Bund: Zuschüsse für Solarkollektoren

Die Bundesregierung fördert trotz des Sparkurses ab dem 1. September den Einsatz regenerativer Energien mit 200 Millionen Mark jährlich. Bis zum Jahr 2003 sei eine Milliarde Mark an Fördergeld vorgesehen, erklärte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am 26. August in Berlin. 20- bis 30-prozentige Zuschüsse und Darlehen mit teilweisem Schuldenerlass soll es…

Die Bundesregierung fördert trotz des Sparkurses ab dem 1. September den Einsatz regenerativer Energien mit 200 Millionen Mark jährlich. Bis zum Jahr 2003 sei eine Milliarde Mark an Fördergeld vorgesehen, erklärte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am 26. August in Berlin. 20- bis 30-prozentige Zuschüsse und Darlehen mit teilweisem Schuldenerlass soll es für die Nutzung von Solarkollektoren, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme geben. Müller betonte, das Kabinett habe die Mittel für dieses Programm ausdrücklich bestätigt. Zusammen mit dem 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm, das Anfang des Jahres gestartet wurde, seien damit rund zwei Milliarden Mark zur Förderung von erneuerbaren Energien vorgesehen. „Diese Maßnahmen sind Bausteine des Einstiegs in eine zukunftsfähige Energieversorgung“, so der Minister weiter.
Ein Schwerpunkt soll die Förderung von Solarkollektoren zur Heiz- und Brauchwassererwärmung sein. Für kleinere Anlagen (Flachkollektoren bis 100 m2, Vakuumröhrenkollektoren bis 75 m2) werden Zuschüsse von 250 DM pro Quadratmeter (Flachkollektoren) bzw. 325 DM/m2 (Vakuumröhrenkollektoren) gewährt. Die Erweiterung von Anlagen dieser Größenordnung wird mit 125 bzw. 160 DM/m2 unterstützt. Für größere Anlagen können Darlehen mit zusätzlichen Zuwendungen in Form eines Schuldenerlasses beantragt werden.
Neu ist die Unterstützung von Energieeinsparmaßnahmen in Altbauten in Kombination mit Solarkollektor- oder Wärmepumpenanlagen. Der Zuschuss wird in Höhe des Förderbetrages für den Solarkollektor, maximal aber 20% der Investitionskosten für die Einsparmaßnahme, gewährt.

Fragen in Zusammenhang mit der Gewährung von Zuschüssen beantwortet das Bundesamt für Wirtschaft (06196-4040) und von Darlehen das Informationszentrum der Kreditanstalt für Wiederaufbau (01801-335577).

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. 26.08.1999

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