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Leistungszahl einer Wärmepumpe

Zur Beurteilung der energetischen Effizienz des Wärmepumpen-Prozesses wird das Verhältnis der vom System abgegebenen Nutzwärme zu der dem System zugeführten Energie ermittelt. Dazu werden zwei verschiedene Kennzahlen unterschieden: Die Leistungszahl und die Arbeitszahl.

Die Leistungszahl beziffert das Verhältnis von Heizleistung (in kW) zur Antriebsleistung (kW) der Wärmepumpe in einem bestimmten Betriebszustand. Sie kennzeichnet die Wirksamkeit der Wärmepumpe zu einem bestimmten Zeitpunkt bei definierten Rahmenbedingungen, beispielsweise der Vorlauftemperatur. Deshalb stellt die Leistungszahl nur einen Momentanwert dar.

Leistungszahl und Arbeitszahl

Die Arbeitszahl hingegen bezeichnet das Verhältnis zwischen erzeugter Energie in Form von Heizarbeit ( in kWh) und der eingesetzten elektrischen Arbeit (kWh). Und zwar einschließlich aller Komponenten in einem festgelegten Zeitraum (das ist in der Regel ein Jahr; Jahresarbeitszahl). Die Arbeitszahl ist der sinnvollste Maßstab, um die energetische Qualität einer Anlage zu bewerten.

Beide Werte sind im Wesentlichen abhängig von dem zu überwindenden Temperaturunterschied zwischen der Wärmequelle und dem Heizsystem. Sie steigen unter anderem mit einer hohen Wärmequellentemperatur und niedrigen Vorlauftemperaturen im Heizsystem. Die Jahresarbeitszahl wird zusätzlich beeinflusst durch die systemtechnische Abstimmung der Komponenten, den Anteil der Warmwasserbereitung am Gesamtwärmebedarf und das Nutzerverhalten.

Moderne Wärmepumpen weisen inzwischen beim Betrieb mit einer Erdwärmesondenanlage und einer Niedertemperaturheizung Jahresarbeitszahlen von 4 auf, das heißt sie stellen viermal soviel Heizwärme bereit, als sie elektrische Arbeit zu deren Gewinnung benötigen.

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