Umweltminister Trittin: Solarthermische Kraftwerke sollen Exportschlager werden

Bundesumweltminister Jürgen Trittin will das Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung zur Weiterentwicklung erneuerbarer Energien, darunter auch der Solarthermie, über das Jahr 2003 hinaus verlängern.  „Deutsche Forschungsinstitute und Firmen sind heute weltweit führend bei der Entwicklung von Sonnenkraftwerken. Diese Chance müssen wir nutzen, um den nächsten Schritt zu tun: Anlagen entwickeln, die wir…

Bundesumweltminister Jürgen Trittin will das Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung zur Weiterentwicklung erneuerbarer Energien, darunter auch der Solarthermie, über das Jahr 2003 hinaus verlängern.  „Deutsche Forschungsinstitute und Firmen sind heute weltweit führend bei der Entwicklung von Sonnenkraftwerken. Diese Chance müssen wir nutzen, um den nächsten Schritt zu tun: Anlagen entwickeln, die wir den Ländern entlang des ’Sonnengürtels’ anbieten können. Mit Unterstützung der Bundesregierung sollen thermische Solarkraftwerke deutsche Exportschlager der Zukunft werden. Davon werden Klimaschutz und Wirtschaft profitieren“, sagte Jürgen Trittin anlässlich der Fachtagung „Hochtemperatur solarthermische Stromerzeugung“ in Berlin, die gemeinsam von Umweltministerium und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) veranstaltet wurde.

Die Bundesregierung stellt im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms bis 2003 insgesamt 10 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu solarthermischen Kraftwerken zur Verfügung. Fünf der geförderten Projekte beschäftigen sich mit den verschiedenen technischen Möglichkeiten – von der Parabolrinnen-Technologie bis zum so genannten Solarturm. Ein weiteres Vorhaben dient der Technikbewertung und Unterstützung der Markteinführung von Solarkraftwerken. Für den Forschungsschwerpunkt erneuerbare Energien wendet das Bundesumweltministerium insgesamt 30 Millionen Euro auf. Das Zukunftsinvestitionsprogramm sollte nach Ansicht von Trittin zumindest bis 2006 fortgesetzt werden.

In solarthermischen Kraftwerken werden Spiegelsysteme eingesetzt, die das Sonnenlicht bündeln. Aus der entstehenden Wärme wird Strom erzeugt. Für den wirtschaftlichen Betrieb dieser Anlagen kommen als Standorte hauptsächlich die trockenen und heißen Zonen der Erde südlich des 40. Breitengrades (so genannter Sonnengürtel) in Frage. Rein rechnerisch könnte der Energiebedarf der Welt allein in den Wüstenregionen Nordafrikas gedeckt werden. Obwohl Deutschland als Standort für solarthermische Kraftwerke nicht in Betracht kommt, könnte diese Technologie auch bei uns zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen, zum Beispiel durch den Einsatz hocheffizienter Systeme zur Energieübertragung. Zur Finanzierung der Projekte könne die Umsetzung der so genannten flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (unter anderem der Emissionshandel) einen Beitrag leisten, heißt es in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums.

21.03.2002   Quelle: BMU

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