DWV: Wasserstoff als Kraftstoff senkt CO2-Emissionen

Anlässlich der Vorstellung des Energieberichts des Bundeswirtschaftsministeriums weist der Deutsche Wasserstoff-Verband e.V. (DWV) darauf hin, dass der Verkehr der große Störfaktor beim Klimaschutz ist. Nur bei einer starken Verminderung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich könnten die Anforderungen des Kyoto-Protokolls erreicht werden.  Für die noch über Kyoto hinausreichenden Ziele der Bundesregierung (Reduktion…

Anlässlich der Vorstellung des Energieberichts des Bundeswirtschaftsministeriums weist der Deutsche Wasserstoff-Verband e.V. (DWV) darauf hin, dass der Verkehr der große Störfaktor beim Klimaschutz ist. Nur bei einer starken Verminderung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich könnten die Anforderungen des Kyoto-Protokolls erreicht werden.  Für die noch über Kyoto hinausreichenden Ziele der Bundesregierung (Reduktion der CO2-Emissionen um 25 % zwischen 1990 und 2005 bzw. um 40 % bis zum Jahr 2020) gelte dies erst recht.

Die Senkung des Kraftstoffverbrauchs durch Verminderung und Lenkung des Straßenverkehrs hält der DWV für einen wichtiger Schritt. Vor allem erforderten die CO2-Minderungsziele aber andere Kraftstoffe, die auf der Basis erneuerbarer Energien gewonnen werden und kohlenstoffärmer als die heutigen sind. Mit Wasserstoff ließen sich diese Ziele optimal erreichen: Er enthalte gar keinen Kohlenstoff, und bei seinem Verbrauch werde daher – zumindest lokal – kein CO2 frei. Alle großen Fahrzeughersteller der Welt arbeiten an entsprechenden Automobilantrieben. Etwa im Jahr 2010 sollen PKW breit in den Markt eingeführt werden, Nutzfahrzeuge bereits etwas früher. Parallel dazu müsse die Infrastruktur aufgebaut werden. Hier sei die Politik aufgefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Seine Auffassung sieht der DWV durch die am 27. November veröffentlichten Zahlen des BMWi untermauert: Von 1990 bis 1999 sind die CO2-Emissionen im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen um 36 %, in der Industrie um 32 %, im Bereich Energieumwandlung und -erzeugung um 19 % und bei den privaten Haushalten um 4 % zurückgegangen. Im Verkehrs- und Transportsektor sind sie hingegen um 15 % gestiegen. Da sämtliche Experten für die Zukunft einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Mobilität voraussehen, könnte der Verkehrsbereich alle Vorhaben zur Verringerung der CO2-Emissionen scheitern lassen, warnt der Wasserstoff-Verband.

11.12.2001   Quelle: Deutscher Wasserstoff-Verband

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