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Photovoltaik in Brasilien: Ausbau könnte bis 2018 zwischen 60.000 und 99.000 Arbeitsplätze schaffen

Photovoltaik-Kraftwerk mit 1 MW im Bundesdstaat Ceará
Photovoltaik-Kraftwerk mit 1 MW im Bundesdstaat Ceará

Die brasilianische Regierung könne auf die Photovoltaik-Branche setzen, wenn es darum gehe, die Arbeitslosigkeit in den kommenden Jahren zu senken, berichtet der brasilianische Photovoltaik-Verband ABSOLAR.

ABSOLAR-Präsident Rodrigo Lopes Sauaia sagt, die Umsetzung von PV-Projekten werde „sehr viele“ neue Arbeitsplätze schaffen.

Aktuell sind in Brasilien bis 2018 bereits Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3,3 Gigawatt geplant. Dabei handelt es sich Projekte aus den Auktionen und Vorhaben aus dem freien Markt im Bundesstaat Pernambuco.

Jedes Megawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung schafft nach Schätzungen des Verbandes 20–30 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Somit könnten durch den Solar-Ausbau im Land zwischen 60.000 und 99.000 neue Jobs geschaffen werden.

 

Dezentrale Photovoltaik sorgt für weitere Arbeitsplätze

Laut ABSOLAR könnten sich noch mehr Solar-Arbeitsplätze ergeben, da obige Rechnung das Potenzial des dezentralen PV-Ausbaus nicht einbezieht

Daten der nationalen Behörde für elektrische Energie zufolge waren Ende 2015 insgesamt 1.731 dezentrale Solarstrom-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 16,5 MW installiert. Das entspricht einer Steigerung von 308 % gegenüber 2014 (424 Anlagen).

Immer mehr kleine brasilianische Unternehmen werden demzufolge ausgebildete Photovoltaik-Installateure brauchen. Die Schulung von Solar-Profis für die Photovoltaik-Industrie sei einer der Schwerpunkte von ABSOLAR, betont Sauaia.

 

Brasiliens Zehnjahresplan rechnet mit 7 Gigawatt im Jahr 2024

Laut der brasilianischen Stromregulierungs-Behörde (Aneel) entfallen aktuell 0,2 % des Energiemix des Landes auf Solarstrom. Brasiliens Zehnjahresplan rechnet im Jahr 2024 mit einem Photovoltaik-Anteil von 3,3 % (7 Gigawatt) an der installierten Gesamtleistung.

Im Dezember 2015 startete das Ministerium für Minen und Energie ein Entwicklungsprogramm für die dezentrale Stromerzeugung (ProGD). Es soll bis 2030 Investitionen im Umfang von 25 Milliarden US-Dollar anstoßen.

ABSOLAR rechnet damit, dass die Regierung im laufenden Jahr mindestens zwei Solar-Auktionen durchführt.

 

25.02.2016 | Quelle: ABSOLAR; Bild: MPX Energia S/A | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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