Solar News Archiv September 2007

 




 

Projekt Masdar: Die Wüste auf dem Weg in das Solarzeitalter

Computersimulation der Stadt Masdar.
Computersimulation der Stadt
Masdar.

Den Entwurf einer CO2-freien, 100% solaren Industriestadt stellte das bekannte Londoner Architekturbüro Foster und Partner im Rahmen der Finanzmesse "Cityscape Abu Dhabi 2007" vor. Mit dem Projekt in Masdar (Emirat Abu Dhabi) soll eine ganze Stadt vollständig mit Solarenergie versorgt werden. Die Idee zu diesem Vorhaben wurde bereits im April 2006 verkündet. Nun gibt es erste konkrete Pläne: Auf einer Fläche von 640 Hektar sollen im Endausbau bis zu 47.500 Menschen wohnen und arbeiten, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in ihrem Newsletter. Die Energieversorgung soll nur aus erneuerbaren Quellen erfolgen.   Auf dem Gelände wird die Hauptinitiatorin, die Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC), ihren Firmensitz haben. In unmittelbarer Nachbarschaft soll das Masdar Institute of Science and Technology entstehen. Das Masdar Institute ist Teil des Masdar Research Network, eines internationalen Forschungsverbunds aus derzeit sechs Partnern: Universität Aachen, Columbia University (USA), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Imperial College London (UK), Tokyo Institute of Technology (Japan) und die University of Waterloo (Kanada).



Conergy soll 40 MW-Photovoltaik-Kraftwerk bauen

Anfang Juli 2007 wurde angekündigt, dass die Masdar Initiative gemeinsam mit der Conergy AG (Hamburg) ein Solar-Kraftwerk mit 40 Megawatt Leistung aufbauen will. Laut Norman Foster soll diese PV-Anlage zur Keimzelle der restlichen Stadt werden. Die Solarstrommodule werden nicht nur Schatten, sondern auch die Energie spenden, mit der die gesamte Stadt erbaut werden soll. Die Stadt Masdar soll jedoch nicht nur energetisch eigenständig werden. Um die Ansiedlung ausländischer Unternehmen zu erleichtern, werden innerhalb der Stadt auch vollkommen andere (sprich: eher westliche) Gesetze gelten. Masdars "Grüne Gemeinde" ist eine spezielle Freihandelszone und auch deshalb durch eine Mauer vom Rest von Abu Dhabi abgetrennt. Masdar wird bei der Fertigstellung im Jahr 2009 somit auch kulturell und rechtlich eine "Insel".


Ein nachhaltiges Modell für die Region

Im Rahmen des World Future Energy Summit (WFES08), der vom 21 bis 23 Januar 2008 in Abu Dhabi abgehalten wird, sollen alle für die Stadt relevanten technischen Aspekte beleuchtet werden. Von der Abwasserreinigung über die Solartechnologie bis hin zu nachhaltiger Mobilität. Die Palette der rund 70 Redner reicht von Al Gore und seiner "Unbequemen Wahrheit" über Umweltminister Sigmar Gabriel mit dem "EEG-Erfahrungsbericht" bis hin zum "Peak-Oil Journalisten" David Strahan, der über den bevorstehenden Niedergang der weltweiten Erdölproduktion berichten will.

Masdar sei kein Public-Relations-Gag oder Papiertiger, betont Tomi Engel von der DGS. Der Schirmherr des Projektes, Kronprinz Sheikh Mohammad bin Zayed Al Nahyan, habe vielmehr erkannt, dass die Nutzung der erneuerbaren Energien eine der Schlüsseltechnologien für die Zukunft seines Landes sind: "Wir wollen ein bedeutender Spieler bei den erneuerbaren Energien werden, nicht nur als Investor sondern uns auch mit Forschung und Entwicklung und später auch mit der Produktion befassen", so der Kronprinz. Sultan Al Jaber, Leiter des Masdar Unternehmens, ist sich sicher: "Eines Tages werden alle Städte so gebaut sein wie diese"; als 100 % Solar-Stadt.

Weitere Informationen:
http://www.masdaruae.com und http://www.wfes08.com

30.09.2007   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Masdar Initiative,
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DBU-Umweltpreis im Zeichen des Klimaschutzes

Preisträger Schellnhuber, Weber, Schmitt und Köhler (im Uhrzeigersinn).
Preisträger Schellnhuber, Weber,
Schmitt und Köhler
(im Uhrzeigersinn).

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzt 2007 wieder Zeichen für den Klimaschutz: Bundespräsident Köhler wird den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas in Aachen am 28. Oktober überreichen an den Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber (57), den Gründer der Schwalmstädter Firma Konvekta, Carl H. Schmitt (76), gemeinsam mit seinem langjährigen Entwicklungsleiter und heutigen Direktor des Instituts für Thermodynamik der Technischen Universität (TU) Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Köhler (53), sowie an die langjährige Oberbürgermeisterin Heidelbergs, Beate Weber (63).   Schellnhuber wird geehrt, weil er mit seinem Institut die internationale politische Diskussion zur Lösung des Klimaproblems entscheidend geprägt habe. Köhler und Schmitt, weil sie einen wesentlichen Beitrag geliefert hätten, Kohlendioxid als Ersatz für chemische Klimakiller-Kältemittel in Fahrzeug-Klimaanlagen marktreif zu machen, und Weber, weil sie Heidelberg im Klima- und Umweltschutz zu einer führenden Großstadt in Deutschland gestaltet habe.




Schellnhuber "einer der herausragendsten und kreativsten Denker der deutschen Umweltforschung"

Bei der Vorstellung der neuen Preisträger würdigte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde Schellnhuber als "einen der herausragendsten und kreativsten Denker, den die deutsche Umweltforschung hat". Schellnhuber besteche durch eine Vielzahl innovativer Forschungsansätze, mit denen er die Lösung globaler Umweltprobleme im kommenden Jahrhundert aufgezeigt habe. Mit unendlicher Energie und Ausdauer habe er als einer der Ersten nachhaltige Lösungen des Klimaproblems eingefordert und mit dem einzigartigen wissenschaftlichen Ruf seines Instituts die internationale politische Diskussion zur Lösung des Klimaproblems entscheidend geprägt. Durch seine unermüdliche Arbeit in Potsdam und durch seine Tätigkeiten als Mitglied bedeutendster Wissenschaftsakademien sei er auch international ein „äußerst einflussreicher wissenschaftlicher Berater in der Klimapolitik".


Schellnhubers Modellierungsmethoden machen das "Phänomen Klimawandel" besser verständlich

Schellnhubers wissenschaftliche Visionen und sein Mut zur Überwindung der klassischen disziplinären Grenzen seien Inspiration und Vorbild für viele junge Wissenschaftler. Brickwedde: „Insbesondere durch die von Professor Schellnhuber entwickelten Modellierungsmethoden können wir das ‚Phänomen Klimawandel' heute besser verstehen und den Konsequenzen zielgerichtet begegnen."


Wichtige Vorarbeiten von Konvekta für den möglichen Einsatz von Kohlendioxid als Kältemittel in der Fahrzeug-Klimatisierung

Das Gespann Köhler/Schmitt der mittelständischen Firma Konvekta habe gezeigt, dass auch mit relativ bescheidenen Mitteln wichtige Vorarbeiten für den möglichen Einsatz von Kohlendioxid als Kältemittel in der Fahrzeug-Klimatisierung geleistet werden könnten. Zum Nutzen für den Schutz des Klimas. Denn aus undichten Klimaanlagen, bei Unfällen oder bei der Wartung und Entsorgung von Autos entwichen heute noch eingesetzte Kältemittel regelmäßig, die mitverantwortlich für den Treibhauseffekt seien.


16 Jahre war Beate Weber in Heidelberg die treibende Kraft in Sachen Umweltschutz

Beate Weber sei in ihrer 16-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeisterin Heidelbergs die treibende Kraft in Sachen Klima- und Umweltschutz gewesen. Auch die Belange des Naturschutzes habe sie immer nachdrücklich vertreten. Lange bevor die Lokale Agenda 21 in aller Munde gewesen sei und zu einer Zeit, "als für viele Klimaschutz noch ein Fremdwort war", so Brickwedde, habe Heidelberg "Maßstäbe im kommunalen Umweltschutz gesetzt". In einer auf Kooperation angelegten Klimaschutzkampagne habe Heidelberg bereits 1991 Bürger, Angestellte der Stadt und Planer motiviert, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid zu senken. Heidelberg habe ab 1994 in wenigen Jahren den Klimagasausstoß für städtische Liegenschaften von 39.000 Tonnen auf rund 25.400 Tonnen jährlich zurückgefahren - ein Rückgang von 35 Prozent.


Zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik ein wichtiges Element des Heidelberger Ökologiekonzeptes

Dabei habe die Ökonomie im Ökologiekonzept der Stadt immer eine große Rolle gespielt. Der "Stadtentwicklungsplan Heidelberg 2010" verfolge konkrete Maßnahmen für systematischen Umweltschutz, dessen elementarer Bestandteil eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik sei. Beate Weber und ihre Mitstreiter hätten so bewiesen, dass Umweltschutz nicht im Gegensatz zu wirtschaftlichen und sozialen Interessen stehe. Brickwedde: „Die Auszeichnung von Frau Weber mit dem Deutschen Umweltpreis ist nicht nur für die Stadt Heidelberg, sondern auch für die vielen ehrenamtlich und hauptamtlich im kommunalen Umweltschutz tätigen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein ermutigendes Signal, in den Anstrengungen für eine gesicherte zukünftige Entwicklung auch für unsere Kinder und Kindeskinder nicht nachzulassen".

30.09.2007   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Weltpremiere: Designer Ross Lovegrove präsentiert den "Solar Tree"

Solar-Bäume von Ross Lovegrove.
Solar-Bäume von Ross Lovegrove.

Der SOLAR TREE, eine außergewöhnliche Symbiose aus zukunftsweisendem Design und modernster Solar-Technologie, feiert am Montag, den 8. Oktober 2007, im Rahmen der MAK DESIGN NITE Weltpremiere. Erstmals präsentiert das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien der Öffentlichkeit einen Prototyp dieses urbanen Designprojekts. Entwickelt wurde der SOLAR TREE von Ross Lovegrove auf Anregung von MAK- Direktor Peter Noever. "In Zusammenarbeit mit dem führenden italienischen Spezialisten für innovative Beleuchtungskonzepte ARTEMIDE und dem Technologieunternehmen SHARP SOLAR, Weltmarktführer für Solarzellen, realisierte Ross Lovegrove einen Beleuchtungskörper, der mit Bedacht auf soziale und kulturelle sowie veränderte ökologische Bedürfnisse neue Perspektiven für die baulich-räumliche Gestaltung des urbanen Lebensraums eröffne", heißt es in der Pressemitteilung.  


Photovoltaik und Design: ökologisch und ästhetisch intelligent

Ross Lovegrove, der als einer der wichtigsten und innovativsten zeitgenössischen Industriedesigner gilt und sich immer wieder an natürlichen Formen orientiert, ließ sich bei Entwicklung des SOLAR TREE von der Natur inspirieren. Der Form eines Baumes nachempfunden soll der SOLAR TREE eine neue, natürliche Sinnlichkeit in die stadtgestalterische Realität bringen. Der SOLAR TREE trage einem hohen Kunst- und Designanspruch gleichermaßen Rechnung wie einem progressiven ökologischen Bewusstsein, heißt es in der Pressemitteilung. Basierend auf modernster Photovoltaik-Technologie nutzt der SOLAR TREE erneuerbare Energien. "Radikal erneuerte, klare stadtplanerische Strategien tun not. Stadtplanung gelingt, wo man Tradition und Experiment in direkter Konfrontation stehen lässt, wo man wagt, progressive Zeichen zu setzen. Ross Lovegroves SOLAR TREE begeistert mich. Er ist progressiv und schlichtweg ästhetisch wie ökologisch intelligent", würdigt Peter Noever die Arbeit des Designers.

Das Projekt auf der Wiener Ringstraße sehen Ross Lovegrove, ARTEMIDE und SHARP SOLAR als Start für eine weltweite Expansion des innovativen urbanen Beleuchtungskonzepts. Der Plan ist, auch andere Großstädte weltweit vom SOLAR TREE und der einzigartigen Idee, erneuerbare Energien für die energieintensive Beleuchtung von städtischen Straßenzügen zu nutzen, zu überzeugen.

Weitere Informationen und das Programm der MAK DESIGN NITE unter http://www.mak.at/

30.09.2007   Quelle: MAK; live-PR.com   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MAK,
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Nobelpreisträger beraten in Potsdam über Nachhaltigkeitsstrategien und Klimaschutz

Am 9. und 10. Oktober 2007 werden in Potsdam 15 Nobelpreisträger und mehr als 30 führende Wissenschaftler sowie namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem ersten interdisziplinären Symposium zur globalen Nachhaltigkeit zusammenkommen. Strategien, wie dem Klimawandel und seinen ökologischen und sozio-ökonomischen Folgen begegnet werden kann, stehen im Mittelpunkt dieses Treffens. Die Ergebnisse sollen in Form eines "Potsdam-Memorandums" zusammengefasst werden und richten sich an die 13. UN-Klimakonferenz im Dezember 2007 auf Bali. Schirmherrin und aktive Teilnehmerin des Nobelpreisträger-Symposiums ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.   Auf dem Symposium, das unter dem Motto "Global Sustainability: A Nobel Cause" steht, wird sie sich mit den geladenen Experten über die besten wissenschaftlichen und politischen Lösungsansätze für Klimaschutz und globale Nachhaltigkeit austauschen.


Nutzung erneuerbarer Energien verstärken, Ressourcen effizienter nutzen und Innovationen beschleunigen

Bis zu neun Milliarden Menschen werden unseren Planeten in diesem Jahrhundert bevölkern und haben ein Anrecht auf ein Leben in Würde; heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. Dazu benötigten sie einen bezahlbaren Zugang zur Energieversorgung, der ihnen mit den begrenzten und ungleich verteilten fossilen Energieträgern allein nicht verschafft werden könne. Die Nutzung dieser Brennstoffe drohe zudem, das globale Klimasystem zu destabilisieren. Wie kann man das Schema "Business-as-usual" aufbrechen? Wie können der Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt, Ressourcen effizienter genutzt und notwendige Innovationen beschleunigt werden? Wie gelangen wir zu einer gerechteren Verteilung des Wohlstands?, sind Fragen, die auf der Tagesordnung stehen werden. Schon jetzt droht der fortschreitende Klimawandel die Lebensgrundlage der Menschen in vielen, vor allem südlichen, Ländern zu zerstören. Dies könne nur aufgehalten werden, wenn die internationale Staatengemeinschaft neue Lösungswege beschließt und gemeinsam umsetzt. Ein neues Klimaabkommen, das weit über das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll hinausgeht, sei daher dringend erforderlich, betont das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Die Ergebnisse des Nobelpreisträger-Treffens sollen am zweiten Tag der Veranstaltung in das "Potsdam-Memorandum" eingehen, das sich an die UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali richtet. Neben Nobelpreisträgern wie Carlo Rubbia, Mario Molina, Wangari Maathai, Murray Gell-Mann oder Sir James Mirrlees werden namhafte Experten wie Sir Nicholas Stern, Rajenda Pachauri oder Sunita Narain am Symposium teilnehmen. Veranstaltet wird das Symposium vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, in Partnerschaft mit dem World Wide Fund For Nature und mit maßgeblicher Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen unter http://www.nobel-cause.de/

29.09.2007   Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solar-Siedlung in Harrislee fertig gestellt

Solar-Siedlung Harrislee.
Solar-Siedlung Harrislee.

Am 02.10.2007 wird die ökologische Passivhaussiedlung Himmernmoos in Harrislee bei Flensburg feierlich eingeweiht. Anlass des Festaktes ist die Fertigstellung der Siedlung, die weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins Vorbildcharakter habe, berichtet die EWS GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung. Mittlerweile stehen in Himmernmoos 14 Wohneinheiten mit 120 bis 170 Quadratmetern Wohnfläche, die als Passivhaus beziehungsweise "KfW40"-Haus mit besonders wenig Energie auskommen und angesichts stetig steigender Energiepreise die Bewohner dank extrem niedriger Energiekosten finanziell stark entlasten. In der speziell entwickelten Haustechnikeinheit finde die gesamte Technik zur Deckung des verbleibenden Energiebedarfes Platz, so die EWS. Dieser werde ausschließlich aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt.   Brauchwasser und Räume werden durch auf dem Dach installierte Solar-Kollektoren und eine moderne Pelletheizungsanlage erwärmt. Eine Photovoltaikanlage sorgt für die Stromerzeugung. Die gesamte Haustechnik wird im so genannten Contracting-Verfahren von einer externen Versorgungsgesellschaft betrieben. Der Hauseigentümer spare so die Investitionskosten und kaufe dann bequem vom Contracting-Partner saubere Energie zu garantiert günstigen Konditionen ein, heißt es in der Pressemitteilung.



Anwesend sein werden bei der Einweihung neben dem Projektträger Kai Lippert von der EWS-Gruppe aus Handewitt der Kreisrat Peter-Dietrich Henningsen sowie der Bürgermeister von Harrislee, Dr. Wolfgang Buschmann. Dr. Dittmann von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein wird die Einweihungsfeier zum Anlass nehmen, den Förderbescheid für das vorbildliche Energiekonzept in den zuletzt fertig gestellten Häusern zu überreichen.


Weitere Informationen unter: http://www.sonnenparkhimmernmoos.de

29.09.2007   Quelle: EWS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EWS,
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Neue Projektgesellschaft optimiert Direktvermarktungs-Modell für Windstrom und setzt auf Zustimmung der Bundesnetzagentur

Der international tätige Windpark-Entwickler WPD (Bremen) arbeitet bei der Direktvermarktung von Windstrom eng mit der EWE AG zusammen und hat zu diesem Zweck die Projektgesellschaft WE2 GmbH gegründet. Zeitgleich seien die Partner der jüngsten Aufforderung der Bundesnetzagentur nachgekommen, ein funktionierendes und zugleich konsensfähiges Modell für eine Direktstromvermarktung für Windenergie an der Leipziger Strombörse zu entwickeln, berichtet die WPD AG in einer Pressemitteilung. "Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem Modell sowohl den Interessen der Netzbetreiber, als auch denen der Windparkbetreiber gerecht werden. Als Direktvermarkter verzichten wir auf Optionen, die uns als Akteur an der Börse zur Verfügung stünden und bieten damit den Netzbetreibern Zeit für deren Management und ihren weiteren Verpflichtungen", erklärt Dr. Klaus Meier, Vorstandsmitglied der WPD AG. 

Virtueller Windstrom-Handel soll in diesem Herbst beginnen

Konkret sieht der Kompromissvorschlag eine Anmeldung der "day-ahead"-Fahrpläne bereits um 9 und nicht erst um 14:30 Uhr vor. Gleichzeitig verzichte die WE2 auf den Intraday-Handel. "Durch das Vorziehen der Volumen-Anmeldung und den Verzicht auf den Tageshandel bieten wir einen Kompromiss an, der den Übertragungsnetzbetreibern das Handling wie bisher ermöglicht und die Abläufe für die Prognoseerstellung, das Netzmanagement und weitere Verpflichtungen nicht allzu sehr beeinträchtigt. Wir gehen davon aus, dass die Bundesnetzagentur unseren Kompromiss aufgreifen und positiv begleiten wird", so Wilfried Hube von der EWE AG. Unabhängig von diesem Verfahren starte der virtuelle Handel in diesem Herbst.

Im Rahmen der Messe HusumWind vom 18. bis 22. September 2007 wird das System am Stand der emsys (Halle 4 Stand 4B37) präsentiert. Windparkbetreiber sind eingeladen, mit der WE2 ihren Strom an der Börse zu vermarkten - Gesprächspartner und finden Interessierte auch auf dem WPD-Stand in Halle1 B20.

29.09.2007   Quelle: WPD GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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S.A.G Solarstrom AG: Tochtergesellschaft legt Grundstein für 2,1 Megawatt-Photovoltaik-Projekt in Spanien

Die S.A.G. Solarstrom AG baut zwei Photovoltaik-Kraftwerke in Spanien, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. TAU Solar, die spanische S.A.G.-Tochtergesellschaft entwickle und vertreibe die Projekte. Das Photovoltaik-Projekt in Espejo wird eine Photovoltaik-Leistung von insgesamt insgesamt 2,15 Megawatt haben. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2008 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt laut S.A.G. Solarstrom AG 13 Millionen Euro, die von privaten Investoren getragen werden.  Bei der Grundsteinlegung in Espejo (Region Cordoba) waren S.A.G.-Vorstandssprecher Uwe Ilgemann und TAU Solar-Geschäftsführer José Manuel de la Iglesia anwesend.

In Gelsa (Region Zaragoza) wurde im August ein 800-Kilowatt-Projekt gestartet, das voraussichtlich im Januar 2008 fertig gestellt wird. Das Investitionsvolumen beträgt 5 Millionen Euro. Die S.A.G. Solarstrom AG ist einer der großen börsennotierten Photovoltaik-Systemintegratoren in Deutschland. Der Konzern ist international ausgerichtet und mit eigenen Tochtergesellschaften in Italien, Österreich, der Schweiz und Spanien vertreten.

28.09.2007   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Bundesverband BioEnergie fordert verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau der Holzenergie im Strom- und Wärmemarkt

Bioenergie-Kraftwerk.
Bioenergie-Kraftwerk.

Im Rahmen des 7. Internationalen BBE-Fachkongresses für Holzenergie am 27./28.9.2007 in Augsburg hat der Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE) die Politik aufgefordert, durch verlässliche und attraktive politische Rahmenbedingungen den weiteren Marktausbau der Holzenergie im Strom- und Wärmemarkt sicherzustellen und zu unterstützen. "Die effiziente Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für den Strommarkt sowie die zügige Umsetzung des angekündigten Erneuerbare-Energien Wärmegesetzes (EEWärmeG) für den Wärmemarkt sind für die Holzenergiebranche von allerhöchster Bedeutung. Nur verlässliche und planbare Rahmenbedingungen schaffen Investitionssicherheit und garantieren neue Arbeitsplätze in einer innovativen Zukunftsbranche", stellt Helmut Lamp, Vorsitzender des Vorstandes des BBE, seine Erwartungen an die Bundesregierung für die angekündigte Umsetzung des nationalen Klima- und Energieprogramms heraus.  Die Strom- und Wärmeerzeugung aus Holz könne einen maßgeblichen Beitrag leisten, um das 20 % Ausbauziel der Bundesregierung und der Europäischen Union für Erneuerbare Energien bis 2020 zu erreichen.



BBE sieht Korrekturbedarf bei den Handlungsempfehlungen des Bundesumweltministeriums

Perspektivisch hält der BBE eine weitere Steigerung des Marktanteils der Bioenergie an der Stromproduktion von 3 % im Jahr 2006 auf mindestens 15 % bis 2030 für realistisch. Mit Blick auf die anstehende EEG-Novellierung sieht der BBE aber dringenden Korrekturbedarf bei den vorliegenden Handlungsempfehlungen des Bundesumweltministeriums (BMU) zur Weiterentwicklung des EEG. Eine angekündigte Senkung der Grundvergütung ermögliche selbst an günstigen Standorten trotz Wärmenutzung keinen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb mehr. "Erste Aufträge sind von Investoren bereits storniert worden, unter diesen Rahmenbedingen werden keine neuen Projekte in Deutschland umsetzbar sein, diese Investitionsfallen müssen zügig beseitigt werden", so Lamp.

Auch für den Wärmemarkt schätzt der BBE einen Marktausbau der Bioenergie auf ebenfalls 15 % bis 2030 als realistisch ein. Welch dynamische Marktentwicklung möglich sei unterstreiche der Holzpelletsmarkt: 2007 würden nach Branchenangaben 44 Produzenten rund 1,3 Millionen Holzpellets herstellen und damit die bundesdeutsche Produktion mehr als verdoppeln. "Die gestiegenen Produktionskapazitäten haben zu einer Stabilisierung der Pelletspreise geführt, so dass die bereits über 70.000 Pelletsanlagen in Deutschland mit einem umweltfreundlichen und preisstabilen Brennstoff beliefert werden können", stellt Lamp fest.


Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Die Nachfrage der Endverbraucher nach innovativen Pellets- und Holzfeuerungsanlagen mit höchsten Umwelt- und Emissionsstandards müsse jedoch aufgrund der höheren Investitionskosten der Anlagen weiterhin durch ökonomische Anreize stimuliert und unterstützt werden. So befürwortet der BBE den Beschluss der Bundesregierung, ein Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz mit einer vorgegebenen anteiligen Nutzung von erneuerbaren Energien in Neubauten und im Gebäudebestand zu implementieren. Der BBE fordert jedoch eine zügigere Umsetzung des Wärmegesetzes und eine angemessene Berücksichtigung der Bioenergie als tragende Säule im erneuerbaren Wärmemarkt.

28.09.2007   Quelle: Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MMV; Bundesverband BioEnergie,
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG: Vertrag über zusätzliche Dünnschichtmodul-Kontingente von First Solar unterzeichnet

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG (RPSE) und First Solar haben einen Vertrag über die Lieferung von erheblichen Zusatzkontingenten von Dünnschicht-Solarmodulen im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit bis 2012 unterzeichnet. Das Volumen entpreche einem zusätzlichen Umsatzpotenzial für PV-Systeme und -Projekte von über 200 Millionen Euro für RPSE in den nächsten fünf Jahren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  "Mit dem vertraglich vereinbarten Liefervolumen bauen wir unsere Position als einer der führenden Anbieter von Dünnschicht-Solarstromanlagen weiter aus", so Thorsten Preugschas, Vorstand der Reinecke + Pohl Sun Energy AG.

Die Nachfrage nach Dünnschicht-Module wird Experten zufolge in den nächsten Jahren überproportional steigen. Die Gründe liegen in einem günstigeren Preis-Leistungsverhältnis sowie einem besseren Schwachlichtverhalten, das in mittleren Breiten häufig zu höheren Energieerträgen führt. Aufgrund des ebenfalls vorteilhaften Temperaturkoeffizienten steigt die Nachfrage nach Dünnschichtmodulen auch im südeuropäischen Raum stark.

28.09.2007   Quelle: RPSE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Phoenix Solar AG erweitert Rahmenvertrag mit First Solar über die Lieferung von Dünnschichtmodulen auf 396 Megawatt

Dünnschichtmodule von First Solar.
Dünnschichtmodule von
First Solar.

Die Phoenix Solar AG (Sulzemoos) hat mit dem Modullieferanten First Solar GmbH (Mainz) den bereits bestehenden Rahmenvertrag über die Lieferung von Dünnschichtmodulen erweitert. Dabei sei vereinbart worden, dass First Solar zusätzlich zu den bereits vereinbarten Modullieferungen in Höhe von 273 Megawatt für die Jahre 2008 bis 2012 der Phoenix Solar AG weitere Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 123 Megawatt bis zum Jahr 2012 liefert, berichtet die Phoenix Solar AG in einer Pressemitteilung.  Mit diesen insgesamt 396 Megawatt des führenden Herstellers von Dünnschichtmodulen sichere die Phoenix Solar AG das weitere Wachstum der Gesellschaft, heißt es in der Pressemitteilung. Phoenix Solar plant, baut und übernimmt die Betriebsführung von Photovoltaik-Großkraftwerken und ist Fachgroßhändler für Solarstrom-Komplettanlagen, Solarmodule und Photovoltaik-Zubehör.

28.09.2007   Quelle: Phoenix Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG,
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Photovoltaik: Module aus der Conergy-Solarfabrik in Frankfurt (Oder) bei SunTechnics verfügbar

Ab sofort ist bei SunTechnics, Komplettanbieter für Erneuerbare-Energie-Systeme, eines der ersten Kontingente neuer vollautomatisch gefertigter Solarmodule aus der Conergy-Solarfabrik in Frankfurt (Oder) erhältlich, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Solarmodule aus der weltweit einzigartigen voll integrierten Wafer-, Zell- und Modulfabrik zeichnen sich laut SunTechnics durch höchste Qualität aus. Dank des vier Millimeter starken Solarglases und des stabilen Rahmens widerstünden die vollautomatisch gefertigten Module auch extremen Belastungen bis 5.400 Pascal. Dadurch sei ihr Einsatz auch bei anspruchsvollen Umgebungsbedingungen möglich.   Drei Bus-Bars sorgen für ein innovatives Zelldesign und ermöglichen durch eine Reduzierung der Übergangswiderstände zwischen den Zellen einen höheren Modulwirkungsgrad. Durch eine damit verbundene geringere Strombelastung der Zelle könne ihre Lebensdauer verlängert werden. Die außerordentlich geringe Leistungstoleranz von plus bzw. minus 3 Prozent sorge zudem dafür, dass der Kunde die Modulleistung erhält, die er erwartet. Die polykristallinen Module sind verfügbar in den Leistungsklassen 200, 210 und 220 Wp.


Kundenwünsche sind in die Entwicklung der Module eingeflossen

Vormontierte DC-Stecker sowie die hohe Kompatibilität mit anderen Systembausteinen, beispielsweise trafolosen Wechselrichtern und Gestellsystemen, gewährleisten eine schnelle und sichere Installation, betont SunTechnics. Die Erfahrung mit gesammelten Kundenwünschen aus Hunderten von Befragungen sei in die Entwicklung der Module eingeflossen. "Die neuen Module werden exakt an den individuellen Kundenbedarf angepasst und sind zusätzlich mit anwenderorientierten Merkmalen versehen worden - eine Innovation, von der Kunden wie Planer gleichermaßen profitieren", heißt es in der Pressemitteilung. Dabei können sich SunTechnics-Kunden bei der Wahl ihrer neuen Solarmodule auf lange Haltbarkeit und hohe Stromgewinne verlassen: Auf alle Modultypen gibt es 5 Jahre Produktgarantie, die Leistungsgarantie umfasst 12 Jahre auf 90 Prozent und 25 Jahre auf 80 Prozent der Minimalleistung.

28.09.2007   Quelle: SunTechnics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Symposium "Auf dem Weg zur Vollversorgung durch Erneuerbare Energien"

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien ist unverzichtbar, um die großen Herausforderungen von Klimawandel und Ressourcenknappheit zu bewältigen, so die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in der Ankündigung einer Konferenz am 9. Oktober 2007 in Berlin. Erneuerbare Energien leisten in Deutschland heute mehr als 14 % der Stromversorgung. Deutschland steht damit im europäischen Vergleich an der Spitze. Der nächste Schritt sei die Vollversorgung mit erneuerbarem Strom, betont die Informationskampagne. Die Richtung will das Symposium "Auf dem Weg zur Vollversorgung durch Erneuerbare Energien" vorgeben. Es zeigt den aktuellen Entwicklungsstand und erläutert die mittelfristigen Pläne für 100 % Strom aus erneuerbaren Energien. Bestehende Referenzprojekte wie das "regenerative Kombikraftwerk" sind Ausgangspunkt der Veranstaltung. Das Kombikraftwerk verknüpft und steuert 25 existierende, über ganz Deutschland verstreute Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen.   Entscheider aus Politik und Wirtschaft diskutieren Ausbauszenarien, wirtschaftliche Chancen und politische Hürden. Das Symposium will so einen Ausblick auf 100 % erneuerbare Energien zur Strom- und Wärmeversorgung Wärme sowie für Mobilität geben.


Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), wird die Tagung eröffnen. Das Regenerative Kombikraftwerk stellt Ulrich Schmack (CEO Schmack Biogas) vor. Dr.-Ing. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie spricht über den Strombedarf in Deutschland

Rechtsanwalt Christof Federwisch (Nörr Stiefenhofer Lutz) beschreibt das Erdgasnetz als Speicher und schildert rechtliche Hürden der Biogaseinspeisung. Dr. Silvin Bruns (CEO Vattenfall Europe New Energy GmbH) referiert über "Klimafreundliche Erzeugung – erneuerbare Chancen eines konventionellen Energieversorgers". Zum Abschluss ist Podiumsdiskussion mit Moderatorin Swantje von Massenbach im ARD-Hauptstadtstudio geplant

Veranstaltungsort: ATRIUM der DKB AG, Taubenstraße 7-9, Berlin-Mitte. Anmeldung per E-Mail an kontakt@unendlich-viel-energie.de oder per Anmeldeformular an 030 200 535 51.

28.09.2007   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Naturstrom AG schließt Vertrag zur Direktabnahme von Windstrom

Mit der Naturstrom AG hat erstmalig ein Stromanbieter in Deutschland einen kompletten Direkt-Abnahmevertrag mit einer Windkraftanlage geschlossen. Ab sofort nehme das Düsseldorfer Unternehmen den gesamten erzeugten Strom einer Windkraftanlage in Büren (Kreis Paderborn) ab. Die Anlage erzeuge rund 1,6 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, was dem Verbrauch von rund 500 Haushalten entspreche, so die Naturstrom AG. Zustande gekommen sei diese Zusammenarbeit durch einen Formfehler, aufgrund dessen der Anlage eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) durch den Netzbetreiber RWE vorerst verweigert worden sei. Durch das EEG wird im Normalfall der wirtschaftliche Betrieb von Neuanlagen zur Stromerzeugung ermöglicht. Mit dem Alternativangebot von RWE wäre die Anlage nicht mehr rentabel zu betreiben gewesen, so die Naturstrom AG. Naturstrom garantiere nun die komplette Stromabnahme zu einem angemessenen Preis, der dem Erzeuger bis zur Beilegung der Auseinandersetzung mit dem Netzbetreiber die Existenz sichere. 

Bei Naturstrom bewege sich noch einiges mehr. Schon Mitte August habe das Unternehmen zwei neue Windkraftanlagen in Hüll in Niedersachsen in Betrieb genommen. Möglich geworden sei dieses Engagement durch die im Strompreis enthaltene hohe Förderung zum Neuanlagenbau, die durch das Grüner Strom Label zertifiziert sei. Damit spiele Naturstrom auch weiterhin eine führende Rolle bei der Neuanlagenförderung seitens der Stromanbieter. Bis heute sei auf diese Weise bundesweit der Bau von über 130 Neuanlagen zur Nutzung von Wind, Wasser, Sonne und Biomasse von Naturstrom unterstützt worden. "Kein anderer Stromanbieter setzt sich in so hohem Maße für die Förderung von Neuanlagen ein. Nur so allerdings lassen sich ehrgeizige Klimaschutz-Ziele, wie das von Bundeskanzlerin Merkel erreichen, den Anteil grüner Quellen bei der Stromerzeugung bis 2020 auf 40 Prozent erhöhen zu wollen", stellt Geschäftsführer Oliver Hummel heraus.

Die jüngsten Preiserhöhungen der großen Stromversorger und die Zwischenfälle bei diversen Atomkraftwerken in der letzten Zeit hätten einen wahren Wechselboom ausgelöst. In diesem Jahr verzeichne Naturstrom ein rasantes Wachstum an Kunden, die sich bewusst für den Wechsel zu Erneuerbaren Energien entscheiden.

28.09.2007   Quelle: Naturstrom AG; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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aleo solar AG: Photovoltaik-Module für den nordamerikanischen Markt zertifiziert

Solarmodul von aleo solar
Solarmodul von aleo solar

Der aleo solar AG steht ab sofort der nordamerikanische Markt für Solarmodule offen: Auf der Solar Power Expo & Conference im kalifornischen Long Beach erhielt Uwe Bögershausen, Vorstandsmitglied der aleo solar AG, für die aleo-Modultypen S_16 und S_18 das Sicherheitszertifikat UL 1703, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit diesem Prüfsiegel kann die aleo solar AG ihre Solarmodule künftig in den USA und in Kanada vertreiben. Beim Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), das einen Großteil der Testreihen durchführte, bestanden die Module die Prüfung auf Alterungsbeständigkeit, Sicherheit der elektrischen Isolierung, mechanische Stabilität und das Brandverhalten, so wie das die internationalen Sicherheitsprüfungen nach ISO 61730 und UL 1703 vorsehen.  aleo solar geht davon aus, dass auch nach 25 Jahren keine Mängel zu erwarten sind. "Damit sind wir 'ready to go' für den US-Markt", sagt Christopher Dunne, Vertriebsleiter International der aleo solar AG. Der Startschuss für den Vertrieb werde fallen, sobald die Rahmenbedingen etwas günstiger seien.



aleo erwartet politischen Umschwung hin zu einer stärkeren Förderung der erneuerbaren Energien in den USA

"Das Preisniveau in den USA ist derzeit noch zu unterschiedlich zum europäischen Markt", erklärt Uwe Bögershausen. Dies werde momentan noch durch den starken Euro verstärkt. "Wir beobachten den US-Markt genau. Ab Ende des kommenden Jahres erwarten wir einen politischen Umschwung hin zu einer stärkeren Förderung der erneuerbaren Energien", sagt Vertriebschef Dunne. In einzelnen Bundesstaaten wie Kalifornien, New York oder New Jersey sei bereits früher mit mehr Anreizen für den Photovoltaik-Markt zu rechnen.
"Mit den europäischen und nordamerikanischen Sicherheitszertifikaten für Solarmodule ist aleo solar praktisch für den gesamten Weltmarkt gewappnet", so Uwe Bögershausen. Da US-Unternehmen bei Projekten den Nachweis der heimischen Normen forderten, könnten sie künftig Module von aleo solar einsetzen.

