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Solarthermische Kraftwerke
Solarthermisches Parabolrinnenkraftwerk.
Solarthermisches Parabolrinnenkraftwerk.

Solarthermische Kraftwerke nutzen die Wärmeenergie der Sonne zur Stromgewinnung und in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auch zur Erzeugung von Prozesswärme oder -kälte. Sie unterscheiden sich sowohl von thermischen Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung als auch von Photovoltaik-Kraftwerken, die den Photoeffekt in Solarzellen zur direkten Stromerzeugung nutzen.

Zu den bekanntesten Typen solarthermischer Kraftwerke zählen Solarturmkraftwerke. Sie unterscheiden sich vor allem durch die zur Konzentration und Umwandlung der Wärme in Strom angewandten Methoden. Während Aufwindkraftwerke die Sonnenwärme zur Erzeugung einer stetigen Thermik nutzen, die eine Windturbine antreibt, sind Parabolrinnen- und Solarturmkraftwerke im Grunde hoch entwickelte Dampf- bzw. Gasturbinenkraftwerke, wobei aber zum Teil Temperaturen von mehr als 1.000° C erreicht werden können.

Zu den solarthermischen Kraftwerken zählen ebenfalls Dish-Stirling-Anlagen, die mittels eines Stirlingmotors die in einem Parabolspiegel konzentrierte Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen. Zwar bewegen sich Einzelanlagen nach diesem Prinzip bisher in einem Leistungsbereich von höchstens 50 kW, durch die Zusammenlegung zu Solarfarmen können aber auch größere Gesamtleistungen erreicht werden.

Mit Stromerzeugungskosten zwischen 6 und 15 Cent/kWh sind solarthermische Kraftwerke derzeit noch kosteneffizienter als photovoltaische Anlagen und werden daher für Großanlagen häufiger in Betracht gezogen.

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