Strommarkt: Öko-Institut zertifiziert neues Produkt

Das vom Freiburger Öko-Institut zertifizierte Produkt „World Wide Green“ soll es privaten Haushalten und Unternehmen erlauben, ihren Stromverbrauch umweltgerecht, flexibel und kostengünstig zu decken.  Die Kunden von World Wide Green beziehen eine frei wählbare Menge Strom aus erneuerbaren Energien und fördern damit die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen. Das Angebot von…

Das vom Freiburger Öko-Institut zertifizierte Produkt „World Wide Green“ soll es privaten Haushalten und Unternehmen erlauben, ihren Stromverbrauch umweltgerecht, flexibel und kostengünstig zu decken.  Die Kunden von World Wide Green beziehen eine frei wählbare Menge Strom aus erneuerbaren Energien und fördern damit die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen.

Das Angebot von World Wide Green basiert auf so genannten handelbaren Zertifikaten, die in verschiedenen Ländern als Grundlage für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Diese Zertifikate repräsentieren den ökologischen Nutzen von Strom, der beispielsweise aus Windkraft oder Sonnenenergie erzeugt wurde. Durch den Kauf solcher Zertifikate (3 Eurocent pro Kilowattstunde für Strom aus Windkraft; 80 Cent für Strom aus Sonnenenergie) „erwerben“ die Kunden diesen Umweltnutzen und fördern die umweltverträgliche Stromerzeugung. Der unabhängige Zertifikatehändler World Wide Green verkauft keinen Strom, sondern nur den „grünen” Teil des Ökostroms. Die Kunden müssten deshalb nicht den Stromversorger wechseln, um Ökostrom zu beziehen, beschreibt World Wide Green sein Angebot.

Über dieses Modell soll jeder Stromverbraucher eine seinem Bedarf entsprechende Strommenge (oder einen Teil davon) umweltfreundlich erzeugen lassen können. World Wide Green erwirbt Zertifikate in verschiedenen Ländern, darunter den USA und Australien. Auch in Europa sind verschiedene nationale Zertifikatssysteme im Aufbau begriffen, die durch ein europaweites System (Renewable Energy Certificate System; RECS) ergänzt werden. Durch die vom Öko-Institut erarbeiteten Qualitätsanforderungen soll sicher gestellt werden, dass die zertifizierten Produkte einen Ausbau der erneuerbaren Energien bewirken, der über den Kraftwerksbestand und die Effekte staatlicher Förderinstrumente hinausgeht. Damit ist nach Aussage des Öko-Instituts gesichert, dass die Käufer dieser Produkte einen Beitrag für den Umweltschutz und den Ausbau nachhaltiger Energietechnologien leisten.

18.02.2002   Quelle: medien-zentrum.de

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