27.09.2007   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG,
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Solar-Forschung macht Deutschland zum weltweiten Technologieführer

Berührungslose Methode zur Solarzellen- Kontaktbildung.
Berührungslose Methode zur Solarzellen-
Kontaktbildung

Vom 26. bis 27. September findet an der Leibniz Universität Hannover eine gemeinsame Tagung des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) und des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) statt. Schwerpunkt ist die Entwicklung innovativer Produktionstechnologien. Forschung und Industrie haben in Deutschland in den vergangenen Jahren modernste Fertigungsverfahren zur Marktreife gebracht und damit Deutschlands Rolle eines Technologieführers in der weltweiten Solarwirtschaft ermöglicht.   Auf der Tagung präsentieren internationale Experten die neuesten Entwicklungen der Produktionstechnologien für den weltweit boomenden Solarmarkt auf dem Weg vom Forschungslabor zur industriellen Massenfertigung. "Umwelttechnologien und insbesondere die innovativen Energietechnologien sind die Leitmärkte der Zukunft. Wer das zuerst versteht, hat gegenüber anderen Akteuren im Wettbewerb eine Reihe von Vorteilen", sagt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der die Schirmherrschaft der Tagung übernommen hat.


Forschungsförderung wichtige Voraussetzung für deutsche Spitzenstellung

Deutschland bietet der Solarenergie viele Standortvorteile: Maschinenbau, Zulieferindustrie und Solarenergieforschung sind sehr gut entwickelt. Doch hat ein harter internationaler Wettbewerb eingesetzt, da immer mehr Länder auf den weltweit wachsenden Solarmarkt drängen und ihre Forschungsanstrengungen intensivieren. Um die Spitzenstellung in einer Leitindustrie des 21. Jahrhunderts zu verteidigen, werden erhöhte Anforderungen an Forschung und Entwicklung in Deutschland gestellt. Mehr Forschungsförderung ist eine wichtige Voraussetzung, betont der FVS in einer Pressemitteilung. Der Forschungsverbund empfiehlt eine jährliche Anhebung der Forschungsmittel für Technologien der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien um 20 Prozent für die nächsten fünf Jahre auf jährlich 400 Millionen Euro. Zudem müsse die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stabilisieren - auch um den industriellen Solarstandort Deutschland weiter zu entwickeln. Die Institute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie forschen und entwickeln Technologien für die Photovoltaik, die Solarthermie und für solarthermische Kraftwerke. Sie bieten den Industriepartnern für gemeinsame Entwicklungsarbeiten eine sehr gute Infrastruktur und eine langjährige Erfahrung, betont der FVS.



Industrietaugliche Lasertechnologie macht Solarzellen billiger

Die am Institut für Solarenergieforschung in Hameln/Emmerthal (ISFH) entwickelte Ultrakurzpuls-Laserprozessierung ermöglicht eine schadensfreie Strukturierung passivierender Oxidschichten auf Solarzellen. Die mit dieser industrietauglichen Lasertechnologie erzeugten Punktkontaktöffnungen gehören zu den Schlüsselelementen für die Herstellung von Hocheffizienz-Solarzellen. Mit dieser Laserstrukturierungstechnologie wird eine produktionsrelevante Alternative zur kostenintensiven Photolithographie bereitgestellt.


Hocheffiziente Si-Solarzelle für die Massenproduktion bei Q-Cells

In einem gemeinsamen Projekt der Q-Cells AG, mit dem ISFH und dem Fraunhofer ISE ist eine rückseitig kontaktierte Hocheffizienz-Solarzelle für die Massenproduktion entwickelt worden, die Wirkungsgrade deutlich oberhalb von 20 Prozent erreicht. Auf Basis dieser Entwicklung will die Q-Cells AG die Investitionsentscheidung für den Bau einer Produktions-Pilotlinie treffen, um die industrielle Massenproduktion dieser neuen Solarzelle vorzubereiten.


Hochgenaues Messverfahren zur Fertigung solarthermischer Kraftwerke

Die Leistung der konzentrierenden solarthermischen Kraftwerke hängt stark ab von der geometrischen Präzision von Kollektoren, Komponenten und Nachführung. Enge Toleranzen stehen jedoch in Konkurrenz zu kostengünstigen Herstellungs- und Fertigungsverfahren. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte ein höchst exaktes optisches und dennoch kosteneffektives Messverfahren, um die Formgenauigkeit der einzelnen Kollektormodule (70 qm) innerhalb einer Fertigungsstraße automatisiert zu überprüfen. Dabei wird eine für Baustellen ungewohnt hohe Messgenauigkeit von 0,3 mm erreicht. Diese gewährleiste, dass mehr als 95 Prozent aller vom Kollektorspiegel reflektierten Sonnenstrahlen das Absorberrohr treffen, heißt es in der Pressemitteilung. Jeder Prozentpunkt, der hier verschenkt würde, bedeute in einem 50 MW-Solarkraftwerk Erlöseinbußen von mehr als 300.000 Euro pro Jahr, das heißt sechs Millionen Euro über eine zwanzigjährige Betriebsdauer. Das DLR vermarktet diese Messtechnik über ein dafür ausgegründetes Unternehmen.


Wirkungsgradrekord neuer Wechselrichter für Photovoltaik-Anlagen

Am Fraunhofer ISE wurde der weltweit erste Photovoltaikwechselrichter mit Siliziumkarbid-Transistoren entwickelt. Durch den Einsatz der neuen MOSFET-Transistoren wurde ein neuer Wirkungsgradrekord für Wechselrichter von 98,5 Prozent erzielt. Die neuen SiC-Transistoren wurden von der Firma CREE (USA) entwickelt und zeichnen sich durch einen extrem kleinen Widerstand und sehr niedrige Schaltverluste bei hoher Sperrspannung aus. Durch höhere Wirkungsgrade und höhere Schaltfrequenzen lassen sich die Kosten und das Gewicht der Wechselrichter deutlich reduzieren. Das Fraunhofer ISE ist exklusiver Partner der Firma CREE.

27.09.2007   Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ISFH,
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EPURON weiht zwei Dünnschicht-Solarparks in Bayern ein

EPURON-Solarpark Kissing.
EPURON-Solarpark Kissing.

Die EPURON GmbH hat am 27.09.2007 zwei Solarparks mit Dünnschicht-Photovoltaikmodulen in Kissing (2,4 MW) und Münster (3,6 MW) bei Augsburg eingeweiht. Beide Solarparks wurden zusammen mit dem lokalen Projektentwicklungsunternehmen IBE GmbH geplant. Die Baudurchführung hat EPURONs Schwestergesellschaft SunTechnics übernommen. Teilaufträge wurden an vier regional ansässige Firmen vergeben. Bis zu 50 Handwerker haben die Solarstrom-Parks in einer Bauzeit von nur drei Monaten fertig gestellt, berichtet EPURON in einer Pressemitteilung. Insgesamt seien auf einer Fläche von über 170.000 Quadratmetern rund 89.000 Module verbaut worden.   Dies entspreche in etwa der Größe von 22 Fußballfeldern. Mit der jährlich erzeugten Strommenge von rund sechs Millionen Kilowattstunden können etwa 1.700 Vier-Familien-Haushalte mit sauberem Solarstrom versorgt werden - vergleichbar mit der Hälfte aller Einwohner von Kissing und Münster. Gleichzeitig werden laut EPURON jährlich etwa 4.500 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart.



Regionale Wirtschaft profitiert von Bauaufträgen

"Wir haben bereits zahlreiche Großprojekte in Bayern realisiert. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass die lokalen Gemeinden und Behörden den erneuerbaren Energien sehr aufgeschlossen gegenüberstehen und das Genehmigungsverfahren für solche Projekte dementsprechend unterstützen. Auch in Kissing und Münster war die Resonanz auf unser Vorhaben von Anfang an positiv", berichtet Christoph Schmitt, Leiter der Photovoltaik-Projektentwicklung bei EPURON. "Wir sind stolz, dass ein Solarpark mit dieser Leistung in unserer Gemeinde installiert wurde. In Zeiten des Klimawandels sollte jede Gemeinde versuchen, ihren Anteil zum Schutz der Umwelt zu leisten. Mit dieser Anlage setzen wir ein klares Zeichen", so Alois Stuber, Bürgermeister der Gemeinde Münster. Der Bürgermeister der Gemeinde Kissing, Manfred Wolf, fügt hinzu: "Als EPURON uns das Projekt vorgestellt hat, waren uns die Vorteile für unsere Gemeinde auf einen Blick ersichtlich. Neben dem aktiven Klimaschutz hat auch unsere regionale Wirtschaft durch den Erhalt von Bauaufträgen von der Realisierung der Anlage profitiert.“


Dünnschichtparks mit einer Gesamtspitzenleistung bis zu 20 Megawatt

Mit der Fertigstellung der beiden Projekte habe EPURON bereits Dünnschichtparks mit einer Gesamtspitzenleistung von rund zehn Megawatt in Bayern installiert. Weitere Projekte sollen noch im laufenden Jahr in Bau gehen, so dass sich das Gesamtvolumen der von EPURON installierten Parks auf Basis von Dünnschichtmodulen auf bis zu 20 Megawatt erhöhe. Darüber hinaus habe EPURON in Süddeutschland Solarparks mit kristallinen Modulen auf Frei- und Dachflächen mit einer Leistung von insgesamt rund 30 Megawatt erbaut.

27.09.2007   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPURON.,
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SYSTAIC übergibt 2,5 MW-Solarkraftwerk in Hessen an Investor und unterzeichnet Vertrag über 30 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Spanien

Im Beisein des Trägers des alternativen Nobelpreises und Mitglied des Deutschen Bundestags, Herrmann Scheer, und weiteren prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde am 26.09.2007 ein Freiland-Solar-Kraftwerk mit einer Nennleistung von 2.500 Kilowatt (kWp) auf dem ehemalig landwirtschaftlich genutzten Gelände "Peterswiese" in Griesheim bei Darmstadt offiziell an den Eigentümer übergeben. Die Anlage geht in der nächsten Woche in Betrieb und soll bis Ende des Jahres noch um 300 kWp auf dann insgesamt 2,8 Megawatt Nennleistung erweitert werden. Ausführungsplanung und Realisierung erfolgten durch die systaic Deutschland GmbH, eine Tochtergesellschaft der systaic AG.   Im Anschluss an die Veranstaltung unterzeichnete Hans-Jörg Hölzenbein, Director International Operations bei SYSTAIC, stellvertretend für die systaic Iberica S.L.U. eine Rahmenvereinbarung über den Bau von Solarstrom-Kraftwerken in Spanien im Umfang von 30 Megawatt. Vertragspartner und Auftraggeber für dieses Projekt sei die Eurovoltaic Plc, London, die auch das Griesheimer Kraftwerk erworben habe, heißt es in der Pressemitteilung. "Wir haben uns zu einer längerfristigen Zusammenarbeit mit der SYSTAIC GRUPPE entschlossen, deren Leistungsfähigkeit und Qualität überzeugend ist und anhand unseres Kraftwerks in Griesheim erneut bewiesen wurde", so Marc Blundell, CEO von Eurovoltaic. "In Spanien werden wir in großem Umfang in Solarstrom investieren. Die SYSTAIC GRUPPE erscheint uns aufgrund ihrer strategischen Aufstellung dort sowie der überzeugenden Leistung und des Know-hows in der Produktion als der ideale Partner", so Blundell weiter.


Kristalline Solarmodule aus dem neuen SYSTAIC-Werk in Landsberg

Das vertraglich fixierte Auftragsvolumen beträgt laut SYSTAIC gut 136 Millionen Euro und soll bis Ende nächsten Jahres vollständig abgewickelt werden. Mit dem Bau des ersten Teilabschnitts werde noch in diesem Jahr begonnen. "Die kristallinen Solarstrommodule für dieses Projekt werden größtenteils aus unserem neuen Werk in Landsberg kommen", erläutert SYSTAIC Vorstand Dipl.-Ing. Olaf Achilles. "Die dort auf neuesten Maschinen gefertigten innovativen Qualitätsprodukte sichern dem Investor langfristig hohe Erträge. Unser neues Werk ist damit ab Inbetriebnahme bereits fast voll ausgelastet. Auch die Versorgung mit Solarzellen ist gesichert", sagt Achilles.

27.09.2007   Quelle: SYSTAIC AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarzellen-Hersteller ersol gewinnt indisch-amerikanisches Photovoltaikunternehmen Solar Semiconductor als neuen Kunden

ersol-Solarzellen künftig auch in Solar Semiconductor-Modulen.
ersol-Solarzellen künftig auch in Solar
Semiconductor-Modulen.

Die ersol Solar Energy AG (ersol) wird ab 2008 multi- und monokristalline Silizium-Solarzellen an den in Indien und USA ansässigen Modulproduzenten Solar Semiconductor Pvt. Ltd. liefern, berichtet ersol in einer Pressemitteilung. Zu diesem Zweck hätten beide Unternehmen am 26.09.2007 auf der diesjährigen US-amerikanischen Photovoltaikmesse Solar Power einen Langfristliefervertrag unterschrieben, der bis 2017 laufe. Es sei vorgesehen, dass ersol Anzahlungen (so genannte Downpayments) von Solar Semiconductor erhält, die dem international tätigen Solarmodul-Hersteller später beim Bezug von Solarzellen in Form einer Kaufpreisreduzierung angerechnet werden. Laut ersol ist eine Lieferung von Solarzellen im Umfang von rund 126 Millionen Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren geplant. 


Fokus auf US-amerikanischen und indischen Solarmarkt

Die Module, die mit ersol Solarzellen gefertigt werden, will Solar Semiconductor sowohl im US-Markt als auch in Projekten in Indien einsetzen. "Die Photovoltaikmärkte USA und Indien weisen ein erhebliches Wachstumspotenzial auf. Durch die Zell-Lieferungen an Solar Semiconductor werden unsere Produkte nun noch stärker Eingang in den aufstrebenden US-amerikanischen Markt finden.
Außerdem ist der indische Solarmarkt für uns äußerst spannend", so ersols Vorstandsvorsitzender Dr. Claus Beneking nach Vertragsunterzeichnung.

Hari Surapaneni, Vorsitzender des Vorstands von Solar Semiconductor, ist von der Qualität der ersol Hochleistungszellen überzeugt: "ersol gilt als Pionier bei der Fertigung von monokristallinen 3-Busbar-Zellen. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam nun unseren Kunden hocheffiziente Solarmodule anbieten können.". Der international ausgerichtete Modulproduzent Solar Semiconductor mit Büros in Kalifornien/ USA und Indien wurde im Jahr 2005 gegründet. Das Unternehmen bietet Photovoltaik-Produkte und Serviceleistungen für den globalen Markt an. Der hohe Grad an Automatisierung in der Produktion und eine umfangreicher Technologie-Plan des Unternehmens entsprechen laut ersol den derzeitigen und zukünftigen Kundenbedürfnissen.

27.09.2007   Quelle: ersol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ersol,
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LRP-Branchengespräch "Photovoltaik in der Praxis - ein Europäischer Erfahrungsaustausch"

Photovoltaik etabliert sich als Industrie.
Photovoltaik etabliert sich als Industrie.

"Die Photovoltaik-Branche ist auf dem Weg zu einer etablierten Industrie, auf dem es noch zahlreiche Herausforderungen zu lösen gilt", so Daniel F. Juncker, Mitglied des Vorstandes der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz (Mainz) bei einer Kundenveranstaltung am 25. September 2007. Das Branchengespräch "Photovoltaik in der Praxis - ein europäischer Erfahrungsaustausch" bot den Rahmen für eine aktuelle Marktanalyse und einen vertiefenden Dialog mit rund 150 Kunden sowie Vertretern der Solar-Branche.   Experten zeigten in ihren Fachbeiträgen Optimierungsstrategien für den unternehmerischen Erfolg auf. "Insbesondere aus dem Blickwinkel von Investoren und Projektentwicklern, die unter strengen Renditegesichtspunkten über ein Engagement in Solarkraftwerke entscheiden und die Perspektiven der Branche bestimmen, wollen wir in einen Dialog über technologische Alternativen und Strategien in Fragen der rechtlichen und steuerlichen Gestaltung, Risikoverteilung und Finanzierung treten. Neben unserer eigenen Expertise in diesem Wachstumsmarkt haben wir hierzu profilierte Fachleute zu einzelnen Themenkreisen herangezogen, deren Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des Photovoltaik-Marktes im europäischen Kontext eine Orientierung geben soll", so Juncker.



LRP finanziert 6,5 MW-Solarpark in Spanien

Gerade im Marktsegment der erneuerbaren Energien zähle die LRP zu den wettbewerbsstarken Partnern, heißt es in der Pressemitteilung. Die LRP sei innerhalb des LBBW-Konzerns kompetenter Partner für die Strukturierung und Finanzierung von Vorhaben in der Photovoltaik, Biomasse und Geothermie. Die erfolgreiche Begleitung von Unternehmens- und Projektfinanzierungen in diesen Segmenten stehe seit Jahren im Fokus, aktuell auch in Spanien und Griechenland. Mit der Finanzierung eines 6,5 MW-Solarparks in Spanien habe die LRP unlängst wieder ihre Expertise und Umsetzungskompetenz im europäischen Ausland unter Beweis gestellt. Spanien ist nach einem dynamischen Wachstum in den letzten Monaten derzeit nach Deutschland der zweitgrößte Photovoltaik-Markt in Europa, die LRP sieht hier auch künftig sehr attraktive Geschäftspotenziale.


Referate zur Solarstrom-Vergütung, zur Dünnschicht-Technik und zum Photovoltaik-Massenmarkt

Den Ausgangspunkt des LRP Forums bildete die Opening Keynote von Dr. Karin Freier, BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, zum Thema "Spannungsfeld zwischen Technologien, Kosten und Vergütung". Dann referierte Stephan Droxner, LBBW Research, über die Steuerung der Nachfrage über den Preis und die Grenzen der staatlichen Förderprogramme (EEG). Im Anschluss daran versuchte Michael Harre, Marketing & Sales Schott Solar GmbH, einen "fairen" Vergleich zwischen "Dünnschicht contra Kristallin", Stephan Hansen, Geschäftsführer von First Solar GmbH, zeigte den Weg zum Photovoltaik-Massenmarkt auf, und Bernhard Dimmler, Mitglied der Geschäftsleitung Würth Solar GmbH & Co. KG, berichtete über "Dünnschicht - Technologien im Wettbewerb" sowie deren Chancen und Risiken. Mit dem Fokus auf die Zielmärkte Spanien und Griechenland beleuchteten weitere Experten Finanzierungswege sowie rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, und Antje Gruber, Direktorin LRP Projektfinanzierungen, erläuterte Strategieansätze und finanzierungsfähige Strukturen sowie welche Projekte die besten Erfolgsaussichten und Finanzierungschancen haben.


Handouts einiger Vorträge können im Internet abgerufen werden unter http://www.lrp.de/WEBSITE/pressemeldungen/pressemeld_2007_09_26.asp.

27.09.2007   Quelle: LRP Landesbank Rheinland-Pfalz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: First Solar,
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IBC SOLAR AG weiht erstes Tochterunternehmen in Griechenland ein

Sitz der IBC Solar in Athen.
Sitz der IBC Solar in Athen.

Die IBC SOLAR AG (Bad Staffelstein), eines der weltweit führenden Photovoltaik-Systemhäuser, hat ihr erstes Tochterunternehmen in Griechenland eingeweiht. Das Joint Venture mit Lanitis Solar Ltd. firmiert unter IBC SOLAR A. E. und wird zu 51% von IBC gehalten. Von Athen aus bedient Geschäftsführerin Maria-Eleni Vafeidadou mit ihren derzeit fünf Mitarbeitern den rasant wachsenden Markt und baut das Vertriebsnetzwerk auf. "Mit der Einweihung unseres griechischen Tochterunternehmens setzten wir unseren Expansionskurs fort und bekennen uns zu einem der wichtigsten Wachstumsmärkte in Europa", sagte Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der IBC SOLAR AG, bei der Einweihung. IBC SOLAR A.E. habe bereits im März dieses Jahres die Geschäftstätigkeit aufgenommen und plant, eine führende Position im Markt zu erreichen. 


Einspeisevergütung und Einstrahlungswerte begünstigen Photovoltaik-Wachstum

Der griechische Markt für Photovoltaik entwickelt sich laut IBC Solar rasant: Allein 2006 seien rund 6,7 Megawatt Solarstromleistung (MW) installiert worden. Bis 2020 sollen 700 MW Strom aus Photovoltaik produziert werden. Begünstigt werde die Entwicklung durch die Einspeisevergütung von 40 Cent bis 50 Cent pro Kilowattstunde, je nach Größe und Ort der PV-Anlage. Die hohen jährlichen Einstrahlungswerte von 1.334 kWp - hier beispielhaft für Athen - tragen ebenfalls zu einer positiven Entwicklung bei.

27.09.2007   Quelle: IBC SOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: IBC Solar AG,
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Tagung: Die Energie der Nachkriegsmoderne

Thermografie zeigt energetische Schwachstellen von Gebäuden.
Thermografie zeigt energetische Schwachstellen
von Gebäuden.

Am 12. und 13. Oktober 2007 findet die Tagung "Energie der Nachkriegsmoderne - Nachhaltige Erneuerung von Denkmälern der Nachkriegszeit“ statt. Mit dem Haus der Kulturen der Welt und dem Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin, die beide in diesem Jahr wiedereröffnet wurden, stehen zwei Vertreter dieser Epoche als Veranstaltungsort zur Verfügung. Die Tagung wird organisiert vom Bürgerverein Hansaviertel e.V. in Kooperation mit der Schaustelle Nachkriegsmoderne, dem Landesdenkmalamt und der Studentendorf Berlin-Schlachtensee eG. Die Veranstaltung schließt die Jubiläumsfeiern zum 50. Jahrestag der INTERBAU BERLIN 1957 ab. In vielen Städten sind bis heute Bauzeugnisse der frühen Nachkriegsmoderne erhalten geblieben und künden durch ihr oft avantgardistisches Äußeres vom Aufbruch in eine demokratische und freiheitliche Zukunft. Großflächige Glasfassaden, filigrane Stahlrahmenprofile, Vorhangfassaden, Sichtbeton und markante geometrische Formen sind typische Merkmale dieser Epoche. Nicht wenige dieser oftmals in hoher Geschwindigkeit errichteten Bauten und Anlagen sind heute in die Jahre gekommen und müssen umfangreich energetisch saniert werden.   Konstruktive Mängel, großzügig gestaltete Grundrisse, eine oft fehlende Wärmedämmung aber auch ihre bauliche Gestalt sind Gründe dafür, dass viele dieser Bauten als unrentabel und nur wenig erhaltenswert betrachtet und abgerissen werden.



CO2-Emissionen als Herausforderung für Eigentümer, Architekten und Denkmalschutz

Viele Geschäftsbauten wurden nach erfolgter Sanierung so überformt, dass die ursprüngliche Ästhetik der Gebäude meist nur noch zu ahnen ist. Zusätzlich fordern die aktuellen Veränderungen im Weltklima einen behutsamen Umgang mit der Ressource Energie und eine erhebliche Reduzierung der CO2-Emissionen - eine Herausforderung für Eigentümer, Architekten und Denkmalschutzbehörden die Diskussion über zukunftsfähige Lösungsansätze zu starten.


Denkmalschutz und Energieeffizienz sind kein Widerspruch

Die Tagung Energie der Nachkriegsmoderne ist als Praxisforum geplant und richtet sich an Architekten, Ingenieure, Denkmalpfleger, Wissenschaftler, Bauherren, Bewohner und Nutzer, aber auch an interessierte Laien. Erfahrungen und Zukunftsperspektiven im Umgang mit der denkmalgerechten und energetischen Erneuerung von Bauten der Nachkriegsmoderne stehen im Mittelpunkt. Exkursionen zu den einzelnen Objekten und fachliche Dialoge und Diskussionen vor Ort bilden den Schwerpunkt. Mit der Vorstellung verschiedenster Realisierungskonzepte in Berlin soll gezeigt werden, dass Denkmalschutz und Energieeffizienz nicht im Widerspruch zu einander stehen müssen, sondern in einen spannungsreichen Dialog treten können. Ebenso wie bei den denkmalgeschützten Bauten früherer Epochen sind auch für die Bauten der Nachkriegsmoderne zeitgemäße und innovative haustechnische Anlagen realisierbar, ohne den Denkmalwert der Bauten und Anlagen zu zerstören.

Weitere Informationen: http://www.buergerverein-hansaviertel-berlin.de und http://www.schaustelle-nachkriegsmoderne.de

27.09.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bürgerverein Hansaviertel e.V.,
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EPURON tritt in amerikanischen Photovoltaik-Markt ein

Modell des Solarparks von Exelon und EPURON
Modell des Solarparks von Exelon
und EPURON

Auf der Messe "Solar Power" in Long Beach, der US-amerikanischen Leitveranstaltung für regenerative Energien, hat die EPURON GmbH den Abschluss eines Stromabnahmevertrages mit Exelon bekannt gegeben. Das Unternehmen ist einer der größten Stromversorger an der amerikanischen Ostküste. Der Vertrag umfasst die Abnahme von Solarstrom durch Exelon. Damit etabliere sich EPURON, ein Tochterunternehmen der börsennotierten Conergy AG, auf einem der wichtigsten globalen Märkte für Erneuerbare Energien, heißt es in der Pressemitteilung. Ziel sei, in den nächsten Monaten Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 10 Megawatt (MW) zu entwickeln und zu finanzieren, was einem Investitionsvolumen von mindestens 65 Millionen US-Dollar entspreche. Der Strom, der in das Netz von Exelon eingespeist werden soll, wird in einem 3-Megawatt-Solarpark erzeugt, den EPURON in Pennsylvania entwickelt.  SunTechnics, ebenfalls ein Unternehmen der Conergy-Gruppe wird mit dem Bau des Solarparks in Morrisville (Bucks County) beauftragt. Die Anlage soll jährlich 3.700.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen, ausreichend um rund 400 US-Haushalte mit Strom zu versorgen.



In Pennsylvania und an der gesamten Ostküste bricht das Solarzeitalter an

"Mit dem Abschluss des Stromabnahmevertrages haben wir einen Meilenstein bei der Erschließung des US-Marktes erreicht. Wir werden einen der landesweit größten Solarparks entwickeln und finanzieren. Für Pennsylvania und die gesamte Ostküste bricht damit das Solarzeitalter an und EPURON wird dabei eine wichtige Rolle spielen", freut sich Thomas-Tim Sävecke, Geschäftsführer bei EPURON und verantwortlich für das Solargeschäft, über die Zusammenarbeit mit Exelon.


Büros in Sacramento und Philadelphia, Solarpark in New Jersey

EPURON hat nach eigenen Angaben in den letzten Monaten die Voraussetzungen für weiteres substantielles Wachstum geschaffen und zahlreiche erfahrene Finanzierungs- und Projektentwicklungsexperten für sich gewinnen können. Mit Büros in Sacramento und Philadelphia deckt das Unternehmen jetzt sowohl Kalifornien und die Südwest-Staaten als auch die gesamte Ostküste ab. Bereits vor wenigen Wochen konnte das Unternehmen einen ersten Erfolg in New Jersey feiern. Auf dem landesweit bekannten Gelände der New Jersey Meadowlands Commission (NJMC) soll ein Solarpark mit einer Leistung von 700 kW errichtet werden. EPURON habe sich in einem Ausschreibungsverfahren gegen 38 US-amerikanische Wettbewerber durchgesetzt und verhandle nun exklusiv einen Stromabnahmevertrag mit der NJMC, heißt es in der Pressemitteilung.

26.09.2007   Quelle: EPURON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EPURON GmbH,
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SolarWorld AG präsentiert Sunmodul-Produktlinie und Solar Racer auf größter Solarfachmesse der USA

Solar-Rennwagen "SolarWorld No.1".

Die SolarWorld AG präsentiert sich vom 24. bis 27. September 2007 auf der Messe "Solar Power" in Long Beach (Kalifornien), der größten Solarfachmesse in den Vereinigten Staaten. Die Veranstaltung wurde regelmäßig von einem Fachkongress begleitet und habe sich so in den vergangenen Jahren als wichtigstes Treffen der amerikanischen Solar-Branche etabliert, heißt es in der Pressemitteilung. "Der US-amerikanische Markt und der kalifornische im Besonderen zeichnen sich durch ein schnelles Wachstum aus. Unsere Tochtergesellschaften in den USA tragen erheblich zu unserem weltweiten Wachstum bei", sagt SolarWorld-Vertriebschef Frank Henn. Die SolarWorld-Fabrik im kalifornischen Camarillo produziert Solarmodule für den amerikanischen Markt. Durch die kürzlich erworbene Solarzellen- und -Waferfabrik in Hillsboro (Oregon) mit einer Kapazität von 500 Megawatt (MW) will SolarWorld ihre Stellung als größter Solartechnikhersteller der USA weiter ausbauen.  Der Messestand der SolarWorld AG präsentiert die gesamte Sunmodul-Produktlinie in den Leistungsklassen von 50 bis 215 Watt. Die Module aus dem Hause SolarWorld hätten ihre Qualität erst jetzt wieder in einem Langzeit-Test unter Beweis gestellt. Wie das Fachmagazin PHOTON in seiner aktuellen Septemberausgabe veröffentliche, landeten zwei "Sunmodules" im Vergleich mit anderen großen Herstellern unter realen Test-Bedingungen auf den Plätzen Zwei und Drei.



Solar-Rennwagen zeigt das Potenzial der Sonnenenergie

Am Messestand in Long Beach wird auch ein Nachbau des Solar-Rennwagens "SolarWorld No.1" zu sehen sein. Der Solar-Racer, der ausschließlich von Sonnenenergie angetrieben wird, wurde von Studenten der FH Bochum entwickelt und gebaut, und startet bei der Panasonic World Solar Challenge in Australien vom 21. bis 28. Oktober. "SolarWorld No.1 setzt neue Standards im Motorsport", sagt Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Die SolarWorld AG ist Hauptsponsor des Solar-Rennwagens. "Ziel dieses Sponsorings ist, das Potenzial der Solarenergie und den hohen Stand der Technik in diesem Bereich aufzuzeigen und gleichzeitig unseren Ingenieursnachwuchs zu unterstützen. Indem wir junge Wissenschaftler auf Solartechnologie aufmerksam machen, unterstützen wir die technologische Entwicklung von morgen", so Asbeck weiter.

26.09.2007   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FH Bochum,
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SOLON AG will Photovoltaik-Produktionskapazität auf 500 Megawatt ausbauen

SOLON-Mover in Eco-Huerta de Cabanillas (Spanien).
SOLON-Mover in Eco-Huerta de Cabanillas
(Spanien).

Die Berliner SOLON AG für Solartechnik, einer der größten europäischen Hersteller von Solarmodulen und Photovoltaik-Systemen, plant, ihre konzernweiten Produktionskapazitäten über die Ende 2007 zur Verfügung stehenden 210 Megawatt (MW) hinaus bis Ende 2008 auf insgesamt 500 Megawatt auszubauen. Dafür sollen die Kapazitäten an den bereits bestehenden Produktionsstandorten aufgestockt, werden so das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die Investitionen für diesen Kapazitätsaufbau belaufen sich laut SOLON AG auf rund 40 Millionen Euro.   Mit diesem Schritt reagiere das Unternehmen auf das starke Wachstum des weltweiten Photovoltaikmarktes und die anhaltend hohe Nachfrage nach seinen Photovoltaikmodulen und Kraftwerkssystemen aus dem In- und Ausland.

26.09.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ecotecnia,
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG: Dänischer Investor DKA Consult übernimmt Anteile des Großaktionärs Reinecke

Montage von Solarmodulen der RPSE.
Montage von Solarmodulen der RPSE.

Die dänische Unternehmensgruppe DKA Consult ApS hat mit der RSI Societas GmbH von Namensgeber und Großinvestor Jörn Reinecke vereinbart, ihr Aktienpaket von gut 650.000 Aktien an der Reinecke + Pohl Sun Energy AG (RPSE) zu übernehmen, berichtet die Reinecke + Pohl Sun Energy AG in einer Pressemitteilung. Für die DKA Consult ApS sei die Beteiligung an dem Photovoltaik-Unternehmen ein wichtiger Schritt einer strategischen Partnerschaft mit der RPSE, bei der die Finanzgruppe sowohl als Investor als auch als Auftraggeber für Solarstrom Großprojekte auftrete. Der Vertrag sei auf Initiative des Vorstands der RPSE und aufgrund der bestehenden vertrauensvollen Projektkontakte entstanden.   "COLEXON, die operative Tochter der Reinecke + Pohl Sun Energy AG, realisiert für uns verschiedene Solaranlagen-Projekte. Uns überzeugt die Kombination aus hoher Fachkompetenz im Solaranlagenbau mit einer pragmatischen und sehr kundenorientierten Arbeitsweise", begründet Lasse Lindblad, Alleinaktionär der DKA Consult Gruppe, die Beteiligung. "So hat das Unternehmen unserer Einschätzung nach in diesem Jahr einen eindruckvollen Turnaround hingelegt und die Grundlagen für eine solide Neupositionierung am Markt geschaffen. Die Einstiegsmöglichkeit erscheint uns zum jetzigen Zeitpunkt sehr günstig."



Umbenennung in COLEXON AG geplant

"Wir sind stolz, mit DKA einen langfristigen strategischen Investor gefunden zu haben, für den wir zugleich in Zukunft wichtige Solarkraftwerks-Projekte umsetzen werden", so Thorsten Preugschas, Vorstand der RPSE AG. "Die Beteiligung von DKA war nur dank Herrn Reineckes Bereitschaft zum Verkauf seiner Aktien möglich. Sie gibt uns große Sicherheit in der weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie." Preugschas selbst hält nach eigenen Angaben weiterhin ein Aktienpaket von knapp 3 %. Da die ursprünglichen Namensgeber der Gesellschaft, Jörn Reinecke + Gerd-Jürgen Pohl, nicht mehr beteiligt sind, strebt der neue Großaktionär DKA auf der nächsten Hauptversammlung eine Umbenennung der börsennotierten Reinecke + Pohl Sun Energy AG in COLEXON AG an. Das stelle zugleich die konsequente Fortsetzung der Markenstrategie dar, da das operative Geschäft bereits unter der Marke COLEXON erfolge.

26.09.2007   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RPSE AG,
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Industrieforum thematisiert aktuelle Herausforderungen der internationalen Holzpelletsmärkte

Wichtige Fachinformationen erhalten Experten auf der Interpellets.
Wichtige Fachinformationen erhalten
Experten auf der Interpellets.

Beim 7. Industrieforum Pellets berichten Referenten aus der Pelletsindustrie, der Politik und von Verbänden über aktuelle Entwicklungen des deutschen und internationalen Pelletsmarktes. Die zunehmende Internationalisierung der Branche spiegle sich auch im Teilnehmerkreis wider, berichten die Veranstalter: Insgesamt werden über 400 Fachleute aus 25 Nationen erwartet. Das 7. Industrieforum Pellets findet statt vom 9. bis 10. Oktober im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS). Neuheiten aus der Pelletstechnik präsentiert die Interpellets 2007 vom 10. bis 12. Oktober in der Neuen Messe Stuttgart. Die Interpellets ist Deutschlands einzige Fachmesse die sich ausschließlich auf Holzpellets konzentriert.  Welche Chancen und Risiken die kommenden Jahre für die deutsche und internationale Pelletsbranche bieten, steht auf der Tagesordnung des ersten Kongresstages.



