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Solarfassaden
Freiburger Hauptbahnhof
Freiburger Hauptbahnhof

Sonnenenergie wird nicht nur vom Dach, sondern von der gesamten Gebäudehülle aufgenommen. Werden alle nach Osten, Süden und Westen ausgerichteten Fassaden eines Gebäudes zur Energiegewinnung genutzt, kann sogar aus dem Haus als Energieverbraucher ein Energielieferant werden (Energiegewinnhaus, Plusenergiehaus).

Solarfassaden können mit Photovoltaik-Modulen, Heizkollektoren, Luftkollektoren, Wabenluftkollektoren oder transparenter Wärmedämmung ausgestattet sein. Auch eine großflächig vorgehängte Verglasung, wie sie zur Klimatisierung von Bürogebäuden verwendet wird, oder eine einfache Verglasung von Balkonen zu Wintergärten kann als Solarfassade verstanden werden. Eine einheitliche Technik für Solarfassaden gibt es nicht. Je nach Gebäude und Zielstellung ergeben sich unterschiedliche Lösungen, die über die Fassade hinaus zumindest die Heizung, Lüftung und Klimatisierung des Gebäudes mit einbeziehen.

Architektonisch innovative Solarfassaden findet man beim Neubau genauso wie bei der Altbausanierung. Herausragende Beispiele sind unter anderem die Solarstromanlage am Turm des Freiburger Hauptbahnhofs, die 1.400 Quadratmeter große Photovoltaikfassade der ThyssenKrupp Stahl AG in Duisburg, die Höchste fassadenintegrierte CIS-Photovoltaikanlage der Welt in Ulm oder die preisgekrönte Solarfassade einer Großsporthalle in Tübingen. Der weltberühmte Architekt Sir Norman Foster stattet viele seiner Gebäude mit Solarfassaden aus.

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