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Ausdehngefäß (Solarthermie; MAG)

Ausdehngefäße, genauer Membranausdehngefäße (MAG), werden in thermischen Solaranlagen zur notwendigen Absicherung gegen Volumen- und Druckveränderungen bei starker Erwärmung der zwischen Kollektor und Speicher zirkulierenden Solarflüssigkeit eingesetzt.

Die Ausdehngefäße von Solarwärmeanlagen sind geschlossene Behälter, in denen sich üblicherweise ein durch eine Membran abgetrenntes Stickstoffpolster befindet. Dehnt sich das Volumen der im Solarkreis enthaltenen Flüssigkeit durch Erhitzung aus, drückt sie innerhalb des Ausdehngefäßes die Gasblase zusammen; lässt bei sinkender Temperatur der Druck wieder nach, dehnt sich das Gas erneut aus und drückt die abgekühlte Solarflüssigkeit zurück in den Kreislauf.

Einem vergleichbaren Zweck dienen Ausdehngefäße im Heizungsbau, wo sie zum Ausgleich der Druckveränderungen im Heizungskreislauf von Zentralheizungen dienen; die in der Solartechnik eingesetzten Solargefäße müssen aber aufgrund der höheren Temperaturdifferenzen in Relation zum Gesamtinhalt des Solarkreises deutlich größer dimensioniert werden. Um auch bei Stillstandszeiten im Sommer höchste Sicherheit zu gewährleisten, muss das Ausdehngefäß wenigstens den vollständigen Flüssigkeitsinhalt der Kollektoren aufnehmen können, bei Vakuumröhrenkollektoren zusätzlich den Inhalt der Vor- und Rücklaufleitungen.

Bei Drain-Back-Systemen (DBS) übernimmt das Rücklaufgefäß die Funktion des Ausdehngefäßes mit.

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