Günstige Rahmenbedingungen für die weltweite Pelletsbranche

Denn die Rahmenbedingungen für eine positive Marktentwicklung sind günstig: Die Fördersätze im deutschen Marktanreizprogramm wurden jüngst um 50 Prozent angehoben, CO2-Einsparungen werden ebenso weltweit diskutiert wie regenerative Wärmegesetze. Über die politischen Bedingungen für den regenerativen Wärmemarkt in Deutschland und der EU referiert Dr. Bernhard Dreher vom Umweltbundesamt. Dr. Christian Rakos vom Verband proPellets Austria berichtet über die Entwicklung der internationalen Pelletsmärkte.


Normen und Verordnungen von übergreifender Bedeutung für die Pelletsbranche

Welchen Anforderungen der junge Pelletsmarkt unterliegt, der sich zunehmend global gestaltet, ist ebenfalls Thema des Industrieforums. Europaweit gültige Qualitätsstandards des Brennstoffs Holzpellets auf Basis der bereits bestehenden nationalen Standards wie DINplus oder ÖNORM zählen ebenso zu den Themen wie stabile politische Rahmenbedingungen.

Normen und Verordnungen bilden die Schwerpunkte des zweiten Kongresstages des 7. Industrieforum Pellets. Robert Kunde vom Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. ist einer der Referenten zum Thema Feinstaub. Die geplanten Änderungen bei den Immissionsschutzverordnungen werden aus Sicht des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks und der Industrie behandelt. Neue Entwicklungen im Bereich der Pelletsproduktion und der Feuerungstechnologie werden in eigenen Workshops vorgestellt. Ein weiterer Workshop präsentiert verschiedene Kampagnen-Konzepte der Erneuerbaren-Energien-Branche und zeigt Möglichkeiten des Krisenmanagements auf.

"Der Pellets-Kunde verlangt in allen Ländern ein homogenes Produkt. Qualitätsmanagement und Versorgungssicherheit sind nur zwei der Themen, die die Branche international bewegen“, sagt Barbara Pilz, Projektleiterin des 7. Industrieforum Pellets. Teilnehmer aus insgesamt 25 Nationen spiegeln die internationale Orientierung des 7. Industrieforum Pellets wider. Neben Deutschland, Österreich, den USA und Neuseeland sind auch Teilnehmer der wichtigsten Exportmärkte von Holzpellets dabei - die baltischen Republiken, Finnland, Russland, Polen sowie Kanada.


Neue Pellets-Technologien auf der Fachmesse Interpellets 2007

Neue Technologien und Trends des wachsenden Pelletsmarktes finden Fachbesucher auf der Interpellets 2007. Die gesamte Wertschöpfungskette rund um Holzpelletsheizungen ist vertreten und präsentiert ihre Produkte und Dienstleistungen - vom passenden Lagerungsmodell über Kessel und Öfen bis zum Schornsteinsystem.

Die Interpellets findet vom 10. bis 12. Oktober 2007 in der Neuen Messe Stuttgart statt. Der Veranstalter Solar Promotion erwartet zirka 150 Aussteller und 6.000 Besucher, davon rund 20 Prozent aus dem Ausland. Die ersten beiden Tage sind ausschließlich den Fachbesuchern vorbehalten. Am 12. Oktober ist die Interpellets 2007 von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr auch für Endverbraucher geöffnet.


Weitere Informationen http://www.interpellets.de/ und http://www.pelletsforum.de/

26.09.2007   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH,
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Europäisches Parlament spricht sich für Verpflichtungen zur Nutzung erneuerbarer Wärme aus

Solarwärme soll bei Neubauten und Sanierungen Pflicht werden.
Solarwärme soll bei Neubauten und
Sanierungen Pflicht werden.

Am 25.09.2007 hat das EU-Parlament mit eindeutiger Mehrheit den so genannten Thomsen Report bestätigt, der sich mit dem Fahrplan (Roadmap) für erneuerbare Energien in Europa beschäftigt. Wesentlich für die Zukunft der Solarthermie sei, dass darin alle Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, ordnungsrechtliche Vorgaben für die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energiequellen zu machen, zumindest für Neubauten und im Zuge umfangreicher Sanierungen. Das berichtet der europäische Solarwärme-Industrieverband ESTIF in einer Pressemitteilung.   Der Thomsen-Bericht ist laut ESTIF die erste umfassende Stellungnahme des Europäischen Parlaments nachdem sich die EU-Staatschefs im Frühjahr auf das verbindliche Ziel eines Anteils der Erneuerbaren von 20 % bis zum Jahr 2020 geeinigt hatten. Die Abstimmung vom 25.09. ebene den Weg für eine Stellungnahme des Parlaments zu dem angekündigten Vorschlag der EU-Kommission für eine Richtlinie für erneuerbare Energien, die Maßnahmen enthalten soll, welche Europa ermöglichen sollen, dieses Ziel zu erreichen.


Neue EU-Richtlinie soll auch Wärmeversorgung umfassen

Bislang war die Solarwärme nicht Gegenstand der europäischen Gesetzgebung. EU-Richtlinien sind zwar in Kraft zur Förderung von Ökostrom und erneuerbarer Energien im Transport und im Verkehr, doch die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien blieb außen vor. Dies hat sich laut ESTIF in den vergangenen Jahren geändert, und es sei sicher, dass die neue Richtlinie künftig auch erneuerbare Wärmequellen fördern wird, heißt es in der Pressemitteilung.

Mit dem Votum vom 25. September fordert das Parlament die Kommission auf, sicherzustellen, dass "jeder Vorschlag für eine Rahmenrichtlinie zu den Erneuerbaren wirksame Maßnahmen zur Förderung der Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien enthält", zitiert ESTIF den Parlamentsbeschluss. Das Parlament verlangt weiter, die Kommission solle die Einführung der erfolgreichsten Regelungen, welche die Solarwärme-Nutzung verbindlich machen, in allen Mitgliedsstaaten beschleunigen, zumindest dann, wenn Gebäude im großen Stil saniert oder neu errichtet werden. Dabei soll ein Mindestanteil erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärmebedarfs vorgeschrieben werden, wie dies in einer wachsenden Zahl von Regionen und Kommunen bereits der Fall ist.


ESTIF: Zukunftsorientierte Energiepolitik braucht Solar-Pflichten

Raffaele Piria, Policy Direktor der European Solar Thermal Industry Federation, kommentiert: "Wir begrüßen diese klare Aussage des Europäischen Parlaments außerordentlich. Gebäude, die jetzt errichtet werden, werden bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts stehen - und dann werden Öl, Gas und Uran sehr knapp und teuer sein. Weil der Markt allein nicht genug Anreize bietet, den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, brauchen wir Solar-Pflichten. Nun gilt es, den Europäischen Rat zu überzeugen, damit auch die nationalen Regierungen Solar-Pflichten unterstützen.

In der vergangenen Woche veröffentlichte ESTIF einen umfassenden Überblick zu den Erfahrungen mit Solar-Pflichten mit Leitlinien für eine erfolgreiche Umsetzung.

Lesen Sie zu diesem Thema auch " Solar-Pflicht: ESTIF veröffentlicht erste Vergleichsstudie zu Erfolgsrezepten für die Solarthermie "

26.09.2007   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bundesverband Solarwirtschaft,

 

Schweizer Forscher entwickeln Konzept für "Solar-Inseln" zur Strom- und Wasserstoffproduktion

Das Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie CSEM hat mit der Regierung des Emirates Ras Al Khaimah (RAK) der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) einen Vertrag unterzeichnet, um den Prototyp einer "Solar-Insel" zur Erzeugung von Strom und Wasserstoff zu entwickeln. Das mit fünf Millionen US Dollar dotierte Projekt habe zum Ziel, ein Konzept für die großflächige Umwandlung von Solarenergie in Wasserstoff und Elektrizität zu sehr niedrigen Kosten als machbar zu erweisen, heißt es in der Pressemitteilung des Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA (CSEM). Das Konzept sieht vor, große "Solar-Inseln" schwimmend auf dem Meer zu bauen.  Diese schwimmenden Riesen-Inseln sollen mit Solarmodulen bestückt werden, die Sonnenenergie in Elektrizität und/oder Wasserstoff verwandeln. Eine Vorversion einer solchen Solar-Insel, bestückt mit thermosolaren Panelen, werde in der Wüste der Vereinigen Arabischen Emirate aufgebaut und getestet, so das CSEM.



Prototyp mit 100 m Durchmesser wird in der Wüste gebaut

Mit dem Bau des Prototyps soll laut CSEM noch 2007 begonnen werden. Die erste Insel werde kreisförmig mit einem Durchmesser von 100 Metern gebaut. Sie wird laut CSEM in der Wüste konstruiert, über dem Wüstenboden "schwebend" und sich nach der Sonne ausrichtend. Ein mit Wasser gefüllter Kanal soll es dem äußeren Ring der Prototyp-Insel erlauben, zu schwimmen. Die Plattform entspreche konzeptuell den geplanten Solarinseln auf dem Meer, wobei der Bau des Prototyps auf dem Festland statt auf dem Meer den Beweis der Machbarkeit stark vereinfache.


Jährliche Energieproduktion von 2.2 Gigawattstunden (GWh) als Ziel

Die Projektpartner streben an, dass der Prototyp bis Ende 2008 in Betrieb geht. Er umfasse unter anderem ein thermisches Energiereservoir und werde unabhängig von Tages- oder Nachtzeit 24 Stunden pro Tag Energie liefern. Die Zielkosten der Prototyp-Anlage beziffert das CSEM mit weniger als 100 US-Dollar pro Quadratmeter. Die Spitzenleistung soll ein Megawatt (MW) betragen, die mittlere Leistung zirka 250 Kilowatt (kW). Es werde mit einer jährlichen Energieproduktion von 2.2 Gigawattstunden (GWh) gerechnet, heißt es in der Pressemitteilung des CSEM.


CSEM-Vorstand: "Technologie für die Zukunft der Energieversorgung"

Das CSEM und seine Niederlassung in den Emiraten erhielten den Auftrag von der Ras Al Khaimah Investment Authority (RAKIA). Das Vorhaben wird vom CSEM-Zentrum in Alpnach geleitet. Das Konzept der Solar-Inseln basiere auf Patenten, die vom CSEM angemeldet worden seien; RAKIA erhalte mit dem vorliegenden Vertrag gleichzeitig ein Nutzungsrecht dieser Konzepte. Dr. Thomas Hinderling, Vorstand des CSEM, zeigt sich sehr erfreut, dass die Regierung von RAK das innovative Projekt vorantreiben will: "Dies ist für uns ein großer Vertrauensbeweis und eine Chance, im Aufbau und der Durchführung des Projekts viele Erfahrungen mit einer Technologie zu sammeln, die für die Zukunft der Energieversorgung unserer Welt von größter Wichtigkeit ist. Wenn die Resultate positiv ausfallen, werden sie einen signifikanten Einfluss auf die zukünftige Entwicklung und Nutzung der Solarenergie haben."

Dr. Khater Massad, Vertreter von RAKIA und Hauptberater des Kronprinzen Sheikh Saud Bin Saqr Al Qasimi, ergänzt: "Die Regierung von Ras al Khaimah ordnet innovativen Technologien größte Bedeutung zu. Wir haben im CSEM einen erstklassigen und vertrauenswürdigen Technologiepartner gefunden, der uns hoffentlich noch lange mit innovativen Ideen überraschen wird!“


Das 1984 gegründete CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA) ist ein privates Forschungs- und Entwicklungszentrum, das sich auf Mikro- und Nanotechnologie, Mikroelektronik, Systems Engineering und Kommunikationstechnologien spezialisiert hat. Bis heute wurden durch das CSEM nach eigenen Angaben insgesamt 23 Jungunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden gegründet. Über 300 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten wissenschaftlichen und technischen Bereichen arbeiten für das CSEM in Neuchâtel, in Zürich und in Alpnach.
Weitere Informationen unter http://www.csem.ch

26.09.2007   Quelle: Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Festo AG: Zukunftsweisendes Energiekonzept mit Solarthermie, Photovoltaik, BHKW und Brennstoffzelle

Solarstrom-Dach von Festo in St. Ingbert.
Solarstrom-Dach von Festo in
Ingbert.

Die Festo AG & Co. KG (Esslingen) liefert nicht nur Lösungen für die Industrie- und Prozessautomation , sie wird ihrem Innovationsanspruch auch mit ihrem Energiekonzept gerecht. An seinem Hauptsitz baut das Unternehmen die größte solare Klimaanlage Europas, am weltweit größten Produktions- und Logistikstandort St. Ingbert (Saarland) integriert Festo neueste Technologien wie Brennstoffzelle, Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage zu einem umweltfreundlichen Energiemix. In Esslingen baut Festo eine Solarthermie-Anlage zur Kühlung und Heizung seiner Bürogebäude. Durch die Einbindung der Solarwärmeanlage in das Wärmesystem sollen jährlich über 500 Megawattstunden (MWh) Primärenergie eingespart werden. Damit leistet Festo einen Beitrag zur CO2-Minderung und zur Schonung von Umwelt und Ressourcen.   "Als innovatives Unternehmen wollen wir auch im Umweltschutz Maßstäbe setzen", betonte Dr. Eberhard Veit, Vorstand Produkt- und Technologiemanagement und Sprecher des Vorstands der Festo AG.

Durch einen Brennstoffzellenblock, ein Blockheizkraftwerk (BHKW) und eine Photovoltaikanlage wird am Standort St. Ingbert Energie über umweltfreundliche Energie vor Ort erzeugt. "Mit dem flexiblen Energiesystem können wir optimal auf die sich schnell ändernden Anforderungen der Produktion und des Energiemarktes reagieren. Durch das innovative und effiziente Energienutzungssystem im Werk St. Ingbert hat die eigene Stromerzeugung einen Anteil von 12 %“, erläutert Dr. Veit.


Photovoltaikanlage: Solarstrom aus der Dacheindeckung

Auch die 3.165 Quadratmeter große Solarstromanlage in St. Ingbert sorgt für die Verringerung von CO2-Emissionen. Im Jahr 2006 hat der mit Sonnenenergie erzeugte Strom Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen ersetzt und damit rund 106.000 Kilogramm CO2 eingespart. Auf dem Flachdach der Produktionshalle sind Solarmodule mit einer Nennleistung von jeweils 384 Watt (Wp) verlegt. Die Photovoltaik-Zellen sind in Abdichtungsbahnen mit Einheiten von 6 Meter mal 1,55 Meter integriert. Bei optimaler Sonneneinstrahlung hat die Gesamtfläche eine Spitzenleistung von maximal 186 Kilowatt (kWp).


Brennstoffzelle "HotModule"

Ein Brennstoffzellen-"HotModule" arbeitet hoch effizient im Festo Werk St. Ingbert. Die 8 Meter lange und 3 Meter hohe Brennstoffzelle erbringt 225 Kilowatt elektrische und 180 Kilowatt thermische Leistung. Neben dem Gesamtwirkungsgrad von ca. 80 % erreicht der elektrische Wirkungsgrad mit 47 % verglichen mit anderen Technologien einen hohen Wert. Die Anlage kann mit Gasen wie Erd-, Bio- und Klärgas oder Flüssigbrennstoffen wie beispielsweise Methanol genutzt werden. Der elektrochemische Prozess in der Brennstoffzelle basiert auf einer Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, die Strom und Wärme freisetzt. Anders als bei der Energieerzeugung aus fossilen Energieträgern (z. B. Erdöl) entstehen dabei praktisch keine Emissionen und gleichzeitig wird CO2 eingespart.


Druckluft Energy Award für die Verringerung des CO2-Ausstosses

Auch hinter der effizienten Nutzung von Druckluft verbergen sich enorme Klimaschutzpotenziale. Festo hat sich zum Ziel gesetzt, durch Ressourcenschonung einen Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstosses zu leisten. "In diesem Zusammenhang optimieren wir den Druckluftverbrauch. Somit können wir langfristig Energie effizient nutzen", erläuterte Dr. Veit. Durch Erhöhung der Drucklufteffizienz konnte das Werk St. Ingbert seinen Druckluftverbrauch um 20 % reduzieren und dadurch die CO2-Emissionen senken. Dafür wurde Festo mit dem "Druckluft Energy Award 2007" ausgezeichnet.

26.09.2007   Quelle: Festo AG & Co. KG; pressebox   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Festo AG,
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Neues Photovoltaik-Buch für Einsteiger, Studierende und Profis

Solarstrom-Fachbuch von Prof. Heinrich Häberlin
Solarstrom-Fachbuch von Prof.
Heinrich Häberlin

Die Möglichkeiten und Probleme bei der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom und der Einspeisung des so erzeugten Stromes in das öffentliche Stromnetz möglichst objektiv, umfassend und trotzdem leicht verständlich darzustellen war das Ziel des Fachbuchs "Photovoltaik" von Prof. Dr. Heinrich Häberlin, Dozent an der Berner Fachhochschule für Technik und Informatik. Dar Autor setzt aus diesem Grund nur relativ geringe Vorkenntnisse aus der Physik und der Elektrotechnik voraus. Das Buch behandelt Solarzellen, Solarmodule, Solargeneratoren und ganze Photovoltaikanlagen (Inselanlagen und netzgekoppelte Anlagen), den Blitzschutz sowie die Dimensionierung und die Berechnung des Energieertrags von PV-Anlagen mit Taschenrechner oder Tabellenkalkulationsprogrammen. Für viele Orte in Deutschland, der Schweiz, Österreich und im übrigen Europa sind die nötigen Daten im Buch enthalten. Es werden auch Langzeit-Betriebserfahrungen von netzgekoppelten Anlagen vermittelt. 
Hilfen zur Auslegung der Solarstromanlage und für Ertragsberechnungen

Weiter bietet das Fachbuch umfangreiches Bildmaterial, Aufgaben mit Lösungen, approximative Ertragsberechnungen und Dimensionierungen von PV-Anlagen mit Hilfe der im Buch vorhandenen Tabellen und Daten für Europa. Das 640 Seiten starke Buch richtet sich an Elektrofachleute und Studierende, die sich für Photovoltaik interessieren, aber auch an potenzielle Bauherren oder Anlagenbesitzer und alle, die an Photovoltaik interessiert sind.

26.09.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BEE: 40-Prozent-Ziel zu geringeren Kosten erreichbar

Die deutschen Klimaschutzziele können zu deutlich geringeren Kosten erreicht werden, als vom BDI behauptet, entgegnet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BBE). Mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energien könnten die CO2-Emissionen bis 2020 sogar um 40 Prozent gesenkt werden, ohne dass die Kosten jemals die vom BDI genannte Höhe erreichen, heißt es in der BEE-Pressemitteilung. Hauptursachen für die fehlerhafte Berechnung des BDI seien ein falsch angenommener Ölpreis und die Vernachlässigung erneuerbarer Energien bei den CO2-Minderungspotenzialen. So lasse die Studie zum Beispiel die gesamte Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien außen vor.  "Der BDI bleibt leider weit hinter seinem Anspruch zurück, die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen mit einem Preisschild zu versehen", so Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).


Milan Nitschke: McKinsey hat die Wärme aus erneuerbaren Quellen komplett ausgeblendet

Besonders augenfällig sei, dass McKinsey im Auftrag des BDI mit unrealistisch niedrigen Ölpreisen rechne, betont der BEE. So werde entgegen allen Prognosen und auch entgegen eigenen Annahmen in anderen Studien für 2020 ein Ölpreis angenommen, der real 30 Prozent unter dem heutigen Ölpreis liege. Damit würden alle Effizienzmaßnahmen und auch der Ausbau erneuerbarer Energien teurer scheinen als sie in Wirklichkeit sind. Bei einem Ölpreis, der real auf heutigem Niveau bliebe, würden die vom BDI angegebenen Kosten bis 2020 auf Null zusammenschrumpfen, rechnet der BEE vor. "Allein durch den Ausbau erneuerbarer Energien können wir bis 2020 über 100 Milliarden Euro für Öl- und Gasimporte einsparen", betont Nitzschke. "Die Gutachter unterschätzen deutlich das Potenzial erneuerbarer Energien zur CO2-Minderung. Den Wärmebereich blendet die Studie komplett aus - obwohl das von der Bundesregierung angekündigte Wärmegesetz für Erneuerbare Energien eine der Maßnahmen ist, die der BDI eigens untersuchen lassen wollte", kritisiert der BEE-Geschäfstführer.
Auch das Potenzial der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien liegt bei McKinsey erheblich unter den Erwartungen der Branche der Erneuerbaren Energien. Erneuerbare Energien können insgesamt bis 2020 über 130 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zusätzlich einsparen. McKinsey berechnet für den BDI gerade einmal 48 Millionen Tonnen.

25.09.2007   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik-Unternehmen Mastervolt ernennt Ulrich Trattmann zum General Manager Deutschland

Ulrich Trattmann.
Ulrich Trattmann.

Mastervolt holt für die Leitung seiner deutschen Niederlassung in Hammersbach bei Frankfurt einen Manager mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Solarbranche an Bord. Ulrich Trattmann, der ab 1. Oktober das Deutschland-Geschäft des niederländischen Herstellers von Wechselrichtern, autarken Stromversorgungssystemen sowie Überwachungs- und Regeltechnik verantwortet, machte im Jahr 1982 in Israel als Stipendiat der Carl Duisberg Gesellschaft seine ersten Erfahrungen mit der Solarenergie. Der Solartechnik und Solarenergie sei der Diplom-Ingenieur der Elektro- und Energietechnik und Magister der Mathematik und Physik seitdem fast durchgehend treu geblieben, betont Mastervolt in der Pressemitteilung.   Von 1995 bis 2004 leitete Trattmann als Geschäftsführer die Solaragentur GmbH, ein Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Köln. Die Solaragentur hat in diesem Zeitraum zahlreiche Unternehmen bei der Erschließung von Marktsegmenten in der Solartechnik und beim Aufbau der entsprechenden Geschäftsbereiche durch Konzept- und Strategieberatung sowie Interimsmanagement unterstützt. Auch eine Reihe von Verbänden seien von Solaragentur bei der Entwicklung von Informationskampagnen beraten worden.



Trattmann: Enormes Entwicklungspotenzial der solaren Stromerzeugung in Deutschland

Trattmann kommt von der Möhlenhoff Wärmetechnik GmbH, einem internationalen Anbieter von Regeltechnik und Stellantrieben zu Mastervolt. "Ulrich Trattmann ist durch seine profunden Fachkenntnisse und seine langjährige Erfahrung im direkten und indirekten Vertrieb hervorragend für die Leitung unserer deutschen Niederlassung qualifiziert", sagt Bouke Siebenga, General Manager Solar. "Ich sehe in Deutschland noch ein enormes Entwicklungspotenzial im Bereich der solaren Stromerzeugung. Mastervolt ist als einer der führenden Hersteller von Wechselrichtern auf dem deutschen Markt herausragend positioniert. Diese Marktposition möchte ich weiter ausbauen", erläutert Trattmann seine Ziele bei Mastervolt Deutschland.

Mastervolt gehört nach eigenen Angaben auf dem Gebiet der solaren Stromerzeugung mit mehr als 250.000 installierten Einheiten zu den zehn weltweit größten Anbietern von Wechselrichtern. Bei der autarken Stromversorgung - dies umfasst mobile, marine und netzferne Einsatzgebiete -ist Mastervolt der weltweit führende Anbieter. Die Anforderungen auf diesen beiden Gebieten unterscheiden sich grundlegend. Während bei der solaren Stromerzeugung aufgrund der in vielen Ländern gegebenen attraktiven Einspeisevergütung die Rendite und die Maximierung der Betriebsstunden im Vordergrund stehen, werden an Stromversorgungssysteme auf Schiffen, in Einsatzfahrzeugen und in netzfernen Regionen höchste Anforderungen hinsichtlich Ausfallsicherheit und Stabilität gestellt. Autarke Stromversorgungssysteme entscheiden unter Umständen über Leben und Tod.

Zunehmend kommen hierbei Hybridsysteme mit Photovoltaik-Komponenten zum Einsatz. Die stärker werdende Vernetzung dieser Einsatzbereiche und der korrespondierenden Geschäftsfelder mache ein breites Qualifikationsspektrum in der Elektro- und Energietechnik notwendig, betont Mastervolt. Die Besetzung der Position des General Managers Deutschland mit Ulrich Trattmann spiegle diese Anforderungen wieder.

25.09.2007   Quelle: Mastervolt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Mastervolt,
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Bundesverband Solarwirtschaft startet Informationsportal "Solarwärme jetzt!"

Zum Beginn der Heizsaison bietet das neue Informationsportal www.solarwaerme-jetzt.de Verbrauchern kompakte Informationen, wie sie sich mit Solarwärme unabhängiger von Öl und Gas machen können. Die Internetseiten beantworten häufig gestellte Fragen rund um die Solarthermie und erläutern die Funktion der Anlagen. Interessenten erhalten zudem die wichtigsten Links zur Planung und Realisierung der eigenen Solarwärmeanlage und der Bundesverband Solarwirtschaft vermittelt auf Anfrage kostenlos den Kontakt zu Fachbetrieben. "Die Rekordölpreise zum Beginn der Heizperiode machen deutlich, dass Heizen mit Öl und Gas eine unkalkulierbare Kostenfalle werden kann", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar).  "Seit August dieses Jahres spüren wir einen deutlichen Nachfragesprung bei den BSW-Solar-Internetratgebern zur Solarenergie. Mit dem neuen Informationsportal bieten wir eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich über Solarwärmenutzung informieren möchten", so Körnig weiter.


Bundesregierung hat Förderung von Solarwärmeanlagen um 50 Prozent erhöht

Bereits über eine Million Haushalte in Deutschland nutzen heute die umweltfreundliche und ausgereifte Solarwärme-Technik. Laut einer repräsentativen Haushaltsbefragung des SOKO-Instituts für Sozialforschung und Kommunikation planen hochgerechnet rund 800.000 weitere deutsche Hauseigentümer die Anschaffung einer Solarthermie-Anlage innerhalb der nächsten 24 Monate. Erst kürzlich hat die Bundesregierung die Förderung für Solarwärmeanlagen um 50 Prozent erhöht und damit deutliche Entscheidungsanreize gesetzt. Pro Quadratmeter installierter Solarkollektorfläche erhält der Investor ab sofort 60 Euro vom Staat. Für eine kombinierte Solaranlage mit Heizungsunterstützung beträgt der Zuschuss sogar 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche. Je nach Typ und Größe der Anlage sind damit Förderungen von 400 bis 4.200 Euro möglich.


Weiterhin deutliche Preissprünge beim Öl zu erwarten

"Der Zeitpunkt für den Umstieg auf Solarwärme ist jetzt so günstig wie nie zuvor", betont Körnig. Die Rohölpreise notierten jüngst neue Rekordmarken und stiegen erstmals über die 80 Dollar-Marke pro Faß (Barrel). Im bevorstehenden Winter seien weitere Ölpreishochs zu erwarten, so der BSW-Solar. So rechne auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung weiterhin mit deutlichen Preissprüngen. Das Informationsportal "Solarwärme jetzt" wird von Unternehmen der Solarthermie-Branche gefördert und von führenden Handwerksverbänden unterstützt.

25.09.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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BDI und McKinsey präsentieren umfassenden Katalog für Treibhausgasvermeidung

"BDI initiativ - Wirtschaft für Klimaschutz" und die Unternehmensberatung McKinsey & Company haben am 25.09.2007 gemeinsam in Berlin die Studie "Kosten und Potenziale der Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Deutschland" vorgelegt. Damit verfüge Deutschland als erstes Land der Welt über eine umfassende betriebswirtschaftliche Analyse aller wesentlichen Klimaschutztechnologien einschließlich der Angaben zu den Kosten aus Sicht der Entscheider in Euro pro eingesparte Tonne Treibhausgas, heißt es in der BDI-Pressemitteilung. "Mit der Studie liefern wir einen essenziellen Beitrag zur Bewertung der klima- und energiepolitischen Pläne der Bundesregierung. Wir verstehen die Studie als ein Angebot zur Zusammenarbeit mit der Bundesregierung", sagte der Vorsitzende der Initiative, BDI-Präsident Jürgen Thumann. Erstmals seien die Kosten und Potenziale von mehr als 300 technologischen "Einzelhebeln" zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen aus Sicht der Entscheider ermittelt worden, also der Investoren, der Eigenheimbesitzer, der Autokäufer und vieler anderer, die klimarelevante Entscheidungen treffen, betont der BDI. 
26 Prozent weniger CO2 ohne Einbußen für Wirtschaftswachstum und Lebensqualität sowie unter Beibehaltung des Atomausstiegs

Insgesamt hält die Studie in den vier Sektoren Gebäude, Industrie, Energie und Transport einen Abbau der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 26 Prozent gegenüber 1990 für wirtschaftlich erreichbar - und zwar ohne Einbußen für Wirtschaftswachstum und Lebensqualität sowie unter Beibehaltung des Kernkraftausstiegs, mit durchschnittlichen Vermeidungskosten von bis zu 20 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent. "Weitere Vermeidungshebel existieren. Für deren Realisierung wären jedoch wesentlich höhere Investitionen erforderlich. Bereits eine Reduktion um 31 Prozent würde - unter Beibehaltung des Kernenergieausstiegs - zu deutlich höheren durchschnittlichen Vermeidungskosten zwischen 32 und 175 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent führen", rechnet der BDI vor. Diese resultierten aus der dafür erforderlichen zusätzlichen Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Energieträgermix, die politisch aber schon entschieden ist.


Zwei Drittel der Einspar-Maßnahmen rechnen sich sogar

Der größte Teil der bewerteten Einsparpotenziale lasse sich mit bereits bekannter und erprobter Technik realisieren, etwa zwei Drittel der Maßnahmen rechneten sich sogar - wenn auch nur unter bestimmten politischen Rahmenbedingungen. Eine Reduzierung der Treibhausgase über 31 Prozent hinaus sei ohne Beibehaltung der Kernenergie wirtschaftlich nicht darstellbar, so der BDI.

25.09.2007   Quelle: BDI Bundesverband der Dt. Industrie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Greenpeace zur BDI-Klimaschutzstudie: CO2-Reduktionsziele nicht nur unter Kostenaspekten der Industrie setzen

"Endlich haben auch die Chefetagen der deutschen Industrie verstanden, dass sie bei der Bekämpfung des Klimawandels die Hauptrolle spielen", kommentiert Greenpeace-Energie-Experte Jörg Feddern die Studie "Kosten und Potenziale der Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Deutschland", die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am 25.09.2007 in Berlin vorstellt. Die Studie zeige, dass Deutschland rund 25 Prozent des Ausstoßes von Treibhausgasen so vermindern kann, dass sich die notwendigen Kosten in einem absehbaren Zeitraum rechnen, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung. Nach dieser Zeit würden die Investitionen sogar die Kassen der Unternehmen klingeln lassen, betont die Umweltschutzorganisation. "Doch sollen deshalb die CO2-Reduktionsziele im Sinne des BDI nur unter Kostenaspekten für die Industrie gesetzt werden?", fragt Greenpeace. Die Antwort laute Nein.   Erfolgreicher Klimaschutz brauche schnelles und entschiedenes Engagement. Die von Wissenschaftlern vorgegebenen Reduktionsziele seien keine Option, sondern ein Muss, wenn die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindert werden sollen. "Und deren volkswirtschaftliche Kosten könnten sich allein für Deutschland auf 800 Milliarden Euro summieren. Deshalb müssen wir bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 Prozent reduzieren - ohne Wenn und Aber" fordert Greenpace.


Kritk der Umweltschützer: Studie vernachlässigt erneuerbare Energien und Energie-Einsparpotenziale

Doch genau diesen notwendigen Weg zeige die Studie nicht, kritisieren die Umweltschützer. Statt dessen bevorzugten die Autoren die weitere Nutzung der besonders klimaschädlichen Braun- und Steinkohle und machten sich stark für den Einsatz der Kohlendioxid-Speicherung. "Eine Technik, von der wir heute noch nicht einmal wissen, ob sie funktionieren und was sie kosten wird", kontert Greenpeace. Vernachlässigt würden hingegen der massive Ausbau aller erneuerbaren Energien, die Energie-Einsparpotenziale und der Ersatz von Stein- und Braunkohle durch den effizientesten fossilen Energieträger, das Gas. "Das ist die Handschrift der Energiewirtschaft innerhalb des BDI", so Greenpeace.

Zu Recht fordere die Studie klare politische Rahmenbedingungen, um den CO2-Ausstoß zu verringern, unterstreicht Greenpeace. "Die können im Sinne des Klimaschutzes aber nur heißen: keine neuen Braunkohlekraftwerke, Energieeffizienz steigern und Erneuerbare Energien ausbauen", so Jörg Feddern abschließend.

25.09.2007   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik: Konstanzer Solarzellen-Forschungsinstitut weiht neuen Firmensitz ein

Das International Solar Energy Research Center Konstanz, kurz: ISC, mit Sitz in Konstanz am Bodensee, wurde Ende 2005 von Wissenschaftlern der Universität Konstanz gegründet und zählt sich zu den fünf führenden Photovoltaik-Forschungsinstituten für den Technologietransfer in die Photovoltaikindustrie. Mit seiner angewandten Forschung zur kristallinen Silizium-Photovoltaik will das ISC Konstanz vor allem zur Steigerung der Wirkungsgrade von Solarzellen sowie zur weiteren Senkung der Produktionskosten beitragen. Nachdem im Sommer der Umbau des neuen Unternehmenssitzes im Konstanzer Industriegebiet abgeschlossen wurde, weiht das ISC am 28. September 2007 sein neues Domizil ein.  Das ISC Konstanz beschäftigt sich mit Silizium als Material, der Kristallzucht, mit Dünnschichttechniken und Waferherstellung sowie kristallinen Siliziumsolarzellen (Entwicklung von Industrie-Solarzellen, neue Solarzellkonzepte und hocheffiziente Solarzellen, Entwicklung neuer Herstellungsverfahren und -geräte).


Entwicklung und Erprobung von Solarmodulen und Wechselrichtern

Weitere Arbeitsfelder sind die Modulentwicklung sowie die Entwicklung und Erprobung von Wechselrichtern. Ferner wird eine Entwicklungs-, Ausbildungs- und Testplattform für Wafer-, Solarzellen-, Modul-, und Anlagenhersteller angeboten. Gegründet wurde das Institut Anfang 2006 von Prof. Dr. Ernst Bucher, Leiter des ehemaligen Lehrstuhls für Angewandte Körperphysik der Universität Konstanz, und 17 seiner ehemaligen Studenten. Prof. Dr. Bucher gilt als Pionier im Bereich der Solarforschung. Das Institut sei als gemeinnütziger Verein gegründet worden, so dass es unabhängig arbeiten könne, heißt es in der Pressemitteilung. Nach der Gründung wurde im letzten Jahr das Firmengebäude im Konstanzer Industriegebiet erworben und in Zusammenarbeit mit dem Konstanzer Architekturbüro siedlungswerkstatt komplett umgebaut, während gleichzeitig Verträge mit Partnern abgeschlossen worden seien und die Arbeit an den ersten Forschungsaufträgen aufgenommen wurde. Das ISC beschäftigt aktuell 18 fest angestellte Mitarbeiter, weitere Einstellungen sind geplant.


Finanzierung durch Forschungsaufträge und Zuwendungen von Solar-Unternehmen

Das ISC Konstanz finanziert sich durch Forschungsaufträge sowie finanzielle Zuwendungen von mehreren Unternehmen der Solarbranche wie centrothem, RENA, ersol, BACCINI, Elkem, pv crystalox Solar AG, SEMILAB und sunways Kostanz. Von diesen seien die 3,7 Millionen Euro teure Grundausstattung der Labors sowie die laufenden Kosten übernommen worden. Im Gegenzug werde die Forschung anwendungsnah ausgerichtet, so dass die Ergebnisse in den Unternehmen direkt eingebunden werden können. Die Mitarbeiter der Solar-Unternehmen können sich im ISC weiterbilden. Für die Stadt Konstanz, die im Jahr 1995 dem Klimabündnis der europäischen Städte beigetreten ist, bedeute das ISC Konstanz weltweites Renommee sowie eine deutliche Erhöhung der Attraktivität als Stadt der Wissenschaft.

