweit. Die Pakete sind primär für Ein- bis Zweifamilienhäuser konzipiert, wobei Einzellösungen bei Bedarf möglich seien. BIOHAUS biete mit der neuen Serie hochwertige Produkte zu einem sehr attraktiven Preis an, betont das Unternehmen. Die Systeme sind ab sofort lieferbar.

11.04.2007   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarpraxis AG: Forum Solarpraxis jetzt auch in Spanien

Solarstromanlage in Castalda (Alicante).
Solarstromanlage in
Castalda (Alicante).

Spanien zählt zu den wachstumsstärksten Photovoltaik- und Solarthermie-Märkten in Europa. Besondere die neue Verordnung "Código Técnico de la Edificación" (CTE)‚ die für Neubauten und umfangreiche Sanierungen den Einbau von Solartechnik vorschreibt, hat dem Markt einen enormen Antrieb gegeben. Aus diesem Grund veranstaltet die Solarpraxis AG (Berlin) am 24. und 25. Oktober 2007 in Madrid erstmals die "Conferencia de la Industria Solar 2007". Ziel der Konferenz ist, aktuelle Fragen zu diskutieren und Strategien für den weiteren Erfolg der spanischen Solarindustrie zu besprechen. In Anlehnung an das Forum Solarpraxis, das der Wissensdienstleister seit 1998 erfolgreich in Berlin etabliert hat, wird eine direkt auf den spanischen Markt zugeschnittene Konferenz veranstaltet.   "Die Tagung richtet sich an spanische Marktteilnehmer der Solarbranche, Energieversorgungsunternehmen, Vertreter aus Politik, Presse, der Finanzbranche, Behörden, Verbänden und Forschungseinrichtungen“, erklärt Julia Krohn, Projektleiterin der Spanien-Konferenz.

Erhebliches Potenzial und große Herausforderungen

Zentrale Themen der Conferencia de la Industria Solar 2007 werden sein die politische Rahmenbedingungen, die Marktentwicklung, die Finanzierung und das Marketing aller Formen der solaren Energiegewinnung: Solarstrom, Solarwärme, solarthermische Kraftwerke und solare Kühlung. "Im Fokus steht klar der spanische Markt, wobei aber auch die Erfahrungen anderer europäischer Länder mit einfließen werden", betont Krohn. "Die neuen Entwicklungen im spanischen Markt bieten den dortigen Akteuren ein erhebliches Potenzial, gleichwohl stellt es die spanische Solarbranche vor große Herausforderungen", erläutert Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der Solarpraxis AG. "Wir sind sicher, dass wir mit unserem auf den spanischen Markt zugeschnittenen Konferenz-Konzept der spanischen Solarbranche eine hervorragende Plattform für den fachlichen Austausch wie auch für hochkarätiges Networking etablieren werden", so Remmers weiter. Geplant sei daher auch, die Konferenz jährlich durchzuführen.

Weitere Informationen zur "Conferencia de la Industria Solar 2007" sowie die Anmeldung ist möglich unter www.solarpraxis.de oder bei Julia Krohn, Tagungsmanagement Spanien-Konferenz, unter Tel. +49 (0)30/726296-302 oder via E-Mail jkr@solarpraxis.de.

11.04.2007   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG,
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Zwei Solar-Konferenzen im April - in Athen und in Verona

Athen: Solar-Konferenz unter südlicher Sonne.
Athen: Solar-Konferenz unter südlicher Sonne.

Rund 500 Aussteller werden vom 19. bis zum 21. April auf der 8. "Solarexpo" in Verona vertreten sein, berichtet der Europressedienst Bonn. Insgesamt würden auf der Messe und der am gleichen Ort stattfindenden Konferenz "Greenbuilding, 1st International Exhibition and Conference on Energy Efficiency and Sustainable Architecture" 30.000 Besucher erwartet. Die Architektur-Konferenz soll Erkenntnisse aus Solarthermie, Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung mit jenen der energieeffizienten Bauweise verbinden helfen.   Eines der Hauptthemen der "Solarexpo" werde die neue Einspeiseförderung in Italien sein. Die deutsch-italienische Handelskammer wird zudem einen Vortrag zu "Chancen und Herausforderungen für europäische Unternehmen auf dem italienischen Markt für erneuerbare Energien" halten. In Verona werden vor allem Installateure, Elektriker, Ingenieure, Techniker, Architekten, Stadtplaner und Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien erwartet.

Photovoltaik-Konferenz in Athen

Zur selben Zeit, vom 19. bis zum 20. April, treffen sich in Athen die Teilnehmer der "2nd PV Med Conference: Boosting Solar Electricity in the Mediterranean". Auf der Konferenz sollen neue Trends und das Entwicklungspotenzial der Solarstrom-Produktion im Mittelmeerraum diskutiert werden. Über 3.000 Gäste werden laut Europressedienst erwartet, darunter Regierungsvertreter, Investoren, Photovoltaik-Hersteller und Wissenschaftler sowie Installateure. Themen sind unter anderem die politischen Entwicklungen bezüglich der Solar-Förderung in Europa sowie speziell in den südlichen und östlichen Mittelmeerländern; die technologische und wirtschaftliche Entwicklung; die griechische Solarförderung, Finanztools und der Zugang zur Energieversorgung. Veranstalter sind die European Photovoltaik Industry Association (EPIA), die Alliance for Rurual Electrification und die WIP.

11.04.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europressedienst Bonn,

 

Kölner Solarstrom-Unternehmen Energiebau nimmt neues Logistikzentrum in Betrieb

Energiebau-Referenzanlage in Bergisch-Gladbach (100 kWp).
Energiebau-Referenzanlage in
Bergisch-Gladbach (100 kWp).

Vom schnelllebigen Filmgeschäft zur langfristig umweltschonenden Energieversorgung: im Kölner Westen hat die Energiebau Solarstromsysteme GmbH einen zuvor von einem Unternehmen der Filmbranche genutzten Gebäudekomplex in ein Solarstrom-Logistikzentrum umgewandelt. Rund zwei Megawatt (MW) betrage die Kapazität der Solarmodule, die hier künftig für Projekte in ganz Europa vorgehalten werden, berichtet Energiebau in einer Pressemitteilung. Das 1983 gegründete Unternehmen Energiebau gehört nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro in Europa zu den fünf führenden Großhändlern und Projektentwicklern in Sachen solare Stromerzeugung. Mit dem in diesen Tagen in Betrieb genommenen neuen Logistikzentrum stelle man die Weichen für das künftige Wachstum.  Wo einst Requisiten und technische Ausrüstungen für Filmprojekte lagerten, stehen in Köln-Ossendorf auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern nun Solarmodule und Bauelemente für Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund zwei Megawatt bereit. Die Betriebsfläche von Energiebau vergrößere sich auf rund 5.000 Quadratmeter.

Das neue Logistikzentrum sei auf die schnelle Annahme, optimale Lagerung und schnelle Konfektionierung der unterschiedlichen Photovoltaik-Komponenten ausgelegt. Das Gebäude befindet sich direkt neben dem Stammhaus von Energiebau in Köln-Ossendorf. "Mit dem neuen Logistikzentrum können wir nun deutlich größere Mengen der Komponenten für den Bau von Solarkraftwerken vorhalten, von Solarmodulen und Wechselrichtern bis zu unserem Montagesystem LORENZ", erläutert Michael Schäfer, Geschäftsführer von Energiebau, die Vorteile. "Durch die enge räumliche Integration können wir in Zukunft noch flexibler agieren und schneller liefern", so Schäfer weiter. Die Lieferprozesse würden durch einen neu gestalteten Abfertigungsbereich, in dem auch die Speditionslogistik und Lagerleitung ihren Sitz haben, effizienter und deutlich schneller. Auch an die Fahrer sei mit einem Aufenthaltsraum gedacht worden, würden doch Solarmodule und die übrigen Komponenten per LKW aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland angeliefert.


Ausstellung zeigt netzgekoppelte und autarke Solarstromsysteme

Ebenfalls neu ist ein Ausstellungsbereich, in dem Produkte und Lösungen für die solare Stromerzeugung gezeigt werden. Dies sind zum einen so genannte netzgekoppelte Solarstromsysteme, die den erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Eigentümer einer solchen Solarstromanlage erhalten für die Dauer von 20 Jahren eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung. Gesetzliche Grundlage ist in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Ein weiterer Bereich sind so genannte autarke Solarstromsysteme, die das zweite Geschäftsfeld von Energiebau bilden. Solche Systeme kommen in Regionen ohne öffentliches Stromnetz zum Einsatz. Dies kann eine Almhütte sein, eine einsam gelegene Wetterstation ebenso wie eine solar betriebene Wasserpumpe in einem Entwicklungsland. In der Ausstellung zeigt Energiebau ein innovatives Solar-Hybridsystem für die Dorfstromversorgung in Entwicklungsländern. Solche autarken Solarstromsysteme kommen zunehmend in netzfernen Regionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zum Einsatz, denn ein flächendeckender Ausbau der Stromnetze ist in vielen Ländern wirtschaftlich nicht machbar. In Indonesien und in mehreren zentralafrikanischen Ländern hat Energiebau seit Mitte der 90er Jahre zahlreiche Projekte im Bereich der ländlichen Elektrifizierung in netzfernen Regionen durchgeführt.


Vom Start up im Arbeitszimmer zu einem führenden Unternehmen der Branche

Energiebau zählt sich zu den in Europa führenden Photovoltaik-Systemhäusern. 1983 vom heutigen Geschäftsführer Michael Schäfer gegründet, hat sich das Unternehmen von einem Start up im heimischen Arbeitszimmer zu einem führenden Unternehmen der Branche hochgearbeitet. Neben der internationalen Ausrichtung, die im Februar mit der Eröffnung einer Tochtergesellschaft in Italien verstärkt wurde, ist das Kölner Unternehmen auch in der Region ein gefragter Partner bei der Planung und Installation von Solarstromanlagen. So wurde im Herbst 2006 von Energiebau in Bergisch-Gladbach eine der größten Solarstromanlagen der Region fertig gestellt. Auf dem Dach des Garten- und Pflanzencenters Seelbach realisierte Energiebau eine Solarstromanlage mit einer Leistung von über 100 kWp (Kilowatt peak). 572 Photovoltaik-Module erzeugen dort auf einer Fläche von 730 Quadratmetern pro Jahr 85.000 Kilowattstunden Solarstrom. Die Entwicklung von Energiebau Solarstromsysteme zeige, welches wirtschaftliche Potenzial erneuerbare Energien bergen. Mit dem neuen Logistikzentrum wolle Energiebau auch künftig überproportional an diesem Wachstum partizipieren, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.


Der Solarserver präsentiert das Solar-Hybridsystem der Energiebau Solarstromsysteme GmbH als "Solar-Anlage des Monats" Februar 2007 unter anlagefebruar2007.html.

11.04.2007   Quelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH,
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Stromwechsel als Konsequenz der Klimadebatte: Ökostrom-Anbieter LichtBlick gewinnt 35.000 neue Kunden

Immer mehr Bürger verbessern ihre persönliche CO2-Bilanz durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter, berichtet die LichtBlick - die Zukunft d. Energie GmbH in einer Pressemitteilung. Das in Hamburg ansässige und bundesweit versorgende Unternehmen LichtBlick, nach eigenen Angaben Marktführer unter den Ökostromanbietern, habe allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres über 35.000 Neukunden gewonnen. Damit versorge LichtBlick aktuell eine Viertel-Millionen Haushalte.   Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter sei die einfachste und gleichzeitig wirkungsvollste Maßnahme, um seine persönliche CO2-Bilanz in einem Schritt um 40 % zu senken. Rund zwei Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid kann laut LichtBlick jeder Haushalt einsparen, wenn er den Stromanbieter wechselt. Und das ohne Komfortverzicht und ohne
Mehrkosten.

"Es gibt keine andere Maßnahme, mit der jeder so bequem und problemlos aktiv Klimaschutz betreiben kann. Wir rechnen mit einem lang anhaltenden positiven Trend, so dass wir die 300.000-Kunden-Marke noch dieses Jahr werden erreichen können.", sagt Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick. "Wir werden auch in den nächsten Jahren die von uns angebotene Qualität garantieren können. Wir haben uns für mehr als eine Millionen Kunden abgesichert", so der Ökomanager des Jahres 2006 von Tschischwitz.


Zertifizierter Strom aus erneuerbaren Energien

LichtBlick ist nach eigenen Angaben der größte unabhängige Stromanbieter in Deutschland. Das Unternehmen wurde im Dezember 2006 von Finanztest zum Testsieger gekürt. Im Test der bundesweiten Stromanbieter wurden die Jahresstromkosten für Familien verglichen. LichtBlick-Strom werde zu 100 Prozent regenerativ erzeugt und senke gegenüber den bundesdurchschnittlichen Vergleichswerten die CO2-Emissionen um 94 Prozent, betont das Unternehmen. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden pro Jahr entspreche dies einer Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) um rund zwei Tonnen. Alle Angaben zum Strommix und CO2-Emissionen werden regelmäßig durch den TÜV geprüft und zertifiziert. Zudem erfülle LichtBlick-Strom auch die strengen Kriterien des "ok-power"-Labels, das gemeinsam von der Umweltorganisation WWF, dem Öko-Institut und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vergeben wird. Beide Zertifikate bescheinigen diesen zusätzlichen Umweltnutzen.

11.04.2007   Quelle: LichtBlick - die Zukunft d. Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gabriel zum neuen Weltklima-Bericht: Wir brauchen eine ehrgeizige Klimapolitik

Der Zwischenstaatliche Ausschuss zu globalen Klimaänderungen (IPCC) hat am 06.04.2007 in Brüssel einen neuen Bericht vorgestellt. Dazu erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Die internationale Klimaforschung kann heute mit hoher Zuverlässigkeit Folgen der vom Menschen verursachten Klimaänderungen in allen Regionen der Welt feststellen. Das ist ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem letzten Sachstandsbericht. Der Bericht macht deutlich: Je stärker sich das Klima ändert, desto schwerwiegender sind die Folgen für Mensch und Umwelt. Sie sind aber weniger folgenschwer, je früher und entschiedener Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen ergriffen werden", so der Minister.   Trotz der Versuche der Delegationen aus Saudi-Arabien, China, den USA und Russland, den Bericht in einigen Passagen abzuschwächen, sei es gelungen, die substanziellen Aussagen zu den dramatischen Folgen der Klimaänderungen zu erhalten, betont Gabriel.


