Hinweis

Das Solarlexikon soll laufend erweitert werden. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und sind offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge. Eine E-Mail genügt.

E-Mail senden

Anzeige
Erdwärmesonden
Erdwärmesonden liefern Wärme aus dem Untergrund.
Erdwärmesonden liefern Wärme aus dem Untergrund.

Die in Mittel- und Nordeuropa weit verbreiteten Erdwärmesonden zeichnen sich aus durch einen geringen Flächenbedarf und nutzen ein konstantes Temperaturniveau. In die senkrechten oder schrägen Bohrungen werden U-Rohre aus Kunststoff eingebracht. Anschließend wird die Bohrung mit einer speziellen quellfähigen, dauerhaften und abdichtenden Mischung sehr feiner fester Teilchen in einer Flüssigkeit (Suspension) gefüllt. Erst dadurch ist die Funktionsfähigkeit einer Erdwärmesondenanlage gewährleistet und ein guter Wärmeübergang sichergestellt. Die Kunststoffrohre nehmen nun als Wärmetauscher die Wärme aus dem Untergrund auf.

In Deutschland werden Erdwärmesonden bis in Tiefen von 50-160 Metern verlegt (abgeteuft), in Nordamerika, Schweden oder der Schweiz werden sogar bis zu 360 Meter tiefe Sonden genutzt. Sehr kurze Erdwärmesonden (bis 30 m Tiefe) dienen häufig auch zur Speicherung von Solarwärme. Erdwärmesonden werden in Anlagen unterschiedlicher Größe eingesetzt, angefangen bei ein oder zwei Sonden zur Beheizung von Einfamilienhäusern bis hin zu Multibohrlochsystemen zur Versorgung von Büro- und Gewerbebauten oder ganzen Wohnsiedlungen.

s.auch: Erdwärme

Weitere Informationen

Seite: 12 von 14