25.09.2007   Quelle: ISC Konstanz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Indien: EnviTec Biogas und GTZ verbessern die Stromversorgung mit Biogasanlagen

EnviTec und GTZ bringen deutsche Biogas- Technologie nach Indien.
EnviTec und GTZ bringen deutsche Biogas-
Technologie nach Indien.

Die Hälfte aller Haushalte in den ländlichen Gebieten Indiens hat keinen Strom oder nur für wenige Stunden am Tag. Neue und umweltfreundliche Technologien wie Biogasanlagen sollen das jetzt ändern. Um die Versorgung der ländlichen Bevölkerung Indiens nachhaltig zu verbessern, haben die EnviTec Biogas AG und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) eine Kooperation in Form einer "Public Private Partnership" (PPP) beschlossen. Unterstützt werden EnviTec Biogas und GTZ dabei von der indischen Planungs- und Betreiberfirma Malavalli Power Plant Private Limited (MPPPL) mit Sitz in Bangalore.  Während MPPPL die Planung sowie den Betrieb der Anlagen übernimmt, liefert EnviTec Biogas Hardware und Know-how. EnviTec nutzt in der Kooperation Kernkompetenzen der GTZ: Sie etabliert die notwendigen Kontakte zu Behörden, organisiert das Wissensmanagement und unterstützt die Nachhaltigkeit des Vorhabens. Auch von der Erfahrung der GTZ profitiert der Spezialist für Biogasanlagen: Seit 1999 hat die GTZ bereits in 440 PPP-Vorhaben im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums gearbeitet.



Umweltfreundliche Stromversorgung plus Abwärme zur Kühlung landwirtschaftlicher Produkte

Gemeinsam haben die Partner ein neuartiges Energieversorgungskonzept entwickelt: Mit dem Bau großer Biogasanlagen mit einer Kapazität von einem bis fünf Megawatt (MW) soll nicht nur die umweltfreundliche Stromversorgung der Bevölkerung sichergestellt werden. Gleichzeitig soll auch die Abwärme zur Kühlung landwirtschaftlicher Produkte genutzt werden. Das wiederum entlaste beispielsweise Bauern erheblich, da die Kosten für teure Kühlanlagen entfallen und ihre saisonale Abhängigkeit von Zwischenhändlern sinke, heißt es in der Pressemitteilung der GTZ. Zudem würden durch die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Abfälle neue Erwerbsquellen geschaffen und ein wesentlicher Beitrag zu einer nachhaltigen Entsorgung geleistet. "Mit Hilfe von Biogas können wir in Indien einen echten Unterschied machen. Als dezentraler Energieversorger werden wir auch Menschen in abgelegenen und schwer zugänglichen Regionen Elektrizität bringen", sagt Olaf von Lehmden, Vorstand der EnviTec Biogas AG. Wolfgang Schmitt, Geschäftsführer der GTZ, erklärt: "Mit der PPP mit EnviTec Biogas haben wir ein herausragendes Beispiel für die Unterstützung deutscher Unternehmen mit Spitzentechnologie in Schwellen- und Entwicklungsländern".


Anpassung deutscher Spitzentechnologie an die Situation vor Ort

In der Vergangenheit seien ähnliche Konzepte oft daran gescheitert, dass Technologien zwar verfügbar waren, diese aber nicht an die einheimischen Gegebenheiten angepasst wurden, betont die GTZ. "Gerade die Modifizierung deutscher Spitzentechnologie und deren Anpassung an die Situation vor Ort ist entscheidend für die effiziente Biomassenutzung, also einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Stromversorgung durch Biogas", betont Markus Kurdziel, Energieexperte bei der GTZ. Neu ist auch die großflächige Informationsstrategie der Partner: Neben dem eigentlichen Aufbau zuverlässiger Biomasse-Versorgungsketten werden sowohl indische Behörden als auch die Bevölkerung für dieses neue Energiekonzept sensibilisiert und über die Vorteile aufgeklärt. Das Beispiel soll Schule machen.

25.09.2007   Quelle: Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EnviTec Biogas AG,
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Algatec Solarwerke Brandenburg sichern sich Solarzellen für Module mit insgesamt 10 Megawatt

Photovoltaik- Aufdachanlage (30 kW) mit Modulen der Solarwerke Brandenburg.
Photovoltaik- Aufdachanlage (30 kW) mit
Modulen der Solarwerke Brandenburg.

Der Modulhersteller Algatec Solarwerke Brandenburg GmbH mit Sitz in Röderland und die Q-Cells AG (Thalheim) haben am 19.09.2007 einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Solarzellen zur Produktion von insgesamt 10 MW Photovoltaik-Modulen geschlossen, berichtet Algatec in einer Pressemitteilung. Die Solarwerker aus Südbrandenburg hätten den weltweit größten Solarzellen-Hersteller sowohl von der Qualität als auch von der Leistungsfähigkeit der erst 2005 in Betrieb genommen Produktionsanlage überzeugt.   Die Algatec Solarwerke Brandenburg, in der Branche vor allem bekannt als Produzent von Spezialmodulen und Fassadenlösungen, schufen mit den leistungsstarken Q-Cells Zellen ein Hochleistungs-Photovoltaikmodul, welches Sie Anfang September auf der Solarmesse in Mailand/ Italien erstmals offiziell vorstellten. Der nun unterzeichnete Großauftrag bringe der Region zusätzliche Arbeitsplätze. Noch im Oktober sollen bis zu 10 neue Kollegen das Team der Solarwerker verstärken.

25.09.2007   Quelle: Algatec Solarwerke Brandenburg GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Algatec Solarwerke Brandenburg GmbH,
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Photovoltaik-Hersteller Sunways schließt Abkommen zur Siliziumversorgung mit LDK Solar

Sunways-Photovoltaik-Produktlinien.
Sunways-Photovoltaik-Produktlinien.

Die Sunways AG (Konstanz), Hersteller von Solarzellen, Solarmodulen und Photovoltaik-Wechselrichtern, schließt ein zweiseitiges Abkommen mit dem führenden chinesischen Waferhersteller, LDK Solar Co., Ltd. Sunways verkaufe ihre beiden Siemens-Reaktoren inklusive aller zugehörigen Ausrüstungskomponenten an LDK Solar, berichte die Sunways AG in einer Pressemitteilung. Gegenstand des Vertrages seien auch umfangreiche Serviceleistungen bei der Installation und Inbetriebsetzung einer Anlage zur Produktion von Polysilizium, deren komplette Kapazität im Laufe des Jahres 2008 auf 1.000 Tonnen ausgebaut werden soll. Im Gegenzug liefert LDK Solar Sunways Siliziumwafer für eine Produktionsleistung von rund 100 MW pro Jahr.  Insgesamt habe der Vertrag ein Volumen von etwa einem Gigawatt GW und laufe über zehn Jahre, heißt es in der Pressemitteilung.



Basis für langfristige und wirtschaftlich vorteilhafte Rohstoffversorgung

Durch die Partnerschaft mit LDK Solar, einem der führenden Waferhersteller weltweit, sichere sich Sunways eine zuverlässige, langfristige und wirtschaftlich vorteilhafte Rohstoffversorgung. "Die uns ab 2008 zur Verfügung stehenden Wafermengen ermöglichen weitere strategische Schritte und stellen die Unternehmensentwicklung der Sunways AG auf eine verbesserte wirtschaftliche Basis", kommentiert Michael Wilhelm, Vorstandsmitglied der Sunways AG. Sunways habe diesen langfristigen Kontrakt zu attraktiven Konditionen abschließen können. Die zu leistenden Anzahlungen für die Siliziumwafer bewegten sich in einem für den Gesamtumfang des Projektes spezifisch vereinbarten Rahmen. Über die genauen Konditionen der Verträge haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Roland Burkhardt, Vorstandsvorsitzender der Sunways AG: "Mit LDK Solar haben wir einen äußerst leistungsfähigen Partner gefunden. Das Unternehmen hat seit Gründung 2005 ein enormes Wachstumstempo vorgelegt und sich eine stabile und renommierte internationale Kundenbasis aufgebaut. Dies zeugt von hoher Produktqualität und großer Lieferverlässlichkeit."

24.09.2007   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG; Fotograf: Ferit Kuyas, Zürich (CH),
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Gabriel in Washington: Die USA beim Klimaschutz mit ins Boot holen

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hält sich ab dem 24.09.2007 zu politischen Gesprächen in Washington auf. Auf dem Programm seines fünftägigen Aufenthalts in der amerikanischen Hauptstadt stehen Gespräche mit Vertretern der US-Regierung, Politikern aus Senat und Repräsentantenhaus sowie Vertretern amerikanischer Unternehmen und Politikberatungsinstitute. "Die Staatengemeinschaft ist derzeit sehr aktiv, um die wichtige UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali vorzubereiten. Das zeigt: Das Menschheitsproblem Klimawandel steht auf der internationalen Tagesordnung ganz oben. Die Welt weiß, dass die Zeit reif ist, ein erweitertes Klimaabkommen auszuhandeln. Die USA sind hierfür ein wichtiger Partner", sagte Gabriel im Vorfeld seiner Reise.  Bei einem Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll müssten die USA als größter Treibhausgasemittent mit dabei sein, betonte Gabriel. Die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls läuft 2012 aus.

Am Donnerstag und Freitag wird Gabriel auf Einladung des US-Präsidenten Bush an einer Klimakonferenz in Washington teilnehmen. Beim "Major Economies Meeting" treffen sich ranghohe Vertreter der sechzehn Staaten mit den höchsten Treibhausgasemissionen. Bereits am 24. September nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer UN-Sonderkonferenz zum Klimaschutz in New York teil.


US-Kongress, Bundesstaaten und Unternehmen wollen mehr Klimaschutz

Die USA lehnen das Kyoto-Protokoll und bindende Verpflichtungen zum Klimaschutz bisher ab. Allerdings sei in den USA einiges in Bewegung geraten, besonders im Kongress, in den US-Bundesstaaten und in der US-Wirtschaft, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Die Einladung von Präsident Bush sei ein weiterer Beleg dafür. Im Kongress lägen einige fortschrittliche Klimaschutz-Gesetze zur Debatte vor. Mehr und mehr Bundesstaaten würden sich zu Klimabündnissen zusammenschließen und planten, Emissionshandelssysteme nach europäischem Vorbild einzuführen. Viele Unternehmen forderten inzwischen eine landesweite Regulierung der Emissionsobergrenzen. Gabriel: "Diese Entwicklungen machen Mut. Ich bin überzeugt davon, dass sich die USA ihrer Verantwortung beim Klimaschutz stellen werden. In meinen Gesprächen in Washington möchte ich dafür werben und am Beispiel Deutschlands zeigen, dass anspruchsvoller Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum zusammengehen."

24.09.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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UN-Klimasondergipfel: WWF fordert, Bundeskanzlerin Merkel soll Klimaschutzkurs beibehalten

Auf Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon treffen sich am 24.09.2007 mehr als 70 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Unter den angereisten Regierungsvertretern wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sein. "Das Klimathema wurde zur Chefsache gemacht und das ist angesichts der weltweiten Bedeutung der Problematik höchste Zeit", betont Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland. Die Bundeskanzlerin dürfe sich angesichts der "Krokodilstränen" von Teilen der deutschen Wirtschaft nicht beirren lassen und müsse am eingeschlagenen Kurs festhalten, heißt es in der Pressemitteilung des WWF. Bisher habe sich die deutsche Regierungschefin international als Anwältin für den Klimaschutz profiliert.  In New York könne sie dieses Profil schärfen und dazu beitragen, dass von dem Gipfel ein klares Signal ausgehe. Ziel müsse sein, die Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls im Dezember in Bali verbindlich aufzunehmen und 2009 abzuschließen. Der Sondergipfel könne wichtige Impulse für die im Dezember anstehenden UNO-Klimaverhandlungen setzen.

Dem UN-Treffen kommt laut WWF besondere Bedeutung zu, weil es unterstreiche, dass die Klimaverhandlungen nur unter dem Dach der UN zu einem Erfolg führen können. "Wir brauchen tiefgehende verbindliche Reduktionsziele für die Industrieländer und angemessene Klimaschutzbeiträge von Schwellenländern. Alles andere ist Augenwischerei", so Eberhard Brandes. Je später die Weltgemeinschaft die notwendigen Schritte ergreife, desto höher der Preis. Die aktuellen Überschwemmungen in Afrika zeigten einmal mehr, dass der Klimawandel für Millionen Menschen bereits bittere Realität sei. Die Industrieländer als Verursacher des Problems müssten die notwendigen Mittel bereit stellen, um den weniger entwickelten Ländern bei der Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen unter die Arme zu greifen.


WWF: finanzielle Mittel weltweit in saubere Energiequellen umleiten

Für den WWF ist klar, dass das Ende des Zeitalters der fossilen Energieträger bereits begonnen hat. Das New Yorker Gipfeltreffen müsse deutlich machen, dass diese Erkenntnis auch bei den Regierungen angekommen sei, betont der WWF. Ziel müsse sein, überall auf der Welt die finanziellen Mittel in saubere Energiequellen umzuleiten.

24.09.2007   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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S.A.G. Solarstrom AG: Dr. Karl Kuhlmann ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender

S.A.G.-Solarstrompark "Gut Erlasee".

Die Hauptversammlung der S.A.G. Solarstrom AG (Freiburg) hat Dr. Karl Kuhlmann am 19. September mit 98 Prozent der Stimmen in den Aufsichtsrat gewählt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die S.A.G. Solarstrom AG (WKN 702100) ist einer der großen börsennotierten Photovoltaik-Systemintegratoren in Deutschland. Der Konzern ist international ausgerichtet und mit eigenen Tochtergesellschaften in Italien, Österreich, der Schweiz und Spanien vertreten. Dr. Kuhlmann ist Repräsentant der BBV Beteiligung Beratung Verwaltung GmbH, der mit knapp 10 Prozent der Aktien maßgeblichen Aktionärin der S.A.G. Solarstrom AG.  Dr. Kuhlmann folgt Roland Gäng nach, der sein Aufsichtsratsmandat niederlegte. Da für Roland Gäng kein Ersatzmitglied bestellt wurde, war in der Hauptversammlung die Neuwahl eines Aufsichtratsmitglieds für den Rest der Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds erforderlich.



In der Sitzung vom 19. September wählte der Aufsichtsrat Dr. Karl Kuhlmann zum neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende, Dr. Peter W. Heller, ist neuer Stellvertreter. Anna Ulrike Bergheim bildet den dritten Kopf im S.A.G.-Aufsichtsrat. "Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Kuhlmann einen erfahrenen Vertriebs- und Unternehmens-Experten für die Mitarbeit im Aufsichtsrat der S.A.G. Solarstrom AG gewinnen konnten. Gleichzeitig möchte ich mich im Namen des gesamten Gremiums bei Roland Gäng für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit bedanken", sagte Dr. Peter W. Heller.

24.09.2007   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: S.A.G. Solarstrom AG,
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Solar-Pflicht: ESTIF veröffentlicht erste Vergleichsstudie zu Erfolgsrezepten für die Solarthermie

Solarthermie-Aktionsplan für Europa.
Solarthermie-Aktionsplan
für Europa.

Der europäische Solarwärme-Industrieverband ESTIF hat am 18.09.2007 die erste vergleichende Studie zu ordnungsrechtlichen Vorgaben für die Nutzung der Solarenergie veröffentlicht. Die Untersuchung basiert auf einzelnen Fallstudien und Erfahrungen aus fünf Ländern. Laut ESTIF sind Solar-Pflichten ein wesentliches Instrument, um eine nachhaltige Versorgung mit erneuerbaren Energien in Europa zu unterstützen. Unter Solar-Pflichten werden Regelungen verstanden, die festlegen, dass ein Mindestanteil des Heizenergiebedarfs mit Solarenergie gedeckt wird.  In den letzten Jahren wurden Solar-Pflichten in mehreren europäischen Ländern sowie in anderen Staaten, Regionen oder Kommunen diskutiert und zum Teil auch eingeführt. Im Juli 2007 hatte der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie im Europäischen Parlament die EU-Kommission mit großer Mehrheit aufgefordert, die breite Einführung solcher Regelungen in allen Mitgleidsstaaten zu beschleunigen.



"Wir sprechen uns seit Jahren für Solar-Pflichten aus und wir sind erfreut, dass diese auf dem Weg sind politisch mehrheitsfähig zu werden", sagt Raffaele Piria, Policy Direktor der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF). Allein die Ankündigung der neuen technischen Normen zur Gebäudeerrichtung in Spanien, des Código Técnico de la Edificación (CTE) habe eine Investitionswelle in der Solarwärmeindustrie ausgelöst. Dennoch müssten Solar-Pflichten behutsam gestaltet werden. "Es war wichtig gründlich zu analysieren und klare Leitfäden zu erarbeiten - und nun haben wir gute Antworten", so Piria.


Vergleichsstudie zur Solar-Pflicht ist Teil des Solarthermie-Aktionsplans für Europa

Im Rahmen des Solarthermie-Aktionsplans für Europa, hat die ESTIF nun die erste Vergleichsstudie publiziert. Das 60 Seiten starke Papier enthält eine kurze Geschichte der Solar-Pflichten und eine gründliche Analyse der Vorteile und Kosten. Es beschreibt sowohl die notwendigen Qualitätssicherungsmaßnahmen als auch die politischen Leitlinien zur Einführung von ordnungsrechtlichen Vorgaben für die Solarenergie-Nutzung.


Studie und Aktionsplan im Internet

Die Studie (61 S. PDF) kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.estif.org/fileadmin/downloads/STAP/Best_practice_solar_regulations.pdf.
Sie wurde unterstützt vom dem Projekt "Key Issues for Renewable Heat in Europe" (K4RES-H), welches vom Programm "Intelligent Energy – Europe" der Eu-Kommission mitfinanziert und von der ESIF koordiniert wird.

Der komplette Solarthermie-Aktionsplan ist erhältlich unter www.estif.org/stap ESTIF unterstützt die Kampagne EU-Kampagne "Sustainable Energy Europe 2005-2008", zu deren Medienpartern auch das Internetportal http://www.solarserver.de zählt.

24.09.2007   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF,
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Grüne: Bundesregierung ist verantwortlich für den Markteinbruch bei den erneuerbaren Energien

Novelle des EEG darf nicht erst 2009 in Kraft treten.
Novelle des EEG darf nicht erst 2009 in
Kraft treten.

"Die Bundesregierung untergräbt durch ihre Politik das Wachstum der erneuerbaren Energien in Deutschland. Insbesondere Minister Gabriel tut zu wenig. Er und Kanzlerin Merkel üben sich zwar fast täglich in rhetorischen Ankündigungen, wie wichtig erneuerbare Energien seien. Ambitionierte Ziele für das Jahr 2020 wurden beschlossen. Doch gleichzeitig brechen in Deutschland die Neuinvestitionen in vielen Branchen dramatisch ein," erklärten Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen.   Seit Beginn der Großen Koalition folgten keine Taten zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien, kritisieren die Grünen. Der 2007 erfolgte Einbruch sei abzusehen gewesen und entlarve die Politik der Rhetorik der Bundesregierung, heißt es in der Pressemitteilung. Die aktuellen Zahlen der Neuinvestitionen im ersten Halbjahr 2007 belegten dies: minus 50 Prozent bei Biogasanlagen, minus 50 Prozent bei Pelletsheizungen, minus 60 Prozent weniger abgefragte Mittel im KfW-Gebäudesanierungsprogramm und minus 20 Prozent bei Windkraftanlagen. Darüber hinaus stehe fast die gesamte mittelständische Biokraftstoff-Branche vor dem Aus.



Verunsicherung von Herstellern und Verbrauchern

Seit 2 Jahren würden Gesetze wie das zur Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien angekündet ohne dass etwas geschehe, so die Grünen. Die Handlungsschwäche der Bundesregierung habe insgesamt zu großer Unsicherheit bei Herstellern sowie Verbrauchern geführt - und damit zu weniger Investitionen. Durch die von Minister Gabriel vorgeschlagenen Vergütungssätze im Rahmen der EEG-Novelle werde sich das Problem weiter verschärfen, warnen die Grünen. Bei den Biokraftstoffen würden mit der eingeführten Besteuerung rund zwei Drittel der Anlagen in den Konkurs getrieben.

Einige positive Entwicklungen können nach Auffassung der Grünen-Sprecher das gesamte Bild nicht wirklich aufhellen. So sei beispielsweise der Absatz von Wärmepumpen durch die wachsenden Heizkosten bereits im ersten Halbjahr gegenüber 2006 um fast 85 Prozent gestiegen. Bei der Photovoltaik ließen sich noch keine exakten Zahlen feststellen, weil sich die Bundesregierung weigere ein Anlagenregister einzuführen.


Forderungen an die Bundesregierung

"Die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) darf nicht erst 2009 in Kraft treten" fordern die Grünen, dann werde es für viele Firmen zu spät sein, gerade bei Biogasanlagen. Die Grünen drängen auf ein unmissverständliches Zeichen seitens der Bundesregierung, dass die Vergütungssätze in den einzelnen Segmenten den Marktentwicklungen angepasst würden, so dass ein dynamischer Ausbau weiter erfolge. Nach dem "ausgehöhlten" Beschluss von Merseburg zur Einführung eines regenerativen Wärmegesetzes werde unter den Ressorts wieder kräftig über die Eckpunkte gestritten, bemängeln die Grünen. Gefragt sei aber ein umgehendes Handeln. Bei den Biokraftstoffen müssen die nächsten Steuerstufen ausgesetzt werden, ein Biogas-Einspeisegesetz für das bestehende Erdgasnetz würde einen sinnvollen Schub für die gesamte Branche bedeuten.


Bundesländer legen der Windenergie Steine in den Weg

Das KfW- CO2 Gebäudesanierungsprogramm muss nach Ansicht der Grünen deutlich verbessert werden, als Beispiel nennen sie die Wiedereinführung der so genannten 40 Prozent -Regel. Auch dürften Bundesländer wie Bayern, Hessen, NRW oder Baden-Württemberg der Windenergie keine Steine in den Weg legen. Über Höhen- und Abstandseinschränkungen werde vielfach ein Ausbau gezielt verhindert. "Auf der Windmesse in Husum hat Umweltminister Gabriel von einem Jobwunder bei den Erneuerbaren gesprochen. Die Bundesregierung tut vieles, damit dieser Trend umgekehrt wird", heißt es in der Pressemitteilung der Grünen-Sprecher. "Frau Merkel hat sich feiern lassen, dass sie in der EU ein Ausbauziel von 20 Prozentfür erneuerbare Energien bis 2020 durchsetzte. Jetzt arbeitet die Bundesregierung in Brüssel daran, dass dieses Ziel in Deutschland nicht umgesetzt wird. Schwache 17 Prozent Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch in Deutschland werden von der Bundesregierung in Brüssel vorgeschlagen. Damit arbeitet Kanzlerin Merkel am Scheitern ihrer eigenen Ziele", so die Grünen.

24.09.2007   Quelle: Hans-Josef Fell, MdB; Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Beck Energy GmbH.,
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Forschungsministerium fördert Internetplattform zur Nutzung erneuerbarer Energien

Screenshot des REnKnow.Net.
Screenshot des REnKnow.Net.

Mit der Internetplattform "REnKnow.Net" soll das Wissen über erneuerbare Energien weltweit besser zugänglich gemacht werden, ohne das geistige Eigentum der deutschen Forschungsinstitute und Firmen zu verletzen. Die Energiefrage und damit die Klimafrage werde nicht nur in den Industrieländern entschieden, sondern auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern, so das Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in einer Pressemitteilung. Eine Basis dafür bietet die Plattform REnKnow.Net, die 2005 auf Initiative des ISET im Rahmen der renewables2004 gegründet wurde.   Auf einem Symposium des Bundesforschungsministeriums (BMBF), das die Internetplattform fördert, zeigten die Wissenschaftler, welche Arbeit bisher geleistet wurde, welche ersten Erfolge es schon gibt und in welchen Etappen das Projekt weiter ausgebaut werden soll. Ministerialdirigentin Bärbel Brumme-Bothe unterstrich die Bedeutung dieser Initiative und sicherte zu: "Das BMBF wird das REnKnow.Net weiterhin positiv begleiten." Ziel des Projekts ist der Wissenstransfer und -austausch via Internet zwischen Wissenschaftlern, Ingenieuren, Forschern, Dozenten und Studenten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Es ist ein erster Schritt zur Gründung einer Open University on Renewable Energies (OPURE).


Schon heute kann Strom aus Windenergie an guten Standorten preiswerter erzeugt werden als mit allen anderen Technologien

Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung begrüßt das Projekt. "Zentrale Frage ist: Wie kann wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei gleichzeitiger Emissionsreduktion und Umstellung auf Niedrigemissionsökonomien gewährleistet werden? Neben Technologietransfer müssen dazu existierende Technologien an die Umstände in Schwellen- und Entwicklungsländern angepasst werden", so Dr. Simon Koppers vom BMZ. Prof. Dr. Jürgen Schmid vom ISET ergänzt: "Fossile und nukleare Energieträger werden es nicht schaffen, den zukünftigen Energiebedarf der Welt nachhaltig zu decken. Nur die erneuerbaren Energien sind auf Grund ihres energetischen und technischen Potenzials dazu in der Lage. Schon heute kann an guten Standorten Strom aus Windenergie preiswerter hergestellt werden als mit allen anderen Technologien."


Die erneuerbaren Energien können nur gemeinsam die Vollversorgung leisten

"Die Potenziale der erneuerbaren Energien müssen weltweit der breiten Bevölkerung bekannt gemacht werden. Nur dann können wir von den Politikern weltweit erwarten, dass die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden", sagt Ulrich Schmack von der Schmack Biogas AG. Dabei sei es unbedingt notwendig, dass die Potenziale der einzelnen erneuerbaren Energiequellen nicht nur einzeln betrachtet werden, sondern dass man die sinnvollen Verbindungen und Ergänzungen zwischen den Energieformen zeigt, beispielsweise die Kombination von Windkraft, Photovoltaik und Biogas. "Denn nur gemeinsam können die erneuerbaren Energien die Vollversorgung leisten" betont Schmack. Günther Cramer, Vorstand der SMA Technologie AG ergäntzt: "Die Vermittlung von Basiswissen ist unbedingt notwendig, aber leider noch kein Garant dafür, dass die erneuerbaren Energien auch angewendet werden. Dafür müssen auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen."

Doch wie können geistiges Eigentum und Patente der Industrie bei einem Informations- und Wissenstransfer geschützt werden? Und wie können Besitzer von Wissen dazu motiviert werden, andere an ihrem Know-how teilhaben zu lassen? Prof. Schmid erläutert dies: "Wissenstransfer geht dem Technologietransfer voraus. Die Diskussion zeigt, dass auf allen Seiten ein breites Interesse daran besteht, Basiswissen und Informationen über die Potenziale der Erneuerbaren zugänglich zu machen." Die "Trennlinie" zwischen Wissens- und Technologietransfer verlaufe beim technischen Detailwissen.


Von Experten begutachtetes Bildungsmaterial kostenlos verfügbar

Das Wissenstransfernetzwerk "REnKnow.Net" dient dem weltweiten Austausch von Forschungs- und Bildungsmaterialien unter Wissenschaftlern, Ingenieuren, Forschern, Dozenten und Studenten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Kern dieses Netzwerkes ist eine Datenbank, deren Einträge von international anerkannten Experten begutachtet wurden ("Peer Review"). Sämtliches Material auf REnKnow.Net steht kostenfrei zum Herunterladen bereit. Eine unverbindliche und kostenlose Registrierung ist erforderlich, um von dem erweiterten Leistungsumfang von REnKnow.Net zu profitieren. Dazu gehört zum Beispiel das Hochladen von Objekten, die erweiterte Suche und die Möglichkeit, Kommentare zu einzelnen Objekten einzutragen. Die Datenbank erfasst Objekte (Dokumente, Grafiken, Messwerte etc.), die ein breites Feld der erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieerzeugung abdecken und einfach über die Suchfunktion gefunden werden können:

Aus- und Fortbildungsmaterialien,
Vorlesungen und Vorlesungsfolien,
Mess- und Simulationsdaten,
Grafiken und Bilder,
Multimedia Objekte (Animationen und Videos).


Das Netzwerk basiert auf dem Prinzip des aktiven Austauschs von Materialien unter allen Teilnehmern innerhalb einer anerkannten internationalen Wissenschaftsgemeinschaft. Im Internet unter http://www.renknow.net/

24.09.2007   Quelle: ISET; REnKnow.Net   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REnKnow.Net,
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Forschungsprojekt: Das Klimaproblem kann mit erneuerbaren Energien gelöst werden

Eine der Hauptursachen für den Klimawandel ist die Belastung der Atmosphäre mit Kohlendioxid (CO2). Will man wirksamen Klimaschutz betreiben, muss man diese CO2-Belastung reduzieren. Doch wie lässt sich das realisieren, ohne gleichzeitig die Wirtschaft unter Druck zu setzen? Viele Wege scheinen zu einem unlösbaren Zielkonflikt zu führen. Muss man sich vielleicht entscheiden für eines von beiden Zielen: Klimaschutz oder Wirtschaftswachstum? "Keineswegs", meinen Dr. Ottmar Edenhofer und Dr. Hermann Held vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Sie haben ein Modell entwickelt, das eine ökonomisch vertretbare Lösung des Klimaproblems aufzeigt. Ihr volkswirtschaftlich optimaler Mix an Möglichkeiten funktioniert allerdings nur, wenn von jetzt an bis 2040 bedeutend stärker in erneuerbare Energien investiert wird als bisher geplant: das Zehn- bis Dreißigfache sollte es schon sein, so das entscheidende Ergebnis der Studie. Die VolkswagenStiftung hat das Forschungsvorhaben mit rund 600.000 Euro unterstützt. 


CO2 Versenkung im Ozean und Atomenergie keine Lösungen

Für die Wissenschaftler ist klar, dass langfristig kein Weg an den erneuerbaren Energien vorbeiführt. Es müsse allerdings sofort ein Mehrfaches in diese neuen Techniken investiert werden, damit die Rechnung auch aus ökonomischer Sicht aufgehe. Falls die erneuerbaren Energien wider Erwarten nicht das Kostensenkungspotential entfalteten, das sich aus dem technischen Fortschritt ergibt, sieht das Modell eine Übergangslösung darin, CO2 in geologischen Formationen, zum Beispiel in ausgelassenen Erdölfeldern, vorübergehend einzufangen. Die ebenfalls diskutierte Versenkung im tiefen Ozean wird selbst als Notlösung nicht mehr näher in Betracht gezogen, da vor allem das Risiko für die Umwelt zu groß erscheint. Deutlich machen Edenhofer und Held auch, dass aus wissenschaftlicher Sicht der Einsatz von Atomenergie keineswegs notwendig ist, um das Problem der Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen: Ein Ausstieg aus der Atomenergie sei durchaus volkswirtschaftlich zu rechtfertigen.


Kosten einiger Handlungsoptionen bisher viel zu hoch veranschlagt

Alles in allem haben die Ergebnisse des Projektes auch die Forscher selbst überrascht. Noch im Mai 2003, zu Beginn des Vorhabens, herrschte eine Patt-Situation in der Klimapolitik. Klimaschützer und Ökonomen standen sich mit scheinbar unvereinbaren Zielen gegenüber. Mit ihren Klima- und Energieszenarien, die erstmals auch den technischen Fortschritt einschließlich der jeweiligen Kostensituation einbeziehen, konnten die Wissenschaftler zeigen: Die Kosten einiger Handlungsoptionen waren bisher viel zu hoch veranschlagt. Das Patt, so Edenhofer und Held, habe sich somit aufgelöst und bislang scheinbar unveränderbare Positionen stünden sich - auch durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt - weit weniger unversöhnlich gegenüber. Die Klimadebatte gewinne zunehmend an Gestaltungskraft.


Erstmals die Kostenersparnis eingerechnet, die sich aufgrund des technischen Fortschritts ergibt

Neben den regenerativen Energiequellen wie beispielsweise Sonne, Wind oder Wasser untersuchten die Wissenschaftler eine Reihe weiterer Optionen, die dazu beitragen könnten, die Belastung der Atmosphäre zu reduzieren. Hierzu gehören auch die Möglichkeit, Atomenergie verstärkt zu nutzen, sowie die Optionen, die Effizienz des bisherigen Energieeinsatzes zu steigern oder das Kohlendioxid in den tiefen Ozean oder in andere geologische Formationen zu versenken. Bei ihrer Beurteilung spielten dann neben den Risikofaktoren bezüglich der Wirksamkeit und der Nebenwirkungen auch die volkswirtschaftlichen Kosten eine Rolle. Wichtig für das Modell sei, dass die Wissenschaftler in ihren Szenarien erstmals auch die Kostenersparnis eingerechnet haben, die sich aufgrund des technischen Fortschritts ergibt. Als Ziel ihres Modells definieren Edenhofer und Held die Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels: Bei diesem Begriff folgten sie den Empfehlungen der Europäischen Kommission: Gefährlich wird es dann, wenn die globale Erwärmung mehr als 2 Grad Celsius vom vorindustriellen Niveau abweicht.

23.09.2007   Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK); VolkswagenStiftung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Dritte Bürger-Solarstromanlage in Westerstede geplant

Westersteder Bürger-Photovoltaik-Anlage.
Westersteder Bürger-Photovoltaik-Anlage.

Die Mitglieder des Vereins Westerstede Solar e.V. sind begeistert: Nicht einmal 5 Monate nach der Inbetriebnahme der zweiten Westersteder Bürger-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Robert-Dannemann-Schule haben sich bereits genügend Investoren für das nächste Projekt gefunden, eine noch größere Anlage auf dem Dach des städtischen Bauhofes. Geplant sei eine Anlage mit einer Spitzenleistung von rund 30 Kilowatt (KWp), die den Strombedarf von acht Westersteder Haushalten langfristig ohne weiteren Kohendioxid-Ausstoß decken wird, berichtet der Verein in einer Pressemitteilung. Wie auch bei den bisherigen Bürger-Anlagen unterstützt die Stadt Westerstede das Projekt wieder durch die Bereitstellung eines städtischen Daches.  Die regionale Ausschreibung für die Anlage ist bereits angelaufen, interessierte Unternehmen können Unterlagen anfordern unter info@westerstede-solar.de.




Vereinsvorsitzender Meiwald: "Alles spricht für Ökostrom"

Am 3. Oktober soll die Betreibergesellschaft für die Anlage gegründet werden, so dass möglichst noch in diesem Jahr ein weiterer Beitrag zu einer CO2-freien Stromversorgung unserer Region geleistet werden kann. "Gerade angesichts der aktuellen Informationen über das dramatische Abschmelzen der Eiskappe am Nordpol, aber auch der jüngst angekündigten Strompreiserhöhung des regionalen Energieversorgers spricht alles für Ökostrom", sagt Peter Meiwald, Vorsitzender von Westerstede Solar e.V. . "Für die Energieversorger bietet diese Stromproduktion durch die gesetzliche Festlegung des Energie-Einspeisegesetzes (EEG) verlässliche Kalkulationsgrundlagen bei sinkenden Erzeugerpreisen, während die fossilen Brennstoffe und auch das Uran dramatische Preissteigerungen aufweisen. So ist es nur folgerichtig, dass Ökostrom diverser Anbieter ab dem 1. November für die Verbraucher günstiger sein wird als konventionell erzeugter Strom", so Meiwald weiter.

