Solarwirtschaft meldet Rekord-Umsätze

Im vergangenen Jahr konnte die Solarbranche eine Umsatzsteigerung von rund 52 % erzielen. Der Branchen-Umsatz betrug 1,2 Milliarden Euro; im Jahr 2000 hatte die Branche 790 Millionen Euro umgesetzt. Das geht aus den neuesten Zahlen der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) hervor. Laut UVS wurden im Jahr 2001 rund 130.000 neue…

Im vergangenen Jahr konnte die Solarbranche eine Umsatzsteigerung von rund 52 % erzielen. Der Branchen-Umsatz betrug 1,2 Milliarden Euro; im Jahr 2000 hatte die Branche 790 Millionen Euro umgesetzt. Das geht aus den neuesten Zahlen der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) hervor. Laut UVS wurden im Jahr 2001 rund 130.000 neue Solaranlagen installiert.   Die Solarbranche zählt in Deutschland bereits über 20.000 Beschäftigte. Für dieses Jahr ist der Bau zahlreicher neuer Produktionsstätten in Deutschland geplant.

Vor allem Fotovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung verzeichneten einen starken Nachfrageschub, 30.000 wurden neu installiert. Die Zahl der Solarwärmeanlagen wuchs nach Angaben der UVS um 10%, über 100.000 Anlagen zur solaren Bauchwassererwärmung, teilweise auch zur Heizungsunterstützung wurden gebaut. „Das Jahr 2001 war erneut ein Rekordjahr für neue Energien. Der im Jahr 2000 begonnene Einstieg ins Solarzeitalter wurde konsequent fortgesetzt“, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.

Die UVS rechnet für 2002 mit einem weiteren Wachstum von 25-30 Prozent im Bereich der Photovoltaik. Für eine Prognose im Bereich Solarwärme will sich Körnig nicht festlegen: Auf Grund der gesunkenen Preise für Öl und Gas sei ein Wachstum noch ungewiss. Körnig warnt Eigenheimbesitzer jedoch vor erneuten Energiepreissteigerungen und empfiehlt als Schutz davor in Übereinstimmung mit der Bundesregierung die Errichtung einer Solaranlage: „Solaranlagen sind Stand der Technik und schützen Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen“.
Die Förderprogramme der Bundesregierung, vor allem das im Jahr 2000 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), haben optimale Rahmenbedingungen für die Nutzung der Sonnenenergie geschaffen. Das EEG garantiert Betreibern von Photovoltaik-Anlagen eine Mindestvergütung von 48,11 Cent pro Kilowattstunde in das öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom. Das Bundeswirtschaftsministerium bezuschusst den Bau solarthermischer Anlagen mit 87 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche (Marktanreizprogramm zugunsten erneuerbarer Energien). Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bewilligte im Rahmen des 100.000-Dächer-Programmes rund 20.000 Kredite für Photovoltaikanlagen – fast sechsmal so viel wie beim Programmstart im Jahr 1999.

30.01.2002   Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS)

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