Kostenorientierte Vergütung für Solarstrom

Im Rahmen der ökologischen Steuerreform und der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung wurde eine Quote für die Kraft-Wärme-Kopplung festgesetzt und vereinbart, dass Photovoltaik im Stromeinspeisungsgesetz mit einer Vergütung von 99 Pfennigen pro Kilowattstunde berücksichtigt werden soll. Unter Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder fand am 22.11.99 in Berlin ein Gespräch über die Fortführung…

Im Rahmen der ökologischen Steuerreform und der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung wurde eine Quote für die Kraft-Wärme-Kopplung festgesetzt und vereinbart, dass Photovoltaik im Stromeinspeisungsgesetz mit einer Vergütung von 99 Pfennigen pro Kilowattstunde berücksichtigt werden soll.

Unter Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder fand am 22.11.99 in Berlin ein Gespräch über die Fortführung der ökologischen Steuerreform und die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung statt. An dem Gespräch nahmen unter anderem die Bundesminister Joschka Fischer, Jürgen Trittin und Werner Müller sowie der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Rezzo Schlauch, teil.

Die Fraktionen einigten sich auf ein Bündel von Maßnahmen, das eine Quote für die Kraft-Wärme-Kopplung, Regelungen für Gas-Kraftwerke und die Berücksichtigung der Photovoltaik im Stromeinspeisungsgesetz umfasst. Die kostenorientierte Vergütung soll zusammen mit dem 100 000-Dächer Programm, dessen Durchführungsbestimmungen deutlich verbessert werden sollen, in den nächsten Jahren einen Boom auslösen – so Hans-Josef Fell, Energieexperte und Forschungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Koalition geht davon aus, dass nun auch Investoren im Bereich der Photovoltaik zu vernünftigen Bedingungen kalkulieren können und diesem neuen Industriezweig mit seinem riesigen Arbeitskräftepotential einen starken Aufschwung bescheren werden.

Mit diesem Teilerfolg ist der Solar-Förderverein in Aachennoch nicht ganz zufrieden: Zusammen mit dem 100.000-Dächer-Programm halten Vertreter des Vereins erst eine Vergütungshöhe von 1,29 DM für ausreichend, um eine echte Kostendeckung zu erzielen. Für eine erfolgreiche Markteinführung der Photovoltaik ist laut SFV dieser kleine Unterschied entscheidend.

Quelle: SFV Aachen. 23.11.1999.

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