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Selektive Beschichtung (Absorber)

Ziel bei der Entwicklung von Absorbern ist, einerseits einen hohen Absorptionsgrad zu erreichen, also eine hohe Umwandlungsrate des einfallenden Sonnenlichts in Nutzwärme, andererseits aber einen niedrigen Emissionsgrad, das heißt eine niedrige Wärmeabstrahlung.

Um dies zu erreichen, werden hoch effiziente Absorber mit speziellen "selektiven" Beschichtungen versehen. Bis Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts waren dies vor allem galvanisch aufgebrachte Schichten aus so genanntem Schwarzchrom oder Schwarznickel. Diese erreichten bei guter Beschichtungsqualität Absorptionswerte von bis zu 96% und Emissionswerte um 10%.

Ab Mitte der 90er Jahre wurden in Deutschland neue Beschichtungstechniken entwickelt, die ein Vakuum-Sputter-Verfahren nutzten. Dazu gehörten vor allem auf Kupfer aufgebrachte Titanoxinitrid-Beschichtungen sowie keramische Beschichtungen, später ergänzt um Varianten für Aluminiumbleche. Diese Beschichtungen erreichen Absorptionswerte um 95% sowie noch niedrigere Emissionswerte in der Größenordnung von 3 bis 5%. Trotz insgesamt vergleichbarer Leistungswerte haben sie heute die Schwarznickel- und Schwarzchrom-Beschichtungen weitgehend vom deutschsprachigen Markt verdrängt. Ein wichtiges Argument für den Markterfolg war der Verzicht auf die umweltbelastende Galvanik im Herstellungsprozess.

Ähnliches gilt auch für die parallel in den USA entwickelte "Black Crystal"-Beschichtung.

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