Hunderte Millionen Menschen vom Klimawandel betroffen

Der IPCC stellt in seinen Berichten im Auftrag der Vereinten Nationen die aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen der Klimaänderungen im Konsens der internationalen Forschung fest. Der jetzt verabschiedete Bericht zu den Folgen der Klimaänderungen und zu Anpassung ist der zweite von drei Teilbänden des vierten IPCC-Sachstandsberichts. An dem Bericht wirkten Hunderte von Wissenschaftlern aus 65 Staaten mit, darunter etwa 20 Forscher aus Deutschland. Zu den Folgen eines ungebremsten Klimawandels, die der Bericht aufzeigt, gehören unter anderem, dass Hunderte Millionen Menschen zusätzlich unter Wassermangel leiden würden und dass Millionen Menschen gesundheitlich von der globalen Erwärmung betroffen sein würden, besonders in Regionen mit geringer Anpassungsfähigkeit. Weiter werden mehr Todesfälle, Krankheiten und Verletzungen durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Brände und Dürren erwartet. 20-30% der weltweiten Arten würden wahrscheinlich bei einer globalen Erwärmung von 2-3 C über vorindustriellen Werten vom Aussterben bedroht sein. In einigen Regionen würden Auswirkungen besonders spürbar sein, zum Beispiel in der Arktis, in Afrika - dort vor allem im südlichen Teil -, auf kleinen Inseln und in ausgedehnten und stark bevölkerten asiatischen Mündungsgebieten.


EU will Weichen für ein multilaterales Klimaschutzregime für die Zeit nach 2012 stellen

Der neue Bericht bestätige, dass eine ehrgeizige Klimaschutzpolitik notwendig sei, so der Bundesumweltminister. Die Bundesregierung nutze die derzeitigen EU- und G8-Präsidentschaften dazu, die führende Rolle der EU weiter zu entwickeln. In diesem Jahr müssten entscheidende Weichen für ein multilaterales Klimaschutzregime für die Zeit nach 2012 gestellt werden, um eine globale Erwärmung um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu verhindern. Entscheidende Signale zur Fortentwicklung der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls habe der Europäische Rat am 9. März gesetzt: "Die EU wird bis 2020, bezogen auf das Jahr 1990, die Emissionen der Treibhausgase um 30 Prozent reduzieren unter der Voraussetzung, dass andere Industrieländer vergleichbare Anstrengungen unternehmen und auch Schwellenländer einen Beitrag leisten, der ihren Möglichkeiten entspricht. Unabhängig vom Verlauf der internationalen Verhandlungen und unabhängig von Verpflichtungen anderer Länder", heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Europa habe hierzu Klimaschutz und Energiepolitik in einem integrierten Konzept zusammengeführt. Auch auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm werde Klimaschutz zum Top-Thema, so Gabriel.


Gabriel: "Anpassung kann Anstrengungen zum Klimaschutz nicht ersetzen"


Der neue IPCC-Bericht stellt laut BMU auch die Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen heraus, da der Klimawandel bereits jetzt, auch bei uns, Realität sei und aufgrund von immer mehr extremen Ereignissen wie Hitzewellen und Starkniederschlägen zu zunehmenden Schäden führe. In Europa sei mit erheblichen Folgen für viele ökonomische Sektoren sowie für die menschliche Gesundheit und die Ökosysteme zu rechnen. Allerdings könne sich selbst ein Land wie die Niederlande im Extremfall eines Abbruchs des Westantarktischen Eisschildes nicht schützen. "Anpassung kann Anstrengungen zum Klimaschutz nicht ersetzen", betont Gabriel.


Zusammenfassung des IPCC-Berichts im Internet

Der dritte Teilband beschäftigt sich mit den Handlungsoptionen zur Minderung von Treibhausgasemissionen. Seine Veröffentlichung ist für den 4. Mai 2007 geplant. Eine Kurzzusammenfassung des IPCC-Berichts (in Deutsch und Englisch) kann im Internet abgerufen werden unter http://www.bmu.de.

10.04.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Pilotprojekt zum Contracting für Solarthermie und Pellets

Solar-Holz-Kreislauf.
Solar-Holz-Kreislauf.

Mit einer Kombination von Holzpellets-Heizung und Solarwärme-Anlage kann der gesamte Energiebedarf für Wohnraum- und Brauchwassererwärmung ganzjährig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Ein Pilotprojekt, welches das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem dortigen Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat, untersucht ab April, wie private Haushalte davon viel stärker als bisher profitieren können. Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) wird zu diesem Zweck ein an die Bedürfnisse der privaten Haushalte angepasstes "Micro-Contracting"-Modell entwickeln und erproben. Vorteil sei, dass Dritte alle Investitionsrisiken übernehmen, betonen die Ministerien.  "Wir brauchen überall in Rheinland-Pfalz neue Wärmesysteme, die Energie einsparen und unsere Ressourcen schonen. Hier ist Sonnenwärme kombiniert mit dem Brennstoff Holz ideal", stellte Umweltministerin Margit Conrad fest. "Rheinland-Pfalz soll das Energieeffizienzland werden. Dazu brauchen wir mehr Qualität und mehr Dynamik. Das Pilotprojekt trägt dazu bei", so die Ministerin.


Erste Vorhaben in Kaiserslautern und Birkenfeld

Mit der Projektstudie "Micro-Contracting für solar unterstützte Holzpelletsheizungen" starte eine Initiative in Kooperation mit dem regionalen Handwerk, mit regionalen Banken und mit Pilotgemeinden, so Wirtschaftsminister Hendrik Hering. "Ziel der Studie ist es auch, ein Vorgehen zu entwickeln, das möglichst viele Menschen anspricht", ergänzt Hering. In den beiden Pilotlandkreisen Kaiserslautern und Birkenfeld wird während der Projektlaufzeit von 18 Monaten der Einsatz des kombinierten Heizsystems in Privathaushalten untersucht. Gemeinsam mit den Handwerkskammern gibt es im ersten Schritt Informationsveranstaltungen für interessierte Handwerksbetriebe. Gleichzeitig werden mit den Sparkassen und Banken Finanzierungsmöglichkeiten für solar unterstützte Holzpellets-Heizungen geschaffen. Anschließend können sich Hauseigentümer über den Einbau eines kombinierten Heizsystems auf Basis des Contracting-Modells informieren. Zum Ende des Projektes werden die Erfahrungen dokumentiert, um das Konzept auf ganz Rheinland-Pfalz auszudehnen; das Projekt wird mit rund 125.000 Euro finanziert.


Kunden bezahlen lediglich die Kosten des Energieverbrauchs sowie eine Pauschale

Derzeit stehen dem Ausbau solcher kombinierter und auf erneuerbareren Energien basierten Heizsysteme oft noch vergleichsweise hohe Investitionskosten entgegen. Im Contracting-Modell werden Kosten und Risiken einer Investition auf einen Dritten übertragen, den Contractor. Für den Energienutzer bleiben lediglich die Kosten des Energieverbrauchs und eine Pauschale, die sich aus den Investitionskosten ableitet. Mit kombinierten Heizsystemen aus Solarkollektor und Pelletsheizung könnte in zahlreichen Gebäuden in den Sommermonaten der Warmwasserbedarf zu fast 100 Prozent durch den Solarkollektor gedeckt werden. In der Übergangszeit und im Winter erzeugt die Pelletsheizung die benötigte Wärmemenge zur Raumheizung und Brauchwassererwärmung.

10.04.2007   Quelle: Umweltministerium Rheinland-Pfalz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Grafik: IZES.,
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Energy Watch Group: Reichweite der Kohle wird deutlich überschätzt

Ungeachtet der großen Risiken für das Klima soll der Anteil der Kohle an der Energieversorgung deutlich ausgeweitet werden. Doch dieser Weg könnte in eine Sackgasse führen, betont die Energy Watch Group in einer Pressemitteilung. Der Zusammenschluss von unabhängigen Forschern und Wirtschaftsexperten, die an zukunftsfähigen Konzepten für die globale Energieversorgung arbeiten, hat erstmals die internationalen Statistiken über die Kohlereserven analysiert. Der Bericht gibt zudem einen Ausblick über die Kohleförderung in den kommenden Jahrzehnten mit dem Fazit, dass viele Statistiken veraltet seien. Eine aktuelle und transparente Datenerhebung sei dringend notwendig, so die Energy Watch Group. 
Angaben zu Steinkohlereserven um 99 Prozent gesenkt

Vermutlich sei deutlich weniger Kohle verfügbar als weithin angenommen, heißt es in der Pressemitteilung. "Die Statistiken suggerieren, dass die Kohle in nachgewiesenen Lagerstätten zu heutigen Marktpreisen verfügbar sei, doch davon kann keine Rede sein", sagt Dr. Werner Zittel, der die Studie bei der Energy Watch Group leitet. "Viele Angaben wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert. Wo dies erfolgte, wurden die Reserven meist nach unten korrigiert teilweise sehr drastisch", betont Zittel. So hatte die Bundesanstalt für Geowissenschaften die deutschen Steinkohlereserven über Jahrzehnte mit 23 bis 24 Milliarden Tonnen angegeben. Im Jahr 2004 seien sie auf 183 Millionen Tonnen herabgestuft, also um 99 Prozent reduziert worden. Als Erklärung finde sich die Bemerkung, dass spekulative Ressourcen jetzt nicht mehr berücksichtigt würden. In der intensiven Diskussion um die Zukunft des deutschen Steinkohlebergbaus spieltetn diese Daten keinerlei Rolle, obwohl sich damit die Diskussion um einen "Sockelbergbau" erübrige. Auch bei der Braunkohle habe es dramatische Abwertungen um mehr als 80 Prozent gegeben. Ähnliche Tendenzen, wenn auch nicht ganz so massiv, gibt es beispielsweise in Großbritannien oder Polen.


Kohlereserven würden bei heutigem Verbrauch noch 155 Jahre ausreichen

Ungeachtet dieses Trends werde die Kohle aber vielerorts als Ersatz für Erdöl und Erdgas gehandelt, deren Lagerstätten in den kommenden Jahren deutlich abnehmen werden. "Diese Hoffnung steht auf wackeligen Beinen", warnt Zittel. "Die Datenlage ist sehr unsicher. Für einige Staaten wie Vietnam wurden die Daten seit 40 Jahren nicht mehr aktualisiert. Die letzte Aktualisierung der Daten aus China stammt aus dem Jahr 1992", erinnert Zittel. Rund ein Fünftel der damals angegebenen Reserven seien im Reich der Mitte seitdem gefördert worden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die chinesische Kohleförderung in den kommenden zehn Jahren ihren Höhepunkt überschreiten wird. Nur Indien und Australien haben in den vergangenen 20 Jahren die Reserven angehoben, so die Energy Watch Group: Indien von 12,6 Milliarden Tonnen (1987) auf 90 Milliarden Tonnen (2005) und Australien von 29 Milliarden Tonnen (1987) auf 38,6 Milliarden Tonnen (2005). Für alle anderen Länder seien die Reserven im Schnitt um 35 Prozent abgewertet worden. Insgesamt wurden 2005 die weltweit verfügbaren und abbaubaren Steinkohlelager um 15 Prozent geringer eingeschätzt als 1987. Bei Braunkohle ergebe sich der gleiche Trend. Die weltweit vermuteten Lagerstätten wurden im gleichen Zeitraum um 50 Prozent herabgestuft. Bei heutigem Verbrauch würden die in den Statistiken berichteten Kohlereserven noch für 155 Jahre ausreichen, rechnet die Energy Watch Group vor.


Fördermaximum in den USA steht kurz bevor

Die Kohlereserven der USA reichen laut Energy Watch Group auf dem Papier für mehr als 200 Jahre. Dennoch deute einiges darauf hin, dass dort das Fördermaximum kurz bevorstehe - wenn es nicht schon überschritten worden sei. Aufgrund des seit 1990 rückläufigen Anteils von Steinkohle stagniere der Beitrag der heimischen Kohle zur US-amerikanischen Energieversorgung seit 1998 oder sinke sogar. Hochwertige Kohle müsse bereits importiert werden. Es sei wahrscheinlich, dass die vermuteten Kohlereserven in Montana nie gefördert werden, da der Tagebau dort direkt in Konkurrenz zu den Weideflächen der Farmer steht. Viehzucht ist der wichtigste Wirtschaftszweig dieses Bundesstaates. In Montana aber liege bereits die Hälfte der amerikanischen Kohlereserven.


Förderung könnte bis 2025 konstant bleiben, um dann kontinuierlich abzufallen

Gehe man nun davon aus, dass die Kohle in den kommenden Jahrzehnten die Förderrückgänge bei Erdgas und Erdöl auffangen soll, wäre zunächst eine Ausweitung der globalen Förderung um 30 Prozent denkbar, so die Energy Watch Group. Diese Zunahme müsste vor allem aus Australien, China, Russland, der Ukraine, Kasachstan und Südafrika kommen. Danach werde die Förderung konstant bleiben, um ab 2025 kontinuierlich abzufallen. "Damit kommen wir zu einem anderen Schluss als viele Beobachter", meint Zittel. "Eine Investition in Clean Coal bindet viel Geld und Aufmerksamkeit. Sie wird vor allem dazu dienen, den Bau neuer Kohlekraftwerke in den kommenden zehn bis 15 Jahren zu rechtfertigen. Wenn die so genannte Sequestrierung von Kohlenstoff danach marktreif sein sollte, wird dies irrelevant, weil die emittierenden Kraftwerke bereits gebaut sein werden und ein weiterer Zubau mangels Verfügbarkeit von Kohle nicht mehr erfolgen wird", fasst Zittel zusammen.

Die Energy Watch Group wurde von dem Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell initiiert. Neben Dr. Werner Zittel beteiligt sind beispielsweise auch Jörg Schindler, Geschäftsführer der Ludwig Bölkow Systemtechnik GmbH, Dr. Harry Lehmann, Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) und Stefan Peter vom Institute for Sustainable Solution and Innovations. Prof. Dr. Jürgen Schmid vom Institut für Solare Energietechnik in Kassel sowie Daniel Becker von Ecofys, World Watch Institute, Washington, EUROSOLAR und der Weltrat für Erneuerbare Energien unterstützen beratend die Forschergruppe.

Weitere Informationen: www.energywatchgroup.org

10.04.2007   Quelle: Energy Watch Group   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

UBA: CO2-Ausstoß 2006 um 0,6 Prozent gestiegen, erneuerbare Energien vermieden 11 Millionen Tonnen CO2

Der Gesamtausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) ist in Deutschland im Jahr 2006 gegenüber 2005 um 0,6 Prozent gestiegen, berichtet das Umweltbundesamt (UBA). Insgesamt lag der CO2-Ausstoß laut UBA 2006 bei 878 Millionen Tonnen. Das seien 5,1 Millionen Tonnen CO2 mehr als im Vorjahr. Ein Grund sei das im Jahr 2006 um 2,5 Prozent erhöhte Wirtschaftswachstum. Die verstärkte Nutzung Klima schonender, erneuerbarer Energieträger wie Windkraft, Wasserkraft und Biomasse habe den konjunkturbedingten Anstieg der CO2-Emissionen allerdings um etwa 11 Millionen Tonnen CO2 bremsen können.  Deutlich erhöht haben sich laut UBA jedoch die Emissionen aus Industrieprozessen. Im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 4,2 Millionen Tonnen, das sind 5,4 Prozent mehr als 2005. Die so genannten energiebedingten CO2-Emissionen - also die Emissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger - erhöhten sich unwesentlich. Sie gingen um etwa eine Million Tonnen nach oben: Das sind 0,1 Prozent mehr als 2005.


