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Kosten von thermischen Solaranlagen

Bei der Kostenkalkulation sind die technischen Komponenten (Kollektoren, Befestigung, Speicher, Regelung, Ausdehnungsgefäß, Flüssigkeit) sowie die Installationskosten zu berücksichtigen. Davon können Zuschüsse aus öffentlichen Fördermaßnahmen abgezogen werden zum Beispiel dem Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energie. Bis zum vorläufigen Stopp des Programms am 14.08.2006 betrug der Zuschuss 54,60 € pro Quadratmeter Kollektorfläche. Für Anlagen zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Raumheizung waren es 70,20 € pro Quadratmeter Kollektorfläche. Da die von verschiedenen Herstellern angebotenen „Solarpakete“ die Kosten für die Installation nicht enthalten, empfiehlt sich ein Kostenvoranschlag vom Fachinstallateur.

Beim Neubau oder einer anstehenden Generalsanierung von Dach und/oder Heizungsanlage ist eine Solaranlage günstiger zu kalkulieren als beim nachträglichen Einbau. Deshalb sollten bei jedem Neubau zumindest Leerrohre und ausreichend freier Platz im Haustechnik-Raum selbstverständlich sein. Der Installationsaufwand für thermische Solaranlagen ist höher als bei Photovoltaikanlagen.

Die Entscheidung zwischen Flachkollektoren und Röhrenkollektoren hängt weniger von den Kosten als von der Ausrichtung der Anlage ab. Der unterschiedliche Wirkungsgrad gleicht in den meisten Fällen die Kostenunterschiede aus. Die „Solarpakete“ zur Selbstmontage kosten zwischen 3.000 € (mit 300-Liter-Speicher) und 10.000 € (mit 1.000-Liter-Speicher).

Bei thermischen Solaranlagen ist es schwierig, eine genaue Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen. Die üblichen Simulationsprogramme geben, je nach Auslegung der Anlage, einen solaren Deckungsanteil von ca. 20 bis 70 % an. Damit kann, je nach Wärmeleistung des bisher verwendeten Brennstoffs, eine Ersparnis errechnet werden. Bei den derzeitigen Brennstoffpreisen kann die Investition keine finanzielle Rendite abwerfen. Sie erhöht aber den Wert des Hauses, bringt Zufriedenheit und schont die Umwelt.

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