Virtuelles Kraftwerk: Caterva und N-ERGIE mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet

Hauptkomponenten der Caterva-Sonne sind die Lithium-Ionen-Akku-Module (li.) und die Leistungselektronik, Kommunikations- und Steuerungstechnik (re.)
Hauptkomponenten der Caterva-Sonne sind die Lithium-Ionen-Akku-Module (li.) und die Leistungselektronik, Kommunikations- und Steuerungstechnik (re.)

Am 20.10.2016 erhielten die Caterva GmbH (Pullach bei München) und die N-ERGIE Aktiengesellschaft (Nürnberg) für ihr Projekt „SWARM“ den Bayerischen Energiepreis in der Kategorie „Energieverteilung und -speicherung“.

SWARM zeige, dass Photovoltaik-Stromspeicher für Eigenheime sowohl Privathaushalten dienen als auch höchst wirkungsvoll zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können, so die Begründung der Jury.

 

65 Solarstrom-Speicher vernetzt

In dem Gemeinschaftsprojekt haben die Partner insgesamt 65 privat genutzte Solarstrom-Speicher „Caterva-Sonne“ im Netzgebiet der N-ERGIE installiert. Hauptkomponenten sind langlebige Lithium-Ionen-Akkus, Leistungselektronik von Siemens und eine intelligente Steuerung.

Mit den Speichern können Haushalte ihren überschüssigen, selbst erzeugten Solarstrom speichern und zeitunabhängig nutzen. Gleichzeitig sind die Speicher in der Lage, im Verbund das Stromnetz zu stabilisieren.

 

Energiemanagement erfasst die Ladezustände aller Speicher

„Maßgeblich für die Netzstabilisierung ist das Caterva-Energiemanagement. Es erfasst die Ladezustände aller Speicher, organisiert sie und führt sie zum virtuellen Großspeicher zusammen“, erläutert Markus Brehler, Geschäftsführer von Caterva.

Der Speicherverbund wurde im Sommer 2015 durch den Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH für die Erbringung von Primärregelleistung präqualifiziert und trägt seitdem dazu bei, Differenzen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen.

Primärregelleistung ist die anspruchsvollste Art der Netzstabilisierung, denn sie muss extrem schnell bereitstehen. „Der virtuelle Großspeicher symbolisiert einen intelligenten, dezentralen Lösungsansatz und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Energiewende“, sagt Josef Hasler, der Vorstandsvorsitzende der N-ERGIE.

 

21.10.2016 | Quelle: Caterva GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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