Wirtschaftsaufschwung wird Kohlendioxidausstoß weiter erhöhen

UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge kommentiert: "Der europaweite Wirtschaftsaufschwung wird den Kohlendioxidausstoß weiter erhöhen. Wir müssen daher beim Klimaschutz zulegen." Die energiebedingten CO2-Emissionen entstehen in stationären und mobilen Verbrennungsprozessen in der Wirtschaft und in Privathaushalten - dies reicht von der Großfeuerungsanlage zur Stromerzeugung über die Raumwärmeerzeugung für private Haushalte bis zur Verbrennung in den Motoren der PKW und LKW. Änderungen im Brennstoff-Mix zur Stromerzeugung erhöhten in der Gesamtbilanzierung die CO2- Emission um 0,1 Prozent. Bei den Emissionen aus Industrieprozessen wirkte sich das eingetretene Wirtschaftswachstum deutlich aus: In allen für die CO2-Emissionen relevanten Industriebranchen - etwa der Metall erzeugenden Industrie oder der chemischen Industrie - stieg die Produktion teilweise stark - und damit der CO2-Ausstoß.


11 Millionen Tonnen CO2 durch Biomasse und Windenergie vermieden

Hervorzuheben ist laut UBA, dass die Nutzung der erneuerbare Energien, vor allem Biomasse und Windenergie, gegenüber 2005 um 13,5 Prozent stieg. Nach ersten Berechnungen vermied dieser Zuwachs etwa 11 Millionen Tonnen CO2. Diese ersten Berechnungen des UBA basieren auf Angaben der Veröffentlichungen zum Primärenergieverbrauch 2006 der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) sowie zum "Bruttoinlandsprodukt 2006 für Deutschland" des Statistischen Bundesamtes. Das UBA ermittelte die Emissionen mit Hilfe vereinfachter Berechnungsverfahren. Ergebnisse des Emissionshandels liegen für 2006 noch nicht vor und sind in die Berechungen nicht eingeflossen. Verbesserte Aussagen - auch mit Angaben zu den verschiedenen Emittentengruppen - sind voraussichtlich erst nach der Veröffentlichung detaillierter Angaben zum Energieverbrauch Mitte dieses Jahres möglich.

10.04.2007   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarwärme-Förderung in Bonn greift: bereits nach drei Monaten mehr Kollektorfläche installiert als 2006

Die Förderung der Solarthermie in der Bundesstadt Bonn wirkt. Bis Ende März bewilligte das Bonner Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda 31 Anträge für 16 Anlagen zur ausschließlichen Trinkwassererwärmung sowie 15 Solarwärme-Kombianlagen (Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung). Die geförderte Kollektorfläche lag bei rund 303 Quadratmetern, die bewilligten Fördergelder betrugen knapp über 30.000 Euro, das Investitionsvolumen für alle Anlagen umfasste 261.498 Euro. Im gesamten Jahr 2006 wurden in Bonn 201 Quadratmeter Kollektorfläche installiert, berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.   "Die über das Förderprogramm installierte Kollektorfläche liegt damit nach einem Vierteljahr schon um 30 Prozent über dem Wert des gesamten Vorjahreszeitraums", betont Amtsleiterin Dr. Ute Zolondek. Das Programm sei 2007 mit 100.000 Euro ausgestattet. Für die verbleibenden neun Monate stünden also noch Mittel in Höhe von etwa 70.000 Euro zur Verfügung. Interessenten sollten nicht lange warten, sondern die unerschöpfliche Energieressource der Sonne kostengünstig anzapfen.

Einzelheiten zum Programm und Förderantrage sind über die Internetseite der Stadt Bonn erhältlich unter http://www.bonn.de.

09.04.2007   Quelle: Stadt Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Brennstoffzellen-Flugmodell "HyFish" absolviert Jungfernflug

Brenstoffzellen-Flugmodell HyFish.
Brenstoffzellen-Flugmodell HyFish.

Das mit Wasserstoff betriebene Flugmodell "HyFish" bestand kürzlich seinen Erstflug in der Nähe von Bern, berichtet das Deutsche Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) in einer Pressemitteilung. Damit sei den Entwicklern des DLR in Stuttgart zusammen mit Partnern aus der Industrie das vor etwa eineinhalb Jahren angekündigte Vorhaben gelungen. Das Flugmodell wiegt sechs Kilogramm, hat eine Spannweite von einem Meter und ist 1,2 Meter lang. Die Wissenschaftler im Stuttgarter DLR-Institut für Technische Thermodynamik konnten das komplette Brennstoffzellensystem in diesen eng begrenzten Raum integrieren und somit alle an das System geforderten Bedingungen erfüllen.   Die Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle (PEFC) erzeugt 1 Kilowatt elektrische Leistung bei einem Gesamtgewicht von drei Kilogramm inklusive der Wasserstoffversorgung. Der verwendete Wasserstoffdrucktank fasst 200 Liter und ermöglicht damit eine theoretische Fugzeit von 15 Minuten.


Das Projekt HyFish dient den Ingenieuren als Demonstrationsplattform für die Leistungsfähigkeit von Brennstoffzellen. Ein fliegender Versuchsträger stellt eine besondere Herausforderung an das Gesamtsystem dar, sowohl in Bezug auf das Leistungsgewicht als auch an die mechanische Beanspruchung. Zudem müssen die Bedingungen der Flugfähigkeit besonders beachtet werden. Das hierbei zur Verfügung stehende Volumen ist knapp und durch die Aerodynamik des Modells bestimmt. Die Lage der luftversorgten Brennstoffzelle im Flugzeug musste mit den speziellen Schwerpunktbedingungen eines Flugkörpers in Einklang gebracht werden und auch die Kühlung des Systems stellte hohe Herausforderungen. Das Brennstoffzellensystem versorgt schließlich einen so genannten Impeller-Antrieb mit Energie, also einen innen liegenden Propeller.


Breite Anwendungsgebiete für leistungsstarke Brennstoffzellensysteme im Visier

Momentan sind die Entwickler dabei, das System zu optimieren und für weitere Testflüge vorzubereiten. Im Mittelpunkt der künftigen Entwicklung steht für die Wissenschaftler im Institut für Technische Thermodynamik allerdings nicht in erster Linie der Antrieb für ein Flugzeugmodell, sondern breite Anwendungsgebiete für leistungsstarke Brennstoffzellensysteme. Nach der Demonstration im HyFish soll das System auf Zuverlässigkeit, Langzeitstabilität und Kosten optimiert werden. Partner im Projekt sind die SmartFish GmbH, die das Flugmodell entwickelt hat, Horizon fuel cell technologies (Brennstoffzellenstack), Drukon (Druckminderer), Luxfer BaltiCo (Wasserstofftank) sowie das Technikzentrum Ainet (Formenbau).

Das Modell HyFish wird der Öffentlichkeit auf der Hannover Messe vorgestellt, vom 16. bis 20. April in Halle 13, Stand G 32/1.

09.04.2007   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR,
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B.A.U.M. Jahrbuch 2007 zu nachhaltigen Investitionen in Europa

B.A.U.M. Jahrbuch 2007.
B.A.U.M. Jahrbuch 2007.

Mit dem Schwerpunkt "Nachhaltiges Investment" diskutieren im B.A.U.M. Jahrbuch 2007 Experten ethische Geldanlagen. Außerdem präsentieren mehr als 50 Unternehmen ihre Umweltleistungen und -technologien. Erstmalig erscheint das Jahrbuch auch in Österreich und der Schweiz. Nachhaltiges Investment sei ein Thema, das längst nicht mehr nur global aufgestellte Aktiengesellschaften angehe, sondern heute auf vielen Ebenen diskutiert werde und Managemententscheidungen verändere, betonen die Herausgeber.  Mit EU-Umweltkommissar Stavros Dimas habe ein hochkarätiger Befürworter nachhaltiger Managementkonzepte das Vorwort geschrieben. Die anschließenden Beiträge bieten laut B.A.U.M. interessante Hintergrundinformationen über Rendite und Risikobewertung nachhaltiger Finanzprodukte.


Umweltbewusstes Management seit 12 Jahren

Seit 12 Jahren ist das Jahrbuch das zentrale Kommunikationsinstrument von Europas größtem Umweltverband der Wirtschaft, des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.). Rund 450 Unternehmen haben sich in dem seit 1984 bestehenden B.A.U.M. e.V. zusammengefunden, um sich für eine nachhaltige, ressourcenschonende Wirtschaftweise einzusetzen und mit ihrem praktischen Engagement eine Vorbildrolle bei der Verbreitung nachhaltiger Wirtschaftsmodelle in der Gesellschaft zu übernehmen.

Das B.A.U.M. Jahrbuch nehme bei dieser Aufgabe eine wichtige Rolle ein. B.A.U.M. stellt Mitgliedern und Öffentlichkeit darin seine jüngsten Projekte vor und bietet zahlreiche Beispiele für innovative Umwelttechnologien und nachhaltige Strategien. Realisiert wird das Jahrbuch bereits im zwölften Jahr durch die Hamburger Agentur Henkel Kommunikation.

09.04.2007   Quelle: Henkel Kommunikation GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Henkel Kommunikation GmbH,
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DNR prämiert Sieger des Fotowettbewerbs "Ansichtssache Windkraft"

Sieger des Wettbewerbs: Christoph Weiler aus Freiburg.
Sieger des Wettbewerbs:
Christoph Weiler aus Freiburg.

Unter dem Titel "Ansichtssache Windkraft. Zur Ästhetik einer neuen Energietechnologie" startete der Deutsche Naturschutzring (DNR) vor einem Jahr gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Fotografie (DVF) und der Deutschen Umweltstiftung einen bundesweiten Fotowettbewerb. Jetzt wurden die besten Bilder prämiert und veröffentlicht. Günter Ratzbor, dem Leiter der DNR-Infokampagne "Windkraft im Visier", fiel es angesichts der riesigen Zahl an Einsendungen nicht leicht, ein Resümee zu ziehen: "Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, heißt es. Was aber sagen uns dann erst die 1.500 Bilder des DNR-Fotowettbewerbs `Ansichtssache Windkraft`?  Über 500 Fotografen/innen beteiligten sich an dem Auswahlverfahren mit Bildern, die in 15 verschiedenen Ländern aufgenommen worden waren, darunter Costa Rica, Indien und Australien. Mehr als 30 % der Beiträge kamen von Frauen - die jüngste Teilnehmerin war neun Jahre alt.


Subjektive Sicht auf eine neue Energietechnologie

Die drei besten Bilder stammen von Christoph Weiler aus Freiburg (1. Platz), Jörg Wacker aus Emden (2. Platz) und von Melanie Ludwig aus Schmalfeld (3. Platz). Sie spiegeln in den Augen der sechsköpfigen Jury am eindrucksvollsten die ganze Bandbreite der "subjektiven Sicht auf eine neue Energietechnologie" wider, wie es die Ausschreibung verlangte. Darüber hinaus wurden auch die interessantesten "Bilder des Monats" ausgewählt. "Die Windkraft als eine Urgewalt, die Natur und Technik durch ihre Leichtigkeit versöhnt - so könnte man vielleicht die Wirkung der prämierten Bilder in einem Satz zusammenfassen", sagte Ratzbor bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Die teilweise spektakulären "Ansichten" zeigen Windräder auf ihre rein ästhetische Wirkung reduziert oder als Bestandteil einer vom Menschen geprägten Landschaft. Viele Bilder pointieren die Technik, Bewegung, Dynamik und Kraft, andere wollen den Energieriesen sogar eine romantische Seite abgewinnen. Sie stellen das Miteinander von Mensch und Maschine oder Tier und Technik dar. Manchmal, so Ratzbor, würden sie auch ganz einfach die persönliche Wertschätzung des/der Fotografen/in ausdrücken.


Klares Votum für die Ästhetik der Windenergie-Nutzung

Nur einzelne Bilder thematisieren die Nutzung der Windkraft als Bedrohung, die vor allem in der Betonung der Größe der Anlagen oder ihrer Masse zum Ausdruck kommt. Reine Ansichtssache? "Mich hat das klare Votum der Beiträge für die Ästhetik der Windenergie überrascht - vor allem vor dem Hintergrund der zum Teil heftig geführten Diskussionen um deren optische Wirkung", bilanzierte Ratzbor die Gesamtschau.

Der Fotowettbewerb war Teil der DNR-Informationskampagne "Windkraft im Visier", die vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gefördert wird. Darin setzt sich der Dachverband der Umweltverbände für einen "umwelt- und naturverträglichen Ausbau der Windenergie" an Land ein. Ziel der Kampagne ist es, "die tatsächlichen Wirkungen der Windkraft auf Mensch, Natur und Umwelt zu beurteilen und öffentlich darzustellen." Diesem Zweck diente auch der jetzt mit der Prämierung zu Ende gegangene Fotowettbewerb.

Alle prämierten Bilder und weitere Fotos zum DNR-Wettbwerb "Ansichtssichtsache Windkraft" sind zu sehen Sie unter www.grs-batterien.de oder unter der telefonischen Servicenummer 01805 80 50 30.

08.04.2007   Quelle: Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Handwerk und DBU wollen Impulse für Wachstum und Klimaschutz geben

"Haus sanieren – profitieren" ist das Motto einer Kampagne, die bei der Energiemesse in Osnabrück gestartet wurde. Wie Gernot Schmidt, Präsidiumsmitglied des Zentralverbands des Deutschen Handwerks betont, soll mit der Kampagne eine Vielzahl energiesparender Sanierungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Kampagne, bei der ein kostenloser Energie-Check für Hausbesitzer im Vordergrund steht, mit fünf Millionen Euro Dabei überprüfen Handwerker Fenster, Dämmung und Heizung und erläutern weitere Schritte der Sanierung.   "Eigentümer können Energiekosten sparen, Handwerker Arbeitsplätze sichern, und wir alle tun etwas für die Umwelt", so Schmidt. Denn modernisierte Häuser verbrauchen weniger fossile Brennstoffe und erzeugen weniger klimaschädigende Treibhausgase.


