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Kirchendächer
Kirche in Schönau
Kirche in Schönau

Kirchendächer sind für die Nutzung der Sonnenenergie besonders geeignet, weil sie große Flächen haben und, dank der üblichen Ost-West-Richtung des Kirchenschiffs, optimal nach Süden ausgerichtet sind. Allerdings spricht der Denkmalschutz häufig dagegen.

Die christlichen Kirchen haben sich seit den 1980er-Jahren verstärkt für die Bewahrung der Schöpfung engagiert und sich in zahlreichen Dokumenten für die Nutzung solarer und regenerativer Energien ausgesprochen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) griff dies auf und förderte mit einem speziellen Programm von 1999 bis 2001 thermische und photovoltaische Solaranlagen auf Kirchendächern. Zu den Förderbedingungen gehörte, dass sich die Kirchengemeinden als Multiplikatoren in Sachen Klimaschutz verstehen und aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Dank der kirchlichen Gemeindestruktur können sich Personen finanziell an Solaranlagen beteiligen, die sonst privat, beispielsweise als Mieter, gar keine Möglichkeit dazu hätten. Solaranlagen auf Kirchendächern sind typische lokale Gemeinschaftsprojekte und werden nicht durch Kirchensteuermittel finanziert. Sie bekommen durch die exponierte Lage der Kirchen auch eine Vorzeige- und Vorreiterfunktion.

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