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UBA-Studien zeigen Wege für eine effiziente Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt

Die Studien „Strommarktdesign der Zukunft“ und „Strommarkt und Klimaschutz“ wurden im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt
Die Studien „Strommarktdesign der Zukunft“ und „Strommarkt und Klimaschutz“ wurden im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt

Zwei neue Studien im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA, Dessau-Roßlau) zeigen, wie der Strommarkt die Herausforderungen durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien besser meistern kann.

Der zentrale Ansatz sollte die Optimierung des bestehenden Stromgroßhandels-Marktes sein („Strommarkt 2.0“), so das Ergebnis der Studien. Die Einführung von Kapazitätsmärkten, also zusätzlichen Märkten, auf denen die Kraftwerksbetreiber Zahlungen für das Vorhalten ihrer Kapazitäten erhalten, sei nicht erforderlich und würde unnötige Kosten verursachen.

 

UBA: Zentral organisierte Kapazitätsmärkte erschweren Integration der erneuerbaren Energien

Insbesondere zentral organisierte Kapazitätsmärkte würden laut UBA die Integration der erneuerbaren Energie erschweren. Um dem Wunsch nach einer zusätzlichen Absicherung der Stromversorgung Rechnung zu tragen, sollte eine Kapazitätsreserve als Ergänzung zum optimierten Strommarkt eingeführt werden, empfehlen die Studien.

Sie bestätigen damit den mit dem Strommarktgesetz eingeschlagenen Weg zur Optimierung des bestehenden Strommarktes hin zu einem Strommarkt 2.0 und geben Anstöße für weitere Schritte. Der Ende 2015 im Kabinett beschlossene Entwurf zum Strommarktgesetz soll den bestehenden Strommarkt fit machen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien.

 

Erneuerbare Stromerzeugung erfordert Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch

Die schwankende Stromerzeugung mit erneuerbare Energien erfordert neben dem Netzausbau insbesondere die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch. Dazu stehen schon heute vielfältige technische Möglichkeiten zur Verfügung, wie zum Beispiel die Verbesserung der Teillastfähigkeit und der flexiblere Einsatz von Stromerzeugungs-Anlagen, die Nutzung von Netzersatzanlagen oder von Speicher-Technologien sowie eine flexiblere Nachfrage der Verbraucher („Lastmanagement“).

Die Aufgabe des Strommarktes ist es, die kostengünstigsten und am besten geeigneten Flexibilitätsoptionen in einem technologieoffenen Wettbewerb zu erschließen. Die Analysen der aktuellen Regelungen – insbesondere die Systematik der Netzentgelte, Markt- und Produktdesign der Regelleistungsmärkte sowie Ausgestaltung des Bilanzkreis- und Ausgleichsenergiesystems – zeigen, welche Flexibilitäts-Hemmnisse bestehen und welche Anpassungen des Strommarktdesigns kurz- und mittelfristig sinnvoll sind.

 

Weiterer Anpassungsbedarf auf dem Weg zum Strommarkt 2.0

Zum Beispiel sollten bei der Ausschreibung der Regelenergie die Produktlänge und Vorlaufzeiten verkürzt werden und bei den besonderen Netzentgelten für die Industrie die Hemmnisse für die Nutzung von Lastmanagement abgebaut werden, betont das UBA. Die Analysen verdeutlichen, dass hier trotz zahlreicher Verbesserungen in den letzten Jahren noch weiterer Anpassungsbedarf auf dem Weg zum Strommarkt 2.0 bestehe. Dieser wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Grünbuch und Weißbuch sowie im Gesetzesentwurf zur Reform des Strommarktes bereits weitgehend berücksichtigt.

Die Studien „Strommarktdesign der Zukunft“ und „Strommarkt und Klimaschutz“ wurden im Auftrag des Umweltbundesamtes vom Beratungsunternehmen r2b energy consulting erstellt.

 

25.02.2016 | Quelle: Umweltbundesamt; Bild: Moody's Investors Service Ltd. | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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