Fördermaßnahmen sichern 150.000 Arbeitsplätze

"Vor diesem Hintergrund und einem großen Bestand an alten Gebäuden in Deutschland haben wir der jetzigen Bundesregierung vorgeschlagen, die Förderung der energetischen Sanierung stark auszuweiten, um gezielt Impulse für mehr Wachstum und für mehr Klimaschutz zu setzen", meint Schmidt. Die Nachfrage nach zinsverbilligten Darlehen und Zuschüssen sei enorm gestiegen seit der Staat über die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Sanierung von Altbauten fördere. 2006 habe die KfW beinahe 185.000 Kredite mit einem Umfang von 9,4 Milliarden Euro zugesagt - eine Verdreifachung im Vergleich zu 2005."Mit dieser Förderung konnten rund 150.000 Arbeitsplätze gesichert werden", so Schmidt. Die positiven Wirkungen seien im Handwerk unmittelbar spürbar: Erstmals seit vielen Jahren seien die Auftragsbücher schon im Frühjahr gefüllt. Unternehmer würden ihre Geschäftslage so gut beurteilen wie seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr.


Verbraucher wünschen Unabhängigkeit von Öl und Gas

Dass Umweltschutz den Menschen in Deutschland wichtig ist, unterstreiche auch eine aktuelle Studie des Bundesumweltministeriums: "Inzwischen rangiert Umweltschutz gleich nach der Arbeitslosigkeit wieder als zweitwichtigste zu lösende Aufgabe", erläutert Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stellvertretender DBU-Generalsekretär. Für 59 Prozent der Befragten sei wichtig, unabhängig von Öl und Gas zu sein. 45 Prozent wünschten sich, dass deutlich weniger klimaschädliche Gase wie Kohlendioxid ausgestoßen werden. „Die DBU hat bereits seit Beginn ihrer Fördertätigkeit vor 16 Jahren Klimaschutz als zentrales Themenfeld der Fördertätigkeit gesehen. "Wegen der aktuellen Entwicklungen haben wir unsere Bemühungen seit dem vergangenen Jahr nochmals intensiviert", erklärt Wahmhoff. Im Rahmen dieses Engagements sei die Info-Kampagne entwickelt worden.

Weitere Infos sind im Internet zu finden unter www.sanieren-profitieren.de



07.04.2007   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neues Überwachungssystem erkennt Stromfresser

Neues Monitoring-System entlarvt Stromfresser.
Neues Monitoring-System entlarvt
Stromfresser.

Forscher am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen haben ein Monitoring-System entwickelt, das den Nutzer warnt, wenn Elektrogeräte wie die Waschmaschine oder der Kühlschrank durch einen technischen Defekt zuviel Strom verbrauchen. Grundlage dieser Technik sind Sensoren an jedem Elektrogerät, die kontinuierlich die Stromleistung messen. Das System ermöglicht, dass zum Beispiel nicht richtig geschlossene Kühlschranktüren erkannt werden und ein Display den Benutzer darauf hinweist. Auf diese Weise lassen sich Stromkosten senken.   "Die Sensoren senden Information an einen Server, der sich als Hutschienenmodul im Sicherungskasten verbirgt“, erklärt Peter Heusinger, der das Projekt am IIS leitet. Im Server berechnet ein Computerprogramm den aktuellen Stromverbrauch jedes Gerätes und vergleicht die Werte automatisch mit den früheren. Steigt der Stromverbrauch eines Kühlschranks, könnte dies daran liegen, dass die Dichtung defekt ist: Das System sendet dann einen Hinweis an den Nutzer.


Nachrichten über Stromverbraucher per SMS oder auf dem Computer

"Das kann in Form einer SMS sein, einer Nachricht auf einem Display in der Küche oder einer Nutzeroberfläche am Computer - je nachdem, wie der Anwender es wünscht", sagt Heusinger. Der Nutzer kann sich nicht nur den mittleren Stromverbrauch der einzelnen Geräte anzeigen lassen, sondern den Verbrauch auch während des Betriebs verfolgen. So lässt sich beispielsweise kontrollieren, ob das Sparprogramm der Spülmaschine hält, was es verspricht. Kommt ein neues Gerät hinzu, erkennt der Server dies selbstständig – ähnlich wie der Computer einen neuen Scanner erkennt.


Vorstellung auf der Messe in Hannover - Marktreife binnen eines Jahres angestrebt

Den Prototypen des Systems stellen die IIS-Forscher vom 16. bis 20. April auf der Hannover-Messe vor (Halle 13, Stand E27). "Es ist denkbar, dass zukünftig in jedem handelsüblichen Elektrogerät ein Stromsensor integriert ist", sagt Heusinger. "Dazu müssten die Sensoren allerdings zum Massenprodukt werden, was noch etwas Entwicklungsarbeit erfordert." Das Monitoring-System selbst soll in etwa einem Jahr marktreif sein.

07.04.2007   Quelle: Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer Institut IIS,

 

WOCHE DER SONNE zeigt, wie Solarenergie das Klima schützt

Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme in Deutschland.
Aktionswoche für Solarstrom und Solarwärme
in Deutschland.

Am Karfreitag, den 06.04.2007, stellt der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen (IPCC) der UN in Brüssel den zweiten Teil des Weltklimaberichts vor. Die vorläufige Fassung des Berichts zeichne ein düsteres Bild der Konsequenzen des Klimawandels, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer Pressemitteilung. Experten seien sich deshalb einig, dass die erneuerbaren Energien nun wesentlich schneller Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzen müssen, um den Klimawandel wirksam zu bremsen. Die Solarenergie werde dabei einen wesentlichen Anteil übernehmen, weshalb das Interesse der Bevölkerung derzeit stark steige.   Solarenergie hat den großen Vorteil, dass sie in jedem Haushalt genutzt werden kann, entsprechend ist der Informationsbedarf der Bevölkerung zur Solarenergie stark gestiegen. Deshalb hat der BSW die bundesweite Aktion WOCHE DER SONNE ausgerufen, die das Ziel hat zu zeigen, welchen konkreten Klimaschutzbeitrag jeder Bürger mit Solarstrom und Solarwärme leisten kann.


Vom 28. April bis 6. Mai finden in etwa 1.000 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland Informationsveranstaltungen rund um die Solarenergie statt. Bei Vortragsveranstaltungen, Infoständen, Ausstellungen, Solarfesten und Tagen der offenen Tür bei Anlagenbetreibern und Handwerkern wird über die Einsatzmöglichkeiten der Solarenergie informiert. Organisiert werden die Veranstaltungen vor Ort von Kommunen, Handwerkern, Energieberatern, Solar- und Umweltgruppen und anderen Akteuren. Diesen stehen Aktionszeitungen und Plakatausstellungen für ihre Informationsarbeit zur Verfügung. "Das herausragende Interesse an der WOCHE DER SONNE zeigt, wie groß der Informationsbedarf zur Solarenergie ist. Mit der Aktion weisen wir praktisch nachvollziehbar und vor Ort den Ausweg aus der Klima- und Kostenfalle", so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft.

Bereits über 880 Akteure haben sich für eine Teilnahme an der Aktionswoche registriert, täglich kommen neue hinzu. Jeder der sich für die Veranstaltungen interessiert, findet diese unter www.woche-der-sonne.de in einem Terminkalender eingetragen. Eine komfortable Suchfunktion macht es leicht, Aktionen in der eigenen Umgebung zu finden. Die Aktionswoche steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel und wird vom Bundesverband Solarwirtschaft organisiert.

06.04.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bundesverband Solarwirtschaft.,
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Tourismus ohne CO2: Kommunen in den Alpen setzen auf erneuerbare Energien und sanfte Mobilität

Freiland-Solarstromanlage in Werfenweng (Österreich).
Freiland-Solarstromanlage in Werfenweng
(Österreich).

Erneuerbare Energien und Solarstromanlagen spielen eine wichtige Rolle in der touristischen Zusammenarbeit der "Alpine Pearls". Ziel der in der Organisation kooperierenden Urlaubsorte in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz ist, mehr Menschen durch alternative und klimaschonende Beförderungsmittel an ihre Urlaubsorte zu bringen und durch die Nutzung von Bioenergie und Solarstrom einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.   "Wir wissen, dass es im Bereich Klimaschutz um mehr als die Urlaubsmobilität geht. Es geht um ein Konzept für die Zukunft um eine neue, moderne Art zu leben. In dieser neuen Einstellung zur Umwelt will Alpine Pearls ebenso eine Vorreiterstellung einnehmen, wie im Bereich der Urlaubsmobilität. Aus diesem Grund freuen wir uns darüber, dass die Mitgliedsorte in ganzheitlichem Sinn aktiv werden", sagt Peter Brandauer, Präsident der Alpine Pearls.



Bioenergie statt Heizöl

Mit erneuerbaren Energien sparen die Mitgliedsorte von Alpine Pearls Heizöl und senken den CO2 Ausstoß. "Durch die fast lückenlose Versorgung unserer Almen im Naturpark 'Puez Geisler' mit Strom wurden dieselbetriebene Stromaggregate überflüssig und durch den Bau von zwei Hackschnitzelheizungen (Biomasseheizwerken) beheizen wir ab Herbst 2007 den Hauptort St. Peter und die Fraktion Teis", erläutert sagt Robert Messner, Bürgermeister der Südtiroler Gemeinde Villnöß. Rund 9.000 Schüttraummeter Hackschnitzel aus den Wäldern der Gemeinde würden verheizt und ersetzten damit zirka 400.000 Liter Heizöl. Der CO2-Ausstoß sinke so um etwa 600 Tonnen pro Jahr.


CO2-Zertifikate gleichen Emissionen aus

In Werfenweng steht die zweitgrößte Solarstromanlage Österreichs, die Elektrizität für zirka 260 Haushalte liefert. In Arosa (Schweiz) wie in Werfenweng setzt man zur Reduzierung von CO2-Emissionen auf klimaneutrale Ferien. Über Pauschalangebote sollen Urlauber bevorzugt mit der Bahn anreisen. Der verbleibende Rest an Emissionen wird durch die Gemeinden ausgeglichen. Sie finanzieren Zertifikate, die garantieren, dass die frei werdende Menge an Emissionen an anderer Stelle ausgeglichen wird. Hans-Kaspar Schwarzenbach, Direktor von Arosa Tourismus und Verfechter klimaneutraler Ferien erläutert: "Aufgrund der erfreulichen Resultate von klimaneutralen Ferien im vergangen Winter werden wir den eingeschlagenen Weg noch konsequenter beschreiten“.


Elektro-Fahrräder als Symbol für sanfte Mobilität

Auch in den meisten anderen "Perlen der Alpen", so zum Beispiel in den Gemeinden des Südtiroler Rosengarten-Latemar, sind im kommenden Sommer "Alpine Flyer" im Einsatz. Dabei handelt es sich um Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor, wobei ein Netz von Akku-Wechselstationen die Mobilität gewährleistet. "Wir wollen, dass Gäste durch die Alpine Flyer ein Bewusstsein für den Genuss der sanften Mobilität bekommen und dadurch ihr Auto nicht nutzen. So wird Energie gespart und die Umwelt geschont", sagt Rudolf Schaupp, Bürgermeister von Berchtesgaden. Fußgängerzonen sollen weiter ausgebaut werden, die Attraktivität eines autolosen Urlaubs soll dadurch weiter erhöht werden.

Weitere Informationen im Internet unter www.alpine-pearls.com

06.04.2007   Quelle: Alpine-pearls   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europressedienst Bonn.,
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Solar-Silizium-Konferenz: Experten sehen Ausweitung der Kapazitäten für den begehrten Rohstoff

Silizium, Rohstoff für Solarzellen.
Silizium, Rohstoff für Solarzellen.

Auf der weltweit wichtigsten Solar-Siliziumkonferenz im Rahmen der "Photovoltaic Technology Show 2007" in München ging es, wie erwartet, vor allem um die Entwicklung der Produktionskapazitäten. An den Diskussionsrunden nahmen 925 Besucher teil, 200 mehr als noch im vorigen Jahr, berichtet der Europressedienst Bonn. Da die Gewinnung von Solar-Silizium sehr aufwändig und kostenintensiv ist, hat sich im Zuge des Solarbooms der letzten Jahre ein Kampf um die vorhandenen Kapazitäten entwickelt. Philippe Welter, Herausgeber des Solarstrom-Magazins Photon, geht von einer Ausweitung der Herstellungskapazitäten aufgrund neuer Unternehmen auf dem Markt aus: "Wenn ein Drittel der Player die jetzt auf den Markt kommen aktiv werden, wird es genügend Silizium geben", sagte Welter gegenüber dem Europressedienst. Dies sehe er durch die zunehmende Produktion bei Wafer- und Zellherstellern bestätigt.   Die Knappheit an Silizium hat zu einem starken Engagement in Forschung und Entwicklung alternativer und kostengünstigerer Herstellungs- und Reinigungsverfahren geführt. Genaue Informationen zur Kosteneffizienz und Siliziumqualität bei neuen metallurgischen Herstellungsmethoden, hielten die Unternehmen jedoch unter Verschluss.


Großunternehmen sichern Silizium-Nachschub durch Langzeitverträge

Kritisch äußerte sich Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG, bezüglich des Zugangs zu den künftigen Siliziumkapazitäten: "Es wird genügend Silizium geben. Die Frage ist, wer Zugang dazu haben wird", so Woditsch. Damit spielte er auf die aktuelle Marktaufteilung an, in der die Siliziumkapazitäten durch Langzeitverträge mit Herstellern von einigen großen Firmen ausgeschöpft werden. Die langfristige vertragliche Bindung stelle für Großunternehmen momentan die einzige Möglichkeit dar, sich die für die Produktion benötigten Kapazitäten zu sichern, so der Europressedienst. Michael Rogol vom Bostoner Beratungsunternehmen Photon Consulting, sprach in diesem Zusammenhang von einem "aggressiven Wachstum auf Siliziumherstellerseite." Deshalb würden Hersteller wie beispielsweise die Solarworld AG und Isofoton mehr und mehr integrierte Ansätze bevorzugen und eigene Siliziumfabriken bauen, fasste er den Trend der vergangenen Zeit zusammen, Nach Angaben von Herausgeber Welter liegen die Preise der Langzeitverträge durchschnittlich bei 40 bis 50 US Dollar pro Kilogramm Silizium. Am Spotmarkt wird ein Kilogramm Silizium derzeit mit zirka 100 US Dollar gehandelt. Wenn die Kapazitäten zunehmen, bedeutet das für die vertraglich gebundenen Firmen, dass die von ihnen gezahlten Preise über dem frei gehandelten Marktpreis liegen könnten.

