Solarserver-Standpunkt:

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"Handwerk und Umweltverbände wenden sich mit klaren Forderungen an die Bundespolitik".

Die bayerische Initiative "Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein", fordert, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien auch in der kommenden Legislaturperiode beizubehalten. Das Aktionsbündnis, in dem parteiübergreifend Kommunalpolitiker, Handwerksbetriebe und Umweltinitiativen vertreten sind, appelliert an die Parteien und deren Spitzenkandidaten, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortzuführen und den "1.000 Megawatt-Deckel" anzuheben. Außerdem fordert die Initiative die Fortsetzung des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms sowie eine Verbesserung des Marktanreizprogramms zu Gunsten erneuerbarer Energien.

Forum Ökologie Traunstein, Logo Initiative "Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein", Logo

Offener Brief
an Bundeskanzler Gerhard Schröder,
Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Edmund Stoiber,
die Fraktionen des 14. Deutschen Bundestages und
die Bundestagskandidaten der Wahlkreise 228 Traunstein und 224 Rosenheim


Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein:
Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien, insbesondere die Photovoltaik müssen bestehen bleiben

Seit rund zwei Jahren besteht in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Rosenheim und Traunstein die Regionalinitiative "Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein". Das Ziel, das sich ein Aktionsbündnis aus Kommunalpolitik, Umweltverbänden, Elektroinnungen mit 60 Handwerksbetrieben und Banken gesteckt haben, wurde inzwischen weit übertroffen. In der Region zwischen Watzmann und Wendelstein wurden mehr als 3.700 Kilowatt an neuen Solarstromanlagen installiert mit einem Umsatz im klein- und mittelständischen Handwerk von über 27 Millionen Euro. Darüber hinaus ist es gelungen, eine Begeisterung für die Solarstromtechnik in der gesamten Region zu entwickeln: 25 Partnerkommunen und 27 Bürgersolarkraftwerke sind hierfür ein eindrucksvoller Beleg.
Ohne die günstigen Rahmenbedingungen mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz, das eine Vergütung des Sonnenstromes über 20 Jahre garantiert und ohne das 100.000 Dächerpro-gramm wäre dieser auch im bundesweiten Vergleich beachtliche Erfolg der Regionalinitiative nicht möglich gewesen.
Um auch zukünftig das Kooperationsmodell zwischen Handwerk, Umweltverbänden und Kom-munalpolitik mit einem vor allem wirtschaftlichen Erfolg in der Region fortführen zu können, erwarten wir von der zukünftigen Bundesregierung, dass

1. das Erneuerbare-Energien-Gesetz insbesondere für Photovoltaik nicht ver-schlechtert wird: Die Festpreisvergütung bezogen auf das Baujahr mit einer Laufzeit von 20 Jahren muss erhalten bleiben. Sie beträgt für 2002 48,1 Cent. Eine ertragsoptimierte Auswahl der Komponenten und eine kontinuierliche Kontrolle und Wartung der Solarstromanlagen über 20 Jahre ist damit garantiert.

2. das 100.000-Dächerprogramm bestehen bleibt und dass der "Förderdeckel" von 1.000 Megawatt angehoben wird.

3. das Erneuerbaren-Energien-Gesetz auch für Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie nicht verschlechtert wird.

4. auch die anderen Programme und Gesetze, wie z.B. das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien mit einem Volumen von derzeit jährlich 200 Millionen Euro, dem CO2-Minderungsprogramm und Gebäudesanierungsprogramm oder die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe bestehen bleiben und verbessert werden.

Die genannten Gesetze und Programme zur Förderung Erneuerbarer Energien und der Energieeinsparung sind geeignete Massnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und somit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Veränderungen unseres Klimas werden immer augenscheinlicher. Der mit der Energiewirtschaft vereinbarte kontinuierliche Atomausstieg - die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Atomkraftwerke betragen 12 Jahre - ist eine weitere wichtige Massnahme um zusammen mit dem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energieeinsparung den Klimaveränderungen entgegen zu wirken.
Stellvertretend für die Initiative Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein

Dipl.-Ing. Rudolf Wagner
Elektro-Innung Traunstein

Dipl.-Ing. (FH) Peter Rubeck
Sprecher der Initiative
Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein

A. Schwaller
Elektro-Innung Rosenheim

Maria Eschenbeck
1. Vorsitzende Forum Ökologie Traunstein

Dipl. Phys. Martin Winter
1. Vorsitzender Rosenheimer Solarförderverein

Dr. Rainer Schenk
1.Bürgersolarkraftwerk Traunstein GbR

Erich Prechtl
1. Vorsitzender BN-Kreisgruppe Berchtesgadener Land

Hermann Eschenbeck
1. Vorsitzender BN-Kreisgruppe Traunstein

Entwicklung der installierten Gesamtleistung seit Start der Initiative im Jahr 2000

Grafik: Entwicklung der installierten Gesamtleistung seit Start der Initiative im Jahr 2000 in den 3 Landkreisen Berchtesgadener Land (BGL, 98.830 Einwohner), Rosenheim (RO, 295.500 Einwohner) und Traunstein (TS, 164.850 Einwohner); Werte jeweils zum Ende des Monats Mai.

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