EUROSOLAR plant Anzeigenkampagne zur Weltklimakonferenz

Im Vorfeld der Bonner Klimaschutz-Konferenz vom 14.-25. Juli in Bonn will die Vereinigung EUROSOLAR eine „Globale Initiative für Erneuerbare Energien statt fossilem Emissionshandel” beginnen.   In repräsentativen Zeitschriften und Zeitungen soll mit Anzeigen an die Teilnehmer des Klimagipfels appelliert werden, die notwendigen Schwerpunkte zu setzten und entsprechende Maßnahmen zu beschließen.…

Im Vorfeld der Bonner Klimaschutz-Konferenz vom 14.-25. Juli in Bonn will die Vereinigung EUROSOLAR eine „Globale Initiative für Erneuerbare Energien statt fossilem Emissionshandel” beginnen.   In repräsentativen Zeitschriften und Zeitungen soll mit Anzeigen an die Teilnehmer des Klimagipfels appelliert werden, die notwendigen Schwerpunkte zu setzten und entsprechende Maßnahmen zu beschließen.

Der Diskussionsstand der Klima-Konferenz sei nicht nur wegen der amerikanischen Ablehnung des Kyoto-Protokolls unerfreulich, begründet die EUROSOLAR ihren Vorstoß. Auch die Fixierung auf „zweifelhafte und eher kontraproduktive Konzepte“, wie den Handel und die wechselseitige Verrechnung von Emissionsrechten wird von der EUROSOLAR kritisiert. Stattdessen müsse die Konferenz einen Neuanfang wagen: Die beteiligten Staaten sollen sich verpflichten, den Anteil erneuerbarer Energien alle zehn Jahre zu verdoppeln, Entwicklungshilfe und Entwicklungsländer sich künftig auf die breite Einführung von Techniken zu Nutzung der „Erneuerbaren“ konzentrieren. Die bereits auf der Berliner Konferenz vom 8. bis 10. Juni geforderte Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) müsse eingerichtet und Beschlüsse zum Abbau der Subventionen für nukleare und fossile Brennstoffe sollten rasch gefasst werden.

An die Stelle des heimlichen Mottos „Global reden, national aufschieben“ habe ein neues Leitmotiv zu treten. Die geplanten Anzeigen fordern die Kongressteilnehmer auf, sich unabhängig vom Ergebnis der Weltklimakonferenz an dem Motto „global denken – national, regional und lokal die ökologische Energiewende vorantreiben“ zu orientieren. Derzeit sucht die EUROSOLAR ideelle und finanzielle Unterstützung. Sollten sich genügend Unterzeichner finden, die auch eine Spende von mindestens 100 DM leisten, könne die Kampagne nach dem Start in der ZEIT auf die wichtigsten bundesdeutschen Tageszeitungen ausgedehnt werden.

Weitere Informationen: EUROSOLAR e.V., Kaiser-Friedrich-Str. 11, 53113 Bonn, Tel.: 0228-362373; Fax: 0228-361279; E-Mail: ;

19.06.2001   Quelle: EUROSOLAR

Schließen