05.04.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG.,
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Haus- und Umwelttechnik beim Internetauktionshaus Spothunter.com

Das Internetauktionshaus Spothunter.com erweitert seinen Handelsbereich. Neben den bisherigen Kategorien Elektro, Heizung und Solar finden von nun alle Produkte der Haus- und Umwelttechnik Einzug auf der Businessplattform: Elektro-, Sanitär-, Heizungs-, Klima-, Solar-, Windkraft-, Wasserkraft-, Biogas-, Geothermie-, Wasserstofftechnik-, Transport- und Energiesparprodukte. Unter fairen Bedingungen können gewerbliche Mitglieder der zutreffenden Branchen Artikel kaufen, verkaufen oder bindende Ausschreibungen veröffentlichen, heißt es in der Pressemitteilung der spotHunter Online-Marktplatz GmbH.  "Die Gewerke der Haus- und Umwelttechnik wachsen von den Anforderungen her immer mehr zusammen. Gefragt sind Fachleute mit einem breiten Spektrum an Lösungen", sagt Daniel Köpf, General Manager bei Spothunter. "Warum soll ein Heizungsinstallateur nach der Modernisierung einer Heizungsanlage seinem zufriedenen Kunden nicht auch eine Photovoltaikanlage auf’s Dach bauen?" so Köpf. Spothunter biete hier neue Möglichkeiten der Beschaffung und sieht sich als übergreifende Ergänzung zu den klassischen Vertriebswegen des installierenden Handwerks.


Agenten übernehmen den Verkauf

Interessierte, die wenig Zeit haben oder mit dem Onlinehandel noch etwas unsicher sind, sollten sich am besten an einen Verkaufsagenten wenden, so Köpf. Das seien sind erfahrene spotHunter-Verkäufer, die ihr Verkaufs-Know-how zur Verfügung stellen. Sie seien Fachleute aus den jeweiligen Kategorien und würden den Markt in punkto Angebot, Nachfrage und Preis kennen. Die Verkaufsagenten verkaufen Waren für Dritte im eigenen Namen. Wer also ohne Aufwand Produkte oder Dienstleistungen veräußern wolle, könne sich an einen Verkaufsagenten wenden oder langfristig vielleicht selbst seine Dienste als Verkaufsagent anbieten.

Das Handeln bei Spothunter erfordert eine vorherige Registrierung. Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag oder sonstige laufenden Kosten. Für die ersten Schritte werden jedem zugelassenen Mitglied EUR 5,00 als Startguthaben gutgeschrieben. Das Einstellen von Artikeln ist kostenlos. Nur wenn ein Artikel erfolgreich über spotHunter verkauft wurde, werde eine geringe Verkaufsprovision in Rechnung gestellt, betont die spotHunter Online-Marktplatz GmbH. Sollte ein Artikel nicht verkauft werden, entstünden keine weiteren Kosten.

05.04.2007   Quelle: spotHunter Online-Marktplatz GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neuer Photovoltaik-Hersteller Sunfilm AG setzt auf Tandem-Dünnschichtsolarzellen

Good Energies (Amsterdam) und Norsun AS (Oslo) haben unter dem Namen Sunfilm AG ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz im sächsischen Grossröhrsdorf. gegründet. Sunfilm will als weltweit erster Hersteller Tandem-Dünnschicht-Photovoltaikmodule auf 5,7 Quadratmeter großen Glasträgermaterialien produzieren (Modulfläche 2,6 x 2,2 Meter). Das amerikanische Unternehmen Applied Materials stelle die dafür benötigte Fertigungslinie bereit.   "Sunfilm setzt neue Maßstäbe. Das Unternehmen geht mit seinen Produkten - was Größe und Performance angeht - über die derzeitigen Zukunftserwartungen der Solarindustrie hinaus. Sunfilm wird die Art und Weise, wie Solarenergie wahrgenommen wird, verändern. Wir sind der Meinung, dass Solarenergie von größter Bedeutung für die Energieversorgung der Zukunft ist. Wir müssen jedoch unser Augenmerk weiterhin darauf richten, die Kosten zu senken. Letzliches Ziel ist, die Konkurrenzfähigkeit solar erzeugter Elektrizität zu herkömmlich erzeugter Energie zu erreichen. Die technische Expertise von Applied Materials ist für uns das Kernelement in diesem Projekt", sagt Dr. Sven Hansen, Chief Investment Officer bei Good Energies.


Solarzellen mit zwei Siliziumschichten für höheren Wirkungsgrad

Die Produktionslinie von Applied Materials basiere auf einer neuen Tandem-Solarzellentechnologie. Hierbei handle es sich um einen neuartigen "Dual-Junction"-Ansatz, der eine Schicht aus amorphem Silizium zur Absorbtion von kurzen Lichtwellenlängen kombiniert mit einer Schicht aus mikrokristallinem Silizium zur Aufnahme von längerwelligem Licht. Sunfilm erwartet, dass diese Tandemzellen erheblich umwandlungseffizienter sind und daher hinsichtlich der Kosten pro Watt mit "Single-Junction"-Zelltechnologien vergleichbar sind. Durch die Koppelung der Tandem-Technologie mit ultragroßen 5,7 Quadratmeter-Substraten erwartet Sunfilm, die Herstellkosten von Solarmodulen erheblich senken zu können.

"Mit dieser Initiative stellen wir die zweite Generation der Solartechnologie vor", sagt Dr. Alf Bjorseth, Mehrheitseigner und Vorstandsmitglied von Norsun. "Solarmodule, die auf dieser Tandem-Zelltechnologie basieren, versorgen den Kunden mit Elektrizität zu einem sehr konkurrenzfähigen Preis und zeichnen sich durch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten aus. Die neue Technologie wird für ein nachhaltiges Wachstum auf dem Markt für Solarenergie sorgen", so Bjorseth weiter. Bauarbeiten für Photovoltaik-Fertigungslinie sollen im zweiten Quartal 2007 beginnen – Produktion für 2008/2009 geplant

"Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Sunfilm, Good Energies und Norsun. Ihre Mitarbeiter gehören zu den einflussreichsten und angesehensten Führungspersönlichkeiten der Solarbranche", so Dr. Mark Pinto, Senior Vice President und General Manager des Bereichs New Business und New Products bei Applied. "Die Teams von Good Energies und Norsun haben bewiesen, dass sie die Branche verändern können – und wir freuen uns, mit ihnen gemeinsam an innovativer, kosteneffizienter Spitzentechnologie für die Fertigung von Solarmodulen arbeiten zu können. Die Sunfilm AG entwirft zurzeit die Gebäude und Anlagen für die erste Photovoltaik (PV)-Produktionslinie und will im zweiten Quartal 2007 mit den Bauarbeiten vor Ort beginnen. Das Projekt wird durch Fördergelder des Bundeslandes Sachsen unterstützt und nach Inbetriebnahme der PV-Fertigungslinie 2008/2009 voraussichtlich 180 neue Arbeitsplätze schaffen.


Kostenvorteile bereits in der Flachbildschirm-Industrie erzielt

Sunfilms Vertrag mit Applied sieht eine vollständig integrierte Produktionslinie für eine Fabrik für die Herstellung ultragroßer Tandem-Solarmodule mit einer geschätzten jährlichen Nennleistung von 60 Megawatt vor. "Unsere Dünnschicht-Fertigungslinie stattet Sunfilm mit der weltweit ersten Kombination aus hocheffizienter Tandem-Zelltechnologie mit deutlichen Kostenvorteilen aus der Verwendung ultra-großer Substrate aus. Ähnliche Kostenvorteile sahen wir bereits in der Flachbildschirm-Industrie, nachdem unsere Kunden dazu übergingen, großflächigere Substrate einzusetzen", fügt Dr. Pinto hinzu.


Good Energies ist Mitglied der COFRA Gruppe und zählt nach eigenen Angaben zu den größten Investoren im Bereich der erneuerbaren Energien. Das global investierte Portfolio von Good Energies habe einen Börsenwert von über drei Milliarden Euro. Good Energies habe die Herausforderung der Umstellung auf erneuerbare Energien angenommen und investiere in führende Hersteller von Photovoltaik-Systemen, Windkraftanlagen und anderen erneuerbaren Energietechnologien, so das Unternehmen. Norsun AS wurde im Dezember 2005 von Scatec AS gegründet. Das norwegische Unternehmen arbeitet an neuen Geschäftsideen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und fortschrittlichen Werkstoffen. Ziel von Norsun ist nach eigenen Angaben die Produktion der kosteneffizientesten Komponenten zur Solarenergienutzung für den europäischen Markt.

05.04.2007   Quelle: Sunfilm AG; Good Energies; Applied Materials   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Paradigma Gasbrennwert-Technik plus Aqua Solarwärme-System

Gasbrennwert-Solar-
Kombination "Modu
VarioAqua".

Das "ModuVarioAqua" der Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG (Karlsbad) sieht aus wie ein High-tech-Kühlschrank, ist aber ein kompaktes Kraftpaket für höchsten Wärme- und Warmwasserkomfort. Mit dieser innovativen Spitzentechnik habe Paradigma sein effizientestes und umweltschonendstes Produktpaket unter den Gasbrennwert-Systemen entwickelt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Als Kombination sparsamer Gasbrennwert-Technik mit dem Aqua Solarwärme-System versorge ModuVarioAqua Ein- und Zweifamilienhäuser besonders effektiv und umweltfreundlich mit Wärme und Warmwasser.  In der neuen Energiespar-Kombination sind das Brennwertgerät, der Schichtenspeicher und die wichtigsten hydraulischen Komponenten anschlussfertig zu einer Einheit zusammengefasst. Die im ModuVarioAqua eingesetzte Gasbrennwert-Technik, mit der bei den Heizkosten Einsparungen von bis zu 30 % erzielbar seien, funktioniert laut Hersteller so: Beim Verbrennen des Gases entstehen Abgase mit viel Wasserdampf, der normalerweise im Schornstein verschwindet. Damit werde wertvolle Energie verschwendet. Paradigma Gasbrennwert-Systeme hingegen würden einen Großteil der Wärmeenergie aus den Abgasen zurückgewinnen. Dafür werden die Abgase zum Wärmetauscher des Brennwertkessels geführt. Dort kondensiere der Wasseranteil der Abgase und es werde Wärme frei, die ihrerseits zusätzlich das Kesselwasser erwärmt. "Aus Abwärme entsteht so Nutzwärme und der Energieaufwand beim Heizen verringert sich", fasst Paradigma zusammen.



Solar-AquaSystem verzichtet auf die übliche Wasser-Glykolmischung

Darüber hinaus birgt der bodenstehende ModuVarioAqua alle erforderlichen Solarkomponenten des AquaSystems in sich. Außerdem ist in jedem ModuVarioAqua-Paket ein Hochleistungs-Vakuumröhren-Kollektor von Paradigma enthalten, der die Sonnenstrahlen auf dem Dach aufnimmt. Durch die zusätzliche Nutzung von Sonnenenergie können Hausbesitzer bei der Warmwasserbereitung weitere Energiekosten einsparen, betont der Hersteller. Das AquaSystem von Paradigma, unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet mit dem "Bundespreis 2006 für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk", verfüge über eine einzigartige Technologie. Statt der üblichen Wasser-Glykolmischung wird hier Heizungswasser durch den Solarkollektor gepumpt. Dieses Heizungswasser erwärmt anschließend das Trinkwasser über denselben Wärmetauscher, den auch der Heizkessel nutzt, und kann optional sogar zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden.


Hohe spezifische Solarerträge und minimale Speicherverluste

Neben Energie spare der ModuVarioAqua auch viel Platz mit einer geringen Stellfläche von 0,46 m2 und einer Bauhöhe von 1,85 m. Das Leichtgewicht von 124 Kilogramm ist komplett vormontiert und biete dadurch größtmögliche Funktionssicherheit. Das führe zu einer erheblich verkürzten Montagezeit und entsprechend günstigen Installationskosten. Nach dem Anschluss, der laut ohne Paradigma seitlichen Wartungsabstand erfolgen kann, ist der aufgeräumt und übersichtlich wirkende ModuVarioAqua sofort einsatzbereit. Sein großer Kessel-Leistungsbereich von 5 bis 20 Kilowatt (kW) sorge für lange Laufzeiten und geringe Emissionen. Mit dem integrierten 180 l-Edelstahl-Trinkwasserspeicher plus effektiver Wärmedämmung sehe die neue Kompaktklasse für Wärme und Warmwasser nicht nur gut aus, sondern garantiere auch hohe spezifische Solarerträge und minimale Speicherverluste.

Der ModuVarioAqua, in Deutschland gefertigt, kann ab sofort bei einem der über 700 bundesweit vertretenen Paradigma Fachhandwerksbetriebe (Paradigma Systempartner) bezogen werden.

05.04.2007   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG,
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Windenergie: Nordex-Markteintritt in der Türkei mit 39 Mio. Euro Großprojekt

Nordex-Windturbine der Baureihe N90.
Nordex-Windturbine der
Baureihe N90.

Mit einem Auftakt nach Maß sei der Nordex AG der Markteintritt in der Türkei gelungen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bis Ende März 2008 will der Hersteller 17 Windturbinen der Baureihe "N90/2500 HS" (high speed) mit 80 Meter Nabenhöhe bei Bergama ans Netz bringen. Bislang seien in der Türkei vor allem kleinere Windparks realisiert worden. Mit einer installierten Leistung von 42,5 Megawatt (MW) werde das Projekt "Yuntdag" eine Spitzenstellung im Land einnehmen.  Auch der kalkulierte Energieertrag sei rekordverdächtig: Bei mittleren Windgeschwindigkeiten von 9 bis 10 m/s können die Starkwindanlagen eine Jahresleistung von zusammen rund 160 Millionen Kilowattstunden produzieren. Das entspricht einem Kapazitätsfaktor von etwa 45 Prozent. Dieser Ertrag würde ausreichen, um mehr als 70.000 türkische Haushalte mit Strom zu versorgen, heißt es in der Pressemitteilung. Auftraggeber und späterer Betreiber des Windparks ist das türkische Unternehmen Ynnores Enerji Üretim Sanayi ve Ticaret A.S. Ynnores ist eine Tochtergesellschaft der Dost Enerji Üretim Sanayal ve Ticaret A.S., eines Unternehmens der MV Holding, des führenden Anbieters von Telekommunikationsdienstleistungen in der Türkei. "Yuntdag" ist das erste Projekt zur Nutzung der erneuerbare Energien von Dost Enerji. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig bis zu 300 MW Windleistung zu errichten.


Mit Inkrafttreten eines Erneuerbare-Energien-Gesetzes am 10. Mai 2005, sei in der Türkei der Grundstein für Investitionen in erneuerbare Energien gelegt, betont Nordex. Der erweiterte Gesetzesentwurf, der einen Vergütungssatz pro Kilowattstunde "Windstrom" von umgerechnet 5 bis 5,5 Euro-Cent über 10 Jahre vorsehe, müsse noch vom Präsidenten bewilligt werden.

