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Studie der HTW Berlin: Neues Förderprogramm für Solarstrom-Speicher bereitet höheren Photovoltaik-Ausbau vor

Photovoltaik-Module auf dem Gebäude der HTW Berlin
Photovoltaik-Module auf dem Gebäude der HTW Berlin

Die staatliche Förderung von Solarstrom-Speicher wird ab dem 01.03.2016 fortgesetzt. Die geltenden Richtlinien hat das Bundeswirtschaftsministerium inzwischen veröffentlicht. Neu ist, dass geförderte Photovoltaik-Speichersysteme maximal die Hälfte ihrer Nennleistung ins Stromnetz einspeisen dürfen.

Welche Effekte diese Begrenzung hat, zeigt die Forschungsgruppe Solarspeicher-Systeme der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) in ihrer „50 %-Studie“, die soeben vorgelegt wurde. Das Fazit: Wenn die Batteriespeicher prognosebasiert geladen werden, lassen sich Verluste weitgehend vermeiden.

 

Betriebsweise des Solar-Speichers ist entscheidend

Die Studie der HTW Berlin zeigt, dass sich die geforderte Solarstrom-Einspeisebegrenzung mit einem prognosebasierten Energiemanagement weitgehend ohne die Abregelung der PV-Leistung erzielen lässt. Wird der Batteriespeicher ohne Einbindung von Prognosen frühzeitig geladen, müssen im Mittel rund acht Prozent des jährlichen Photovoltaik-Ertrags abgeregelt werden.

„Ob der Batteriespeicher netzdienlich eingesetzt wird, hängt entscheidend von seiner Betriebsweise ab“, erklärt Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme und Mitautor der Studie.

 

Solar-Experte rechnet mit Anhebung der EEG-Ausbauziele für die Photovoltaik

Der Solar-Experte der HTW Berlin geht zudem davon aus, dass die Bundesregierung eine Anhebung der Ausbauziele des Erneuerbare-Energien- Gesetzes (EEG) für die Photovoltaik plant, da die 50 %-Einspeisebegrenzung sonst wenig sinnvoll sei.

Im Jahr 2015 wurden weniger als 1,5 Gigawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland installiert. Um die in Paris beschlossene Klimaschutzverpflichtung zu erreichen, sollte die Bundesregierung den EEG-Zielkorridor für die Photovoltaik auf mindestens 10 Gigawatt pro Jahr erhöhen, fordert Prof. Dr. Quaschning.

Erst dann könnten das Speicherförderprogramm und die verschärfte Einspeisebegrenzung ihren volkswirtschaftlichen Nutzen voll entfalten.

Die „50 %-Studie“ entstand im Forschungsvorhaben LAURA, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird (Förderkennzeichen 0325716G).

Die Studie steht ab sofort zum Download bereit. Das Wissenschaftlerteam stellt auf Anfrage auch die Algorithmen zur Verfügung, die für prognosebasierte Batterieladestrategien erforderlich sind.

Weitere Informationen unter: pvspeicher.htw-berlin.de/50prozent-studie

 

01.03.2016 | Quelle: HTW Berlin | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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