Trittin zum Klimagipfel: Pronk-Vorschlag „gute Verhandlungsbasis“

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat den neuen Kompromissvorschlag des niederländischen Umweltministers Jan Pronk für den Bonner Klimagipfel im Juli als „gute Verhandlungsgrundlage“ begrüßt.   „Ich bin zwar nach erster Durchsicht des 180-seitigen Papiers nicht mit allen Teilen einverstanden, aber es könnte die Basis für den Durchbruch bilden, den wir in Bonn…

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat den neuen Kompromissvorschlag des niederländischen Umweltministers Jan Pronk für den Bonner Klimagipfel im Juli als „gute Verhandlungsgrundlage“ begrüßt.   „Ich bin zwar nach erster Durchsicht des 180-seitigen Papiers nicht mit allen Teilen einverstanden, aber es könnte die Basis für den Durchbruch bilden, den wir in Bonn brauchen, damit der Klimaschutzprozess seine Glaubwürdigkeit behält“, sagte Trittin. Ein klares Ergebnis in Bonn sei die Voraussetzung dafür, dass das Kyoto-Protokoll spätestens 2002 völkerrechtlich in Kraft treten könne.

Pronk hatte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der 6. Weltklimakonferenz einen konsolidierten Verhandlungstext für die im letzten November in Den Haag unterbrochene Klimakonferenz vorgelegt. In Bonn, wo die Konferenz vom 18.-27. Juli 2001 fortgesetzt wird, sollen die noch offenen Fragen zur Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls geklärt werden. Unter anderem geht es darum, nach welchen Regeln die Industrieländer ihre Klimaschutzverpflichtungen erfüllen sollen. Pronks Vorschlag ist der Versuch, die teilweise widerstreitenden Interessen verschiedener Staaten und Staatengruppen zusammenzuführen.

Enttäuscht zeigte sich Umweltminister Trittin von der Haltung der amerikanischen Regierung zum Klimaschutz. „Ich begrüße, dass Präsident Bush den Klimawandel als ernsthaftes Problem anerkennt und seine Bereitschaft bekundet hat, an der Lösung dieses Problems mitzuwirken. Zugleich bedauere ich jedoch sehr, dass er bei seiner Ablehnung des Kyoto-Protokolls bleibt, ohne konkrete Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen in den USA zu benennen.“

13.06.2001   Quelle: BMU

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