Weitere Informationen unter http://www.westerstede-solar.de

23.09.2007   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Westerstede Solar e.V.,
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Klima-Bündnis-Kommunen erheben CO2-Emissionen jetzt mit einheitlicher Methode

Die Mitgliedskommunen des Klima-Bündnisses in Deutschland haben sich darauf verständigt, ein gemeinsames Online-Instrument für die Bilanzierung ihrer CO2-Emissionen zu verwenden. Ziel ist, dass alle Städte und Gemeinden im Klima-Bündnis ihre Energie- und CO2-Bilanzen einheitlich erheben und den Erfolg ihrer Klimaschutzmaßnahmen jährlich dokumentieren. Das ehrgeizige CO2-Reduktionsziel der Klima-Bündnis-Kommunen, eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um zehn Prozent alle fünf Jahre, erfordere eine regelmäßige Dokumentation der Emissionen und der Erfolge von Maßnahmen, heißt es in der Pressemitteilung. Nach intensiven Diskussionen habe sich das Klima-Bündnis Anfang dieses Jahres auf den Einsatz eines Softwaretools zur Klimagas- Bilanzierung geeinigt. 

Mit Hilfe des Bilanzierungsinstruments werde nun ein einheitliches Erfassen der Treibhausgas-Emissionen der 400 Klima-Bündnis-Mitglieder in Deutschland möglich. Das internetbasierte Instrument unterstützt diesen Prozess durch die Berechnung einer Grobbilanz pro Kommune anhand weniger Ausgangsdaten. Fehlende kommunale Daten werden ergänzt. Die jährliche Bilanzierung erlaubt den Städten und Gemeinden im Klima-Bündnis ihre Fortschritte in der CO2-Reduktion zu dokumentieren und vergleichen zu können.

Die Software ECO2-Regio wurde von der Schweizer Firma Ecospeed entwickelt, einem Spin-off Unternehmen der ETH Zürich. Im September 2007 startet die Pilotphase mit zehn ausgewählten Städten, um den Betrieb des Instruments zu optimieren. Die Testphase soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Auch den im European Energy Award organisierten Städten und Gemeinden in Deutschland soll die gleiche Software zur Bilanzierung zur Verfügung gestellt werden. Eine diesbezügliche Kooperationsvereinbarung zwischen dem Klima-Bündnis und der Bundesgeschäftsstelle des European Energy Award in Deutschland werde derzeit vorbereitet.

23.09.2007   Quelle: Climate Alliance / Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Solarthermie spart das ganze Jahr Energiekosten: Mit Solarenergie bleibt Heizkessel im Sommer aus

100% solar beheiztes Sonnenhaus.
100% solar beheiztes Sonnenhaus.

Den Heizkessel komplett abschalten und damit Geld und Energie zu sparen, ist möglich. Eine Solarwärmeanlage liefert in den Sommermonaten in ganz Deutschland genug Energie, um den Warmwasserbedarf eines Haushaltes völlig zu decken, betont die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Auch im Herbst und Frühjahr unterstützt die Solarthermie-Anlage die Wassererwärmung oder sogar die Raumheizung. Wer jetzt an eine Heizungsmodernisierung denke, sollte daher auf ein effizientes System mit Solarwärme setzen, rät die dena. "Schon eine kleine Solaranlage kann in einem Vier-Personen-Haushalt bei heutigen Energiepreisen jährlich mehr als 120 Euro Brennstoffkosten sparen", betont dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.  "Zudem gibt es einen staatlichen Förderzuschuss von mindestens 412,50 Euro, so dass sich die Investition über die Lebensdauer der Anlage auf jeden Fall rechnet", fügt Kohler hinzu. Ohne Solarwärme muss der Heizkessel auch im Sommer immer wieder anspringen, um den Warmwasserspeicher zu erwärmen.


Staatliche Förderung für Solarwärme

Wer Sonnenkollektoren auf das Dach seines Hauses setzt, spart aber nicht nur im Sommer Brennstoff. Auch im Frühjahr oder Herbst übernimmt die Solarwärmeanlage einen Teil der Wassererwärmung. Eine größere Anlage kann zusätzlich die Raumheizung unterstützen und in gut gedämmten Gebäuden mehr als 25 Prozent der insgesamt benötigten Heizenergie liefern. Soll die Sonnenkraft zusätzlich für die Heizung genutzt werden, steigt die staatliche Förderung auf 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Solarwärme kann viel zum Wärmebedarf des Hauses beitragen, vollständig decken kann sie ihn jedoch laut dena nicht. Ein zusätzliches Heizsystem sei notwendig. Besonders sinnvoll und kostengünstig sei der Einbau einer Solaranlage immer dann, wenn ohnehin die Heizung ausgetauscht oder das ganze Gebäude energiesparend saniert wird. Bei der Anschaffung einer neuen Heizung empfiehlt die dena daher, ein Gas- oder Ölbrennwertgerät oder auch eine Wärmepumpen- oder Pelletsheizung mit Solarwärme zu kombinieren.

Zahlreiche praxisnahe Informationen zur Gebäudesanierung mit erneuerbaren Energien bieten die DVD und Broschüre "Wärme aus Erneuerbaren Energien" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), die bestellt werden können unter http://www.zukunft-haus.info

22.09.2007   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut,
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Restholz wird zu Strom: Pilotprojekt des Landes NRW und der RWE

Holz soll künftig eine stärkere Rolle bei der Energieerzeugung in Nordrhein-Westfalen spielen. Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Berthold Bonekamp, Vorstandsvorsitzender der RWE Energy AG, haben am 06.09.2007 in Düsseldorf einen Vertrag unterzeichnet, der den Einsatz so genannter Forstbiomasse in Biomasseheizkraftwerken vorsieht. Die RWE Key Account Contracting GmbH als das hierfür verantwortliche Unternehmen will bis zum Jahr 2020 bis zu zehn solcher Kraftwerke bauen, in denen aus Holz Strom und Wärme gewonnen wird. Das Land verpflichtet sich im Gegenzug dazu, das Unternehmen bei der Beschaffung der notwendigen Holzmengen zu unterstützen.   Zum Einsatz komme dabei vor allem Restholz, also Bruchholz, Äste und Kronenmaterial, das normalerweise im Wald liegen bleibt und dort verrottet, heißt es in der Pressemitteilung der RWE AG. Die Standorte der Kraftwerke sollen so ausgewählt werden, dass die benötigte Biomasse jeweils im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern in ausreichender Menge vorhanden ist.


Weiterer Beitrag zum Klimaschutz

"Von dieser Vereinbarung profitieren die Waldbesitzer im Land gleich mehrfach. Sie eröffnen sich einen neuen Absatzmarkt für bisher nicht genutztes Holz und sparen die Kosten für die Räumung des Waldes. Diese ist vor einer Wiederaufforstung nach den Sturmschäden durch Kyrill notwendig. Außerdem schützen sie die Nachbarbestände vor Schädlingen. Denn das Bruchholz ist ein beliebter Brutplatz des Borkenkäfers, und das Entfernen des Holzes ist ein wesentlich umweltfreundlicherer Schutz der Natur als der Einsatz von Chemie gegen den Käfer oder das Verbrennen des Holzes", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. "Gleichzeitig leisten wir einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz, weil wir es möglich machen, diesen Bereich der Biomasse nun erstmals in großem Stil industriell zu nutzen", so Uhlenberg weiter.


25 Millionen Euro für klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Wittgenstein

Das erste Biomasseheizkraftwerk will die RWE Key Account Contracting GmbH bereits im nächsten Jahr bauen, so dass es in der zweiten Jahreshälfte 2009 seine Arbeit aufnehmen kann. Es soll im interkommunalen Industriepark Wittgenstein errichtet werden. RWE will hier 25 Millionen Euro investieren. "Biomasseanlagen arbeiten energieeffizient und CO2-neutral. Sie sind deshalb ein wichtiger Baustein zum Aufbau einer zukunftsorientierten Energieversorgung. Mit diesem innovativen Projekt wollen wir unser Portfolio an energieeffizienten und klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen weiter ausbauen. Damit wird das umfangreiche Programm zum Bau neuer Kohlekraftwerke im RWE-Konzern ergänzt", sagte Berthold Bonekamp.


Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit rund 30 MW thermischer und acht MW elektrischer Leistung verbrennt Holz aus der Region

Pro Jahr benötigt das Kraftwerk in Wittgenstein rund 50.000 Tonnen Brennmaterial. Als Brennstoff soll überwiegend Holz aus den waldreichen Regionen des Sauer- und Siegerlandes eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um naturbelassene Waldresthölzer wie Schwachholz, Reisig, Kronenmaterial sowie Strauch- und Grünschnitt aus der Landschaftspflege. Sichergestellt werde die Brennstoffversorgung mit Holz aus der Region. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wird ausgelegt auf eine Leistung von rund 30 Megawatt (MW) thermisch und maximal acht MW elektrisch. Die ausgekoppelte Wärme - etwa 80.000 Tonnen Dampf pro Jahr - wird an die Vis Nova GmbH geliefert, die auf einem benachbarten Grundstück ein neues Werk zur Produktion von Holzbriketts errichten will. Der in dem Heizkraftwerk produzierte Strom wird nach den Bestimmungen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) in das öffentliche Netz eingespeist. Dank der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht die Anlage laut RWE AG einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 70 Prozent.

22.09.2007   Quelle: RWE AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Brennstoffzellen-Hersteller SFC und Webasto planen umfangreiche Vertriebskooperation

EFOY-Brennstoffzellen.
EFOY-Brennstoffzellen.

Die SFC Smart Fuel Cell AG, der weltweit führende Hersteller von Methanolbrennstoffzellensystemen für mobile und netzferne Energieversorgung und die Webasto AG (Stockdorf) einer der führenden Zulieferer der Automobil- und Freizeitfahrzeugindustrie, planen eine langfristige Zusammenarbeit zur Ausrüstung von Freizeitmobilen mit Brennstoffzellen. Mit der Kooperation wird beabsichtigt, dass SFC in Zukunft die serienmäßig hergestellten EFOY-Brennstoffzellen für die Ausrüstung von Freizeitmobilen über Webasto zuliefert.   Außerdem sehe die Kooperation eine regionale Vertriebsgemeinschaft vor, über die SFC künftig seine Produkte verstärkt im Zubehör-Nachrüstmarkt anbieten will.



In dem von Marktbeobachtern auf rund eine Million Fahrzeuge geschätzten Wohnmobilmarkt Europas bietet Webasto als einer der Marktführer für Standheizungen der Automobilindustrie innovative Komfortlösungen im Rahmen einer globalen gasfreien Strategie. Die SFC-Brennstoffzellen ergänzen die Umsetzung dieser Strategie. "Damit setzen wir auf eine wesentlich platzsparendere, emissionsarme und leistungsstärkere Lösung und ermöglichen für unsere Kunden Mobilität und höchsten Komfort" sagte Philip A. Thompson, Mitglied des Vorstandes der Webasto AG.

Die Brennstoffzellen von SFC bieten als unabhängige und umweltschonende Energieversorger höchsten Komfort, womit SFC in Zukunft ein wertvoller Partner für "Webasto Global Comfort Solutions" sein wird. "Durch den technologischen Vorsprung unserer Brennstoffzelle ermöglichen wir die gasfreie Energieversorgung in Freizeitmobilen. Die geplante Kooperation mit Webasto beim 'Gas Free'-Konzept und im Zubehörmarkt in weiteren Regionen ist ein weiterer Meilenstein für den Erfolg unseres Unternehmens" sagte Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender der SFC Smart Fuel Cell AG. SFC strebt für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum im dreistelligen Prozentbereich an. Bereits im ersten Halbjahr 2007 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz nach eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr um rund 150 Prozent auf 7,5 Millionen Euro.

22.09.2007   Quelle: SFC Smart Fuel Cell AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SFC Smart Fuel Cell AG,
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Nordex AG: 35 MW-Windpark für 37 Millionen Euro unter Vertrag

Nordex Windkraftanlage N90/2500.
Nordex Windkraftanlage N90/2500.

Die Nordex AG (Norderstedt) hat im laufenden Jahr bereits ihren dritten Großauftrag aus Italien erhalten, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Auftraggeber sei der Windparkplaner Co-Ver Energia, eine Tochtergesellschaft der Co-Ver Energy Holding aus Verbania (Italien). Für rund 37 Millionen Euro wird Nordex insgesamt 14 Turbinen vom Typ N90/2500 kW für einen Windpark in den Nordwesten Siziliens liefern. Am Standort, der sich in einer Höhe von rund 1.000 Metern befindet, können die Anlagen laut Nordex einen Jahresertrag von insgesamt etwa 70 Gigawattstunden erzielen. Das entspreche dem Stromverbrauch von 18.000 Haushalten und vermeide den Ausstoß von rund 70.000 Tonnen Treibhausgasen. Die Arbeiten am Windpark sollen im Frühjahr 2008 beginnen, die Anlagen will Nordex dann im September ausliefern. Auch eine Erweiterung des Windparks sei bereits heute im Gespräch. Der Kaufvertrag enthalte die Option für weitere sechs Großturbinen der gleichen Baureihe. 


Management der Tochtergesellschaft Nordex Italia verstärkt

"Dieser Auftrag zeigt einmal mehr, wie wichtig Italien für unser Geschäft geworden ist. Allein in diesem Jahr haben wir bisher die Lieferung von 60 Turbinen unterzeichnet. Das spricht für unsere Anlagen, die sich gut für den italienischen Markt eignen. Zudem finden wir in Italien viele professionelle Kunden, wie Co-Ver Energia, vor, mit denen wir das Geschäft gut ausbauen können", so Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand der Nordex AG. Um den hohen Auftragsbestand in Italien abzuwickeln, habe Nordex das Management seiner Tochtergesellschaft Nordex Italia verstärkt. Zum 1. Oktober 2007 übernimmt Paolo Liuzzi die Geschäftsführung der Niederlassung in Rom. Liuzzi hat zuvor die Aktivität eines Wettbewerbers in Italien geleitet, der dort eine führende Position einnimmt.

21.09.2007   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG,

 

Conergy: Windparks können mit dem "ProfitGuard" bis zu 4 % mehr Strom erzeugen

Hohe Verfügbarkeit und Erträge sind für den Betrieb von Windparks entscheidend, denn sie bedeuten schlichtweg mehr Rendite für Betreiber und Investoren, so die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Der Conergy ProfitGuard optimiere beides und hole so das Maximum aus der Wind-Investition. Hierbei bringt die Conergy Services ihre Betriebsführungs-Kompetenz und die Voith Industrial Services ihre langjährige Erfahrung in der Wartung von Windenergie-Anlagen mit ein. Ihr neues Dienstleistungs-Angebot stellen beide Unternehmen erstmalig auf der Messe Husum Wind der Öffentlichkeit vor. 

ProfitGuard: Betriebsführung und Wartung kombiniert

Der Conergy ProfitGuard ist das neue Rund-um-Service-Paket zur Ertragssteigerung von Windkraftanlagen. Conergy Services, unter anderem einer der größten Betriebsführer für Windenenergie in Deutschland und Voith Industrial Services als erfahrener Servicedienstleister für Reparatur und Wartung bündeln darin ihre gesammelte Praxiserfahrung. Dr. Tim Meyer, Geschäftsführer der Conergy Services erklärt: "Schon bisher haben wir als Betriebsführer von Windparks bei Wartungsfragen stets vertrauensvoll mit Voith zusammengearbeitet und insgesamt 48 Anlagen mit über 65 MW gemeinsam betreut. Diese Zusammenarbeit intensivieren wir mit dem Conergy ProfitGuard weiter und können so unseren Kunden ein einzigartiges Produkt anbieten, das Betriebsführung und Wartung eng verzahnt miteinander kombiniert."

Mit dem ProfitGuard lasse sich das Wind-Investment optimal ausschöpfen, heißt es in der Pressemitteilung. In einem ersten Schritt unterziehen die unabhängigen und international erfahrenen Experten von ProfitGuard den Windpark einer tiefgehenden Analyse. In diesem technischen und kaufmännischen Audit zeige ProfitGuard das gesamte Potenzial der Anlage auf und ermittle Mängel sowie Verbesserungsmaßnahmen. Im zweiten Schritt folge ein detailliertes Angebot. Mit der Kombination aus Wartung und Betriebsführung der Anlagen decke der ProfitGuard alle wichtigen Bereiche ab, verringere Ausfallzeiten, erhöhe die Verfügbarkeit und sorge für mehr Profitabilität der Windmühlen.


Optimierungs-Potenzial bei mehr als einem Drittel der installierten Leistung

Auch Klaus Krüder von der Business Unit Wind bei Voith Industrial Services sieht im ProfitGuard klare Vorteile für Windpark-Betreiber: "Mit der Bündelung von technischem und kaufmännischem Know-how können wir einer breiten Zielgruppe von Nutzen sein. Vom mit der Performance seines Parks unzufriedenen Kunden bis hin zum Altpark-Besitzer, dessen Serviceverträge auslaufen - wir haben für alle die richtige Lösung parat." Dass bei Windkraftanlagen in dieser Hinsicht viel Anlass zur Leistungsverbesserung besteht, beweise eine Vielzahl von Fallbeispielen. Bisher mit dem ProfitGuard betreute Referenz-Parks zeigten nach der Optimierung eine Ertragssteigerung von bis zu vier Prozent. "Gerade in Deutschland", so Dr. Tim Meyer, "sehen wir immenses Potenzial. Dort kann der ProfitGuard bei mehr als einem Drittel der installierten Leistung Verfügbarkeit und Erträge optimieren."

Zunächst steht der ProfitGuard für Windmühlen der Marken GE, Nordex, Südwind, NEG Micon und DeWind zur Verfügung. Weitere Hersteller sollen mittelfristig folgen.

21.09.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik in Karlsruhe: Der Solarpark II kommt

Photovoltaikanlage auf Karlsruher Dach.
Photovoltaikanlage auf
Karlsruher Dach.

Die überraschend große Resonanz der Karlsruher Bürger auf den Solarpark I hat die Stadtwerke Karlsruhe dazu bewogen, einen zweiten Anlagenpark zur solaren Stromerzeugung mit einer geplanten Photovoltaik-Nennleistung von insgesamt 400 Kilowatt zu realisieren. Dessen Name "Solarpark II" steht wieder für die Installation von mehreren großen Solarstromanlagen auf Dachflächen öffentlicher Gebäude, an denen sich die Bürger finanziell beteiligen können, Umweltfreunde, die etwas für den Klimaschutz tun wollen, könnten sich einen oder mehrere Anteile an der GmbH & Co.KG sichern und so eine Rendite von etwa 5 Prozent erwarten, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtwerke.   Die Stückelung von 2.000 Euro je Kommanditanteil soll die Investition allen Kundengruppen ermöglichen und dadurch eine breite Streuung erzielen. Bereits über 100 Interessenten hätten sich für den Solarpark II vormerken lassen.



"Seit der Einführung unserer Photovoltaik-Initiative vor zwei Jahren hat sich die solare Anlagenkapazität in Karlsruhe mehr als vervierfacht. Neben dieser Tatsache hat uns aber auch die großartige Beteiligungsbereitschaft der Karlsruher Bevölkerung darin bestärkt, dieses Erfolgsmodell weiterzuführen", so Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Ziel der Stadtwerke sei der kontinuierliche Ausbau des in Karlsruhe erzeugten Stroms aus regenerativen Energiequellen. "Im Jahr 2006 konnten in der Fächerstadt bereits knapp 14 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugt werden", so Dr. Roth.


150 bis 200 Kilowatt Photovoltaik-Leistung kommen auf das Dach des VBK-Betriebshofs

Die erste Anlage und das Kernstück des neuen Solarparks soll auf dem Dach des neuen Betriebshofs der Verkehrsbetriebe in der Gerwigstraße entstehen und voraussichtlich eine Nenneleistung von 150 bis 200 Kilowatt peak (kWp) haben. Insgesamt soll der Anlagenpark etwa 400 kWp umfassen. Wer sich über die Beteiligungsmöglichkeiten informieren möchte, kann dies am Stand der Stadtwerke beim Energietag Baden-Württemberg tun, der am 22. September auf dem Karlsruher Marktplatz stattfindet. Auch für engagierte Unternehmen, die gerne auf eigenen Dachflächen Anlagen zur photovoltaischen Stromerzeugung installieren möchten, bieten die Stadtwerke im Rahmen ihrer Photovoltaik-Initiative und dem Baustein PV-PROFI tatkräftige Unterstützung an: In einem Beratungsgespräch wird gemeinsam geklärt, ob und wie sich ein solches Projekt umsetzen lässt.


Solarpark I spart 500 Tonnen CO2 jährlich

Der Solarpark I, den die Stadtwerke zwischen 2005 und 2006 aufgebaut haben, besteht aus zehn Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet; Schwerpunkt ist die Anlage auf dem "Energieberg" im Rheinhafen. Mit insgesamt 840 Kilowatt installierter Leistung erzeugt der Park rund 800.000 Kilowattstunden "grünen" Strom im Jahr. Damit wird der Ausstoß von 500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden. Mehr als 170 private Anteilseigner hatten sich im vergangenen Jahr an der Beteiligungsgesellschaft SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG Solarpark I beteiligt.

21.09.2007   Quelle: Stadtwerke Karlsruhe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadtwerke Karlsruhe,
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SunTechnics-Umfrage: Eigenheimbesitzer setzen bei der Sanierung auf Solarstrom und Solarwärme

Energiekosten sind der wichtigste Grund zum Umstieg auf die Erneuerbaren.
Energiekosten sind der wichtigste Grund zum
Umstieg auf die Erneuerbaren.

Erneuerbare Energien stehen bei Hausbesitzern, die eine Modernisierung ihrer Immobilie anstreben, hoch im Kurs. Das hat eine im Auftrag von SunTechnics durchgeführte forsa-Umfrage ergeben. Zentrale Motive für die Nutzung erneuerbarer Energien, speziell mit Solarthermie und Photovoltaik) sind demnach die Senkung laufender Energiekosten sowie eine bessere Umweltverträglichkeit. Die repräsentative forsa-Studie belegt, dass für 91 Prozent der Befragten die Wirtschaftlichkeit der Anlagen die größte Rolle spielt, 87 Prozent ist der Umweltaspekt wichtig.   Weitere Anreize sind die Absicherung gegenüber Energiepreissteigerungen (80 Prozent), Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen wie Erdöl, Gas oder Kohle (77 Prozent) sowie die staatliche Förderung (65 Prozent). Rund die Hälfte der Befragten nennt die Wertsteigerung ihrer Immobilie (57 Prozent) und die Rendite aus Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz (47 Prozent) als wichtigen Aspekt. Befragten aus Ostdeutschland sind dabei finanzielle Aspekte tendenziell wichtiger als Befragten aus Westdeutschland. Gleiches gilt für jüngere Immobilienbesitzer und für Haushalte mit geringerem Nettoeinkommen.


Ganzheitliche energieeffiziente Modernisierung statt Einzelmaßnahmen

Statt einzelne Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, bevorzugen zwei Drittel der Hausbesitzer ein Gesamtkonzept unter Verwendung verschiedener regenerativer Energietechnologien (67 Prozent). Vor allem jüngere Immobilieneigentümer, Befragte mit höherem Einkommen sowie Einwohner von Städten mit bis zu 20.000 Einwohnern entscheiden hierfür. 23 Prozent aller Befragten würden bei der Modernisierung lediglich eine Erneuerbare-Energie-Technologie einsetzen. Und nur 8 Prozent Befragten schließen Modernisierungsmaßnahmen mit regenerativen Energien grundsätzlich aus.

Bei Hausbesitzern, die auf ein Gesamtkonzept setzen, sind die Gründe für die Nutzung regenerativer Energien generell ausgeprägter als bei jenen, die nur eine Maßnahme umsetzen würden. Auffällig ist dies zum Beispiel beim Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen: Für 82 Prozent der Befragten mit Bevorzugung eines Gesamtkonzepts spielt sie eine wichtige Rolle. Die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen ist jedoch nur 72 Prozent derjenigen Hausbesitzer wichtig, die nur eine Technologie einsetzen würden. "Auch wenn Eigenheimbesitzer planen, verschiedene Maßnahmen nacheinander über einen längeren Zeitraum hinweg umzusetzen, ist es ratsam, bereits vorab alle Optionen zu prüfen und ein Gesamtkonzept zu erstellen", sagt Matthias Ermer, Geschäftsführer des Komplettanbieters SunTechnics in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So könnten geeignete Kombinationsmöglichkeiten in der Heiztechnik - wie beispielsweise die von Wärmepumpe und Solarthermie - vorab erkannt und entsprechend geplant werden.


Bevorzugte Modernisierungsmaßnahmen: Solarthermie, Wärmedämmung und Photovoltaik

Grundlegende Sanierungsprojekte zur Senkung des Energieverbrauchs sind die Erneuerung der Heizungsanlage sowie die verbesserte Wärmedämmung von Bauteilen. Dies ist auch den meisten Hausbesitzern bewusst: Solarwärme mit 66 Prozent sowie Wärmedämmung für Dach und Fassade mit 68 Prozent gehören zu den bevorzugten Modernisierungsmaßnahmen der Befragten. Je nach Gebäudetyp gehen bis zu 40 Prozent des jährlichen Heizenergieverbrauchs über die Gebäudeoberflächen wie die Außenwand, das Dach, den Fußboden und die Fenster verloren. Matthias Ermer: "Eine gute Gelegenheit zum Einbau einer Solarthermie-Anlage ergibt sich bei einer Heizungsmodernisierung: Wird der Kessel ersetzt oder der Speicher ausgewechselt, bietet sich eine Kombination mit einer thermischen Solaranlage an.“ In freien Kaminen oder Lüftungsschächten lassen sich Leitungen für die Solaranlage legen."
Jeder zweite Befragte würde sich für die Solarstromerzeugung mit Einspeisung in das öffentliche Stromnetz entscheiden. 48 Prozent der Befragten favorisieren eine Wärmeversorgung durch eine Wärmepumpe. Die Installation einer neuen Gas- oder Ölheizung (27 Prozent) und die Wärmeversorgung durch einen Holzpellet-Ofen (24 Prozent) werden laut Studie verhältnismäßig selten in Betracht gezogen.


Ostdeutsche aufgeschlossener für Holzpellet-Öfen

Grundsätzlich erwägen westdeutsche Eigenheimbesitzer mehr Maßnahmen als die Ostdeutschen. Letztere sind jedoch wesentlich aufgeschlossener gegenüber der Wärmeversorgung durch Holzpellet-Öfen. Für ganz Deutschland gilt: Gerade jüngere Befragte im Alter von 25 bis 39 Jahren sind offener für die Wärmedämmung sowie den Einsatz von Photovoltaik und Pelletheizungen. Die Vorteile der Pellet-Technologie sind offensichtlich: Das Heizen erfolgt so bequem wie mit herkömmlichen Gas- oder Ölheizungen und ist zudem umweltfreundlich. Die Holzpellets werden automatisch in den Ofen transportiert, und der Brennvorgang erfolgt schwefelfrei und CO2-neutral. Beim Verbrennen wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie das wachsende Holz zuvor der Umwelt entnommen hat.


Hinderungsgründe für Modernisierung mit erneuerbaren Energien
Die Kosten sind das stärkste Argument gegen eine Sanierung auf Basis regenerativer Energien: 71 Prozent der Befragten sagen, es fehle ihnen die Möglichkeit der Finanzierung oder die Kosten der Anlage seien zu hoch. Auch mangelndes Wissen über Gesetzesänderungen oder Förderbedingungen (34 Prozent), Renditemöglichkeiten (31 Prozent) und Technologien (27 Prozent) können Hinderungsgründe sein. Den wenigsten Befragten ist die Planung solcher Maßnahmen zu zeitaufwendig (16 Prozent).

Wen eine komplette Eigenfinanzierung abschreckt, der kann sich bei der Sanierung von Wohnraum finanziell unterstützen lassen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Zuschüsse und Darlehen für Modernisierungsarbeiten. Das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm fördert Gesamtkonzepte, das Darlehensprogramm "Wohnraum Modernisieren" hilft, einzelne Maßnahmen umzusetzen. SunTechnics berät Interessierte zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten und bietet detaillierte Informationen zu Technologien und Finanzierungsfragen.

21.09.2007   Quelle: SunTechnics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics,
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Conergy übernimmt niederländischen Wärmepumpen-Spezialisten Redenko

Die Conergy AG (Hamburg) wächst durch die Übernahme der Redenko b.v. zu einem führenden Wärmepumpenanbieter in den Niederlanden. Darüber hinaus werde das landesweit kundennahe Vertriebspartnernetzwerk der Redenko genutzt, um neben Systemkomponenten zur Fernwärme und Wärmerückgewinnung künftig verstärkt auch die Produktlinien der Conergy anzubieten, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung.   Die niederländische Regierung kündigte am 18.09.2007 an, den Ausbau regenerativer Energien ab 2008 wieder verstärkt zu fördern. "Die niederländische Regierung hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2020 20% des Primärenergieverbrauchs durch Erneuerbare Energien zu decken. Das wird zu einer sehr starken Nachfrage für Systeme zur Nutzung von Umweltwärme, Photovoltaik und Solarthermie führen", so Karel Veen, Geschäftsführer der Redenko. Veen ist auch Vorstandsmitglied der Renewable Energy Foundation sowie des niederländischen Wärmepumpenverbandes. Veen wird künftig zusammen mit Hans Brekelmans das Management von Conergy in den Niederlanden leiten. Brekelmans ist verantwortlich für die Geschäfte der Conergy in den Benelux-Ländern.


Wärmepumpen in den Niederlanden weit verbreitet; Photovoltaik soll mittelfristig wieder die Größenordnung von 25 Megawatt pro Jahr erreichen

Die Wärmepumpentechnologie sei bereits vor Inkrafttreten der Fördermaßnahmen in den Niederlanden eine weit verbreitete Heizungslösung, betont die Conergy AG. Experten gingen von 6.500 verkauften Systemen in diesem Jahr aus. "Neben einer steigenden Nachfrage nach Wärmepumpen erwarten wir, dass die jährliche Nachfrage nach Photovoltaiksystemen mittelfristig wieder die Größenordnung von 25 Megawatt (MW) erreicht; also das Niveau von 2003, bevor die Förderungen eingestellt wurden. Bei der Anzahl der verkauften solarthermischen Systeme zur Warmwasserbereitung erwarten wir mittelfristig eine Verdopplung auf rund 10.000", heißt es in der Pressemitteilung.

"Redenko verfügt mit ihren 21 Mitarbeitern über mehr als 20 Jahre Vertriebserfahrung und ein speziell auf den örtlichen Energiebedarf und Systemlösungen ausgerichtetes Handelsnetzwerk, um unsere Produkte zur Nutzung von Solar-, Wind- und Bioenergie auch in den Niederlanden erfolgreich zum Kunden zu bringen", freut sich Brekelmans auf die Zusammenarbeit. "Verschärfte Anforderungen an die Energieeffizienz der jährlich rund 70.000 neu gebauten Häuser sowie Sanierungen des Immobilienbestands werden regenerativen Energiesystemen in den Niederlanden zu einem Boom verhelfen", so Brekelmans weiter.

21.09.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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SOLON AG baut 44 Megawatt-Solarkraftwerk in Spanien

Die Berliner SOLON AG, einer der größten europäischen Hersteller von Solarmodulen und Photovoltaik-Systemen, wurde von Scan Energy A/S, einem dänischen Produzenten von Strom aus regenerativen Energien, beauftragt, ein 44 Megawatt-Solarkraftwerk in Spanien zu entwickeln und zu realisieren. Damit baue SOLON seine Marktposition in Spanien weiter aus, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das fest aufgeständerte schlüsselfertige Solarstrom-Projekt wird in Ayora in der spanischen Provinz Valencia errichtet. Der Baubeginn ist für die zweite Hälfte 2008 geplant. 

Solarstrom für 50.000 Menschen

Mit der jährlichen Solarstrom-Produktionsleistung dieser Anlage von rund 60 Millionen Kilowattstunden können laut SOLON AG rund 50.000 Menschen versorgt werden. Federführend bei dem Auftrag ist die SOLON Solar Investments GmbH, ein in Freiburg ansässiges Tochterunternehmen der SOLON AG, das auf die Projektierung von solaren Großkraftwerken für Finanzinvestoren spezialisiert ist. Damit reagiere SOLON auf die steigende Nachfrage nach schlüsselfertigen Kraftwerkslösungen.

Mit dem neuen Großauftrag setzt SOLON eine erfolgreiche Serie fort. Schon in den Monaten zuvor hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben mehrere Aufträge über den Bau von Solarkraftwerken in Spanien mit einer Gesamtleistung von 60 Megawatt verbuchen können.

20.09.2007   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Neu: Fronius Wireless Transceiver zur Funkübertragung von Daten der Photovoltaik-Anlage

Funkübertragung für Photovoltaik-Daten.
Funkübertragung für Photovoltaik-Daten.

Die Überwachung einer Solarstromanlage ist eine wichtige und mitunter spannende Angelegenheit. Oft ist aber eine nachträgliche Verkabelung von Photovoltaik-Anlagen aufwändig und manchmal sogar störend. Ab sofort bietet Fronius für dieses Problem eine komfortable Lösung: Mit dem neuen Fronius Wireless Transceiver erfolgt die Datenübertragung vom Wechselrichter zum PC über eine Funkverbindung. Das handliche Funkmodul besteht aus zwei Komponenten. Eine wird an den Datenlogger (oder eine andere Datcom-Komponente) angeschlossen, die andere an den PC oder Laptop.   Die Verkabelung oder sogar ein Durchbohren von Wänden entfällt. Universell einsetzbar, kann das Funkmodul an ein Großdisplay, sämtliche Interface-Komponenten oder auch an einen Datenlogger angeschlossen werden. Das Gerät erkenne dabei von selbst sein Gegenstück, wodurch kein zusätzlicher Konfigurationsaufwand entstehe, betont Fronius.



Der von Fronius entwickelte Wireless Transceiver ist speziell auf die Fronius-DatCom-Produkte abgestimmt und kann nach Herstellerangaben eine Funk-Reichweite von bis zu 30 Metern in Gebäuden und bis zu 200 Metern im Freifeld erzielen. Das Produkt ist als Card oder als Box erhältlich und kann je nach Bedarf entweder an eine RS-232-, oder an eine USB-Schnittstelle angeschlossen werden (die Steckkarte für den Wechselrichter gibt es ausschließlich mit RS232-Schnittstelle). Der Bruttopreis für die Card beträgt € 470,-, für die Box € 490,- (jeweils pro Paar).

20.09.2007   Quelle: Fronius International   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International,
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Neuer Akteur bereichert Solar-Branche in Berlin: Despatch Industries wählt Bundeshauptstadt als Sitz seiner Europazentrale

Photovoltaik-Produktionslinie von Despatch Industries.
Photovoltaik-Produktionslinie von
Despatch Industries.

Despatch Industries, ein etablierter Hersteller von Industrieöfen und wichtiger Zulieferer für die Hersteller von Photovoltaik-Modulen, baut in Berlin sein Hauptquartier für Europa und Nahost auf. Das gab der Vorstandsvorsitzende des in Minneapolis (USA) ansässigen Unternehmens, Patrick J. Peyton, am 20.09.2007 gemeinsam mit Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, bekannt. Despatch Industries hat 250 Mitarbeiter am Stammsitz in den USA und will in Berlin 60 Arbeitsplätze schaffen.   Ausschlaggebend für die Entscheidung nach Berlin zu gehen sei die Nähe zur rasch wachsenden Solar-Industrie in Berlin, der Hauptstadtregion und ganz Ostdeutschland, sagte der Vorstandsvorsitzende von Despatch Industries, Patrick J. Peyton: "Von Berlin aus erreichen wir innerhalb von zwei Stunden praktisch alle unsere wichtigen Kunden in Deutschland. Dieser Markt entwickelt sich äußerst dynamisch, und von der deutschen Hauptstadt aus hat Despatch die besten Chancen, an diesem Wachstum Teil zu haben. Die Tatsache, dass wir alleine in den vergangenen Wochen hier neue Aufträge in Höhe von fast 8 Millionen Euro akquirieren konnten, zeigt mir, dass wir richtig entschieden haben", so Peyton.



Berlins Wirtschaftssenator Wolf, ergänzt: "Die Standortentscheidung von Despatch Industries, die hier einen interessanten neuen Markt für sich entdeckt haben, beweist, dass die Hauptstadtregion auch als Industriestandort weltweit wieder zunehmend Interesse weckt. Solarenergie und Clean Technologies als industrielle Technologien der Zukunft sind in Berlin und in der Hauptstadtregion zu Hause. Auch außerhalb der Solarbranche und der Energieerzeugung generell wird Despatch hier interessante Kunden und Partner finden, so in der Automobil- und Werkstoffindustrie oder der Medizintechnik."