05.04.2007   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG.,
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Solarstrom-Produktion bis 2010 konkurrenzfähig mit Strom aus Braunkohle

Photovoltaik-Park in Beneixama (Spanien).
Photovoltaik-Park in Beneixama (Spanien).

Solarstrom wird ab dem Jahr 2010 in Spanien für 10 Cent, in Süddeutschland für 15 Cent und in Kalifornien für 11 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zu produzieren sein. Die Branchenführer werden Solarstrom in Spanien sogar für 8 Cent/kWh erzeugen können, was den Stromgestehungskosten aus neuen Braunkohlekraftwerken entspricht. Dadurch könnten sich schon bald sehr große Märkte für die Photovoltaik ergeben. Dies sind die Ergebnisse einer internationalen Studie von PHOTON Consulting, welche am 04.04.2007 in München vorgestellt und deren Stichhaltigkeit von Vorständen großer Solarunternehmen bestätigt wurde. Die Solarbranche werde die sinkenden Kosten voraussichtlich allerdings auch weiterhin nicht automatisch an ihre Kunden weitergeben, heißt es in der Photon-Pressemitteilung. Die Solarkonzerne hätten daher auch in den nächsten Jahren sehr gute Möglichkeiten, ihren Gewinn zu maximieren.   Im Jahr 2006 kostete laut Photon die Produktion von Solarstrom aus einer üblichen 4-Kilowatt-Dachanlage in Süddeutschland 24 Cent/kWh, in Spanien 15 Cent und in Kalifornien 18 Cent. Die Herstellungskosten einer Photovoltaik-Anlage einschließlich der Installation lagen bei 2.880 Euro je Kilowatt, bei besonders effizienten Herstellern betrugen sie 2.400 Euro. Bis zum Jahr 2010 werden sie laut Photon Consulting auf 2.083 Euro fallen. Die Analysten der Studie „The True Cost of Solar Power“ sind dabei von Solarkonzernen ausgegangen, welche die komplette Wertschöpfungskette in sich vereinen (Silizium-, Solarzellen- und Modulproduktion bis zum Betrieb des Solarkraftwerks in Eigenregie). Als Beispiele für Konzerne, welche sich in diese Richtung entwickeln, nennt die Studie 13 Unternehmen, darunter die amerikanische Sunpower Corp., die deutsche Solarworld AG und die chinesische Suntech Power Co. Ltd.



Über die Wettbewerbsfähigkeit entscheiden nicht die Verkaufspreise der Anlagen oder die Einspeisevergütung, sondern deren Kosten für deren Herstellung und Installation

Solarstrom stand bisher in dem Ruf, eine besonders teure Energiequelle zu sein. In diesem Zusammenhang seien allerdings nur die Preise der Anlagen und die im Vergleich mit anderen erneuerbaren Energien sehr hohen Förderbeträge pro Kilowatt installierter Leistung beziehungsweise die Einspeisevergütungen betrachtet, betont Photon. So beträgt der Einspeisetarif für Solarstrom zum Beispiel im Jahr 2007 in Deutschland für eine neue 4-KW-Dachanlage 49,21 Cent/kWh, Solarstromanlagen kosten aktuell in Deutschland rund 4.600 Euro je Kilowatt Spitzenleistung (kWp). Für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sind laut Studie allerdings nicht die Verkaufspreise der Anlagen oder die Einspeisevergütung, sondern deren Kosten für Herstellung und Installation. Sobald die Herstellungskosten für Solarstrom unter jene von Kohlestrom fallen, werde es für Stromproduzenten einträglicher, in die Produktion und den Betrieb von Photovoltaikanlagen einzusteigen, statt beispielsweise neue Kohlekraftwerke zu bauen. Bei Betrachtung allein der Kostenseite könnte Solarstrom bereits im Jahr 2010 in 50 Prozent der OECD-Länder unter dem dortigen Strompreis liegen und damit einen Markt von rund 1.500 Gigawatt erreichen, heißt es in der Studie.


Kostensenkungen in der Produktion bedeuten nicht unbedingt niedrigere Preise für Hauseigentümer

Für Hauseigentümer, die eine Solarstromanlage kaufen wollen, ergeben sich durch Kostensenkungen in der Produktion aber nicht zwingend Vorteile. "Die Preise für Solarstrom haben sich im Jahr 2004 von den Kosten abgekoppelt. Weil die Nachfrage weitaus größer ist als das Angebot, werden Kostensenkungen nicht mehr automatisch an die Kunden weitergegeben. Diese Situation dürfte noch mehrere Jahre so bleiben", sagt Michael Rogol, Autor der Studie. So habe eine Anfang 2007 durchgeführte Markterhebung der Fachzeitschrift PHOTON ergeben, dass die Preise für Solarstromanlagen in Deutschland heute so hoch sind wie im Jahr 2004. Sie seien zwar in den letzen Monaten deutlich zurückgegangen, doch insgesamt betrachtet von 2004 bis 2007 nicht gesunken.

Im Jahr 2006 wurden gemäß einer Marktanalyse von PHOTON International weltweit Solarzellen mit einer Leistung von 2.536 Megawatt (MW) hergestellt. 36 Prozent davon stammten aus japanischer, 20 Prozent aus deutscher und 15 Prozent aus chinesischer Produktion. Nach einer ersten Erhebung wurden mit rund 1.150 MW knapp die Hälfte aller weltweit hergestellten Solarstromanlagen auf deutschen Dächern und Freiflächen installiert.


Studie untersuchte nur die Strukturen bei der Produktion von Solarzellen aus kristallinem Silizium

Die Photon-Studie umfasst rund 100 Seiten und wurde von den Analysten Joel Conkling und Michael Rogol erstellt. Das Team um Michael Rogol hat im letzten Jahr unter anderem die Studie "Solar Annual 2006" erstellt und Michael Rogol hat im Jahr 2004 im Auftrag der Bank Credit Lyonnais Securities Asia (CLSA) eine Studie zur weltweiten Entwicklung des Solarmarktes verfasst. Die Studie "The True Cost of Solar Power" betrachtet nur die Strukturen bei der Produktion von Solarzellen aus kristallinem Silizium. Eine Betrachtung der Dünnschichttechnologie, die derzeit noch günstigere Produktionskosten aufweist, soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.


Ergebnisse der Studie von Vorständen großer Solarunternehmen bestätigt

Die Autoren haben nach eigenen Angaben jede Stufe der Photovoltaik-Wertschöpfung zunächst einzeln betrachtet. Dabei haben sie die Kostenangaben, welche sie von den jeweiligen Solarunternehmen erhielten, addiert und anschließend den Durchschnitt gebildet. Die Stichhaltigkeit der Ergebnisse sei anschließend anonym von einigen Vorständen großer Solarunternehmen überprüft worden. In diesem so genannten "peer review", das ähnlich auch von allen renommierten Wissenschaftsjournalen praktiziert wird, haben die Experten grundsätzlich die Richtigkeit der Ergebnisse der Studie bestätigt. Das gelte auch für die durchschnittlichen Produktionskosten im vergangenen Jahr. Auf dieser Basis haben die Autoren in ihrem Modell die künftigen Kosten hochgerechnet. In der Studie werden die Beträge in US-Dollar angegeben und bei der Umrechnung in Euro einen Wechselkurs von 1,25 Dollar je Euro für die Jahre 2006 bis 2009 und 1,20 Dollar je Euro für 2010 angenommen.

Die Studie kann bezogen werden zum Preis von 1.100 Euro zzgl. Umsatzsteuer beim Solar Verlag unter info@photon-consulting.com.



04.04.2007   Quelle: Photon; Solar Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG,
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DGS: Schneebruch an Solar-Modulen muss nicht immer höhere Gewalt sein

Durch Schneelast beschädigtes Solarmodul.
Durch Schneelast
beschädigtes Solarmodul.

Für Experten aus der Baubranche scheine die Einstufung des Versagens von Photovoltaik-Modulen in Folge einer Belastung von Schnee als "höhere Gewalt" sehr gewagt, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS) in ihrem Newsletter. Der technisch-wissenschaftliche Verband kommentiert so eine Studie des Europressedienstes mit Sitz in Bonn über die häufigste Fehlerquelle von Solarstromanlagen. Darin wurde als zweithäufigste Problemursache für das vorige Jahr "höhere Gewalt" genannt, was sich vor allem im Rekordwinter 2005/2006 in Form des so genannten Schneebruchs gezeigt habe, der Beschädigung der Solar-Module durch eine zu hohe Schneelast. Detaillierte Betrachtungen der Schadensfälle ließen jedoch Zweifel an bestehenden Solarmodul-Testverfahren nach der Norm IEC 61215 aufkommen.   Ein Blick in die in Deutschland gültige Norm für die Lastannahmen von Bauwerken (DIN 1055) schaffe schnell die notwendige Klarheit. Deutschland ist in Schneelastzonen aufgeteilt, und zwar in die Zone 1 (u. a. Rheintal und Rheinische Tiefebene), die Zonen 2 und 3 (Alpen, Bayerischer Wald, Thüringer Wald, Erzgebirge, Harz sowie Vorpommern) sowie die Zonen 1a und 2a (Hochschwarzwald, Rhön und Sauerland). Da die Schneehöhe überproportional zur Höhenlage wächst, sei diese als weiterer Einflussfaktor zu berücksichtigen, erläutert die DGS.



Damit ergebe sich die am Standort anzusetzende charakteristische Schneelast. Die Regeltabelle der Schneelast in der Norm DIN 1055 steige von 0,6 Kilonewton pro Quadratmeter (kN/m²) (Zone 1, bis 250 m Höhe) bis auf 4,0 kN/m² (Zone 3, bis 700 m Höhe). Diese Werte bezeichnen eine Flächenlast, die horizontal wirkt. Soll die Last bei geneigten Flächen wie Dächern ermittelt werden, sei ein Formbeiwert anzusetzen. Dieser liege bis zu einer Dach- oder Modulneigung von 30° bei 0,8 und sei mit dem Bemessungswert der Schneelast zu multiplizieren. Über 30° falle er bis zu einem Winkel von 60° auf Null ab, weil dann von einem rascheren Abrutschen des Schnees auszugehen sei.


Bieten Einheitsmodule nach IEC 61215 genügend Sicherheit für süddeutsche Verhältnisse?

Photovoltaikmodule werden für den Weltmarkt hergestellt, folglich nehmen internationale Richtlinien wie die IEC 61215 auf nationale oder regionale klimatische Eigenheiten nur bedingt Rücksicht. Deshalb ist laut DGS ein genauer Blick auf die Testbedingungen hilfreich, um die Sicherheitsreserve von Modulen zu ermitteln, die diesen Test bestehen. Lasse man PV-Module beim Marktführer TÜV Rheinland gemäß der branchenüblichen IEC 61215 Richtlinie testen, werde ein mechanischer Belastungstest durchgeführt. Dieser, in den TÜV Papieren unter Punkt 10.16 geführte Test zur mechanischen Belastbarkeit, bestehe aus drei Zyklen gleichmäßiger Flächenzug- bzw. -druckbelastung mit 2,4 kN/m² die nacheinander für je eine Stunde einwirken. Die Normforderungen der Lastannahmen nach DIN 1055 übersteigen laut DGS bereits ab Aufstellungshöhen von 600 Metern in der Schneelastzone 3 und ab 650 m in der Schneelastzone 2a diesen Testwert. Hierbei sei neben der Zonen und Aufstellungshöhen auch der Formfaktor bei einer Aufstellung der Module von 30° maßgeblich, da die Mehrzahl der Photovoltaikmodule derart montiert worden seien.

"Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Module mit erweiterten Lastannahmen zu testen. Derzeit haben jedoch lediglich zwei Hersteller von Photovoltaikmodulen auf diesen 5,4 kN/m² Test unter horizontalen Bedingungen gesetzt und Ihre Module bei dieser Belastung nachgewiesen. Sicher ist jedoch, dass es für Installateure und Investoren nicht befriedigend ist, wenn bestehende PV-Normen die regionalen Lastannahmen für Schnee in Deutschland unterschreiten", heißt es im DGS-Newsletter.


Betrachtungen der Schadensfälle lassen Zweifel an bestehenden Testverfahren nach IEC 61215 aufkommen

Betrachte man die durch Schneelast verursachten Schadensfälle an Modulen falle durchweg die Schädigung des Rahmens auf. Dies könne unmittelbar mit einem Bruch des Glases einhergehen, der Bruch des Rahmens könne aber auch erst bei der nächsten Schneelast erfolgen. In allen Fällen biege sich der zumeist f-förmige Rahmen der Module bogenförmig und die Glasscheibe verliere Ihren stabilisierenden Rahmen. Alle Fälle solcher Schäden entstehen laut DGS durch die Hangabtriebskraft des Schnees, welcher der Schwerkraft folgend auf den Rahmen wirkt. Nach der DIN 1055 bei einem Formbeiwert von 0,8 und dem zugehörigen Sinus von 30 entspreche dies bei der IEC Regellast von 2,4 kN/m² einer Last auf den Rahmen von 0,96 kN/m². Da der Reibkoeffizient von Schnee auf Glas wegen des oftmals häufig wärmer werdenden Photovoltaik Moduls vernachlässigt werden könne, seien dies fast 100 kg die hangabwärts wollen, so die DGS. Da Solarstromanlagen sich in der Regel aus größeren Modulverbünden zusammensetzen, sei eine solche Belastung des Rahmens der unteren Module auch realistisch.

Angesichts der Schadensbilder durch Schneelast verbogener Rahmen, die sich vielen Sachverständigen in diesen Fällen böten, würden solche Lasten in der Praxis nicht allzu unwahrscheinlich sein. Ein Blick in die derzeit gültigen Prüfverfahren für Module nach der IEC 61215 jedoch zeige, dass dieser wichtige Sachverhalt einer Rahmenbelastung von keiner der durchgeführten Prüfungen erfasst werde, kritisiert die DGS. Alle Belastungstest erfolgten ausnahmslos vertikal und entsprächen somit nicht den in der Mehrzahl der Montagefällen vorgefundenen geneigten Dachanlagen. "Die Testbedingungen blenden diesen Sachverhalt aus", hält die DGS fest.


RAL Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen reagiert mit Sandsacktest

Angesichts der vom Europressedienst mit 10 % bezifferten Schäden durch "höhere Gewalt" sei klar, dass die Branche reagieren müsse, betont die DGS. Dass hier nicht auf die Veränderungen internationaler oder nationaler Normen in langwierigen Verfahren gewartet werden könne liege auf der Hand. "Die RAL Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. wird umgehend reagieren und zu Ihrer Mitgliederversammlung am 20. April einen leicht zu implementierenden Sandsacktest vorstellen, der diesen Sachverhalt des Schneedrucks realistisch abbilden wird, so das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Gütegemeinschaft, DGS-Präsident Dr. Jan Kai Dobelmann.


