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Wachstum am Solarmarkt

Gründe für den ungebrochenen Aufschwung

Zahlreiche Faktoren sprechen für einen Umstieg auf alternative Energien. Die Solarenergie als effektive Art und Weise, durch natürliche und unerschöpfliche Ressourcen Energie zu gewinnen, nimmt auch auf dem internationalen Markt Fahrt auf. Aktuelle Zahlen beweisen, dass bisherige Prognosen sogar unter den Werten liegen könnten, die in diesem Jahr tatsächlich erreicht werden. So hat GTM Research, das marktführende Analyse-Unternehmen für den internationalen Energiemarkt, seine Erwartungen nun angepasst. Warum die Solarenergie besonders jetzt so stark wächst, lässt sich anhand mehrerer Faktoren näher erläutern.

 

Die Wirkung der Länder am Solarmarkt

Eigentlich hatte GTM Research für 2016 einen Zuwachs der Solarstrom-Leistung von 64 Gigawatt erwartet. Tatsächlich jedoch prognostiziert das Unternehmen nun einen Anstieg um 66 Gigawatt, was einem Plus um 21 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreswerten entspräche. Laut erneuerbareenergien.de können zudem für das Jahr 2020 bereits bis zu 95 Gigawatt jährliche Zubauwerte erwartet werden. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die Anzahl der Länder, die sich als Solarmarkt verstehen, kontinuierlich zunimmt. Als besonders relevant verstehen Experten in diesem Zusammenhang Länder, deren Solarstromleistung eine Grenze von zwei Gigawatt jährlich übersteigt. Nationen, die hier besonders hervorstechen, sind bislang

·    China
·    Deutschland
·    Japan
·    und die USA.

Erst kürzlich konnte China sich mit 47 Gigawatt pro Jahr an der Spitzenposition der Solarländer platzieren. Auch von Japan und den USA versprechen sich Experten viel, da diese Land im Vergleich zu Deutschland einen deutlich rasanteren Anstieg der Solarstromleistung verzeichnen. Dass international noch Luft nach oben ist, beweisen auch die prognostizierten Anstiege der Solarstromleistungen in Ländern, die bislang unter der Grenze von zwei Gigawatt jährlich liegen. So könnten auch Chile, Brasilien, die Niederlande und auch die Vereinigten Arabischen Emirate in dem kommenden Jahren ein deutliches Plus verzeichnen. Kumuliert mit den Werten der Spitzen-Nationen und denen der Länder, die die zwei Gigawatt bereits übersteigen, ergibt sich hieraus ein deutliches Entwicklungspotenzial.

Der Zubau solarer Anlagen wird in den kommenden Jahren stark anwachsen. (Quelle: skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Der Zubau solarer Anlagen wird in den kommenden Jahren stark anwachsen. (Quelle: skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Zusätzlich ist eine Bewegung am Markt zu erkennen, die die Verlangsamung des Zubaus in Europa langfristig ausgleichen kann. Auch von Europa erwartet sich GTM eine Wiederaufnahme der gewohnten Zubaugeschwindigkeit. Zu erwarten ist bis 2020 ein Anteil von dreizehn Prozent des gesamten internationalen Solarmarktes, den Europa bis zu diesem Jahr einnehmen könnte. Auch wenn eine leichte Senkung des Marktanteiles der Länder USA, Japan und China im Bereich des Möglichen liegen, spricht dies nicht gegen eine Steigerung des internationalen Zubaus.

Besonders die wachsende Nachfrage nach Solarstrom wird sich in den nächsten vier Jahren also deutlich auf den internationalen Markt auswirken und die Bedeutung zahlreicher Länder hervorheben. So ist Lateinamerika ein Markt, der im Bereich der Solarenergie zu einer echten Boom-Region werden könnte. Für besonderes Aufsehen sorgen hier Länder wie Mexiko oder auch Brasilien, deren Zubau sich in den kommenden Jahren als maßgeblich für das internationale Geschehen beweisen wird.

Ausschreibungen und dezentrale Anlagen

Schon die Betrachtung zahlreicher Nationen weltweit zeigt, dass Solarstrom ein vielversprechendes Potenzial birgt. Für das Wachstum dieses Segments sprechen jedoch nicht nur die internationalen Zubauwerte. Auch Ausschreibungen, die die Kosten für solare Energie dauerhaft senken können, haben eine entscheidende Funktion. Schon jetzt gibt es umfangreiche Projekte, bei denen Auktionen dazu dienen, die Solarstrom-Vergütung aus Freiflächenanlagen zu bestimmen. Dabei können bereits in 2016 Werte von unter drei Cent bewirkt werden. Starre Vergütungen dürften damit auch in der Zukunft in einer zunehmenden Anzahl von Ländern der Vergangenheit angehören. Gemeinsam mit den Senkungen der Preise großer Anlagen werden auch die Kosten dezentraler Anlagen sinken.

Auch dezentrale Anlagen nehmen im Vergleich zu zentralen Lösungen eine immer wichtigere Funktion ein. (Quelle: Unsplash (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Auch dezentrale Anlagen nehmen im Vergleich zu zentralen Lösungen eine immer wichtigere Funktion ein. (Quelle: Unsplash (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Dezentrale Anlagen sind ein weiterer Punkt mit großen Einfluss auf den internationalen Solarmarkt. In sogenannten Solarparks, großen Flächen zu Gewinnung solarer Energie, sahen Experten bislang eine besonders wichtige Funktion. So soll sich insbesondere deren Anteil am gesamten Solarmarkt deutlich vergrößern. Für 2016 wird erwartet, dass mehr als die Hälfte des Zubaus in Form von dezentralen Anlagen bestehen wird. Doch auch die Erzeugung von Solarstrom in deutlicher Nähe zum Verbraucher, etwa durch Dachanlagen, nimmt Fahrt auf. Hierfür braucht es nicht einmal attraktive Förderungen, um den Zubau von Solaranlagen zu forcieren, da Photovoltaik auch für den Endverbraucher inzwischen eine vertrauenswürdige Größe darstellt.

 

Der Nachhaltigkeitsgedanke als entscheidender Punkt

Das internationale Bewusstsein für eine ressourcenschonende und effiziente Energieerzeugung ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mit dem Wunsch, auf natürliche und umweltschonende Art und Weise am Schutz der Erde teilzuhaben, entscheiden sich immer mehr Verbraucher für alternative Energien. So ist auch Naturstrom ein Bereich, der sich wachsender Beliebtheit erfreuen kann. Dabei war das Wachstum schon in den vergangenen Jahren sehr deutlich spürbar. Während in 1990 gerade einmal 3,4 Prozent der Stromproduktion aus alternativen Quellen stammte, wuchs dieser Anteil in 2014 bereits auf 27,4 Prozent an, wie energiesparcheck.de berichtet.

Solarstrom und alternative Ideen sind auch für Privathaushalte zunehmend attraktiv. (Quelle: PublicDomainPictures (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Solarstrom und alternative Ideen sind auch für Privathaushalte zunehmend attraktiv. (Quelle: PublicDomainPictures (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Sinkende Preise und eine deutlich breiteres Angebot in Form mehrerer Stromerzeuger und Ökostrom-Tarife gestalten den Markt für den Endverbraucher sehr viel flexibler und komfortabler.

Heute ist es deutlich leichter, eine Umstellung auf nachhaltig produzierte Energieformen vorzunehmen. Dies ist ebenfalls eine starke Triebfeder für zusätzliches Wachstum und steigende Nachfragen am Solarmarkt.