Berliner Solarindustrie gewinnt ein weiteres wichtiges Unternehmen

"Berlin zieht an, Berlin steigt auf. Mit Despatch Industries gewinnt die Berliner Solarindustrie ein weiteres wichtiges Unternehmen hinzu", betont René Gurka, Geschäftsführer der Berlin Partner GmbH. Für die Weiterentwicklung der Branche sei es zentral, dass sich Wertschöpfungsketten von der Grundlagenforschung über die Produktionstechnologie bis hin zur Projektierung von Solarkraftwerken schließen. "Nun müssen wir in Berlin auch möglichst rasch Flächen für die Installierung von Solarzellen zur Verfügung stellen, um auch hier Referenzprojekte zu ermöglichen", so Gurka weiter.

Despatch Industries wurde 1902 in Minneapolis/Minnesota gegründet und hat sich seitdem auf die Herstellung hochpräziser Industrieöfen spezialisiert, die ein breites Anwendungsgebiet haben - bei der Herstellung von Photovoltaikmodulen, in der Produktion von Brennstoffzellen, aber auch in der Luftfahrtindustrie, bei der Herstellung von Herzschrittmachern und Implantaten oder als Klimatestestkammer in der Automobilindustrie.

20.09.2007   Quelle: Berlin Partner GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Despatch Industries,
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Gabriel lobt Beschluss der EU-Kommission zum Energie-Binnenmarktpaket

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat das "Dritte Energie-Binnenmarkt-Paket" der EU-Kommission begrüßt. Darin werden Maßnahmen zur Liberalisierung der europäischen Energiemärkte vorgeschlagen. Konkret verlangt die EU-Kommission, dass Strom- und Gasversorger entweder ihr Eigentum am Netz aufgeben oder aber ihr Netz von einem unabhängigen Netzbetreiber betreiben lassen. "Der deutsche Energiemarkt ist von einer Konzentration weniger, großer Energieversorger geprägt. Nur mit einer größeren Anbietervielfalt können sich faire Preise durchsetzen. Für die Integration von neuen Kraftwerken, Strom aus erneuerbaren Energien und dem zunehmenden europäischen Stromhandel müssen die Netze rasch ausgebaut werden", so Gabriel.   Mit dem Dritten Binnenmarktpaket würden die Weichen richtig gestellt: Durch eine wirksame Entflechtung werde das Netz zu einem neutralen Marktplatz mit günstigeren Preisen für die Verbraucher und besserem Netzzugang für neue Stromanbieter", betont der Bundesumweltminister.


Wirksame Entflechtung des Netzbetriebs von der Energieerzeugung

Das Dritte Binnenmarktpaket ist Folge des im Januar dieses Jahres veröffentlichten Klima- und Energiepakets. Darin identifiziert die Kommission Defizite bei der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte. Probleme beim Zugang zu den Transportnetzen und bei den Investitionen in die Netzinfrastruktur beruhen nach Auffassung der Kommission auf einer unzureichenden Trennung des Netzbetriebs von der Energieerzeugung und dem Vertrieb. Für eine wirksame Entflechtung sieht das Dritte Binnenmarktpaket zwei Optionen vor: Alternativ zu einer eigentumsrechtlichen Trennung des Netzes von den übrigen Unternehmensbereichen, besonders der Energieerzeugung, können die Energieversorger auch Eigentümer ihrer Netze bleiben, müssten jedoch einen unabhängigen Netzbetreiber einsetzen. In diesem Fall trifft der unabhängige Netzbetreiber Entscheidungen über Nutzung und Investitionen in das Netz, flankiert von einer intensiven Regulierungstätigkeit der Behörden.

Um die Regulierung auf nationaler Ebene zu stärken, werden die Regulierungsbehörden zusätzliche Kompetenzen erhalten. Außerdem soll die Kooperation der Regulierungsbehörden auf europäischer Ebene verbessert und für grenzüberschreitende Sachverhalte eine Regulierungsbehörde auf EU-Ebene eingerichtet werden.

20.09.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Energie-Binnenmarkt: EU-Kommission will mehr Wettbewerb und Nachhaltigkeit

Energiekommissar Piebalgs: Bürger sollen ihren Anbieter frei wählen können.
Energiekommissar Piebalgs: Bürger sollen
ihren Anbieter frei wählen können.

Die EU-Kommission hat am 19.09.2007 ihr drittes Gesetzespaket zum Energie-Binnenmarkt vorgelegt. Damit der Binnenmarkt für Strom und Gas den Verbrauchern zugute kommt und die EU bei der Energieversorgung mehr Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit erreichen kann, schlägt die EU-Kommission eine Reihe von Maßnahmen vor, die bestehende Bestimmungen ergänzen sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Wahlmöglichkeiten der Verbraucher, faire Preise, sauberere Energieerzeugung und Versorgungssicherheit. Das Legislativpaket enthält fünf Einzelvorschläge. Kern ist unter anderem die Trennung des Betriebs der Strom- und Gasnetze von den Versorgungs- und Erzeugungstätigkeiten (Unbundling).   "Um die Herausforderungen des Klimawandels, der steigenden Importabhängigkeit und des globalen Wettbewerbs bewältigen zu können, braucht die EU einen offenen und gerechten Energiebinnenmarkt", sagte EU-Kommissionspräsident Barroso. Dabei gehe es darum, dass den Verbrauchern und Unternehmen bessere Bedingungen eingeräumt würden und dass sich auch Unternehmen aus Drittländern an die EU-Regeln halten, so Barroso weiter.



Kommission bevorzugt eigentumsrechtliche Entflechtung von Netzbetreibern und Versorgungsunternehmen

EU-Energiekommissar Piebalgs ergänzte: "Wir haben in den letzten zehn Jahren bereits ein gutes Stück des Weges zu einem Energiebinnenmarkt in der EU zurückgelegt. Wir müssen diesen Prozess jetzt abschließen und dafür sorgen, dass dieser Markt konkrete und effektive Vorteile bietet, die allen Bürgern und Unternehmen zugute kommen. Die EU muss nun durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass alle Bürger ihren Anbieter frei wählen und sich für das beste Angebot entscheiden können." Zum Unbundling schlägt die EU-Kommission zwei Möglichkeiten vor, favorisiert jedoch die Option der eigentumsrechtlichen Entflechtung, bei der ein Unternehmen nicht mehr gleichzeitig sowohl Eigentümer der Übertragungsnetze als auch Energieerzeuger oder Energieversorger sein darf. Als zweite Möglichkeit stellt sie die Option des "unabhängigen Netzbetreibers" vor. Hierbei dürften bestehende Unternehmen Eigentümer ihrer Netze bleiben, sofern sie den tatsächlichen Betrieb anderen Unternehmen oder Stellen anvertrauen, die von ihnen völlig unabhängig sind.


Europäische Agentur zur Zusammenarbeit der einzelstaatlichen Energieregulierungsbehörden geplant

Zudem will die EU-Kommission den grenzübergreifenden Energiehandel erleichtern. Dafür sieht sie die Errichtung einer Agentur zur Zusammenarbeit der einzelstaatlichen Energieregulierungsbehörden mit verbindlichen Entscheidungsbefugnissen vor. Ein weiterer Vorschlag zielt darauf ab, die Unabhängigkeit der einzelstaatlichen Regulierungsbehörden in den Mitgliedstaaten zu stärken. Um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Investitionen zu fördern, soll ein neues europäisches Netz der Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber geschaffen werden. EU-Netzbetreiber sollen darin zusammenarbeiten und gemeinsame Marktvorgaben, technische Bestimmungen und Sicherheitsnormen entwickeln und die auf EU-Ebene notwendigen Investitionen planen und koordinieren. Und schließlich sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Markttransparenz im Hinblick auf Netzbetrieb und Versorgung gleichen Zugang zu Informationen und transparentere Preisgestaltung gewährleisten.

Alle Gesetzesvorschläge sind in englischer Sprache zu finden auf den Internetseiten der EU-Kommission

Landesspezifische Informationen zur Situation auf dem deutschen Energiemarkt gibt es unter http://ec.europa.eu/energy/energy_policy/facts_en.htm

20.09.2007   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CE | Brussels - EC/Berlaymont,
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Photovoltaik: Conergy erweitert Produktionsstandort für Gestellsysteme und Modulrahmen sowie Solarthermie-Kollektoren

Grundsteinlegung in Rangsdorf mit Technology Director Mounting Systems Jochen Kirmaier (rechts).
Grundsteinlegung in Rangsdorf mit Technology
Director Mounting Systems Jochen Kirmaier (re.)

Die Conergy AG, Europas umsatzstärkstes Solar-Unternehmen, legte am 18.09.2007 vor rund 50 geladenen Gästen den Grundstein zur Erweiterung ihrer Photovoltaik-Gestell- und Rahmenproduktion in Rangsdorf bei Berlin. Durch die Verdreifachung der Produktions- und Lagerfläche um 11.000 Quadratmeter sollen die Vorraussetzungen geschaffen werden, um hochwertige Aluminiumrahmen für die gesamte Produktion von Hochleistungs-Solarmodulen des Typs Conergy PowerPlus aus der neuen Solarfabrik in Frankfurt (Oder) herzustellen. Die Produktion an Modulen wird von 50 MW in diesem Jahr auf 250 MW installierte Leistung im nächsten Jahr ausgebaut werden. Auch die Gestellproduktion werde durch den Ausbau bis zum Ende des Jahres auf eine Kapazität vom 200 Megawatt (MW) verdoppelt, heißt es in der Pressemitteilung.   Das universelle Aufdachgestell "SunTopIII" zähle bereits heute zu den meistverkauften Photovoltaik-Befestigungssystemen weltweit.



50 neue Arbeitsplätze

Im Rangsdorfer Werk, in dem auch Solarkollektoren der Conergy montiert werden, arbeiten nach Angaben des Unternehmens zurzeit 120 Mitarbeiter. "Mittelfristig entstehen hier vor Ort 50 neue Arbeitsplätze, um die weltweit steigende Nachfrage nach unseren hochwertigen Produkten aus der Solarthermie und Photovoltaik bedienen zu können", erläutert Dr. Edmund Stassen, Vorstandsmitglied der Conergy AG.

Neben Deutschland zählen vor allem Frankreich, Italien, Spanien und die USA zu den am stärksten wachsenden Märkten für erneuerbare Energien. Um diese Märkte mit ihren sehr unterschiedlichen Kundenbedürfnissen bedienen zu können, verfüge Conergy über ein einzigartiges Produktportfolio an Gestellsystemen. Hochqualifizierte Mitarbeiter erarbeiteten Lösungen für Dach- und Fassadenkonstruktionen, für Freilandsysteme sowie für gerahmte oder rahmenlose Module.


"Solarfieber" in Brandenburg

"Mit der Solarindustrie hat Brandenburg eine der innovativsten und wachstumsstärksten Zukunftsbranchen gewonnen. Keine andere Branche hat in den letzten Jahren in der Hauptstadtregion für so viel Furore gesorgt – und ein wahres 'Solarfieber' ausgelöst. Mit der Erweiterung ihres Produktionsstandortes in Rangsdorf geht die Conergy AG einen wichtigen Schritt zum weiteren Ausbau der Kompetenzen im Land", betonte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Wolfgang Krüger.


Künftig bis zu sechs Auszubildende pro Jahr

Durch den Ausbau wird die Zahl der Ausbildungsplätze vor Ort auf bis zu sechs pro Jahr erhöht werden. "Schon heute zählt Conergy zu den wichtigsten Arbeitgebern in Rangsdorf und Umgebung. Der Ausbau der Produktion ist ein weiteres Signal dafür, dass die gute geografische Lage unserer Region und ihre qualifizierten Arbeitskräfte einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Branche Erneuerbare Energien leisten", erläuterte Klaus Rocher, Bürgermeister von Rangsdorf, während der feierlichen Grundsteinlegung.

20.09.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
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SCHOTT Solar: Aggressive Expansion auf dem US-Photovoltaikmarkt sowie Receiver-Fertigung für solarthermische Kraftwerke in den USA geplant

Integrierte Solarzellen-Produktionslinie der SCHOTT Solar GmbH in Alzenau.
Integrierte Solarzellen-Produktionslinie
der SCHOTT Solar GmbH in Alzenau.

Die SCHOTT Solar GmbH will eine neue Photovoltaik-Produktionsstätte in den USA errichten und dadurch ihre dortige Kapazität um über 60 Megawatt ausbauen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. SCHOTT Solar bewerte derzeit mögliche Standorte für die neue Solar-Fabrik, die 2009 fertig gestellt sein soll. Die neue PV-Produktionsstätte soll sowohl für die Herstellung von Solarstrommodulen als auch von Receivern für solarthermische Kraftwerke geeignet sein. Dadurch werde SCHOTT Solar in der Lage sein, mit der Produktion von Solar-Receivern in der neuen Anlage zu beginnen, wenn sich der Markt wie vom Unternehmen erwartet entwickle, heißt es in der Pressemitteilung.   Da der US-Markt für erneuerbare Energien weiter wachse und SCHOTT Solar auch künftig mit einem Zuwachs der Produktion rechne, sei die neue Produktionsstätte von vorneherein auf weitere Expansion ausgelegt.


Expertise sowohl zur Photovoltaik-Produktion als auch zur Fertigung von Receivern für Solarthermie-Kraftwerke

"Die Nachfrage nach erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten wächst rasant", sagt Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG. "Als eines der einzigen Unternehmen, das die nötige Expertise zur Produktion von PV-Modulen und Receivern für Solarthermie-Kraftwerke besitzt, sind wir für eine Expansion auf dem amerikanischen Markt einzigartig positioniert und unterstützen die USA beim Erreichen ihrer ambitionierten Ziele in Sachen erneuerbare Energien", so Ungeheuer weiter.


Bis 2010 soll die Produktionskapazität für kristalline Solarzellen auf 450 Megawatt steigen sowie auf 100 MW in der Dünnschicht-Technologie

"Der Ausbau der Photovoltaik-Kapazität auf dem US-amerikanischen Markt wird die Position von SCHOTT Solar als weltweiter Technologie- und Marktführer für Photovoltaik-Module, die Sonnenstrahlung direkt in Strom umwandeln, weiter stärken. Die neue Anlage wird die vorhandene Produktionsstätte in Billerica (Massachusetts) ergänzen", heißt es in der Pressemitteilung. Diese habe derzeit eine Kapazität von 15 Megawatt und produziert das SCHOTT ASE-300 Watt PV-Modul, eines der größten Standardmodule, die heute auf dem Markt erhältlich sind. Im Jahr 2007 beträgt die PV-Produktionskapazität von SCHOTT Solar nach eigenen Angaben insgesamt 130 Megawatt. Bis zum Jahr 2010 will das Unternehmen die Produktionskapazität für kristalline Solarzellen und -module auf 450 Megawatt ausgebaut haben. Hinzu sollen weitere 100 Megawatt bei den Dünnschicht-Solarstrommodulen kommen.


Joint Venture mit WACKER sichert Solarsilizium-Nachschub

Dazu hat SCHOTT Solar kürzlich ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Münchener WACKER Chemie gegründet. Gemeinsam werden die Unternehmen multikristalline Siliziumblöcke (Ingots) und Solar-Wafer herstellen - das Basismaterial, aus dem später die Solarzellen entstehen. Dank dieser Partnerschaft sei SCHOTT Solar sicher mit dem derzeit knappen Solarsilizium versorgt, was Voraussetzung für die ehrgeizigen Wachstumsziele des Unternehmens ist.

20.09.2007   Quelle: SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar GmbH,
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Solarthermische Kühlung: Universitätsklinikum nutzt Kälte aus Solarwärme

Solar-Röherenkollektoren des Universitätsklinikums Freiburg.
Solar-Röherenkollektoren des
Universitätsklinikums Freiburg.

Mit Sonnenwärme zu kühlen, mag paradox klingen, ist aber technisch möglich und zudem eine besonders kluge Nutzung der Solarenergie. Schließlich steigt der Bedarf an Kühlung mit steigender Außentemperatur. Das Universitätsklinikum Freiburg hat im Rahmen eines 1997 angestoßenen Forschungsvorhabens eine Anlage zur solarthermischen Kälteerzeugung entwickelt, die seit 1999 im Laborgebäude des Außenklinikums erfolgreich in Betrieb ist. Die Kombination von Hochleistungs-Vakuumröhrenkollektoren zur Warmwassererzeugung mit einer Adsorptionskältemaschine mache das vermeintliche Wunder möglich, berichtet die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in einer Pressemitteilung.   Dabei steuere eine ausgefeilte Mess- und Regelungstechnik die Hydraulik der verschiedenen Wasser führenden Systeme. Das Forschungsprojekt wurde bei der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover präsentiert.



Solarwärmeanlage plus Adsorptionskältemaschine

Als Wärmequelle für die Austreibung im so genannten Adsorptionsprozess dient das mit thermischen Sonnenkollektoren erzeugte Warmwasser. Dies hat gegenüber der üblichen Nutzung der Solarenergie den entscheidenden Vorteil, dass das solarthermisch erzeugte Warmwasser immer dann in ausreichender Menge zur Verfügung steht, wenn der Bedarf an Kaltwasser zu Kühlzwecken am größten ist: im Sommer, quasi "just in time". Im Winter wird das solarthermisch erzeugte Warmwasser zur Außenluftvorwärmung der Klimaanlage genutzt. So kann konventionell erzeugte Wärme eingespart und der Gesamtwirkungsgrad der Anlage erhöht werden. Um mit Sonnenenergie zu kühlen, wird zunächst die einfallende kurzwellige Sonnenstrahlung von Solar-Kollektoren aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Zur Speicherung der überschüssigen Solarwärme, etwa zur Nachtkühlung, sind großvolumige Solar-Pufferspeicher vorhanden.

Die Adsorptionskältemaschine des Systems besteht im Wesentlichen aus einem unter Vakuum stehenden Behälter, der in vier untereinander verbundene Kammern unterteilt ist: den Verdampfer, den Austreiber, den Sammler und den Verflüssiger. Im Verdampfer wird Wasser im Vakuum bei niedriger Temperatur verdampft. Die dafür benötigte Verdampfungswärme wird dem Kaltwasser entzogen, so dass dieses abgekühlt wird. Der dabei entstehende Wasserdampf wird im Sammler aufgenommen. Dabei wird Adsorptionswärme frei, die über einen Kühlturm abgeführt wird. Parallel dazu wird im Austreiber Wasserdampf ausgetrieben. Dieser Wasserdampf wird dann im Kondensator mit Hilfe von Kühlturmwasser kondensiert und steht wieder zur erneuten Verdampfung zur Verfügung. Bei diesem Kreislaufprozess werden der Austreiber und der Sammler im periodischen Wechsel ihrer Funktion betrieben. So kann die Anlage kontinuierlich arbeiten.


Universitätsklinikum beteiligt sich am Energietag Baden-Württemberg


Im Rahmen des Energietags Baden-Württemberg wird die Solar-Klimaanlage am 22. September 2007 der Öffentlichkeit vorgeführt. Das Universitätsklinikum Freiburg ist einer der größten Energieerzeuger in Freiburg. Seit vielen Jahren verfolgt das Klinikum eine konsequente ökologische und ökonomische Energieerzeugung mit regenerativen Energien. So wurde bereits 1995 die erste kommerzielle Solaranlage auf dem Dach des klinikeigenen Casinos in Betrieb genommen. Weiterhin wurden zwischenzeitlich mehrere Photovoltaikanlagen aufgebaut. Neben der regenerativen Energieerzeugung setzt das Universitätsklinikum mit seinem Heizkraftwerk auf den hocheffizienten Prozess der Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung (KWKK). In Verbindung mit einem weit verzweigten Fernwärme- und -kältenetz leistet das Klinikum damit einen bedeutenden Beitrag zur umweltverträglichen Erzeugung von Energie. Mit der gewonnenen Energie versorgt sich das Klinikum nicht nur selbst, sondern auch die Universität und andere Landesgebäude, etwa das Gefängnis.


Öffentliche Führungen

Solarthermische Kälteerzeugung: Besichtigung und Präsentation des Forschungsprojektes anlässlich des Energietags Baden-Württemberg am 22. September 2007, stündliche Führungen von 10.00 bis 17.00 Uhr, Laborgebäude des Außenklinikums, Hauptstraße 5 in Freiburg


Weitere Informationen zur solaren Kühlung:

· Klimatisieren mit Sonne und Wärme
· Mit Sonnenwärme kühlen: Das Interesse an solarer Klimatisierung wächst.

20.09.2007   Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Universitätsklinikum   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,
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DIE ZEIT: Wirtschaft könnte laut BDI-Studie ohne große Kosten viel CO2 sparen

Die deutsche Wirtschaft könnte nach einer unveröffentlichten Studie des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) den CO2-Ausstoß im großen Stil senken, ohne dabei nennenswerte Zusatzkosten tragen zu müssen, berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in einer Pressemitteilung. "127 Megatonnen Treibhausgasemissionen können jährlich vermieden werden, ohne dass dadurch Kosten entstünden, die sich nicht innerhalb der jeweiligen Nutzungsdauer amortisieren", heißt es nach Informationen der ZEIT in dem Entwurf zur Studie, die das renommierte Beratungsunternehmen McKinsey für den BDI erstellte. Weitere 14 Millionen Tonnen Treibhausgas ließen sich demnach zusätzlich zu geringen Kosten einsparen, was die deutsche Bilanz bis 2020 insgesamt um 26 Prozent im Vergleich zu 1990 entlasten könnte.   Die Bundesregierung fordert bis 2020 eine Senkung von 40 Prozent. Die Studie ist laut ZEIT innerhalb des BDI umstritten, zahlreiche Branchen wehrten sich gegen den Öko-Trend, so die Wochenzeitung.


Wind-, Biomasse- und Solar-Kraftwerke sollen ein Viertel des Strombedarfs decken

"Als erstes Land der Welt" verfüge Deutschland mit dieser Studie "über eine umfassende und objektive Bewertung von mehreren hundert Einzelmaßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen in allen Bereichen der Gesellschaft", zitiert die ZEIT aus dem Vorwort der Studie. Die Untersuchung soll am 25. September veröffentlicht werden. Um die Emissionen um 30 Prozent zu reduzieren, braucht es laut Studie einen neuen Energiemix: Wind-, Biomasse- oder solare Kraftwerke müssen künftig ein Viertel des Strombedarfs decken, herkömmliche fossile Meiler effizienter betrieben oder auf Kraft-Wärme-Kopplung umgestellt werden. Indirekt empfiehlt die Studie sogar den Ausstieg aus der Kohle. "Wenn nicht nur die Hälfte der neugebauten Kraftwerke, sondern drei Viertel der neuen Kapazitäten Gaskraftwerke wären", würde das die Emissionen deutlich reduzieren. Dabei würde der Verbrauch des flüchtigen Stoffes nicht einmal steigen, weil in den inzwischen sanierten Gebäuden weniger Erdgas zum Heizen benötigt würde.

20.09.2007   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Sunblu GmbH aus Essen bietet Solarstromanlage für 3.850 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung an

Solarmodul "Sunblu
SBF170M5E".

Das Systemhaus Sunblu GmbH mit Sitz Essen präsentiert auf der Solarmesse Soltec in Hameln vom 20. bis 23. September 2007 ein Komplettpaket zur Photovoltaik-Netzeinspeisung. Der Nettopreis für Endkunden liege bei nur 3.850 Euro pro Kilowatt peak, berichtet Sunblu in einer Pressemitteilung. Das standardisierte Solarstromsystem "Sunblu Kit 3.0" hat laut Anbieter eine Nennleistung von 3,06 Kilowatt und wird in 3 Varianten zur Schrägdachmontage angeboten. Größere Anlagen könnten beliebig kombiniert werden.   "Wir verpacken unsere hochwertigen Solarsysteme in wieder verwendbaren Boxen. Das spart Verpackungsmaterial und hilft uns, den Aufwand für Transport und Lagerung gering zu halten", sagt Martin Siebert, Geschäftsführer der Sunblu GmbH. "Wir suchen Hersteller, die gute Qualität zum günstigen Preis liefern und entwickeln Produkte, die für die meisten Standardanwendungen passen. Den gewonnenen Preisvorteil geben wir an unsere Kunden weiter", erklärt Siebert. Alle Bauteile seien perfekt aufeinander abgestimmt, betont Siebert.



Solarzellen aus China; Wechselrichter von SMA

Die monokristallinen Hochleistungs-Solarmodule vom Typ "Sunblu SBF170M5E", der Solarwechselrichter "Sunny Boy SB 3000" mit eingebautem elektronischem Freischalter und das Befestigungssystem Sunblu Kit 3.0. Das Solarmodul Sunblu SBF170M5E/170 ist laut Datenblatt der Sunblu GmbH mit 72 monokristallinen Solarzellen der chinesischen Hersteller CEEG und JA Solar ausgestattet und entspreche in Anlehnung den internationalen Testkriterien der Prüfnorm IEC 61215 Edition 2 und Schutzklasse II. Sunblu gewährt 20 Jahre Garantie auf 85 % der angegebenen Leistung. Die Produktgarantie beträgt 2 Jahre. Die Leistungstoleranz beträgt laut Sunblu ± 5 %;der Wirkungsgrad 13,3 %.

Bei der Montage habe der Kunden zwei Möglichkeiten: Er beauftrage entweder einen Installateur seines Vertrauens, der sich um alle Facharbeiten und Formalitäten kümmert, oder er könne durch die eigene Hilfe bei der Montage zusätzlich sparen. Bei Bedarf vermittle die Sunblu GmbH kostenlos einen vertrauenswürdigen und erfahrenen Installateur. Dieser montiere die Anlage zum Festpreis. Im Preis inbegriffen sei die Lieferung frei Baustelle deutsches Festland. Während des Transportes und bei der Montage sind laut Sunblu alle Bauteile gegen eventuelle Schäden versichert.

Das Sunblu Kit 3.0 ist nach Angaben des Unternehmens so konzipiert, dass es in den meisten Fällen eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschafte. Bei entsprechenden Voraussetzungen überträfen die Einnahmen die jährlichen Ausgaben schon im ersten Jahr, heißt es in der Pressemitteilung. Und wenn die Solarstromanlage bereits im Januar in Betrieb genommen werde, könnten innerhalb von 21 Jahren ungefähr 12.500 Euro verdient werden, verspricht die Sunblu GmbH. Der Aktionspreis ist laut Sunblu gültig bis 15.12.2007 beziehungsweise solange Vorrat reicht.

Weitere Informationen erhalten Interessenten vom 20. bis 23. September 2007 auf der Soltec in Hameln in Halle 1, Stand A33.

20.09.2007   Quelle: Sunblu GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunblu GmbH,
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BMU streicht Förderbegrenzung für Solarwärmeanlagen im Wohnungsbau

Große Solarwärmeanlage zur Heizung und Kühlung (im Vordergrund)
Große Solarwärmeanlage zur Heizung und
Kühlung (im Vordergrund)

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die Förderungsbedingungen für große Solarwärmeanlagen entscheidend verbessert: Mit sofortiger Wirkung ist die Zahl förderfähiger solarthermischer Großanlagen nicht mehr begrenzt, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in einer Pressemitteilung. Der so genannte Innovationsbonus war für 2007 zuvor auf 100 große Solar-Heizungssysteme begrenzt gewesen. Er wird nun für alle neuen Solarwärmeanlagen gewährt, die bestimmte Mindesterträge mit Wärmemengenzählern nachweisen können.  Im Rahmen des Innovationsbonus gewähren das Bundesamt für Wirtschaft und die KfW-Förderbank zusätzlich zur Grundförderung erhöhte Investitions- und Tilgungszuschüsse zu zinsgünstigen Darlehen, die bis zu 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten ausmachen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel reagierte damit auf die steigende Solartechnik-Nachfrage der Wohnungswirtschaft. Im Rahmen einer Heizungssanierung können mit Hilfe der Solartechnik nach Angaben des BSW-Solar die Betriebskosten um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Anfang August wurden bereits die Förderzuschüsse für Eigenheimbesitzer um 50 Prozent erhöht.



BSW-Geschäftsführer Körnig: Investition in Solarwärmeanlagen ist attraktiv wie nie

Der BSW-Solar begrüßt die jüngste Förderaufstockung. "Jetzt erhalten Investoren neben attraktiven Förderkonditionen auch mehr Planungssicherheit", kommentiert Verbandsgeschäftsführer Carsten Körnig. Angesichts stetig steigender Heizkosten und eines Ölpreises auf Rekordniveau empfiehlt der BSW-Solar Wohnungsbaugesellschaften und Eigenheimbesitzern eine Heizungssanierung und in diesem Zusammenhang die Anschaffung einer Solarwärmeanlage. "Die Investition in Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung ist attraktiv wie nie. Einmal installiert, liefern Sonnenkollektoren Wärme zum Nulltarif, quasi als Heizungs-Flatrate", so Körnig.

Weitere Informationen zur Solarthermie-Förderung und zu KfW-Programmen unter http://www.solarserver.de/geld.html.

19.09.2007   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH,
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Photovoltaik: SANYO und WATTNER kooperieren bei Finanzierung und Bau von Solar-Kraftwerken für mehr als 20 Mio. Euro jährlich

256,5 kW-Solarstromanlage mit SANYO-Modulen (Alfdorf, Deutschland).
256,5 kW-Solarstromanlage mit
SANYO-Modulen (Alfdorf, Deutschland).

Die Wattner AG (Köln) und die SANYO Components Europe GmbH (SANYO), eine Tochtergesellschaft der japanischen SANYO Electric Co., Ltd., werden bei der Finanzierung und beim Bau von Photovoltaik-Kraftwerken mit einem Umfang von 20 Millionen Euro jährlich zusammenarbeiten. Das berichtet die Wattner-Gruppe in einer Pressemitteilung. Beide Unternehmen vertiefen hiermit ihre bisherige Zusammenarbeit. SANYO als einer der führenden Solarmodul-Hersteller ist für die weltweite Belieferung von Projekten mit HIT-Solarmodulen verantwortlich, für die Wattner das Eigenkapital stellt. "Mit SANYO sichern wir uns einen wichtigen strategischen Partner, mit dem wir schon in der Vergangenheit gut zusammen gearbeitet haben. Unsere Projekte mit SANYO HIT Modulen zeigen im Vergleich regelmäßig Bestwerte", erklärt Wattner-Vorstand Ulrich Uhlenhut.   "So wurden SANYO Solarmodule in unseren deutschen Solarkraftwerken in Wilkau-Hasslau und Greiz mit 1,4 MegaWatt (MW) Leistung, sowie in einer Vielzahl kleinerer Projekte, verwendet", ergänzt Uhlenhut.



Kooperation sichert SANYO mehrere Jahre den direkten Absatz in Solarparks

Die Zusammenarbeit mit Wattner bestätige SANYO's Strategie, heißt es in der Pressemitteilung. "Wir stellen unser Engagement im Solarmarkt auf eine breitere Basis, ohne unsere Kernkompetenz zu verlassen", sagt Yoshiyuki Arikawa, Deputy General Manager der Solar-Sparte von SANYO. "Diese Kooperation über ein Jahresvolumen von bis zu 5 MW sichert uns über mehrere Jahre hinweg den direkten Absatz in Solarparks", betont Arikawa.

Im Rahmen der Kooperation befinden sich laut Wattner-Gruppe für 2008 bereits Photovoltaik-Teilprojekte mit einem Umfang von 2 MW Leistung in der Pipeline; weitere 3 MW würden derzeit geplant.

19.09.2007   Quelle: Wattner Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Donauer Solartechnik,
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Bundesverband WindEnergie: Vorschlag des Umweltministeriums zur EEG-Novelle unzureichend

BWE-Chef Albers: Windenergie ist der Billig- macher im Konzert der erneuerbaren Energien.
BWE-Chef Albers: Windenergie ist der Billig-
macher im Konzert der erneuerbaren Energien.

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hält die Vorschläge des Bundesumweltministeriums (BMU) zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für unzureichend: "Deutschland braucht einen forcierten Ausbau der Windenergie für mehr Klimaschutz und Versorgungssicherheit bei gleichzeitig niedrigen Stromerzeugungskosten. Dazu sind jedoch die bisherigen Vorschläge des Bundesumweltministeriums unzureichend", sagte Hermann Albers, Präsident des BWE, auf der internationalen Windenergie-Messe in Husum. Der BWE drängt daher bei der anstehenden EEG-Novelle darauf, die realen Vergütungen für Windstrom in den nächsten Jahren stabil zu halten.   "Die Stahl- und Kupferpreise haben sich seit der letzten Novelle 2004 verdoppelt beziehungsweise verdreifacht. Bleibt es bei der bisherigen Absenkung der realen Vergütungen von 3,5 bis vier Prozent pro Jahr, wird der deutsche Markt für Windkraftanlagen weiter stark einbrechen. Dies haben bereits die Zahlen für das erste Halbjahr gezeigt: Der Inlandsmarkt ist um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen", so Albers weiter.



Mehrkosten der Windenergie werden mehr als nur ausgeglichen

Auch bei einem vorübergehenden Einfrieren der Vergütungen werde die Windenergie weiterhin die Rolle des Preisdämpfers auf dem Strommarkt spielen betont der BWE. Allein 2006 habe die Windenergie dem deutschen Verbraucher rund drei Milliarden Euro erspart, weil der Einsatz teurer Spitzenlastkraftwerke aufgrund des vermehrten Windstromangebots immer öfter vermieden werde. 2007 rechnet der BWE wegen dieses "Merit-order-Effekts" mit Einsparungen von rund vier Milliarden Euro. Damit würden die Mehrkosten der Windenergie für den Verbraucher mehr als nur ausgeglichen. Diesen Zusammenhang hatte zuletzt im Juli das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung im Auftrag des BMU bestätigt.


BEW: Ohne verstärkten Ausbau der Windenergie wird die Bundesregierung ihr Ziel von 30 Prozent Ökostrom-Anteil bis 2020 nicht erreichen

Weiterhin fordert der BWE für die Novellierung des EEG unter anderem eine Neugestaltung des "Repowering-Bonus“, um den effizienten Ersatz von Altanlagen durch moderne Windturbinen voranzutreiben sowie eine Erhöhung der Vergütungen für Offshore-Windstrom auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau. Außerdem sollen die Netzbetreiber zu einem optimierten Betrieb und vorsorgenden Ausbau der Stromnetze verpflichtet werden, fordert der BWE. Zudem verlangt der Windenergie-Verband einen beschleunigten Netzausbau durch den Einsatz von Erdkabeln. Albers: "Ohne einen verstärkten Ausbau der Windenergie wird die Bundesregierung die Zielmarke von 30 Prozent Ökostrom-Anteil 2020 nicht erreichen. Dabei ist die Windenergie der Billigmacher im Konzert der erneuerbaren Energien. Ein steigender Anteil von Windstrom ist eine der besten Versicherungen gegen die Strompreis-Explosion."


Technologische Vorreiterrolle auch beschäftigungspolitisch wirksam

Ein stabiler Inlandsmarkt sei auch Vorraussetzung für die Fortschreibung der Exporterfolge der deutschen Windindustrie, heißt es in der Pressemitteilung. "Die Windenergie-Messe HusumWind zeigt eindrucksvoll, dass die Branche international mit atemberaubendem Tempo wächst. Der Weltmarkt für Windturbinen verdoppelt sich alle drei Jahre", so BWE-Präsident Albers. Die technologische Rolle Deutschlands als First-Mover zahle sich auch beschäftigungspolitisch aus: Nach neuesten Zahlen des Bundesumweltministeriums waren 2006 über 80.000 Menschen in der Windenergie-Industrie beschäftigt.


25 Prozent des Strombedarfs könnten bis 2020 mit Wind gedeckt werden

Das Potenzial für Windenergie ist nach Berechnungen des Bundesverbandes WindEnergie in Deutschland keineswegs ausgeschöpft: 2020 könnten allein an Land 45.000 Megawatt Windleistung mit 110 Milliarden Kilowattstunden für 20 Prozent des deutschen Strombedarfs sorgen. Mit weiteren 10.000 Megawatt Leistung in Nord- und Ostsee könnte die Windenergie bis 2020 mehr als 25 Prozent des Strombedarfs decken. Zur Zeit beträgt der Anteil laut BWE knapp sieben Prozent.