Tagungsband zum 15. DGS Sonnenforum mit weiteren Infos zu Schneelasten

Auf dem 15. DGS-Sonnenforum in München wurde das Thema Modulschäden durch Schneelasten intensiv diskutiert. Der Vorsitzende der Regelwerkskommission des RAL Solar Christian Keilholz warf in seinem Vortrag die entscheidenden Fragen auf. Der Tagungsband des 15. Sonnenforums kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.dgs.de/fileadmin/files/15-dgs-sonnenforum-tagungsband.pdf. Die RAL Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. www.ralsolar.de bietet der Solarbranche kostenfrei technische Richtlinien zur Ausschreibung von Komponenten und Leistungen. Die Güte- und Prüfbestimmungen gibt es unter http://www.gueteschutz-solar.de/fileadmin/files/RAL_Solar/RAL-GZ_966-Endversion.pdf. Interessenten an einer Teilnahme in der Gütegemeinschaft können sich anmelden unter http://www.gueteschutz-solar.de/uploads/media/Mitgliedsantrag.pdf. Mitglieder können über die Gestaltung der Richtlinien mitbestimmen. DGS-Mitgliedsunternehmen erhalten einen Rabatt auf die RAL-Mitgliedschaft.



04.04.2007   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS.,
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Photovoltaik-Produktionsanlagenhersteller Roth & Rau: Der Branchenboom hält weiter an

Silizium-Solarwafer.
Silizium-Solarwafer.

Am 03.04.2007 präsentierte die Roth & Rau AG, Hersteller von Anlagen für die Beschichtung von Solarzellen, in München ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2006 offiziell der Presse und den Analysten. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz konkretisierte der Konzern seine Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Nach Berechungen der Konzernspitze soll im Jahr 2007 ein Umsatz von rund 100 Millionen Euro erzielt werden. Dies spiegle den Optimismus der gesamten Photovoltaik-Branche wieder, die sich weiterhin positiv entwickelt.   Mit Wachstumsprognosen um die 20 Prozent liege Roth & Rau im Bereich der Schätzungen anderer Mitbewerber auf dem Photovoltaik-Markt, berichtet der Europressedienst Bonn über die Bilanzpressekonferenz. Als Grund für die guten Prognosen nannte der Konzern "die dynamische Auftragsentwicklung in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2007". Allein im Januar und im Februar dieses Jahres habe das Unternehmen aus Hohenstein-Ernstthal nahe Chemnitz Auftragseingänge von 27,2 Millionen Euro verzeichnen können. Eine Rekordsumme, die schon jetzt 260 Prozent über dem Vergleichszeitraum - dem ersten Quartal 2006 - liege. Dabei seien Bestellungen sowohl für Plasma- und Ionenstrahltechnologie, als auch für Photovoltaik-Produktionsanlagen eingegangen. Letztere mache traditionell den größeren Anteil am Gesamtumsatz aus. Welche Auswirkungen die Prognosen von Roth & Rau auf den Kurs der Aktien haben werden, bleibe abzuwarten, so der Europressedienst.



Prognosen übertroffen - Konzern investiert weiter

Mit Blick auf das vergangene Geschäftsjahr errechnete die Konzernspitze ein Umsatzplus von etwas mehr als 28 Prozent. In konkreten Zahlen bedeute das Gesamterlöse von 42,8 Millionen Euro im Jahr 2006 bei einem gleichzeitigen Jahresüberschuss von 2,9 Millionen Euro. Aufgrund der Expansionspläne vieler Roth & Rau Kunden sieht das Unternehmen besonders im chinesischen Markt große Wachstumschancen. Das zeige sich auch bei der Umsatzverteilung nach Regionen. Der Auslandsanteil stieg dementsprechend von 61 Prozent auf nun knapp 75 Prozent. Dank der stabilen Auftragslage im Inland, werde ein großer Teil des Umsatzes aber nach wie vor in Deutschland erwirtschaftet, gab Roth & Rau jetzt bekannt. Als bedeutendste Investition des Jahres wies der Konzern neben der Aufstockung des Personals von 90 auf nun 137 Mitarbeiter den Bau des neuen Photovoltaik-Standorts Hohenstein-Ernstthal aus, der im September bezogen werden soll. Rund 8,5 Millionen Euro habe das Unternehmen für den Ausbau des Standortes bei Chemnitz investiert.


Strategische Partner für Dünnschicht-Photovoltaik gesucht

Überproportional werde in Zukunft die Dünnschichtsolar-Photovoltaik wachsen, so Roth & Rau im aktuellen Geschäftsbericht. Entsprechend wolle man im laufenden Jahr die Produktion durch eine Verstärkung der strategischen Partnerschaften deutlich ausbauen. Verhandlungen würden derzeit geführt. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Liechtensteiner Oerlikon Solar AG sei dagegen bereits beschlossen, bestätigte der Vorstand. Die Vorherrschaft der kristallinen Solarzellen sei durch die Entwicklungen der Dünnschicht-Technologie aber nicht gefährdet. Auch eine Tendenz zu sinkenden Preisen bei Solar-Wafern, Solarzellen und Modulen sieht man im Unternehmen eher gelassen. Bei gleichzeitiger Steigerung der Produktionskapazität und zunehmend größerer Effizienz stelle der zu erwartende Preisverfall kein Problem dar. Diese Annahme eines stabilen Marktes im Jahr 2007 decke sich mit den Prognosen der Konkurrenz. Bezogen auf die geografischen Entwicklungen der Branche zeigte sich der Konzern mit Blick auf den Mittelmeerraum zurückhaltender als andere Solar-Anbieter. Die politischen Rahmenbedingungen in Südeuropa werden die Markt-Entwicklung nach Ansicht von Roth & Rau etwas verlangsamen. Langfristig rechne man mit einer Verschiebung der Märkte nach Asien.

04.04.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG.,
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SPD legt Entwurf für Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes vor

Nachdem die SPD-Bundestagsfraktion im Dezember 2006 Eckpunkte für eine Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG) vorgelegt hatte, haben die Arbeitsgruppen Umwelt und Energie nun einen Entwurf für eine Novelle des KWKG beschlossen, berichtet der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Becker. Ziel sei, bis zu den Sommerferien eine Einigung mit der CDU/CSU herbeizuführen, damit eine Gesetzesänderung spätestens zum 1. Januar 2008 in Kraft treten kann. Nur so könnten die vereinbarten CO2-Minderungsziele bis 2010 noch erreicht werden, betont Becker. Einer der Kernpunkte der Novelle ist die Förderung des Neubaus und der umfassenden Modernisierung bestehender KWK-Anlagen unabhängig der Anlagengröße mit einem Zuschlag von 1,5 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom für den Zeitraum von 72 Monaten nach Inbetriebnahme.  

Förderung unabhängig von der Netzseinspeisung soll industrielle KWK-Potenziale erschließen

Für Anlagen unter zwei Megawatt und Brennstoffzellenanlagen sollen laut SPD-Entwurf gestaffelt höhere Zuschlagssätze und zum Teil längere Förderzeiträume gelten. Außerdem soll künftig nur noch hoch effizienter KWK-Strom im Sinne des EU-Effizienzkriteriums förderfähig sein. Nach dem SPD-Entwurf für eine KWKG-Novelle soll die gesamte KWK-Strom-Erzeugung der Anlagen, unabhängig der Einspeisung in ein öffentliches Netz gefördert werden. Hierdurch sollen besonders die enormen industriellen KWK-Potenziale sowie die Areal- und Objektversorgung erschlossen werden. Die finanziellen Auswirkungen der vorgesehenen Regelungen bewegen sich laut Dirk Becker im Rahmen des Fördervolumens des Jahres 2006, so dass es darüber hinaus keine zusätzlichen Belastungen für die Endverbraucher geben werde. Lediglich die bisher geplanten Degressionsschritte würden um sechs Jahre hinausgezögert, was aber vor dem Hintergrund der klimapolitischen Herausforderungen vertretbar und geboten sei.


Klimaschutz mit erneuerbaren Energien, Einsparung und Effizienz

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein wesentlicher Teil der von den Sozialdemokraten formulierten Strategie für einen wirkungsvollen Klimaschutz, bei dem es gilt, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu beschränken. Das gelinge jedoch nur durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien, durch eine konsequente Einsparung von Energie und Ressourcen sowie durch eine höchst effiziente Nutzung der Energieträger, was den Ausbau der KWK zwingend erfordere, so die SPD-Bundestagsfraktion. Die Bundeskanzlerin vertrete öffentlich eine ambitionierte Klimaschutzpolitik und habe das Thema erfolgreich auf der internationalen Agenda platziert. Die SPD-Bundestagsfraktion leiste mit dem vorliegenden Entwurf einen Beitrag zur Politik der Bundesregierung. Nun komme es bei CDU/CSU darauf an, den Worten der Bundeskanzlerin auch Taten folgen zu lassen.

04.04.2007   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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ZDF-Magazin "Frontal 21": Bundesregierung fördert neue Kohlekraftwerke mit bis zu 4 Milliarden Euro

Die Bundesregierung will die Energieversorger für ihre geplanten neuen Kohlekraftwerke mit Verschmutzungsrechten, den so genannten CO2-Zertifikaten, im Wert von rund vier Milliarden Euro ausstatten. Das hätten Berechnungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) im Auftrag des Magazins "Frontal 21" ergeben, berichtet das ZDF in einer Pressemitteilung. Diesen Wert der Zertifikate könnten die Stromkonzerne als vermeintliche Kosten auf den Strompreis aufschlagen und Zusatzgewinne einstreichen. "Damit werden für die neu geplanten Kohlekraftwerke den Konzernen zusätzliche Gewinne von um die vier Milliarden Euro möglich gemacht", erklärte Thorben Becker vom BUND gegenüber "Frontal 21". Das funktioniere, weil es auf dem deutschen Strommarkt keinen echten Wettbewerb gebe, so Becker. 

Geschenkte CO2-Zertifikate verkehren Zweck des Emissionshandels in sein Gegenteil

Ursprünglich sollte durch den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten der Ausstoß von Klimagasen verringert werden. Dieses Ziel werde durch den nationalen Allokationsplan (NAP 2) der Bundesregierung nicht mehr erreicht, weil den Konzernen die Zertifikate geschenkt würden, kritisiert Rainer Baake von der Deutschen Umwelthilfe. "Der Zweck des Emissionshandels wird in sein Gegenteil verkehrt", erklärt Baake, ehemaliger Staatssekretär im Bundesumweltministerium. "Das Ganze wird dann zu einer Kohleförderungspolitik, was nicht im Sinne der Erfinder war", so Baake. Das bestätigt auch Prof. Christian von Hirschhausen von der TU Dresden: "Wenn die Zertifikate verschenkt werden, werden die falschen Anreize gesetzt", so Hirschhausen gegenüber "Frontal 21". Damit habe die Politik erreicht, dass viele Jahre lang Energie erzeugt wird, die sehr CO2-intensiv ist, denn Kohlekraftwerke stoßen besonders viel Klimagas CO2 aus.


Grüne: Verbraucher zahlen neue Kohlekraftwerke in Form höherer Strompreise

Dennoch verteidigt der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Laurenz Meyer, die Förderung neuer Kohlekraftwerke. "Die neuen Kohlekraftwerke sind wesentlich verbessert in ihrer Technik und bringen deshalb einen Beitrag zur Verringerung der CO2-Belastung", sagte Meyer gegenüber "Frontal 21". Der Klimaexperte der Grünen, Reinhard Loske, bezeichnet die Förderung neuer Kohlekraftwerke hingegen als Fehlsteuerung auf Kosten der Verbraucher. Die müssten in Form höherer Strompreise für neue Kohlekraftwerke bezahlen. "Am Ende des Tages ist der Stromverbraucher der Dumme", so Loske gegenüber "Frontal 21". "Wenn alle geplanten Kohlekraftwerke realisiert werden, dann können wir unsere Klimaschutzziele vergessen", warnt der grüne Klimaexperte.


Umwelthilfe fordert befristete Genehmigung für neue Kohlekraftwerke

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert, neuen Kohlekraftwerken nur noch eine befristete Genehmigung zu erteilen. "Um die Klimaziele zu erreichen, wird man bei den Kohleanlagen in Zukunft eine völlige Abscheidung des Klimagases CO2 durchsetzen müssen. Und das geht nicht mit unbefristeten Genehmigungen", erklärt Rainer Baake von der Deutschen Umwelthilfe gegenüber "Frontal 21".

Sendetermin "Frontal 21": Dienstag, 3. April 2007, 21.00 Uhr.

03.04.2007   Quelle: ZDF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Ex-Minister Werner Müller plädiert für neue AKW – SPD droht mit Rebellion

Der frühere parteilose Wirtschaftsminister Werner Müller spricht sich in der Wochenzeitung DIE ZEIT für den Bau neuer Atommeiler aus. "Wir werden um den Neubau von Kernkraftwerken nicht herumkommen", sagte Müller in der ZEIT. Müller, der heute Vorstandsvorsitzender des RAG-Konzerns ist, war in der ersten rot-grünen Legislaturperiode maßgeblich an den Atomkonsens-Verhandlungen mit den Betreibern der Kernkraftwerke beteiligt. Hintergrund seiner Äußerung sei die Debatte um weit reichende Klimaschutzziele für Deutschland, heißt es in der ZEIT. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel weist gegenüber der ZEIT Gerüchte, er zweifle am Atomausstieg, als "dummes Zeug" zurück.  

Für Ende April kündigt Gabriel einen Fahrplan ("Roadmap") an, aus der hervor gehen soll, wie Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um "knapp 40 Prozent" gegenüber 1990 gesenkt werden kann. Namentlich nicht genannte Fachbeamte des Umweltministeriums zitiert die ZEIT mit der Aussage, eine 40prozentige Emissionsminderung gehe "nur mit Kernenergie - oder mit massiven Eingriffen". Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Marco Bülow, kündigt in der ZEIT eine "offene Rebellion" an, sollte die schwarz-rote Regierung den Ausstieg aus dem Atomausstieg ernsthaft erwägen.

Der komplette Text ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 15 vom 4. April 2007.

03.04.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarwärme-Pionier Phönix SonnenWärme AG nach RAL Güteschutz zertifiziert

Phönix-Solarkollektor Cuadro.
Phönix-Solarkollektor Cuadro.

