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Geothermal–Response–Test
Vorbereitungen zum Thermal Response-Test.
Vorbereitungen zum Thermal Response-Test.

Der Thermal Response-Test bestimmt die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds und des thermischen Bohrlochwiderstands (Beziehungsweise die Wärmeleitfähigkeit der Bohrlochverfüllung).

Für die Auslegung von Erdwärmesonden ist die Kenntnis der thermischen Eigenschaften des Untergrunds eine wesentliche Voraussetzung. Während bei kleinen Anlagen die Werte meist geschätzt werden und bei der Auslegung entsprechend Sicherheiten berücksichtigt werden müssen, oder die Auslegung nach Erfahrungswerten vorgenommen wird, sind für größere Anlagen Untergrunduntersuchungen bis hin zu Probebohrungen erforderlich.

Über eine solche Probebohrung lässt sich die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds anhand zweier Verfahren bestimmen:

• Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit an möglichst ungestörten Proben (z.B. Bohrkerne); dabei sind alle wesentlichen gesteinsspezifischen Einheiten des Bohrprofils zu testen und vor allem auch der natürliche Wassergehalt der Proben. Das ist mit erheblichem Aufwand verbunden.

• Bestimmung durch einen thermischen Response-Test (an einer fertig eingebauten Erdwärmesonde); Vorteile sind hier die Messung über die gesamte Bohrlochlänge, die Einbeziehung der Bohrlochverfüllung und damit eine Aussage über die Qualität der Erdwärmesonde sowie die ungestörten Untergrundverhältnisse einschließlich eines eventuell vorhandenen Grundwasserflusses.

Mit dem Thermal ResponseTest steht somit ein Instrument zur Verfügung, das bereits bei mittelgroßen Erdwärmesondenanlagen eine Optimierung und Absicherung der Auslegung durch direkt vor Ort ausgeführte Messungen ermöglicht.

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