Baden-Württemberg setzt auf Brennstoffzellentechnologie

Der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Walter Döring, kündigte in einer Pressemitteilung an, das Land werde ein Kompetenzzentrum Brennstoffzelle einrichten. Die Einrichtung soll an den bereits bestehenden Bereich des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm angegliedert werden.  Döring erklärte, dass Wissenschaft, Industrie und Handwerk im Sinne…

Der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Walter Döring, kündigte in einer Pressemitteilung an, das Land werde ein Kompetenzzentrum Brennstoffzelle einrichten. Die Einrichtung soll an den bereits bestehenden Bereich des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm angegliedert werden.  Döring erklärte, dass Wissenschaft, Industrie und Handwerk im Sinne eines kontinuierlichen Dialogs in die inhaltliche Arbeit des Zentrums mit eingebunden werden sollen. Er geht davon aus, dass das Zentrum dann auch finanziell durch die Industrie unterstützt werde. Vorrangige Aufgabe dieser Einrichtung wird laut Döring die umfassende Information der Wirtschaft sein: Das Zentrum soll die neue Technologie demonstrieren, die Arbeit der Anwender von Brennstoffzellen koordinieren, begleiten und unterstützen. Weitere Aufgaben sind die Dokumentation von Betriebsergebnissen, Qualifizierung und Ausbildung. Daneben soll die Einrichtung eigene Aktivitäten entfalten und Tagungen, Seminare oder Weiterbildungsveranstaltungen anbieten, deren Inhalte mit den Ausbildungsrichtlinien des Handwerks und der Industrie abgestimmt werden sollen.

„Mit dem Kompetenzzentrum Brennstoffzelle setzt das Land ein Zeichen für stärkeres Umweltbewusstsein und mehr Verantwortung unseren Umweltressourcen gegenüber. Es ist höchste Zeit, die Zukunftstechnologie Brennstoffzelle der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das Umfeld in Industrie und Handwerk auf die neue Technologie vorzubereiten. Dabei soll das Kompetenzzentrum nun die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Anwendung in der Praxis bilden.“ Döring skizzierte den finanziellen Rahmen des Projekts: „Für diese Ziele wird das Land in den nächsten 5 Jahren 6,5 Millionen Mark aufwenden. Ergänzt werden sollen diese Aufwendungen durch etwa gleich hohe Zuschüsse des Bundes. Mit diesem finanziellen Engagement wird gewährleistet, dass Entwicklungen aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich sehr schnell Einzug in die Praxis halten können und dass die Aus- und Weiterbildung von Mittelstand und Handwerk stets auf dem aktuellsten Stand erfolgt.“

Mit der Brennstoffzellentechnologie beschäftigen sich auch der Kongress und die Messe „f-cell“ am 15. und 16.10 in Stuttgart: http://www.f-cell.de

08.10.2001   Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

Schließen