Die Phönix SonnenWärme AG aus Berlin, Anbieter von Solar-Komplettanlagen zur Wärmeerzeugung, hat sich als erster Hersteller dem Prüfverfahren der Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. unterzogen und am 30.03.2007 die Zertifizierung erhalten. In einem intensiven Prüfprozess habe das Unternehmen die Einhaltung maximaler Qualitätsstandards nachweisen können und dürfe künftig das RAL Gütesiegel Solar verwenden, berichtet die Phönix SonnenWärme AG in einer Pressemitteilung. "Durch das starke Marktwachstum drängen auch viele Billiganbieter mit teilweise deutlich geringerwertigen Produkten auf den Markt. Das Zeichen der RAL-Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen garantiert dem Kunden, dass er eine Anlage erhält, die das leistet, was er erwartet und was der Hersteller verspricht", kommentiert Vorstand Raoul von der Heydt.  Das Interesse an dem neuen Qualitätssiegel sei besonders bei öffentlichen Auftraggebern und der Versicherungswirtschaft groß. Letztere sehe sich zunehmend mit den Folgeproblemen unzutreffender Leistungsangaben konfrontiert. Die Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. habe deshalb Standards entwickelt, deren Einhaltung dem Verbraucher garantieren kann, dass seine Solaranlage optimal konfiguriert ist und die zugesicherten Ertragswerte erreicht werden.


Für die Phönix SonnenWärme AG ist das RAL-Zeichen Ausdruck konsequenter Kundenorientierung, die das Unternehmen von Beginn an auszeichnete. Dazu Vertriebsleiter Tino Zimmermann: "Der ganzheitliche Ansatz der Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. mit der Integration von hochwertigen Komponenten, bedarfsorientierter Planung und fachgerechter Ausführung entspricht optimal unserer Firmenphilosophie. Bei technisch so komplexen Produkten wie Solarwärmeanlagen ist für langfristig zufriedene Kunden das gesamte Paket aus Produkt, Dokumentation und Service wichtig. Phönix hat hier seit 1994 Standards gesetzt". Es sei deshalb für die Phönix SonnenWärme AG nur logisch, auch beim RAL Gütesiegel Vorreiter zu sein. Daneben ermögliche es dem Unternehmen auch, die existierenden Unterschiede zu Billiganbietern zu betonen. Ziel von Phönix sei ein optimales Verhältnis der Anschaffungskosten einer Solaranlage und des nutzbaren Ertrags über die gesamte Lebenszeit der Solarwärmeanlage. Mit dem RAL Gütesiegel werde dieser Ansatz für den Verbraucher zu einem Versprechen, betont Zimmermann.

03.04.2007   Quelle: Phönix SonnenWärme AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenWärme AG,
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Solarstrom-Beteiligungen: UmweltBank bietet neuen Solarfonds an

Dünnschichtmodule des mainfrankenSolarfonds 3.
Dünnschichtmodule des
mainfrankenSolarfonds 3.

Die Nürnberger UmweltBank AG bietet zur Zeit den "mainfrankenSolarfonds 3" an. Er besteht aus Solarstromanlagen auf zwei Freiflächen in Bayern und vier Dächern in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Anleger können sich ab 10.000 Euro plus 5 Prozent Agio an dem Projekt beteiligen. Die vier Aufdachanlagen des mainfrankenSolarfonds 3 stehen laut der Initiatorin, der MFS GmbH aus Veitshöchheim bei Würzburg, in Haina, Sonneborn (Thüringen), Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Geretsried (Bayern). Die beiden Freilandanlagen des Fonds liegen in Burgbernheim/Buchheim und Gosheim/Huisheim (Bayern). Die Gesamtfläche der Anlagen beträgt den Angaben zufolge zirka 110.000 Quadratmeter, die Gesamtleistung 2,9 Megawatt peak (Mwp).   Die Betreibergesellschaft habe die Anlagen schlüsselfertig zum Festpreis von zwei Generalunternehmern übernommen: Die Freiflächenprojekte realisierte die Phönix Sonnenstrom AG, die Dachflächenanlagen die S&F Umwelttechnik. Die Flächennutzungsrechte seien durch entsprechende Verträge für 25 Jahre gesichert. 46.500 Dünnschichtmodule des Herstellers First Solar wurden nach Angaben der UmweltBank für die Anlagen des Mainfranken-Fonds installiert. Die Wechselrichter stammen von SMA und Xantrex. Für jeden Standort des Solarfonds seien mindestens zwei Ertragsprognosen erstellt worden. Gutachter sei unter anderem das Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme (ISE) gewesen. Den Ertragsprognosen lägen zusätzlich Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zugrunde.

Die Beteiligung am mainfrankenSolarfonds 3 ist laut UmweltBank auf 20 Jahre angelegt. Auf Wunsch könnten Anleger auch eine unbefristete Beteiligung vereinbaren. Beate Haller, Vertriebsexpertin der UmweltBank AG, sagte dazu gegenüber ECOreporter.de: „Bei der Zeichnung der Kommanditbeteiligung kann der Anleger einen Vertrag darüber abschließen, ob er seinen Anteil im Jahr 2026 abtritt. Als Preis erhält er 10 Prozent der eingezahlten Kommanditeinlage. Die Ausschüttungen steigen damit von 215 Prozent auf 225 Prozent. Er kann sich aber auch für die Chancen entscheiden, die sich aus einem längeren Betrieb der Anlagen ergeben. Bei vielen Solarfonds wird nach 20 Jahren dagegen zwangsweise verkauft, und die Beteiligung ist dann beendet.“ In den prognostizierten Ausschüttungen des Fonds ist laut dem Emissionsprospekt der Rückfluss des Kapitals enthalten; der Fonds soll demnach in 20 Jahren 115 bis 125 Prozent der Anfangsinvestition erwirtschaften.

Die UmweltBank-Expertin erklärte ECOreporter.de, wo sie die Stärken des Beteiligungsangebots sieht: "Durch die Mischung von Standorten in verschiedenen Regionen sowie Dach- und Freiflächen wird das wirtschaftliche Risiko verringert. Zudem sind sämtliche Anlagen zum Zeitpunkt der Zeichnung bereits in Betrieb. Und alle Finanzierungskonditionen sind vertraglich abgesichert." Insgesamt investiert der Fonds laut UmweltBank 13,23 Millionen Euro. Etwas mehr als ein Viertel der Summe (27,58 Prozent) sollen als Eigenkapital durch den Fonds bereitgestellt werden, für diese 3,65 Millionen Euro habe die UmweltBank eine Platzierungsgarantie übernommen. Das Fremdkapital stelle die Bayerische Landesbank, die dafür wiederum Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehme.

Detaillierte Informationen zum mainfrankenSolarfonds 3 sind im Internet zugänglich unter http://www.umweltbank.de

03.04.2007   Quelle: UmweltBank; ECOreporter.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UmweltBank AG.,

 

Neues BINE-Projekt-Info: Windenergie zur netzfernen Stromversorgung

Ein leistungsfähiges Stromnetz liefert zuverlässig rund um die Uhr Strom für Industrie, Gewerbe, Haushalt und Kommunikation. Aber selbst in hoch entwickelten Ländern - besonders in Flächenstaaten - gibt es dünn besiedelte Landesteile ohne flächendeckendes Netz, z. B. in Bergregionen. Auch im ländlichen Raum vieler Entwicklungsländer würde bereits eine Basisversorgung mit Strom für etwa 2 Milliarden Menschen neue Perspektiven eröffnen. In diesen Regionen bietet sich Strom aus Windenergieanlagen als verlässliche und ökonomisch vorteilhafte Technologie an. Das neue BINE-Projekt-Info "Kleine Windenergieanlage für Netz- und Inselbetrieb" (2/2007) stellt eine neue Klein-Anlage vor.   Die Anforderungen der Entwickler an ihre 5 kW-Anlage waren hoch: Leichte Bauweise, hohe Verfügbarkeit, lange Wartungsintervalle und ein optimierter Energieertrag. Das Windrad sollte ohne Spezialwissen zu bedienen und mit geringen technischen Hilfsmitteln durch Menschenkraft aufzustellen sein sowie extremen klimatischen Anforderungen standhalten. Der spezifische Systempreis pro Kilowatt Leistung sollte sich an dem für Großanlagen üblichen Wert orientieren.



Robuste Klein-Anlage für alle Klimazonen

Herausgekommen ist eine Anlage, die dank ihres Rotorkonzepts mit glasfaserverstärkten, stranggezogenen Blättern und einer Stallregelung Extremwinden von bis zu 65 Metern pro Sekunde standhält. Ein sehr anpassungsfähiger Asynchrongenerator überzeugte auch im Teillastbereich. Die Anlage lässt sich nach dem Prinzip der modularen Systemtechnik in kleine, lokale Stromnetze mit dezentralen Stromerzeugern integrieren, z. B. mit Dieselaggregaten, PV-Anlagen und/oder Wasserkraftanlagen. Derartige Systeme können auch stufenweise erweitert werden. Die Untersuchungen auf dem Teststand verliefen für die neue 5 kW-Anlage so vielversprechend, dass mittlerweile zehn Exemplare einer Vorserie für einen Feldversuch an Standorten mit besonderen klimatischen Anforderungen in Europa und Afrika installiert wurden. Das Projekt-Info "Kleine Windenergieanlage für Netz- und Inselbetrieb" ist kostenfrei erhältlich beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe– telefonisch unter 0228 – 923790 oder im Internet unter http://www.bine.info

03.04.2007   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solar-Unternehmen Conergy AG will Umsatz-Milliarde bis Ende des Jahres erreichen

Entgegen der eigenen Erwartungen habe die Conergy AG ihre Umsatzprognosen aus dem letzten Jahr verfehlt, kommentiert der Europressedienst Bonn in seinem Bericht zur Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am 30.03.3007. Um rund 50 Millionen Euro habe der Umsatz des Unternehmens unter den im Jahr 2006 angenommenen Prognosen gelegen; das Nettoergebnis habe der Konzern um rund zehn Millionen Euro verfehlt. Das Umsatzvolumen erweise sich mit 752,2 Millionen Euro im Jahr 2006 aber durchaus solide und sei - trotz der Einbußen - um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Jahresüberschuss der Conergy AG habe sich entsprechend um 8,6 Prozent auf etwas mehr als 30 Millionen Euro verbessert.   Der Vorstand des Unternehmens, das es im vergangenen Geschäftsjahr unter die "Top 5 Unternehmen" der europäischen Solarthermie-Branche geschafft hat, begründete die nicht erfüllte Prognose mit einer zeitlichen Verschiebung von Verträgen in das erste Quartal 2007. Dennoch habe Finanzchef Heiko Piossek in Vertretung des Vorstandsvorsitzenden Hans-Martin Rüter eingeräumt, dass auch das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres zögerlich angelaufen sei. Hierfür machte er "saisonale Umstände" verantwortlich, die in der Solarbranche üblich seien, kündigte aber gleichzeitig an, den Umsatz des Konzerns bis Jahresende deutlich über die Milliardengrenze auf 1,25 Milliarden Euro zu steigern. Das entspräche einem Umsatzwachstum von 60 Prozent, bei gleichzeitiger Verdopplung des Jahresüberschusses.


Weitere Diversifizierung, Großauftrag aus Südkorea

Nicht weniger ehrgeizig klinge auch die Wachstumsstrategie des Unternehmens, die Nikolas Krane, zuständig für das Projektgeschäft, erläuterte. "Wachstumsstrategie 50 / 50 / 08" heißt der Plan, den Auslands-Umsatz des Unternehmens bis 2008 von den bislang 39 Prozent im Jahr 2006 auf 50 Prozent zu steigern. Deshalb investiere der Konzern nicht nur in den USA, sondern vor allem in die Zukunftsmärkte rund um das Mittelmeer, so Krane. In Spanien sei man mit dieser Strategie inzwischen Photovoltaik-Marktführer. Einen weiteren "großen Deal" habe der Vorstandsvorsitzende Hans-Martin Rüter am 30.03.2007 in Korea an Land gezogen, bestätigte die Unternehmensführung. Durch den Auftrag zum Bau eines 20 Solarstrom-Kraftwerks mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt (MWp) für umgerechnet rund 90 Millionen Euro habe das Hamburger Unternehmen seine Marktführerposition in Südkorea weiter ausgebaut.

Neben den 50 Prozent Auslandinvestitionen soll bis 2008 die Hälfte der Umsätze außerhalb des Kerngeschäfts der Photovoltaik erwirtschaftet werden, - dafür steht die zweite 50 im Titel der Strategie. Boom-Märkte sieht das Unternehmen, das schon heute sehr viel breiter aufgestellt ist als die Konkurrenz, zukünftig stärker außerhalb der Photovoltaik. 80 Millionen Euro vermutet das Unternehmen allein im Sektor der Bioenergie und darüber hinaus noch einmal 60 Millionen Euro in der Solarthermie. Hier erwarte sich der Konzern auch seitens der Politik einen Anschub des Marktes, so Nikolaus Krane mit Blick auf das Wärme-Gesetz das Bundesumweltminister Sigmar Gabriel noch in diesem Jahr auf den Weg bringen will. "Dem sehen wir natürlich mit entsprechend großer Vorfreude entgegen", sagte Krane.


Sinkende Preise beim Solar-Silizium erwartet

Gelassen gab sich der Vorstand der Conergy AG laut Europressedienst bei den Nachfragen zur Rohstoffversorgung. Feste Lieferverträge könne der Konzern derzeit nur bis Mitte des Jahres zusichern, darüber hinaus sei man aber in Verhandlungen mit den Lieferanten. "Sobald die Tinte unter den Verträgen trocken ist, werden wir das bekannt geben", kündigte Heiko Piossek an. In der vertraglich noch nicht gesicherten Versorgung mit dem für Solarzellen wichtigen Rohstoff Silizium sieht das Unternehmen aber keinen Wettbewerbsnachteil. Im Gegenteil: "Wir erwarten ein Überangebot auf dem Siliziummarkt und rechnen daher im Laufe des Jahres mit sinkenden Preisen", so der Vorstand. Je länger man warte, umso günstiger würden die Preise für den Rohstoff, so die Ansicht der Konzerspitze.


Alles aus einer Hand: Voll integrierte Modulfabrik in Frankfurt/Oder

Ganz neue Wege will der Konzern jetzt auch in Deutschland einschlagen. Mit dem Aufbau der weltweit ersten "voll integrierten Solarmodulfabrik" erhofft sich Conergy zusätzlich ein großes Maß an Unabhängigkeit. "Wenn wir - wie in Frankfurt an der Oder geplant - alles aus einer Hand bieten können, dann werden wir trotz der zu erwartenden Preisanstiege im Modulbereich in den nächsten Jahren 'Cost-Leader' in diesem Segment sein", so Piossek. Dementsprechend reduziere das Unternehmen bereits jetzt die Zahl seiner Modullieferanten von ehemals 20 auf derzeit acht strategische Partner. Die Aktie reagierte laut Europressedienst nervös auf die jüngsten Bekanntgaben aus Frankfurt. Das Papier sei am Freitag mächtig unter Druck geraten, habe zeitweise rund 6 Prozent verloren. Bei Börsenschluss stand der Kurs bei 54,62 Euro.

02.04.2007   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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