Sonneninvest-CEO Michael Richter: „Wir möchten weitere Solar-Parks erwerben“

Sonneninvest-CEO Michael Richter
Sonneninvest-CEO Michael Richter

Das Crowdfunding von Sonneninvest 3 läuft bereits seit drei Monaten, in knapp einem Monat endet es. Bislang konnten die Projektbetreiber über 920.000 Euro von mehr als 500 Investoren einnehmen – damit gilt Sonneninvest 3 als Deutschlands erfolgreichste Solar-Schwarmfinanzierung.

Geschäftsführer Michael Richter berichtet in einem Interview mit der Plattform Econeers, wie er das Funding bislang erlebt hat und welche Zukunftspläne er schmiedet.

 

Econeers: Hallo Herr Richter, mit Ihrem Crowdfunding Sonneninvest 3 haben Sie in nur drei Monaten knapp eine Million Euro eingenommen. Haben Sie das am Anfang für möglich gehalten?

Michael Richter: Nein, absolut nicht! Wir sind sehr glücklich, dass sich so viele umweltbewusste Menschen entschlossen haben, uns zu unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Vielen Dank dafür an dieser Stelle! Aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Natürlich hoffen wir, in den verbleibenden 25 Tagen noch die 1,5 Mio.- Marke zu knacken, denn dann können wir noch den einen oder anderen weiteren lukrativen Solarpark zusätzlich erwerben.

Econeers: Wieso möchten Sie weitere Parks erwerben?

Michael Richter: Je mehr Solarparks wir in unserem Portfolio haben, desto größer ist unser Beitrag zum Umweltschutz, desto höher ist unser Gesamt-Ertrag und desto geringer ist natürlich auch das Ausfallrisiko. Von den letzten beiden Punkten profitieren natürlich auch alle unsere Investoren.

Momentan gibt es auf dem Markt noch zahlreiche Parks mit einer attraktiven Einspeisevergütung, die uns befähigen würden, unseren Investoren verhältnismäßig hohe Renditen zu zahlen. Leider wird das in der Zukunft in der aktuellen Höhe von z. B. 4,0 – 5,0 % definitiv nicht mehr möglich sein. Insbesondere die starke Absenkung der Einspeisetarife seit der Neuregelung durch das EEG 2017 sowie der Wechsel auf das Ausschreibungssystem lässt dies nicht mehr zu. Mit der Gesetzesnovelle hat die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland ganz bewusst ausgebremst. Leider!

Mit neuen Solarparks und weiterem Wachstum des Portfolios werden wir als Unternehmen noch rentabler in unserer Kostenstruktur und setzen deutschlandweit auch ein starkes Zeichen für die von den Bürgern eindeutig geforderte Energiewende, hin zu 100 % erneuerbaren Energien. Und zwar nicht irgendwann in ferner Zukunft, sondern jetzt!

Econeers: Welche Gründe sprechen außerdem für ein Investment in Sonneninvest 3?

Michael Richter: Mit einer Festverzinsung von 4 % und der zusätzlichen Option auf Bonuszinsen machen wir unseren Investoren ein überdurchschnittlich gutes Angebot. In der aktuellen Niedrigzins-Phase sind solche Renditen sonst kaum noch zu finden. Die Gründe, warum wir uns das leisten können, sind vielfältig: Eine wichtige Rolle spielt die Tatsache, dass unsere Solarparks bereits seit einigen Jahren am Netz sind und die bereits erwähnte, gesetzlich garantierte Einspeisevergütung erhalten. Wir bekommen z. B. für den Solarpark Meerane 45,70 Cent pro kWh und für die Dachanlage Kodersdorf 35,48 Cent pro kWh.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sich alle unsere Parks in einem technisch einwandfreien Zustand befinden und voraussichtlich noch in den kommenden 25 Jahren solide Erträge erwirtschaften werden.

Und natürlich sollte man auch den Fakt nicht vergessen, dass jeder Investor, der Sonneninvest 3 unterstützt, ein Zeichen GEGEN Atomstrom und fossile Energiequellen und FÜR saubere Energiequellen setzt!

Es ist unserer Meinung nach nicht mehr zeitgemäß, Europa- und weltweit Braunkohlentagebaue weiter zu betreiben oder neue Atomkraftwerke zu bauen, obwohl längst bekannt und wissenschaftlich belegt ist, wie schwierig der Transport und die Endlagerung von strahlendem Atommüll ist und wie gesundheitsschädlich die Emissionen der Kohleverstromung sind. Von den Auswirkungen auf unsere Umwelt und den Klimawandel ganz zu schweigen. Es gibt heute viele umweltfreundlichere und gesündere Alternativen. Und die sollte man konsequent nutzen!

Seit März dieses Jahres fährt Michael Richter einen „Nissan Leaf“
Seit März dieses Jahres fährt Michael Richter einen „Nissan Leaf“

Econeers: Welche Erfahrungen haben Sie in den letzten Monaten mit ihrem Elektroauto gemacht? Sind Sie damit in den Urlaub gefahren?

Michael Richter: Ja, natürlich waren wir mit dem Elektroauto unterwegs! Wir haben mehr als 1000 km zurückgelegt. Insgesamt mussten wir auf dem Weg ins Tiroler Bergland acht Mal mittels Schnelllader laden (auf 85% Prozent in 20 Min.), was den Vorteil hatte, dass wir schon bei der Anreise enorm „entschleunigt“ wurden. Ehrlicherweise muss ich gestehen war dies meiner Frau sogar etwas zu viel! Aber natürlich sind wir stolz auf unseren ersten CO2-freien Urlaub!

Wir haben die Fahrt vorab per App (z.B. Smatrics oder e-tankstellen-finder.com) geplant, das geht ganz unkompliziert. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Reichweite auf der Autobahn deutlich geringer ist als im Stadtverkehr oder über Land.

Econeers: Noch eine Frage zum Schluss: Gibt es Neuigkeiten von den beiden Solar-Kraftwerken in Kodersdorf?

Michael Richter: Ja. Wir haben beide Kraftwerke in den letzten Monaten technisch optimieren lassen. Im Detail betrafen dies die Reinigung der Wechselrichter sowie die Erneuerung einiger Kabelstränge. Technische Umbauten wurden auch umgesetzt, um die Grasmahd in Zukunft effizienter, z. B. mit Mährobotern gestalten zu können.

Econeers: Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Endspurt von Sonneninvest 3! 

 

Quelle: Econeers