19.09.2007   Quelle: BWE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE,
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Europäisches Projekt will deutsche Erfahrungen mit Solarstrom im Netz nutzen

Netzgekoppelte Solarstromanlage.
Netzgekoppelte Solarstromanlage.

Welche Auswirkungen die Einspeisung größerer Mengen von Photovoltaik-Strom auf die Stromnetze hat und wie man diese Mengen noch erhöhen kann, untersuchen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projekts. Die deutschen Netzbetreiber haben laut ISE einen Praxisvorsprung bei der Netzeinspeisung von Solarstrom. Ihre Erfahrungen seien jetzt für Europa gefragt. Interessierte Netzbetreiber werden gebeten, ebenfalls ihre Erfahrungen einzubringen. Im Gegenzug werden Erfahrungen mit Lösungsoptionen anderer Netzbetreiber angeboten. Informationen stehen auf den Internetseiten des Projekts "PVupscale" zur Verfügung.   Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Voraussetzungen für ein starkes Wachstum der Photovoltaik in Deutschland gelegt. "Nirgendwo gibt es mehr Photovoltaikstrom im Netz als hier. Heute sind bereits rund 3 Gigawatt Photovoltaikleistung am Netz", hebt Projektleiter Hermann Laukamp vom Fraunhofer ISE hervor.

Zehn Partner erarbeiten Grundlagen für die umfassende Photovoltaik- Integration

Um die technischen Voraussetzungen für eine reibungslose Integration des Solarstroms in das Verbundnetz und um die Erfahrungen der Netzbetreiber geht es im Teilprojekt Grid Issues des Forschungsprojekts PV-Upscale. Hier haben sich zehn Partner aus sieben Ländern zusammengefunden, um bis Juni 2008 Grundlagen für die umfassende Integration von Photovoltaik in europäische Städte zu erarbeiten. Besonders wichtig sind dabei die deutschen Erfahrungen. Wie der Stand der Technik und neue Trends aussehen, ist ab Oktober nachzulesen auf der der Internet Seite http://www.pvupscale.org. unter der Rubrik "Grid Issues".

Kontakt per E-Mail: hermann.laukamp@ise.fraunhofer.de

19.09.2007   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE,
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Zumtobel Group Award für Solar-Aufwindkraftwerk

"Solar Updraft Tower" von Schlaich Bergermann
Solar.

Eine internationale Jury hat die Gewinnerprojekte des ersten Zumtobel Group Award ermittelt. Der in zwei Kategorien aufgeteilte und mit insgesamt 140.000 Euro dotierte Preis wurde am 14. September 2007 in Bregenz (Österreich) verliehen für besonders nachhaltige und humanitäre Konzepte in zeitgenössischer Architektur und im Bauwesen. In der Kategorie "Forschung & Initiative" ging der Preis an Schlaich Bergermann Solar (Stuttgart) für den Entwurf ihres Aufwindkraftwerks "Solar Updraft Towers".  In der Kategorie "Gebaute Umwelt" wurden Morphosis Architects aus Los Angeles (USA) für das "Federal Building" in San Francisco von der Jury ausgezeichnet. Die Gewinner wurden aus insgesamt 40 Projekten aus aller Welt ausgewählt, die von einer internationalen Expertengruppe aus Architektur und Bauwesen vorgeschlagen wurden. Das Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Solar erhielt den Zumtobel Group Award 2007 für das technologische Konzept eines Aufwindkraftwerks, das über viele Jahre hinweg entwickelt wurde und in Australien im großen Maßstab umgesetzt werden soll. Mit dieser Entscheidung will die Jury die Aufmerksamkeit darauf lenken, da "diese bedeutende Technologie neue Perspektiven für effiziente und erneuerbare Energien eröffnet und daher einen wichtigen und besonders wertvollen Beitrag für die Zukunft der Menschheit leistet."



In der Kategorie "Gebaute Umwelt" gewannen Morphosis Architects aus Los Angeles mit ihrem Hochhaus des San Francisco Federal Building, das sich durch sein natürliches Belüftungssystem auszeichnet. In diesem kürzlich fertig gestellten Projekt verbindet der Pritzker-Preisträger Thom Mayne nachhaltige Technologien mit intelligenten Designstrategien und erschuf so ein architektonisches Wahrzeichen von außergewöhnlicher Ausdruckskraft. Mit den Worten der Jury: "Dieses Gebäude ist ein Vorbild für nachhaltiges Bauen und vermittelt so eine starke Botschaft im urbanen Kontext, nicht nur in den USA, sondern weltweit."

19.09.2007   Quelle: Zumtobel Group   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Zumtobel Group,
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Ehemaliges Militärlager in Hessen wird zum "Park für grüne Technologien"

Bunker sollen mit Photovoltaik belegt werden.
Bunker sollen mit Photovoltaik belegt werden.

Am 14.September 2007 unterzeichneten der Geschäftsführer der Odenwald Regional-Gesellschaft (OREG), Jürgen Walther, mit dem Leiter des Landesbetriebes Hessen-Forst, Michael Gerst, auf dem früheren Militärgelände in Hainhaus (Hessen) den Kaufvertrag für eine Fläche von 74 Hektar. "Wir unterstützen mit dem Verkauf dieser für die Waldbewirtschaftung weniger geeigneten Fläche die Initiative der Landesregierung, die regionalen Potentiale für erneuerbare Energien zu nutzen", so Gerst. Als neuer Eigentümer will die OREG auf den vorhandenen Freiflächen einen Park für grüne Technologien entwickeln. Hierzu hat die rEnergO, als Tochterunternehmen der OREG und Spezialist für regenerative Energien, ein Entwicklungskonzept in mehreren Ausbaustufen mit regionalen Partnern erarbeitet. So sollen zusammen mit Elektroinstallateuren und der HSE alle geeigneten Dachflächen des Areals mit Photovoltaik bestückt werden.   In der Kombination aus Sonnenenergie, Biomasse und der vorhandenen Windkraftanlagen entstehe so ein räumlich hoch konzentriertes Spektrum aus Anlagen zur Nutzung verschiedener regenerativen Energiequellen.



Landesweites Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Biomasse-Nutzung geplant

Als erstes soll auf dem Gelände mit der Forstbetriebsgemeinschaft Odenwald (FBG) ein Biomassehof für die Produktion und Vermarktung von Holzbrennstoffen entstehen. Dabei werde die Logistik von Scheitholz und Holzhackschnitzeln eine zentrale Rolle spielen. "Es ist die richtige Zeit, die Waldbesitzer auf das Thema erneuerbare Energien und die Biomasse-Nutzung einzustimmen. Nun sind die Waldbauern des Odenwaldkreises aufgefordert, sich an der Vermarktung von Holzbrennstoffen aktiv zu beteiligen. Dies gilt insbesondere für eine Beteiligung am Biomassehof Hainhaus", so Dietrich Kübler, Vorsitzender der FBG. Weitere Unternehmen aus den Branchen der nachwachsenden Rohstoffe und der erneuerbaren Energien seien bereits an Flächen und Gebäuden interessiert, heißt es in der Pressemitteilung. Zusammen mit dem Leistungsangebot der rEnergO und dem Potenzial von Kooperationspartnern wie der Universität Darmstadt entstehe so der "Park für grüne Technologien", der sich auch als landesweites Kompetenzzentrum versteht.

19.09.2007   Quelle: REnergO, Gesellschaft zur Förderung, Gewinnung und Nutzung regenerativer Energien mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REnergO,
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Münster ist wieder Solar-Landesmeister

Anja Karner erhält den Solar-Meistertitel von Andreas Witt (Solarthemen).
Anja Karner erhält den Solar-Meistertitel von
Andreas Witt (Solarthemen).

Bereits drei Mal in Folge ist die Stadt Münster in Westfalen mit dem Titel "NRW-Solar-Landesmeister" ausgezeichnet worden. Der Grund: Keine andere nordrhein-westfälische Kommune mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kann eine größere Fläche an Solarwärme-Kollektoren oder eine höhere Photovoltaik-Leistung pro Einwohner vorweisen. Anja Karner vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz nahm die Auszeichnung am Donnerstag, 13. September, in Versmold entgegen. Ausgerichtet wird der Wettbewerb in der Solar-Landesliga von der Deutschen Umwelthilfe und der Fachzeitschrift "Solarthemen". Mehr als 12 000 Quadratmeter thermische Solarkollektoren sind inzwischen in ganz Münster installiert. Sie werden für die Warmwasserbereitung und zur Unterstützung von Heizungen eingesetzt. Auch beim Solarstrom liegt Münster vorne: Die Leistung aller installierten Photovoltaikanlagen beträgt 4.400 Kilowatt.   Was diese Zahl bedeutet, verdeutlicht Anja Karner: "Mit 4.400 Kilowatt können rund 1.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden." Und die Expertin fügt hinzu: "Münster ist auch 2007 Solar-Landesmeister, weil hier so viele engagierte Bürgerinnen und Bürger mit den Anlagen auf ihren Dächern einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten."



Breites Bündnis für Solarwärme und Solarstrom

Seit 2005 kümmert sich in Münster ein lokales Netzwerk um Solarthermie und Photovoltaik: Das Handwerkskammer-Bildungszentrum, die Innung Sanitär, Heizung, Klima, die Elektroinnung, die Verbraucherzentrale, das Umweltforum und die Stadt arbeiten Hand in Hand, um technische Voraussetzungen, Erfahrungswerte, Finanzierungsmodelle und Förderprogramme für Hauseigentümer bekannter zu machen. Gemeinsam mit den Großhändlern vor Ort und mit Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost organisierten sie in diesem Jahr die "Woche der Sonne". Ausführliche Informationen zur Solarenergie gibt es in der Umweltberatung im Stadthaus.

19.09.2007   Quelle: Stadt Münster   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stapel GmbH,
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BEE: Erneuerbare-Energien-Branche leidet unter Handlungsschwäche der Bundesregierung

BEE-Präsident Lackmann: Politik bremst erneuerbare Energien.
BEE-Präsident Lackmann: Politik
bremst erneuerbare Energien.

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland ist in weiten Teilen ins Stocken geraten, so der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) in einer Pressemitteilung. Hauptursache ist aus Sicht der Branche ein mangelnder Entscheidungswille der Politik. Statt beispielsweise klare Rahmenbedingungen für den Ausbau von Heizungsanlagen zu setzen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, beschränke sich die Bundesregierung auf Ankündigungen, kritisiert der BEE. Gleiches gelte für die Nutzung von Biokraftstoffen und weite Teile der regenerativen Stromerzeugung. "Die Politik bremst den Ausbau der Erneuerbaren Energien und gefährdet damit die selbst gesteckten klima- und energiepolitischen Ziele", erklärt BEE-Präsident Johannes Lackmann.  Akuten Handlungsbedarf sieht der BEE in Sachen Wärme aus erneuerbaren Energien, Biokraftstoffe, Biogas sowie Netzausbau und Planungsrecht.



Wärmegesetz für Solarthermie, Bioenergie und Geothermie seit zwei Jahren überfällig

Das zur Förderung von Solarwärme, Bioenergie und Erdwärme schon vor zwei Jahren im Koalitionsvertrag angekündigte Wärmegesetz existiere bis heute nicht, kritisiert der BEE. Die dadurch fehlende Investitionssicherheit habe dazu geführt, dass der Markt für Regenerativ-Heizungen in diesem Jahr massiv eingebrochen sei. Die Verbraucher seien verunsichert und hielten sich mit den dringend notwendigen Investitionen zurück. "Statt jetzt zügig ein effektives Förderinstrument zu schaffen, ist bei der Regierungsklausur in Meseberg der vom Umweltministerium vorgelegte Gesetzesvorschlag mit Ausnahmeregelungen ausgehöhlt worden", heißt es in der Presseerklärung.


Biokraftstoff-Steuer lässt Nachfrage sinken

Nach der Einführung einer Steuer auf Biokraftstoffe sei die Nachfrage in Deutschland deutlich zurückgegangen, stellt der BEE fest. Hinzu kämen gestiegene Rohstoffpreise. Bereits seit einem Jahr kündige die Bundesregierung an, die Folgen der Besteuerung zu beobachten und Maßnahmen zu ergreifen. "Bis heute stellt sich der Finanzminister gegen jede Verbesserung. Inzwischen haben erste Bioethanol- und Biodieselanlagen ihre Produktion einstellen müssen, zwei Drittel der deutschen Hersteller stehen vor dem Aus", so der BEE. Auch die lange angekündigte Verordnung zur Sicherstellung des nachhaltigen Anbaus von Pflanzenölen stehe noch aus. Statt die heimischen Produzenten zu fördern, verhandle die Bundesregierung mit der Mineralölwirtschaft über weitere Vereinfachungen für die Verwendung von nicht-nachhaltigen Palm- und Sojaölen aus Asien und Südamerika.


50 Prozent weniger Nachfrage nach Biogasanlagen in der Landwirtschaft

Aufgrund der gestiegenen Weltmarktpreise für nachwachsende Rohstoffe sei die Nachfrage nach Biogasanlagen in der Landwirtschaft um 50 Prozent zurückgegangen, betont der BEE. Dabei sei Biogas der vielseitigste und wertvollste erneuerbare Energieträger und könne als vollwertiger Erdgasersatz dauerhaft die Abhängigkeit von fossilen Importen reduzieren. Bisher hätten deutsche Unternehmen international eine Spitzenstellung in dieser Schlüsseltechnologie, seien aber durch die Marktentwicklung gefährdet. Statt auf die bedrohliche Situation für die Branche einzugehen, habe das Umweltministerium sogar eine Senkung der Vergütung für Strom aus Biogas vorgeschlagen und die Situation damit verschlimmert.
Der Ausbau des Stromnetzes zur Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien stockt laut BEE weiterhin. Gleichzeitig würden zahlreiche Standorte durch restriktive Kommunal- und Landesplanung verhindert. Beispiele hierfür sind nach Angaben des Verbandes vor allem die Länder Hessen und Baden-Württemberg.


Erreichung der EU-Ziele für die Erneuerbaren in Gefahr

Wenn die aktuelle Blockade beim Ausbau erneuerbarer Energien nicht schnellstmöglich beendet wird, sieht der BEE die Erreichung der EU-Ziele in Gefahr. Auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte der Europäische Rat im Frühjahr beschlossen, bis 2020 einen Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch von 20 Prozent verbindlich vorzuschreiben. "Bisher hat Deutschland jedes Ziel für Erneuerbare Energien noch deutlich vor der Frist überschritten", erinnert BEE-Präsident Johannes Lackmann, Deutsche Unternehmen seien inzwischen auf allen Märkten führend. "Um diese Erfolgsstory fortzusetzen, muss die Bundesregierung aber endlich entschlossen handeln. Sonst wird Deutschland seine internationale Vorreiterstellung einbüßen. Wenn wir später im Ausland einkaufen müssen, um die EU-Ziele noch zu erreichen, wird es teuer", warnt Lackmann.

18.09.2007   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BEE,
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Photovoltaik: Carpevigo AG gibt den Startschuss für den Solarpark Plattling

Carpevigo-Chef Neu- reuther gab den Start- schuss für den Solarpark Plattling.
Carpevigo-Chef Neu-
reuther gab den Start-
schuss für den Solarpark
Plattling.

In dem niederbayrischen Landkreis Deggendorf wird bis Ende 2007 ein Solar-Kraftwerk mit einer Leistung von 1,65 Megawatt (MWp) in Dünnschichttechnologie errichtet. Die Bauarbeiten für den Solarpark Plattling begannen am 17.09.2007, berichtet die Holzkirchener Carpevigo AG in einer Pressemitteilung. Im vierten Quartal will das Unternehmen das Solarkraftwerk an das Netz bringen. Zum Einsatz kommen Dünnschicht-Module des Herstellers First Solar.   Mit einem symbolischen "ersten Spatenstich" wurde Baubeginn gefeiert. Vertreter des Landkreises Deggendorf und der Stadt Plattling äußerten ihre Freude, dass das Projekt nach einer längeren Planungs- und Genehmigungsphase (erste Überlegungen gehen auf das Jahr 2004 zurück) nun verwirklicht wird. Ein Grund für die Freude sei sicher auch der hohe lokale Wertschöpfungsanteil, betont die Carpevigo AG. Mit der Solea AG als Generalunternehmer und der PV-EIWA Systemtechnik als Hersteller der Stahleindrehfundamente haben gleich zwei an dem 7,1 Millionen-Euro-Projekt beteiligte Unternehmen ihren Sitz in dem niederbayrischen Landkreis.



Jährlich 1.796 Megawattstunden Solarstrom und 1.590 Tonnen CO2-Einsparung

Das Solarkraftwerk wird auf einem Areal mit einer Fläche von 8,5 Hektar im Gewerbegebiet von Plattling entstehen. Nach Fertigstellung wird die Anlage eine Leistung von 1.644 kWp (Kilowatt peak) haben und jährlich 1.796 Megawattstunden (MWh) Solarstrom erzeugen. Dies entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von 400 Haushalten. Der Umwelt würden mit dem Solarkraftwerk Jahr für Jahr 1.590 Tonnen CO2 erspart. Initiator des Projektes ist die im bayrischen Holzkirchen ansässige Carpevigo AG. Carpevigo-Vorstand Jens Neureuther bezog bei der Feier anläßlich des Baubeginns Position für die Solartechnik und betonte die Bedeutung dieser Technologie gleichermaßen für die künftige Energieversorgung und den Industriestandort Deutschland. Für den Zeitraum bis Ende 2008 seien bei Carpevigo Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 23 Megawatt (MW peak) an Standorten in Süddeutschland und Spanien in der Planung. Rund 100 Millionen Euro will das Holzkirchener Unternehmen hierfür investieren.

18.09.2007   Quelle: Carpevigo AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Carpevigo AG,
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Windenergie: Conergy testet Prototyp der 1 MW-Klasse in Bremerhaven

WEA-Prototyp "PowerWind 56" von
Conergy.

Die Conergy AG (Hamburg) hat bei Bremerhaven mit der PowerWind 56 einen Prototypen für Windenergieanlagen der 1 MW-Klasse errichtet. Die 900 Kilowatt-Maschine mit 56 Metern Rotordurchmesser werde derzeit getestet und vermessen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig befinde sich die Anlage in der Zertifizierung gemäß der Norm IEC für die Typenklasse IIA. Über weitere Schritte will Conergy nach Abschluss der Testphase entscheiden. "Die Conergy PowerWind 56 ist eine Eigenentwicklung in enger Zusammenarbeit mit externen Ingenieurbüros. Dabei wurden Komponenten von weltweit führenden Lieferanten der Windenergiebranche eingesetzt", so Dr. Klaus Pötter, Geschäftsführer der Conergy Wind GmbH.  "Wir haben uns für eine 1 MW–Klasse entschieden, weil der Einstieg aufgrund des bewährten Konzepts und der langjährigen Erfahrung einfacher ist und die Schlüsselkomponenten auf dem Zuliefermarkt besser verfügbar sind als bei großen Megawatt-Anlagen", so Dr. Pötter weiter.



Hohe Belastbarkeit und intelligentes Logistikkonzept

Die Conergy PowerWind 56 sei eine Windenergieanlage auf dem neuesten Stand der Technik, die optimal auf die Anforderungen der aufkommenden neuen Windmärkte zugeschnitten ist. Die Anlage kann laut Conergy in einem hohen Temperaturbereich bis zu +45 Grad Celsius betrieben werden und überzeuge durch ein ausgeklügeltes Logistikkonzept: Das unverkleidete Maschinenhaus passe in einen handelsüblichen Frachtcontainer - und könne damit komplett verschifft und dann per LKW an Standorte transportiert werden, die mit größeren Windenergieanlagen schwer oder gar nicht zugänglich sind.


Wertschöpfungstiefe: Großes Potenzial für weltweite Windprojekte der Conergy Gruppe

"Die PowerWind 56 würde gut ins regenerative Portfolio der Conergy Gruppe passen. Gerade für die von der Conergy Tochter EPURON projektierten On-Shore Parks sind häufig Anlagen im 1 MW-Bereich die beste und wirtschaftlichste Lösung", so EPURON-Geschäftsführer Joachim Müller. "Derzeit projektieren wir unsere internationalen Windparks schneller als wir von führenden Herstellern mit Anlagen beliefert werden können. Mit Conergy Windenergie-Anlagen im Portfolio wären wir unser eigener Abnehmer - und könnten unsere Projekte in Zukunft schneller und wirtschaftlicher realisieren", betont Müller. Über weitere Schritte soll nach Abschluss der Testphase entschieden werden. Für eine mögliche Produktion stünden Lieferanten für die erforderlichen Komponenten zur Verfügung.

18.09.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG,
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Gabriel eröffnet Messe HUSUMwind: Windenergie als Standbein der Energieversorgung

Windstrom-Ziele für 2010 wurden schon im ersten Halbjahr 2007 erreicht.
Windstrom-Ziele für 2010 wurden schon im
ersten Halbjahr 2007 erreicht.

Die Bedeutung der Windenergie für Deutschlands Energiezukunft hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 18.09.2007 zur Eröffnung der weltweit größten Branchenmesse (HUSUMwind) betont: "Die Windenergie entwickelt sich zunehmend zum Standbein der Energieversorgung. Damit trägt die deutsche Windbranche wesentlich dazu bei, uns gegenüber fossilen Energieträgern und Energieimporten unabhängig zu machen, den internationalen Klimaschutz zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen", sagte Gabriel. Die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindende HUSUMwind habe sich zur Leitmesse der Branche entwickelt und dokumentiere deren erfolgreiche Entwicklung zu einem bedeutenden Industriezweig, so Gabriel weiter.  Nach vorläufigen Schätzungen habe die deutschen Windenergie-Anlagen allein im ersten Halbjahr 2007 etwa 22 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespeist. Noch vor etwa drei Jahren entsprach dies der gesamten Jahresproduktion von Strom aus Windenergie in Deutschland. In der Windbranche wurden im Jahr 2006 fast 75.000 Arbeitsplätze gezählt und ein Umsatz von mehr als 5,6 Milliarden Euro erzielt.



Gabriel: 45 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2030 realistisch

Das Ziel der Regierungskoalition, bis zum Jahr 2010 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 12,5 Prozent zu erreichen, wurde schon im Laufe des ersten Halbjahrs 2007 überschritten. "Es ist realistisch, dass wir in Deutschland im Jahr 2020 einen Anteil von 27 Prozent und im Jahr 2030 sogar einen Anteil von 45 Prozent am Stromverbrauch aus erneuerbaren Energien decken können. Das wird sich für alle auszahlen, durch wirtschaftliches Wachstum und mit steigenden Arbeitsplatzzahlen in allen Branchen der erneuerbaren Energien. Nicht zuletzt: Wir werden damit deutliche Fortschritte im Klimaschutz erzielen", so der Bundesumweltminister. Um diese Ziele zu erreichen, plant das Bundesumweltministerium, die Anreize besonders für die Erneuerung älterer Windkraftanlagen ("Repowering") und für eine Verbesserung der technischen Netzeigenschaften zu verstärken sowie die Vergütungsbedingungen bei der Offshore-Windenergie zu verbessern.

18.09.2007   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU,
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Österreichisches Gewürzmittelwerk setzt auf Solarwärme

Solarthermie-Großanlage (220 m2) in Tirol.
Solarthermie-Großanlage (220 m2) in Tirol.

Der neue Produktionskomplex des MOGUNTIA-Gewürzmittelwerks in Kirchbichl (Tirol) zählt zu den modernsten seiner Art in Europa. Der konsequente Einsatz zukunftsweisender Technologien ist wesentlicher Bestandteil der Philosophie der Unternehmensgruppe. Deshalb kam für den Gewürzmittelproduzenten als sinnvollste Lösung zur Warmwasserversorgung nur eine Großflächen-Solarwärmeanlage in Frage, berichtet der Solarthermie-Hersteller TiSUN in einer Pressemitteilung. Die installierten TiSUN-Großflächen-Sonnenkollektoren mit einer Kollektorfläche von 220 Quadratmetern liefern kostengünstige Wärme für die solare Warmwasserversorgung und Heizung des Gewürzherstellers. "Sie sparen pro Quadratmeter Kollektorfläche bis zu 110 Liter teures Heizöl oder das Äquivalent an Gas oder Strom", erklärt der TiSUN-Vertriebsleiter für Österreich, Michael Tschol.   TiSUN habe den Wirkungsgrad zusätzlich um 20 % erhöhen sowie die Montagezeit und -kosten auf die Hälfte reduzieren können.



Solares Wärmekraftwerk mit einer verwertbaren Energieaufnahme von 95 %

"Wir sparen mit der TiSUN-Großflächenanlage bis zu zwei Drittel des Energieaufwandes für Warmwassererzeugung und verbessern damit unsere Energiebilanz erheblich. Diese Investition ist ökonomisch und ökologisch die effizienteste Lösung. Solarthermie passt zur Firmenphilosophie von MOGUNTIA und zum Anspruch, federführend in der modernen, nachhaltigen Energieanwendung zu sein", kommentiert MOGUNTIA-Projektleiter Frederic Tobien. "Unsere Großflächenkollektoren machen aus jedem Dach ein Wärmekraftwerk, das eine verwertbare Energieaufnahme von 95 % bietet“, ergänzt Michael Tschol. Vier Solar-Schichtenspeicher mit einem Volumen von jeweils 2.500 Litern und knapp 220 m2 TiSUN-Großflächenkollektoren wurden auf dem Dach des MOGUNTIA-Werks installiert. "Die robuste temperatur- und witterungsbeständige Aluminium-Bauweise macht die Kollektoren selbst für extrem raue Umweltbedingungen topfit. Die Lebensdauer beträgt 20 bis 25 Jahre", ergänzt Martin Kofler, TiSUN-Gebietsleiter für Tirol.

18.09.2007   Quelle: TiSUN; Teufel und Schwarz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TISUN,
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Bundesweite RegioSolar-Konferenz: 100 % erneuerbare Energien sind möglich

Harry Lehmann (Eurosolar), Kommunalforum 2006.
Harry Lehmann (Eurosolar), Kommunalforum
2006.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der endlichen atomar-fossilen Ressourcen gehe an der Vollversorgung mit erneuerbaren Energien letztlich kein Weg vorbei, so die bundesdeutschen Solar-Initiativen in einer Pressemitteilung. Konkrete Handlungsmöglichkeiten sind Gegenstand der diesjährigen 4. RegioSolar-Konferenz 2007 am 12./13. Oktober in der "Alten Feuerwache" in Mannheim die das regionale Netzwerk MetropolSolar Rhein-Neckar gemeinsam mit dem RegioSolar-Netzwerk und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) veranstaltet.  Unterstützt wird die Konferenz vom Bundesumweltministerium. In Mannheim geht es darum, wie und von wem die Energiewende vor Ort schneller vorangebracht werden kann und welche erfolgreichen Beispiele und Strategien es gibt. Außerdem soll gezeigt werden, wann und warum sich die Umstellung auf erneuerbare Energien rechnet.




Kommunalforum zur Energiewende in Kommunen und Landkreisen

Nicht nur die profilierten Referenten und Moderatoren, sondern auch die rund 200 Solar-Akteure aus ganz Deutschland, die als Konferenzteilnehmer erwartet werden, hätten die dezentrale Umsetzung der Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren Energien mit ihren Projekten an wichtigen Stellen vorangebracht. Deshalb steht bei der RegioSolar 2007 in Mannheim der intensive persönliche Austausch im Mittelpunkt, so die Veranstalter. Am Vortag der Konferenz, dem 11. Oktober 2007, findet das RegioSolar-Kommunalforum statt, das sich speziell an politische Entscheidungsträger der Kommunen und Landkreise wendet und vom BSW-Solar gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund veranstaltet wird. Anhand von Best-Practice-Beispielen werden die Möglichkeiten der Kommunen erörtert, die Energieversorgung in ihrem Einflussbereich nachhaltig zu gestalten. Energieexperten diskutieren mit Bürgermeistern und Gemeinderäten aus ganz Deutschland, wie sie konkret vor Ort die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung stellen können.


RegioSolar-Netzwerk bündelt Aktivitäten und sorgt für Erfahrungsaustausch und Kooperation

Während des Kommunalforums werden drei Landräte und eine Landrätin aus der Metropol-Region Rhein-Neckar (Kreis Bergstraße, Neckar-Odenwald-Kreis, Kreis Germersheim, Kreis Bad Dürkheim) einen Wettbewerb um den sonnigsten Landkreis starten, die "MetropolSolarWette". Bereits seit vielen Jahren werben kommunale und regionale Initiativen in zahlreichen Städten und Gemeinden Deutschlands für die Energiewende und die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort. Das RegioSolar-Netzwerk unterstützt die Initiativen, bündelt ihre Aktivitäten und bietet mit der RegioSolar-Konferenz eine Plattform für Erfahrungsaustausch und Kooperation. Kurzentschlossene können sich noch bis zum 9. Oktober online für die Konferenz anmelden unter http://www.regiosolar.de.

Programm im Internet

Das Programm des RegioSolar-Kommunalforums und der Konferenz kann heruntergeladen werden auf der RegioSolar-Internetseite unter http://www.regiosolar.de/konferenz.

18.09.2007   Quelle: MetropolSolar Rhein-Neckar e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RegioSolar.,
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Photovoltaik-Produktionsanlagenhersteller Roth & Rau: dynamische Entwicklung hält an

Solarzellen-Beschichtungsanlage SiNA_L von Roth & Rau.
Solarzellen-Beschichtungs-
anlage SiNA_L von Roth & Rau.

Die dynamische Entwicklung der Roth & Rau AG (Hohenstein-Ernstthal, 17. September 2007) setzt sich auch nach dem Ende des ersten Halbjahres 2007 unverändert weiter fort, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. So seien in den beiden Monaten Juli und August neue Aufträge mit einem Volumen von 27,8 Millionen Euro eingegangen. Unverändert hoch sei im bisherigen Jahresverlauf die Nachfrage nach den Photovoltaik-Antireflexbeschichtungsanlagen für kristalline Silizium-Solarzellen der Serie "SiNA", dem Hauptprodukt des Unternehmens. "Wir haben vor allem Nachfolgeaufträge von bestehenden Kunden in Deutschland, Europa, Asien und den USA für deren weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten erhalten, konnten aber auch neue Kunden vor allem aus dem asiatischen Raum für uns gewinnen", erläutert der Vorstandsvorsitzende Dr. Dietmar Roth.  Anfang September sei ein zusätzlicher Auftrag für zwei schlüsselfertige PV-Produktionslinien mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 25 Millionen Euro eingegangen. Eine indische Firma orderte zwei schlüsselfertige Fertigungsstraßen mit einer Kapazität von 60 Megwatt (Turnkey-Linien), die im 2. bzw. 4. Quartal 2008 realisiert werden sollen.



Insgesamt verzeichnete Roth & Rau nach eigenen Angaben in den ersten acht Monaten Auftragseingänge in Höhe von 111,7 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 81,6 Mio. Euro). Dies entspreche einem Plus von 36,9%. "Wir sind mit dem bisherigen Jahresverlauf mehr als zufrieden und sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere kürzlich angehobene Jahresprognose erreichen werden", kommentiert Dr. Roth die aktuelle Entwicklung. Ziel für das Gesamtjahr sei weiterhin ein Umsatz von mindestens 135 Millionen Euro und ein EBIT von rund 12 Mio. Euro.

18.09.2007   Quelle: Roth & Rau AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG,
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Haus der Technik-Fachtagung: "Energie sucht Speicher"

Wie sich Strom - vor allem aus regenerativen Quellen - in großem Maßstab sicher speichern lässt ist Gegenstand der Fachtagung "Energie sucht Speicher" am 17. September 2007 im Haus der Technik (HdT) in Essen. Angesichts immer höherer Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Sicherheit, die Kosten und die Verfügbarkeit der elektrischen Energieversorgung erhalte die alte Bauernweisheit "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!" eine ganz neue Dimension. Denn zunehmend dezentral eingespeiste Energie benötige Speicher, um Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen, so das HdT in der Ankündigung der Veranstaltung.   Die Tagung untersucht unter anderem, wie Wärmespeicher genutzt werden können und wie Wärmeerzeugung und Bedarf zeitlich und örtlich entkoppelt werden. Weiter beantwortet sie die Frage, ob Pumpspeicherkraftwerke eine Alternative sind und ob es weitere Ausbaumöglichkeiten gibt. Außerdem werden die neuen Anforderungen an die nachgeschalteten Verbraucher für Strom, Heizung oder Kühlung dargestellt.

Die HdT-Fachtagung am 17. September 2007 diskutiert unter der Leitung von Dr. Wolfram Münch (EnBW Energie Baden-Württemberg AG) den neuesten Stand der Technik. Die Teilnehmer aus Einkauf, Vertrieb und Technik der EVU sowie aus Industrie, Gewerbe und Ingenieur- und Planungsbüros sollen einen fundierten Überblick über die Technik und Wirtschaftlichkeit der derzeit eingesetzten Speicher und einen tiefen Einblick in zukunftsorientierte Entwicklungen erhalten.
Nähere Informationen finden Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. 0201/1803-344, Fax 0201/1803-346 oder im Internet unter http://www.hdt-essen.de.

18.09.2007   Quelle: Haus der Technik e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Österreich: Technologie-Ministerium präsentiert Fahrplan in die Photovoltaik-Zukunft

Staatssekretärin Kranzl: alternative Energiegewinnung attraktiver machen.
Staatssekretärin Kranzl:
alternative Energiegewin-
nung attraktiver machen.

Mit der Photovoltaik-Roadmap bis 2050 soll sich Österreich zum Sonnenland entfalten. In einer Pressekonferenz im Rahmen der 5. österreichischen Photovoltaik-Tagung präsentierte Staatssekretärin Christa Kranzl, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gemeinsam mit Hubert Fechner vom Forschungsunternehmen arsenal research und Gerhard Fallent (Photovoltaic Austria) einen Fahrplan für die Photovoltaik bis zum Jahr 2050. Diese energiewirtschaftlich bedeutende Stromerzeugungsart soll mit Hilfe der Roadmap auf den richtigen Kurs gebracht werden. "Diese Tagung soll Lösungspotential sein, soll Schritte aufzeigen in Form der Technologie-Roadmap, wohin führt der Weg der Photovoltaik und wie gelingt es, dass diese Art der Stromgewinnung Standart in Österreich wird. Ich werde persönlich diese Roadmap an den Umweltminister Josef Pröll und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein weitergeben", erklärte Kranzl.   Der Stromerzeugung mit Photovoltaik, werden weltweit und langfristig eindrucksvolle Perspektiven zugewiesen. In Zukunft soll die Photovoltaik einen bedeutenden Anteil am Strommix erlangen.



Solarstrom soll bis 2050 rund 20 % des österreichischen Elektrizitätsbedarfs decken

Für Österreich hat die Photovoltaik unter den erneuerbaren Energien das größte noch erschließbare Potenzial, betont arsenal research in der Pressemitteilung. In der Roadmap gehen Wissenschafter von einem Szenario aus, in dem die Photovoltaik bis ins Jahr 2050 rund 20% des österreichischen Strombedarfs decken soll. "Diese Technologie-Roadmap ist ein Diskussionspapier, die im Wesentlichen aufzeigt, dass in der Photovoltaik wirklich das Potenzial steckt energiewirtschaftlich relevant zu sein. Photovoltaik ist eine der Säulen der Stromversorgung", so Fechner. Das technische Potential gebäudeintegrierter Photovoltaik auf gut geeigneten südorientierten Flächen in Österreich betrage zirka 140 Quadratkilometer Dachfläche und rund 50 Quadratkilometer Fassadenfläche. Um bis ins Jahr 2050 20 % des heimischen Strombedarfs mit gebäudeintegrierter Photovoltaik decken zu können, bedürfe es der Nutzung von etwa 85 Quadratkilometern Dachfläche und 28 Quadratkilometern Fassadenfläche. Das seien 60 % dieser Flächenpotenziale.


Novelliertes Ökostromgesetz soll Weichen stellen

Für die österreichische Wirtschaft bestehe derzeit - bei rascher Positionierung - eine große Chance wesentliche Nischentechnologien am Weltmarkt zu besetzen. Durch eine konsequente Umsetzung, der in der Roadmap vorgeschlagenen Aktivitäten könne diese Positionierung noch gelingen. Um Photovoltaik in Österreich als Stromlieferanten zu etablieren, müssten energiepolitische und -wirtschaftliche Weichen gestellt werden. Eine erste Weichenstellung werde durch das im Herbst neu novellierte Ökostromgesetz erwartet. Auch dazu bezog die Staatssekretärin Stellung: "Ich kann mir vorstellen, dass es hier Motivationsfaktoren für Betreiber und Entwickler geben wird, um alternative Formen der Energiegewinnung wieder attraktiver zu machen", betonte Kranzl.


Photovoltaic Austria: Strategiewandel statt Klimawandel

Fallent hofft auf die Unterstützung der Staatssekretärin: "Es soll ein Ökostromgesetz geschaffen werden, das kein Verhinderungsgesetz sondern ein Förderungsgesetz ist. Deshalb lautet unser Motto: Strategiewandel statt Klimawandel!"

Weltweit boomt die Photovoltaikbranche mit bis zu 30 - 40% Marktwachstum. Bis jetzt konnten Japan, die USA und Deutschland sich als Photovoltaik-Nationen am Weltmarkt positionieren und bis heute bereits tausende Arbeitsplätze schaffen. Für Österreich sei bis zum Jahr 2020 mit über 4.000 Arbeitsplätzen in der Photovoltaikbranche zu rechnen, heißt es in der Pressemitteilung. Im Jahr 2005 seien es etwa 800 Arbeitsplätze gewesen.

17.09.2007   Quelle: arsenal research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: arsenal research,
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BMU: Beschäftigungseffekte der erneuerbaren Energien noch höher als angenommen

Arbeit durch Erneuerbare.
Arbeit durch Erneuerbare.

Der anhaltende Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland hat im letzten Jahr noch mehr Arbeitsplätze geschaffen als bislang angenommen, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Nach einer jetzt veröffentlichten wissenschaftlichen Untersuchung boten die Erneuerbaren 2006 bereits rund 235.000 Beschäftigten Arbeit. Gegenüber 2004 (rund 160.000 Beschäftigte) sei das ein Plus von fast 50 Prozent beziehungsweise seien es 20.000 Stellen mehr als die bisherigen Schätzungen ergaben. Mindestens 134.000 Arbeitsplätze - fast 60 Prozent der für 2006 ermittelten Beschäftigung - seien dabei direkt auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen.   "Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien ist nicht nur umwelt- und klimapolitisch geboten, sondern auch gut für Innovation, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Dies belegt die jetzt vorgelegte Untersuchung eindrucksvoll", kommentiert Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.



Bundesumweltminister Gabriel: "Jobmotor Erneuerbare" wird weiterhin rund laufen

Das Ende August beschlossene Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung enthalte ehrgeizige Ziele für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien auf allen Gebieten - also zur Strom-, Wärme- und Treibstoffproduktion. "Damit schaffen wir nicht zuletzt auch den notwendigen Rahmen dafür, das der 'Jobmotor Erneuerbare' weiterhin rund laufen wird", so Gabriel weiter.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen sind das Ergebnis eines Forschungsvorhabens des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart; Projektleitung), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt/Abtl. Systemanalyse (DLR, Stuttgart) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück) im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Vorläufige Zwischenergebnisse dieses Vorhabens, das ein breit fundiertes Vorläuferprojekt derselben Forschungsgruppe fortschreibt, waren bereits im Februar dieses Jahres veröffentlicht worden. Sie hatten noch um etwa 10 Prozent unter den jetzt ermittelten Werten gelegen. Aktuellere Daten zum unerwartet kräftigen Ausbau der Erneuerbaren im Inland und den Exporterfolgen der Branche sowie die erstmalige Ermittlung der Beschäftigungswirkungen durch den Einsatz öffentlicher und gemeinnütziger Mittel zugunsten der erneuerbaren Energien machten die deutliche Anpassung der ersten Abschätzungen erforderlich, so das BMU.


Allein der Ausbau der Kapazitäten im Anlagenbau schuf letztes Jahr 23.500 Arbeitsplätze, vor allem im Osten

In einer gesonderten Analyse wurde in der jetzt vorgelegten Studie erstmals auch geschätzt, welche Arbeitsplatzwirkungen der Bau von Produktionskapazitäten für EE-Anlagen hatte. Bedingt besonders durch den zuletzt starken Ausbau von Solar-Unternehmen in Ostdeutschland lag dieser - im Zeitablauf allerdings stark schwankende - Wert laut BMU im Jahr 2006 bei rund 23.500 Arbeitsplätzen. Bislang gingen die Wissenschaftler für 2020 von einer weiteren Steigerung der durch erneuerbare Energien ausgelösten Beschäftigungseffekte auf etwa 310.000 bis 350.000 Arbeitsplätze aus. Die jetzt vorgelegte Studie hält inzwischen bis zum Jahr 2020 etwa 400.000 Beschäftigte für möglich, wobei öffentliche Mittel sogar noch unberücksichtigt bleiben.

Die aktuelle Untersuchung "Erneuerbare Energien: Bruttobeschäftigung 2006" (41 S. PDF) kann aus dem Internet heruntergeladen werden unter

Wo kommt der Brennstoff her?

Der Vortrag von Dr. Michael Krausa über Ethanol als Brennstoff, steht im Kontext des Forums "Infrastruktur, H2-Herstellung und –Speicherung" und der spannenden Frage nach einer möglichst umweltfreundlichen Produktion, Lagerung und Verteilung des benötigten Energieträgers. "HyWays", eine europaweite gemeinsame Initiative der Industrie, von Forschungsinstituten sowie der europäischen Kommission, arbeitet an einer Roadmap, die Wege zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur aufzeigen soll. Reinhold Wurster von der das Projekt koordinierenden Ludwig-Bölkow-Systemtechnik in Ottobrunn wird über den neuesten Stand der Dinge berichten. Über das Leonberger "Hot-Module", eine MCFC-Brennstoffzelle, die mit Gas aus Bioabfall gespeist wird, referiert im gleichen Forum Dr. Alois Kessler von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG aus Karlsruhe. Nach eineinhalb Jahren im Betrieb gibt es jetzt aussagekräftige Betriebsdaten dieser weltweit einzigartigen Pionier-Anlage.

16.09.2007   Quelle: Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Foto: Wilhelm Dürr,
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ÖKO-TEST KOMPAKT: Neuer Ratgeber zur Energie-Unabhängigkeit

Tipps zu Solarstrom, Solarwärme und Ökostrom.
Tipps zu Solarstrom,
Solarwärme und Ökostrom.

Wie sich Verbraucher Schritt für Schritt unabhängig von Öl, Gas, Kohle und Atomkraft machen können, zeigt der neue Ratgeber ÖKO-TEST KOMPAKT Energie. "Häuser besser dämmen, Solartechnik einsetzen und Strom sparende Geräte nutzen, das kann heute schon jeder realisieren", betont die Zeitschrift ÖKO-TEST in ihrer Pressemitteilung. Die Technik sei vorhanden, der Staat spendiere teilweise attraktive Zuschüsse. Und das Beste: Eine Entscheidung für alternative Heizenergien lohne sich mittlerweile auch, wenn man rein wirtschaftliche Maßstäbe anlege. Und zwar im Neubau ebenso wie beim sanierten Altbau, wie ÖKO-TEST in diversen Musterfällen vorrechnet. 


Energie-Tipps für Hausbesitzer und Mieter

Mit übersichtlichen und informativen Marktübersichten beispielsweise zu Pelletskesseln, Kaminöfen, Solarwärmeanlagen oder Photovoltaikanlagen hilft das neue ÖKO-TEST KOMPAKT Energie allen Bauherren und Sanierern, die richtige Lösung für den eigenen Bedarf zu finden. Aber auch für moderne Mieter sei das Heft ein Muss: Von der Übersicht der Ökostrom-Lieferanten bis hin zu ausführlichen Reportagen und vielen Informationen darüber, worauf man beim Heizen achten sollte. ÖKO-TEST KOMPAKT Energie lasse kein heißes Eisen aus und rentiere sich schnell in Euro und Cent, denn die nächste Energiepreiserhöhung komme bestimmt. Das Heft kostet 3,90 Euro und erscheint am 10. September 2007.

16.09.2007   Quelle: ÖKO-TEST Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ÖKO-TEST Verlag,

 

500 Solar-Paten gesucht: Stiftung Solarenergie plant weiteres Solardorf in Äthiopien

Solarstrom für Entwicklungsländer.
Solarstrom für Entwicklungsländer.

"Mit einer Solarpatenschaft hat jeder die Möglichkeit, den Entwicklungsfortschritt in den ländlichen Regionen Äthiopiens voranzutreiben", erklärt Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie das Projekt "Licht für Bildung III". Damit will die Stiftung Solarenergie 1.700 Bauernfamilien in Rema-Dire (Äthiopien) mit Solarlicht versorgen.   Die Basisfinanzierung für die solare Elektrifizierung des Dorfes sei gesichert, so die Stiftung. Der Rest soll über Solarpatenschaften finanziert werden. Für rund 500 Bauernfamilien sucht die Stiftung Solarenergie noch Solarpaten. 200 Euro werden benötigt, um eine Familie mit Solarlicht zu versorgen. "Die Menschen in Äthiopien benötigen saubere und sichere Energie für Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung", so Schützeichel. Die Stiftung Solarenergie will mit erneuerbaren Energien die Armut in den ärmsten Regionen des Landes lindern. "Denn Solarenergie bietet eine wichtige Grundlage für eine Entwicklung, die auch den jungen Menschen auf dem Land eine Perspektive bietet", resümiert Schützeichel.


Licht für Bildung III: Ein Solardorf für 1.700 Familien

Im Januar 2008 will die Stiftung Solarenergie mit der solaren Elektrifizierung des Dorfes Rema-Dire beginnen. Dort wohnen 1.700 Familien, deren Hütten mit Solarenergie versorgt werden sollen. Ihre einzige Lichtquelle war bisher eine rußende und gesundheitsschädliche Kerosinlampe, die ein sehr schwaches Licht erzeugt. Die Stiftung Solarenergie stellt den Bewohnern von Rema-Dire die Photovoltaik-Systeme kostenlos zur Verfügung. Die Menschen nutzen die Solaranlage und zahlen statt für das bisher verwendete Kerosin nun für den Solarstrom. Das Geld wird genutzt für Betrieb und Wartung der Solarsysteme. "Die Solarsysteme werden nach dem Prinzip 'Hilfe zur Selbsthilfe' installiert", erklärt Schützeichel. Äthiopische Elektroinstallateure, die von der Stiftung ausgebildet wurden, montieren und warten die Solarsysteme.


200 Euro für eine Solarpatenschaft

Die Kosten für das Projekt "Licht für Bildung III" betragen laut Stiftung rund 400.000 Euro. Die Unternehmen Good Energies (Zug/Schweiz) und Conrad Electronic (Hirschau/Oberpfalz) leisten die Basisfinanzierung. Für die Restfinanzierung sucht die Stiftung Solarenergie weitere Paten, die jeweils eine Bauernfamilie in Rema-Dire mit einer Spende von 200 Euro unterstützen. "Wir hoffen, dass wir so schnell wie möglich 500 Menschen finden, die eine Solarpatenschaft für eine Bauernfamilie in Rema-Dire übernehmen", erläutert Schützeichel.

15.09.2007   Quelle: Stiftung Solarenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie,
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Rheinland-Pfalz mit erstem Energiegewinnhaus einer Landesbehörde bundesweit Vorbild

Webcam-Foto des Energiegewinnhauses der FAWF.
Webcam-Foto des Energiegewinnhauses
der FAWF.

Ein Bürogebäude, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht, hat die rheinland-pfälzische Umwelt- und Forstministerin Margit Conrad am 24.08.2007 eingeweiht: Das bundesweit erste Energiegewinnhaus und Nullemissionshaus einer Landesbehörde, der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) in Trippstadt. "Das Land ist erneut Vorbild. Wir wünschen uns, dass auch Privatleute von den neuen Technologien profitieren", stellte Ministerin Conrad fest. "Für das Haus der Zukunft muss man keine Energie mehr kaufen, es bietet Komfort und die höheren Baukosten amortisieren sich bei steigenden Energiekosten immer schneller", so Conrad weiter.  Die Ministerin verwies auf das neue Zwei-Millionen-Euro-Förderprogramm des Umweltministeriums, mit dem Bauherren von Passiv- und Energiegewinnhäusern gefördert werden. Seit Mai hätten sich schon 30 Interessenten angemeldet.



Erdwärme und Photovoltaikanlage ermöglichen Unabhängigkeit von Gas und Öl

Das zweigeschossige Energiegewinnhaus mit knapp 300 Quadratmetern Fläche wurde vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) errichtet; die Kosten betrugen ohne Photovoltaikanlage 570.000 Euro. Das Gebäude bietet FAWF 13 Büros, ein Besprechungszimmer sowie Funktionsräume. Conrad: "Hervorragende Dämmung, eine Wandheizung, die Nutzung von Erdwärme über eine Wärmepumpe in Verbindung mit der Photovoltaikanlage ermöglichen vollständige Unabhängigkeit von Gas und Öl. Das Gebäude emittiert weder Klima- noch sonstige Schadgase." Gegenüber einem herkömmlichen Bau werden in dem Energiegewinnhaus jährlich bis zu 3.000 Euro Heizkosten und 13 Tonnen CO2 gegenüber einem nach EnEV-Standard gebauten Gebäude eingespart.

Das Energiegewinngebäude ist in Holztafelbauweise errichtet und mit aus Restholz hergestellter Zellulose gedämmt. Benötigte Restwärme liefert eine Erdwärmepumpe. Die luftdichte Hülle und die Dämmstoffe reduzieren Wärmeverluste auf ein Minimum und verhindern ein intensives Aufheizen im Sommer. Diese Bauweise verhindert Feuchtigkeit in Dächern und Wänden, Schimmelbildung ist ausgeschlossen. Die Passivhaus-Fenster können jederzeit geöffnet werden. Frischluft wird permanent über eine kontrollierte Be- und Entlüftung zugeführt. Ein hochwertiger Filter garantiert die gute Luftqualität. Die Lüftungsanlage befördert verbrauchte und feuchte Luft nach draußen und führt Außenluft zu. Dabei erwärmt ein Wärmetauscher die einströmende Luft, so dass 80 bis 90 Prozent der Luftwärme zurück gewonnen werden. Damit benötigt das Haus selbst im Winter nur sehr wenig Wärmeenergie für optimale Temperaturen.


Sonne heizt im Winter durch die nach Süden ausgerichteten Fenster – Solarstromanlage sorgt für den Energiegewinn

Die Fenster sind dreifachverglast und haben speziell gedämmte Rahmen. In der kalten Jahreszeit heizt die Sonne durch die nach Süden ausgerichteten Fenster die Räume auf. Hinzu kommt die Wärmeabstrahlung von Lampen, Elektrogeräten und der Bewohner. Der geringe Bedarf an Heizwärme (jährlich umgerechnet rund 1,5 Liter Öl oder 1,5 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Raumfläche) wird durch eine Erdsonden-Wärmepumpe gedeckt. Der "Energiegewinn" ist durch die Solarstrom-Anlage gegeben: Diese erzeugt im Jahr mehr Strom als das Gebäude verbraucht. Damit ist der Neubau nicht nur ein Energiegewinn-, sondern gleichzeitig ein Nullemissionsgebäude.

Das Energiegewinnhaus kann per Webcam besichtigt werden unter http://www.lbb-sonne.de/htm/aktuelles_webcam_xl.htm

15.09.2007   Quelle: Ministerium für Umwelt und Forsten - Rheinlandpfalz (MUFVRLP)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.lbb-sonne.de,
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Aus der RAG Beteiligungs AG wird der Industriekonzern "Evonik"

Deutschland hat einen neuen Industriekonzern: die Evonik Industries AG. Am Unternehmenssitz in Essen präsentierte Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender des bisher als RAG Beteiligungs AG firmierenden Unternehmens, am 12. September 2007 die neue Marke, mit der er im ersten Halbjahr 2008 den Gang an den Kapitalmarkt vollziehen will. "Evonik ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland für Chemie, Energie und Immobilien. Unser Ziel ist, einer der kreativsten Industriekonzerne der Welt zu werden", so Müller bei der Vorstellung der neuen Konzernmarke. "Unser Portfolio vereint mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien starke Substanzkraft und attraktive Wachstumspotenziale, ergänzte Müller. 

Schwerpunkt: Verbesserung und Steigerung der globalen Energieeffizienz

Evonik ist nach eigenen Angaben weltweit führend in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Evonik Industries werde seine führenden Positionen in attraktiven, wachstumsstarken Märkten ausbauen, betont Müller. Besonders vom weltweiten ökonomischen Megatrend Nr. 1, der Verbesserung und Steigerung der globalen Energieeffizienz, werde Evonik stark profitieren. "Wir setzen gerade hier stark auf profitables Wachstum und wollen mit neuen, intelligenten Spitzenprodukten die Märkte der Zukunft erobern", so Müller. Evonik biete Kunden schon heute weltweit Produkte, Dienstleistungen und Lösungen an, die helfen, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu mindern, CO2-Emissionen zu reduzieren und damit Energie effizienter zu nutzen. Dazu zähle die Produktion der wichtigsten Rohstoffe für die Solar-Industrie, Technologie und Inhaltstoffe für Kraftstoff sparende Reifen, moderne, leichte und energiesparende Werkstoffe beispielsweise für den Verkehr, Strom aus Kohle sparenden Kraftwerken und erneuerbaren Energien sowie energetische Lösungen für den Wohnungsbau.

Die Taufe des Industriekonzerns auf den Namen Evonik Industries sei der Höhepunkt der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, heißt es in der Pressemitteilung. Sie sei zugleich der letzte Schritt vor dem geplanten Gang an den Kapitalmarkt. Der deutsche Steinkohlenbergbau werde künftig den Namen RAG führen und von dem neuen Industriekonzern Evonik getrennt sein.

15.09.2007   Quelle: Evonik Industries AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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VDE: 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2020 möglich

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik (VDE) forderte am 13.09.2007 in München ein energiepolitisches Gesamtkonzept. Nach VDE-Berechnungen kann ein optimierter Energiemix den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent senken, hierfür seien Investitionen von 114 Milliarden Euro nötig. Mit klaren und abgestimmten Rahmendaten könnten nach Überzeugung des VDE bei Klimaschutz, Ressourcenschonung und Technologieentwicklung enorme Potenziale genutzt werden. Ein Gesamtkonzept müsse die Optimierung der Erzeugung, die Festlegung auf einen Energiemix, die Verringerung der Importabhängigkeit und den Ausbau der Netze umfassen, aber auch die Förderung der dezentralen Energieversorgung und der Energieforschung.  "Energiepolitik, Energietechnologie und Energieforschung sind strategische Hebel für die Wirtschaftspolitik und die Prosperität Deutschlands und Europas; deshalb kommt einem energiepolitischen Gesamtkonzept und dessen zügiger Realisierung große Bedeutung zu", so Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schröppel, Vorsitzender der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (ETG). Es kann nicht sein, dass Japan sieben Mal so viel für Forschung und Entwicklung ausgibt wie Deutschland", betonte Schröppel.


Prof. Schröppel: Drastische CO2-Einsparung möglich - mit mehr Erneuerbaren und Atomenergie auf heutigem Niveau

Um den Kohelndioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu senken, sind laut Schröppel eine deutliche, aber realistische Einschränkung beim Einsatz fossiler Brennstoffe, der kräftige Ausbau der regenerativen Energien vor allem der Windkraft und der Biomasse sowie die Nutzung der Kernenergie auf heutigem Niveau erforderlich. Investitionsbedarf in Höhe von 16 Milliarden Euro sieht der VDE für Reservekraftwerke, die den unsteten Anfall von Windenergie ausgleichen. Flankierend sollte die Effizienz der fossil befeuerten Kraftwerke um technisch mögliche 10 Prozent verbessert werden. Zusätzliche Impulse für den Klimaschutz seien von der Realisierung CO2-freier Kohlekraftwerke zu erwarten.


Dezentrale und zentrale Versorgung kombinieren

Einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Energiefragen kann laut VDE die innovative Kombination dezentraler und zentraler Energieversorgung leisten. Sie setzt auf die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Kraft-Wärme-Kopplung und verringert außerdem die Netzverluste beim Transport von Strom. Der VDE geht von einem Versorgungspotenzial dezentraler Systeme von 10 bis 20 Prozent des Stromabsatzes bis zum Jahre 2020 aus. Nach Ansicht des Verbandes lassen sich auch die Ziele der EU, den Anteil erneuerbarer Energien auf 22 Prozent und die Energie aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen auf 18 Prozent zu steigern, nur mit einem Mix aus zentraler und dezentraler Energieversorgung erreichen. Dies müsse angesichts der aktuellen Diskussion um den Klimawandel ein originäres Interesse der Politik sein.


Intelligentes Energiemanagement

Voraussetzung für das erfolgreiche Zusammenspiel von dezentraler und zentraler Energieversorgung sind laut VDE ein hocheffizientes Energiemanagement sowie Investitionen in die Stromnetze und "virtuelle Kraftwerke", die dezentrale Erzeugungsanlagen bündeln und so mit großen Kraftwerken vergleichbar werden. Zentrale Bedeutung kommt der Aufrüstung der gesamten Stromversorgung mit Informationstechnik zu. Intelligentes Energiemanagement könne nicht nur helfen, nationale und europäische Fragen zu lösen. Diese Technik und das Know-how hätten auch das Zeug, zu einem Exportschlager "Made in Germany" zu werden. Ein energiepolitisches Gesamtkonzept stärkt nach Einschätzung des VDE die führende Position Deutschlands in Sachen intelligenter Energieversorgung.


Forschung forcieren, Forschungsmittel erhöhen

"Um diese Spitzenstellung zu halten, ist die Beseitigung gravierender Defizite in der Energieforschung unabdingbar. Im internationalen Vergleich schneiden Deutschland und Europa nach einer Untersuchung des VDE bei der Energieforschung schlecht ab", heißt es in der Pressemitteilung. Mit jährlich 3,9 Milliarden US-Dollar investiere Japan 7,6-mal so viel Geld in die Energieforschung als Deutschland, die USA investierten absolut fast sechsmal so viel als die Bundesrepublik. Auch in Relation zum Bruttoinlandsprodukt seien die Ausgaben für Energieforschung in Deutschland zu gering. Mit den derzeitigen Mitteln für die Energieforschung kann nach Überzeugung des VDE weder der Spitzenplatz der deutschen Industrie in der Energietechnik gehalten, noch die Sicherheit der Energieversorgung langfristig gewährleistet werden. Der Verband schlägt eine kontinuierliche Erhöhung der Forschungsmittel des Bundes in den nächsten fünf Jahren auf rund eine Milliarde Euro jährlich vor.

14.09.2007   Quelle: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Gewinner des Journalistenpreises "unendlich viel energie" stehen fest

Preisgekrönte Reportage über das Bioenergiedorf Jühnde.
Preisgekrönte Reportage über das
Bioenergiedorf Jühnde.

Hervorragende Medienbeiträge über erneuerbare Energien wurden am 11. September 2007 mit dem Journalistenpreis "unendlich viel energie" ausgezeichnet. Aus mehr als 200 Einsendungen hat eine hochkarätige Jury die besten Reportagen, Berichte und Fotos des Jahres 2006 ausgewählt. Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des UN-Umweltprogramms und Schirmherr des Preises, prämierte die Gewinner vor rund 200 geladenen Gästen aus Medien, Politik und Wirtschaft. Die mit jeweils 3.000 Euro dotierten Preise in sechs Kategorien würdigen Beiträge aus Print/Online, Hörfunk und Fernsehen. Alle Beiträge betonen die steigende Bedeutung von Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Erdwärme für eine sichere Energieversorgung in Deutschland. 


Gewinnerin in der Kategorie Print/Online ist Martina Wimmer. Sie wurde für ihre im Greenpeace-Magazin erschienene Reportage "Ein Dorf macht es vor" über das Bioenergiedorf Jühnde ausgezeichnet. Die Fernsehredakteure Steffen Judzikowski und Hans Koberstein teilen sich den TV-Preis für ihr Feature "Volksgenerator" in der ZDF-Sendung Frontal 21. Der Beitrag zeigt, wie Hausbesitzer einfach und preiswert regenerativen Strom erzeugen können.

In der Kategorie Foto geht der Preis an Paul Langrock für seine spektakulären Aufnahmen von Windkraftanlagen im Magazin Stern.
Der Preis für den besten Hörfunkbeitrag geht an den freien Wissenschaftsjournalisten Sönke Gäthke. Sein Beitrag "Balance unter Hochspannung" im Deutschlandfunk verdeutlicht die Notwendigkeit eines Ausbaus der Stromnetze.

Für eine Artikelserie über erneuerbare Energien in der sächsischen Tageszeitung Freie Presse erhält der freie Journalist Achim Kälberer den Preis in der Kategorie Lokales. In der Kategorie Nachwuchs überzeugte Marlies Uken die Jury mit ihrer Reportage "Im Osten was Neues" im Greenpeace Magazin.

Alle prämierten Beiträge und weitere Informationen über die Preisverleihung im Internet unter http://www.unendlich-viel-energie.de/journalistenpreis.

14.09.2007   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien; Greenpeace Magazin,
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Richtfest für neues Logistikzentrum der Conergy AG in Zweibrücken

Nach nur fünf Monaten Bauzeit wurde das Richtfest für das neue europäische Vertriebs- und Logistikzentrum des börsennotierten Solar-Unternehmens Conergy AG (Hamburg) im rheinland-pfälzischen Zweibrücken gefeiert. Das mit einem hochmodernen Lagerverwaltungssystem ausgestattete neue Zentrallager verfügt über eine Gesamtfläche von 25.000 Quadratmetern und biete damit ausreichend Platz für den schnellen Umschlag der Produkte zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kühlung aus Solar-, Wind- und Bioenergie, berichtet Conergy in einer Pressemitteilung.  "Wir freuen uns, dass wir durch unseren attraktiven Standort in zentraler Lage in Europa und unsere gut ausgebildeten Fachkräfte einen Beitrag zu dem Wachstum dieser Zukunftsbranche leisten können", so Zweibrückens Oberbürgermeister Prof. Dr. Reichling in seiner Festrede.


Schnelles Wachstum; hohe Umschlaggeschwindigkeiten für Solar-Produkte

Das Gebäude wird finanziert, gebaut und verwaltet von der Garbe Logistic AG, die sich auf den Bau und das Investment von Logistikzentren spezialisiert hat. "Der Standort erfüllt alle wesentlichen Anforderungen an eine moderne Logistikimmobilie. Dazu zählen ein uneingeschränkter Tag- und Nachtbetrieb, die Nähe zu Ballungszentren und eine verkehrsgünstige Lage mit Anbindung an mehrere Verkehrsträger", sagt Garbe-Vorstand Jens-Uwe Wittern. Conergy wird das Logistikzentrum als Mieter beziehen. Das schnelle Wachstum von Europas umsatzstärksten Solar-Unternehmen hatte am bisherigen Standort im nahe gelegenen Sulzbach dazu geführt, dass sich die Logistik auf fünf angemietete Hallen ausweitete. Das neue Logistikzentrum vereint diese Lager nicht nur unter einem Dach, es wird darüber hinaus über ein hoch effizientes Regalierungssystem verfügen, das die Lagerkapazitäten auf 20.000 Modulpaletten deutlich erhöht. Insgesamt 19 Laderampen werden für eine sehr hohe Umschlaggeschwindigkeit für alle Marken- und Produktwelten der Conergy sorgen.


Konzentration wesentlicher Funktionen in zentraleuropäischer Lage

"Wir freuen uns, dass die Bauarbeiten so schnell vorangehen, so dass wir wie geplant bereits vor Ende dieses Jahres das neue Logistikzentrum beziehen können. Dadurch werden wir in der Lage sein, unsere Kunden noch schneller mit noch besserem Service beliefern zu können", erläutert Ingo Dahlmann, Projektleiter bei der Conergy. Das knapp 50.000 Quadratmeter große Grundstück im Stadtteil Wallerscheid bietet durch unmittelbare Nähe nicht nur zu den europäischen Kernmärkten, sondern auch zum Flughafen Zweibrücken und Autobahnen optimale Bedingungen für das Logistikzentrum. Die Konzentration aller wesentlichen Funktionen in zentraleuropäischer Lage mache Märkte für Conergy künftig noch leichter bedienbar und trage dem starken Unternehmenswachstum der Gruppe Rechnung, heißt es in der Pressemitteilung.


200 Arbeitsplätze für Zweibrücken

Ein weiterer Faktor für die Standortwahl war laut Conergy die unmittelbare Nähe zu dem ursprünglichen Standort Sulzbach. "Auf diese Weise konnten wir sicherstellen, dass wir alle 110 Mitarbeiter, die bestens mit unserem Produktportfolio vertraut sind, in das neue Logistikzentrum übernehmen können", sagt Dr. Edmund Stassen, zuständiger Conergy-Vorstand für das Supply Chain Management. "Um bei dem weiteren enormen Wachstum immer mehr Kunden optimalen Service bieten zu können, rechnen wir mittelfristig damit, zusätzlich rund 90 neue Arbeitsplätze hier in Zweibrücken zu schaffen", so Stassen weiter. Neben der reinen Lagerfläche entstehen auch moderne Büroräume auf über 3.400 Quadratmetern für den Vertrieb, das Produktmarketing und die Disposition.

14.09.2007   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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Photovoltaik: SES 21 AG wird Vertragshändler der SCHOTT Solar GmbH

"ASI THRU": Semitransparente
Dünnschicht-Solarmodule.

Die SCHOTT Solar GmbH (Alzenau) und die SES 21 AG mit Sitz im oberbayerischen Polling haben eine Vertriebspartnerschaft für ASI-Dünnschichtmodule geschlossen. Ein Händlervertrag und entsprechende Lieferverträge werden von der Geschäftsführung beider Unternehmen am 14. September 2007 unterzeichnet, berichtet SCHOTT Solar in einer Pressemitteilung. Die SCHOTT Solar GmbH gehört zu den weltweit führenden Unternehmen der Solarbranche. Mit einer Investition von über 60 Millionen Euro stellt das Unternehmen in Jena derzeit eine Produktionslinie für Dünnschicht-Photovoltaikmodule aus amorphem Silizium (ASI) mit einer Jahreskapazität von 33 Megawatt (MW) fertig.   Die Inbetriebnahme der Fertigungslinie ist noch für diesen Herbst geplant. Die SES 21 AG mit Sitz in Polling (Landkreis Weilheim, Oberbayern) wurde 1999 gegründet und zählt gegenwärtig zu den führenden deutschen Photovoltaik-Systemhäusern. Mit rund 50 Mitarbeitern betreut das Unternehmen derzeit etwa 250 Handwerkspartner in Deutschland sowie weitere Partner in Spanien, Italien, Griechenland und Tschechien.

Schwerpunkt der Partnerschaft sind ASI-Dünnschichtmodule

"Durch das ASI F-90 Modul mit der bekannt guten Qualität von SCHOTT Solar ergänzen wir unser Produktspektrum um ein ausgezeichnetes Dünnschicht-Produkt. Damit können wir unseren Kunden immer eine optimal auf die Anforderungen zugeschnittene Lösung anbieten", ist Ingo Martin, Vorstand der SES 21 AG, überzeugt. "Wir freuen uns, dass wir mit SES 21 ein erfahrenes Systemhaus für Solarstromkomponenten mit hohem Qualitätsanspruch und hervorragendem Renommee als langfristigen Partner für SCHOTT Solar gewonnen haben", sagt Michael Harre, Mitglied der Geschäftsleitung der SCHOTT Solar GmbH. Zunächst soll der Schwerpunkt der Partnerschaft bei den ASI-Dünnschichtmodulen von SCHOTT Solar liegen. Beide Unternehmen haben als Option vereinbart, den Vertrieb ab 2009 auch auf die kristallinen Module zu erweitern.

14.09.2007   Quelle: SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT Solar GmbH,
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US-Photovoltaik-Unternehmen WorldWater & Solar Technologies drängt in den spanischen Solarstrom-Markt

WorldWater & Solar Technologies-Photovoltaik- anlage in Cerro_Coso (USA).
WorldWater & Solar Technologies-Photovoltaik-
anlage in Cerro_Coso (USA).

Die WorldWater & Solar Technologies Corporation (Pennington, New Jersey), Entwickler patentierter und leistungsfähiger Solarstrom-Systeme hat mit dem spanischen Unternehmen Prime Solar Senergy, S.L. ("Prime"; Barcelona und Madrid) einen Vertrag über die Vermarktung und Logistik ihrer Photovoltaik-Produkte in Spanien geschlossen. Das berichtet WorldWater & Solar Technologies in einer Pressemitteilung. Die Zusammenarbeit schließe Photovoltaik-Projekte ein wie beispielsweise das Multi-Megawatt-Vorhaben, das WorldWater mit der M&G Promociones de Vivienda Urbana, S.A. durchführen will.  Eine Delegation von WorldWater werde kommende Woche mit Prime und M&G in Madrid verhandeln über Verträge für drei Solar-Kraftwerke mit jeweils 10 Megawatt Photovoltaik-Leistung, die in den kommenden drei Jahren gebaut werden sollen sowie über zwei geplante Solarstromanlagen mit jeweils 50 MW, die in den darauf folgenden beiden Jahren errichtet werden sollen. Wenn die Verträge geschlossen sind, werde das M&G-Projekt bereits 2008 beginnen.

14.09.2007   Quelle: WorldWater & Solar Technologies   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WorldWater & Solar Technologies,
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CENTROSOLAR Group AG meldet internationalen Erfolg auf der PV-Ausstellung in Mailand und plant 2007 einen Exportanteil von 40 %

Biohaus-Dünnschichtmodule für große Solarstromanlagen.
Biohaus-Dünnschichtmodule für große
Solarstromanlagen.

Die CENTROSOLAR Group AG blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme an der 22. Photovoltaik-Konferenz und Ausstellung zurück. Neben zahlreichen Besuchern aus Italien informierten sich Gäste aus ganz Europa und Asien über das Produktspektrum der Gruppe, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. So zeigten Vertreter der koreanischen Handelskammer großes Interesse an Photovoltaikanlagen in einer Größenordnung von 40 Megawatt (MW). Besonders attraktiv für die Koreaner sei, dass diese Projekte in Kürze als schlüsselfertige Anlagen über die Projektgesellschaft Centroplan angeboten würden. Aufgrund des Erfolges von CENTROSOLAR auf den beiden diesjährigen internationalen Messen in Freiburg und Mailand plant das Unternehmen, für 2007 bereits 40% des Umsatzes außerhalb von Deutschland zu erzielen. 
Hohe Nachfrage in Italien, besonders bei Dünnschicht-Photovoltaik

"Aufgrund des neuen Förderprogramms ist die Nachfrage nach Solaranlagen in Italien enorm", erklärt Wojciech Swietochowski, Geschäftsführer von Centrosolar Italia. "Bei allen ausgestellten Produkten haben wir großes Interesse festgestellt. Besonders gefragt waren die Dünnschichtanlagen, die speziell für Großanlagen in Industrie und Landwirtschaft eingesetzt werden", so Swietochowski. Die Dünnschicht-Photovoltaiksysteme der Marke Biohaus hat das Unternehmen selbst entwickelt. Die Anlagen basieren auf Laminaten des amerikanischen Herstellers UniSolar, Weltmarktführer in der Dünnschichttechnik. Aufgrund der Größe der Module von über sechs Metern kommen sie besonders auf großen Industriedächern oder landwirtschaftlichen Hallen zum Einsatz.

Die 22. Photovoltaik-Konferenz und Ausstellung habe gezeigt, dass die konsequente Umsetzung der Internationalisierungsstrategie des Unternehmens aufgegangen ist, heißt es in der Pressemitteilung. Neben Italien verfügt die CENTROSOLAR Group über Büros in Spanien, Frankreich, Griechenland, Schweiz, den Niederlanden und der USA. "Durch eigene Dependancen vor Ort können wir auf die Bedürfnisse der Kunden besser eingehen und sind näher am Markt", erklärt Italien-Chef Swietochowski.

14.09.2007   Quelle: CENTROSOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus,
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